Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (06.-12.05.2012)

12. Mai 2012 um 21:44 | Veröffentlicht in Araber, Jerusalem, Terroranschläge, UNO | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 06.05.2012:

Die beiden ersten beiden Flyttillas waren so geile und erfolgreiche Ereignisse, dass jetzt eine dritte geplant wird. Die „Welcome to Palestine“-Organisatoren wollen mit 23 pal-arabischen Institutionen und 15 internationalen Aktivisten – man hatte sich in einem „Friedenszentrum“ getroffen – für den 23. August das neue Ereignis planen.

April-Bilanz: 70 Terroranschläge, 3 mit Messern verletzte Soldaten, 8 Raketen. Eine genaue Aufstellung findet sich hier.

Eine jordanische Nachrichtenseite berichtet, westliche Spionagesatelliten haben festgestellt, dass Syrien Truppen an die Grenzen zu Israel und der Türkei verlegt, die mit schweren Raketenwerfern ausgerüstet sind. Syrien hatte mehrfach damit gedroht, im Falle einer Intervention aus dem Ausland die Türkei und Israel heftig zu beschießen. (Warum Israel, das sich nicht einmischt? Nun, aus demselben Grund wie Saddam: Es geht, Israel muss immer geschadet werden und die Araber glaubt man damit sicher hinter sich.

Die irische Band Dervish hat ihre Auftritte in Israel abgesagt. Die Mitglieder wurden online mit Todesdrohungen bedacht. Mitglieder der Ireland Palestine Solidarity Campagin reklamieren die Verantwortung für die Einschüchterungskampagne. Die Bandmitglieder bedauern nicht den Kultur-Terrorismus, sondern dass sie sich des Boykotts gegen Israel nicht bewusst waren und dass ihre Motive zur Teilnahme an einem Festival nicht akzeptiert wurden!

Dienstag, 08.05.2012:

Die Westerwave mal wieder: Außenminister Lieberman ist zu Besuch und der deutsche Außenminister palavert wieder mal von „mutigen Schritten“, die „beide Seiten unternehmen müssen“. Natürlich führt er „Zeitdruck“ an, nur begründen kann er wieder nicht. Ach ja: Der Iran und sein Atomprogramm muss auch mit dem üblichen Bla-bla-bla bedient werden – dem Geblabere mit dem Iran muss eine Chance gegeben werden. Ist ja seit Jahren nicht gemacht worden und ist ja außerdem soooo erfolgreich!

Resolution 1701 völlig außer Kraft: Die Hisbollah baut(e) Trainingslager und Stellungen im Südlibanon, die auf Google Earth-Bildern zu erkennen sind.

Khoo Boon Hui, Chef von Interpol, berichtet, dass es pro Minute 10.000 Cyber-Attacken auf Israel gibt. 80% werden von Kriminellen durchgeführt, der Rest von Terroristen.

Eine Schule im Jerusalemer Stadtteil Abu Tor (direkte auf der früheren Waffenstillstandslinie) führte eine Flaggenzeremonie durch – bei der die Palästinenserflagge gehisst wurde und die Schüler den Hitlergruß gaben!

Wieder ein islamistischer Ägypter mit Format, der den Juden etwas verspricht: Das Globale Kalifat wird seinen Sitz in Jerusalem haben.

Mittwoch, 09.05.2012:

Die Hamas bereitet ihre „Nakba“-Feierlichkeiten der nächsten Woche vor – mit dem Vorhaben, die größte Landkarte von „Palästina“ zu schaffen. Dazu wird Israel als „Anhängsel“ bezeichnet, das weg muss; nachfolgende Generationen müssten an die „wahren Konturen des Landes“ erinnert werden.

Donnerstag, 10.05.2012:

Die Hamastanis ließen protestieren. Dazu wurden die UNRWA-Büros belagert und damit geschlossen. Das Verbrechen der UNO-Leute: Sie hatten keine Unterstützung für die in israelischen Gefängnissen Terroristen hungerstreikenden Terroristen geäußert!

Muss Apartheid und Rassismus sein, der macht das bestimmt nicht freiwillig: Ein 22-jähriger Araber wird bei den Schwimm-Europameisterschaften zum israelischen Team gehören.

Freitag, 11.05.2012.

Der wunderbar friedvolle Hassan Nasrallah von der friedliebenden, unkriegerischen Hisbollah hat sich absolut freundlich Israel gegenüber geäußert: Wir können jede Stelle in Israel punktgenau angreifen. „Nicht nur in Tel Aviv, sondern überall im besetzten Palästina.“ Ach ja, die sind doch moderat und den Juden gar nichts…

Samstag, 12.05.2012:

Die Schriftsteller-Vereinigung der „Palästinenser“ hat sich „versöhnlich“-„friedfertig“ geäußert: Schreiber, die sich mit Israelis treffen, führen eine „Kultur des Defätismus“ ein; Journalisten, die das tun, müssen aus der Vereinigung entfernt werden. Sie hätten nicht am Welttag der Pressefreiheit in Oslo teilnehmen dürfen, an dem auch Israelis anwesend waren.

Heckmeck:
- Mahmud Abbas hat einen (Antwort-)Brief von Netanyahu zu Möglichkeiten substanzieller Gespräche erhalten.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14.04.2012)

14. April 2012 um 21:53 | Veröffentlicht in Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Sonntag, 08.04.2012:

Natürlich: Mahmud Abbas befindet, die Situation kann nicht so bleiben. Also wird er eine neue Initiative vorlegen, um den Friedensprozess voranzubringen. Da braucht es nur eine Frage: Welche neuen Bedingungen wird er aufstellen? (Die anwesenden Hofschranzen von der Genfer Initiative werden keine Gelegenheit auslassen, Netanyahu zu beschimpfen, wenn er sich vom Fatah-Terrorchef nicht einwickeln lässt.)

Der Frieden (soll heißen: die Gelegenheit zu Gesprächen darüber) hängt laut Abbas daran, dass Israel den Siedlungsbau einstellt und die „Grenzen von 1967“ akzeptiert (vorab natürlich). Sonst geht er wieder zur UNO.

Frieden! Khaled Meschaal – der gegenüber Ismail Haniyeh angeblich deutlich moderatere und friedfertigere Hamasführer – stellte kategorisch fest: Die Hamas lehnt jede Alternative zum Töten von Israelis ab. Ohne Jerusalem wird es kein politisches Programm geben und Befreiung geht nur über „Widerstand“.

Montag, 09.04.2012:

Die Gas-Pipeline durch den Sinai wurde jetzt zum 14. Mal gesprengt.

Die Zahl der Terroranschläge gegen Juden/Israelis hat im März gegenüber dem Vormonat beträchtlich zugenommen.

Das Elektrizitätswerk in Gaza bekommt 4 neue Transformatoren; Israel hat die Lieferung genehmigt.

Heckmeck:
- Es gibt Nachrichten, dass Israelis und PA-Araber sich wieder zu Verhandlungen zusammenzusetzen bereit sind. Es gibt aber keine Hinweise darauf, dass das irgendeine Art von Erfolg haben wird.

Dienstag, 10.04.2012:

Die israelische Polizei ist auf das Wochenende vorbereitet. „Flightilla“-Hetze werden festgenommen und deportiert, heißt es. Die Flightilla-Terroristen sehen das natürlich anders: Israel habe keine rechtliche Handhabe, ihre „Einreise nach Palästina“ zu verhindern.

Mittwoch, 11.04.2012:

Das „Nahost-Quartett“ traf sich und gab aus, dass die Führer Israels und der Palästinenser Vertrauen bildende Maßnahmen unternehmen sollten, um die Atmosphäre für die Verhandlungen zu verbessern. Sie forderten die internationale Gemeinschaft auf den Palästinensern zu helfen ihre Haushalts-Bedürfnisse erfüllen zu können. Dabei konnten sie wohl nicht anders: Sie setzten die institutionalisierte Gewalt der Araber mit Einzeltaten israelischer Siedler gleich.

1995 ermordete der Palästinensische Islamische Jihad 7 Israelis und verletzte weitere 60, mit einem Selbstmordbomber, der sein Auto in einen Egged-Bus rammte. Die Terroristen behaupteten „10 israelische Soldaten“ getötet zu haben. Der PIJ feierte das jetzt noch einmal groß als „großartige Leistung“.

Donnerstag, 12.04.2012:

Der Gouverneur von Nablus hat die Einfuhr israelischer Kartoffeln verboten. Das soll den Lebensunterhalt arabischer Bauern in Judäa und Samaria schützen.

Netanyahu fordert zu direkten Gesprächen auf – die PA weigert sich; Mahmud Abbas will erst seine Vorbedingungen erfüllt bekommen.

Freitag, 13.04.2012:

Die Lufthansa informierte mehrere Dutzend Fluggästen, dass ihre Tickets storniert wurden; Israel hatte der Fluglinie zu diesen Passagieren etwas mitgeteilt – dass sie auf den „Flytilla“-Listen stünden und deshalb nicht einreisen dürften. Damit ist die Lufthansa verpflichtet, diese Leute nicht nach Israel zu bringen (und müsste bei Zuwiderhandlung mit Strafen rechnen). Die Terror-Sympathisanten sehen das natürlich anders, definieren internationales Recht neu und behaupte, LH breche dieses.

Samstag, 14.04.2012:

Auch die britische Jet2.com gab bekannt, dass sie sich an die Regeln Israels hält; 3 Britinnen aus Birmingham wurden ihre Tickets storniert. Air France ließ zumindest eine Passagierin wissen, dass sie nicht nach Israel fliegen kann.

Bei ihrer Ankunft in Israel werden die „Flytilla“-Aktivisten einen offiziellen Brief der israelischen Regierung, in dem es heißt:

Wir schätzen Ihre Entscheidung, Israel zum Objekt Ihrer menschlichen Anliegen machen. Wir wissen, dass es viele andere würdige Alternativen gibt.
Sie hätten sich entscheiden können gegen die täglichen Grausamkeiten des syrischen Regimes gegen das eigene Volk zu protestieren.
Sie hätten sich entscheiden können gegen die brutale Niederschlagung von Widerspruch und die Unterstützung des weltweiten Terrorismus zu protestieren.
Sie hätten sich entscheiden können gegen die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen zu protestieren, wo Terroristen das doppelte Verbrechen begehen Raketen auf Zivilisten zu schießen und sich dabei hinter Zivilisten zu verstecken.
Stattdessen entschieden Sie sich gegen Israel zu protestieren, die einzige Demokratie im Nahen Osten, in der Frauen gleichberechtigt sind, die Presse die Regierung kritisiert, Menschenrechtsorganisationen frei agieren können, die Religionsfreiheit aller geschützt wird und Minderheiten leben ohne Angst.
Wir schlagen daher vor, dass Sie zuerst die tatsächlichen Probleme der Region lösen und dann wiederkommen und Ihre Erfahrungen mit uns teilen.
Wir wünschen Ihnen einen guten Flug.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

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