Wessen Zweistaatenlösung ist das? Medien im Urlaub, während palästinensische Autonomiebehörde arabisch-israelischen Politiker wegen Anerkennung des jüdischen Staates angreift

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 26. Dezember 2021

Der israelisch-arabische Politiker Mansour Abbas, Parteichef der Ra’am (in der Vereinigten Arabischen Liste) und Mitglied der Regierungskoalition in Israel, tätigte neulich eine einfache Äußerung, die Israels Existenz als jüdischer Staat anerkannte, was mit dem UNO-Teilungsplan von 1947 im Einklang steht:

„Israel wurde als jüdischer Staat geboren. Und es war die Entscheidung des jüdischen Volks einen jüdischen Staat zu gründen“, stellte Abbas auf Hebräisch fest. „Die Frage lautet nicht: ‚Welche Identität hat der Staat?‘ So wurde der Staat geboren und so wird er bleiben […] Das ist die Realität. Es geht nicht um die Frage der Identität des Staates – sondern wie der Status der arabischen Bürger darin aussehen wird.“

Übersetzung [aus dem Hebräischen ins Englische]: Israellycool

Abbas‘ Äußerung schien der ablehnenden Charta seiner Partei zu widersprechen, ebenso wie frühere Kommentare und sie brachte ihm in Israel Lob ein, manche bejubelten die Rede als „historisch“. Am 23. Dezember druckte die führende israelische Zeitung Ma’ariv sogar eine Karikatur, die Theodor Herzl, einen der Gründerväter des Zionismus, zeigte, wie er den arabischen Politiker in sein Kult-Porträt von 1897 einlud: „Komm, hier ist Platz“, sieht man Herzl hier zu Abbas sagen.

Derweil zog Abbas‘ Bemerkung zur Unterstützung der Koexistenz rasch den Zorn von Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in der Westbank auf sich. In einer Erklärung verurteilte Ramallah wütend, was es als „unverantwortliche Äußerungen“ bezeichnete, die „im Einklang mit den Extremisten in Israel stehen die Palästinenser zu vertreiben und den Status der gesegneten Al-Aqsa-Moschee sowie die Geschichte des palästinensischen Volks zu schädigen“.

PA-Präsident Mahmud Abbas beschuldigte den Führer der Ra’am „die Lügen der zionistischen Bewegung“ zu wiederholen und sagte, Mansour Abbas „vertritt nur sich selbst“, wenn er davon spricht Israels Existenz als jüdischer Staat zu akzeptieren. „Sein Schicksal und das Schicksal von Leuten wie ihm wird im Mülleimer der Geschichte sein“, fügte die herrschende Fatah-Fraktion hinzu.

Die Hamas, von den USA als Terrororganisation eingestuft und die den Gazastreifen beherrscht, ging ähnlich auf Ra’am los, wobei sie „den palästinensischen nationalen Konsens“ betonte, „der die zionistischen Behauptungen zurückweist und verurteilt“.

Internationale Nachrichtenmedien widmeten den Worten von Mansour Abbas und der folgenden palästinensischen Raserei sehr wenig Aufmerksamkeit. Tatsächlich ignorierten Reporter wichtiger Publikationen die Story. Weil die internationale Gemeinschaft versucht die Gespräche im Hinblick auf die Lösung des arabisch-israelischen Konflikts über eine Zweistaatenlösung wieder in Gang zu bringen, ist diese Story aber höchst relevant.

Bloßgestellt: Die Ablehnung der Existenz Israels durch die palästinensische Autonomiebehörde

Auf Twitter drückte der ehemalige US-Nahostgesandte Dennis Ross es so aus: „Wenn die PA 2 Staaten akzeptiert, warum [Mansour] Abbas attackieren? Was er sagte ist mit 2 Staaten im Einklang.“ Scheinbar ist kein Mainstream-Journalist bereit diese zentrale Frage zu stellen, da sie die Weigerung der PA Israel Existenz als jüdischer Staat innerhalb welcher Grenzen auch immer entlarven würde.

Am 21. Dezember forderte HonestReporting CNN heraus, nachdem dort ein Beitrag veröffentlicht wurde, der PA-Präsident Abbas als aktiv beteiligt an Friedensgesprächen mit Israel dargestellt wurde, die regelmäßig nicht durch einen Fehler seinerseits fehlgeschlagen seien. Der Sender verfehlte es, die gewalttätige Verweigerungshaltung – verkörpert durch ununterbrochene Hetze gegen Israel – zu erwähnen, die Abbas‘ 17-jährige Herrschaft prägte.

Aber CNN ist da nicht allein. Immer und immer wieder haben führende Medienorgane bei Ramallahs israelfeindlicher Rhetorik weggesehen, selbst wenn palästinensische Offizielle sich nicht einmal bemühten ihre ultimativen Ziele zum jüdischen Staat zu verbergen. Früher im Jahr erschien ein offizieller Fatah-Vertreter im PA-Fernsehen und erklärte, die Palästinenser würden „[Israel] weiterhin bis zur Befreiung Palästinas mit nackter Brust entgegentreten – Palästinas vom [Mittel-] Meer bis zum Fluss [Jordan], Palästina ist arabisch und islamisch. Es wird unser bleiben.“

Vor zwei Monaten eröffnete die PA in Tunesien ein neues diplomatisches Büro, dessen Eingang eine gigantische Landkarte von „Palästina“ ziert, die Israel komplett auslöscht. Laut Palestinian Media Watch „lautet die Botschaft der Landkarte natürlich, dass Israel kein Recht hat zu existieren und dass das Ziel der PA die Souveränität über das gesamte Gebiet ist“.

Der jüdische Staat hingegen setzt seine Versuche fort Frieden mit seinen arabischen Nachbarn zu schließen, wobei auf die Bereitschaft Zugeständnisse zu machen hingewiesen wird. Jerusalem hat mit Ägypten und Jordanien Friedensabkommen geschlossen und vor kurzem unter der Schutz der Abraham-Abkommen die Beziehungen zu vier arabischen Staaten normalisiert.

Trotzdem wird Mahmud Abbas als „einer der Architekten der Zweistaatenlösung“ beschrieben (Wall Street Journal, 12. Mai 2021), während Israel beschuldigt wird „eine international gestützte Zweistaatenlösung … zunehmend unmöglich zu machen“. (Associated Press, 27. Oktober 2021)

Eine weitere von den Medien betriebene Taktik

Neben der Vertuschung der gewalttätigen Verweigerungshaltung der PA besteht eine weitere von den Medien betriebene Taktik darin, die Verantwortung für das Scheitern der Friedensgespräche von Ramallah auf Jerusalem abzulenken. Durch die Wiederholung von Standartklauseln wie „… neue Premierminister Naftali Bennett ist gegen palästinensische Unabhängigkeit“ (Associated Press, 9. Dezember 2021) schreiben die Medien die Schuld für das Fehlen sinnvoller Verhandlungen Israel zu.

Seit der Vereidigung der ideologisch vielfältigsten Regierung in der Geschichte Israels unter der Führung von Naftali Bennett und Yair Lapid am 13. Juni 2021 haben bedeutende Nachrichtendienste wie die Associated Press und Reuters Bennetts politische Gegnerschaft zur Gründung eines Palästinenserstaats mindestens 68-mal ausführlich beschrieben. Und das, obwohl Lapid vor der internationalen Gemeinschaft im Juli seine Unterstützung einer Zweistaatenlösung erklärte. Es ist wichtig festzuhalten, dass es Yair Lapid war, Parteichef der Zentrumspartei Yesch Atid, der 2023 das Amt des Premierministers übernehmen wird, der Israels aktuelle Regierung bildete.

Doch trotz der Existenz einer starken Bereitschaft auf Seiten der israelischen Regierung das Leben der palästinensischen Araber zu verbessern, wird Mahmud Abbas – im 17. Jahr einer Amtszeit, die vier Jahre hätte dauern sollen – nicht dafür zur Verantwortung gezogen, dass er zu Gewalt gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt aufstachelt und diese unterstützt.

Es ist an der Zeit, dass die Medien anerkennen, wer wirklich für die Verhinderung einer friedlichen Lösung des Konflikts verantwortlich ist.

Warum es keinen Frieden gibt

gefunden auf twitter:

Von den Palästinensern abgelehnte Friedensvorschläge:

1947: UNO-Teilungsvorschlag
1949: Vorschlag der Resolution 194 der UNO-Vollversammlung
1978: Begin/Sadat-Friedensvorschlag
1994: Rabin/Hussein-Friedensvorschlag
2000: Barak/Clinton-Friedensvorschlag
2008: Olmert/Bush-Friedensvorschlag
2014: Kerrys „Countour for Peace“
2019: Trump/Netanyahu-Einladung zum Beitritt zu den Abraham-Vereinbarungen*

Wenn die Palästinenser wirklich FRIEDEN und ihren eignen Staat wollten, hätten sie ihn inzwischen.


* In der Liste fehlt z.B. noch der Vorschlag der Peel-Kommission 1936/37

Die Palästinenser mögen ihre Christen vertrieben haben – aber sie wollen christliche Touristen (aber keine Juden)

Elder of Ziyon, 3. November 2021

Die Zahl Christen unter palästinensischer Herrschaft ist im Verlauf der Jahre dramatisch geschrumpft; das ist ein Ergebnis der Verfolgung durch Muslime und die Idee, dass sie sich anderswo wirtschaftlich besser stellen können.

Aber die palästinensische Autonomiebehörde, die dieses Jahr besonders knapp bei Kasse ist, will, dass Christen zu Besuch kommen – besonders um Weihnachten in Bethlehem.

Jetzt denken Sie über Folgendes nach: Die PA braucht dringen das Geld der Touristen. Sie kontrolliert einige jüdische Heiligtümer in Nablus, Jericho und an weiteren Stellen. Warum versuchen sie nicht jüdische Touristen zu gewinnen?

Der Grund ist offensichtlich: Sie können die Sicherheit der jüdischen Touristen nicht garantieren.

Könnten sie das, würden Juden aus Israel und dem  Ausland oft zu Besuch kommen, Souvenire kaufen und sogar in Hotels übernachten.

Wenn Juden kommen, um antike jüdische Stätten unter PA-Herrschaft zu besuchen, müssen sie in gepanzerten Bussen reisen und von der Armee geschützt werden; und sie können nur an bestimmten Tagen und zu bestimmten Tageszeiten kommen.

Würden die Palästinenser Frieden akzeptieren, würde es ihrer Wirtschaft weit besser gehen.

Sie wissen das – und sie entscheiden sich trotzdem Frieden nicht zu akzeptieren.

Warum die Hamas Israel bekämpft

Clifford May, The Washington Times, 27. Oktober 2021

2005 führten die Israelis ein mutiges Experiment durch. Die vorherrschende Weisheit behauptete, dass der palästinensisch-israelische Konflikt die Folge von Israels „Besatzung“ zweier „palästinensischer Territorien“ sei. Wenn das stimmte, sollte nicht den Palästinensern eines dieser Territorien zu geben – den Gazastreifen – den Konflikt entschärfen? Verhandlungen über das andere „besetzte Gebiet“, die Westbank, könnten folgen und zur Lösung des Konflikts führen.

Sprung in den letzten Mai, als die den Gazastreifen beherrschende Hamas einen Krieg mit Israel anfing – zum vierten Mal. Offensichtlich ist Israels Experiment fehlgeschlagen.

Genauso offensichtlich: Die Israelis können nicht aus der Westbank abziehen, bis sie Sicherheitsgarantien der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) haben, also des Gremiums, das dieses Gebiet regiert. Und wenn das heißt, dass den Juden des jüdischen Viertels der Altstadt von Jerusalem keinen Ben&Jerry’s Chunky Monkey verwehrt wird, dann ist es halt so.

Werden Sie sich von mir auf etwas tiefer eintauchen lassen? Als die Israelis – jeder Soldat jeder Bauer, jedes Grab – aus dem Gazastreifen abzogen, erwarteten sie, dass die PA die Kontrolle übernehmen würde. Aber die Hamas führte und gewann einen Bürgerkrieg gegen die PA. Seit 2007 hat PA-Präsident Mahmud Abbas es nicht gewagt einen Fuß in den Gazastreifen zu setzen.

Aus dem Gazastreifen ein Mittelmeer-Singapur zu machen hat nie auf der To-do-Liste der Hamas gestanden. Was darauf stand: Terrortunnel nach Israel graben, Brandballons schicken, um israelische Felder und Wälder abzubrennen und Raketen auf israelische Dörfer und Städte zu schießen. 2008, 2012, 2014 und erneut dieses Jahr waren die Salven heftig genug, um Kriege auszulösen.

Die Israelis versuchen die Waffenlieferungen an die Hamas zu begrenzen. Israels Feinde bezeichnen das als „Blockade“ und geben vor, das sei die Ursache – nicht das Ergebnis – des Hamas-Terrorismus. Sowohl Lebensmitte als auch Medikamente und andere nicht militärische Waren werden täglich aus Israel wie auch aus Ägypten in den Gazastreifen gebracht.

Was oft missverstanden wird: Obwohl die Israelis den Palästinensern den Gazastreifen gaben, nahmen sie ihn den Palästinensern nie weg. Das Gebiet war in osmanischem Besitz, bis deren Reich kollabierte. Es war in britischem Besitz, bis deren Empire daraus abzog. 1947 schlug die UNO die Teilung Palästinas in zwei Länder vor: einem sehr kleinen für die jüdischen Palästinenser, einem größeren für die arabischen Palästinenser (die da noch nicht darauf bestanden, dass nur sie „Palästinenser“ genannt werden können).

Die Juden stimmten zu. Die Araber nicht. 1948 begannen die Palästina umgebenden arabischen Staaten einen Krieg, um die Juden ins Meer zu treiben.

Die Juden kämpften um ihr Leben und gewannen einen unabhängigen Staat in Teilen ihres uralten Heimatlandes. Aber Ägypten eroberte den Gazastreifen. Und Jordanien eroberte Judäa und Samaria, Gebiete, die es in Westbank umbenannte und aus dem alle Juden vertrieben wurden. Kein Staat versuchte aus diesem Territorium in einen Palästinenserstaat zu machen.

1967 begannen Ägypten, Jordanien und andere arabische Staaten das, was als Sechstage-Krieg bekannt wurde. Sein Ziel war die Auslöschung Israels. Sein Scheitern ließ den Gazastreifen und die Westbank in der Hand Israels.

Wenn diese kurze und faktisch korrekte Geschichte Ihnen unbekannt ist, dann wahrscheinlich wegen der ständigen Verbreitung von Fehlinformationen und Desinformation über Israel – in den Medien, an Universitäten und durch Organisationen wie die UNO und Human Rights Watch.

Damit im Hinterkopf hat Jonathan Schanzer, mein Kollege am FDD, schnell, aber sorgfältig ein das erste Buch über den Krieg von diesem Jahr geschrieben. „Gaza Conflict 2021: Hamas, Israel and Eleven Days of War“ (Der Gaza-Konflikt 2021: Hamas, Israel und elf Tage Krieg) übernimmt die Aufgabe „diesen Krieg im Nachhinein besser zu erklären, als er damals erklärt wurde“.

Er untersucht, was die Hamas wirklich motivierte Israel in diesem kritischen Moment anzugreifen und welche Rolle die anderen Akteure spielten, insbesondere die Islamische Republik Iran, die der Hamas „die finanzielle Hilfe sowie auch Training und Waffen“ zur Verfügung stellt und den Gazastreifen als Teil ihres sich ausweitenden Imperiums betrachtet.

Er bietet historischen Kontext, der nicht mit den Narrativen konform geht, die von Antizionisten und Antisemiten verkündet werden (aber ich wiederhole mich).

Schanzer erzählt auch ein paar gute Kriegsgeschichten; die beste davon ist die, wie die IDF am 13. Mai eine Erklärung twitterte, die andeutete, dass Bodentruppen in den Gazastreifen eingedrungen seien. Westliche Reporter brachten das. Im Gegensatz dazu suchten die israelischen Medien Bestätigung.

„Die Hamas drängte ihre Sonderkräfte – von denen viele im Iran ausgebildet wurden – sich in die, so der israelische Spitzname, ‚Hama-Metro‘“, schreibt Schanzer. „Die Metro war ein Labyrinth an Tunneln, die zu graben die Hamas Jahre und hunderte Millionen Dollar gebraucht hatte. Die Terrororganisation hoffte die in den Gazastreifen einmarschierenden israelischen Truppen mit plötzlich auftauchenden und schnell wieder in den vielen Öffnungen der Metro verschwindenden Kommandokämpfern zu überraschen. Ihr Ziel bestand darin möglichst viele IDF-Soldaten zu entführen oder zu töten.“

Israelische Bodentruppen kamen nie. Stattdessen „warfen 160 Flugzeuge bei einer intensiven Operation 450 Flugkörper auf 150 Ziele im nördlichen Gazastreifen ab. Die Metro trug beträchtlichen Schaden davon und viele der Kommandotruppen wurden getötet, auch wenn über die genaue Zahl immer noch diskutiert wird. Israelische Panzer, Artillerie und Infanterie-Einheiten in der Nähe des Gazastreifens zielten auf Raketenmannschaften, die auftauchten um Israel zu beschießen.

Gibt es eine diplomatische Lösung für den Konflikt der Hamas mit Israel? Schanzer bezweifelt das. „Die Hamas existiert um Israel zu bekämpfen“, schließt er. Die Schirmherren der Hamas – neben der Islamischen Republik Qatar und die Türkei – „liefern aus genau diesem Grund Geld und Hilfen“. Er sagt voraus: „Krieg wird leider wieder kommen.“

Könnten die Israelis die Hamas eines Tages entscheidend besiegen? Möglicherweise, aber was passiert am Tag danach? Die meisten Israelis wollen die Last den Gazastreifen zu besetzen und zu regieren nicht. Genauso wenig wollen sie die Expeditionsstreitkraft der PA werden, die es seit Jahren abgelehnt hat ernsthaft mit ihnen zu verhandeln.

Schanzer kommt zu dem Schluss, dass die Israelis keine andere Wahl haben, als endlose Kriege und endlose „Kriege zwischen Kriegen“ gegen die Hamas, die Hisbollah im Libanon (die 150.000 auf Israel ausgerichtete Raketen hat) und gegen die iranischen Schirmherren beider zu führen. Ändern wird sich das, wenn der Löwe sich zum Lamm legt.

Vom Fluss bis zum Meer – das palästinensische Narrativ

Luke Hilton, The Israel Guys, 8. Oktober 2021

Geht man in ein arabisches Dorf in Judäa und Samaria, dann weiß man nie, was einen erwartet. Wird jemand, mit dem du sprichts, keine Probleme mit Juden oder Israel-Anhängern haben oder werden sie dir gegenüber Feindschaft gegen Israel und jeden, der sich auf seine Seite stellt, zeigen?

Zum Beispiel ging ich vor kurzem in einen Musikladen in einem lokalen arabischen Dorf in Samaria. Da wir offensichtlich nicht wirklich in unsere Umgebung passten, fragte uns der Eigentümer, was wir in „Palästina“ machen. Nicht sicher, ob ich korrekt gehört hatten, fragten wir: „Wollten Sie uns fragen, was wir hier in Israel tun?“ Er sagte: „Nein, Palästina, das ist Palästina.“ Mein Schwager, der dabei war, fragte ihn, ob er nur die „Westbank“ als Palästina betrachtet oder ob er etwas mehr meint. Er antwortete, dass alles vom Fluss bis zum Meer Palästina sei, nicht nur die „Westbank“ (die fälschlich so genannt wird).

Das Narrativ, das dieser Araber uns erzählte, ist von großer Bedeutung, wenn es darum geht den israelisch-palästinensischen Konflikt zu begreifen.

Wenn ein unter der palästinensischen Autonomiebehörde lebender Araber sagt, er wolle Freiheit oder er wolle, dass die israelische Besatzung endet, bezieht er sich nicht auf die Gründung eines Palästinenserstaats, der in Frieden neben einem jüdischen Staat bestehen würde. Er ist von klein auf dazu gehirngewaschen worden die Lüge zu glauben, dass die arabischen Palästinenser nur in Freiheit leben können, sobald jeder Jude in Israel ins Meer getrieben worden ist.

Aus diesem Grund ist es für eine westliche Macht unmöglich in den Nahen Osten zu kommen und zu versuchen zwischen Israel und den Palästinensern einen Fantasie-Frieden zu schaffen. Jeder Friedensplan, der jemals vorgelegt wurde, beginnt mit der Idee, dass zwei Volksgruppen, die in ihren Idealen und Überzeugungen Welten auseinander liegen, einfach an den Tisch kommen können, territoriale Zugeständnisse machen und dann glücklich mit ihrem voraussichtlichen Stück Grundbesitz davonziehen. Diese westliche Mentalität wird einfach nicht funktionieren.

In den vergangenen Monaten hat es zahlreiche Weltführer gegeben, die erklärt haben, dass die Vorstellung eines Palästinenserstaats nicht realisierbar ist. Während Präsident Joe Biden immer noch an die Zweistaatenlösung glaubt, sagte er vor kurzem in einer Rede vor den Vereinten Nationen, dass wir noch einen langen Weg zu diesem Ziel vor uns haben. Anders als frühere Präsidenten hat seine Administration noch keinen Hinweis darauf gegeben, dass sie an einem Friedensvertrag für dieses turbulente Stück Land im Nahen Osten arbeitet. Man scheint eine Zweistaatenlösung aufgegeben zu haben (jedenfalls vorläufig).

Dankenswerterweise scheint der israelische Premierminister Naftali Bennett fest gegen die Vorstellung eines Palästinenserstaates zu stehen. In dieser Sache sagte er vor kurzem: „Es wäre ein furchtbarer Fehler … Ich werde das nicht machen.“ Obwohl viele ihre Zweifel bezüglich Bennetts politischen Veränderungen seit Regierungsbildung haben, können wir ihn zumindest auf sein Wort festnageln, wenn es um die Idee eines Palästinenserstaats geht.

Warum sollte ein Palästinenserstaat schädlich für Israel wie auch die Araber sein, die in Judäa und Samaria leben? Wir berichteten über dieses Thema in einem munteren Video, das wir gestern auf The Israel Guys YouTube-Kanal posteten, das hier anzusehen ich empfehle.

Hassen alle Palästinenser Israel und wollen die Juden ins Meer getrieben sehen? Die Antwort lautet nein, aber leider sind diese in der Minderheit.

Nach Veröffentlichung des Videos, trauten wir uns nach Nablus (dem biblischem Sichem; sehen Sie sich das Video hier an), sprach uns ein in Nablus lebender palästinensischer Araber an. Er identifiziert sich als pro-israelisch – eine mutige Haltung – und eine, die von sehr wenigen anderen in diesen Kreisen geteilt wird. Er und die wenigen anderen wie er haben den Mut gehabt, hinter die Propaganda und die Gehirnwäsche zu sehen, die die palästinensische Autonomiebehörde ständig auskotzt und die Realität des Lebens in Israels Kernland erkennen.

Als wir in Nablus waren, stellten wir noch etwas anderes Interessantes fest. Viele Menschen hatten eine Antwort, wenn die Kamera ausgeschaltet ist und eine andere, wenn die Kamera an war. Viele waren auch wegen der Kamera an sich skeptisch. Einige unserer besten Gespräche mit arabischen Palästinensern hatten wir leider ohne Kameras. Mehr und mehr Araber erkennen, dass ihre eigene Regierung, die palästinensische Autonomiebehörde, das eigentliche Problem ist, wenn es um ihren Lebensunterhalt und ihre Wirtschaft geht.

Die palästinensischen Araber werden von klein auf gelehrt Israel zu hassen. Sie werden gelehrt, dass sie unterdrückt sind. Die Araber, die dieses Narrativ ablehnen und Israel in positivem Licht sehen, lehnen den Druck der internationalen Gemeinschaft ab, mit dem die Palästinenser als das unterdrückte Opfer betrachtet werden. Die erste Veränderung, die die palästinensischen Araber vornehmen müssen, ist jedoch aufzuhören sich selbst als Opfer zu betrachten. Sie müssen aufhören die Lüge zu glauben, dass Israel der Unterdrücker ist.

Die Verantwortung ist eine dreifache. Erstens sollten die palästinensischen Araber aufwachen, aufhören sich als das Opfer und Israel als den Unterdrücker zu sehen und ihre korrupte Regierung aussortieren. Zweitens muss die internationale Gemeinschaft aufhören die Lüge und Einseitigkeit zu propagieren, die sie seit so vielen Jahren über Israel und die Palästinenser verbreitet. Drittens haben mutige Einzelne eine Verantwortung aufzuhören die Lügen zu glauben, den Lärm abzustellen und nach der Wahrheit zu suchen.

Das ist der Grund dafür, dass es uns hier bei The Israel Guys gibt. An den Fronten Israels stehend waren wir es müde den internationalen Medien zuzusehen, wie sie die Leute überfahren und sie tagtäglich beeinflussen.

Unser Auftrag ist es, die Fake News-Nachrichten zu zerpflücken und die Wahrheit und authentische Geschichten zu Israel zu erzählen.

Was ist mit Ihnen? Sind Sie bereit die Wahrheit herauszufinden?

Eine Selbsttäuschung namens „Vereinbarung“

Israel wiederholt bei der Hamas im Gazastreifen denselben Fehler, den es mit der Fatah und der PLO unter Yassir Arafat machte, mit ähnlichen Resultaten.

Doron Matza, Israel HaYom, 7. Oktober 2021

Der Tod des Grenzpolizisten Barel Hadaria Schmueli, nachdem er von Schüssen schwer verletzt wurde, die ein Mitglied der Hamas an der Grenze zum Gazastreifen abgegeben wurden, ist nicht nur ein Spiegel eines taktischen Fehlers der IDF, sondern einer pervertierten Strategie. Israel sehnt sich, wie die USA in Sachen Iran, danach die Dinge mit der Hamas hinzubiegen. Und wie bei den Amerikanern ist auch das ein Wunsch, der eine fehlgeleitete Lesart der Hamas unter Gaza-Führer Yahya Sinwar verbirgt, die das israelische Versagen widerspiegelt Yassir Arafats Fatah oder PLO zu begreifen.

1991 übernahm Israel die Sichtweise, um eine „politische Vereinbarung“ zu erzielen. Die Annahme, die sich als unzutreffend erwies, lautete, einen Konsens des “Territorium für Frieden“ zu übernehmen, würde die palästinensische Kriegslust komplett erodieren.

Der Zusammenbruch des „Oslo-Prozesses“ infolge der zweiten Intifada, die ausbrach, nachdem Arafat Israels großzügiges Angebot eines dauerhaften Friedensabkommens ablehnte und Gewalt gegen Israel unterstützte, illustriert, dass die palästinensische Nationalbewegung den Konflikt nie in den klassischen Begriffen einer politischen Vereinbarung betrachtete, die über einen Kompromiss bei Territorium erreicht wird, sondern vielmehr als langfristigen Kampf, der schlussendlich den Zionismus besiegt.

Fast 30 Jahre nach dem Zerfall des Friedensprozesses besteht Israel immer noch darauf, genau denselben Fehler zu machen, jetzt mit der islamischen Widerstandbewegung im Gazastreifen – der Hamas. Diesmal wird die Sichtweise auf eine politische Vereinbarung von der Aussicht auf eine langfristige Wirtschafts-„Vereinbarung“ ersetzt, die auf der Anpassung der Idee von Sicherheit im Austausch für Territorium in einem Sicherheitskonzept im Tausch für Wirtschaft und der teilweisen Lockerung der „Blockade“ des Gazastreifens basiert.

In den letzten Jahren ist diese Sichtweise zur Grundlage von Israels Politik gegenüber dem Gazastreifen geworden. Sie fügt sich in Israels Abneigung im Gazastreifen militärisch einzugreifen. Israel klammert sich so stark daran, dass es dazu tendiert hat den fortgesetzten Terrorismus der Hamas blind als „Schurken“-Taten zu betrachten, die nicht die offizielle Linie der Organisation repräsentieren, die Geburtswehen, die damit einhergehen, dass die Bewegung mit einer langfristigen „Vereinbarung“ (Hudna oder Waffenruhe) auf Linie kommt, zu der angeblich eine Bereitschaft gehört sich Terrorakten komplett zu enthalten.

Selbst die jüngste Runde der Feindseligkeiten mit der Hamas im Mai schaffte es nicht irgendetwas an Israels Sichtweise zu ändern. Im Gegenteil. Sie verankerte die Annahme, dass nach den Kämpfen jetzt die Zeit für eine langfristige Vereinbarung sei. Es gab kein Verständnis dafür, dass die Hamas, wie Arafats PLO, die im Namen des ewigen Prinzips des Konflikts, nie bereit war diesen zu beenden und Gewalt mit Dialog mischte, ihre eigene Strategie in Begriffen von Realität betrachtet, die Verhandlungen mit Terrorismus kombiniert. Das ist die Strategie des „beides“ (eine Vereinbarung plus Widerstand), die den Iran kennzeichnet (der Gespräche mit den USA, aber auch Atomwaffen will) und es ist das Gegenteil der israelischen Strategie, die auf einem „Entweder – oder“-Konfliktmodel oder einer Abmachung basiert.

Die Lektion, die die Geschichte uns lehren kann, liegt nicht nur in der Tatsache, dass es keinen wirklichen Unterschied zwischen der säkularen PLO-Fatah und der islamistischen Hamas gibt, sondern auch die Einsicht, dass Israel dazu tendiert den Fehler zu wiederholen westliches Denken auf seine Gegner zu projizieren, ganz zu schwiegen von der Tatsache, dass politisches Opfer zu sein keine Sache des Schicksals ist.

Haben wir erst einmal die Illusion einer langfristigen politischen Vereinbarung oder Regelung hinter uns gelassen, dann wird es möglich sein aus der Idee einer Wirtschaftsvereinbarung aufzuwachen oder zumindest die Tat zu erkennen, dass eine solche Vereinbarung nicht notwendigerweise eine Realität der Ruhe an der Sicherheitsfront garantiert.