Poster: eine politisch korrekte, feministische Rebellin

gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

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Verrückte Welt

Chloé Simone Valdary, 15. Juni 2014 (Übersetzung von Cora)

Drei jüdische Schuljungen wurden von Terroristen in Judäa und Samaria entführt.

Dawlat al Islam, ein Zweig des „Islamischer Staat im Irak und Syrien“ (ISIS) bekennt sich dazu. Mitglieder der Fatah fordern die arabischen Bewohner von Hebron auf, alle Überwachungsvideos zu löschen, um die israelische Armee daran zu hindern, sie wieder zu finden. Je mehr Zeit vergeht, desto unwahrscheinlicher wird es sie lebend zu finden. Außer den üblichen jüdischen/israelischen Zeitungen – The Jewish Press, Jerusalem Post, Times of Israel – scheint es niemanden wirklich zu interessieren. CNN berichtet lediglich über eine „behauptete“ und „vermutete“ Entführung.

Die Wahrheit ist, dass niemand jemals auch nur einen Dreck um vermisste, potenziell tote Juden schert.

Am 14. April entführte die terroristische islamisch Gruppe Boko Haram 272 Mädchen und entzündete damit einen „Aufschrei“ auf der ganzen Welt. Ein Twitter-Trend folgte. Berühmtheiten von der First Lady Michelle Obama bis zum Hip Hop-Star Drake machten Fotos von sich, auf dem sie Plakate mit der Aufschrift #Bring Back Our Girls (Bringt unsere Mädchen zurück) hoch hielten. Alle, normale Menschen wie auch die kulturellen Eliten beteiligten sich an dieser Entwicklung und fühlten sich dabei gut. Wir hatten Spaß an den harten und kritischen Antworten, die wir gaben, indem wir weniger als 140 Zeichen auf Twitter tippten, als wenn diese irgendwie die Kräfte der brutalen und mörderischen Macht Boko Harams brechen könnten.

Seit diesem Tag hat Boko Haram de größte Mordserie seit 9/11 ausgeführt. Aber wir fühlen uns gut, denn wir machten Selfies, auf denen wir ernst und entschlossen gucken. Und seitdem wenden wir uns anderen, wichtigeren Dingen zu, wie wer der beste Teilnehmer bei der Weltmeisterschaft sein wird und wie toll die Jungs im mexikanischen Team dieses Jahr aussehen.

Niemand schert sich wirklich einen Dreck um die nigerianischen Mädchen. Es ist lediglich eine vorgetäuschte Sorge, die wir für 5 Minuten haben und die dazu führt, dass wir uns besser fühlen, weil wir für etwas einstehen.

Ayaan Hirsi Ali – eine Frauenrechtlerin, die gegen Ehrenmorde und andere Grausamkeiten gegen Frauen in Afrika und dem Nahen/Mittleren Osten kämpft – sollte dieses Frühjahr von der Brandeis Universität geehrt werden. Der Lehrkörper der Brandeis sowie die Organisation für die amerikanisch-islamischen Beziehungen (CAIR), eine mit der Hamas verbundene Organisation, die sich groß als Menschenrechtsgruppe ausgibt, setzten Brandeis Universität unter Druck die Ehrung zurückzunehmen, weil Ali den Islam nicht mag. Der Präsident der Brandeis Universität knickte ein und nahm die Ehrung zurück.

Die Professoren der Fakultät für Frauenstudien jubelten über diese Entscheidung. Auch sie hatten den Präsidenten der Brandeis Universität unter Druck gesetzt, die Ehrung nicht vorzunehmen. Die Schreie der Frauen und Mädchen, die den Ehrenmorden oder der weiblichen Genitalverstümmelung zum Opfer fallen, werden nicht gehört. Die Professoren behaupten jedoch, sie würden für diese einstehen. Aber das ist eine Lüge. Sie wollen nur ihre ideologischen Egos gestreichelt bekommen. Dann fühlen sie sich gut.

Niemand schert sich einen Dreck um die Frauen und Mädchen, die in diesen Regionen brutal misshandelt werden.

Palästinensische Araber leben in Judäa, Samaria und Gaza unter den Gesetzen der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Hamas. PA und Hamas stehlen ihnen Milliarden, foltern sie in Gefängnissen, enthalten ihnen die grundlegendsten Menschenrechte vor und lehren sie, dass die größte Sache, die sie in ihrem Leben anstreben sollten, der Mord an Juden sei. Sie lehren sie, sie sollten darauf stolz sein, verarmte Opfer zu sein. Und die Welt antwortet darauf mit Rassismus. Wir behandeln die palästinensischen Araber, als seien sie Kinder, die frei von jeglicher Verantwortung für ihre missliche Lage sind.

Und um dem Unrecht noch eine Beleidigung hinzuzufügen, bezahlt die Welt die Gehälter der korrupten PA-Hamas Regierung, während sie den Arabern verkündet, es sei eine gute Idee, wenn die PA und die Hamas weiter über sie herrscht. Bürgerliche Freiheiten können sich zum Teufel scheren.

Niemand schert sich einen Dreck um die palästinensischen Araber. Wir haben das nur behauptet. Denn es hört sich so gut an und sieht so toll aus, wenn wir es in unseren Facebook-Status schreiben.

Eigentlich hassen wir ja nur Israel. Weil niemand sich auch nur einen Dreck um Juden schert. Und das ist etwas seltsam, denn der jüdische Staat ist der freieste im gesamten Nahen Osten – mit Frauen- und Minderheitenrechten.

Aber wir haben schon festgestellt, dass wir uns wirklich einen Dreck um die Frauen scheren.

Apathie. Scheinheiligkeit. Egoismus. Verrückte Welt.

Wirst du derjenige sein, der Licht bringt?

Wo sind die Feministinnen?

Michelle Malkin greift einen „alten“ Fall wieder auf: Letztes Jahr beantragte eine malaysische Frau, die vom Islam zum Christentum konvertiert war und ihren Namen in Lina Joy änderte, dass die Regierung sie nicht mehr als Muslimin klassifiziert. Sie will einen Christen heiraten. Im vorwiegend muslimischen Malaysia, das als sehr offen und moderat gilt, ist das eine Sünde und hat ihr und ihrer Anwältin Todesdrohungen eingebracht. Die katholische Kirche, in der die Frau getauft wurde, ist von der Polizei angegriffen worden (hey, sollte die Polizei die Kirche nicht vor Angreifern schützen????).

Den Christen kann die Frau nicht heiraten, so lange sie als Muslimin klassifiziert wird, weil Muslimas keine Andersgläubigen heiraten dürfen.

Jetzt ist das Urteil des obersten Gerichts Malaysias in ihrem Fall gefällt worden. Die Scharia siegte: „Sie können nicht nach Lust und Laune von einer Religion zu einer anderen wechseln“, sagte der oberste Richter des Bundesgerichts bei der Urteilsverkündung.

“Nach Lust und Laune“ – als wenn das so wäre. Die Frau hat sich durch ihren Übertritt zum christlichen Glauben der Wut und den Rachegelüsten des gesamten Landes ausgesetzt und ist trotz aller Drohungen und Gefährdungen bei ihrer Entscheidung geblieben, ganz zu schweigen von den Konsequenzen für ihr Berufs- und Privatleben, das so ziemlich zerstört ist. Was das mit „Lust und Laune“ zu tun haben soll, könnte der Richter vielleicht auch einmal erklären.

Michelle fragte letztes Jahr schon, wo die Feministinnen bleiben, um die Rechte von Lina Joy einzufordern. Was ist mit den Menschenrechtsorganisationen, gerade den sich immer um die Rechte der freien Religionsausübung kümmernden muslimischen? „Oder sollen wir alle so tun, als gäbe es Lina Joy nicht und Kumba ya singen?“

Worauf ihr ein Leser eine E-Mail schrieb: „Entschuldige, Michelle, aber Kumba ya zu singen, dürfte unter der Scharia wahrscheinlich nicht erlaubt sein.“

Wohl wahr…