Was heißt „Beendet die Besatzung“?

Moshe Dann, Jerusalem Post, 21. Juni 2017

Auch wenn es ein populäres Mantra ist, begreifen nur wenige, was es bedeutet

Zeina Ashrawi von den Gesellschaft der Studenten für Gerechtigkeit in Palästina an der George Mason University nimmt an einer antiisraelischen Kundgebung in Washington DC teil (Foto: Jim Watson / AFP)

Während der letzten Jahrzehnte hat die palästinensische Propagandamaschine mit Hilfe antiisraelischer Elemente in der internationalen Gemeinschaft eine der mächtigsten und effektivsten emotionalen wie psychologischen Waffen zum Sieg über Israel geschaffen: „Beendet die Besatzung“.

Auch wenn das ein populäres Mantra ist, begreifen nur wenige, was es bedeutet.

Es könnte das bedeuten, was Israel im Sechstagekrieg 1967 eroberte oder was Israel während des Unabhängigkeitskriegs (1948/49) gewann oder alles „vom Fluss bis zum Meer“.

Zuerst konzentrierte sich die arabisch-palästinensische Propaganda auf Israels Anwesenheit in Judäa und Samaria (der „Westbank“) als „Verletzung des Völkerrechts“, insbesondere die Vierte Genfer Konvention, wie sie vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz  interpretiert wird. Als antiisraelische NGO mit Sitz in Genf war das IKRK die Erste, die Israel der „Besatzung“ palästinensischen Territoriums beschuldigte, womit ein umstrittenes Gebiet willkürlich einer Seite zuerkannt wurde. Weil das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auch – einzigartig – eine offizielle UNO-Organisation ist, werden seine Entscheidungen als maßgeblich betrachtet.

Nachdem Israel mit Yassir Arafat (für die PLO) die Oslo-Vereinbarungen unterschrieb, sich aus den Areas A und B zurückzog und der palästinensischen Autonomiebehörde zusammen mit der internationalen Gemeinschaft hat seine institutionelle Struktur zu entwickeln, kehrte der Fokus zurück auf Israels legale und historisch Ansprüche auf Area C, in der alle „Siedlungen“ liegen. Experten und Gelehrten debattierten das Thema, doch keine Seite war in der Lage die andere zu überzeugen.

Die Debatte um Territorium war wichtig, hatte aber begrenzte Auswirkungen, denn während palästinensischer Terrorismus und Aufstachelung unvermindert weitergingen und nach zwei weiteren Abzügen – 2000 aus dem Südlibanon (was die Hisbollah mächtig machte) und 2005 aus dem Gazastreifen (was die Hamas mächtig machte) – reagierte Israel zögerlich auf die Preisgabe weiteren Territoriums. Das Mantra „Land für Frieden“ hatte niemanden außer den Harcore-Ideologen mehr überzeugt. Selbst Israelis, die die „Zweistaatenlösung“ unterstützten waren nicht bereit weitere Zugeständnisse zu machen.

Etwa während des letzten Jahres wurde ein neues Argument hervorgehoben, oft unterstützt von israelischen Juden und progressiven Juden in Nordamerika, die pro-Israel sind: Bei „der Besatzung“ geht es nicht nur um Territorium, sondern auch um „das palästinensische Volk“.

Diese Verschiebung auf ein humanitäres Argument überzeugt, denn es wird als moralische Frage dargestellt: Israel hat nicht das Recht ein anderes Volk oder einen anderen Staat zu beherrschen – die Palästinenser.

Das stellt die Israelis (d.h. die Juden) als Verfolger und die Palästinenser als ihre Opfer hin.

Daher bleibt, selbst wenn die Frager der Rechtmäßigkeit der Siedlungen eingeräumt wird, die behauptete Verletzung der Menschenrechte – die moralische Frage – das Problem. Beispielsweise klagen Kritiker, einzuschränken, wo palästinensische Araber leben können, greift in deren Alltagsleben ein und dringt in ihre Städte und Dörfer ein, verletzt ihre Bürger- und Menschenrechte, stellt „Besatzung“ dar. Diese Besatzung zu beenden ist allerdings kompliziert, denn (1) stellen palästinensische Terroristen eine ständige Bedrohung dar, (2) sind radikale Islamisten involviert und (3) würde der Abzug aus der Area C und die Gründung eines Palästinenserstaats Terrorismus fördern.

Mit anderen Worten: „Die Besatzung zu beenden“ ist als humanitäres und moralisches Thema nicht zu schaffen, ohne territoriale Zugeständnisse zu machen und israelische Sicherheitskontrolle zu beseitigen. Die Verbindung ist ausschlaggebend: Das humanitäre Argument wird genutzt, um palästinensische Forderungen nach Territorium und einem eigenen Staat zu rechtfertigen und zum Durchbruch zu verhelfen. Israels rationale und realistische Weigerung den Palästinensern zu gestatten einen unabhängigen Staat zu bilden, wird daher in eine moralisches Argument über das Recht auf Selbstbestimmung verwickelt.

Das Versagen die dynamische Beziehung zwischen dem humanitären Argument und palästinensischen Forderungen nach Territorium und Eigenstaatlichkeit zu verstehen hat Israels Versuche seine Ansprüche und die Siedlungen in Judäa und Samaria zu rechtfertigen gelähmt.

Daher sitzt Israel in der Falle: Solange es sich weigert den Palästinensern einen Staat zuzugestehen, Area C behält und seine Terrorbekämpfungsaktivitäten in palästinensischen Städten aufrechterhält, wird es der „Besatzung“ und „Verfolgung“ der Palästinenser beschuldigt werden. Obendrein wird „die Besatzung“ dazu genutzt Terrorismus und „Widerstand“ zu rechtfertigen. Das Dilemma hat umfassende Auswirkungen.

„Beendet die Besatzung“ suggeriert eine unmittelbare, direkte Abgrenzung von Gut und Böse – und das ist der Punkt, wo der Spruch am effektivsten ist. Ohne Rücksicht auf die Einzelheiten schafft das Mantra einen psychologischen Determinismus, der eine „entweder-oder“-Entscheidung erzwingt.

Wird die Prämisse, dass Besatzung Übel ist, erst einmal akzeptiert, ist die Schlussfolgerung unvermeidlich.

Das ist der Grund, dass Mantras so mächtig sind: Sie erfordern kein Denken und verhindern sogar kritisches Denken.

So funktioniert auch Werbung: Man hört/sieht „Coke“ und sein Symbol und man denkt „süß, angenehm, zufriedenstellend“; man denkt nicht darüber nach, ob es gut für einen ist oder nicht. Genauso bedeutet „Beendet die Besatzung“, dass Israel schlecht ist und die Palästinenser die Opfer sind.

Es ist eine Form der Gehirnwäsche, die – wie eine Sucht, die Wahrnehmung verändert und Rechtfertigungen propagiert: Keine Sorge, es wird alles gut; wir werden glücklicher, mehr geschätzt, geliebt werden; wir können die Folgen kontrollieren.

Mantras wie „Siedlungen verhindern Frieden“ und „Israel ist ein kolonialistischer Apartheidstaat“ mag manche Empathie empfinden und ein Gefühl von Ungerechtigkeit geben; ob das stimmt oder nicht, ist irrelevant.

Schließlich fordert „Beendet die Besatzung“, dass Israel greifbare Aktiva (z.B. Territorium) für nicht greifbare Vereinbarungen (wie diplomatische Anerkennung) aufgibt, die leicht zu widerrufen sind.

Die einzige Möglichkeit gegen Gehirnwasche und Süchte zu bekämpfen, besteht in Selbstbewusstsein, kritischem Denken und einer realistischen Bewertung der Lage.

Das wichtigste Gegenargument lautet, dass die obersten Prioritäten eines Staates darin bestehen seine Bevölkerung zu schützen, seine Gesellschaft erhalten und seine Grenzen zu verteidigen. Das ist der Grund, weshalb alle Staaten über Armeen, Polizei und Gefängnisse verfügen.

Da die Palästinenser und Araber danach streben Israel zu vernichten, ist Israel moralische wie praktisch dazu verpflichtet sich zu verteidigen. Kapitulation vor dem Terrorismus ist keine Option.

Zweitens würde ein palästinensischer Staat westlich des Jordan kein demokratisches, friedliches System werden oder das Problem der Millionen „Palästinenser“ lösen, die im Libanon, Syrien, Jordanien und anderen Ländern, einschließlich Israels, leben. Die Gefahr, dass er ein gescheiterter Staat wäre, der – wie Somali – von Banden und Milizen geführt wird, ist real.

Schließlich: Die arabischen Palästinenser sind keine Gefangenen.

Die meisten haben jordanische Pässe.

Sie können reisen und sie können Land und Grundeigentum besitzen; sie können es verkaufen. Viele haben das getan und sind erfolgreich.

Solange der Terrorismus existiert wird es „Besatzung“, Checkpoints, polizeiliches Eingreifen und lange Schlangen an Flughäfen geben. „Beendet die Besatzung“ beginn mit der Beendigung der Hetze und des Hasses, mit der Beendigung des Terrorismus.

„Beendet die Besatzung“ ist nicht nur auf Israel anwendbar. Dazu gehört die Beendigung der Dikatur im Iran, der die gesamte Welt bedroht. Die Besatzung zu beenden gilt für die Herrschaft der Hamas im Gazastreifen, der Hisbollah im Libanon, Assads und des ISIS‘ in Syrien und der Taliban in Afghanistan.

„Beendet die Besatzung“ ist kein Aufruf die Rechte der Palästinenser zu schützen, sondern die Existenz Israels zu beenden. Es ist kein Appell an die Menschlichkeit, sondern ein Lobgesang auf Chaos und Völkermord.

„Beendet die Besatzung“ sollte als das begriffen werden, was es ist: Eine Morddrohung.

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Empathie für den Feind: ein weiteres Hirngespinst des Westens

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Vor kurzem besuchte eine Gruppe niederländischer Studenten die Bar Ilan-Universität. Sie erbaten eine besondere Vorlesung: Kann das Leid deines Feindes zu verstehen dabei helfen Aussöhnung zu bringen? Die gastgebende Fakultät bat mich den Vortrag zu übernehmen, da ich ihn auf Niederländisch halten und an mein Publikum anpassen konnte. Der Hintergrund für das von den Studenten gewählte Thema wurde nicht ausdrücklich erwähnt, verstand sich aber von selbst. Könnte Israel, indem es Empathie für das Leiden der Palästinenser zeigt, den Frieden mit ihnen fördern?

Die Falle war offensichtlich. Geht man dieses Thema an, indem man es einzig innerhalb des Zusammenhangs des palästinensisch-israelischen Konflikts analysiert, dann entfernt man sich von der Sicht auf das größere Bild und die schroffe Realität im Nahen Osten und in der arabischen und muslimischen Welt im Allgemeinen. Mit einem so engen Fokus erwartet die Zuhörerschaft fälschlich, dass ein Israeli den Wert des Mitempfindens für die Palästinenser betont. Vermeidet man aber diesen Fallstrick, dann wird die Frage der Empathie für den Feind ein wichtiges analytisches Mittel für die Position Israels im Nahen Osten.

Der wahre Zusammenhang des Thema dürfte besser zu verstehen sein, wenn man einige der tödlichsten Konflikte diskutiert, die in den letzten Jahrzehnten innerhalb des Nahen Ostens und an seiner Peripherie stattfanden. Die Bürgerkriege im Afghanistan der 1980-er Jahre bieten eine geeignete Einführung. Zwischen dem ersten Krieg, in dem die Sowjetunion eine lokale Regierung gegen die Mudschaheddin stützte,1 und dem zweiten, der ein hauptsächlich von den Taliban begangenes Gemetzel beinhaltete, wurden zwischen einer und eineinhalb Millionen Menschen, hauptsächlich Zivilisten getötet.2 Sollte die erste Zahl korrekt sein, dann entspräche die ermordete Bevölkerung der Gesamtzahl der Einwohner der zweit- und viertgrößten Städte der Niederlande, Rotterdam und Utrecht. Sollte die zweite Zahl stimmen, könnte man das Äquivalent der Einwohner der drittgrößten Stadt der Niederlande, Den Haag, hinzufügen.

Da die große Mehrzahl der Tötung von Afghanen an anderen Afghanen verübt wurde, illustriert der Konflikt das Fehlen von Empathie von Staatsbürger für ihre Mitbürger. Dasselbe kann für alle Bürgerkriege gesagt werden.

Ein weiterer großer tödlicher Regionalkonflikt war der Iran-Irak-Krieg der 1980-er Jahre. Einmal mehr wurde mindestens eine Million Menschen getötet.3 Die Iraner schickten viele ihrer eigenen Kinder in Minenfelder, damit sie dort die irakischen Minen räumten, indem sie auf sie traten, um so das Leben iranischer Soldaten zu retten. Diese Vorfälle zeigten eine weiter Facette, welchen Stellenwert Empathie im Nahen Osten hat: es fehlt an Mitgefühl einer Nation mit ihren eigenen Kindern.

Ein drittes relevantes Beispiel war der algerische Bürgerkrieg der 1990-er Jahre, in dem muslimische Regierungssoldaten und extremistische Muslime einander rund fünfzehn Jahre lang bekämpften, was zu 100.000 Toten und vielen barbarischen Taten führte.4 Er zeigte das Fehlen von Empathie der Algerier für Mitglieder ihrer eignen Religion.

Solche Beispiele aus der muslimischen Welt zeigen eine deutliche Botschaft: In vielen muslimischen Milieus gibt es einen monumentalen Mangel an Empathie für Mitbürger, Mitglieder der eigenen Religion und sogar die eigenen Kinder.

Eine kurze Analyse der Empathie – oder besser gesagt: ihres Fehlens – innerhalb der christlichen Welt bietet uns eine weitere Illustration, dass das Konzept – mit geringfügigen Ausnahmen – ein Hirngespinst ist. Diese Realität manifestiert sich trotz der Verpflichtung aus dem Neuen Testament, „die andere Wange hinzuhalten“, wenn man ins Gesicht geschlagen wurde.5

Man muss nicht bis zu den Kreuzzügen oder in die Zeit der die Amerikas plündernden europäischen Conquistadoren zurückgehen. Fehlen christlicher Empathie ist z.B. in den jüngsten jugoslawischen Kriegen der 1990-er augenfällig, in denen Muslime die häufigsten Opfer von hauptsächlich christlichen Mördern waren.6 Es scheint so, dass die andere Wange hinzuhalten, wie Jesus es befürwortete, sich als weder praktiziert noch praktisch erwies.

Im Völkermord von Ruanda, um ein weiteres Beispiel anzuführen, ermordete eine Gruppe Christen geschätzte 800.000 andere Christen.7

Solche Situationen waren derart makaber und die Zahlen der Massakrierten waren bereits so hoch, dass man keine weiteren Aspekte des Blutbades betonen musste, als da wären: die vielen weiteren, die verwundet und verstümmelt wurden, die heimatvertriebenen Flüchtlinge und die ethnisch Gesäuberten.

Die Killing Fields, Studien zu den Einstellungen verschiedener Bevölkerungsgruppen, können helfen den Status der Empathie im Nahen Osten und innerhalb der muslimischen Welt weiter zu verstehen. Das Pew Research Center führte mehrere Studien durch; eine weist darauf hin, dass viele Jahre lang Hunderte Millionen in der muslimischen Welt Osama bin Laden und Selbstmord-Bombenanschläge unterstützten. Diese Studien machten klar, dass muslimischer Extremismus nicht nur Sache einiger weniger, mithin einer marginalen Anzahl Muslime ist.8

Eine weitere Pew-Studie befragte Muslime innerhalb verschiedener muslimischer Länder zu ihrer Meinung über Juden. Von den israelischen Arabern hatten 56% eine positive Sicht der Juden.9 In allen muslimischen Ländern waren die Meinungen jedoch extrem ungünstig. Diese Stereotypisierung wurde von Daten einer Studie der Anti-Defamation League zu den Anteilen der Bevölkerung in muslimischen Ländern bestätigt, die antisemitische Einstellungen hegen. Die am wenigsten problematischen Länder waren die Türkei, wo 69% eine antisemitische Einstellung hatten, und der Iran mit 56%.10

Genau vor diesem Hintergrund kann der palästinensisch-israelische Konflikt klar erklärt werden. Palästinensische Empathie ist nicht vorhanden. Die Islamo-Nazi-Organisation Hamas, deren Charta den Völkermord an den Juden fordert, gewann die Mehrheit der Sitze bei den einzigen je abgehaltenen palästinensischen Parlamentswahlen, die im Jahr 2006 stattfanden.11 Wenn heute noch einmal Wahlen für eine palästinensischen Präsidenten durchgeführt würden, würde Hamas-Führer Ismail Haniyeh mühelos Fatah-Führer Mahmud Abbas besiegen, der zusammen mit seinem Mitarbeiterstab regelmäßig die Ermordung israelischer Zivilisten verherrlicht.12 Im Gaza-Krieg von 2014 war die Hamas daran interessiert die Zahl der palästinensischen Toten so weit wie möglich hochzuschrauben, um international Mitgefühl zu ernten und Israel zu kriminalisieren.13

Im Gegensatz zu diesem horrenden regionalen Hintergrund bar jeglicher Empathie ist Israel ein außergewöhnliches Land, in dem es eine gewisse Empathie für andere gibt, auch für einen Teil seiner Feinde. Ein Beispiel dafür ist die Behandlung von aus Syrien über die Grenze kommenden Verwundeten in israelischen Krankenhäusern; Syrien ist ein Land, mit dem Israel sich im Krieg befindet. Bis Ende 2014 wurden rund 1.400 Syrer behandelt.14 Dasselbe gilt für die Krankenhaus-Behandlung von Palästinensern aus dem Gazastreifen, einschließlich der Tochter Haniyehs.15

Es gibt viele weitere Aspekte, die Israel von seinen arabischen Nachbarn radikal abheben. Einer davon ist zum Beispiel, dass Israel versucht bei militärischen Feldzügen die zivilen Opfer zu begrenzen; damit hatte es größeren Erfolg als die Amerikaner und Briten, sagt Richard Kemp, Kommandeur der britischen Truppen in Afghanistan.16

Der Taxifahrer, der mich nach dem Vortrag zurückfuhr, leistete seinen eigenen Beitrag zum Thema. Er erzählte, dass er einst eine Frau aus dem Gazastreifen zum Grenzübergang zurückfuhr. Sie war in einem israelischen Krankenhaus behandelt worden und lobte die Hilfe, die sie dort erhalten hatte. Der Taxifahrer fragte sie, ob sie das in ihrem Bekanntenkreis im Gazastreifen weitergeben würde. Die Frau bewegte ihre Hand über ihre Kehle, um anzudeuten, dass ihr diese, wenn sie das täte, durchgeschnitten würde.
1 Alan Taylor: The Soviet War in Afghanistan, 1979 – 1989. The Atlantic, 4. August 2014.
2 Human Costs of War: Direct War Death in Afghanistan, Iraq, and Pakistan October 2001- April 2014. Costs of War, Brown University.
3 Ian Black: Iran and Iraq remember war that cost more than a million lives. The Guardian, 23. September 2010.
4 Roman Hagelstein: Explaining the Violence Pattern of the Algerian Civil War. HiCN-Households in Conflict Network, März 2008.
5 Lukas 6,29
6 Alissa J. Rubin: Religious Identity at Heart of Balkan War. Los Angeles Times, 18. April 1999.
7 Background and Resources: Rwandan Genocide, 1994. Anti-Defamation League 2005.
8 On Anniversary of bin Laden’s Death, Little Backing of al Qaeda. Pew Research Center, 30. April 2012.
9 Amir Mizroch: 90% of ME views Jews unfavorably. The Jerusalem Post, 2. September 2010.
10 Chapter 2: How Muslims and Westerners View Each Other. Pew Research Global Attitudes Project, 21. Juli 2011.
11 Hamas Covenant 1988. Yale Law School, 18. August 1988.
12 Palestinian Public Opinion Poll No -53. Palestinian Center for Policy and Survey Research, 29. September 2014.
13 Ricky Ben-David/Lazar Berman u.a.: More rockets fired at TA, Deif: Hamas fighters ‘eager for death,’ Kerry says PM discussed truce. The Times of Israel, 29. Juli 2014.
14 IDF soldiers treating wounded Syrians on Israel border. Ha’aretz, 17. Dezember 2014.
15 Reuters: Israeli hospital confirms that it treated Haniyeh’s daughter. The Jerusalem Post, 19. Oktober 2014.
16 Lahav Harkov: Former British commander in Afghanistan: No army acts with as much discretion as IDF does. The Jerusalem Post, 9. April 2014.

Jordanien bestreitet Gerücht, dass Landkarten im Schulunterricht Israel zeigen werden

Elder of Ziyon, 14. März 2015

Israels Kanal 10 soll gestern erklärt haben, dass Jordanien beschloss das Wort „Israel“ dürfe auf Landkarten im Geografieunterricht in Schulen vorkommen. Die Nachricht wurde von einer Analyse von „Experten“ begleitet, mit der gesagt wurde, das bedeute, Jordanien versuche dem Westen zu zeigen, dass es moderate ist oder dass es versucht den israelische-arabischen Konflikt angesichts der Drohungen durch den IS herunterzuspielen.

Das Gerücht wurde unverzüglich von arabischen Medien angeprangert. Die jordanische Ad-Dustour forderte, es müssen jede Erwähnung Israels aus den Büchern herausgerissen werden und sie „müssen hingetan werden, wohin sie gehören: in die Mülltonne der Geschichte“.

Heute bestritt Jordaniens Bildungsministerium die Story rundweg. Das Ministerium sagte, sie sei komplett unwahr und dass Israel in keinerlei jordanischem Schulmaterial auftauche.

Puh!

Es stellt sich heraus, dass Jordaniens Bildungsministerium letztes Jahr etwas machte, das fast genauso umstritten war: Ein Schulbuch mit dem Titel „Juden erkennen Urkunden und Verträge nicht an“ wurde aus Schulbibliotheken genommen, weil es Proteste der jordanischen Muslimbruderschaft und anderen Islamistengruppen auslöste.

Bedeutet steigende Gewalt auf Israels Straßen, dass wir dem Frieden näher kommen?

This Ongoing War, 8. November 2013

Weit entfernt von den Schlagzeilen und der Aufmerksamkeit der nicht israelischen Medien ist es ein dramatischer Tag für diejenigen gewesen, die nahe an der Schnittstelle zu den Leuten auf der anderen Seite des Konflikts leben, besonders denjenigen, die auf den Straßen fahren und die Sicherheitskontrollpunkte besetzen.

  • Beginnen wir mit dem heutigen Anschlag durch einen Mann, der mit einem Messer fuchtelte, mit dem er versuchte Grenzpolizisten an einer Sicherheitskontrolle bei Jerusalem zu erstechen. Er ignorierte Rufe der Polizisten, die dann das Feuer auf ihn eröffneten und ihn töteten. Die Jerusalem Post zitiert offizielle Palästinenser, er sei ein 23-jähriger aus Hebron gewesen.
  • Am frühen Morgen (Freitag) geriet ein Auto mit Menschen darin (die normale Zusammensetzung) auf einer Schnellstraße unter terroristisches Feuer, die an der israelischen Ortschaft Tekoa vorbeiführt, nicht weit entfernt von Jerusalem. Ein israelische Paar fuhr das Fahrzeug, als es von einer Brandbombe (alias Molotowcocktail) getroffen wurde und explodierte. Der Fahrer, Tzachi Khouri, wird von YNet interviewt: „Es gab eine gigantische Explosion, wir verstanden nicht, was passierte. Es dauerte eine Sekunde, bis ich begriff, dass meine Frau brannte. Das Auto begann zu brennen. Ich öffnete die Tür, zog sie zu mir. Ich versuchte die Rettungsdienste anzurufen, aber es gab keinen Empfang. Es dauerte lange, bis ich jemanden erreichen konnte.“ IsraelNationalNews sagt, die Frau erlitt mittelschwere Verbrennungen; der Ehemann wurde ebenfalls verletzt, wenn auch relativ leicht. Sanitäter des Magen David Adom behandelten beide vor Ort und verlegten sie dann ins Hadassah Medical Center in Ein Kerem, Jerusalem. Ihr Auto (auf den Fotos oben und unten zu sehen) ist komplett zerstört. „Völlig verbrutzel“ sagt ein Reporter der Times of Israel. Soldaten durchkämmen derzeit die Gegend und versuchen diejenigen zu orten und festzusetzen, die darauf aus waren sich ein paar Israelis zu töten.
  • Spät abends (Donnerstag) versuchte an einer Sicherheitskontrolle in Abu Dis, in den östlichen Vororten von Jerusalem, ein örtlicher Araber einen Grenzpolizisten zu erstechen, berichtet die Times of Israel unter Zitieren des Armeeradios.
  • Ebenfalls am Donnerstag schoss ein palästinensischer Araber eine Leuchtgranate auf zivile Israelis, die an einer Tramperstelle an der Tapuach-Kreuzung standen, nicht weit entfernt von Ariel. IDF-Soldaten auf Patrouille schossen und töteten ihn auf der Stelle. Zum Glück schaffte es der Angreifer nicht seinen Plan Israelis zu verletzen oder Schlimmeres zu realisieren.

Könnte die Anwesenheit hochrangiger Repräsentanten der US-Regierung in der Gegen, die von der dringenden Notwendigkeit einer Friedensvereinbarung reden, in Verbindung mit den jüngsten palästinensisch-arabischen Anschlägen stehen? Die Jerusalem Post formuliert es so:

Die jüngste Gewalt traf mit den Bemühungen von US-Außenminister John Kerry zusammen, der die Region besucht, um Friedensgespräche zu puschen und zu vermeiden, was nach seinen Worten eine „dritte Intifada“ oder Aufstand der Palästinenser gegen Israel sein könnte. Zehn Palästinenser sind von israelischen Sicherheitskräften in der Westbank erschossen und drei Israelis sind getötet worden, seit das israelisch-palästinensischen Friedenmachen im Juli nach einer dreijährigen Erstarrung wieder aufgenommen wurde.

Smartere und politischer denkende Beobachte als wir könnten eine Linie ziehen wollen, die den Anstieg tödlicher palästinensisch-arabischer Gewalt mit Kerrys weithin publizierten Äußerungen verbinden: Wir würden das gewiss nicht tun. Hier ist ein Beispiel (aus „Frustrated Kerry’s peace critique a heavy slap in Netanyahu’s face“ in der Times of Israel) des Beitrags des Außenministers in den letzten 24 Stunden:

Die Alternative dazu zu den Gesprächen zurückzukehren, ist potenzielles Chaos. Ich meine, will Israel eine dritte Intifada? … Ich weiß, es gibt Leute, die sich daran gewöhnt haben [er bezog sich auf das derzeitige Fehlen von Fortschritten]. Und besonders in Israel. Israel sagt: „Oh, wir fühlen uns heute sicherer. Wir haben die Mauer, wir befinden uns nicht in eine tagtäglichen Konflikt, uns geht es wirtschaftlich ziemlich gut.“ Nun, ich habe Neuigkeiten für Sie [offensichtlich an die israelische Öffentlichkeit gewandt]. Der heutige Status quo wird nicht der von morgen oder des nächsten Jahres sein. Denn wenn wir dieses Problem nicht lösten, werden die arabische Welt, die Palästinenser, Nachbarn, andere wieder anfangen in eine andere Richtung zu drücken.“

Es gibt vermutlich solche, die seine weisen Worte so verstehen, dass sie einen Pusch hin zu mehr Frieden verstehen. Wir sind da nicht so sicher.