Ein post-palästinensischer Naher Osten

Die Normalisierung der Beziehungen zu Israel durch die VAE bildet das Ende eines gefährlichen Irrglaubens

Hussein Aboubakr, Commentary Magazin, Oktober 2020

Als 14-jähriger Möchtegern-Jihadist in Kairo 2013 waren mir ägyptische Politik, Araber, Hosni Mubarak, regionale Mächte, arabische Monarchie, arabischer Republikanismus, Kapitalismus und alle anderen Themen egal, die die weltgewandten Beobachter der Nahost-Politik antreiben. Mir war nur eines wichtig, ein einziges Thema: Palästina. Alles, was ich hören musste, war das Wort „Palästina“, dann galt meine sofortige, bedingungslose Loyalität demjenigen, der redete. Wenige Worte – in Wirklichkeit nur eines – waren mit der Faszination, den Erwartungen, Emotionen, Sehnsüchten und mythischen Kräften verschmolzen wie sie der Begriff „Palästina“ in mir hervorrief. Palästina war nie nur ein umstrittenes geografisches Gebiet; es war ein Anspruch auf absolute Erfüllung der islamischen politischen Vision, einer ewigen moralischen Wahrheit, in arabischem Nationalismus säkularisiert und im Islamismus geheiligt. Palästina bedeutete el-helm el-Arabi (der arabische Traum), die tajj ‘alras (die Krone auf der Spitze [des Arabertums]) und das schlagende Herz des Islam. Palästina zu beschwören, hieß islamische Bruderschaft und arabische Ehre zu beschwören, denn es war der Speicher der Identität und Glaubensbeweis. Palästina war die Erfüllung eines Zustandes spiritueller Reinheit des muslimischen Einzelnen und des gesamten Leibes des Islam. Der arabische Wille für Palästina war ein Nietzschescher Wille zur Macht. Es war der erkenntnistheoretische Klebstoff der ungleichen Komponenten, die arabisches politisches Bewusstsein ausmachen.

Und ich war nicht allein. Für politische und religiöse arabische Gemüter des 20. Jahrhunderts war die Idee Palästina alles. Der Traum des arabischen Nationalismus, der zum Repräsentanten des Arabertums geworden war, und der Kult des Islamismus, der sich als Religion des Islam in Pose wirft, wählten beide Palästina als ihr Hauptthema. Dies weihte Palästina im Wesentlich zum psychologischen Band zwischen arabischer Identität und Islam.

In den letzten zehn Jahren hat sich jedoch viel geändert und wir treten jetzt in ein Zeitalter des post-palästinensischen Nahen Ostens ein. Und während die Region in ihre post-palästinensische Wirklichkeit zieht, wird die Welt zum Post-Islamismus weiterziehen und der Islam selbst wird einen immer kleineren Einfluss auf die internationale Politik ausüben. Denn die ideologischen Kräfte, die einst den Terror in Jerusalem, Tel Aviv, Amman, Beirut, Kairo, London, Madrid und New York verursachten, werden im Rückspiegel der Geschichte langsam immer kleiner.

Aber bevor wir ein kompletteres Bild der post-palästinensischen Realität skizzieren können, müssen wir die fantastische und einst heilige Vorstellung von Palästina untersuchen, die die tödlichen Pathologien des Nahen Ostens nährten.

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Wenn ich von einer post-palästinensischen Realität oder Politik der post-palästinensischen Ära rede, beziehe ich mich auf das Palästina, das ein konstantes, die arabische politische Phantasie beherrschendes psychologisches Phänomen war. Es gab eine beständige Präsenz durch aufeinander folgende und variierende politische Projekte. Es hat im Kern des arabischen Nationalismus gesteckt, der säkularen arabisch-revolutionären Ideologie, der Muslimbruderschaft dem salafistischen Jihadismus, dem iranischen Islamismus und türkischen regionalen Bestrebungen, um nur ein paar zu nennen.

In der arabischen politischen Vision war Palästina die Verkörperung moralischen Wahrheit. Im sich ständig verschiebenden Nahen Osten, wo jeder Tag einen neuen Staatstreich bringen kann und die Helden von gestern heute plötzlich Verräter sind, war Palästina ein Anker. Es war das Objekt der Sehnsucht für die begierigen arabischen und muslimischen Intellektuellen und für den arabischen und muslimischen Jedermann ein Mittel dazuzugehören. Der Status Palästinas ähnelt dem des Messias in der jüdischen Mystik. „Wenn Palästina befreit ist“ war eine moderne umgangssprachliche Redewendung für „wenn der Messias kommt“.

Es war in Palästina, wo die Architekten des baathistischen Arabismus, die Ingenieure des Nasserismus, die Visionäre der Muslimbruderschaft und die Pioniere des Jihadismus beschlossen sich allesamt ihre konkurrierenden Ansprüche zu bekäftigen. Für jeden war Palästina die einzige und endgültige Repräsentation der Araber und des Islam. Es war auch das, was praktischerweise ihre eigenen Ansprüche ewiger Herrschaft über arabische Völker legitimierte.

Die mythische Macht Palästinas wurde vom grotesken Volumen an Blut verstärkt, das von vielen Arabern und Muslimen dort hineingeschüttet wurde. Für die Sache eines befreiten Palästinas wählten zahllose Männer ihren eigenen Untergang, wie es in den Fatwas sogar „moderater“ islamischer Kleriker in Ägypten, Syrien, dem Irak und Saudi-Arabien gefordert wurde. Sie alle sprachen von der Zulässigkeit von Selbstmord-Bombern während der ersten und der zweiten Intifada. Islamistische Terrororganisationen in Israel wie die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden werden von Arabern und Muslimen in Jerusalem, Kairo, Damaskus, Beirut, Amman, Mekka, Bagdad, Teheran und Ankara verehrt – aber auch in Birmingham, London, Detroit, Minneapolis, New York und Südkalifornien.

Die Befreiung Palästinas spielte bei jedem arabischen Staatstreich und Gegenstaatsstreich der letzten 70 Jahre eine Rolle. Es war dieselbe Sache, die Kaffeehäuser, Busse und Restaurants in Tel Aviv und Jerusalem verwüstete. Sie bekundete sich in einer Bedrohung des Lebens von König Hussein in Amman 1970 und nahm dem ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat 1981 in Kairo das Leben. Für Palästina marschierten irakische Soldaten, viele von ihnen ungebildete Bauern, 1990 in Kuwait ein. Jahrzehnte lang hat fast jeder vierjährige Araber gewusst, dass die Straße nach Jerusalem durch Kuwait führt – oder Beirut oder Damaskus oder Bagdad. Es war diese Vision Palästinas, die die Islamische Befreiungsarmee der heiligen Orte inspirierte, die 1998 durch Nairobi und Dar-es-Salaam preschte. Es war dieses heilige Palästina, das half Al-Qaida-Terroristen (einst als die Islamische Weltfront für den Jihad gegen Juden und Kreuzritter bekannt) am 11. September 2011 in den Himmel über New York City und Washington schickte. Und es ist dasselbe Palästina, das heute die Islamischen Revolutionsgarden des Iran inspiriert.

Die zahllosen Toten, Ozeane an Blut und endloses menschliches Leiden wurden pervers in die Erzählungen von heldenhaftem Märtyrertum gewoben, um den Mythos Palästina zu stärken. Alle religiösen, intellektuellen und politischen Krankheiten des Nahen Ostens wurden rasch von religiösen und politischen Führern als für die Sache notwendig gerechtfertigt.

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Diese sehr abgekürzte Zusammenfassung von Verwüstung und fanatischer Gewalt sollte zu erklären helfen, warum Scheik Mohammed bin Zayed, Kronprinz von Abu Dhabi, einer der mutigsten und heldenhaftesten Männer ist, die über den Sand des aktuellen Nahen Ostens gehen. Im August verkündeten die Vereinten Arabischen Emirate, angeführt von Zayed, die Normalisierung der Beziehungen zu Israel. In den Augen des Islamisten verriet er den Islam und stach der gesamten islamischen Welt in den Rücken. Und für den arabischen Nationaliten verkaufte er die arabische Würde billig an den Zionismus. Aber für das Arabische Kleinkind oder das arabische Ungeborene ist er die größte Hoffnung auf Rettung und ein besseres Morgen.

Dass diese arabische Regionalmacht formell den jüdischen Staat Israel anerkennt, bedeutet den Anfang des Endes des langen arabischen Marsches in die Selbstzerstörung und Katastrophe, die die Region verheert hat. Das Versprechen von bin Zayeds Entscheidung wird in Teheran, Doha, Ankara und darüber hinaus widerhallen. Es könnte die Region durchaus vor ihren einheimischen räuberischen Mächten bewahren, die Legitimität der bestehenden arabischen Staaten sicherstellen und sogar den Islam vor dem Wahn des Islamismus retten. In Geschichtsbüchern der Zukunft werden die Jahre von 1948 bis 2020 – die den Aufstieg des arabischen Nationalismus, Islamismus, Jihadismus, globalen islamischen Terrorismus, einen theokratischen Iran und den Arabischen Frühling erlebten – als das Palästina-Zeitalter betrachtet werden. Und es sind die arabischen Mächte, die in der Lage waren das Palästina-Zeitalter zu überleben, dessen Tod sie jetzt erklären.

Den Übergang zu einem post-palästinensischen Nahen Osten zu schaffen, heißt auch die Welt in eine post-islamistische Zukunft zu führen. In einer solchen Zukunft werden der Islamismus und die theologischen Grundlagen zusammen mit der wunderlichen Sache, die die Islamisten einst so sehr verehrten, allmählich überflüssig werden. Dieser Übergang wird schmerzlich und teuer werden und er wird Zeit brauchen. Überbleibsel der Politik der Palästina-Ära werden weiterleben; die zwei größten und offensichtlichsten Exemplare sind die Kriegslüsternheit der Islamischen Republik Iran und die hegemonialen Ambitionen der Türkei.

Regionaler Terrorismus, religiöser wie anderer, wird wahrscheinlich so lange weiter gehen, wie diese beiden Länder ihren aktuellen Kurs weiter fahren. Das bedeutet, dass die Spannungen im Nahen Osten in der absehbaren Zukunft weiter zunehmen werden. Da die aufkommende post-palästinensische Ordnung im Nahen Osten Strategien für gegenseitige Sicherheit entwickelt, vermutlich über eine formelle Militärkoalition, wird sie besser in der Lage sein die Drohungen zu isolieren und einzudämmen (und möglicherweise schließlich zu beseitigen), die diese beiden Länder darstellen. Diese zukünftige Koalition könnte sogar die Grundlage einer zukünftigen regionalen Organisation zur Ersetzung der funktionsgestörten Arabischen Liga bilden, die ein Überbleibsel des vergangenen Zeitalters ist. Mit zunehmender Stärke und Kompetenz könnte die neue Koalition zunehmend die abgeschwächte amerikanische Präsenz ausgleichen, die durch eine sicherere Region entstehen würde. Das könnte die arabische Abhängigkeit von militärischer Unterstützung durch die USA reduzieren und ein neues Gleichgewicht schaffen.

Elemente des islamischen Extremismus und Terrorismus wird auch in der arabischen Gesellschaft weiterleben. Aber diese sollten allmählich reduziert werden, während Terroristen und Ideologen in der post-palästinensischen Ära ihre staatlichen Sponsoren verlieren. Und die Anziehungskraft panarabischer Politik sollte ebenfalls nachlassen, während die Idee einer einzigen und belagerten arabischen Masse nicht länger auf die regionale Wirklichkeit zutreffen wird. An ihrer Stelle werden wir wahrscheinlich auf Staaten gründenden Nationalismus erleben. Das ist nicht ohne die offensichtlichen Gefahren, aber es wird den arabischen Staaten auch erlauben offener und in der Verfolgung ihrer nationalen Interessen transparenter zu sein. Solche Offenheit könnte die arabische Politik vor dem vorherrschenden Argwohn, Verschwörungsdenken und pathologischem Misstrauen retten. Immerhin wird die offene Anerkennung eines nicht arabischen jüdischen Staates im organischen geopolitischen Gewebe der Region einen Großteil der charakteristischen Paranoia des Nahen Ostens überflüssig machen. Wenn nicht zu Beginn, dann gewiss, wenn die arabischen Staaten von ihren tieferen Beziehungen zu Israel profitieren.

Während die muslimische Öffentlichkeit sich der neuen politischen Realität anpasst, sollten wir nicht überrascht sein, wenn die Umstände sich für nichtmuslimische Minderheiten in der Region verbessern. Ethnische und religiöse Vielfalt, eine Quelle schwerer historischer Spannungen, könnte in einem positiveren Licht gesehen werden.

Was die eigentlichen Palästinenser angeht, wird ihre historische Verweigerungshaltung gegenüber Israel aufhören der Aktivposten zu sein, der er einst war. Benachbarte arabische Staaten werden nicht länger Geisel der finanziellen Bedürfnisse der Palästinenserführung sein. Während sich die neue Realität einstellt, werden die Palästinenser sich entscheiden müssen, ob sie totale Macht in einer toten Fantasiewelt haben oder etwas Macht in einem echten Frieden haben wollen. Die neue Verteilung könnte sie mit der Zeit zu echten Verhandlungen zwingen. Das wird im Gegenzug die Reihen der Palästinenserführung aufrütteln und der katastrophalen Politik des Palästina-Traums ein Ende setzen. Der palästinensische Terrorismus dürfte höchstwahrscheinlich immer noch bestehen und gemeinsames Handeln Israels und der neuen Palästinenserführung benötigen, um ihn zu niederzuhalten. Aber während Israelis und Palästinenser sich weiter von dem giftigen Traum eines maximalistischen „Palästina“ entfernen, könnte die Verbesserung der Sicherheitslage einen umgestaltenden Effekt in ihrer Beziehung haben.

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Nach dem üblichen Verlauf der Geschichte holt die politische Realität lediglich das ein, was die Gesellschaft des Nahen Ostens bereits begriffen hat. Auf der sogenannten arabischen Straße begann der Übergang zu einer post-palästinensischen Realität vor etwa zehn Jahren. Unter Arabern, die auf solche Dinge achten, ist die Feststellung bereits banal, dass Palästina nicht das drängendste Problem der Region ist. Palästina hat seine zentrale Rolle mit dem Beginn des Arabischen Frühlings und dem syrischen Bürgerkrieg verloren. Heute konzentrieren sich arabische Länder auf Fragen der Sicherheit, Stabilität und zunehmend der Bedrohung durch den Iran. Der Arabische Frühling, in dem Gemeinwesen anfingen die herrschenden totalitären Philosophien herauszufordern, kennzeichneten den Zusammenbruch und die Atomisierung der politischen Doktrin in der arabischen Welt. Die Frage von Tradition gegen Moderne ist von den Themen Menschenrechte, der Stellung der Frau in der Gesellschaft, Sektierertum und wirtschaftlicher Entwicklung ersetzt worden. Religion wird zunehmend als Komponente des soziologischen Bereichs verstanden, nicht als allumfassendes deterministisches Prinzip. Im post-palästinensischen Nahen Osten wird der Islam selbst die Gelegenheit haben sich von der Politik zu lösen und sich stärker im Bereich der Gesellschaft anzusiedeln. Eine solche Verschiebung würde ein historischer Sprung vorwärts sein und, wenn er sich festigt, als wichtigste Entwicklung in der islamischen Geschichte seit der Gründung der ersten islamisch-politischen Gemeinschaft im Arabien des siebten Jahrhunderts eingehen.

Die post-palästinensische Ära wird Gelegenheit für eine offene interne Untersuchung der arabischen und islamischen Geschichte schaffen, frei von dem ideologischen Determinismus der Politik des Palästina-Zeitalters. Auch das könnte einen Paradigmenwechsel schaffen, der das schale, aber weithin vertretene Verständnis von Tradition durch ein modernes ersetzt. Ein solcher Prozess würde eine komplettere Anerkennung der Elemente islamischer Tradition erlauben, die den Prozess so vieler Menschen in der arabischen Welt verkümmern ließ.

Wenn wir Glück haben, wird es sogar nicht länger angemessen sein von einer „arabischen Welt“ zu sprechen, da die Araber selbst erkennen werden, dass sie aus unterschiedlichen regionalen und kulturellen Gruppierungen und politischen Identitäten bestehen. Während traditionelle arabische Gesellschaften in reichen Monarchien weiter in Richtung Urbanisierung unterwegs sind, werden sie unausweichlich ihren Stammescharakter verlieren und sich politisch modernisieren. Politische Modernisierung wird ironischerweise eine größere Herausforderung für arabische Länder sein, die keine Königreiche sind. Da sie nicht so wohlhabend sind wie die Monarchien, werden sie Hilfe bei der wirtschaftlichen Entwicklung brauchen, um politische Reformen durchzuführen, wenn die Bedrohung durch den Islamismus abnimmt.

Das ist die Zukunft des post-palästinensischen Nahen Ostens, wie ich ihn sehe. Natürlich befinden wir uns mitten in seiner Geburt. Während das Baby bisher schön aussieht, ist das weitgehend wegen der Hässlichkeit so, die vorher bestand. Aber die meisten Beobachter des Nahen Ostens glaubten nie, dass sie zu ihren Lebzeiten einen Augenblick erleben würden, der so viel verspricht. Daher ist das eine Zeit realistischen Optimismus, nicht vager Träume. Tatsächlich ist das Versprechen eines post-palästinensischen Nahen Ostens in der offiziellen Abkehr von einer sehr dunklen Fantasie zu finden.

Jede Menge Eigentore von freudigen Landkarten-Reaktionen der Israelhasser auf Trumps Deal des Jahrhunderts

David Lange, 29. Januar 2020

Gestern enthüllte Präsident Trump der Welt seinen „Deal des Jahrhunderts. Ich will das nicht kommentieren, bis ich ihn durchgegangen bin, aber man fairerweise sagen, dass die Palästinenser und ihre Anhänger alles andere als glücklich und zufrieden sind (sind sie das überhaupt je?).

Auf twitter haben viele Israel-Hasser auf Präsident Trumps arabisch-sprachigen Tweet dazu, „wie der zukünftige Staat Palästina mit einer Hauptstadt in Teilen von Ostjerusalem aussehen könnte“

mit dem Posten von Landkarten von dem reagiert, was sie als das „wahre Palästina“ bezeichnen.

Für sie unglücklicherweise haben sie nur den Erfolg gehabt ihre Ignoranz zu zeigen, während sie gleichzeitig ins Knie schossen.

So wie dieser Typ (und viele andere):

Das ist eine Landkarte des UNO-Teilungsplans von 1947, den die Juden akzeptierten und den die Araber ablehnten und auf den sie mit Gewalt reagierten. Beachten Sie außerdem die Verweise auf „Judäa“ und „Samaria“ – statt der „Westbank“.

Diese Frau fand, es sei eine gute Idee diese biblische Karte zu twittern:

Vergrößert man einen anderen Teil derselben Karte, dann offenbart das, was sie nicht ist – außer sie hatte die Absicht die historische jüdische Verbindung zu dem Land zu zeigen, lange vor der Zeit , bevor Mohammed überhaupt in den Windeln lag.

Dann gibt es diesen Hasser, der eine Karte von MSNBC twitterte:

Eine Karte, für die MSNBC sich entschuldigte:

Von denen, die den jüdischen Staat ablehnen, ist das alles nicht anders zu erwarten. Nein Gefühl für Akkuratesse, Wahrheit, Geschichte … oder Anstand.

Die Davidstadt und das Problem der Teilung Jerusalems

Archäologische Funde widerlegen weiterhin palästinensische Versuche jüdische Geschichte zu leugnen. Aber ohne die jüdische Präsenz vor Ort würden all diese kostbaren Altertümer auf dem Müll landen.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 3. April 2019

Diejenigen, die weiterhin die historischen Fakten zum jüdischen Jerusalem leugnen, erhielten diese Woche weitere schlechte Nachrichten. Archäologen, die im Bereich der Davidstadt in Jerusalem arbeiten, zeigten einige ihrer neuesten Funde, darunter eine Bulle (ein kleines Siegel), die auf das sechste Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung und damit vor die Zerstörung des ersten Tempels durch die Babylonier datiert werden kann.

Dieses besondere Stück wurde im letzten Herbst in der Davidstadt gefunden, einem Gebiet direkt außerhalb der heutigen Altstadtmauern Jerusalems, das aber Stätte der biblischen Hauptstadt des Königreichs Judäa war. Das Siegel trägt eine Inschrift, die feststellt, dass es „Natan Melech, Diener des Königs, gehörte“.

Die Bedeutung des kleinen Siegels liegt in der Tatsache, dass sein Eigentümer in 2. Könige als Beamter erwähnt wird, der im Dienst König Josiahs stand, der vor rund 2.600 Jahren lebte und starb. Als solches ist es ein weiterer in der zunehmenden Liste von Belegen, die in Ausgrabungen an der Davidstadt gefunden wurden und die beweisen, dass die in der Bibel geschilderten Geschehnisse des davidischen Königtums in historischen Fakten wurzeln, nicht in religiöser Fiktion.

Das ist aus zwei Gründen wichtig.

Einer ist, dass damit Behauptungen der Palästinenser widerlegt werden, die die jüdische Geschichte und die Verbindungen des jüdischen Volks zum Land bestreiten, insbesondere zu Jerusalem.

Zweitens setzt es die fortgesetzte Kontroverse um die Ausgrabungen in der Davidstadt und das Recht der Juden, in dieses Gebiet zu ziehen, in Kontext.

Wie Bari Weiss in einem ausgewogenen Text in der Sunday New York Times am vergangenen Wochenende vermerkt, sind die Archäologen seitens der palästinensische Autonomiebehörde und örtlichen arabischen Bewohner so unwillkommen wie die Juden, die herkamen, um in diesem Teil der antiken Stadt zu leben.

Während die Bedeutung des dort gefundenen Schatzes nicht zu bestreiten ist, betrachten Israels Kritiker die Grabung als etwas eher Politisches denn Geschichte. Mit der Entwicklung des Orts in einen Geschichtspark ist die City of David Foundation als Siedlergruppe verdammt worden, die mehr die Absicht hat Israels Zugriff auf einen Teil der Stadt zu festigen, der vom Großteil der Welt nicht als Teil Israels anerkannt wird.

Wie die Altstadt und die Westbank, so besetzte Jordanien von 1948 bis 1967 illegal den Bereich der Davidstadt. Die palästinensischen Araber, die in diesem Umfeld lebten, betrachten Juden als fremde Eindringlinge, obwohl fast alles Grundeigentum in dem Bereich vor der Gründung des Staates Israel Juden gehört oder gehörte. Obwohl niemand sie aus ihren Heimen vertreibt, fühlen sie sich zunehmend von einem Zustrom an Juden in das Viertel bedroht, die heute nach Angaben der Times ein Sechstel der Bevölkerung vor Ort ausmachen. Darüber hinaus nehmen sie die Entwicklung des archäologischen Parks bitter übel und betrachten die dort gemachten Entdeckungen als Beleidigung ihrer Überzeugungen, dass Jerusalem und all seine heiligen Stätten ausschließlich den Arabern gehören.

Ihre Märchen über diesen Versuch die physischen Beweise des jüdischen Jerusalems – wie der Tempelberg selbst und die Westmauer – als entweder gefälscht oder islamischer Natur zu behandeln, sind von Palästinenserführern wie Yassir Arafat und seinem Nachfolger Mahmud Abbas, dem Leiter der palästinensischen Autonomiebehörde, bestärkt worden.

Kritiker der City of David Foundation sind gegen diese Aktivitäten, weil sie glauben, dass der Bereich Teil eines zukünftigen Palästinenserstaats sein soll. Sie sagen, dass die Entwicklung der Stätte und die Grabungen Teil eines Versuchs sind, die erneute Teilung Jerusalems zu verhindern, die es der palästinensischen Autonomie ermöglicht ihre Hauptstadt dorthin zu legen.

Viele Israelis glauben immer noch im Prinzip an die Idee einer Zweistaaten-Lösung, wenn auch nicht annähernd so viele wie in der Vergangenheit, denn es fehlt ein glaubwürdiger palästinensischer Friedenspartner. Aber die Anstrengungen die Arbeit in der Davidstadt zu delegitimieren zeigt zwei grundlegende Probleme des Konzepts auf, sobald es auf eine sensible Stelle angewendet wird. Wenn die jüdischen Rechte an einem Ort bestritten werden, an dem König David und seine Nachkommen ihr antikes Königreich regierten, dann können sie überall im Land bestritten werden. Und das zu tun, dem haben die Palästinenser sich verschrieben. Ihre Anstrengungen die Davidstadt oder auch die Westmauer als mit jüdischen Mythen verbunden zu behandeln, statt als den Beginn der jüdischen Zivilisation, ist untrennbar mit ihrer Weigerung verbunden die Legitimität eines jüdischen Staates anzuerkennen, egal, wo dessen Grenzen gezogen werden könnten.

Es kann auch nicht argumentiert werden, dass die Palästinenser bei einer Zweistaaten-Lösung das Vertrauen gegeben werden kann die heiligen Stätten als solche zu schützen.

Erst diese Woche tauchten Beweise auf, dass antike Gräber im Raum Jericho – Territorium, das von der palästinensischen Autonomie regiert wird – von lokalen Arabern geplündert werden. Das ist in den gesamten Gebieten ein gewöhnliches Vorkommnis; das uralte jüdische Erbe der Region wird von Leuten systematisch zerstört, die auf Profit aus sind oder deren Hauptziel darin besteht die in Hülle und Fülle vorhandenen Beweise für die uralten jüdischen Verbindungen zu diesem Land auszulöschen.

Tatsächlich gibt es kein besseres Beispiel für solchen Vandalismus als den Tempelberg selbst, wo die muslimische Waqf, die den Ort verwaltet, archäologische Beweise in massivem Ausmaß verwüstete. Wir kennen das Ausmaß des Schadens aufgrund der Arbeit der Freiwilligen, die den Schutt durchsieben und bei ihrer Arbeit vor Ort viele wichtige archäologische Funde entdeckt haben, die aufzeigen, dass die jüdischen Ursprünge des Berges böswillig als Müll weggeworfen wurden.

Die einzige Möglichkeit das Erbe der Davidstadt zu schützen, besteht darin sicherzustellen, dass sie und der Rest Jerusalems unter der ungeteilten israelischen Obrigkeit verbleiben, mit dem Recht der Juden ungehindert in ihrer uralten Hauptstadt zu leben. Jede andere Lösung ist kein Weg zum Frieden, sondern etwas, das die Geschichtsleugner der PA nur weiter dazu ermutigt ihren Krieg gegen die jüdische Geschichte weiterzuführen.

Die Friedensfanatiker werden weiter von den Palästinensern widerlegt

Wie Mahmud Abbas höchstselbst Führern in Bagdad sagte, „ermutigt die Administration Trump Israel dazu ein Staat zu sein, der über dem Gesetz steht“; sie sei auch „einseitig und nicht geeignet Friedensgespräche zu unterstützen“.

Ruthie Blum, JNS.org, 5. März 2019

Die Palästinenser haben sich während der letzten Woche mächtig damit beschäftigt in Wort und Tat zu demonstrieren, dass US-Präsident Donald Trumps „Deal des Jahrhunderts“ schon bei der Ankunft tot ist.

Am Sonntag ritt Omar Hilmi Al-Ghoul, der dem ehemaligen PA-Premierminister Salam Fayyad als Berater für nationale Angelegenheiten diente, in einem Op-ed in der offiziellen, von der PA kontrollierten Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida“ eine Attacke auf das Weiße Haus. Als er dabei war, beleidigte er alle Menschen mit Behinderung.

Wie Palestinian Media Watch berichtet, schrieb Al-Ghoul: „Jeder, der sich [Trumps Gesandten Greenblatt] ansieht, entdeckt, dass er äußere und innere Merkmale hat, die denen mit einem Down-Syndrom ähneln: Er ist klein, seinen Augen sehen wie die von Mongoloiden au s, er plappert zügellos und ist politisch zurückgeblieben.“

Al-Ghoul fuhr fort: „Der kranke Greenblatt ist nicht der einzige, der das Down-Syndrom hat., denn es trifft alle Komponenten der amerikanischen Regierung. Jeder, der die allgemeinen Gene der Komponenten der Regierung Trump untersucht, sieht, dass es eine politisch verkrüppelte Kreatur ist. … Der mongoloide Greenblatt kann, zusammen mit Präsident Trump, seinem Schwiegersohn Jared Kushner und dem zionistischen [US-] Botschafter [in Israel David] Friedman von dem ominösen Deal schwafeln so viel er will. Sie sollten aber sicher sein, dass ohne die Unterschrift des PLO-Vorsitzenden Mahmud Abbas kein Deal zustande kommen wird und ihre dümmlichen Schritte und Politik werden weiter zwecklos sein.“

Vier Tage zuvor, deckte PMW ebenfalls auf, postete Abbas‘ Fatah eine antisemitische Tirade auf ihrer offiziellen Facebook-Seite. Zusammen mit drei Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg verzerrte die Fatah eine Geschichte aus den Memoiren eines russischen Häftlinkgs und behauptete, dieser habe gesagt, dass Juden eifrig auf einen Nazibefehl reagierten, sie sollten Russen lebendig begraben. Nach Angaben des Fatah-Kontos hielt der deutsche Kommandeur die Juden, nachdem sie begannen die Russen in einer Grube mit Dreck zu bewerfen, davon ab die Aufgabe zu vollenden und schrie den Opfern zu: „Ich wollte euch nur wissen lassen, wer die Juden sind und warum wir sie töten!“

Und wie auf Bestellung rammten am Montag drei palästinensische Terroristen ihr Auto in einen israelischen Grenzpolizisten und einen IDF-Offizier, die aus ihrem liegen gebliebenen Jeep stiegen. Beide wurden bei dem Anschlag verletzt, einer von ihnen schwer.

Andere Soldaten vor Ort eröffneten das Feuer auf das Fahrzeug der Terroristen, töteten damit zwei von ihnen und verletzten den dritten. Später kam  heraus, dass diese Terroristen vorher Molotowcocktails auf eine nahe gelegene Autobahn geworfen hatten.

Montagmorgen lobte die Hamas die „zwei Märtyrer“; sie sagte: „Ihr Tod beweist, dass das palästinensische Volk weiter seinen Kampf gegen den Besatzer führt, bis unser Land befreit ist.“

Die Familien aller drei Täter werden heute mit einem happigen Gehalt der PA belohnt, die diese Woche verkündete, die Terroristen werden, egal, wie viel Geld Israel von den Steuereinnahmen abzieht – gemäß eines neuen Gesetzes, das darauf abzielt Abbas‘ Politik der Bezahlung pro Mord einzudämmen – ihre Gehälter ausgezahlt bekommen. Hass auf  Israel ist eines der wenigen Dinge, bei denen die Hamas im Gazastreifen und die Fatah in Ramallah völlig übereinstimmen.

Wo wir schon davon reden: Am Montagabend gingen zwei Sprengstoff tragende Ballons, die aus dem Gazastreifen nach Israel „geflogen“ wurden, zwischen zwei Häusern im Kreis Eschkol hoch. Der Vorfall ereignete sich ein paar Stunden, nachdem Israel Terrorziele im Gazastreifen als Reaktion auf die Sprengstoffballons von letzter Woche und palästinensische Krawalle beschoss; zu den Krawallen gehörte das Verbrennen von Reifen und die Zündung zahlreicher Sprengsätze entlang des Sicherheitszauns.

Derweil gab die Vereinigung Palästinensischer Wissenschaftler (P.S.A.) im Gazastreifen die neueste einer Reihe von Fatwas (islamisch-religiöse Meinungen) aus; mit dieser warnte sie vor Friedensvereinbarungen mit dem „zionistischen Gebilde“. Nach Angaben eines Berichts von Khaled Abu Toameh im Gatestone Institute entschied die P.S.A., dass „Normalisierung und Aussöhnung bedeutet den Juden Macht über das Land der Muslime zu geben, sich den Ungläubigen zu ergeben und die islamische Religion und Land zu verlieren“.

Zusätzlich legte die Fatwa der P.S.A. fest, dass jeder Frieden mit Israel „das Recht des palästinensischen  Volks auf sein Land bestreitet und das Recht der Juden darauf fälschlich anerkennt. Aussöhnung und Normalisierung mit dem zionistischen Feind wird als null und nichtig betrachtet, als ausdrückliche Verletzung der Bestimmungen der Scharia“.

Abbs beabsichtigt eindeutig diese Fatwa zu befolgen, wie er während einer Reise nach Ägypten im Januar deutlich machte:

„Ich werde mein Leben nicht als Verräter beenden“, sagte er gegenüber Reportern in Kairo. „Ich kann ‚Nein‘ sagen und ich habe ein Volk, das ‚Nein‘ sagt, an meiner Seite. … Die Türen sind für die USA geschlossen. Solange sie ihre Entscheidung gegen das palästinensische Volk nicht zurücknehmen, darf sich kein Palästinenser mit der amerikanischen Führung treffen, egal, welche Rolle er hat.“

Erst am Montag sagte Abbas bei einem Besuch im Irak den Führern in Bagdad, dass die Administration Trump „Israel dazu ermutigt ein Staat über dem Gesetz zu sein“ sowie „einseitig und nicht adäquat als Sponsor für Friedensgespräche“.

So viel zum „Deal des Jahrhunderts“, dessen Einzelheiten erst noch verraten werden müssen. So viel zu den Fantasten in Israel und im Ausland, die weiterhin irgendwelche Hoffnungen hegen.

Jüdische und palästinensische Teens greifen einmal mehr nach Verständigung

Eine Jugendgruppe bringt Nachbarn zusammen, die nichts über die Kultur des anderen wissen; sie hoffen auf Veränderung der zukünftigen Politik.

Daniel Gordis, Bloomberg, 3. Februar 2019

Was, wenn dein Nachbar nie den Ozean gesehen hat?
Foto: Raz Esther Kones

„Wenn eure Soldaten an Checkpoints auf uns schießen“, fragte ein palästinensischer Teenager eine Gruppe gleichaltriger Israelis, „machen sie das, weil sie echt Angst haben oder ist uns zu töten für sie mehr sowas wie ein Sport?“

„Schämt ihr euch nicht“, fragte später ein israelischer Teenager die Palästinenser, „Teil einer Kultur zu sein, die Terror und Mord glorifiziert?“

Israelische und palästinensische Teenager treffen sich so gut wie nie, viel weniger finden sie sich in einem Umfeld wieder, so solche Fragen nicht nur akzeptabel sind, sondern auch zu ihnen ermutigt wird. Das Programm Roots (Wurzeln), das diese Teenager zusammen brachte, ist allerdings der Einfall des palästinensischen Friedensaktivisten Ali Abu Awwad und wird heute von Alis Bruder Haled mit geleitet.

Der 47-jährige Abu Awwad ist auf vielerlei Weise ein unwahrscheinlicher Verfechter für Gewaltlosigkeit. Seine Mutter, aktiv in der PLO, wurde von Israel inhaftiert, als er 10 Jahre alt war. Später wurde ein Bruder von israelischen Soldaten getötet, unter Umständen, die immer noch umstrittener sind. Abu Awwad selbst verbrachte Zeit im Gefängnis, weil er während der ersten Intifada israelische Soldaten attackierte.

Was ihn umdrehte, sagte er mir, als wir uns in seinem Haus trafen, war jüdische Tränen zu sehen. R nahm an einem Treffen von Juden und Palästinensern teil, die im Konflikt Familienmitglieder verloren hatten; und im Verlauf des Gesprächs weinte eine jüdische Frau. Der Anblick, sgate er, schockte ihn. Vielleicht übertrieben, sagte er, dass ihm nie in den Sinn gekommen war, dass auch Juden weinen. Da, sagte er, beschloss er sein Leben einer anderen Lösung des endlosen Konflikts zu widmen.

Der Standort des Roots-Programms in der Region Etzion, direkt südlich von Jerusalem, ist gewollt und voller Spannungen. Der Gush Etzion (Hebräisch für Region Etzion) oder der „Gusch“, wie er allgemein genannt wird, war vor Israels Gründung 1948 von Juden bewohnt. Er fiel nur Tage vor Israels Unabhängigkeit an Jordanien und blieb 19 Jahre lang unter jordanischer Herrschaft. Fast genauso schnell, wie Israel ihn 1967 im Sechstage-Krieg wieder an sich riss, kehrten die Kinder und Enkel der Männer und Frauen, die beim Versuch ihn zu verteidigen starben, in den Gusch zurück und begannen zu bauen.

Heute ist der Gusch Heimat für eine Reihe jüdischer Gemeinden. Umgeben sind diese Städte herum (im internationalen Jargon „Siedlungen“) von zahlreichen arabischen Dörfern. Obwohl ihre Häuser so nahe beieinander liegen – Israelis und Palästinenser im Gusch besuchen sogar dieselben Einkaufszentren – reden die beiden Bevölkerungen fast nie miteinander und wissen praktisch nichts vom anderen. Abu Awwads Programm will das ändern.

Ein paar Dutzend Juden und Palästinenser, alles Teenager, treffen sich regelmäßig, ihre Diskussionen werden von Übersetzern möglich gemacht. Sie alle begegnen Widerstand, gar Feindseligkeit, seitens Mitgliedern ihrer eigenen Gemeinschaft, weil sie der Teilnahme zugestimmt haben. Gemeinsame brechen sie langsam Stereotype auf.

Ein jüdischer Teilnehmer, Elnatan Bazak, schrieb im August einen Facebook-Post über seine zwei Jahre Teilnahme an der Gruppe; darin erklärte er, was er zu tun gelernt hatte, war eine andere Seite zu hören ohne seine eigenen Verpflichtungen zu schwächen. „Ich entdeckte“, schrieb er, „dass es möglich ist am Jerusalem(-vereinigungs)-Tag, eingehüllt in eine israelische Flagge … zu singen und zu tanzen und dann in einem interreligiösen Gottesdienst für den Frieden der Stadt zu beten.“ Gleichermaßen, sagte er, hatte er gelernt, dass es möglich war eine gemeinsame Fahrt nach Yad Vashem, Israels nationalem Holocaust-Denkmal und –Museum, zu organisieren und dann, mit gleichem Interesse den Ort eines arabischen Dorfes zu besuchen, das 1948 zerstört wurde. Dies sind keine Gefühle, die bei vielen seiner Mitsiedler üblich – oder beliebt – sind.

Die Leiter des Programms heben rasch hervor, dass sein Einfluss über die wenigen Dutzend daran jeweils beteiligten Teenager hinaus geht: Es öffnet die Augen ihrer Familien und dann Kreisen darüber hinaus. David Palant, der Vater eines jüdischen Teilnehmers aus der Siedlung Alon Schwut, vermerkte in einem offen Brief, den er über das Programm schrieb, als sein Sohn „von einem gemeinsamen Schabbat bei Hadera zurückkam und uns erzählte, dass es Palästinenser in der Gruppe gab, die bisher nie den Ozean gesehen hatten, brach mir das das Herz“.

Palant beschrieb, was gesdchah, als er am 9. Av an einem Roots-Programm teilnahm; der 9. Av ist ein zutiefst nationaler Tag, an dem Juden der Zerstörung der zwei Tempel gedenken: Er hörte einen Vortrag eines Scheiks aus Jaffa und „war nachhaltig beeindruckt von dem, was er sagte, von Dingen, von denen er erzählte, von denen ich keine Vorstellung hatte und ich war beschämt. Wie war es möglich, dass ich in all den Jahren, in den tausenden von Stunden, die ich jüdischer und allgemeiner Bildung gewidmet hatte … nie die Zeit gefunden hatte irgendetwas über die Kultur der Menschen gelernt hatte, die direkt nebenan wohnten?“

In der hoch ideologischen und oft monolithischen Siedlergemeinschaft erfordert mit einem solchen Brief in die Öffentlichkeit zu gehen, mehr als Mut – es bedeutet die soziale Vorsicht in den Wind zu schießen. Auch wenn sie gering an Zahl sind, entscheiden sich die beteiligten palästinensischen und jüdischen Familien genau das zu tun.

Der aktuelle Wahlzyklus ist eine Erinnerung daran, warum solche Begegnungen wichtig sind. Als Yesch Atid, Israels Zentrumspartei, vor kurzem ihr Wahlprogramm online stellte, erklärte sie: „Wir suchen keine Ehe mit den Palästinensern, sondern eine Scheidung von ihnen. … Unser Ziel besteht darin einen entmilitarisierten Palästinenserstaat an der Seite eines starken und sicheren jüdischen Staats Israel zu schaffen, unter strikter Einhaltung von Sicherheitsarrangements und Operationsfreiheit der IDF. Der Siedlungsblock wird Teil Israels bleiben. Wir werden kein Rückkehrrecht für Palästinenser anerkennen und Jerusalem wird auf immer die vereinte Hauptstadt Israels bleiben.“

Für die Mehrheit der Israelis macht diese Haltung perfekt Sinn. Für die meisten Palästinenser ist sie ein Versagter. Angesichts des politischen Patts könnten es, sollten die Beziehungen der beiden Völker vorankriechen, genau durch ein solches Treffen zwischen Erwachsenen und auch Teenagern sein, weit entfernt von den grellen Schlagzeilen.

„Ich habe einen weitere Frage“, wollte eine israelische Teenagerin ihr palästinensisches Ggenüber bei einem der letzten Treffen wissen. „Gibt es irgendetwas in unserer Kultur, das ihr wirklich mögt?“

Die palästinensischen Kids waren einen Moment still und dann lachten sie. „Wir lieben eure Musik“, sagten sie. Insbesondere Eyal Goaln, einen israelischen Rockstar, der auf Hebräisch singt, aber in einem nahöstlichen, fast arabisch klingenden Stil. „Wir verstehen das Hebräische nicht, aber wir hören ihm immer zu; wir kennen die Worte auswendig.“

UNO attackiert Chance auf Frieden – wieder einmal

Dry Bones, 13. Dezember 2018:

Die Canada Free Press schreibt:

UNO, Ägypten und Jordanien könnten Trumps Friedensplan versenken

Präsident Trumps lange erwarteter Friedensplan zu Beendigung des arabisch-israelischen Konflikts – der Ende Januar 2019 öffentlich gemacht werden sollte – könnte auf unbestimmte Zeit zurückgestellt werden.

Diese Möglichkeit kam auf, nachdem die die Vollversammlung der Vereinten Nationen (GA) es verfehlte die von Amerika vorgelegt Resolution A/73/L.42 zur Verurteilung der Hamas und anderer militanter Organisation im Gazastreifen wegen willkürlicher Angriffe auf Israels Zivilbevölkerung zu verabschieden.

Der Schutz der gesamten Zivilbevölkerung vor den verheerenden Auswirkungen von Konflikt und Krieg wurde auf den Kopf gestellt, als die Resolution nicht die von den arabischen UNO-Mitgliedern geforderte Zweidrittelmehrheit erhielt; Amerika argumentierte für die einfache Mehrheit, was mit nur drei Stimmen Mehrheit verpasst wurde.

Die Resolution sollte zum ersten Mal die 1987 gegründete Hamas verurteilen – deren Charta die Vernichtung Israels fordert. Die Resolution diente als Barometer, um festzustellen, ob 134 der 193 UNO-Mitglieder … bereit sein würden den Kreislauf der mehr als 700 antiisraelischen UNGA-Resolutionen zu durchbrechen, deren Mehrheit ein Stimmenblock von 77 Staaten immer garantiert hatte. Nur 35 besaßen die moralische Integrität auszubrechen und die Resolution zu unterstützen; 32 enthielten sich und 15 stimmten nicht mit ab. (weiterlesen, auf Englisch)