Satire: Eltern in Syrien, Jemen schicken ihre Kinder in den Gazastreifen, damit die New York Times ihren Tod bemerkt

Im Gazastreifen werden die internationalen Medien aufmerksam, zumindest wenn sie wegen der Juden einen tragischen oder kriminellen Tod sterben.

The MidEast Beast, 1. Juli 2021

Gaza Stadt – Familien aus anderen Orten in der Region haben sich an Schleuser gewandt, um Kinder in dieses Küstengebiet zu schmuggeln; sie hoffen, dass sie wenigstens dort eine Chance haben, dass die westlichen Medien und NGOs sich darum kümmern, dass die Kinder leiden oder getötet werden.

Beobachter von Migrationsmustern haben in den letzten Monaten einen Trend festgestellt: Eltern in vom Krieg zerrissenen Jemen und Syrien sowie anderen Orten heuern Dritte an, um die Kinder der Eltern durch illegale Tunnel über Ägypten in den Gazastreifen zu bringen, einen Ort, der im Gegensatz zur bewährten Praxis überall sonst in der Welt eine Präsenz der Mainstream-Medien aufweist, die bereit sind Kindern, die Opfer von bewaffnetem Konflikt werden, Titelseiten-Aufmerksamkeit zu widmen. Auf diese Weise, glauben die Eltern, haben ihre Kinder die Chance, dass jemand sie irgendwo zur Kenntnis nimmt und auf die Ungerechtigkeit und das Leid im Umfeld ihrer tragischen Tode aufmerksam macht, auch wenn es zu der Zeit, in der die Medien das tun, für gerade diese Kinder zu spät ist.

„Sie werden nie sehen, dass die New York Times Bilder toter Kinder aus dem Jemen oder Syrien auf die Titelseite stellt“, erklärte der Analyst Sahar Bivnay-Adam. „Und wenn Sie Einwohner irgendeines gottverlassenen Ortes wie Afghanistan, Nigeria oder – Gott behüte – Kongo sind? Sie hätten Glück, wenn diese Toten auch nur einen Artikel mit einer eigenen Zeile statt irgendwelchen angesammelten ‚Kurzmeldungen aus aller Welt‘ ohne ein Foto oder individuelle Erwähnung von Opfern erhalten. Was sollen die Eltern tun? Nun, einige von ihnen haben es geschafft zu sparen und genug Geld zu sparen, um ihre Kinder in den Gazastreifen zu schaffen, wo die Medien ihnen wegen der Juden zumindest, wenn sie einen tragischen oder kriminellen Tod sterben, Aufmerksamkeit geben.“

Ein Kind unter 13 Jahren aus dem Jemen, das letzte Woche durch einen Schmuggeltunnel in den Gazastreifen kam, gab ihren Namen nur als B. an. „Es war eine anstrengende Reise“, gab sie zu. „Ich konnte nicht sagen, ob die Leute, die mich ‚abfertigten‘, mich weiterschicken, um Lösegeld festhalten, damit sie Geld von meinen armen Eltern bekommen, oder einfach eine Sexsklavin aus mir machen und mich an den Höchstbietenden verkaufen würden. Zumindest haben mich die Gruppenvergewaltigungen nicht umgebracht, was mehr ist, als ich über einige der anderen Kids sagen kann, die Teil der Gruppe waren. Heute wird, weil ich hier im Gazastreifen bin, mein Tod und Leiden den Juden zur Last gelegt und die Welt wird das zur Kenntnis nehmen.“

Ein Sprecher der Hamas-Bewegung, die den Gazastreifen regiert, deutete an, dass B. bei der nächsten Runde der Gewalt mit Israel als Selbstmordbomberin eingezogen wird.

Gewährt die UNO nur Palästinensern unveräußerliche Rechte

First One Through, 12. Mai 2021

Am 10. November 1975 begabem sich die Vereinten Nationen in einen Antizionismus-Riss. An diesem Tag wurden zwei skandalöse Resolutionen verabschiedet: UNGA 3376 und 3379. UNGA 3379 wurde als „Zionismus ist Rassismus“-Resolution bekannt, die auf einzigartige Weise die nationalen Bestrebungen der Juden zur Wiederherstellung ihrer Heimat als rassistisch definierte. Die USA schafften es erst 1991, diese Resolution erfolgreich widerrufen zulassen.

Daniel Patrick Moynihan, damals US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, spricht am 10. November 1975, dem Tag, an dem diese die Resolution „Zionismus ist Rassismus“ verabschiedete, vor der UNO-Vollversammlung. Moynihan sagte, die USA „werden diese niederträchtige Tat niemals hinnehmen“.

UNGA 3376 hingegen lebt immer noch und droht. Sie gründete das „Komitee zur Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volks“. Dieses Komitee gewährte einzig den palästinensischen Arabern besondere „unveräußerliche“ Rechte, so dass sie allein das Recht auf „nationale Unabhängigkeit und Souveränität“ bekamen Haben die Kurden dieses Recht? Was ist mit den Jesiden? Was mit den Nevadern? Niemand hat das Recht auf einen unabhängigen Staat, nur auf Selbstbestimmung.

Das Komitee hat auch verankert, dass „die Palästinenser ihr unveräußerliches Recht auf Rückkehr in ihre Heime und Grundstücke, aus denen sie vertrieben und entwurzelt wurden, ausüben“.

Wenn die UNO bei der Position bleibt, dass Palästinenser ein „unveräußerliches Recht“ haben in Häuser zu ziehen, in denen Vorfahren in den 1940-er Jahren lebten (selbst wenn sie sie nur gemietet hatten oder die Häuser nicht mehr existieren), dann gebietet dieselbe Logik, dass Juden in der Lage sein müssen in die Häuser zu ziehen, die ihnen in Scheik Jarrah in Jerusalem gehörten oder in denen sie lebten, bevor sie von der einmarschierenden jordanischen Armee vertrieben wurden. Entweder die UNO muss die Vertreibung arabischer Hausbesetzter im Scheik Jahrrah von heute unterstützen oder das Rückkehrrecht für alle Palästinenser annullieren.

Die USA haben 1991 bei der Eliminierung einer einzelnen Resolution, „Zionismus ist Rassismus“,- obsiegt, aber für die Administration Biden ist es anscheinend in Ordnung, wenn die UNO den jüdischen Staat immer noch mit äußerster Verachtung und kompletter Scheinheiligkeit behandelt, da sie Sonderregeln speziell für palästinensische Araber fabriziert.

Mit Hass indoktriniert: „Dies ist der Beginn des neuen Kalifats“

Raymond Ibrahim, 12. April 2021 (Gatestone Institute)

Während Jungen im Westen praktisch indoktriniert werden Mädchen zu werden – wenn nicht chirurgisch verstümmelt, zumindest aber geistig kastriert – werden Jungs in der muslimischen Welt zunehmend indoktriniert Superjihadisten zu werden: ISIS 2.0.

Die Nachrichten kommen schnell herein, aus einer Vielzahl von Quellen.

Der Dokumentarfilmer Alan Duncan zum Beispiel erstellte vor kurzem ein Video seines Besuchs im Flüchtlingslager al-Hawl im Nordosten Syriens, das durch von den Kurden geführten Syrisch-Demokratischen Kräften geleitet wird. Obwohl 80% des Lagers aus Frauen und (27.000) Kindern besteht, von denen viele vor ISIS geflohen waren, ist das Lager als der „Schoß von ISIS“ bekannt. In dem Video, das in einem Bericht mi Februar 2021hervorgehoben wurde, erscheinen acht bis zehn Jahre alte Jungs, die einen Finger heben – ein Symbol des Jihad. Nach der Geste befragt, antwortete ein Junge: „Das bedeutet, dass der Islamische Staat bleibt.“ Auf die Frage, ob sie, wenn sie erwachsen sind, Ärzte oder Lehrer werden sollen, sagte ein Junge: „Wie wollen keine Ärzte sein. Wir wollen brüderliche Kämpfer sein. Wir wollen die Abgefallenen bekämpfen.“ Dann erklärt eine in eine schwarze Burka gekleidete Frau, sie wolle, dass die Kinder „Mudschaheddin werden, die auf Allahs Weise kämpfen“ – die „Ungläubige bekämpfen“. Nach Angaben von Duncan besteht der Grund für all diese Indoktrination darin, dass

es dort bereits Trainingslager gibt – sie trainieren den Kindern die ISIS-Ideologien ein. Sie lehren sie kein ABC – sie lehren sie zu hassen. Den Westen zu hassen … Sie trainieren sie für den kommenden Jihad. … Die Kinder sind Opfer von ISIS und ihren Eltern. Sie befinden sich innerhalb eines von islamischen Extremisten kontrollierten Lager. Ihnen wird nicht gesagt, sie sollten Ärzte und Pfleger werden – die kleinen Mädchen sind dort, um zu dienen und Kinder zu bekommen. Die Jungs sind dort, um zukünftige Kämpfer und zukünftige Selbstmordbomber zu werden. … Das ist der Beginn des neuen Kalifats. Da bin ich sicher. Man kann dort die Angst vor der Religionspolizei spüren. Sie versuchen dort die Struktur des Kalifats aufrecht zu erhalten – die Gesetze, die Strafe. Es ist, als ob man im Kalifat unterwegs sei. Es ist wie in einer anderen Welt unterwegs zu sein.

Ein offizieller Vertreter des Lagers stimmte zu; er fügte an: „Die Frauen und Kinder sind radikalisiert – die Fahrzeuge der humanitären Arbeiter werden sogar mit Steinen attackiert. Die Wachen fühlen sich auf Patrouillengängen im Lager unsicher. So bewaffnet und trainiert auch immer sie sind.“

In Nigeria veröffentlichten islamische Terroristen auf ähnliche Weise ein 17-minütiges Video über Kinder, die „religiöser Bildung und indoktrinatorischen Sitzungen unterzogen werden.“Ein Bericht vom 28. Februar 2021 gibt an:

Die gefürchteten Boko Haram-Terroristen haben ein Video veröffentlicht, in dem Kinder schon im Alter von 10 Jahren zu sehen sind, die in der Kunst des Kampfs und Aufstands als „Kämpfer der nächsten Generation“ trainiert werden. In dem angeblichen Ausbildungsvideo sind die Kindersoldaten zu sehen, wie sie an komplexen AK-47- und Zastava M21-Gewehren, einer sehr mächtigen Waffe ausgebildet werden. Die Bilder aus dem Video zeigen relativ junge Kinder in Kampfkleidung und Sturmhauben, die an Kampfsport-Training, Waffenumgang- und Religionsunterricht teilnehmen. …

Hasserfüllte Indoktrination und Gewalttraining sind nicht auf die „Schulen“ von ISIS oder Boko Haram beschränkt. Öffentliche Schulen in der gesamten muslimischen Welt haben Elemente dieser Indoktrination gemein. Vor kurzem zeigte eine Studie aus dem März 2021, dass die Lehrpläne der Türkei – seit Jahrzehnten einer der säkularsten Staaten der muslimischen Welt – ebenfalls zunehmend voller Jihadpropaganda steckt. Einige der „Hauptergebnisse“ sind die Folgenden:

Der türkische Lehrplan ist in den letzten Jahren beträchtlich radikalisiert worden. Jihad-Krieg ist als zentraler Wert eingeführt worden; Märtyrertum im Kampf wird glorifiziert. Der Islam wird als politisch dargestellt, Wissenschaft und Technologie genutzt, um seine Ziele voranzutreiben. Eine ethno-nationalistische, religiöse Vision, gelehrt in Kombination mit Neo-Osmanentum und Pantürkismus. Konzepte wie „Türkische Weltdominanz“ und türkisches oder osmanisches „Ideal der Weltordnung“ werden betont. Der Lehrplan übernimmt eine antiamerikanische Haltung und stellt Sympathie gegenüber der Motivation von ISIS und al-Qaida zur Schau. Es gibt antiarmenische und pro-aserbaidaschanische Haltungen. … Subtil antdemokratische Botschaften werden übermittelt (z.B. zu den Protesten im Gezi-Park). Christen und Juden werden als Ungläubige beschrieben, nicht als Völker des Buchs. Der Lehrplan dämonisiert den Zionismus und grenzt an Antisemitismus…

Selbst im Westen werden muslimische Kinder online „virtuell“ indoktriniert, einschließlich während der COVID-19-Pandemie. Nach Angaben eines Berichts vom 4. März 2021 (aktualisiert am 10. März), „werden Kinder online während des Lockdowns ISIS-Terrorismus ausgesetzt, was Ängste über Gehirnwäsche verstärkt, sagte das britische Außenministerium.“ Dominic Raab sagte dem Parlament, dass dieser Anstieg „der gewalttätigen Internetindoktrination“ in einem „entscheidenden Moment“ stattfindet, wenn es letztes Jahr eine Zunahme der Terrorpropaganda um 7 Prozent gegeben hat.

„Der Grund dafür ist, dass Terroristen digitalen Zugang zu denen haben, die wahrscheinlich die am anfälligsten für extremistische Schilderungen sind“, fügte Raab hinzu. „Und wir können einen zunehmend Besorgnis erregenden Anstieg beim Anteil der Kinder und Teenager sehen, die jetzt wegen Terrorvergehen verhaftet werden.“ Für ihn ist der Mix aus „gelangweilten Jugendlichen, die während des Lockdowns drinnen festsitzen“, wo sie „online extremistischer Propaganda ausgesetzt sind“, der „perfekte Sturm“.

Es gibt einen weiteren Faktor, der dem Mix hinzugefügt werden muss: All diese beispiellose Radikalisierung muslimischer Jugendlicher in jihadistschem Hass und Gewalt geschieht zu einer Zeit, in der Jungs im Westen auf nie da gewesene Weise dahingehend indoktriniert werden Maskulinität abzuschwören und Verweichlichung anzunehmen. Was wird in ein paar Jahrzehnten geschehen, wenn all diese  Jungs – die mit absolutem Hass und Gewalt aufgezogen werden und die zu absoluter Toleranz und Gewaltlosigkeit erzogen werden – die Entscheidungsträger der Welt werden?

Die Täuschung „fünf millionen palästinensische Flüchtlinge“

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 6. Februar 2021

Mitchell Bard hat hier einen gründlichen Blick auf die Daten geworfen, die die Behauptungen zum Flüchtlingsstatus von fünf Millionen „palästinensischen Flüchtlingen“ umgeben: „The Palestinian refugee hoax“, Israel HaYom, 31. Januar 2021.

Das PLO-Ministerium für Verhandlungensangelegenheiten twitterte am 15. Mai 2020: „Jeden Nakba-Gedenktag begehen wir die Katastrophe, die 1948 über unser Volk hereinbrach, als 957.000 Palästinenser zu Flüchtlingen wurden.“ Die Wahrheit lautet, dass diese Zahl ausgeheckt worden ist, so wie die aktuelle Zahl von 5,7 Millionen, die von der UN Relief and Works Agency (UNRWA) verwendet wird. Die tatsächliche Zahl beträgt vermutlich weniger als 30.000.

Die Palästinenser behaupten üblicherweise, zwischen 1947 und 1949 seien 800.000 bis 1.000.000 Palästinenser zu Flüchtlingen geworden. Die letzte Volkszählung fand 1945 statt. Ich fand nur 756.000 permanente arabische Einwohner in Israel. Am 30. November 1947, dem Datum, an dem die Vereinten Nationen für die Teilung stimmten, betrug ihre Gesamtzahl 809.100. Die Regierung Israels zählte 1949 bei einer Volkszählung 160.000 nach dem Krieg im Land lebende Araber, was bedeutet, dass nicht mehr als 650.000 palästinensische Araber hatten Flüchtlinge werden können. Ein Bericht des UNO-Vermittlers für Palästina (vom September 1948) kam zu einer noch niedrigeren Zahl: 360.000. Die Schätzung der CIA betrug 330.000. 2011 analysierte der Historiker Efraim Karsh die Zahl der Flüchtlinge für jede Stadt und kam zu einer Schätzung von 583.000 bis 609.000.

Als die UNO die UNRWA schuf um den Palästinensern zu helfen, wurde ein Flüchtling definiert als „eine bedürftige Person, die als Ergebnis des Kriegs in Palästina sein Heim und seine Mittel zum Lebensunterhalt verloren hat“.

Die Palästinenser behaupten, es habe mehrere hunderttausend mehr Araber gegeben, die das Mandatsgebiet Palästina/Israel verließen, als vor dem Krieg tatsächlich in dem gesamten Territorium existierten. Wie konnten zwischen 800.000 und 1.000.000 Araber zu Flüchtlingen werden, wenn die arabische Gesamtbevölkerung dieses Gebiets – nach Angaben der Araber und niemandem sonst – 810.000 betrug und nach der Flucht 160.000 Araber immer noch im Land lebten? Das würde bedeuten, dass es maximal 650.000 Flüchtlinge gegeben haben konnte. Aber Bard vermerkt, dass andere mit viel niedrigeren Zahlen aufwarteten: Das Büro des UNO-Mediators für Palästina (kaum eine Brutstätte des Zionismus) berichtete, dass es nur 360.000 arabische „Flüchtlinge“ gab. Die Schätzung der CIA war noch niedriger: 330.000. Es wäre interessant zu wissen, wie sowohl der UNO-Mediator als auch die CIA in ihren Schätzungen so eng bei einander liegen konnten und so sehr weit weg von dem, was die Araber behaupteten. Halten Sie fest, dass diese Schätzungen kurz nach dem Ende des Kriegs 1949 gemacht wurden und bevor die Reihen der Flüchtlinge durch große Anzahlen anderer Araber aus Jordanien, Syrien, dem Libanon und sogar weiter weg liegenden arabischen Staaten aufgeblasen wurden, die als Flüchtlinge aus „Palästina“ durchgehen wollten, um die großzügigen Leistungen zu erhalten, die von der UNRWA verteilt wurden. Wir haben immer noch keine Vorstellung davon, wie viele dieser „palästinensisch-arabischen Flüchtlinge“ schlicht Araber aus anderen Ländern waren. Bard erwähnt dieses Phänomen nicht, aber es untermauert sein allgemeines Argument.

Der Forscher Ephraim Karsh wartete mit einem absoluten Maximum von 609.000 arabischen Flüchtlingen auf (er gab kein geschätztes Minimum an). Halten wir also diese Schätzungen fest im Hinterkopf, wenn uns von palästinensischen Propagandisten versichert wird, dass es 800.000 bis eine Million „Flüchtlinge“ gab.

Und behalten wir im Hinterkopf, dass die 1948 weltweit anerkannte Definition eines „Flüchtlings“ jemand war, der „als Ergebnis von Krieg oder anderem Konflikt sein Heim und seine Mittel zum Lebensunterhalt verloren hatte“. Alle Kinder, die die Flüchtlinge im Ausland bekamen, wurden selbst nicht als Flüchtlinge betrachtet. Ein russischer Flüchtling, der vor der Revolution floh und nach Europa zog, als er ein kleines Kind war, blieb ein „russischer Flüchtling“, aber sein Kind wurde nie als Flüchtling angesehen. Ein jüdischer Flüchtling aus Deutschland – z.B. Henry Kissinger – blieb ein deutsch-jüdischer Flüchtling, aber sein in den USA geborenes Kind war das nicht.

Und dieselbe Definition ist auf all die hunderte Millionen Flüchtlinge angewandt worden, die seit dem Zweiten Weltkrieg geschaffen wurden: „Ein Flüchtling ist jemand, der als Ergebnis von Krieg oder anderem Konflikt  sein Heim und seine Mittel zum Lebensunterhalt verloren hat.“ Mit einer Ausnahme. Einzig auf die arabischen Flüchtlinge aus der Zeit von 1947 bis 1949 wird eine einzigartige Regel angewandt und auf niemanden sonst. Die Bedingungen, um „palästinensischer Flüchtling“ zu sein, ist seit Anbeginn der UNRWA als ein vererbbarer Wesenszug behandelt worden. Der Sohn, der Enkel, der Urenkel eines palästinensischen Flüchtlings werden allesamt als solche behandelt und erhalten Leistungen aufgrund dessen, dass sie als „palästinensische Flüchtlinge“ gelten. Dadurch werden jeden Tag mehr „palästinensische Flüchtlinge“ geboren und es gibt keine Möglichkeit, solange die aktuelle bizarre Definition des „palästinensischen Flüchtlings“ vorherrscht, diesem immer weiter zunehmenden Listen ein Ende zu setzen.

Ursprünglich hatte die UNRWA eine Liste mit 950.000 Namen, aber die Organisation wusste, dass diese Zahl falsch war. UNRWA akzeptierte die meisten Ansprüche in dem Wissen, dass z.B. viele Palästinenser die Toten in ihren Familien nicht angaben, damit sie für die Verstorbenen weiter Rationen kassieren konnten. Die Organisation gab zu, dass viele Fälle von Betrug entdeckt wurden, war aber nicht in der Lage die unberechtigten Personen aus der Hilfeliste zu streichen. Sie wusste auch, dass sie keinerlei Kooperation von den Flüchtlingen selbst erhalten würde. Die UNRWA war jedoch vor Angst erstarrt gegenüber Kritik, sie würde es versäumte das humanitäre Problem anzugehen:

Seit ihren frühesten Anfängen war die UNRWA Opfer mehrerer Arten von Betrug. Und da die meisten der UNRWA-Mitarbeiter selbst palästinensisch-arabische Flüchtlinge waren, hatten sie kein Verlangen diesen Betrug auszumerzen, sondern verschlossen davor die Augen. Natürlich war die Liste der 950.000 Namen absurd, aber UNRWA verweigerte die Zurückweisung dieser Zahl. Zu den Betrügereien gehörte Mehrfachzählung. Je mehr Kinder es in einer Flüchtlingsfamilie gab, desto höher die Leistungen, die die Familie für Unterkunft, Lebensmittel und allgemeine Versorgung erhalten würde. Diese Kinder wurden dann einer anderen Flüchtlingsfamilie „ausgeliehen“, meistenteils Verwandte, und dann konnte diese zweite Familie dieselben Kinder als ihre eigenen ausgeben und ihre Leistungen entsprechend erhöht bekommen. Selbst wenn der Betrug entdeckt wurde –  wenn z.B. dieselben Mitarbeiter in beide Familien gingen und die Kinder erkannten – fand die UNRWA es fast unmöglich, die Betrüger aus den Listen zu streichen; es hätte die arabischen Mitarbeiter der Organisation in Aufruhr versetzt. Außerdem: Warum denn nicht ein paar hunderttausend mehr verarmte Araber von den reichen westlichen Spendern der UNRWA unterstützen lassen?

Eine weitere Art Betrug beinhaltete die Toten: Palästinensisch-arabische Flüchtlinge, die starben, wurden selten aus den Listen gestrichen, sondern so lange wie möglich darauf behalten, damit ihre Familien weiterhin die Leistungen erhielten – besonders Lebensmittelkarten – die die Verstorbenen zu Lebzeiten erhalten hatten.

UNWRA akzeptierte vom Moment ihrer Gründung an eine aufgeblasene Anfangsliste von 950.000 Namen. Diese Zahl an „Flüchtlingen“ lag um mindestens 150.000 höher als die Gesamtzahl der Araber, die im Mandatsgebiet Palästina/Israel gelebt hatten. Tatsächlich gab es, wenn wir der CIA glauben, nur 330.000 arabische Flüchtlinge – etwa ein Drittel der von der UNRWA erklärten Zahl. Eine beträchtliche Anzahl derer, die es von den frühesten Tagen an auf die Listen der UNRWA schafften, waren überhaupt keine palästinensischen Araber, sondern Araber aus Jordanien, Syrien, dem Libanon und noch weiter entfernten Ländern, die erpicht darauf waren sich als „palästinensisch-arabische Flüchtlinge“ auszugeben und all die Leistungen zu erhalten, die solchen Flüchtlingen seitens der UNRWA zur Verfügung standen. Das Anschwellen der UNRWA-Listen über betrügerische Verfahren, von UNRWA-Mitarbeitern bewusst übersehen, die selbst entweder palästinensisch-arabische Flüchtlinge oder andere Araber mit Sympathien für die Palästinenser waren, geht bis heute weiter: Mehrfachzählung von Kindern, die mehr als einer Familie zugerechnet werden; Versäumnis, die Toten von den Listen zu streichen, so dass sie posthum weiter Leistungen erhalten; und schließlich das Versagen diejenigen nicht palästinensischen Araber auszusortieren, die sich früh als Flüchtlinge ausgaben, die die großzügigen UNRWA-Leistungen verdienen und folglich auch erhalten.

Nichtflüchtlingen Flüchtlingsstatus zuzuerkennen hat in erster Linie eine Situation geschaffen, die nicht ignoriert werden kann, aber sie zu entfernen setzt die Organisation ungerechtfertigter und unfairer Kritik seitens der fehlinformierten Öffentlichkeit sowie fanatischer Opposition seitens des die Hilfe nicht Verdienenden und seiner Freunde und  Unterstützer aus.

Mitchell Bards Ansicht lautet, dass die einzigartige Definition eines „Palästina-Flüchtlings“, wie er auf alle Nachkommen angewandt wird, egal wie viele Generationen vergangen sind, seit die ursprünglichen „palästinensischen Flüchtlinge“ das Mandatsgebiet Palästina/Israel tatsächlich verlassen haben, schwer rückgängig zu machen ist, aber der Versuch sollte zumindest unternommen werden. Würde die UNRWA gezwungen werden die allgemeingültige Definition eines Flüchtlings auf den Fall der Palästinenser anzuwenden, dürfte die von Bard erwähnte fehlinformierte Öffentlichkeit in der Tat „ungerechtfertigte und unfaire Kritik“ an der Organisation üben. Aber UNRWA sollte sich nicht vor ihrer Pflicht drücken diesen Zustand zu beenden; sie verdient jede Menge Kritik – aber nicht dafür dem Sonderstatus ein Ende zu setzen, sondern weil sie ihn überhaupt erst zuließ und ihn dann unbestritten 70 Jahre hat weiterlaufen lassen. Abgesehen davon: Warum sollte es uns kümmern, ob die UNRWA Kritik ausgesetzt wird? Sie ist alleine verantwortlich für die derzeit absurd aufgeblasenen Listen der Leistungsempfänger, indem sie dieser einzigartigen Definition nicht entgegengetreten ist, wer überhaupt den Anspruch erheben kann ein „palästinensischer Flüchtling“ zu sein.

Verletzt UNRWA das Völkerrecht?

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 31. Dezember 2020

Isarle und die Vereinigten Arabischen Emirate sollen gemeinsam daran arbeiten die United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) zu eliminieren. Das ist bedeutend, denn nachdem die USA 2018 die Mittel für die Organisation kürzten, was sie an den Rand des Bankrotts brachte, Abu Dhabi zusammen mit Qatar und Saudi-Arabien die Hauptfinanzquelle gewesen ist, die die Organisation am Leben erhielt. Somit könnte Hilfe aus den VAE zu verließen das Ende der UNRWA bedeuten.

Dennoch drängte der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu das Weiße Haus 2018 in aller Stille seine Entscheidung zur Kürzung der Zuwendungen zu überdenken und stattdessen Hilfe von der UNRWA an den UNHCR – den UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge – umzuleiten.

Aber warum? Was ist das Problem mit der UNRWA und warum sollte Israel wollen, dass finanzielle Hilfe aus dem Ausland weiter an die Palästinenser fließen?

Die Antwort erfordert echtes Verständnis dessen, wie die UNO arbeitet, was ein „Flüchtling“ wirklich ist und die überraschende Rolle des Völkerrechts beim Treffen dieser Entscheidung.

Was ist der Unterschied zwischen UNRWA und UNHCR?

Nach Israels Unabhängigkeitskrieg 1948 blieben viele Araber und wurden israelische Staatsbürger. Ihre aktuelle Zahl beträgt 1,89 Millionen oder 20,1% der Gesamtbevölkerung des Landes. Aber die, die weggingen – entweder aus eigener Entscheidung oder um den Kämpfen zu entgehen – wurden zu Flüchtlingen. Die UNRWA wurde extra eingerichtet, um rund 750.000 von ihnen Hilfe zu bieten.

Ein Jahr später, 1950, wurde der UNHCR gegründet, um sich um alle andere Flüchtlinge der Welt zu kümmern.

Das Ziel des UNHCR besteht darin Flüchtlingen zu helfen entweder nach Hause zurückzukehren oder, wenn das nicht möglich ist, sie und ihre Kinder in neuen Ländern anzusiedeln, wodurch die Gesamtzahl der Flüchtlinge weltweit abnimmt.

Nach Israels Gründung wurden zum Beispiel zwischen 800.000 und 1.000.000 Juden aus ihren Häusern in arabischen Ländern vertrieben und sind bis heute nicht in der Lage gewesen zurückzukehren. Aber sie sind keine Flüchtlinge mehr; stattdessen sind sie Bürger Israels oder anderer Länder. Dieses Modell bildete einen Teil der Grundlage dafür, wie der UNHCR bis heute arbeitet.

UNWRA macht genau das Gegenteil: Sie betrachtet alle Nachkommen von Palästinensern in einer unbegrenzten Zahl von Generationen als „Flüchtlinge“. Zum Teil ist das so, weil einige arabische Länder den Palästinensern als Symbol des Widerstands gegen Israels Existenz die Staatsbürgerschaft verweigerten. Aber selbst die Palästinenser, die sich ein Leben in anderen Ländern aufgebaut haben und deren Staatsbürger wurden, werden von der UNRWA weiter als „Flüchtlinge“ betrachtet.

Das schafft seinige seltsame Paradoxien. Ein Paradebeispiel: Das weltberühmte Mannequin Gigi Hadid, die in Los Angeles geboren und aufgewachsen ist, ist technisch ein palästinensischer „Flüchtling“. Es gibt tausende weitere, weniger berühmte, aber genauso eingängiger Fälle.

UNRWA verletzt das Völkerrecht

Technisch verletzt die Flüchtlingsdefinition der UNRWA das Völkerrecht, da sei der UNO-Konvention und das Protokoll zum Status der Flüchtlinge von 1951 widerspricht.

Artikel 1 der Konvention definiert einen Flüchtling so:

…  Person, die sich außerhalb des Landes befindet, in welchem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatte; aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will, weil sie Verfolgung befürchtet.

Gemäß Artikel I(c)(3) ist eine Person nicht länger Flüchtling, wenn sie z.B. „eine neue Nationalität erworben hat und den Schutzes des Landes seiner neuen Staatsbürgerschaft genießt“.

UNRWAs Flüchtlingsdefinition, die in keinem Vertrag verankert ist und daher nicht das Gewicht des Völkerrechts hat, beinhaltet keine solche Vorkehrung. UNRWA definiert sogar „palästinensische Flüchtlinge“ so, dass sie alle Nachkommen männlicher Flüchtlinge von 1948 einschließt, einschließlich legal adoptierter Kinder, ungeachtet dessen, ob ihnen irgendwo die Staatsbürgerschaft verliehen wurde.

Die Behauptung der Vereinten Nationen auf ihrer Internetseite, die ungewöhnliche Praxis der UNRWA verletz das Völkerrecht und seine Normen nicht, indem verweist auf andere Konflikte in der Welt, in denen Flüchtlingsstatus auf Folgegenerationen weitergegeben wurde (z.B. Afghanistan und Somalia).

Diese Behauptung der UNO ist jedoch nicht nur irreführend, sondern auch objektiv falsch. Gemäß der Konvention von 1951 (Protokoll von 1967, Artikel IV Sektion B) haben Nachfolge-Generationen nur dann Flüchtlingsstatus, wenn dies notwendig ist, um beizubehalten, was „Einheit der Familie“ genannt wird. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, dass ein Paar aus Afghanistan entkam, Flüchtlinge in Pakistan wurde und dann ein Kind bekam. Obwohl dieses Kind niemals in Afghanistan lebte, wird ihm trotzdem der Flüchtlingsstatus gewährt, um zu verhindern, dass die Einheit der Familie durch potenzielle Entwicklungen zerbrochen wird.

Unter den UNRWA-Regeln gibt es hingegen keine Einschränkung auf die „Einheit der Familie“. Im Gegenteil, unbegrenzte Generationen der Zukunft können den Flüchtlingsstatus erben, selbst wenn es keine lebendige Familienverbindung zum britisch beherrschten Palästina von 1948 gibt und es folglich keine Gefahr gibt, dass eine Familieneinheit zerrissen wird. Das ist keine subtile Abgrenzung; UNRWA hat, wissentlich oder nicht, Gastgeberländern einen finanziellen Anreiz gegeben Palästinensern die Staatsbürgerschaft zu verweigern, damit die fraglichen Staaten von der internationalen Hilfe profitieren können, die die Beherbergung von Menschen mit sich bringt, die den Flüchtlingsstatus auf ewig beibehalten.

Nach Angaben eines Berichts des US-Senats aus dem Jahr 2012 beträgt die Zahl der gemäß den Bestimmungen der für alle anderen Völker der Welt geltenden Völker der Konvention von 1951 realen palästinensischen Flüchtlinge, die heute noch leben, etwa 30.000. Doch nach Angaben der UNRWA ist die Zahl der „Flüchtlinge“ mehr als 5 Millionen, was die Palästinenser zur einzigen Gruppe der Welt macht, deren Flüchtlingsbevölkerung im Lauf der Zeit – auch noch dramatisch –zugenommen hat.

Weitere Probleme mit der UNRWA

UNRWA schafft auch noch weitere Probleme: Ihre Schulbücher impfen Kindern Hass auf Israel und die Juden ein; Sie ist dabei erwischt worden, dass Hamas-Raketen und Flugkörper in den Gellern von UNO-Schulen gelagert werden; es hat grassierende Korruption und Missbrauch in dem Gremium gegeben – und vieles, vieles mehr.

Warum Israel möchte, dass die Finanzierung weiter geht

Die Lösung kann aus einem subtilen Aspekt des Völker- wie des israelischen Rechts abgeleitet werden. Israels Oberster Gerichtshof hat geurteilt, dass die Regierung die Verpflichtungen einer „Besatzungsmacht“ gemäß der Vierten Genfer Konvention, der Haager Konvention und weiterer internationaler Verträge erfüllen muss. Zu diesen Verpflichtungen gehört die Unterstützung der Palästinenser bei Sicherheit, Gesundheit, Bildung und mehr.

Diese Aufgaben werden von Hilfsgeldern aus dem Ausland bezuschusst und durch die Arbeit internationaler Gremien wie der UNRWA ermöglicht. In Abwesenheit solcher Hilfe, würden die internationalen Verträge wie der israelische Oberste Gerichtshof diese Verpflichtungen direkt Israel auferlegen. Als mögliche Lösung dieses Dilemmas schlug Israel 2018 vor die UNRWA aufzulösen und ihr Budget dann zum UNHCR abzugeben, mit der Aussicht die Palästinenser endlich wie alle anderen Flüchtlinge der Welt zu behandeln.

Damit wären die unmittelbaren Nutznießer die Palästinenser selbst, weil Gastgeberländer palästinensischer „Flüchtlinge“ zumindest finanziellen Druck erleben würden, um ihnen die Staatsbürgerschaft zu gewähren und in die Gesellschaft zu integrieren. Damit wären die das palästinensische wie das israelische Volk nach mehr als sieben Jahrzehnten in der Lage mit dem Geschäft des Aufbaus einer gerechten und positiven Zukunft fortfahren statt das Leiden der Vergangenheit immer wieder neu zu durchleben.

Das genau ist der Auftrag, den der UNHCR allen anderen Flüchtlingen der Welt gegenüber zu erfüllen versucht.

Israelis wie Palästinenser verdienen nicht weniger.

Die Misere der palästinensisch-arabischen „Flüchtlinge“

Die Zahl der lebenden Flüchtlinge, die allesamt per Definition mindestens 70 Jahre alt sind, wird heute auf 30.000 geschätzt und ist rückläufig. Op-Ed.

Jerold S.Auerbach, Israel National News, 29. Oktober 2020

Ein sogenanntes „Flüchtlingslager“

Wäre ich ein palästinensischer Araber, ich würde in Trübsinn verfallen. Wenn ich mich im Nahen Osten umsehe, wo einst meine treuesten Verbündeten vorzufinden waren, sehe ich heute nichts als Verrat.

Zuerst die Vereinigten Arabischen Emirate, dann Bahrain und jetzt der Sudan haben Vereinbarungen mit dem abscheulichen jüdischen Staat Israel getroffen. In absehbarer Zukunft wird sich ihnen wahrscheinlich Saudi-Arabien anschließen. Mein Volk ist aufgegeben worden und jegliche Möglichkeit, dass auch nur ein Splitter Israels uns einer „illegalen Siedlungen auf palästinensischem Land“ zu einem palästinensisch-arabischen Staat werden wird, ist so gut wie verschwunden. Unsere zerstreuten 5 Millionen Flüchtlinge und ihre Nachkommen, um die die UNRWA sich kümmert, werden auf ewig obdachlos bleiben.

Obwohl ich kein palästinensischer Araber bin, habe ich Mitgefühl mit dem palästinensisch Klagelied über die Obdachlosigkeit, auch wenn sie selbstverschuldet ist. Aber als Historiker muss ich mich auf Fakten verlassen, nicht auf Fantasien. Palästinenser mögen inbrünstig daran glauben, dass ihnen „ihr“ Land gestohlen wurde, aber die Geschichte – von der Antike bis zur Moderne – deutet auf anderes.

Seit die jüdische Nation im  zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung nach der fehlgeschlagenen Rebellion Bar Kochbas gegen die römischen Eroberer zerschlagen wurde, sehnten sich die Juden danach in ihr uraltes Heimatland, besonders nach Jerusalem, wo König David regiert hatte und der Heilige Tempel gebaut wurde, zurückzukehren. („Wenn ich dich vergesse, o Jerusalem“ ist in Psalm 137 eingebettet.) Es gab damals keine Palästinenser. Tatsächlich ist der älteste überlebende Hinweis auf eine arabische (keine palästinensische) nationale Identität eine Inschrift aus dem Jahr 328, die auf den „König der Araber“ Bezug nimmt.

Der Islam tauchte drei Jahrhunderte später auf, als Mohammed lebte. Bis dann waren die Juden ein fest etabliertes, wenn auch weit verstreutes Volk mit einer tief verwurzelten Verbindung zu seinem verheißenen Land.

Ende des 19. Jahrhunderts, nach fast zwei Jahrtausenden im Exil, begannen die Juden ins Land zurückzukehren. Fast 30 Jahre bevor Theodor Herzl zur Wiederbelebung der jüdischen Eigenstaatlichkeit aufrief, hatten Hovevei Zion („Die Zion lieben“) in Palästina mehr als ein Dutzend neue Gemeinden gebaut. Während des Ersten Weltkriegs forderte die Balfour-Erklärung eine „nationale Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina“. Palästinenser wurden nicht erwähnt.

Selbst als Kolonialminister Winston Churchill dieses Versprechen brach und drei Viertel des damals Palästina[*] genannten Gebiets östlich des Jordan Abdallah ibn Hussein für sein eigenes Königreich Transjordanien schenkte, gab es weder ein anerkanntes noch ein sich selbst so nennendes „palästinensisches“ Volk.

Israels Unabhängigkeitskrieg im Jahr 1948 wurde gegen eindringende arabische Armeen geführt, nicht gegen Palästinenser. Die sich daraus ergebende Flucht palästinensischer Araber, besonders nach Jordanien, wurde zu einer Tragödie, die eventuell niemals heilt. Ihre Zahl ist enorm übertrieben worden. In der New York Times zum Beispiel stieg sie von 850.000 (1952), was bereits übertrieben war, auf 925.000 fünf Jahre später und schließlich auf mehr als eine Million.

Die UN Relief and Works Administration (UNRWA), die ihr Hilfsprogramm für die Palästinenser 1950 begann, gab 750.000 palästinensische Flüchtlinge an, für die von Juni 1946 bis Mai 1948 ihr „normaler Wohnort Palästina war“ – eine erfundene Zahl (gestützt mit Geldern der Vereinten Nationen), die im Lauf der Zeit die Garantie hatte sich zu erhöhen.

Aber das palästinensische „Rückkehrrecht“ ist nicht legitimer als mein Recht nach Russland oder Rumänien zurückzukehren, wo die Vorfahren meiner Familie lebten, bis meine Großeltern vor mehr als einem Jahrhundert in die USA auswanderten, um Pogromen zu entkommen.

Mit der akribischen Forschung von Ort zu Ort kam der Historiker Ephraim Karsh in Palestine Betrayed (2010) zu dem Schluss, dass es 1947/48 zwischen 583.121 und 609.071 Flüchtlinge gab. Die Zahl der lebenden Flüchtlinge, die allesamt per Definition mindestens 70 Jahre alt sind, wird heute auf 30.000 geschätzt. Ihre Zahl muss (wie auch die Zahl der lebenden Holocaust-Überlebenden) zwangsläufig abnehmen und schließlich verschwinden, auch wenn ihre kollektive Erinnerung Bestand hat.

Es wird zuverlässig geschätzt, dass inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Jordaniens palästinensisch-arabischer Herkunft ist. Im Gazastreifen und der „Westbank“ lebende Palästinenser leben bereits innerhalb der historischen Grenzen Palästinas. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat sie nicht befreit. Stattdessen hat sie sie – wie die UNRWA auch –permanentem „Flüchtlings“-Status übergeben, um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen.

Es sind weder Israel noch die arabischen Staaten, die gerade mit Israel Bindungen eingegangen sind, die die Palästinenser betrogen haben. Ihre Wunde ist selbst eine zugefügte, von der es unwahrscheinlich ist, dass sie jemals heilt.

[*] (Ohne Verbindung zu einem „palästinensischen“ Volk, sondern das bezieht sich auf die lange schon verschwundenen Philister.)

Palästinensische Asylsuchende in Europa fliehen nicht vor Israel – sie fliehen vor der Hamas

Elder of Ziyon, 18. Oktober 2019

Ha’aretz hat einen Artikel darüber, dass viele Gazaner Asyl in Belgien suchen.

Obwohl die UNO viele von ihnen als „palästinensische Flüchtlinge“ gemäß der UNRWA-Definitino betrachtet, reicht das nicht, um tatsächlich irgendwo in der Welt Asyl zu bekommen, denn Asyl gilt für echte Flüchtlinge, die echte Angst vor Verfolgung in ihren Heimatländern haben – was für Araber in Israel oder den Gebieten nicht gilt.

Zumindest nicht aus Israel.

Die palästinensischen Flüchtlinge, die Asyl in Belgien (und überall in Europa) suchen, suchen keinen Schutz vor Israel – sondern vor der Hamas.

Adel Atieh, der stellvertretende Leiter der palästinensischen Mission bei der Europäischen Union, stellt heraus, dass es in Belgien vor elf Jahren nur 3.000 Palästinenser gab. Heute schätz Atieh jedoch, dass um die 10.000 palästinensische Asylsuchende dort leben, wobei ganze 98 Prozent aus dem Gazastreifen kommen.

„Aufgrund des Arguments, dass es unter der Hamas Menschenrechtsverletzungen gibt und dass ihre Sicherheit von der Miliz Hamas bedroht ist, hatten Palästinenser aus dem Streifen traditionell bessere Chancen in Belgien Asyl zu erhalten, als Palästinenser aus der Westbank“, sagt Atieh. „Viele von ihnen kamen nach den Kriegen von 2008/09 und 2014“, fügt er hinzu.

Wir haben festgestellt, dass einzig die Palästinenser, die weltweit Asyl suchen, Verfolgung durch die Hamas in der Vergangenheit geltend machen.