Wenn eine christlich-ökumenische Organisation Israels Sünden beichtet

Dexter Van Zile, Israel HaYom, 9. Oktober 2016

In ein paar Tagen werden sich Juden weltweit in Syngogen versammeln, um am Feiertag Yom Kippur für ihre Sünden zu büßen. Sie werden 25 Stunden lang fasten, beten und hoffen, dass, bis sie sich hinsetzen und ihre Fast mit einem feierlichen Mahl beenden, sie von ihren Sünden gereinigt und auf die Stufe von Engeln erhoben sind.

Dieses Jahr können Juden, die Probleme haben ihre Sünden zu identifizieren, für die sie Buße tun müssen, die Internetseite des Ökumenischen Rats der Kirchen [Weltkirchenrat] konsultieren; das ist eine der vielen christlichen Organisationen, die Geschichten und Bilder von sich im Heiligen Land schlecht verhaltenden Juden sammeln und dann diese Geschichten und Bilder an ihrer christlichen Anhänger weltweit versenden.

Der ÖRK tut diese Arbeit in einer erklärten Anstrengung, um Frieden zwischen Israelis und Palästinensern zu fördern, doch offiziellen Vertretern des Rats ist es reichlich egal, ob Juden in Israel und dem Rest der Welt ihr Material für Selbstgeißelung verwenden. Es würde sie glücklich – richtig glücklich – machen zu sehen, dass Juden in den Chor der Verdammung des jüdischen Staates einfallen.

Ein Ort, den man sich auf der Internetseite des ÖRK ansehen sollte, ist der Teil, der seine Weltwoche für Frieden in Palästina und Israel bewirbt, die jedes Jahr im September stattfindet.

Dieses Jahr hat der ÖRK sich selbst übertroffen und eine liturgische „Werkzeugkiste“ produziert, die Christen nutzen können, um den Fokus ihrer Aufmerksamkeit auf die Sünden des jüdischen Staates zu richten. Das nennt sich „Barrieren abbauen“ und ist eine offensichtliche Bezugnahme auf die Sicherheitsbarriere, die im Verlauf des letzten Jahrzehnts tausende Leben – sowohl israelisches wie palästinensisches – gerettet hat.

Das Eröffnungsgebet bitte, dass „unsere gemeinsamen Gebete um Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit die Kraft der Liebe sind, mächtig genug, um die Art zu verändern, wie wir mit unseren Nachbarn umgehen und die Trennmauer zu Fall zu bringen.“

Es gibt in dieser Liturgie nichts dazu die Klingen in den Händen von Terroristen zu bändigen, die während der aktuellen Messer-Intifada auf Männer, Frauen und Kinder einstachen, die jeer Menge Israelis das Leben kosteten. Auch gibt es keinen Verweis auf die antisemitische Hetze, die im palästinensischen Fernsehen sowohl im Gazastreifen als auch in der Westbank ausgestrahlt wird und die die palästinensischen jungen Leute ermutigt ihr Leben mit Selbstmordangriffe zu vergeuden.

Im „Wechselgebet der Beichte“ wird es nicht viel besser. Es ist keine wirkliche Beichte von Sünden seitens der Christen, die das Gebet lesen, sondern in Wirklichkeit eine Liste von Vorwürfen gegen Israel, verkleidet in eine christliche Beichte von Sünden.

Das Gebet beschuldigt Israel implizit palästinensisches Wasser zu stehlen, wenn es darin heißt: „Du gabst reichlich Wasser und Essen für alle, aber Menschen horten es für sich selbst.“ In diesem Zusammenhang wissen die Leser, dass „Menschen“ in Wirklichkeit „diese verdammten Israelis“ bedeutet.

Wenn das Gebet ehrlich wäre, würde es Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, dass die Israelis die Wasserproduktion und das Leitungssystem in die Westbank verbessert haben – und als Ergebnis davon der Wasserverbrauch pro Kopf für die Palästinenser in dieser Gegen seit 1967 zugenommen hat. Aber wie bei der Yom Kippur-Liturgie geht es in diesem Gebet um das Beichten der Sünden von Juden, nicht der von irgendjemandem sonst.

Zur Liturgie gehört auch ein Zeugnis palästinensischen Einwohners von Beit Jala, der von den Problemen spricht, die er hat um einen Checkpoint zu passieren, damit er zu seiner Arbeit in Jerusalem kommen oder seine Frau in ein Krankenhaus in Jerusalem bringen kann. „Ich kann mich noch daran erinnern, dass es keine Mauern gab“, berichtet Bassam. „Es war leicht für uns, uns frei zu bewegen, andere zu besuchen, an Gebeten in Kirchen teilzunehmen, Verwandte in Jerusalem oder Nazareth zu besuchen. Es war leicht diese Beziehungen aufrechtzuerhalten. Heute haben wir unsere Verwandten seit Jahren nicht gesehen.“

Es gibt eine Menge israelischer Juden, die ihre Verwandten seit Jahren nicht gesehen haben, weil sie während der zweiten Intifada von Selbstmordbombern getötet wurden, aber aus irgendwelchen Gründen werden diese Verluste nicht erwähnt.

Bei all ihrer Heuchelei für Frieden, Aussöhnung und Reue zu werben, ist die Liturgie des ÖRK nur ein weiteres Dokument, das Christen eine Vorwand liefert die Sünden des jüdischen Staates zu beichten, auch noch in der Kulisse einer Kirche.

Wir haben von dieser Art des Verhaltens im Verlauf der Kirchengeschichte genug gesehen und doch geht es weiter.

Manches ändert sich eben nie.
s. zum ÖRK und der Weltwoche des Friedens auch Dexter van Ziles Artikel „Die anhaltende Anti-Israel-Besessenheit des Weltkirchenrats

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30. Juli 2016)

Montag, 25.07.2016:

Die Familie von Avra Mengistu (der von der Hamas im Gazastreifen festgehalten wird) und einige Aktivisten verzögeten, dass Verwandte von in einem Gefängnis einsitzenden Terroristen die Häftlinge besuchen können, indem sie die Zufahrt blockierten und Flugzettel an sie verteilten.

Dienstag, 26.07.2016:

Heckmeck:
– Der Generalsekretär der Arabischen Liga sagte zum Abschluss des Gipfels in Mauretanien, dass die Liga die französische Friedensinitiative unterstützt.

Mittwoch, 27.07.2016:

Im Verlauf der Aktion zur Festnahme der Mörder von Rabbi Michael Mark wurde eine Hochspannungsleitung beschädigt, was zu Stromausfällen im Gush Etzion führte. Dadurch bedingt fielen auch Wasserpumpen aus und die Einwohner hatten eine Zeit lang kein Wasser.

Der Chef von Gush Shalom schließt sich Jibril Rajoubs Forderung an israelische Fußballvereine aus Judäa und Samaria aus der israelischen Fußballliga auszuschließen, weil sie „auf palästinensischem Land agieren“. Sie benötigten die Erlaubnis der palästinensischen Fußballliga, um in Israel spielen zu dürfen und hätten diese nie beantragt.

Donnertag, 28.07.2016:

In Sderot wurde ein Projekt abgeschlossen, mit dem Häuser der Einwohner gegen Raketenbeschuss verstärkt wurden. Bei der Feier zur Fertigstellung sagte Premierminister Netanyahu, die Spielregeln hätten sich geändert; aber Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel würden der Hamas Vernichtung bringen.

Freitag, 29.07.2016:

Seit Anfang des Jahres wurden in arabischen Orten im Norden Israels jede Menge Waffen sichergestellt, darunter 73 Gewehre und verschiedene Sturmgewehre, 69 Pistolen und 86 Granaten unterschiedlicher Typen, außerdem 26 Sprengsätze, 81 Brandsätze, tausende Kugeln unterschiedlicher Kaliber und viel weitere Material für Sprengsätze.

Heckmeck:
John Kerry wird sich morgen in Paris mit Mahmud Abbas treffen, um Fortschritte zu einer Zweistaatenlösung zu diskutieren.

Samstag, 30.07.2016:

Omar al-Baschir ist der Präsident des Sudan und das einzige Staatsoberhaupt der Welt, für das ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vorliegt. Mit diesem Mann, hat Mahmud Abbas stolz verkündet, gibt es jetzt vier Abkommen geschlossen: für politische Konsultationen zwischen den beiden Regierungen, eine Konvention zu einem gemeinsamen ministeriellen Komitee, ein Protokoll zu politischen Konsultationen und eine Konvention zu allgemeiner Bildung, kultureller und akademischer Kooperation im Bereich der höheren Bildung. Die Vereinbarungen sollen zur Stärkung der Beziehungen und zunehmender Kooperation zwischen beiden Ländern führen. Mahmud Abbas – ein Verbrecher, der sich mit einem anderen Verbrecher zusammentut.

Wo sind eigentlich … (2)

… die ganzen Kapitalismusfeinde, wenn Kapitalisten en masse in den Iran reisen, um riesige Geschäfte zu machen?

… die ganzen Feministinnen, wenn (gewisse) Muslime Frauen unterdrücken, Frauen als Sklavinnen verkaufen, Frauen ins Haus sperren?

… die ganzen Atomgegner, wenn ein anderer Staat als Israel im Nahen/Mittleren Osten mit jeder Menge Erdöl und Erdgas unbedingt Atomkraftwerke bauen will?
Wo sind sie, wenn ein Staat im Nahen Osten mehr oder weniger offen Atomwaffen anstrebt?

… die ganzen militanten Atheisten, wenn im Nahen Osten Gottesstaaten errichtet werden?
Und wenn Angehörige genau derselben Religion hier bei uns Forderungen stellen, die mehr oder weniger auf Vormachtstellung ihrer Religion hier bei uns hinausläuft?

… die ganzen Friedensbewegten, wenn muslimische Mörder durch den Nahen Osten jagen? Oder ist nur Krieg von Westlern böse?

(bitte ergänzen…)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (09.-15.08.2015)

Sonntag, 09.08.2015:

PA-Minister: Gewalttätiger Widerstand gegen die Besatzung ist ein Recht und eine Pflicht.

Die IDF hat nach dem Tod des verbrannten Familienvaters die Präsenz in Judäa und Samaria verstärkt, weil von mehr Unruhen ausgegangen wird.

Im Nafha-Gefängnis schlossen sich 107 Häftlinge dem Hungerstreik an.

Im Kreis Eschkol waren Explosionen zu hören, die aus der Offensive der Ägypter gegen Jihadisten im Sinai stammen.

Nahe der jüdischen Gemeinde Yitzhar in Samaria brach ein Feuer aus.
Im Jerusalemer Stadtteil A-Tur brach ein Buschfeuer aus. Die Feuerwehr bekam es gegen Abend unter Kontrolle.

Nicht zum ersten Mal: An der Stelle, an der vor einer Woche ein arabischer Autofahrer absichtlich drei Soldaten überfuhr, versammelten sich noch während der Bergung der Verletzten viele Araber, um Selfies zu machen, die den Anschlag bejubelten.

Hochzeitsfeier in Schuafat – durch die „Freudenschüsse“ wurde ein fünfjähriges Kind in Pisgat Ze’ev verletzt. Außerdem wurde ein Zehnjähriger in Schuafat verletzt.

Montag, 10.08.2015:

Die Hamas preist natürlich wieder den feigen Messerstecher von gestern als Helden.

Der gestern durch eine Messer-Attacke verletzte Israeli berichtete, dass die Araber an der Tankstelle sich einfach nur amüsierten, als er um Hilfe rief.

Nahe des Gazastreifens lebende Israelis, beschweren sich über eine neue Taktik der Araber ihnen das Leben zur Hölle zu machen: Müll-Terror. Die Araber laden ihren Müll an einer Stelle direkt an der Grenze ab, wo der Wind den Gestank in israelische Ortschaften trägt. Von israelischer Seite wird die Müllhalde als Sicherheitsrisiko gewertet, nicht nur weil Terroristen sie als Deckung nutzen können, sondern auch weil Ungeziefer aus dem Müll von dort aus ungehindert über die Grenze kommen kann.

Dienstag, 11.08.2015:

Ein festgenommener Hamasnik, der durch einen Tunnel nach Israel eindrang und erwischt wurde, bestätigte (detailliert), dass die Hamas Baumaterial für den Gazastreifen in den Bau von Terrortunneln abzweigt. (Der Mann ist glaubwürdig, er war daran beteiligt.)

Die PA widmet wieder einmal einen Platz einem terroristischen Mörder: Auf einem Platz in Nablus wurde ein Denkmal eingeweiht, das dem „Märtyrer-Führer Naif Abu Sharakh, Kommandeur der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, Führer der das Martyrium Suchenden“ gewidmet ist. Der Terrorist ist für zahlreiche ermordete Israelis verantwortlich, darunter ein Attentat mit 23 Toten am 5. Januar 2003 in Tel Aviv. Er wurde am 26. Juni 2004 von der israelischen Armee getötet.

Verteidigungsminister Ya’alon besuchte heute Morgen die Patriarchenhöhle in Hebron. Die PA-Medien „berichten“, er sei in die „Ibrahimi-Moschee“ „eingebrochen“.

Die PA-Jugendlichen und -Kinder lernen in ihren Sommerlagern, dass sie das „Land befreien werden, das 1948 besetzt wurde“. (Ach ja, es geht immer nur um die 1967 „besetzten Gebiete“?)

Als „Reaktion“ auf den Brandanschlag von Duma droht die Fatah mit verstärktem Terror in Judäa und Samaraia.

Mittwoch, 12.08.2015:

Das neulich abgesagte Rückspiel einer Mannschaft aus dem Gazastreifen in Hebron soll am Freitag stattfinden; die Mannschaft reiste heute aus dem Gazastreifen aus.

Es verdichten sich wieder Gerüchte, dass Mahmud Abbas von seinen Posten zurücktreten wird.

Eine Gruppe friedensbesoffener Frauen lagern seit mehreren Wochen vor Premierminister Netanyahus Haus und protestieren, weil er keinen Frieden mit den PalArabern schließt. Sarah Netayahu traf sich mit den Frauen und sagte ihnen, sie möchten doch bitte nach Ramallah fahren und Mahmud Abbas belagern, ihr Mann sei die falsche Adresse.

Donnerstag, 13.08.2015:

Der in einem israelischen Gefängnis einsitzende Erzterrorist Marwan Barghouti wurde vom Leiter einer Palästinenserorganisation als neuer Vorsitzender der PA vorgeschlagen.

Seit Januar 2015 haben die Geheimdienste und Sicherheitskräfte 111 Terroranschläge verhindert, darunter Entführungen und Bomben. 17 davon waren geplante Selbstmordanschläge.

Freitag, 14.08.2015:

Der hungerstreikende Terrorist Muhammad Allan hat das Bewusstsein verloren. Es ist unklar, ob er jetzt zwangsernährt werden wird.

Der „militärisch Zweig“ des Palästinensischen Islamischen Jihad droht, wenn ein hungerstreikender Araber in israelischen Gefängnissen stirbt, dann wird Israel angegriffen. (Sie drohen, wenn Israel den Typen retten will, sie drohen, wenn es ihn sterben lässt – es kann immer nur alles falsch machen.)

Die von Jordanien 1948 gesprengte Synagoge Tiferet Yisrael soll im Jüdischen Viertel der Altstadt wieder aufgebaut werden. Die Muslimtruppen schäumen, das sei Teil des Plans die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören.