Die Täuschung „fünf millionen palästinensische Flüchtlinge“

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 6. Februar 2021

Mitchell Bard hat hier einen gründlichen Blick auf die Daten geworfen, die die Behauptungen zum Flüchtlingsstatus von fünf Millionen „palästinensischen Flüchtlingen“ umgeben: „The Palestinian refugee hoax“, Israel HaYom, 31. Januar 2021.

Das PLO-Ministerium für Verhandlungensangelegenheiten twitterte am 15. Mai 2020: „Jeden Nakba-Gedenktag begehen wir die Katastrophe, die 1948 über unser Volk hereinbrach, als 957.000 Palästinenser zu Flüchtlingen wurden.“ Die Wahrheit lautet, dass diese Zahl ausgeheckt worden ist, so wie die aktuelle Zahl von 5,7 Millionen, die von der UN Relief and Works Agency (UNRWA) verwendet wird. Die tatsächliche Zahl beträgt vermutlich weniger als 30.000.

Die Palästinenser behaupten üblicherweise, zwischen 1947 und 1949 seien 800.000 bis 1.000.000 Palästinenser zu Flüchtlingen geworden. Die letzte Volkszählung fand 1945 statt. Ich fand nur 756.000 permanente arabische Einwohner in Israel. Am 30. November 1947, dem Datum, an dem die Vereinten Nationen für die Teilung stimmten, betrug ihre Gesamtzahl 809.100. Die Regierung Israels zählte 1949 bei einer Volkszählung 160.000 nach dem Krieg im Land lebende Araber, was bedeutet, dass nicht mehr als 650.000 palästinensische Araber hatten Flüchtlinge werden können. Ein Bericht des UNO-Vermittlers für Palästina (vom September 1948) kam zu einer noch niedrigeren Zahl: 360.000. Die Schätzung der CIA betrug 330.000. 2011 analysierte der Historiker Efraim Karsh die Zahl der Flüchtlinge für jede Stadt und kam zu einer Schätzung von 583.000 bis 609.000.

Als die UNO die UNRWA schuf um den Palästinensern zu helfen, wurde ein Flüchtling definiert als „eine bedürftige Person, die als Ergebnis des Kriegs in Palästina sein Heim und seine Mittel zum Lebensunterhalt verloren hat“.

Die Palästinenser behaupten, es habe mehrere hunderttausend mehr Araber gegeben, die das Mandatsgebiet Palästina/Israel verließen, als vor dem Krieg tatsächlich in dem gesamten Territorium existierten. Wie konnten zwischen 800.000 und 1.000.000 Araber zu Flüchtlingen werden, wenn die arabische Gesamtbevölkerung dieses Gebiets – nach Angaben der Araber und niemandem sonst – 810.000 betrug und nach der Flucht 160.000 Araber immer noch im Land lebten? Das würde bedeuten, dass es maximal 650.000 Flüchtlinge gegeben haben konnte. Aber Bard vermerkt, dass andere mit viel niedrigeren Zahlen aufwarteten: Das Büro des UNO-Mediators für Palästina (kaum eine Brutstätte des Zionismus) berichtete, dass es nur 360.000 arabische „Flüchtlinge“ gab. Die Schätzung der CIA war noch niedriger: 330.000. Es wäre interessant zu wissen, wie sowohl der UNO-Mediator als auch die CIA in ihren Schätzungen so eng bei einander liegen konnten und so sehr weit weg von dem, was die Araber behaupteten. Halten Sie fest, dass diese Schätzungen kurz nach dem Ende des Kriegs 1949 gemacht wurden und bevor die Reihen der Flüchtlinge durch große Anzahlen anderer Araber aus Jordanien, Syrien, dem Libanon und sogar weiter weg liegenden arabischen Staaten aufgeblasen wurden, die als Flüchtlinge aus „Palästina“ durchgehen wollten, um die großzügigen Leistungen zu erhalten, die von der UNRWA verteilt wurden. Wir haben immer noch keine Vorstellung davon, wie viele dieser „palästinensisch-arabischen Flüchtlinge“ schlicht Araber aus anderen Ländern waren. Bard erwähnt dieses Phänomen nicht, aber es untermauert sein allgemeines Argument.

Der Forscher Ephraim Karsh wartete mit einem absoluten Maximum von 609.000 arabischen Flüchtlingen auf (er gab kein geschätztes Minimum an). Halten wir also diese Schätzungen fest im Hinterkopf, wenn uns von palästinensischen Propagandisten versichert wird, dass es 800.000 bis eine Million „Flüchtlinge“ gab.

Und behalten wir im Hinterkopf, dass die 1948 weltweit anerkannte Definition eines „Flüchtlings“ jemand war, der „als Ergebnis von Krieg oder anderem Konflikt sein Heim und seine Mittel zum Lebensunterhalt verloren hatte“. Alle Kinder, die die Flüchtlinge im Ausland bekamen, wurden selbst nicht als Flüchtlinge betrachtet. Ein russischer Flüchtling, der vor der Revolution floh und nach Europa zog, als er ein kleines Kind war, blieb ein „russischer Flüchtling“, aber sein Kind wurde nie als Flüchtling angesehen. Ein jüdischer Flüchtling aus Deutschland – z.B. Henry Kissinger – blieb ein deutsch-jüdischer Flüchtling, aber sein in den USA geborenes Kind war das nicht.

Und dieselbe Definition ist auf all die hunderte Millionen Flüchtlinge angewandt worden, die seit dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurden: „Ein Flüchtling ist jemand, der als Ergebnis von Krieg oder anderem Konflikt  sein Heim und seine Mittel zum Lebensunterhalt verloren hat.“ Mit einer Ausnahme. Einzig auf die arabischen Flüchtlinge aus der Zeit von 1947 bis 1949 wird eine einzigartige Regel angewandt und auf niemanden sonst. Die Bedingungen, um „palästinensischer Flüchtling“ zu sein, ist seit Anbeginn der UNRWA als ein vererbbarer Wesenszug behandelt worden. Der Sohn, der Enkel, der Urenkel eines palästinensischen Flüchtlings werden allesamt als solche behandelt und erhalten Leistungen aufgrund dessen, dass sie als „palästinensische Flüchtlinge“ gelten. Dadurch werden jeden Tag mehr „palästinensische Flüchtlinge“ geboren und es gibt keine Möglichkeit, solange die aktuelle bizarre Definition des „palästinensischen Flüchtlings“ vorherrscht, diesem immer weiter zunehmenden Listen ein Ende zu setzen.

Ursprünglich hatte die UNRWA eine Liste mit 950.000 Namen, aber die Organisation wusste, dass diese Zahl falsch war. UNRWA akzeptierte die meisten Ansprüche in dem Wissen, dass z.B. viele Palästinenser die Toten in ihren Familien nicht angaben, damit sie für die Verstorbenen weiter Rationen kassieren konnten. Die Organisation gab zu, dass viele Fälle von Betrug entdeckt wurden, war aber nicht in der Lage die unberechtigten Personen aus der Hilfeliste zu streichen. Sie wusste auch, dass sie keinerlei Kooperation von den Flüchtlingen selbst erhalten würde. Die UNRWA war jedoch vor Angst erstarrt gegenüber Kritik, sie würde es versäumte das humanitäre Problem anzugehen:

Seit ihren frühesten Anfängen war die UNRWA Opfer mehrerer Arten von Betrug. Und da die meisten der UNRWA-Mitarbeiter selbst palästinensisch-arabische Flüchtlinge waren, hatten sie kein Verlangen diesen Betrug auszumerzen, sondern verschlossen davor die Augen. Natürlich war die Liste der 950.000 Namen absurd, aber UNRWA verweigerte die Zurückweisung dieser Zahl. Zu den Betrügereien gehörte Mehrfachzählung. Je mehr Kinder es in einer Flüchtlingsfamilie gab, desto höher die Leistungen, die die Familie für Unterkunft, Lebensmittel und allgemeine Versorgung erhalten würde. Diese Kinder wurden dann einer anderen Flüchtlingsfamilie „ausgeliehen“, meistenteils Verwandte, und dann konnte diese zweite Familie dieselben Kinder als ihre eigenen ausgeben und ihre Leistungen entsprechend erhöht bekommen. Selbst wenn der Betrug entdeckt wurde –  wenn z.B. dieselben Mitarbeiter in beide Familien gingen und die Kinder erkannten – fand die UNRWA es fast unmöglich, die Betrüger aus den Listen zu streichen; es hätte die arabischen Mitarbeiter der Organisation in Aufruhr versetzt. Außerdem: Warum denn nicht ein paar hunderttausend mehr verarmte Araber von den reichen westlichen Spendern der UNRWA unterstützen lassen?

Eine weitere Art Betrug beinhaltete die Toten: Palästinensisch-arabische Flüchtlinge, die starben, wurden selten aus den Listen gestrichen, sondern so lange wie möglich darauf behalten, damit ihre Familien weiterhin die Leistungen erhielten – besonders Lebensmittelkarten – die die Verstorbenen zu Lebzeiten erhalten hatten.

UNWRA akzeptierte vom Moment ihrer Gründung an eine aufgeblasene Anfangsliste von 950.000 Namen. Diese Zahl an „Flüchtlingen“ lag um mindestens 150.000 höher als die Gesamtzahl der Araber, die im Mandatsgebiet Palästina/Israel gelebt hatten. Tatsächlich gab es, wenn wir der CIA glauben, nur 330.000 arabische Flüchtlinge – etwa ein Drittel der von der UNRWA erklärten Zahl. Eine beträchtliche Anzahl derer, die es von den frühesten Tagen an auf die Listen der UNRWA schafften, waren überhaupt keine palästinensischen Araber, sondern Araber aus Jordanien, Syrien, dem Libanon und noch weiter entfernten Ländern, die erpicht darauf waren sich als „palästinensisch-arabische Flüchtlinge“ auszugeben und all die Leistungen zu erhalten, die solchen Flüchtlingen seitens der UNRWA zur Verfügung standen. Das Anschwellen der UNRWA-Listen über betrügerische Verfahren, von UNRWA-Mitarbeitern bewusst übersehen, die selbst entweder palästinensisch-arabische Flüchtlinge oder andere Araber mit Sympathien für die Palästinenser waren, geht bis heute weiter: Mehrfachzählung von Kindern, die mehr als einer Familie zugerechnet werden; Versäumnis, die Toten von den Listen zu streichen, so dass sie posthum weiter Leistungen erhalten; und schließlich das Versagen diejenigen nicht palästinensischen Araber auszusortieren, die sich früh als Flüchtlinge ausgaben, die die großzügigen UNRWA-Leistungen verdienen und folglich auch erhalten.

Nichtflüchtlingen Flüchtlingsstatus zuzuerkennen hat in erster Linie eine Situation geschaffen, die nicht ignoriert werden kann, aber sie zu entfernen setzt die Organisation ungerechtfertigter und unfairer Kritik seitens der fehlinformierten Öffentlichkeit sowie fanatischer Opposition seitens des die Hilfe nicht Verdienenden und seiner Freunde und  Unterstützer aus.

Mitchell Bards Ansicht lautet, dass die einzigartige Definition eines „Palästina-Flüchtlings“, wie er auf alle Nachkommen angewandt wird, egal wie viele Generationen vergangen sind, seit die ursprünglichen „palästinensischen Flüchtlinge“ das Mandatsgebiet Palästina/Israel tatsächlich verlassen haben, schwer rückgängig zu machen ist, aber der Versuch sollte zumindest unternommen werden. Würde die UNRWA gezwungen werden die allgemeingültige Definition eines Flüchtlings auf den Fall der Palästinenser anzuwenden, dürfte die von Bard erwähnte fehlinformierte Öffentlichkeit in der Tat „ungerechtfertigte und unfaire Kritik“ an der Organisation üben. Aber UNRWA sollte sich nicht vor ihrer Pflicht drücken diesen Zustand zu beenden; sie verdient jede Menge Kritik – aber nicht dafür dem Sonderstatus ein Ende zu setzen, sondern weil sie ihn überhaupt erst zuließ und ihn dann unbestritten 70 Jahre hat weiterlaufen lassen. Abgesehen davon: Warum sollte es uns kümmern, ob die UNRWA Kritik ausgesetzt wird? Sie ist alleine verantwortlich für die derzeit absurd aufgeblasenen Listen der Leistungsempfänger, indem sie dieser einzigartigen Definition nicht entgegengetreten ist, wer überhaupt den Anspruch erheben kann ein „palästinensischer Flüchtling“ zu sein.

Verletzt UNRWA das Völkerrecht?

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 31. Dezember 2020

Isarle und die Vereinigten Arabischen Emirate sollen gemeinsam daran arbeiten die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) zu eliminieren. Das ist bedeutend, denn nachdem die USA 2018 die Mittel für die Organisation kürzten, was sie an den Rand des Bankrotts brachte, Abu Dhabi zusammen mit Qatar und Saudi-Arabien die Hauptfinanzquelle gewesen ist, die die Organisation am Leben erhielt. Somit könnte Hilfe aus den VAE zu verließen das Ende der UNRWA bedeuten.

Dennoch drängte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu das Weiße Haus 2018 in aller Stille seine Entscheidung zur Kürzung der Zuwendungen zu überdenken und stattdessen Hilfe von der UNRWA an den UNHCR – den UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge – umzuleiten.

Aber warum? Was ist das Problem mit der UNRWA und warum sollte Israel wollen, dass finanzielle Hilfe aus dem Ausland weiter an die Palästinenser fließen?

Die Antwort erfordert echtes Verständnis dessen, wie die UNO arbeitet, was ein „Flüchtling“ wirklich ist und die überraschende Rolle des Völkerrechts beim Treffen dieser Entscheidung.

Was ist der Unterschied zwischen UNRWA und UNHCR?

Nach Israels Unabhängigkeitskrieg 1948 blieben viele Araber und wurden israelische Staatsbürger. Ihre aktuelle Zahl beträgt 1,89 Millionen oder 20,1% der Gesamtbevölkerung des Landes. Aber die, die weggingen – entweder aus eigener Entscheidung oder um den Kämpfen zu entgehen – wurden zu Flüchtlingen. Die UNRWA wurde extra eingerichtet, um rund 750.000 von ihnen Hilfe zu bieten.

Ein Jahr später, 1950, wurde der UNHCR gegründet, um sich um alle andere Flüchtlinge der Welt zu kümmern.

Das Ziel des UNHCR besteht darin Flüchtlingen zu helfen entweder nach Hause zurückzukehren oder, wenn das nicht möglich ist, sie und ihre Kinder in neuen Ländern anzusiedeln, wodurch die Gesamtzahl der Flüchtlinge weltweit abnimmt.

Nach Israels Gründung wurden zum Beispiel zwischen 800.000 und 1.000.000 Juden aus ihren Häusern in arabischen Ländern vertrieben und sind bis heute nicht in der Lage gewesen zurückzukehren. Aber sie sind keine Flüchtlinge mehr; stattdessen sind sie Bürger Israels oder anderer Länder. Dieses Modell bildete einen Teil der Grundlage dafür, wie der UNHCR bis heute arbeitet.

UNWRA macht genau das Gegenteil: Sie betrachtet alle Nachkommen von Palästinensern in einer unbegrenzten Zahl von Generationen als „Flüchtlinge“. Zum Teil ist das so, weil einige arabische Länder den Palästinensern als Symbol des Widerstands gegen Israels Existenz die Staatsbürgerschaft verweigerten. Aber selbst die Palästinenser, die sich ein Leben in anderen Ländern aufgebaut haben und deren Staatsbürger wurden, werden von der UNRWA weiter als „Flüchtlinge“ betrachtet.

Das schafft seinige seltsame Paradoxien. Ein Paradebeispiel: Das weltberühmte Mannequin Gigi Hadid, die in Los Angeles geboren und aufgewachsen ist, ist technisch ein palästinensischer „Flüchtling“. Es gibt tausende weitere, weniger berühmte, aber genauso eingängiger Fälle.

UNRWA verletzt das Völkerrecht

Technisch verletzt die Flüchtlingsdefinition der UNRWA das Völkerrecht, da sei der UNO-Konvention und das Protokoll zum Status der Flüchtlinge von 1951 widerspricht.

Artikel 1 der Konvention definiert einen Flüchtling so:

…  Person, die sich außerhalb des Landes befindet, in welchem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatte; aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will, weil sie Verfolgung befürchtet.

Gemäß Artikel I(c)(3) ist eine Person nicht länger Flüchtling, wenn sie z.B. „eine neue Nationalität erworben hat und den Schutzes des Landes seiner neuen Staatsbürgerschaft genießt“.

UNRWAs Flüchtlingsdefinition, die in keinem Vertrag verankert ist und daher nicht das Gewicht des Völkerrechts hat, beinhaltet keine solche Vorkehrung. UNRWA definiert sogar „palästinensische Flüchtlinge“ so, dass sie alle Nachkommen männlicher Flüchtlinge von 1948 einschließt, einschließlich legal adoptierter Kinder, ungeachtet dessen, ob ihnen irgendwo die Staatsbürgerschaft verliehen wurde.

Die Behauptung der Vereinten Nationen auf ihrer Internetseite, die ungewöhnliche Praxis der UNRWA verletz das Völkerrecht und seine Normen nicht, indem verweist auf andere Konflikte in der Welt, in denen Flüchtlingsstatus auf Folgegenerationen weitergegeben wurde (z.B. Afghanistan und Somalia).

Diese Behauptung der UNO ist jedoch nicht nur irreführend, sondern auch objektiv falsch. Gemäß der Konvention von 1951 (Protokoll von 1967, Artikel IV Sektion B) haben Nachfolge-Generationen nur dann Flüchtlingsstatus, wenn dies notwendig ist, um beizubehalten, was „Einheit der Familie“ genannt wird. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass ein Paar aus Afghanistan entkam, Flüchtlinge in Pakistan wurde und dann ein Kind bekam. Obwohl dieses Kind niemals in Afghanistan lebte, wird ihm trotzdem der Flüchtlingsstatus gewährt, um zu verhindern, dass die Einheit der Familie durch potenzielle Entwicklungen zerbrochen wird.

Unter den UNRWA-Regeln gibt es hingegen keine Einschränkung auf die „Einheit der Familie“. Im Gegenteil, unbegrenzte Generationen der Zukunft können den Flüchtlingsstatus erben, selbst wenn es keine lebendige Familienverbindung zum britisch beherrschten Palästina von 1948 gibt und es folglich keine Gefahr gibt, dass eine Familieneinheit zerrissen wird. Das ist keine subtile Abgrenzung; UNRWA hat, wissentlich oder nicht, Gastgeberländern einen finanziellen Anreiz gegeben Palästinensern die Staatsbürgerschaft zu verweigern, damit die fraglichen Staaten von der internationalen Hilfe profitieren können, die die Beherbergung von Menschen mit sich bringt, die den Flüchtlingsstatus auf ewig beibehalten.

Nach Angaben eines Berichts des US-Senats aus dem Jahr 2012 beträgt die Zahl der gemäß den Bestimmungen der für alle anderen Völker der Welt geltenden Völker der Konvention von 1951 realen palästinensischen Flüchtlinge, die heute noch leben, etwa 30.000. Doch nach Angaben der UNRWA ist die Zahl der „Flüchtlinge“ mehr als 5 Millionen, was die Palästinenser zur einzigen Gruppe der Welt macht, deren Flüchtlingsbevölkerung im Lauf der Zeit – auch noch dramatisch –zugenommen hat.

Weitere Probleme mit der UNRWA

UNRWA schafft auch noch weitere Probleme: Ihre Schulbücher impfen Kindern Hass auf Israel und die Juden ein; Sie ist dabei erwischt worden, dass Hamas-Raketen und Flugkörper in den Gellern von UNO-Schulen gelagert werden; es hat grassierende Korruption und Missbrauch in dem Gremium gegeben – und vieles, vieles mehr.

Warum Israel möchte, dass die Finanzierung weiter geht

Die Lösung kann aus einem subtilen Aspekt des Völker- wie des israelischen Rechts abgeleitet werden. Israels Oberster Gerichtshof hat geurteilt, dass die Regierung die Verpflichtungen einer „Besatzungsmacht“ gemäß der Vierten Genfer Konvention, der Haager Konvention und weiterer internationaler Verträge erfüllen muss. Zu diesen Verpflichtungen gehört die Unterstützung der Palästinenser bei Sicherheit, Gesundheit, Bildung und mehr.

Diese Aufgaben werden von Hilfsgeldern aus dem Ausland bezuschusst und durch die Arbeit internationaler Gremien wie der UNRWA ermöglicht. In Abwesenheit solcher Hilfe, würden die internationalen Verträge wie der israelische Oberste Gerichtshof diese Verpflichtungen direkt Israel auferlegen. Als mögliche Lösung dieses Dilemmas schlug Israel 2018 vor die UNRWA aufzulösen und ihr Budget dann zum UNHCR abzugeben, mit der Aussicht die Palästinenser endlich wie alle anderen Flüchtlinge der Welt zu behandeln.

Damit wären die unmittelbaren Nutznießer die Palästinenser selbst, weil Gastgeberländer palästinensischer „Flüchtlinge“ zumindest finanziellen Druck erleben würden, um ihnen die Staatsbürgerschaft zu gewähren und in die Gesellschaft zu integrieren. Damit wären die das palästinensische wie das israelische Volk nach mehr als sieben Jahrzehnten in der Lage mit dem Geschäft des Aufbaus einer gerechten und positiven Zukunft fortfahren statt das Leiden der Vergangenheit immer wieder neu zu durchleben.

Das genau ist der Auftrag, den der UNHCR allen anderen Flüchtlingen der Welt gegenüber zu erfüllen versucht.

Israelis wie Palästinenser verdienen nicht weniger.

Die Misere der palästinensisch-arabischen „Flüchtlinge“

Die Zahl der lebenden Flüchtlinge, die allesamt per Definition mindestens 70 Jahre alt sind, wird heute auf 30.000 geschätzt und ist rückläufig. Op-Ed.

Jerold S.Auerbach, Israel National News, 29. Oktober 2020

Ein sogenanntes „Flüchtlingslager“

Wäre ich ein palästinensischer Araber, ich würde in Trübsinn verfallen. Wenn ich mich im Nahen Osten umsehe, wo einst meine treuesten Verbündeten vorzufinden waren, sehe ich heute nichts als Verrat.

Zuerst die Vereinigten Arabischen Emirate, dann Bahrain und jetzt der Sudan haben Vereinbarungen mit dem abscheulichen jüdischen Staat Israel getroffen. In absehbarer Zukunft wird sich ihnen wahrscheinlich Saudi-Arabien anschließen. Mein Volk ist aufgegeben worden und jegliche Möglichkeit, dass auch nur ein Splitter Israels uns einer „illegalen Siedlungen auf palästinensischem Land“ zu einem palästinensisch-arabischen Staat werden wird, ist so gut wie verschwunden. Unsere zerstreuten 5 Millionen Flüchtlinge und ihre Nachkommen, um die die UNRWA sich kümmert, werden auf ewig obdachlos bleiben.

Obwohl ich kein palästinensischer Araber bin, habe ich Mitgefühl mit dem palästinensisch Klagelied über die Obdachlosigkeit, auch wenn sie selbstverschuldet ist. Aber als Historiker muss ich mich auf Fakten verlassen, nicht auf Fantasien. Palästinenser mögen inbrünstig daran glauben, dass ihnen „ihr“ Land gestohlen wurde, aber die Geschichte – von der Antike bis zur Moderne – deutet auf anderes.

Seit die jüdische Nation im  zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung nach der fehlgeschlagenen Rebellion Bar Kochbas gegen die römischen Eroberer zerschlagen wurde, sehnten sich die Juden danach in ihr uraltes Heimatland, besonders nach Jerusalem, wo König David regiert hatte und der Heilige Tempel gebaut wurde, zurückzukehren. („Wenn ich dich vergesse, o Jerusalem“ ist in Psalm 137 eingebettet.) Es gab damals keine Palästinenser. Tatsächlich ist der älteste überlebende Hinweis auf eine arabische (keine palästinensische) nationale Identität eine Inschrift aus dem Jahr 328, die auf den „König der Araber“ Bezug nimmt.

Der Islam tauchte drei Jahrhunderte später auf, als Mohammed lebte. Bis dann waren die Juden ein fest etabliertes, wenn auch weit verstreutes Volk mit einer tief verwurzelten Verbindung zu seinem verheißenen Land.

Ende des 19. Jahrhunderts, nach fast zwei Jahrtausenden im Exil, begannen die Juden ins Land zurückzukehren. Fast 30 Jahre bevor Theodor Herzl zur Wiederbelebung der jüdischen Eigenstaatlichkeit aufrief, hatten Hovevei Zion („Die Zion lieben“) in Palästina mehr als ein Dutzend neue Gemeinden gebaut. Während des Ersten Weltkriegs forderte die Balfour-Erklärung eine „nationale Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina“. Palästinenser wurden nicht erwähnt.

Selbst als Kolonialminister Winston Churchill dieses Versprechen brach und drei Viertel des damals Palästina[*] genannten Gebiets östlich des Jordan Abdallah ibn Hussein für sein eigenes Königreich Transjordanien schenkte, gab es weder ein anerkanntes noch ein sich selbst so nennendes „palästinensisches“ Volk.

Israels Unabhängigkeitskrieg im Jahr 1948 wurde gegen eindringende arabische Armeen geführt, nicht gegen Palästinenser. Die sich daraus ergebende Flucht palästinensischer Araber, besonders nach Jordanien, wurde zu einer Tragödie, die eventuell niemals heilt. Ihre Zahl ist enorm übertrieben worden. In der New York Times zum Beispiel stieg sie von 850.000 (1952), was bereits übertrieben war, auf 925.000 fünf Jahre später und schließlich auf mehr als eine Million.

Die UN Relief and Works Administration (UNRWA), die ihr Hilfsprogramm für die Palästinenser 1950 begann, gab 750.000 palästinensische Flüchtlinge an, für die von Juni 1946 bis Mai 1948 ihr „normaler Wohnort Palästina war“ – eine erfundene Zahl (gestützt mit Geldern der Vereinten Nationen), die im Lauf der Zeit die Garantie hatte sich zu erhöhen.

Aber das palästinensische „Rückkehrrecht“ ist nicht legitimer als mein Recht nach Russland oder Rumänien zurückzukehren, wo die Vorfahren meiner Familie lebten, bis meine Großeltern vor mehr als einem Jahrhundert in die USA auswanderten, um Pogromen zu entkommen.

Mit der akribischen Forschung von Ort zu Ort kam der Historiker Ephraim Karsh in Palestine Betrayed (2010) zu dem Schluss, dass es 1947/48 zwischen 583.121 und 609.071 Flüchtlinge gab. Die Zahl der lebenden Flüchtlinge, die allesamt per Definition mindestens 70 Jahre alt sind, wird heute auf 30.000 geschätzt. Ihre Zahl muss (wie auch die Zahl der lebenden Holocaust-Überlebenden) zwangsläufig abnehmen und schließlich verschwinden, auch wenn ihre kollektive Erinnerung Bestand hat.

Es wird zuverlässig geschätzt, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Jordaniens palästinensisch-arabischer Herkunft ist. Im Gazastreifen und der „Westbank“ lebende Palästinenser leben bereits innerhalb der historischen Grenzen Palästinas. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat sie nicht befreit. Stattdessen hat sie sie – wie die UNRWA auch –permanentem „Flüchtlings“-Status übergeben, um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen.

Es sind weder Israel noch die arabischen Staaten, die gerade mit Israel Bindungen eingegangen sind, die die Palästinenser betrogen haben. Ihre Wunde ist selbst eine zugefügte, von der es unwahrscheinlich ist, dass sie jemals heilt.

[*] (Ohne Verbindung zu einem „palästinensischen“ Volk, sondern das bezieht sich auf die lange schon verschwundenen Philister.)

Palästinensische Asylsuchende in Europa fliehen nicht vor Israel – sie fliehen vor der Hamas

Elder of Ziyon, 18. Oktober 2019

Ha’aretz hat einen Artikel darüber, dass viele Gazaner Asyl in Belgien suchen.

Obwohl die UNO viele von ihnen als „palästinensische Flüchtlinge“ gemäß der UNRWA-Definitino betrachtet, reicht das nicht, um tatsächlich irgendwo in der Welt Asyl zu bekommen, denn Asyl gilt für echte Flüchtlinge, die echte Angst vor Verfolgung in ihren Heimatländern haben – was für Araber in Israel oder den Gebieten nicht gilt.

Zumindest nicht aus Israel.

Die palästinensischen Flüchtlinge, die Asyl in Belgien (und überall in Europa) suchen, suchen keinen Schutz vor Israel – sondern vor der Hamas.

Adel Atieh, der stellvertretende Leiter der palästinensischen Mission bei der Europäischen Union, stellt heraus, dass es in Belgien vor elf Jahren nur 3.000 Palästinenser gab. Heute schätz Atieh jedoch, dass um die 10.000 palästinensische Asylsuchende dort leben, wobei ganze 98 Prozent aus dem Gazastreifen kommen.

„Aufgrund des Arguments, dass es unter der Hamas Menschenrechtsverletzungen gibt und dass ihre Sicherheit von der Miliz Hamas bedroht ist, hatten Palästinenser aus dem Streifen traditionell bessere Chancen in Belgien Asyl zu erhalten, als Palästinenser aus der Westbank“, sagt Atieh. „Viele von ihnen kamen nach den Kriegen von 2008/09 und 2014“, fügt er hinzu.

Wir haben festgestellt, dass einzig die Palästinenser, die weltweit Asyl suchen, Verfolgung durch die Hamas in der Vergangenheit geltend machen.

Bei der „Rückkehr“ geht und ging es ausschließlich darum Israel zu vernichten (Zitate)

Elder of Ziyon, 26. Mai 2020

Heute sah ich das hier im Magazin+972:

PODCAST: Wie kann die Rückkehr der Flüchtlinge möglich gemacht ewrden? Lubnah Shomali von BADIL, einer Palästinensergruppe, die für die Rechte der Flüchtlinge eintritt, setzt die Machbarkeit der Rückkehr zusammen.

Die Idee der „Rückkehr“ wird von Palästinensern und NGOs als humanitäres Problem dargestellt, aber die arabische Welt hat lange erkannt, dass das ein Vorwand ist Israel zu vernichten – und das ist bis heute richtig.

Hier sind einige historische Zitate zum Thema aus Recherchen, die ich vor ein paar Jahren machte:

Schon im  Oktober 1949 sagte Ägyptens Außenminister Muhammed Salah al-Din: „… mit der Forderung nach der Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge meinen die Araber deren Rückkehr als Herren, nicht als Sklaven; oder  um es deutlich zusagen – die Absicht ist die Beseitigung Israels.“[i]

Ähnlich sagte Ägyptens Nasser 1960: „Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.“[ii]

1950 schlug die libanesische Wochenzeitung As-Sayyad vor, dass die arabischen Staaten Israel anerkennen sollten, um die Rückkehr der Flüchtlinge sicherzustellen. Auf diese Weise, wurde hinzugefügt, „sollten wir eine große arabische Mehrheit schaffen, die als effektivstes Mittel der Wiederbelebung des arabischen Charakters Palästinas dienen würden, während sie für den Tag der Rache und der Abrechnung eine Fünfte Kolonne bilden.“[iii]

1952 wurde Sir Alexander Galloway, ehemaliger Leiter von UNRWA in Jordanien, von Reverend Karl Baehr, Executive Secretary des American Christian Palestine Committee, vor einem Ausschuss des US-Senats so zitiert: „Es ist absolut klar, dass die arabischen Nationen das Problem der arabischen Flüchtlinge nicht lösen wollen. Sie wollen sie als offene Wunde behalten, als Affront gegen die Vereinten Nationen und als Waffe gegen Israel…Arabischen Führern ist es vollkommen egal, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.“[iv]

Abdallah al-Yafi, der Premierminister des Libanon, erklärte 1966: „Der Tag, da Hoffnung der Araber auf Rückkehr der Flüchltinge nach Palästina erfüllt wird, wird der Tag der Vernichtung Israels sein.“[v]

Die Leute, die behaupten, ihnen sei die „Rückkehr“ wichtig, haben eine Agenda, die das Gegenteil von etwas Humanitärem ist. Es ist eine Agenda der Vernichtung.

[i] Der ägyptische Außenminister Salah al-Din in der ägyptischen Tageszeitung Al-Misri, Kairo, 11. Oktober 1949, zitiert von N. Feinberg: Studies in International Law, with a Special Reference to the Arab-Israel Conflict. Jerusalem, Hebräische Universität (Magnes Press), 1979, s. 506.

[ii] Neue Zürcher Zeitung, 1. September 1960, zitiert von Terence Prittie in: Curtis/M. Neyer/C. Waxman/A. Pollack (Hg.): The Palestinians: People, History, Politics. 1975.

[iii] Israel Gives Plan on Arab Refugees. New York Times, 12. November 1953, in Zitierung eines israelischen Weißbuchs.

[iv] Committee on Foreign Relations, Palestine Refugee Program, Hearings bevor the Subcommittee on the Near East and Africa oft he Committee on Foreign Relations, United States Senate, eighty-Thrid Congress, First Session on the Palestine Refugee Program, 20., 21. Und 25. Mai 1953 (Washington DC: Government Printing Office, 1953), s. 103. Zitiert in: A Tale of Two Galloways: Notes on the Early History of UNRWA and Zionist Historiography. Alexander H. Joffe/Asaf Romirowsky, Middle Eastern Studies Bd. 46, Ausg. 5, 2010.

[v] Abdallah el-Yafi, Premierminister des Libanon in der libanesischen Tageszeitung El-Hayat, Beirut, 29. August 1966. Zitiert von N. Feinberg, o.a.

Es hat seit 72 Jahren eine Nakba gegeben. Aber sie ist nicht das, was die Palästinenser sagen.

Elder of Ziyon, 15. Mai 2020

UNRWA-Lager Jaramana in Syrien

Das Wort „Nakba“ wurde 1948 von Constantin Zureiq in seinem Pamphlet „Die Bedeutung der Nakba“ geprägt, aber es beschrieb es nicht auf die Weise, wie es heute verwendet wird. Seine Beschreibung der Ereignisse von 1948 konzentrierte sich mehr auf die Fehler der Araber als auf die Taten der Juden.

Er schrieb: „Als der Kampf ausbrach, begann unsere öffentliche Diplomatie von unseren angeblichen Siegen zu reden, um die arabische Öffentlichkeit einzuschläfern und von der Fähigkeit zu reden einen leichten Sieg einzufahren – bis die Nakba eintrat… Wir müssen unsere Fehler zugeben… und das Ausmaß unserer Verantwortung für die Katastrophe eingestehen, die unser Los ist.“

Andere Zitate aus dem Pamphlet lauten: „Sieben arabische Länder erklärten dem Zionismus in Palästina den Krieg… Sieben Länder zogen in den Krieg, um die Teilung aufzuheben und den Zionismus zu besiegen und dann schnell die Schlacht hinter sich zu lassen, nachdem sie so viel vom Land Palästina verloren – und sogar den Teil, der den Arabern im Palästina-Plan gegeben wurde.“

„Der Zionismus ist tief im westlichen Leben verwurzelt, während wir weit davon entfernt sind… Sie leben in der Gegenwart und sehen in die Zukunft, während wir von dem Traum einer prächtigen Vergangenheit zugeschüttet sind“, fuhr er fort.

Entscheidend ist, betonte Zureiq: „Wir müssen unsere Fehler zugeben … und das Ausmaß unserer Verantwortung für die Katastrophe erkennen, die unser Los ist.

Zureiq, der im Libanon lehrte, spricht hier nicht von palästinensischer Verantwortung, sondern einer breiteren arabischen Verantwortung. Aber seine Lektion ist 72 Jahre lang ignoriert worden, während der Begriff in einer verdrehten Form blieb, um sich auf die Opferrolle der Palästinenser durch die Hände der kriminellen Zionisten zu beziehen.

Die Ironie ist, dass Zureiq recht hatte – und seine Analyse der arabischen Verantwortung dafür, dass die Palästinenser weiter staatenlos sind, gilt nicht nur in der Geschichte, sondern auch heute.

Selbst wenn man die arabische Lüge akzeptiert, dass Israel das leibhaftige Böse ist und 1948 die fürchterlichsten Massaker beging und die Araber physisch vertrieb, gibt es eine sehr grundlegende Frage, die niemand stellt: Warum befinden sich die Palästinenser heute immer noch im Elend, in Syrien und Jordanien und dem Libanon? Warum sind sie heute in der gesamten arabischen Welt staatenlos, außer denen, die 1949 in der Westbank lebten und inzwischen nach Jordanien zogen?

Die Verantwortung für 72 Jahre palästinensischen Leidens liegt einzig bei ihren arabischen Brüdern, üblicherweise mit der Ausrede, es sei nötig, um die Palästinenserfrage am Leben zu erhalten.

Die Entscheidung der Arabischen Liga in den 1950-er Jahren Palästinensern nicht zu erlauben Staatsbürger in Mitgliedsstaaten zu werden, bleibt eine der brutalsten Attacken der Geschichte auf die Rechte der Palästinenser – wurde aber vorgeblich getroffen, um die Einheit der Palästinenser zu wahren und den palästinensischen Nationalismus zu nähren, der damals praktisch nicht existent war.

Das war aber nur eines von buchstäblich haufenweisen Beispielen dafür, wie die Palästinenser von der arabischen Welt und ihren eigenen Führern misshandelt wurden. Die Vertreibung von tausenden Palästinensern 1970 aus Jordanien. Die Vertreibung hunderttausender aus Kuwait. Die gegen sie gerichtete Apartheid im Libanon. Die Bombardierung von Palästinenserlagern in Syrien. Palästinenserführer unterhalten heute zwei Klassen an Bürgern – sie halten „Flüchtlingslager“ offen und behandeln deren Einwohner als Bürger zweiter Klasse, die für immer dort gehalten werden oder bis Israel vernichtet ist.

Das ist die wahre Nakba. Aber der Begriff selbst ist aus politischen Gründen verdreht worden, um ein Angriff auf Israel zu sein, statt seiner ursprünglichen Bedeutung, wie die Araber gegenüber den Palästinensern versagt haben und das bis heute tun.

Der „Nakba-Tag“ wurde erst 1998 von Yassir Arafat eingeführt, der den ersten Tag der israelischen Unabhängigkeit für das Datum aussuchte. Obwohl er diesen Tag während des Oslo-Prozesses schuf, der den Palästinensern einen Staat verschaffen sollte, lautet seine Botschaft, dass der Nakba-Tag immer mit der Delegitimierung Israels verbunden ist. Es war ein weiterer brillanter PR-Zug, der letztlich den Palästinensern schadet, die aus Gründen der Ehre und Schande eine orwellsche Geschichte gelehrt werden, in der Hass, den die Araber ihnen entgegen bringen, beseitigt und durch eine Fiktion von 72 Jahren Leiden ersetzt wird, das ausschließlich von Israel ausgeht.

Es ist längst überfällig, dass die Palästinenserführer und die arabische Welt die Verantwortung für ihre Rolle dabei übernehmen, dass die Palästinenser keinen Staat haben und heute in „Flüchtlingslagern“ dahinrotten. Nur die Wahrheit kann effektive Veränderung bringen. Aber die Wahrheit ist genau das, was die arabische Welt mit ihrer Nakba-Geschichte vermeidet.

UNO-Resolution 194 und das „Rückkehrrecht“

Araberführer zeigen fälschlich auf die UNO-Resolution 194 als Beweis, dass arabische Flüchtlinge ein Rückkehrrecht haben, aber was ist mit den vergessenen jüdischen Flüchtlingen?

Elie E. Herz, Myths and Facts

Jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern, 1950
Palästinensisch-arabische Flüchtlinge , 1950

Resolution 194, von der UNO-Vollversammlung am 11. Dezember 1948 beschlossen, beschäftigte sich mit einer ganzen Reihe von Dingen, aber nur einer von 15 Absätzen beschäftigte sich mit den vom Konflikt geschaffenen Flüchtlingen. Resolution 194 versuchte die Mittel zu schaffen, die nötig waren, um in der Region eine Waffenruhe zu erreichen. Sie schaffte eine Schlichtungskommission mit Repräsentanten aus den Vereinigten Staaten, Frankreich und der Türkei, die den UNO-Vermittler ersetzen sollte. Die Kommission erhielt den Auftrag „eine endgültige Regelung aller Fragen zwischen … betroffenen Regierungen und Obrigkeiten“ zu erzielen. Der „Flüchtlingsabschnitt“ ist kein allein stehender Punkt, wie die arabische Welt uns glauben machen will, sie gilt auch nicht spezifisch für die palästinensisch-arabischen Flüchtlinge.

Von den 15 Absätzen behandeln die ersten sechs Abschnitte Möglichkeiten eine Waffenruhe zu erreichen; die nächsten vier Absätze behandeln die Möglichkeit, dass Jerusalem und die es umgebenden Dörfer und Städte entmilitarisiert werden sollten und wie eine internationale Zone oder Zuständigkeit in und um Jerusalem herum geschaffen werden könnte. Die Resolution ruft zudem alle Seiten auf, den freien Zugang zu heiligen Stätten, einschließlich religiöser Gebäude, zu schützen zu gestatten.

Ein Absatz hat die meiste Aufmerksamkeit auf sich gezogen: Paragraf 11, der als einziger die Flüchtlingsfrage und Kompensation für diejenigen anspricht, deren Eigentum verloren ging oder beschädigt wurde. Entgegen arabischen Behauptungen garantierte er kein Rückkehrrecht und er garantierte schon gar kein bedingungsloses Recht auf Rückkehr – also das Recht palästinensisch-arabischer Flüchtlinge nach Israel zurückzukehren. Genauso wenig erwähnte sie ausdrücklich arabische Flüchtlinge, womit signalisiert wurde, dass die Resolution alle Flüchtlinge meinte, sowohl jüdische wie auch arabische. Stattdessen empfahl Resolution 194, dass Flüchtlingen erlaubt wird in ihr Heimatland zurückzukehren, wenn sie zwei wichtige Bedingungen erfüllten:

1. dass sie bereit sind in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben.

2. Dass die Rückkehr „zum frühest praktizierbaren Datum“ stattfindet.

Die Resolution empfahl zudem, dass denjenigen, die nicht zurückkehren wollten, von den „verantwortlichen Regierungen oder Obrigkeiten Entschädigung für ihr Eigentum … oder den Verlust oder Schaden an Eigentum“ gezahlt werden sollte.

Obwohl Araberführer auf Resolution 194 als Beweis zeigen, dass arabische Flüchtlinge ein Recht auf Rückkehr oder Entschädigung haben, ist es wichtig festzustellen, dass die arabischen Staaten Ägypten, Irak, Libanon, Saudi-Arabien, Syrien und Jemen gegen Resolution 194 stimmten. Israel wird in der Resolution nicht einmal erwähnt. Auch die Tatsache, dass die Wortwahl im Plural verwendet wird – „Regierungen und Obrigkeiten“ – legt nahe, dass entgegen arabischen Behauptungen die Last der Entschädigung nicht allein einer Seite des Konflikts zufällt. Weil sieben arabische Armeen nach Israel eindrangen, war Israel nicht für die Schaffung des Flüchtlingsproblems verantwortlich. Als hunderttausende arabischer Juden mit Morddrohungen und anderen Formen der Verfolgung angegriffen und zur Flucht aus arabischen Staaten gezwungen wurden, nahm der Staat Israel die überwältigende Mehrzahl von ihnen in der damals frisch gegründeten Nation auf.

Die vergessenen jüdischen Flüchtlinge

Aus einer Menge von – praktischen bis konfessionellen – Gründen hat Israel es versäumt das Thema der Mammut-Ungerechtigkeit aufzubringen, die fast einer Million Juden aus arabischen Ländern angetan wurde. Das Ausmaß und die vorsätzliche, staatlich geförderte Verfolgung, die 1948 die Flucht von fast 900.000 Juden aus ihren Heimen veranlasste, hat erst vor kurzem begonnen aufzukommen. Arabische Publizisten haben versucht die Flucht von Juden aus arabischen Ländern komplett vom arabisch-israelischen Konflikt abzutrennen; sie behaupten, das seien zwei separate Phänomene und dass die Israelis das Thema mit jedem einzelnen betroffenen arabischen Staat besprechen sollten, nicht mit den palästinensischen Arabern.

Das ist eindeutig ein Versuch die Geschichte umzuschreiben. Man muss nur den fast prophetischen Artikel in der New York Times zwei Tage nach Israels Erklärung seiner Unabhängigkeit überprüfen („Jews in Grave Danger in all Moslem Lands“ – Juden in allen muslimischen Ländern in großer Gefahr), um die Verbindung zu bestätigen. Die New York Times berichtete am 16. Mai 1948:

Seit fast vier Monaten liegt den Vereinten Nationen einen Appell zur „sofortigen und dringenden“ Erörterung des Falls der jüdischen Bevölkerungen in arabischen und muslimischen Ländern von Marokko bis Indien vor.“

Die New York Times schätzte die gefährdete jüdische Bevölkerung in einer Tabelle mit jedem einzeln aufgeführten Land auf 899.000 Menschen. Der Artikel führte die Entlassung von Juden aus dem öffentlichen Dienst in Syrien an, die Lösegeldzahlungen von $20.000 pro Kopf durch irakische Juden, die den Irak verlassen wollten, eine Zwangsabgabe für die libanesisch-jüdischen Gemeinden zur Unterstützung der arabischen Kriegsanstrengungen parallel zur Aufstachelung und physischen Angriffen auf Juden und dass Juden aus Afghanistan nach Indien flohen. Sie zitierte den Bericht des Wirtschafts- und Sozialrats der UNO:

„Das schiere Überleben der jüdischen Gemeinden in bestimmten arabischen und muslimischen Ländern ist in ernster Gefahr, wenn nicht ohne Verzögerung vorbeugende Maßnahmen getroffen werden.“

Feindschaft und Unterdrückung wurde nur stärker, was am Ende zum Exodus fast aller Juden aus allen arabischen und muslimischen Ländern von Casablanca bis Karachi führte.

Wie und warum gingen palästinensische Araber weg und wer war dafür verantwortlich?

Es ist wichtig die historische Aufzeichnung gerade zu rücken: Die überwältigende Mehrheit der palästinensisch-arabischen Flüchtlinge verließ, was der damals neu gegründete Staat Israel war, aus eigenem Antrieb wegen der strukturellen Schwäche innerhalb der palästinensisch-arabischen Gesellschaft und ihrer Führung.

Der Druck der Umstände der Kriegszeit löste den Kollaps dessen aus, was bereits eine zerbrechliche palästinensisch-arabische Gesellschaft war, insbesondere als palästinensisch-arabische Führer sich entschieden gegen den jüdischen Staat zu opponieren, indem sie offen mit Waffen hantierten, statt einen UNO-Plan für einen eigenen Staat zu akzeptieren. Diese Ereignisse bereiteten die Bühne für die Zwangsvertreibung zahlloser anderer palästinensischer Araber aus von den Juden gehaltenen Gebieten. Diese militärische Notwendigkeit ergab sich nach der Invasion Westpalästinas durch sieben arabische Armeen mit der Zielsetzung den neu geborenen Staat Israel auszulöschen.

Nach eigenen Angaben flohen geschätzte 600.000 palästinensische Araber aus dem Kriegsgebiet, das ihre Führer geschaffen hatten. Geschätzte 250.000 bis 300.000 dieser Flüchtlinge von 1948 verließen ihre Heime, noch bevor diese Teil der Kampfzone wurden.

Abgesehen von der menschlichen Tragödie entwurzelt zu werden, waren die arabischen Flüchtlinge weder glücklose Ziele noch unschuldige Zuschauer. Die erste Phase des Kriegs von 1948 war ein heftiger interethnischer oder antizionistischer Bürgerkrieg, in dem palästinensische Araber die Aggressoren und Initiatoren waren; die zweite Hälfte war ein offener Krieg mit regulären arabischen Armeen, deren Teilnahme die palästinensischen Araber arrangiert hatten.

Der Weg der Gewalt, den die palästinensischen Araber wählten – und die sich anschließende Angst, Orientierungsverlust und wirtschaftliche Mangel durch Krieg – führen zu ihrem eigenen kollektiven Ruin.

Der Zusammenbruch der palästinensischen Gesellschaft und Massenflucht

Was verursachte den Zusammenbruch der palästinensisch-arabischen Gesellschaft? Zum Teil war es das Fehlen einer alternativen arabischen Infrastruktur, nachdem die Briten aus Palästina abzogen. Zusätzlich gab es in der lokalen arabischen Gesellschaft ernste Brüche, die in osmanische Zeiten zurückreichten. Weil die palästinensisch-arabische Gesellschaft abhängig von der britischen Zivilverwaltung und Sozialdiensten gewesen war, hinterließ der Abgang der Briten die arabischen Verwaltungsangestellten arbeitslos zurück. Im Ergebnis hörten die meisten sozialen Dienste und Verwaltungen im arabischen Sektor auf zu funktionieren, was den Fluss notwendiger Massengüter wie Lebensmittel und Treibstoff unterbrach und zu den Nöten, der Ungewissheit und den Gefahren noch hinzu kam.

Im Gegensatz dazu hatte die jüdische Gesellschaft in Palästina oder der „Jischuw“, wie er auf Hebärisch genannt wurde, im Verlauf dreier Jahrzehnte unter dem Mandat seine eigene Zivilgesellschaft aufgebaut. Der Jischuw schuf seine eigenen Repräsentationsgremien und sozialen wie wirtschaftlichen Institutionen, einschließlich Gesundheits- und Sozialdiensten, ein öffentliches Transportnetzwerk sowie ein florierendes, hochentwickeltes Marketingsystem für gefertigte Waren und Lebensmittel – kurz gesagt einen Staat in Entstehung. Er wurde 1934 vom britischen Bericht an den Völkerbund am besten geschrieben:

„Während der letzten zwei oder drei Generationen haben die Juden in Palästina eine Gemeinschaft neu aufgebaut, die inzwischen 80.000 zählt, von denen etwa ein Viertel Bauern und Landarbeiter sind. Diese Gemeinschaft hat ihre eigenen politischen Organe, eine gewählte Versammlung für die Leitung ihrer internen Angelegenheiten, gewählte Räte in den Städten und eine Organisation zur Kontrolle ihrer Schulen. Sie hat ihr gewähltes Oberrabbinat und rabbinische Räte zur Führung ihrer religiösen Angelegenheiten. Ihre Aufgaben werden in Hebräisch als Volkssprache ausgeübt und eine hebräische Presse bedient ihre Bedürfnisse. Sie hat ihr eigenes intellektuelles Leben und zeigt beträchtliche wirtschaftliche Aktivitäten. Diese Gemeinschaft mit ihrer Stadt- und Landbevölkerung, ihren politischen, religiösen und sozialen Organisationen, ihrer eigenen Sprache, ihren eigenen Bräuchen, hat folglich ihr eigenes Leben, hat in der Tat ‚nationale‘ Charakteristika.“

Und während die Zeit verging:

„Diese Charakteristika sind im Verlauf der folgenden zwölf Jahr verstärkt und vergrößert worden. Heute gibt es in Palästina fast 300.000 Juden. Es ist ein ständiger Fluss an Menschen und Geld, neue Industrien werden gegründet, die Zitrusfrüchte-Kultur expandiert, neue Siedlungen entstehen, Städte werden durch Vorort um Vorort vergrößert.“

Während desselben Zeitraums hatten die Araber in Palästina jedoch all ihre Energie in die Bekämpfung jeglicher Form eines entstehenden jüdischen Gemeinwesens investiert. Obwohl die Briten die Gründung einer arabischen Agentur parallel zur Jewish Agency anregten, die die Entwicklung des jüdischen Sektors organisierte und finanzierte, misslang die Entwicklung einer ähnlichen arabischen Organisation.

Es war daher keine Überraschung, dass beim Abzug der Briten die palästinensischen Araber unorganisiert und schlecht vorbereitet blieben, nicht nur für die Eigenstaatlichkeit (die sie ohnehin ablehnten), sondern auch für einen langgezogenen Konflikt mit ihren jüdischen Gegnern. Am Ende verursachte der Krieg erschreckende Opfer bei den Juden und ließen tausende palästinensischer Araber obdachlos zurück.

UNO-Resolution 194:

A/RES/194 (III) vom 11. Dezember 1948 (englisch; deutsch)

„beschließt, dass den Flüchtlingen, die in ihre Heime zurückzukehren wünschen und in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben, dies zum frühestmöglichen Zeitpunkt erlaubt wird und dass Ausgleichszahlungen für das Eigentum derer gezahlt werden sollte, die nicht in zurückkehren und für Verlust oder Schaden von Eigentum, das unter den Regeln des internationalen Rechts oder der Gleichbehandlung, von den verantwortlichen Regierungen wieder gut gemacht werden sollten;^

weist die Schlichtungskommission an, die Rückführung, Wiederansiedlung und wirtschaftliche und soziale Rehabilitation der Flüchtlinge und Entschädigungszahlungen zu erleichtern und engen Kontakt mit dem Direktor des UN-Flüchtlingswerks für palästinensische Flüchtlinge und durch ihn mit den entsprechenden Organen und Einrichtungen der Vereinten Nationen zu halten;