Das Leben der Palästinenser ist unwichtig*

* außer Israel kann dafür verantwortlich gemacht werden.

Bret Stephens, The New York Times, 21. März 2019

Hajar Harb, eine palästinensische Journalistin, ist von der Hamas verhaftet worden, weil sie einen gegenüber dem Gesundheitsministerium kritischen Artikel veröffentlichte. (Foto: Adel Hana/Associated Press)

Die Menschen im Gazastreifen protestieren wieder und Soldaten schießen wieder und Zivilisten werden wieder zu Opfern. Nur dass Sie dieses Mal die Story verpasst haben könnten, weil diese Proteste in den meisten westlichen Nachrichten kaum für einen Absatz wert gehalten wurden.

Das ist seltsam: Manche Medien sind bereit Monate journalistischer Recherche in die Flugbahn einer einzelnen Kugel zu investieren, die versehentlich einen Palästinenser tötet – vorausgesetzt, es handelt sich um eine israelische Kugel.

Der Unterschied beseht diesmal darin, dass die Schüsse von der Hamas abgegeben werden, der militant-islamistischen Gruppe, die seit 2007 im Gazastreifen regiert hat, als sie in einem kurzen und die blutigen Bürgerkrieg ihren Rivalen in der Fatah die Macht entriss. Seitdem sind keine echten Wahlen veranstaltet und kein Widerspruch geduldet worden.

Die aktuellen Demonstrationen, die letzte Woche begannen, kommen als Reaktion auf Jahre der wirtschaftlichen Misswirtschaft der Hamas, Preiserhöhungen und jüngsten Steuererhöhungen. Das geschieht nicht aufgrund fehlender Geldmittel für die Hamas: Seit 2012 hat die Gruppe mehr als eine Milliarde Dollar allein von Qatar erhalten, um Kosten für Treibstoff, humanitäre Hilfe und die Gehälter von Behördenbediensteten zu bezahlen.

Wohin das Geld geht, ist eine andere Frage. 2014 berichtete das Wall Street Journal, dass die Hamas Rund $90 Millionen für den Bau von Angriffstunneln nach Israel ausgegeben hatte, Durchschnittskosten von fast $3 Millionen pro Tunnel. Das in jeden Tunnel gesteckte Material, berichtete das Journal, reicht aus „um 86 Häuser, sieben Moscheen, sechs Schulen oder 19 kleine Kliniken zu bauen“. Drei Kriege gegen Israel, jeder von der Hamas angefangen, haben ebenfalls ihren Tribut an Leben, Verletzungen, Infrastruktur und Isolation gefordert.

All das hat für die Menschen des Gazastreifens Leiden und Mangel bedeutet, unabhängig von allem, was Israel tut. Im Februar berichtete Amnesty International, dass gegen die palästinensische Journalistin Hajar Harb ein Gerichtsverfahren in Abwesenheit geführt wurde, weil sie auf Al-Araby TV einen Bericht brachte, der detailliert Korruptionsvorwürfe im Gesundheitsministerium beschrieb. Hamas-Vertreten haben sich zudem Berichten zufolge bereichert, indem sie den Untergrundhandel zwischen dem Gazastreifen und Ägypten mit Waren von Geflügel über Möbel bis hin zu Autos kontrollieren.

Deshalb lassen die Gazaner ihre Verzweiflung wissen. Hunderte gingen letzte Woche auf die Straße, nur um von Hamas-Sicherheitskräften beschossen, zusammengeknüppelt und verhaftet zu werden.

„Das Zuschlagen gegen freie Meinungsäußerung und die Anwendung von Folter im Gazastreifen hat alarmierende neue Höhen erreicht“, vermerkte Saleh Higazi von Amnesty. Zu den Vorfällen gehören die Verhaftung von Menschenrechtsaktivisten, das Prügeln und die Inhaftierung von mehr als 15 lokalen Journalisten und gewalttätige Angriffe auf friedliche Demonstranten „unter Verwendung von Granaten, Schlagstöcken, Pfeffersprach, scharfer Munition und physischen Angriffen“.

Überrascht? Sollten Sie auch sein. Die Hamas bezeichnet sich selbst als „Widerstands“-Bewegung und solche Bewegungen, von der Irisch-Republikanischen Armee über den Vietkong bis zur Simbabwes ZANU-PF, neigen dazu sich auf bemerkenswert ähnliche Weise zu verhalten: fanatisch, brutal, militaristisch, scheinheilig und korrupt.

Für diese Gruppen bedeutet Befreiung mehr als die Ersetzung einer Art fremder Besatzung durch lokalen Despotismus. Sie bekennen sich zur Demokratie, veranstalten aber nie wirklich faire Wahlen. Sie schaffen eine Geheimpolizei, parallele Sicherheitskräfte, Politbüros, innere und äußere Parteistrukturen. Sie führen Krieg gegen ihre Nachbarn, um von ihrem unvermeidlichen Versagen Zuhause Wohlstand zu schaffen abzulenken. Ihre Führer predigen Kampf und Märtyrertum, während sie selbst in Saus und Braus leben.

Genauso wenig sollten Sie von der Dürftigkeit westlicher Berichterstattung überrascht sein. Es würde das herkömmliche Narrativ des iraelisch-palästinensischen Konflikts verkomplizieren, das besagt, dass Israel nicht nur der Hauptunterdrücker, sondern der einzige ist. Das füttert die breitere progressive Fiktion, die großen Verbrechen der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg seien die, die der Westen gegen den Rest der Welt begeht. Tatsächlich waren die von Nichtwestlern – Mao Tse-Tung, Pol-Pot, Saddam Hussein, Fidel Castro, Idi Amin, Nicolás Maduro – an ihren eigenen Völkern begangenen Verbrechen weit schlimmer.

Dasselbe gilt für die Palästinenser. In Syrien sind in den letzten zehn Jahren mehr gestorben, hauptsächlich aufgrund der Verheerungen des angeblich propalästinensischen Regimes von Bashar al-Assad, als von Israel getötet wurden. Und die Palästinenser sind weiter die Opfer von Führern, die keinen Grund erkennen, sich regulären Wahlen zu stellen – oder finanziellen Überprüfungen oder Kriminalermittlungen oder irgendeinem anderen Mechanismus politischer oder moralischer Rechenschaft.

Das Fehlen von Rechenschaft ist in erster Linie ein Versagen der Palästinenser. Aber westlicher Journalismus leistet dem Vorschub; mit wenigen ehrenwerten Ausnahmen ist er zu lange erbärmlich uninteressiert an jeglicher Form palästinensischen Leidens gewesen, für das nicht Israel verantwortlich gemacht werden kann. Das ist manchmal eine Funktion ideologischer Einseitigkeit, aber es ist auch ein Versagen von grundlegender Berichterstattung.

Die Israelis und ihre Freunde im Ausland beschweren ich oft über schiefe Berichterstattung, die bei allem, was sie tun, Fehler finden, während sie alles Entschuldigungen finden, was ihre Gegner tun. Wenn die Proteste im Gazastreifen irgendetwas demonstrieren, dann dass auch die Palästinenser kaum Nutzen aus der Berichterstattung zeihen können.

Palästinensisches Leben und Lebensunterhalt sollten wichtig sein, egal, wer ihnen schadet. Eine Welt, die mit den Schultern zuckt, wenn die Hamas das eigene Volk misshandelt, lizensiert nur die ungehinderte Fortsetzung der Misshandlungen,

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Der Bericht des UNO-Menschenrechtsrats zu den Gaza-Krawallen zeigt einmal mehr dessen Hass auf Israel

Elder of Ziyon, 28. Februar 2019

Der UNO-Menschenrechtsrat hat einen Bericht dazu veröffentlicht, wie Israel sich während der wöchentlichen Krawalle im Gazastreifen verhält. Es überrascht nicht, dass er bei Fakten Rosinenpickerei betreibt und annimmt, dass die Lügen der Terroranhänger der Wahrheit entsprechen.

Die Einseitigkeit und der Mangel an Faktencheck sind in der Presseveröffentlichung zum Bericht zu sehen:

„Die Beweislast liegt jetzt bei Israel; es muss jeden Tod und jede Verletzung im Zusammenhang mit den Protesten untersuchen, sofort, unparteiisch und unabhängig, in Übereinstimmung mit internationalen Standards, um festzustellen, ob Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschheit begangen wurden, mit dem Ziel diejenigen, die als dafür verantwortlich befunden werden, zu Rechenschaft zu ziehen“, sagte Santiago Canton. „Wir drängen zudem die Organisatoren, die Demonstranten und die de-facto-Obrigkeit im Gazastreifen, sicherzustellen, dass die Große Marsch der Rückkehr vollständig friedlich bleibt, so wie er gedacht ist.

Die Kommission stellt fest, dass diese Proteste ein Hilferuf einer verzweifelten Bevölkerung waren“, erinnerte Santiago Canton.

Schon der Titel „Großer Marsch der Rückkehr“ zeigt, dass der Grund für die Krawalle, die Vernichtung Israels ist, indem das Land mit feindseligen Gegner geflutet wird; jede Erwähnung der Blockade des Gazastreifens ist für die Ereignisse dort bestenfalls nebensächlich. Der Großteil der Bevölkerung, die dort erscheint, bleibt weit weg von der Grenze und behandelt das als gesellschaftliches Ereignis, da die Hamas sie in Bussen dorthin schafft. Aber diejenigen, die sich der Grenze nähern, tun das im Allgemeinen im Auftrag der Hamas, mit dem ausdrücklichen Ziel „Märtyrer“ und Verletzte für Öffentlichkeitsarbeit zu schaffen.

Natürlich wird niemand von den hunderten von der UNO befragten Verletzten – wie wir in der Vergangenheit gesehen haben, oft mit beobachtenden Hamas-Mitgliedern dabei – zugeben, dass die Hamas irgendeine Verantwortung für die Toten trägt.

Gleichermaßen erwähnt die Kommission, die sagt, sie untersuchte jeden einzelnen Todesfall, natürlich nicht, dass etwa 80% der Getöteten den Terrorgruppen angehörten und rund ein Drittel direkte Mitglieder von deren Militär waren, keine Zivilisten, nach welcher Definition auch immer. Dennoch gesteht die Kommission ein, dass mindestens 29 der Getöteten Mitglieder bestimmter militärischer Gruppen waren. Sie hält es nicht für nötig zu erklären, wie ein solch hoher Prozentsatz der Getöteten, selbst nach ihren eigenen Statistiken, Militärs bei einer Demonstration sein konnten, die sie als vorwiegend zivil betrachtet.

Die Kommission, deren Mitglieder keine militärische Erfahrung haben, ist nicht ausgerüstet, um über die militärischen Dimensionen der Bedrohung für die israelischen Streitkräfte und Zivilisten durch einen Durchbruch durch den Zaun zu entscheiden, der die ersten Monate lang einer der Schwerpunkte der wöchentlichen Krawalle war. Die israelische Regierung allerdings reagierte, aus juristischer Perspektive, auf die besonderen Bedingungen des Einsatzes, die sie verwendet und warum sie es tut. NGO Monitor übersetzte in seiner völlig ignorierten, ausführlichen Vorlage für die Kommission, die maßgeblichen Teile des israelischen Gerichtsurteils in einem Fall, den NGOs angestrengt hatten, die behaupteten, die IDF verletzte das Völkerrecht und sei Kriegsverbrechen schuldig, wie es der UNHRC nahelegt.

5. Die Faktenbasis dieser Klage ist, bei allem Respekt, fehlerhaft und mit Mängeln besetzt, sowohl was den Inhalt der Vorschriften für die Eröffnung des Feuers als auch was den Charakter und das Wesen der diskutierten Ereignisse betrifft und steht im Widerspruch zur tatsächlichen Situation. Auf dieser Grundlage zogen die Kläger falsche juristische Schlüsse, vor allem bezüglich der Klassifizierung der Ereignisse als angebliche „eindeutig zivile Ereignisse“; wie aber eine Untersuchung der tatsächlichen Situation zeigt sind die diskutierten Ereignisse Teil einer bewaffneten Konfrontation zwischen einer Terrororganisation – Hamas – und Israel.6. Im Kern der Sache befinden sich die Anweisungen für die Eröffnung des Feuers durch die Sicherheitskräfte bezüglich der Sperrzone an der Grenze in Übereinstimmung mit israelischem Recht, dem Völkerrecht und den Urteilen des ehrwürdigen Gerichts.

13. Die Entfernung zwischen den beiden Teilen der Barriere [entlang der Gaza-Grenze] ändert sich entsprechend der topografischen Umstände und beträgt lediglich 20 bis 80 Meter. Von daher wird ein Palästinenser, der den ersten Teil überwindet, innerhalb weniger Sekunden den Eisenzaun erreichen, der auf israelischem Gebiet steht.

14. Seit ihrer Errichtung ist die Barriere dazu geschaffen israelische Bürger und Sicherheitskräfte vor verschiedenen Bedrohungen zu beschützen, wobei der Schwerpunkt auf Infiltrationen durch Terroristen aus dem Gazastreifen nach Israel liegt. Daher stellt ein Durchbruch und definitiv einer des randalierenden Mobs eine Gefahr sowohl für die Bürger Israels als auch die Soldaten dar.

18a. In diesem Zusammenhang muss betont werden, dass der Durchbruch eines feindseligen palästinensischen Mobs infolge der Schwachstellen in der Barriere und der Bedeutung für die Sicherheit eines Durchbruchs durch einen feindseligen palästinensisch Mob manchmal eine konkrete, direkte Gefahr für das Leben und die körperliche Unversehrtheit von Zivilisten wie Soldaten schafft. Und wenn diese Bedrohung [die Infiltration] real wird, dann ist zur Beseitigung der Gefahr (die zu diesem Zeitpunkt akut wird) notwendigerweise die Verwendung scharfer Munition in größerem Ausmaß notwendig.

83. In diesem Kontext glauben die Beklagten, dass die Kläger die konkrete, akute, ernste Gefahr verharmlosen, die die randalierenden Massen darstellen… Der Standpunkt der Beklagten lautet, dass die von den randalierenden Massen aus tausenden Menschen ausgehende Gefahr größer ist als die von einer einzelnen Person oder kleinen Gruppe an Personen. Darüber hinaus wird diese Gefahr in dem Moment akut, wenn die Massen ihr Ziel erreichen und sie in dieser Phase zu abzuwenden wird, aus taktischer Sicht, umfangreichen Gebrauch scharfe Schüsse erfordern, was die Beklagten verhindern wollen.

Die UNHRC-Kommission erwähnt diese Punkte nicht einmal, ganz zu schweigen davon, dass sie auf sie antwortet. Sie nimmt einfach an, dass die IDF irgendwie bessere Mittel hat die israelischen Bürger zu schützen, ohne zu sagen, wie genau diese Mittel aussehen.

Wie immer bei UNHRC-Berichten zu Israel ist das ein Anschlag, der sich als nüchterne Analyse tarnt.

Kommentar heplev: Es stellt sich die Frage, ob die Mitglieder der Kommission tatsächlich aus Unwissen argumentieren oder ob es sich nicht vielmehr um reine Boshaftigkeit, gezielte und gewollte Falschdarstellung handelt, um Israel in ein schlechtes Licht zu stellen und zu verdammen. Dass die Argumente, die für die israelische Haltung sprechen, einfach ignoriert werden, spricht für Letzteres.

Hamas, der Gazastreifen und die Eile zu urteilen

Anschuldigungen, die israelische Armee wende „überzogene Gewalt“ gegen Palästinenser an, sorgten bei Botschafter Dore Gold für ein starkes Gefühl des déjà vu.

Israel National News (Mitarbeiter), 22. Juni 2018

Letzen Monat gegen Israel erhobene Beschuldigungen, die israelische Armee habe „überzogene Gewalt“ gegen Palästinenser entlang des Zauns zwischen dem Gazastreifen und Israel eingesetzt, sorgten bei mir für ein starkes Gefühl des déjà vu. Schon 2009 wurde Israel mit Kritik bombardiert, es habe unverhältnismäßig Mengen an Gewalt eingesetzt, als es versuchte das auf israelische Städte gerichtete Hamas-Raketenfeuer niederzuhalten. Die Höhepunkt der Kritik damals bestand in der Veröffentlichung des berühmten – oder sollte ich sagen: berüchtigten – Goldstone-Berichts, der vom UNO-Menschenrechtsrat in Auftrag gegeben worden war.

Der Goldstone-Bericht hatte die Unverfrorenheit zu behaupten Israel habe seine Streitkräfte dazu verwendet gezielt palästinensische Zivilisten zu töten. Ich wiederhole das: „gezielt palästinensische Zivilisten zu töten“. Der Bericht wurde von einer großen Zahl an Ländern verabschiedet. Damals wurde ich von der Brandeis Universität tatsächlich angefragt mit Goldstone zu diskutieren, Beweise zu dem, was wirklich geschah, zu bringen, die ich von der israelischen Armee erhalten könnte.

Tatsächlich kam 2011 schließlich die Wahrheit über den Goldstone-Bericht heraus, gerade zu dem Zeitpunkt, als Goldstone seine Schlussfolgerungen in einem Op-Ed z zurückzog, das er für die Washington Post schrieb. Leider war der Schaden für Israel in diesen Jahren bereits angerichtet. Charles Krauthammer nannte den Goldstone-Bericht sogar einen „Ritualmordvorwurf gegen den jüdischen Staat“.

Heute, 2018, wird Israel wieder mit einer ganzen Serie falscher Anschuldigungen dazu bombardiert, wie es die Lage entlang des Zaun zwischen dem Gazastreifen und Israel handhabt. Die Fakten, die seitdem ans Tageslicht gekommen sind, zeigen eine völlig andere Realität als die, die von Israels Anschuldigern verbreitet wird.

Erstens sahen wir in einem Gebiet, das Kerem Schalom genannt wird – das ist der internationale Grenzübergang von Israel in den Gazastreifen – dass die Hamas einen Angriff auf die Passage befahl, die Lebensmittel, Arzneimittel, Kleidung und alles, was die Menschen im Gazastreifen für ein normales brauchen, liefert. Die Kerem Schalom-Passage wurde von den Palästinensern selbst in Brand gesetzt.

Zweitens: Mahmud al-Zahar, einer der prominentesten Hamas-Führer im Gazastreifen, der im Gaza-Ministaat einmal Außenminister war, erinnerte sein Arabisch sprechendes Publikum mit der Aussage: „Das ist kein friedlicher Widerstand.“ Ich rede über die Demonstrationen am Zaun. „Er wird von unseren Waffen unterstützt.“

Drittens: Einen Tag danach veröffentlichte die Hamas eine Presseerklärung mit einer erstaunlichen Behauptung. Darin hieß es, dass der Große Marsch der Rückkehr, der Palästinenser dazu brachte den Grenzzaun anzugreifen, eigentlich Teil des heldenhaften bewaffneten Kampfes sei.

Viertens: In einer weiteren Äußerung der Hamas wurde erklärt, dass das Ziel des Marsches darin bestehe den Zaun zu durchbrechen. „Den Zaun zu durchbrechen“ bedeutet ihn aufzureißen und tausenden zu erlauben nach Israel hineinzuströmen. Dahin waren sie nicht unterwegs um ein Picknick zu veranstalten. Aus diesem Anlass versorgte die Hamas die Demonstranten mit Landkarten, wie man in jüdische Städte und Dörfer kommt.

Und fünftens: Als ein ranghohes Hamas-Mitglied ein Fernsehinterview gab, wurde klar und er gab zu, dass von den 62 getöteten Palästinensern 50 Hamas-Aktive waren. Plötzlich wurde das Bild dessen, was in diesem Kampf um Israels Zaun zum Gazastreifen abging, klarer, weil diese Informationen herauskamen und die Situation dessen, was entlang der südlichen Grenze Israel geschah, klarer wurde. Ich fragte mich, ob die Menschen, die Israel angegriffen hatten, die Kommentare abgegeben hatten und die die Absichten der israelischen Armee infrage stellten, ob sie jetzt kommen und eine Art Reue und vielleicht eine andere Ansicht zum Ausdruck bringen würden.

Es gab eine Reihe Menschen, die genau das machten. Es gab ein Mitglied des britischen Parlaments namens Nick Boles, der tatsächlich eine Erklärung abgab, dass er Israels Handhabung der Proteste und wie es die Dinge entlang des Zauns entlang der Gaza-Grenze managte, kritisch gesehen hatte. Aber dann fügte er hinzu: „Ich hätte nicht so schnell urteilen sollen“, und vielleicht noch härtere Worte. Da war ein Journalist des Jewish Chronicle, der erklärte: „Ich sagte, Israel müsse sich schämen. Heute bin ich derjenige, der sich schämt.“

Doch es gab andere, die bei ihrer Kritik an Israel blieben. Ein prominenter jüdischer Leiter in Großbritannien sagte sogar: „Die Diaspora-Juden haben ihr Gewissen wegen des Gazastreifens im Stich gelassen.“ Die Bewertung wurde nicht geändert. Warum äußern Menschen solch harte Kritik an Israel, von der später bewiesen wird, dass sie grundlos ist? Manchmal wird sehr deutlich, was ihre Motivation war. Nicht  lange, nachdem die Palästinenser auf den Gaza-Grenzzaun zustürmten, befahl Präsident Bashar Assad von Syrien einen Angriff auf das Flüchtlingslager Yarmuk, in dem viele Palästinenser leben. All die Kritiker Israels sagten nicht ein einziges Wort zu dem, was die syrische Armee in Damaskus gegen die Palästinenser unternahm, was zeigte, dass die Motivation für die Angriffe auf Israel darin bestand, dass es Israel war. Es war der jüdische Staat und nicht irgendeine Sorge um das palästinensische Volk. Was bei all den Kritikern Israels bei dieser Art von Vorfällen in Kriegen am Gazastreifen üblich ist, ist eine Art Eile Urteile zu fällen, durch die Menschen automatisch annehmen, dass Israel für das Geschehene verantwortlich zu machen ist, ob man nun über Goldstone damals 2009 redet oder über Israels Kritiker im Jahr 2018. Unter all den Kritikern Israels diese Eile zu urteilen, die ein grundlegendes Fehlen an Vertrauen in das israelische Rechtssystem, in die Moral der israelischen Armee zeigt. Und es ist diese Eile zu urteilen, die die Hamas ermutigt ihren Krieg gegen den Staat Israel weiter zu betreiben.

Die Lügenmedien hören nie auf zu Israel zu lügen

Alles, was die Medien tun, ist dieselben Lügen über den jüdischen Staat zu recyceln.

Daniel Greenfield, FrontPage Mag, 21. Mai 2018

Es gibt keine neuen Lügen. Nur alte Lügen, von denen die Medien hoffen, dass alle sie vergessen haben.

Im Frühjahr 2002 hatten muslimische Terroristen ganz besondere Pläne für Pessah. In Israel sprengte ein Selbstmordbomber ein Pessah-Seder im Park Hotel; er tötete 30 Menschen und verletzte 140 weitere. Viele der Toten waren über siebzig, über achtzig Jahre alt. Einige waren Holocaust-Überlebende. Das älteste Todesopfer war eine 90-jährige Frau. Vier Tage später traf ein weiterer Selbstmordbomber ein Restauran und tötete 15 Menschen, verletzte weitere 40. Bei beiden Anschlägen starben ganze Familien. Zwei wurden komplett ausgelöscht.

Dies waren zwei der vier Terroranschläge, die israelische Cafés und Restaurants allein in diesem Monat trafen.

Israel schlug mit der Operation Verteidigungsschild zurück. Eines seiner Ziele war Jenin, ein Lager, das die Terroristen hinter einigen anderen tödlichen Anschlägen als Basis benutzt hatten. Israel warnte die Zivilbevölkerung, sie solle es verlassen und dann begannen seine Soldaten das gefährliche Geschäft ein Territorium zu räumen, das von islamischen Terroristen stark vermint und mit tödlichen Fallen versehen worden war.

Die Kämpfe waren hart und blutig. Israel verlor 23 Soldaten; auf der anderen Seite gab es 52 Tote. Nur 14 davon waren Zivilisten. Der Rest waren Terroristen. Natürlich ist das nicht die Geschichte, die die Medien erzählten.

Stattdessen behaupteten die Medien, es habe in Jenin ein „Massaker“ gegeben, eine „Gräueltat“ und einen „Völkermord“. Sie behaupteten, Israel habe 500 Palästinenser getötet und mit Bulldozern Leichen in Massengräbern vergraben. Die Lüge zerfiel irgendwann. Bis zum Sommer war sogar die UNO zu dem Schluss gekommen, dass es kein Massaker gab.

Aber da spielte das nicht mehr wirklich eine Rolle.

Die meisten Leute erinnern sich an die schrecklichen Medienvorwürfe israelischer Gräueltaten, nicht die Berichte, die sie sorgsam wiederlegen. Die Ritualmordlügen, die die Israelis als Kindermörder darstellen, als Mörder von Behinderten und Alten, haben ihren Job erledigt. Die Medien zogen weiter, die Lügen haben ihre Arbeit gemacht und der Fake News-Kreislauf ging weiter.

Das „Massaker von Jenin“ bestand aus 38 Bewaffneten Männern und 14 Zivilisten. Die Zahl der Opfer in jüngsten Hamas-Gewalt im Gazastreifen betrug 60 Tote; 50 davon waren Hamas-Mitglieder und drei weitere waren vom Palästinensischen Jihad.

Die Zahlen sind so ähnlich, wie dasselbe immer und immer wieder geschieht.

Diesen März drängelten sich zehntausende Hamas-Anhänger an der Gaza-Grenze (klingt das bekannt?). Die Rowdys warfen Felsbrocken und Brandbomben, während die Terroristen sie als Deckung nutzten, um auf israelische Soldaten zu schießen.

10 der 15 Toten waren Mitglieder von Terrorgruppen.

Aber das hielt all die üblichen Verdächtigen nicht davon ab Israel zu verurteilen und zu der Zahl der Todesopfer zu lügen.

Dasselbe ist geschieht seit Jahrzehnten. Islamische Terroristen greifen Israel an. Israel wehrt sich. Die Terroristen und ihre Verbündeten geben eine wild aufgeblasene Zahl von Toten aus. Die Medien wiederholen unkritisch die Propaganda und beschuldigen Israel Massaker zu verüben. Die Behauptungen werden mit falschen Fotos und Videos ausgepolstert.

Die Lügen zerfallen innerhalb von Tagen. Nach zwei Monaten gestehen sogar Menschenrechtsgruppen die Wahrheit ein. Es stellt sich heraus, dass die Zivilisten Terroristen sind und Terrorgruppen sie in protzigen Beerdigungen beisetzen.

Aber das spielt keine Rolle, denn dasselbe geschieht immer und immer wieder. Und noch einmal.

Wenn das überhaupt geht, sind die Medien nur noch viel schlimmer geworden. Nach Jenin schafften es ein paar kritische Texte in die Medien, die analysierten, warum der Mythos eines Massakers sich festsetzen konnte. Zählen Sie nicht darauf, dass sich das wiederholen wird. Die Medien lügen nicht einfach zu ein paar Dingen. Sie logen über alles. Und sie wissen, dass sie logen.

Jeder Korrespondent und jeder Redakteur, der am Puls der Region arbeitet, weiß, dass die Angriffe im Gazastreifen lange vor der Eröffnung der Botschaft im Gang waren. Die Entscheidung die Botschaftseröffnung und die Gewalt miteinander zu verknüpfen war ein gewolltes Narrativ, das auf einer Lüge basiert. Die Medien brachten es, weil es Trump, Jared und Ivanka Schaden zufügen konnte. Und weil es den Reportern erlaubte den Redaktionen eine Story über weitere Kämpfe im Gazastreifen zu verkaufen, die ohne den Blickwinkel auf die Botschaft weit weniger wahrscheinlich gewesen wäre die Besessenheit der Medien mit Muller in den Hintergrund zu drängen.

Viele Medienberichte vermieden es die Hamas zu erwähnen. Sogar diejenigen, die versuchten die Proteste als von der islamischen Terrorgruppe unabhängig darzustellen, obwohl es die Hamas war, die sie organisiert hatte.

Die Hamas täuschte die Medien nicht. Die Gruppe der Muslimbruderschaft ist in der Lage manipulativ zu sein, aber sie ist auch begierig darauf den Verdienst für Gewalt einzuheimsen. Hamas-Mitgründer Mahmud Al-Zahar beeilte sich auf Al-Jazira zu prahlen: „Das ist kein friedlicher Widerstand.“

„Wenn wir von ‚friedlichem Widerstand‘ reden, täuschen wir die Öffentlichkeit“, erklärte der Terrorboss.

Hamasführer Yahya Sinwar, der die Angriffe organisiert hatte, sagte gegenüber Al-Jazira: „Als wir entschieden diese Märsche zu beginnen, beschlossen wir aus dem, was uns am liebsten ist – die Körper unserer Frauen und Kinder – in einen Damm zu machen.“

Al-Zahars und Sinwars Eile auf Al-Jazira zu erscheinen war kein Zufall. Das Terrormedien-Netzwer, ist ein Zweig von Qatar. Das qatarische Regime ist ein wichtiger Sponsor der Muslimbruderschaft und der Hamas. Die zwei Terror-Hauptpersonen beeilten sich auf einem Propagandakanal zu erscheinen, der ihrem Boss gehört, um sich hervorzutun und für weitere finanzielle und politische Unterstützung seitens Qatars für ihre Terrororganisation zu werben.

Doch während die amerikanischen Medien normalerweise Al-Jazira erlauben ihnen zu erzählen, wie über den Nahen Osten Bericht erstattet werden soll, sie qatarische Propaganda über den Iran, Israel, Libyen und die Vereinigten Arabischen Emirate unkritisch wiederholen, so zeigen sie wenig Interesse an Berichterstattung über die Äußerungen von Hamasführern über ihre Taktiken und Agenda in Sendungen auf Al-Jazira.

Als ein Hamas-Offizieller im Fernsehen verkündet, dass 50 der 62 Toten Mitglieder seiner Terrorgruppe waren, blieb die Preisgabe in den Medien weithin unberichtet, während sie sich in den sozialen Medien wie ein Virus verbreitete. Einige Medienschaffende versuchten das ungewollte Eingeständnis so zu drehen, dass es keine Rolle spielt, ob sie der Hamas angehörten, wenn sie unbewaffnet waren. Aber wenn sie unbewaffnet waren, wie schaffte es Israel bei den Toten einen 85-prozentigen Anteil an Mitgliedern der Terrorgruppe unter 50.000 Randalierern zu erzielen? Entweder bestand die Menge zu 85% aus Terroristen oder die israelischen Streitkräfte zielten und schossen sehr sorgfältig, mit Zurückhaltung, nur auf Terroristen, die ein Bedrohung darstellten.

„Aber mit den Bildern mit Gewehren bewaffneter Scharfschützen, die gegen scheinbar unbewaffnete Demonstranten vorgingen und rund um die Welt ausgestrahlt wurden, dürften die Bemerkungen der Hamas wenig dazu beitragen Israels Gegner zu überzeugen“, drehte ein AP-Bericht das Eingeständnis um. Was AP wirklich sagte, ist, dass das von seiner eigenen PRopagandamschine geschaffene falsche Bild überzeugender ist als Eingeständnisse von Hamasführern über die Gewalt.

Das ist kein Fall, dass die Hamas die Medien täuschen. Die Meiden nutzen die Hamas um die Öffentlichkeit betrügen. Und wenn Hamas-Führer unangenehme Wahrheiten erzählen, versuchen die Medien ihr Narrativ vor ihren Eingeständnisse zu schützen.

Da diese jüngste Lüge auseinanderfällt werden die Medien zur nächsten weitergehen. Und die danach.

Die eine Wahrheit unter all den Lügen ist die, dass die Medien niemals aufhören werden über Israel zu lügen.

Unermüdlich auf der Suche nach dem israelischen Aggressor: Wie Deutschlands Medien aus Nahost „berichten“

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 10. Mai 2018 (direkt vom Autor)

Israel greift Dutzende iranische Stellungen in Syrien an, titelt die Süddeutsche.

Eskalation im Nahen Osten: Israel greift iranische Stellungen in Syrien an, so t-online.

Israel greift Dutzende iranische Ziele in Syrien an, behauptet der MDR.

Israels Armee greift zahlreiche iranische Ziele in Syrien an, lautet die Ansicht der Deutschen Welle.

Unter dem Titel „Israel greift iranische Ziele in Syrien an“ heißt es auch bei der Tagesschau: „Jetzt haben iranische Truppen in Syrien offenbar Stellungen auf dem Golan mit Raketen beschossen. Israel reagierte mit Angriffen auf Ziele in Syrien.“

Anders ausgedrückt: iranische Raketen wurden nur „offenbar“ auf Israel abgeschossen, aber die israelische Reaktion darauf ist ein Fakt. Der unbedarfte Leser muss zum Schluss kommen, dass Iran vielleicht gar keine Raketen abgeschossen hat und dass das nur eine bedingt glaubwürdige israelische Behauptung ist.

Obgleich die Iraner eben noch „offenbar“ Israel beschossen haben, werden dann aber syrische Staatsmedien zitiert, denen die Tagesschau mehr Glaubwürdigkeit zugesteht, als dem israelischen Militärsprecher. „Die Angriffe seien eine Antwort auf israelische Attacken gewesen. Sie erfolgten einen Tag nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran und dem Besuch von Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu beim russischen Präsidenten Wladimir Putin. Dieser hatte angesichts der zunehmenden Spannungen zwischen Israel und dem Iran zu einer Lösung des Konflikts aufgerufen.“

Also hat es doch iranische Raketen auf Israel gegeben und zwar als Antwort auf „israelische Attacken“, die dann auch noch beim Namen genannt werden: Trumps Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran, Netanjahus Treffen mit Putin in Moskau und schließlich noch Netanjahus Aufruf „zu einer Lösung des Konflikts“. Alle drei Argumente der syrischen „Staatsmedien“ scheinen für die Tagesschau überzeugende Gründe für Iraner in Syrien zu sein, Krieg gegen Israel zu führen.

Dass ein iranischer Raketenangriff auf Israel fraglich sei, geht auch aus einem Titel in der FAZ hervor: Israel feuert nach mutmaßlichem Raketenangriff des Iran zurück.

Durch das Verdrehen von Ursache und Wirkung, sowie durch die Verwendung relativierender Worte wie „mutmaßlich“ verbreiten diese Medien „Fake News“ und machen offen Stimmung gegen Israel und die von Israel angeblich verschuldete „Eskalation“. Ein Täter ist im Nahen Osten offenbar erst dann ein richtiger Täter, wenn er ein jüdischer Täter ist.

Nur wenige deutsche Medien, darunter das Handelsblatt und Bild haben erst einmal den iranischen Raketenangriff in den Titel gesetzt und danach die israelischen Reaktionen beschrieben: „Feuergefechte an den Golan-Höhen. Iranische Truppen greifen israelische Stellungen an.“ Sogar die russische Agentur Sputnik formulierte die Chronologie der Ereignisse korrekter als die meisten deutschen Medien: „Iranische Kräfte beschießen israelische Positionen mit 20 Raketen“ (Sputnik Deutschland). Und im Nachbarland Österreich heißt es sachlich: „Iranische Streitkräfte haben erstmals aus Syrien heraus direkt israelische Militärstellungen angegriffen. Nach Angaben der israelischen Armee wurden in der vergangenen Nacht 20 Raketen auf israelische Militärposten auf den Golanhöhen abgefeuert. Ein Armeesprecher machte die iranischen Al-Quds-Brigaden verantwortlich. Beinahe zur selben Zeit berichteten syrische Staatsmedien von israelischen Angriffen auf Ziele in Syrien. Dabei sollen etliche Raketen Ziele im Südwesten des Landes getroffen haben.“ So die österreichische Nachrichtenagentur apa.

„Israelkritik“ ist in Deutschland selbstverständlich legitim, wobei der Duden weder „Syrienkritik“ noch „Irankritik“ kennt. Als Israel kürzlich nach elfjährigem Schweigen eingestanden hat, im Norden Syriens eine Atomfabrik bombardiert zu haben, behauptete die ARD-Tagesschau, dass es sich nur um eine „mutmaßliche“ syrische Atomfabrik gehandelt habe. Auf Anfrage erklärte die Redaktion, das Wort „mutmaßlich“ verwendet zu haben, weil keine syrische Bestätigung dafür vorliege. Die Kollegen von der Tagesschau wollen nicht verstehen, dass Syrien aus politischen Gründen niemals eingestehen kann, an einer Atombombe gebastelt zu haben.

Man darf sich jetzt mal vorstellen, was von der Tagesschau alles mit dem Wort „mutmaßlich“ versehen werden müsste. So kann es in Deutschland Morde, Vergewaltigungen und andere Verbrechen nur geben, wenn der Täter seine Tat „bestätigt“ hat. Gleiches gilt für Autounfälle, Selbstmordattentate und andere Ereignisse mit tödlichem Ausgang, die alle nur als „mutmaßlich“ vermeldet werden müssten, solange der Täter nicht dazu interviewt wurde. Bis hin zur deutschesten aller Fragen: Hat Hitler den Befehl zur „Endlösung“, der Vernichtung der europäischen Juden, gegeben?

Die „mutmaßliche“ Antwort darauf mag man sich allerdings dann nicht mehr vorstellen.

(C) Ulrich W. Sahm

Neue Hamas-Taktik: Menschliche Zündhölzer, um Feuer zu schüren

Nach den Raketen und den Tunneln kommt der Terror in der Form von Menschenmassen, die geschickt werden um die Grenze zu stürmen – ein weiterer Fall der Verwendung von Palästinenser als Bauern im Schachspiel

Fiamma Nierenstein, JNS.org, 3. April 2018

Das Risiko des von der Hamas am letzten Freitag organisierten „Marschs der Rückkehr“ besteht in einer neuen Art von Massenterrorismus, einer neuen Art des Krieges. Die gesamte Welt weiß, dass das herausragenden Ziels dieser Organisation – zusammen mit dem Tod der Juden und der Eroberung des Westens – in einer strategischen Wende besteht, die mit diesen Massenmärschen stattfinden soll. Es ist ein terroristischer Funk im Heuschober Naher Osten. Dennoch machen die Vereinten Nationen Israel dafür verantwortlich, indem sie ihrem Lieblingssport nachgehen – Israel zu beschuldigen, selbst wenn sie diesmal nicht in der Lage waren eine Verurteilung zu beschließen.

Palästinensische Protestierende liefern sich am 1. April Zusammenstöße mit israelischen Sicherheitskräften nahe der Grenze zu Israel, östlich von Khan Junis im südlichen Gazastreifen. Foto: Abed Rahim Khatib/Flasch90

UNO-Generalsekretär António Guterres unterstützte die Forderung nach einer internationalen Ermittlung. Er hält an der traditionellen und falschen Vorstellung fest, dass Israel unverhältnismäßige Gewalt einsetzte, um den Massendemonstrationen an seiner Grenze entgegenzutreten, während die Idee propagiert wird, dass es Palästinenser tötete, die an seiner Grenze „friedlich“ marschierten. Und die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini argumentiert gegen Israel, dass die bürgerlichen Freiheiten der – mit Steinen und Molotowcocktails bewaffneten – Protestierenden respektiert werden müssen. Wessen Freiheiten? Die der islamistischen Diktatoren des Gazastreifens Juden zu töten?

Der iranische Außenminister Mohammed Javad Zarif, ein sogenannter Menschenrechtsverteidiger, dessen Land den Titel des größten Staatssponsors des internationalen Terrorismus trägt, präsentierte sich sofort als Verteidiger der Hamas, indem er sagte: „Die zionistischen Tyrannen ermorden friedliche palästinensische Protestierende, deren Land sie gestohlen haben, während die marschierten, um ihrer grausamen und unmenschlichen Apartheid-Gefangenschaft zu entkommen.“ Mit ihm zog der andere Menschenrechtsverfechter die Aufmerksamkeit auf sich, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, dessen Armee ihre ethnische Säuberung der kurdischen Region Afrin in Nordsyrien fast abgeschlossen hat.

Die Hamas ist eine Terrororganisation. Jeder, der es wagt sich ihr entgegenzustellen, wird exekutiert. Die Marschierenden – in Massen auf die Grenze zu Israel gedrängt – hatten Mitglieder der bewaffneten Miliz Hamas in ihrer Mitte. Beweise kamen mit der Tatsache, dass 10 Terroristen unter den Getöteten waren und mit dem schrägen Stolz, dass sich unter den 15 Toten fünf Mitglieder der Issezin al-Qassam-Brigaden, des militärischen Arms der Hamas befanden. Die Hamas nahm 2007 der Fatah die Macht ab. Die Israelis zogen jeden einzelnen Juden aus dem Gazastreifen ab, womit die Einwohner des Streifens zu den Herren der zurückgelassenen landwirtschaftlichen und industriellen Einrichtungen wurden. Diese wurden daraufhin zerstört, oft bis auf den Boden geschleift. Die Hamas kümmert sich nicht um das Wohlergehen ihres Volks; sie sorgt sich, dass sie gehorsam die Juden bekämpfen.

Die Hamas betreibt ausschließlich Krieg. Ihre Charta sieht im „Weltzionismus“ den Ausgangspunkt alles Bösen; die Protokolle der Weisen von Zion werden zitiert. Sie ermutigt Juden zu töten, indem sie erklärt: „Allah ist ihr Ziel, der Prophet ihr Vorbild, der Koran ihre Verfassung, der Jihad ihr Weg und Tod um Allahs willen ist das begehrteste Verlangen.“ Die Hamas hat den größten Teil ihrer Millionen Dollar, die als Spenden aus dem Iran, Qatar und anderen Sympathisanten gekommen sind, in Flugkörper und Tunnel investiert.

Seine immerwährende humanitäre Krise gäbe es nicht, wenn diese Gelder in Geschäfte und soziale Strukturen geflossen wären. Stattdessen finanzierte die Hamas das Terrorunternehmen, das in Israel tausende getötet hat. Israel versuchte weiter Hilfe für die Bevölkerung zu erlauben und Handel mit ihr zu ermöglichen. Aber natürlich ist die Grenze für Terrorismus geschlossen, genauso wie die zu Ägypten, die der natürlichste Ausgang sein könnte. Präsident Abdel Fattah El-Sisi achtet sehr darauf den Gazastreifen nicht freizugeben. Die Hamas ist einzig daran interessiert die verzweifelte Bevölkerung für terroristische Ziele zu benutzen statt für irgendeinen echten Fortschritt.

Nach dem vergeblichen Versuch Israel mit der zweiten Intifada zu terrorisieren, ging die Hamas zur Strategie der Raketen gegen Zivilisten im Süden über. Nur das Raketenbekämpfungssystem „Eiserne Kuppel“ rettete die Israelis vor einem Massaker. Das Timing des symbolischen Schritts mittels der Menschenmengen von letzter Woche blieb einem sich auf Pessach vorbereitenden Israel nicht verborgen. Oder in einer Zeit, in der der PA-Führer Mahmud Abbas (Abu Mazen) krank und schwach ist und der Konkurrenzkampf um seinen Job bedacht wird. Das kommt auch zu einer Zeit, in der die arabische Welt versucht sich einem neuen Kurs anzupassen, der von der Administration Trump eingeführt wurde, bei dem die US-Botschaft innerhalb von wenigen Monaten von Tel Aviv nach Jerusalem umziehen wird.

Es ist kein Zufall, dass die Hamas ihre Demonstrationen bis zum 15. Mai fortsetzen will, dem Tag der Unabhängigkeit Israels und des geplanten Umzugs der der Botschaft. An der Grenze schleuderte Hamas-Führer Ismail Haniyeh während dieser „friedlichen“ Demonstrationen Drohungen und Aufrufe nach Israels Vernichtung. Er kündigte zudem die Eroberung Israels an um es den palästinensischen „Flüchtlingen“ und ihren Nachkommen zu geben – Menschen, denen die Hamas nicht gestattet aus dem zu entkommen, was ein konzeptionelles Ghetto geworden ist; sie hat sie Menschen dem militanten Terrorismus ausgeliefert.

Die Menschenmengen, die auf die Grenze marschierten, machten das für das „Rückkehrrecht“ – ein strategischer Schritt, der die Hamas mit der extremsten Front verbindet. Die Rückkehr kann niemals Teil eines Friedensprozesses sein, außer damit wird der jüdische Staat weggewischt. Der Marsch will nur Tod und Zerstörung. Aus genau diesem Grund kann Israel der Hamas nicht gestatten seinen Sicherheitszaun zu durchbrechen, besonders wenn sie das damit vorantreibt, dass Steine und Molotowcocktails geworfen und Reifen verbrannt werdne. Letzte Woche startete die Hamas menschliche Raketen. Dem wird Eskalation folgen, besonders wenn die Vereinigten Staaten und die arabische Welt weiter nichts tut, außer unzutreffenden Unworte abzufeuern.

EU: Unverhältnismäßiger Einsatz von Gewalt

Gestern gab es nach Angaben der Terroristen 9 Tote bei den Krawallen am Gaza-Grenzzaun. Die EU musste sich natürlich auch offiziell dazu äußern; die Erklärung beginnt so:

Gestern wurden mindestens neun Palästinenser, darunter ein Minderjähriger und ein Journalist, der eine „Presse“-Jacke trug, im Gazastreifen durch scharfe israelische Schüsse getötet. Das wirft ernste Fragen über die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes von Gewalt auf, die angesprochen werden müssen.

Die Verhältnismäßigkeit wird ja von Seiten der EU immer so definiert, das Israels Einsatz nicht verhältnismäßig ist. Aber was würde von der EU als verhältnismäßig definiert? Gibt es eine solche Definition? Mir ist keine leider bekannt.

Wie soll denn Verhältnismäßigkeit aussehen?

Wenn 20.000 Menschen sich vor dem Zaun befinden und ein ziemlich großer Anteil von ihnen auf diesen zumarschiert; wenn tausende Reifen angezündet werden, damit der Rauch den Israelis die Sicht nimmt, wenn Terroristen versuchen den Zaun zu zerstören; wenn dann Felsbrocken (nicht nur „Steine“), Molotowcocktails und Sprengsätze geworfen werden – was ist dann verhältnismäßig? Sollen die Israelis auch Feuer legen, damit die Umwelt noch mehr geschädigt wird? Sollen sie Handgranaten werfen? Selbst Katapulte einsetzen, damit Felsbrocken auf die Menschenmenge fallen?

Die IDF setzt Scharfschützen ein, die hauptsächlich auf die Füße schießen. Sie identifiziert sorgfältig Rädelsführer und Gewalttäter, bevor sehr gezielt geschossen wird. Bei Tausenden Randalierern hat es unter üblen Sichtverhältnissen 9 Tote gegeben. Das soll unverhältnismäßig sein? Unverhältnismäßig wäre höchstens, wenn da MG-Nester eingerichtet worden wären, die einfach in die Menge schießen, wie es jeder andere Staat in der Umgebung machen würde!

Und was soll das mit der Presse-Jacke? Will die offizielle EU andeuten, dass der Journalist tot ist, weil er Berichterstattung abtrieb? Die IDF schießt ausschließlich auf Rädelsführer, auf Personen, die sich als gefährlich erwiesen haben oder gerade eine Gewalttat begehen, die echten Schaden anrichten würde. Wie kommt es, dass einer mit einer Presse-Jacke derart eingeordnet wurde? (Immer vorausgesetzt, dass das auch stimmt und keine Pallywood-Aktion oder eine Palästinenserlüge war, die es beide auch zur Genüge gibt.) Es wäre nicht der erste „Palli-„Journalist“, der sich aktiv am Terror beteiligt. Aber das interessiert die EU-Führung nicht. Einer, der eine Presse-Jacke trug, ist tot – Israel hat übel gehandelt.

Und ein Minderjähriger ist tot. Wie minderjährig war der? Na ja, alles, was unter 18 ist, gilt der EU als „Kind“ – egal, dass es haufenweise solche „Kinder“ gibt, die schon Terrorführer sind und zu den aktivsten Terroristen gehören. Sie sind dazu erzogen worden. Sie haben keine Hemmungen. Dass es dann einen von denen erwischt, ist ja nun überhaupt nicht verwunderlich. Es wäre unverhältnismäßig, diese „Kinder“ zu missachten.

Es ist noch ein weiteres (übliches) Muster erkennbar: Angaben der Terroristen werden als Fakten akzeptiert, siehe den Beginn der Presseerklärung (oben). Was ist mit den Angaben Israels? Hier der Umgang damit in der Erklärung der EU:

Berichte der israelischen Verteidigungskräfte über das Werfen von Steinen und Brandsätzen gegen ihre Positionen und Versuche den Zaun nach Israel zu überqueren müssen ebenfalls geklärt werden.

Hier muss geklärt werden. Angaben der Israelis sind keine Tatsachen; selbst dann nicht, wenn die Israelis sie mit Videos und Fotos belegen können – zum Teil liefern die Terroristen sie auch selbst. Hat man sich diese bei der EU vorsichtshalber gar nicht erst angesehen? Oder wird diese Formulierung trotz der Beweise gewählt?

Die EU zeigt einmal mehr, wie einseitig sie ist. Sie findet keine klaren Worte gegen die Hamas-Terroristen. Sie nimmt Behauptung der Terroristen als Fakten an, während das mit israelischen Angaben wieder nicht gemacht wird. Mit dieser Art der Stellungnahmen und seiner Einseitigkeit hält die EU den Antisemiten die Steigbügel. Und wenn sie das noch so weit zurückweisen: Die EU sorgt gewaltig mit dafür, dass der Antisemitismus wieder Hof hält. Dass das nicht eingesehen wird, ist fast noch schlimmer als die Böswilligkeit der einzigen Demokratie des Nahen Ostens gegenüber. Des einzigen Mitgliedsstaats der UNO, dessen Existenz durch andere Mitgliedsstaaten der UNO sowie Terrorgruppen gefährdet wird. Das ist für mich scheinheilige Heuchelei. Ein übler und leider charakteristischer Charakterzug, der Folgen haben sollte.