Frankreich: Muslime werden importiert, Probleme in den Nahen Osten exportiert

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Israels Führung wurde davon überrascht, dass Frankreich im UNO-Sicherheitsrat für die Anerkennung der palästinensischen Eigenstaatlichkeit stimmte. Das widersprach den Positionen, die die Vereinigten Staaten, Australien und Großbritannien einnahmen. Das französische Abstimmungsverhalten sollte in erster Linie als eine weitere Geste gegenüber der muslimischen Bevölkerung Frankreichs gesehen werden: Muslime unterstützten massiv die Kandidatur von François Hollande bei den französischen Präsidentschaftswahlen.1

Das französische Abstimmverhalten in der UNO ist ein kleiner Teil eines größeren und weit komplexeren Prozesses, der in Frankreich und anderen Ländern in Europa stattfindet. Am Tag der Bastille, dem 14. Juli 2014, während die Operation Fels in der Brandung im Gang war, kündigte Hollande an, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht [nach Frankreich] importiert werden würde.2 Am Tag davor hatte der französische Außenminister Maunel Valls bereits erklärt, Frankreich werde niemals tolerieren, dass der israelisch-palästinensische Konflikt über verbale Gewalt oder durch Handeln auf französischen Boden importiert werde.3 Der Hauptgrund hinter diesen wiederholten Äußerungen waren die Angriffe auf französische Synagogen und andere jüdische Ziele durch Muslime.

Die Äußerungen verzerrten die französische Realität. Hollande und Valls hätte etwas sagen sollen, das der Wahrheit besser entspricht, etwas wie: „Wir werden die muslimischen Aggressionen gegen die Juden nicht weitergehen lassen. Der französische Antisemitismus des Jahres 2014 war noch schlimmer und noch weiter verbreitet als in den Jahren davor. Die Anschläge auf Synagogen waren einmal mehr extreme Gewalttaten von Muslimen gegen Juden und jüdische Ziele in Frankreich.“

Die wichtigen antisemitischen Vorfälle hatten sich weitgehend seit dem Jahr 2000 manifestiert, ab der Zeit fast unmittelbar nach dem Beginn der zweiten Intifada. Auch davor waren bereits Muslime aus dem Nahen Osten nach Frankreich gekommen, um Morde zu begehen. In Paris wurden zum Beispiel 1982 das einem Juden gehörenden, Restaurant Goldenberg sechs Menschen getötet, höchstwahrscheinlich durch die Gruppe Abu Nidal.4

Die Äußerungen von Hollande und Valls stellten darüber hinaus die Fakten zu den derzeitigen Ereignissen in Frankreich falsch dar. Die Formulierung „den Konflikt importieren“ würde bedeuten, dass die zwei sogenannten französischen „Stellvertreter“ des palästinensisch-israelischen Konflikts, nämlich die muslimischen Immigranten und die französischen Juden, einander bekämpfen. Das war und ist nicht der Fall. In den letzten 14 Jahren hat es nur einseitige Aggression gegeben, bei der die Gewalt aus einer bestimmten Richtung kam: von den Muslimen, die antisemitische Vorfälle gegen Juden begingen. Deutlich vor dem Beginn der Operation „Fels in der Brandung“ wurde Sammy Ghozlan, Präsident des Nationalen Büros für Wachsamkeit gegenüber Antisemitismus in Frankreich mit den Worten zitiert, die überwiegende Mehrheit der körperlichen Angriffe gegen Juden in Frankreich werde von Muslimen begangen.5

Der „Import“ des Nahost-Konflikts und die darauf folgende Zunahme des Antisemitismus in Frankreich haben bereits viel früher stattgefunden. Das Potenzial für muslimische Aggression gegen Juden war bereits in dem Moment importiert worden, als Frankreich Millionen Muslimen ohne Auswahl die Einwanderung gestattete. Eine Studie der Anti-Defamation League zeigte, dass Algerien, Tunesien und Marokko weltweit zu den zehn Ländern mit dem höchsten Prozentsatz an Antisemitismus in der Bevölkerung gehören.6 Die Einwanderer aus diesen Ländern brachten ihre Kultur mit nach Frankreich und dazu gehörte ihr Antisemitismus. Umfragen bestätigen den unverhältnismäßig hohen Grad an Antisemitismus bei französischen Muslimen im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung.7

Vor allem die Juden waren das Ziel der Aggressoren, allerdings nicht alleine. Im Herbst 2005 brachen überall in Frankreich große gewalttätige Störungen und Vandalismus aus. Die Randalierer waren entweder alle oder fast alle Muslime. Hooligans und Kriminelle nord- und westafrikanischer Herkunft zerstörten nicht nur tausende Autos, sondern auch eine große Anzahl anderen öffentlichen und privaten Eigentums.8

Diese Probleme hatten mit dem palästinensisch-israelischen Konflikt oder der muslimisch-arabischen Identifikation mit den Palästinensern absolut nichts zu tun. Die Krawalle waren ihrer Natur nach antifranzösisch, konzentrierten sich nicht besonders auf die Juden und waren das Ergebnis einer Einwanderungspolitik, die Frankreich niemals hätte zulassen dürfen. Alleine der Umfang der Einwanderungsbevölkerung hätte die verschiedenen französischen Regierungen leicht darauf hinweisen können, dass Frankeich sie unmöglich in die französische Gesellschaft integrieren konnte.

Das Thema des Imports von Konflikten geht jedoch weit über Frankreich hinaus. Die massive Einwanderung aus arabischen und muslimischen Ländern hat zu zunehmendem und extremerem Antisemitismus in westeuropäischen Staaten geführt. Nicht nur ist die Zahl antisemitischer Vorfälle, an denen Muslime beteiligt sind, unverhältnismäßig höher, als es ihrem Anteil an der örtlichen Bevölkerung entspricht, sondern die schlimmsten dieser Vorfälle werden oft von Muslimen verübt.9

Ein weiterer sozialer Missstand, der mit Teilen der Einwanderungsbevölkerung importiert wurde, sind die deutlichen Spannungen zwischen verschiedenen Einwanderergruppen und zwischen Einwanderern und der einheimischen Bevölkerung in mehreren Ländern. 2007 gab es zum Beispiel in Doetinchem in den Niederlanden eine ganze Nacht lang Gewalt zwischen Dutzenden Kurden und Türken.10 Im Juli 2014 gab es eine Pro-ISIS-Demonstration in Den Haag.11 Im Oktober 2014 besetzten 60 bis 70 kurdische Protestierende Teile des niederländischen Parlaments in Den Haag und forderten internationales Handeln zur Verteidigung der syrischen Stadt Kobane gegen die Kämpfer des Islamischen Staates.12

Das wichtigste Land mit Konflikten scheint jedoch heute Deutschland zu sein. Zugleich mit der Unterstützung für den Islamischen Staat bei einigen deutschen Muslimen kamen auch Proteste gegen diese Terrorgruppe, insbesondere von jesidischen und kurdischen Immigrantengruppen in Deutschland, die aus Solidarität mit ihren Heimatgemeinschaften handelten. Im August protestierten in Herford 300 jesidische Immigranten aus Syrien und dem Irak gegen das Vorgehen des IS gegen ihre Gemeinschaften. Während der Demonstration wurden sie von Pro-ISIS-Vertretern angegriffen. Vorher wurden am selben Tag schon ein jesidischer Restaurantbesitzer und ein 16-jähriger von IS-Anhängern angegriffen und verletzt, weil sie ein Poster zeigten, mit dem für die Anti-IS-Demonstration geworben wurde.13 Es gab zudem im Verlauf der Jahre Konflikte zwischen Christen und Muslimen in Asylbewerberheimen.

Im Oktober 2014 gab es gewalttätige Zusammenstöße in Celle und Hamburg. In Celle gab es Aufeinandertreffen von jesidischen und tschetschenischen Immigranten. In Hamburg wurde Proteste von Kurden gewalttätig, als salafistische Muslime sich ihnen entgegen stellten.14

Zusätzlich haben einige deutsche Extremisten sich dem aus dem Nahen Osten (und Nordafrika) „importierten Kampf“ angeschlossen. Sie demonstrieren unter dem Banner „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa). Gibt es keine salafistischen Demonstrationen, konfrontieren sie die Polizei. Das war der Fall, als 4.000 Fußballfans und Mitglieder einer Neonazi-Organisation sich in Köln gegen die Polizei stellten und größere Krawalle verursachten. Die Behörden hatten große Mühe die Situation unter Kontrolle zu behalten.15

All dies verblasst jedoch im Vergleich zu den aktuellen Reaktionen auf die deutsche Einwanderung. Eine neue Gruppe namens Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Westens) marschiert jetzt in Dresden gegen muslimische Einwanderung und gegen die Unterstützung der Immigranten. Nur eine Minderheit der mehr als 15.000 Pegida-Unterstützer sind Neonazis. Der Rest sind gewöhnliche Bürger.16 Derweil breiten sich Pegida-Demonstrationen in weitere deutsche Städte aus, ebenso Gegendemonstrationen.

Was kann aus all dem geschlossen werden? Einmal mehr waren die Juden die ersten, die litten, diesmal unter Europas unkontrollierter Einwanderungspolitik. Doch inzwischen haben die negativen Folgen der unkontrollierten muslimischen Einwanderung völlig andere Dimensionen bekommen.

Was die jüngste Abstimmung der Franzosen in der UNO und Frankreichs politische Haltung angeht, mögen die französischen Obrigkeiten sinnlose Gründe für ihr Votieren gegeben haben. Der Hauptgrund ist aber mit der massiven Zahl wahllos importierter Muslime verbunden. Um sie zufriedenzustellen, unterstützt die derzeitige französische Regierung die Gründung eines Palästinenserstaates und damit den Export ihrer innenpolitischen Probleme in den bereits reichlich unruhigen Nahen Osten.

 

1 http://www.ifop.fr/media/pressdocument/482-1-document_file.pdf [Französisch]
2 François Hollande: Le conflit israélo-palestinien ne peut pas s’importer. In: Le Monde, 14. Juli 2014. [Französisch]
3 Valls ne laissera pas le conflit Israélo-Palestinien s’importer en France. Le Monde, 13. Juli 2014. [Französisch]
4 New York Times Service: Terrorist Abu Nidal Reportedly Found Dead. Baltimore Sun, 20. August 2012.
5 Report: Gang of youths taser French Jew at Paris monument. JTA, 11. Juni 2014.
6 ADL Global 100: A Survey of Attitudes toward Jews in Over 100 Countries around the World. Anti-Defamation League, 2014.
7 French Muslims see Jews controlling nation’s economy, media. JTA, 16. November 2014.
8 Manfred Gerstenfeld: The Autumn 2005 Riots in France: Their Possible Impact on Israel and the Jews. The Jerusalem Center for Public Affairs, 2006.
9 Manfred Gerstenfeld: Muslim Antisemitism in Europe. Journal for the Study of Anti-Semitism 4, 2 (2013), S. 195-229.
10 http://www.trouw.nl/laatstenieuws/laatstenieuws/article832382.ece/Turken_en_Koerden_op_de_vuist_in_Doetinchem?backlink=true
11 Vlaggen met hakenkruis bij demonstratie. De Telegraaf, 12. Juli 2014 [Niederländisch].
12 Kurdish protesters break into European Parliament. BBC, 7. Oktober 2014.
13 Iraq conflict resounds on German streets. The Local, 7. August 2014.
14 Reactions to riots in Hamburg, Celle. Deutsche Welle, 8. Oktober 2014.
15 Philip Oltermann: Football fans and neo-Nazis clash with police in Cologne. The Guardian, 27. Oktober 2014.
16 Kate Connolly: Estimated 15,000 people join ‘pinstriped Nazis’ on march in Dresden. The Guardian, 15. Dezember 2014.

Israelische Lösung für Frankreich

Prof. Dr. Gunnar Heinsohn, Die Achse des Guten, 10.01.2014

Ein besorgter Israeli mailt vertraulich, dass es gerade nach dem Neuauflodern der Gewalt nur umso dringender geworden sei, die Verhandlungen über eine gerechte Teilung des Landes zwischen Frankreichs Muslimen und den Alteingesessenen wieder aufzunehmen. Beiden Staaten müsse endlich die Perspektive einer Zukunft in Sicherheit und Gleichberechtigung eröffnet werden. Jede Seite solle deshalb einen Teil von Paris als Hauptstadt erhalten. Details über die Grenzziehung sollten direkten Gesprächen überlassen bleiben. Er sei bereit, in einer persönlichen Shuttle-Diplomatie zwischen beiden Seiten zu vermitteln und die Ergebnisse dem UNO-Sicherheitsrat zur Abstimmung vorzulegen. Sollte das abgelehnt werden und sich die Spirale des Hasses zwischen Lille und Marseille weiter drehen, müsse man darüber nachdenken, französische Produkte aus den für Muslime vorgesehenen Gebieten aus den Geschäften zu nehmen.  Das richte sich keineswegs gegen die Gallier als solche. Aber gerade unter Freunden müsse es doch möglich sein, auch unangenehme Wahrheiten offen anzusprechen.

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Daniel Pipes verbreitete mit einem Poster dieselbe Idee auf twitter (eingedeutscht):

DPipes_Frankreich-teilenWenn Frankreich Israel wäre … und dieselben politischen Schlussfolgerungen zugunsten des Appeasement aus Terrorakten ziehen würde.

War doch zu erwarten,…

dass die Verschwörungsidioten ganz schnell darauf kommen, wer „wirklich“ hinter den Morden in Paris steckt. Ganz vorne dabei war natürlich die jüdische Antisemitin Greta Berlin: Der Anschlag wurde vom Mossad ausgeführt. Von wem auch sonst, möchte man sie fragen. Ihre „Free Gaza“-Mitgründerin Mary-Hughes Thompson twitterte entsprechend: “#Hebdo killings indefensible. Can’t help thinking #JSIL Mossad false flag though.” (#Hebdo Morde unentschuldbar. Kann aber nicht anders als denken #JSIL Mosaad False Flag. – Anmerkung heplev: false flag ist eine Aktion, die man durchführt, um sie anderen in die Schuhe zu schieben; JSIL soll „Jüdischer Staat in der Levante“ heißen und ist eine herabwürdigende Bezeichnung Israels)

Dass Idioten von überall in dasselbe Horn stoßen, ist klar. Auf Facebook fragte eine Userin in einem lokalen „Nettwerk“, ob in der Gruppe nicht eine Solidaritätsaktion für die Opfer gestartet werden solle (der Eintrag ist inzwischen gelöscht). Da stellte als dritter ein Solidaritäts-Poster für die „Palästinenser“ ein. Zwei Einträge später war einer mit einer „False-Flag“-Meldung da, der sich aufregte, die anderen sollten endlich die Augen aufmachen. (Der schloss sich einen Tag später einem Aufruf an eine Solidaritätsdemo für die Opfer in der Stadt zu machen, mit der zu Frieden und Toleranz aufgerufen wird.) Zu weiteren Schwachmaten gehörten diese hier:

Hebdo-Astloecher01

Hebdo-Astloecher02

Aber es gibt auch weitere Vollpfosten und Gesinnungsschweine, die nicht dem gemeinen Volk und Pöbel angehören, sondern in angeblich ernst zu nehmenden Medien verortet sind. Wegen diesen schrieb heute Klaus Kelle auf Facebook:

Es ist kaum zu fassen. Da greifen islamistische Terroristen französische Bürger an und töten sie, während sie dazu “Allahu Akbar” rufen. Die Täter sind polizeibekannte Islamisten, mindestens einer war in Jemen im Terror-Ausbildungscamp, sie bekennen sich gegenüber einer Geisel zu al Kaida und freuten sich gegenüber der Polizei auf den “Märtyrertod” . Und sie überfallen einen jüdischen Supermarkt und töten dort vier Menschen. Und tatsächlich gibt es bereits jetzt in Deutschland “Berichte” in “unabhängigen Medien”, die schreiben, die ganzen Ereignisse der vergangenen 48 Stunden in Frankreich seien eine “false flag”-Aktion, hinter der der israelische Geheimdienst Mossad steckt – und dieser Dreck wird von Tausenden Leuten im Internet weiterverbreitet. Ich glaube langsam, die ganze Verschwörungs-Szene in Deutschland ist reif für die Klappse….

Wer nicht glaubt, dass das tatsächlich so ist, hier ein paar Links:

Die International Business Times fragte auf Twitter ausdrücklich (inzwischen entfernt und bedauert): „Charlie Hebdo-Anschlag und Mossad-Verbindung: Lässt Israel seine Wut wegen Frankreichs Anerkennung eines Palästinenserstaats ab?“

Im WDR 5dokumentiert von Gerd Buurmann, unbedingt lesen!!!!! – gab es ein Tagesgespräch, in dem darauf herumgeritten wurde, dass an dem Anschlag letzen Endes „wir“ schuld sind, unsere westliche Gesellschaft, die einfach nicht sensibel und gerecht genug mit Minderheiten im Allgemeinen und Muslimen im Besonderen umgeht. (Und auch hier durfte „Israel-Palästina“ nicht als Mitursache für muslimischen Terror im Westen fehlen!)

Das nur als kleinen Ausschnitt aus dem Sumpf der geistig Verwirrten, die die Frechheit haben uns belehren zu wollen, wie die Welt zu funktionieren hat und wie wir zu denken haben.

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weitere Charakterschweine:

Hebdo-Astloecher03

Darunter geht es weiter (das verlinkte Zitat):

Hebdo-Astloecher04

Und in der Folge tobt sich der Mob der Verschwörungsanhänger aus…
Es ist mir allerdings bisher nicht klar, ob Oliver Michael von Anhalt-Quelinburg das teilte, um es als Idioten-Beispiel zu geben (das würde das Smiley andeuten) oder ob der die Meinung der Irren teilt, die teilte (den Verschwörern in den Kommentaren wird freier Lauf gelassen).

Die Astlöcher von Anonymus dürfen natürlich auch nicht fehlen:

Hebdo-Astloecher05

Und dass ein „Netzwerk“, das sich nach Voltaire benennt, ausgerechnet nichts Besseres zu tun hat als antiwestliche bis antisemitische Verschwörungstheorien zu verbreiten, sich auch auf die Seite derer schlägt, die „beweisen“, dass der Islam nichts mit den Morden zu tun hat und die Terrormörder keine Muslim-Extremisten waren, sollte auch nicht verwundern. Denn bei diesen Irren ist der Islamist ein primitiver, militärisch nicht ausgebildeter Stümper ohne richtige Sprachkenntnisse, der nicht gezielt morden kann, vor Morden immer erst einmal Dinge zerstört und so lange am Ort des Geschehens wütet, bis er den „Märtyrertod“ stirbt.

Christian Bommarius und die Frankfurter Rundschau können auch nicht anders als behaupten, die islamistischen Terroristen und die „islamophoben Radikalen“ seien sich noch nie so nahe gewesen und die AfD würde sich der Morde in Paris „sogleich bemächtigen, als die Leichen noch warm waren“.

„Unsere“ Muslime:
– Bekir Alboga von der DITIB distanziert sich nicht nur von den Tätern, sondern auch von den Opfern. Die macht er zumindest mitverantwortlich für ihre Ermordung. (Und der Deutschlandfunk fragt nicht kritisch nach.)

Eine besondere Variante gibt uns Julian Assange zu Wissen: Für den Terroranschlag auf Charlie Hebdo ist die „jüdisch Pro-Zensur-Lobby“ verantwortlich zu machen.

Zum Terrormord an den Mitarbeitern von Charlie Hebdo in Paris

Die Nachrichten sind natürlich voll davon. „Zwei bis drei“ Täter (als man längst weiß, dass es drei waren) haben in Paris auf die Redakteure des Satire-Magazins Charlie Hebdo geschossen und 11 Menschen getötet – hieß es z.B. in den ZDF-heute-Nachrichten um 17 Uhr. Weiter geht es mit Konjunktiven: Sie „sollen“ Allahu Akbar gerufen haben. Um 17:46 („hallo Deutschland“) wird wieder von einer Korrespondentin gesagt, „es wird berichtet, die Attentäter hätten Allahu akbar gerufen“. Können diese Reporter derart unterinformiert sein:

In anderen Videos konnte man die drei Täter sehen. Man konnte sie „Allahu Akbar“ brüllen hören.

Warum diese „Vorsicht“ im ZDF (die offenbar von anderen Sendern und Medienorganen genauso betrieben wird)? Wieso können sie Fakten nicht deutlich aussprechen? Weshalb werden Zweifel gesät, statt die Fakten offen zu melden?

Könnte es sein, dass unsere politisch korrekten Propagandisten – die heute, um Pegida nur nicht zu bestätigen, nur noch von „angeblicher Islamisierung“ sprechen, während sie vor Jahren, wenn auch zweifelnd, von der Tatsache der Islamisierung schrieben? Das hat wohl wenig direkt mit den Morden an Islamkritikern zu tun, aber Muslime mit Terror in Verbindung zu bringen, ist halt nicht nur nicht en vogue, sondern kriminell. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, also wird so „berichtet“, dass die Mitglieder der Religion der immerwährenden Empörung irgendwie beschwichtigt werden. Was aber nicht wirklich klappen wird, wie wir aus leidvoller Erfahrung wissen.

Ich warte inzwischen auf die Aussagen, dass das nichts mit dem Islam zu tun hat. Und auf die Massen muslimischer Demonstranten, die gegen die Islam-Missversteher auf die Straße gehen und sich gegen diese empören…

PC-Karikatur(Quelle: Facebook, eingedeutscht)

Jürgen Todenhöfer legte schon direkt los: Bitte gebt jedoch gerade heute auch Euren muslimischen Mitbürgern ein Zeichen der Solidarität. Hier auf Facebook! Weil 99,9 Prozent von ihnen genauso wie jeder andere anständige Mitbürger den Mordanschlag von Paris verurteilen. Trotzdem stehen unsere muslimischen Mitbürger jetzt noch mehr unter Beschuss der Pegida-Hassprediger und anderer anti- islamischer Scharfmacher. Der Islam ist eine Religion der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Terrorismus war und ist immer unislamisch. Auch wenn er sich eine islamische Maske aufsetzt.

Weitere tolle „Berichterstattung“ – besser gesagt: Entgleisungen!

tagesschau, eingestellt um 16:16 Uhr – Frage: “Muss man, Herr Werth, von einer islamistisch motivierten Tat ausgehen?” Antwort: ” Es ist zur Zeit nicht sicher.Es gibt Anhaltspunkte dafür….Ob es wirklich so ist oder ob es nur Trittbrettfahrer auf einer anti-islamistischen Stimmung sind, das wissen wir bisher noch nicht.”
Klaus Kelle auf Facebook: Gerade WDR 2 gehört: Terroranschlag auf das Büro einer französischen Satire-Zeitschrift in Paris. Was sagt die Nachrichtensprecherin? “Präsident Hollande ist auf dem Weg zum Unglücksort.” Zum Unglücksort, also so, als wenn ein Auto mit Blechschaden irgendwo liegt. Oder wie bei einem Wasserrohrbruch. Wahnsinn.
– Monika Bittl hat die tagesschau gesehen: „War es ein Terroranschlag?“,  fragt die Tagesschau drei Stunden nach dem Blutbad in Paris, nachdem bereits die höchste Terrorwarnstufe in Frankreich ausgerufen ist und zahlreiche Videos, Bilder und Zeugenaussagen im Netz kursieren.
Danke, liebe Tagesschau, für die gute Fragegestellung! Mein Mann und ich hätten nämlich schon fast auf ein Eifersuchtsdrama getippt.
WDR Fernsehen, 18:50: „soll einen islamistischen Hintergrund geben“; sie zeigen einen Videoausschnitt, bei dem zwei maskierte Bewaffnete in ein Auto steigen – das Video habe ich inzwischen im Internet komplett gesehen: Der WDR verschweigt (und zeigt nicht), dass diese zwei Männer gerade einen Polizisten erst angeschossen und den wehrlos am Boden liegenden Beamten dann aus nächster Nähe erschossen haben, die Moderatoren sprechen aber davon, dass das Video „die Täter zeigen SOLL“!
Der Bundesinnenminister findet (Aktuelle Stunde, WDR Fernsehen, 19:00 Uhr): Es ist zu früh, um die Täter zu benennen. Klar doch.
Alexander Wendt hat sich bei der Süddeutschen Zeitung umgesehen und kommentiert:
Die SZ analysiert die Gründe des Charlie-Massakers mit historischer Tiefenschärfe, indem sie kurz die Charlie-Hebdo-Witze über den Papst, Le Pen und Hollands referiert, um dann zum wichtigen Punkt zu kommen:
Mohammed-Karikaturen brachten Aufmerksamkeit
Besonders große Aufmerksamkeit brachten zuletzt Provokationen, die islamischen Bürgern Toleranz abverlangten: Nachdem das Blatt zunächst die Mohammed-Karikaturen des dänischen Jyllands Posten nachgedruckt und seine Verkaufszahlen damit verdreifacht hatte, kam im November 2011 eine Sondernummer mit dem Titel “Charia Hebdo”. Am Vorabend der Auslieferung wurde der Redaktionssitz Ziel eines Brandanschlags, was Charlie Hebdo nicht daran hinderte, ein Jahr später eine neue Karikaturenserie über Mohammed anzukündigen. Die französische Politik reagierte mittelgenervt, schloss vorsorglich die Botschaften in 20 Ländern und stellte Polizeischutz für den Redaktionssitz in Paris.
Ja, so verlangt man friedlichen Bürgern Toleranz ab, bis der Geduldsfaden eben doch mal reißt. Und auch durch einen Brandanschlag lässt man sich als Charlie-Redakteur nicht hindern, obwohl man doch hätte gewarnt sein müssen. In Bertolt Brechts “Flüchtlingsgesprächen” gibt es eine Figur, die im Deutschland der NS-Zeit die Verhaftung eines unangepassten Volksgenossen kopfschüttelnd kommentiert: “Unvorsichtig sind die Leute!”
Durch die SZ-Zeilen weht fühlbar der Stoßseufzer: ein Glück, dass wir nur immer denen Toleranz abverlangen, die uns nicht mal ein Glas Weißbier über den Kopf gießen würden.
ZDF heute, 19 Uhr: „Noch ist nicht klar, ob Islamisten den Anschlag verübten.“ Dann folgt Elmar Theveßen: „Es gibt zwar Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund, aber noch keine Belege.“
– Das ZDF gibt ein „ZDF spezial“: „Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist noch nicht endgültig bestätigt. Dann wird mit Daniel Cohn-Bendit gesprochen, der sich vor allem um die Auswirkungen „auf die Muslime“ sorgt und natürlich sagt, dass die Morde nichts mit dem Islam zu tun haben, sondern Faschismus ist (als könnte es keinen muslimischen Faschismus geben).
Nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (s.u.) und noch ein paar Worten der Korrespondentin aus Paris hellt sich die Betroffenheitsmiene des Moderators genauso auf, wie seine Stimme keine Betroffenheit mehr ausströmt und er wünscht viel irgendwas Positives mit der „Kripo Holstein“…
– Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schafft es doch tatsächlich die Morde in Paris zum Grundstock für eine Anti-Pegida-Tirade zu nutzen: „In Dresden greift er nur zu Parolen und Plakaten. Aus dem Lager jener, denen der Hass zum Lebensinhalt geworden ist, rekrutieren sich aber auch jene jungen Männer und mittlerweile auch Frauen, die für die andere Seite mit der Maschinenpistole in der Hand in den „Heiligen Krieg“ in Syrien oder sonst wo ziehen.“ Merke: Die Terroristen sind nur insofern schlimmer als Pegida, als sie tatsächlich schon morden!

Weitere Kommentare über das Verhalten der Presse:
Alexander Wendt über die Journalisten vom SPIEGEL: Islamisten massakrieren die Redaktion von “Charlie Hebdo”. Und Spiegel Online kommentiert: “Sie hatten die umstrittenen Mohammed-Karikaturen verantwortet, nun sind sie tot.”
Anders würden das die Terroristen vermutlich auch nicht sagen. Im ersten Moment ist man versucht, den SpOn-Drecklöffeln zuzurufen: “Das waren eure Kollegen.” Im zweiten Moment fällt einem ein: Nein, stimmt ja gar nicht.

Thomas Baader hat auf der Achse des Guten Presse-Reaktionen gesammelt. Tenor: Die von Charlie Hebdo haben das provoziert.

Wolfgang Röhl hat sich den Kommentarbereich der taz angesehen. Die kennen vor allem das Thema „Das ist Wasser auf die Mühlen von Pegida“.

Die Politik? Die machen sich auch Sorgen. Um Frankreich, um die Muslime. Herr Kerry parliert sogar in Washington vor den Mikrofonen auf Französisch. Und alle wollen gegen den Terrorismus kämpfen. Gegen ein Symptom, eine Taktik, nicht gegen die Ursachen?
Herr Gabriel zum Beispiel macht sich vor allem um eines Sorgen: „Jetzt müssen wir die Muslime in Schutz nehmen.“ Und natürlich hat das nichts mit dem Islam zu tun! Und wir müssen gegen die Rechtsradikalen vorgehen (ist natürlich dem Anlass voll angemessen…).

Und was machen muslimische Mitbürger? Einige das hier:

CH-Bejubler01

Und ein „Panzergrenadier bei der Bundeswehr“ (Jahrgang 1994) postete auf Facebook:

CH-Bejubler02

Der Kopf der dänischen Muslimgruppe „Zum Islam gerufen“ sympathisiert mit den Mördern. Er schmückte die Daten zum Anschlag mit einem lächelnden Smiley und schrieb als nächstes, dass er alle Charlie Hebdo-Zeichnungen von Mohammed verurteilt und er fühle mit allen Muslimen weltweit, die sich von den Karikaturen beleidigt fühlen.

Wer des Französischen mächtig ist, kann sich auch hier informieren, was muslimische Mitbewohner denken können:
http://www.islamisation.fr/archive/2015/01/07/charlie-hebdo-de-nombreux-musulmans-exultent-de-joie-sur-twi-5528199.html
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=696867990434483&set=p.696867990434483&type=1

MEMRI  hat auch schon gesammelt: http://www.memrijttm.org/online-jihad-supporters-celebrate-attack-on-headquarters-of-french-weekly-charlie-hebdo.html

Zum guten Schluss noch Aiman Mazyek im ZDF (19:31): „Wir verurteilen dies aufs Schärfste… Unsere ersten Gedanken waren natürlich bei den Opfern. … , dass die Täter es darauf absehen die Gesellschaften zu spalten … in keinster Weise eine Rächung des Propheten darstellt, hier wird der Islam verraten.“ Und der ZDF-Moderator lenkt ganz schnell auf Islamkritiker und dass diese verurteilt werden müssen. Mazyek springt sofort darauf an und reden von „Generalverdacht gegen Muslime“. Dieser „Spaltpilz“ ist eine vorderste Sorge.

Ob dieser Vergleich wirklich gut ist, weiß ich nicht, aber er ist sehenswert:

CH-Anschlag-vergleichDie Idee hatte dann noch ein anderer:

CH-Anschlag-verglichen

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (04.-10.01.2015)

Sonntag, 04.01.2015:

Wieder die immer selbe Drohung: Sollte Israel die Gelder weiter zurückhalten, die es eingefroren hat, dann wird es die Gebiete wieder selbst am Hals haben.

Die ach so moderate Fatah ließ wissen, dass Netanyahu im Internationalen Kriminalgerichtshof „bald gehenkt“ wird. Der erste Fall der „Palästinenser“ vor dem ICC soll der Gazakrieg mit seinen angeblichen Kriegsverbrechen Israels werden.

Heckmeck:
– Mahmud Abbas verkündete, er wolle den Antrag beim Sicherheitsrat erneut einreichen und diskutiere das derzeit mit Jordanien.

Montag, 05.01.2015:

Grundsätzliches von Mahmud Abbas: „Kein Frieden ohne Jerusalem als unsere Hauptstadt.“

Obamas Außenministerium schimpfte gegen Israels Einfrieren der PA-Gelder. Dieser Vergeltungsakt würde die Spannungen erhöhen.

Dienstag, 06.01.2015:

Hamas rechtfertigt, dass Hitler die Juden ermordete – und vergleicht dazu Mohammed mit Hitler.

Nach Angaben des ICC in Den Haag hat die PA die juristische Zuständigkeit des Strafgerichtshof zur Untersuchung von (angeblichen) Kriegsverbrechen Israels im letzten Gazakrieg anerkannt.

War auch wieder klar: Die EU verurteilte die Zurückhaltung der PA-Gelder durch Israel.

Der Personenschutz für mehrere israelische Minister wurde immens verstärkt, nachdem es in letzter Zeit vermehrt Todesdrohungen gegen sie gegeben hat (die vor allem über die sozialen Medien ausgesprochen wurden).

Die Amerikaner überlegen ihre jährlichen $440 Millionen für die PA zu streichen, weil Abbas sich nicht von seinen einseitigen Schritten abzuhalten war.

Die Zahl der versuchten Sprengstoffanschläge gegen Juden in Judäa und Samaria hat sich im letzten Jahr verzehnfacht.

Mittwoch, 07.01.2015:

Ban Ki-moon verkündete, dass der Antrag der PA auf Beitritt zum ICC angenommen ist und kündigte an, dass „Palästina“ am 1. April gültig wird. (Passt, das Datum – auch wenn das Ganz ein ausgesprochen schlechter Witz ist.) Das US-Außenministerium ließ lapidar wissen, die PA sei für eine Mitgliedschaft nicht qualifiziert (wurde nicht weiter ausgeführt), begrüßte der Präsident der die Versammlung der Mitgliedsstaaten den „Staat Palästina“.

Heckmeck:
Frankreichs Außenminister Fabius warnte Abbas davor den Antrag auf Anerkennung als Staat dem UNO-Sicherheitsrat erneut vorzulegen. Er solle Israel nicht gegen sich aufbringen. Trotzdem würde Frankreich vermutlich den Antrag wieder unterstützen.

Donnerstag, 08.01.2014:

Saeb Erekat findet den Islamischen Staat nicht gut. Das wird aus folgendem Vergleich ersichtlich: Die Siedlungsaktivitäten müssen an die Kandare gelegt werden, genauso wie die Gräueltaten des IS in Syrien und dem Irak.

Ein Op-Ed in der offiziellen PA-Zeitung lobt den Terroristen, der in der Altstadt auf zwei Grenzpolizisten einstach; er lehre „alle arabischen Einwohner auf die Zionisten einzustechen“.

Ein israelischer IS-Kämpfer aus Nazareth hat nach sechs Wochen jetzt doch die Erlaubnis bekommen, wieder nach Israel einzureisen.

Eine Bombenattrappe sorgte für die Evakuierung der israelischen Botschaft in Montevideo (Uruguay).

Freitag, 09.01.2014:

Großzügig: Der UNO-Gesandte der PA sagte, der ICC könne die israelischen „Kriegsverbrechen“ ab sofort untersuchen, also bevor die PA offiziell dem Vertrag beigetreten ist.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.12.2014- 03.01.2015)

Sonntag, 28.12.2014:

Die Polizeikräfte von Jerusalem sollen um 400 Personen aufgestockt werden.

Die iranischen Revolutionsgarden posteten auf twitter Fotos ihrer Soldaten an der Grenze zwischen Libanon und Israel.

Die Hamas veröffentlichte ein Video, mit dem gelehrt wird, wie man israelische Polizisten mit Messern angreift.

Am Übergang Erez wurde ein Bus mit arabischen Kriegswaisen von der Hamas gestoppt; die Kinder sollten eigentlich auf einen einwöchigen Erholungstrip nach Israel fahren. Die Terroristen machen geltend, diese Reise würde ihre Ausbildung behindern und stelle eine „Normalisierung“ mit dem Feind dar.

Heckmeck:
Senator Lindsey Graham (Republikaner) sagte, die USA würden ihre Gelder für die UNO stoppen, sollte der Sicherheitsrat irgendeine einseitige Entscheidung bezüglich der Initiative der PA treffen.

Montag, 29.12.2014:

Ein PA-Minister bezeichnete die Verurteilung von Judenmord (3,5 Millionen Schekel Strafe wegen Mord an einjährigem Kleinkind und dessen Vater) als „Delegitimierung des nationalen Widerstands“ der „Palästinenser“.

Militärparade der Hamas: Ganz Palästina gehört uns, vom Fluss bis zu Meer.

Heckmeck:
Der PA-Antrag bei der UNO wird nicht vor dem neuen Jahr vorgelegt werden.

Dienstag, 30.12.2014:

Die offizielle Nachrichtenagentur der PA (WAFA) und die Fatah glorifizierten die Mörder der Synagoge in Jerusalem. Die Fatah nannte den Mordanschlag eine „Operation in einer Besatzungs-Synagoge im besetzten Jerusalem“. (Har Nof, wo die Synagoge sich befindet, liegt in dem Teil Jerusalems, der schon vor 1967 zu Israel gehörte!)

Letzte Woche vereitelten Inspektoren des Landwirtschaftsministeriums sechs Versuche Gemüse aus den PA-Gebieten nach Israel zu schmuggeln. Mengenmäßig waren das mehr als 90t Gemüse.

MK Ofir Akuni forderte, dass Israel angesichts des Antrags der PA bei der UNO seine Souveränität über Judäa und Samaria ausrufen solle.

Die PA prahlt wieder, ab 2016 würde die arabische Bevölkerung in Judäa und Samaria sowie dem Gazastreifen zahlenmäßig die der Juden (in ganz Israel und den Gebieten) übertreffen.

Heckmeck:
Jordanien sagte, über den Antrag auf einen Palästinenserstaat würde heute Abend im UNO-Sicherheitsrat abgestimmt.
Großbritannien folgte den USA und sagte, man könne den Antrag der PA nicht unterstützen.
Derweil verkündet die PA, man habe mit Hilfe Frankreichs und Luxemburgs 9 Stimmen für den Antrag sicher.

Mittwoch, 31.12.2014:

Die Hamas begrüßte die Entscheidung von Abbas dem Internationalen Strafgerichtshof beizutreten. Dem Schritt müsste der Beitritt zu weiteren internationalen Institutionen folgen.

Heckmeck:
Der UNO-Sicherheitsrat lehnte am Dienstagabend den PA-Antrag auf Anerkennung als Staat ab. Die USA mussten kein Veto einlegen (hatten sie angekündigt), weil die nötigen 9 Stimmen für die Resolution (anders als von den Terroristen behauptet) nicht zusammenkamen. Es gab 8 „Ja“-Stimmen, zwei „Nein“ (USA, Australien), 5 Enthaltungen. Saeb Erekat gab an, dass man die Resolution wieder vorlegen kann, wenn ab Dienstag 5 neue Mitglieder im Sicherheitsrat sitzen, von denen angenommen wird, dass sie den PalArabern gegenüber positiver eingestellt sind.
– Nachdem der Antrag beim Sicherheitsrat nicht durchkam, will Abbas jetzt den Beitritt zum ICC forcieren.
Die EU-Außenbeauftragte Mogherini gab zu wissen, dass die Abstimmung im Sicherheitsrat die Notwendigkeit unterstreiche, dass Israel und die PA die Gespräche wieder aufnehmen. Die internationale Gemeinschaft müsse sich auf konkrete Ergebnisse konzentrieren, um eine Endregelung zu finden. Klare Parameter für Verhandlungen zu setzen sei der Schlüssel für Erfolg. (Die Dame hat wieder nichts zu sagen, was die Terroristen veranlassen könnte ihre Haltung zu ändern…)

Donnerstag, 01.01.2015:

Die letzte Woche durch einen Brandanschlag auf sie und ihren Vater lebensgefährlich verletzte Ayala ist wach und kann mit ihrer Familie sprechen.

Nach Angaben libanesischer Medien gab es intensive Flugtätigkeit israelischer Kampfjets über dem Beeka-Tal, dem südlichen Libanon und Beirut.

Heckmeck:
Die PA verschob die Abgabe unterzeichneter Beitragsanträge an UNO-Organisationen ohne Angabe von Gründen auf Ende der Woche.

Freitag, 02.01.2015:

Die Fatah bezeichnet die USA als Feind und „Kopf der Kobra“, nachdem der Antrag im Sicherheitsrat gescheitert ist und schwört Rache.

Die PA hat offiziell den Antrag auf Mitgliedschaft beim ICC in Den Haag eingereicht, um „Gerechtigkeit für all die Opfer, die von Israel getötet wurden“ zu erreichen. (Heuchler!)

Die Fatah feierte den 50. Jahrestag ihres erste Terroranschlags gegen Israelis. Dabei gibt es Israel nicht, alles ist „palästinensisch“. Ihre Terroristen werden glorifiziert und zum weiteren „Widerstand“ (Terror) aufgerufen.

Samstag, 03.01.2015:

Frankreich hat den Grund preisgegeben, warum der Antrag der PA beim UNO-Sicherheitsrat unterstützt wurde: Die Wiederaufnahme des Friedensprozesses sollte angekurbelt werden. (Sind die wirklich so verblödet, dass sie nicht begreifen, dass diese Unterstützung genau das Gegenteil bewirkt?) Andere Quellen sagen, der französische Botschafter in Israel habe zugegeben, dass die Franzosen Schiss vor Drohungen haben.

Wegen des einseitigen Vorgehens die PA (Mitgliedschaft beim ICC beantragt, vorher der Antrag auf die Anerkennung als Staat im UNO-Sicherheitsrat; das Vorhaben Israel wegen angeblicher Kriegsverbrechen zu verklagen) hat Netanyahu angeordnet, dass die Überweisung von rund $127 Millionen an Ramallah eingefroren wird. Die PA schuldet Israel Unsummen, darunter 1,4 Milliarden Schekel ($360 Dollar) an unbezahlten Stromrechnungen.
Die PA wütet, das sei „Piraterie“.
Tzipi Livni und Avoda-Parteichef Herzog verdammen Netanyahus Anweisung; das sei Schwäche.

Neben dem zum ICC hat die PA auch den Beitritt zu Interpol beantragt.