Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23. – 29. April 2017)

Sonntag, 23.04.2017:

Die Zahl der Hungerstreik-Abbrecher in den israelischen Gefängnissen ist auf 186 gestiegen.

Die Fatah hat zu einem „Tag des Zorns“ gegen Israel zugunsten der Häftlinge in israelischen Gefängnissen aufgerufen. Sie drängte die PA-Araber „an allen Reibungspunkten Zusammenstöße mit den Besatzern“ zu initiieren. Außerdem soll es am Donnerstag einen Generalstreik geben. (Die PA behauptet das Gegenteil sei richtig: Den Hungerstreiken hätten sich sogar noch mehr Häftlinge angeschlossen.)

Saeb Erekat wieder: 1. hängen Frieden, Sicherheit und Stabilität von der Beendigung der israelischen Besatzung ab. (Ist das eine Drohung, dass die „Palästinenser“ für Instabilität, Unfrieden und Unsicherheit sorgen werden, wenn sie ihren Willen nicht bekommen?) Und 2. kann es keinen Palästinenserstaat ohne den Gazastreifen geben.

Montag, 24.04.2017:

Nach dem Terroranschlag Sonntag in Tel Aviv hat Israel die Einreisegenehmigungen für einige PA-Araber aufgehoben. Der Messerstecher befand sich mit einer eintägigen Genehmigung in Tel Aviv, war mit einer Gruppe dort, die daran arbeitet die Beziehungen zwischen Israelis und PA-Arabern zu verbessern.

Marwan Barghouti ist einer der Anführer des Hungerstreiks der PA-Terroristenhäftlinge. Jetzt sagen die Terroristen, sein Gesundheitszustand habe sich deutlich verschlechtert. Und stolz sind sie, dass ihr Idol medizinische Hilfe verweigert. Ein Sprecher der Gefängnisaufsicht sagt allerdings, dass keine Verschlechterung seines Gesundheitszustands erkennbar ist. Außerdem: „Wenn Barghouti sich schlecht fühlt, dann muss einfach nur mal was essen (damit es ihm besser geht).“

Dienstag, 25.04.2017:

Das für Frauensachen zuständige PA-Büro gab einen Bericht aus, in dem es heißt, dass die Gewalt gegen Frauen im Gazastreifen stark zugenommen hat. Verantwortlich dafür ist natürlich Israel, das den Strip „belagert“ und die Menschenrechte der Araber schwer verletzt. Bei den Araber in den Palästinensergebieten haben zudem – natürlich ist der Juden schuld, s.o. – die „Ehrenmorde“ stark zugenommen, so dass die UNO-Frauenorganisation sogar davon Notiz nimmt und das beklagt.

Araber zweigen im oberen Jordantal illegal Wasser ab; damit sitzen Farmen weiter südlich buchstäblich auf dem Trockenen.

Mittwoch, 26.04.2017:

Am Dienstag fand der monatliche Gang rund um den Tempelberg statt. Diesmal gab es mehr als 1.000 Teilnehmer. In den nächsten beiden Monaten wird der Gang wegen des muslimischen Fastenmonats Ramadan nicht stattfinden.

Karikatur in der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida am 18. April: Wässert (tränkt) das Land mit eurem Blut.

Ein feiger, hinterhältiger pal-arabischer Mörder, der lebenslänglich in einem israelischen Gefängnis einsitzt, bekam von seiner Familie in Abwesenheit eine Geburtstagsparty „geschenkt“. Das offizielle PA-Fernsehen feierte mit, nannte ihn einen Helden und „Stolz für ganz Palästina“.

Das „Nationale Komitee zur Unterstützung des palästinensischen Hungerstreiks“ hat für Donnerstag einen Generalstreik verkündet. Alle Schulen (mit Ausnahme der 12. Klassen) daran teilnehmen. Der Streik soll ermöglichen Solidaritätsaktionen mit den Terror-Häftlingen zu zeigen.

MK Talab Abu Arar (Gemeinsame Arabische Liste) nannte die Regierung „rassistisch“; sie wolle unterstütze Diskriminierung und Angriffe auf israelische Araber und wolle die arabische Bevölkerung von Beer Sheva verringern.

Die PA versuchte in einem Hotel in Jerusalem eine Veranstaltung „Palästina unter der Kultur der Hetze in Israel“ zu veranstalten. Das wurde durch den Minister für öffentliche Sicherheit verhindert.

Das Distriktgericht von Jerusalem urteilte, dass es nicht verboten ist Protestplakate am Aufgang zu Tempelberg anzubringen. Damit setzte er Tempelberg-Aktivisten wieder auf freien Fuß, die von der Polizei verhaftet worden waren, weil sie gegen unrechtmäßige polizeiliche Maßnahmen Protestplakate angebracht hatten; ein Amtsgericht hatte von den Protestierenden Kaution verlangt, um nicht weiter in Haft gehalten zu werden. Das Distriktgericht hob diesen Beschluss auf.

Donnerstag, 27.04.2017:

Prioritäten: Die PA kürzt ihren Mitarbeitern im Gazastreifen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Krise die Löhne. Gut, die werden eh für’s Nichtstun bezahlt, weil die Hamas dort die Kontrolle ausübt. Es gibt aber Nichtstuer, denen nichts gekürzt wird: die in israelischer Haft sitzenden Terroristen und ihre Familien erhalten weiter die vollen „Bezüge“.

Die PA hat Israel informiert, dass sie ab sofort nicht mehr für die Stromlieferungen in den Gazastreifen aufkommen wird. Israel zog die ca. 40 Millionen Schekel monatlich bisher von den eingezogenen Steuern ab, die an die PA überwiesen werden.

Die Zivilverwaltung hat mit dem Abriss von vier Häusern im Viertel Zeit Ra’anan in Neria in Samaria begonnen.

Am frühen Morgen gab es eine starke Explosion nahe des Flughafens von Damaskus. Dabei handelte es sich anscheinend um einen israelischen Angriff auf eine Waffenlieferung für die Hisbollah. Syrien gab an, dass der Angriff durch israelische Raketen erfolgte. Im syrischen Fernsehen wurde von „materiellem Schaden“ gesprochen, aber nichts darüber gesagt, wem die beschossene Stellung gehört. Nach Angaben von Israel HaYom hat Syrien bestätigt, dass das Ziel ein Waffenlager der Hisbollah war.

Freitag, 28.04.2017:

Statistisches: In Verteidigung des Landes Israel und vor der Staatsgründung (seit 1860) sind bisher 23.544 Soldaten gefallen. Seit dem letzten Gefallenen-Gedenktag sind 6 Soldaten und 37 IDF-Veteranen, die ihren im Kampf erhaltenen Verletzungen erlagen, hinzugekommen. Sie hinterlassen aktuell 9.157 trauernde Eltern, 4.881 Witwen von Soldaten und Sicherheitskräften, 1.843 Waisen jünger als 30 Jahre und Tausende Nachkommen im Alter von über 30 Jahren.

Mahmud Abbas hat einen Mann zum Schuldekan der PA-Schulen ernannt; dieser moderiert auch im Fernsehen. Er lehrt: Israel benutzt Sex, um Araber und Muslime zu bekämpfen. Es verbreitet weltweit Sexualwahn. „Die Juden … glauben nur an den Körpern, nicht an den Geist…. Israel hat der Welt ‚moralische Korruption‘ gegeben, den ‚Zerfall der Werte‘ und ‚die Nutzung von Drogen und Medikamenten‘.“

Der mehrfache Mörder und Terrorführer Marwan Barghouti (ist zu fünfmal lebenslänglicher Haft plus 20 weiteren Jahren verurteilt) ist der beliebteste Kandidat für den Posten des Vorsitzenden der PA.

The Jewish Press hat ein Video veröffentlicht, auf dem man sehen kann, wie eine Straße aussieht, auf der israelische Autofahrer von Arabern mit Steinen und Felsbrocken beworfen werden.

Zudem ist wieder ein Bild eines durch Steinwürfe beschädigten Autos zu sehen.

Samstag, 29.04.2017:

Einer von Mahmud Abbas‘ Ministern stellte klar: Der PA-Chef weist „entschieden zurück“, was Israel fordert – die Zahlung von „Gehältern“ an Terror-Häftlinge.

Der PA-Fernsehmoderator Imad Hamato weiß und verkündet: Israel führt einen Krieg gegen die muslimische Welt über „Sexmania“, die es weltweit verbreitet.

Sari Nusseibeh (5) – Das wahre Gesicht der moderaten Führer

Melanie Phillips, The Jewish Chronicle, Oct. 25, 2011

Viele Jahre lang ist Professor Sari Nusseibeh als Inbegriff der palästinensischen Moderatheit angesehen worden. Der urbane Präsident der Al-Quds-Universität in Ostjerusalem wurde als Moderater für die „Zweistaaten-Lösung“ gehandelt. Dass er in Wirklichkeit für eine Einstaaten-Lösung eintritt und dafür, dass Israel geschluckt wird, wurde unerklärlicherweise ignoriert.

Doch jetzt ist er unachtsam geworden und hat schlicht offen gelegt, was hinter seiner polierten Fassade zu finden ist. Bei Überlegungen zur Forderung der israelischen Regierung, dass die Palästinenser Israel als jüdischen Staat anerkennen müssen, erklärte Nusseibeh in einem Artikel auf Al-Jazira (auf deren englischer Internetseite), dass dies von Natur aus „problematisch“ sei – wegen der „rechtlichen, religiösen, historischen und sozialen Folgen“. Diese problematischen Folgen liegen für Nusseibeh darin, dass ein jüdischer Staat notwendigerweise entweder eine Theokratie sein oder Apartheid praktizieren würde – indem er den israelischen Arabern ihre Bürgerrechte nehmen und sie ethnisch aus Israel säubern würde, weil in einem jüdischen Staat die einzigen Menschen mit Bürgerrechten die Juden sein würden.

Seine Argumentation ist so bizarr wie ekelerregend. Er scheint die Vorstellung von Israel als einem jüdischen Staat als eine absonderliche Hypothese zu betrachten, die plötzlich und unerwartet in die Welt gesprungen ist. Israel ist aber ein jüdischer Staat, so wie Frankreich französisch oder Amerika amerikanisch ist.

Zweitens ist die Vorstellung, dass solch ein jüdischer Staat notwendigerweise homogen sein würde nicht nur in der Theorie falsch, sie ignoriert völlig die Realität. Israelische Araber, die rund 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen, genießen volle bürgerliche und politische Rechte. Fakt ist, dass es ein israelisch-arabischer Richter war, der dem Gericht vorsaß, das einen ehemaligen Präsidenten des jüdischen Staates wegen Vergewaltigung ins Gefängnis schickte.

Hanebüchen ist Nusseibehs Behauptung, dass in den 50 Jahren vor der Gründung Israels keine offizielle Erklärung zu Palästina irgendwie auf einen jüdischen Staat verwies. Er lässt damit die UNO-Resolution von 1948 mit ihrer Schlüsselfunktion aus, mit der die Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat gefordert wurde.

Man muss sich fragen, welche Beziehung Professor Nusseibeh zum Konzept der Beweisführung hat. Doch für ihn besteht der Schlüssel zu seiner Haltung darin, dass Israel niemals der Nationalstaat des jüdischen Volkes sein kann – weil er, trotz einiger wieselhaften Worte zur „Überschneidung“ der „antiken Rasse der Israeliten“ und der jüdischen Religion, nicht zu akzeptieren scheint, dass die Juden ein Volk mit dem Recht auf nationale Selbstbestimmung sind. Für ihn bedeutet ein jüdischer Staat einzig einen jüdisch-religiösen Staat.

Natürlich ist das keine jüdische, sondern eine islamische Formulierung. Es ist die islamische Welt, die Theokratien produziert, die Juden, Christen und anderen Bürger- und politische Recht verweigert; es ist die islamische Welt, die nach 1948 die ethnische Säuberung von rund 800.000 Juden aus arabischen Länder tatsächlich betrieb; und es ist der vermeintliche Staat Palästina, wo – nach Angaben von Mahmud Abbas und seinen Kumpanen – nicht einem einzigen Juden zu leben erlaubt werden wird.

Wenn selbst ein angeblich Hypermoderater wie Nusseibeh sich als einer herausstellt, der in der Tat ein verweigererischer Wolf im Schafspelz ist, welche Chance besteht dann, dass irgendjemand in der Palästinenserführung ernsthaft für einen jüdischen und einen Palästinenserstaat engagiert ist, die friedlich Seite an Seite leben? Fakt ist: Sie alle erzählen uns immer und immer wieder, dass ihr wahres Ziel nicht zwei Staaten, sondern die Vernichtung Israels ist.

Abbas hat gesagt, die Palästinenser würden nie, niemals Israel als jüdischen Staat akzeptiere werden. Alzeben Ibrahim, der palästinensisch Botschafter in Brasilien, sagte vor kurzem einer Gruppe Studenten: „Israel sollte verschwinden.“ Abas Zaki, hochrangiges Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, sagte Al-Jazira, Israel aus Judäa und Samaria zu zwingen, sei das Trojanische Pferd zur Vernichtung Israels. „Wenn wir sagen, wir wollen Israel auswischen … Kommt, das ist zu schwierig. Es ist keine [akzeptable] Politik, das zu sagen. Sagt diese Dinge der Welt nicht“, warnte er letzten Monat. „Behaltet es für euch.“

Vor kurzem führte der führende Meinungsforscher der Demokratischen Partei, Stanley Greenberg, zusammen mit dem Palestinian Centre for Public Opinion eine Umfrage unter Palästinensern durch, die von The Israel Project gesponsert wurde; Nur 34 Prozent sagten sie würden auf dauer einen Palästinenserstaat an der Seite Israel akzeptieren; 66 Prozent sagten, das Ziel solle die Auslöschung Israels sein; und 73 Prozent stimmten einem Zitat der Hamas-Charta zu, das es notwendig sei alle Juden zu töten.

Doch für viele Juden – von der nicht jüdischen Welt ganz zu schweigen – ist der Grund, dass er Nahe Osten weiter in der Sackgasse steckt, die Siedlungspolitik von Premierminister Netanyahu. Macht euch selbst einen Reim drauf.

Sari Nusseibeh (4) – Ist Nusseibeh ein Moderater?

IMRA, 11. Juli 2002

Zionist Organization of America zu Sari Nusseibeh:

Das Weiße Haus verurteilte gestern Israels Entscheidung, das Büro von Yassir Arafats Mann in Jerusalem, des Präsidenten der Al Quds-Universität, Sari Nusseibeh, zu schließen. Sprecher Ari Fleischer sagte zwar, dass Israels derzeitiges Vorgehen wie die Lockerung der Ausgangssperren für Bewohner der Palästinensergebiete und die Entfernung von Siedler-Außenposten in Yesha „positiv“ seien, nannte die gestrige Schließung aber „kontraproduktiv“.

Während viele Nusseibeh als „moderat“ bezeichnen – darunter Außenminister Shimon Peres, der kürzlich Nusseibeh als „mutig“ pries – sagt die Zionist Organization of America (ZOA), dass Nusseibeh in Wirklichkeit ein langjähriger Verfechter der Gewalt gegen Israel ist. Eine ZOA-Presseerklärung sagt, dass „Nusseibeh ein Extremist in moderater Kleidung“ ist. Er hat immer die Gewalt gegen Israel unterstützt, er spionierte während des Golfkriegs für Saddam und er nannte Amerikas Befreiung Kuwaits einen Versuch der „Kräfte der Aggression“, die „arabische Welt zu erniedrigen und die Nase der Araber im Dreck zu reiben“.

Die ZOA merkt auch an, dass Nusseibeh 1993 der arabischen Zeitung Al Fajr sagte: „Militärische Mittel gegen Israel sind durch Israels Handlungen gerechtfertigt“ und dass er „den Gebrauch von Gewalt gegen Israelis als Mittel der Unterstützung unserer Verhandlungsposition“ befürwortet. In einem Artikel von 1986 in der Jerusalem Times beschrieb Nusseibeh Israel als „ein rassistisches zionistisches Gebilde“ und umriss dann seinen Drei-Stufen-Plan: Die arabische Position innerhalb Israels zu festigen, den arabischen Bevölkerungsanteil zu steigern, was schließlich zur „Stufe eines demokratischen und säkularen palästinensischen Staates führt, die dann erreicht ist, wenn die arabischen Palästinenser auf natürliche Weise zur Mehrheit geworden sind.“

Sari Nusseibeh (3) – Das trojanische Pferd

Kommentar von Gideon Saar (Kabinett-Sekretär der derzeitigen Regierung) in Yediot Aharonot am 1. Januar 2002 (Seite B5)
[ins Englische übersetzt vom Pressedienst der israelischen Regierung]

Sari Nusseibeh ist auf mehr als eine Weise in Faisal Husseinis Fußstapfen getreten.

Arafat – der seit Jahrzehnten derjenige ist, der die regionale Stabilität im Nahen Osten untergräbt – als Moderaten unter Radikalen darzustellen, war der Sinn des diplomatischen Prozesses der Ernennung von Nusseibeh. Die meisten Israelis wurden von der Wirklichkeit eingeholt, als Arafat die Flut der Zugeständnisse, die Barak ihm in Camp David anbot, ablehnte und einen neuen Terrorkrieg gegen Israel anfing. Jetzt diktiert uns das Problem der Abtrennung von unserem Traum die Suche nach einem anderen „moderaten“ (Palästinenser), durch den die PLO weiter mit Israel spielen kann.

Dr. Sari Nusseibeh, ein sanft sprechender Akademiker mit guten Manieren, ist der derzeitige „Moderate“, der als Dialog-Partner angeboten wird. Sich dessen Image bewusst oder gerade wegen dieses Image ernannte der immer noch selbe Arafat ihn kürzlich zum Beauftragten „des Jerusalemer Geschäftsbereichs“ (der PA) an Stelle des verstorbenen Faisal Husseini. Nusseibeh ist mit der Erneuerung der palästinensischen diplomatischen Aktivitäten in Israels Hauptstadt beauftragt, nachdem die Regierung heftig agierte, dem zuvor zu kommen – in Übereinstimmung mit dem Gesetz und den diplomatischen Vereinbarungen -, indem sie Institutionen schloss (zuerst und als wichtigstes das „Orienthaus“) und diplomatische Konferenzen der Autonomiebehörde und der PLO verhinderte. Weder Nusseibehs Nähe zu Arafat noch seine offizielle Ernennung störte diejenigen, die ihn als nicht weniger als „in Opposition“ zu Arafat darstellen wollen. Wenn das nur wahr wäre.

Die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen den Völkern stammt aus der Realität der Situation, beinhaltet aber auch gegenseitige Anerkennung und Verständnis der Gesprächspartner und ihrer Ziele. Um zu verstehen, wer Nusseibeh ist und was seine Sichtweisen sind, muss man nur seine Auftritte in den arabischen Medien beobachten, nicht seine PR-Aktionen in der israelischen Presse. So tauchte Nusseibeh z.B. in der letzte Woche ausgestrahlten Sendung „Mehr als eine Meinung“ („Ekhtar Min Rai“) auf Al-Jazira neben Majd A-Zir von der „Organisation Palästinensische Rückkehr“ auf und sagte zum „Rückkehrrecht“: „Es gibt keinen Streit oder Unstimmigkeiten zwischen Bruder Majd und mir und die PLO-Führung bleibt bei allen Entscheidungen in dieser Sache. Die Juden fingen auch an und errichteten einen Staat auf einem kleinen Stück von Palästina und machten dann von da aus weiter.“

Nusseibeh ist eindeutig der „Doktrin der Phasen“ (oder „Phasen-Plan“, heplev) der PLO treu – und in seinen Worten: „Wir befinden uns heute an einem Scheideweg; nach meiner Meinung müssen wir nehmen, was wir kriegen können.“

Sogar Nusseibehs Vorbehalte gegenüber dem Terrorismus (genauer gesagt: gegenüber bestimmten Arten des Terrorismus) sind taktische Vorbehalte, nicht moralische: „Man muss die Wahl der Mittel nicht aus emotionaler Sicht beurteilen, sondern vom Standpunkt, womit unsere diplomatischen Ziele erreicht werden.“ Wenn er die Fatah-Bewegung verteidigt, erinnert er daran, dass sie die erste war, die nach der Methode des „bewaffneten Kampfs“ vorging.

Nusseibeh ist also tatsächlich auf mehr als eine Art in die Fußstapfen seines Vorgängers Faisal Husseini getreten. In einem seiner letzten Interview – mit der ägyptischen Wochenzeitschrift „Al Arabi“ – bezeichnete Husseini die Oslo-Vereinbarungen als „Trojanisches Pferd“, das die PLO in das Land Israel eingeschmuggelt habe und die derzeitige Intifada als das „Herausströmen aus dem Bauch des Pferdes“. Was die Palästinenser mit den Oslo-Vereinbarungen erreicht hätten, sagte Husseini in demselben Interview, seien in Wirklichkeit „vorläufige Stufen“ oder „Zwischenziele“. Das strategische Ziel bleibt „das historische Palästina vom Fluss bis zum Meer, auch wenn der Konflikt weitere 1000 Jahre weiter gehen sollte“. Nusseibeh gehört, genauso wie Husseini, zu den prominentesten Fahnenträgern des „Stufenplans“ der PLO. Er ist jetzt das Trojanische Pferd, das die PLO sehr geschickt in das Herz der israelischen Hauptstadt einschmuggeln will. Gibt es wirklich immer noch Israelis, die ihm die Stadttore öffnen wollen?

Sari Nusseibeh (2) – Profil: Sari Nusseibeh – Arafats Mund, aber Saddams Augen und Ohren

Michael Widlanski von The Media Line hat nachgeforscht und ein Profil des Politikers erstellt, das am 28.12.2001 erschien.
(Original: Sari Nusseibeh–Arafat’s Mouth, but Saddam’s eyes and ears)

Mehrere hundert Spruchbänder tragende Mitglieder der israelischen Linken marschierten heute durch Jerusalems Hauptstraßen, „um ein Zentrum für Dialog und gemeinsame Aktivitäten“ zwischen Palästinensern und Israelis einzuweihen, aber besonders, um beim Aufkeimen der politischen Karriere eines sich zunehmend Gehör verschaffenden arabischen Akademikers namens Sari Nusseibeh, Yassir Arafats Repräsentant in Jerusalem, zu helfen.

Die Demonstranten, von denen die meisten in Schwarz gekleidet waren und gegen Israels Politik in der Westbank protestierten, wussten sehr genau, dass Nusseibeh, in Oxford ausgebildeter Professor, kürzlich von Arafat als Quasi-Minister für Jerusalemfragen in der Autonomiebehörde ernannt wurde.

Die linksextremen Demonstranten, von denen viele aus Westeuropa eingeflogen waren, waren sich natürlich auch im Klaren darüber, dass die israelische Regierung versucht hat Nusseibeh davon abzuhalten, ein öffentliches Amt in Jerusalem einzunehmen, weil die Oslo-Vereinbarungen und das israelische Gesetz palästinensische staatliche Amtsausübung in Jerusalem ausdrücklich untersagen.

Sie sagen, dass Nusseibeh ein „Moderater“ sein und dass die israelische Regierung dumm handle, wenn sie eine „moderate Stimme“ auf der palästinensischen Seite zum Schweigen bringen wolle.

„Vor zwei Wochen wurde Dr. Nusseibeh verhaftet, als er versuchte einen Empfang im Hotel abzuhalten. Koalitionsmitglieder drückten ihre Hoffnung aus, dass die Regierung denselben Fehler nicht ein zweites Mal begeht und Abstand von dem Versuch nimmt, die Stimme der Mäßigung zum Schweigen zu bringen“, erklärte eine Stellungnahme der Israelisch-palästinensischen Friedenskoalition.

Die Demonstranten, darunter der frühere israelische Justizminister Yossi Beilin, wussten aber vielleicht nicht, dass Dr. Sari Nusseibeh, bevor er mit der Arbeit für Arafat begann, für Saddam Hussein arbeitete, indem er versuchte Raketenangriffe auf Israel zu leiten.

Während des 1991-er Golfkriegs wurde Nusseibeh geschnappt, als er irakische Gemeindienstler kontaktierte, um zu helfen, Scud-Raketen Saddam Husseins ins Ziel zu bringen; durch die 39 Raketen-Angriffe wurden vier Israelis getötet (einer davon direkt) und viele verletzt.

„Während die Raketen fielen, wurde uns klar, dass dieser Herr mit dem irakischen Botschafter eines benachbarten Landes telefonierte um den Irakis zu sagen, wohin sie die Raketen schießen sollten“, erklärte Oberst a.D. Shalom Harari, früherer Berater für arabische Angelegenheiten im israelischen Verteidigungsministerium.
In einem Exklusiv-Interview mit The Media Line beschrieb Harari, wie der „moderate“ Nusseibeh den irakischen Beamten z.B. erzählte: „Schießt nicht in den Negev, sondern an ein andere Stelle, damit ihr mehr Wirkung erzielt.“

Nusseibeh wurde von Israels Geheimdienst Shin Bet (heute alsl Shabak bekannt) verhaftet und mehrere Wochen lang ohne Gerichtsverhandlung in Gewahrsam der Verwaltung genommen.

Nach dem Ende des Golfkriegs ließen israelische Beamte unter Druck der israelischen Linken eine „Kuhhandel“ zu, unter dem Nusseibeh freiwillig das Land für drei Jahre verließ, sagte Harari, heute Forscher am Interdisciplinary Center in Herzliya.

„Sari Nusseibeh ist ein Stratege und Ideologe mit langfristiger Perspektive“, erklärte Shalom Goldstein, Berater für arabische Fragen bei der Jerusalemer Stadtverwaltung.
„Er ist jemand, der in der Lage ist eine Auszeit zu nehmen und einen Weg für die Zukunft auszuhecken“, sagte Goldstein, der Nusseibehs politische Aktivitäten genau beobachtete.
„Für ihn ist ‚Frieden Jetzt‘ nur ein Zwischenziel“, sagte Goldstein und zitierte Erklärungen Nusseibehs gegenüber der arabischsprachigen Presse, die zeigen, dass Nusseibeh ein volles „Rückkehrrecht“ für arabische Palästinenser befürwortet, was zu einem schrittweisen demographischen Sieg über Israel führen würde.

„Ich rief niemals – zu keiner Gelegenheit – dazu auf, auf das Rückkehrrecht der Flüchtlinge zu verzichten“, erklärte Nusseibeh am 23. November in einem Interview mit der arabischen Jerusalemer Zeitung Al-Quds.
Nusseibeh erklärte weiter, dass er zur Zeit wegen der relativen diplomatischen und militärischen Schwäche der Araber einen taktischen Ansatz gegenüber dem derzeitigen Stand des arabisch-israelischen Konflikts übernimmt.

Mitglieder der israelischen Linken oder des „Friedenslagers“ haben behauptet, dass Nusseibeh eine Haltung gegenüber der Rückkehr der Flüchtlinge umrissen hat, aber israelische Geheimdienst-Experten sagen, dass dies nur ein weiteres Beispiel für Nusseibehs angeblich „moderate Haltung“ sei, die von den Fakten nicht gestützt wird.

Die Geheimdienst-Informationen der Regierung sagen, dass sie weitere geheime Informationen haben, die Nusseibehs wirkliche Feindschaft zu Israel aufzeigen – die durch seine Unterstützung von Saddams Raketenangriffen 1991 sehr lebhaft veranschaulicht wird.
„Im Grunde genommen hat er die Irakis angewiesen, wohin sie ihre Raketen schießen sollten“, sagte Hariri, der Oberst a.D. des israelischen Geheimdienstes.
„Wir entschieden, ihn unter Arrest zu stellen, aber das war nicht einfach“, sagte Harari.
„Sogar damals war er (Nusseibeh) bereits der Liebling der israelischen Linken; als aber einige von denen heraus fanden, was er tat, änderten sie ihre Meinung“, sagte er.
„Yossi Sarid, der zu den Mitgliedern des außenpolitischen Ausschusses gehörte, sagte nach der Durchsicht der Akte zum Fall: ‚Wäre ich der Richter, dann würde ich ihn nicht zu drei Monaten sonder zu zehn Jahren verurteilen“, merkte Hariri an.

© 2001 Michael Widlanski
Widlanski wurde von der israelischen Linken heftig wegen dieses Artikels angegriffen; die Zeitung Ha’aretz schrieb u.a.:

– Nusseibeh hätte 1991 nicht mit dem irakischen Botschafter in Tunesien telefoniert, sondern mit jemandem, der sich als solcher ausgegeben hätte

– Als er sich für eine Feier zum Ende des Ramadan heraus putzte, habe er plötzlich erfahren, dass die Veranstaltung von den israelischen Behörden verboten worden sei und er von der Polizei verhört werden solle

Die israelische Linke (Peace Now, Gush Shalom) schoss sich gemeinsam mit palmediaalert@yahoogroups.com auch auf die israelischen Maßnahmen ein, die in Folge der „Internationalen Solidaritäts-Mission“ statt fanden, u.a. „Israelische Soldaten sind sich inzwischen nicht mehr zu schade palästinensische Jugendliche zu belästigen; internationale Beobachter* wurden Zeugen davon, dass Soldaten 8- bis 10-jährige Kinder anbrüllten und ihre Ausweise** sehen wollten.

Mit diesen Aussagen sollte das Verbot und die Befragung Nusseibehs durch die israelische Polizei weiter diskreditiert werden. Die Aktivisten haben fleißig Fotos gemacht, die sie über das Internet verbreiten.

Anmerkungen:
* Diese „internationalen Beobachter“ waren eine Gruppe, die sich „International Checkpoint Watch“ nennt. Die ICW setzt sich aus Freiwilligen aus verschiedenen Ländern zusammen, die regelmäßig Kontrollpunkte beobachten um Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren.
** Totaler Quatsch: Kinder haben keine Ausweise. Im PA-Gebiet bekommt man erst im Alter von 16 Jahren einen Personalausweis, die Soldaten können also keinen solchen von den Kindern verlangt haben!
Michael Widlanski antwortete gegenüber IMRA auf die Vorwürfe:

Ich habe bei meinen Quellen noch einmal nachgefragt und sie lachten über den Ha’aretz-Artikel als ein „rein waschen“.

„Um zu verstehen, wie groß das Verbrechen ist, das Nusseibeh beging, sollten Sie die Peace Now-Leute bitten, die Reaktion Yossi Sarids von 1991 nachzuprüfen, einem Abgeordneten des Knesset-Ausschusses mit Zugangsberechtigung zu den geheimen Akten über die Anklage gegen Nusseibeh“, sagte ein Geheimdienstler (der sich jetzt im Ruhestand befindet), der aber immer noch durch die Durchführungsbestimmungen für Geheimsachen daran gehindert ist, die Einzelheiten aus Nusseibehs Fall zu enthüllen.

„Sarid (damals Meretz-Abgeordneter) wurde von Nahum Barnea von Yediot Aharonot interviewt und sagte, hätte er Nusseibeh verurteilt, dann hätte er ihm nicht drei Monate, sondern 10 Jahre Gefängnis aufgebrummt“, sagte der Geheimdienstler.

Die Leute von Peace Now können Yossi Sarid fragen, ob er immer noch zu seiner Bemerkung nach dem Durchsehen der geheimen Akte steht.

In allen Fällen stehen meine Quellen zu ihren Aussagen und haben noch zusätzliche Punkte angeführt:

  1. Nusseibeh redete NICHT mit jemandem, der behauptete der irakische Botschafter in Tunesien zu sein. ES WAR NICHT TUNESIEN UND ES WAR EINDEUTIG EIN IRAKISCHER BEAMTER, NICHT JEMAND, DER SICH ALS SOLCHER AUSGAB.
  2. Wenn Nusseibeh so unschuldig war, wie er behauptet, warum akzeptierte er den israelischen Kuhhandel mit dem freiwilligen Exil, was wahrscheinlich die schlimmste Sache – und die letzte – ist, die ein Palästinenser mit Selbstachtung und politischem Bewusstsein jemals akzeptieren würde?
  3. Die Vorgehensweise Nusseibehs in den letzten Wochen – sich an Agenten und Unterstützer aus dem Ausland zu wenden – hat sich wiederholt. Diesmal hat Nusseibeh mit der Hilfe von Yossi Beilin (einen israelischen Politiker, der von Unterstützern aus dem Ausland finanziert wird) die Gelegenheit ergriffen, ausländische Unterstützer zu holen, die Provokationen gegen die israelische Polizei in Jerusalem und gegen israelische Soldaten in der Westbank ausführten.
  4. Ha’aretz Magazin als „Belegtext“ anzuführen, beweist gar nichts.
    Die Haltung der Herausgeber von Ha’aretz ist seit Jahren die gleiche wie die von Peace Now und Gush Shalom. Diese Einstellung beeinflusst nicht nur die Herausgeber-Artikel, sondern die gesamte Berichterstattung. Deshalb berichtete Ha’aretz falsch über das, was Nusseibeh auf der Straße am Imperial Hotel am Jaffa-Tor in der Jerusalemer Altstadt tat. Er „putzte sich“ nicht einfach „heraus“ und entdeckte auf einmal, dass er von der Polizei zur Befragung gesucht wurde. DIE WAHRHEIT IST, DASS NUSSEIBEH EINE POLIZEILICHE ANORDNUNG IGNORIERTE, DIE IHM VERBOT EINE ÖFFENTLICHE VERSAMMLUNG ABZUHALTEN, DIE GEGEN ISRAELISCHES GESETZ UND DIE OSLO-VERTRÄGE VERSTÖSST – DIE DER PLO UND DER AUTONOMIEBEHÖRDE AKTIVITÄTEN INNERHALB JERUSALEMS VERBIETEN – UND DASS ER VORSÄTZLICH VERSUCHTE EINE DEMONSTRATION AUF DER STRASSE ZU VERANSTALTEN.

DIE SCHLICHTE WAHRHEIT IST, DASS ER VERHAFTET UND BEI DER VERHAFTUNG FOTOGRAFIERT WERDEN WOLLTE. WENN NUSSEIBEH SEINEN GÄSTEN EINFACH MITGETEILT HÄTTE, SIE MÖCHTEN BITTE NACH HAUSE GEHEN, HÄTTE DAS GANZE OHNE VERHAFTUNGEN STATTGEFUNDEN. ABER NUSSEIBEH UND SEINE „FRIEDENSKOALITION“ WOLLTEN DIE KONFRONTATION UND (für Israel) PEINLICHE FOTOS. (Was Widlanski mit E-mail-Nachrichten der „Friedensaktivisten“ belegt)

Sari Nusseibeh (1) – Palästinensische Doppelzüngigkeit

Aus Motti Morells PR Ambassador Letter #36:

Dürfen wir bekannt machen: der höfliche, zivilisierte und mit guten Manieren ausgestattete Professor Sari Nusseibeh

Die Tatsache ist nicht neu, dass palästinensische Führungsfiguren auf Englisch von Frieden und Toleranz reden, auf Arabisch aber von Hass und Heiligem Krieg.

Wir sind geehrt, Professor Sari Nusseibeh in diese Liste ausgezeichneter Redner der Doppelzüngigkeit aufzunehmen.

Er wird seit Langem als einer der wenigen Friedensführer der Palästinenser gepriesen und hat zahlreiche Bewunderer unter den gut meinenden Israelis, die ihn als die große palästinensische Hoffnung für den Frieden ansehen. Daher ist es Pflicht, die Botschaften genauestens zu untersuchen, die er auf Arabisch liefert.

1. Prof. Nusseibeh ruft zu einer Unterbrechung von Selbstmordanschlägen auf Zivilisten auf – aber nicht aus moralischen, sondern aus taktischen Gründen:

Zeit: 22. Juni 2002
Ort: Al Ayam, palästinensische Tageszeitung
Form: Eine Anzeige, die von der EU bezahlt und von Sari Nusseibeh und einem Dutzend anderer unterschrieben wurde.
Text:
„Wir, die Unterzeichner,
gegründet auf die glühende Verteidigung der Zukunft unserer gerechten nationalen Ziele und den Schutz der Ehre unseres nationalen Kampfes und unsere mutige Intifada, die als Terrorismus verunglimpft wird, erheben unsere Stimme und verlangen eine Unterbrechung der Bombardierungen israelischer Zivilisten innerhalb Israels. Die bittere Erfahrung lehrt uns, dass diese Handlungen Sharon ein Alibi verschafft haben und weiter verschaffen werden, das Eindringen und die Morde fortzuführen. Mehr noch: Diese Aktionen behindern die Aufzucht und Entwicklung einer Widerstandsbewegung gegen die Besatzung und die Siedlungen in Israel.“

Die Bedeutung des Textes:

Uns ist egal, wenn ihr weiterhin israelische Zivilisten in der Westbank und im Gazastreifen ermordet. Aber sie innerhalb von Israel zu bombardieren, gibt uns schlechte PR. Präsident Bush beginnt, von uns die Nase voll zu haben und die öffentliche Meinung in der Welt beginnt uns Terroristen zu nennen und sich gegen uns zu wenden.

Mehr noch: Während der Operation „Schutzschild“ verlangte die Welt von Israel sich auf der Stelle zurückzuziehen. (Wir verlangten von euch damals nicht, dass ihr aufhört, denn diese Taktik funktionierte offensichtlich.) Diesmal drang Sharon in unsere Städte ein, um den Terror einzuschränken und die Welt sagt ihm nicht, er solle damit aufhören. Daher sollten wir vorläufig besser von Selbstmordanschlägen Abstand nehmen.

Und weiter: Diese Selbstmordanschläge stehen im Moment unseren Bemühungen im Wege, eine Widerstandsbewegung unter den israelischen Arabern aufzubauen, die als Fünfte Kolonne dienen sollen.

2. Nur 4 Tage später drückt Prof. Nusseibeh live im Fernsehen Bewunderung und Ermutigung für die Terroristen und ihre Mütter aus

Zeit: 29. Juni 2002
Ort: Al Jazira Fernsehprogramm
Form: Eine Podiumsdiskussion mit Prof. Sari Nusseibeh, Haled Mash’al (Führer des politischen Flügels der Hamas), Um Nidal (Mutter des Hamas-Terroristen Mohammed Farkhat, der am 3. März 2002 in das israelische Dorf Atzmona eindrang und sieben Israelis ermordete; seine Mutter Um Nidal ermutigte ihren Sohn zu der Selbstmordmission und erschien auch in einem Abschiedsvideo am Abend des Anschlags, bei dem sie ihren Sohn in den Tod schickt).

Nusseibeh sagt: „Wenn ich die Worte Um Nidals (der Mutter des Terroristen) höre, dann erinnere ich mich an den ehrenvollen Vers (im Koran), der besagt, dass ‚das Paradies unter den Füßen der Mütter liegt‘.

Aller Respekt gehört dieser Mutter. Er gehört jeder palästinensischen Mutter und jeder palästinensischen Frau, die ein Krieger des Heiligen Krieges in diesem Land ist. Ich möchte nicht politische Erklärungen und politische Kommentare mit dem Respekt vermischen, den jeder Palästinenser für jeden Jihad-Kämpfer empfindet…“

Zugunsten seiner arabischen Hörer bemüht sich der ehrwürdige Professor eilig um die deutliche Unterscheidung zwischen seinen politischen Erklärungen (die er in untadeligem Englisch abgibt) und seinen wirklichen Gefühlen zu Jihad und Terroranschlägen (die er auf Arabisch äußert)…

Um jedes Missverständnis mit der arabischen Zuschauerschaft auszuschließen, bezog sich Prof. Nusseibeh auch auf die Anzeige, die er vier Tage vorher in Al Ayam unterzeichnete. Er erklärt:

„In unserem (Kommuniqué) bezogen wir uns auf diese Art des Märtyrertums, die bewaffneten Operationen mit Sprengstoff [gegen Zivilisten in Israel]… I wünsche zu betonen, dass wir diese [Operationen] nicht verurteilen… Wir riefen als Bruder zu Bruder dazu auf, diese Frage zu bedenken… damit der Nutzen und der Schaden untersucht werden, den diese Operationen gegen Zivilisten in Israel uns verschaffen.“

Der volle Text der Worte Nusseibehs auf Arabisch ist auf der Al Jazira-Internetseite zu finden:
http://www.aljazeera.net/programs/open_dialog/articles/2002/7/7-2-1.htm

Zusätzlich wiederholt Prof. Nusseibeh auf der arabischen Nachrichten-Internetseite Albawaba seine Erklärung, dass „das Kommuniqué, das ich mit hunderten anderer unterschrieb, klar ist. Wir wandten uns nicht an unsere Brüder in den verschiedenen Widerstandsbewegungen, um sie zu strafen oder zu verurteilen oder den Widerstand als Terror darzustellen oder für illegal zu erklären. Keines dieser Worte tauchte in dem Kommuniqué auf… Unser Ziel war es, eine Botschaft zu vermitteln, dass es notwendig ist, den Nutzen der Operationen innerhalb Israels im Zusammenhang mit den Zielen, die wir erreichen wollen, noch einmal zu prüfen.“

NOCH EINMAL ZU PRÜFEN. Sehen Sie? NOCH EINMAL ZU PRÜFEN. Wir sagten nie ein Wort dagegen, so lange die Operationen Ergebnisse brachten. Aber nun, wo uns diese Taktik Feuer durch die Weltmedien bringt, sollten wir den Nutzen vielleicht noch einmal prüfen.
Prof. Nusseibehs frühere Äußerungen sollten ebenfalls in Betracht gezogen werden.

1991 verbrachte er Zeit im Gefängnis, weil er Informationen über Ziele für den Raketenbeschuss an irakische Quellen lieferte.

Er erschien im Dezember 2001 im Al Jazira-Fernsehen. Dort unterstützte er das palästinensische „Rückkehrrecht“ und die „Phasen“-Strategie, die schließich zur Auslöschung Israels führen soll.

Seit Oslo zogen es unglaublich viele Israelis vor, Arafats Aufrufe zur Zerstörung Israels auf Arabisch nicht zu beachten, bis sie der bitteren Wirklichkeit gegenüber standen. Sogar Yossi Sarid sagte in einem Interview in Ma’ariv vor einem Monat: „Wenn es einen Fehler gibt, den ich bedauere, dann den, als ich Erziehungsminister war und wir Belege dafür erhielten, dass die Schulbücher der Autonomiebehörde Hass und Aufhetzung fördern und ich es vorzog, das nicht zu beachten. Wir hofften, dass am Ende alles gut wird.“

Sicher wird es jetzt immer noch Frieden liebende Israelis geben, die über Nusseibeh sagen, was sie gestern über Arafat sagten: „Aber er muss die palästinensischen Extremisten beschwichtigen…“ oder: „Das ist doch nur palästinensische Rhetorik, deswegen muss man sich keine Sorgen machen…“

Nach mehr als 500 unschuldigen israelischen Opfern sollten wir uns aber Sorgen machen. Wir sollten lieber glauben, was diese Herren auf Arabisch sagen, nicht dem, was sie auf Englisch sagen.

Vielleicht gibt es einen Palästinenser, der wirklich Frieden mit Israel will. Aber der muss noch gefunden werden.

—————
Motti Morell

Mit großem Dank an Suzanne Davis und Yoni für das Material.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (9. – 15. April 2017)

Sonntag, 09.04.2017:

Hanan Ashrawi, Arafats Lügenmaul-Sprachrohr, macht immer noch genauso weiter. Jetzt beschwerte sie sich, dass MEMRI übersetzt, was die arabischen Hetzer so von sich geben. Sie behauptet, MEMRI würde verzerren, was die PalAraber sagen. Kann MEMRI sich gar nicht leisten, es gibt schließlich genug andere, die das überprüfen können.

Die PA trotzt den USA (Trump): Sie wird die Zahlungen für die Familien der „Märtyrer“ erhöhen.

Montag,10.04.2017:

Die Distriktpolizei von Jerusalem hat vor Pessah eine Reihe präventiver Festnahmen (von Arabern wie von Juden) vorgenommen, um Spannungen in der Hauptstadt vorzubeugen; es gab Geheimdienstinformationen, nach denen Krawalle geplant waren.

Saeb Erekat: Die Anschläge auf die koptischen Kirchen in Ägypten sind gegen die palästinensische Sache gerichtet – gegen Ägyptens Unterstützung der Palästinenser.

Weil ein Terroranschlag des IS (in Ägypten) zu erwarten ist, hat Israel den Grenzübergang Taba bei Eilat geschlossen.

Die IDF fand bei Hebron ein Denkmal für einen Terroristen, der vor 18 Monaten versuchte einen Grenzpolizisten zu erstechen und dabei erschossen wurde. Soldaten rissen das Denkmal ab und beschlagnahmten Maschinen, die zu seiner Herstellung genutzt wurden.

Mittwoch, 12.04.2017:

Die PalAraber im Gazastreifen haben ein neues Brettspiel: „Erreiche Jerusalem“. Damit sollen „die Militärkultur und die Liebe zum Jihad der Kinder gestärkt“ werden. Über Tunnle und mit von der Hamas gebauten Raketen soll Jerusalem erreicht werden, während man auch Panzer und Hubschrauber der IDF beseitigt, die das Vorankommen behindern. Das Spielbrett ist übersät mit Hamas-Kämpfern, die dem Feind Fallen stellen, ihn angreifen und durch Tunnel kriechen, dazu Fotos von Städten innerhalb Israels (z.B. Tiberias, Aschdod, Akko, Haifa, Jaffa, usw.), in die man „zurückkehren“ will.

Die Erklärung einer PalAraberin im offziellien PA-Fernsehen für „gelobtes Land“: Juden missverstehen das als „ihnen versprochen“, dabei ist der wahre Grund, dass Allah sie dort sammeln will, um sie zu vernichten.

Heute besuchten Tausende Israelis das Patriarchengrab in Hebron; dort waren 1.000 IDF-Soldaten, Polizisten und Grenzpolizisten stationiert, um für Sicherheit zu sorgen.
Außerdem gab es Zehntausende Besucher, die in Samaria wandern gingen.

Ein Hamas-Mitglied des Palästinensischen Legislativrats (der seit 2007 nicht mehr getagt hat) wurde festgenommen. Das bringt die Zahl der inhaftierten PA-„Parlamentarier“ auf 13.

Donnerstag, 13.04.2017:

Während der Passah-Tag besuchten bisher 130.000 Menschen die israelischen Nationalparks.

Samstag, 15.04.2017:

Khaled Meschaal von der Hamas behauptet, es gäbe „hinter den Kulissen“ Bemühungen alle pal-arabischen Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freizubekommen.