Feindliche Atmosphäre gegenüber Christen in Bethlehem „unverkennbar“

Eliana Rudee, Breaking Israel News, 24. Dezember 2018

Segnen sollen sich mit deinen Nachkommen alle Völker der Erde, weil du auf meine Stimme gehört hast. (1. Mose 2,18, Einheitsübersetzung)

Betende Christen in der Geburtskirche in Bethlehem (Foto: Miriam Alster/Flash90)

Jedes Jahr, wenn Weihnachten in Bethlehem bevor steht, nehmen immer weniger christliche Einwohner daran teil – nicht weil der Baum auf Bethlehems Manger-Platz kleine wäre als im Jahr davor oder weil weniger Geld für die Festivitäten ausgegeben würde – tatsächlich ganz im Gegenteil. Während die Stadtverwaltung von Bethlehem in sagenhafte Konzerte investiert, in Choräle, Prozessionen, einen Mitternachtsmesse, Tourismus und Säulen in der Geburtskirche restaurierte, bleibt die Tatsache bestehen, dass die christliche Bevölkerung in der Stadt, von der Christen glauben, dass Jesus dort geboren wurde, immer weiter abnimmt.

Anton Salman, der Bürgermeister Bethlehems, sagte, die Erklärung liege in Israels „Einkerkerung des Geburtsorts Jesu“, wobei amerikanische Evangelikale die „israelische Politik feiern, die den Geburtsort Jesu stranguliert“.

Nach Angaben von NBC News sind 12 Prozent der Bevölkerung Bethlehems Christen – ein hoher Anteil, verglichen mit den größeren palästinensischen Gebieten, wo er heute bei weniger als zwei Prozent liegt – in den 1950-er Jahren waren es 80 Prozent. Salman behauptet, was Christen in Bethlehem halten werde, ist, „wenn menschliche Würde respektiert wird und gleiche Rechte garantiert werden, erst wenn die israelische Besatzung vorbei ist und Palästinenser in der Lage sein werden im eigenen Land ihr volles Potenzial zu entwickeln.

Allerdings ignoriert Salman eine zentrale Spannung, die zu dem Grund beiträgt, dass Christen die Stadt verlassen. Die wahre Strangulation der Christen im Nahen Osten ist das kulturelle und religiöse Ersticken, das sie in mehrheitlich muslimischen Städten wie Bethlehem erleben.

Salman versäumt es zu erwähnen, dass es im weiteren Nahen Osten eine starke Atmosphäre der Feindseligkeit gegenüber Christen gibt, wobei Bethlehem keine Ausnahme ist. Nach Angaben von Dexter Van Zile, christlicher Medienanalyst für das Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America (CAMERA), sind im Nahen Osten insgesamt Christen die „kostengünstigen, kostenfreien Ziele völkermörderischer Gewalt und Feindlichkeit“.

Van  Zile gibt an, dass mit der Aufmerksamkeit der Christen weltweit „die palästinensische Autonomiebehörde weiß, dass sie es sich einfach nicht leisten kann, dass Christen im Raum Bethlehem (oder der gesamten Westbank) so schikaniert werden, wie im übrigen Nahen Osten“. Aber trotzdem berichtet der CAMERA-Analyst, dass er Schikane von Christen durch muslimische Extremisten auf dem Manger-Platz nahe der Geburtskirche sieht; sie händigen Flugblätter aus. „Stellen Sie sich einmal vor, was passieren würde, wenn Christen versuchten würden offen Muslime zu bekehren“, merkte Van Zile an, der die Atmosphäre der Feindseligkeit gegenüber Christen in Bethlehem als „unverkennbar“ bezeichnete.

Er erzählte gegenüber Breaking Israel News, wie er sich in ein Restaurant in Bethlehem mit Sicht auf die Geburtskirche setzte. „Ein Lautsprecher einer Moschee in der Nähe begann eine laute und einschüchternde Botschaft zu plärren. Ich zog vor Schmerzen eine Grimasse wegen der Lautstärke der vom Muezzin kommenden Botschaft. Der Restaurantinhaber sah meine Grimasse und sagte: ‚Oh, das ist im Lauf der Jahre schlimmer geworden.‘ Er fuhr damit fort mir zu erzählen, dass er feindliche, antichristliche Botschaften aus dem Lautsprecher gehört hatte. Stellen Sie sich vor in einem Umfeld leben zu müssen, in dem christenfeindliche Botschaften Teil der städtischen Atmosphäre sind. So war das in Bethlehem, wo Jesus geboren wurde!“

Besonders an Weihnachten, berichtete Van Zile, werden die Christen in Bethlehem „von der palästinensischen Autonomie dazu eingesetzt, jedes Weihnachten Israel so darzustellen, es verhalte sich wie Rom im Neuen Testament“. Das wahre Problem ist aber muslimisches Herrenmenschentum, nicht jüdische Souveränität, fügte er hinzu.

Selbst mit Geschichten wie der von Van Zile, schreibt der arabische Journalist Khaled Abu Toameh in einem Bericht im Gatestone Institute, „reden die Leiter der christlichen Gemeinde in Bethlehem selten in der Öffentlichkeit über die Spannungen mit ihren muslimischen Nachbarn; sie ziehen es stattdessen vor ihre Kritik gegen Israel zu richten. Indem sie den Problemen der Christen gegenüber ein Auge verschließen, erweisen sie ihrer eigenen Gemeinschaft einen Bärendienst.“

Obwohl Jerusalem nur knapp 10 Kilometer nördlich von Bethlehem lieglt, kann die christliche Bevölkerung in Israel ihren Glauben frei leben – die Stadtverwaltung von Jerusalem verschenkt sogar Weihnachtsbäume an christliche Einwohner.

Israel ist für sie wahrscheinlich der einzige Ruheort in einer antichristlichen Region. So paradox es klingt: Der jüdische Staat ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem die einheimischen Christen seit 1948 an Zahl zugenommen haben. „1949 legten etwa 34.000 arabische Christen in Israel, heute gibt es mehr als 130.000. Christen haben als Anteil der Gesamtbevölkerung Israels abgenommen, aber in absoluten Zahlen hat die arabisch-christliche Bevölkerung in Israel um fast 300 Prozent zugenommen“, berichtete Van Zile.

„Antiisraelische Polemiker und sogar ein paar christliche Vereine, die Geschichten über jüdische Niederträchtigkeit als Technik zum Spenden sammeln nutzen, werden den Rückgang der Christen als Prozentsatz der Gesamtbevölkerung Israels darstellen (der eine Folge der Zunahme der jüdischen und der muslimischen Bevölkerung in Israel ist, die beide schneller wachsen). Aber Tatsache ist, dass kein anderes Land in der Region einen Zunahme in absoluten Zahlen erlebt hat, wie wir sie in Israel sehen. Und zur großen Beschämung der christlichen Antisemiten, die Israel als ihren Prügelknaben verwenden, hat diese Zunahme im jüdischen Staat stattgefunden. Das ist schlicht kein weiterer Grund Israel zu segnen und zu ehren“, berichtet Van Zile.

„Christen in der Westbank sollten dankbar sein, dass Israel mit seinem Umgang mit den Christen im Nahen Osten den Goldstandard setzt, aber allzu viele christliche Organisationen revanchieren sich, indem sie Israel Vorwürfe machen“, sagte er.

Van Zile beklagte darüber hinaus die Tatsache, dass viele nicht evangelikale Christen härtere Worte für Benjamin Netanyahu haben als für die Hamas. „Aus der Perspektive eines Friedensschaffers macht das absolut keinen Sinn. Vom Standpunkt des Evangeliums aus ist es wahnsinnig“, fuhr er fort. „Glücklicherweise beginnt eine zunehmende Zahl von Christen in Israel gegenüber dem aufzuwachen, was im Rest der Region vor sich geht und registrieren sich für den Miltärdienst.“

Im Kontext der israelischen Militärpräsenz ist israelische Soldaten, egal, ob sie Christen, Juden oder Drusen sind, in der Westbank zu haben, macht, verfocht Van Zile, „das Leben für Christen in der Region sicherer“. Er erklärte: „1945, bevor Jordanien die Kontrolle über die Westbank übernahm und Ägypten die über den Gazastreifen, gab es in diesem Bereich fast 60.000 Christen. 1967 gab es 42.000. Das ist ein beträchtlicher Rückgang. 2007 gab es in diesen Bereichen 52.000 Christen.“

Zoomt man heraus auf den größeren Nahen Osten, dann wird klar, warum eine Mehrheit der Christen Bethlehem verlassen. Im Gazastreifen, sagt Van Zile, ist das christliche Leben schon scheintot. „Es gibt weniger als 1.300 Christen im Strip und sie sind fortgesetzter Unterdrückung durch die Hamas und andere Extremisten ausgesetzt. Im Verlauf der Jahre haben Berichte über Zwangskonversionen und mindestens in einem Fall von Morden durch die Hamas erlebt.“

Van Zile legte dar, dass Christen, die mit Hilfe von Auslassungen über die Sünden der Hamas lügen, den christlichen Glauben diskreditieren. „Das ist ein sehr hoher Preis, der zu zahlen ist“, sagte er. Selbst mit Christen Bethlehem, die den Vorteil haben nahe an der Geburtskirche zu sein, glaubt Van Zile, dass es „höchste Zeit“ ist die Christen aus dem Gazastreifen zu evakuieren und sie an einen sichereren Ort umzuziehen, „damit wir nicht länger vorgeben müssen, die Hamas sei etwas anderes als eine völkermörderische Terrororganisation, die Christen, Juden und Muslime sowohl in Israel als auch im Gazastreifen terrorisieren.“

Vielleicht ist es höchste Zeit sie aus dem Nahen Osten als ganzem zu evakuieren – außerhalb der Palästinensergebiete,, kündigte Van Ziel an: „Mehr als eine Million Christen sind im vergangenen Jahrzehnt aus ihren Heimen im Irak und Syrien vertrieben worden und sie sind eine belagerte und auch in Ägypten eine schikanierte Minderheit, wo koptische Christen regelmäßig massakriert und ihre Kirchen abgebrannt werden. Islamische heilige Schriften und Praktiken setzen Christen als legitime Ziele für Gewalt fest, wenn die Dinge mehrheitlich muslimischen Ländern den Bach runter gehen.“

Die abnehmende christliche Präsenz is Teil eines tragischen Trend im Nahen Osten, der weniger mit Israels „Strangulationspolitik“ und mehr mit dem Aufstieg des Islamischen Staats (ISIS) zu tun hat. ISIS hat zu einem bereits zunehmenden Massenexodus begetragen, in manchen Fällen zu Völkermord an der christlichen Bevölkerung in Ländern wie Syrien, Saudi-Arabien, dem Irak, Libyen, dem Iran, der Türkei und Ägypten.

Samir Qumsieh, ein wichtiger christlicher Leiter in Bethlehem, Intendant des Fernsehsenders Al-Mahd TV und Forscher zu christlichen Angelegenheiten im Heiligen Land und dem Nahen Osten, erkennt, dass man, um die christlichen Gemeinden im Nahen Osten zu retten, die Eskalation des Extremismus und des radikalen Islam in der Welt als das anprangern muss, was sie ist. Nachdem er Fotos eines durch ISIS ermordeten Babys bei einem aktuellen tödlichen Anschlag auf eine Kirche in Kairo sah, riefe er aus: „Was für eine Art von Religion akzeptiert es, dass ein Baby in zwei Teile gerissen wird?“

Qumsieh erklärt, dass die Palästinensergebiete „nicht weit von der Ausweitung des radikalen Islam entfernt“ sind, physisch wie auch ideologisch. Qumsieh „vertraut der Hamas nicht, weil sie radikal ist“. Während es 2006 noch 5.000 christliche Gazaner gab, gibt es jetzt nur noch 1.000; zusätzlich werden oft Kirchen abgerissen.

Qumsieh macht zudem einen Brain Drain (Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte), rückläufige christliche Geburtenraten und Emigration für die abnehmende christliche Präsenz im Nahen Osten verantwortlich, in dem er keine Zukunft für Christen sieht. „Die Zukunft ist schwarz“, erklärt er.“Der Teufel selbst beherrscht diese radikalen Muslime, die alles Christliche zerstören […] das gegenwärtige [radikal-islamische] Regie sollte komplett vernichtet werden.“

Van Zile stimmt zu, dass die Zukunft der Christen in Bethlehem düster aussieht; er erklärt: „Für den Abgang der jungen Christen verantwortlich muss die palästinensische Autonomiebehörde verantwortlich gemacht werden, der in und um Bethlehem stattzufinden scheint. Sie haben die Verpflichtung Christen zu schützen, aber sie schützen sie nur in dem Maß, wie sie eingesetzt werden können um Israel zu dämonisieren.“

Um Christen in Bethlehem zu halten, legt Van Zile dar, dass die Palästinenser die Art und Weise revolutionieren müssen, wie sie sich selbst sehen. „Wenn sie sich weiterhin die Behinderung der jüdischen Souveränität und des jüdisches Wohlergehen als nationales Ziel setzen wollen, dann werden alle Palästinenser, einschließlich der Christen, weiterhin leiden. Sobald sie sich entscheiden für ihr eigenes Wohlergehen zu kämpfen, statt nur zu versuchen jüdische Freiheit und Wohlergehen zu untergraben, wir das Leben für alle im Heiligen Land besser werden.“

Vielleicht hat Salman recht damit, dass mehr Respekt vor menschlicher Würde und gleichen Rechten nötig ist, um die christlichen Bevölkerung von Bethlehem und den Palästinensergebieten zu stabilisieren – aber nur, wenn die Palästinenser Israels Vorbild im Umgang mit der christlichen Minderheit folgen.

Advertisements

Die Scheidung von PLO und Hamas ist endgültig

Gazas Kultur ist beduinisch, während die Araber in Judäa und Samaria die von Bauern und Stadtbewohnern ist. DAs ist nur einer der Gründe, dass die beiden Regionen in ineinander greifen.

Dr. Mordechai Kedar, Israel National News, 17. Oktober 2018

Dies Woche informierte uns die israelische Zeitung Yediot Aharonot uns, dass Jason Greenblatt, Präsident Trumps Sonderrepräsentant für internationale Verhandlungen, sagte, die Amerikaner hätten vor den Gazastreifen und die palästinensische Autonomiebehörde wieder miteinander zu verbinden. Wenn Greenblatt das tatsächlich sagte, offenbart es eine wichtige Komponente des amerikanischen Friedensplans, dessen Vorbereitung seit mehr als einem Jahr im Gang ist.

Wer immer die Wiederverbindung von Gaza mit Judäa und Samaria in den noch nicht verkündeten Plan einbezog, muss von den Ankündigungen der verschiedenen Palästinensersprecher stark beeindruckt gewesen sein, denn sie alle – bis zum Letzten, ob nun PA oder Hamas – reiten ständig auf der Notwendigkeit herum die „zwei Teile der Heimat“ wiederzuvereinen. Israel zihet es vor die beiden als getrennte Einheiten zu behalten, die einander feindselig gesinnt sind. Umfragen in der PA zeigen eindeutig, dass die arabische Straße, ob nun im Gazastreifen oder Judäa und Samaria, die Einung haben möchte, die zerfiel, als die Hamas den Gazastreifen im Juni 2007 übernahm.

Die Amerikaner lauschten dem palästinensischen Konsens, den sie diesbezüglich beobachteten und kamen zu dem Schluss, dass sowohl die Palästinenserführung und die Öffentlichkeit darauf hereinfielen, was die dazu brachte das zu einem Teil ihres Plan zu machen, in der Hoffnung, die Palästinenser würden den Plan dann akzeptieren, über den nachzudenken alle – die PLO, die Hamas, die Fronten und Organisationen – rundheraus abgelehnt haben. Greenblatt sagte außerdem: „Netanyahu wird schwierige Entscheidungen treffen müssen“, womit er meinte, dass Israel die Wiedervereinigung des Gazastreifens mit Judäa und Samaria wird akzeptieren müssen.

Wenn also alles, was die Palästinenser wollen, eine  Wiedervereinigung ist und die Amerikaner dem zustimmen, wo ist dann das Problem? Warum stimmen die Palästinenser nicht wenigstens diesem Teil des Friedensplan zu? Die Antwort findet sich in einem sehr wichtigen Aspekt der nahöstlichen Kultur, der in der westlichen Kultur kein Gegenstück hat – den vielfältigen Nuancen von Sprache.

Die westliche Kultur glaubt das, was gesagt wird, unbesehen. Ein Beispiel: Wenn ich sage, ich stimme einer Person zu, mit der ich spreche, dann heißt das, dass ich alle zugehört habe, was sie sagt, darüber nachgedacht habe und mich entschieden habe, ihre Meinung zu akzeptieren. Der Westen vertraut in die Ernsthaftigkeit der redenden Person, glaubt, was sie sagt und akzeptiert das, wie es ist. Immerhin gibt es freie Meinungsäußerung und jeder kann sagen, was ihm durch den Kopf geht, so dass, wenn jemand etwas sagt, das das ist, was wer wirklich denkt und fühlt.

Im Nahen Osten hingegen hat alles, was jemand sagt, drei Ebenen: Die obere und sichtbare Ebene ist der Inhalt dessen, was gesagt worden ist, die mittlere ist die, was die sprechende Person tatsächlich meint und die untere ist die, was sie verbirgt. Während er jemandem zuhört, versucht der Hörende im Nahen Osten die verborgenen Ebenen zu durchdringen, die wahre Absicht des Redenden zu verstehen und aufzudecken, was vor ihm versteckt wird.

Das ist der Grund, dass, wenn jeder palästinensisch-arabische Politiker, sei es von PLO oder Hamas, erklärt: „Wir müssen den Gazastreifen und die Westbank wiedervereinen, er meint: „Ich verstehe, dass das ist, was der Mann auf der Straße will und ich sage, was er hören will“, und dabei die Tatsache verbirgt, dass er sich sicher ist, dies wird nie geschehen; dazu hat er die Absicht der anderen Seite die Schuld für die Fortsetzung der Teilung zu geben.

Warum wird es die Wiedervereinigung nicht geben? Weil die beiden Regionen in ihrer Kultur, Sprache, Verhalten und Denkmustern total verschieden sind. Das Araber im Gazastreifen ist ein Beduinen-Dialekt, eine Ableitung des saudisch gesprochenen Arabisch, während das der Araber in Judäa und Samaria ein palästinensischer Dialekt ist, der dem in Syrien gesprochenen Arabisch gleicht. Die Sprachlücke ist nicht nur ein technischer Faktor in der Kommunikation, sie ist der Ausdruck kultureller Unterschiede: Die Kultur des Gazastreifens ist eine beduinische, die der Araber in Judäa und Samaria ist die von Bauern und Stadtbewohnern.

Die Führung des Gazastreifens ist die Hamas, eine Organisation mit religiösem Charakter, der die Zusammensetzung der Bevölkerung spiegelt, während die PLO die PA mit einer säkularen Agenda regiert, die zur arabischen Bevölkerung in Judäa und Samaria passt, außer in den Hebron-Bergen, deren Einwohner eher traditionell sind. Die Teilung zwischen Gazastreifen und Judäa/Samaria ist nicht nur eine politische, sondern stützt sich auf kulturelle Unterschiede; eine kulturelle Kluft trennt zwei unterschiedliche Bevölkerungen, die nie zusammengelebt haben, außer in der kurzen Zeit von der  Gründung der PA 1994 bis zur Teilung 2007, vierzehn Jahre später; in dieser Zeit gab es keine kulturelle Vermischung der beiden Regionen.

Noch bedeutender ist das böse Blut, das zwischen den beiden Herrscherorganisationen PLO und Hamas besteht. Die Ausdrücke, die sie für einander verwenden, sind die schlimmsten der arabischen politischen Sprache: „Verräter“, „Kollaborateure mit Israel“, „korrupt“, „Blutsauger“, „israelische Grenzpolizei“ und viele, weit böswilligere Beschuldigungen.

Der Zorn und die Wut auf einander spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Hamas-Terroristen erinnern sich der unaussprechbaren Foltern, die sie bei Vernehmungen in den Kerkern der PA-Sicherheitskräfte erlitten, während die aus der PLO sich gut erinnern, wie 2007 Hamas-Terroristen Mitglieder der PLO-Sicherheitskräfte unter den Augen von deren Familien hinrichteten und diejenigen, die entkamen, von den Dächern der Hochhäuser warfen. Im Nahen Osten gibt es überdies kein Vergessen und kein Vergeben. Stattdessen gibt es wachsames Warten, bis der richtige Augenblick kommt sich zu rächen und die verlorene Ehre der Familien der Opfer wiederzuerlangen.

Die Organisation Hamas wurde Ende 1987 gegründet und hat seit diesem Datum die PLO-Führung  und die Anerkennung der PLO in der arabischen Welt und an der internationale Front als einzige Organisation, die das „palästinensische Volk“ vertritt, herausgefordert.

Israel unterstützte das Konzept der PLO als bester Alternative für Israel und lange waren Israels Führungspolitiker – Peres, Beilin und ein unwilliger Rabin – der Meinung, dass die PLO, obwohl weit davon entfernt zionistisch zu sein, die Antwort auf die Hamas sei. Wenn wir der PLO nur die Macht geben die Palästinenser zu regieren, so träumten sie, wird aus ihr eine friedliebende Organisation werden und bald „sich der Hamas annehmen, ohne dass Gerichte und Menschenrechtsgruppen dazwischenfunken“.

Die Welt war von der Meinung der israelischen Führung enorm beeindruckt und über nahm sie, obwohl die Hamas-Führer vehement dagegen waren und behauptete, die PLO-Führung habe die Richtung verloren, als sie die Oslo-Vereinbarungen unterschrieb, die Israel ein „Sicherheitspolitik“ gab. Immerhin sollte Israel nach Ansicht der Hamas vom Gesicht des Heiligen Landes Falastin gewischt werden, einer Region, die allein den Muslimen geweiht war.

Mahmud Abbas wurde fast ermordet, als der den Gazastreifen das erste Mal besuchte, nachdem er PA-Vorsitzender wurde. Die Kugel strich an seinem Gesicht vorbei und tötete einen seiner Leibwächter. Vor ein paar Monaten schickte er seinen Premierminister Rami Hamdallah und den Leiter der PA-Sicherheitskräfte, Magd Faraj, nach Gaza und als diese den Übergang Erez ein paar hundert Meter hinter sich gelassen hatten, ging eine Bombe neben ihrer Kolonne hoch und verpasste sie um Haaresbreite.

Ich habe seit mehr als elf Jahren gesagt – seit dem Tag, an dem die Hamas den Gazastreifen übernahm – dass infolge dieser schweren Differenzen, Konflikte und Streitigkeiten die Scheidung zwischen dem Gazastreifen und Judäa/Samaria endgültig ist, absolut ohne jede Chance die Kluft zu überbrücken, die die beiden Organisationen trennt. Ihre Repräsentanten haben sich Hunderte Male zu Versuchen getroffen die Spaltung  zwischen den beiden zu beenden und trotz der Unterzeichnung hunderter Dokumente durch beide ist nichts passiert. Vielleicht wird die Zukunft ein Aussöhnungsabkommen bringen, aber das wird nur eine Vereinbarung signalisieren, keine Aussöhnung, denn die Organisationen sind schon lange über den Punkt hinaus, an dem es eine Rückkehr gäbe.

Alles, was bleibt, besteht darin zu entdecken, was Jason Greenblatt dazu brachte die Wiedervereinbarung von Gazastreifen und Judäa/Samaria als Teil von Amerikas „Deal des Jahrhunderts“ zu verkünden. Er glaubt offenbar, es bestehe eine Chance, denn darum bitten sie un der – wie andere Amerikaner auch – glaubt, was sie sagen sei das, was sie meinen. Amerikaner glauben nicht, dass im Nahen Osten jemand etwas sagen kann und genau das Gegenteil meint, um seine Pläne zur Eliminierung der Person , die er mit Lob, Gunst, Umarmungen und Küssen überschüttet, zu verbergen.

Das mag der wahre Grund für das Fehlschlagen all der amerikanischen und israelischen Friedenspläne sein. Amerikaner und Israelis denken wie Westler und die Palästinenser und ihre arabischen Kollegen denken wie Leute des Nahen Ostens. Bis die Amerikaner und Israelis östliche Kultur mit all ihren Ebenen erkennen, werden sie weiterhin Friedenspläne erstellen.

Wir werden jede Menge Pläne bekommen, aber keinen Frieden.

Israel umgeht Abbas, um dem Gazastreifen Strom zu liefern

Elder of ZIyon, 4. Oktober 2018

Aus Ha’aretz:

Es könnte in Sachen Strommangel im Gazastreifen etwas Entlastung geben. Im Rahmen einer in den letzten Wochen entwickelten Vereinbarung wird Qatar den Kauf von Treibstoff für Gazas Elektrizitätswerk finanzieren.

Das Arrangement, das in den kommenden Tagen in Kraft treten soll, wird eine signifikante Zunahme der Versorgung der Einwohner des Gazastreifens mit Strom erlauben. Israel hofft, dass diese Entwicklung, die dem Alltagsleben der Einwohner einen sofortige Verbesserung bieten sollte, das Risiko einer militärischen Konfrontation mit der Hamas reduzieren wird.

Der Gazastreifen erhält derzeit etwa vier Stunden Strom am Tag. Die Hilfe aus Qatar, die schätzungsweise Dutzende Millionen Dollar beträgt, zielt darauf den Durchschnitt auf acht Stunden am Tag zu erhöhen.

Wie Ha’aretz letzte Woche berichtete, sind Gespräche zu diesem Thema im Verlauf der letzten Monate über den UNO-Gesandten in der Region, Nikolay Mladenow, geführt worden. Qatar wurde von seinem Gesandten in Israel und den Gebieten vertreten, Mohammed al-Amedi. Der von Seiten Israels am stärksten involvierte Vertreter war der Nationale Sicherheitsberater Meir Ben-Shabbat. Der Durchbruch wurde auf einer Konferenz von Ländern erreicht, die für die Palästinenser spenden; sie fand letzte Woche in New York am Rande der Sitzungen der UNO-Vollversammlung statt.

Hier ist der Teil, den westliche Medien so widerstrebend berichten:

Frühere Gespräche hatten die Möglichkeit der Zunahme der Stromversorgung aus Israel durch Ausbau der Stromleitungen aus Israel in den Gazastreifen aufgebracht, aber dieser Vorschlag traf auf Probleme, weil die palästinensische Autonomiebehörde ihn ablehnte. In der Vergangenheit erzielte Übereinkünfte bezüglich der Stromversorgung waren an juristische und finanzielle Zusagen durch die PA gebunden. Aber Palästinenserpräsident Abbas hat Schritte abgelehnt die Stromversorgung im Gazastreifen zu verbessern, ohne dass es Fortschritte in den Aussöhnungsgesprächen zwischen der PA und der Hamas gibt.

Israel muss mit seinem Feind Qatar verhandeln, um den Palästinensern im Gazastreifen Strom zu liefern, gegen die Wünsche der Palästinenser in Ramallah. Der qatarische Treifstoff würde direkt aus Israel in den Gazastreifen gepumpt.

Wenn es könnte, würde Israel dem Gazastreifen mehr Strom liefern, aber es wird durch bestehende Vereinbarungen mit Abbas eingeschränkt.

Diese beiden Faktoren selbst zeigen, dass Israel sich mehr um das Wohlergehen der gewöhnlichen Palästinenser kümmert als deren eigene Führer.

Das ist eine atemberaubende Anklage der Palästinenserführung. Doch die Medien und die Diplomaten der Welt werden nichts Negatives über den „Friedensstifter“ Mahmud Abbas sagen, also wird diese Geschichte zusammen mit den vielen anderen beerdigt, die zeigen, dass Palästinenserführer sich nicht um ihr eigenes Volk kümmern, außer es dient als Kanonenfutter und politische Schachfiguren.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (8. – 11. Juli 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 01.07.2018:

Am Freitag starb ein Terrorist am Gaza-Zaun durch seinen eigenen Sprengsatz. Inzwischen behaupten die Terroristen, er sei von israelischen Soldaten erschossen worden. In Wahrheit versuchte er eine Granate in seiner Steinschleuder zu platzieren, um sie auf Soldaten zu schleudern. Dabei ging das Ding hoch, tötete ihn selbst und verletzte mehrere andere Araber. Es gibt Videomaterial davon (auf twitter gefunden):

Ein Diplomat aus Qatar versuchte Israel hinter den Kulissen davon zu überzeugen, dass die Spannungen am Gazastreifen aufhören würden, wenn mehr Gazaner Arbeit in Israel bekämen.

Nachdem Netanyahu das Verbot der Besuche auf dem Tempelberg durch Minister der Regierung aufhob, war Landwirtschaftsminister Uri Ariel das erste Kabinettsmitglied, das heute den Tempelberg besuchte; ein weiterer Abgeordneter ging ebenfalls hinauf. Knessetmitglieder dürfen jetzt alle drei Monate den Tempelberg besuchen. Am Montag wollen 3 Abgeordnete den Tempelberg besuchen.

Die PA verurteilte die Besuche von Juden auf dem Tempelberg und wirft Israel „Angriffe“ auf islamische und christliche heilige Stätten vor.

Montag, 09.07.2018:

Aussage eines iranischen Generals: Die Streitkräfte in Syrien warten nur noch auf den Befehl Israel zu vernichten.

Premier Netanyahu hat angekündigt den Waren-Übergang Kerem Schalom wegen des anhaltenden Drachen-/Ballonterrors zu schließen. Das gilt nicht für Humanitäres und für Lebensmittel. Außerdem wurde beschlossen die Fischereizone vor dem Gazastreifen nicht auf 9 Seemeilen auszuweiten.
Der Islamische Jihad tobt, die Schließung sei eine Kriegserklärung und ein Verbrechen gegen die Menschheit. Was die Hamas genauso sieht.

Morgen soll ein neuer Versuch gestartet werden die Blockade von Gaza aus zu durchbrechen. Angeblich soll kranke und verletzte Gaza-Araber damit transportiert werden.

Mahmud Abbas hat einmal mehr bekräftigt, dass Trumps Friedensplan „nicht stattfinden“ wird.

Die arabische Hass-Knessetabgeordnete Hanin Zoabi will nicht helfen, dass das Patriarchengrab für Rollstuhlfahrer zugänglich gemacht wird. Mit Dingen, für die die Besatzung zuständig sei, beschäftige sie sich nicht.

Feuer-Terror-Bilanz nach 100 Tagen: Es gab 678 von den Terrordrachen und -ballonen ausgelöst Brände in Israel.

Verteidigungsminister Lieberman hat den zur Hamas gehörenden Fernsehsender Al-Quds TV mit einer Anordnung zur Terrororganisation erklärt. Von der Hamas kommt, den Sender so zu bezeichnen sei Terror; arabische Knesset-Abgeordnete verurteilen den Schritt als Verletzung der freien Meinungsäußerung.

Dienstag, 10.07.2018:

Erklärung der „Söhne Zawaris“ (eine Gruppe Gaza-Terroristen, die hauptsächlich die Terrordrachen und -ballons steigen lässt), zur israelischen Entscheidung den Übergang Kerem Schalom wegen des Feuer-Terrors zu schließen: Sie bekräftigen ihr Recht den Gazastreifen zu verteidigen und haben die Entscheidung getroffen nachts große Bündel an Brandballons gegen die Siedler zu starten (merke: die „Siedler“ leben in dem, was selbst die UNO und die Staaten der Welt als Israel anerkennen):

Die EU hatte in der Hagai-Straße in der Altstadt Schilder aufgehängt. Diese wurden jetzt von der Stadtverwaltung entfernt.

Ein israelisches Gericht verurteilte die PA zur Zahlung von NIS 13,5 Millionen Entschädigung an Araber, die wegen angeblicher Kollaboration mit Israel gefoltert worden waren.

Die Hamas hat sich die Proteste und den Terror am Gaza-Zaun in den letzten 100 Tagen $45 Millionen kosten lassen.

Mittwoch, 11.07.2018:

Die Hamas hat die Händler des Gazastreifens informiert, dass ab sofort die Einfuhr von Obst aus Israel in den Gazastreifen gestoppt ist. (Was ist das für eine „Blockade“, in der das „Opfer“ Einfuhren von täglich 30-40 LKW-Ladungen Obst verhindert?)

Ein ranghoher PA-Vertreter beschuldigt Israel die Rechte muslimischer Gläubiger in der Patriarchenhöhle zu verletzen. Es habe im ersten Halbjahr 298 Fälle von verhinderten Gebetsrufen gegeben; Israel habe die Sicherheitskräfte am Eingang zur „Moschee“ verstärkt; und der Bereich sei wegen Feiertagen zweimal gesperrt gewesen. Außerdem hätten „extremistische Siedler“ am Montag die Zehn Gebote in einer der Türen geritzt, was „eine eklatante Provokation“ sei. Darüber hinaus habe es einmal ein jüdisches Fest auf dem Gelände gegeben, bei dem bis spät in die Nacht Musik gespielt worden sei. Er rief die Araber zu Standhaftigkeit und Widerstand gegen die „rassistische Besatzung“ auf. (Die PA betrachtet das Patriarchengrab als allein muslimische heilige Stätte.)

Auf einer Konferenz berichtete Yoram Ettinger, dass jedes Jahr etwa 20.000 PA-Araber aus den Palästinensergebieten emigrieren. Die PA blies die Zahl der Einwohner in Judäa und Samaria auf, was aber von israelischer Seite leider nicht richtiggestellt wird.

Die Hamas-Terroristen machen mit ihrem Umwelt-Terrorismus nicht einmal vor dem Meer halt; hier ist ein Video eines der „Aktivisten“ der gestrigen „Flottille“, das zeigt, wie auch im Meer Reifen verbrannt werden, um die Israelis zu stören.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (1. – 7. Juli 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 01.07.2018:

Die Hamas soll sich klar geäußert haben: Wir geben im Zuge eines Hilfspakets für den Gazastreifen die Israelis nicht raus (weder die Leichen noch die Lebenden).

Die IDF hat nach einer Sicherheitsauswertung ihre Truppen auf dem Golan mit zusätzlichen Panzern und Artillerie verstärkt.

Bis Donnerstag findet wieder das Jerusalemer Lichterfest statt, bei dem Künstlerisches auf die Mauern und Häuser der Altstadt projiziert wird. Die PA protestiert, das sei „eines der Mittel zu Verjudung der Stadt“ und „um die Geschichte und aktuelle Geschichte der uralten arabischen Stadt zu verschleiern“.

Umfrage in Israel: Die Mehrheit der Bevölkerung glaubt, dass ein Sieg über die Palästinenser nötig ist, um mit ihnen Frieden schließen zu können.

PA-„Außenminister“ Riad al-Maliki sprach beim Gipfel der Afrikanischen Union im Auftrag seines Herrn und Meisters Mahmud Abbas: Die Verlegung der US-Botschaft ins „besetzte Al-Quds“ (merke: GANZ Jerusalem ist also das „besetzte Al-Quds“!) sei aggressiv und einseitig, genauso wie die Anerkennung „des besetzten Al-Quds“ als Israels Hauptstadt. Außerdem werde Jerusalem von Israel ethnisch gesäubert, mit Hilfe von Apartheid-Gesetzen wie früher in Südafrika.

Montag, 02.07.2018:

Umfrageergebnisse: Fast 60% der Israelis glauben, dass Trump der proisraelischste Präsident ist. 68% halten „Oslo“ für einen Fehlschlag. 65% finden, dass Israel einen Sieg über die Palästinenser braucht, damit der Konflikt beendet werden kann.

Die Zahl der LKW, die Waren aus dem Gazastreifen nach Israel bringen, ist in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen. Waren es 2014 noch 232, sprang die Zahl 2015 auf 1.461 und 2017 auf 2.680. In der ersten Jahreshälfte 2018 waren es schon 1.728. Von den mehr als 8.000 LKW-Ladungen gingen etwa 2 Drittel nach Judäa/Samaria, 1 Drittel an Orte innerhalb der Grünen Linie. Die größten Posten waren landwirtschaftliche Produkte und Schrott, daneben auch Textilien, Lebensmittel und Möbel.

Die Knesset verabschiedete am Abend das Gesetz, mit dem die Terroristen-Gehälter/-Renten der PA von den Steuern, die Israel für die PA einsammelt und überweist, abgezogen werden. 87 Abgeordnete stimmten dafür, 15 dagegen.

Heckmeck:
– Ein Diplomat Qatars gibt an, dass die Hamas und Israel sich in indirekten Verhandlungen zur Gaza-Krise befinden. Beide Seiten hätten kein Interesse an einem Krieg, Washington ist informiert und besteht darauf, dass die PA einbezogen wird.

Dienstag, 03.07.2018:

Die Familie mit den bisherigen Rekord-Apanagen für Terroristen erhält von der PA noch eine Erhöhung der Bezüge. Sechs Söhne der Familie waren an tödlichen Terroranschlägen beteiligt, der letzte ermordete eine Soldaten im Mai mit einem Marmorblock. Die Familie hat bisher mehr als 1 Million US-Dollar erhalten. Im PA-Fernsehen wurde zudem die Mutter der sechs Terroristen als Vorbild vorgestellt.

Die PA bezeichnete die Kürzung der Gelder um die Terror-Renten seitens Israel als „Kriegserklärung“, die die Grundlage der Beziehungen der PA und Israel untergräbt.

Soldaten entdeckten, dass die Hamas versucht Spyware auf Soldaten-Handys zu laden; das sollte über Dating-Apps und gefakte WM-Ergebnis-Apps im offiziellen Google Store erfolgen.

Präsident Rivlin sagte am Dienstagabend, ihm tun die Menschen im Gazastreifen leid, weil die Hamas sie leiden lässt; Israel sei die einzige Obrigkeit der Region, die Waren zum Wohlergehen der Einwohner des Gazastreifens liefert

Im Kreis Mateh Yehuda wurde ein Terror-Ballon mit einem angehängten Bild gefunden:

Premierminister Netanyahu informierte Verteidigungsminister Lieberman und Parlamentspräsident Edelstein, dass nach sechs Monaten jetzt Abgeordneten und Ministern wieder der Besuch des Tempelbergs erlaubt wird.

Mittwoch, 04.07.2018:

Die von Terrordrachen und -ballons ausgelösten Brände der letzten Woche:

Die östlich von Jerusalem illegal errichtet arabische Siedlung Khan al-Ahmar soll jetzt wirklich abgerissen werden. Die UNO fordert von Israel das nicht zu tun.

Arabische illegale Bautätigkeit in Susiya hat dagegen immer noch keine Folgen, obwohl der Oberste Gerichtshof die Abrisse dort schon angeordnet hat.

Zwei Beduinen aus dem nördlichen Israel wurden wegen Waffenschmuggels angeklagt.

Die PA wütet: Dass Knessetabgeordnete und Minister wieder den Tempelberg besuchen dürfen, geht ja gar nicht. „Die Al-Aqsa-Moschee gehört allein den Palästinensern und niemand sonst hat irgendein Recht daran“, lassen sie wissen. Gefolgt von den ganzen bekannten, üblichen Schwachsinns-Behauptungen.

Benjamin Netanyahu warnte die Hamas, sie werde einen unerträglichen Preis bezahlen, wenn sie die Lage weiter eskaliert statt Ruhe zu geben.

Donnerstag, 05.07.2018:

Das PA-Fernsehen ehrte 3 Terroristen, die im Jahr 2000 zwei Israelis brutal ermordeten, als „Helden“.

Die IDF hat Khan al-Ahmar zum militärischen Sperrgebiet erklärt. Dadurch wurde auch ein Besuch von Vertretern der EU im Ort verhindert, der derzeit abgerissen wird, weil er illegal errichtet wurde.

Es gibt weiter Berichte, dass Deutschland zwischen der Hamas und Israel bezüglich eines Gefangenenaustauschs verhandelt.

Die IDF hat weitere Batterien der Eisernen Kuppel am Gazastreifen stationiert.

Eine Meinungsumfrage bei den PA-Arabern ergab, dass nur 21% glauben, dass der „Marsch der Rückkehr“ seine Ziele erreichte – oder auch nur eine Mehrzahl davon.

Freitag, 06.07.2018:

Drunter tun sie es nicht: Abbas-Berater Mahmud al-Habbasch wirft Israel wegen „Einschränkungen zum Betreten der Al-Aqsa-Moschee“ eine „israelisch-zionistische Inquisition“ und „Handeln wie die Nazis“ vor.

Die Zahl der Terroranschläge innerhalb der Grenzen von Jerusalem befindet sich aktuell auf einem Dreijahres-Tief. Im Juni gab es 220 Anschläge, von denen 6 innerhalb von Jerusalem stattfanden.

Samstag, 07.07.2018:

Meinungsumfrage: 82,7% der jüdischen Israelis finden, die IDF sollte die Terroristen direkt beschießen, die die Terrordrachen und -ballons steigen lassen.

Die Fatah ehrte die Terroristin Fatima Bernawi, die 1967 eine Bombe in einem Kino in („West“-) Jerusalem zünden wollte. Sie wurde später Arafats Polizeichefin im Gazastreifen.

Bei den Krawallen am Gaza-Zaun wurde gestern eine 38-jährige Nichte von Ismail Haniyeh verletzt; sie wird im Schifa-Krankenhaus in Gaza Stadt mit einem Bauchschuss behandelt.