Facebook ist ein totalitärer Haufen Scheiße

Gastbeitrag von Urs Bähr

Seit Jahren poste ich auf meiner Chronik und in einer ganzen Reihe von Gruppen die Einträge des Blogs „abseits vom mainstream“ – d.h. die Links zu den Einträgen. Diese Posts enthalten nichts weiter als den Link zu diesem Blog und noch einen Mini-Kommentar vorweg.

Am 31. Mai 2019 machte ich eine neue Erfahrung: Als ich Kommentar (dass unsere Medien uns in die Irre leiten wollen) und Link zu diesem Eintrag einkopiert hatte und die Enter-Taste drückte, erhielt ich die Meldung, der Post würde gegen die Gemeinschaftsstandards verstoßen. Dazu wurde die URL des Originalartikels angezeigt, den spotplenni übersetzt hatte.

Was bitte, hätte an diesem Post gegen die „Gemeinschaftsstandards“ verstoßen? Die Originalseite?

Es war unmöglich, den heplev-Artikel irgendwo zu posten. Immer dieselbe Meldung.

Heute war es etwas anders. Ich wollte den Eintrag mit dem Elder-Poster posten, das Abbas zeigt, kommentiert mit „(Real-) Satire). Auf meiner Chronik wurde der Post mit Drücken der Enter-Taste als „nicht öffentlichtbar, nur du kannst ihn sehen“ markiert. Vorher hatte ihn Kollege Herbie Glattbach bereits problemlos eingestellt. Die Sperre auf meiner Chronik enthielt überhaupt keinen Hinweis mehr, wieso er gegen die angeblichen Standards verstoßen könnte. Dafür funktionierte das Posten in den üblichen Gruppen völlig problemlos.

Beide Male habe ich Einspruch gegen die Sperrung eingelegt. Was bei den Fratzen so Einspruch heißt. Das Versprechen: Wir prüfen das noch einmal. Zum Vorfall vom 31.5. habe ich auch 2 Tage später noch keine Rückmeldung.

Frage: Was soll an diesem Eintrag gegen die angeblichen Gemeinschaftsstandards verstoßen? Vor allem, wenn andere das problemlos posten können und die Sperre in den verschiedensten Gruppen kein Problem ist?
Fazit: Die angeblichen Gemeinschaftsstandards sind offensichtlicher Schwachsinn, der nur vorgeschoben wird. Hier findet eine gezielte, systematische Schikane statt, die noch nicht unbedingt hundertprozentig funktioniert, aber ganz gezielt gegen bestimmte Leute eingesetzt wird. Seien es die User, die etwas posten oder Leute außerhalb von Facebook, die ausgegrenzt werden sollen.

Und das nennt sich dann Gemeinschaft. Fehlt nur noch, dass der Zuckerscheißer was von freier Meinungsäußerung von sich gibt.

Nachtrag: Inzwischen steht da, das wäre Spam. Im Support ist die Überprüfungsmeldung für den Eintrag vom 31.5. gar nicht mehr vorhanden.

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Was Facebook nicht mag

gefunden auf Facebook: Die Userin schrieb etwas über Islamisten (nicht den Islam als Ganzes). Das haben die Zuckerberger entfernt. Fragt sich nur: Auf Initiative ihres obersten Meinungsmonopolisten oder wurde die Nutzerin gemaasregelt?

Facebook.Hassreden

 

Pamela Gellers Krieg gegen den radikalen Islam und alle anderen

Pamela Geller probierte den ersten Verfassungszusatz aus und Amerika versagte

Jack Engelhard, Israel National News, 5. Mai 2015

Haben Sie heute schon einen Jihadisten umarmt? Alle anderen ja. Haben Sie Pamela Geller heute Morgen in den Müll geworfen? Willkommen im Club.

Pamela Geller hat einen Fehler gemacht. Sie hat den ersten Verfassungszusatz ausprobiert und der erste Verfassungszusatz hat verloren.

Diese Kämpferin für Israel, sie Kämpferin gegen den radikalen Islam scheint nach dem, was sie tat, keine Freunde finden zu können.

Sie versuchte zu beweisen, dass Amerika nicht Frankreich ist, wo 11 Menschen von Islamisten ermordet wurden, weil sie Mohammed-Karikaturen druckten; wir auch nicht die Niederlande sind, wo Ayaan Hirsi Alis Partner, der Regisseur Theo van Gogh, wegen seiner Dokumentation Submission (Unterwerfung) ermordet wurde, die die Misshandlung von Frauen durch Islamisten entlarvte.

Das kann in Amerika nicht passieren, nahm Frau Geller an; hier im Land of the Free, Home of the Brave. Und sie irrte sich.

Es kann hier passieren und es passierte … zum Teil.

Zusammen mit Robert Spencer organisierte Geller einen Mohammed-Karikatur-Wettbewerb in Garland (Texas); offenbar als Illustrationsmittel, dass Amerika sich nicht einschüchtern lässt. Zwei offensichtliche Jihadisten (mit möglichen Verbindungen zum ISIS) versuchten die Veranstaltung zu stürmen, wurde aber von Ortspolizei getötet.

Danach kamen die Verurteilungen. Nein, nicht der islamischen Fanatiker. Die Verurteilung Gellers.

Von allen linken Jokern und auch noch der New York Times kamen Feuersbrünste der Empörung, Geller sei „provokativ“ und „bettle um Ärger“.

Und Konservative? Auch sie trugen dick auf. Donald Trump, Bill O’Reilly, Bill Donahue von der Catholic League, Don Imus – sie alle wollen ihren Skalp.

Fox News-Moderatorin Martha MacCallum ging bei ihrem Interview heute Morgen besonders hart mit Geller ins Gericht. Es wäre besser, unterstellen sie, Geller würde still sein und den ersten Verfassungszusatz vergessen. Es wäre sicherer, schlagen sie vor, wenn wir uns unterwerfen und eine Nation der Feiglinge würden.

Imus, als anstößiger Radiomoderator und Mann, der furchtlos seine Meinung von sich gibt, war Geller gegenüber erstaunlich missbilligend und voll Angst. „Wenn man die Leute aufbringt“, sagte er, „was soll man dann anderes erwarten?“

Nun, Don, man kann einen Anflug von Unterstützung für eine Frau erwarten, die die freie Meinungsäußerung verficht.

Übrigens: Wie kann man Leute aufbringen, diese Jihadisten, die ohnehin immer unter entbrannt sind?

Robert Spencer schreibt Bestseller und betreibt die Internetseite Jihad Watch, um offenzulegen, was im Namen des Islam an Empörendem begangen wird. Ditto für Geller, die es ablehnt aufgehalten zu werden, was ihre Unterstützung für Israel und die Aufdeckung der Übergriffe des islamischen Extremismus angeht. Sie sind mutig. Sind sie die letzen der Mutigen? Lesen Sie das hier.

Es gab einmal eine Zeit, besonders bei Journalisten, als Amerikaner keine Angst hatten schnell zu sagen, was sie denken. Wir erlebten das in der PBS-Sendung über Vietnam in der letzten Woche, das zeigte, wie Reporter die Präsidenten Johnson und Nixon vehement angriffen. Vergleichen Sie das mit den Reportern von heute, die in den Händen Obamas wie Fensterkitt sind.

Es scheint so, als hätten wir uns selbst geschult gefügig, passiv, leicht eingeschüchtert und ganz und gar zu nahe daran sind Feiglinge zu sein.

Wenn freie Meinungsäußerung es nicht wert ist, dass man für sie kämpft – was werden wir als nächstes aufgeben?

Kölsche Hetze – zum ‚Anti-Islamisierungskongress‘ (2)

Samstag: Um 18.10 Uhr zeigt sich der Kommentator auf WDR2 erleichtert: Es hat kaum Übergriffe gegeben, alles ist ruhig geblieben, nur ganz wenige Festnahmen. Und durchgängig wurde der Eindruck erweckt, dass, hätte es Gewalttaten gegeben, „die Rechtsextremen“ dafür verantwortlich gewesen wären, nicht die Täter – obwohl die Linken dafür gelobt werden, dass kaum jemand festgenommen werden musste („letztes Jahr hatte es noch mehr als 800 Festnahmen“ linker Gegendemonstranten gegeben). Allgemeines Schulterklopfen also. Man feiert sich dafür, den rechte Kongress aufgewertet und den Pro-Parteien Munition geliefert zu haben, damit die sich weiter als Opfer darstellen können. Die können sich jetzt hinstellen und festhalten, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland im Allgemeinen und Köln im Besonderen nur mit massivem Polizeischutz aufrecht erhalten werden kann. Völlig zu recht können sie behaupten, dass die Undemokraten, die Intoleranten, die Gewalttätigen links zu verorten sind, denn die haben es auch diesmal wieder gezeigt, wenn auch die meisten sich angesichts des massiven Polizeiaufgebots doch lieber einigermaßen im Griff hielten. Wer da Sieg skandiert, der muss sich mindestens im Klaren sein, dass es ein Pyrrhussieg ist – denn wieder haben die angeblich so „Toleranten“ und Friedensfreunde in Köln Menschen verloren, die sich den Pro-Parteien zuwenden, weil sie keine Alternative finden. Hier gibt es eine Aufgabe für andere. Nur, dass es denen so gehen wird, wie Ralph Giordano: Er wurde nach seiner Islamkritik nur nicht als Neonazis bezeichnet, weil er Holocaust-Überlebender ist.

n-tv macht dann wieder beim Fälschen weiter: In den Nachrichten von 21.00 Uhr wird vom „Antiislam-Kongress“-Geschehen „berichtet“. Darüber hinaus wurden Bilder von Versuchen von Gegendemonstranten, gewaltsam die Polizeisperren zu durchbrechen, mit Text von friedlichem Protest überlagert.

Am Sonntag analysiert cosmo tv auf WDR-Fernsehen die Problematik der Pro-Köln-Lage. Völlig richtig Analyse: Die Leute haben Sorgen, die Sorgen werden nicht ernst genommen, die Besorgten wollen nicht in die rechte Ecke gestellt werden, aber sie haben niemanden sonst, der sich der Thematik annimmt, weil „die da oben“ über alle Köpfe hinweg entscheiden. Konsequenz? Nichts. Wir machen immer so weiter, auch der WDR. Na, herzlichen Glückwunsch!

Ansonsten gibt es kaum noch Informationen. Der Express höhnt, die Teilnahmezahlen am Anti-Islamisierungs-Kongress seien peinlich niedrig. Dafür blähen sie dort die Zahl der Gegendemonstranten auf, wie die Pro-Leute die ihren nach oben „korrigieren“.

Kölsche Hetze – zum ‚Anti-Islamisierungskongress‘ (1)

Vorab eins: Ich bin nicht für „Pro-Köln“. Ich bin aber dagegen, sich mit Parolen großmäulig hinzustellen und „Faschisten“ und „Nazis“ zu brüllen. Und ich bin dagegen, dass die Demokratie weiter so vergewaltigt wird, wie im September in Köln. Ich bin dafür vor der islamischen Eroberung Europas zu warnen. Aber ich bin dagegen, dass das Leute tun, die das Thema nur als Vehikel benutzen. Es ist grausig zu sehen, wie in Köln die Besorgnisse der Bürger nur in deren Diffamierung resultiert und einer Bewegung in die Arme getrieben werden, die zweifelhafte Vertreter dieser Bürger sind – aber offensichtlich die einzigen, die sich der Besorgnis annehmen (oder sie missbrauchen). In Köln muss sich einiges ändern. Dazu sind die Etablierten nicht bereit. Die Kölner Toleranz geht leider auch nicht einen Millimeter weiter als bis zum eigenen Tellerrand. Wer irgendwo von der offiziell verordneten Linie abweicht, wird in die Nazi-Ecke gestellt. So macht man die Rechtsextremen glaubwürdig und zur Alternative für die von der Politik Enttäuschten.

Angesichts des Polizeiaufgebots ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Szenen vom letzten Jahr wiederholen. Die Berichterstattung wird aber mit ziemlicher Sicherheit dafür sorgen, dass die Aggressoren nicht unbedingt da verortet werden, wo sie sind – oder zumindest der „Kongress“ als Ursache da stehen wird und nicht die undemokratische Einstellung und GEwaltbereitschaft der Autonomen.

Freitag:

Die Qualitätsmedien lügen die ganze Sache um:

Beim WDR wird der Anschein erweckt, als würde der Antiislamisierungskongress illegale Kundgebungen abhalten wollen, denn das „Oberverwaltungsgericht NRW hatte eine für Samstag geplante ‚Pro-Köln“-Kundgebung am Kölner Dom untersagt. (WDR Teletext S. 118 vom 8.5.09)

Ein weiterer „Kölner Sender“, RTL, „berichtet“ im Nachtjournal ähnlich – erst eine Weile später wird gesagt, dass die Kundgebung zwar am Dom untersagt, aber dafür ins rechtsrheinische Deutz verlegt wurde. Dafür fährt hier selbst der Polizeisprecher scharfe Geschütze auf und erweckt den Eindruck, dass die Gewalt nur von den Antiislamisierungs-Demonstranten ausgeht. Das zieht sich durch alle Äußerungen, selbst dort, wo eindeutig „Autonome“ die Polizei angreifen.

Einzig Vox macht darauf aufmerksam, dass die Linken die Gewalttäter sind und die Polizei angreifen und dass eine Verlegung der Demonstration statt fand, ohne vorher den Eindruck zu erwecken, die ganze Veranstaltung sei verboten.

Von den Demonstrationen im „Kölner Umland“ scheint es einzig in Leichlingen wirklich sinnvoll zugegangen zu sein: Keine gewaltbereiten Autonomen, kein Riesen-Hype – die Geschäftsleute haben einfach früher Schluss gemacht, die Innenstadt war leer, weil außen rum Schilder standen, die darauf aufmerksam machten, dass hier die nicht Gewollten ins Leere laufen sollten.

Samstag (bis mittags):

WDR2, 10 Uhr-Nachrichten – ich staune: Es wird tatsächlich gesagt, dass zu den Gegendemonstranten „gewaltbereite Autonome“ gehören, mit denen die Polizei bereits „Auseinandersetzungen hat“.

Mit Unwahrheiten agiert der WDR allerdings beim Rückblick auf die verhinderte Veranstaltung vom letzten September: Die oft gewalttätigen Aktionen gegen Leute, die zum Veranstaltungsort wollten, heißt es, die Kongressgegner hätten die Veranstaltung erfolgreich mit Sitzblockaden massiv gestört. Offensichtlich für nicht schlecht befunden wird auch, dass es in der Nähe der Pro-Kundgebung eine Gegenveranstaltung von DKP und DGB-Jugend gibt – eine etwas zweifelhafte Sache, dass die so erlaubt wird, wurde doch aus Sicherheitsgründen die „rechte“ Veranstaltung extra nicht am Dom genehmigt. So schafft man weiter Konflikt- und Gewaltpotenzial, das dann liebend gerne wieder den Pro-Parteien in die Schuhe geschoben werden wird. Die Aussage von Ralph Giordano, der von „einem faschistischen Großspektakel“ sprach, könnte sich gegen alles richten, was in Köln vor sich geht – beim WDR scheint sie ausdrücklich nur gegen die Pro-Leute gerichtet zu sein. Vielleich kann jemand herausfinden ob Giordano sich nur gegen den Kongress gewandt hat oder auch gegen die Gegendemonstrationen. Meines Wissens hat sich Giordano im September genauso gegen den Kölner Gegenterror ausgesprochen.

Der Kölner Stadt-Anzeiger (Leverkusener Ausgabe) schreibt einen kurzen Satz zu Gegendemonstranten, die gewaltsam die Polizeikette durchbrechen wollten, dann ausführlich über „Pro“-Ordner, die „vor Handgreiflichkeiten nicht zurückschreckten“, so dass die „Polizei die ‚Ordner‘ zur Ordnung rufen musste“. Von wem die „Handgreiflichkeiten“ ausgingen bzw. provoziert wurden, wird nicht gesagt. Der Leser muss davon ausgehen, dass die „Pro“-Leute die Aggressoren waren – eine andere Variante wird ausgeschlossen. Angesichts des in Leverkusen bekannten linken Aggressions-Potenzials eine Sache, die klargestellt werden müsste. Von der Schlagzeile „Trillerpfeifen, aggressive Sprüche“ wird auch nur das Pfeifen der Gegendemonstranten substanziiert.

Die Rheinische Post (online) schreibt nichts über die Kundgebungen vom Freitag. Die Auflagen bzw. Verbote gegen die „Pro“-Veranstaltung werden ausführlich geschildert. Die Gegenveranstaltung auf dem Heumarkt ebenfalls. Zum ersten Versuch vom September heißt es: Die erste Auflage des „Anti-Islamisierungskongresses“ war im September 2008 von der Polizei abgebrochen worden, weil es am Rande schwere Ausschreitungen mit linksautonomen Gegendemonstranten gegeben hatte. So verschleiert man, was wirklich passierte, da der geneigte Leser den Eindruck bekommen dürfte, die Auseinandersetzungen hätten zwischen den verhassten Teilnehmern und den linksautonomen Gegendemonstranten stattgefunden, während es ausschließlich physische Aggressionen der Linken waren.

Europas Krieg gegen die freie Meinungsäußerung

Sören Kern, Brussels Journal, 7. Februar 2009

Das Appellationsgericht in Amsterdam hat einen Strafprozess gegen das niederländische Parlamentsmitglied befohlen, weil er den Islam kritisiert. Die Entscheidung des Gerichts hebt eine frühere Entscheidung der niederländischen Staatsanwaltschaft auf, die entschieden hatte, dass es nicht genug Beweise dafür gibt Geert Wilders, den Führer der konservativen Freiheitspartei, wegen Hassverbrechen anzuklagen, nachdem er seinen knallharten Film produzierte, der sagt, der Islam werbe für Gewalt. In der schriftlichen Entscheidung sagte das Appellationsgericht: „Durch die Angriffe auf die Symbole der muslimischen Religion beleidigte Wilders außerdem muslimische Gläubige.“

Das Urteil wird die muslimischen Einwanderergruppen in Holland zufrieden stellen, die das Appellationsgericht anriefen, um das Justizministerium zu zwingen Wilders wegen der Äußerung seiner Meinung vor Gericht zu stellen. Viele andere sagen aber, das Gerichtsverfahren ist ein alarmierender Angriff auf die freie Meinungsäußerung durch politisch korrekte Aktivisten-Richter, die versuchen Kritik an der wachsenden Macht des Islam in Europa zum Schweigen zu bringen.

Wilders, der sich regelmäßig gegen die Islamisierung der Niederlande ausspricht, sagt: „Das Urteil des Gerichts ist ein Angriff auf die freie Meinungsäußerung… Die Teilnahme an der öffentlchen Debatte ist zu einer gefährlichen Aktivität geworden. Wenn man seine Meinung sagt, riskiert man eine Anklage… Wer wird für unsere Kultur einstehen, wenn ich zum Schweigen gebracht werde?“

Wilders ist natürlich nur der jüngste Fall in einer Reihe niederländischer Bürger, die mit dem promuslimischen Denken im postchristlichen Holland kollidieren. 2002 wurde der Politiker Pim Fortuyn wegen seiner Ansichten zum Islam und muslimischer Einwanderung ermordet. 2004 wurde der Filmemacher Theo van Gogh erstochen, weil der einen Film produzierte, der den Islam kritisierte. 2006 wurde die ehemalige Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali zur Flucht aus dem Land gezwungen, nachdem sie die Misshandlung von Frauen in islamischen Gesellschaften kritisierte.

Was den Fall Wilders jedoch zu einem anderen macht: Der niederländische Staat selbst gibt jetzt dem Druck muslimischer Einwanderer nach, die jegliche Meinung kriminalisieren wollen, von der gesagt werden könnte, sie beleidige den Islam oder kritisiere die muslimische Einwanderung.

Aber Holland ist nicht das einzige europäische Land, das sich im Krieg mit der Ausübung der freien Meinungsäußerung befindet. In Österreich wurde z.B. die Parlamentarierin Susanne Winter für das „Verbrechen“ verurteilt gesagt zu haben, dass „im heutigen System“ der Prophet Mohammed als „Kinderschänder“ betrachtet werden würde, wobei sie sich auf seine Heirat mit einem sechsjährigen Kind bezog. Sie wurde außerdem wegen „Hetze“ verurteilt, weil sie warnte, Österreich sehe sich eines „islamischen Einwanderungs-Tsunami“ gegenüber.

In Italien wurde die Journalistin und Autorin Oriana Fallaci vor Gericht gezerrt, weil sie schrieb, der Islam „bringt Hass statt Liebe und Sklaverei statt Freiheit“. Sie starb im September 2006, zwei Monate nach dem Beginn ihres Verfahrens. In Frankreich wurde der Romanautor Michel Houellebecq angeklagt, weil er den Islam „die dümmste Religion“ nannte. Er wurde im Oktober 2002 frei gesprochen. In der jüngeren Vergangenheit wurde die Tierrechts-Aktivistin Brigitte Bardot im Juni 2008 von einem Gericht in Paris wegen „Aufhetzung zu Rassenhass“ verurteilt, weil sie forderte, dass Muslime Tiere erst betäuben sollten, bevor sie sie schlachten.

In Großbritannien hat der Racial and Religious Hatred Act von 2006, der das neue Verbrechen der absichtlichen Aufrührung von religiösem Hass gegen Völker aus religiösen Gründen schuf, zu einem Eifer geführt, der ans Absurde grenzt. In Nottingham strich z.B. die Grundschule Greenwood ein Krippenspiel, weil es mit dem muslimischen Fest Id al-Adha kollidierte. In Scarborough entfernte das Yorkshire Coast College die Worte Weihnachten und Ostern aus seinem Kalender, um keine Muslime zu beleidigen. In Schottland entschuldigte sich das Tayside Police Department dafür einen Deutschen Schäferhund-Welpen als Werbefigur für eine Kampagne benutzt zu haben, um ihre neue Nichtnotfall-Nummer bekannt zu machen. Die Postkarten sind für die 3.000 Mitglieder starke muslimische Gemeinde möglicherweise beleidigend, weil die islamische Rechtstradition sagt, dass Hunde unrein sind.

In Glasgow wurde ein christlicher Radiomoderator nach einer Diskussion zwischen einem Muslim und einem Christen gefeuert, in der es darum ging, ob Jesus „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ ist. In Cheshire wurden zwei Schüler der Alsager High School von ihrem Lehrer bestraft, weil sie es ablehnten als Teil ihres Religionsunterrichts zu Allah zu beten. In East London wurden alle gewählten Mitgliedern des Stadtrats von Tower Hamlets angewiesen, sie sollten während des Tages in Stadtratstreffen während des muslimischen Monats Ramadan nicht essen. Es wurden auch Sonderarrangements getroffen, um die Stadtrats-Sitzungen für muslimische Gebete zu unterbrechen. Inzwischen wurden eine Weihnachtsfeier der Mitarbeiter in „Festmahl“ umbenannt.

Die Muslime sind auch nicht die einzigen, die die freie Meinungsäußerung in Europa einzuschränken versuchen. In Großbritannien z.B. sieht sich die Regierung Druck von Homosexuellen-Aktivisten gegenüber, einen Zusatz für freie Meinungsäußerung, der einem kontroversen „Schwulenhass“-Gesetz hinzugefügt wurde, zu kippen. Die Klausel zur freien Meinungsäußerung, die besagt, dass homosexuelle Praktiken zu kritisieren oder Menschen dazu zu drängen, sich vor solchem Verhalten zurückzuhalten, an sich nicht als Verbrechen angesehen; dieser Klausel wurde das neue Vergehen hinzugefügt: „Hetze zu homophobem Hass“. Jetzt will die Regierung aber diesen Schutz entfernen. Das Verbrechen der Hetze zu homophobem Hass schließt jegliche Worte oder jegliches Verhalten ein, die drohend sind oder dazu dienen sollen Hass zu schüren. Es droht eine Höchststrafe von sieben Jahren Gefängnis.

Auf europäischer Ebene diskutieren inzwischen Minister der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union den Entwurf einer EU-Direktive, der darauf abzielt das Verbot von Diskriminierung und „Belästigung“ in die Vorschriften des Guten und Dienstvollen aufzunehmen. Das neue Recht würde z.B. christliche Adoptions-Agenturen schließen, wenn sie es ablehnen gleichgeschlechtlichen Paaren Kinder zu vermitteln. Die Definition von „Belästigung“ ist derart schwammig, dass selbst moderate Erklärungen des christlichen Glaubens zu sexuellem Verhalten oder anderen Religionen als Verbrechen angesehen werden können.

Europas Krieg gegen die freie Meinungsäußerung ist das Ergebnis einer tief greifenden Identitätskrise, die von der alles einschließenden Aufgabe der traditionellen jüdisch-christlichen Werte im Zusammenspiel mit der Masseneinwanderung aus muslimischen Ländern verursacht ist. Aber in ihrem Eifer das freie Denken und die freie Meinungsäußerung zu kriminalisieren zerstören die linken Wächter der Orwellschen politischen Korrektheit systematisch die europäische Demokratie.

Nicht nur die politischen Eliten Europas nutzen die Gesetze über Hassverbrechen, um Menschen mit Meinungen zum Schweigen zu bringen, die der offiziellen Staatspolitik nicht entsprechen. Außerdem teilten sie die Europäer in zwei Gruppen (die Mehrheit und die Minderheit), jede mit unterschiedlichen Rechten und Verpflichtungen. Die Minderheit (Muslime, Homosexuelle, Sozialisten) drückt der Mehrheit (Nichtmuslimen, Heterosexuelle, Nichtsozialisten) ihren Willen auf, indem sie aggressiv diejenigen verklagen, die es ablehnen sich einzuordnen.

Den Europäern fehlt etwas wie der amerikanische erste Verfassungszusatz, was bedeutet, dass sie dafür bestraft werden können, die „falsche“ Meinung zu äußern. Doch der europäische Krieg gegen die freie Meinungsäußerung sollte den Amerikanern als Warnung vor den Risiken der Selbstgefälligkeit dienen. Denn die Obama-Administration sagt, sie solle „die Bundes-Hassverbrechen-Gesetzgebung stärken, den Schutz vor Hassverbrechen ausbauen, indem der Matthew Shepherd Act verabschiedet wird und die Verstärkung der Strafrechts-Abteilung des Justizministeriums neu beleben“. Einige Politiker haben darüber hinaus Unterstützung für die Wiedereinsetzung der Fairness Doctrine zum Ausdruck gebracht, womit praktisch die Meinungen von Dutzenden Millionen Amerikaner zensiert würde.

Vor über 200 Jahren warnte Thomas Jefferson vor dem langsamen Abdriften von der Freiheit in die Tyrannei, als er feststellte: „Es gibt Rechte, von denen es nutzlos ist sie der Regierung zu überlassen und von denen man immer wieder feststellte, dass Regierungen Eingriffe in sie vornahmen. Dies sind die Rechte unsere Gedanken zu denken und durch Reden oder Schreiben zu veröffentlichen.“

Werden die Vereinigten Staaten auf den Spuren Europas wandeln?

(crossposted bei EuropeNews)