Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16. – 23. Juli 2017)

Sonntag, 16.07.2017:

Der UNO-Beamte Nikolaj Mladenow (Sonderbeauftragter für den Irak) war am Freitag „geschockt“ vom Anschlag in Jerusalem und forderte, dass „alle sich gegen Terror stellen und diesen verurteilen“ sollen. Ali Abuminah, Gründer von Electronic Intifada (anitisraelisches Hetzmedium), twitterte dazu: „Einmal mehr bezeichnet dieser pro-israelische UNO-Beamte einen Angriff auf die Besatzungs-Kombattanten ‚Terror‘ und schweigt dazu, dass Besatzer Zivilisten töten.“ (Merke: PalAraber, besonders auch, wenn sie im Ausland leben, können es nicht vertragen die Wahrheit zu hören.)

Der Tempelberg ist am Nachmittag wieder geöffnet worden, mit neuen Sicherheitsmaßnahmen, u.a. Metalldetektoren an den Eingängen. Die Waqf ist empört. Das sei eine Verletzung des Status quo. Ihre Vertreter fordern die Muslime auf gegn die Maßnahmen zu protestieren, indem sie nicht auf das Plateau gehen. Muslimvertreter schimpfen, die Lage würde von Israel eskaliert. (Trotzdem beteten mehrere hundert Muslime heute auf dem Tempelberg.)

Für Juden ist der Tempelberg übrigens gesperrt. Trotzdem versuchten rechtsgerichtete Juden auf den Tempelberg zu gehen.

Die PA und Jordanien fordern vehement die Entfernung der Metalldetektoren und der Kontrollen am Tempelberg.
Außerdem strahlte die PA ein Video erneut aus, in dem Mahmud Abbas fordert, dass Juden mit Gewalt am Betreten des Tempelbergs gehindert werden.

Ein junger Araber aus Um el-Fahm kritisiert arabische Knessetabgeordnete, weil die den Terroranschlag von Freitag nicht verurteilten. Er fordert ein Ende des Terrorismus.

Heckmeck:
– Frankreichs Präsident Macron drängte Netanyahu bei dessen Staatsbesuch: Die Verhandlungen mit den Palästinensern über eine Zweistaatenlösung müssen wieder aufgenommen werden. In Bezug auf die Siedlungstätigkeit meinte er, das Völkerrecht müsse „von allen respektiert werden“.
– In einem Interview mit einer saudischen Zeitung erklärte der ehemalige Verteidigungsminister Ya’alon, dass es keine Chance auf eine dauerhafte Einigung mit der PA gibt, u.a. weil Abbas ein verantwortungsloser Führer ist

Montag, 17.07.2017:

Die Metalldetektoren an den Aufgängen zum Tempelberg-Plateau werden von einigen Muslimen in Befolgung der Aufrufe der Waqf (und der PA) befolgt, aber es gibt auch jede Menge Muslime, die sich nicht davon abhalten lassen. Die PA bestreitet dies allerdings und behauptet zudem (wie auch die offizielle Nachrichtenagentur WAFA), die Metalldetektoren seien einzig aus dem Grund installiert worden um die Gläubigen zu demütigen. (Was müssen die Pilger in Mekka sich erniedrigt fühlen, weil sie Metalldetektoren passieren müssen. Und wie sehr erniedrigen die Israelis alle Menschen, die zur Kotel/„Klagemauer“ wollen, weil sie Metalldetektoren passieren müssen…)

Die Hamas und der Palästinensische Islamische Jihad drohen wegen der Einschränkungen auf dem Tempelberg mit einer „Eskalation der Intifada“.

Dienstag, 18.07.2017:

Der PA-Ministerfür Jerusalem-Angelegenheiten beschuldigt Israel den Terroranschlag von Freitag auszunutzen, um nach Wegen zu suchen unter dem Tempelberg zu graben. (Einen Grund für solche angeblichen Grabungen hat er nicht angeführt.)

Die Distrikt-Gouverneurin von Ramallah und El-Bireh ehrte einen 17-jährigenTerroristen, der 3 Molotowcocktails auf Zivilisten warf und dabei erschossen wurde.

MustafaBarghouti, Kommunist und Generalsekretär Palestinian National Initiative, behauptet Israel plane seine Hegemonie über die ganze arabische Welt auszuweiten.

Immer mehr Juden nutzen die Gelegenheit und besuchen in aller Ruhe den Tempelberg während des Boykotts der Stätte durch die Waqf-Vertreter.

Mittwoch, 19.07.2017:

Rami Hamdallah von der PA warnt Israel. Die Israelis seien für die Eskalation in Jerusalem und der Al-Aqsa-Moschee verantwortlich. Er warnte vor „massiven Konsequenzen“. Er forderte die „internationale Gemeinschaft“ auf „ihrer Verantwortung nachzukommen und den israelischen Verletzungen der Al-Aqsa-Moschee ein Ende zu setzen und unserem Volk und heiligen Stätten internationalen Schutz zu geben“.

Trotz des „Verbots“ durch die Waqf kehren die Muslime in stärkeren Anzahlen auf den Tempelberg zurück.

Ein Exposé von Palestinian Media Watch beschreibt, dass die PA die Zahlungen an die Terroristen in diesem Jahr enorm erhöht hat.

Ermittlungen des Shin Beth offenbaren, dass die Terroristen vom letzten Freitag Hilfe durch Dritte hatten, die die Waffen auf den Tempelberg schmuggelten und dort versteckten.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (9. – 15. Juli 2017)

Sonntag, 09.07.2017:

Der COGAT-Chef berichtete auf seiner arabischsprachigen Facebook-Seite, dass die Gaza Elektric Company in den letzten 18 Tagen 7 Millionen Liter Diesel kaufte. 35% davon wurden von der Hamas beschlagnahmt und im privaten Sektor verkauft. Den Gewinn von 1,37 Schekeln pro Liter hat die Terrorgruppe eingesackt.

Montag, 10.07.2017:

Die PA hat eine Liste veröffentlicht – Personen, von denen sie behaupten, dass sie „Mord und Verbrechen an Palästinensern verübt haben und finanzielle Hilfe und juristische Unterstützung durch die israelische Regierung erhalten“.

Mittwoch, 12.07.2017:

Das Verteidigungsministerium hat ein Projekt abgeschlossen, mit dem 40 Schulen, Kindergärten und öffentliche Gebäude am Gazastreifen stärker gegen Raketenbeschuss geschützt werden sollen. Weitere 28 sollen folgen.

Donnerstag, 13.07.2017:

Trumps Nahost-Gesandter Jason Greenblatt eine Vereinbarung vermittelt, durch die die PA für das Projekt des Kanals vom Roten zum Toten Meer motiviert wird: Die PA wird Wasser und Strom zu günstigeren Preisen geliefert bekommen. (Allerdings, berichtet The Jewish Press, ist das Projekt und die Vergünstigungen für die Palästinenser daraus schon seit 2015 in der Planung!)

Die Frauen in Grün für das Israels von Morgen rufen für Freitag zu Protesten gegen die Sicherheitslage im Gush Etzion auf.

Einwohner des Jerusalemer Viertels Pisgat Ze’ev beklagen praktisch tägliche, heftige Störungen der Nachtruhe durch Araber, die Feuerwerk und Schusswaffen abfeuern.

Freitag, 14.07.2017:

Am 10. Juli verübte Mohammed Jibrin einen Terroranschlag mit einem Auto und wurde von Soldaten erschossen. Der Terrorist, der laut PA-Medienberichten „grundlos“ erschossen wurde, erhielt jetzt ein „militärisches Begräbnis“.

Die Palästinensergruppen (einschließlich der Fatah) verurteilten den Tod der Terroristen und die Schließung des Tempelbergs (und der Altstadt). Die Hamas bezeichnet den Anschlag wie nicht anders zu erwarten als „natürliche Reaktion auf israelischen Terrorismus“.
Die PA-Nachrichtenagentur log, die Terroristen seien auf einem Motorrad von außerhalb der Altstadt gekommen. Es gibt Videobeweise, dass das falsch ist – womit die Muslime nicht weiter den Eindruck erwecken können, die Waqf könne nichts mit dem Terror zu tun haben (hat sie, weil sie die Lagerung von Waffen und Munition in den Moscheen gestattet).

Jordanien forderte von Israel, dass der Tempelberg sofort wieder für Muslime geöffnet wird. Israel reagierte empört: Jordanien heize die Lage weiter an. (YNet bezeichnet das als „Jordanien in Gesprächen mit Israel zur Freigabe des Tempelbergs“.)

Auf Facebook wurde das Selfie der Mörder vom Löwentor zum Hit. In weniger als einer Stunde gab es mehr als 1.200 positive Kommentare.

Samstag, 15.07.2017:

Nachtrag zum Verhalten der PA nach dem Terroranschlag am Löwentor: Mahmud Abbas bezeichnete die Schließung des Tempelbergs (um zu kontrollieren, ob es weitere Terroristen und Waffen gibt) als genauso schlimm wie die Terrormorde selbst.

Die Polizei ermittelt, ob die Mörder vom Tempelberg Hilfe von einem Waqf-Mitarbeiter hatten. Es scheint Hinweise darauf zu geben.

Der Tempelberg soll nach Angaben der Regierung ab Sonntag wieder geöffnet sein.

Die Hamas tobt: Die Schließung des Tempelbergs sei eine „nie da gewesene Aggression“ (warum war dann die von 2000 keine?) und fordert die PalAraber zu weiteren Angriffen auf israelische Polizisten auf.

Die Polizei hat 3 Waqf-Mitarbeiter festgenommen, die im Verdacht stehen vom Anschlag gewusst und den Terroristen von gestern geholfen zu haben.

Minister Ayub Kara (Likud) forderte, dass die Familien der Terroristen vom Tempelberg in den Gazastreifen ausgeschafft werden.

Zwei unbedingt notwendige Fragen zur palästinensischen Eigenstaatlichkeit

Moshe Dann, PJ Media, 28. Dezember 2010

Als die PLO 1964 gegründet wurde, hieß „Befreiung“ ganz Israel. 1974 gewährte die UNO der PLO einen nichtstaatlichen diplomatischen Status; ihre Mission war – und ist – die „Befreiung Palästinas“. Des ganzen Palästina. Das Ziel hat sich nicht geändert.

1988, als der palästinensische Nationalrat im Namen der PLO – „der einzigen Repräsentantin des palästinensischen Volkes“ – einen Staat Palästina ausrief, bezog er sich auf die (1947 verabschiedete) UNO-Resolution 181, die eine Teilung des britischen Mandats Palästina empfahl. Die Araber lehnten die Anerkennung Israels ab und tun das immer noch.

Palästinenserführer sagen, sie würden nur die Tatsache der Existenz Israels anerkennen, aber nicht sein Recht als souveräner jüdischer Staat zu existieren; sie weisen nicht nur die Idee des jüdischen Nationalismus zurück, sondern auch seine historische, ideologische und juristische Grundlage. Das wird in der Charta sowohl der PLO als auch der Hamas ausdrücklich angegeben, ebenso im „vorläufigen Grundgesetz“ der palästinensischen Autonomie, die nach Angaben der PLO „die nationalen und historischern Rechte des palästinensischen Volkes“ bekräftigt.

1993 stimmte Yassir Arafat der Anerkennung Israels als Teil der Oslo-Vereinbarungen zu, wobei angeblich die Waffenstillstandslinien von 1949 gemeint waren – zumindest vorläufig. Als die PA 1994 gegründet wurde, um die Palästinenser in Judäa und Samaria (der Westbank) und dem Gazastreifen zu repräsentieren und die Bereiche unter ihrer Kontrolle zu verwalten, war die Voraussetzung dafür, dass die Palästinenserführer Israel als legitimen Partner anerkannten. Die Zeit hat preisgegeben, dass das eine List war. Die PLO, die die Palästinenser bei der UNO und im Ausland repräsentiert, ratifizierte die Oslo-Vereinbarungen nie, ebenso wenig die Prinzipienerklärung (DOP) oder irgendeine andere Vereinbarung, die die Anerkennung Israels beinhaltete.

Die DOP war kein Friedensvertrag, sondern eine Vereinbarung auf eine endgültige Lösung des Konflikts hinzuarbeiten und die PA zu gründen. Wer hat also jetzt die Kontrolle und wer wird das in der Zukunft sein?

Verfechter der Eigenstaatlichkeit – verzückt durch neue Bauprojekte, verbesserte Lebensqualität und der Rhetorik der „Beendigung der Besatzung“ – sprechen nicht von den Verpflichtungen und Risiken, die ein unabhängiger Staat mit sich bringt. Trotz rosiger Schilderungen funktionieren die grundlegenden palästinensischen Institutionen – zu Sicherheit, Gerichtswesen, Bildung und Umwelt – nicht angemessen oder richtig. Schwach und zerbrechlich wie sie ist, könnte diese Infrastruktur leicht kollabieren, was regionale Implosion und Chaos einlädt. PA-Gerichte sind eine Farce. PA-Schulen haben versagt. die PA hat es abgelehnt mit Israel zu kooperieren, um Abwasser- und Wasseraufbereitungsanlagen zu bauen. Die PA-Wirtschaft hängt von massiver Auslandshilfe ab.

Ohne Einfälle in von der PA kontrolliertes Territorium, um Terroristen festzunehmen und Straßensperren und Checkpoints zu bauen, die mögliche Angreifer stoppen, würden die Israelis sich einem weiteren Blutbad ausgesetzt sehen.

Dieses Ignorieren der Realität führte zum Aufstieg der Hamas und ihrer Eroberung des Gazastreifens, dem Aufstieg der Hisbollah und ihrer Dominanz im Libanon und zu Drohungen seitens des Iran. Diesen Weg weiterzugehen erscheint selbstmörderisch.

Die Palästinenserführung ist nicht bereit für die Eigenstaatlichkeit, nicht bereit Frieden mit Israel zu schließen und in einander bekriegende Gruppen zersplittert. Das ist keine gesunde Grundlage für die Zukunft der Araber oder der Israelis. Palästinensische Forderungen nach Eigenstaatlichkeit sind daher nicht nur verfrüht, sie sind unausgegoren. Das wäre so, als würde man einen zu Unfällen neigenden Fahrer ans Steuer setzen und das Beste hoffen.

Die Palästinenserführer haben eine umfangreiche Geschichte der Unverantwortlichkeit, der Hetze und des Terrorismus. Geteilt zwischen der Westbank und dem Gazastreifen, durchsetzt von Korruption und Missmanagement ist die PA nicht in der Lage weise oder effektiv zu arbeiten. Es regnet weiter Raketen auf Israel, antijüdische Hetze ist üblich und Terroranschläge sind eine ständige Bedrohung. Ihnen ein Land in die Hand zu geben lädt zur Katastrophe ein.

Warum dann für etwas eintreten, das so voraussehbar katastrophal werden kann? Würde ein Palästinenserstaat Israel oder der Region mehr Sicherheit bieten? Wenn die USA russische, iranische oder nordkoreanische Raketen auf Kuba oder in Venezuela nicht zulassen (und nicht zulassen sollten), wie können sie von Israel erwarten eine weit größere Gefahr in größerer Nähe zuzulassen?

Hat ein Palästinenserstaat höhere Priorität als Israels Existenz?

Das sind die Kernthemen und kritischen Fragen. Nicht die Siedlungen. Nicht die Grenzen. Nicht die „Flüchtlinge“. Und nicht Jerusalem. Palästinensische Eigenstaatlichkeit ist keine Antwort; sie wirft vielmehr schwerwiegende Fragen auf: Ist sie das Risiko wert und wie sehen die nicht beabsichtigten Folgen aus?

Die Doppelzüngigkeit von Fayyad und Abbas: Gewaltlosigkeit predigen, aber Terroristen ehren

Itamar Marcus/Nan Jacques Zilberdik, Palestinian Media Watch, 7. April 2010

Anders als Äußerungen sowohl von PA-Premierminister Salam Fayyad als auch des Vorsitzenden Mahmud Abbas, sie würden „gewaltfreien Widerstand“ unterstützen, sprechen ihre Taten weiterhin dafür, dass sie Gewalt und Terror unterstützen. Wie PMW berichtete, haben die PA-Führer wiederholt Terroristen in deutlich veröffentlichten Handlungen der letzten Monate Terroristen geehrt.

Die jüngste Vorstellung der Unterstützung von Terror durch die PA-Führung fand letzte Woche statt, als sowohl Abbas als auch Fayyad einen der berüchtigtsten Terroristen der ersten fünf Jahre des palästinensischen Terrorkriegs (der „Intifada“) ehrten. Der Terrorist Abdallah Daud führte den palästinensischen Geheimdienst in Bethlehem und war aktiv am palästinensischen Terror gegen israelische Zivilisten beteiligt. Als Israel 2002 in dem Versuch in Bethlehem eindrang, den palästinensischen Terror auszumerzen, war Abdallah Dau einer der meist gesuchten palästinensischen Terroristen, die in die Geburtskirche stürmten. Mehrere Wochen lang kämpften Daud und seine Mitterroristen gegen Israel aus dem Inneren der Kirche heraus, wobei sie praktisch die Mönche und den religiösen Ort als ihr Schutzschild benutzten.

Israel stimmte schließlich zu, die Terroristen ohne Gerichtsverfahren gehen zu lassen; sie wurden ins Ausland und den Gazastreifen deportiert. Daud wurde nach Zypern und später nach Mauretanien geschickt, wo er letzte Woche eines natürlichen Todes starb.

Unter Ignorierung der Verbrechen und des Terrors, der zu Dauds Deportation führte, entschieden sich die PA-Führer letzte Woche den Terroristen Daud zu ehren, indem sie ihm ein „offizielles“ Begräbnis gaben. Die offizielle PA-Zeitung berichtete von der Beerdigung mit einem großen Bild auf der Titelseite.

Abbas schickte einen persönlichen Abgesandten zu der Beerdigung. Er sprach in Abbas‘ Namen:

„Wir müssen den Weg des Schahid [Märytrers] Daud weitergehen, der immer an den Kampf glaubte, in Liebe zu seiner Heimat und in der Erkenntnis nationaler Einheit.“ [Al-Quds, 28. März 2010]

Der palästinensischen Premerminister Fayyad entschied sich den Terroristen öffentlich und persönlich zu ehren, indem er einen Kondolenzbesuch im Haus der Familie absolvierte. Fayaad „zählte die Tugenden des Shahid auf“ und stellte fest, dass er „an der Ungerechtigkeit seiner Ausweisung litt“. Die Geschichte hinter der Ehrung des Terroristen wurde ebenfalls auf der Titelseite der offiziellen Tageszeitung der PA berichtet.

Weitere Beispiele der Ehrung von Terroristen durch Fayyad in der jüngsten Vergangenheit:
Am 26. Dezember 2009 machte Fayyad Kondolenzanrufe in den Häusern jedes der drei Terroristen, die den israelischen Rabbi Meir Avsahlom Hai aus einem vorbeifahrenden Auto heraus schießend ermordeten.
Am 14. Februar 2010 machte Fayyad einen Kondolenzanruf bei der Familie des Terroristen, der versuchte einen israelischen Soldaten zu erstechen.

Weitere Beispiele der Ehrung von Terroristen durch Abbas in der jüngsten Vergangenheit:
Am 27. Dezember ehrte Abbas drei Terroristen, die den israelischen Rabbi Meir Avshalom Hai aus einem vorbeifahrenden Auto heraus schießend ermordeten; er nannte sie „Shaide der palästinensischen Revolution…“
Am 29. Dezember 2009 ehrte Abbas die Terroristin Dalal Mughrabi mit einer Geburtstagsfeier.
Am 17. Januar 2010 verteidigte Abbas die Benennung eines Platzes nach der Terroristin Dalal Mughrabi.
Am 6. März 2010 beförderte Abbas den in einem israelischen Gefängnis einsitzenden Terroristen Mahmud Damra zum Generalmajor.
Am 9. März 2010 ehrte ein Vertreter Abbas‘ die Terroristin Dalal Mughrabi, indem er sie die „Brücke, über die wir den Weg in unsere Freiheit gehen“ nannte.

Es folgt der Bericht über Fayyads Kondolenzbesuch in der letzten Woche, der auf der Titelseite der offiziellen PA-Tageszeitung erschien:

Premierminister Dr. Salam Fayyad gab gestern im Flüchtlingslager Balata in Nablus seinem Beileid zum Tod des Shahid (Märtyrers) Abdallah Daud Ausdruck. Der Premierminister zählte die Tugenden des Shahid auf und sagte, sein Tod so weit entfernt von seiner Heimat und unter der Ungerechtigkeit seiner Ausweisung leidend verleihen seinem Märtyrertum ein klares nationales und menschliches Ansehen.“

[Al-Hayat Al-Jadida, 31. März 2010]

Nachfolgend der Bericht zu Abbas Erklärung, die von Mahmud al-Aloul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, auf der Beerdigung verlesen wurde:

Mahmud al-Aloul, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah, hielt im Namen von Präsident Mahmud Abbas eine Rede, während der er die Lebensgeschichte des Shahid (Märtyrers) wiedergab, der sein Leben für sein Land und für sein Volk opferte. Al-Aloul sagte, wir müssten den Weg des Shahid Daud gehen, der immer an den Kampf glaubte, in Liebe seines Heimatlandes und der Erkenntnis nationaler Einheit.“

[Al-Quds, 28. März 2010]

Die PLO erklärt ihre Positionen zu Jerusalem

Elder of Ziyon, 7. Januar 2010

Denjenigen, die naiverweise glauben,  die PA wolle von Israel „nur“, dass es sich auf die Grüne Linie zurückzieht und dann werde Frieden herrschen, erklärt die „PLO-Mission in den Vereinigten Staaten“ das anders.

Diese Internetseite soll eine moderate Fassade für das westliche Publikum sein, aber sie ist angefüllt mit Halbwahrheiten und unverhohlenen Lügen, für die man einen Monat brauchen würde, um sie auseinanderzunehmen. Hier nur das, was sie über Jerusalem sagen:

Israel hat kein juristisches Recht auf irgendeinen Teil Ostjerusalems, da Ostjerusalem Teil der 1967 besetzten palästinensischen Gebiete war. Ostjerusalem ist Teil des Territoriums, über das die indigene palästinensische Bevölkerung Souveränität ausüben wird, wenn Israel abzieht.

1967 gab es keine juristisch anerkannten „palästinensischen Territorien“ und Israels Übernahme derselben in einem Verteidigungskrieg gegen Jordanien ist juristisch keine „Besatzung“ gemäß der Definition, wie sie im Völkerrecht angeführt wird – den Haager Konventionen von 1907.

In Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und wie es in der Prinzipienerklärung zu Interims-Selbstregierungs-Arrangements erklärt wird, unterliegt ganz Jerusalem (und nicht nur Ostjerusalem) den Verhandlungen um einen Permanenzstatus.

Die PLO erklärt hier formal, dass sie über die Grüne Linie hinaus gehen und auch einen Anteil des Westteils Jerusalems beanspruchen will. Da Oslo von 1993 sagt, „Jerusalem“ werde Teil der Endstatus-Verhandlungen sein, interpretiert die PLO, dass ganz Jerusalem auf dem Tisch liegt – eine krasse Fehlinterpretation der Vereinbarung von 1993, die nur sagt, dass Jerusalem zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert werden wird, nicht dass der Westteil zur Verhandlung steht.

Jerusalem sollte eine offene Stadt sein. Innerhalb Jerusalems sollte es, ungeachtet der Lösung der Frage der Souveränität, keine physische Teilung geben, durch die die freie Zirkulation von Menschen darin verhindert würde.

Hier verfestigen sie ihren oben erhobenen Anspruch – indem sie sagen, dass sie für die Terroristen das volle Recht fordern, ungehindert jüdische Bereiche der Stadt und darüber hinaus zu betreten.

Palästina und Israel werden verpflichtet sein die Freie Ausübung von Gebet und freien Zugang zu religiösen Stätten innerhalb Jerusalems zu garantieren. Beide Staaten werden alle möglichen Maßnahmen treffen, um solche Stätten zu schützen und ihre würde zu erhalten.

Das ist ein Witz, der als Beruhigungspille für den Westen gemeint ist. Die PLO will offiziell keinen jüdischen Zugang zu jüdischen heiligen Stätten in Hebron, Nablus und Bethlehem. Der einzige Grund, dass es heute überhaupt einen solchen Zugang gibt, besteht in Israels „illegaler Besatzung“, nicht weil es seitens der PLO irgendein liberales Denken gibt. Jerusalem wäre innerhalb kurzer Zeit genauso [wie Hebron, Nablus und Bethlehem], würde die PLO den Westen von ihren „friedlichen Absichten“ überzeugen. Darüber hinaus ist die Vorstellung, die PLO würde jemals freien jüdischen Zugang zum Tempelberg erlauben, mehr als absurd.

Offiziell verhandelt Israel mit der PLO, nicht mit der PA; also ist dies keine extreme Haltung einer Splittergruppe. Das ist das, was der „moderate“ palästinensische Flügel verlangt, auf Englisch.

Man wird weiterhin verdammt lange suchen müssen, um auf Arabisch eine Landkarte „Palästinas“ zu finden, die Israel überhaupt zeigt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (2. – 8. Juli 2017)

Sonntag, 02.07.2017:

Um 4 Uhr früh wurden 4 jüdische Minderjährige im Gush Etzion aus dem Bett geholt und zur Befragung festgenommen. Sie wurden im Zusammenhang mit einem Vorfall verhört, der sich vor vielen Monaten ereignete. Nach der Befragung wurden sei auf freien Fuß gesetzt.

Die Fatah gelobt, das von der IDF abgebaute Denkmal für einen Terroristen wieder herzustellen. Die DFLP kam ihr offenbar zuvor und hat das schon gemacht.

Die Polizei hat einen vierten Verdächtigen zum Mord an der Grenzpolizistin Hadas Malka festgenommen.

Am Samstag wurden 28 illegal im Land befindliche PalAraber festgenommen. Der Van, in dem sie unterwegs waren, weckte den Verdacht von Grenzpolizisten, weil er mit Shas-Stickern (der Partei der Ultraorthodoxen) ausgerechnet am Sabbat unterwegs war.

Die Knessetabgeordenten sollen nach 18 Monaten Verbot ab nächster Woche wieder den Tempelberg wieder besuchen dürfen.

Montag, 03.07.2017:

Die PA fordert, dass der israelische Generalstaatsanwalt wegen „Ermutigung zu Terrorismus“ vor Gericht gestellt wird. Er hatte es gewagt sich positiv über Bautätigkeit in den „Siedlungen“ zu äußern.

Dienstag, 04.07.2017:

Mahmud Abbas gelobt die „Gehälter“ an die Terroristen niemals zu stoppen, „selbst wenn mich das die PA-Präsidentschaft kostet“.

Die IDF hat die Erlaubnis erhalten die Häuser der Terroristen abzureißen, die die Grenzpolizistin Hadas Malka ermordeten. Die Vorbereitungen laufen.

Mittwoch, 05.07.2017:

Die PA hat einen Verantwortlichen für die Machmpelah (Patriarchenhöhle) in Hebron, den aktuellen Bürgermeister von Hebron. Der Mann hatte vor einem Jahr auf Arabisch damit geprahlt, wie er 1980 6 Juden am Sabbat abschlachtete. Das war auf Film eingefangen worden. Er gab unter Applaus seiner Hoffnung Ausdruck, dass er weitere Juden ermorden wird.

Die Hamas verkündete auf twitter, dass sie die BDS-Bewegung unterstützt. Israels Minister für innere Sicherheit antwortete darauf, dass das offenbart, dass beide Gruppen dasselbe Ziel haben (sprich: die Vernichtung Israels).

In der Region Binyamin (in Samaria) wurden 2,5 ha Frucht tragende Weinstöcke von Arabern abgeschnitten und weiter beschädigt. Die Einwohner von Esch Kodesch beschweren sich seit Jahren, dass die Polizei nichts unternimmt.

Palästinensische und israelische Feuerwehrleute führten in Jenin eine gemeinsame Übung durch, wie Menschen aus Unfallfahrzeugen gerettet werden.

Hamasführer Ismail Haniyeh fordert eine palästinensische Einheitsregierung und offene Wahlen.

Mahmud Abbas hat bei seinem Besuch in Frankreich behauptet, er und seine Regierung seien zur Unterzeichnung einer Friedensvereinbarung bereit und würden nur auf eine Antwort aus Israel warten.

Donnerstag, 06.07.2017:

Eine der Hamas nahe stehende Zeitung veröffentlichte Daten zu den jüngsten Anschlägen auf Israelis. Demnach hat es in der ersten Jahreshälfte 2017 161 Anschläge gegeben, darunter 80 Fälle von Steinwürfen, 25 Stech-Anschläge, 9 mit Autos, 29 mit Schusswaffen und 39 mit Sprengsätzen. Zusätzlich gab es 365 Vorfälle, bei denen Molotowcocktails geworfen wurden sowie gewalttätige Auseinandersetzungen an mehr als 2.900 Stellen in Judäa und Samaria. (Dabei gab es 11 israelische Tote und 208 Verletzte, während die PalAraber 51 Tote melden, darunter 4 Frauen und sechs Minderjährige.

Terrorchef Ismail Haniyeh von der Hamas behauptet, dass ein „Gefangenenaustausch“ mit Israel unmittelbar bevor steht. Außerdem sagt er, die „Westbank“ bleibe ein Zentrum des Konflikts und „eine Adresse für Aufstand und Widerstand in all seinen Formen“. (Sprich: Der Terror geht weiter.)

Freitag, 07.07.2017:

Das PA-Fernsehen glorifizierte wieder einmal Terrormörder – diesmal die, die 1974 in Ma’alot 22 Schulkinder und 4 Erwachsene ermordeten. Nachdem vor kurzem ein Platz in Jenin nach dem Kopf der Mörder benannt und ein weiteres Denkmal aufgestellt wurde, benannte man jetzt noch eine Straße nach dem Terrorchef. Das Fernsehen pries zudem die Morde und die Mörder in einer Sendung.

PA-Araber versuchten bei Kedar eine illegale Siedlung zu bauen. Sicherheitskräfte beschlagnahmten Ausrüstung und zerstörten die bereits errichteten Gebäude. Beides war den Arabern von der EU geschenkt worden (eine eklatante Verletzung der Oslo-Vereinbarung).

Samstag, 08.07.2017:

Medien aus Israel und arabischen Staaten berichten übereinstimmend, dass Israel und die Hamas intensive Verhandlungen führen und kurz vor einer Einigung stehen, über die drei im Gazastreifen festgehaltene israelische Staatsbürger und die Leichen zweier Soldaten Israel übergeben werden sollen. Vermittler sind Russland, Ägypten und die Vereinen Nationen. Eine mögliche Einigung würde wohl so aussehen wie beim Austausch von Gilad Shalit.

Die Treibstofflieferungen Ägyptens in den Gazastreifen wurden heute um bis zur Hälfte gekürzt, weil die PA die Bankkonten einfror, mit denen die Lieferungen bezahlt wurden. Als wäre das noch nicht genug, kappte jemand die Stromleitungen, über die Strom aus Ägypten in den Gazastreifen geliefert werden.