Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21. April 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 15.04.2018:

Die IDF berichtete, dass sie erneut einen Terrortunnel der Hamas entdeckt und zerstört hat. Er führte in den Kreis Sha’ar HaNegev.

Die Hamas ist enttäuscht wegen des starken Rückgangs der Teilnehmer an den „Marsch der Rückkehr“-Protesten am letzten Freitag. Dabei wurden ein Araber getötet und 200 verletzt.

Montag, 16.04.2018:

Ein PA-arabischer Jugendlicher aus Beit-El wurde vor einigen Tagen erwischt, wie er Molotowcocktail und Steine auf Soldaten werfen wollte.

Ein israelischer Araber wurde festgenommen, weil er plante auf die neue US-Botschaft in Jerusalem einen Bombenanschlag zu verüben.

An der Eyal-Kreuzung wurden am Sonntag 2 Araber entdeckt, die ein Problem hatten: Sie wurden von Bienen angegriffen – deren Stöcke sie vorher gestohlen hatten. (Schon dumm, wenn man Bienenstöcke stiehlt ohne zu wissen, dass man Schutzkleidung haben sollte.)

Ein Einwohner von Petach Tikva wurde angeklagt, weil er äußerte er träume davon arabische Babys zu köpfen.

Dienstag, 17.04.2018:

Der PA-Vertreter in Washington betonte noch einmal, ohne Jerusalem wird kein Friedensplan von Trump anerkannt.

Vor dem Unabhängigkeitstag protestierten in einigen israelisch-arabischen Orten Araber und verbrannten israelische Flaggen.

Die IDF hat ihre Truppen auf dem Golan verstärkt, weil mit möglichen Angriffen des Iran gerechnet werden muss. Aufgrund der Spannungen hat Israel auch die Teilnahme an der Luftwaffenübung „Red Flag“ im Mai abgesagt.

Hamas-Chef Ismail Haniyeh sagte, seine Organisation sei bereit Verhandlungen mit Israel über einen Gefangenenaustausch zu beginnen, die von einer dritten Seite vermittelt werden.

Mittwoch, 18.04.2018:

Der „Oberste Rat“ des Rückkehrmarschs hat eine Zeltstadt 50m näher an den Grenzzaun verlegt. Das sei „eine Fortführung des nationalen Programms des Marsches der Rückkehr und brechen der Belagerung“, hieß es.

Angebot der EU an die Hamas: Stellt die nächsten 5 Jahre den „bewaffneten Kampf“ gegen Israel ein und wir bezahlen die Gehälter des öffentlichen Dienstes und besorgen alle humanitären Angelegenheiten im Gazastreifen – ohne den Umweg über die PA.

Advertisements

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14. April 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 08.04.2018:

Ein Hamas-Vertreter soll angedeutet haben, dass die Gaza-Proteste eingedämmt werden könnten, wenn Israel die Wirtschaft im Gazastreifen stärkt – wozu mehr Export und Handelsfreiheiten gehören würden.

Mahmud al-Zahar von der Hamas drohte mit Angriffen auf israelische „Siedlungen tief in Israel“.

Ein ranghoher Vertreter des Iran betonte noch einmal, dass Israel innerhalb der nächsten 25 Jahre vernichtet wird; er ist sich sicher, dass die Hisbollah Haifa und Tel Aviv „platt macht“.

Der arabische Knesset-Abgeordnete Ahmed Tibi forderte die Araber auf die gewaltfreien Proteste fortzusetzen.
Die arabischen Abgeordnete Hanin Zoabi rief „Millionen Palästinenser auf nach Jerusalem zu marschieren“.

Verteidigungsminister Liberman erklärte, dass er Freitag getötete arabische Journalist eine Drohne über die Soldaten steuerte. Er erinnerte daran, dass die Hamas schon oft Journalisten und Krankenwagen für Terror eingesetzt hat.

Die IDF hat Team eingesetzt, das die Todesfälle am Gazastreifen untersuchen wird.

Mahmud Abbas sagte bei einem Treffen der Fatah, dass „keine politische Initiative akzeptabel ist, die nicht auf einer Zweistaatenlösung mit Ostjerusalem als Hauptstadt“ basiert.

Montag, 09.04.2018:

Mohamed Hamdan, Sprecher des PA-Verkehrsministeriums, beschwert sich bitter: Die Israelis haben die PA informiert, dass bis auf weiteres die Einfuhr von Reifen in den Gazastreifen untersagt ist. Das geht ja nun gar nicht, vor allem angesichts des akuten Mangels an Reifen dort, findet er. (Ja, wie sollen die Terroristen denn jetzt nur den Israelis mit dem Rauch von brennenden Reifen die Sicht versperren, wenn sie keine Reifen mehr haben…)

Das war ja auch langsam mal wieder nötig: Es gibt Behauptungen der PalAraber, Israel haben am letzten Freitag weißen Phosphor gegen die „Demonstranten“ eingesetzt. (Die angeführten „Beweise“ zeigen nur zweierlei: a) Es handelt sich um Tränengas-Einsatz; b) Sie verwenden mal wieder Bilder aus anderen Konflikten, um ihre Lüge zu „untermauern.)

Im März 1975 drangen 8 Terroristen vom Libanon aus über das Meer an den Strand von Tel Aviv vor und nahmen in einem Hotel Geiseln. Während der Befreiungsoperation ermordeten sie 8 Geiseln und 3 Soldaten. Die Fatah bezeichnet die Terroraktion in einem aktuellen Video als „größte und wunderbarste Qualitätsoperation“.

Am morgigen Dienstag wollen Mitglieder einer rechten jüdischen Bewegung in Umm el-Fahm demonstrieren und die Schließung einer Moschee fordern, aus der viele Terroristen hervorgegangen sind.

Der Terrorist, der am Sonntag bei Ma’ale Adumim einen Stichanschlag versuchte, ist seinen Verletzungen erlegen.

Die Hamas schwört, dass die „Proteste“ an der Grenze weitergehen werden, bis die „Palästinenser“ „nach ganz Palästina zurückkehren“.

Dienstag, 10.04.2018:

Israel hat ermittelt, dass der am Freitag getötete „Foto-Journalist“ vor allem eins war: ein altgedienter und ranghoher Hamas-Führer, der Jahre lang in den Sicherheitskräften der Hamas diente.

Die Zivilverwaltung riss am Montagabend eine mit EU-Mitteln gebaute illegale Schule ab, die von der PA in der Area C (volle israelische Kontrolle) in eine archäologische Grabungszone in den Hebronbergen gebaut worden war. Laut Reden bei der Eröffnung ausdrücklich „in Rekordzeit als Herausforderung an Israel“ – also nicht als Lehrinstitution. Jeder wusste, dass sie abgerissen werden wird. €41.000 für Propaganda zum Fenster hinausgeworfen.

Mittwoch, 11.04.2018:

Die PA benutzt erneut Bilder aus dem Holocaust (und von anderen Konflikten), um israelische Massaker im Unabhängigkeitskrieg zu „belegen“: Bilder von Holocaustopfern (von Amerikanern befreit) wurden so manipuliert, dass die US-Soldaten und die KZ-Kleidung nicht mehr zu sehen sind.
Dazu wird behauptet, dass jüdische Kämpfer 1948 Araber in Öfen verbrannten.
Und Opfer der Massaker von Sabra und Shatila 1982 wurden ebenfalls per Foto als Opfer der Juden von 1948 präsentiert.

Donnerstag, 12.04.2018:

Während eines Interviews im PA-Fernsehen erklärte der politische Analytiker Hani Abu Zeid: Die Juden mit Hitler konspiriert und der Holocaust war gar nicht so wild, alles übertrieben, aufgeblasen, eine Lüge, die sie verbreiten, damit sie die Juden nach Palästina bringen konnten.

Mahmud Abbas begrüßte den von der Hamas organisierten „Volkswiderstand“ in Form der Randale am Gazazaun.

Die Hamas lässt wissen, dass die Forderung, sie solle ihre Waffen abgeben, „Aggression gegen uns“ ist.

Freitag, 13.04.2018:

Bilanz vor dem Tag der Gefallenen: Seit der Erklärung der Unabhängigkeit 1948 gab es in Israel 3.134 Todesopfer durch Terror (darunter 122 Bürger des Auslands, die in Israel durch Terror ermordet wurden, sowie 100 Israelis, die durch Terror im Ausland ermordet wurden); innerhalb der letzten 12 Monate gab es 12 Terrortote. Diese Terroranschläge hinterließen 3.175 Waisen, darunter 114, die beide Eltern durch Terror verloren; 822 Witwen und 926 trauernde Eltern, die heute noch leben.

Die „9. Internationale Konferenz zur Heiligen Stadt Jerusalem“ in Ramallah kam zu dem Ergebnis, dass die „besetzte Stadt Al-Quds die ewige Hauptstadt Palästinas ist“. (Merke: Hier ist nicht die Rede von „Ost“-Jerusalem, sondern von ganz Jerusalem.)

Die PA jammert: „Trump unterstützt Israel blind. Wir brauchen Hilfe aus dem Ausland.“

Samstag, 14.04.2018:

Nach dem Angriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien hat Israel den Luftraum über dem Golan komplett gesperrt; Fluglinien wurden angewiesen diesen zu umgehen.

Hamas strebt die Eliminierung Israels an

Michael Curtis, The American Thinker, 2. April 2018

Für den 30. März 2018 rief die Hamas die Gazaner auf bei einem „Marsch der Rückkehr“ zu demonstrieren. Palästinensische Protestler, deren Zahl unerschiedlich berichtet wurde, aber vermutlich 30.000 betrug, sammelten sich entlang der israelischen Grenze, verbrannten Reifen, warfen Steine und Brandbomben auf israelische Soldaten. Diese Soldaten reagierten mit scharfen Schüssen und Maßnahmen zur Zerstreuung von Krawallen, einschließlich des Einsatzes von Panzern und Erdbaumaschinen, um temporäre Barrieren zu errichten. Die Hamas hatte Frauen und Kinder an den Sicherheitszaun geschickt. Bei den Kämpfen starben 16 Palästinenser und mehr als 1.000 wurden verletzt.

Fast alle Berichte der Medien zu der Konfrontation verpassten den Punkt des Ereignisses. Die wahren Themen waren das Land Palästina und die Existenz des Staats Israel. Die organisiertende Gruppe, die Hamas, die nicht nur von Israel, sondern auch von Großbritannien, der EU, den USA und weiteren Ländern als Terrororganisation betrachtet wird, hatte diese Realität bei vielen Gelegenheiten verkündet. Am Tag des Marschs sagte Hamas-Führer Ismail Haniyeh: „Unser Volk wird weder Jerusalem noch Palästina aufgeben.“ Dieser Marsch der Rückkehr ist der Anfang der Rückkehr nach ganz Palästina: „Unser Volk wird nicht einwilligen das Rückkehrrecht nur als Parole zu behalten.“

Die 1987 gegründete Hamas ist das arabische Synonym für Islamische Widerstandsbewegung. Ihre Charta von 1988 schlicht und Unheil verkündend. Juden haben Palästina usurpiert. Sie kontrollieren zudem die Medien der Welt, sie steckten hinter der Französischen Revolution und Geheimgesellschaften und sie kontrollieren imperialistische Länder. Palästina ist ein islamische Waqf, bis zum Tag des jüngsten Gerichts muslimischen Generationen geweiht. Die Hamas strebt danach das Banner Allahs über jedem Zentimeter Palästinas zu hissen.

Der Aufruf lautet ins „historische Palästina“ zurückzukehren – faktisch die Vernichtung des Staates Israel – und wird mit allen Mitteln, einschließlich Gewalt, erreicht. Obwohl es stimmt, dass Israel 2005 seine Truppen und Siedler aus dem Gazastreifen abzog, argumentiert die Hamas, dass es immer noch den Luftraum, die Grenzen und die Gewässer um Gaza kontrolliert. Die Hamas führte drei große Kriege gegen Israel, im Dezember 2008, November 2012 und die 50-tätige Operation Fels in der Brandung im Juli 2014.

Die Hamas stand einige Jahre lang unter dem Druck moderaterer Araber, sie solle die Charta von 1988 aktualisieren und abändern. Im Versuch die Kritik wegen des Sprachgebrauchs in einigen der Artikel der Charta zu beenden, die ausdrücklich antisemitisch sind, modifizierte die Hamas eine Stelle; heute bestehen ihre Konflikte mit der zionistischen Besatzung, dem „zionistischen Projekt“, nicht mit den Juden.

Ein im Mai 2017 ausgegebenes Dokument schien die Vorstellung eines Palästinenserstaats innerhalb der Linien von vor 1967 (es gab und gibt keine Grenzen) zu akzeptieren: Dazu würden die Westbank, der Gazastreifen und ganz Jerusalem gehören. Gemäß Hamas-Chef Khaled Meschaal wäre das eine Phase hin zur Befreiung von ganz Palästina. Damit bezeichnet er das Land vom Jordan im Osten bis zum Mittelmeer im Westen.

Es bleibt klar, dass die Hamas Israels Existenzrecht nirgendwo in Palästina anerkennt. Es ist für die Hamas genauso klar, sie gibt dazu eine vollmundige Erklärung, dass Widerstand gegen die Besatzung mit allen Mitteln und Methoden ein legitimes, von göttlichen Geboten, Bräuchen und dem Völkerrecht garantiertes Recht ist. Der Marsch 2018 wurde symbolisch für den 30. März organisiert, dem jährlichen Gedenktag „Tag des Bodens“ von 1976 als ein Marsch und Demonstranten als Reaktion auf einen israelischen Plan organisiert wurden etwas Land in Galiläa zu enteignen, um neue Orte zu bauen. Bei den Kämpfen wurden sechs Araber getötet und einhundert verletzt.

Der Marsch 2018 fand im Kontext zweier weiterer Faktoren statt. Einer ist die armselige wirtschaftliche Lage im Gazastreifen. Der andere ist der anhaltende Kamp zwischen Hamas und der von der Fatah geleiteten palästinensischen Autonomiebehörde, der seit einem Jahrzehnt andauert. Die PA kürzte 2017 die Gehälter der Bediensteten des öffentlichen Dienstes und im Gewerbe. Doch das Grundproblem bleibt: Die unablässige Gewalt gegen Israel. Mehr davon darf für den 15. Mai erwartet werden, den Tag der Nakba (Katastrophe).

Dieser Tag beschäftigt sich mit den Flüchtlingen und dem Rückkehrrecht. Aber wieder muss die Wirklichkeit des gesamten Themas dargelegt werden. Das palästinensische Flüchtlingsproblem begann als Ergebnis des Einfalls von fünf arabischen Armeen in den Staat Israel am 15. Mai 1948, einen Tag nach der Gründung des Staates. Israel überlebte, aber heftige Differenzen bestehen dazu fort, wer dafür verantwortlich war, dass die Araber ihre Häuser verließen. War es eine israelische Strategie oder arabischen Inkompetenz oder Ungeschicklichkeit? Mache bekannten Autoritäten legen Letzteres nahe. General Sir John Bagot Glubb, der britische Kommandeur der jordanischen Arabischen Legion, sagte, die arabischen Dörfer wurden regelmäßig verlassen, bevor sie vom voranschreitenden Krieg auch nur betroffen waren. Andere legen nahe, dass der Hohe Arabische Rat den Menschen den Befehl gab wegzugehen. Es gibt keinen Konsens in dieser Frage, aber es bestand die Realität, dass geschätzte 700.000 Palästinenser ihre  Heime verließen du ihrer Zahl sich als Ergebnis des Sechstage-Kriegs von 1967 zunahm.

Nach Angaben einer UNO-Organisation werden palästinensische Flüchtlinge als Personen deriniert, deren normaler Wohnort sich während des Zeitraums vom 1. Juni 1946 bis 15. Mai 1948 in Palästina befand. Nach genau dieser Definition sind nur noch wenige mutmaßliche Flüchtlinge am Leben: machen Schätzungen liege zwischen 20.000 und 30.000. Alle anderen angeblichen Flüchtlinge sind Nachkommen der ursprünglichen Flüchtlinge in der dritten oder sogar vierten Generation und sogar adoptierte Kinder und können nur über verworrene Logik als Flüchtlinge interpretiert werden.

Es ist die UNRWA, die darauf besteht diese Nachkommen, die sie auf 5 Millionen berechnet, als Flüchtlinge betrachtet, die für ihre Dienste geeignet sind. Rund ein Drittel lebt in 58 anerkannten Flüchtlingslagern in Ländern des Nahen Ostens sowie der Westbank und dem Gazastreifen. Der UNRWA gehören diese Lager nicht, sie verwaltet sie auch nicht, sondern sie bietet Dienstleistungen, unterhält Schulen und Gesundheitszentren.

Drei Dinge sind angemessen. Es ist an der Zeit, dass die arabischen Länder die angeblichen Flüchtlinge integrieren und ihnen die Staatsbürgerschaft geben. Ansonsten bedeutet der Marsch der Rückkehr die Beseitigung des Staats Israel. Zweitens ist Israel sich bereits bewusst, dass viele seiner arabischen Bürger bei Protesten die Palästinenserflagge hissen. Drittens wissen die USA, die palästinensischen Schulen jährlich $20 Millionen geben, dass diese Schulen lehren, dass Jihad und Märtyrertum wünschenswert sind und zu Gewalt gegen Israel ermutigen. Es ist pervers, dass mindestens 24 Schulen nach palästinensischen Terroristen benannt sind und Bilder von Märtyrern an Schulwänden hängen. Präsident Donald Trump sollte das wissen lassen, wenn er PA-Präsident Mahmud Abbas in der nahen Zukunft trifft.

Palästinensische Arglist und israelische Wirklichkeit

Was die Welt weiß, aber nicht sagen kann

Victor Davis Hanson, National Review online, 18. März 2002

Ein generelles Thema klassischer Literatur ist die Rolle von Vorwänden (prophasis) in Gegenüberstellung zur tatsächlichen Klage (aitia) – der große Graben zwischen dem, was Benachteiligte öffentlich sagen und dem, was sie privat empfinden. Nationen, so erinnert uns der Historiker Thucydides, übernehmen ebenfalls solche strategischen Haltungen. Ihre Sprecher äußern oft Beschwerden, die entweder ohne Grund erfolgen oder – selbst, wenn sie teilweise gerechtfertigt sind – zumindest nicht die „realen“ oder „wahren“ Ursachen ihrer Unzufriedenheit sind.

Wir kennen die prophasis der arabischen Staaten im Kern der Nahost-Frage: Israels Besetzung der Westbank. Aber die aitia – der wahrste Grund des palästinensischen Lamentierens – kann nicht so einfach geäußert werden, weder offen noch in seinen Details. Warum? Das zu tun würde eine systematische kulturelle, politische und soziale Überprüfung der gesamten derzeitigen nahöstlichen Welt nach sich ziehen – eine, die mit anderen Begriffen als den wenigen tausend Hektar Westbank erklären könnte, warum ein winziger jüdischer Staat zwischen Dutzenden anderer Staaten so erfolgreich, frei und zuversichtlich ist, auf deren halbe Milliarde Einwohner das alles nicht zutrifft.

Will in Europa und dem Nahen Osten wirklich jemand die Büchse der Pandora zu säkularem Rationalismus, Religion, Kapitalismus, Demokratie und einem Bündel anderer Fragen öffnen, die nahöstliche Gefühle verletzen, richtig Geld kosten und Gefahren nach sich ziehen dürften – während das beim Skandieren gegen Zionismus, Kolonialismus, Rassismus und anderen behaupteten -ismen und -ologien nicht der Fall ist?

Die palästinensische Öffentlichkeit behauptet, dass sie, sind erst einmal 100 Prozent der Westbank zurückgegeben, Israel anerkennen und der Disput schließlich mit der Anerkennung des jüdischen Staates durch die gesamte arabische Welt enden wird. Na gut. Palästina wird dann demokratisch und erfolgreich sein und so zum ersten Mal in der Geschichte in Frieden Seite an Seite mit Israel leben. Die meisten Amerikaner befürworten eine solche Vision.

Natürlich glauben in der islamischen Welt wenige wirklich daran. Tatsächlich hat eine Reihe der weniger höflichen Sprecher bereits geschrieben, dass ein Rückzug lediglich der erste Schritt eines erneuerten Kampfes zum Ende Israels sein würde – so, wie die arabische Welt durch ein Zeichen der „Schwäche“ und durch die durch unter Zwang gemachten Zugeständnissen demoralisierten israelischen Bürger neuen Schub bekam. Wenn man übersetzte Zeitungs- und Magazin-Artikel aus dem Nahen Osten durchliest, dann ist das Reden von der Vernichtung Israels weitaus verbreiteter als das Evangelium der gemeinsamen Koexistenz. Die Arabische Liga wird sich bald treffen um die Akzeptierung des israelischen Existenzrechts bei Rückgabe der Westbank zu versprechen – natürlich mit dem Vorbehalt, dass wir kaum erwarten können, dass Verrückte wie Syrien, der Irak und Libyen öffentlich eine solche „Kapitulation“ mit unterschreiben werden. Herr Arafat selbst brüllt vor einheimischem Publikum „Jihad“ und „Ungläubige“, wenn er Selbstmord-Bomber als „Märtyrer“ und „Helden“ preist und die Einnahme von Jerusalem verspricht.

Gleichermaßen treiben die Europäer diese prophasis voran, geben aber im privaten Gespräch zu, dass die israelisch-palästinensische Beziehung innerhalb weniger Jahre des „Friedens“ zum Status des Konflikts vor 1967 über die bloße Existenz Israels zurückkehren würde. Aus Angst vor Terror, im Verlangen nach Handel, begierig nach einem steten Ölfluss, wegen großer Gruppen islamischer Einwanderer nervös, nach der Gunst der Dritten Welt strebend und gegen uns „bösen Polizisten“ den guten spielend, kann Europa kaum öffentlich sagen, was es privat als wahr kennt.

Würde die Westbank abgegeben und ein allgemeiner Frieden verkündet, könnte es gut und gerne ein Jahrzehnt des Friedens geben. Aber dann würden nach dieser Lücke die Madrassas, die Autokraten, die Theokraten und die Kaffeehaus-Intellektuellen entsprechend ihres Ranges und ihrer Methoden alle zur nächsten Runde der Wiederentdeckung des „gesamten Palästina“ übergehen – eine Aufgabe, die ihrer Meinung nach durch Israels fast nicht zu verteidigende neue Grenzen erleichtert würde.

Anders als die Europäer und andere im Westen sieht der Großteil der arabischen Welt keine besonderen und andauernden Perioden von Krieg und Frieden, sondern interpretiert den Konflikt als ein Kontinuum – eines, das schließlich ordentlich und nur mit dem Ende Israels enden wird. In dieser Sichtwiese ist der Nahost-Streit dem Ersten und Zweiten Peleponnesischen Krieg, den drei Punischen Kriegen, dem ersten bis vierten Kreuzzug oder vielleicht sogar der Interpretation der beiden Weltkriege als Teil eines größeren anglo-deutschen Konflikts nicht unähnlich. Eine solche Serie individueller, sich über Jahrzehnte spannende „Kriege“ endet nicht mit beiderseitigen Zugeständnissen und einem vermittelten Frieden, sondern wenn eine Seite – ein Athen, Karthago, Kreuzfahrer-Königreich oder Deutschland – militärisch besiegt und gedemütigt wird.

Warum sollten wir einer solch pessimistischen Einschätzung arabischer Absichten Glauben schenken? Sie wird von der Geschichte bestätigt. Die ersten drei Kriege wurden geführt, als die Westbank in arabischer Hand war; warum also würden die Voraussetzungen für den nächsten Krieg sich in irgendeiner Weise von denen von 1947, 1956 oder 1967 unterscheiden, als, wie es der ägyptische General Saad Ali Ameri einmal schlicht ausdrückte, das Ziel „die Verwirklichung unseres gemeinsamen Ziels war – die Eliminierung Israels“?

Der derzeitige Konflikt dreht sich sicher nicht um die Klagen toter Muslime – der Irak und der Iran lassen die Israelis in dieser Beziehung wie Amateure aussehen. Bei den Klagen geht es acuh nicht um die grausame Massenvertreibung von Palästinensern – Kuwait erwarb sich diesen Preis für die Ausweisung einer Viertelmillion von ihnen nach dem Golfkrieg. Auch gibt es genügend historische Präzedenzfälle dafür, den Palästinensern keinen privilegierten Status wegen im Krieg verlorenen Landes zuzuweisen. Vergleichen Sie die heutigen Grenzen Deutschlands mit denen von 1914 und versuchen Sie dann einen Fall zu konstruieren, Gebiete von Frankreich und Polen zurückgeben zu lassen, die seit Urzeiten deutsch waren – dann wird die Welt mit einer harten Lektion über die Folgen antworten, die ein Staat sich auflädt, wenn er wiederholt seine Nachbarn angreift und verliert.

Wirtschaftlich gibt es keinen Grund anzunehmen, dass ein autonomer palästinensischer Staat anders agieren wird als seine arabischen Nachbarstaaten – statisch, korrupt, stammesbestimmt und unfrei, mit einer nicht tolerierbaren Situation, in der Arbeiter ins verhasste Israel geschickt werden, um zu verdienen, was sie in einem geliebten Palästina nicht bekommen könnten. Und ohne den Groll über die Westbank dürfte die harte Realität solch ökonomischer Unordnung für Tausende schwieriger, nicht leichter zu ertragen sein.

Politisch sieht die Lage deprimierend ähnlich aus. Warum soll Palästina, wenn Ägypten, Jordanien, Syrien, der Libanon und der Irak von Autokraten geführt werden, da irgendwie anders sein? Warum sollte Herr Arafat, wenn er seine gesamten Ziele gewährt bekäme, plötzlich seine eisenharte Kontrolle über die Medien aufgeben und damit der erste wirklich demokratische Führer der gesamten muslimischen Welt werden um die Diskussion seiner Politik, der islamischen Religion und Verwestlichung begrüßen?

Das Beste, was man erhoffen könnte, wäre ein Palästina, das Jordanien ähnelt – eine „netter Typ“-Autokratie ohne wirkliche Demokratie oder Freiheit, die Saddam Hussein im Golfkrieg unterstützte und in Angst vor ihren eigenen islamischen Extremisten lebt. Also machen wir mit der derzeitigen orwell’schen Szenerie weiter, in der laute Journalisten und Intellektuelle des Nahen Ostens, die nie von Zuhause aus wussten, was wahre Freiheit ist, die USA über Herrn Arafats demokratische Forderungen für seine eigenen, unfreien Palästinenser maßregeln.

Wenn die Welt die trostlose Prognose kennt, warum dann all die idealistischen Forderungen, den Palästinensern „Freiheit“ und „Demokratie“ zu gewähren? Um es ganz krass zu sagen: Ich denke, ein Großteil der Entscheidung ist einfach eine Frage von Antisemitismus und der Macht des Öls. Diese beiden sind zentrales Thema vieler wütender Briefe, die ich täglich von Kritikern erhalte – und von denen nicht alle aus dem Nahen Osten stammen oder von Überlebenskünstlern im Nordwesten, die bei allen Unterschieden eine schaurige Gemeinsamkeit zur Schau stellen. Wenn die arabische Welt ohne Rohöl gemacht wäre, könnte es eine ehrliche Auswertung der wahren Natur des Regimes von Herrn Arafat geben und aufgeklärte Leute könnten von einer dicken Grenzlinie zwischen einer freien Demokratie und einer Einparteien-Autokratie reden. Und würde diese Auseinandersetzung keine Juden beinhalten – soll heißen: wenn es im Kontext hunderter mörderischer Grenzstreitigkeiten über verlorenes Gebiet betrachtet würde, wie sie derzeit zwischen Indern und Pakistanis, Chinesen und Tibetern, Kolumbianern, Kongolesen, Iren, Ruander, Kurden und Türken und anderen Benachteiligten statt finden – dann würde die Welt lediglich einen Seufzer von sich geben.

Daher ein großer Teil des Problems schlichtweg psychologischer Natur und kommt auf, weil ein jüdischer Staat platschdisch inmitten der arabischen Welt – und erblüht nach jedem Maßstab für wirtschaftlichen, politischen, sozialen und kulturellen Erfolgt unter lauter Elend. Ohne Öl, ohne zahlenmäßig starke Bevölkerung, ohne befreundete Länder an seien Grenzen, ohne große Landfläche und ohne den Suezkanal versorgt es seine Bürgern mit einem Lebensstil, der weitaus menschlicher ist, als man ihn in Syrien, dem Irak, Libanon, Jordanien oder Ägypten finden kann. Und doch hört die Welt auf die oft doppelzüngige Führung der Palästinenser – trotz der Korruptheit und der mörderischen Vergangenheit von Herrn Arafats Regime – weil seine Sponsoren einen Großteil des Öls der Welt verkaufen. Und um deren Zorn zu riskieren, müsste man ein paar Millionen Juden unterstützen, nicht einige Hundert Millionen, sagen wir, Briten, Schweden oder Italiener.

Und so kümmern uns Millionen Unschuldiger nicht, die jedes Jahr über Millionen von Quadratkilometern verteilt abgeschlachtet werden, sondern konzentrieren uns statt dessen auf das, was die Palästinenser vor einiger Zeit verloren, als sie versuchten ihre Nachbarn zu vernichten. Diejenigen, die solchen Reduktionismus zum Lachen finden, sollten sich die moralische Wut der Welt vorstellen, wäre China klein und jüdisch und würde Tibet von asiatischen Staaten der Rücken gestärkt, die die Ölreserven der Welt besitzen. Ich habe in letzter Zeit keinen Europäer wegen des Diebstahls tibetischen Landes, der Zerstörung des kulturellen Erbes und regelmäßiger erzwungener Aussiedlung der Bevölkerung durch eine Regierung, die weder demokratisch noch frei ist, nach sofortiger Entschädigung verlangen hören.

Wenn solch blanke Würdigung von prophases und atitia richtig ist, gibt es überhaupt Hoffnung für Israel, wenn die gesamte Welt die Wahrheit kennt, die sie aber nicht ohne Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Interessen oder moralischen Ansprüche zugeben kann? Was kann Israel denn tun, während der Westen zusieht und sich fragt, ob der Nachschub an Selbstmördern ausgeschöpft sein wird, bevor die ermüdete israelische Öffentlichkeit nachgibt? Der Nahe Osten ist ein seltsamer Ort – wo KKK-artige Terroristen mit Kapuzen, die sich in israelischen Restaurants in die Luft jagen und bei Beerdigungen mit Maschinengewehren in die Luft feuern als noble, unterbewaffnete Freiheitskämpfer durchzugehen versuchen, weil ihre glühenden Helfer in Syrien, dem Libanon, Ägypten und Jordanien vor nicht allzu langer Zeit gelernt haben, keine ihrer eigenen zahlreichen Flugzeuge oder Panzer zu schicken um Israel zu vernichten.

Angesichts des Drucks von allen Seiten und kurz vor einem ausgewachsenen Krieg könnte Israel gut und gerne als Festung neben Arafats Staat existieren müssen, nachdem es einseitig alles von der Westbank abgibt, was es sich leisten zu können glaubt. Es würde sich dann für einen kalten Krieg der Art wappnen, wie ihn die USA gegen die Sowjets und Osteuropa führten, und Jahrzehnte lang hinter Stacheldraht und Beton gegen einen palästinensischen Staat ausharren, bis (wie groß ist die Chance?) wahre Demokratie und Säkularismus bei seinen Nachbarn auftauchen könnten. Westdeutschland gedieh ein halbes Jahrhundert lang hinter Minenfeldern, Wachtürmen und Polizeihunden; offenbar war das besser als die Kommunisten über die Grenze zu lassen um deutsche Staatsbürger umzubringen.

Allerdings gibt es eine letzte Überlegung für die selbstgefälligen Utopie-Architekten in unserem Außenministerium und Europa, die bei all dem völlig vergessen wird. Es wird keinen zweiten Holocaust geben. Wenn fast die gesamte Westbank zurückgegeben wird, was wahrscheinlich ist, und in ein paar Jahren die Feindseligkeiten trotzdem beginnen, wie sie es in den Phasen 1 bis 3 der Nahost-Kriege taten und was ebenfalls wahrscheinlich ist, wird um Israel selbst gekämpft werden, nicht um palästinensisches Land. Und das wird, verglichen mit der derzeitigen Krise, ein Albtraum sein. Diejenigen in Europa und den Vereinigten Staaten, die jetzt Lektionen über Moral von sich geben, werden sich dann nicht nur als unmoralisch erweisen, sondern für viel, viel mehr verantwortlich sein.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07. April 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 01.04.2018:

„Abschluss-Bilanz“ von Freitag/Samstag:
– 17 Tote, rund 1.400 Verletzte im Gazastreifen
– 13 weitere Verletzte am Samstag

Die Hamas tönt, dass die „Proteste“ vom Wochenende nur der Anfang für die „Rückkehr nach ganz Palästina“ sind. Ismail Haniyeh ergänzt: „Nächstes Mal werden wir nicht wissen, wo die Grenze sein wird.“

Die IDF hat zusätzliche Stacheldrahtzäune am Gazastreifen aufgestellt, um Araber daran zu hindern nach Israel einzudringen.

Ma’an log wieder, israelische Siedler hätten die Al-Aqsa „gestürmt“. Es waren einfache Juden, die respektvoll den Tempelberg besuchten.

Montag, 02.04.2018:

Die IDF informierte die Familie des Terroristen, der letzten Monat Adiel Kolman ermordete, dass sein Haus abgerissen wird.

Einer der am Freitag verletzten Terroristen erlag seinen Verletzungen; damit ist er das 17. Todesopfer der Krawalle am Gaza-Grenzzaun.

Dienstag, 03.04.2018:

Am Gazazaun fanden Soldaten einen Rucksack mit Molotowcocktails, die von Terroristen am Freitag dort zurückgelassen wurden.

Mittwoch, 04.04.2018:

Was ist toll? Laut Fatah sowas hier: „Oh Flagge Palästinas, wie wunderbar und mächtig du bist, wenn du mit dem Blut der Märtyrer getränkt bist!“ Oder: „Wir säen unser Land aus unseren Venen, aus den Arterien und mit dem Blut.“ Alles Begleitet von entsprechenden Bildern.

Heute gaben die Behörden bekannt, dass ein Anschlag des Islamischen Jihad auf ein israelsches Marineschiff verüben wollte, um Soldaten oder ihre Leichen zu entführen. Dieser Anschlag konnte verhindert werden, in dem Zusammenhang wurden am 12. März 10 Araber festgenommen.

Die Hamas verspricht für das Wochenende „Überraschungen“ bei erneuten Protesten am Gaza-Zaun.

B’Tselem fordert die Soldaten auf, sie sollten an der Grenze zum Gazastreifen nicht schießen (und die Befehle dazu verweigern). Auf die Terroristen zu schießen sei illegal.

Donnerstag, 05.04.2018:

Die Hamas versucht mit einer „Preisliste“ Araber zu ermutigen den Terrormarsch auf die Grenze zu veranstalten. Die Familie eines Toten soll $3.000 erhalten, für schwere Verletzungen gibt es $500.

Die Polizei von Jerusalem verhinderte, dass die Fatah einen „Märtyrer-Konferenz“ in Jerusalem veranstaltete. Dabei sollten Mütter von Terroristen, die „Märtyrer“ und verletzte Terroristen geehrt werden.

Die Araber im Gazastreifen haben 10.000 Reifen gesammelt und an die Grenze gekarrt, die am Freitag angezündet und gegen Israel eingesetzt werden sollen. Israel warnt vor der dadurch entstehenden schweren Umweltverschmutzung.

Die Terroristen sagen, dass ein weiterer Verletzter vom letzten Freitag gestorben ist.

Freitag, 06.04.2018:

Stand 19.30 Uhr (nach Angaben der Terroristen): 5 tote Araber, mehr als 900 Verletzte. (Die Jerusalem Post meldete um 16.55 Uhr 240 verletzte Randalierer.)
Die palästinensische Journalistenvereinigung behauptet, es seien 6 arabische Journalisten von Israel angeschossen worden.

Heute erlag erneut ein Terrorist seinen Verletzungen, die er letzte Woche Freitag bei den Krawallen erlitt; er ist das 21. Todesopfer der Angriffe auf Israel.

Die IDF erklärte das Gebiet um den Gazastreifen zum militärischen Sperrgebiet.

Hamassprecher Hazem Qassem erklärte: „Indem die Menschen dabei bleiben, dass diese Märsche friedfertig sind, versetzen wir all der Propaganda einen Schlag, die von der Besatzung über diese Märsche verbreitet werden.“ (Wichtig: „Sie bleiben dabei, dass…“ heißt ja nicht, dass sie tatsächlich friedlich sind!)

Hamas-Chef Yahya Sinwar bestätigte, dass das Ziel der „Proteste“ die Beseitigung des Grenzzauns ist, um nach Israel „zurückzukehren“.

Samstag, 07.04.2018:

Stand Samstagmittag: Mindestens 2 der Toten von gestern sind nachgewiesenermaßen Terroristen (einer von Hamas, einer von Fatah).

Die Terroristen behaupten die Israelis hätten einen Journalisten erschossen. Der IDF-Sprecher reagierte: „Die IDF schießt nicht auf Journalisten.“ Die Umstände des Todes dieses Journalisten werden aber von der IDF untersucht.

Heute erlagen zwei Araber ihren gestern am Gazazaun erlittenen Verletzungen.

Am Sonntag sollten 4 LKW Reifen in den Gazastreifen liefern. Israel hat diese Lieferung untersagt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25. bis 31. März 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 25.03.2018:

Ein ranghoher Mitarbeiter der PA bei der UNO erklärte, wie stolz die PalAraber sind, dass ihre Kinder die IDF-Soldaten mit Steinen bewerfen; sie werden sie weiter lehren das zu tun.

Die IDF verstärkt in Erwartung des potenziell gewalttätigen Arabermarschs auf den Gaza-Grenzzaun ihr Personal an der Grenze zum Gazastreifen.

Das traditionelle Grab von Kaleb, einem der 12 israelitischen Spione während der Wanderung über den Sinai, liegt in der Nähe von Ariel in Samaria. Heute Morgen fanden Juden die heilige Stätte mit Hakenkreuzen und Graffiti-Botschaften beschmiert vor. (Video)

Die IDF soll die Menschen im Gazastreifen mit Flugblättern davor gewarnt haben sich bei den angekündigten Demonstrationen nicht dem Grenzzaun auf nicht mehr als 300m zu nähern. Die IDF bestreitet hinter den Flugblättern zu stecken.

Ein PA-Minister informierte den israelischen Innenminister Kahlon, dass die PA ab dem 1. April die Gehälter für zehntausende Regierungsmitarbeiter im Gazastreifen nicht mehr zahlen wird. Kahlon warnte im Gegenzug, die Araber sollten keine „aufhetzerischen Schritte“ im Gazastreifen unternehmen. Israel sei nicht einverstanden, dass der interne Krieg der PalAraber „gegen Israel explodiert“.

Montag, 26.03.2018:

Die Eiserne Kuppel wurde gestern Abend nicht durch Raketen aktiviert, heißt es jetzt von der IDF, sondern durch schweres Maschinengewehrfeuer aus dem Manöver der Hamas. Dennoch soll die IDF mimt Panzern in den Gazastreifen zurückgeschossen haben.

Der Rat der religiösen Forscher und Lehrer in Beit Al-Mukdas in Jerusalem warnte: Beziehungen zu Israel sind „gegen den Islam“. „Normalisierung“ mit Israel weicht von arabischer und islamischer Norm ab“ und wird als „Loyalität zur Besatzung“ gewertet. Jegliche Art der Normalisierung ist von der Scharia verboten.

Ein israelischer Minister hat vorgeschlagen mit Drohnen oder Fluggeräten Lebensmittel und Medikamente über dem Gazastreifen abzuwerfen, um so die möglichen Demonstranten am Freitag aus den geplanten Protestmärschen zu locken und dies aufzulösen.

Die Hamas hat ein Video ihres „Militärmanövers“ veröffentlicht; darin wird gezeigt, wie die Terroristen üben einen israelischen Panzer zu kapern und Soldaten zu verschleppen.

Mittwoch, 28.03.2018:

Die PA verwendet 7,47% ihres neuen Haushalts auf Gehälter/Renten für Terroristen in israelischen Gefängnissen, freigelassene Terroristen und Familien von „Märtyrern“. Ihre 2 Budgetkategorien für die Belohnung von Terror machen 44% der erwarteten finanziellen Hilfe aus dem Ausland aus:
Gesamthaushalt: $4,76 Milliarden
Terroristengehälter: $158 Millionen
Familien von „Märtyrern“: $687 Millionen
Terrorbelohnung: $355 Millionen
zum Vergleich: Budget des PA-Gesundheitsministeriums: $1,787 Milliarden

Der IDF-Generalstabschef kündigte an, dass Israel mehr als 100 Scharfschützen an der Grenze zum Gazastreifen stationiert hat, um den Massensturm auf den Grenzzaun zu verhindern. Die Soldaten sind angewiesen, dass sie ggf. scharf schießen sollen.
Auch der Koordinator für Regierungsaktiviten in den Gebieten warnte, dass Israel harte Maßnahmen gegen den Marsch ergreifen wird – und nicht nur gegen die Demonstranten. Israel will Transportfirmen bestrafen, deren Busse Gazaner zum Marsch auf die Grenze transportieren.

Die IDF sagte zudem den Israelis im Umfeld des Gazastreifens, sie sollten am Freitag ihre Waffen mitführen.

Während der letzten 4 Jahre zahlte die PA die Terroristen-Gehälter und -Renten indirekt über ein extra dafür eingerichtetes Amt aus. Nachdem die USA jetzt das Taylor-Force-Gesetz verabschiedeten, kehrt die PA zu direkter Bezahlung der Terroristen zurück. Das Taylor-Force-Gesetz stoppt Wirtschaftshilfe an die PA, solange diese Terroristen belohnt.

Donnerstag, 29.03.2018:

Nahe des Grenzzauns haben Araber im Gazastreifen schonmal Zelte errichtet, um sich auf die „Proteste“ und den Marsch auf die Grenze vorzubereiten.

Die Hamas behauptet, sie ihre Leute angewiesen die „Demonstranten“ davon abzuhalten sich dem Gaza-Zaun zu nähern und Auseinandersetzungen mit Soldaten anzuzetteln.
Die Terrororganisation hat auch einen öffentlichen Aufruf gestartet, dass die Öffentlichkeit sich friedlich an dem Aufmarsch beteiligt.

Die IDF glaubt nicht, dass die Aufrufe zu Friedlichkeit ernst zu nehmen sind.

Freitag, 30.03.2018:

Die Terroristen gaben mittags an, dass es 2 Tote gebe. Gegen 13.30 Uhr gab es den dritten. 15 Uhr: 6 Tote, mehr als 500 Verletzte. 16.30 Uhr: 8 Tote. 18.45 Uhr: 12 Tote, 1.272 Verletzte. 21.30 Uhr: 15 Tote, 1.416 Verletzte.

Die IDF berichtete, dass nur auf Personen geschossen wurde, die versuchten den Grenzzaun zu überqueren oder zu beschädigen. Alle Toten sind Männer zwischen 18 und 30 Jahren.

Mahmud Abbas tönt natürlich, dass einzig Israel für die toten Araber im Gazastreifen verantwortlich ist. Er wies seinen UNO-„Botschafter“ an sofort Schritte zu unternehmen um internationalen Schutz des palästinensischen Volks zu fordern.

Saeb Erekat behauptete, den Terroristen Gehälter zu zahlen würde vom Völkerrecht vorgeschrieben. Und zwar müsste Israel sie zahlen. Da es das aber nicht macht, müsse die PA einspringen.

Die Hamas schickte ein 7-jähriges Mädchen an den Gazazaun. Die Soldaten erkannten sie als kleines Mädchen, nahmen sie in Empfang und sorgten dafür, dass sie sicher zurück zu ihren Eltern kam.

Mahmud Abbas erklärte den morgigen Samstag wegen der Toten von heute zum „nationalen Trauertag“.

Die arabisch-israelische NGO Adalah geifert, der Einsatz von Scharfschützen an der Grenze sei illegal.

Samstag, 31.03.2018:

Die Zahl der Toten von gestern soll jetzt auf 18 gestiegen sein.
Die Hamas ließ wissen, dass 5 der Toten von Freitag Mitglieder ihres militärischen Arms sind. Die IDF kann belegen, dass mindestens 10 der Toten aktive Terroristen waren.

Brigadegeneral Manelis warnte, wenn die Gewalt an der Gaza-Grenze weiter geht, wird die IDF ihre Reaktion ausweiten und die Terroristen dahinter treffen.

Der Hohe Arabische Rat in Israel forderte zu großflächigen Protesten innerhalb Israels nach den Toten bei den Krawallen am Gazastreifen.

Die Hamas wertet den gestrigen Tag euphorisch als Erfolg. Sie hätten die palästinensischen Massen mobilisiert, verkündeten sie. (Gut, maximal 30.000 statt 100.000 sind schon gewaltige Massen…) Jetzt soll es auch in der Westbank weitergehen. (Im Gazastreifen waren es ja wieder „Massen“ – 200…)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18. – 24. März 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 18.03.2018:

Die PA hat in einer Presseerklärung behauptet, dass Israel bei Staaten für die Verlegung ihrer Botschaften nach Jerusalem wirbt, sei „politischer Terrorismus“.

Die Hamas hat alle NGOs im Gazastreifen geschlossen, die die Wörter „Frieden“ oder „Koexistenz“ im Namen führern.

Einer der beiden bei Terroranschlag von Freitag verletzten Soldaten befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr.

Mahmud Abbas gab einen Empfang für einen nach 20 Jahren aus der Haft entlassenen Terroristen, der in der Jerusalemer Altstadt einen Juden ermordet hatte.

Die Polizei hat den Schutz für Yossi Dagan, den Vorsitzenden des Rats von Samaria, verstärkt, weil die Hamas ein Video verbreitet, in dem sie seine Ermordung ankündigt.

Nabil Abu-Rudeina, offizieller Sprecher von Mahmud Abbas, drohte die Gewalt gegen Israel zu verstärken, um die USA davon abzuhalten die Kontakte zwischen Israel und der PA zu erneuern. (Sprich: Damit die USA ihren Versuch eines Friedensplans gar nicht erst beginnen.)

Ein französischer Staatsangehöriger, der im französischen Konsulat in Jerusalem arbeitet, wurde an der Grenze zum Gazastreifen festgenommen. Er soll Waffen geschmuggelt haben.

Montag, 19.03.2018:

Die IDF bereitet den Abriss des Hauses des Terroristen vor, der am Sonntag den tödlichen Messeranschlag verübte.

Der israelische Innenminister überlegt 12 Arabern den Einwohnerstatus für Jerusalem abzuerkennen, weil diese Terrororganisationen angehören oder auf andere Weise mit Terroraktivitäten in Verbindung stehen.

Ein PA-Araber aus dem Bereich von Hebron wurde festgenommen, nachdem er zu einer Anhörung nach Israel kam, in der es darum ging, dass er Israelis einen Traktor gestohlen hat. Er nutzte die Gelegenheit weitere Traktoren zu stehlen, wonach er festgenommen wurde.

Mittwoch, 21.03.2018:

Ahed „Shirley Temper“ Tamimi erhielt für ihre Angriffe auf Soldaten eine 8-monatige Gefängnisstrafe. Bei der gerichtlichen Anhörung schlug eine israelische Anhängerin Tamimis den Militärstaatsanwalt und wurde deshalb in Gewahrsam genommen.

Freitag, 23.03.2018:

Ramallah: PA-Araber demonstrierten für die Schließung des US-Konsulats in „Ost“-Jerusalem und den Abzug der US-Bediensteten. Alle amerikanischen Institutionen sollten „aus dem Staat Palästina“ entfernt werden.

Samstag, 24.03.2018:

Die Hamas stiftete einen Menschenrechtspreis. Er ist nach ihrem Gründer Scheik Yassin benannt und wurde erstmals verliehen. Scheik Yassin hat den Terroristen die geistigen Grundlagen für Terrormorde geliefert.

Generalmajor Mordechai, Koordinator der Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT), warnte die Hamas davor die angekündigten Massendemonstrationen an der Grenze des Gazastreifens nicht dazu zu nutzen die Grenzanlagen zu beschädigen und die Ordnung zu stören.

Die PalAraber sollen am 30. März nicht nur den Gaza-Zaun, sondern auch an anderen Stellen („Westbank“) Grenzanlagen stürmen, haben ihre Führer gefordert.

Die Hamas hat angekündigt am Sonntag eine „geplante Militärübung“ abzuhalten. Die Ankündigung wie auch der Ablauf der Übung sind praktisch 1:1 dem Handbuch des israelischen Militär entnommen.