Es gibt eine Alternative zur „Friedens“-Phantasie

Eine verzerrte, falsche, wunderliche Bedeutung des Wortes „Frieden“ ist fest in unserem kollektiven Bewusstsein verankert worden. Das Bemühen diese giftige und gefährliche Fantasie zu erreichen ist so irrational wie irrsinnig.

Arnon Itiel, Israel HaYom, 12. April 2022

Diese anhaltende Terrorwelle erinnert uns an vergangene Zeiten. Der Geruch von Oslo liegt in der Luft, düstere Lieder im Radio und Nachrichten-Sondersendungen im Fernsehen. Die Gesichter der jungen Israelis, schmerzlich schön, schüchtern lächelnd auf Fotos, mit denen die Titelseiten der Zeitungen gepflastert sind.

Es fühlt sich an, als ob die Verhandlungen mit den Palästinensern erst heute begannen. Wie verirrte Wanderer im Dschungel stolpern wir zwischen den Büschen und Schlangen herum, kehren etwa einmal im Jahrzehnt zur Vertrauten Lichtung zwischen den Bäumen zurück, die unser ursprünglicher Ausgangspunkt gewesen sind. Vielleicht sollten wir anhalten und nach dem „Warum“ fragen, bevor wir uns wieder auf dieselbe blutige Reise begeben.

Eine verzerrte, falsche, wunderliche Bedeutung des Wortes „Frieden“ ist fest in unserem kollektiven Bewusst sein verankert worden. Das Bemühen diese giftige und gefährliche Fantasie zu erreichen, die uns einen nach dem anderen tötet, ist so irrational wie irrsinnig.

Inmitten unserer glückseligen Einbildung kommt immer wieder mal die Wirklichkeit und klopft an, um uns eine Alternative anzubieten. Es ist wichtig diese zu untersuchen und anzufangen über eine andere Art von Frieden zu reden. Ein gebrauchter Frieden: ein verschwitzter, ängstlicher, nervöser israelischer Frieden, aber einer, dem wir trauen können. Wir können ihn den „hört auf zu träumen“-Frieden nennen.

Hier folgt das, was hier passieren wird, wenn der „hört auf zu träumen“-Frieden bei uns ausbricht. Wir werden nicht nach Ramallah fahren, um Erdbeeren zu pflücken. Nicht mal ansatzweise. Wir werden uns auch nicht an den Stränden von Gaza sonnen und jeder, der sich in den Bergen von Samaria verläuft, wird weiter erwarten von den palästinensischen Friedensaktivisten gelyncht zu werden. Die Schulen der palästinensischen Autonomiebehörde werden weiter antisemitisches Gift verbreiten und wenn jüdische Väter an den Gräbern ihrer Söhne und Töchter stehen, werden die Einwohner von Gaza Süßigkeiten verteilen. Der Islam hat sich in 1.400 Jahren nicht verändert und wird sich für uns nicht verändern. Es wird weiter Terroranschläge geben. Mit anderen W orten, wenn du älter bist, mein liebes Kind, wirst du immer noch zur Armee gehen müssen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Aber es wird eine andere Seite des „hört auf zu träumen“-Friedens geben. Ja, das Leben ist kein Picknick, aber manchmal ist es eins. Wir werden in Sicherheit leben. Es wird keine hundertprozentige Sicherheit sein, denn die gibt es nicht; aber sie wird ausreichend akzeptabel sein. Die „Sicherheitslage“ wird aus unserer Sicht weiter eine bedrohliche sein, aber es wird nicht gefährlicher sein als die „Situation auf den Straßen“. Es wird kaum einen Ort in Israel geben, in dem eine junge jüdische Frau in der Nacht nicht allein unterwegs sein kann.

Die Wirtschaft wird aufblühen. Der Durchschnittsisraeli wird gut leben. Es mag eingebildet klingen, aber er wird nach Dubai in Urlaub fahren. Der israelische Schekel wird die stärkste Währung des Planeten sein. Nationen der Erde werden neidisch auf uns sehen, wie wir Wirtschaftskrisen überwinden und weiter vorwärts marschieren. Unter den Straßen von Tel Aviv werden Tunnel für Züge gegraben.

Die Führer der Welt werden ihre israelischen Gegenüber hofieren. Studenten werden kommen, um hier zu studieren; Touristen werden zum Einkaufen herkommen. Alle werden bewundern, was wir aufbauen.

Das ist nicht einmal ein Bruchteil des Segens, den der „hört auf zu träumen“-Frieden bringen wird. Aber machen Sie sich keine Sorgen, wir werden uns nicht ändern. Wir werden immer noch unseren gemahlenen Kaffee mit Mandelmilch trinken und uns beim Himmel über den Preis von frischen Ananas beschweren.

Wenn der letzte Absatz Ihnen ein Gefühl von déjà-vu gab, dann liegen Sie richtig. Die Realität hat uns keine Alternative angeboten, sie war die Alternative. Seit zehn Jahren lebten wir in der Realität des „hört auf zu träumen“-Friedens, 10 gute Jahre, die im Juni 2021 endeten.

Statt einer giftigen Fantasie von „Frieden“ mit einem amerikanischen Akzent und dem Aroma von Zaatar sollten wir vielleicht einfach aufwachen. Dass „Frieden“ jenseits des Horizonts liegt und er immer dort bleiben wird, wir aber heute eine Alternative haben können: „Hört auf zu träumen“ – jetzt.

Das vergessene israelische Friedensangebot von 1953

Elder of Ziyon, 5. April 2022

The Mirror News (Los Angeles), veröffentlichte am 1. Juni 1953 ein Friedensangebot des israelischen Außenministers, von dem ich bisher nie gehört hatte:

Außenminister Mosche Scharett sagte gegenüber diesem Autor in einem Exklusiv-Interview, dass seine Regierung bereit ist eine Kompromissvereinbarung mit den Arabern zu treffen.

Zu einigen der  Zugeständnisse gehören kleine Korrekturen bestehender Grenzen, Finanzhilfe bei der Neuansiedlung palästinensischer Flüchtlinge in arabischen Ländern und die mögliche Schaffung einer freien Zone im Hafen von Haifa, um Jordanien zu helfen, das keinen Zugang zum Mittelmeer hat.

Israel würde im Gegenzug von den Arabern erwarten, dass sie palästinensische Flüchtlinge anzusiedeln, was sie bisher weitgehend zu tun ablehnen, Grenzvorfälle zu aus der Welt zu schaffen und die freie Nutzung des Suezkanals und des Roten Meeres für die israelische Schifffahrt zu bieten.

Scharett wiederholte das Angebot im September 1954, als er mit US News and World Report sprach.

Sehen Sie, wie unvernünftig Israel war? Angepasste Waffenstillstandslinien von 1949 und ein Hafen für Jordanien im Tausch für … echten Frieden.

Gleichbehandlung mit Juden ist palästinensischen Empfängern von US-Hilfe peinlich

Elder of Ziyon, 28. März 2022

Die Jerusalem Post berichtete am 8. März:

Ein Zuschuss von $5,5 Millionen für zwei israelisch-palästinensische Geschäftspartnerschaften für Unternehmerinnen wurde Dienstag über das Middle East  Partnership for Peace Act (MEPPA) verliehen.

Es handelt sich um einen kleinen Teil der $250 Millionen des Fünfjahres-Programms des MEPPA, um „Volk-zu-Volk“-Beziehungen durch Wirtschaftspartnerschaften aufzubauen.

Das ist alles sehr nett. Aber dieser nächste Satz sollte alle beunruhigen:

Coleman war vage, was die Einzelheiten zu den Empfängern der Unterstützung angeht; sie hielt fest, dass die Empfänger nicht möchten, dass ihre Identität bekannt wird.

Warum?  Warum sollten die Teilnehmer nicht wollen, dass ihre Identität bekannt wird?

Weil Palästinenserorganisationen dem Risiko ausgesetzte sind „Normalisierung“ mit Israel zu betreiben. Die palästinensische Autonomiebehörde selbst bedroht jede Organisation, die mit israelischen Partnern arbeitet.

Die USA wollen der Kooperation von Israel und den Palästinensern helfen. (Die EU ebenso.) Aber die Palästinenserführer sind absolut dagegen.

Die PA versucht normale Beziehungen zwischen Israelis und Palästinensern zu verhindern, in diesem Fall für Unternehmerinnen, aber auch bei Sportveranstaltungen oder landwirtschaftlichen Informationen oder sonst allem.

Sieht hier irgendjemand ein Problem?

Die USA und die EU wollen diese Programme fördern, um eine Friedenskultur zu schaffen. Die Palästinenserführung ist gegen eine Friedenskultur. Alle Versuche der USA gibt es trotz der Bemühungen der PA sie zu vereiteln.

Weil die PA fundamental keinen Frieden mit Israel will. Und es nie wollte.

Jeder weiß das. Niemand will das laut sagen.

Progressive fordern, Israel soll Eiserne Kuppel durch Sozialarbeiter ersetzen

The MidEast Beast, 15. Juni 2021

Bild: Mat Johnson aus Omaha, Nebraska, USA – IMG 3973 CC BY 2.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=83956630

Während Israels Eiserne Kuppel letzten Monat bei der Operation Hüter der Mauern tausende Raketen abschoss, die in Richtung israelischer Städte unterwegs waren, schlagen Demokraten im Kongress eine weniger gewalttätige Art vor, wie der jüdische Staat das Raketenfeuer aus dem Gazastreifen stoppen kann.

Von einer Gruppe linksextremer Demokraten eingebrachte Gesetzesvorschläge würden die US-Finanzierung für die Eiserne Kuppel beenden und durch ein neues Verteidigungssystem namens „Deeskalations-Kuppel“ ersetzen. Dieses System würde tausende bestausgebildeter Sozialarbeiter bezahlen, die in den Himmel geschickt würden, um mit den Feindraketen zu reden, damit sie nicht explodieren und Zivilisten töten.

„Jedes Mal, wenn etwas knallt – ob es nur ein Polizist ist, der auf eine Person of Color schießt, eine furzende Kuh oder eine Raketen, die eine andere Rakete sprengt – ist das ein politischer Fehlschlag“, sagte die Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio Cortez, die das Gesetz einbrachte, am Rednerpult des Repräsentantenhauses. „Warum nutzen wir Gewalt und Sprengstoff gegen diese Hummus-Raketen, bevor sie auch nur irgendjemanden verletzt haben, wenn gewaltfreie Deeskalation viel effektiver sein wird?“

Unter dem Plan von AOC würden unbewaffnete Sozialarbeiter an Raketen geschnallt und in den  Himmel geschickt, wann immer die Hamas Flugkörper in Richtung israelischer Bevölkerungszentren schießt. Der Sozialarbeiter wird dann versuchen die Situation zu entschärfen, indem er mit der Rakete über die Grundursachen spricht, die sie dazu bringt überhaupt explodieren zu wollen.

Ein Deeskalationskuppel-Pilotprogramm ist allerdings nicht plangemäß verlaufen, weil mehr als ein Dutzend Sozialarbeiter getötet wurden und alle Raketen ungerührt ihre Ziele trafen.

Die von den Medien ignorierte Geschichte: Palästinenserführer sind sogar dagegen zu Juden freundlich zu sein

Elder of Ziyon, 15. Februar 2021

Die New York Times veröffentlichte eine Wohlfühl-Geschichte über ein Programm des Bible Lands Museum in Jerusalem, in dem zehnjährige religiöse jüdische Kinder mit zehnjährigen Arabern spielen und lernen, die in Ostjerusalem leben.

Wie es bei den Mainstream-Medien oft der Fall ist, liegt die wahre Geschichte in dem, was sie beschlossen nicht zu berichten.

Zum größten Teil haben israelische Juden immer danach gedürstet Freunde ihrer arabischen Nachbarn zu sein, denen auf der anderen Straßenseite, wie denen im gesamten Nahen Osten. Solche Programme hat es in Israel viele gegeben, einige selbst erstellt und einige von der EU oder den USA finanziert – Sportprogramme, Unterstützungsgruppen, wissenschaftliche Programme.

Die Palästinenser sind immer absolut gegen diese Programme gewesen. Sie betrachten sie als die schlimmstmögliche Beleidigung: „Normalisierung“.

Im Verlauf des letzten Wochenendes gab es eine Konferenz der parlamentarischen Versammlung des Mittelmeers. Weil Israel eine Delegation entsandte, verließ die algerische Delegation die Konferenz.

Palästinensergruppen lobten die Algerier und sagten: „Sich der Normalisierung in all ihren Formen entgegenzustellen ist eine moralische, arabische und religiöse Pflicht.“ Offizielle Vertreter der Palästinenser fielen ein.

Ebenfalls am letzten Wochenende gab es ein Forum gegen Normalisierung mit Israel mit Teilnehmern aus der gesamten arabischen Welt. Dr. Mustafa Barghouti, Mitglied des PLO-Zentralrats, der als moderat gilt, sagte: „Normalisierung stellt einen Dolchstoß in den Rücken der palästinensischen Sache und des palästinensischen Volks dar.“

Die Palästinenser planen noch für diesen Monat die „erste internationale Konferenz zum Widerstand gegen die Normalisierung mit der israelischen Besatzung“.

Seit Jahren ist die Palästinenserführung gegen jegliche genau solche Friedensprogramme gewesen, wie sie von der New York Times beschrieben wurde – weil sie „Normalisierung“ sind.

Palästinensische Schulen – einschließlich der von der UNRWA betriebenen – lehnten die Teilnahme am Programm „Seeds of Peace“ (Friedenssamen) ab, einem Programm, das der heutige Präsident Biden befürwortet hat. Der Grund? Weil jedes gemeinsame israelisch-palästinensische Projekt, solange es nicht so geschaffen ist, dass es Israel letztlich vernichtet, als „Normalisierung“ betrachtet wird.

Und im Palästinensersprech wird aus Normalisierung Erniedrigung und Schande.

Hanan Aschrawis Organisation Miftah ist gegen jede Art von palästinensisch/israelischem Friedensprogramm. Dennoch wird sie von der EU finanziert.

Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, wie seht schon der Gedanke an Freundschaft zwischen Palästinensern und Juden für die meisten Palästinenser Anathema ist.

Die einzigen Menschen, die gegen Programme wie dem des Bible Lands Museum sind, sind Palästinenser und ihre Anhänger. Das ist die wahre Geschichte – und das ist eine Story, die von den Mainstream-Medien selten zur Sprache gebracht wird.

US-Progressive: Friedensdeal zwischen Israel und VAE/Bahrain/Sudan ist furchtbar für Nahost-Frieden

The Mideast Beast, 14. November 2020

Am Weißen Haus in Washington DC – Präsident Trump und die First Lady nehmen an einer Unterschriften-Zeremonie für die Abraham-Vereinbarungen teil. (Foto: Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94136660)

Es war einmal – vor dem Aufkommen von Twitter – wäre jegliche Beziehung zwischen einem arabischen Land und Israel Ursache für Feiern gewesen, doch angesichts des aktuellen Klimas im Nahen Osten ist mancher unsicher angesichts der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Bahrain und jetzt dem Sudan.

Während der historische Deal zwischen Israel, den Golfstaaten und der Republik Sudan von vielen als historische Leistung gelobt wurde, gab es manche, die sich sorgte, er würde ihre persönlichen Überzeugungen darüber schädigen, wie die Realität auszusehen hat. Meade Benjamin, eine Mitgründerin von Code Pin, sagt, die Vereinbarung zwischen Israel, den VAE und Bahrain ist für den Nahen Osten ein Schritt in die falsche Richtung und: „Wir werden im Nahen Osten niemals Frieden haben, wenn sie sie weiter Friedensvereinbarungen mit Israel schließen.“ Code Pink ist eine progressive Organisation, die andere friedliche Bewegungen in der Region wie die iranischen Revolutionsgarden, Hamas, Hisbollah und einfach jede beliebige Gruppe Männer unterstützen will, die es genießen samstags zu diesen besonderen Wochenend-Schlägen gegen Frauen und kleine Kinder zusammenzukommen.

Ebenfalls besorgt wegen der Aussichten auf eine weitere Buchhandel mit Lese-Tour ist der ehemalige Vertreter der Obama-Administration Ben Rhodes, der feststellte: „Ich kann nicht falsch liegen, die Geschichte ist das Problem.“ Der ehemalige Obama-Außenminister John Kerry, der einst sagte, Israel würde isoliert und zum Paria-Staat werden, wurde zuletzt durch seine Schlafzimmertür gehört, wie er in ein Kissen weinte und sich weigerte herauszukommen.