Wie der SPIEGEL titelt – ein Vergleich

gefunden auf Facebook:

spon-hetze

Wer es wissen wollte, konnte schon 2008 sagen, dass da ein „Messias“ an die Macht gewählt wurde, der in Wirklichkeit ein linksextremer Ideologe war, der sich selbst bedienen würde, der gelogen und betrogen hatte, bevor er Präsident wurde, der kein guter Präsident sein würde. Aber sie wollten es nicht wissen und so jubelten sie ihn auch beim SPIEGEL zum Messias hoch. Sie haben ihm nie das gegeben, was er verdient hätte: echte Kritik; und schon gar nicht haben sie ihn so zerrissen, wie es hätte sein können.

Dafür wird alles an Trump nachgeholt. Er wird entmenschlicht, er wird verteufelt, reflexhaft und ohne nachzudenken. Dieses Medium ist eine ideologische Müllhalde, die die faulsten und am meisten stinkenden Verwesungen als Qualitätsprodukt hinstellt.

Trump ist kein Sympathieträger. An Trump gibt es sehr viel, das man kritisieren kann. Aber hier wird nicht kritisiert. Hier ist Lenin verinnerlicht: Der politische Gegner muss vernichtet werden. Und genau das versucht (nicht nur) der SPIEGEL. Das zeigt, dass er kein Nachrichtenmagazin ist, sondern sich als Propaganda-Medium versteht (und sich trotzdem für „neutral“ und seriös hält).

Was von der aktuellen SPIEGEL-Titelseite zu halten ist (unten Mitte), findet sich u.a. bei der Basler Zeitung und in der WELT.

 

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Unsinn aus Israel (2): Shimon Peres

Es soll keiner glauben, in Israel würde alles richtig gemacht. Aber neben den alltäglichen Fehlern und Unzulänglichkeiten gibt es auch extremen Unsinn:

Shimon Peres bezweifelt, dass Ariel Sharon ein Partner für den Frieden ist:

Der Spiegel in einem Interview (Ausgabe vom 29.07.2002):
SPIEGEL: Nicht nur Palästinenser, auch viele Israelis zweifeln daran, dass Scharon ein Partner für den Frieden sein kann.
PERES: Auch ich habe meine Zweifel. Aber was mache ich damit? Soll ich sie sammeln? Scharon kann auch nicht alles tun, was er will. Wir stecken in einer Krise, und schon denken die Leute, das ist das Ende der Welt. Die Welt hört nicht auf, Krisen wohl.
Es ist schon seltsam, dass er an Sharon zweifelt (der nur auf Palästinenserterror reagiert), aber Arafat noch nach 18 Monaten Terror als „Partner für den Frieden“ ansah. Erst jetzt bequemt er sich dazu, das in Zweifel zu ziehen, versucht aber weiter mit Arafats Kumpanen auf gutem Fuß zu stehen und mit ihnen Abkommen zu erzielen, die nicht eintreten werden.

Arutz-7 berichtet in seinen e-mail-Nachrichten vom 28.07.2002, dass die „Professoren für ein starkes Israel“ folgendes Statement zu Peres abgaben:

Wenn der Außenminister, Architekt des 100-prozentigen Fiaskos von Oslo, sagt, dass die Eliminierung eines Chefterroristen ein „100-prozentiger Fehler“ ist, dann bildet das einen Rekord an Unverschämtheit. Wenn der Außenminister, Oslo-Architekt und Vater des Oslo-Krieges, Zweifel äußert, ob der Premierminister ein Partner für den Frieden sein kann, während der Herr Minister weiter seinem Mit-Friedensnobelterror-Preisträger den Hof macht, dann ist das ein Rekord in Zynismus…“

„Die Welt“ berichtet, dass Schimon Peres diese Äußerungen über Regierungschef Ariel Scharon und dessen Palästinenser-Politik im „Spiegel“ dementierte. Peres sagte im israelischen Rundfunk, seine Worte seien „schlecht übersetzt und verzerrt worden“… Er sei gefragt worden, ob Scharon Frieden erreichen könne. Darauf habe er geantwortet, Scharon sei nicht allmächtig und der Frieden hänge nicht allein von ihm ab.
Es ist nicht das erste Mal, dass Peres „falsch zitiert“ oder „schlecht übersetzt“ wurde. Fragt sich nur, wie das kommt? Warum drückt er sich so missverständlich aus?

IMRA berichtet am 30.05.2002:

Außenminister Shimon Peres sagte Israel Radio im Morgenprogramm des 30. Mai 2002, dass „man über Oslo sagt: ‚Warum habt ihr ihnen Gewehre gegeben?‘ – Aber Gewehre spielen keine Rolle. Was wichtig ist, sind Selbstmord-Bomber.“ Peres sagte dies zwei Tage nachdem ein Terrorist mit einem einzigen Sturmgewehr drei Teenager ermordete und ein anderer Terrorist einen Israeli in seinem Auto erschoss – auch mit einem Gewehr.

IMRA kommentiert dies so:

Wenn Herr Peres einen Blick auf die Liste der detailliert auf der Internetseite seines eigenen Ministeriums aufgeführten Terroranschläge werfen würde, könnte er feststellen, dass es viele Fälle gibt, in denen Israelis im Laufe der Zeit des Oslo-Experiments des Herr Peres mit den Gewehren ermordet wurde, „die keine Rolle spielen“.

Es ist nicht verwunderlich, dass es Shimon Peres ungemütlich wird, wenn man ihn mit dem puren, zerstörerischen Wahnsinn seines eigenen Tuns konfrontiert. Aber statt zu versuchen Teil einer Lösung zu sein, bleibt Herr Peres Teil des Problems. CIA-Chef Tenet ist auf dem Weg in die Region, der das bizarre Ziel hat, die palästinensische Befreiungsarmee zu stärken und effektiver zu machen (damit sie israelische Sicherheitsbemühungen teurer machen kann?), statt mit dem Ziel den Umfang der palästinensischen Sicherheitskräfte zu stutzen und sie in eine innenpolitische Polizei zu formen, die wie Bereitschaftspolizei ausgerüstet ist, statt wie Fallschirmjäger. In diesem Zusammenhang vertritt Herr Peres die Meinung, dass es „keine Rolle spielt“, dass es zehntausende palästinensischer Soldaten gibt, die mit Sturmgewehren ausgerüstet sind.

Mit der Meinung, dass „Gewehre keine Rolle spielen“, hilft Herr Peres, den Druck zu untergraben die sofortige Entwaffnung der verschiedenen illegalen palästinensischen Milizen vorzunehmen.

Warum will Peres die Forderung an die Palästinenser, die Beschränkung der Waffen als erste Aufgabe der Palästinenser zu erfüllen, nicht unterstützen? Vielleicht, weil Herr Peres nicht will, dass die Wirklichkeit in seine Pläne eingreift. Aus der Sicht von Shimon Peres stehen der israelische Rückzug und die Ausrufung eines palästinensischen Staates kurz bevor: Eine Deklaration hier, eine Unterschriften-Zeremonie da; ein paar Tage lang fahren die Palästinenser ihren Durst nach isrealischem Blut auf ein paar „wenige“ Morde zurück und dann sind wir wieder bei den gedankenschweren Tagen, „den Wind der Geschichte blasen“ zu hören.

Beispiele für die Darstellung des Nahost-Konflikts in deutschen Medien (2)

Am Dienstag, 12. August 2003, fanden innerhalb einer Stunde zwei Selbstmord-Bombenanschläge gegen Israelis statt. Ein Selbstmord-Attentäter sprengte sich bei Tel Aviv in einem Supermarkt in die Luft; kaum eine Stunde später geschah dasselbe an einer Bushaltestelle der „Siedlerstadt“ Ariel. Die Bilanz: zwei tote Selbstmord-Attentäter, ein toter Israeli und ein Haufen Verwundete. Wie wurde in deutschen Medien über diesen Vorfall berichtet?

Leserbrief an den „Spiegel“:

Nachdem ich den unten stehenden Artikel gelesen habe, konnte ich es mir nicht verkneifen, ihn zu kommentieren (meine Kommentare sind gefärbt).

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NACH SELBSTMORDANSCHLÄGEN

Israel stoppt Freilassung palästinensischer Häftlinge

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,260967,00.html
(Der Artikel wurde kurze Zeit später geändert, weil Hamas und Islamischer Jihad sich zu den Anschlägen bekannten.)

Höchste Gefahr für den Friedensprozess: Als Reaktion auf zwei palästinensische Selbstmordanschläge heute Morgen hat Israels Ministerpräsident Scharon die Freilassung von 76 palästinensischen Häftlingen verschoben. Die Freilassung war eine der Kern-Bedingungen für einen Frieden in Nahost.
Offensichtlich ist für den Spiegel die Nichtfreilassung der Palästinenser gefährlicher und negativ bedeutsamer für den Friedensprozess als die Terror-Bomben! Seid ihr noch ganz dicht? Und wieso ist die Freilassung eine Kern-Bedingung für den Frieden? Die „Roadmap“, die die Palästinenser angeblich voll anerkannt haben, sagt dazu überhaupt nichts! Wenn schon, dann ist es eine zusätzliche (!) Bedingung der Palästinenser – und damit nicht zulässig! Es ist ausschließlich eine Good Will-Geste der Israelis, mehr nicht!

Tel Aviv – Eigentlich sollten die 69 Männer am Nachmittag an einem Kontrollposten zum Westjordanland freigelassen werden. In der vergangenen Woche hatte Israel bereits 334 Gefangene entlassen. Insgesamt befinden sich noch mehr als 7000 Palästinenser in israelischer Haft. (Damit werden selbst palästinensische Angaben inflationiert, die von 6.500 Personen sprechen)

Der Freilassungs-Stopp ist eine Reaktion auf die jüngsten Bomben-Attacken palästinensischer Selbstmordattentäter. Innerhalb kurzer Zeit hatten sich in Israel und im Westjordanland am Morgen zwei Palästinenser in die Luft gesprengt. In einem Supermarkt riss ein Attentäter mindestens einen Israeli mit in den Tod. Anschließend wurde am Ortseingang der israelischen Siedlerstadt Ariel ein weiterer Sprengsatz gezündet.

Der israelische Regierungssprecher Avi Pazner machte die palästinensische Führung für die neuen Gewaltakte verantwortlich. Die Autonomiebehörde habe es versäumt, die Terrororganisationen aufzulösen. (Zurecht: Die Roadmap verlangt in Schritt 1 ausdrücklich, dass die PA die Terroristen verhaftet und die Terrorstruktur beseitigt! Beim Spiegel hört sich das an, als wäre diese Forderung unverschämt und gehöre nicht da hin.)

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand. Die radikalen Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad bezeichneten die Anschläge jedoch als „natürliche Reaktion“. (Der Mord an Juden scheint zur Natur von Hamas und Jihad zu gehören – Gründe haben sie dafür noch nie nötig gehabt, nur den einen: die Existenz von Juden zwischen Jordan und Mittelmeer!)

Die Hamas hatte Israel am Freitag Vergeltung für den Tod zweier ihrer Mitglieder angedroht, jedoch gleichzeitig erklärt, sie wolle an der bis Ende September angekündigten Waffenruhe festhalten. (Sie haben aber inzwischen auch offen zugegeben, dass sie die Waffenruhe vor allem zur Stärkung der eigenen Bewaffnung nutzen. Wie viel Friedenswille drückt sich darin aus?) Mehrere palästinensische Splittergruppen haben die Waffenruhe abgelehnt. (Aber die rund 170 Terroranschläge der letzten Wochen wurden nach deren Bekenntnis mehrheitlich von Arafats Fatah-Gruppen ausgeführt, nicht von anonymen und undefinierten „Splittergruppen“!)

Der palästinensische Ministerpräsident Machmud Abbas brach unterdessen seine Reise durch mehrere Golfstaaten ab. Die Palästinenser-Regierung verurteilte die Tat umgehend (das machen sie praktisch immer – die Frage wäre, wie die beiden Attentäter dann in den PA-Medien und –Schulen dargestellt werden; normalerweise werden Schulen und Sommerlager dann nach ihnen benannt!). Minister Jasser Abed Rabbo fügte jedoch hinzu, Scharon habe in der letzten Zeit „keine Provokation ausgelassen“. (Die Provokation bestand wohl vor allem daraus, dass Palästinenser Terroranschläge durchführen wollten, von den Israelis aber daran gehindert wurden?)

An der Einfahrt zur Siedlung Ariel hatte sich ein Selbstmordattentäter an einer Bushaltestelle in die Luft gesprengt. Augenzeugen berichteten im israelischen Rundfunk, Israelis hätten auf den herankommenden Palästinenser geschossen, woraufhin dieser seinen Sprengsatz gezündet habe. Dabei sei er getötet worden (aha, diese Information fehlte uns bei einem Selbstmord-Attentäter!), drei Passanten hätten schwere Verletzungen erlitten.

Bei dem Attentat im Einkaufszentrum des Tel Aviver Vorortes Rosch Haajin wurden zudem mindestens elf Menschen verletzt, vier von ihnen sogar schwer. Die Bombenexplosion führte zu einem Großbrand. Rettungskräfte mit Atemschutzgerät bemühten sich, die Opfer schnell aus den Trümmern zu bergen. Der Bürgermeister von Rosch Haajin sagte dem israelischen Armee-Rundfunk: „Es war eine relativ kleine Bombe.“

Die Polizei in der Gegend war nach Warnungen vor einem bevorstehenden Anschlag in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.

Fischer warnt vor Scheitern der Friedensbemühungen

Unterdessen hat Bundesaußenminister Joschka Fischer vor einem Scheitern der Friedensbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern gewarnt. In den vergangenen Wochen seien beide Seiten „entscheidende und mutige Schritte auf dem Weg des Friedens gegangen“, sagte Fischer (Ich frage mich, worin die „mutigen und entscheidenden Schritte“ auf Seiten der Palästinenser bestehen – sie sind noch nicht einer einzigen Forderung der Roadmap nachgekommen! Reicht es Fischer schon als „mutigen und entscheidenden Schritt“, dass Mahmud Abbas offiziell behauptet, er würde die Roadmap anerkennen? Oder ist es besonders „Mutig und entscheidend“, wenn die Terrororganisationen eine Hudna verkünden, die sie nur zu einem nutzen: der Stärkung der eigenen Kampfkraft, um hinterher um so besser zuschlagen zu können?) „Diese dürfen auf keinen Fall scheitern und müssen entschlossen fortgesetzt werden.“ Terror und Gewalt dürften nicht wieder die Oberhand gewinnen. (Dann sollte Herr Fischer bitte Herrn Abbas anrufen und ihm sagen, er solle die Terroristen von der Straße holen.)

Seit die größten palästinensischen Extremistengruppen – Hamas, Islamischer Dschihad und Al-Aksa-Märtyrerbrigaden – am 29. Juni einen vorübergehenden (eben: vorüber gehend! D.h.: sie ist bald vorbei!) Waffenstillstand ausgerufen hatten, war die Gewalt im Nahen Osten deutlich zurückgegangen. Zuletzt sprengte sich ein Selbstmordattentäter am 7. Juli im Dorf Kfar Jawetz an der Grenze zum Westjordanland in die Luft und riss eine 65-jährige Frau mit in den Tod. Zu dieser Tat bekannte sich eine Splittergruppe des Islamischen Dschihads. (Terror ist also anscheinend nach Definition des Spiegels ausschließlich dann, wenn ein Selbstmordattentäter seinen Auftrag erfolgreich ausführt – alles andere gilt nicht! Mann, seid ihr krank! Seit Ausrufung der „Hudna“ hat es 170 Anschläge gegeben, einige weitere wurden verhindert. Das ist zwar ein signifikanter Rückgang, aber von „Waffenstillstand“ kann da wirklich nicht die Rede sein!)

DER SPIEGEL: Viel Scharon – wenig Schalom (eine Einordnung)

Artikel in „Der Spiegel“ vom 6.2.2002 von Alexander Schwabe

Der Spiegel ist inzwischen wohl bekannt für seine antichristlichen und antijüdischen Schreibereien. Allerdings schaffen es Herr Augstein und seine Genossen immer wieder, in ihren Unverschämtheiten über sich hinaus zu wachsen. Ein weiteres Beispiel kam mit dem hier kommentierten Artikel zum Jahrestag der Wahl Ariel Sharons zum Ministerpräsidenten von Israel.

Im Wahlkampf hatte Ariel Scharon geworben: „Nur Scharon bringt den Frieden!“ Ein Jahr nach seiner Wahl sieht die Bilanz des israelischen Ministerpräsidenten katastrophal aus. Mehr als tausend Menschen kamen bei Kämpfen zwischen Palästinensern und Israelis ums Leben. Und der „Bulldozer“ besticht durch Diffamierungen und Drohungen.

 

Der Autor behauptet allen Ernstes, die Toten seien alle infolge von Kämpfen gestorben! Kein Wort davon, dass die überwiegende Mehrheit der israelischen Toten durch den palästinensischen Terror umkamen, nicht durch Kämpfe. Dafür gibt es nur eine Bezeichnung: Das ist VERLOGEN!

Dass für die Behauptungen über, Sharon diffamiere und bedrohe, keine stichhaltigen Belege angeführt werden, ist eigentlich schon selbstverständlich. Was später folgt, kann als Diffamierung bezeichnet werden, weil die Gründe für diese harschen Worte ausgeblendet werden.

Der Ausflug war in Wahrheit ein Feldzug. Am 28. September 2000 zieht der hochdekorierte ehemalige General Ariel Scharon auf den Tempelberg, vier Monate vor der Wahl zum Ministerpräsidenten. In seinem Gefolge: tausend Soldaten und Polizisten. Als er das nach Mekka und Medina für Muslime drittwichtigste Heiligtum betritt, bricht die geballte Wut über den bei den Palästinensern ohnehin meistgehassten israelischen Top-Politiker herein. Mehr noch: Die gesamte arabische Welt ist in Aufruhr, weil der „Bulldozer“ die religiösen Gefühle der Muslime niederwalzt und ihren politischen Stolz mit Füßen tritt.

 

 

Mit diffamierenden Halb- bis Unwahrheiten und der Auslassung wichtiger Fakten geht es weiter:
Von Wahlen wusste noch niemand etwas, denn Barak trat erst viel später zurück. Der Autor erweckt aber den Eindruck, als hätte bereits beim Tempelberg-Besuch Wahlkampf geherrscht.Die Zahl von 1000 Begleitern ist absoluter Schwachsinn.
Sharon hat das Heiligtum nicht betreten, denn er kam der Al Aksa-Moschee nicht einmal nahe. Und dies war mit den Palästinensern abgesprochen.Auch kein Wort davon, dass der Tempelberg für die Juden der Heiligste Ort der Welt ist – nur die „Heiligkeit“ für die Moslems zählt (dabei ist sie äußerst fragwürdig!).
Mit religiösen Gefühlen hat der „Aufstand“ der Palästinenser absolut nichts zu tun – er war lange geplant, die Wut durch die Medien und das Erziehungssystem systematish geschürt und Sharons Besuch auf dem Tempelberg nur ein willkommener Anlass, den Terror zu beginnen.Wieso darf übrigens der Stolz der Palästinenser nicht verletzt werden? Ist es nicht besser, diesen Stolz zu brechen, der dafür sorgt, dass Terror herrscht, statt diese Stolzen umzubringen? So weit denkt der Herr nicht.
Als palästinensische Jugendliche tags darauf Steine vom Areal des Felsendoms und der al-Aksa-Moschee auf den tiefer gelegenen Platz an der Klagemauer der Juden werfen, lässt der damalige Ministerpräsident Ehud Barak den Tempelberg stürmen. Sieben Palästinenser werden auf dem heiligen Berg getötet. Auch hier wird wieder suggestiv mit Zahlen umgegangen. Er tut gerade mal so, als wären die Toten der Regierungszeit Barak nicht vorhanden. Vielleicht fragt Herr Schwabe einmal, was die Israelis dazu veranlasst, Sharon diese Kompetenz zuzugestehen. Die VERHINDERTEN Attentate zu zählen, das gelingt ihm nur im Konjunktiv (also alles in Frage stellend). Das zählt für den Herrn nicht!

 

Nach israelischer Diktion wurden bisher 1500 Terroristen festgenommen und einige hundert Aktivisten liquidiert.

Das sind Zahlen, die nicht von israelischen Regierungsstellen kommen können, denn sie sind völlig übertrieben. Herr Schwabe sollte Quellen nennen, wenn er glaubhaft sein will.

 

Scharon, der es nicht liebt, von Journalisten befragt zu werden, gab im Juni 2001, nach dem Anschlag auf die Tel Aviver Discothek, der „Washington Post“ ein Interview. Darin machte er klar, was er von Politikern seines Landes hält, die eine rein politische Lösung in der Palästinenserfrage anstrebten: „Sie haben sich grundsätzlich geirrt.“ Eine Kombination aus politischen und militärischen Schritten sei der geeignete Weg der Koexistenz zwischen dem israelischen und dem palästinensischen Volk. Kein Wort davon, dass es Sharon war, der zu dieser Zeit eine komplette Feuerpause einhielt (auch gerade nach diesem Anschlag auf das Dolphinarium), während Arafat seinen Mörderbanden freie Hand ließ. Aber die Ideologie des Autors lässt nur zu, was er sich wünscht – da kann es nicht richtig sein, dass Politik + Militär möglich ist. Lasst die Palis bomben, die Juden sollen sich schön umbringen lassen, aber wehren dürfen sie sich nicht!

 

 

 

Im Lauf des Jahres sollten Militäraktionen zum ausschließlichen Mittel der Politik werden.

 

Was der Autor absolut nicht wahr haben will: Israel bietet Verhandlungen an; die einzige Bedingung: der Terror muss aufhören. Dem kommt Arafat nicht nach. Ist das Verlangen Sharons wirklich so unmöglich? Wieso ist es nicht Arafat, der von Herrn Schwabe angeklagt wird? (Na ja, klar, die ideologische Blindheit lässt es nicht zu.)
Israelische Panzer rollten in palästinensische Städte ein, israelische Kampfflugzeuge und -hubschrauber bombardierten tagelang Einrichtungen der palästinensischen Autonomiebehörden im Westjordanland und im Gaza-Streifen. Hunderte Menschen kamen ums Leben. Bei Gaza wurde der mit EU-Millionen aufgebaute Flughafen zerstört.

 

 

 

 

 

 

 

 

„tagelang“ und „hunderte Menschen kamen um“ – eklatanter kann man nicht lügen. Wenn Herr Schwabe sich einmal die Mühe gemacht hätte, die Meldungen der PA-Nachrichtenagentur zu verfolgen, dann wäre ihm eventuell aufgefallen, dass dort jeder Tote aufgeführt wurde. Und dann hätte ihm auffallen können, dass es extrem wenige Tote bei den Aktionen der israelischen Streitkräfte gab, denn die richteten in erster Linie sich gegen Symbole (Gebäude), nicht gegen Personen. Außerdem kamen die palästinensischen Toten ausschließlich dadurch zustande, dass die Palästinenser die vorrückenden israelischen Truppen angriffen, nicht durch die Zerstörungsaktionen an sich. Aber das passt dem Herrn nicht in den Kram. Die Schläge wurden ausgeführt, nachdem die Palästinenser vorgewarnt wurden und evakuieren konnten. Das sind die Tatsachen, die Herr Schwabe den Lesern vorenthält und ihnen blutrünstige Israelis vorgaukelt, die es nicht gibt. Wo aber bleibt sein Hinweis darauf, dass die Palästinenser das tun, was er Sharon vorwirft – und dass es gerade auch Arafats eigene Organisationen sind, die diese Gräueltaten ausführen? Der Hinweis auf die EU-Millionen sprechen auch wieder Bände – anscheinend ist EU-Geld wichtiger als israelische Menschenleben.
An Verhandlungen war nicht zu denken. Scharon diffamierte die palästinensische Führung, der er vorwarf, nicht genug gegen den Extremismus in den eigenen Reihen zu unternehmen und drohte ihr mit zunehmender Schärfe. Im Oktober bezeichnete Scharon Arafat als palästinensischen Bin Laden. Im Dezember unterrichtete der türkische Premier Bülent Ecevit Journalisten, Scharon habe mit ihm telefoniert und den Wunsch geäußert, Jassir Arafat „los zu werden“. Im Januar sagte Scharon gegenüber der Zeitung „Maariv“, es täte ihm leid, dass Arafat bei der Invasion im Libanon nicht liquidiert worden sei. Polizeiminister Usi Landau vom Likud-Block schlug vor, Arafat, der in Ramallah faktisch unter Hausarrest steht, nach Tunis zu verbannen, und Seewis Nachfolger im Tourismusministerium, Benni Elon, wäre es am liebsten, Israel würde die Palästinenser komplett aus dem Westjordanland vertreiben.

 

 

Dass an Verhandlungen nicht zu denken ist, wird – natürlich – Sharon angelastet. Dass Arafat ganz „einfach“ dafür sorgen könnte, dass Verhandlungen stattfinden, wird auch verschwiegen. Arafat hat nie gewagt Sharon zu testen – es könnte ja klappen und dann müsste er verhandeln!

Auch hier fehlt wieder jede Einsicht dahin, dass diese Äußerungen und Ansichten irgendeine Ursache haben könnten. Es wird verschwiegen, dass Arafat genügend Vorlagen liefert, dass die Bemerkungen der israelischen Politiker berechtigt sind. Arafats Leute sind es, die den Terror nicht beenden, Arafat lässt Waffen schmuggeln, Arafat unternimmt nichts Wirksames gegen den Terror, den die Organisationen, die ihm direkt unterstellt sind und die nichts ohne seine Genehmigung unternehmen, ausüben. Nur: Bei Herrn Schwabe und Herrn Augstein zählt das nichts. Israel muss sich abschlachten lassen, dann erst sind sie zufrieden.

Das Libanon-Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen und entstellt. Sharon beschrieb, dass man 1982 nicht darauf aus war, Arafat zu töten und er deswegen Freiheiten hatte, die man ihm nicht hätte zustehen dürfen. Wenn man auch hinter ihm her gewesen wäre, dann hätte man ihn eventuell getötet und die heutige Situation sähe vermutlich etwas anders aus. Der Spiegel stürzt sich aber nur auf ein Detail, ohne die Zusammenhänge zu akzeptieren. Und dann kann man jedem etwas anhängen. Nichts anderes soll hier erreicht werden.

Die Radikalisierung der Rechten in der Regierungskoalition führte zu Spannungen zwischen Außenminister Schimon Peres (Arbeitspartei) und dem Ministerpräsidenten, dem Peres vorwarf, seines „eigenes Nebenaußenministerium“ zu schaffen. Die Sicht anderer hat den „Falken der Falken“ jedoch nie sonderlich interessiert.

 

 

Die Spannungen hat Peres ausgelöst, weil er sein eigenes politisches Spiel trieb und Sharons Leitkompetenz zu unterwandern versuchte. Peres ist es, der die Linie des Kabinetts ständig verlässt um sich selbst zu propagieren; der gegen die eigene Regierung arbeitet usw. Wenn jemanden nicht kümmert, was andere denken, dann den „ersten Astronauten Israels“.

Wenn Sharon die Meinung anderer nicht interessieren würde, wäre er einen bequemeren Weg gegangen, als sich das U-Boot der Arbeitspartei ins Kabinett zu holen. Dann gäbe es nicht eine Koalition über die gesamte politische Bandbreite, sondern eine ohne die Linke. Und dann könnte Sharon leichter regieren. Die Aussage von Herrn Schwabe widerspricht der Realität.

Oder er sagt das eine, handelt jedoch ganz anders. Ende September redete Scharon davon, den Palästinensern einen eigenen Staat gewähren zu wollen, gleichzeitig verfolgt er seine expansionistische Siedlungspolitik weiter.

 

 

 

 

 

 

Wieder wahrheitswidrige Behauptungen. Der palästinensische Staat ist möglich. Das steht fest. Es gibt eine einzige Vorbedigung: das Ende des Terrors. Sollte das wirklich eine illegitime Forderung sein?
Seit September 2000 geht die Gewalt gegen Israel jedoch weiter, und auch nach den größten Versprechen Arafats zu einem Waffenstillstand ist sie nicht wesentlich zurückgegangen. Bleibt die Frage offen, wer in diesem Fall „das eine sagt, jedoch ganz anders handelt“? Herr Schwabe verwechselt zwei Männer – Arafat redet (gegenüber dem Westen) von Frieden, ruft gleichzeitig seine Anhänger auf, Märtyrer zu werden (was eine Aufforderung zum Terror ist). Aber das wird geflissentlich ignoriert, es könnte ja Sharon ins Recht setzen!
Die angebliche Expansionspolitik besteht darin, dass innerhalb der Siedlungen gebaut wird, während ihnen ein Quadratmeter Land hinzu gefügt wird. Was ist daran expansionistisch?
Seit der Friedensprozess zum Erliegen gekommen ist, liegt auch die Wirtschaft am Boden. Nicht nur dass sich die Armut in den autonomen palästinensischen Gebieten im vergangenen Jahr verdoppelt hat. Rund 40 Prozent der Bevölkerung muss mit weniger als zwei Dollar pro Tag über die Runden kommen. 125.000 Pendler, die normalerweise in Israel arbeiten, sitzen in den abgeriegelten autonomen Gebieten fest.

 

Einmal mehr die Umkehrung von Ursache und Wirkung: Würden die Palästinenser ihre Gelder in die Wirtschaft stecken, ginge es ihnen besser. Würden sie nicht Terror gegen Israel ausüben, könnten sie weiter in Israel arbeiten. Würde Arafat die Gelder des Auslands in Projekte stecken, die dem Volk und der Wirtschaft nützen, statt in die eigene Tasche oder die seiner korrupten Machtausüber, dann sähe die wirtschaftliche Situation in den Autonomiegebieten ganz anders aus. Aber es geht dort nicht um wirtschaftlichen Wohlstand. Es geht um die Vernichtung des jüdischen Staates. Dem ist alles untergeordnet. Aber Herr Schwabe verschließt die Augen und Ohren davor, damit er nur ja nicht annehmen muss, was objektiv wahr ist.
In Israel jagt seit dem Amtsantritt von Scharon eine Negativzahl die nächste. Die Arbeitslosenzahl liegt bei annähernd zehn Prozent. Sie ist so hoch wie seit rund zehn Jahren nicht mehr. Die Wachstumsprognose für das erste Jahr Scharon musste dessen Finanzminister Silwan Schalom bereits vergangenen Sommer von 2,5 Prozent bis 3 Prozent auf 1 bis 1,5 Prozent korrigieren. Das Bruttoinlandsprodukt sank um 0,2 Prozent, nachdem es im Vorjahr noch um 6 Prozent gestiegen war. Seit der Gründung des Staates Israel gab es noch keinen so dramatischen Rückgang. Und alles ist Sharon Schuld. Arafat hat nie etwas dazu beigetragen. Nicht der palästinensische Terror hat für das Ausbleiben der Touristen gesorgt, sondern Sharon. Nicht die palästinensischen Bomben und die von ihnen gelegten Feuer haben der Landwirtschaft die hohen Verluste zugefügt, es muss Sharon gewesen sein. Wie sehr muss man eigentlich die Augen verschließen können und mit wie vielen Schichten Augenbinden muss man sie bedecken, um so absolut abgeschottet gegen Tatsachen zu sein?

 

 

 

 

Besonders stark hat sich die Eskalation der Gewalt auf die Tourismus- und Baubranche ausgewirkt. Fast drei dutzend Hotels mussten seit dem Ausbruch der Intifada II schließen. Die anderen sind nur zu einem Drittel ausgelastet. Laut Tourismusministerium kam es zu einem Einnahmerückgang von zwei Milliarden Dollar. Scharon selbst spricht von einer wirtschaftlichen Notlage, ohne dass ihn dies offenbar sonderlich beunruhigt. Seine Leidenschaft gilt anderem. Die „Süddeutsche“ hat vor über einem Jahr geschrieben: „Er ist süchtig nach dem politischen Leben in Israel, das nur Arafat und Krieg und Frieden und Gewalt kennt.“ Auch der letzte Abschnitt gilt wieder der Diffamierung des Ministerpräsidenten. Ihm wird alles in die Schuhe geschoben. Er allein ist Schuld an allem, was im Nahen Osten nicht gut geht. Die Verantwortung Arafats fehlt völlig.
Und als Beweis wird die „Süddeutsche Zeitung“ angeführt. Vor einigen Jahren wäre das vielleicht noch brauchbar gewesen, inzwischen hat sich dieses Blatt aber auch zur linken bis linksextremen Propagandamaschine entwickelt. Die Gesamt-Diffamierung des politischen Lebens in Israel zeigt auf, wie dieser Staat definiert wird. Es geht nicht nur um Sharon. Es geht um die Deligitimierung des ganzen Staates. Es geht darum, die Feinde dieses Staates stark zu machen und bedingungslos zu unterstützen.

 

 

Herr Augstein und seine Schmierfinken werden jeder Kritik und jedem Vorwurf der Israelfeindlichkeit entgegen halten, sie seien Anti-Zionisten, auf keinen Fall Antisemiten. Ich möchte Martin Luther King Jr. zitieren:

„Mein Freund, du erklärst, dass du die Juden nicht hasst, dass du nur Antizionist bist. Und ich sage dir, lass die Wahrheit von den höchsten Bergspitzen erklingen, lass ihr Echo durch die Taler von Gottes grüner Erde hallen: Wenn man den Zionismus kritisiert, dann meint man die Juden – das ist Gottes Wahrheit… Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt der Fleck auf der Seele der Menschheit. Darin stimmen wir vollständig überein. Also wisse auch dies: Antizionismus an sich ist antisemitisch und wird es immer bleiben.“

Martin Luther King, Jr. in: The Saturday Review, August 1967

Kommentar: Putzige Ansichten

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. Januar 2014 (direkt vom Autor)

Mit einem untrüglichen Gespür für Mentalität und Kräfteverhältnisse in Israel hat die Spiegel-Expertin für den Judenstaat, Ulrike Putz, vom sicheren Beirut aus mitgeteilt, dass der Fortbestand der Koalition in Israel gefährdet sei. Weil sonst in der Welt, in Damaskus, Kiew, Washington und sogar bei der GroKo in Berlin alles ganz fürchterlich stabil ist, verdient ein wackelnder Hardliner wie Benjamin Netanjahu natürlich eine große Schlagzeile.

Der israelische Premier sei auf die Stimmen von Naftali Bennetts ultrarechter Partei angewiesen, schreibt Putz. Wahrscheinlich ist sie unfähig, vom feindlichen Libanon aus die Homepage der Knesset aufzurufen, um festzustellen, dass Netanjahu im Falle eines Rauswurfs der von Putz so bezeichneten “Siedlerpartei” Jüdisches Haus des Wirtschafts- und Handelsministers Naftali Bennett sogar mehrere Alternativen hätte, um sich eine Mehrheit im Parlament zu sichern.

Worum es bei der Krise zwischen Bennett und dem Premierminister ging, ist fast irrelevant, denn derartige Auseinandersetzungen sind in der israelischen Politik an der Tagesordnung. Schließlich wollen sich Politiker wie Parteien profilieren. Das ist auch in Deutschland so. Da aber alle an ihren Stühlen kleben, platzt nicht gleich die Koalition. Auch die Regierung stürzt nicht so schnell, wie sich Putz das vorstellt.

Kurz zusammengefasst: Netanjahu hat etwas behauptet, was die israelischen Rechten nicht akzeptieren konnten. Bennett beleidigte daraufhin den Premierminister. Der drohte mit der ultimativen Waffe: Entlassung Bennetts. Die Abschreckung wirkte. Bennett entschuldigte sich. So hätte er das nicht gemeint. Und Netanjahu akzeptierte vorhersehbar die vermutlich unaufrichtige Reue des Bennett. Die Krise ist überwunden und der Frieden in Israel ist wieder im Lot.

Nun bleibt noch die “schreckliche” Geschichte des Sohnes von Netanjahu, der – oh je – mit einer nicht-jüdischen, vermutlich blonden Schönheit aus Norwegen ausgeht. Putz scheint von Beirut aus besonders gute Beziehungen zu Israels ultraorthodoxen “Sittenwächtern” zu pflegen, die Netanjahu angeblich zu “nationaler Verantwortung” aufgerufen haben, dieses Treiben seines Sohnes zu unterbinden. Die Korrespondentin in Beirut scheint Israel mit der Hamas im Gazastreifen oder mit dem Treiben der “Sittenwächter” in Saudi Arabien zu verwechseln. Denn die Ultraorthodoxen sitzen heute in der Opposition und haben nicht viel zu sagen.

Auch wenn Netanjahu fähig ist, die ganze Welt auf den Kopf zu stellen, fragt sich, wie viel Macht er hat, seinem 23-jährigen Söhnchen vorzuschreiben, mit welcher Blondine der ins Bett steigen darf. Das ist ein Bereich, wo normalerweise sogar die “nationale Verantwortung” auf Grenzen stößt.

(C) Ulrich W. Sahm

Der SPIEGEL und seine unmenschlich hässliche Hetzerfratze

Heute auf SPON (Screenshot):

Siedler im Westjordanland

Israel genehmigt Bau Hunderter Wohnungen

Die Regierung in Jerusalem hat grünes Licht gegeben für den Bau von Hunderten neuen Wohnungen im Westjordanland. Der Schritt dürfte die Bemühungen um einen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis erheblich erschweren.

Jerusalem – Israel hat den Bau Hunderter neuer Wohnungen und Häuser für jüdische Siedler im besetzten Westjordanland genehmigt. Es sei entschieden worden, grünes Licht für entsprechende Bauvorhaben zu geben, hieß es in einer am Sonntag vom Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verbreiteten Mitteilung.

Der Schritt dürfte die Bemühungen um einen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis erheblich erschweren.

Am Samstag hatte der Anschlag eines Palästinensers auf eine israelische Familie im Westjordanland international für Entsetzen gesorgt. Der Täter hatte nach Angaben der Armee die Siedler, darunter drei Kinder, in deren Haus erstochen.

Was soll man diesen Arschlöchern eigentlich sagen? Hat es irgendeinen Sinn, ihnen zu zeigen, was sie für einen Müll von sich geben? Wie verlogen sie hetzen? Dass sie sich wie Unmenschen gerieren?

Einmal mehr wird – gleich doppelt – betont, dass der jüdische Hausbau im „Westjordanland“ die „Bemühungen um einen Frieden zwischen Palästinensern und Israelis erheblich erschweren“ dürfte. Dann kommt der Mord an der Familie Fogel in Itamar – abgesehen davon, dass „nach Angaben der Arrmee“ wieder Zweifel sähen soll: Warum ist dieser Fünffachmord beim SPIEGEL denn KEIN HINDERNIS für Friedensbemühungen?????

Wäre in diesem Text der Mord nicht erwähnt – man hätte vielleicht unter Umständen eventuell noch zugunsten dieser Schreibtischtäter annehmen können, sie hätten den Terror „vergessen“. Fällt den Hasspredigern aus Hamburg eigentlich wirklich nicht auf, was sie da treiben?

Wenn man sie anschreibt und ihnen ihren Wahn zeigt, dann bekommt man wahrscheinlich eine ähnliche Antwort wie eine Bekannte neulich von der NZZ: Das ist eine Reuters-Meldung. Allerdings können die bei SPON nicht so wenig dafür, wenn sie Scheiße veröffentlichen, wie die von der NZZ, den da steht auch noch ein Redakteurs-Kürzel. Was uns zeigt: Gleich und gleich gesellt sich gern; und wenn Reuters hetzt, macht der SPIEGEL begeistert mit!

„Israel droht der Hamas mit Krieg“

Wieder mal eine Glanzleistung deutschen Journalismus: „Israel droht Hamas mit Krieg“, schreibt der SPIEGEL. Na ja, wenigstens droht Israel nicht, wie es mal im Focus hieß, „mit Selbstverteidigung“.

Das ist schön, nicht wahr? Die Wochen zunehmenden Qassam-Regens bleiben außen vor, es hat lediglich „seit Freitag einige selbstgebaute Raketen“ gegen Israel gegeben. Und überhaupt: Israel hat das schon mit einem Luftangriff „geahndet“, bei dem ein „militanter Palästinenser“ ums Leben kam. Was wieder den „Kreislauf der Gewalt“ heraufbeschwört, weil die Terroristen Rache schwören.

Dafür fehlt zwar nicht die Erwähnung der jetzt betroffenen Terroristen zu Mahmud Abbas und seiner Fatah, aber die sind die niedlichen „Al Aksa-Brigaden“, die sich in Wirklichkeit „Al Aksa-Märtyrerbrigaden“ nennen (was dem deutschen Leser, aber auch dem schreibenden Journalisten offenbar weder inhaltlich noch von der Länge zumutbar ist) – deren sonst übliche Bezeichnung als die Moderaten und zur Friedensfraktion gehörenden bleibt diesmal aus; sie ist fehl am Platz, aber warum wird sie sonst nicht ausgelassen? Und wieso wird die beschworene „Vergeltung“ nur kurz erwähnt, während bei den Israelis ausführliche Details über deren „aggressive“ Äußerungen nie zu kurz kommen?

Immerhin bringen sie es noch fertig zu schreiben, dass „nach Angaben von Reuters“ seit Freitag „60 Raketen und Granaten auf israelisches Gebiet abgefeuert“ wurden. Das ist im SPIEGEL-Jargon eine „Bedrohung“ – die Anführungszeichen stammen nicht von mir, die stehen im Artikel, also ist die Bedrohung in Wirklichkeit keine, obwohl der verletzte Landarbeiter erwähnt wird. Kein Wort auch über das Einkaufszentrum in Sderot, wo eine reichlich größere Anzahl Israelis nur zufällig nicht zu Opfern wurden. Kein Wort auch darüber, dass es nun überhaupt nicht die Absicht der Terroristen ist, dass so wenige Israelis getötet und verletzt werden. Was die tun und sagen wird maximal im neutralen Tonfall geschrieben.

Bei den Israelis ist das grundsätzlich anders, da wird nicht nur jedes Wort auf die Goldwaage der moralischen Verurteilung gewuchtet, sondern mit allem hantiert, was bei den Terroristen immer fehlt. Während Livnis scheinbar markigen Worte noch mit dem bösen Zeigefinger quittiert werden, weil sie militärische Mittel nicht ausschließt, wird Netanyahus Forderung nach einer „aktiven Angriffspolitik“ (Anführungszeichen durch den SPIEGEL, weil anscheinend Zitat) gleich herausgehoben und bekommt einen eigenen Absatz. Vorschläge zu eventuellen Reaktionen der Israelis auf den nicht sonderlich erwähnenswerten Dauerbeschuss durch die Terroristen werden ausführlichst formuliert, während die Hamas wiederum nur mit „defensiven“ Äußerungen zitiert wird. Aggressor ist eindeutig Israel. Die Wortwahl bereitet den Boden für die Schreibe zum israelischen Großangriff auf die Zivilbevölkerung des Gazastreifens, von der wir dann demnächst lesen dürfen: unverhältnismäßig, übertrieben, kontraproduktiv.

Auch schon in der Darstellung der gegenseitigen Meinungen: „Die militanten Gruppen wollen mit ihren Raketenangriffen ein Ende der israelischen Blockade des Gaza-Streifens erzwingen. Israel nennt hingegen als Bedingung für eine Lockerung der Blockade einen vollständigen Stopp der Raketenangriffe.“

Wie denn nun? Kreislauf? Festgefahren in gegenseitigen Forderungen? Und Israel gibt nicht nach?

Wenn die „militanten Gruppen“ ihren Beschuss einstellen, dann ist auf der Stelle Ruhe. Das wissen sie selbst in der Brandstwiete – und könnten dazu endlich einmal einen Satz schreiben. Statt dessen werden die beiden Ansichten äquidistant als unversöhnliche Gegensätze gegenüber gestellt und damit der Eindruck erweckt, die armen „militanten Gruppen“ seien die Geschädigten der israelischen Boykott-Willkür. Die wehren sich nur.

Nun braucht man nicht zu glauben, dass der SPIEGEL alleine stünde in seiner Verbrähmung der Terroristen und der negativen Beschreibung Israels. Die FAZ kann’s genauso und ist wohl noch stolz darauf, dass sie so schön neutral schreiben: „Brüchig war die Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel schon in den vergangenen Wochen.“ Und: „Nun werden wieder Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert, und die israelische Luftwaffe fliegt wieder ihre Vergeltungsangriffe.“ Klar, es darf keine schuldigen Palästinenser geben, wenn es nicht mindestens genauso schuldige Israelis gibt. Ein bereits vier Wochen seitens der so nicht benannten Terroristen geführter Krieg wird als „brüchiger Waffenstillstand“ hingestellt, damit der Leser keinen handfesten Grund für Israel erkennen kann sich zu wehren.

Das ist der Qualitätsjournalismus von heute in zweien der angesehensten Printmedien. Die sich damit zumindest in Sachen Nahost als pure Propagandablättchen erweisen. Wundert es diese Leute wirklich, dass Blogger ihnen kritische Fragen stellen? Dass die Qualitätspresse Wut erzeugt – bei Leuten, die sich immer wieder so was von moderat den Palästinensern gegenüber äußern und sich so sehr nach Frieden sehnen, dass sie bei Fragen nach Lösungen die militärische nicht akzeptieren möchten? Und dass man ihnen zeigen, wie ehrliche Berichterstattung aussehen kann? Nämlich so, dass nicht Israel „mit Krieg droht“, sondern die Terroristen den Krieg längst führen!

Kleine Nachfrage als Update: Haben wir von unseren Medien schonmal die Meldung bekommen, dass die Hamas Israel droht? Und was ist eigentlich schlimmer: die „Drohung“ mit Selbstverteidigung durch Israel oder die Drohung der Vernichtung des Staates Israel durch die Hamas? Das Ziel der Beseitigung einer Bedrohung oder das Ziel des Völkermords an den Juden?