Ein Antisemitismus Namens Dialog

5. April 2014 um 17:00 | Veröffentlicht in Deutschland, die Welt+Nahost | Hinterlasse einen Kommentar
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Stefan Göpke (direkt vom Autor)

Vor einigen Tagen bin ich durch Zufall auf die facebook-Gruppe „Dialog Israel-Palästina“ gestoßen. Ich habe es für einen interessanten Ansatz gehalten, da in der Gruppenbeschreibung explizit zu konstruktiven Ansätzen aufgerufen wurde. Doch schnell machte sich Ernüchterung breit. Auf konstruktive Ansätze wurde lediglich mit allem gefeuert, was der antisemitische Phrasen-Bausteinkasten hergibt. Selbst die einfachsten Fragen konstruktiver Art wollte oder konnte der arabische Admin nicht beantworten. Hätte man doch erwartet, dass er an einem Dialog interessiert sein könnte, statt seine israelfeindlichen Plattitüden abzusondern. Begleitet wurde sein Ausweichen von einem Israelfreund der besonderen Art, der permanent vor der Beantwortung meiner Fragen warnte, da diese eine Falle wären und einem Dialog zerstören würden.

Der Grundtenor dieser Gruppe ist zwischen zwei Positionen zu suchen: Einerseits die Anklagen gegen „Verbrechen Israels“. Zum Ausgleich die Aufforderung, dass Israel seine Verbrechen bekennen möge, quasi als ersten Schritt zur Besserung, der Grundlage für einen Frieden.

Die dreistesten antisemitischen Propagandalügen werden in der Gruppe geduldet. Meine Darlegung, dass SodaStream im Endeffekt ein zukunftsträchtiges Friedensprojekt sei, wurde jedoch ohne Argumente als zionistische Propaganda gebrandmarkt. Soweit zum Thema konstruktiver Dialog.

Auf meine Nachfragen erklärte mir ein anderer Admin, der sich als Dialog-Förderer sah, dass er nicht wissen könne, ob die von mir bemängelten Hetzbeiträge nun Lügen seien oder die Wahrheit. Auch ich könne das nicht wissen. Außerdem sei es ja nur Kritik an einem Staat. Und diese sei ja schließlich legitim. Ich erklärte ihm, dass es vielleicht nicht justiziabel sei, Lügen über Israel zu verbreiten. Unmoralisch und verantwortungslos ist es in jedem Fall. Ich versuchte ihm nahe zu bringen, dass mit dieser miesen Hass-Propaganda Menschen zum Mord an Israelis bzw. Juden aufgestachelt werden. Dies schien dem selbstgerechten Dialog-Förderer aber nicht zu stören. Sein Credo: Niemand kann wissen, was die Wahrheit sei. Und alle extremen Positionen hätten ihr direktes Gegenstück. Wenn es Araber gäbe, die die Auslöschung Israels und der Juden forderten, so steht für ihn fest, dass es eben auch Massen von Israelis geben müsse, die die Auslöschung der arabischen Welt forderten. Anders geht es nicht. Außerdem müsse jeder einen Lösungsansatz bei sich selber suchen. Das meinte er auf die Frage nach Vernichtungsdrohungen gegen Israel. Natürlich sieht er die Israelis in der Pflicht, diesbezüglich Lösungsansätze zu finden. Wen sonst?

Zeit für ein Gedankenexperiment, dachte ich. Ich fragte ihn, welchen Lösungsansatz er denn hätte, wenn ihn jemand des Besitzes von Kinderpornografie beschuldigen würde. Er empörte sich, dass dies nicht der Wahrheit entspräche. Das könne er mit Sicherheit sagen. Das könne ich nicht beurteilen, erwiderte ich. Mir ginge es gemäß seinem Credo um seinen Lösungsansatz bezüglich seiner Person.

Ob denn – die Frage nach der Wahrheit außer Acht gelassen – Kritik an seiner vermeintlichen Kinderpornosammlung legitim sei, beantwortete er mit dem hysterischen Hinweis, dass er mich anzeigen wolle. Er wisse schließlich, dass er keine Kinderpornos besitze. Eine solche Ehrverletzung müsse er sich nicht gefallen lassen. Ich betonte, dass ich nach seiner Maxime nur wissen wolle, welchen Lösungsansatz er für sich sehen würde, da die Wahrheit in seinen Vorstellungen ja keine Rolle spiele. Er wird dünnhäutig, wenn es um seine Person geht.

Zeit für die nächste Stufe. Ich bat ihn, mein Gedankenexperiment fortzusetzen. Er möge sich vorstellen, dass ein Nazi-Lynchmob ein Exempel an einem Pädophilen statuieren wolle. Nazis spielen sich ja gerne mal als Beschützer der Kinder auf. Was wäre, wenn man diesen mordlustigen Barbaren das Gerücht um eine Kinderporno-Sammlung in seinem Besitz antragen würde? Wäre das legitim? Er tobte und ließ seinem Tasten-Tourette freien Lauf. Es ginge schließlich um eine konkrete Person und mögliche Folgen für diese.

Aha. So fragte ich nochmal, warum es denn nach seinen Wertvorstellungen nicht moralisch wäre, wenn Lügen über ihn (also eine konkrete Person) verbreitet werden würden, wodurch er (also eine konkrete Person) ggf. sogar um sein Leben fürchten müsse. Denn andererseits hat er keine Probleme damit, Lügen über Israel zu dulden. Wohl wissend, dass mit dieser Hass-Propaganda andere Menschen zum wahllosen Mord an Israelis oder Juden allgemein angestachelt werden. Seine Antwort war einfach: Er sperrte mich für die Gruppe.

Somit bestätigte er, dass er keine Antworten und keine Moral hat. Sein Problem wäre, dass in meinem Gedankenexperiment nicht immer 100% klar gewesen sei, dass es sich bei der Kinderporno-Sammlung um eine Hypothese handele. Der Mann hat plötzlich Probleme. Probleme, die er jedoch nicht hat, wenn es um Lügen über Israel geht. Das wäre ja legitime Kritik, da es nur um ein Land ginge.

Es hat natürlich nichts mit Antisemitismus zu tun, wenn er großzügig den Bewohnen Israels und den Juden tausendfach das zumutet, was ihn sich in einem Gedankenexperiment die Hose füllen lässt, wenn es um die eigene Person geht.

Die Debatte

31. März 2014 um 16:00 | Veröffentlicht in die Welt+Islam | Hinterlasse einen Kommentar
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DryBones, 26. März 2014

Islamismus, Islamophobie und die rohe, unangenehme Wahrheit über die Kaperung der „Religion des Friedens“.

Wenn eine Entschuldigung nicht “tut mir leid” bedeutet

28. März 2014 um 15:31 | Veröffentlicht in USA | Hinterlasse einen Kommentar
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Paula R. Stern, Times of Israel blogs, 23. März 2014

Vor vielen, vielen Jahren machte meine älteste Tochter etwas, das der Rest von uns als falsch betrachtete. Sie wurde aufgefordert sich zu entschuldigen und tat das auch. Ihre genauen Worte waren: „Na gut, Entschuldigung.“
Obwohl sie sich an ihre Entschuldigung als ernsthaft erinnert, vermute ich, dass der Rest von uns es nicht so sah und von da an hatte die Formulierung „Na gut, Entschuldigung“ sich in unserem Haus mit der Bedeutung herumgetrieben, dass der sich Entschuldigende es nicht ernst meinte und nur die Formalität erledigte, weil diese gefordert war.

Eine Entschuldigung ist nicht wirklich eine Entschuldigung, wenn sie mehr dazu gemacht wurde Kritik stumm zu machen, als zuzugeben, dass etwas falsch gemacht wurde. Und ja, der Wert einer Entschuldigung hat eine direkte Verbindung zur Ernsthaftigkeit, mit der sie abgegeben wird. Es muss erst einmal ein Bewusstsein für das geben, was falsch gemacht wurde; Und die Absicht sein Bestes zu geben, um dasselbe in der Zukunft zu vermeiden. Um eine Entschuldigung wirklich auf die Ebene zu heben, wo sie Vergebung wert ist, ist es also am besten so viel wie möglich zu tun, um den verursachten Schaden zu lindern.

Als ich gerade eine Entschuldigung las, die wegen einer Reise abgegeben wurde, die ein Teil der jüdischen Studenten von Harvard ans Grab von Yassir Arafat unternahm, konnte ich, den „Na gut, Entschuldigung“-Ton mit jedem Wort hören. Die Entschuldigung ist zu wenig, zu spät, zu unaufrichtig und legt nahe, dass kein Versuch unternommen wird den Schaden ungeschehen zu machen und den durch diesen unsensiblen und unbedachten (soll heißen: unglaublich dummen) Trip verursacht wurde.

Was mir wegen der Entschuldigung Sorgen bereitet, war die Notwendigkeit zuerst einmal nur anzugreifen und dann zu sagen: „Ja, ups, war eine schlechte Idee.“ Doch selbst in diesem Ups steckt Kritik. Wie könne wir es wagen sie ihnen vorzuwerfen sie würden Israel nicht unterstützen? Warum glaubt ihr Leute denn, wir würden Arafat ehren?

Moment … sie gingen zu Arafats Grab! Sie empfanden ihn als bedeutend genug, um dort zu lächeln und zu posen, damit sie es allen zeigen konnten, wenn sie zurückkommen.

„Hallo??? Jetzt macht aber!“, möchte ich sie anbrüllen. Wenn ihr das Grab von jemandem besucht, der Hunderte Israelis ermordete, dann wisst ihr, dass wir das Recht haben uns zu wundern.

Was die Harvard-Studenten (und der Leiter der Wohlfahrtsorganisation, die die Reise sponserte) nicht begreifen ist, dass vielen von uns hier in Israel – rechts wie links, Blogger und Bäcker gleichermaßen – der Besuch die wachsende Kluft zwischen israelischen und amerikanischen Juden zeigt. Mehr noch: Er zeigt die Tiefe der Ignoranz, die selbst angeblich intelligente Menschen zur Schau stellen können, wenn sie darin versagen die Anstrengung zu leisten etwas zu lernen, bevor sie ihre sprichwörtlichen Füße in den Mund stecken.*

Warum fanden sie es angemessen Yassir Arafat ihre Ehrerbietung zu erweisen? Das ist die Frage, die sie stellen sollten, statt uns anzugreifen und zu sagen, der Besuch sei nicht gewesen, was er eindeutig war. Wie kann man abstreiten, dass ein Grab zu besuchen tatsächlich dem Toten die Ehre zu erweisen ist? Warum sonst besucht man ein Grab, wenn nicht aus diesem Grund?

Die angemessene Entgegnung zu dem, was getan wurde, wäre gewesen – Köpfe hätten (im übertragenen Sinne) rollen müssen. Welcher Idiot glaubte, dass der Besuch von Arafats Grab diesen Studenten helfen würde ein tieferes Verständnis des Konflikts im Nahen Osten zu vermitteln?

Es gibt ein paar Dinge, zu denen Israel als Nation fast völlig eins ist. Mit Ausnahme der Shulamit Aloni und denen, die ihre fehlgeleiteten und wahnhaften Politik folgen, erinnern sich die Israelis an Arafat zum größten Teil als den Mörder und Terroristen, der er war. Die Liste der von ihm geplanten und umgesetzten Anschläge definiert, wer er war und was er tat.

Und vielleicht war die sofort folgende Reaktion schlimmer als der Besuch selbst. Die reflexhafte Reaktion war, den Israelis Vorwürfe zu machen – und israelische Blogger zu beschuldigen den Besuch falsch zu interpretieren. Entschuldigt uns hier in Israel bitte, aber wie half dort hinzugehen diesen Studenten irgendetwas über das hinaus zu verstehen, was eine gute Google-Suche ihnen gebracht hätte?

Lasst mich euch hier helfen.

Yassir Arafat wurde 1929 in Kairo geboren – stimmt. Er wurde nicht in Israel geboren (oder in Palästina, wie es damals genannt wurde). Hat irgendjemand das der Gruppe gesagt? Jau, der Chefterrorist des palästinensischen Volks … wurde nicht einmal hier geboren.

1964, drei Jahre BEVOR es die sogenannte „Besatzung“ gab, gründete er eine Organisation, die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) genannt wurde und deren erklärtes Ziel es war Palästina von den Besatzern zu befreien. Ich möchte diese Harvard-Studenten daran erinnern, dass es 1964 oder 1965 oder 1966 keine Besatzung gab; nicht einmal (jedenfalls) während der ersten Hälfte des Jahres 1967.

Nach diesem Datum gab es nach Angaben einer recht großen Anzahl Israelis (wie mir) und Experten zu internationalem Recht nach dem Krieg von 1967 keine Besatzung, denn was gewonnen wurde, war erst einmal historisch unser und darüber hinaus das direkte Ergebnis eines von ihnen angezettelten Krieges. Sie verloren also – wir besetzten nicht … sie wählten Krieg – wieder und wieder und wieder! Wenn also die Besatzung nach Arafat 1967 begann und das alles ist, was die Palästinenser heute wollen, warum wurde die Organisation 1964 gegründet? Auf diese Frage bekomme ich nie eine Antwort…

Fakt ist, dass Arafat alles wollte, was zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan liegt und um das diesen Harvard-Studenten kristallklar zu machen: Dazu gehören Tel Aviv, Haifa, ganz Jerusalem und alles andere, was ihr neben eurem Besuch in Ramallah gesehen habt.

Damals … und auch heute bleibt das das Ziel der Palästinenser. Damals und heute. Und diese Haltung – „vom Fluss bis zum Meer“ – ist es, worum es bei einem Besuch von Arafats Grab ging. Ihr habt dem Konzept Israel von der Landkarte zu wischen Glaubwürdigkeit verliehen, indem ihr den Chefarchitekten dieses Plans besucht habt.
Arafat war kein General einer Armee, die uns als Invasionsarmee bekämpfte, sondern ein erbärmlicher, widerlicher Terrorist, der unsere Schwächsten angriff. Wieder und wieder. Oh, er war glücklich einen Soldaten zu töten, aber Soldaten waren bewaffnet und bereit und deshalb zog Arafat – flennender Feigling, der er war – unsere „weichen“ Ziele so sehr vor – Babys, Teenager, Alte, schwangere Frauen – niemand war ausgenommen. Das ist es, was ihr geehrt habt.

Ich könnte über Maalot schreiben – wo Arafats Terroristen 21 Kinder ermordeten; von München, wo Arafats Todesmissionare 11 Athleten ermordeten. Ich könnte vom Massaker an 21 Israelis auf einer Küstenstraße schreiben; von Leon Klinghoffer, den auf der Achille Lauro ermordeten amerikanisch-jüdischen Krüppel. Ich könnte Stunden lang schreiben und doch nicht voll das Böse dieses heruntergekommenen Mannes erklären. Der Planer, der Mörder, der Terrorist – all das wurde in diesem Grab beerdigt, das diese Studenten aufsuchten.
An was diese Studenten und ihr Bild, wie sie an seinem Grab lächeln und posieren, macht: mich an einen Vorfall zu erinnern, der sich vor 10 Jahren in Polen abspielte. Ich war mit einer älteren Tochter nach Polen gefahren; sie gehörte zu einer Gruppe Oberschülerinnen aus ganz Israel. Als ich in der Nähe des Tors von Auschwitz stand und darauf wartete, dass unsere Gruppe sich versammelte, um das Konzentrationslager anzusehen, in dem Millionen krepierten, sah ich, wie einige südkoreanische Touristen auf unsere israelischen Mädchen zugingen – auf diejenigen die israelische Flaggen in der Hand hatten. Wäre es nicht cool ein Bild mit diesen hübschen Mädchen und der israelischen Flagge zu bekommen, müssen die Koreaner gedacht haben und deshalb baten sie die Mädchen für Bilder zu posieren.

Die Mädchen standen lächelnd dort, während zwei koreanische Männer bei ihnen standen und ein dritter sie fotografierte, bevor sie die Plätze tauschten, damit auch der Fotograf sein Foto bekam.

Ich stand mit meiner Tochter etwas weiter daneben und wusste, es war falsch und ich konnte mir vorstellen, wie diese Männer nach Korea zurückkamen und Bilder ihrer Tour und der hübschen, lächelnden israelischen Mädchen herumzeigen. Ich wollte die Koreaner nicht in Verlegenheit bringen, also sagte ich den Mädchen leise auf Hebräisch: „Habt ihr vergessen, wo ihr seid? Ihr seid in Auschwitz. Das ist kein Ort um für Bilder zu posieren. Wollt ihr, dass sie Bilder von lächelnden Israelis hier in Auschwitz haben?“

Die Mädchen sahen sich um und erkannten, wie unangemessen es war. Auschwitz ist ein Ort des Todes, nicht des Lächelns; Arafats Grab ist der Ort eines Mörders, kein Ort, an dem jüdische Studenten posieren.

Hätte eine Gruppe Harvard-Studenten mich gefragt, hätte ich ihnen etwas Ähnliches gesagt. Schaut, wo ihr seid oder wohin sie euch bringen. Wie könnt ihr da sein? Wollte ihr dieses Bild auf Facebook posten? Offenbar hapert es ihnen derart an Bildung … dass sie es taten.

Um Klartext zu reden: Es ist ihr gutes Recht nach Ramallah zu fahren. Doch wenn sie das tun, dann müssen sie akzeptieren, dass wir das Recht haben von ihnen – und ihrer Huldigung – angewidert zu sein. Solange sie (und ihre Eltern und diejenigen, die sich diese unüberlegte Reise ausdachten) in den USA lebten, haben sie kein Recht etwas anderes zu erwarten als unsere völlige Verachtung für das, was sie mit dem Trip nach Ramallah taten.

Und wenn es ihnen Leid tut – wenn – dann schlage ich mehr vor als eine halbe Entschuldigung. Ich schlage vor, sie besuchen die Gräber der Menschen, die Arafat ermordete.

Geht zu David Hatuel, dessen schwangere Frau und vier Töchter aus nächster Nähe erschossen wurden und erklärt ihm eure Neugier von der anderen Seite zu lernen. Entschuldigt euch bei ihm.

Geht zu Limor Har-Melekh, deren Ehemann Schalom vor ihren Augen ermordet wurde. Sie war schwanger, als auch sie mittelschwer verletzt wurde. Ihr könnt erklären, wie ihr nicht meintet Arafat zu ehren, als ihr ihre Tochter traft, die glücklicherweise die Operation überlebte, mit der sie aus dem Schoß ihrer Mutter geholt wurde, als sie die Kugeln entfernten, die in deren Körper geschossen worden waren.

Geht zu Arno Herenstein, der schwer verletzt und dessen Frau Yafit ermordet wurde, als Arafats Terroristen in sein Haus eindrangen und das unbewaffnete Paar angriffen. Entschuldigt euch bei ihm, denn er und andere Opfern wie er leben für immer mit dem, was Arafat und seine Mörder taten.

Es kommt für jeden Menschen im Leben der Moment, an dem er erwachsen werden und Verantwortung übernehmen muss. Niemand zwang diese jungen Leute zu Arafats Grab zu gehen. Jeder einzelne von ihnen stieg in diesen Bus und ging in dieses Gebäude. Jeder einzelne entschied sich neben dem Grab zu stehen und sich fotografieren zu lassen. Als ich 16 war, ging ich auf eine Reise und fühlte mich nicht wohl mit einem Ort, an den die Gruppe fuhr; also nahm ich eine Pause und bliebt zurück. Sage keiner, dass jeder einzelne dieser Studenten nicht dasselbe hätte tun können.

Was ich in der abgegebenen Entschuldigung hörte, war die in unserer Familie berüchtigte „Na gut, Entschuldigung“-Entschuldigung. Israel steht bereit um zu sehen, ob dies eine ernste Entschuldigung war oder nicht.

Eine letzte Bemerkung an Barry Shrage, den Präsidenten der Combined Jewish Philanthropies, der Organisation den Israel-Besuch des Harvard College sponserte. Israels Bloggers hatten recht, dass sie die Empörung unseres Landes zum Ausdruck brachten. Ihr habt versucht uns zu diskreditieren, indem ihr vor „den Gefahren von Bloggern und anderen“ warnt, „die die Macht und Reichweite des Internets benutzen, um die Bedeutung zu verfälschen“.

Es ist der Job von Journalisten und Bloggern andere aufmerksam zu machen. Es gab in der Berichterstattung zu diesem Vorfall keine Verfälschung. Ihre Wohlfahrtsorganisation sponserte eine Reise zum Grab eines Killers. Statt den Botschafter zu attackieren schlage ich vor, dass Harvards jüdische Studenten nie wieder den Fehler machen einem Mörder unseres Volkes Ehrerbietung zu erweisen, zumindest nicht, während sie auf Ihre Kosten reisen.

Eure „Na gut, Entschuldigung“-Entschuldigung ermutigt sie nicht nur das in der Zukunft wieder zu tun, sie gibt uns jedes Recht Ihren Einsatz für Israel infrage zu stellen. Ich persönlich hoffe, dass Ihre Organisation sich die Zeit nehmen wird sich bei all denen zu entschuldigen, die von dem Tun dieser Gruppe verletzt worden sind.

Diese Familien haben genug gelitten – sie haben nicht verdient, was Ihre Organisation ihnen angetan hat.
———-
* Ein amerikanisches Sprichwort: „to put one’s foot in one’s mouth“ – in etwa: ins Fettnäpfchen treten.

Das übliche zweierlei Maß beweist…

22. März 2014 um 20:06 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Europa+Nahost | 1 Kommentar
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Gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

Harzony-to-inciters

Offener Brief eines irakischen Juden an die Presbyterianische Kirche USA

21. März 2014 um 13:57 | Veröffentlicht in Christen+Kirchen, die Welt+Nahost | 2 Kommentare
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Joe Samuels, Times of Israel blogs, 12. März 2014

Einige Ihrer Mitglieder haben unter dem Banner der Menschenrechte ein einziges Land dämonisiert. Nach ihren Angaben ist das einzige Land, das den Nahen Osten destabilisiert und der arabischen Welt viel Schmerz und Leid verschafft, nicht der Iran, Syrien oder der Libanon. Es ist Israel.

Sie glauben, die Wurzel des Problems ist der Zionismus und die Rückkehr der Juden nach Israel.

Ihre Gruppe hat gerade ein Büchlein mit dem Titel „Zionism Unsettled“ [Zionismus entsiedelt] veröffentlicht. Das Büchlein behauptet, ohne die zionistische Bewegung, die Israel gründete, würden die Juden aus arabischen Ländern immer noch in Frieden und Harmonie in den arabischen Staaten leben. Ich zitiere aus Seite 48 von „Zionism Unsettled“:

Die Juden des Nahen Ostens – sie werden auch Miszrahi-Juden genannt – teilen eine Geschichte weithin harmonischer Integration und kulturellen Anpassung in ihren Gastgeberländern. Leider wurde dieses Modell der Koexistenz durch das regionale Eindringen des Zionismus mit Beginn des späten 19. Jahrhunderts destabilisiert.

Mein arabischer Name lautet Yussuf. Ich wurde im Dezember 1930 im jüdischen Viertel der Altstadt von Bagdad geboren, das man als „Taht El-Takia“ kennt. Ich bin jetzt 83 Jahre alt. Meine Muttersprache ist Arabisch und ich bin einer dieser Juden, die in der arabisch-islamischen Kultur des Irak integriert war.

Hier sind ein paar Beispiele dafür, wie wir arabischen Juden in Harmonie mit unseren Gastgebern lebten: Ich überlebte den Farhud von 1941 – ein gewalttätiges „Progrom“, als irakische Muslime, aufgehetzt von Nazi-Deutschland, auf die Straße gingen, das jüdische Viertel zerstörten und 180 jüdische Männer, Frauen und Kinder töteten. Ich war 11 Jahre alt. Googeln Sie Farhud oder lesen Sie Edwin Blacks Buch „The Farhud“. Die Ursache des Farhud war nicht der Zionismus. Der Farhud war ein rein antisemitischer Akt. Im Alter von 14 wurde ich von zwei muslimischen Jugendlichen mit einem Messer gejagt, weil ich sie davon abhielt die Teenager-Tochter meiner Nachbarn am hellichten Tag belästigten. Als ich 18 Jahre alt war, nach dem Abschluss der Al-A’Adadiah-Oberschule, wurde mir ein Ausreisevisum zum Verlassen des Irak für ein Studium in den USA verweigert, weil ich Jude war. Meine Geschichte ist nicht einzigartig. Ich bin einer von 150.000 irakischen Juden, die diskriminiert, unterdrückt und gezwungen wurden vor religiöser Verfolgung zu fliehen – wegen meines Glaubens.

Im Mai 1948, nach dem fehl geschlagenen Versuch Israel in seinem Kampf um Unabhängigkeit zu vernichten, wandte sich die irakische Regierung gegen ihre jüdischen Bürger, deren Vorfahren kontinuierlich seit 2.500 Jahren dort gewesen waren. Verhaftungen, Folter, Freiheitsentzug und Aufhängen von Juden ließ jedes jüdische Herz vor Angst beben. Es war die Angst um mein Leben, die mich den Versuch unternehmen ließ mich im Dezember 1949 aus dem Irak schmuggeln zu lassen. Ich wurde durch den Iran geschmuggelt und fand in Israel zum ersten Mal meine Freiheit. 1941, während des Farhud gab es nichts, wohin man fliehen konnte. Gott sei Dank gab es Israel, das uns aufnahm. Ich begann dort mein Leben, wie viele Juden aus muslimischen Ländern, als enteigneter, heimatloser, mittelloser Flüchtling.

Ihre Kommentare, das „die in arabischen Ländern lebenden Juden harmonisch integriert und in Koexistenz in ihren Gastgeberländern lebten und wegen des Zionismus im 19. Jahrhundert destabilisiert wurden“ ist völlig irreführend und falsch. Erst einmal gab es nie eine kontinuierliche friedliche Koexistenz zwischen Muslimen und Juden. Es gab Tausende Jahre Juden in arabischen Ländern, aber wir lebten als Dhimmi-Bürger zweiter Klasse. Wir mussten regelmäßig Bestechungsgelder zahlen und uns ohne Gerechtigkeit zu suchen malträtieren lassen. Wenn z.B. ein jüdisches Mädchen vergewaltigt wurde, wenn ein muslimischer Kunde meinem Vater die gekaufte Ware nicht bezahlte oder wenn ein Muslim einen Juden ermordete, dann hätten wir es nicht gewagt Gerechtigkeit zu suchen, aus Angst vor Vergeltung.

Von den 850.000 Juden, die einst arabische Länder bewohnten und entweder vertrieben wurden oder flüchteten, darunter auch ich und meine Familie, lebt keiner in Flüchtlingslagern. Wir haben uns überall in der Welt, in vielen Ländern als angesehene Bürger niedergelassen. Meine Familie ist dankbar Bürger der Vereinigten Staaten zu sein. Wir sind glücklich aus dem Irak entkommen zu sein und niemand von uns teilt Ihre Traurigkeit oder hat die Nostalgie zurückzugehen und als unterdrückte Bürger zweiter Klasse in einem muslimischen Land zu leben.

Von den 600.000 Juden, die aus den arabischen Ländern nach Israel gingen, lebt niemand in einem Flüchtlingslager. Eine ähnliche Zahl palästinensischer Flüchtlinge aus dem Krieg, den ihre Führer begannen, leben nach 66 Jahren immer noch in Flüchtlingslagern in arabischen Ländern.

Stellen Sie sich vor, die irakische Regierung verspräche meiner Familie das konfiszierte Haus im Distrikt Al-Alwiya zurückzugeben. Stellen Sie sich vor, sie versprechen das Importgeschäft meines Vaters zurückzugeben. Stellen Sie sich vor, ich brächte meine Frau, meine drei Kinder (zwei mit Doktortitel, einer Arzt) und fünf Enkel nach Bagdad. Wie verrückt wäre ich? Als amerikanische Juden und Zionisten – wie lange, glauben Sie, würde es dauern, bis wir umgebracht werden?

Ihre Veröffentlichung „Zionism Unsettled“, die für Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS) Israels wirbt, lehnt die Existenz eines jüdischen Staates ab. Das ist kein Angriff auf israelische Politik, sondern auf die pure Vorstellung, dass Juden selbstbestimmt sind und einen eigenen Staat und Zuhause haben. Zu behaupten, dass es in Ihrer Veröffentlichung um Besatzung geht, zu behaupten, dass es darin um Frieden geht, zu behaupten, dass es darin um Menschenrechtsmissbräuche geht, zu behaupten, dass es darin um etwas anderes als niederträchtigen, gehässigen, antisemitischen Judenhass geht, ist eine Lüge.

Sollte es für Sie als christliche Kirche nicht Priorität haben für Ihre christlichen Geschwister einzutreten? Wo ist Ihre Veröffentlichung von „Islam Unsettled und der Umgang mit Christen in der muslimischen Welt“? Fünfzig koptische Kirchen wurden an einem einzigen Tag niedergebrannt, als Morsi in Ägypten herrschte. Eine Million irakischer Christen lebt in Flüchtlingslagern in Jordanien. Was ist mit den Christen in Syrien unter den Rebellen oder Christen im Gazastreifen? Bethlehem hatte eine christliche Mehrheit; heute hat es eine muslimische Mehrheit. Der Libanon war das einzige arabische Land mit einer Mehrheit an Christen. Heute leben die libanesischen Christen als Minderheit und wagen es nicht die Hisbollah zu entwaffnen, die extremistische Gruppe, die den Libanon beherrscht.

Reverend Chris Leighton, der geschäftsführende Direkter des Institute for Christian & Jewish Studies, der Ihrer Veröffentlichung heftig ablehnte, fasst seinen Widerspruch in einem offenen Brief an die Kirche zusammen. Er schrieb: „Nahezulegen, dass das die jüdische Sehnsucht nach einem eigenen Heimatland – ein Sehnen, das wir Presbyterianer für zahlreiche andere Nationen unterstützt haben – irgendwie theologisch und moralisch abstoßen ist, bedeutet Juden ihre eigene Identität als Volk zu verweigern.“

Es gibt 22 arabische Staaten. Es gibt Platz für einen dreiundzwanzigsten. Doch es gibt keinen Platz für einen jüdischen Staat von der Größe New Jerseys? Schande über Sie.

Salubrius: Warum Menschen glauben die jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria sind illegal und warum sie es nicht sind

11. März 2014 um 14:33 | Veröffentlicht in Araber, die Welt+Nahost, Nahost-Konflikt | Hinterlasse einen Kommentar
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Wallace E. Brand, Independent, 25. Januar 2014 (gefunden hier)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine große Zahl kleiner Territorien entkolonisiert und wurden Staaten. Dadurch wurde eine große Zahl sehr kleiner Staaten der UNO hinzugefügt. Mit dem Prinzip „ein Staat, eine Stimme“ (egal, wie große oder klein der Staat ist) erlaubten es diese Hinzufügungen den afro-asiatischen und sowjetischen Blöcken die Abstimmungen in der UNO-Vollversammlung zu dominieren. Doch die Vollversammlung empfahl nur – sie sollte kein Welt-Gesetzgeber sein. Wenn alle Parteien eines Disputs zustimmen, könnten sie einen Vertrag schließen. Das würde dann internationales Recht.

Russland hatte sich gegen Israel gewandt, weil es Israel als Hindernis für seine Dominierung des Öls im Nahen Osten und in der Folge für die Hegemonie über Westeuropa. Es versuchte den arabischen Hass gegen die Balfour-Erklärung, das Palästina-Mandat und die Existenz Israels auszunutzen. Es war in der Lage in der UNO eine Resolution zu inszenieren, die für die „unveräußerlichen Recht des palästinensischen Volkes“ ohne jegliche Überprüfung warb, ob es ein palästinensisches Volk gab oder wie dessen Rechte aussahen; dann war sie in der Lage ein UNO-„Komitee für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volks“ zu bilden. Das Komitee begann einen Bericht zu schreiben der den Titel „Herkunft und Evolution des palästinensischen Problems“ trug, der sich auf die Arbeit eines arabischen Anwalts namens Henry Cattan stützte, der Mitglied des Arabischen Hohen Rates war. Das Komitee wurde von Hadsch Amin al-Husseini geleitet, dem Großmufti von Jerusalem. Hussein war ein Freund Adolf Hitlers. Er sagte den Deutschen, wenn sie ihn für seine Hilfe belohnen wollten, dann könnten sie – wenn sie im Zweiten Weltkrieg siegten, ihm die Erlaubnis geben alle Juden in Palästina zu liquidieren.

Cattan hatte die Araber auch bei den UNSCOP-Anhörungen 1947 vertreten. Auf seine Arbeit und die seines Freundes W. T. Mallison verließ man sich im ersten Teil der Ursprung und Evolution usw., der die Jahre 1917 bis 1947 abdeckte. 1979 schrieb sein Freund Mallison, der das Vorwort zu Cattans Buch „Das Palästina-Problem“ geschrieben hatte, auf Aufforderung des UNO-Komitees ein Rechtsgutachten über Wichtige Resolutionen der UNO-Vollversammlung. Es kam zu dem Schluss, dass die Juden dem internationalen Recht nach eine illegale Besetzung von Judäa, Samaria, Ost-Jerusalem und dem Gazastreifen betrieb. Das Gutachten gründete allerdings nicht auf echtem internationalen Recht, da die Resolutionen lediglich Empfehlungen sind. Sie können nur internationales Recht werden, wenn sie von allen Parteien akzeptiert werden und alle Parteien einen Vertrag unterschreiben, in den die Empfehlungen aufgenommen wurden. Das wurde mit der Teilungsresolution nicht gemacht. Dennoch wurde Mallisons Gutachten vom Komitee als Broschüre veröffentlicht und erhielt weite Bekanntheit. Ein australischer Anwalt namens Julius Stone, der weithin als Autorität für internationales Recht Beifall erhält, war von der krassen Entstellung des internationalen Rechts derart empört, dass er eine Kritik dazu veröffentlicht; diese trug den Titel „Israel Palästina: Angriff auf das Völkerrecht“.

Er zeigt, dass die Resolutionen, auf denen das Gutachten basierte, kein internationales Recht waren, sondern lediglich Empfehlungen, die bei der Geburt schon starben, als die Teilungsresolution – Nr. 181 aus dem Jahr 1947 – von den Arabern abgelehnt wurde. Stone zeigte auch, dass es ziemlich weit hergeholt sit zu glauben, dass eine Gruppe, die behauptet ein Volk zu sein, die UNO ermächtigen könnte die Grenzen eines souveränen Staates neu zu ziehen. Er zeigte, dass das jüdische Volk bereits auf Grundlage der San Remo-Resolution und des Mandats Palästina Souveränität hatte. Lange vor der Zeit, zu der das Naturrecht zur Selbstbestimmung eines Volkes als internationales Recht übernommen wurde, war die britische Politik der Anerkennung jüdisch-politischer Selbstbestimmung in Palästina sich in internationales Recht entwickelt. Erstmals wurde das in San Remo zu Recht und dann als das Mandat Palästina, ein von 53 Staaten genehmigter Vertrag. Das sollte den Juden ursprünglich einen fairen Anteil an den politischen Rechten an Palästina geben. Es gab ihnen das Recht dichter Besiedlung des Landes; diese Rechte wurden aber in treuhänderische Verwaltung gegeben, bis die Juden in der Lage waren eine Mehrheit aufzubringen, durch Einwanderung aus der Diaspora. Wenn die Juden die Mehrheit stellten und die Verpflichtungen der Souveränität ausüben konnten, würden die politischen Rechte, die die Gründung einer jüdischen Regierung mit sich bringt, dem Weltjudentum übertragen. Man kann die Einzelheiten all dessen in einem Gutachten finden, das ich unter dem Titel Claims of the Jewish and Arab People to the Right of Self-Determination in Palestine (Ansprüche des jüdischen und arabischen Volks auf das Recht auf Selbstbestimmung in Palästina) erstellt habe (archiviert unter SSRN.com/abstract=2385304).

Erstens Verträge und zweitens lange bestehende Praktiken, die von den meisten Staaten anerkannt sind, sind der Stoff des internationalen Rechts. Mallison versuchte die Teilung Palästinas in die zweite Kategorie zu stopfen, obwohl die Staaten der Teilungsresolution mit Hilfe des russischen Blocks gerade mal zustimmten und bald darauf Russland sich gegen die Teilung wandte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Rechte eines Volks auf Selbstbestimmung, die bis dahin nur Naturrecht waren, in den 1970-er Jahren als internationales Recht übernommen.

Allerdings fügten die Anwälte in jeden Fall in diese Rechtsordnung den die juristischen Codeworte „souveräne Gleichberechtigung“ ein, die bedeutet, dass die territoriale Integrität eines jeden souveränen Staates erhalten bleiben muss. Die Zurückhaltung wurde in Mallisons Gutachten ignoriert, das aus dem UNO-Komitee für die Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volks. Wenn also die Palästinenser ihre unveräußerlichen Rechte auf Selbstbestimmung geltend machen, werden sie feststellen, dass das zu tun mit den Rechten der territorialen Unversehrtheit eines bereits bestehenden Staates kollidiert, denen des Staates des jüdischen Volks – und dieses Recht ist vorrangig. Russland puschte außerdem die Ansicht, dass jüdische Siedlungen von der vierten Genfer Konvention verboten wird, die Staaten verbietet Menschen zu deportieren oder zwangsweise umzusiedeln. Doch es wollte diese Theorie auf Menschen anwenden, die nicht umgesiedelt wurden – sie hatten sich selbst entschieden umzuziehen und es würde ihre Menschen verletzten sie davon abzuhalten. Auf jeden Fall war das freizubleiben hatte Land unter einer „kriegerischen Besatzung“, das einen legitimen Souverän gehabt hatte, nicht einfach irgendwelches Land unter militärischer Besetzung. Zudem war das Land von Israel 1967 in einem Verteidigungskrieg gewonnen worden, einem illegalen Besatzer – Jordanien – abgenommen, der es 1948 durch einen Aggressionskrieg gewonnen hatte. Israels Besatzung war keine „kriegerische Besatzung“. 1967 hatte es immer noch die politischen Rechte auf ganz Palästina westlich des Jordan. Jordanien war kein legitimer Souverän über Territorium am Westufer des Jordan und wurde als solcher nicht einmal von den Mitgliedern der Arabischen Liga anerkannt.

Russland hat jetzt oberste Priorität und wird wahrscheinlich noch wieder einen Grund erfinden, dass das Land den Arabern gehört oder sonst jemandem, nur nicht den Juden. Sehen Sie sich nur die Geschichten an, die sie in der Ukraine zusammenlügen.

Salubrius (Wallace Brand)

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