Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18. – 24. Juni 2017)

Sonntag, 18. Juni 2017:

PA und PLO lassen wissen: Die „Löhne“ an die Terrorhäftlinge werden weitergehen; das Thema unterliegt nicht den Erpressungen von USA und Israel.

Ein Hamas-Sprecher wies zurück, dass der IS den Anschlag auf die Grenzpolizisten in Jerusalem für sich reklamiert. Er sagte, zwei der Terroristen seien Mitglieder der PFLP, einer der Hamas gewesen.

6 Araber aus „Ost“-Jerusalem werden verdächtigt in der Altstadt „aus nationalistischen Gründen“ Brände gelegt zu haben.

Die PA droht, sie würde wegen „Piraterie“ vor den Internationalen Strafgerichtshof ziehen, wenn Israel die Zahlungen an die Terroristen von den Überweisungen an die PA abzieht.

Zwei Araber aus Nordjerusalem wurden letzte Woche festgenommen; die Polizei hatte in ihren Häusern 2 gestohlene Autos, 1 gestohlenes Motorrad und jede Menge gestohlenen Schmuck sowie Drogen gefunden.

Montag, 19.Juni 2017:

WAFA, die PA-Nachrichtenagentur, beschwert sich und beklagt, dass Israel den Zugang zum Tempelberg für Männer auf solche über 40 Jahren beschränkte. Wer soll denn noch alles kommen? Da waren am Freitag 300.000 Menschen für die Ramadan-Gebete!

Israelische Parlamentarier haben einen Gesetzesentwurf formuliert, mit dem Terroristen und ihren Familien die israelische Staatsbürgerschaft aberkannt werden soll. Sie werden die Chance bekommen ihre Unschuld zu beweisen und ihren Status zu behalten.

Die britische Organisation HALO Trust begann am Sonntag ein Minenfeld bei Jenin zu räumen. Das „Palestine Information Center“ behauptet, darin hätten mehrere Menschen ihr Leben verloren, andere schwere Verletzungen erlitten und das Minenfeld sei „seit 1967 dort“ – womit gesagt werden soll, dass Israel es gelegt habe. In Wirklichkeit wurde es von den Jordaniern vor 1967 gelegt; außerdem sind Auslands-Organisationen nicht autorisiert IDF-Minenfelder zu räumen.

Der stellvertretende Hamas-Führer Khalil Al-Hayya sagte am Sonntag, dass seine Gruppe nicht an einer Eskalation mit Israel interessiert sei. Er glaubt nicht, dass die Energiekrise zu einem Krieg mit Israel führen wird. (Israel wird auf Veranlassung der PA die Stromlieferungen in den Gazastreifen drosseln.)

Nachdem gestern Araber jüdische Besucher des Tempelbergs angriffen, blieb dieser heute für Juden geschlossen.

Die PA hat in Jenin einen Platz nach Khaled Nazzal benannt, der 1974 das Massaker in der Schule von Ma’alot plante; damals wurden 26 Israelis ermordet, 22 davon Schulkinder. Nazzal war auch der Planer weiterer Terrormorde an jüdischen Geiseln.

Die PA versucht bei der UNESCO das Patriarchengrab und die Altstadt von Hebron zu Weltkulturerbe-Stätten erklären zu lassen. Natürlich als ausschließlich muslimische Stätte, an der die Juden keine Rechte haben…

Dienstag, 20. Juni 2017:

Kindergarten-Abschlussfeier im Gazastreifen: Terroranschläge üben, Judenmord vorgeführt, Mordlust-Gesänge gegen Juden in Israel. „Ich werde dich mit Salz essen, Zionist, denn so schmeckst du am besten. Ja, ich rede mit dir: Ich habe dir den Tod gekocht.“

Sowohl WAFA als auch Ma’an „berichten“ über die Reduzierung der Stromlieferungen an den Gazastreifen, dass die Hamas Israel voll verantwortlich dafür macht. Und natürlich ohne etwas davon zu erwähnen, dass die PA dazu aufgefordert hat.

Hassan Abed Rabo von der PA rechtfertigte die Zahlungen an die Terrorhäftlinge: Die seien auch nichts anderes als Sozialleistungen an Israelis bzw. deren Familien, die an Morden oder Mordversuchen beteiligt waren. (Was mehr als lächerlich ist, da sie wegen Mord an die Terroristen gehen, enorm hoch sind und anderen Straftätern nicht gezahlt werden, während die Israelis das als Sozialhilfe an Bedürftige zahlen.)

Jetzt rangelt auch noch die Fatah um die Mörder vom Damaskustor: Sie behauptet, einer der Täter sei einer von ihnen. (Dann haben wir also inzwischen einen ganzen Haufen Terrorgruppen, die dem Islamischen Staat die Rolle bei dem Mord an der Grenzpolizistein Hadas Malka streitig machen.)

Donnerstag, 22.06.2017:

Ein 21-jähriger Araber aus „Ost“-Jerusalem wurde letzte Woche festgenommen; er hatte wegen Terroraktivitäten schon 8 Monate im Gefängnis verbracht und wurde jetzt erneut verhaftet, weil er diese wieder aufgenommen hatte.

Die Hisbollah hat Beobachtungsposten an der Grenze zu Israel eingerichtet – die als Posten einer Landwirtschafts-NGO getarnt sind; diese wird von der Hisbollah finanziert und agiert ausschließlich für die Terrorgruppe.

Freitag, 23.06.2017:

Saeb Erekat lügt wieder rum: Laut seiner Aussage hetzt Israel, glorifiziert Terror (beides sei eine „lange bestehende Politik dieser extremistischen Regierung“) und nutzt erfundene Vorwürfe palästinensischer Austachelung, um die Aufmerksamkeit von Friedensprozess abzulenken.

Anscheinend gab es jetzt doch mal genug Druck: Das Denkmal für den DFLP-Terroristen, der das Ma’alot-Massaker von 1974 verantwortlich war, wurde abgebaut. (Der Platz in Jenin trägt weiter seinen Namen.) Die DFLP protestierte heftig.

Die UNO bestreitet, dass die Hisbollah landwirtschaftliche NGOs zur Spionage an der israelischen Grenze einrichtet.

Hassan Nasrallah warnte Israel vor einem Angriff auf den Libanon oder Syrien; es stünden Hunderttausende bereit Israel zu bekämpfen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (11. – 17. Juni 2017)

Sonntag, 11.06.2017:

Eine Palästinenserorganisation hat ein neues Buch veröffentlicht. Darin werden Terroristen glorifiziert, es heißt: „Geschichten der Schahide von Qalandiya, 1967-2017“. Auf dem Titel ist eine Landkarte Israels, die aus Fotos von in den letzten 50 Jahren getöteten Terroristen montiert ist. Es soll „jüngere Generationen inspirieren“.

Abbas‘ Religionsberater betonte in einer „Predigt“: Die Westmauer des Tempelbergs darf niemandem außer den Muslimen gehören, also muss sie absolut unter muslimischer Souveränität bleiben. „Sie ist unser Eigentum und Schenkung. Es ist unvorstellbar auch nur einen Millimeter davon abzugeben.“

Die Hamas weist die Forderung des Internationalen Roten Kreuzes zurück Informationen über die im Gazastreifen vermissten (mit ziemlicher Sicherheit toten) israelischen Soldaten und (wohl lebenden) Zivilisten herauszurücken und Kontakt zu ihnen zuzulassen. Außerdem bestreitet sie, dass der unter zwei Schulen entdeckte Tunnel von ihr ist.

Der Vorsitzende des PA-„Häftlingsvereins“ griff die israelische Entscheidung an die „Gehälter“ der Terroristen von den Zahlungen an die PA abzuziehen. Das sei „privates Geld und Diebstahl palästinensischen Geldes“.

Montag, 12.06.2017:

Das israelische Sicherheitskabinett stimmte zu die Stromlieferungen in den Gazastreifen um 40% zu kürzen, nachdem die PA sagte, sie werde nur 60% der monatlichen Rechnung zu bezahlen. Damit werden die Menschen im Gazastreifen täglich nur noch 2 bis 3 Stunden Strom haben. Bisher waren es seit April 4 Stunden. Das Elektrizitätswerk im Gazastreifen arbeitet kaum noch, weil es sich die Steuern der Hamas auf den produzierten Strom und den Treibstoff nicht leisten kann. (tw24 kommentiert den Sachverhalt.)
Die Hamas droht wegen der Entscheidung mit einer „gefährlichen Verschlechterung der Lage“ im Gazastreifen.
(Ägypten hat übrigens angekündigt die Stromlieferungen in den Gazastreifen komplett zu stoppen.)

Premierminister Netanyahu hatte die Entdeckung des Terrortunnels unter zwei UNRWA-Schulen im Gazastreifen genutzt, um die Auflösung der UNRWA zu fordern. Die PLO findet das selbstverständlich gar nicht gut.

Die Sicherheitsdienste gaben bekannt, dass im israelisch-arabischen Dorf Barta’a insgesamt 3 Personen festgenommen wurden, die den IS unterstützen und sich mit ihm identifizieren.

Dienstag, 13.06.2017:

Das PA-Fernsehen besuchte die Familie des 14-mal lebenslänglich einsitzenden Terroristen Nasser Awais. Der Terrorist wurde in den höchsten Tönen als Gründer der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden gelobt. Die „ruhmreichen Taten“ des Mannes: 14 ermordete und Dutzende verletzte Israelis. Das hat die PA inzwischen mit 558.200 Schekeln (gut €141.000) belohnt (und zahlt weiter).

Donnerstag, 15.06.2017:

Auch wieder klar: Die PA fordert von Israel die Stromlieferungen in den Gazastreifen einzustellen, macht aber Israel für die Stromkrise verantwortlich – Schuld sei die Besatzung samt der „Belagerung“…

Eine erfreuliche Nachricht: In den letzten 18 Monaten hat es keine Schändungen von Grabsteinen auf den jüdischen Friedhöfen auf dem Ölberg mehr gegeben. Die Sicherheitsmaßnahmen greifen anscheinend.

Freitag, 16.06.2017:

Der Mufti von Jerusalem: 90% des weltweiten Anreizes zu Terrorismus würde verschwinden, wenn nur die Juden getötet würden.

Samstag, 17.06.20170:

Die Fatah „kritisierte“ Israel wegen des Todes der 3 Terroristen; das sei eine Hinrichtung ein Kriegsverbrechen.
Aufgrund des Anschlags wurden Einreisegenehmigungen für PA-Araber aus Judäa und Samaria, die Verwandte in Israel besuchen wollen, widerrufen; nicht widerrufen wurden Genehmigungen für Besuche von Ramadan-Gebeten in Moscheen.
Mindestens zwei der drei Terroristen waren schon einmal wegen Terrorverdacht von Israel festgenommen worden.
er Islamische Staat reklamiert den Anschlag für sich. „3 Löwen des Kalifats“ hätten ihn verübt.

Minister Liberman nimmt die Beschuldigung der Fatah zum Anlass darauf hinzuweisen, dass dies beweist, dass es auf Seiten der Palästinenser keinen Friedenspartner gibt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28. Mai – 3. Juni 2017)

Sonntag, 28.05.2017:

Mahmud Abbas hat Trumps Friedensvorschlag schonmal abgelehnt; bei einem Fatah-Treffen sagte er, er werde nichts unterstützen, was nicht Israels „Besatzung“ beendet.

Aus einer IDF-Waffenkammer im Süden wurden am Samstag rund 30 Waffen gefunden. Es werden immer wieder Versuche arabischer Banden bekannt Waffen zu stehlen.

Das israelische Kabinett hat in den Tunneln an der Westmauer getagt. Saeb Erekat schimpft, das sei „ein Treffen unter der Al-Aqsa-Moschee“ und „illegal“.

Montag, 29.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA behauptete, 80% der Forderungen der Terrorhäftlinge seien von Israel erfüllt worden. (Dann müssten sie genau eineinviertel Forderungen gestellt haben.)

Migdalim in Samaria leidet unter akuter Wasserknappheit, weil örtliche Araber der Umgebung aus den Leitungen illegal Wasser abzweigen.

Karim Younes sitzt wegen der Entführung und Ermordung eines IDF-Soldaten für 40 Jahre in einem israelischen Gefängnis. Er wurde 1983 verurteilt. Jetzt hat ihn Mahmud Abbas ins Zentralkomitee der Fatah berufen.

Dienstag, 30.05.2017:

Der Direktor der Kommission für Häftlingsangelegenheiten der PA (Terror-Häftlinge in israelischen Gefängnissen) rief die PalAraber in einem Artikel auf sich auf bewaffneten Konflikt mit Israel vorzubereiten: „Sucht euch eine Schusswaffe und Munition“, appellierte er. Er behauptete weiter, Israel versuche gezielt die pal-arabischen Häftlinge umzubringen.

Ein ehemaliger Beamter des Militär-Geheimdienstes berichtete, dass die PA im Jahr 2016 7% ihres Jahreshaushalts und 20% der Auslandshilfen an Terroristen und ihre Familien zahlte – rund 1,12 Milliarden Schekel (rd. €290 Millionen).

Die PA drängt den UNO-Sicherheitsrat Jerusalem vor den „Verjudungsveruschen“ zu schützen.

Eine Umfrage bei den PA-Arabern hat ergeben, dass mehr als 70% von ihnen glauben, der Hungerstreik sei ein Misserfolg gewesen.

Der Erzterrorist Marwan Barghouti droht übrigens: Wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden, dann fangen wir den Hungerstreik von vorne an.

Donnerstag, 01.06.2017:

Selbst die UNO hat die Namensgebung verurteilt und Norwegen will sein Geld zurück. Aber die Palästinenser weigern sich das nach Dalal Mughrabi benannte Frauenzentrum umzubenennen. Die Terroristin sei eine Heldin.

Nabil Abu Rudeineh, der Sprecher von Mahmud Abbas, sagte, Netanyahus Äußerungen über (unerlässliche) fortgesetzte militärische Kontrolle in der Westbank auch infolge eines Friedensabkommens, seien inakzeptabel und führten nicht zu Frieden. Das verewige die Gründe des bestehenden Konflikts. Israel müsse sich aus allen 1967 besetzten Gebieten einschließlich „Ost“-Jerusalems zurückziehen. Israel beweise, dass es nicht ernsthaft an einer Friedensregelung interessiert sei.

Die PA hat den Verkauf von Hummus eines israelischen Herstellers verboten und Anzeige gegen Händler erstattet, die dieses verkaufen. (Angeblich entspricht das Produkt nicht den vorgeschriebenen Anforderungen.)

Ein von Mahmud Abbas geführtes PLO-Komitee hat Trumps Vorschlag zu Verhandlungen über einen vorläufigen Palästinenserstaat zurückgewiesen. (Die bestehen darauf alles gleich zu bekommen, keine Zwischenlösungen.)

Trotz der Forderungen der PA die Stromlieferungen in den Gazastreifen einzustellen, liefert Israel weiter Strom. Der zuständige Minister Steinitz sagte, Israel nehme keine Befehle von der PA entgegen, sondern treffe Entscheidungen aufgrund eigener Prioritäten.

Freitag, 02.06.2017:

Die israelische Feuerwehr, die Polizei und die IDF haben einen Plan entwickelt, wie einem Feuerterror entgegengetreten werden kann, wie er im letzten Herbst stattfand. Außerdem soll die Öffentlichkeit deutlicher über Risiken von Feuer (wie Buschbrände entstehen können) aufgeklärt werden und ein Bewusstsein zu entwickeln, das dafür sorgt, dass weniger Brände durch Unvorsichtigkeit entstehen.

Eine Meinungsumfrage von Israel HaYom ergab, dass eine Mehrheit der Israelis die Zweistaatenlösung nicht mehr unterstützt, sollte zu einem Frieden gehörten, dass Teile der Souveränität Israels in Jerusalem an den Palästinenserstaat abgegeben werden. Die überwiegende Mehrheit der Israelis zöge in dem Fall die Souveränität über Jerusalem einem Friedensdeal vor.

Während der Woche traf sich Finanzminister Mosche Kahlon mit dem PA-Premierminister Rami Hamdallah, um ihn über die israelischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lage der palästinensischen Wirtschaft zu informieren. Dazu gehört unter anderem, dass der Allenby-Übergang nach Jordanien die nächsten zwei Monate 24 Stunden am Tag geöffnet sein wird und Baugenehmigungen in der Israel komplett verwalteten Area C von Judäa und Samaria an den „Rändern“ zu den Areas A und B leichter zu bekommen sein werden.

Die Hamas behauptet 45 Personen verhaftet zu haben, die für Israel spionieren. Sie hätten sich selbst gestellt. Ein führender Hamasnik behauptet, Israel werbe Agenten über soziale Medien an.

Die arabische Terroristin, die am Donnerstag einen Soldaten verletzte, erlag heute ihren Verletzungen.

Samstag, 03.06.2017:

Ein Terrorist der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden wurde nach 12 Jahren (er war zu 15 Jahren verurteilt worden) aus israelischer Haft entlassen. Die offizielle Fatah-Facebookseite zeigte den Helden-Empfang, der ihm in Fatahstan bereitet wurde.

Der PA-Bildungschef erklärt, er schütze mit dem Lehrplan nur das „palästinensische Narrativ“; so wie Israel seine Helden und Landkarten habe, hätten sie auch die Palästinenser. Außerdem werde er darüber nachdenken, dass an PA-Schulen der Holocaust gelehrt werde, aber Israel müsse auch die „Nakba“ lehren.

Fatah zu ihrem 38-jährigen Bestehen

Ein legitimes palästinensisches Staatswesen bildet die wichtigste Waffe,
die die Araber gegen Israel haben

Original auf der offiziellen Fatah-Website vom 31.12.2001
(erstaunlich: Der Artikel wurde vor den Feiern zum Jahrestag am 1. Januar 2002 veröffentlicht!)

Der 38. Jahrestag der Gründung der Fatah

Übersetzter Originaltext   Kommentar des Übersetzers
Das palästinensische Volk hier und in der Diaspora feierte am ersten Januar den 38. Jahrestag der Gründung der Fatah und ihres militärischen Flügels, der Al-Asifa-Streitkräfte (das arabische Wort für Sturm). Es ist der zweite Jahrestag, der während der derzeitigen Intifada stattfinden, der heroischen Konfrontation zur Verteidigung unserer nationalen Prinzipien gegen die rassistische Regierung Sharons.   Heroisch: die gezielte Erschießung eines 10 Monate alten Babys in den Armen seiner Mutter. Heroisch: Selbstmord-Explosionen in einer Disco, einer Pizzeria, vielen Bussen, wo sich keine Soldaten befanden. Heroisch: Mörserbeschuss von Menschen, die keine Waffen tragen. Heroisch: der hinterhältige Mord an einem Hotelgast – dem israelischen Tourismus-Minister. Heroisch: Lynchmord an Jugendlichen, die auf einer Wanderung waren. Heroisch: Die Erschießung zweier Restaurantbesitzer, die Palästinenser Geld verdienen lassen wollten. Heroisch: Die Beschießung eines Jerusalemer Stadtteils, um Gegenfeuer auf Kirchen und christliche Einrichtungen zu ziehen. Heroisch: Einen 72-jährigen alten Mann, der sich nur mit Hilfe eines Stockes mühsam bewegen kann, zu entführen und umzubringen; heroiosch: der Entführung eines alten, behinderten Mannes zuzusehen, wie die palästinensischen Polizisten, der dann ermordet wird.
Am 38. Jahrestag ist es recht legitim unsere Erfolge der Zeitspanne zu untersuchen, die seit 1965 verging. Aber ein wenig Geschichte könnte wichtig sein. Fatah, als politische Organisation, wurde 1957 gegründet, als sie ihre erste Erklärung veröffentlichte, die zum militärischen Kampf aufrief. In der Zeit von 1959 bis 1964 veröffentlichte Fatah eine Zeitschrift namens „Unser Palästina“. Acht Jahre der Organisation, Rekrutierung und der Weckung von Bewusstsein gingen der ersten militärischen Operation voraus. Der militärische Flügel der Fatah gab seine erste Erklärung am 1. Januar 1965 heraus, in dem er verkündete, dass Herr Mahmoud Abu Baker ein Mitglieder der Fatah und der erste von den Israelis gefangen genommene Palästinenser war.   „Unser Palästina“ war das israelische Staatsgebiet vor 1967, und das beanspruchen sie – und von Besetzung der „Westbank“ und des Gazastreifens sprach niemand – weil Jordanien und Ägypten sie besetzt hatten, nicht Israel. Sollte es auf einmal anders sein?

 

Wenn das der erste von Israel gefangene Palästinenser war, dann kann es vor 1965 keine Palästinenser gegeben haben! Wo ist dann das „historische Palästina“?

Jahre der Fehlschläge und Erfolge bereicherten unsere Kampferfahrung und die Lektionen, die wir lernten sollten in Betracht gezogen werden. Aber die Prinzipien, die die die Gründung der Fatah nötig machten, bleiben die Grundlage für jede Arbeit der Zukunft. Diese sind:   Mit anderen Worten: Sie sind und bleiben gültig! Keine Änderung! Also MUSS und wird Fatah weiter MILITÄRISCH gegen Israel kämpfen!
1. Die unabhängige Entscheidung  
Seit sie gegründet wurde, lehnte Fatah es ab, von irgendeiner Partei Diktate anzunehmen, seien sie Araber oder andere, die darauf abzielte, ihre regionalen Ziele auf Kosten der pan-arabischen Interessen zu erreichen. Fatah glaubt, dass die zionistische Bewegung die größte Bedrohung nicht nur der nationalen palästinensischen Sicherheit, sondern auch der Sicherheit der arabischen Welt darstellt. Sie glaubt auch, dass ein legitimes palästinensisches Staatsgebilde die wichtigste Waffe bildet, die die Araber gegen Israel haben, den Außenposten der imperialistischen Mächte.   Mit anderen Worten: Da Israel eine Gefahr ist und bleibt, dann muss es beseitigt werden. Also KEINE Änderung der Ziele: Israels Vernichtung bleibt auf der Tagesordnung, egal, was Arafat an Friedensschwüren los lässt!

Und auch dies bestätigt, dass es den „Stufenplan“ gibt und eine Lösung wie ein Friedensschluss nur der Zwischenschritt zur Vernichtung des jüdischen Staates sind!

2. Das historische Recht
des palästinensischen Volkes
 
Die unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes schließen das Recht auf Selbstbestimmung, das Recht auf Rückkehr, die Gründung eines souveränen Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt ein.   „Rückkehrrecht“ – damit es den Israelis auf jeden Fall unmöglich wird, das palästinensische Diktat anzunehmen – so wird der bewaffnete Kampf bis zur Vernichtung Israels gesichert.
3. Die Volksrevolution  
Die Revolution wird unausweichlich zur Befreiung Palästinas führen. Die Revolution nimmt unterschiedliche Formen an, wie sie auf der organisatorischen, militärischen, politischen und diplomatischen Ebene durchgeführt wird. Die ergänzende Natur der verschiedenen Formen der Revolution garantiert die Kontinuität des Kampfes, bis der Sieg erreicht ist.   Also: Gewalt [„militärisches Vorgehen“] ist fester Bestandteil des Kampfes und ist als Ergänzung der übrigen Maßnahmen auf jeden Fall durchzuführen! Gewalt ist ein Mittel, dass nur aus Opporunitätsgründen aufgegeben wird, weil „ergänzende“ Mittel/Formen sich gegenseitig brauchen.
Die Intifada von 1987 als Volksrevolution erzwang Wechsel auf der lokalen, regionalen und internationalen Ebene. Sie führte zur Unabhängigkeitserklärung nach der von Jordanien getroffenen Entbindungs-Erklärung. Die Intifada zwang Israel auch zur Anerkennung der PLO als Friedenspartner, mit dem es einen Friedensvertrag abschließen musste, der auf den UN-Resolutionen 242, 338 und dem Prinzip „Land für Frieden“ gründete. Wenn diese Resolutionen umgesetzt werden, wird ein palästinensischer Staat nach der Entfernung der israelischen Besatzung und seiner Siedlungen gegründet.   Zwang wurde nur von außen ausgeübt, durch die Europäer und Amerikaner; und die israelische Linke stieg darauf ein. Mit Arafat und seiner „Intifada“ hatte das nichts zu tun!
Auch das ist gelogen: Israels Linke beschloss gegen starken Widerstand diesen Vertrag einzugehen, Zwang dazu bestand nicht! Arafat war zu dieser Zeit eigentlich am Ende und wurde durch den Vertrag wieder aufgebaut!
Eben: für Frieden – den die Palästinenser aber mit ihrer Volksverhetzung und der systematischen Hass-auf-Israel-Erziehung in Schulen und Medien nicht lieferten!
Die Verzögerungs- und Ablenkungspolitik, die Israel praktizierte, seit das Friedensprojekt begann, entleerte das Projekt seiner positiven Aspekte. Israel baute weiter neue Siedlungen und baute die vorhanden als Teil eines systematischen Versuchs aus, die Version des Friedens aufzuzwingen, die es sich vorstellte.   Verzögerungen gab es lediglich, weil die Arafat-Lügner ihren Verpflichtungen nicht einmal ansatzweise nach kamen.
Es zielte darauf ab, die besetzten Gebiete in Kantone zu zerteilen, die von Siedlungen eingekreist waren. Diese Situation erlaubt keinerlei territorialen Zusammenhang, der Voraussetzung für die Einrichtung unseres Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt auf der Basis der UN-Resolution 181 ist.   Seit wann wird die den anerkannt? In ihrer Gänze schon mal überhaupt nicht, da sucht sich Arafat nur das heraus, was ihm gerade gelegen kommt, der Rest gilt doch alles nicht!
Bei Camp David II führte der Moment der Wahrheit, an dem die beiden Parteien anlangten, zu einer Konfrontation. Die palästinensische Führung lehnte die Clinton-Barak-Vorschläge ab, die unter anderem das Rückkehrrecht und unsere Interessen in Jerusalem ignorierten. Als Baraks Regierung (uns) ihren „Friedensplan“ nicht aufzwingen konnte, benutzte sie ihre militärischen Möglichkeiten, um die Ambitionen und Erwartungen des palästinensischen Volkes tiefer zu legen.   Arafat hat aber auch kein Gegenangebot gemacht; von Kompromiss war seinerseits ohnehin nie die Rede. Das sind keine Verhandlungen.

Größter Blödsinn bisher überhaupt – Arafat suchte die Gewalt, die Israelis verhielten sich nicht anders als vorher – und die Palästinenser wurden von Israel mit finanziert, ausgebildet und ausgestattet!

Die Intifada begann in Jerusalem als eine palästinensische Antwort auf Sharons anstößigen Besuch der Al Aksa-Moschee. Sie breitete sich später nach Gaza aus, in die Westbank und andere Teile der 1948 besetzten Gebiete.   Gleich zwei Lügen auf einmal: Die Intifada nahm den Besuch Sharons auf dem Tempelberg – nicht der Al Aksa-Moschee! – als Gelegenheit, einen längst ausgearbeiteten Plan umzusetzen.

Ach gucke mal: Die „1948 besetzten Gebiete“ – das ist das Staatsgebiet Israels vor 1967 – wenn das auch besetzte Gebiete sind, dann müssen die ja wohl auch befreit werden. Jetzt haben sie sich wieder mal verraten!

Die Verhandlungen von Taba wurden während der Intifada geführt, die seitdem fortgeführt wurde, um den Geist der wahren Volksrevolution gegen die amerikanisch-israelische Vorherrschaft auszudrücken. Darin sind die PNA-Institutionen und die der zivilen Gesellschaft eingeschlossen.   Also ist jeder Palästinenser ein Kämpfer – wieso redet die arabische Welt dann von einem israelischen Krieg gegen palästinensische Zivilisten?

Der Kampf geht auch gegen die USA! Und die Regierung Bush sah zu dieser Zeit Arafat immer noch als Friedenspartner an! (Das scheint sich gerade zu ändern – hoffentlich!)

Sharon hat versucht, die tragischen Ereignisse des 11. September dazu zu nutzen, sich als Partner der USA in ihrem Krieg gegen den Terrorismus aufzudrängen. Er arbeitet auch mit Falken-Elementen in der US-Regierung, um die PNA als Gebilde darzustellen, das Terroristen Zuflucht gewährt, eine Behauptung, die von der Regierung zurück gewiesen wird. Die Selbstmord-Operationen in Israel ermöglichten es Sharon, das auszuführen, was als Vergeltungsangriffe gegen die PNA auszusehen scheint, einschließlich der erneuten Eroberung bestimmter von der PNA kontrollierten Gegenden.   Kann sie ja so oft zurückweisen, wie sie will, es ändert nichts an den Tatsachen.
Wenn Arafat gegen die Selbstmord-Attentäter und ihre Hintermänner vorgegangen wäre, dann würde Sharon nicht gegen ihn vorgehen müssen.
Und die nächste feiste Lüge:Israel hat Gebiete, auf die es eingedrungen ist, immer geräumt. Von Wiedereroberung kann also keine Rede sein!
Die USA betrachten die israelische Aggression allerdings als eine Art Selbstverteidigung. Sie führten auch einige palästinensische Streitkräfte als terroristische Organisationen an. Unsere Führung weist dies zurück und betrachtet die israelische Besatzung, Siedlungen und täglichen Angriffe als die schlimmste Form des Terrorismus, die darauf abzielt, uns von unserem Land zu entwurzeln.   Klar, es ist einfacher, die Tatsachen umzudrehen, als das eigene Versagen, die eigenen Verbrechen und die Falschheit und Verlogenheit der eigenen Position einzusehen.
Diese Zurückweisung definiert allen Terror von arabischer Seite als Nicht-Terror. Verlogener geht es nicht!
Unglücklicherweise musste die PNA aber einige vorbeugende Maßnahmen ergreifen, die in keinster Weise unsere nationale Einheit beschädigen. Diese Maßnahmen wurden getroffen, um israelischen Beschuldigungen entgegen zu treten, dass Palästinenser Gewalt in ihrem Widerstand gegen die israelische Besatzung benutzen. Sie sollen dazu dienen, der PNA zu helfen, gegen Sharons teuflischen Plan zu bestehen. Der Plan zielt darauf ab, unsere Sache durch die Entzündung eines zivilen Streit (Kampf) oder durch die Benutzung der Selbstmord-Operationen als Rechtfertigung zur Untergrabung der PNA und der legitimen Führung durch Präsident Arafat auszulöschen.   Ja, die Bomben am Straßenrand, die Beschießungen von Schulbussen, die zerfetzten Restaurantbesucher, die wahllose Beschießung von Wohnungen sind ganz harmloser, friedlicher, ziviler Ungehorsam! 260 ermordete Israelis (bzw. auch ein griechisch-orthodoxer Mönch und einige versehentlich erschossene israelische Araber) sind keiner Gewalt zum Opfer gefallen, sondern den Angriffen von Marsmännchen, die sich als Palästinenser verkleidet haben.
Die außergewöhnlichen Maßnahmen, die getroffen wurden, sollten von einer gemeinsamen getroffenen Abmachung zwischen der PNA und den islamischen und nationalen Streitkräften auf Basis dessen ersetzt werden, was die spezifischen Ziele der gegenwärtigen Phase sind. Diese sind die Befreiung der 1967 besetzten Gebiete, die Einrichtung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt, die Umsetzung des Rückkehrrechts und die Entfernung der israelischen Siedlungen.  

Das ist sehr wichtig: der gegenwärtigen Phase! Was wohl die nächste Phase sein wird?

Außerdem ist der judenreine Palästinenserstaat das Ziel, was umgekehrt nicht gelten soll, denn die Israelis sollen sich von Hass erfüllten Palästinensern überschwemmen lassen.

Da diese Ziele auf UN-Resolutionen basieren, sollten unsere Kampfmethoden diesen Resolutionen entsprechen, anstatt ihre Umsetzung zu behindern. Daher sollten die palästinensischen Fraktionen, deren strategische Ziele über die festgesetzten Ziele der derzeitigen Phase hinaus gehen, dies einbeziehen.   Sie basieren nur auf ausgewählten Teilen der Resolutionen – denen, die Israel verpflichten, aber nie denen, die den Palästinensern etwas abverlangen!

Und wieder die Unterscheidung der Phasen-Ziele – strategische Ziele (langfristige, die nicht aufgegeben werden) und den derzeit durchsetzbaren Zwischenzielen!

Die grausamen Verbrechen Sharons und die unethische Unterstützung dieser Verbrechen durch die US-Regierung wirft einige legitime Besorgnisse beim unserem Volk auf. Trotzdem sollten wir die dunkelsten Tage unserer Geschichte in Erinnerung behalten, die nach der Schlacht der Standhaftigkeit in Beirut kamen, als 1983 die palästinensischen Streitkräfte nach Algerien, Ägypten, Tunesien, Jemen, Syrien, Irak, Sudan und Jordanien zerstreut wurden.   Das war ihre einzige Chance, der totalen Vernichtung zu entkommen – von wegen Standhaftigkeit, es war pure Verzweiflung. Und nur die Intervention der UNO (und der USA) hatten Arafat seinen Kopf gerettet!
Sharon, der offiziell für seine Rolle in den Massakern von Sabra und Shatila verurteilt wurde, glaubte, dass die palästinensische Revolution in ihren letzten Zügen lag. Aber die Zerstreuung kam wenigstens symbolisch zum Ende. Aus Anlass des 18. Jahrestages der Gründung der Fatah wurde entschieden, eine große Feier im Südjemen abzuhalten. Die ausgezeichneten Festlichkeiten wurde von Delegationen besucht, die alle palästinensischen Fraktionen repräsentierten.   Verurteilt von wem? Von „Friedensaktivisten“, Linksextremen und natürlich den Arabern – aber von keiner Ernst zu nehmenden Institution!
Nö, Sharon wird schon gewusst haben, was die Rettung Arafats aus den Trümmern, in die er Beirut legen ließ, zur Folge hatte – der konnte einfach weiter machen! Das sollte Sharon nicht gewusst haben? Für so dumm hält ihn höchstens Arafat!
Die Botschaft an die Welt war sehr deutlich: Palästinenser vollbringen Wunder und sie werden die Partei bleiben, die über Krieg oder Frieden entscheidet. Die Feiern bewiesen auch, dass Grenzen im Zeitalter der Technologie nicht gegen unseren Willen bestehen konnten. Die meisten der Führer, die daran teilnahmen, schlossen, dass die Kampfeswille seine Wurzeln in der Beachtung der Prinzipien liegt, in der unabhängigen Entscheidung und in der Bereitschaft, die notwendigen Opfer zu bringen.   Palästinenser vollbringen Wunder? Wenn, dann das, von anderen immer wieder aus dem Dreck gezogen zu werden – also alles andere als aktiv. Die Wunder werden für sie geschaffen – von der UNO, der EU und wer weiß, von wem noch – aber nie von ihnen selbst!
Wenn die Palästinenser (allein) über Krieg oder Frieden entscheiden, dann ist es völlig egal, was Israel denkt oder tut – nur sein kollektiver, staatlicher Selbstmord und seine Vernichtung kann den Krieg beenden – das ist keine Haltung, die für friedliche Lösungen steht!

Und das ist alles, was Arafat kann: Opfer verlangen. Dass sich a) seine eigenen Taschen (= Konten) dabei stetig füllen, während b) sein Volk vor die Hunde geht, ist ihm a) nur Recht und b) völlig uninteressant.

Die meisten unseres Volkes und unserer Streitkräfte stehen heute auf unserem Land und es wird nicht lange dauern, bis unser Traum sich erfüllt – die Einrichtung unseres Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt.  
Revolution bis zum Sieg   Das ist das wahre Gesicht Arafats: Er will siegen, um jeden Preis. Alles, was nicht absoluter und vollständiger Sieg über Israel ist, ist für ihn nicht akzeptabel. Bevor Israel nicht besiegt ist, wird die Revolution nicht aufhören. Und Israel ist nur dann besiegt, wenn es winselnd vor Arafat kriecht.

Die Fatah macht die Flüchtlingsfrage zur Schlüsselfrage des Friedens in Nahost

Der englischsprachige Original-Artikel stand ab dem 5.12.2001 auf der offiziellen Fatah-Website: (http://www.fateh.net/e_editor/01/151101.htm)

Offizielle Fatah-Erklärung (15.11.2001):
Die Frage der Flüchtlinge – eine Sache, die nicht geschändet werden darf 

Übersetzter Originaltext   Kommentar des Übersetzers
Nachdem unser palästinensisches Volk es ablehnte, die UN-Resolution 181 wegen ihrer Ungerechtigkeit zu akzeptieren, begannen die zionistischen Militär-Gangs wie Lehi und Irgun eine Kampagne der ethnischen Säuberungen und vertrieben Palästinenser aus Gebieten, die die Resolution als Teil des jüdischen Staates ansah. Dies ließ die Frage der palästinensischen Flüchtlinge entstehen, die in einem Bericht angegangen wurde, der der UN-Vollversammlung durch ihren damaligen Repräsentanten, Graf Bernadotte, vorgelegt wurde. Der Bericht sagt:   Das fängt richtig an: Die Araber lehnten den UN-Beschluss ab. Aber danach geht’s mit Halbwahrheiten und Lügen weiter: Zwei extremistische Außenseiter-Gruppen werden als repräsentativ für ganz Israel dargestellt; die vernachlässigbare Anzahl vertriebener „Palästinenser“ wird genommen und die Behauptung aufgestellt, dass alle vertrieben wurden – kein Wort davon, dass die Araber selbst die meisten „Entvölkerungs-Maßnahmen“ getroffen haben.
Mich wundert aber auch, dass niemand danach fragt, ob es Recht sein kann, dass die Araber die Resolution 181 ablehnen, aber die daraus folgenden Resolutionen umgesetzt sehen wollen – wenn auch mit einer Auslegung, die die Intentionen der Resolutionen verhöhnt. Also: 181 auf keinen Fall, aber 194 in einigen Teilen, die nur den Israelis Verpflichtungen auferlegen, unseren Teil erfüllen wir auf keinen Fall, der fällt unter den Tisch…
„Eine faire und gerechte Beendigung des Konflikts kann nicht erreicht werden, bevor wir das Recht der arabischen Flüchtlinge auf Rückkehr in die Heime, aus denen sie als Folge der Gefahren vertrieben wurden, die den bewaffneten arabisch-israelischen Konflikt begleiteten. Die Mehrheit dieser Flüchtlinge kam aus Gegenden, die nach der Resolution 181 Teil des jüdischen Staates sind. Es ist eine eklatante Verletzung des Gerechtigkeitsprinzips, diesen unschuldigen Opfern ihr Recht auf die Rückkehr in ihre Heime zu verweigern, während jüdische Immigranten nach Palästina einreisen dürfen, um die arabischen Flüchtline in dem Land zu ersetzen, das sie seit Jahrhunderten bewohnten. Es ist die Verantwortung der vorläufigen israelischen Regierung, Privateigentum an die arabischen Eigentümer zurück zu geben und/oder sie für ihr Eigentum zu entschädigen, das gezielt zerstört wurde, unabhängig von den Entschädigungen, die die Regierung Israels von den arabischen Staaten verlangen könnte.“  
Die Zionisten ermordeten Graf Bernadotte am 17. September 1948. Auf der Grundlage seines Berichts verabschiedete die Vollversammlung die Resolution 194 vom 11. Dezember 1947. Absatz 11 der Resolution sagt:   „Die Zionisten“, klar – wieder sind es alle Juden Schuld, nicht die vom Großteil der Israelis abgelehnten Terroristen!
Es spricht auch „für“ die Genauigkeit der Schreiber, dass sie die Resolution um ein komplettes Jahr vorverlegen!
Und es spricht Bände, dass die Ermordung durch Herstellung von Zusammenhang in diesem Artikel der Flüchtlingsfrage zugeschrieben wird – in Wirklichkeit haben die jüdischen Terroristen ihn ermordet, weil er vorschlug, Jerusalem und den Negev an Transjordanien zu geben und dafür den Israelis Westgaliläa zu überlassen – kein Wort von Flüchtlingen bei dieser Sache!
„(Die Vollversammlung) beschließt, dass den Flüchtlingen, die in ihre Heime zurück kehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, dies zum frühest möglichen Zeitpunkt erlaubt werden soll und dass Entschädigungen für das Eigentum derer gezahlt werden sollte, die sich entscheiden nicht zurück zu kehren oder für Verlust oder Schäden an Eigentum, das nach den Prinzipien des internationalen Rechts oder Gerechtigkeit durch jede verantwortliche Regierung oder Herrschaft gezahlt werden sollte.“   Zu betonen ist: „in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen“. Welcher der Flüchtlinge ist dazu bereit? Die Umfragen in den Flüchtlingslagern sprechen eine eindeutige Sprache: keiner!
Und wie sah das damals aus? Die Araber verboten ihren Leuten praktisch nach Israel zu gehen! Wer das tat, war ein Verräter!
Die Resolution wurde nie durch das zionistische Gebilde umgesetzt und die Frage der Flüchtlinge wurde eine der wirtschaftlichen Hilfe, Entlastung und Wiederaufbau. Als Israel die Mitgliedschaft in der UNO beantragte, führte sein Versagen, die Resolutionen 181 und 194 umzusetzen dazu, dass es nur bedingt akzeptiert wurde; Israel musste seinen Verpflichtungen unter der UN-Charta nachkommen.   „Das zionistische Gebilde“ hatte mit der UNO (direkt) und den Arabern (indirekt) Verhandlungen geführt. Diese Verhandlungen scheiterten.
Und natürlich haben nur die Israelis Verpflichtungen aus den beiden Resolutionen, die Araber überhaupt nicht!
Israel stimmte allen Bedingungen zu, einschließlich dem Protokoll von Luzan (soll Lausanne heißen), das unter der Schirmherrschaft der Internationalen Schlichtungsausschusses erzielt wurde. Israel erkannt die Teilung Palästinas nach den UN-Resolutionen 181 und 194 an. Sobald Israels Mitgliedschaft bestätigt war, verwarf es seine Verpflichtungen aus dem Luzaner Protokoll.   Nochmals: Dazu wurden in Lausanne Verhandlungen geführt, die scheiterten (deshalb nur ein Protokoll, kein Vertrag, keine Resolution). Das verschweigt die Fatah – warum wohl? Hat sie Angst davor, dass die arabische Seite wegen ihrer Verweigerungshaltung als Schuldige überführt werden könnte?
Fatah verschweigt auch, dass weitere Verhandlungen folgen sollten; das stand im Protokoll und damit erklärte sich Israel einverstanden. Mehr war nicht! Nachlesbar auf der entsprechenden Seite der UNO. (auf Englisch)
Der Krieg gegen Ägypten 1956 und die Art, wie er wahr genommen wurde, veränderte die Auffassung des Volks zur Flüchtlingsfrage, von der einer Heimatlosigkeit zu einer der Befreiung und Rebellion. Unsere Bewegung, Fatah, entstand, um den Kampf zur Erreichung des Rechts auf Rückkehr durch die Befreiung unseres Heimatlandes zu beginnen. Im November 1957 gab Fatah eine Erklärung in Umlauf, in der sie den bewaffneten Kampf als einen Weg der Befreiung annahm.   „Recht auf Rückkehr durch die Befreiung unseres Heimatlandes“ – damals gab es keine von Israel besetzte „Westbank“ und Gazastreifen, damals besetzten Jordanien und Ägypten diese beiden Territorien (und hatten alle Juden daraus vertrieben – ist das keine ethnische Säuberung?) Damit war Ziel der Fatah „ihr“ Land zu „befreien“ (= Israel vernichten), und dies durch bewaffneten Kampf. Von Verhandlungen kein Wort.
Das passt in die Zeit, da auch Nasser Israel mit Krieg in die Knie zwingen wollte. Der Sinai-Feldzug 1956 war ein Präventivkrieg Israels gegen die Aggressionen und den Abnutzungskampf der Ägypter gegen den jüdischen Staat.
Die Gründung der PLO half zu einem großen Teil, die natürlichen und historischen Rechte des palästinensischen Volkes ins Licht zu rücken. Der Aufruf der palästinensischen Nationalcharta zum bewaffneten Kampf wurde von der Fatah angenommen. 1965 rief es zur bewaffneten Volksrevolution auf, um die nationale Unabhängigkeit zu erreichen.   Welches „palästinensische Volk“ – das gab es damals selbst nach arabischer Buchstabierung noch nicht! Die Palästinenser wären allenfalls Provinzler der Jordanier und Ägypter geworden!
Auch nach 1965 gestatteten die Araber den „Palästinensern“ nicht die nationale Unabhängigkeit zu, sondern wollten die Gebiete wieder in ihre eigenen Staatsgebiete eingliedern.
In ihrer vierundzwanzigsten Sitzungsperiode verabschiedete die Generalversammlung 1969 die Resolution 2535, die besagt; „Die Generalversammlung beschließt, dass die Frage der arabischen Flüchtlinge aus der Ablehnung ihres unveräußerlichen Rechts resultiert, das in der UN-Charta und der universellen Menschenrechts-Erklärung genannt ist.“ Diese wichtige Entwicklung gewann an Bedeutung, als 1973 die Arabische Liga die PLO als einzige legitime Repräsentanz des palästinensischen Volks anerkannte. In ihrer neunundzwanzigsten Sitzungsperiode verabschiedete die Generalversammlung am 22. November 1974 die Resolution 3236. In Absatz 1 betont die Generalversammlung das Recht des palästinensischen Volks auf Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und nationale Souveränität. Absatz 2 der Resolution betont das Recht der Palästinenser auf Rückkehr in ihre Heime, von denen sie heraus gerissen wurden.   1969/Resolution 3236: Fatah verschweigt, „dass auch kein substantieller Fortschritt darin erzielt wurde, Paragraph 2 des Programms der Resolution 513 umzusetzen, das zur Reintegration der Flüchtlinge entweder durch Rückführung [nach Israel] oder Wiederansiedlung [an anderer Stelle], wodurch die Situation der Flüchtlinge weiterhin eine Frage großer Sorge ist…“ – die UNO verlangte (noch) nicht uneingeschränkt die Rückkehr; die Araber weigerten sich aber permanent, die andere Möglichkeit zu nutzen: die Flüchtlinge in ihren Ländern zu integrieren und ihnen dort ein Menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
  Diese Rechte des palästinensischen Volkes wurden von den Arabern aber nicht anerkannt – für sie waren die Palästinenser immer noch Teil des Königreichs Jordanien bzw. (Gazastreifen) Ägyptens! Erst 1988 entließ König Hussein als politischem Schachzug die Palästinenser in Westbank usw. aus der jordanischen Staatsbürgerschaft!
In derselben Sitzung hielt Herr Arafat seine historische Rede, in der er sich auf den Olivenzweig als Symbol des Friedens bezog, den Frieden der Mutigen – nicht den der Kapitulation.   Sein Ziel war aber nicht ein gleichberechtigter Friede, sondern die Vernichtung Israels – so die PLO-Charta!
Die 1987 gemachte Unabhängigkeitserklärung legte Wert auf die Rechte der Rückkehr und Selbstbestimmung. Diese Rechte wurden auch in den Oslo-Vereinbarungen betont und in den Camp David-Verhandlungen als integraler Bestandteil der Endstatus-Verhandlungen.   Diese Rechte werden in Oslo nicht betont, sondern es wird explizit gesagt, dass eine Regelung bis zu einem Endstatus-Abkommen aufgeschoben wird! Es wird also gesagt, dass eine Regelung gefunden werden muss, aber nicht, welche!
Die zionistische Sicht, dass es möglich ist, die Erwartungen des palästinensischen Volkes durch kontinuierliche Aggressions-Akte und Ermordungen zu senken, ist bloße Illusion. Allerdings dient die Verhaltensweise einiger psychologisch (an)geschlagener Figuren dieser Sichtweise und schaden dem nationalen Konsens.   Israel führt also Aggressions-Akte durch – nicht die Terroristen Arafats!
Und jeder, der anders denkt, ist ein Schädling oder psychisch angeschlagen (also krank).
In einer Vorlesung an der Hebräischen Universität sprach sich Dr. Serry Nusseibeh von der Quds Universität für die Einrichtung zweier Staaten auf ethnischer und religiöser Basis aus. Das beinhaltet, dass Flüchtlinge nicht in ihre Heime zurückkehren können. Eine solche Position kam als Überraschung, da sie mit Sharons Erklärung zusammentraf, in der er zur Ansiedlung von einer Million Juden in dem zionistischen Gebilde forderte.   Überrascht, dass ein Palästinenser diese Sichtweise haben kann?
Oder überrascht, dass die Erklärung Scharons zeitlich damit zusammen fiel? Gab es da eine Verschwörung Nusseibehs gegen das eigene Volk – auch noch mit dem schlimmsten Feind?
Da Dr. Nusseibeh ein Mitglied der Fatah ist, ist es notwendig, die Haltung der Bewegung zur Flüchtlingsfrage klar zu stellen. In dieser Hinsicht sollten die folgenden Fakten bedacht werden:   Wirklich Fakten? Wohl eher emotionalisierte Propaganda!
1. Das Rückkehrrecht stellt eine lebenswichtige Frage dar, die nicht nur das palästinensische Volk hier und in der Diaspora betrifft, sondern auch die arabischen Länder, die ihnen Gastrecht gewähren. Damit aus der Sicht der Zionisten umzugehen, stellt eine Verletzung des nationalen Konsens dar.   Lebenswichtig? Können die Palästinenser nicht überleben, wenn die „Flüchtlinge“ an anderer Stelle angesiedelt werden? Dann müssten doch die Flüchtlinge inzwischen ausgestorben sein!
Gastrecht? Als Gäste wurden die Flüchtlinge nie behandelt, sondern sie wurden und werden in Lager gepfercht und sollen dort vor sich rotten, um ein möglichst großes Hass-Potenzial auf Israel schüren zu können!
2. Die Freiheit der Meinung verlangt von dem, der sie nutzt auch, das Recht der anderen zu schützen. Patriotismus kann keine Ansicht sein, genauso wenig das Rückkehrrecht, das auf der UN-Resolution 194 basiert. Wenn Kompromiss in der Frage der Flüchtlinge ein Beispiel für die Meinungsfreiheit ist, was wird dann aus dem Fall Jerusalems oder des Palästinenserstaats?   Mit anderen Worten: Die Meinungsfreiheit geht nur so weit, wie Fatah gleicher Meinung ist. Alle andere Meinung fällt nicht unter die Freiheit, sondern ist Verrat. Fatah baut hier eine Domino-Theorie auf: Wenn man in einem Punkt Kompromisse macht, dann kann man keinen Punkt mehr halten. Also gibt es nur Maximalforderungen und keine Kompromisse! Und über die Voraussetzungen zur Rückkehr nach Resolution 194 wird einmal mehr nichts gesagt.
3. Dr. Nusseibehs Ankündigung ließ die Flüchtlinge eine Partei bilden, die sich auf ihre Rechte konzentriert. Schließlich ist Dr. Nusseibeh kein Flüchtling und hat, wie Belfore, nicht das Recht, etwas, das ihm nicht gehört, an eine Partei abzugeben, die es nicht verdient hat.   Marwan Barghouti ist auch kein Flüchtling und hätte damit kein Recht über die Flüchtlingsfrage etwas zu sagen; Jibril Rajoub ist kein Flüchtling; Faisal Husseini war kein Flüchtling. Aber alle nahmen und nehmen sich das Recht, für die Flüchtlinge zu sprechen und über sie zu verhandeln, ohne dafür von ihnen gewählt worden zu sein.
4. Die UN-Resolution zur Gründung zweier Staaten in Palästina ging dem Rückkehrrecht voran. Die UNO akzeptierte das zionistische Gebilde erst, nachdem es sich damit einverstanden erklärte, die Resolutionen 181 und 194 umzusetzen. Es ist falsch, das Rückkehrrecht als Hindernis für die Gründung eines Palästinenserstaates anzusehen oder das eine gegen das andere zu tauschen.   Über die Umsetzung der Resolutionen zu verhandeln! Das wurde gemacht und scheiterte.
Das „zionistische Gebilde“ macht die Rückkehr nicht zum Hindernis zum palästinensischen Staat, das tut Arafat, der auf der Rückkehr in seiner Auslegung besteht und vorher keine Vereinbarung treffen will. Er hat diese Forderung als Stolperstein für jede Verhandlung eingebracht, als Ehud Barak ihm in der Jerusalemfrage weiter entgegen kam, als er je befürchtete. Da brauchte er schnell einen neuen Stolperstein: die Flüchtlingsfrage.
5. In der Westbank gebaute jüdische Siedlungen sind illegal und bilden ein Hindernis für den Frieden. Die bloße Idee, das Rückkehrrecht für die Siedlungen aufzugeben schändet eines unserer Grundprinzipien, das Recht auf Rückkehr.   Also auf keinen Fall „gleiches Recht für alle“ – die Juden dürfen keinen Palästinenser ablehnen, aber die Palästinenser dürfen einen judenreinen Staat verlangen – wer ist denn hier mit ethnischer Säuberung befasst? Warum dürfen die Israelis nicht wieder bekommen bzw. behalten, was sie schon vor 1948 in der „Westbank“ bzw. dem Gazastreifen besaßen?
6. Nusseibehs Forderung nach zwei Staaten auf ethnischer Grundlage stellt eine implizite Anerkennung der ethnischen Säuberungen dar, die das rassistische Israel gefordert hat.   War die Vertreibung der Juden aus allen arabischen Ländern eine ethnische Säuberung, die Israel durchführte? War es ethnische Säuberung, dass sie den am Ort gebliebenen Arabern die israelische Staatsbürgerschaft gaben? Sind die bisherigen „Familienzusammenführungen“ ethnische Säuberung? Sind gegen Israel hetzende Araber, die ins Parlament gewählt wurden, von den Israelis ethnisch gesäubert?
7. Dr. Nusseibeh scheint vergessen zu haben, dass er eine Person der Öffentlichkeit ist. Er ist der Präsident der Al Quds Universität und hat die Leitung von Jerusalems diplomatischen Einrichtungen. Er ist kein reiner Forscher, dessen Ansichten unsere Interessen nicht schaden (können).   Also darf er persönliche Meinung nicht äußern, sondern nur das, was die PA-Führung ihm vorschreibt?
Und als reiner Forscher kann er seine Meinung äußern, denn da interessiert sie nicht?
8. Dr. Nusseibeh wählte einen sehr empfindlichen Zeitpunkt um seine Haltung in der Flüchtlingsfrage zu äußern. Dieser Zeitpunkt liegt im Interesse Sharons, der eine Politik des Staatsterrorismus gegen unser Volk angenommen hat.   Welcher Zeitpunkt wäre denn „angebracht“ gewesen? Ich denke, den hätte es nie gegeben!
9. Dr. Nusseibeh wählte den falschen Ort, die Hebräische Universität, um seine Ansichten zu vermarkten. Er vermittelte den Eindruck, dass die ‚gute‘ Leitung die ist, die nicht am Recht auf Rückkehr fest hält, sondern die Zuckerbrot-und-Peitsche-Politk der israelischen Regierung anerkennt.   Einen besseren Ort hätte er nicht finden können, denn an jedem „passenden“ wäre er von den Palästinensern gelyncht worden. Aber die Fatah will lieber mehr Leid für ihr Volk, als unannehmbare Positionen aufzugeben oder irgendeinen Kompromiss einzugehen.
Wie übrigens sehen das Zuckerbrot und die Peitsche Israels aus? Sie reagieren (leider) nur auf die palästinensischen Terrorakte! Sie haben Angebote ohne Ende gemacht, was denn noch?
10. Trotz der Verurteilung durch die Ranghöheren fährt Dr. Nusseibeh fort, seine Ansichten in einer Art zu äußern, die der Sache seines Volkes schadet. Dass er darauf besteht, dies zu tun, deutet darauf hin, dass er Teil eines Versuches ist, eine alternative Führung aufzubauen.   Anderer Meinung zu sein, ist also nach diesem Absatz ein Verbrechen!
Und wieder ist offenbar alles eine Verschwörung – gegen die Führung (weil die ersetzt werden soll) und wahrscheinlich eine israelische. Hat Arafat sich derart geirrt, als er einen Volksschädling an die Spitze Jerusalems setzte?
Dr. Nusseibeh sollte erkennen, dass seine neue Haltung sich negativ auf Präsident Arafat, die Jerusalem-Frage, die Universität, der er vorsteht und der Bewegung, der er angehört, auswirkt. Die von ihm gezeigte Unnachgiebigkeit sorgt dafür, dass die Führung und die Fatah nur zwei Möglichkeiten haben: entweder, ihn zu entlassen oder die Entscheidung aufzuschieben und damit den Eindruck zu erwecken, dass die Führung seine Ansichten teilt. Ein solcher Eindruck schadet unserer nationalen Einheit und der Intifada, die Dr. Nusseibeh als Zustand der Erschütterung beschrieb. Wir sollten unsere Zeit nicht damit verschwenden, Dr. Nusseibehs Haltung zu verurteilen. Unsere Zeit sollte dazu verwendet werden die richtigen Mechanismen zu finden um das Rückkehrrecht und/oder Entschädigung zu schützen. Das wird Israel nicht erlauben zu behaupten, dass die Rückkehr von 3 bis 4 millionen Palästinenser in ihre Heime seine Sicherheit gefährdet. Das kollektive Recht der Flüchtlinge sollte die Umsetzung des Rechts des einzelnen Flüchtlings nicht behindern, der wählen kann, ob er/sie in sein/ihr Heim zurückkehrt oder entschädigt wird. Weder Israel noch die Flüchtlinge können ihre Interessen durchsetzen, ohne dass der richtige Mechanismus für die Umsetzung des Rückkehrrechts angewendet wird.   Negativ wirkt sie sich nur aus, wenn keine anderen Lösungen zur Verfügung gestellt werden außer der kompromisslosen. Da diese aber auf PA-Seite als einzige vorhanden ist, muss Nusseibeh mit Entzug seiner Lebensgrundlage gedroht werden.
Die Medien und Politik des Westens sprechen immer vom „Durchbrechen der Gewaltspirale“ – hier haben wir das beste Beispiel, dass es gar nicht im Interesse der Araber liegt, diese angebliche Spirale zu zerstören, im Gegenteil. Und jeder, der einen Schritt in Richtung Durchbruch machen würde, wird verteufelt und seine Existenz wird bedroht. Seine Haltung wird nicht einmal als diskussionswürdig angesehen.
  Fatah schreibt, dass Flüchtlinge wählen können zwischen Rückkehr und Entschädigung. Aber sie wollen es ihnen nicht zugestehen. Die Propaganda-Maschine der Medien und Erziehung, der Druck der arabischen „Gastgeber“ sorgen schon dafür, dass kein einziger „Flüchtling“ eine andere Wahl trifft als „Rückkehr plus Entschädigung“. Und bei der Bereitschaft Arafats zu Kompromissen kann nichts anderes dabei heraus kommen als die Zerstörung Israels – entsprechend den Planungen der PLO.
Israel wird durch sein Versagen im Aufzwingen seiner Version des Friedens gezwungen sein, seine Haltung bezüglich unseres unveräußerlichen Rechts, einschließlich des Rechts auf Rückkehr, zu überdenken.   Mit Zwang wird gearbeitet – das dürfen aber nur die Palästinenser, wehe, die Israels üben Druck aus! Dann ist das Staatsterrorismus!
Revolution bis zum Sieg.   Und wie üblich der überaus friedliebende Gruß, der dafür sorgt, dass keiner auf falsche Ideen kommt!

Noch ein Nachtrag von IMRA:
Es ist eine einfache Wahrheit, dass das Recht auf Rückkehr (wie es von der Fatah beschrieben wird) per Definition die Ende der Existenz des jüdischen Staates Israel bedeutet. Das wird soger von der extremen Linken in Israel (z.B. Uri Avnerys Gush Shalom) anerkannt.

Damit scheint Arafat den Punkt gefunden zu haben, mit dem er jegliche Verhandlungen zum Scheitern bringen wird.
Aaron Lerner: Es ist offensichtlich absurd, von einem souveränen Staat zu verlangen, dass er Selbstmord begeht.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

Offizieller Fatah-Herausgeberkommentar kritisiert die USA wegen der Angriffe auf Afghanistan Israel lehnt Einführung des Rechts auf Rückkehr ab

Der englischsprachige Original-Artikel stand Mitte Oktober 2001 auf der offiziellen Fatah-Website: (http://www.fateh.net/e_editor/01/300901.htm)

Zuerst dem zionistischer Terrorismus entgegen treten

Übersetzter Originaltext Kommentar des Übersetzers
Während Palästinenser den Jahrestag der Intifada gegen den zionistischen Terrorismus für die Erreichung der Unabhängigkeit feierten, Auf der Straße, mit Schüssen, Anschlägen und auch mit einer Ausstellung in der Universität: Die Sbarro-Pizza nach dem Bombenanschlag wird nachgebaut und zur Besichtigung frei gegeben, der Täter als Märtyrer glorifiziert und alles zur Nachahmung empfohlen! Übrigens begannen die „Jahrestags-Feiern“ erst fast 3 Wochen NACH den Anschlägen in USA.
traf der Welt-Terrorismus in das Herz der USA um zwei seiner wichtigsten Symbole, das World Trade Center und das Pentagon zu zerstören. Die ganze Welt und die Palästinenser, als Opfer des zionistischen Terrors, waren vom Ausmaß der Tragödie geschockt, die die USA belasteten. Geschockt vom Ausmaß – nicht von der Tat! Das spricht Bände! Anonsten liefen tausende auf die Straßen und feierten!
Allerdings wurden unsere Gefühle der Sympathie gegenüber den Opfern und ihren Familien begleitet von einer Reihe ernster Fragen. Von den „Gefühlen der Sympathie“ war beim „einfachen Volk“ in „Palästina“ wenig bis nichts zu sehen – sie haben erst gefeiert, dann für bin Laden demonstriert und nach mehr Blut gebrüllt!
Warum wurden die USA angegriffen? Werden die USA ihre Praktiken gegenüber den Ländern der Welt überdenken? Wird die US-Regierung eine Rache-Politik gegen die ausüben, die mit ihnen nicht überein stimmten oder mit ihnen in der Zukunft nicht überein stimmen? Wird die menschliche Tragödie die Rückkehr einer menschlicheren Demokratie erlauben, die nicht Terror mit Terror bekämpft? Mit anderen Worten: Die USA sind eine wenig menschliche Kaum-Demokratie, die alles niederwalzen will, was vor ihr nicht in die Knie geht. Die USA sind eine aggressive Macht, die alle anderen unmenschlich behandelt. Terror mit Terror zu bekämpfen ist falsch (warum verüben dann die Palästinenser so viel Terror? Verzeihung, sie verüben keinen Terror, sie sind ja „Freiheitskämpfer“ und jeder Jude ist ein Terrorist und damit legitimes Ziel für einen Mordversuch! Und solche Mordversuche sind kein Terror.
Diese legitimen Bedenken sollten nicht von den heuchlerischen Positionen beiseite gefegt werden, die einige Länder einnehmen umd die USA zu beschwichtigen – einem Land, das Menschenrechte oder internationales Recht nicht respektiert. Es sponsort immer noch den zionistischen Terror gegen unser Volk und tötet Zivilisten im Irak. Hier geht die Verleumdung der USA weiter: Die USA sponsorn Terror, sind unmenschlich usw. Dazu wird behauptet, andere Länder versuchten, die USA heuchlerisch zu beschwichtigen. Das Gegenteil ist der Fall: Die USA tun alles, um selbst Terror-Staaten wie Sudan, Iran usw. in die „Koalition“ zu bringen! Wenn einer Appeasement-Politik betreibt, dann die USA, die ständig Israel zu Zurückhaltung auffordern.
Wenn ein Land dieser Welt alles getan hat, um Menschenrechte durchzusetzen, dann wohl die USA. Gleichberechtigung ist vielleicht immer noch nicht in wünschenswertem Ausmaß erreicht, aber es herrscht größere Toleranz als in fast jedem anderen Staat der Welt. Es gibt kaum ein Land, das so viel Wert auf internationales Recht legt, wie die USA, auch wenn einzelne US-Regierungen Entscheidungen treffen, die so in Europa oder an anderer Stelle nicht gebilligt werden und die manchmal sehr zweifelhaft sind. Das hat aber nichts mit internationalem Recht oder dessen Missachtung zu tun, sondern damit, gewisse politische Entscheidungen zu treffen/zu tragen oder nicht. Die grundsätzliche Freundschaft der USA mit Israel wird als Grund angeführt, dass die USA internationales Recht nicht anerkennen und Terror fördern. Kein Wort davon, dass diese Darstellung entscheidende Elemente z.B. von UN-Resolutionen ausblendet und vor allem, dass die USA diese Vorwürfe in erster Linie deshalb gemacht bekommen, weil sie das nicht tun, was die Araber ihnen vorwerfen: Unvoreingenommen eine Darstellung übernehmen, ohne darüber nachzudenken und damit eine Seite zu verteufeln. Die arabischen Protagonisten der angeblichen zionistischen Kontrolle der USA wollen die unkritische Übernahme ihrer Position durch die USA und die Europäer erreichen, um damit Israel ungehindert von Protesten oder Taten vernichten zu können.
Sharon dachte, er könne die Tragödie missbrauchen um die Intifada mit den terroristischen Angriffen gegen die USA zu verbinden. Das ist schlichtweg gelogen. Die Verbindung zwischen dem Terror in Israel und den Anschlägen in New York und Washington wurde von Arabern und ihren Lobbyisten in den USA gezogen um die Israel-Politik der USA zugunsten der Araber zu verändern, schließlich auch von bin Laden, als Rechtfertigung für die Gräuel, die er beging.
Die US-Regierung drängte ihn allerdings Zurückhaltung zu üben, um die Formierung einer internationalen Allianz gegen Terrorismus zu erlauben, die einige unerlässliche arabische und moslemische Staaten einschließt. Da ist etwas Wahres dran: Ohne die Ausgrenzung Israels aus der Koalition würden die arabischen Staaten nicht mitmachen. Und ohne die Verunglimpfung Israels durch die arabischen Staaten („Staatsterrorismus“) und den US-Druck auf Israel wäre eine wenigstens verbale Unterstützung nicht drin – aber auch diese wird an weitere Bedingungen geknüpft, die die Koalition ad absurdum führen. Powells Koalitions-Sucht lässt die USA als Hampelmann da stehen.
Viele dieser Länder distanzieren sich von dem kriminellen Akt, sie kondolierten, verdammten die Tat und drückten ihre Bereitschaft auf die USA in ihrem Kampf gegen Terrorismus zu unterstützen. Die Bedingungen, die sie dafür stellen, machen die Koalition vor vorneherein sinnlos: Es sollen keine Angriffe auf muslimische Länder erfolgen, die Aktionen der Koalition dürfen sich nicht gegen muslimische Staaten richten, die Israelis müssen von vorneherein als Terroristen definiert werden – so selbst das angeblich moderate Saudi Arabien!
Es wurde offenbar, dass die US-Regierung plante ihre Vormachtstellung der Welt als grenzenlose Tyrannei aufzudrücken, besonders nachdem sie ihre Operationen zum Kampf gegen den Terrorismus „unbeschränkte Gerechtigkeit“ nannte. Dass die Amerikaner zu übertriebener Wortwahl neigen, mag man ihnen vorwerfen. Aber ausgerechnet die Leute, die die Vorrangstellung ihrer Religion betreiben und die Weltherrschaft des Islam anstreben, behaupten, die USA nähmen die Gelegenheit als Vorwand, eine Welterrschaft tyrannischer Art aufrichten zu wollen. Da schließt der Terrorist von sich auf andere!
Die US-Regierung begriff, dass Staaten, die nach dem terroristischen Angriff ihre Unterstützung zeigten, begannen ihre eigenen Interessen zu bedenken, bevor sie der Teilnahme an der Allianz gegen den Terrorismus beistimmten. Das ist es wohl: Es werden auch in dieser Sache NUR die eigenen Interessen verfolgt. Es geht nicht um Terrorismus, es geht um Interessenpolitik. Diese wird den USA immer vorgeworfen – hier wird sie als positives Element der arabischen Staaten vermerkt.
Arabische Länder scheinen eine einheitliche Stellung erreicht zu haben, was ihre Rolle in der von den USA geführten Allianz angeht. Eine aufrichtige Definition des Terrorismus ist unerlässlich um diese Rolle zu bestimmen. Gerade diese Definition wurde unterlassen, damit arabische Staaten überhaupt bereit waren, darüber nachzu­denken, an der Koalition teilzunehmen. Das Beispiel der syrischen Haltung hierzu zeigt, dass die Araber wohl eher den Westen erpressen wollen, ihre Definition von Terrorismus (Israel ist Terrorismus, alles andere ist Freiheitskampf und der Westen hat den Hass nicht nur verursacht, sondern auch verdient, der ihm entgegen schlägt) zu übernehmen als eine tatsächliche und „neutrale“ Definition zu versuchen. Diese stände ihren Interessen entgegen.
Jede derartige Definition sollte unterscheiden zwischen dem legitimen Recht eines Volkes sein besetztes Land zu befreien einerseits und dem Staatsterrorismus, der Menschen­rechte verletzt, die in UN-Resolutionen anerkannt sind, andererseits. Hier haben wir es wieder: Israel ist terroristisch, nicht die, die undifferenziert jüdische Frauen, Kinder, Alte usw. in die Luft jagen oder gezielt erschießen. Die Verbindung zwischen dem Terror in den USA und den Zuständen in Nahost wird von arabischer Seite heftigst propagiert. Aber angeblich hat ja Sharon das gemacht! Übrigens: Die Anerkennung von UN-Resolutionen durch arabische Staaten wird überhaupt nicht diskutiert: Die „Sheeba-Farmen“ werden entgegen aller UN-Resolutionen und -Beschlüsse weiterhin als libanesisches Staatsgebiet dargestellt und daher „muss“ die Hisbollah weiter „Freiheitskampf“ gegen israelische Soldaten und Zivilisten bestreiten; Ägypten schickte z.B. 1967 wie auch 1973 entgegen aller Vereinbarungen mit der UNO sein Militär in den Sinai; UN-Verbände im Libanon werden bedroht und verfehlen deswegen alle Ziele, die ihnen gegeben wurden, usw. Ich glaube nicht, dass die Araber sich beschweren dürfen, Israel halte UN-Resolutionen nicht ein – einmal abgesehen davon, dass diese so einseitig ausgelegt und verzerrt werden, dass arabische Verpflichtungen darin nicht mehr vorkommen.
Die US-Regierung übte Druck auf Sharon aus, um ihn auf der Basis des Mitchell-Reports an den Verhandlungstisch zurückzuholen, der einen Waffenstillstand fordert, einige Vertrauen bildende Maßnahmen und die Umsetzung von UN-Resolutionen. Auch hier wird wieder äußerst selektiv und damit entstellend und komplett verfälschend „argumentiert“: Der Mitchell-Report fordert einen Waffenstillstand: dass die Palästinenser das Feuer einstellen, damit Israel nicht weiter darauf antwor­ten muss. Erst dann können Vertrauen bildende Maßnahmen (beider Seiten!) erfolgen. Arafat hat aber sofort nach „Annahme“ des Mitchell-Reports erklärt, er solle als Ganzes umgesetzt werden, nicht scheibchenweise – in eklatanter Verzerrung dessen, was der Report ausdrücklich aussagt. Arafat wollte partout nicht auf seine Gewalt verzichten, bevor die Israelis nicht das umsetzten, was sie erst NACH der Einstellung des PA-Terrors tun sollten.
Aber Sharon weiß sehr genau, dass am Verhandlungstisch zu sitzen ein Ende des Siedlungsbaus und aller Rechtfertigungen bedeutet, einschließlich der des natürlichen Wachstums. Das stimmt mit der US-Haltung überein, die Siedlungen als illegal und ein Hindernis für den Frieden ansieht, wie James Baker vor der Madrider Konferenz sagte. In den „besetzten Gebieten“ gilt nach wie vor das osmanische Landrecht, denn es wurde nie ein anderes eingeführt (wenn die Israelis das versucht hätten, wären sie natürlich wieder verteufelt worden). Von daher kann es auch keine illegalen Siedlungen geben, weil das Recht vorsieht, dass mehrere Jahre ungenutztes Land niemandem gehört und von jedermann in „Besitz“ genommen werden kann. Nach 3 Jahren kontinuierlicher Nutzung steht es diesem Jemand zu, so lange er es kontinuierlich weiter nutzt. Wird diese Nutzung nicht fortgesetzt, darf jeder andere das Land in „Besitz“ nehmen.
Außerdem sind die Siedlungen und was aus ihnen wird Teil der angestrebten Verhandlungen. Ihr Ergebnis vorweg zu nehmen und dem anderen aufzuzwingen, ist Erpressung und zeugt nicht von Verhandlungswillen.
Trotzdem: Sharon hat keine wirkliche Achtung für den Friedesnporzess; er glaubt, dass die Palästi­nenser keine Berechtigung an einem Stück Land haben, das er und andere Rassisten in Israel „Groß-Israel“ nennen. Daher wird jede positive Antwort auf ein Friedensversprechen seine Regierung in Gefahr bringen. Ze’evi und Liberman z.B. glauben beide nicht an Mitchells Bericht oder an das Recht von Peres, Präsident Arafat zu treffen. Verleumdung pur: Sharon hat bisher keine Chance gehabt, seine Achtung für den Friedensprozess zu zeigen, weil die Palästineser keinerlei Voraussetzungen dafür erfüllen. Im Gegenteil: Sharon ist in seinen Forderungen immer weiter herunter gegangen, aber Arafat macht keinerlei Anstalten, auch nur ansatzweise die Voraussetzungen zu schaffen, dass der Friedensprozess wieder aufgenommen werden kann. Ansonsten haben die Israelis – auch gerade Sharon – immer wieder versucht, den Palästinensern entgegen zu kommen; eine achtwöchige Waffenruhe von Mitte Mai bis Mitte Juli, während der die Israelis nichts taten, auch nicht mit Gegenschlägen auf permanenten palästinensischen Terror antworteten, wurde von denen dazu genutzt, die Zahl der Gewalttaten und ihre Intensität noch zu steigern. Die Peres-Arafat-Treffen haben keinen Sinn gemacht, weil die Voraussetzungen nicht erfüllt waren – aber das wird hier den nicht-Peres-Politikern zum Vorwurf gemacht. Dämonisierende Behauptungen, die nicht belegt sind, sollen als Tatsachen herhalten, die eigene Gräuel in den Hintergrund treten lassen.
Der US-Druck auf Sharon ließ ihn taktisch einem Treffen zustimmen, gleichzeitig unternahm er alles, um irgendwelche positiven Resultate zu sprengen. Israelische intensive Aggression während und nach dem Treffen Das ist eine unverschämte Umkehrung der Tatsachen. Während Sharon unter Aufatmen der israelischen Linken und dem Applaus des Westens einem Treffen Arafat-Peres zustimmte, wurde von palästinensischer Seite gezielt gegen israelische Soldaten und Zivilisten Anschläge verübt, die viele Tote forderten. Das sind die Umstände, die die Gespräche wieder einmal im Sande verlaufen ließen. Israel hatte sich im besagten Zeitraum zurück gehalten und nur auf lebensbedrohliche Aktionen der Palästinenser reagiert. Arafat faselte etwas von Waffenstillstand, während seine „Polizei“ einen israelischen Sicherheitsposten in die Luft jagte! Eklatante Lügen, die aber nicht zugegeben werden. Und wir sollen das alles ganz schnell vergessen und Israel als Sündenbock annehmen. „Vergeltungsschläge“, die VOR den israelischen Vergeltungsschlägen stattfinden, sind Aggression und Terror, sonst nichts!
brachte einige Vergeltungs-Raktionen hervor, die Israel wie üblich der PNA zur Last legt. Wem sonst sollte die Verantwortung zur Last gelegt werden? Die PA lässt die Terroristen schalten und walten, unternimmt nichts dagegen, sondern fördert es noch! Zum großen Teil handelt es sich bei den „Aktivisten“ um palästinensische „Sicherheitskräfte“, die die Terrorakte ausüben!
Seit wann ist es zu viel verlangt, die Festnahme von Terroristen und Verbrechern zu verlangen? Die PA beschwert sich, wenn die Terroristen gezielt „außergerichtlich“ liquidiert werden – aber gegen sie vorzugehen ist ihr auch nicht Recht!
Zusätzlich verlangte Israel von der PNA einige Intifada-Aktivisten festzunehmen, während israelische Armee-Offiziere sich stolz berichten, wie viele Palästinenser sie getötet haben.

Für solche Verleumdungen wurden noch nie Beweise vorgelegt!

Statt mit der PNA zu kooperieren um eine viel positivere Atmosphäre durch Reduzierung des Spannungsniveaus in der Region zu schaffen, ziehen es israelische Offizielle vor einen Keil zwischen die PNA und die Opposition zu treiben, indem sie die PNA auffordern, palästinensische Aktivisten zu verhaften. Die PNA kann und will nicht die Rolle einer Polizei spielen, deren grundlegende Aufgabe es ist, für die Sicherheit Israels zu sorgen, das weiterhin Siedlungen baut. Das ist nun wirklich eine kaum überbietbare Verdrehung der Tatsachen: Die sicherheitspolitische Kooperation der Israelis in gemeinsamen Patrouillen wurde durch die Ermordung israelischer Sicherheitskräfte durch die entsprechenden palästinensischen „Partner“ gefährdet und eingestellt. Eine Aufnahme wurde immer wieder einmal propagiert, hat aber wohl nicht mehr oder nur sehr kurzfristig stattgefunden. Sicherheitskräfte sind dazu da, Kriminelle zu stellen und aus dem Verkehr zu ziehen. Sich aus dieser Verantwortung zu stehlen, weil es Palästinenser ja nur für palästinensische Sicherheit zuständig sind und nicht für israelische, ist einfach heuchlerisch, fördert den Terror und widerspricht jedem Recht.
Die PNA hat ihr Möglichstes getan, jegliche Angriffe aus den Territorien unter seiner Kontrolle, besonders gegen Zivilisten zu verhindern. Schlichtweg gelogen: Wenn PA-Sicherheitskräfte an Terrorakten teilnehmen, dann hat die PA aber auch gar nichts getan, um die Terrorakte zu verhindern. Wenn die PA die Täter im Vorherein kennt (und sie hat sie von Israel benannt bekommen) und nichts unternimmt, dann lügt sie, wenn sie behauptet, sie habe ihr Möglichstes getan, Terrorakte zu verhindern.
Die PNA wird sich weiterhin mit den nationalen und islamischen (Streit-)Kräften bezüglich der Art, der Zeit und dem Ort jeglicher Operationen koordinieren. Die „nationalen und islamischen Kräfte“, von denen die PA redet, sind: Hamas, Islamischer Jihad, Hisbollah und die entsprechenden Fatah-Fraktionen (Force 17, Tanzim, Polizei usw.). Kooperation von Operationen mit den Terrororganisationen kann nur eins bedeuten: Die PA steckt mit Hamas u.a. unter einer Decke. Mit Terroristen wird nicht auf diese Weise kooperiert, wenn ihre Ziele und Methoden nicht akzeptiert und unterstützt werden!
Weder leiden Palästinenser gerne noch wollen sie zu einem hinterlistigen Verhandlungsprozess zurückkehren. Sie wollen den zionistischen Terror beenden, der sich in folgenden Dingen zeigt:
1. Die israelische militärische Besatzung der 1967 besetzten Gebiete, die im Gegensatz zu den UN-Resolutionen 242 und 338 steht. Nach den Oslo-Vereinbarungen sollten diese Gebiete vor dem 4. Mai 1999 zurück gegeben werden. Sharons Regierung hat statt dessen begonnen, einige der befreiten Gebiete wieder zu besetzen. Dazu bleibt nur zu sagen: Die Israelis haben die Gebiete in einem ihnen aufgezwungenen Krieg besetzt. Sie halten sie weiter besetzt, weil die Palästinenser, früher die Ägypter/Jordanier, keinen Frieden geben. Die Resolutionen 242 (beson­ders) und 338 geben die einseitige Auslegung der PA nicht her; es sind weder die darin genannten sicheren Grenzen verhandelt worden noch ist die Sicherheit Israels anerkannt bzw. gewährt. Auch wird wieder einmal verschwiegen, welche Voraussetzungen für die Übergabe der Territorien bis Mai 1999 erfüllt sein mussten (Oslo-Verträge) und dass die Palästinenser diese Voraussetzungen bisher einfach nicht geschaffen haben.
Die Behauptung, Sharon besetze einige der „befreiten Gebiete“ wieder: Diese Gebiete als „befreit“ zu bezeichnen spricht schon Bände. Aber was soll’s? (Israel hat in Verhandlungen die Übergabe der Gebiete an eine palästinensische Verwaltung vereinbart. „Befreit“ haben die Palästinenser sie auf keinen Fall, es war Israels Großmut und der Druck der USA, die dazu führten.) Es hört sich an, als wären riesige Gebiete militärisch erobert worden. Dem ist nicht so. Israel „besetzt“ punktuell und kurzfristig Orte, von denen aus heftigster Beschuss gegen Israel geübt wird, wie z.B. nach fast einem Jahr(!) Dauerbeschuss auf Gilo von Beit Jala aus. Diese Orte wurden immer wieder verlassen, wie auch nach der Verkündung des neuesten „Waffenstillstands“ Arafats nach dem 11.9.01 ohne weitere Vorbedingungen und gegen besseres Wissen im Vertrauen auf positives und konstruktives palästinensisches Verhalten. Die Palästinenser haben das bisher JEDES MAL dazu benutzt, den Terror von diesen Stellen wieder aufzunehmen. Ich bin gespannt, wann von Abu Sneinah die nächsten Schüsse auf die jüdische Gemeinschaft in Hebron fallen. Lange wird das sicher nicht auf sich warten lassen – und die palästinensischen Sicherheitskräfte können dann wieder überhaupt nichts dafür! (Ich weiß, das ist Spekulation, aber es gründet sich auf Erfahrung.)
2. Der Bau von Siedlungen auf konfisziertem Land nach der Vertreibung der palästinensischen Besitzer als Form der ethnischen Säuberung. Sharons Regierung fährt fort Siedlungen zu bauen, obwohl sie sich mündlich zur Einhaltung des Mitchell-Berichts verpflichtete. Zum einen wurden keine Palästinenser von irgendwelchem Land vertrieben. Die Lüge der Vertreibung wird aber weiter verbreitet und greift nicht nur im islamischen Raum um sich als „Tatsache“. Von ethnischer Säuberung zu sprechen kann man den Palästinensern vorwerfen: Sie wollen einen „judenreinen“ Staat, nicht das Zusammenleben, während in Israel mehr als 10% der Einwohner und Staatsbürger Araber sind, hunderttausende Palästinenser in Israel Arbeit gefunden hatten und von diesen Einkommen ihre Familien ernährten.
Zur Einhaltung des Mitchell-Berichts hat sich auch Arafat verpflichtet. Er hat nicht einmal Ansätze gemacht, diesen Verpflichtungen nachzukommen. Dass sein Verhalten die Voraussetzung für die Durchführung der Vorschläge der Mitchell-Komission ist, wid verschwiegen und die Vorschläge völlig verzerrt dargestellt (s.o.). Israel kann bisher nicht einmal beginnen, die Vorschläge umzusetzen, weil Arafat die Voraussetzungen nicht liefert.
3. Die fortgesetzten Angriffe gegen Heilige Stätten der Muslime und Christen in Jerusalem, einer Stadt, die gemäß UN-Resolution 252 ein integraler Teil der besetzten Gebiete ist. Zionistische Rassisten benutzen weiterhin, was sie den Grundstein für den Tempel nennen, um alle den Frieden liebenden abzuschrecken. Es wird gelogen, dass die Balken biegen. Angriffe führen an den Heiligen Stätten nur die Palästinenser: auf die betenden Juden vor der Westmauer, auf die Besucher der Patriarchen-Gräber; das Josefsgrab ist nach seiner „Eroberung“ (dabei hat es israelische Tote gegeben) inzwischen in eine Moschee umgewidmet worden, die kein Jude mehr betreten darf. Den Juden wird jeglicher Zugang zu ihren heiligen Stätten nach Möglichkeit verwehrt, ja jeder historische Bezug abgesprochen! Kein Jude darf den Tempelberg besuchen, weil die Waqf (moslemische Tempelberg-Verwaltung) Mord und Totschlag androht und predigt. Wer ist also hier rasissistisch?
Die Minderheit der „Getreuen des Tempelbergs“ werden von israelischen Gerichten und Sicherheitskräften davon abgehalten, den „Grundstein“ für den dritten Tempel auch nur symbolisch zu legen. Eine entsprechende Aktion fand zwar einmal statt, aber nur kurzfristig (der Stein blieb nicht liegen) und so weit weg vom Tempelberg, dass es schon lächerlich ist. Weitere solche Aktionen wurden gerichtlich untersagt. Trotzdem behauptet Arafat weiter, die Israelis betrieben eine Politik der Vernichtung der islamischen heiligen Stätten. Es verhält sich genau umgekehrt!
4. Die Verletzung von UN-Resolution 194, die die Rückkehr aller Flüchtlinge fordert, die aus ihrem Land getrieben wurden. Die Resolution besagt, dass eine Rückkehr zu ermöglichen ist für Menschen, die zu einem friedlichen Zusammenleben bereit sind oder Kompensation geleistet werden sollte (wozu die Flüchtlinge nach Umfragen überhaupt nicht bereit sind!). Es wird nicht gesagt, dass die Israelis ohne Bedingungen feindselig gesinnte Menschen in ihr Land holen sollen. Es steht auch in keiner Resolution und wird von der UNO sonst nirgendwo praktiziert, dass Flüchtlinge über Jahrzehnte hinweg von ihren arabischen „Brüdern“ in erbärmlichsten Lagern wie Vieh gehalten und aus allen Gesellschaften dort ausgegrenzt werden. Überall auf der Welt sorgt die UNO dafür, dass Flüchtlinge in „Gastländern“ oder anderen Ländern integriert werden und sich eine neue Existenz aufbauen können. Der Nahe Osten bildet die einzige Ausnahme. Dort wird weiterhin dafür gesorgt, dass „Flüchtlinge“ keine Chance haben, sich irgendwo zu integrieren oder ihren Lebensunterhalt unter menschenwürdigen Umständen selbst zu erwirtschaften. Der Libanon hat gerade erst ein neues Gesetz erlassen, das palästinensischen Flüchtlingen verbietet, (Grund-)Besitz zu erwerben; solche Palästinenser, die entsprechendes Eigentum erworben haben, dürfen dieses nicht vererben, es fällt an den libanesischen Staat. Über 70 Berufe sind den Palästinensern VERBOTEN.
Weiterhin würde mich interessieren, wie die Palästinenser und die übrigen Araber reagieren, wenn die Israelis gleiches fordern: Was ist mit den vertriebenen Juden, wenn die in die Länder zurückkehren wollten, aus denen die Araber sie 1948 vertrieben haben? Was ist mit ihrer Entschädigung?
5. Die terroristischen Praktiken, die gegen Palästinenser durch Ermordungen und Abriegelungen ausgeführt werden. Auch hier wieder eine Umkehrung vom Ursache und Wirkung: Würden die Palästinenser keinen Terorr ausüben, müssten die Israelis keine Maßnahmen ergreifen, die die Bewegungsfreiheit der Palästinenser einschränkt bzw. sie intensiven Kontrollen aussetzt. Würde Arafat dem Terror entgegen treten, die Terroristen bekämpfen oder zumindest ihre Aktivitäten zu unterbinden versuchen, würde Israel auch keine Terroristen durch GEZIELTE Maßnahmen töten. Wenn keine Palästinen­ser gezielt aggressiv und mit Mordabsichten auf Israelis los gingen, dann würden israelische Soldaten auch nicht auf sie schießen und es würde es auch keine Toten auf palästinensischer Seite geben.
Anders als die terroristischen Angriffe gegen die USA werden diese Terror erzeugenden Verletzun­gen durch eine klar bestimmbare Quelle verübt, den aufeinander folgenden Regierungen Israels. Pure Verleumdung – natürlich ist die Regierung der Ausgangspunkt für die Aktionen gegen die Palästinenser. Im Gegensatz zu palästinensischen Aktivitäten, deren Täter quer aus allen „gesellschaftlichen“ und politisch/militärischen Gruppierungen wie auch durch Einzeltäter sind, sind die Israelis bereit, sich durch ihre Sicherheitskräfte vertreten zu lassen und nicht unberechenbar und unkontrolliert oder gar von der Regierung ermutigt ihre Aggressionen an beliebigen Palästinensern auszulassen, nur weil sie Palästinenser sind.
Wird das Hauptaugenmerk auf einen langfristigen Krieg gegen Terrorismus liegen? Wenn, wird dann die palästinensische Sache nur zweitrangig sein oder sogar eingefroren werden, bis man geruht, sie wieder aufzunehmen? Niemand kann sich auf Versprechen verlassen, die die USA geben, deren Politik im Mittleren Osten von der zionistischen Lobby regiert wird. Wieder einmal wird die jüdische Weltverschwörung in den USA beschworen. Kritische Auseinandersetzung mit Israel wird nicht honoriert, weil die undifferenzierten arabischen Verleumdungen nicht (immer) von den USA übernommen werden. Und der eigene Terror ist natürlich kein Terror, aber die Israelis müssen vernichtet werden.
Die derzeitige Situation unterscheidet sich von der vorherigen und die internationale Allianz, die von den USA gesucht wird, wird ihre Definition des Terrorismus auf internationales Recht gründen und dementsprechend Wege benennen, damit umzugehen. Obwohl sie die einzige Supermacht sind, kön­nen die USA ihre Ansichten der internationalen Gemeinschaft nicht aufzwingen. Staaten haben ihre eigenen Interessen zu vertreten. Schließlich wollen die USA der Welt ihre Vorherrrschaft aufzwin­gen. Afghanistan als erstes Ziel auszusuchen, verstößt gegen die Interessen zweier regionaler Mächte, Iran und Russland. Vergisst, dass Russland die Aktionen gegen Afghanistan durch Lieferung von Waffen u.a. an die „Nordallianz“ unterstützt – also kann nicht gesagt werden, dass die USA gegen die Interessen Russlands verstoßen.
Hier wird direkt wieder propagandistische Diffamierung betrieben: So sind die USA – wir beweisen nichts, aber es ist so! Und die USA wollen etwas, das gegen internationales Recht verstößt. Und statt sich dem Kampf gegen den Terror zu widmen, müssen die Staaten ihre eigenen Interessen verfolgen – aber die USA nicht! Die müssen einer internationalen Gemeinschaft folgen, wie die Araber sie verstehen.
Was uns betriff ist die wirksame Rolle, die arabische und muslimische Staaten dabei spielen werden, internationale Anstrengungen zur Erreichung vo Freiheit und Gerechtigkeit für die ganze Welt zu erreichen. Freiheit und Gerechtigkeit für die ganze Welt: Kann nur die islamische Version meinen: Alles unter die Knute der Islamisten! Hurra! Denn Amerikaner sind nicht frei, haben keine Demokratie usw. Shariah forver?
Diese Bemühungen sollten hier in Palästina beginnen und besonders in Jerusalem, dem Schlüssel zu Frieden und Stabilität in der gesamten Welt. Die Beendigung des von den USA gesponsorten zionistischen Terrorismus wird den Weltterrorismus beenden. Hier wieder die Verbindung zwischen den Anschlägen in New York und Israel. Wer bringt das denn nun immer zusam­men? Die Darstellung, der Weltterrorismus höre auf, wenn Israel nicht mehr existiere, ist nun wirklich kein Argument, sondern pure Verleumdung. Und in Israel anzufangen, die Verbrecher zu fangen, die die Selbstmörder in die US-Flugzeuge schickten, ist nur folgerichtig.
Wir, die Araber und Muslime, haben uns entschlossen, dem zionistischen Terror ein Ende zu bereiten, um Frieden zu bringen. Welchen Frieden? Den der unterdrückten Menschen, die unter der Korruption der Machthaber leiden, weil Geld nicht ankommt, das dem Wohl des Volkes zugedacht ist; denen grundlegende juristische Prinzipien vorenthalten werden (s. „Kollaborations“-Prozesse); deren Meinungsfreiheit durch Morde und „Gerichte“ verhindert wird?
Revolution bis zum Sieg. Sehr friedlich! Hier wird nicht Ausgleich gesucht, keine gleichberechtigte Vereinbarung, sondern „SIEG“. Dem hat sich alles unterzuordnen, vor allem die Wahrheit.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07. – 13. Mai 2017)

Sonntag, 07.05.2017:

Der Anführer des Hungerstreiks der Terrorhäftlinge, Marwan Barghouti, wurde erwischt, wie er heimlich aß. Israels Botschafter bei der UNO kommentierte passend, damit sei bewiesen, dass der „Hungerstreik“ lediglich ein Medien-Stunt ist.

Die PA-Araber behaupten wieder Juden würden abgerichtete Wildschweine auf sie loslassen; ein arabisches Mädchen wurde in die Hand gebissen, das können nur die Juden gewesen sein.

Der 6 Meter hohe Sicherheitszaun an der Grenze zum Libanon wird an zwei Abschnitten erneuert und verbessert.

Montag, 08.05.2017:

Die (verbotene) Islamische Bewegung (nördlicher Zweig) in Israel hat einen Marsch von Haifa nach Jerusalem begonnen. Die Teilnehmer wollen Jerusalem am Freitag erreichen.

Unterstützt (und eventuell angestiftet) von linken israelischen NGOs haben pal-arabische Bauern im Jordantal illegal gesperrtes Staatsland bestellt, das als Schießstand der IDF genutzt wird und teilweise auch noch vermint ist. Die Bauern verschwinden immer rechtzeitig beim Auftauchen des Militärs, so dass die Soldaten nicht feststellen können, wer sie sind.

Der Terror-Sportchef Jibril Rajoub will, dass die FIFA israelische „Siedler-Clubs“ vom Spielbetrieb ausschließt – und jetzt schimpft er, dass Netanyahu sich bei der FIFA dagegen ausspricht. Das ginge nicht, dass ein Politiker sich da einmischt und verlangt, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wird.

Dienstag, 09.05.2017:

Die Fünfte Kolonne: Ayman Odeh von der Gemeinsamen Arabischen Liste bezeichnet die in Israel einsitzenden Terroristen als „politische Gefangene“, die „einen gerechten Kampf zur Befreiung von einer ungerechten Besatzung führen“.

Scheinheilig: Mahmud Abbas behauptet weiter, er sei bereit sich mit Netanyahu zu treffen – vorausgesetzt, Trump ist dabei.

Noch scheinheiliger: Mahmud Abbas lässt wissen, dass es keine Alternative zu einer Friedenslösung gibt und die Zeit militärischer Optionen vorbei sei.

Die IDF geht seit einiger Zeit verstärkt gegen Waffenproduktionsstätten in Judäa und Samaria vor. Seit Anfang 2017 wurden 23 Werkstätten und mehr als 150 Waffen beschlagnahmt.

Mittwoch, 10.05.2017:

Marwan Barghouti ist seit dem Beginn des „Hungerstreiks“ der Terrorhäftlinge in Isolationshaft. Jetzt wurde seinem Anwalt eine Besuchserlaubnis gestrichen (vermutlich infolge von nach draußen geschmuggelten Interviews?). Eine Delegation des Roten Kreuzes kann ihn aber besuchen; das IKRK hatte diesen Besuch gewünscht.

Bei der Wahl zur Studentenvertretung der Universität Bir Zeit hat zum zweiten Mal in Folge die Hamas gewonnen.

Die Hamas bekommt Kritik wegen ihres neuen Strategiepapiers; sie versichert vehement, dass die Gruppe weiterhin die Vernichtung Israels anstrebt und nicht mit Israel über das Recht an „ganz Palästina“ verhandeln wird.

Donnerstag, 11.05.2017:

Während sich Abbas letzte Woche mit US-Präsident Trump traf, wobei er behauptete, die Palästinenser würden ihre Kinder zu Frieden erziehen, waren seine PA und die Fatah emsig damit beschäftigt 12 Terroristen zu ehren, die für die Ermordung von 95 Menschen verantwortlich sind. Außerdem wurde in Jenin eine Straße nach einem Entführer und Mörder benannt.

Es wird erwartet, dass für den Gedenktag zum Tode von Joseph tausende Juden dessen Grabmal in Schechem/Nablus besuchen wollen. Um das vorzubereiten, haben Aktivisten vom Militär eine Sondererlaubnis zum Besuch erhalten; sie werden alles putzen.

PA-Sicherheitskräfte haben in Judäa und Samaria anscheinend Terroranschläge verhindert, indem Hunderte Waffen beschlagnahmt wurden.

Vor einigen Wochen wurden sechs Aktivisten der „Islamischen Bewegung“ in Israel festgenommen; sie handelten in Erhalt und Ausübung von Aktivitäten der Tanzim-Bewegung in Jerusalem und verfügten über Bargeld aus dem Ausland im Wert von ca. 200.000 Schekeln.

Weisheit von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah: Israel ist schwach – es versteckt sich hinter Zäunen. (Vermutlich versteckt er sich deshalb die meiste Zeit vor Israel.)

Die PA-Repräsentantin bei der UNO hat wieder – diesmal in Briefen – dazu aufgerufen, dass die UNO zugunsten der Terrorhäftlinge eingreift. Er behauptete, der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden verschlechtere sich rapide.

UNO-Botschafter Danny Danon legte bei der UNO Belege vor: 2016 hat die PA den Terroristen in den Gefängnissen $130 Millionen gezahlt, ihren Familien $175 Millionen.

Samstag, 13.05.2017:

Die PA wirbt für ein weibliches Vorbild: Die Mutter von vier Terroristen, die lebenslänglich in israelischen Gefängnissen einsitzen und deren fünfter Sohn als (Hamas-)Terrorist getötet wurde, wird von Abbas et.al. als Vorbild für die pal-arabische Jugend gefeiert. Bei einem Empfang letzten Monat betonte Abbas erneut, das die Terroristen-Häftlinge eines der Hauptanliegen seiner Regierung sind.

Jordanien hat den „abscheulichen Mord“ an dem Terroristen von heute verurteilt. Dabei wurde natürlich nicht erwähnt, dass der Mann ein Terrorist war, der gerade versuchte Israelis zu ermorden.