Palästinensische Zeugen: Arabische Führer verantwortlich für die palästinensischen Flüchtlinge

Itamar Marcus und Nan Jacques Zilberdik, Palestinian Media Watch Bulletin vom 23. Juli 2009

„Die Radiosender der arabischen Regime wiederholten immer wieder und sagten uns: ‚Geht aus den Kampflinien. Es ist eine Sache von zehn Tagen oder höchstens zwei Wochen, dann bringen wir euch zurück nach Ein-Kerem [bei Jerusalem].‘ Und wir sagten uns: ‚Das ist eine ziemlich lange Zeit. Was ist das? Zwei Wochen? Das ist viel!‘ Und jetzt sind 50 Jahre vergangen.“ [PA-TV, 7. Juli 2009]

Mit diesen Worten erinnert sich ein arabischer Einwohner eines Flüchtlingslagers an den Grund, weshalb seine Familie Israel 1948 verließ; das Interview wurde diesen Monat im palästinensischen Fernsehen gesendet.

In den letzten Jahren haben palästinensische Führer, Autoren und Flüchtlinge zunehmend in den palästinensischen Medien das Wort ergriffen und die arabische Führung für die Schaffung des palästinensischen Flüchtlingsproblems verantwortlich gemacht. Nach diesen Schilderungen und im Gegensatz zu dem palästinensischen Mythos, dass Hunderttausende Palästinenser 1948 von Israel vertrieben wurden, war die weit überwiegende Mehrheit des arabischen Exodus aus Israel freiwillig und das Ergebnis der Anweisungen der arabischen Führung.

Darüber hinaus legt die Tatsache, dass diese Information von Personen der Öffentlichkeit und Flüchtlingen in den Meiden der Autonomiebehörde selbst offen diskutiert wird, nahe, dass ein Bewusstsein für die Verantwortung weite Verbreitung finden könnte – obwohl die palästinensischen Führer aus Propagandazwecken weiterhin Israel für „die Vertreibung“ verantwortlich machen.

Die folgenden Äußerungen in den PA-Medien werfen ein bedeutendes Licht auf die Ereignisse von 1948 und kontern die Versuche der palästinensisch Autonomiebehörde diesen Teil der Geschichte zu verstecken.

(Klicken Sie hier, um die palästinensischen Aussagen auf der Internetseite von PMW anzusehen.)

1. Arabischer Bewohner eines Flüchtlingslagers:

„Eine Woche, bevor wir Ein-Kerem [bei Jerusalem] verließen, wurde dieses Foto im Juni 1948 vor unserem Haus aufgenommen. Die Radiosender der arabischen Regierungen wiederholten für uns immer wieder: ‚Geht aus den Kampflinien raus. Es ist nur eine Sache von zehn Tagen, höchstens zwei Wochen und wir bringen euch zurück nach Ein-Kerem.‘ Und wir sagten uns: ‚Das ist eine ziemlich lange Zeit. Was ist das? Zwei Wochen? Das ist viel! Das dachten wir damals. Und jetzt sind 50 Jahre vergangen.‘“ [PA-TV, 7. Juli 2009]

(Hier das Video des Interviews)

2. Jawas Al-Bashiti, palästinensischer Journalist in Jordanien:

„Erinnern Sie mich an den wirklichen Grund all der Faktoren, die die ‚palästinensische Katastrophe‘ verursacht haben [die Gründung Israels und die Schaffung des Flüchtlingsproblems] und ich werden Sie daran erinnern, dass es immer doch da ist… Die Gründe für die palästinensische Katastrophe sind dieselben Gründe, die unsere heutigen Katastrophen geschaffen haben und immer noch schaffen.

Während der Kleinen Katastrophe, also der palästinensischen Katastrophe, passierte Folgendes: Der erste Krieg zwischen den Arabern und Israel hatte begonnen und die ‚Arabische Heilsarmee‘ kam und sagte den Palästinensern: ‚Wir sind zu euch gekommen, um die Zionisten und ihren Staat zu beseitigen. Verlasst eure Häuser und Dörfer, ihr werdet in ein paar Tagen sicher zurückkehren. Verlasst sie, damit wir unseren Auftrag (Israel vernichten) so gut wie möglich zu erfüllen und damit ihr nicht verletzt werdet.‘ Es wurde damals schon klar, als es zu spät war, dass die Unterstützung der arabischen Staaten (gegen Israel) eine große Illusion war. Die Araber kämpften, als hätten sie vor die ‚palästinensische Katastrophe‘ zu verursachen.“ [Al-Ayyam, 13. Mai 2008]

3. Mahmud Al-Habbasch, palästinensischer Journalist der offiziellen PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida:

„Die Führer und die Eliten versprachen uns am Beginn der ‚Katastrophe‘ 1948, dass das Exil nicht von langer Dauer sein und nicht mehr als einige Tage oder Monate dauern würde; hinterher würden die Flüchtlinge in ihre Häuser zurückkehren, die viele von ihnen erst verließen, als sie ihre Vertrauen auf diese „orkubianischen“-Versprechen setzten, die die Führer und die politischen Eliten machten. Hinterher vergingen Tage, Monate, Jahre und Jahrzehnte und die Versprechen wurden im Zug der Strapazen der folgenden Ereignisse vergessen…“

[Der Begriff „orkubianisch“ beschwört Orkub, eine Figur der arabischen Tradition, der dafür bekannt war seine Versprechen zu brechen und zu lügen.]
[Al-Hayat Al-Jadida, 13. Dezember 2006]

4. Asmaa Jabir Balasimah, eine Frau, die 1948 aus Israel floh:

„Wir hörten Anfang des Sommers im Jahr der ‚Katastrophe‘ [1948] Explosionen und Gewehrfeuer. Sie [die arabischen Führer] sagten uns: Die Juden griffen unsere Region an und es ist besser das Dorf zu evakuieren und zurückzukehren, nachdem die Schlacht vorüber ist. Und tatsächlich gab es unter uns solche, die aus Israel flohen, die ein Feuer unter dem Kessel brennen ließen, die ihre Schafherde verließen und die ihr Geld und ihr Gold zurückließen, aufgrund der Annahme, dass wir nach ein paar Stunden zurückkehren würden.“ [Al-Ayyam, 16. Mai 2006]

5. Ibrahim Sarsur, Kopf der Islamischen Bewegung in Israel:

Ein arabischer Zuschauer rief das PA-Fernsehen an und zitierte seinen Vater; er sagte, dass der arabische Landrat 1948 allen Arabern befahl Palästina zu verlassen oder als Verräter bezeichnet zu werden. Ibrahim Sarsur, jetzt arabisches Mitglied des israelischen Parlaments, der Knesset und zur Zeit der Sendung Chef der Islamischen Bewegung in Israel, verfluchte diese arabischen Führer, womit er Israels Berichte berstätigt.

Zuschauer: „Herr Ibrahim [Sarsur], ich wende mich an Sie als Muslim. Mein Vater und mein Großvater sagten mir, dass während der ‚Katastrophe‘ [1948] ein Landrat einen Befehl ausgab, dass jeder, der in Palästina und Majedel [bei Aschkelon in Südisrael] bliebe, ein Verräter sei, er ist ein Verräter.“

Ibrahim Sarsur, jetzt Knessetmiglied, damals Chef der Islamischen Bewegung in Israel: „Derjenige, der ihnen den Befehl gab, der ihnen verbot dort zu bleiben, trägt die Schuld dafür, in seinem Leben und im Leben nach dem Tod, durch die Geschichte hindurch bis zum Tag der Auferstehung.“ [PA-TV, 30. April 1999]

(Hier das Video dieses Interviews im PA-Fernsehen)

6. Fuad Abu Hajla, führender palästinensischer Journalist:

Fuad Abu Hajla, damals regelmäßiger Kolumnist der offiziellen PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida, schreib vor einem arabischen Gipfeltreffen einen Artikel, in dem er die arabischen Führer kritisierte. Eine der Fehlleistungen, die er im Namen eines Gefangenen zitierte, war, dass eine frühere Generation arabischer Führer sie 1948 „gezwungen“ hatte Israel zu verlassen.

„Ich habe zum arabischen Gipfel einen Brief eines Gefangenen im Gefängnis von Akko erhalten:

An die arabischen und muslimischen Könige und Präsidenten: Die Armut bringt uns um, die Symptome saugen uns aus und die Seelen verlassen unsere Körper, doch ihr sucht immer noch nach einem Weg Hilfe zu leisten, wie jemand, der nach einer Nadel im Heuhaufen sucht oder wie die Armeen eurer Vorgänger im Jahr 1948, die uns zwangen Israel zu verlassen, unter dem Vorwand die Schlachtfelder zu räumen… Was wird euer Gipfel jetzt tun?“ [Al-Hayat Al-Jadida, 19. März 2001]

Kommentar: Bisher hatte es nur Aussagen aus den 1940-er/1950-er Jahren gegeben, die angeführt werden konnten. Es ist gut, dass es jetzt auch aktuellere Äußerungen zur Verfügung stehen. Palestinian Media Watch hat hier eine extrem gute Arbeit geleistet.

„Ein Heimtrainer, zwei Flüchtlinge, ein College”

Daniel Gordis, 14. Oktober 2007 (Link existiert nicht mehr)

Beginnen wir mit zwei Geschichten.

Die erste ereignete sich vor acht Jahren: Wir waren gerade in unsere Wohnung in Jerusalem gezogen. Nach fast zwei Jahren in drei verschiedenen Mietwohnungen waren wir mehr als bestrebt uns niederzulassen, unsere eigenen Möbel wieder zu haben, unsere Bücher auszupacken und ein „echtes“ Zuhause einzurichten. Wir wollten auch einen Heimtrainer haben, was wir aufgeschoben hatten, so lange wir umherzogen.

Kurz nach unserem Einzug fuhr ich mit Levi, einem sehr guten Freund, der schon einige Jahre hier war, zu „MegaSport“. Nachdem wir die Wahl auf eine kleine Auswahl reduziert hatten, rief ich mit dem Handy meine Frau an und fragte sie, welches Gerät sie haben wollte. Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten und trafen eine Entscheidung. Ich zahlte, arrangierte alles für die Lieferung und wir gingen zurück zum Auto. Als er rückwärts aus seinem Parkplatz fuhr, dreht Levi sich zu mir um und sagte: „Weißt du, als ich hierher zog, habe ich nun wirklich nicht meine Frau mit meinem Handy angerufen, um sie zu fragen, welches Heimtrainer-Modell ich kaufen sollte.“

Ich habe keinen Zweifel, dass Levi, als wir den Parkplatz hinter uns ließen, seinen Kommentar bereits wieder vergessen hatte. Ich allerdings nie. Ich sehe immer noch den Ort vor mir, wie das Schaufenster durch die Windschutzscheibe hindurch aussah. Das Bild ist in meiner Erinnerung eingebrannt. Levi mag das gemeint haben oder auch nicht, aber wie ich ihn verstand, hatte er gesagt, dass wir zu spät hier angekommen waren. „Ihr seid in ein schon fertiges Land gezogen“, sagte er im Grund genommen. „Geldautomaten, Handys, eine anständige Oper, Museen und Streichquartette; sechs Universitäten; ein guter Job in einer stabilen Wirtschaft. Aber ihr seit zu spät gekommen um tatsächlich etwas aufzubauen. Ihr seid zu alt für’s Militär. Die Hule-Sümpfe sind trocken gelegt. Andere Leute haben all das gemacht und jetzt kommt ihr.“

Gut. Vielleicht hat er das nicht so gemeint, aber so hat es sich angefühlt. Stimmt, er sang nicht das alt zionistische Liedchen, Anu Ba’nu Artza – „Wir kamen in das Land, es zu aufzubauen und darin aufgebaut zu werden“, aber er hätte es genauso gut tun können. Sein Punkt war klar: Was bedeutet es hier zu leben, wenn ihr nicht tatsächlich etwas aufbaut?

Deshalb habe ich mich oft gefragt: „Sind wir wirklich zu spät gekommen, um etwas aufzubauen, um einen echten Beitrag dazu zu leisten, was dieses Land werden kann?“ Ich habe versucht mein Unbehagen zu lindern, indem ich mir sagte, dass hier anständige, nachdenkliche und engagierte Kinder aufzuziehen auch eine Art eigener Beitrag ist. Oder dass meine Arbeit sehr wichtige Dinge für die israelische Führung beiträgt. Und doch, diese Bemerkung auf dem Parkplatz zu Handys und Heimtrainern hat nie ganz aufgehört an mir zu nagen.

Die zweite Geschichte stammt aus diesem Sommer: Zusammen mit meinem Sohn Avi und einem Freund, der aus Los Angeles zu Besuch war, fuhr ich in den Norden, um zwei sudanesische Flüchtlinge zu besuchen, die kürzlich aus einem israelischen Gefängnis entlassen wurden, gerade als die Darfur-Geschichte begann hier die Schlagzeilen zu bestimmen. Zu der Zeit, als wir in dem Moschaw ankommen, in dem sie leben und als Tagelöhner arbeiten, wird es ein wenig dunkel. Wir sitzen vor dem umgebauten Frachtcontainer, in dem sie wohnen (es ist nur ein metallener Frachtcontainer, aber ich bemerke, dass er eine Klimaanlage und eine Satellitenschüssel auf dem „Dach“ hat) und sie fangen an uns ihre Geschichte zu erzählen.

Einer, dessen Englisch ein wenig besser war (und den wir für unsere Zwecke Ibrahim nennen wollen), übernahm meistens das Reden. Er hatte im Sudan eine Herde von 400 Rindern und ich gehe davon aus, dass ihn das zu einem wohlhabenden Mann machte. Er war außerdem auch Lehrer und hatte Zuhause eine Bücherei recht ansehnlichen Ausmaßes. Er war eines von elf Kindern einer angesehenen Familie. Aber sein Wohlstand und seine Position brachte ihm nichts Gutes ein. Die Janjaweed griffen sein Dorf an, töteten die meisten seiner Geschwister, zwangen ihn mit seinem Vater zur Flucht in die Wildnis. Sein Vater starb dann und er selbst wurde später gefangen genommen.

Seine Entführer, sagte er uns, verbrannten jeden Abend zwei oder drei der Gefangenen bei lebendigem Leibe vor den anderen, angeblich um von ihnen „Informationen“ zu bekommen. Am Abend, bevor er lebendig verbrannt werden sollte, ging den Entführern das Holz aus. Also wurden die Gefangenen unter den wachsamen Augen ihrer bewaffneten Wächter, ins Dickicht geschickt, um mehr Holz zu holen. Ibrahim wusste, was passieren würde, wenn er in das Lager zurückkehrte. Also planten er und ein anderer die Flucht, während sie im schulterhohen Busch arbeiteten. Die Details sind komplex, es sollte reichen zu sagen, dass sie ihren Entführern entkamen und drei Tage lang mit aneinander geketteten Füßen unterwegs waren, bis sie jemanden fanden, der ihnen half die Ketten aufzusägen.

Irgendwann schaffte es „Ibrahim“ bis nach Ägypten. Dort traf und heiratete er eine Frau, die auch aus Darfur geflohen war. Einige Monate später was sie schwanger und sie beantragten bei der UNO Flüchtlingsstatus. Im Dezember 2005 nahmen sie an einer großen Demonstration vor dem UNO-Sitz in Kairo teil und drängten die UNO ihre Fälle schneller zu bearbeiten. Aber die ägyptische Armee brach die Demonstration auf, indem sie Wasserwerfer mit eiskaltem Wasser einsetzte (im Dezember). In dem Durcheinander wurde Ibrahim von seiner Frau getrennt und während er in einen Bus geschoben wurde, sah er, wie sie in ein Polizeifahrzeug gezwängt wurde.

Nach einigen Tagen in einer ägyptischen Gefängniszelle mit 60 anderen Insassen (der Platz war reichte gerade aus, dass 30 gleichzeitig schlafen konnte (also schliefen 30 einige Stunden auf dem Zementboden, während der Rest stand und dann wurde gewechselt), wurde Ibrahim aus dem Gefängnis entlassen und suchte nach seiner Frau. Zuerst gab es von ihr kein Zeichen. Irgendwann, nachdem er die ganze Stadt abgesucht hatte, fand er ihren Namen auf einer Liste Toter, die an eine Kirchentür geheftet war.

Nun konnte Ibrahim kaum noch sprechen. Wir natürlich auch nicht. Denn es war eine Geschichte, wie wir sie früher schon gehört hatten, nur dass diese von uns handelte. Familien, in Sicherheit und respektiert, plötzlich auseinander gerissen und ermordet. Ehemänner von Ehefrauen getrennt. Grausamkeit, die jeder Beschreibung spottet. Ganze Gemeinden in alle Richtungen zerstreut und ermordet.

Ibrahim fuhr fort: „Ich wusste, ich muss nach Israel gehen. Ich habe in der Bibel gelesen, dass die Juden Fremde gut behandeln. Israel wird sich um mich kümmern, wusste ich.“

Er machte ein Pause; und plötzlich war ich nicht in der Lage meinen Sohn anzusehen. Ich wünschte ich hätte ihn nicht mitgebracht. Weil ich wusste, was kommen würde. Ibrahim würde uns erzahlen, dass die Bibel sagt, dass die Juden gut zu Fremden sind, aber schau, was wir in Wirklichkeit tun. Wir stecken sie ins Gefängnis, nicht wahr? Ich stellte fest, dass ich die Armlehnen des Plastikstuhls, auf dem ich saß, fest umschloss, dass ich Ibrahim zuhörte, aber direkt auf den Boden starrte.

Er beschrieb, wie er und ein anderer Flüchtling (der stille Mann, der hier neben ihm saß) langsame ihren Weg durch die Wüste Sinai fanden, ohne Taschenlampen oder Kerzen. Tagsüber schliefen sie und verhielten sich still, um nicht entdeckt zu werden; nachts schlichen sie weiter, immer im Versuch nicht zu weit nach Westen zu kommen (und im Gazastreifen zu landen) oder zu weit nach Osten und damit (nach ihren geografischen Kenntnissen) in Jordanien zu landen. Schließlich kamen sie nach Wochen nächtlichen Wanderns an einen Stacheldrahtzaun. Sie wussten, dass es eine Grenze war, aber sie waren sich nicht sicher welche. Sie krochen ohne Probleme hindurch, sagte er, standen auf und schauten sich in dem neuen Land um, in dem sie angekommen waren.

Innerhalb von Sekunden, erzählte uns Ibrahim, strömten Armee-Jeeps auf sie zu, Scheinwerfer tränkten die Gegend in grelles Weiß. Soldaten sprangen heraus, ihre Gewehre schussbereit. Es muss Angst einflößend gewesen sein, stellte ich mir vor. Aber Ibrahim sagte ruhig und deutet auf den Fleck auf seinem Hemd, oberhalb der Brusttasche: „Ich sehe die Schrift der Soldaten, die ich nicht kenne. Und ich weiß, dies ist Israel. Ich weiß, für mich ist alles in Ordnung.“

Ich lachte fast. Er sieht Hebräisch, also glaubt er, alles ist in Ordnung. Aber ich wusste, dass Ibrahim verhaftet worden war und ich wusste, dass es eine scheußliche Geschichte über diese Soldaten geben würde. Ich schielte zu Avi hinüber; er sah das und sah mir in die Augen. Gerade aus der High School entlassen, dauert es nicht mehr lange, bis er selbst einzogen wird und ich fühlte mit ihm. Sie würden uns von der Armee erzählen, der er schon bald beitreten würde, un ddas würde nicht schön werden.

Ibrahim erzählte weiter. Die Soldaten hatten keine Ahnung, was sie mit diesen Männern anfangen sollten (das war, bevor die Flut an Flüchtlingen kam), setzten sie in ihren Jeep und nahmen sie mit auf ihre Basis. Dort sagten sie Ibrahim und seinem Freund: „Wir werden morgen überlegen, was zu tun ist.“ In der Zwischenzeit gaben sie ihnen Abendessen, machten ihnen Betten und ließen schlafen gehen.

Nun, das war nicht das, was ich zu hören erwartet hatte.

Der Rest der Geschichte ist kompliziert. Weil er illegal ins Land gekommen war (und als sudanesischer Staatsbürger ist er Bürger eines Landes, das sich formal mit Israel im Krieg befindet), wurde Ibrahim schließlich verhaftet. Als unser Freund aus Los Angeles ihn fragte, wie es im israelischen Gefängnis war, lächelte er und sagte: „Ja, sehr gut.“ „Nein“, sagte unser Freund in der Annahme, er habe die Frage nicht verstanden. „Im Gefängnis. Wie war es im Gefängnis?“ „Ja“, blieb Ibrahim dabei. „Gut. Sie geben uns Essen. Die Wachen sind freundlich.“ Schließlich erlaubte ich mir einen kurzen Blick auf Avi.

Irgendwann ließ ein Richter ihn aus dem Gefängnis und ihm wurde erlaubt in diesem Moschaw zu arbeiten, der eine Anzahl von Flüchtlingen übernommen hatte. In ein paar Wochen, erzählte er uns, würde es keine Grenzen für seine Bewegungsfreiheit geben. Er würde nach Tel Aviv gehen, sagte er, um zu versuchen einen Job zu finden und sein neues Leben zu beginnen.

„Denken Sie, man wird Ihnen erlauben in Israel zu bleiben?“, fragte mein Freund ihn. Ibrahims Lächeln verschwand. „Ich muss“, sagte er. „Dies ist ein wunderbares Land. Menschen hier sind sehr freundlich. Ich würde lieber in Israel sterben als zurück nach Ägypten oder in den Sudan zu gehen. Sie würden mich dort töten.“ Er hat sie das tun sehen, sollten wir uns erinnern.

Wir machten ein paar Fotos, tauschten Handynummern aus. Ibrahim hatte den Namen meines Sohnes vergessen und fragte ihn danach. „Avi“, sagte Avi. Ibrahim sah zu seinem Freund und sie lächelten. Er wandte sich zu uns und sagte: „Avi war der Name eines Wächters im Gefängnis. Er war sehr netter Mann.“

Allein auf der Straße die Küste entlang sprachen wir über das, was wir gehört hatten. Wie können einige Israelis nicht sehen, dass wir die Darfur-Flüchtlinge einfach hinein lassen müssen? Spricht die Geschichte über die Durchwanderung der Wüste von Ägypten in das gelobte Land uns nicht länger an? Warum kriegen wir die UNO nicht dazu ihre Streitkräfte an der Grenze durch Experten zu verstärken, die sagten können, wer wirklich Flüchtling vor Völkermord ist und wer einfach ein besseres Leben sucht (wobei Letztere wahrscheinlich zu zahlreich sein dürften, als dass Israel sie aufnimmt)? Warum bringt das Außenministerium nicht Geschichten wie diese in die Presse, statt der Versuchung nachzugeben absurd spärlich bekleidete Frauen dazu zu nutzen, um angeblich Israels Image im Ausland zu verbessern?

Aber mich sorgte etwas anderes. Nicht die armselige Nicht-Politik der Regierung bezüglich dieser Flüchtlinge oder gar die Verzweiflung des Außenministeriums. Es war ich selbst. Warum war ich so sicher gewesen, dass Ibrahim uns erzählen würde, wie misanthropisch die Israelis seien, dass die Soldaten ihn misshandelt hätten. Warum nahm ich an, dass die Soldaten etwas Falsches getan hätten, wo sie doch in Wirklichkeit außergewöhnlich freundlich gewesen waren? Warum war ich mir so sicher, dass Israel auch hier versagt hätte? Das Israel, das Ibrahim kennt, ist ein freundlicher, anständiger Ort. Wenn er wo sicher war, warum war ich so unsicher?

Zynismus ist eine gefährliche Seuche, ein Krebsgeschwür der Seele. Oft wissen wir nicht, dass es in uns ist, bis es zu spät ist, bis ein Teil von uns gestorben ist. Er ist auch ansteckend. Und dieses Land hat einen Zynismus in drei Stufen. Mit Zynismus meine ich nicht den gelegentlichen höhnischen Witz auf einer Cocktailparty. Ich meine einen niedriggradigen, aber konstanten Selbstekel vieler Leute, die ich in der Elite der intellektuellen und akademischen Kreise Israels kenne, für die eine Diskussion des jüdischen Staates mehr als vorbei ist.; es ist absurd. Wenn man etwas über die Werte sagt, die dem Zionismus inne wohnen, klingt man seltsam. Wenn man darauf besteht, dass die Juden etwas Einzigartiges zu sagen haben und dass einen Staat zu haben unsere Plattform ist, auf der wir anfangen können, dieses „Etwas“ zu artikulieren, schauen sie einen an, als wäre man „niedlich“. Als wenn man von einem jungen Paar, das sich verabredet, als „hofierend“ bezeichnet oder als ob man gerade Jeans „Nietenhosen“ genannt hätte. Du bist ein Anachronismus und niemand der „Wissenden“ wird dich oder deine Ideen sonderlich ernst nehmen.

Dieser Selbstekel manifestiert sich in einer unbarmherzigen Diskussion über die Besatzung, ohne Bezug dazu, warum die Besatzung begann oder zu der Tatsache, dass Israel nicht unbedingt viele vernünftige Optionen hat, die sie beenden könnte. Man sieht das, wenn Leute darauf bestehen, dass Israel „jetzt einfach einen Friedensvertrag unterschreiben“ sollte, ohne zu berücksichtigen, was sich in Gaza entwickelt, in vollständiger Leugnung der offensichtlichen Tatsache, dass es keine Möglichkeit gibt, dass Abu Mazen bei irgendetwas von dem Wort halten kann, was er vor oder während Annapolis verspricht. Es ist die Kultur, in der Postnationalismus als offensichtliche Wahrheit gilt, ohne Erkennung der Tatsache, dass nur bei der Diskussion des Staates der Juden ist, bei der die Leute darauf bestehen, dass der Nationalstaat abgeschafft werden sollte. Es ist der Plauderstil, in dem jeder Erwähnung eines israelischen Soldaten eine Geschichte von einem barbarischen Akt folgen muss, damit man nicht übermäßig nationalistisch erscheint.

Man kann das auch hier finden: In den letzten Jahren hat mir mehr als ein Kollege – mit einem Zwinkern und einem Lächeln – davon erzählt, wie sein/ihr körperlich gesunder Sohn eine Möglichkeit gefunden hat, seinen Militärdienst nicht abzuleisten. „Das ist nichts für ihn“, sagten sie. Er will Musik machen, seiner Kunst folgen, seinem athletischen Können. Denn es ist nicht so, als sei die Verteidigung des ersten Heimatlandes, das die Juden in zweitausend Jahren gehabt haben, tatsächlich ein Wert ist, nicht wahr? Aber das Saxophon? Nun, das ist etwas von Wert.

Sie waren mir unter die Haut gegangen, bemerkte ich, als wir vom Mittelmeer ins Landesinnere abbogen und den langen Aufstieg nach Jerusalem begannen. An diesem Abend, als ich Ibrahim zuhörte, wusste ich einfach, dass wir ihm Unrecht getan hatten – selbst wenn wir das nicht getan hatten. Natürlich war ich entsetzt von diesen Geschichten um die Umgehung des Wehrdienstes und ja, ich wusste, welche Freunde und Kollegen ich nach einem Bombenanschlag meiden sollte, damit ich mir die Kommentare darüber ersparte, wie „das Böse der Besatzung“ rechtfertigt, dass Frauen und Kinder in einem Café in tausend Stücke zerfetzt werden. Aber was, außer diese Leute zu meiden, fragte ich mich, würde ich deswegen unternehmen? Nichts.

In der Stille im Auto dachte ich über dieses Land nach und darüber, wie man eine Gesellschaft kurieren kann, die nicht länger an einem ernsthaften Diskurs darüber teilnimmt, warum seine Existenz wichtig ist. Und ich dachte über diesen Heimtrainer nach – und über Levis Frage: „Ist nicht etwas aufzubauen der Grund dafür, dass du hier bist?“

Und dann – es ist unglaublich – klingelte das Telefon (näher an der Wahrheit ist, dass eine E-Mail sich den Weg in meinen Posteingang bahnte). Es war das Shalem Center, ein Jerusalemer Forschungs- und Bildungsinstitut, das Forschung, Bildung und Veröffentlichung zu jüdischem moralischem und politischem Denken, zionistischer Geschichte und Ideen, demokratischer Theorie und Praxis, strategischen Studien und noch mehr betreibt. „Wie wäre es, wenn Sie uns einen Besuch abstatten“, schlugen sie vor. Da ich ihre Journale und Bücher seit Jahren mit großer Bewunderung gelesen hatte, stimmte ich hastig zu. (Um den E-Mail-Newsletter des Shalem Center zu bekommen, klicken Sie hier.)

Ein Gespräch folgte dem anderen und ziemlich schnell wurden mir einige der aufregendsten Dokumente gezeigt, die ich seit langem gelesen hatte: der Vorschlag für ein College. Ein vierjähriges geisteswissenschaftliches College (ein Modell, das in Israel noch nicht existiert), mit einem Kerncurriculum, zu dem Geschichte, Philosophie, Wissenschaftsphilosophie, griechisches Denken, jüdisches Denken, jüdische Geschichte, zionistische Geschichte und Denken, Religion und Moral und mehr gehört. „Das ist recht erstaunlich“, sagte ich ihnen. „Es könnte das Land verändern.“ „Wie wäre es denn, wenn sie an Bord kommen und uns helfen es aufzubauen?“, schlugen sie vor.

Wie ich es bei dem Heimtrainer getan hatte, fragte ich meine Frau, was ich tun sollte. „Was, ich sollte alles aus heiterem Himmel fallen lassen und einen prima Job bei einer super Stiftung hinwerfen, mit tollen Leuten, die gute Freunde geworden sind, und alles hinter mir lassen? Wer mit gesundem Verstand würde so etwas tun?“, fragte ich sie. „Du“, sagte sie. „Du solltest das tun. Wieso stellst du dich überhaupt so an? Erinnerst du dich, dass du immer sagtest, das Einzige, was du daran bereust Amerika verlassen zu haben, sei, dass unsere Kinder nicht die Art von geisteswissenschaftlicher Bildung bekommen würden, die wir erhielten? Was, wenn dieses Projekt das ändern könnte?“

„Was, wenn“, tatsächlich. Was wäre, wenn wir Generationen von Studenten hervorbringen könnten, die nicht dem Zynismus erliegen, die tatsächlich glauben, dass der größte Beitrag der Juden für die Welt im Bereich der Ideen liegt und die diese Ideen studieren und diskutieren wollen? Was wäre, wenn wir Studenten hervorbringen könnten, die gründlich darauf vorbereitet sind Bürger des jüdischen Staates, des jüdischen Volkes und der Welt zusein, die intelligent über Nationen und Staaten sprechen könnten und über politische Philosophie und Religion und Moral und die die irgendwann dahin wachsen Israels politische Führung zu werden, seine großen Juristen, Akademiker und Unternehmer? Wäre das möglicherweise kein Beitrag von weniger Wert sein als die Arbeit früherer Generationen?

Ich weiß nicht, was die meisten Eltern in einer solchen Situation tun, aber wir bezogen unsere Kinder in unsere Überlegungen ein, was wir tun sollten. Sie sind alt genug, dachte ich, um etwas darüber zu lernen, wie man diese Art Entscheidungen durchdenkt. Wir sprachen über Karrieren und Gehälter, Arbeitsplatzsicherheit und das ständige Bedürfnis nach Herausforderungen. Und am wichtigsten: einmal mehr sprachen wird darüber, warum wir überhaupt hierher gezogen waren.

In ein paar Monaten steht hier ein wichtiger Jahrestag an. Und ich glaube, dass dies eine gute Gelegenheit sein würde sie daran zu erinnern, dass, obwohl 60 Jahre in ihrem Alter eine lange Zeit zu sein scheint, dies für ein Land kaum der Anfang ist. Was ein Segen ist, wenn man darüber nachdenkt. Weil es bedeutet, dass selbst, wenn das Land bereits aufgebaut zu sein scheint, das nur eine Illusion ist. In Wirklichkeit formt es sich noch. Und wenn man wirklich an diesen Ort glaubt, dann wollte ich, dass sie das verstehen; und wenn man wirklich glaubt, dass die Zukunft des jüdischen Volks davon abhängig ist den Staat immer noch zu formen, dann ist es eigentlich relativ einfach einige große Entscheidungen des Lebens zu treffen. Man nimmt ein Projekt, von dem man glaubt, dass man etwas wirklich Entscheidendes beitragen kann, das vielleicht sogar alles verändert. Und dann rollt man die Ärmel auf und geht an die Arbeit.

Ist das nicht immerhin genau das, warum wir hier sind?

Hat die UNRWA juristisch das Recht Nachkommen als Flüchtlinge zu definieren?

Elder of Ziyon, 6. Februar 2017

Der vollständige Grund dafür, dass die UNRWA andere Definitionen von „Flüchtling“ hat als der Rest der Welt, liegt darin, dass die UNRWA schon ein Jahr vor dem Entwurf der UNO-Flüchtlingskonvention bestand und die Flüchtlingskonvention in ihrer Definition der Flüchtlinge eine Ausnahme enthielt, um UNRWAs etwas anderer Definition entgegenzukommen. Verständlicherweise wollte der UNHRC bei seiner Gründung keine Hunderttausende Menschen in Not hinterlassen, die bereits von der UNO ohne Schutz definiert worden waren, also erlaubte die Flüchtlingskonvention diese abweichende Definition der UNRWA, die wegen sehr besonderer Umstände zugelassen wurde.

Hier ist die Formulierung der UNRWA-Ausnahme (sie galt auch für eine Dienststelle, die Koran-Flüchtlingen helfen sollte, UNKRA); sie steht in Artikel 1 Absatz D: „Definition des Begriffs ‚Flüchtling‘“:

Diese Konvention soll nicht für Personen gelten, die derzeit Schutz oder Hilfe von anderen Organen oder Diensten erhalten, die nicht der UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge sind.

Wenn solcher Schutz oder Hilfe aus irgendeinem Grund eingestellt wird, ohne dass die Position solcher Personen definitiv in Übereinstimmung mit den betreffenden Resolutionen geregelt sind, die von der Vollversammlung der Vereinten Nationen beschlossen wurden, sollen diese Personen ipso facto Anspruch auf die Beihilfen dieser Konvention erhalten.

Die Formulierung lässt es so klingen, als sei die Definition der UNRWA nur unter dieser Ausnahme gültig, die vom UNHRC bestimmt ist. Mit anderen Worten: Die UNHRC-Definition für „Flüchtlinge“ ist die einzige rechtswirksame und die Ausnahme von der UNRWA ist Teil der Flüchtlingskonvention. Sie ist keine unabhängige Definition, sondern hängt von den Bedingungen ab, die die Flüchtlingskonvention zulässt.

Diese Bedingungen enthalten einen entscheidenden Satz: „Personen, die derzeit Hilfe vor Organen oder Diensten erhalten, die nicht Schutz oder Hilfe des der UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge sind.“

„Derzeit“ scheint mir zu meinen, dass nur denjenigen UNRWA-Flüchtlingen, die 1951 lebten, die Ausnahme gewährt wird von der UNRWA als Flüchtlinge definiert werden sollten.

UNRWA fügte Nachkommen zu den Flüchtlingen ihrer Definition erst später in den 1950-er Jahren offiziell hinzu, nach der Flüchtlingskonvention. Doch wenn ich dies korrekt lese, hatte UNRWA nie das Recht damit anzufangen. Sie konnte „Flüchtlinge“ nicht außerhalb des Rahmens der Flüchtlingskonvention so definieren, dass sie ungeborene Personen einschließt, die zur Zeit der Formulierung der Konvention keinen Schutz erhielten. Die Verfasser der Flüchtlingskonvention hatten gewiss nicht gewollt, dass die UNRWA-Ausnahme Jahrzehnte weiter andauern würde und dass es eine ganze Klasse von Millionen „Flüchtlingen“ innerhalb der engen Ausnahme zu haben, die den von UNRWA geschützten Flüchtlingen gewährt wurde. Die UNRWA-Ausnahme sollte eine Notlösung sein, bis es keine Flüchtlinge mehr gab, die von UNRWA unterstützt wurden; die Verfasser hatten nicht die Absicht UNRWA neue Definitionen schaffen zu lassen, die die Zahl der Flüchtlinge in ihrem Geltungsbereich zu- statt abnehmen lassen würde.

Kurz gesagt: Die Flüchtlingskonvention gibt der UNRWA nicht das Recht ihre Definitionen für „Flüchtling“ über die Ausnahme hinaus auszudehnen, die in ihrem Sprachgebrauch ausdrücklich gestattet wurde – die Anwendung einzig auf diejenigen lebenden UNRWA-Flüchtlinge, die 1951 Hilfe erhielten und niemand sonst.

Darüber hinaus gibt es einen weiteren Widerspruch zwischen der Ausnahme des UNHRC und den Definitionen von UNRWA, die anzudeuten scheinen, dass es weit weniger „Flüchtlinge“ gibt, als die UNRWA behauptet. Die UNRWA-Flüchtlingsdefinition schließt jeden ein, der auf väterlicher Seite von Menschen abstammt, der von 1946 bis 1948 in Palästina lebte. Doch das schließt Personen ein, die die fünf Gebiete unter UNRWA-Kontrolle (Gazastreifen, Westbank, Jordanien, Libanon, Syrien) verließen und zurückkehrten. Doch der UNHRC sagt ausdrücklich, wenn jemand diesen Schutz verliert – zum Beispiel indem er in einen Golfstaat oder nach Europa zog – ihm nicht länger gestattet wird zurückzukehren, um von UNRWA geschützt zu werden, sondern dass ihr Status vom UNHCR definiert wird. Was bedeutet, dass sie, um als Flüchtlinge betrachtet zu werden, der weit strengeren Definition des UNHCR entsprechen müssen. UNHCR gestattet Personen, die die Operationsgebiete der UNRWA verlassen, nicht zurückzukehren und von der UNRWA den Flüchtlingsstatus zu beanspruchen.

Darüber hinaus sagte der Satz „wen solcher Schutz oder Hilfe aus irgendeinem Grund eingestellt wird“, dass jeder, der nicht mehr unter dem Schutz der UNRWA steht, diesen Schutz zurückerhalten kann – und das würde a fortiori diejenigen einschließen, die einen solchen Schutz überhaupt nicht hatten, weil sie nämlich noch nicht geboren waren.

In kann im Flüchtlingsprotokoll von 1967 (das die Definition von Flüchtling über die spezifischen Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs erweitert, die Gegenstand der Konvention von 1951 waren) keine Formulierung finden, die dem wiederspricht, was ich hier sage. Tatsächlich scheint es mein Argument etwas zu stärken, da es keine klärende Worte gibt.

UNHCR interpretiert die Konvention von 1951 freilich so, dass jeder Palästinenser in den Operationsgebieten der UNRWA ausgeschlossen ist. In der Interpretation der Flüchtlingskonvention von 2011 heißt es:

  1. Bezüglich der Flüchtlinge aus Palästina wird festgehalten, dass die UNRWA nur in bestimmten Gebieten des Nahen Ostens aktiv ist und dass nur dort Schutz und Hilfe geboten wird. Damit genießt ein Flüchtling aus Palästina, der sich außerhalb dieses Gebiets wiederfindet, die erwähnte Unterstützung nicht und kann zur Feststellung seines Flüchtlingsstatus entsprechend der Kriterien der Konvention von 1951 in Betracht gezogen werden. Diese sollte üblicherweise ausreichen, um festzustellen, ob die Umstände, die ihn ursprünglich für Schutz oder Hilfe durch UNRWA qualifizierten, weiter bestehen und er weder aufhörte Flüchtling entsprechend einer der Beendigungsklauseln zu sein noch von der Anwendung der Konvention nach einer der Ausschlussklauseln der Konvention ausgeschlossen wird.

Doch das könnte eher bequem als legal sein. UNRWA hat keine Beendigungsklauseln und die „Umstände, die ihn ursprünglich für Schutz qualifizierten“ nicht anwendbar zu sein scheinen. Sie sollten nicht für die gelten, die die Nachkommen der ursprünglichen palästinensischen Flüchtlinge sind, die es noch gar nicht gab, als die Flüchtlingskonvention geschrieben wurde. Und sie sollte schon gar nicht für Palästinenser gelten, die Bürger Jordaniens sind (Jordanien ga ihnen die Staatsbürgerschaft, nachdem UNRWA ursprünglich ihre Kriterien für Eignung schuf und sollten daher nicht für die Fortsetzung anwendbar, um diese Personen als Flüchtlinge zu definieren, nachdem die Flüchtlingskonvention und das Protokoll von 1967 internationales Recht wurden.

Ich habe einmal betont, dass ich kein Jurist bin, doch vielleicht können einige Juristen für internationales Recht Licht darauf werfen. Denn es sieht für mich wirklich so aus, dass die Fähigkeit der UNRWA ihre Flüchtlingsdefinition auszuweiten ein Verletzung der Bedingungen ist, die für die Ausnahme der Neuregelung durch die Flüchtlingskonvention nicht betroffen waren.

Was bedeuten würde, dass die legalen Flüchtlinge gemäß der UNRWA-Definition (die nicht außerhalb des Rahmens der Flüchtlingskonvention existieren kann) nur Personen einschließt, die heute älter als 66 Jahre sind, nie irgendwo außerhalb der fünf Operationsgebiete der UNRWA gelebt haben.

Die UNRWA kann natürlich Nichtflüchtlingen Dienste leisten, wenn sie das möchte. Aber außer wenn ich hier etwas übersehe, scheint sie nicht das Recht zu haben diese Personen als Flüchtlinge gemäß dem Völkerrecht zu bezeichnen, sie kann keine Spenden für sie als Flüchtlinge sammeln und UNHCR sollte die Organisatione sein, die Palästinensern die Dienste bietet, die aus Syrien geflohen sind, nicht die UNRWA, da ihr Flüchtlingsstatus nicht von den Ereignissen von 1948 bestimmt ist, sondern von den Ereignissen der letzten Jahre.

Jeder Jura-Experte ist natürlich eingeladen das zu kommentieren.

Für die „Progressiven“: Zwei Dinge zum Jihad

Michael Lumish, Israel Thrives, 17. Dezember 2016

Der vielleicht schwierigste Teil daran sich gegen den politischen Islam seine Stimme zu erheben, ist die Tatsache, dass so viele ansonsten intelligente Leute auf der Interpretation bestehen, dass Opposition ein irrationales Vorurteil oder, was öfter suggeriert wird, glatter Rassismus ist.

Lassen Sie uns das sofort abfertigen.

Gegen den Jihad (oder den politischen Islam oder Islamismus oder wie immer man das nennen will) zu sein stellt genauso ungerechten, intoleranten Fanatismus gegen Muslime dar, wie gegen den Nationalsozialismus zu sein ungerechten, intoleranten Fanatismus gegen Deutsche darstellt.

Soll heißen: Das ist nicht so und das war nicht so.

Warum haben so viele Menschen – ja, besonders der Linken – so große Schwierigkeiten eine solch grundlegende Vorstellung zu begreifen? Warum sind Westlich-Progressive, die sich selbst als die am besten gebildeten und niveauvollsten Menschen des Planten bauchpinseln, gleichzeitig diejenigen, die gegenüber dem Jihadismus (d.h. den verschiedenen Arten, auf die die Scharia vorangetrieben wird) und dem Spaß, den er in den letzten Jahren in Europa hatte, so stock-ignorant?

Wie kommt es, dass sie weiter jihadistische Aktivitäten in den Vereinigten Staaten ingorieren oder vorgeben, das sei etwas anderes als das, was sie sind? Barack Obama z.B. bezeichnete bekanntlich 2009 das Massaker in Fort Hood als „Gewalt am Arbeitsplatz“ .. und die besten Köpfe meiner Generation nicken in stillem Gehorsam.

Also hier zwei Punkte für euch Typen.

Nummer 1:

Gegen den Jihad zu sein hat nichts Rassistisches

Bitte lassen sie das einen Moment sinken.

Der Nationalsozialismus war eine herrenmenschliche Philosophie und gegen den Nationalsozialismus zu sein stellte keinen antideutschen Fanatismus dar.

Ähnlich ist die Scharia eine muslimische theologisch-herrenmenschliche Rechtsphilosophie und gegen sie zu sein stellt keinen Fanatismus gegen irgendjemanden dar. Im Gegenteil: Gegen die Scharia zu sein ist die „antirassistische“ Haltung.

Diejenigen von uns, die gegen den Aufstieg des politischen Islam – und damit der Scharia – sind, tun dies im Allgemeinen aus einem Engagement für säkularen Humanismus, in dem Menschen die Freiheit haben ihren Glauben auf jede Weise zu wählen, solange sie keine Schwulen von hohen Gebäuden werfen, Christen köpfen, ihre entführten Töchter zum Übertritt zwingen, Frauen in schwarze Kartoffelsäcke zwingen, in der ihre Individualität vernichtet werden kann oder den Völkermord an den Juden letztlich über die Eroberung Jerusalems anstreben.

Diejenigen unter uns, die lautstark ihr Missfallen gegenüber solchem Verhalten äußern, protestieren eigentlich gegen das Aufkommen einer weit verbreiteten theokratischen Bewegung, die zufälligerweise auch die eine erfolgreichste politische Bewegung dieses Jahrhunderts ist. Dabie geht es nicht um Muslime als Menschen. Es geht um eine herrenmenschliche Ideologie, die die meisten Länder des Nahen Ostens beherrscht, beträchtliche Vorstöße nach Europa unternimmt und die mich, meine Familie und alle meine Freunde entweder unterworfen oder tot sehen will.

Aber nicht alle Muslime befürworten die Scharia und die ersten Opfer des politischen Islam sind selbst Muslime. Antijihadisten sind keine Antimuslime. Antijihadisten sind fast immer für Demokratie, für Liberalismus, für Frauenrechte und für ethnische Minderheiten. Die Scharia ist antidemokratisch, antiliberal, gegen Frauen, gegen alle Nichtmuslime und würde mich dafür zum Tode verurteilen, dass ich die Frechheit besitze das zu sagen.

Trotzdem blicken in den Vereinigten Staaten [Anmerkung heplev: noch weit stärker in Europa] Progressive und Demokraten auf uns, die wir für universale Menschenrechte eintreten, indem wir gegen die Scharia opponieren, als rechte, konservative, fanatische Höhlenbewohner herab. Was die Linke aber begreifen muss: Mit der Akzeptierung des Aufkommens des politischen Islam – wie es zum Beispiel Obama mit seiner Unterstützung der Muslimbruderschaft in Ägypten machte – untergraben sie den ganze Zweck ihrer ideologischen Existenz.

Wenn die Progressiv-Linken nicht länger an die universalen Menschenrechte glauben, dann sie jetzt nicht länger an was auch immer, oder?

Nummer 2:

Der Jihad ist real

Es ist etwas seltsam, dass amerikanische Progressive es nach dem Jihad-Anschlag vom 9/11, dem Jihad-Anschlag beim Boston Marathon, dem Jihad-Anschlag von San Bernardino, dem Jihad-Anschlag auf den Schwulen-Club in Orlando und dem letzten Jihad-Anschlag an der Ohio State University – um nur ein paar wenige anzuführen – versäumen die Realität des Ganzen einzugestehen.

Der Jihadismus ist eine im Islam wurzelnde politische Bewegung, die anstrebt das Scharia-Recht in der gesamten Welt zu verbreiten. Die Gewalt ist ein Mittel zur Verbreitung von Angst in der Öffentlichkeit, um die Wahrscheinlichkeit eines politischen Zurückdrängens auszuhöhlen. Der Hauptweg dazu ist durch die Einschüchterung der Menschen bewerkstelligt worden, die ihre fundamentalen bürgerlichen Freiheiten weggeben. Damit wird freie Meinungsäußerung abgewürgt und die Menschen werden nicht allzu laut über die Zerstörung von Palmyra oder den Völkermord an den Christen im Nahen Osten Murmeln.

Natürlich bedeutet nichts davon, dass nicht vom Dhimmitum befallene Westler Muslime jagen sollten. Was es bedeutet: Im Westen ist eine ehrliche Diskussion der Bedeutung der Scharia in Begrifflichkeiten der US-Einwanderung lange überfällig. Weil gegen die Scharia zu opponieren von den Progressiv-Linken als „rassistisch“ betrachtet wird, zeigt die Demokratische Partei wenig Interesse an der Beobachtung ausgerechnet derer, die aus Teilen der Welt in dieses Land kommen, wo die Scharia vorherrscht. Auf diese Weise wird Nichtmuslimen aus muslimischen Ländern, die Amerikaner werden – und sich damit vom Leben unter der Scharia befreien – wollen, in Sachen Immigration und Einbürgerungsprozess nicht mehr Rücksicht zuteil als tatsächlichen Jihadisten.

Wenn die Progressiv-Linken und die Demokratische Partei einfach anerkennen würden, dass gegen die Scharia zu sein nicht rassistisch ist und dass das Aufkommen des politischen Islam ein ernstes Problem ist, dann können wir endlich anfangen ein rationales Gespräch über die US-Immigrationspolitik zu führen. Ein Aspekt dieser Diskussion sollte sich meines Erachtens mi der Notwendigkeit beschäftigen Nichtmuslime unterdrückerischen, von der Scharia beherrschten Ländern auf schnellstem Weg als Asylsuchende in die USA zu lassen.

1883 schrieb Emma Lazurus: „Gebt mir eure Müden, eure Armen, Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren,…“ Sie schrieb nicht: „Gebt mir eure Müden, eure Armen, Eure geknechteten Massen, die euch den Hintern küssen und den säkularen Humanismus aushöhlen wollen.“

Wir sollten Muslime in die USA hereinlassen, die sich danach sehnen frei zu atmen.

Die andere Art vielleicht nicht so sehr.

Wie Trump uns vor Merkels Torheit rettete

Wie wollen hoffen, dass es nicht zu spät ist um die USA nicht wie Europa werden zu lassen

Jack Engelhard, Israel National News, 12. Dezember 2016

Reuters

Die Frage steht immer noch im Raum, ob das hier passieren kann. Ich sagte immer Nein. Heute sage ich Ja. Bedenken Sie, dass Hillary rund 62 Millionen Stimmen bekam.

Nächstes Mal – wenn man vorausdenkt, an unsere Kinder und Enkel – wer weiß? Dieselben Demokraten, die Obama erfanden, können auch jemanden wie Keith Ellison erfinden. Stellen Sie sich also vor, dass Farrakhan unser Land führt. Weit hergeholt? Ich denke nicht. Lassen Sie uns sagen, dass wir im letzten Moment oder durch Gottes Gnade gesegnet wurden.

Wir bekamen Trump und uns wurde erspart, was Merkel mit Deutschland machte und was Hillary bereit war uns hier in den Vereinigten Staaten ähnlich anzutun.

Um uns von unserem jüdisch-christlichen Erbe und Kultur zu säubern, bringen unsere liberalen/linken Führer weiter Tausende Migranten aus den Ländern herein, die Christen und Juden gegenüber intolerant sind, wie sie allem anderen außer dem Scharia-Recht gegenüber intolerant sind. Das kommt immer weiter.

Hillary bereitet sie darauf sie zu Millionen hereinzuholen – wir hören von vier Millionen ab dem Moment, in dem sie ins Weiße Haus zieht.

Zum Glück segnete Gott Amerika und wir bekamen stattdessen Trump. Er wird das stoppen. Können wir durchatmen? Nicht so ganz.

Denn es geschieht hier bereits und um herauszufinden wo, sehen Sie sich fast jede Universität an. Dort finden Scharia und Jihad bereits statt.

Das sind keine Studenten. Das sind ausgebildete Agenten aus arabischen Staaten, die gekommen sind und die Taktiken der Braunhemden in den Bierhallen an unsere Universitäten mitgebracht haben.

Sie sind als Studenten getarnte Terroristen. Ihr Ziel besteht darin zu mobben und Angst zu machen, besonders junge Juden.

Sie haben bereits die Hälfte unserer Colleges in No-Go-Areas verwandelt. Die Brandstifter, die Israel in Brand setzten, sind die, die vorgeben Allerweltsstudenten zu sein.

Also ja, es geschieht hier bereits.

Kann das umgekehrt werden? Ich weiß es nicht. Ich hoffe, Trump weiß es.

Merkel hat sicher keinen Plan. Es scheint so, als ob sie endlich aufwachen würde. Allerdings zu spät. Sie hat Deutschland und den Rest Europas bereits zerrüttet.

In dem sie offene Grenzen befürwortete, wie Hillary – nun, sie öffnete die Grenzen, okay. Sie holte allein im letzten Jahr mehr als eine Million von ihnen herein.

Das Ergebnis? Siehe Köln.

Sicher, jede Menge von ihnen sind in Ordnung.

Wir reden von den vielen, die nicht in Ordnung sind. Und bis wir die Guten von den Bösen getrennt haben, ist bereits eine Bombe in Orlando hochgegangen.

Jetzt bekommen wir Schlagzeilen, sie habe einen Gesinnungswandel durchgemacht – aber nicht ganz. Sie will sie immer noch, aber ohne die Burka.

Merken will die Burka verbieten, als würde eine Veränderung bei der Kleidung eine Veränderung des Verhaltens bringen und überhaupt ist es nicht die Burka, die vergewaltigt, es sind die Männer.

Sie kommen weiter und lassen ihre Frauen zurück. Sie kalkulieren, dass sie in der allgemeinen Bevölkerung Frauen finden werden.

Was mit Überredung und Verführung nicht funktioniert, nehmen sie sich mit Gewalt.

Schweden, Norwegen, Frankreich, England und weitere – alle wetteifern darum die Vergewaltigungshauptstadt der Welt zu sein.

Trump steht zwischen dem, was hierher kommt und was uns geschieht. Aber für wie lange? Hoffen wir auf die vollen acht Jahre.

Derweil haben die Demokraten, die Partei, der jüdische Wähler weiterhin betrunken verfallen sind, sich den weiten Läufen des linken Fanatismus zugewandt. Sie werden den Zustrom dieser gemischten Scharen zuwenden, um Wählerstimmen zu gewinnen. Durch Verschiebung der Demografie werden sie nahe daran sein das Land mit Dämagogen zu übernehmen, die man sich einmal nicht vorstellen konnte.

Das ist das, was diesen Vater und Großvater beunruhigt und offen gesagt in Schrecken versetzt hat.