Das Ziel des Palästinensertums

Worum es beim angeblichen Streben nach palästinensischer Eigenstaatlichkeit und sozialer Gerechtigkeit wirklich geht.

Richard L. Cravatts, FrontPage Mag, 8. September 2021
(Titel bei Israel National News, 9. September 2021: Palästinensertum ist Teil des neuen Antisemitismus)

Eine von Alums for Campus Fairness durchgeführte Studie („Eine wachsende Bedrohung: Antisemitismus auf College Campussen“) fragte rund 500 jüdischen College-Studenten und aktuelle Absolventen, wie ihre Wahrnehmung von Antisemitismus auf dem Campus aussieht. Die Ergebnisse der Umfrage waren beunruhigend: „Fast 100% der Befragten sagten, Antisemitismus sei/war an ihrer Universität ein Problem.“ „95% der Befragten identifizierten Antisemitismus als ein Problem an US-Universitäten, wobei drei von vier ihn als ein ‚sehr ernstes Problem‘ beschrieben.“ Fast „die Hälfte der aktuellen Studenten sagten, Antisemitismus werde an ihrer Universität schlimmer“ und „69% der Studenten und Absolventen sagen, sie haben bestimmte Orte, Veranstaltungen oderSituationen an der Schule vermieden, weil sie Juden sind“.

Jeder, der den aktuellen Zusatnd von Universitäten kennt, weiß, dass die Wurzeln eines Großteils dieser Feindseligkeit gegenüber jüdischen Studenten die anhaltende Universitätskampagne gegen Israel und den Zionismus ist und dass jüdische Studenten, wann immer sie den jüdischen Staat unterstützen oder auch nicht, regelmäßig Ziel von Hohn, Fanatismus und Verurteilung sind, einzig weil sie Juden sind.

Tatsächlich haben Recherchen sehr eindeutig gezeigt, dass Agitation gegen Israel – darunter die toxische Kampagne Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) – durch solch zersetzende studentische Aktivisten wie Students for Peace in Palestine (SJP – Studenten für Frieden in Palästina) sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität antisemitischen Redens und Äußerungen steigert. Z.B. deckte ein Bericht der The AMCHA Initiative, einer Campus-Beobachterorganisation zu Antisemitismus, aus dem Jahr 2019: „Der Auftrag von BDS, Programme, Zusammenarbeit, Veranstaltungen oder Äußerungen zu boykottieren oder zu unterdrücken, die für die ‚Normalisierung Israels in der globalen akademischen Welt‘ werben, sowie den akadmischen BDS-konformen ‚gesunden Menschenverstand‘ Einzelner zu kritisieren, gegen sie zu protestieren und sie zu boykottieren, wenn diese als Komplizen bei den Israel vorgeworfenen Verbrechen oder Unterstützer dieser gehalten werden, scheint enorm zu antisemitischem Verhalten zu anzuspornen“.

Ein früherer AMCHA-Bericht hatte ähnliche Verbindungen zwischen israelfeindlichem Aktivismus und dem Vorhandensein von Antisemitismus an den Universitäten mit SJP-Gruppen festgestellt. Dieser Bericht kam zu dem schockierenden Schluss, dass das „Vorhandensein von einer oder mehrerer antizionistischen Studentengruppen sehr stark mit der Gesamtzahl antisemitischer Vorfälle korreliert. 99% der Schulen mit einer oder mehreren aktiven antizionistischen Studentengruppen hatten eine oder mehr antisemitische Aktivitäten, während nujr 16% der Schulen ohne aktive antizionistische Studentengruppen Vorfälle antisemitischer Aktivitäten hatten.“ Universitäten mit SJP oder anderen antizionistischen Studentengruppen, stellte der Bericht fest, waren „sehr stark mit dem Auftreten antisemitischer Äußerungen verbunden. 91% der Schulen mit einer oder mehrerer aktiver antizionistischer Gruppen zeigten Beweise für antisemitische Äußerungen, während nur 16% der Schulen ohne aktive antizionistische Studentengruppen Beweiswe für antisemitische Äußerungen zeigten.

SJP und andere Studentengruppen sind, zusammen mit ihren Sponsoren aus dem Lehrkörper, die Fußsoldaten in der weltweiten Kampagne des Palästinensertums, aber die Ideologie, die die palästinensische Sache antreibt, ist nicht nur in den Mauern der efeubewachsenen akademischen Welt offenkundig, sondern auch in der UNO, in NGOs, dem Außenministerium, auf der arabischen Straße und in Parlamenten und Kongressen, wo die linken Intellektuellen behaupten sich für arabische Selbstbestimmung einzusetzen und scheinbar kein Problem damit haben, als Teil dieser Bemühungen wenn nötig die einzige Demokratie des Nahen Ostens zu opfern.

Im Mittelpunkt dieser Propagandakampagne zur Verankerung des Palästinensertums – in dem das Leid der Palästinenser endlich das historische Leiden und die Enteignung der Juden übertrumpft hat – steht die umfassende, bewusste Aneignung der Sprache und der Symbole der Juden durch die Feinde, die nicht nur die jüdische Vergangenheit, sondern die Existenz des jüdischen Staates ausrotten wollen. Folglich wird der tatsächliche Völkermord am europäischen Judentum während des Holocaust von der arabischen Welt entweder bagatellisiert oder bestritten, während gleichzeitig Israel beschuldigt wird über ethnische Säuberung, militärische Grausamkeit und Kriegsverbrechen einen neuen „Holocaust“ an den Palästinensern zu verüben.

Palästinenser beeichnen sich regelmäßig als in einer Diaspora zerstreut, was sie ihre „Nakba“ nennen, eine Katastrophe, so wie Juden traditionell von ihrer Zerstreuung aus ihrer Heimat nach der Zerstörung des zweiten Tempels gesprochen hatten. Während arabische Aggression und mörderische Impulse gegenüber Juden – vor und nach der Gründung Israels – unerbittlich gewesen sind, hat das Palästinensertum erfolgreich den arabischen Palästinensern die Rolle des immerwährenden Opfers jüdischen Herrenmenschentums gegeben, obwohl die irredentischen Ziele der Islamisten einen rein muslimischen Staat im historischen Palästina zu errichten genau das ist, was wiederholt lautstark als von Israel betriebene rassistische, unmenschliche, interational kriminell und moralisch inakzeptable Form der Selbstbestimmung verdammt wird.

Dass der Westen das Palästinensertum weithin akzeptiert, ist größtenteils durch die intellektuellen Eliten angeführt worden, deren eigene Neigungen gegen Isarel und die USA dazu dienen die Kampagne zur Verunglimpfung, Diffamierung und Delegitimiserung Israels zu anzutreiben und weithin zu fördern. Während die ideologischen Eskapaden israelfeindlicher Studentengruppen die sichtbarsten Aspekte der Hasst-Israel-Agenda sind, wäre dieses Ausleben und die schrille Rhetorik von Studenten inkonsequent, würde es sich nicht der vollen intellektuellen und moralischen Unterstützung dieser Bewegung durch Mitglieder der Lehrenden genießen – denen mit dem Prestige und akademischem Einfluss dem Krieg der Ideen gegen den jüdischen Staat Glaubwürdigkeit und Einfluss zu verleihen.

Die Links-Tendenz der Fakultäten an den Universitäten hat es unausweichlich gemacht, dass viele Professoren die Rechtschaffenheit des Zionismus bezweifeln, wenn sie nicht offen die Existenz Israels als moralischen Fleck der Welt brandmarken, der Araber unterdrückt und die USA als Komplizen bei dieser vermeintlichen kolonialen, militaristischen Unterdrückung teeren. Die selbstgerechten Professoren, die ununterbrochen Israel verurteilen, können eine große moralische Hingabe an die Palästinenser haben oder auch nicht.

Eigentlich ist das oft für ihr Hauptziel nebensächlich: Nicht tatsächlich mit konstruktivem, taktischem Rat und Unterstützung der palästinensischen Selbstbestimmung zu helfen – was immer bitter und sichtbar gefehlt hat – sondern die Unterstützung für Israel mit der von Israles jihadistischen Feinden geteilten ultimativen Absicht zu schwächen, um es letztlich komplett zu beseitigen. Die vorgetäuschte Rechtschaffenheit, die sie einsetzen, um sich vor Kritik zu schützen, beruhigt die, die sonst die fundamentale moralische Grausamkeit ihrer Angriffe auf Israel sehen würden. Und sie sind in ihrer Selbstgerechtigkeit auch feige eine solch lautstarke Haltung gegen Israel einzunehmen, denn das ist eine Auffassung und ein philosophischer Ansatz, die im Juden hassenden Westen keinen Mut benötigen.

Natürlich grassiert bei den Campus-Linken die Zurschaustellung eigener Tugendhaftigkeit; viele von ihnen haben das Gefühl, weil sie soziale Gerechtigkeit für die Palästinenser anstreben und versuchen das niederzustrecken, was sie als neue israelische Version der Aparthad definieren; dass alles, was sie sagen oder tun, um Israel zu delegitimieren, akzeptabel, sogar notwendig ist. Damit tyrannsieren sie Israel nicht nur, es solle seine politischen Gewohnheiten zur Beendigung palästinensischen Leidens, sondern auch, so behaupten sie, zum Wohl sowohl der Israelis als auch der Diaspora-Juden.

Diese törichten Professoren (und ihre mitlschuldigen Studenten), die nie einer ernsteren physischen Bedrohung ausgesetzt waren, als beim Schlange stehen im Starbucks angerempelten worden zu sein, sind äußerst bereit Isarel zu beschimpfen, wenn es sich gegen unaufhörliche Raketenangriffe aus dem Gazastreifen verteidigt, die israelische Zivilisten ermorden sollen. Dieselben Professoren, viele von ihnen die niederträchtigsten Kritiker, die aus Fakultäten der Geisteswissenschaften, Literatur, Anthopologie, Geschichte und Soziologie kommen, sind ohne jegliche militärischen Fachkenntnisse erpicht darauf offizielle Vertreter Israels zu Kriegsregeln zu ermahnen und brandmarken das Fehlen von „Verhältnismäßigkeit“ in Israels Bemühungen seine Bevölkerung vor jihadistischen Mördern zu verteidigen. Und sie sind derart erpicht öffentlich, ihre Rechtschaffenheit als Verteidiger der palästinensischen Sche zu behaupten, dass sie terroristische Gewalt akzeptieren und „erotisieren“ und sich bereitwillig Israels Todfeinden anschließen, die es auslöschen wollen, womit sie, wie es der Essayist David Solway so lyrisch ausdrückte: „den ammoniakartigen Hass der aktuellen Brut der Krypto-Antisemiten, die sich als Antizionisten ausgeben“ bedienen.

Diese herablassende politische Haltung, die hinterlistige Lüge der Linken, alle Kulturen seien gleich, aber einige mehr oder weniger gleich, um es mit Orwell auszudrücken, führte Liberale in eine moralsiche Falle, in der sie Israels militärische Selbstverteidigung als barbarisch, kriminell und nazihaft denunzieren (weil Israel ein mächtiger, demokratischer Staat ist) und regelmäßig den völkermörderischen arabischen Terrorismus als ein akzeptables und unvermeidliches Ergebnis eines schwachen Volks entschuldigen oder rechtfertigen, das unter westlicher Unterdrückung leidet. Gewalt seitens der Unterdrückten wird von Linken akzeptiert, weil es als Fehler der starken Staaten erachtet wird, deren Unterdrückung dieses wehrlosen Volks die Grundursache ihres gewalttätigen Widerstands ist.

Fakt ist: Wenn Israel verabscheuende linke Professoren wie der toxische Joseph Massad von der Columbia University palästinensischen Terror entschuldigen, dann rechtfertigen sie ihn mit der Charakterisierung der Existenz Israels als moralisch fehlerhaft, als auf dem seiner Ansicht nach inhärent rassistischen und imperialistischen Wesen basierend. Für ihn können Staaten, die rassistisch und imperialistisch sind, nicht einmal ihre Selbstverteidigung rechtfertigen, während die Opfer solcher Regime freie Hand haben wie sie „Widerstand“ leisten, was auf der linken Auffassung der universalen Menschenrechte gründet – aber besonders für die Schwachen gilt. „Worauf die Palästinenser letztlich bestehen, ist, dass Israel gelehrt werdne muss, dass es nicht das Recht hat seine rassissche Überlegenheit zu verteidigen“, hat Massad geschrieben, „und dass die Palästinenser das Recht haben ihre universalen Menschenrechte gegen Israels rassistische Unterdrückung zu verteidigen.“

Als Teil der leidenschatlichen Wunschs der akademischen Welt die Universitäten zu sozial idealen Schauplätzen zu machen, wo rassische und kulturelle Konflikte aufhören zu existieren, fasst das Palästinensertum als Teil der Kampagne zur Verwirklichung „sozialer Gerechtigkeit“ für marginalisierte Opfergruppen Fuß – zu denen die lange benachteiligten arabischen Palästinenser gehören, die in der Dritten Welt heutzutage die Lieblingsopfer sind.

Für die Linke ist, nach Angaben von David Horowitz, einem ehemals radikalen Linken, der sich zu Konservativen wandelte, das Konzept einer Welt, die in Unterdrücker und Unterdrückte geteilt ist“. Diejenigen, die soziale Gerechtigkeit anstreben, tun das daher mit der Intention die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Spielfelder einzuebnen; sie streben eine Umstrukturierung der Gesellschaft auf eine Weise an, die die Mächtigen und die Eliten benachteiligt und sie, wenn nötig, stürzt – damit die Enteigneten und Schwachen gleichgestellt werden können. Mit anderen Worten: Die Linke sehnt sich nach einer utopischen Gesellschaft, die noch nicht existiert und ist bereit den bestehenden Status quo umzustrukturieren und – oft um einen furchtbaren humanitären Preis – zu stürzen, um sogenannte „Gerechtigkeit“ für diejenigen zu schaffen, die aus ihrer Sicht von der Geschichte übergangen oder missbraucht wurden. Nach Angaben von Horowitz ist dieser „Radikalismus eine Sache, deren utopische Agenden eine Ethik zur Folge haben, in der der Zweck überwiegt und letztlich die Mittel rechtfertigt“, eine Sichtweise, die bedeutet hat, dass westliche Linke dazu gekommen sind Mitgefühl für die Taktiken und die Ideologie von Jihadisten haben, die die westlichen Ideale im Streben nach einem islamischen Kalifat kippen wollen, was Horowitz als eine „unheilige Allianz“ der Linken mit den Islamisten in ihrem Streben nach sozialer Gerechtigkeit bezeichnet.

In dieser gefährlichen Allianz wird Israel ständig als rassistischer Staat verleumdet, als aggressives militaristisches Regime, das den unglücklichen Palästinensern unverhältnismäßiges Leid zufügt, womit das Argument geölt wird, diese Ungleichheit sei so inhärent und unerbittliche falsch, dass sie korrigiert und gerecht gemacht werden muss. Damit bringen solch radikale Studentengruppen wie Students for Justice in Palestina, die als ihren Kernauftrag haben, wie ihr Name impliziert, ihre eigene Vision von Gerechtigkeit in den Nahen Osten zu bringen, diese Gerechtigkeit einzig den Unterdrückten, den Palästinensern und nicht dem Unterdrücker, Israel, dessen Machtposition nur durch eine „Hierarchie von Klasse und Rasse“ möglich gemacht wurde, „die weltweit existiert“.

Für die Linke gilt soziale Gerechtigkeit einzig für die Entrechteten, die „Opfer“ ungerechter westlicher Gesellschaften, die, deren Leiden vordergründig von imperialistischen, kapitalistischen, militanten, hegemonialien Staaten verursacht wird und deren Fehler ist – Amerika und Israel an erster Stelle. Und an den Universitäten, wo linke Professoren die Rassen- und Klassen-Politik fast heilig gemacht und bestimmte Sätze bevorzugter Opfergruppen identifiziert haben, für die Gerechtigkeit angestrebt wird, hat der Kult des „Opfertums“ sogar zu verpflichtendem Unterricht für das Erreichen der Mechaniken des Erreichens von sozialer Gerechtigkeit für die Schwachen in der Gesellschaft geführt.

Diese Sicht auf den Juden oder Israel, den jüdischen Staat als politischem Destabilisator, steht natürlich auch im Mittelpunkt der Ideologie des Palästinensertums und der Vorstellung, dass die Opfer jüdischer Kraft die Entrechteten und Schwachsen sind, für die linke Akademiker angeblich Gerechtigkeit begehren. Jede Taktik, einschließlich Terror und Gewalt, wird als für die Sache der Opfer, das Joch der Unterdrückung abzuwerfen, angemessen und entschuldbar betrachtet; so sind die Palästinenser, die man eindeutig täglich unter Demütigung leiden lässt und die endlos ihrer Heimat und des Rechts auf Selbstbestimmung beraubt sind, das perfekte Beispiel des zeitgenössischen Opfer-Archetyps, des „Anderen“ aus der Dritten Welt, ein allgegenwärtiger, obdachloser, vertriebener, tragischer Flüchtling, dessen Notlage direkt auf den angeblichen Kolonialismus seitens des „Siedlerstaats“ Israel zurückverfolgt werden kann.

Diese Erklärung, dass Gewalt eine akzeptable, wenn nicht sogar willkommene Komponente des Palästinensertums ist – heißt: der inhärenten „Gewalt“ des Imperialismus, Kolonialismus oder Kapitalismus wird nicht mit derselben Gewalt begegnet wie der unterdrückte Versuch ihre Unterdrücker abzuschütteln – ist genau die Art kontraproduktiver Vernunft, die sich in diesem Zeitalter als hartnäckiger Teil des Kriegs gegen den Terror erwiesen hat. Amerika hassende und Israel hassende Akademiker haben nicht unregelmäßig den Wunsch geäußert, dass diesen Ländern Schaden durch die Hand der Opfergruppen entsteht, für die sie regelmäßig ihre Sympathien bekunden. Sie schreiben Armut und Hilflosigkeit regelmäßig und fälschlich die Tendenz zu zuTerrorismus seitens der ansonsten schwachen und unterdrückten Einzelnen zu führen. Und wie linke Apologeten revolutionärer Gewalt in früheren Beispielen für Widerstand sehen sie eine Gelegenheit den Spieß gegen die Unterdrücker zu drehen und in der sich daraus ergebenden Machtverschiebung eine ebenbürtige Verteilung des Leids herbeizuführen.

Die fast totale linke Ablehnung jeglicher Anerkennung von Gutem seitens westlicher Länder, die Kultivierung und Forderung des Palästinensertums ist, so sagt es die Kommentatorin Melanie Phillips, symptomatisch für den Glauben der Akademiker an ihre eigene moralische Überlegenheit, ein Merkmal, das ihnen, zumindest in ihrem eigenen Denken, eine echtere und prinzipienfestere Weltanschauung verleiht.

„Im Griff eines Gruppendenkens, das dafür sorgt, dass sie vor der Opfer-Kultur und dem Abbau westlicher Moral und dem Konzept der Wahrheit niederknien“, schrieb Phillips, „ist eine erschreckende Anzahl unserer vermeintlich klügsten Köpfe von Leuten, die Aufklärung verbreiten, in solche verwandelt worden, die um sich Dunkelheit ausgießen.“

Deutschland will 35 Millionen Euro ausgeben, um die Ursachen des heutigen Antisemitismus zu „entdecken“

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 10. August 2021

Ja, es ist ein Rätsel, gut. Was lässt so viele Leute – hauptsächlich Palästinenser und Türken in Deutschland, Palästinenser und Marokkaner in den Niederlanden, Palästinenser und Ägypter in Italien, Palästinenser und Pakistanis in Großbritannien, Palästinenser und  Nordafrikaner in Frankreich – voller Hass auf Juden und den jüdischen Staat sein? Was bewegt Ilhan Omar und Rashida Tlaib und Nihad Awad und Linda Sarsour sich so hart gegen „die Juden“ einsetzen? Diese Frage erfordert, glauben die Deutschen, großzügig bezuschusste Forschung und sie sind – was angesichts ihrer bedauerlichen Vergangenheit verständlich ist – erpicht darauf sie zu finanzieren. Und das ist das, was sie gerade angekündigt haben, dass sie sich mit solcher Forschung befassen werden, wie hier diskutiert wird: „German Government to Spend $40 Million on Researching What Fuels Antisemitism, Racism“ von Sharon Wrobel, The Algemeiner, 4. August 2021

Die deutsche Regierung wird 35 Millionen Euro ausgeben, um Forschungsprojekte zu den Ursachen von Antisemitismus, Hass und Rassismus als Teil einer breiten Anstrengung zur Bekämpfung des zunehmenden Phänomens zu finanzieren, kündigte das Bundesministerium für Bildung und Forschung am Mittwoch an.

„Es ist mehr als beschämend, dass Juden in Deutschland sich bedroht fühlen“, sagte Deutschlands Ministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek. „Antisemitismus und Rassismus haben in Deutschland keinen Platz. Sie sind Gift und eine große Bedrohung des sozialen Zusammenhalts. Aber wir können nur bekämpfen, was wir verstehen.“

Eine Reihe akademischer Forscher zum Thema Antisemitismus wird mit insgesamt 12 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren ausgestattet. Weitere 23 Millionen Euro werden für Projekte zur Bekämpfung von rechtem Extremismus und Rassismus bewilligt.“

Warum will die Regierung für „rechten Extremismus“ zweimal so viel ausgeben wie für „Antisemitismus“? Sollte Antisemitismus nicht das Hauptthema der Studie sein? Und ist linker Antisemitismus der Varianten Antifa und woke, der Variante Black Lives Matter in Europa nicht ein viel größeres Problem als „rechter Extremismus“?

„Wir wollen unsere Wissensbasis ausbauen, um Rassismus und Antisemitismus wirksam zu bekämpfen.“, fuhr Karliczek fort. „Die von uns geförderten Forschungsprojekte sollen zu diesem Verständnis beitragen und helfen, geeignete Maßnahmen zur Antisemitismusprävention und -bekämpfung in Bildung, Zivilgesellschaft und Politik zu entwickeln.“

Glauben Sie, irgendein Forschungsprojekt, das vorschlägt den Koran und die Hadithe als Quellen für Antisemitismus zu studieren, hat eine Chance auf Finanzierung? Seien Sie nicht albern. Was ist mit dem Vorschlag einer Vergleichsstudie „Antisemitismus im westlichen Christentum und in den Ländern des Islam“? Nicht im Leben. Was ist mit einer Studie von Antisemitismus in Schulbüchern, die in muslimischen Ländern eingesetzt werden? Ausgeschlossen. Oder eine Studie zu „Haddsch Amin el-Husseini in Berlin 1939 bis 1945“? Indiskutabel. Der deutschen Regierung würde nicht gefallen, wohin das alles führt.

Sie fügte hinzu, die Forschungsgruppe werde sich mit Fragen beschäftigen, zu denen gehört, wie Antisemitismus Kinder in Schulen erreicht und was die Öffentlichkeit tun kann, um gegen Online-Hassreden zu immunisieren.

Hier ist das, was die Öffentlichkeit tun kann. Sie kann fordern, dass Regierungen Big Tech – Facebook, Google, Twitter usw. – nicht länger erlaubt wird sich selbst zu kontrollieren. Diese Firmen haben einen Widerwillen gezeigt alle Ausdrucksformen von Antisemitismus zu verbieten. Diese Verantwortung muss ihnen weggenommen und einer Gruppe anvertraut werden, die ihre Verbote von Internetseiten darauf gründet, ob sie die IHRA-Definition für Antisemitismus erfüllen.

In der Antisemitismusforschung werden mit den jetzt anlaufenden Projekten Dynamiken und Facetten des Antisemitismus aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven untersucht. Beteiligt sind unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Theologie, Pädagogik, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft. Die ausgewählten Projekte reichen von „Antisemitismus in Online-Medien“, über „Antisemitismus im Kontext der Justiz“, „christliche Signaturen des Antisemitismus“ bis hin zu Antisemitismusprävention in der Bildung. Jüdische Perspektiven werden dabei systematisch einbezogen., sagte die Regierung.

„Christliche Signaturen des Antisemitismus“, aber kein Hinweis, dass „muslimischer Antisemitismus“ erforscht werden wird. Was glauben Sie, warum dem so ist?

„Als Basis unseres Handelns ist verlässliches Wissen über die aktuellen Ausprägungen von Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus unentbehrlich.“, sagte Felix Klein, Bundesbeauftragter für die Bekämpfung von Antisemitismus und für die Werbung jüdischen Lebens.

Wieder sind die fehlenden Worte „muslimisch“, „muslimischer Antisemitismus“, „islamischer Extremismus“, „muslimischer Rassismus“, „islamischer Rassismus“.

„Die laufende Förderrichtlinie zur Antisemitismusforschung unterstützt ein breites Spektrum von Forschungsvorhaben. Zusammen mit der Förderrichtlinie Rechtsextremismus und Rassismus erhalten wir damit ein klareres Bild über diese Phänomene und ihre Zusammenhänge.“, sagte er.

Aber selbst ohne die Notwendigkeit bis spät in die Nacht zu arbeiten, ohne Konferenzen zu organisieren, auf denen Forscher sich zu weihevollen Diskussionen treffen können, was auch immer diese „Ursachen“ eines starken Anstiegs des Antisemitismus sein könnten und dann detaillierte Berichte für die deutsche Regierung zu erstellen, die uns endlich alle aufklären werden, denke ich, wir alle kennen die Antwort – der Hass, dessen Name wir nicht auszusprechen wagen – oder doch? Lassen Sie uns auf den Punkt kommen. Die Quelle und der Ursprung des heutigen Antisemitismus, der überwiegend von Muslimen gezeigt wird, sind der Koran und die Hadithe. Hier sind Koran-Verse über die Juden, wie sie von Robert Spencer so zweckdienlich zusammengestellt wurden:

„Der Koran stellt die Juden als unverbesserlich böse und versessen auf die Zerstörung des Wohlergehens der Muslime dar. Sie sind die stärksten aller Völker, was die Feindschaft gegenüber den Muslimen angeht (Sure 5,82); Leute, die Dinge erfinden und sie fälschlich Allah zuschreiben (Sure 2,79, 3,75, 3,181); behaupten, dass Allahs Macht beschränkt ist (Sure 5,64); es lieben Lügen zuzuhören (Sure 5,41); die Allah nicht gehorchen und eine Gebote nie befolgten (Sure 5,13); die streiten und zanken (Sure 2,247); die Wahrheit verbergen und die Menschen in die Irre führen (Sure 3,78); verlogen sind (Sure 2,14, 2,44); ihre eigenen Interessen vor die Lehren Mohammeds stellen (2,87); den Menschen Übles wünschen und versuchen sie in die Irre zu führen (Sure 1,209); die es schmerzt, wenn andere glücklich sind oder Glück haben (Sure 3,120); die arrogant deswegen sind, Allahs geliebtes Volk zu sein (Sure 5,18); mit Tricks den Wohlstand anderer verschlingen (Sure 4,161); die wahre Religion lästern und von Allah verflucht sind (Sure 4,46); die Propheten töten (Sure 2,61); gnadenlos und herzlos sind (Sure 2,74); ihre Versprechen nie halten und ihren Worten nie nachkommen (Sure 2,100); hemmungslos Sünden begehen (Sure 5, 79); feige sind (Sure 59,13-14); geizig sind (Sure 4,53); in Affen und Schweine verwandelt werden, weil sie den Sabbat brechen (Sure 2,63-65, 5, 59-60, 7;166) und mehr.“

Es gibt nichts weiter zu forschen. Gebt dem Mann €12 Millionen. Oder die ganzen 35 Millionen Euro. Und erspart uns all die simpsonesken – O.J:, nicht Homer – Versuche den „wahren Mörder“ zu finden. Wir kennen ihn.

Warum ignorieren die Medien „andere“ Menschenrechtsprobleme der Palästinenser?

Rachel O’Donogue, HonestReporting, 11. August 2021

Die Nachrichten-Berichterstattung über die vermeintlichen schrecklichen Lebensbedingungen, die die Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen ertragen müssen, ist nicht schwer zu finden. In der Folge des von der Hamas initiierten ausgewachsenen Konflikts mit Israel im Mai konzentrierten sich zahlreiche in hoch gehandelten Publikationen veröffentlichte Artikel auf die Nöte, denen die Gazaner ausgesetzt sind, die zufälligerweise unter einer Terrorherrschaft leben (siehe hier, hier und hier).

Wie leider nicht anders zu erwarten war, ignorierte ein Großteil der Berichterstattung die Rolle, die die Hamas sowohl bei der Schaffung als auch der Beibehaltung der elenden Zustände spielte, die die Einwohner des Strips durchmachen. In der Tat wäre der Gazastreifen in weit besserer Verfassung, würde die Hamas z.B. zustimmen Israel zwei israelische Bürger, die seit mehr als fünf Jahren als Geiseln gehalten werden, sowie die sterblichen Überreste zweier IDF-Soldaten zurückgeben. Denn dann wäre Jerusalem geneigt mehr Hilfe anzubieten und wäre weit flexibler, was Nachkriegs-Wiederaufbaubemühungen in der Enklave angeht.

Darüber hinaus möchten viele Medienorgane gerne die Tatsache begraben oder völlig ignorieren, dass zwar die meisten Gazaner in Armut leben, die Hamas aber den unehrenhaften Status einer der reichsten Terrororganisationen der Welt genießt. Dank der großzügigen Finanzierung durch den Iran streichen die Herrscher des Gazastreifens ungefähr $700 Millionen pro Jahr ein – eine stolze Summe, die es ihr erlaubt die Munition zu beschaffen, die sie gewohnheitsmäßig in stark bebauten zivilen Bereichen oder unter Schulen und  Krankenhäusern lagert, statt sie in zivile Infrastruktur oder Programme zur Verbesserung des Lebens der gewöhnlichen Leute zu investieren.

Eine Fülle Spaltenplatz wurde auch aktuell der Affäre Scheik Jarrah/Schimon HaTzaik gewidmet (siehe hier und  hier) – praktisch ein Eigentumsstreit, der sich um arabische Mieter dreht, die ihren Mietzahlungen nicht nachkommen wollen – der die Aufmerksamkeit der Welt einfing, weil er eine weitere Gelegenheit war Israel als Aggressor gegen wehrlose Palästinenser hinzustellen.

Letzte Woche ist Israel nach dem Ausbruch von Feindseligkeiten entlang seiner Nordgrenze zum Libanon einmal mehr in die internationalen Schlagzeilen geraten. Über von palästinensischen Terrorgruppen sowie zuletzt der Hisbollah beanspruchte Raketenangriffe sowie die Vergeltungs-Artillerie- und Luftangriffe der IDF wurde weithin berichtet.

Hisbollah schießt Raketen nach Israel, es droht eine riskante Eskalation.
Hisbollah, Israel beschießen sich in gefährlicher Nahost-Eskalation

Was aber in diesen Artikeln kaum eine Erwähnung wert war: Der Libanon steht derzeit infolge einer wirtschaftlichen und politischen Krise am Rande des völligen Zusammenbruchs. Darüber hinaus gibt es kaum einen Verweis auf die Rolle des iranischen Terrorstellverteters Hisbollah bei der Vertiefung der entstehenden Katastrophe, darunter die Ablehnung eines umfassenden Rettungsprogramms des Internationalen Währungsfonds.

Vielleicht am auffälligsten überhaupt ist das Fehlen jeglicher Artikel der Mainstream-Presse, die die Aufmerksamkeit auf die am schlimmsten von der Notlage betroffene Gruppe im Libanon lenkt – die dort lebenden Palästinenser.

Die Misere dieser 300.000 Personen starken Bevölkerung aus hauptsächlich „Flüchtlingen“ kann nicht untertrieben werden: Ihnen werden zahlreiche Berufsbereiche verwehrt, in vielen Fällen dürfen sie kein Land besitzen und ihnen wird der Zugang zu Bildung vorenthalten. Wohlfahrtsorganisationen haben festgestellt, dass ihre bereits schlimme Lage noch von der andauernden Krise des Landes verschlechtert wurde und heute viele nicht einmal genug zu essen haben.

Es sind jedoch keine Artikel zu diesem Thema in irgendeiner der Mainstream-Publikationen erschienen, die normalerweise jede wahrgenommene Ungerechtigkeit an Palästinensern so gerne herausstellen. Nach Angaben von HonestReportings eigenen Daten wurden palästinensische Flüchtlinge im Libanon von allen Nachrichtenseiten in den USA in den letzten 30 Tagen insgesamt nur 86-mal erwähnt. In demselben Zeitraum wurde über Palästinenser im Gazastreifen mehr als 5.000-mal geschrieben.

Genauso schweigen die sozialen Medien – besonders Promis, die so stolz auf sich sind, dass sie die Ungerechtigkeiten der Welt herausstellen – über die Verschlimmerung des Problems.

Ein typisches Beispiel: Das Supermodel Bella Hadid nutzte diese Woche ihre Instagram-Plattform und deren fast 50 Millionen Follower, um gleichzeitig ihr Cover-Fotoshooting für die Vogue anzukündigen und ein „freies Palästina“ zu fordern. Trotz der Tatsache, dass ihr Vater einst kurz als Flüchtling im Libanon war, bevor er in die USA auswanderte und ein Immobilien-Magnat wurde, hat sie sich mit diesem Thema noch nicht gesondert beschäftigt.

Gibt es irgendeine Vermutung, warum die Medien sich entscheiden dieses Palästinenser-Thema zu ignorieren, aber eine Vielzahl Artikel über die Einwohner des Gazastreifens abzuliefern?

Die Welt reagiert gegenüber Israel mit Anmaßung und Heuchelei – Kommentar

„Das Haus einer ganzen Familie sollte nicht wegen der Tat eines Einzelnen abgerissen weden“, dozierten die Amerikaner. Aber die Anmaßung war nur der Anfang.

Nitsana Darshan-Leitner, Jerusalem Post, 22. Juli 2021

Shurat HaDins Präsidentin Nitsana Darshan-Leitner mit Bauern aus Gemeinden an der Grenze zum Gazastreifen, deren Felder von Brandballons geschädigt wurden, beim Protest gegen den ICC in Den Haag. (Foto: Shurat HaDin)

Das US-Außenministerium erreichte ein neues Niveau scheinheiliger Lächerlichkeit, als die US-Botschaft in Jerusalem ein offizielles Kommuniqué ausgab, mit dem das israelische Handeln angegriffen wurde, nachdem die IDF das Haus eines palästinensischen Einsamer-Wolf-Terroristen zerstörte, der aus seinem Auto heraus im Vorbeifahren mit Schüssen einen Teenager tötete und einen weiteren verstümmelte. „Das Haus einer ganzen Familie sollte nicht für die Tat eines Einzelnen abgerissen werden“, dozierten die Amerikaner. Aber die Anmaßung war nur der Anfang. „Alle Seiten müssen von einseitigen Schritten Abstand nehmen, die die Spannungen verschärfen und Bemühungen untergraben eine verhandelte Zweistaaten-Lösung voranzubringen“, fuhr das Kommuniqué fort. „und dazu gehört gewiss der bestrafende Abriss palästinensischer Häuser.“

Einseitige Schritte? Welcher Schritt könnte einseitigerer sein als ein 44 Jahre alter Palästinenser, der beschließt an einer Bushaltestelle vorbeizufahren und das Feuer auf eine Gruppe Juden zu eröffnen? Rein juristisch definiert beging der Terrorist vorsätzlichen Mord. Sein Tun definiert Vorsatz.

Er machte das Anfang Mai. Der Terrorist, Muntasir Shalabi aus der Westbank-Stadt Turmus Ayya, legte eine automatische Waffe in ein Auto und fuhr auf die Straßen nahe der Tapuach-Kreuzung, suchte nach Juden, die er töten konnte. Er stieß auf drei Jeschiwa-Schüler, die auf einen Bus warteten, der sie zur Schule bringen sollte und ließ eine tödliche Salve los. Der 19-jährige Yehuda Guetta wurde bei dem Angriff getötet; der 19-jährige Benaya Peretz wurde in den Rücken getroffen und ist gelähmt.

Als Präsidentin von Shurat HaDin, einer Menschenrechtsgruppe, die für die Rechte von Terroropfern kämpft, vertrete ich die Familien Geutta und Peretz. Ich habe das Leid in den Augen der hinterbliebenen Eltern gesehen. Ich habe den Schmerz eines jungen Mannes gehört, der erfuhr, dass er niemals wieder ohne seinen Rollstuhl sein wird.

Wie empörend ist die Dreistigkeit der Administration von US-Präsident Joe Biden, dass ihre Antwort kaltblütigen Mord mit Strafmaßnahmen auf eine Stufe stellt, die seit Jahren erfolgreich angewandt werden – seit dem britischen Mandat – um diejenigen zu bestrafen, die Terrormorde begehen und um diejenigen abzuschrecken, die in ihre Fußstapfen treten könnten. In einer Landschaft, in der Terroristen ihr eigenes Leben wenig kümmert und sie Busse in die Luft jagen, Geiseln nehmen und Juden ermorden, lässt sie der Abriss des Hauses eines Terroristen, der sich eine Sprengstoffweste an den Körper schnallt oder Teenager an einer Bushaltestelle zusammenschießt, zweimal nachdenken, bevor sie ihr mörderisches Tun ausführen. Es gibt zahllose Beispiele palästinensischer Väter, die die PA-Sicherheitskräfte auf ihre Söhne aufmerksam machen, weil sie fürchten, dass ihre Jungs kurz davor standen einen Anschlag zu begehen, der letztlich zum Ergebnis hätte, dass das Haus ihrer Familie zerstört wird. Die Macht der Abschreckung ist unbestreitbar und dass Abschreckung Leben rettet ebenso. Das Außenministerium war wegen des Verlustes eines Gebäudes verärgert. Warum waren sie nicht verärgert über den Verlust an Leben? Ein Gebäude kann repariert oder neu gebaut werden. Yehuda Getta ist tot und Benaya Peretz wird den Rest seines Lebens gelähmt bleiben. Ihre Heime sind für immer vernichtet.

Es muss darauf hingewiesen werden, dass die Häuser von Terrorverdächtigen nicht aus einer Laune heraus abgerissen werden. Sie sind das Ergebnis eines langwierigen juristischen Prozesses und die Kriterien müssen ein Gericht überzeugen; die Entscheidung ein Haus zu sprengen muss zahlreiche militärische und juristische Schwellen passieren, bevor der Befehl gegeben wird. Es gibt Berufungsmöglichkeiten, die ihren Weg durch das Rechtssystem gehen. Es gibt daran nichts Einseitiges. Im Fall Shalabi wurde bei einem höheren Gericht ein Antrag eingereicht, um die Pioniere davon abzuhalten das Gebäude mit Sprengstoff zu versehen. Aber das schlug fehl und der Befehl das Haus zu sprengen wurde erteilt.

Die US-Botschaft ging so weit einen Repräsentanten zu schicken, der die Gerichtsverhandlung beobachtete und sicherstellte, dass sie bis absolut gesetzesgetreu durchgeführt wurde. Der juristische Versuch den Abriss aufzuhalten war nicht erfolgreich. Und das war die Verdoppelung der Heuchelei. Die US-Botschaft in Jerusalem schickte keinen Repräsentanten, um der Familie Guetta ihr Beileid auszusprechen, auch keinen Abgesandten ins Krankenhaus an das Bett von Benaya. Es gab keine öffentliche Äußerung amerikanischer Entrüstung wegen des Angriffs mit der Schusswaffe und das US-Außenministerium machte sich nicht die Mühe den sinnlosen Mord an einem unschuldigen Teenager zu verurteilen, der an einer Bushaltestelle wartete. Warum sollte sie? Israelische Opfer sind zu alltäglich geworden, um irgendein Interesse der amerikanischen oder sonst einer Regierung zu wecken, die ständig nach jüdischen Opfern als akzeptable Verluste in einem größeren Spiel des Appeasements suchen.

Die USA sollten es besser wissen. Nach dem 9/11, als sie einen globalen Krieg gegen den Terror erklärten, um weitere Akte katastrophaler Zerstörung zu verhindern, war alles möglich. Amerikanische und verbündete Streitkräfte verhafteten und folterten zahllose Afghanen und Pakistanis und hielten sie ohne Gerichtsverfahren in Guantanamo fest – selbst heute noch – was eine klare Verletzung ihrer Menschenrechte darstellt. Vielleicht sollten die USA das predigen, was sie praktizieren.

Das einzige einseitige Handeln, das in dieser tragischen Sache unternommen wurde, war der kaltblütige Mord an einem Teenager durch einen palästinensischen Terroristen und dass ein weiterer von ihm zum Krüppel gemacht wurde. Israels Handeln war reaktiv und wohlüberlegt, so gestaltet, den Kollateralschaden und Kummer weiterer ermordeter unschuldiger Männer, Frauen und Kinder zu begrenzen.

Hier sind Beweise für Tunnel unter der al-Wahda-Straße im Gazastreifen, die die „Forscher“ von Human Rights Watch nicht finden konnten.

Elder of Ziyon, 29. Juli 2021

Im Bericht von Human Rights Watch zu den Kämpfen im Mai im Gazastreifen, ist die mit Abstand absurdeste Aussage diese hier: „Human Rights Watch fand keinerlei Beweise für ein militärisches Ziel an oder nahe dem Art von Luftangriffen, darunter Tunnel oder ein unterirdisches Kommandozentrum unter der al-Wahda-Straße oder nahe gelegenen Gebäuden.“

Wow.

Nun, hier sind ein paar Beweise, die die „Experten“ von HRW verpasst zu haben scheinen.

Hier sehen Sie, wie ein Angriff auf einen Tunnel aussieht, das stammt aus einer anderen Straße in Gaza, der Aqsa-Straße.

Sie sehen drei kleine Krater von israelischer Munition, die in den Straßenbelag eindrang. Sie explodierte unterirdisch und ließ die Wände der Tunnel zusammenbrechen, was größere Krater verursachte, die mit den kleinen vor der Kamera übereinstimmen. Die größeren Krater sind genau das, was einem Krater über einem kollabierten Tunnelabschnitt entspricht. Beachten Sie, dass es keine Granatsplitter gibt, nur Trümmer – einfach ein Einsturz.

Nach Angaben von Abir Khatib sind das hier Fotos von der Straße, die zu einem Krankenhaus im Gazastreifen führt. Es handelt sich tatsächlich um die al-Wahda-Straße, die direkt zum Schifa-Krankenhaus führt, wo die Hamas ein militärisches Hauptquartier hat.

So sieht ein eingebrochener Tunnel auf Straßenniveau in der Al-Wahda-Straße aus – genauso wie die auf der Aqsa-Straße.

Wenn Human Rights Watch nicht weiß, dass dies zeigt, dass es Tunnel utner der Al-Qahda-Straße gab, dann sind sie äußerst inkompetent. Ihnen kann in militärischen Dingen nicht geglaubt werden.

Es gibt weitere Beweise, dass es Tunnel unter der Al-Wahda straße gab, die HRW entgingen. Aus dem Wall Street Journal vom 26. Mai:

Azzam al-Kolak (42) lebte im obersten Stockwerk eines dreistöckigen Gebäudes, das einstürzte. Er sagte, er entkam mit seiner Frau und Kindern durch seine Küche, die sich plötzlich auf Bodenhöhe befand. ER sagte, Ingenieure, die die Stelle besuchten, sagten ihm, das Gebäude fiel bis 12 Meter unter Straßenniveau. Es fühlte sich an, als sei ich in den Boden gesaugt worden“, sagte Herr Al-Kolak.

Wie kann ein Gebäude 12 Meter unter Straßenniveau fallen, außer es gibt einen riesigen leeren Hohlraum darunter? Tatsächlich ist der Zusammenbruch von Herrn Kolaks Gebäude kein Beweis für IDF-Verbrechen, wie HRW es interpretieren würde, sondern Beweis, dass Human Rights Watch-Rechercheure parteiische Mitläufer sind, die militärische Spuren nicht fachgerecht analysieren können.

Die UNO zum Status von Jerusalem

First One Through, 2. Juni 2021

UNO-Generalsekretär António Guterres sprach am 20. Mai 2021 vor der Vollversammlung, als die jüngste Schlacht zwischen Hamas und Israel zu Ende ging. Er sprach mehrfach vom Status Jerusalems:

  • „Ich bin auch tief besorgt von der Fortsetzung der gewalttätigen Zusammenstöße zwischen den israelischen Sicherheitskräften und den Palästinensern überall in der besetzten Westbank einschließlich Ostjerusalems, wo mehrere palästinensische Familien von Zwangsräumung bedroht sind.
  • „Ich dränge Israel die Abrisse und Zwangsräumungen in den besetzten Palästinensergebieten einschließlich Ostjerusalems in Übereinstimmung mit seinen Verpflichtungen unter dem humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten einzustellen. Alle Siedlungsaktivitäten, einschließlich Zwangsräumungen und Abrissen, sind gemäß dem Völkerrecht illegal.“
  • Jerusalem ist eine heilige Stadt für drei Weltreligionen. Ich unterstreiche, dass der Status quo an den heiligen Stätten aufrecht erhalten und respektiert werden muss.“
  • „Wir müssen auf eine Wiederaufnahme der Verhandlungen hinarbeiten, die den Status Jerusalems und andere Endstatusfragen angehen, die Besatzung beenden und die Verwirklichung einer Zweistaatenlösung auf Grundlage der Linien von 1967, UNO-Resolutionen, Völkerrecht und einvernehmlichen Vereinbarungen gestatten, mit Jerusalem als Hauptstadt sowohl Israels als auch Palästinas.“

Beachten Sie, wie der UNO-Generalsekretär zwischen „Ostjerusalem“ und „Jerusalem“ wechselt. Er verwies auf die Stadt als tatsächlichen Ort, wenn das in Verbindung mit der „besetzten Westbank“ steht, räumt aber ansonsten ein, dass es ich um eine Gesamtstadt handelt.

Wenn es um Ostjerusalem ging, erklärte er, dass Araber Rechte haben dort zu leben, während Juden diese nicht haben. Aus jedem Haus, in dem ein Jude lebt, wurde eine „Siedlung“ gemacht, selbst wenn es ein Gebäude ist, das ihm gehört und wo seine Vorfahren lebten.

In Bezug auf den „Status quo an den heiligen Stätten“, zu dem derzeit ein Verbot jüdischen Gebets an ihrem heiligsten Ort, dem jüdischen Tempelberg, gehört, will Guterres, dass dieses Verbot in Kraft bleibt. Er scheint auch zu wollen, dass die arabischen Hausbesetzer in Ostjerusalems Viertel Scheik Jarrah, die es ablehnen den jüdischen Eigentümern Miete zu zahlen, dort verbleiben können sollen. Hingegen scheint er sehen zu wollen, dass alle in „Ostjerusalem“ lebenden Juden aus der Stadt vertrieben werden, weil für sie dort zu leben „gemäß dem Völkerrecht illegal“ sein soll.

Das Viertel Scheik Jarrah, wie es von der propalästinensischen Gruppe Peace Now dargestellt wird. Häuser, in denen Juden leben, werden als „Siedlungen“ betrachtet, während andre Häuser keine besondere Markierungen erhalten.

Guterres rief auch die Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den Parteien auf, fordert gleichzeitig aber auch den Ausgang, den die Palästinenser am liebsten dabei haben wollen: dass die Verhandlungsposition mit den „Linien von 1967“ beginnen und dass Jerusalem die „Hauptstadt sowohl von Israel als auch Palästina“ sein wird – Positionen, die von Israel nicht befürwortet werden.

Die verschiedenen Positionen zeigen Widersprüchlichkeiten in der Anwendung, es sei denn, man strebt nach Ergebnissen, die von den Arabern bevorzugt werden.

Wenn die UNO Angelegenheiten des „Status quo“ wie das Verbot jüdischen Gebets auf dem Tempelberg und den Schutz des Aufenthalts palästinensischer Hausbesetzter begünstigt, dann erkennt sie implizit alle bereits in Ostjerusalem lebenden Juden an und sollte sie nicht länger als „Siedler“ bezeichnen. Wenn die UNO Koexistenz von Juden und Arabern anstrebt, sollte sie vollständige Gleichberechtigung für Juden auf dem Tempelberg und freies Zusammenleben von Arabern und Juden in ganz Jerusalem unterstützen. Wenn die UNO schließlich möchte, dass die beiden Seiten einen Frieden aushandeln, sollte sie den Parteien erlauben das zu tun, ohne den Ausgang einer bestimmten Frage vorwegzunehmen.

Aber die UNO unterstützt nicht wirklich den Status quo, Koexistenz oder einen zwischen Israelis und Palästinensern ausgehandelten Frieden. Die UNO befürwortet einzig die Palästinenser, die von ihr adoptierten Mündel, was es der Organisation unmöglich macht eine konstruktive Rolle zwischen den Parteien zu spielen. Das unterstreicht auch wie wichtig es ist, dass die USA offen weiter hinter Israel stehen.