Die UNESCO, Israel und der Einsatz von Kultur als Waffe

Paul Shindman, HonestReporting, 18. Februar 2020

Die United Nations Educational, Scientific and Cultural OrganizationUNESCO – sagt, ihr Auftrag sei es „Frieden durch internationale Kooperation in Bildung, Wissenschaften und Kultur aufzubauen“. Diese Organisation, die ein prestigeträchtiger Zweig der UNO sein sollte, nimmt das erhabene Ziel in Anspruch „kulturelles Erbe und die gleichberechtigte Würde aller Kulturen“ zu fördern, um „Bande zwischen Nationen zu stärken“.

Oberflächlich tut die UNESCO das durch die Unterstützung von Programmen, die weltweit Bildung fördern, darunter würdige Bemühungen im Bereich Bildung zum Holocaust, dem Kampf gegen gewalttätigen Extremismus, Verbesserung der Bildung für Mädchen, Unterstützung wissenschaftlicher Untersuchungen des Klimawandels und Verteidigung der Medienfreiheit.

Der Krieg der UNESCO gegen Israel

Die UNESCO ist jedoch nicht in der Lage gewesen, der eingefleischten antiisraelischen Einseitigkeit der Vereinten Nationen und dem organisatorischen Missmanagement zu entgehen.

Der antiisraelische Fokus der UNESCO gewann an Schwung, als die palästinensische Autonomiebehörde 2011 volle Mitgliedschaft erhielt, obwohl sie in der UNO nur Beobachterstatus hatte. Israels damaliger UNO-Botschafter Nimrod Barkan sagte: „Die UNESCO befasst sich mit Science [Wissenschaften], nicht mit Science Fiction“, womit er herausstellte, dass Palästina von der UNO nicht als Staat anerkannt war und dass die UNESCO aufgrund eines „politischen Themas außerhalb ihrer Kompetenzen“ handelte.

UN Watch, eine Nichtregierungs-Organisation (NGO), die die UNO beobachtet, berichtete ein beschleunigtes Tempo antiisraelischer Schritte nach dem Beitritt der Palästinenser und führte genauer aus: „Von 2009 bis 2014 verabschiedete die UNESCO 46 Resolutionen gegen Israel; eine zu Syrien; und keine zum Iran, zum Sudan, zu Nordkorea oder irgendeinem anderen Land der Welt.“

Allgemein initiiert von den Palästinensern und unterstützt von arabischen Mitgliedern der Organisation löschen die Resolutionen jüdische Geschichte und die Verbindung des jüdischen Volks zu Welterbe-Stätten im Heiligen Land aus. Kein anderes Land der Welt erhielt eine ähnlich negative Aufmerksamkeit wie Israel.

Israel-Resolutionen der UNESCO trotzen der Wirklichkeit

Die UNESCO hatte mehrere Male darüber abgestimmt Israel mit einer Wortwahl zu tadeln, die jüdische heilige Stätten in Jerusalem und Hebron als palästinensisch beschrieb. Der israelische Botschafter Carmel Shama-Hacohen bezeichnete die Resolutionen als Versuche „der Palästinenser die Geschichte umzuschreiben und unsere Verbindung zu unserem Land loszuwerden“.

Jerusalems Tempelberg vom Ölberg aus gesehen.

Zu den ungeheuerlichsten Beispielen gehört:

  • 2016 beschloss die UNESCO etwas, was Al-Jazira offen als „antiisraelische Resolution“ bezeichnete; darin wurde der Standort der antiken jüdischen Tempel in Jerusalem einzig mit seinem muslimischen Namen Haram al-Scharif Michael Worbs, der Vorsitzende des Direktoriums der UNESCO, war gezwungen zu sagen, er „bedauere“ das, was geschah.
  • Palästinenser und UNESCO versuchten 2016 Israel die Schriftrollen vom Toten Meer abzunehmen, indem sie sagten, die in den 1940-er und 1950-er Jahren in der Wüste Juda entdeckten antiken religiösen jüdischen Manuskripte sein „palästinensisch“ und gehörten den Palästinensern.
  • 2017 erklärte die UNESCO die von Juden wie von Muslimen verehrte die Grabstätte der biblischen Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob und deren Ehefrauen in Hebron zu „palästinensischem Welterbe in Gefahr“. Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu verurteile die Organisation wegen der Verwendung poltischer Macht zur Umbenennung der Welterbestätte in eine ausschließlich palästinensische.
Ein Fragment der Schriftrollen vom Toten Meer

2017 zogen sich die USA aus der UNESCO zurück; es hieß, die Entscheidung „spiegelt die US-Bedenken wegen zunehmender Zahlungsrückstände bei der UNESCO, der Notwendigkeit zu grundlegenden Reformen in der Organisation und fortgesetzter antiisraelischer Einseitigkeit in der UNESCO“. Israel folgte den Amerikanern und verließ die UNESCO ebenfalls.

Es war das zweite Mal, dass die USA die umstrittene UNESCO sitzen ließen; sie hatten sich bereits einmal 1984 zurückgezogen, als Washington dem UNO-Gremium vorwarf von seinen „ursprünglichen Ziele und Prinzipien“ abzugleiten. Während der Ära des Kalten Krieges war die UNESCO von der Ost-Welt-Politik und dem, was das Außenministerium „Feindschaft gegenüber den Grundinstitutionen einer freien Gesellschaft“ nannte, verdorben. Die USA traten dem Gremium 2003 wieder bei.

Ist die UNESCO zu rehabilitiert werden?

Trotz der weniger politisierten Arbeit der Organisation in Bildung, Wissenschaft und Kultur ist die Presse der UNESCO gegenüber nicht freundlich gewesen:

  • Das Magazin TIME beschrieb die UNESCO als „eine aufgeblasene Bürokratie mit Gefallen am guten Leben“.
  • Bei der genauen Beschreibung des Abgangs der USA und Israels im Jahr 2017 vermerkte Reuters, dass die UNESCO „um Bedeutung gekämpft hat, während sie zunehmend von regionalen Rivalitäten und Geldmangel behindert wurde“.
  • Joseph Nhan-O’Reilly, ein ranghoher offizieller Vertreter von Save the Children UK, sagte der Medien-Internetseite Devex, dass viele Spender betroffen gewesen waren; er erklärte: „Jeder weiß, dass es der UNESCO nicht gut geht… sie hat das Vertrauen vieler Interessierter verloren.“

Die Besessenheit der UNESCO von Israel dupliziert zudem die Einseitigkeit in Vollversammlung, Sicherheitsrat und Menschenrechtsrat – wo einseitig gegen Israel fokussierende politische Resolutionen die internationalen Institutionen ständig ablenken.

Unter all dem Gerede von dringend notwendigen Reformen bei der UNO wurde die Entscheidung der UNESCO im Jahr 2011 die Palästinenser als Vollmitglied zuzulassen im vollen Wissen getroffen, dass sie das Ende der US-Gelder bedeuten würde.

Streit weise vom Zaun brechen?

Dass die politischen Attacken gegen Israel den US-Rückzug und massive Budget-Defizite auslösten, behindert weiter diejenigen in der UNESCO, die unpolitisch daran arbeiten Bildung, Wissenschaften und Kultur in aller Welt zu verbessern.

Der Kolumnist Schmuel Rosner merkte an, dass Israels Rückzug aus der UNESCO ein Abweichen von der langjährigen Politik des „(UNO)-Mitglied bleiben und für Israels Interessen kämpfen“ sei – deren Hauptbeispiel die Streichung der niederträchtigen UNO-Resolution im Jahr 1991 war, die Zionismus mit Rassismus gleichsetzte.

„Mehrere Organisationen der Vereinten Nationen haben ähnliche antiisraelische Tendenzen“, vermerkte Rosner. „Fakt ist: Die gesamten Vereinten Nationen sind parteiisch gegen Israel … während andere Länder, die weit mehr Schuld auf sich laden, kaum einen Tadel erhalten.“

Angesichts dessen, dass die „schändliche Bilanz der UNO klar macht, dass sie von Israel besessen ist“, scheint es einstweilen so, als habe Israel beschlossen, es habe keine Priorität einen Großteil seiner Ressourcen für die Bekämpfung der Politik der UNESCO auszugeben statt Bildung, Wissenschaften und Kultur zu fördern.

Bild: vectors via Free Vector; Jerusalem CC BY-NC Bert Kaufmann; Schriftrolle vom Toten Meer CC BY Larry Koester; US-Flagge CC0 pxfuel.

Die „Gewaltspirale“ ist israelisches Verbrechen

… findet offenbar Herr Dirk Müller vom Deutschlandfunk:

Aha: Die Hamas „feuert mutmaßlich Raketen“ und die üblen Israeli schießen „mit deutlich mehr Feuerkraft“ zurück. Wie können die nur? Einfach mehr Feuerkraft haben und auch noch anwenden? Wo doch die Hamas nur mutmaßliche Raketen feuert? Oder feuert sie nur mutmaßlich Raketen? Ist ja egal. Alles, was die Terroristen tun, ist Mutmaßung. Nur die Israelis, diese üblen Burschen, die agieren massiv und das geht ja nun gar nicht.

Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Müssen die Israelis nicht erst ein paar eigene Raketen vom Himmel holen, damit die Terroristen gleichziehen können? Müssten die Israelis nicht auch mit Messern über die Grenze gehen, damit Waffengleichheit herrscht? Wie können die Israelis nur mit Präzisionswaffen schießen, wenn die Hamas nur „selbst gebastelte“ Raketen hat? Die auch noch nur „mutmaßlich“ gefeuert werden (oder nur mutmaßlich Raketen sind). Nein, geht gar nicht, was die Juden da machen…

Berichte zu den Raketen aus dem Gazastreifen: Israelische Verletzte werden regelmäßig verharmlost

Emanuel Miller, HonestReporting, 18. November 2019

Der Zweck des Journalismus besteht darin Fakten zu berichten. Im Fall eines Ausbruchs von Gewalt müssen Journalisten berichten, wer zuerst schoss, warum, auf wen auf der jeweiligen Seite geschossen wurde, wer auf jeder Seite starb und wie viele im Ergebnis verletzt wurden. Zwar wird es immer ein Element der Interpretation und Selektivität bei der Entscheidung geben, welche Fakten hervorstechen und Aufmerksamkeit verdienen, aber die Kernaufgabe bleibt dieselbe: Berichtet in erster Linie die Fakten.

Bei der letzten Steigerung der Gewalt zwischen Israel und den Terroristen im Gazastreifen wurden zahlreiche Terroristen und Zivilisten im Gazastreifen getötet. Das war berichtenswert. Zu großen Teilen dank des Raketenabwehrsystems Eiserne Kuppel wurde aber kein einziger Israeli getötet, obwohl der Islamische Jihad buchstäblich hunderte Raketen auf israelische Dörfer und Städte schoss. Auch das war berichtenswert.

Genauso sorgt jede Rakete, ob sie ein Ziel trifft oder nicht, für echte Panik, was regelmäßig zu Folgeverletzungen führt, darunter Stürze und stressbedingte Symptome.

Hier versagen die Medien nur allzu häufig.

Es ist zwar nicht realistisch zu erwarten, dass jeder einzelne Artikel die Verletzten erwähnt – kurze Texte lassen natürlich Einzelheiten aus – aber in ausführlicheren Berichten hätte natürlich Platz sein müssen die verschiedenen Kategorien Israelis anzuführen, die medizinische Versorgung benötigten.

Allein Todesfälle zu dokumentieren schneidet israelisches Leid weg

In zahlreichen Berichten zählten Opferzählungen einzig die Toten. Als Ergebnis erschienen die bereits schiefen Zahlen komplett einseitig bis zu dem Punkt, dass Israelis überhaupt nicht litten. Nehmen Sie zum Beispiel diesen Bericht der New York Times vom 15. November von Iyad Abuheweila und David Halbfinger über einen israelischen Angriff, bei dem zahlreiche Mitglieder einer Familie getötet wurden.

Gaza-Gesundheitsbeamte sagten, unter den 34 getöteten Palästinensern der zweitätigen Kämpfe waren 16 Zivilisten; diese begannen, als Israel Dienstagfrüh einen Kommandeur des Islamischen Jihad tötete und eskalierte, als die militante Gruppe mit hunderten Raketen auf Dörfer und Städte im Süden und Zentrum Israels reagierte. Es gab keine israelischen Toten.

Todesfälle ausführlich zu beschreiben erzählt nur einen Teil der Geschichte. Während Reporter das Recht haben Einzelheiten auszulassen, hat das zu tun hier den Effekt einzig palästinensisches Leid herauszuheben, was dem Leser gegenüber den falschen Eindruck hinterlässt, dass Israelis keinerlei Folgen der Gewalt ertragen müssen.

Angesichts der gewählten Parameter ist es bizarr, dass der Artikel mit einem Verweis auf ein verwundetes Opfer der Gewalt endet:

Ismail al-Swarka sagte, sein Schwager sei ebenfalls Ziegenhirte und habe einige Hühner und einen Eselskarren. Die kleineren Tiere hat es zerfetzt. Der Esel wurde verletzt, überlebte aber.

Ja, ein Esel. Es gab in diesem Bericht der New York Times Platz für einen Esel, aber keinen, um die verletzten Menschen auf beiden Seiten dieses Konflikts zu erwähnen. Ziemlich bizarr.

Wohl noch schlimmer war Bel Trews Berichterstattung im The Independent einen Tag davor, der Einzelheiten dazu weitergab, wie viele Verletzte es auf der palästinensischen Seite gab, aber irreführend damit fortfuhr: „Es wurden keine Opfer in Israel gemeldet.“

Wenn „Opfer“ Todesopfer bedeutet, dann ist diese Beschreibung korrekt. Soll es Verwundete plus Tote bedeuten, dann ist sie falsch. Egal wie, damit wird auf jeden Fall ausgelassen, was die meisten anderen Medien zu drucken bereit sind: dass zahlreiche Israelis als Resultat des Raketenfeuers verletzt wurden.

Die New York Times und der Independent sind nur größten Ungeheuerlichkeiten auf einer Liste von Gelegenheiten, bei denen anerkannte Pressekanäle es schafften die vom Raketenfeuer aus dem Gazastreifen Verletzten zu ignorieren oder herunterzuspielen.

Sind nur schwere Verletzungen es wert angeführt zu werden?

Am selben Tag brachte Associated Press einen Text von Fares Akram und Joseph Krauss, der die 450 auf Israel gefeuerten Raketen als „keine Toden oder ernsthaft Verletzten“ verursachend beschrieben.

… gezielte Tötung eines Kommandeurs des Islamischen Jihad. Bei den Kämpfen wurden 34 Palästinenser getötet, darunter 15 Zivilisten. Palästinensische Militante schossen mehr als 450 Raketen nach Israel, womit sie einen Großteil des südlichen Israel lähmten ohne Tote oder ernsthaft Verletzte zu verursachen…

In einem anderen Bericht vom selben Tag schrieben Akram und Josef Federman einfach: „Drei Israelis wurden durch Granatsplittern oder zerbrochenes Glas leicht verletzt.“

Die Berichterstattung des Guardian nahm dank Oliver Holmes und Hazem Balouha eine ähnliche Stimmung an; sie erwähnten nur, dass es „keine israelischen Toten“ gab, sondern „[nur] drei Personen, die von Granatsplittern oder Trümmern verletzt wurden“.

Israels Militär sagte, sein Verteidigungssystem Eisene Kuppel, das einfliegende Projektile abfängt, eine Erfolgsquote von 90% beim Abschuss von Raketen hatte, die auf Wohngebiete zuflogen. Es gab keine israelischen Toten, obwohl drei Personen durch Granatsplitte oder Trümmer verletzt wurden. Eine Rakete verpasste knapp Autos auf einer belebten Fernstraße.

The Daily Mail schrieb von Angriffen, „die einen Großteil des südlichen Israel lähmte, ohne irgendwelche Toten oder ernst Verletzten zu verursachen“.

Immer wieder beschreiben die Berichte nur einen Teil der Geschichte, wohingegen Dutzende andere als Ergebnis der Panik verletzt wurden, ausgelöst durch Raketen, die ungefähr in ihre Richtung geschossen wurden.

Das soll nicht heißen, dass es irgendein Anzeichen für eine gewollte Entscheidung gibt israelisches Leid zu minimieren, ganz zu schweigen von Vorsatz. Es gibt gewiss keinen Grund an eine Medien-Verschwörung zu glauben israelisches Leid reinzuwaschen. Stattdessen ist das aufkommende Gesamtmuster eines, bei dem von Raketen betroffene Israelis untertrieben und regelmäßig nicht erwähnt werden.

Stattdessen sollen sie kollektiver als Beweis genommen werden, dass das Nettoergebnis einiger Berichte zur Eskalation der Gewalt darin bestand, dass israelisches Leid nicht in vollen Einzelheiten beschrieben wird. Diesbezüglich stellen wir fest, dass die Messlatte scheinbar willkürlich gesetzt wird, was auf Kosten der Vollständigkeit und Gewissenhaftigkeit des Berichts geht.

Unabhängig davon, ob Raketen einschlagen oder nicht: Wann immer sie sich israelischen Bevölkerungszentren nähern, plärren die Alarmsirenen des Code Rot, um die Bürger wissen zu lassen, dass sie nur noch Sekunde haben, um in Deckung zu rennen. In der Eile den nächsten Bunker oder relativ sicheren Ort zu erreichen wurden letzte Woche Dutzende Israelis verletzt, manche durch Sturz, andere durch Ohnmachten, während wieder andere unter Posttraumatischen Belastungsstörungen und damit verbundenen Symptomen litten. Sie mögen zwar keine direkten Opfer des Raketenfeuers sein, aber die Zunahme an Israelis, die medizinische Versorgung benötigten, war ein nachrichtenwerter Aspekt der größeren Geschichte und verdiente Berichterstattung.

Den Auswirkungen des Terrors des Islamischen Jihad und seiner Auswirkungen auf die israelische Gesellschaft zu wenig Gewicht zu geben dient dem Leser nicht, der darum kämpft diesen kompletten und störrischen Konflikt zu verstehen. Wer gelegentlich Nachrichten konsumiert und , mit dem Ernst der tiefen Feindseligkeit Israel gegenüber noch nicht vertraut sind, wird zweifellos im Unklaren dazu gelassen, wie tiefgehend die Gruppe es schaffte das Leben einer gesamten Nation zu zerrütten, wie nahe sie an dem Erfolg war Israelis zu töten und dass selbst abgefangene Raketen die Fähigkeit haben zu Verletzungen und dem Zufügen von heftigen Stress-Symptomen zu führen.

Israel ist in deutschen Medien grundsätzlich zumindest Mittäter – in der Regel Alleintäter

Erinnern wir uns: Der Palästinensische Islamische Jihad verlor einen Terrorchef, den die israelische Luftwaffe durch einen gezielten, punktgenauen Angriff tötete. Daraufhin begannen gut 48 Stunden Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen durch genau diese Terrortruppe. Israel reagierte mit zielgenauen Angriffen auf Terroristen und ihre Einrichtungen.

Dann gab es unter Vermittlung Ägyptens einen „Waffenstillstand“. Der von Anfang an seitens der Terroristen nicht eingehalten wurde, die weiter Raketen schossen. Darauf reagierte die deutsche Medienlandschaft mit Aussagen, die klar besagten, Israel habe „trotz Waffenstillstand“ den Gazastreifen angegriffen. Führend dabei u.a. tagesschau.de:

Auch das Nürnberger Tagblatt schoss in diese Richtung

und schaffte es sogar zu behaupten: „Diese Meldung spiegelt den belegbaren Sachverhalt zur Veröffentlichung der Meldung am 15.11.2019 um 8 Uhr wider.“ DAS ist glatt gelogen, denn jeder wusste, dass die Terroristen die Waffenruhe gebrochen hatten, dass Israel auf erneuten Beschuss REargierte!

Dann zeigt der Satz „Israel hat trotz einer vereinbarten Waffenruhe erneut mehrere Stellungen militanter Palästinenser bombardiert“, wie die Stoßrichtung ist und dass diese Bemerkung so stark hervorgehoben wird, beweist, dass das gezielt kolportiert wird.

Anscheinend mag das ZDF dem nicht hinterherhinken zu wollen. MEAN Watch dokumentiert auf twitter:

„Waffenruhe. Das scheint weder Hamas noch Israel zu stören.“ Es geht nicht, dass die Terroristen die Täter sind und Israel nicht. Nein, Israel MUSS Täter sein, erst recht, wenn es sich wehrt. Der Judenstaat hat mindestens auf einer Stufe mit den Terroristen zu stehen, wenn nicht tiefer. Die israelische Reaktion wird auf eine Stufe gestellt mit den Aggressionen aus dem Gazastreifen. Mit anderen Worten: Israel darf sich nicht wehren, muss allen Terror hinnehmen, wenn es nicht in Grund und Boden verdammt werden will. Aber wehrt es sich nicht, kommt auch nichts, das die Terroristen kritisiert. Denn die „Berichterstattung“ setzt immer erst dann ein, wenn Israel zurückschlägt!

Und es spielt natürlich absolut keine Rolle, dass die Terroristen gezielt Nichtkombattanten umbringen wollen und ihren Tod bejubeln, während die IDF sich auf erwiesene Terroristen konzentriert und zivile Opfer nach bestem Bemühen vermeidet.

Was sagt uns eigentlich die mediale und Eliten-Reaktion auf diese Kriegsakte insgesamt? Erinnern wir uns an 2006: Die Hisbollah führte einen mehrteiligen Angriff auf Israel aus, bei dem dann auch eine israelische Patrouille auf israelischem Staatsgebiet überfallen wurde. 8 Soldaten wurden getötet, 2 entführt (und ermordet). Israel wurde „kritisiert“, dass wegen einer solchen Lappalie in den Libanon einmarschiert wurde.

Übersetzen wir das doch mal auf die Ereignisse der letzten Woche: Ein Chefterrorist (und seine Ehefrau) wurden getötet. Hätte da nicht die logische Reaktion darin bestanden, den Terroristen den Vorwurf zu machen, dass sie wegen einer solchen Lappalie derart überreagieren?

Das ist eine Idee, die den Israel-„Kritikern“ nie kommen würde, denn dieser Vorwurf wird ausschließlich Israel gemacht. Ausschließlich Israel wird kein Verständnis entgegengebracht, während man bei den Terroristen immer ein Auge zudrückt und Verständnis findet. Terroristen bringen einen beliebigen Israeli um? Kein Grund gegen die Terroristen vorzugehen! Maß halten!  Zurückhaltung! Israel tötet einen Terrorführer? „Da müssen die sich doch nicht wundern, wenn die Araber sich wehren!“ Wehren? Mit 450 Raketen? Ach ja, das sind ja nur bessere Sylvesterknaller, keine Juden ernsthaft geschädigt… Nicht, dass das Ziel gewesen wäre, ganz im Gegenteil, aber das spielt für die Israelhasser keine Rolle. Ihre „Wahrnehmung“ ist derart einseitig und mit Scheuklappen behaftet, dass ihr Handeln und Denken durchaus mit einer Vokabel charakterisiert werden kann, die sie aufs Übelste zurückweisen, das A-Wort. Nein, sie sind nur „israelkritisch“. Aber derart kritisch, dass der Antisemitismus-Vorwurf gerechtfertigt ist und sie ihn sich gefallen lassen müssen.

Amnesty macht erst Israel für Raketenangriff verantwortlich – und dann herrscht großes Schweigen, als sich herausstellt, dass es eine Rakete des Islamischen Jihad war

Elder of Ziyon, 13. November 2019

Gestern twitterte Amnesty International:

Wir verurteilen aus Stärkste den Angriff auf die Palestinian Independent Commission for Human Rights, deren Büro in Gaza von einer israelischen Raketen früher am Morgen getroffen wurde. Angriffe auf zivile Gebäude sind eine Verletzung des Völkerrechts. Wir senden unsere Solidarität an @ICHR_Pal.

Es war aber keine israelische Rakete. Es war die Rakete einer Terrororganisation aus Gaza, fast mit Sicherheit eine in diesem Video:

Es war eine Rakete des Palästinensische Islamische Jihad (PIJ), die auf israelische Zivilisten zielte und zu kurz flog, so dass sie das Gebäude der palästinensischen Menschenrechtsorganisation live im Stream von Reuters traf.
Man sollt eine ordentliche Recherche durchführen, bevor man Leute für etwas verantwortlich macht, an dem sie nicht beteiligt sind.

Videoaufnahmen vom Reuters-Livestream via @RelicHq zeigen die abgewichene palästinensische Rakete, wie sie zu kurz fliegt und das Gebäude der Palestinian Independent Commission for Human Rights im Gazastreifen trifft. Kein israelischer Luftangriff.

Der Schaden durch die Rakete deutet ebenfalls auf eine Raketen wie eine Qassam, kein israelischer Flugkörper.

Ein Augenzeuge bestätigte das.

Selbst die Website der ICHR löschte ihre ursprüngliche Beschuldigung, es sei ein israelischer Raketenangriff gewesen, obwohl sie nicht so weit geht anzudeuten, sie könnte vom Islamischen Jihad sein.

Als die Beweise, dass Amnesty falsch lag, überwältigend wurden, twitterte AI Folgendes:

Es zirkulieren widersprüchliche Informationen dazu, was genau das @ichr_pal-Büro in Gaza traf und woher der Angriff kam. Amnesty fordert eine unparteiische Untersuchung dieses Vorfalls und anderer Ereignisse im Gazastreifen heute.

Ist das nicht toll? Eine unbegründete Beschuldigung, dass Israel eine Menschenrechtsgruppe bombardierte, wird ohne irgendwelche Vorbehalte getwittert, aber wenn man entdeckt, dass eine Terrorgruppe aus Gaza die Rakete schoss, will Amnesty jetzt eine „Ermittlung“ – eine, an der sie erstmal kein Interesse hatte, als Israel beschuldigt werden konnte. Und Amnesty will, dass die Welt weiß, dass sie immer noch von Israel hätte sein können, obwohl Israel das abstreitet und palästinensische Medien auf Anweisung der Hamas aufhörten über den Vorfall zu berichten.

Noch im März wurden die Büros und Mitarbeiter der ICHR gezielt angegriffen. Von der Hamas.

Die Independent Commission for Human Rights (ICHR) aus Ramallah sagten, Hamas-Kräfte griffen ihre Mitarbeiter in Gaza an, weil die ihren Job machten das harte Vorgehen der Hamas gegen die Straßenproteste zu beobachten und darüber zu berichten.

ICHR-Direktor Ammar Dweik sagte, Hamas-Kräfte griffen Jamil Sarhan, den Direktor der Filiale in Gaza an und verletzten ihn schwer, ebenso seinen Anwalt Baker Turkman; beider Mobiltelefone wurden beschlagnahmt.

Damals sagte Amnesty nicht ein einziges Wort.

Kein Wunder, dass die Hamas-Medin fröhlich Amnestys antiisraelische Äußerungen veröffentlichen. Hamas und andere Terrorgruppen im Gazastreifen betrachten Amnesty International treffsicher als ihren Verbündeten. (Ausgerechnet dieser Artikel wurde innerhalb der letzten Stunde aus irgendeinem Grund gelöscht.)

s. auch: UN Watch

Im jüngsten Bericht zum „besetzten Palästina“ ignoriert @UNESCO tote Israelis

Elder of Ziyon, 17. Oktober 2019

Auf Drängen Jordaniens gab die UNESCO Montag den Entwurf einer Erklärung aus, die ihre bisherigen Positionen gegen israelische Schritte in Jerusalem und Hebron bekräftigte.

Jordanien bejubelte die Erklärung:

Der Vorstand der UNESCO hat in seiner 207. Sitzung einhellig einen Resolutionsentwurf zur Stadt Jerusalem und ihren Mauern begrüßt, sagte Sufian Qudah, Sprecher des Außenministeriums, am Mittwoch.

Qudah unterstrich die Bedeutung der Entscheidung, die nach Angaben einer Äußerung des Außenministeriums das Resultat diplomatischer Bemühungen Jordaniens in Koordination mit Palästina und den arabischen und muslimischen Gruppen in der UNESCO war.

Die Entscheidung bestätigt alle bisherigen Erfolge, die in der Akte Jerusalem vereinbart worden sind, fügte er hinzu.

Qudah hob heraus, dass die Resolution und ihr Anhang alle Kompontentne von Jordaniens Haltung zur Altstadt Jerusalems und seiner Mauern betonen, einschließlich der heiligen Stätten der Muslime und Christen; er hielt fest, dass sie zudem die Ablehnung aller israelischer Verletzungen und einseitigen Maßnahmen an diesen Orten bekräftigt.

Die Resolution fordert Israel auf alle illegalen, einseitigen Vorgehensweisen und Verletzungen gegen die Al-Aqsa-Moschee/Al-Haram al-Sharif und in der Altstadt, sagte Qudah.

Es gibt wenig Neues in dem Dokument – außer wenn es auf den Gazastreifen zu reden kommt:

  1. In der ersten Woche des Mai 2019 brachen schwere Feindseligkiten im Gazastreifen und Südisrael aus. Insgesamt wurden 25 Palästinenser getötet, darunter Militante, vier Frauen und zwei Kinder, außerdem wurden 154 verletzt. Die Feindseligkeiten verursachten zudem eine beträchtliche Menge an Zerstörung, darunter Schäden an 41 Häusern und 13 Bildungseinrichtungen im Gazastreifen. Am 6. Mai wurde nach intensiven Bemühungen der Vereinten Nationen und Ägypten eine Einstellung der Feindseligkeiten durchgesetzt, womit die Eskalation endete.

Bei dem Schlagabtausch wurden vier Israelis getötet und 234 israelische Zivilisten verletzt. Aber UNESCO lässt so klingen, als seien ausschließlich Gaza-Araber getötet und verletzt worden.

Warum sagt die UNESCO „Insgesamt wurden 25 Palästinenser getötet“? Zählen Israelis nicht?

Nein. Tote Israelis gibt es nach Angaben der UNESCO schlicht nicht. Nur Palästinenser sind Opfer, Israelis sind reine Aggressoren.

Die antiisraelische Einseitigkeit der UNESCO ist seit Jahren offensichtlich. Aber sie ist selten so ungeheuerlich gewesen.

Am 11.9. stellte Hillel Neuer die UNO-Menschenrechtschefin wegen Verhätschelung von Terroristen zur Rede

UN Watch, 18. September 2019

Genf – In einer Rede vor dem UNO-Menschenrechtsrat stellte UN Watchs Execeutive Director Hillel Neuer Die Hochkommissarin für Menschenrechte Michelle Bachelet wegen tendenziöser Angriffe auf Israel in ihrer Eröffnungsansprache vor dem 47 Staaten umfassenden Gremium zur Rede.

Das Video von Neuers Rede ist bereits 176.000-mal weltweit geteilt worden. Klicken Sie hier, um es auf Facebook zu teilen.

Die Debatte im UNHRC (UNO-Menschenrechtsrat)

UNO-Hochkommissarin Michelle Bachelet: „Ich bin weiterhin alarmiert von Berichten über unrechtmäßige Tötungen und Verletzungen von Palästinensern durch israelische Sicherheitskräfte in den gesamten besetzten Gebieten, begleitet von fehlender Haftung.“

PLO: „In der Westbank und Ostjerusalem werden von den Siedlern und den Besatzungssoldaten Verbrechen begangen…“

Irak: „Israel praktiziert Misshandlung und Vertreibungen und illegale Expansion und Siedlungsbau…“

UN Watch Executive Director Hillel Neuer:

Vielen Dank, Herr Präsident.

Heute vor achtzehn Jahren, am 11. September 2001, entführten Terroristen der Al-Qaida vier Passagierflugzeuge und nutzten sie um das World Trade Center und das Pentagon anzugreifen, Dabei töteten sie fast 3.000 Menschen und verletzten mehr als 6.000 weitere.

Am nächsten Tag beschloss der UNO-Sicherheitsrat „mit allen Mitteln Bedrohungen von internationalem Frieden und Sicherheit zu bekämpfen, die von terroristischen Taten verursacht sind“ und rief die internationale Gemeinschaft auf „ihre Anstrengungen zu verstärken, um Terrorakte zu verhindern und zu niederzuhalten.“

Diesbezüglich begrüßen wir die gestrige Ankündigung neuer Sanktionen der Vereinigten Staaten gegen 15 Führer, Einzelpersonen und Organisationen, die Terrororganisationen weltweit angehörig sind, darunter Al-Qaida, die Islamischen Revolutionsgarden des Iran, der Islamische Staat und Hamas.

Damit wir unserer Meinung nach umgesetzt, wovon die Hochkommissarin gestern bezüglich der Verpflichtung sprach, dass alle Staaten das Recht auf Leben respektieren müssen.

Aber heute fragen wir: Wird dieser Arm der UNO und der internationalen Gemeinschaft, dieser Menschenrechtsrat, dem gerecht?

Hochkommissarin, in Ihren Eröffnungsworten sprachen Sie die israelisch-palästinensische Situation an.

Israel – oder jedes andere Land – zu kritisieren, ist legitim. Um glaubwürdig zu sein, musst Kritik jedoch ausgewogen, verhältnismäßig und nicht selektiv sein.

Hochkommissarin, glauben Sie, dass Ihre Äußerungen ausgewogen waren, als Sie einzig Israel verurteilten, es aber versäumten auch nur ein Wort zu Terroranschlägen der Hamas und des Islamischen Jihad zu sagten, die beide von der EU, den USA und viele anderen als Terrororganisationen verboten wurden? Oder ein einziges Wort zu den Zahlungen der palästinensischen Autonomiebehörde an verurteilte Terroristen?

Hochkommissarin, war Ihre Äußerungen verhältnismäßig, als Sie in ihrer Ansprache mehr Zeit darauf verwandten Israel zu verurteilen als für Ihre Anmerkungen zu Syrien, dem Iran und Nordkorea zusammen?

Hochkommissarin, waren Ihre Äußerungen nicht selektiv, als Sie es versäumten zu erwähnen, dass palästinensische Terrororganisationen im vergangenen Jahr 1.932 Raketen und Mörserbomben au f Israelis schossen, sie in 25 Fällen mit Schusswaffen angriffen, mit 128 Sprengsätzen, 841 Benzinbomben und dabei 8 Menschen töten sowie 282 verletzten?

Da Sie die Umwelt erwähnten: Gab es irgendeinen Grund, dass Sie nicht die palästinensischen Terrororganisationen anführten, die Brandstiftungs-Drachen und -Ballons auf israelische Felder schicken, wo sie mehr als 2.000 Brände auslösten und fast 9.000 Morgen Land abbrannten?

Hochkommissarin, anlässlich des 18. Jahrestags des 9/11 muss sich Sie fragen: Erfüllten Ihre Äußerungen die UNO-Resolution alles uns mögliche zu tun, um Terroranschläge neiderzuhalten?