Fragen an die Scheinheiligen

John Kerry giftet: Israel kann nicht jüdisch und demokratisch sein.

„Herr“ Steinmeier tönt: Ein demokratisches Israel ist nur über eine Zweistaatenlösung zu erreichen.

Echt jetzt?

Das heißt doch im Umkehrschluss: Kerry behauptet Juden könnten nicht demokratisch sein.

Steinmeier behauptet Israel sei kein demokratischer Staat.

Geht’s noch?

Wie schwachsinnig kann man sein? Ihr, die ihr doch schon Demokratie bejubelt, wenn es Wahlen gibt, aber sonst keine Anzeichen von Mitbestimmung, ihr sagt Juden können nicht demokratisch sein und ihr Land, in dem alle vier Jahre – und oft genug schon früher – gewählt wurde, weil die Regierung sich nicht mehr halten konnte oder wollte und deshalb das Volk entscheiden ließ, sei nicht demokratisch?

So etwas hat einen Namen, meine Herren. (Übrigens nicht nur die beiden, da gibt es überall haufenweise weitere solcher Charakterschweine, vorwiegend links, aber natürlich auch bei Neonazis und leider auch bei manchen Konservativen gibt es diese selbsternannten „kritischen Israelfreunde“.) Den weist ihr immer weit von euch und empört euch, wenn es euch vorgehalten wird. Aber was sonst soll es sein, wenn Juden auf solch verlogene Weise etwas per se abgesprochen wird und der Juden unter den Staaten so diskriminiert und verleumdet wird?

Unterstrichen und bestätigt wird das durch das Verhalten gegenüber den anderen mitagierenden Parteien. Wo sind diese Worte gegenüber den sogenannten Palästinensern? Wieso ist es selbstverständlich, dass von denen nicht gefordert wird demokratisch zu sein? Oder wieso wir davon ausgegangen, dass sie demokratisch sind, obwohl ihr „Präsident“ sich im zwölften Jahr seiner vierjährigen Amtszeit befindet und Wahlen seit 2005 schonmal gar nicht mehr stattgefunden haben? Wo das Volk nicht einmal ansatzweise irgendeine Art von Mitbestimmung hat?

Wieso wird davon von euch Großhirnen so getan, als handle es sich um einen guten Staat, in dem Apartheid herrschen wird, der sich Antisemitismus auf die Fahnen geschrieben hat, Völkermord an Juden lehrt und anstrebt und seine Jugend jetzt schon ausschließlich zum Judenhass und Judenmord erzieht? Wieso geht ihr davon aus, dass eine islamische Diktatur, die Juden von vorneherein ausschließt, demokratisch sein kann? Oder geht ihr nicht davon aus und findet das völlig in Ordnung, wenn die Menschen des Nahen Ostens so unterdrückt leben müssen? Haben die nichts anderes verdient und die Juden müssen sich dem deshalb unterordnen und sich fertig machen lassen?

Was ist euch ins Hirn geschissen worden, dass ihr eine derart kranke Scheiße von euch gebt, die ihr auch noch zu glauben scheint, von der ihr derart überzeugt seid, dass ihr sie so propagiert?

Mit Denkvermögen und Logik hat das schlicht überhaupt nichts zu tun. Es ist die pure Wirklichkeitsverweigerung. Es ist Faktenleugnung ohne Ende. Es ist eine Denkweise, die völlig von allem abgelöst ist, was man als normalen Menschenverstand bezeichnen kann. Ist das das, was heute als „intellektuell“ gilt? Wahrscheinlich ja.

Es ist wieder schick den Juden zu prügeln. Und ihr steht ganz stolz ganz vorne in der ersten Reihe derer, die zuschlagen. Auch wenn ihr die Drecksarbeit – den Mord an sich – andere tun lasst. Denen ihr aber die Hände schüttelt, die ihr preist, denen ihr Geld in die korrupten Taschen schaufelt, damit sie nur ja weiter machen. So wie die Terror-Mullahs im Iran. So wie die Kleptokratie des Yassir Arafat, fortgeführt von Mahmud Abbas sowie der Hamas. Für Judenmörder habt ihr Verständnis und Lob – für deren Opfer nur Hohn und Verachtung, Lüge und Verdammnis.

Der eine verschwindet jetzt von der ganz großen politischen Bühne. Er wird uns mit Sicherheit trotzdem erhalten bleiben.

Der andere soll Staatschef werden. Da kann er dann in seiner Gediegenheit weiter seinen Giftmüll von sich geben. Einer, der sich selbst so wichtig nimmt wie der andere auch. Und das ist keine Voraussetzung für einen guten Bundespräsidenten.

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In Memoriam: Elie Wiesel

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Elie Wiesels Leben hat für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Bedeutung. Um nur ein paar zu nennen: US-Präsident Barack Obama sagte: „Elie Wiesel war eine der großen moralischen Stimmen unserer Zeit und auf viele Weisen das Gewissen der Welt. Er erhob seine Stimme nicht nur gegen Antisemitismus, sondern gegen Hass, Bigotterie und Intoleranz in all ihren Formen.“[1]

Der ehemalige israelische Präsident Shimon Peres sagte in seinen Memoiren: „Wiesel hinterließ bei der Menschheit seine Spuren durch die Bewahrung und das Aufrechterhalten des Vermächtnisses des Holocaust und dadurch, dass er weltweit eine Botschaft des Friedens und Respekts zwischen den Völkern vermittelte. Er erlitt die schlimmste Gräueltat der Menschheit – überlebte sie und widmete sein Leben der Vermittlung der Botschaft des ‚Nie wieder!‘“[2]

Meine wenigen Begegnungen mit Wiesel waren sehr kurz. Bevor wir uns trafen, war er so freundlich mir einen sehr positiven Klappentext zu meinem Buch „The Abuse of Holocaust Memory. Distortions and Responses“[3] zu schreiben. Zwischen Wiesel und mir gab es allerdings auch eine weitere, wenn auch schwache Verbindung, einen gemeinsamen Freund: Ted Comet. Dieser ist mit seinen über 90 Jahren immer noch im jüdischen Leben der USA aktiv. Es war Comet, ein amerikanischer Freiwilliger der Nachkriegszeit, der Überlebenden des Holocaust half, der Wiesel in einem Waisenhaus in Paris fand. Dieser außergewöhnliche Mensch war für Wiesel eine wichtige Inspiration dafür sein Leben dem jüdischen Volk zu widmen.[4]

Einige Persönlichkeiten wurden während ihres Lebens zu Symbolen, sowohl dadurch, wie sie lebten, als auch wegen dessen, was sie taten. Der Talmud sagt, dass es nicht der Ort ist, der einen Menschen ehrt, sondern der Mensch, der seinen Ort ehrt.[5] Das war der Fall, als Wiesel 2007 für das israelische Präsidentenamt nominiert wurde.[6] Wäre er ein guter Präsident gewesen? Ich bezweifle es. Eine repräsentative Funktion wie diese erfordert viele formelle Pflichten, tausende Hände zu schütteln, an langweiligen Essen teilzunehmen, Reden zuzuhören (die oft nicht inspirieren), was Wiesel nicht gemocht haben dürfte. Wiesel war so weise das Angebot abzulehnen, genauso wie Albert Einstein – ein weiterer Jude, der während seines Lebens zu einem Symbol wurde – es abgelehnt hatte Israels erster Präsident zu werden, als Ben-Gurion ihm das Amt anbot.

Eines der vielen Dinge, die ein Mensch tun kann, der zu einem moralischen Symbol geworden ist, liegt darin Äußerungen Gewicht zu verleihen. In Rumänien, Wiesels Geburtsland, hatte es nach dem Zweiten Weltkrieg viele Bemühungen gegeben das Land von seiner Verantwortung für den Holocaust zu distanzieren. Ein wichtiger Schritte zur Offenlegung dieses Ablenkungsprozesses bestand darin, dass die Internationale Kommission zum Holocaust in Rumänien, der Wiesel vorstand, im November 2004 einen Bericht veröffentlichte, der rumänisches Verschulden unmissverständlich aufzeigte. Er erklärt: „Unter allen Verbündeten Nazideutschlands trägt Rumänien Verantwortung für den Tod von mehr Juden als jedes andere Land außer Deutschland selbst.“[7]

Der zunehmende Missbrauch des Holocaust schmerzte Wiesel. Früher als andere konstatierte er das 1988 auf bewegende Weise: „Ich kann das Wort Holocaust nicht mehr benutzen. Erstens, weil es keine Worte gibt und auch weil es so trivialisiert worden ist, dass ich es nicht mehr verwenden kann. Was für ein Missgeschick heute auch immer passiert, sie nennen es „Holocaust“. Ich habe es selber in dem Land, in dem ich lebe, im Fernsehen gesehen. Ein Kommentator, der die Niederlage eines Sportvereins irgendwo beschrieb, nannte das einen „Holocaust“.[8] Seitdem hat sich der Missbrauch des Holocaust um viele Male vervielfältigt.

Da die Verzerrung des Holocaust und die Fälschung der Erinnerung an ihn für mich ein Thema von besonderem Interesse sind, möchte ich aus den vielen wichtigen Taten Wiesels seine Rolle bei der Bekämpfung des Skandals von Bitburg erwähnen. 1985 besuchte US-Präsident Ronald Reagan den deutschen Militärfriedhof in Bitburg. Als sein Besuch in Deutschland angekündigt wurde, wurde besonders erwähnt, dass er kein Konzentrationslager besuchen würde. Anfangs bestand der Eindruck, dass nur Soldaten und Offiziere der deutschen Wehrmacht auf dem Friedhof in Bitburg beerdigt seien. Dieser von der deutschen Regierung geplante Besuch war ein klarer Akt des Weißwaschens seiner Vergangenheit. Die Wehrmacht unterstützte allerdings die SS, die die meisten Massenmorde an Juden verübte. Erst Jahre später sollte auf breiterer Ebene bekannt werden, dass die Wehrmacht selbst eine sehr wichtige Rolle bei den Morden gespielt hatte.

Kurz nachdem der Besuch angekündigt wurde, sickerte durch, dass auch Mitglieder der Waffen-SS auf diesem Friedhof beigesetzt waren. Das führte zu Protesten gegen den Besuch. Reagan hatte zugestimmt nach Bitburg zu kommen, um zu zeigen, dass die Vereinigten Staaten jetzt normale Beziehungen zu Deutschland und seinem pro-amerikanischen Kanzler Helmut Kohl hatten. Wegen der Proteste entschied er sich später auch das Konzentrationslager Bergen-Belsen zu besuchen.

In seinen Memoiren widmete Wiesel der Bitburg-Affäre ein ganzes Kapitel. Er fasste den Kern des Weißwaschens zusammen: Die deutsche Taktik in dieser Affäre war offensichtlich – die SS reinzuwaschen. Er schrieb: „Es ist der letzte Schritt in einem sorgfältig konzipierten Plan. Erst einmal rehabilitierte Deutschland die ‚sanfte‘, ‚unschuldige‘ Wehrmacht. Und nun war, dank Kohl, die SS an der Reihe. Erst einmal die ‚Guten‘. Und dann würden die anderen an die Reihe kommen. Und war die Tür erst einmal geöffnet, würden auch die Folterer und die Mörder hereingelassen werden. Bitburg sollte die Tür öffnen… Beamte im Außenministerium sagen mir, dass Kohl die volle Verantwortung für dieses Debakel trägt; er überzeugte Reagan, wenn der Besuch abgesagt würde, wäre es seine, Kohls Niederlage und folglich auch die der Allianz zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland.“[9]

1986 erhielt Wiesel vom norwegischen Nobelpreis-Komitee den Friedensnobelpreis. Es war ein Beispiel dafür, dass Wiesel den Preis ehrte, statt dass der Preis den Mann ehrte. Als Yassir Arafat einige Jahre später einer der Empfänger desselben Preises werden sollte, entehrte er ihn. Noch Jahre lang schickte er danach weiter Mörder los, um israelische Bürger umzubringen. Im Orient-Haus in Jerusalem wurde eine von Arafat unterschriebene Liste der Zahlungen an palästinensische Terroristen und Attentäter gefunden. Dazu gehörten seine handgeschriebenen Veränderungen der Beträge, die an jeden Mörder gezahlt werden sollten.[10]

Es gibt Westler, die sich oft selbst als Progressive bezeichnen, die Verständnis für den Terror der Palästinenser zeigen, weil sie Opfer sind. Wiesel war ein Symbol der Opferrolle. Er hatte weit mehr gelitten als die meisten Palästinenser. Wiesel nutzte das nicht als Ausrede dafür zum Killer zu werden oder Mörder zu unterstützen, ganz im Gegenteil. Er nutzte es um der Menschheit zu zeigen, dass ein Mensch, so sehr er auch misshandelt worden sein mag, zu großer moralischer Höhe aufsteigen kann.

[1] http://www.theguardian.com/us-news/2016/jul/03/elie-wiesel-tributes-obama-clinton-netanyahu

[2] http://www.foxnews.com/world/2016/07/03/world-leaders-celebrities-react-to-death-holocaust-survivor-author-elie-wiesel.html

[3] Manfred Gerstenfeld: The Abuse of Holocaust Memory: Distortions and Responses. Jerusalem (Jerusalem Center for Public Affairs) 2009 – Der Missbrauch der Holocaust-Erinnerung: Verzerrungen und Reaktionen.

[4] http://www.ujafedny.org/news/power-of-resilience/

[5] Bavli Taanit 21b

[6] http://www.haaretz.com/israel-news/1.575072

[7] http://www.haaretz.com/israel-news/1.575072

[8] Elie Wiesel: Some Questions That Remain Open. In Asher Cohen/Joav Gelber/Charlotte Wardi (Hg.): Comprehending the Holocaust. Frankfurt (Peter Lang) 1988, S. 13.

[9] Elie Wiesel: And the Sea is Never Full: Memoirs. New York, 1969. New York (Alfred A. Knopf), 15. Juni 2007.

[10] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/15297

Unsere neue Religion: der moderate Islam

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 3. September 2014

Ich habe seit dem 11. September [2001] nach dem moderaten Islam gesucht und wie die Socke in der Waschmaschine befand er sich am letzten Ort, an dem ich nachsah.

Das Mainstream-Britannien muss sich mehr in die muslimsche Lebensweise integrieren, nicht anders herum

Man kann keinen moderaten Islam in den Moscheen oder in Mekka finden. Man wird ihn nicht im Koran oder den Hadithen finden. Wer moderaten Islam finden will, durchstöbere die Kommentare der Zeitungen nach einem Terroranschlag oder belege einen Kurs zu islamischer Religion, der von einem Unitarier-Soziologen gelehrt wird, der falschen Eingeborenenschmuck trägt.

Man kann einen moderaten Islam nicht in Saudi-Arabien oder dem Iran finden, aber man findet ihn in zahllosen Netzwerk-Specials, Artikeln und Büchern über die zwei Heimatländer ihrer jeweiligen Sorten des Islam.

Im Osten kann man das legendenumwobene Land der moderaten Muslime nicht finden. Man kann s nicht einmal im Westen finden. Wie alle Mythen gibt es ihn in der Fantasie derer, die die Geschichten erzählen. Man findet keinen moderaten Islam im Koran, aber man wird ihm in zahllosen westlichen Büchern über den Islam begegnen.

Der moderate Islam ist nicht, was die meisten Muslime glauben. Er ist, was Linke glauben, dass Muslime es glauben.

Die neue multikulturelle Theologie des Westens ist der moderate Islam. Der moderate Islam ist die perfekte Religion für ein säkulares Zeitalter, da er überhaupt keine Religion ist.

Man nehme den Islam, drehe ihn auf links und schon hat man den moderaten Islam. Man nehme einen Muslim, der ein Jahr lang in keiner Moschee mehr war, der die gesamte Startelf des 1. FC Köln, aber nicht Mohammeds Begleiter aufzählen kann und schon haben wir einen moderaten Muslim. Genauer gesagt: einen säkularen Muslim.

Eine frühe Generation westlicher Führungspolitiker strebte die Bestätigung ihrer nationalen Schicksale im Göttlichen an. Die heutige Generation westlicher Anführer strebt nach der Bestätigung ihres säkularen Liberalismus in einem moderaten Islam. Selbst dann, wenn sie ihn erfinden müssen.

Ohne einen moderaten Islam kollabieren die sozialistischen Projekte Europas, die auf enorme Einwanderung angewiesen sind. Amerikas Krieg gegen den Terror wird zur endlosen, unvermeidlichen Schinderei, als die er sich durch den Aufstieg des ISIS einmal mehr erwiesen hat. Der Multikulturalismus, Postnationalismus und Dritte-Welt-Schuldgefühle würden allesamt implodieren.

Ohne moderate Muslime kehrt der Nationalismus zurück, die Grenzen gehen zu und die Recht gewinnt. Das ist das, was sie fürchten.

Wenn es keinen moderaten Islam gibt, keinen moderaten Mohammed, keinen moderaten Allah, dann muss das sozialistische Königreich des Himmels auf der Erde in die Mülltonne wandern. Die großen Koalitionen, in denen LGBT-Aktivisten und Islamisten wegen Gaza die Juden anbrüllen, sind nicht die Zukunft; sie sind die Weimarer Republik auf Rädern.

Rückblende auf Obama in seinem Sonnenanzug, der sagt, dass er keine Strategie für den ISIS hat. Der ursprüngliche Plan war, noch vor den Midterm-Wahlen Osama lebend gefangen zu nehmen, ihn vor Gericht zu stellen, einen Deal mit den moderaten Taliban zu treffen und das Ende des Kriegs gegen den Terror zu verkünden.

So viel dazu.

Der moderate Islam ist ein schwieriger Glaube. Um daran zu glauben, muss man mehr als tausend Jahre aufgezeichneter Geschichte, Theologie, Demografie und so ziemlich alles ignorieren, was vor 1965 war. Man muss die bärtigen Männer ignorieren, die Köpfe abhacken, weil sie nicht die Mehrheit der Muslime repräsentieren.

Das macht auch Mohammed nicht, der seinen eigenen reichlichen Anteil am Köpfe abschlagen hatte.

Die Zukunft darf nicht denen gehören, die den Propheten des Islam beleidigen.

Der wahre Islam ist ein Thema, zu dem Nichtmuslime ohne Glauben, die die Plattitüden einer Post-alles-Gesellschaft für heilig erachten, nur allzu begierig Vorträge halten, ohne irgendetwas darüber zu wissen. Ihr Islam ist nicht die Religion Mohammeds, des Koran, der Hadithe, der Kalifen oder seiner praktizierenden Gläubigen an Orten wie Saudi-Arabien, Pakistan, dem Iran, dem Irak oder Indonesien. Ihr Islam ist eine Religion, die nicht existiert, von der sie aber leidenschaftlich glauben, dass sie existieren muss, denn ohne sie wäre ihr Lebensart genauso dem Untergang geweiht wie der Dodo.

Sie sind keine Muslime. Sie glauben nicht an Allah oder den Koran. Stattdessen glauben sie an das Gute eines Islam, der ohne Rückgriff auf heilige Schriften, Theologie oder eine Gottheit existiert. Das mag den tatsächlich Glaubenden merkwürdig erscheinen, aber all ihre eigenen, armen zerlumpten Abfälle des Christentums oder Judentums kümmern sich nicht darum sonderlich Aufmerksamkeit für die Gottheiten oder heiligen Schriften aufzubringen, außer es geht darum sich die Rosinen-Zitate über Toleranz herauszupicken.

Wundert es, dass sie mit dem Islam genauso umgehen?

Die wahren moderaten Muslime sind säkulare Linke mit lose christlichen und jüdischen Überzeugungen, die einen moderaten Islam erfunden haben und an ihn glauben, der aber außerhalb ihrer Köpfe nicht existiert. Dieser säkulare Islam, der alles Leben wertschätzt, ist sozialer Gerechtigkeit und universaler Toleranz verpflichtet, ist ein Gegenüber ihrer eigenen verfälschten Religionen. Und haben zu viel Angst aufzuwachen und zu erkennen, dass es ihn nicht gibt.

Wenn amerikanische und europäische Führungspersönlichkeiten darauf bestehen, dass der Islam nichts mit der jüngsten islamischen Gräueltat zu tun hat, dann beziehen sie sich nicht auf eine von Muslimen praktizierte Religion, sondern auf eine eingebildete Religion, von der sie sich vorstellen, dass Muslime sie praktizieren müssen, weil die Alternative das Ende von allem ist, an das sie glauben.

Ihr moderater Islam ist milde mit den Einzelheiten, jenseits davon für soziale Gerechtigkeit zu stehen, die globale Erwärmung zu bekämpfen und Schwulenrechte zu unterstützen, denn er ist wahrer Multikulturalismus, der einen falschen Bart trägt. Wenn ein westlicher Anführer behauptet, die neueste Truppe islamischer Terroristen spreche nicht für den Islam, dann verteidigt er nicht Muslime, sonder den Multikulturalismus. Er nimmt an, dass Muslime an den Multikulturalismus glauben, weil er selbst es tut.

Der moderate Islam ist schlicht falsch buchstabierter Multikulturalismus. Seine Existenz ist ein fester Glaubensgrundsatz derer, die an den Multikulturalismus glauben.

Einem an moderate Muslime Glaubenden von seinem erfundenen Glauben abzubringen, indem man den langen Pfad der Leichen oder der hasserfüllten Hadithe aufzählt, die zu Massenmord auffordern, ist sinnlos, denn das sind nicht die Wurzeln dieser Religion. Er weiß nicht, was ein Hadith ist, es kümmert ihn auch nicht. Als angesehener Mensch der sozialen Gerechtigkeit ordnet er die gewalttätige Geschichte des Islam europäischem Kolonialismus und Unterdrückung zu.

Der Begriff „moderater Islam“ ist übel und beleidigend. Es gibt keinen moderaten Islam. Der Islam ist der Islam.

Er hat den Koran nie gelesen. Er hat tausend Artikel darüber gelesen, dass Muslime am Flughafen, im Gazastreifen, in Burma und in Bugs-Bunny-Zeichentricks unterdrückt werden. Sie sind die neuen edlen Wilden und er will kein Wort gegen sie hören. Da er ihre Identitäten in seiner Fantasie (trotz der mit Markierungen versehenen Ausgabe von Edward Saids „Orientalismus“, die auf seiner Nachtkommode liegt) kolonisiert hat, behandelt er sie als Spiegelbild seines eigenen Egos.

Wenn du sagst, dass moderate Muslime nicht existieren, nennst du ihn einen schlechten Menschen. Wenn du den Islam kritisch hinterfragst, greifst du den Multikulturalismus an und er wird damit antworten dich als Rassisten zu bezeichnen, ungeachtet der Tatsache, dass der Islam so sehr eine Rasse ist wie Kommunismus, Nationalsozialismus oder der Micky Maus-Fanclub Rassen sind.

Der moderate Muslim ist eine Erfindung der linken Akademiker, der säkularen Theologen, der geistlosen Politiker und ihres schrill-idiotischen Cousins, des politischen Aktivisten. Wie Geld in den Haushalten, das ihre Pläne untermauert und der wissenschaftlichen Beweise für die nicht existente globale Erderwärmung.

Und es ist nicht notwendig, dass er existiert. Es ist nur nötig, dass wir den Glauben an seine Existenz haben.

Die erniedrigt-linken Nachkommen von Christen und Juden warten auf einen moderat-muslimischen Messias, der die Unmöglichkeiten ihrer multikulturellen Gesellschaft durch Heilung der Konflikte zwischen dem Islam und dem Westen in Einklang bringt. Bis sie diesen finden, müssen sie einfach glauben – nicht an eine Gottheit, sondern an den moderaten Muslim.

Scharfe Kritik von NGOs an deutschem Politiker wegen Israel-Boykott

Unterstützung für Boykotte gegen den jüdischen Staat durch Abgeordneten der Linkspartei sorgt letzte Woche für Krise in DIG

Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 22. Juli 2012

Die Unterstützung eines Abgeordneten der Linkspartei für Boykotte gegen den jüdischen Staat sorgte letzte Woche für eine Krise in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Es gab Forderungen zum Ausschluss des Politikers aus der DIG und Vorwürfe, der Bundesvorsitzende der DIG versage darin steigende antiisraelische Meinungen innerhalb des deutschen politischen Establishments zu bekämpfen.

Bodo Ramelow (56), Abgeordneter der Linkspartei in Bundesland Thüringen und Mitglied der DIG in der Landeshauptstadt Erfurt, schrieb auf seiner Facebook-Seite, dass eine Schweizer Firma israelische Produkte ins Visier nahm, sei „eine legitime Maßnahme“. Die größte Schweizer Supermarktkette Migros entschied sich in der Westbank und Ostjerusalem hergestellte israelische Produkte für gesonderte Kennzeichnung in ihre Läden herauszuheben. Die Firmensprecherin sagte, die Migros unterstütze keine Boykotte, sondern wolle die Kunden informierte Entscheidungen treffen lassen.

Dr. Shimon Samuels, Direktor für internationale Beziehungen am Simon Wiesenthal-Zentrum, sagte der Jerusalem Post in einem Telefoninterview am Freitag, das Handeln der Migros „schadet dem jüdischen Staat und ist eine Fortsetzung des Nationalsozialismus“.

„Sie müssen Ramelow rauswerfen“, sagte Samuels über die DIG. „Das ist ein Testfall“ für den Präsidenten der Bundes-DIG, Reinhold Robbe; „man sollte sich genau ansehen, was in der DIG geschieht“, befand Samuels.

Sacha Stawski, der sich derzeit in Israel befindet und die in Frankfurt ansässige, pro-israelische Medien-Watchdog-NGO Honestly Concerned leitet, sagte, Robbe habe keine Lust gezeigt aufhetzerische, antiisraelische Rhetorik innerhalb der Sozialdemokratischen Partei zu bekämpfen. Robbe ist ein ehemaliger Bundestags-Abgeordneter der SPD und übernahm 2010 die Leitung der DIG.

Staswki sagte, die SPD „hat Aussichten die nächste Regierung zu stellen und das Letzte, das er [Robbe] wolle, sei den Vorsitzenden der Sozialdemokraten zu kritisieren“. Im März kommentierte Parteichef Sigmar Gabriel während eines Besuchs in Israel: „Das ist ein Apartheid-Regime, für das es keinerlei Rechtfertigung gibt.“

Nach Angaben von Stawski vollführte Robbe in einem E-Mail-Austausch zwischen beiden einen Eiertanz um das Thema der Kritik an Gabriel auf und lehnte eine DIG-Presseerklärung ab, mit der Gabriels Äußerung kritisiert wird. Robbe sagte dem Massenblatt BILD damals, Gabriel sei lediglich „missverstanden“ worden.

Die DIG hat rund 5.500 Mitglieder in 52 Ortsgruppen.

Stawski, der auch die Gruppe „I like Israel“ leitet, ist ein langfristiger Beobachter pro-israelischer Aktivitäten in der Bundesrepublik. Er sagte, in scharfem Gegensatz zu Robbes Führungsstil hatte sein Vorgänger in der DIG, Johannes Gerster (2006-2010) „keine Probleme sich deutlich zur Unterstützung Israels zu positionieren und Parteigenossen zu kritisieren“. Gerster war CDU-Abgeordneter im Bundestag und führte von 1997 bis 2006 die der CDU nahe stehenden Konrad-Adenauer-Stiftung in Jerusalem.

Stawski forderte Robbe und die DIG Erfurt auf Ramelow aus der DIG auszuschließen. In einer E-Mail an die Post schrieben fünf Mitglieder des Vorstands der DIG in Freiburg (Baden-Württemberg): „Jedes DIG-Mitglied, das zum Boykott israelischer Waren aufruft, sollte aus der DIG ausgeschlossen werden.“

Nach der wachsenden Zahl der Forderungen nach seinem Ausschluss Ramelows gefragt, lehnte Robbe jeden Kommentar ab. Er lehnte es ebenfalls ab der Post die Satzungsabschnitte zu DIG-Mitgliedern zu überlassen, die Boykotte für gegen den jüdischen Staat eintreten. Er schrieb der Post allerdings: „Ich habe bei vielen Gelegenheiten klar gemacht, das der DIG-Vorstand Pax Christis Boykottaufruf gegen israelische Produkte ablehnt.“

Der sozialdemokratische Bürgermeister von Jena, Albrecht Schröter, und der deutsche Zweig der katholischen Friedensgruppe Pax Christi forderten Ende Mai einen Boykott israelischer Handelsgüter.

Kevin Zdiara, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der DIG Erfurt, gab als Protest seinen Posten am 17. Juni auf, weil Ramelow eine Kampagne zum Schutz Schröters vor Kritik wegen dessen antiisraelischen Aktionen inszenierte. Die Post bekam den E-Mail-Austausch zwischen Ramelow und Mitgliedern der örtlichen DIG in die Hand, die dass Ramelows Versuche zeigen, eine Kampagne zu koordinieren, mit der Zdiara niedergemacht werden und Bemühungen unternommen werden sollten Kritik an Schröter zu stoppen.

Das Wiesenthal-Zentrum hat Zidaras Bemühungen gelobt die Kampagne von Schröter und Pax Christi zur Delegitimierung des jüdischen Staats zu stoppen. Zdiara, der von pro-israelischen Aktivisten deutschlandweit als einer der stärksten Unterstützer Israels betrachtet wird, schrieb der Post per E-Mail: „Die Deutsch-Israelisch Gesellschaft hat sich in der Vergangenheit gegen jede Form antiisraelischer Boykotte geäußert. Die Gesellschaft muss jedoch darüber nachdenken, wie sie mit Mitgliedern umgeht, die Verständnis für die BDS-Bewegung (Boykott, De-Investitionen und Sanktionen) oder öffentlich verbreitete Unwahrheiten über Israel zeigen. Aus meiner Sicht sollten Mitglieder ausgeschlossen werden, wenn sie die Satzung der DIG verletzten.“

Dr. Martin Borowsky, Kopf der DIG Erfurt, antwortete auf Anfragen der Post noch nicht.

Zidara setzte einen Aufsatz mit der Überschrift „Christ, Sozialis und Judenhasserfreund“ auf die Internetseite „Die Achse des Guten“.

Ramelow pflegte eine freundschaftliche Twitter-Korrespondenz mit einem bekannten Poster namens Glamypunk, der vorher Sachen schrieb wie „Juden stinken“, „Wir hasse diese jüdischen Schweinespione auch auf Facebook“ und „Juden schneiden kleinen Kindern den Penis ab, ist das okay?“ Ramelos antwortete auf Anfragen der Post zur gegen ihn gerichteten Kritik und zu seinem herzlichen Twitter-Austausch mit einem wütenden Antisemiten nicht.

Samuels sagte der Post, das die „Infiltrierung“ der DIG mit antiisraelischen Politikern die Arbeit der Gesellschaft untergräbt. Zu Ramelows Partei, die LINKE, gehören die antizionistischsten Politiker Westeuropas. LINKE-Abgeordnete argumentierten gerade erst im Parlamen für den Pax Christi-Boykott israelischer Waren und nahmen am Mavi Marmara-Versuch zum Blockadebruch zum Gazastreifen 2010 teil. Die LINKE verabschiedete vor kurzem auf ihrem Parteikongress eine pro-iranische Resolution und ging mit Israel hart ins Gericht.

Samuels sagte, Ramelow und seine LINKE-Parteigenossen sollten sich der Deutsch-Iranischen Gesellschaft anschließen.

Stawski merkte an, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Ruprecht Polenz seine Mitgliedschaft bei der DIG ins Feld führte, um sich vor Kritik zu schützen, weil der Irena Wachendorff förderte, eine deutsche Dichterin und Friedensaktivistin, die auf Israel einschlug und dabei vorgab Jüdin zu sein.