Applaus für Judenmord im Europaparlament

Judith Bergman, MiDA, 3. Oktober 2017

70 Jahre nach dem Holocaust jubelt die Europäische Union – die Organisation, die als Anwtort auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs gegründet wurde – aufgeregt einem Aufruf zu, dass Juden in Angst leben sollen.

Stellen Sie sich vor es wäre 1944. Stellen Sie sich vor, dass Europa bereits mehrere Jahre lang widerstrebend im Krieg mit den Nationalsozialismus befindet, alldieweil es versucht sich zu entscheiden, ob die Nazis wirklich meinen, was sie sagen, oder ob Hitler sie einfach falsch wiedergegeben hat. Die Öffentlichkeit schient nicht in der Lage zu sein zu einem Schluss kommen zu können, aber es gibt eine allgemeine Übereinstimmung, dass die Feinde der Nazis – die Juden – unnötige Provokationen geschaffen haben, einfach dadurch, dass es sie gibt.

Stellen Sie sich in den britischen Houses of Parliament habe eine kleine Gruppe Parlamentarier einen Anzahl weiblicher Nazis willkommen geheißen, damit dies sich an einer Podiumsdiskussion zur Rolle der rau im Kampf für notwendigen „Lebensraum“ gegen die Juden beteiligen. Und als die Nazis von der Notwendigkeit reden „die Juden auszumerzen“, klatscht die Zuhörerschaft begeistert.

Dieses Szenario kann man sich unmöglich vorstellen und offensichtlich fand eine solche Podiumsdiskussion in den Houses of Parliament nicht statt; genauso wenig verbrachten europäische Führungspolitiker Jahre mit der Diskussion, ob die Nazis böse sind, obwohl eine schreckliche Mange der Europäer sie unterstützte, viele davon auf sehr direkte Weise.

Aber vor kurzem fand eine Podiumsveranstaltung zur Ausrottung der Juden statt – und nirgendwo geringeres als im Europaparlament. Um genau zu sein: letzten Dienstag. Das Europaparlament – das einzige gewählte Gremium der EU, das die 500 Millionen EU-Einwohner repräsentiert – hatte offenbar keine Bedenken gehabt seine Räumlichkeiten dazu nutzen zu lassen Gastgeber für die verurteilte arabische Terroristin Leila Khaled von der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) auf der Konferenz über „Die Rolle der Frauen im palästinensisch Volkskampf“ zu sein. Die EU, die USA, Kanada und Australien haben allesamt die PFLP als Terrororganisation gekennzeichnet. Die Konferenz wurde von der spanischen Delegation Izquierda Unida (Vereinigte Linke) als Teil des Blocks der Europäischen Vereinigten Linken/Nordische Grüne Linke im Europaparlament und von den spanischen Unadikum-Brigaden zusammen mit dem Samidoun Palestinian Prisoner Solidarity Network (palästinensisches Häftlings-Solidaritätsnetzwerk Samidoun), Adameer und er BDS-Bewegung organisiert. (Es fällt auf, dass spanische „Aktivisten“ sich mehr mit den Arabern im Nahen osten als mit den katalonischen Kämpfern für Unabhängigkeit von Spanien zu beschäftigen scheinen.“

Auf der Konferenz sagte Leila Kahled, mehrfache Flugzeugentführerin: „Es wird keinen Frieden geben, solange es auch nur einen einzelnen Zionisten auf palästinensischem Land gibt. Wir preisen den Schahid, dessen Blut auf dem Land Palästinas vergossen wurde, nachdem er auf die Soldaten, die Besatzer schoss. So sollen sie nach unserem Willen leben; wir wollen, dass sie in Angst leben!“

Die aus den Europaparlamentariern, dem Botschafter Venezuelas und vielen anderen bestehende Zuhörerschaft gab Kahled stehende Ovationen. Damit applaudierten sie auch der Ermordung israelischer Zivilisten, Frauen und Kinder. Obwohl die PFLP in ihrer Blütezeit in den 1960-er und 1970-er Jahren, als sie Flugzeuge entführte, Bomben in Supermärkten zündete, Reisende an Flughäfen massakrierte und anderen Verbrechen beging, wird immer noch geglaubt, dass sie die zweitgrößte Fraktion der PLO und dem Terrorismus ergeben ist. 2002 ermordeten PFLP-Terroristen eine Mutter und drei ihrer Kinder zusammen mit ihrem Nachbarn; 2011 massakrierten PFLP-Terroristen eine ganze Familie, die Fogels, einschließlich ihrer drei Kinder, das jüngste erst drei Monate alt.

Mehr als 70 Jahe nach dem Ende des Holocaust applaudieren Europäer, die sich im parlamentarischen Herzen der Europäischen Union– der Organisation, die den Anspruch erhebt die Antwort auf die Schrecken des Zweiten Weltkriegs zu sein – treffen aufgeregt der Ermordung unschuldiger Juden. Würde das EU-Parlament ein ähnliches Podium von ISIS zugelassen ahben oder heißen sie nur Terroristen gut, die sich besonders der Ermordung von Juden verschrieben haben?

Vielleicht hätte es weniger überraschen sollen. Im Juni 2016 hielt der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas einen berüchtigte Rede im Europaparlament, in der er sich enorm alter antisemitischer Blutschuld-Vorwürfe bediente; er beschuldigte fälschlich israelische Rabbiner die israelische Regierung aufgefordert zu haben von Araber genutztes Wasser zu vergiften.

Bei den jüngsten Bundestagswahlen erlaubte das deutsche Innenministerium der PFLP sich als politische Partei zu registrieren und Wahlkampf zu führen. Das Land, das den Nationalsozialismus gebar, fand es unproblematisch die Mörder von Juden für ein politisches Amt zu kandidieren. Deutschland ist bei politischen Meinungen, denen es nicht zustimmt weniger großzügig. Der deutsche Staat hat Menschen gerichtlich verfolgt, die die Migrationspolitik der Regierung kritisieren; sie wurden von Gerichten dafür verurteilt, dass sie auf Facebook Kommentare schrieben wie „Die Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge überschwemmen unser Land. Sie bringen Terror, Angst, Leid. Sie vergewaltigen unsere Frauen und bringen unsere Kinder in Gefahr. Setzt dem ein Ende!“ Die deutsche Regierung betrachtet das als „Hassreden“. Die PFLP-Botschaft zur Ermordung von Juden ist das offenbar nicht. Im Juli 2014 ließ die Polizei in Frankfurt hauptsächlich muslimische „Protestler“ das Megafon ihres Streifenwagens nutzen, um aufhetzende Parolen auf Arabisch zu schmettern, darunter das Skandieren von „Allahu Akbar“ und dass Juden „Kindermörder“ seien.

2015 stellte ein deutsches Gericht fest, dass der Brandanschlag zweier Deutsch-Araber und ein jugendlicher Komplize auf eine Synagoge in Wuppertal nicht antisemitisch waren, sondern „eine Protesthandlung“, um „Aufmerksamkeit für den Gaza-Krieg zu gewinnen“.

Es scheint in Europa eine morbide Faszination für islamischen Terrorismus zu geben, der Juden ermorden will, eine Faszination, die um so bizarrer ist, als Europa selbst niemals stärker von islamischem Terrorismus betroffen, seine Städte fast wöchentlich Terroranschlägen ausgesetzt waren. Amazon verkauft T-Shirts einer jungen, mit einem Maschinengewehr posierenden Leila Khaled, auf dem geschrieben steht: „Widerstand ist kein Terroroismus – PFLP.“ Die T-shirts werden aus Großbritannien verschickt. Die Keffiyeh ist zum Symbol der PLO geworden und heute ein Luxus-Modeartikel für die Hippen und Progressiven, die das zeitgenössische Symbol des arabischen Wunsches die Juden ins Meer zu treiben als politisches Mode-Statement um den Hals tragen.

Derweil hilft Israel Europa freundlich sich gegen die Art von Terrorismus zu schützen, der Europa entschieden nicht applaudiert, nämlich dem der sich gegen seine eigenen Zivilisten richtet. Israel macht das mit Weitergabe von Geheimdienstinformationen und Technologie. Im November 2015 z.B. war es eine konkrete Geheimdienst-Warnung aus Israel, die die deutschen Behörden dazu brachten ein Fußballspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden abzusagen. (Um dieselbe Zeit entfernten deutsche Kaufhäuser  israelischen Wein aus ihren Regalen, nachdem die Europäische Union ihre neuen Richtlinien zur Kennzeichnung israelischer Waren aus Judäa und Samaria ausgab.) Ähnlich schützte ein in Israel gebauter Sykstar-Überwachungsballon die Führungspolitiker der Welt auf dem Klimagipfel 2015 in Paris.

Vielleicht sollte Israel Minimalbedingungen dafür setzen diesen Ländern zu helfen, die mit der einen Hand seine Hilfe greifen, während sie seine Feinde mit der anderen bejubeln und ihnen applaudieren.

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Europa ist der Kampf gegen Antisemitismus wichtig, außer dort, wo er wirklich von Bedeutung ist

The New Antisemite, 5. Juli 2016

Es ist leicht Antisemitismus zu bekämpfen, wenn dein Gegner Antisemit ist. Es ist viel schwerer, wenn es jemand auf deiner eigenen Seite ist.

Europäische Führer reden schwingen große mächtige Reden gegen Antisemitismus. Meinen sie es wirklich so?

Der Test für ihre Worte kam während der letzen Woche, als PA-Führer Mahmud Abbas vor dem EU-Parlament stand und jüdische Rabbiner dafür verantwortlich machte, die israelische Regierung anzustiften Brunnen zu vergiften.

Die europäische Antwort?

Die MePs standen auf und applaudierten.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz twitterte, es sei eine „inspirierende Rede“ gewesen.

Das ist alles üblich.

Mahmud Abbas und verschiedene weitere Palästinenserführer hetzen regelmäßig gegen Juden. Diese Hetze hat zum Ergebnis, dass Juden ermordet werden – in Israel wie in Europa.

Europa reagiert auf solche Hetze regelmäßig damit sie zu ignorieren und öffentlich genau diese Palästinenserführer zu unterstützen.

Ein Leser fragte verschiedene EU-Führer nach ihrer Reaktion.

Ein Sprecher des EU-Parlaments:

Das Format der Ansprache ist auf eine Weise aufgebaut, dass die Führungspolitiker ihre Reden ohne nachfolgende Debatte halten. Aus Höflichkeit stehen einige MePs am Ende auf um der Rede zu applaudieren, wovon auch die israelischen und palästinensischen Führungspersönlichkeiten nicht ausgenommen sind.

Hier sehen Sie, wie höfliche MePs auf Ritualmordvorwürfe reagieren:

So reagieren MePs auf etwas, das sie ihnen nicht gefällt:

Sehen Sie den Unterschied?

Katharina von Schnurbein, Koordinatorin für die Bekämpfung von Antisemitismus:

Vorwürfe, dass Juden Wasser vergiften, sind Jahrhunderte alte Anschuldigungen. Die europäischen Institutionen verurteilen alle Formen von Antisemitismus und die Verbreitung solcher irrigen Vorstellungen für die Gesellschaft insgesamt.

Wir erkennen, dass Herr Abbas seine Wendungen zurücknahm. Angesichts der externen politischen Dimension Ihrer Fragen darf ich sie jedoch bitten, dass Sie weitere Fragen an den Europäischen Dienst für externes Handeln richten.

Zusammenfassung: Wir lehnen Antisemitismus im Prinzip ab, aber wir finden, es ist die Aufgabe des Koordinators zur Bekämpfung von Antisemitismus etwas gegen Ritualmordvorwürfe im EU-Parlament zu sagen.

Europäischer Dienst für externes Handeln:

In seiner Äußerung vor dem EU-Parlament am 23. Juni unterstellte der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, dass Rabbiner in Israel ihre Regierung aufgefordert hätten Wasservorräte zu vergiften, um Palästinenser zu töten; das zitierte er als Beispiel für Aufstachelung zu Gewalt. Wir haben erfahren, dass Präsident Abbas seine Behauptung zwei Tages später zurücknahm, sie grundlose nannte und sagte, es sei nicht seine Absicht gewesen dem Judentum zu schaden oder jüdische Menschen zu beleidigen.

Die EU ist entschlossen Antisemitismus in all seinen Formen zu bekämpfen, von wo auch immer er kommt. Antisemitismus ist nicht nur eine Bedrohung für Juden, sondern für die Werte, für die Europa steht.

Zusammenfassung: So nahe und nicht näher werdet ihr uns dazu bringen Ritualmordvorwürfe im EU-Parlament zu verurteilen. Wir sehen kein Problem darin Ritualmordvorwürfen zu applaudieren.

Was die europäischen Führungspersönlichkeiten angeht: Es ist in Ordnung gegen Juden zu hetzen, besonders, wenn man die eklatantesten antisemitischen Teile nach ein paar Tagen zurücknimmt; und es ist in Ordnung solcher antisemitischen Hetze zu applaudieren, weil es „eine Frage der Höflichkeit“ ist und es eine „inspirierende Ansprache“ war.

Wenn es Sie stört, dass Abbas vor dem EU-Parlament stand und gegen Juden hetzte, dann müssen Sie Jude sein. Weil es niemanden sonst kümmert.

Brunnenvergifter im EU-Parlament

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 25. Juni 2016 (direkt vom Autor)

„Die Juden vergiften Brunnen der Palästinenser, um danach ihr Land zu rauben. Das ist israelische Hetze und ein Aufruf zu Völkemord.“ So der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas am vergangenen Donnerstag im EU-Parlament in Brüssel. Die Abgeordneten dankten ihm mit stehendem Applaus.

EU-Parlament-Applaus-Abbas

Schon in der Woche davor hatten die PLO, die offizielle türkische Nachrichtenagentur Anadolou und andere Medien den Vorwurf erhoben, Israel vergifte Brunnen der Palästinenser. Als „Beweis“ wurde ein Rabbiner namentlich erwähnt, den es gar nicht gibt.

Im tiefen Mittelalter diente die Behauptung Juden seien Brunnenvergifter als Vorwand für deren Enteignung und Vertreibung aus Deutschland, Frankreich, England und Spanien. Zehntausende Juden zahlten mit ihrem Leben. Martin Luther hat diese Legenden in seinem Spätwerk „Die Jüden und ihre Lügen“ wiederholt. Die gleichen Motive wurden dann Teil des Antisemitismus der Aufklärung und schließlich der Massenmord-Ideologie der Nazis. Heute dient dieses klassische Element des mittelalterlichen Judenhasses „Israel-Kritikern“ und „Antizionisten“ zur Delegitimierung Israels.

Abbas hat 1982 in Moskau eine Doktorarbeit mit dem Titel „Die andere Seite: Die geheimen Verbindungen zwischen Nazismus und Zionismus” geschrieben. Darin relativierte er den Holocaust. Bei seinen Forschungen dürfte er auch auf die Brunnenvergifter-Legenden gestoßen sein. Er wusste mit Gewissheit, dass die Erwähnung dieser antijüdischen Stereotypen bei Europäern auf fruchtbaren Boden fallen würde. Der EU-Parlamentsvorsitzende Martin Schulz twitterte nach der Rede auf Englisch: „Inspirierende Ansprache von Präsident Abbas zum EU-Plenum.“ (Inspiring address by Pres. #Abbas to #EPlenary – #EU supports aspiration by large majority of #Palestinians for peace and reconciliation)

EU-Schulz-Abbasrede

Auf Fragen in den Kommentaren zu der Brunnenvergifter-Legende reagierte Schulz nicht.

Jüdische Organisationen in aller Welt und Israels Premierminister verurteilten das Aufwärmen dieses uralten antijüdischen Motivs aufs Schärfste. In den israelischen Fernsehnachrichten dient der Auftritt von Abbas mit der Brunnenvergiftungs-Äußerung seit Tagen als Aufmacher.

Am Freitag, dem Tag nach der Rede, spürten offenbar palästinensische Regierungsstellen den Gegenwind. Erst hieß es in Ramallah, dass diese Äußerung nicht im ursprünglich vorbereiteten Redetext von Abbas enthalten gewesen war. Doch bekanntlich gilt das „gesprochene Wort“. Beim Europäischen Parlament kann man das Video der Rede von Abbas aufrufen. Die deutsche Simultanübersetzung ab Minute 27:49 lautet: „Ich möchte auch noch sagen, dass es durchaus Rabbiner in Israel gibt, die ganz deutlich gesagt und angekündigt haben, denn über ihre Regierung, dass sie Wasser vergiften sollen, um die Palästinenser zu töten. Was ist denn das, wenn nicht eine Gewaltverherrlichung und ein Aufruf, also zu einem Genozid. Wir sind also gegen Gewalt.“

Am Samstagmorgen machte Abbas mit einer schriftlichen Mitteilung an Journalisten den Rückzug. Die New York Times berichtete, dass die PLO „alle Beschuldigungen zurückgewiesen habe, die ihn (Abbas) und das palästinensische Volk bezichtigen, die jüdische Religion kränken zu wollen…nachdem sich in verschiedenen Medien veröffentlichte Anklagen als falsch und grundlos herausgestellt“ hätten. Abbas sei auch kein Antisemit.

Auch das ist eine Lüge. Denn die Brunnenvergiftungs-Legende wurde schon vor der Rede von Abbas gründlich widerlegt. Sein Büro in Ramallah muss sich dessen bewusst gewesen sein. Denn unmittelbar nach der Rede behauptete sein Büro, dass diese Worte nicht Teil seines Redetextes gewesen wären. So wurde der falsche Eindruck erweckt, als hätte Abbas das gar nicht geäußert.

Abbas muss sich etwas dabei gedacht haben, diese Propaganda-Lüge ausgerechnet vor dem Europäischen Parlament vorzubringen. Der Applaus gab ihm recht…

(C) Ulrich W. Sahm

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (1.-7.11.2015)

Sonntag, 01.11.2015:

Das PA-Gesundheitsministerium veröffentlichte Samstag einen Bericht der Zahlen der Terrorwelle im Oktober. Darin erklärte sie, dass es 71 „Märtyrer“ gab (so werden Terroristen genannt, die bei ihren Anschlägen getötet werden). Daneben sollen 2.130 Personen bei den israelischen Verteidigungsmaßnahmen verletzt worden sein. 53 arabische Terroristen seien in Judäa und Samaria getötet worden, weitere 17 im Gazastreifen, dazu ein Einwohner des Negev (das ist der beduinische Araber, der in Beer Shevas zentralem Busbahnhof mordete). Der Bericht unterschied nicht zwischen PA-Terroristen bei der Ausübung von Terroranschlägen und PA-Arabern, die angeblich nicht daran beteiligt waren. 15 der Toten sollen Kinder gewesen sein, eine eine schwangere Frau (die allesamt aktiv Terroranschläge verübten). Neben der Darstellung der Terroristen als Opfer fordert die PA zur Ausdehnung des Terrors auf.

Umfrage unter den Israelis: 50% sind gegen einen Baustopp in den Siedlungen. Allerdings geben volle 55% an, dass „die Siedler“ ein Friedenshindernis sind. (Jetzt müsste man aber erst einmal fragen, wie diese 55% dieses Hindernis definieren würden.)

Am Abend ordnete Mahmud Abbas an, dass die übergebenen Leichen der Terroristen mit vollen militärischen Ehren bestattet werden. Ihre Familien sollen monatliche Gehälter erhalten. Bei den Beerdigungen, die heute schon stattfanden, wurden von der PA Hamasflaggen zugelassen.

Abbas-Berater Mahmud Al-Habbasch lieferte klassischen Antisemitismus und Hassreden ab: Juden sind „bösartig“ und Israel ein Projekt Satans. Der Konflikt mit Israel ist einer zwischen Gut (Muslime/Araber) und Böse (Juden/Israel). Das ganze wurde als Predigt im PA-Fernsehen übertragen.

Montag, 02.11.2015:

Das Gesetz zur Verschärfung der Strafen für das Werfen von Felsbrocken auf Verkehrsteilnehmer ist in der Knesset mit 51 gegen 17 Stimmen verabschiedet worden. Die Mindeststrafe wurde auf 3 Jahre festgelegt; Täter verlieren ihre Sozialversicherungsgutschriften, ebenso die Eltern von Minderjährigen Tätern. Felsbrocken gelten jetzt als Waffen; so gelten diese Strafen auch für jeden, der ein Messer oder andere gefährliche Waffen in der Absicht mit sich führt anderen Schaden zuzufügen.

Eine israelische Araberin wurde wegen Aufstachelung zum Terrorismus angeklagt; sie hatte im Internet entsprechende Einträge gemacht.

Die Hamas hat die Beerdigung von 5 Terroristen, deren Leichen Israel ihr übergab, dazu genutzt einen Sieg zu erklären und die Bevölkerung weiter aufzuhetzen.

Dienstag, 03.11.2015:

Während der Nacht begannen Juden unter Schutz der IDF das Josefgrab in Schechem/Nablus zu renovieren, das vor zwei Wochen von einem arabischen Mob abgebrannt wurde. (Angeblich ist diese Stätte auch den Muslimen heilig…).

Auf einem Flug vom Tschad nach Äthiopien wurde ein Israeli, der in Afrika arbeitet, von einem „Allahu Akbar“ brüllenden Sudanesen angegriffen. Flugbegleiter und ein Libanese überwältigten den Angreifer. Der Täter wurde in Äthiopien verhaftet.

Die IDF schloss in Hebron einen Radiosender der Fatah, von dem aus Hetze betrieben wurde.

Ahmed Tibi (arabischer MK) ist stellvertretender Parlamentspräsident der Knesset. Von dieser Funktion wurde er jetzt aufgrund einer üblen Auseinandersetzung mit einem jüdischen MK in einer Plenarsitzung und seinem Verhalten dabei für zwei Wochen suspendiert.

Nach dem versuchten Terroranschlag am Übergang Gilboa versuchten PA-Sicherheitskräfte Araber daran zu hindern, dorthin zu kommen; der Übergang war zudem für Verkehr geschlossen.

Mittwoch, 04.11.2015:

Gegen einen Händler in Gaza wurde in Israel Anklage erhoben, weil er Hunderte Tonnen Baumaterial an den UNO-Inspektoren vorbei an die Hamas weiterleitete, statt an die genehmigten Wiederaufbauprojekte. Er wurde schon am 15. August am Erez-Übergang festgenommen.

Khaled Meschaal fordert von Israel, dass die Erzterroristen Marwan Barghouti und Ahmed Saadat freigelassen werden, wenn es die Leichen(teile) zweier israelischer Soldaten zurückhaben will.

Der PA-Mufti von Jerusalem wurde wegen Aufstachelung festgenommen, nachdem Videos ihn zeigten, wie er behauptete Juden würden Satan anbeten und Seuchen verbreiten.

Der PA-Repräsentant bei der UNO gab eine offizielle Beschwerde gegen Israel ab; als die Leichen von Terroristen seien übergeben worden, hätten diesen Organe gefehlt.

Donnerstag, 05.11.2015:

Das „Yassir Arafat Jugendzentrum“ hat ein Fußballturnier nach dem Terroristen benannt, der vor einigen Wochen an der Altstadt von Jerusalem zwei Juden ermordete und die Ehefrau sowie das Kind des einen verletzte.

PA und Fatah – die „Friedenspartner“ also – rufen in ihren Medien und den sozialen Medien weiterhin dazu auf die Anschläge mit Felsbrocken fortzusetzen.

Saeb Erekat: Die PLO könnte sich überlegen die Anerkennung Israels rückgängig zu machen. (Hm, welche Anerkennung? Die, dass das zionistische Gebilde nun mal da ist und vernichtet werden soll?)

Bei Hebron erhielt wieder mal ein toter Terrorist ein Heldenbegräbnis.

Der gestern von einem Auto-Terroristen angefahrene Grenzpolizist befindet sich weiter in kritischem Zustand, man weiß nicht, ob er überleben wird.

Nach Instandsetzung des Josefgrabs hatte die IDF dort eine Stahltür installiert. Die PA bekam einen Schlüssel zugeschickt, weil sie die Souveränität über den Ort ausübt. Sie schickte den Schlüssel zurück – mitsamt der Tür. (Auf dass die Araber das Gebäude erneut abfackeln können…)

Nach Angaben der Gaza-Araber hat die ägyptische Marine einen Fischer aus dem Gazastreifen getötet. Natürlich völlig ohne Grund…

Freitag, 06.11.2015:

Ein israelischer Soldat wurde in den Medien vorgestellt, weil er in den letzten beiden Wochen 3 Terroristen während deren Mordversuchen erschoss. Jetzt wird „natürlich“ in PA-Medien dazu aufgerufen ihn zu ermorden.

Eine Delegation EU-Parlamentarier besuchte am Mittwoch Samaria; sie verurteilten die beschlossene Etikettierung von jüdischen Produkten aus Judäa und Samaria.

Samstag, 07.11.2015:

Der arabische Heckenschütze, der am Freitag bei Hebron einen Soldaten schwer verletzte, wurde geschnappt. Er ist 16 Jahre alt. Der Soldat ist weiterhin in Lebensgefahr. Es könnte sein, dass derselbe Täter auf die zwei jüdischen Teenager in Hebron schoss.

Der Messerstecher, der gestern am Rami Levy-Supermarkt einen 40-jährigen Israeli niederstach, hat sich PA-Sicherheitskräfte gestellt.

Arabische Medien haben ein Video in die Hände bekommen, das mit der Helmkamera eines israelischen Soldaten aufgenommen wurde. Damit behaupten sie – entgegen allem, was man tatsächlich sehen kann – die Frau habe lediglich einen Unfall gebaut und sei eine schlechte Autofahrerin gewesen, die von den Soldaten ermordet wurde. Von dem Kampfmesser in ihrer Handtasche sagen sie nichts (aber das wurde ihr bestimmt von den Soldaten zugesteckt…)

Propagandist oder Opfer der Propaganda?

EU-Parlamentspräsident Jerzy Buzek war auf Besuch im Gazastreifen. Er besuchte dort UNRWA-Projekte. Da hat er etwas von sich gegeben, das vielleicht gar nicht so falsch ist: Die einseitige Ausrufung eines Palästinenserstaates könnte „gefährlich“ sein. Er verstehe die Position der Araber, aber das könnte die Friedensbemühungen komplizieren. „Einseitiges Handeln kann einfach keinen dauerhaften Frieden bringen wie es umfassende Verhandlungen tun würden.“ (Aber wer sagt denn, dass die Terroristen verhandeln wollen? Und dass sie einen dauerhaften Frieden haben wollen?)

Allerdings ist er auch der Meinung, die „Belagerung“ des Gazastreifens müsse enden, weil „die Wirtschaft und die Bildung nicht entwickelt werden können“ und die Menschen das Gefühl bräuchten frei zu sein. Er faselt also den widerlegten UNRWA-Quatsch.

Aber natürlich: So lange die Terroristen nicht ungehemmt Israel angreifen können, können sie sich nicht wirtschaftlich entwickeln (etwas anderes haben sie ja nicht zu bieten), bildungsmäßig auch nicht (weil Bildung in Hamastan ja von der Ausübung von Angriffen auf Israel abhängig ist) und sie müssen sich auf jeden Fall frei fühlen können Israel zu bombardieren. Israel ist schuld, wenn die Terroristen nichts aus sich und den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten machen!

Was die UNRWA angeht, die offensichtlich die Quelle der Weisheiten Buzeks ist, wie auch Buzek selbst, so darf man davon ausgehen, das sie vor dem Folgenden die Augen nur allzu gerne verschließen – denn sie würden damit widerlegt und das geht ja nun gar nicht. Bleibt nur noch zu klären, ob der Europäer das willentlich und wissentlich macht oder doch nur begeistert der Terroristen-Propaganda der UNRWA aufgesessen ist:

Belagertes Ghetto? Gaza Water Park eröffnet

Gil Ronen, Arutz-7, 14. Juni 2011

Beeinflusst von arabischer und linker Propaganda sieht die Welt im Gazastreifen ein Ghetto, das von der grausamen israelischen Armee belagert wird; doch Fotos aus Gaza beweisen ständig das Gegenteil.

Diese Fotoserie, auf der hebräischen Nachrichtenseite Rotter.net gepostet, zeigt die Eröffnung eines Schwimm-Vergnügungsparks in Khan Yunis.

Vor weniger als einem Jahr eröffnete in Gaza Stadt ein betriebsames, modernes Einkaufszentrum.

Der ägyptische Journalist Ashraf Abu al-Houl schrieb letztes Jahr nach einer Tour durch den Gazastreifen: „Ein Gefühl absoluter Prosperität herrscht vor, das sich in großen Erholungsorten entlang der Küste des Gazastreifens und nicht weit davon entfernt manifestiert. Darüber hinaus erstaunt mich die Ansicht von Waren und Luxusartikeln, mit denen die Geschäfte im Gazastreifen angefüllt sind.“

In Sorge, dass dieser anfängliche Eindruck des Wohlstands irreführend sein könnten, „tourte ich die neuen Urlaubsorte, von denen die meisten recht groß sind, wie auch die kommerziellen Märkte, um meine Hypothese zu verifizieren. Die Urlaubsorte und Märkte sind zu Symbolen des Wohlstands geworden – und zum Beweis, dass die Belagerung eine formelle oder politische ist, keine Wirtschaftsblockade“, sagte al-Houl.

Ein Verrat am Namen dieses Mannes

Melanie Phillips, diary, 20. Oktober 2010

Breaking the Silence ist eine israelische NGO, die oft völlig fadenscheinigen Vorwürfen erhebt, israelische Soldaten hätten Gräueltaten begangen. Sie dämonisiert Israel dafür, dass es es wagt seine Bürger gegen mörderische Anschläge zu verteidigen, indem sie solche militärische Verteidigung als Verstoß gegen die „Menschenrechte“ darstellt. Damit ist sie Mittäter bei der potenziellen Verweigerung des Menschenrechts der Israelis ohne Anschläge auf ihr Leben zu leben. Doch Breaking the Silence ist einer der drei Kandidaten, die für den diesjährigen Sacharow-Preis in der engeren Wahl sind; das ist der Menschenrechtspreis des Europaparlaments, benannt nach dem großen sowjetischen Dissidenten; der Gewinner wird morgen verkündet.

Das Wall Street Journal führt zurecht an, dass Andrej Sacharow wohl im Grab rotieren muss:

Das Problem besteht nicht so in der Arbeit der Organisation, die pauschale Beschuldigungen gegen israelische Soldaten erhebt. Der wirkliche Affront besteht darin, dass ein Preis, der diejenigen ehren soll, die „Intoleranz, Fanatismus und Unterdrückung“ bekämpfen, für Aktivisten in Betracht gezogen wird, die in einer der lebendigsten Demokratien der Welt operieren. Indem sie Israel mit unterdrückerischen Ländern wie Äthiopien und Kuba (von wo die beiden anderen in der engeren Wahl kommen) in eine Kategorie stecken, haben Europas Abgeordnete sich wieder selbst diskreditiert, während sie versuchen Israel zu delegitimieren.

Diese groteske Nominierung ist nur ein weiteres Beispiel der orwellschen Art, mit der die westliche Welt Richtig und Falsch, Wahrheit und Lüge, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit zum Thema Israel schlicht auf den Kopf stellt. Durch diese wahnsinnige Umkehrung der Wirklichkeit – in der eine Gruppe, die die Menschenrechte untergräbt als sie verteidigend gepriesen wird – demonstriert sie auch eine abschreckende totalitäre Denkart seitens des Europaparlaments, die enorm stark an die Art erinnert, mit der der Sowjetkommunismus die Vernunft auf den Kopf stellte. Das WSJ stellt fest:

Letztes Jahr sprach Sacharows Witwe, Jelena Bonner, vor dem Oslo-Forum über die Liebe ihres Mannes zu Israel. „Alle Kriege, die Israel geführt hat, waren gerecht, ihm von der Unverantwortlichkeit der arabischen Fürher aufgezwungen“, zitierte sie ihn. Frau Bonner gab ihrer „Furcht wegen des Antisemitismus und der antiisraelischen Stimmung Ausdruck, die in ganz Europa zunehmen“.

Jelena Bonner sollte jetzt, im Namen ihres heldenhaften Ehemannes, diese Nominierung als eine Verhöhnung des Sacharow-Preises und Verrat an allem, für das er stand, verurteilen.