Der dänische „Karikaturenstreit” (3) – Der Fluch der moderaten Muslime

Charles Krauthammer, The Washington Post, 10. Februar 2006

Während ein großer Teil der islamischen Welt in einen wohl überlegten Ausbruch von Zorn über die dänischen Mohammed-Karikaturen ausbricht, sind auf beiden Seiten Stimmen der Vernunft zu hören. Einige islamische Führer und Organisationen sprechen sich, während sie das Gefühl des Grolls der Demonstranten und ihre Wut teilen, gegen den Gebrauch von Gewalt als Mittel ihres Ausdrucks aus. Ihre westlichen Gegenstücke – Intellektuelle, darunter die meisten der großen Zeitungen der Vereinigten Staaten – sind ähnlich ausgewogen: Während natürlich das Prinzip der freien Meinungsäußerung begrüßt wird, kritisieren sie die dänische Zeitung wegen des Missbrauchs dieses Rechts durch die Veröffentlichung der beleidigenden Karikaturen und erklären im Namen der religiösen Sensibilität gegen die Veröffentlichung, dass sie das nicht tun werden.

Gott bewahre uns vor den Stimmen der Vernunft.

Was in der islamischen Gemeinschaft als Moderatheit durchgeht – „Ich teile eure Wut, aber zündet nicht diese Botschaft an“ – ist einfach nichts dergleichen. Das ist einfach ein zynischer Weg die Ziele des Mobs gut zu heißen ohne die Mittel zu begrüßen. Das ist arglistig, denn während man vorgibt das Prinzip der religiösen Rücksichtnahme hoch zu halten, liegt nur das Interesse an diesem Fall von religiöser Gefühllosigkeit vor.

Hat irgendeiner dieser „Moderaten“ jemals gegen die grotesken Karikaturen von Christen und insbesondere von Juden protestiert, die im gesamten Mittleren Osten tagtäglich ausgestrahlt werden? Die Predigten im palästinensischen Fernsehen, in denen Juden als Söhne von Schweinen und Affen bezeichnet werden? Die syrische Fernsehserie zur Hauptsendezeit, die zeigt, wie Rabbis einen nicht jüdischen Jungen schlachten, um sein Blut rituell zu sich zu nehmen? Die 41-teilige (!) Serie im ägyptischen Fernsehen, die auf der antisemitischen, zaristischen Fälschung (und Inspiration der Nazis) basiert, den „Protokollen der Weisen von Zion“, die zeigt, wie die Juden sich mit einer Jahrhunderte alten Verschwörung zur Beherrschung der Welt beschäftigen?

Ein wahrhaft moderater Muslim ist einer, der gegen die Schändung jeden Glaubens protestiert. Die das nicht tun, sind keine Moderaten, sondern Heuchler, Opportunisten und Vertreter der Randalierer, die lediglich andere Mittel zur Erreichung desselben Ziels nutzen: dem Westen mit seinen Traditionen der Redefreiheit einen Satz von Tabus aufzudrücken, die exklusiv für den islamischen Glauben gelten. Solche Leute sind keine Verteidiger der Religion, sondern solche, die an die muslimische Überlegenheit glauben und versuchen ihr Diktat dem liberalen Westen aufzuzwingen.

Und diesen „Moderaten“ wird von westlichen „Moderaten“ geholfen, von ihnen unterstützt, die Bilder einer mit Elefantenkot bedeckten Jungfrau Maria veröffentlichen und „Piss Christ“ (ein Kruzifix, das in einem mit Urin gefüllten Glasgefäß steckt) als Kunst feiern, das öffentliche Subventionierung verdient, aber von einer plötzlichen religiösen Sensibilität ergriffen sind, wenn Mohammed das Objekt ist.

Wären sie nicht so heuchlerisch gewesen, könnte man ihre Ablehnung der Wiederveröffentlichung dieser Karikaturen verteidigen, weil guter Geschmack und Feingefühl manchmal über dem Nachrichtenwert stehen können. Schließlich veröffentlichen amerikanische Zeitungen allgemein – und zu Recht – aus grundsätzlichem Anstand keine Bilder von Leichen, welchen Nachrichtenwert auch immer sie haben.

Es gibt ein „Sensibilitäts“-Argument dafür die Karikaturen gar nicht erst zu veröffentlichen – damals im September, als sie das erste Mal in dieser dänischen Zeitung erschienen. Es ist aber nicht [mehr] September. Es ist Februar. Die Karikaturen wurden veröffentlicht und die Zeitung, die Herausgeber und Dänemark selbst werden wütend angegriffen. Nach vielfachen Brandstiftungen, verheerenden Boykotten und Drohungen Hände und Köpfe anzuschlagen hat das Thema nicht länger Nachrichtenwert, d.h. ob eine Zeitung sie veröffentlichen soll um die Leserschaft darüber informieren muss, was im Gang ist. Thema jetzt ist die Solidarität.

Der Mob versucht den westlichen Zeitungen, tatsächlich aber auch den westlichen Regierungen, zu diktieren, was ein legitimes Thema für Diskussion und Karikatur ist. Die Karikaturen haben nicht ansatzweise das künstlerische Niveau von Salman Rushdies Prosa, aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, wer entscheidet, was innerhalb der Grenzen dessen, was wir altmodisch als freie Welt bezeichnen, gesagt werden kann und was gezeichnet werden kann.

Der Mob hat das in einen Testfall für Redefreiheit im Westen gedreht. Die deutschen, französischen und italienischen Zeitungen, die diese Karikaturen abdruckten, machten das nicht, um zu informieren, sondern um sich zu widersetzen – um zu erklären, dass sie sich nicht vom Mob einschüchtern lassen.

Was im Raum steht, ist Angst. Der unausgesprochene Grund, dass viele Zeitungen [die Karikaturen] nicht abdrucken, ist nicht Sensibilität, sondern einfach Angst. Sie wissen, was Theo van Gogh passiert ist, der einen Film über die islamische Behandlung von Frauen machte und ein Messer in die Brust bekam, an dem ein islamistisches Manifest befestigt war.

Die weltweiten Krawalle und Verbrennungen sind Instrumente der Einschüchterung, Erinnerungen an van Goghs Schicksal. Die islamischen „Moderaten“ sind die Agenten und Interpreten des Mobs, die uns warnen, das nicht wieder zu tun. Und die westlichen „Moderaten“ sind ihre verängstigten Kollaborateure, die sagen: „Keine Sorge, machen wir nicht. Es sind diese Dänen. Wir sind sauber. Verschont uns. Bitte.“

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Der dänische „Karikaturenstreit” (2) – Der Streit ist ein Kulturkampf, geht nicht um Karikaturen

Jonah Goldberg, townhall.com, 8. Februar 20o6

Hört auf von den Karikaturen. Es geht nicht um die Karikaturen.

Die Krawalle und Demonstrationen im gesamten Nahen/Mittleren Osten und Westeuropa (auch wenn sie hier in den USA noch nicht stattfinden) wegen einiger Karikaturen des muslimischen Propheten Mohammed haben parallel dazu im Westen einen intellektuellen Aufstand um die Natur der Rede- und Ausdrucksfreiheit ausgelöst. Viele Experten und Redakteure haben fieberhaft daran gearbeitet, dies als eine Debatte über die Richtigkeit des Abdrucks von Karikaturen zu halten. Einige Nachrichtenmedien ändern ihr Vorgehen so, dass sie „religiöse“ Empfindlichkeiten in der Zukunft nicht mehr kränken.

Die Anführungszeichen um das Wort „religiöse“ sollte alles sagen. Wir reden nicht über „Religion“. Wir reden von einer ganz bestimmten Religion – dem Islam. Glaubt wirklich irgendjemand, dass das Abbrennen dänischer Botschaften und Forderungen nach der „Abschlachtung“ der Verantwortlichen durch muslimische Protestierende tatsächlich die BBC oder der New York Times gelehrt haben evangelikalen Christen oder orthodoxen Juden gegenüber höflicher zu sein? Glaubt irgendjemand wirklich, dass arabische Zeitungen – oft in Staatseigentum – aufhören werden Bilder von Juden als Babykillern und hakennasigen Verschwörern aus der Nazizeit zu recyceln, weil sie zu der aufgeklärten Meinung gekommen sind, dass Worte verletzen können? Wenn man bedenkt, dass eine iranische Zeitung gerade einen Wettbewerb für die beste Holocaust-Karikatur ausgeschrieben hat, erscheinen die Chancen gering. Abgesehen davon: Warum sollte der Holocaust wegen etwas heruntergespielt werden, was eine dänische Zeitung gemacht hat? (Zu einem gewissen Teil bekommt diese Antwort die Ehre: „Es ist immer nützlich auf den Juden herumzuhacken.“)

Ich persönlich finde nicht, dass die Karikaturen sonderlich gut waren. Sie scheinen auch aus dem Wunsch heraus veröffentlicht worden zu sein Muslime zu beleidigen. Die Redakteure und viele, die sonst noch die Zeitung Jyllands-Posten verteidigen, sagen, sie hätten beweisen müssen, dass in Dänemark durch Muslime ein Klima der Angst erzeugt wurde. Sie bewiesen, dass es Muslime gab, die bereit waren ein Klima der Angst erzeugen, indem sie diese Muslime beleidigten. Sie waren erfolgreich.

Aber die Frage der „Beleidigung“ ist ebenfalls eine Ablenkung. Nehmen wir an, dass die Veröffentlichung der Karikaturen nur von dem Wunsch motiviert war die Muslime zu beleidigen – oder wenigstens einige Muslime. Was ändert das daran, wie wir die Ereignisse betrachten sollten? Wenn ich meinen Nachbarn unnötig beleidige, sollte ich mich schämen. Wenn er als Antwort mein Haus niederbrennt und droht meine gesamte Familie umzubringen, wen interessiert dann noch, was ich vorher gesagt habe? Es gibt die Forderung eines weltweiten islamischen Boykotts dänischer Produkte wegen etwas, das eine unabhängige Zeitung in einer freien Gesellschaft machte. (Der Boykott sollte den Verkauf dänischen Schinkens nicht treffen, Gott sei Dank.)

Überreaktionen gibt es gewöhnlich wegen etwas Größerem. Die Pointe an der Metapher des „Strohhalms“ ist die, dass kleine Dinge unverhältnismäßige Reaktionen auslösen können. Ein muslimischer Demonstrant in Großbritannien hielt ein Schild hoch, auf dem stand: „Zur Hölle mit der Freiheit!“ Glauben wir wirklich, dass eine Hand voll Karikaturen in Dänemark ihn von einem Jefferson-Demokraten in einen Jihadisten verwandelten? War der Träger des Schildes „Köpft die, die den Islam beleidigen“ bis vor Kurzem ein Pazifist?

Vielleicht, aber nur vielleicht, hatten diese Typen etwas auf dem Tisch, lange bevor sie von diesen Karikaturen auch nur gehört hatten.

Es scheint offensichtlich, mir zumindest, dass dies die Geräusche sind, die mit dem Zusammenprall von Zivilisationen daher kommen. Letztes Jahr verursachte die (falsche) Story der Newsweek, dass amerikanische Vernehmungsbeamte Korane die Toilette hinunter spülten tödliche Krawalle in Afghanistan. In Paris randalieren Muslime – oder drohen damit – gegen alles Mögliche von Schülerinnen ohne Kopftuch bis zu nicht genügend halal (erlaubtem) Brie. In der ganzen Welt leiden Muslime unter einer Mixtur aus legitimen Klagen und einem enormen Minderwertigkeitskomplex. Muslimische – und besonders arabische – Regierungen haben ein starkes Interesse daran derartige Dinge zu schüren, denn sie lenken von den eigenen, korrupten Regimen ab. Und die muslimische „Straße“ scheint jedes Mal darauf hereinzufallen.

Genauso auch große Teile der westlichen Presse. Sicher, es geht um die Meinungsfreiheit, aber es geht ebenso um viel mehr. Journalisten lieben es von der Pressefreiheit zu reden. Aber sie mögen nicht über die enorme Last auf den Schultern der muslimischen Welt zu reden und sie hassen es wirklich den „unterdrückten“ Völkern irgendetwas Beleidigendes zu sagen.

Das Außenministerium anzuprangern, weil es diese Karikaturen kritisiert, macht nur dann Sinn, wenn man diese Situation durch ein sehr enges Prisma betrachtet. Die US-Regierung kämpft einen konventionellen Krieg in zwei muslimischen Staaten und einen geheimen und diplomatischen „globalen Krieg gegen den Terror“, der die ganze weltweite muslimische Welt einbezieht. Mir gefällt auch nicht, wie die USA auf Dänemark herumhacken, aber wir sollten wenigstens erkennen, dass die Regierung Bush ein größeres Bild im Hinterkopf hat als die, die finden, dass es nur um ein paar Karikaturen geht.

Der dänische „Karikaturenstreit” (1) – Das ABC bestellter Krawalle

Amir Taheri, The New York Post, 9. Februar 2006

„Ein Segen Gottes“: So haben Führer des Iran, angefangen bei Präsident Mahmud Ahmadinedschad, die Kontroverse über die dänischen Karikaturen des Propheten Mohammed beschrieben.

Wenn man aber genauer hinsieht, dann zeigt sich, dass das ganze Brimborium von sunnitisch-salafidischen Gruppen in Europa und Asien angezettelt wurde, wobei Ahmadinedschad und sein syrischer Vasall, Präsident Baschar al-Assad, verspätet auf den Zug aufsprangen. Gott hatte nichts damit zu tun.

Um zu sehen, wie die ganze Sache aufgezogen wurde, um präzisen politischen Zielen zu dienen, sollte man sich die Chronologie der Ereignisse ansehen:

Die Karikaturen wurden letzten September veröffentlicht und schlugen drei Monate lang keinerlei Wellen außerhalb kleiner Gruppen salafiischer Militanter in Dänemark.

Im Dezember füllte eine Gruppe dänischer militanter Muslime ihre Koffer mit Fotokopien der Karikaturen und machten sich auf eine Tour durch muslimische Hauptstädte.

Sie kamen nicht nach Teheran: Die Iraner als Schiiten betrachteten sie als sunnitische Aktivisten, die Böses im Schilde führten. Aber sie schafften es nach Kairo, Damaskus und Beirut und durften Emissäre nach Saudi Arabien schicken.

Die dänische Muslim-Gruppe tat außerdem etwas Unehrenhaftes – sie fügten der von Jyllands-Posten veröffentlichten eine Reihe weit abfälligere Karikaturen des Propheten hinzu und brachten ihre Gesprächspartner in den muslimischen Hauptstädten dazu zu glauben, dass all das in der dänischen Presse erschienen sei.

In Kairo sagte die Moslembruderschaft der dänischen Gruppe, dass es die falsche Zeit war wegen der Karikaturen Wirbel zu veranstalten. Die Bruderschaft war schwer damit beschäftigt ihre Wahlkampfstrategie zu planen und vorzugeben, dass sie eine „moderate“ Partei sei. Das Letzte, was sie wollten, war als fanatische, antiwestliche Kraft gebrandmarkt zu werden. Die Führer der Bruderschaft schlugen vor die Sache bis Januar auf Eis zu legen.

Die dänischen Militanten erhielten auch von der Hamas, der radikalen Palästinenser-Bewegung, eine abschlägige Antwort. Die Hamas war damit beschäftigt eine allgemeine Wahl zu gewinnen und musste wenigstens einen Teil der palästinensischen Mittelschicht für sich gewinnen. Der Rat der Hamas war: Wartet, bis wir gewonnen haben.

Die Emissäre fanden in Qatar ein mitleidigeres Publikum – dort, wo der Satelliten-Fernsehsender Al Jazira (der dem Emir gehört) sich darauf spezialisiert Muslime gegen den Westen und gegen Demokratie allgemein aufzuhetzen. Der oberste Islamisten-Televangelist des Senders, Yussuf al-Qaradawi (ein ägyptischer Prediger, der auch ein Freund des Londoner Bürgermeisters Ken Livingstone ist) war nur allzu gern bereit eine „Fatwa“ auszugeben um die Lunte zu zünden. Er mobilisierte dann sein Netzwerk militanter Moslembrüder in Europa, um die Karikaturen anzugreifen und fälschlich zu behaupten, die Bilder seien im Islam nicht erlaubt und die dänische Zeitung habe „ein absolutes Prinzip des Einzig Wahren Glaubens“ verletzt.

So erhielt der Aufruf zum Jihad vermutlich sein „theologisches“ grünes Licht. (Ironischerweise wird die von al-Waradawi geführte Sektion der Bruderschaft als Nichtregierungs-Organisation von der Europäischen Union finanziert.)

Als die ersten Mitmob-Mengen auf den globalen Fernsehschirmen erschienen, erkannte Ahmadinedschad, dass es hier eine Kuh gab, die zu melken sich lohnte.

Da Dänemark turnusmäßig den Vorsitz des UNO-Sicherheitsrats übernehmen soll – genau zu der Zeit, zu der erwartet wird, dass die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA) den Iran an den Sicherheitsrat überweisen und Sanktionen verlangen wird. Was gab es da für Teherans Zwecke Besseres als Dänemark als „Feind des Islam“ darzustellen und muslimische Gefühle gegen den Sicherheitsrat zu mobilisieren?

Um den sunnitisch-salafidischen Gruppen die Initiative wieder abzunehmen, befahl Ahmadinedschad rasch die Beendigung aller Wirtschaftsverbindungen mit Dänemark, womit er die Islamische Republik als Weltführer der Muslime in der antidänischen Kampagne darstellte.

Als nächstes sprang Syrien auf den Zug auf, ebenfalls, weil sie etwas gewinnen können. Die UNO will den syrischen Präsident Baschar al-Assad und fünf seiner Verwandten und Helfer, darunter seinen jüngerer Bruder, wegen des Mordes am früheren libanesischen Premierministers Rafiq al-Hariri befragen. (Assad hat versucht für sich und seinen Bruder im Tausch gegen die Auslieferung der andren Immunität auszuhandeln – aber die UNO hat nicht mitgespielt.) Wie beim Atomprogramm des Iran wird die Akte Syrien unter dänischer Präsidentschaft beim Sicherheitsrat eintreffen. Dänemark als „Feind des Propheten“ darzustellen wäre gar nicht so schlecht, wenn der Rat, wie erwartet, mit dem Finger auf Assad und sein Regime als für eine Reihe politischer Morde verantwortlich zeigt, auch den an Hariri.

Die Kuh „Dänische Karikaturen“ wird auch auf eine weitere Art gemolken: Teheran und Damaskus haben einen diplomatischen Feldzug gestartet, um die Frage des „Schutzes von Religionen gegen Blasphemie“ auf die Tagesordnung des Sicherheitsrates zu setzen. Wenn das passieren sollte, müssten Fragen wie die nach Irans Anstreben der Atombombe und Syriens Mordmaschine im Libanon zur Seite gewischt werden, jedenfalls soweit es die öffentliche Meinung der Welt angeht.

Wer Fernseh-Nachrichten sieht könnte glauben, dass die gesamte muslimische Welt vor gerechtfertigter Wut entbrannt ist, die in „spontane Demonstrationen“ umgesetzt wurden. Die Wahrheit ist, dass die überwältigende Mehrheit der Muslime, selbst wenn sie wegen der Karikaturen beleidigt sind, die sie nicht gesehen haben, sich von den Straßenshows fern gehalten haben, die von den Radikalen und den iranischen und syrischen Sicherheitsdiensten inszeniert wurden.

Die Zerstörung dänischer und norwegischer Botschaften und Konsulate geschah nur an zwei Orten: Damaskus und Beirut. Jeder, der Syrien kennt, wüsste, dass es in dieser Diktatur keine spontanen Demonstrationen gibt. (Selbst jetzt gelang es der syrischen Geheimpolizei nicht, mehr als 1.000 Mietmob-Militante aufzutreiben.) Und die syrische Regierung lehnte die Forderung der norwegischen Botschaft nach zusätzlichem Polizeischutz ab. Es war klar, dass die Syrer wollten, dass die Botschaften geplündert wurden.

Die Mitmob-Angriffe in Beirut waren zynischer. Die syrische Baath-Partei – die seit Jahren sunnitisch-salafidische Militante ermordet, ins Gefängnis geworfen oder deportiert hat – wurde auf einmal von einer radikal säkularen und sozialistischen Partei in die „Vorreiterin des Glaubens“ verwandelt. Der Mob, der die Gräuel in Beirut beging, wurde mit Bussen aus Syrien herangekarrt und bestand aus militanten Muslimbrüdern, denen niemals erlaubt wird auf eigene Faust zu demonstrieren.

Die muslimischen Menschenmengen, die wegen der Karikaturen demonstriert haben, machten selten mehr als ein paar Hundert aus; der Anteil der Muslime an der Menschheit wird auf 1,2 Milliarden geschätzt. Und nur drei der Botschaften Dänemarks in 57 muslimischen Ländern sind angegriffen worden.

Die dänisch-muslimische Truppe, die log, indem sie Karikaturen hinzufügte, die nie veröffentlicht wurden, hat dem Propheten und dem Islam mehr Schaden zugefügt als die 12 kontroversen Karikaturisten der Jyllands-Posten.

Der Kampf zwischen Dänemark und seinen Verleumdern ist keiner zwischen dem Westen und dem Islam. Er findet statt zwischen einer Demokratie und einer globalen, faschistischen Bewegung, die sich als Religion maskiert.

Die Europäische Scheinheiligkeit besiegen

Judith Bergman, Israel HaYom, 1. Mai 2015s

Vor ein paar Jahren stand ich in einem teuren dänischen Supermarkt und musste mich entscheiden, welches Obst und Gemüse ich kaufen wollte; ein Paar in mittlerem Alter betrat den Laden und begann lautstark zu diskutieren, was sie fürs Abendessen kaufen sollten. Der Mann sah sich die Abteilung für Obst und Gemüse und erklärte mit andächtiger Stimme, was immer sie kauften, würde mit Sicherheit nicht die israelischen Avocados in der Auslage unterstützen. Er zuckte sichtlich, als ich demonstrativ hinüber ging und meinen Korb mit israelischen Avocados füllte, als hinge mein Leben davon ab sie in großer Menge zu essen.

Viele Europäer beschreiben sich stolz als „politische Konsumenten“, doch ihre Politik ist extrem begrenzt angelegt. Ihren Blutdruck lässt zwar nichts so sehr ansteigen wie die Begegnung mit israelischen Produkten in ihrem örtlichen Supermarkt, doch sie stopfen sich fröhlich mit iranischen Datteln und Granatäpfeln, mit ägyptischen Möhren, und grünen Bohnen und türkischen Kirschen und Weintrauben voll. Sie ziehen billige Kleidung an, die von mehr als ausgenutzten, unterbezahlten Kindern hergestellt werden, die unter sklavenartigen Bedingungen in Bangladesch und Pakistan arbeiten; und es macht ihnen nichts aus, wenn junge Frauen in der Todeszelle in China ihre Jeans nähen, solange sie etwas für ihr Geld bekommen. Würde Nordkorea etwas anderes als Leid und Atomwaffen produzieren, würden sie deren Produkte eilig ebenfalls konsumieren.

In einem Brief an die Außenpolitik-Chefin der EU; Federica Mogherini, forderten gerade erst 16 der 28 EU-Außenminister den Prozess voranzutreiben in israelischen Siedlungen produzierte Waren zu kennzeichnen. „Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf den Brief vom 13. April 2013 lenken, der Ihrer Vorgängerin geschickt wurde und in dem es um EU-weite Richtlinien für die Kennzeichnung von Siedlungsprodukten geht. … Wir bleiben bei der Ansicht, dass dies ein wichtiger Schritt zur vollen Umsetzung der lange bestehenden EU-Politik bezüglich der Erhaltung der Zweistaatenlösung ist.“ Österreich, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Schweden, Malta, Irland, Portugal, Slowenien, Kroatien, Finnland, Dänemark, die Niederlande und Luxemburg gehörten alle zu den Unterzeichnern des Briefs.

„Die fortgesetzte Ausweitung der israelischen illegalen Siedlungen im Besetzten Palästinensischen Territorium und anderen von Israel seit 1967 besetzten Territorien bedroht die Aussicht auf eine gerechte und endgültige Friedensvereinbarung“, heißt es in dem Brief weiter.

Das heißt auf gut Deutsch: Die fortgesetzte Anwesenheit von Juden in Judäa und Samaria beunruhigt die postkolonialen Europäer so sehr, dass die Frage nach ganz oben auf die Politik-Tagesordnung der EU gepuscht wird.

Man muss sich aber wegen des Zeitpunkts dieser offen feindseligen EU-Initiative wundern. Mehr als 500.000 Menschen, darunter Tausende Kinder, sind in Syrien skrupellos ermordet worden; Jesiden und Christen, darunter zahllose Frauen und Kinder, werden von Syrien und dem Irak bis Nigeria und Kenia ermordet, vergewaltigt, verstümmelt, gefoltert, geköpft und in die Sklaverei verkauft. Was könnte also zu diesem Zeitpunkt möglicherweise wichtiger sein als zu verhindern, dass eine israelische Orange von der „falschen“ Seite der Grünen Linie im politisch sensiblen Bauch eines zart besaiteten, „friedliebenden“ Europäers landet?

Der Aufruf von 16 EU-Außenministern zu Wirtschaftskrieg gegen Israel ermutigt und unterstützt mit Sicherheit den tollwütigen Hass auf Israel bei den Aktivisten der BDS-Bewegung in ganz Europa. Am Montag wachten die Einwohner Kopenhagens zum ersten Mal in der dänischen Geschichte mit einem bizarren Plakat auf, das auf 35 Buslinien den Boykott israelischer Produkte fordert. Das Plakat zeigt zwei Frauen mittleren Alters, „Charlotte und Lizzie“; sie sind aus dem wohlhabenden Vorort Hellerup. Der Text dazu lautet: „Unser Gewissen ist rein! Wir kaufen weder Produkte aus den israelischen Siedlungen noch investieren wir in die Siedlungsindustrie.“ Mehrere Landkarten in der Werbeanzeige machen klar, dass die Macher dieser Kampagne ganz Israel als „besetzt“ betrachten und den Betrachter dahin manipulieren dies als Tatsache zu glauben.

Hinter der Anzeige auf dem Bus steckt der sogenannte Dänisch-Palästinensische Freundschaftsverband, der das Ziel hat Israel in der dänischen Öffentlichkeit zu diffamieren und zu dämonisieren. Die Werbung auf dem Bus stellt „Stufe 1“ einer langen und weitreichenden Kampagne dar, deren erklärtes Ziel es ist alle kommerziellen und öffentlichen Organe in Dänemark zu überzeugen israelische Produkte zu boykottieren und Investitionen aus israelischen Firmen abzuziehen. Auf der Internetseite der Kampagne nehmen die Organisatoren direkten Bezug auf den Brief der 16 EU-Außenminister und nehmen ihn als Legitimierung ihres Tuns in Anspruch.

Die Geschichte der dänischen BDS-Bewegung wird allerdings immer noch geschrieben und es könnte sich herausstellen, dass sie viel kürzer sein wird als ihre Propagandisten es gerne hätten. Da sie eine beträchtliche Menge an Beschwerden wegen der Werbung auf den Bussen bekam, entschied sie die Transportfirma – Movia – sie zu entfernen, nachdem sie sie begutachtet hatte und sie für „unnötig beleidigend“ befand.

„Wenn es um Israel geht, ist es schwer zwischen dem Staat Israel und der Religion Israel zu unterscheiden; und in Kombination mit der relativ aggressiven Botschaft, die in einem Boykott inbegriffen ist, kommt es als beleidigend rüber. Viele der Beschwerdeführer merkten an, dass es sie an den Zweiten Weltkrieg erinnert, als ebenfalls auf einen Boykott jüdischer Produkte gedrängt wurde“, erklärte Movia-Regionalmanagerin Camilla Struckmann.

„Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternhmen“, ist ein altes, fast klischeehaftes Sprichwort, das dem konservativen britischen Philosophen Edmund Burke zugeschrieben wird. Gleichwohl ist es immer noch sehr anwendbar. Da die Busse ihre ersten Fahrten mit der Anzeige in Kopenhagen am Montag machten und deren aufwiegelnde Botschaft verbreiteten, gab es wahrscheinlich Menschen, die glaubten, die beste Strategie werde sein sich zurückzuhalten, in der Hoffnung, die dänische Öffentlichkeit werde die Kampagne sowieso nicht „mitbekommen“. Doch eine beträchtliche Anzahl Dänen kam zu dem Schluss, dass sie von den unentwegten Kampagnen gegen Israel im öffentlichen Raum genug hatten und lehnten sich dagegen auf.

Menschen glauben oft, dass ihre Stimmen nicht zählen und dass ihr Tun keinen Unterschied machen wird. Die Hindernisse scheinen oft unüberwindbar und das Gefühl, man sei nur ein kleines, unwichtiges Rädchen in einer riesigen Maschine, kann jeden überwältigen.

Diese Story erzählt eine andere Wahrheit. Jede Beschwerde, jeder Aufruf zum Handeln, wie klein auch immer, zählt – einschließlich der Ihren.

Skandinavische Vergewaltigungen, skandinavische Scheuklappen

Bruce Bawer, FrontPageMag.com, 22. August 2013

Der königliche Palast von Norwegen, mitten im Herzen von Oslo, ist von einem schönen kleinen Park umgeben, der Slottsparken heißt. Er hat Rasen, Blumenbeete und einen plätschernden Back, über den ein Steg führt. Hinter dem Palast gibt es eine kleine Hütte, in der Mitglieder der Palastwache ihre tote Zeit mit Nickerchen und Fernsehen verbringen.

Ein weniger bezauberndes Merkmal des Parks ist, dass er auch die Kulisse für verschiedene Vergewaltigungen ist – nicht weniger als fünf davon allein in der Zeit von Juni bis Oktober 2011. Es ist so schlimm geworden, dass das Radisson Hotel – das sich vom Park aus gerade mal eine Minute zu Fuß vom Palast auf der anderen Straßenseite befindet – begann seinen Gästen Vergewaltigungsalarme mitzugeben, die sie tragen sollten, wenn sie einen Spaziergang machten.

Das Zeitungsprofil eines der Slottsparken-Vergewaltiger von 2011 bietet ein ziemlich repräsentatives Bild der Art von Individuum, das die meisten dieser Verbrechen begeht. Der Täter war ein junger Iraker, der 2003 als Asylbewerber nach Norwegen kam. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, aber – wie es Standardpraxis ist – wurden ihm trotzdem erlaubt zu bleiben. Drei Jahre später vergewaltigte er brutal eine 18-jährige vor dem Rathaus von Oslo und wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt. 2009, nach seiner Entlassung, wurde seine Ausweisung angeordnet; er klagte dagegen; 2010 verlor er sein Verfahren. Trotzdem wurde ihm wieder erlaubt zu bleiben. Ein Jahr später, immer noch in Oslo, vergewaltigte er eine Frau außerhalb des königlichen Palastes.

Ein muslimischer Asylbewerber; ein Vorstrafenregister; ein bedeutungsloser Ausweisungsbefehl: im heutigen Skandinavien gehören diese zu den Standard-Angaben im Lebenslauf vieler Vergewaltiger.

Ja, die skandinavische Polizeiarbeit könnte, wie ich früher feststellte – besser sein. Viel besser. Besonders in Oslo, wo die Polizei bedauerlicherweise unterbesetzt und mit zu geringen Mitteln ausgestattet ist. Sieht man die Beamten bei der Arbeit, dann kann man den Eindruck bekommen, dass sie immer noch mit einem Handbuch von vor einem halben Jahrhundert ausgebildet werden, als Oslo so verschlafen, wohlerzogen und ausländerfrei war wie Andy Griffiths Mayberry. Letzten September beschwerte sich ein Vergewaltigungsopfer öffentlich, dass die Cops sechs Monate warteten, bis sie die Zeugenaussage ihres dreizehnjährigen Sohnes aufnahmen. Solche Geschichten sind alltäglich. Und nicht nur in Oslo: Diese verträumte Herangehensweise der Gesetzeshüter ist ein gewohntes Phänomen überall in den nordischen Ländern, wo das einzige wirkliche Verbrechen – so scheint es manchmal – darin besteht, zu irgendetwas ein Gefühl von Dringlichkeit zu zeigen.

Doch die Vergewaltigungszahlen in Skandinavien sind kein Fehler der Polizei. Wie inzwischen jeder ohne Scheuklappen weiß, handelt es sich hierbei um eine Geschichte gescheiterter Einwanderungspolitik und Islam, der Verachtung von Ungläubigen lehrt – besonders unverschleierte Frauen. So wie die muslimische Bevölkerung Skandinaviens angewachsen ist, sind es auch die Vergewaltigungsstatistiken.

Als ich vor zwei Jahren über die Vergewaltigungskrise in Oslo schrieb, hatten dessen Vergewaltigungsstatistiken die von Stockholm und Kopenhagen in den Schatten gestellt und der Stadt den Titel „Skandinaviens Vergewaltigungshauptstadt“ eingetragen. Seitdem sind allerdings die Vergewaltigungsfälle in Schweden jäh angestiegen. Daniel Greenfield berichtete im Januar: „Schweden hat jetzt die zweithöchste Anzahl der Vergewaltigungen weltweit, nach Südafrika, das mit 53,2 pro 100.000 sechsmal höher liegt als die Vereinigten Staaten. Statistiken legen inzwischen nahe, dass jede vierte schwedische Frau vergewaltigt werden wird.“ (Eine weitere Studie aus jüngster Zeit setzt Schweden auch an Nummer 2, hat aber Lesotho auf dem ersten Platz.)

Im Verlauf der letzten sieben Jahre hat sich die Zahl der Vergewaltigungen in Schweden beinahe verdreifacht. Während der ersten sieben Monate diesen Jahres wurden in Stockholm eintausend Vergewaltigungen angezeigt – ein Sprung von 16 Prozent gegenüber dem letzten Jahr. In dreihundert Fällen waren die Opfer Mädchen unter 15 Jahren. Diesen Monat berichtete die dänische Zeitung Den Korte Avis, dass Vergewaltigung inzwischen in Schweden – wo die öffentliche Diskussion über Einwanderungsprobleme praktisch verboten ist – mindestens fünfmal üblicher ist als in Dänemark, wo das Thema seit Jahren offen diskutiert wird (was zu sanften Reformen führte, was die bien pensant-Schweden und -Norweger die Dänen als rassistisch kritisieren).

Es gibt überwältigende Anhaltspunkte dafür, dass Vergewaltiger in Schweden – wie die in Dänemark und Norwegen – in unverhältnismäßiger Zahl Muslime sind. Die schwedische Regierung sammelt Statistiken zu solchen Angelegenheiten, will sie aber nicht veröffentlichen. Wenn es in Schweden tabu ist die steigende Zahl der muslimischen Bevölkerung zu diskutieren, stellte Den Korte Avis fest, dann ist es noch mehr tabu, diese zur steigenden Zahl der Vergewaltigungen in Verbindung zu bringen. Eine unabhängige Studie kommt allerdings zu dem Schluss, dass 85 Prozent der Vergewaltiger in Schweden im Ausland geboren wurden – in erster Linie in Nordafrika, dem Nahen Osten und Südasien.

So wie sich die Vergewaltigungskrise Skandinaviens intensiviert hat, sind neue Merkmale entstanden. Zum einen hat sie sich aus den Städten in die Provinzen verbreitet. Es hat eine Anstieg der Arten von Vergewaltigung gegeben – beispielsweise Gruppenvergewaltigungen – die man vorher in Skandinavien so wie nicht kannte. Die heutigen Vergewaltigungen tendieren darüber hinaus dazu gewalttätiger zu sein als die der Vergangenheit.

Dann gibt es die zunehmende Zahl von Kinder-Vergewaltigungen- nicht nur Vergewaltigung von Kindern, sondern auch Vergewaltigung durch Kinder. Letzten November vergewaltigte in Malmö ein 17-jähriger afghanischer „Flüchtling“ brutal ein 14-jähriges Mädchen. (Der Staatsanwalt hätte eine Ausweisungsanordnung fordern können, entschied sich aber nur für die übliche – kurze – Gefängnisstrafe). Im Januar wurde in der selben Stadt ein 13-jähriges Mädchen von einer Gruppe aus vier Jungs vergewaltigt. Zwei der Täter wurden den Sozialdiensten übergeben, weil sie erst 13 und damit zu jung für Strafverfolgung waren; die anderen zwei, beide 15, wurden verhaftet und angeklagt, was ihren Rechtsanwalt empörte: Wie kann der Staat Kinder vor Gericht stellen!

Die Entschlossenheit, mit der die skandinavischen kulturelle Elite sich um die Wahrheit zu Vergewaltigung und Islam drückt, ist eisern. Früher in diesem Jahr veröffentlichte der norwegische Soziologe Preben Z. Møller „The Struggle over Rape“ (Der Kampf wegen Vergewaltigung), in der er „kulturelle“ Erklärungen für Vergewaltigungen zurückwies und argumentierte – als wäre das eine neue Idee! – dass Vergewaltigung ein Produkt von Armut und sozialer Ausgrenzung ist, „ein Weg für das Individuum in eine brutale Welt zu passen“. Wie sollen dann die anschwellenden Vergewaltigungszahlen in Schweden erklärt werden, das sich als Vorbild wirtschaftlicher Gleichheit und sozialer Inklusion betrachtet? Wie kann man die Korrelation zwischen den Vergewaltigungsdaten und den Einwanderungsdaten erklären? Doch der Humbug, mit dem Typen wie Møller hausieren gehen, machen sich die mächtigen Skandinavier zu eigen, die es vorziehen sich um die Wahrheit zu drücken statt sich damit zu befassen.

Und es sind nicht nur die Skandinavier. The Economist, der die Islamisierung Europas seit Jahren weißwäscht, nannte die hohen Vergewaltigungszahlen in Schweden „ein ziemliches Rätsel“; es hieß dort, „die wahrscheinlichste Erklärung“ dafür sei, dass „schwedische Frauen besonders selbstbewusst darin sind sexuelle Übergriffe anzuzeigen, während Frauen andernorts schweigen“. Natürlich wird die Tatsache, dass Schweden den zweithöchsten Prozentsatz an Muslimen hat, nicht erwähnt.

So läuft das. Derweil wurde wieder in Oslo letzten Freitag auf einer schicken Straße in der Innenstadt eine Frau vergewaltigt. Am selben Abend vergewaltigte ein Mann, der als „Afrikaner“ beschrieben wurde, eine Frau in Oslos vornehmem Viertel Grünerløkka brutal. (Nach Pakistanern sind Somalier Norwegens größte nicht westliche Einwanderergruppe.) Nach einem weiteren „afrikanischen“ Mann wird wegen der Vergewaltigung einer Frau in der idyllischen Telemark-Stadt Kongsberg gefahndet. Und, oh ja, am Wochendende davor gab es eine weitere Vergewaltigung im Slottsparken. Vielleicht ist es an der Zeit, dass die königliche Familie sich der Tatsache stellt, dass die Nachbarschaft den Bach runter geht und umzieht. Aber wohin?

Dänemark: Freie Meinungsäußerung gilt nur für muslimische Hass-Gruppen, nicht für deren Kritiker

Phyllis Chesler, NewsRealBlog, 6. Mai 2011

Der heldenhafte Lars Hedegaard hat geschworen gegen seine jüngste Straf-Verurteilung in Dänemark Berufung einzulegen.

Wie ich bereits feststellte, bestand Hedegaards angebliches Verbrechen darin Männergewalt gegenüber muslimischen Frauen und Kindern in muslimischen Familien zu diskutieren.

Kurz gesagt: In Dänemark wurde nun die Wahrheit zu sagen und seine Meinung frei zu äußern zum Verbrechen gemacht. Hedegaard sagt:

Mein Verbrechen besteht darin, dass ich die Aufmerksamkeit auf die fürchterlichen Bedingungen muslimischer Frauen zu richten und weil ich so kühn war, hat das Gericht meine Gegner jetzt ermächtigt mich als Rassist abzustempeln.

Muslime können sagen, was immer sie wollen, ohne dafür bestraft zu werden. Erst vor ein paar Wochen öffnete Dänemark die Tore für die Hass speiende Hisb ut-Tahrir, die dafür bekannt ist, dass sie für das Schlagen von Frauen und das Töten von Homosexuellen eintritt. Ihr wurde in Kopenhagen eine Plattform geboten und niemand dachte daran sie vor Gericht zu zerren.

Was kann man sagen? Was muss man sagen? Wie kann man die Wahrheit sagen, ohne mit den politische korrekten Kontrollcodes in Konflikt zu geraten, mit denen die, die Gutes tun und die Wahrheit sagen bestrafen und die, die Böses tun frei herumlaufen lassen?

Ich lege normalerweise Wert darauf, immer zu erklären, dass nicht alle Muslime Terroristen und Muslime oft die ersten Opfer muslimischer und islamistischer Gewalt sind. Viele Muslime gehören zu den mutigsten Dissidenten, die extremistischen Islam aufdecken und sich dagegen stellen.

Gleichwohl ist wahr, dass zwar nicht alle Muslime Terroristen, aber fast alle Terroristen Muslime sind. Ist das eine „rassistische“ Äußerung? Warum? Muslime gibt es in allen Farben, aus allen Klassen und sie kommen aus allen geografischen Regionen. Gleichermaßen begehen zwar Männer jeder Religion, jeder Klasse und von jedem Kontinent Gewalt gegen Frauen, doch die Gewalt nimmt unterschiedliche Formen an; alle Gewalt ist nicht immer gleich. Ich habe zum Beispiel dokumentiert, dass Ehrenmorde, die ein ausgeprägtes Merkmal muslimischer Geschlechterapartheid sind, sich deutlich von westlicher häuslicher Gewalt mit Mord an Frauen unterscheidet. In mehrheitlich muslimischen Ländern werden Ehrenmorde toleriert und gefeiert. In westlichen Ländern gibt es selten Mord an Töchtern und das Töten einer Ehefrau wird als Verbrechen betrachtet und entsprechend verfolgt.

Selbst in Indien, wo Ehrenmorde unter Hindus wie unter Muslimen grassieren, versucht die indische Regierung energisch, dieses Verbrechen zu verfolgen. Die Medien berichten darüber. Das ist in mehrheitlich muslimischen Ländern wie Pakistan, Bangladesch, Afghanistan, dem Iran und Saudi-Arabien nicht der Fall.

Hier folgt Hedegaards vollständige Erklärung auf der Pressekonferenz zur freien Meinungsäußerung, die heute in Kopenhagen abgehalten wurde:

Erklärung von Lars Hedegaard anlässlich seiner Verurteilung wegen „Hassrede“

Kopenhagen, 5. Mai 2011

Mit großer Traurigkeit muss ich berichten, dass Dänemarks Ruf als Zuflucht der freien Meinungsäußerung und Bastion des Widerstands gegen die Scharia irreparabel befleckt wurde. Dänemark ist mein Land und ich war immer stolz auf dieses Land.

Am 3. Mai verurteilte mich der Oberste Östliche Gerichtshof in Kopenhagen wegen Hassreden entsprechend Dänemarks berüchtigtem Artikel 266b des Strafgesetzbuchs – ein Gummiparagraf, der so sehr gedehnt werden kann, dass er jedem politischen Zweck dienen kann, der den politischen Eliten am Herzen liegt.

Mein Verbrechen ist, dass ich die Aufmerksamkeit auf die furchtbaren Bedingungen muslimischer Frauen gelenkt habe und wegen meiner Unverfrorenheit hat das Gericht jetzt meine Gegner in die Lage versetzt mich als Rassisten abstempeln zu können.

Muslime können sagen, was immer sie wollen, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Erst vor ein paar Wochen öffnete Dänemark sein Tore dem Hass spuckenden Prediger Bilal Philips, der dafür bekannt ist für das Schlagen von Frauen und die Tötung von Homosexuellen zu werben. Ihm wurde in Kopenhagen eine Bühne geboten und niemand dachte auch nur daran ihn vor Gericht zu zerren.

Unsere Behörden und ihre Verbündeten in den politischen korrekten Eliten haben die Seite im Kampf zwischen den Kräften der Freiheit und den Kräften der Dunkelheit gewählt und sich damit für die Unterdrückung ihres eigenen Volkes und gegen diejenigen entschieden, die ihren Schutz verdienen.

Die wahren Opfer dieses jämmerlichen Falls  sind freie Meinungsäußerung die die Zehntausenden Mädchen und Frauen – muslimische wie nicht muslimische – deren Leid in meinem Land nicht länger erwähnt werden darf, aus Angst vor juristischer Verfolgung und öffentlicher Verleumdung.

Wir können nicht erlauben, dass dieser Prozessausgang so stehen bleibt. Ich habe mich deshalb entschieden gegen meine Verurteilung vor dem Obersten Gerichtshof Berufung einzulegen und – sollte diese abgelehnt werden – vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu gehen.

Dieser Kampf wird für die Freiheit und gegen die Tyrannei geführt. Er wird lange dauern und hart sein, aber ihn zu verlieren darf keine Option sein.

„Daher gestehe ich“

Der dänischer Parlementsabgeordnete Jesper Langballe plädiert auf schuldig wegen Hassreden, nachdem ihm das Recht verweigert wurde seine Äußerungen zu beweisen

Die Achse des Guten, 12. Dezember 2010

Am 3. Dezember 2010 befand das Amtsgericht in Randers (Dänemark) den dänischen MP Jesper Langballe (Dänische Volkspartei) der Hassrede unter Paragraph 266b des dänischen Strafgesetzbuchs für schuldig. Gemäß dem dänischen juristischen Präzedenzfall wurde ihm die Gelegenheit verweigert seine Vorwürfe zu beweisen, dass in muslimischen Familien Ehrenmorde und sexueller Missbrauch stattfinden. In der dänischen Rechtsordnung ist es unerheblich, ob eine Äußerung wahr ist oder nicht. Für eine Verurteilung ist lediglich nötig, dass sich jemand angegriffen fühlt. „Mit diesem Artikel im Strafgesetz“, kommentierte Langballe, „muss ich von vorneherein für schuldig angesehen werden. Ich habe nicht die Absicht diesen Zirkus mitzumachen. Daher gestehe ich.“

Langballe wurde zu einer Geldstrafe von 5.000 dänischen Kronen (rund 670€) oder zehn Tagen Gefängnis verurteilt.

Hier eine Übersetzung des vollständigen Geständnisses Jesper Langballes vor Gericht:

Ich möchte hier zu Beginn meines Verfahrens eine Erklärung abgeben, die uns vermutlich erlauben wird früh nach Hause zu kommen. Meine Botschaft ist die, dass ich gestehe. Ich plädiere auf schuldig. Und ich möchte meine Gründe dafür erklären.

Ich habe bereits mein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass der Ton meines Zeitungsartikels dazu geführt hat, dass mir vorgeworfen wird, ich sei zu unüberlegt und sarkastisch gewesen. Er wurde der tief ernsten Sache nicht gerecht, die ich ansprach, d.h. den furchtbaren Ehrenmorden, die in einigen muslimischen Familien stattfinden, wo ein junges Mädchen von ihrem Vater oder Bruder ermordet wird, weil sie sich in den „falschen“ Mann verliebt hat. In Dänemark gibt es schätzungsweise einen Ehrenmord im Jahr. In der Türkei gibt es nach Angaben der Statistiken der türkischen Behörden durchschnittlich einen pro Tag.

Zusätzlich habe ich von Vätern gesprochen, die wegsehen, während Onkel oder Cousins ihre Töchter vergewaltigen. Das ist eine gut belegte Tatsache. E sreicht aus auf Ayaan Hirsi Alis Beschreibungen hinzuweisen und hier in Dänemark auf Kristina Aamunds bewegendes Buch Mødom på mode (Die Mode der Jungfräulichkeit) über junge Menschen in muslimische Familien.

Das war die Faktengrundlage für die Passage in meinem Kommentar in Berlingske Tidende (einer Kopenhagener Tageszeitung – Red.). Da ich kein Anwalt bin, hatte ich mich darauf gefreut eine Gelegenheit zu bekommen meine Worte zu belegen und damit Licht auf die Substanz meiner Ausführungen zu werfen – die fürchterlichen Ehrenmorde. Das war der Grund, dass ich – entgegen dem Rest meiner Parlamentariergruppe – dafür stimmte meine Abgeordneten-Immunität aufzuheben, damit das Verfahren seinen Lauf nehmen kann.

Ich habe seitdem gelernt, dass ich gemäß unserem derzeitigen juristischen Gepflogenheiten im Strafgesetzbuch von vornherein als verurteilt gelten muss. Ich habe nicht die Absicht bei diesem Zirkus mitzumachen. Daher gestehe ich. Das wird auch Einigkeit bezüglich des Urteils und des ungebührlichen Artikels im Strafgesetzbuch sicherstellen, das in einigem Augenblicken über mich gefällt werden wird und nach dem ich verurteilt werde.

Zusätzlich steht mir wegen der Äußerung, wegen der ich hier heute vor Gericht stehe, eine Verleumdungsklage bevor. Bei einer Verleumdungsklage werde ich die Gelegenheit haben meine Worte zu belegen. Das einzige Kriterium für Strafbarkeit in Paragraph 266b ist jedoch, ob jemand sich angegriffen oder beleidigt fühlt – nicht, ob das, was ich gesagt habe wahr oder falsch ist. Das muss gesagt werden, um in voller Übereinkunft mit der allgemeinen „Kultur des Beleidigtseins“ zu stehen, die Wurzeln geschlagen hat und die von Paragraph 266b so prächtig unterstützt wird. In gewissen Kreisen ist es fast schon ein Hobby geworden sich beleidigt zu fühlen – durch Karikaturen in Zeitungen, durch Kritik an der Religion usw. usw.

Lassen Sie mich zum Schluss den Vorwurf ansprechen, ich hätte generalisiert – in dem Sinn, dass meine Anmerkungen so gesehen werden könnten, dass sie jeden Muslim einschließen. Das ist eine bedeutungslose Interpretation. Die Erwähnung von Ehrenmorden in meinem Text bezieht sich auf die Passage, dass „es muslimische Väter gibt, die…“ Und die Worte „es gibt“ können niemals die Ganzheit ausdrücken, sondern bedeuten zwangsläufig immer eine Teilmenge. Lassen Sie uns annehmen – als Gegentest – ich hätte das Gegenteil geschrieben: „Es gibt keine muslimischen Väter [die ihre Töchter töten].“ Jeder einigermaßen Mensch mit Kenntnis würde das als krasse Unwahrheit erkennen.

Um es zusammenzufassen: Im klaren Licht des Nachhinein mag ich den Tonfall dieser Passage nicht. Zu ihrer Wahrheit aber stehe ich voll und ganz. Und offen gesagt, ganz persönlich, finde ich das Verfahren selbst – diese grauenhaften Morde an unschuldigen jungen Mädchen – deutlich wichtiger als die Frage, ob meine stilistischen Fähigkeiten mangelhaft sind.

§266b des dänischen Strafgesetzbuchs:
Wer immer öffentlich oder mit der Absicht öffentlicher Verbreitung eine Äußerung abgibt oder anders kommuniziert, durch die eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, Hautfarbe, nationalen oder ethnischen Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung bedroht, beleidigt oder verunglimpft wird, ist zu einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren zu verurteilen.

Hier ist das, was Jesper Langballe schrieb:
Natürlich sollte Lars Hedegaard nicht gesagt haben, dass es muslimische Väter gibt, die ihre Töchter vergewaltigen, wenn die Wahrheit zu sein scheint, dass sie sich damit zufrieden geben ihre Töchter umzubringen (die so genannten Ehrenmorde) und sie ihren Onkeln zur Vergewaltigung überlassen.“
Anmerkung: Der Präsident der Gesellschaft für Freie Presse, Lars Hedegaard, steht wegen dieser Bemerkungen aus dem Dezember 2009 vor einem Strafverfahren, dem eine Verleumdungsklage folgen wird. Das Strafverfahren findet am 24. Januar 2011 im Gericht von Frederiksberg statt.

Übersetzung (ins Englisch): Sappho.dk – das Web-Magazin der Dänischen Gesellschaft für Freie Presse.