Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (9. – 15. Juli 2017)

Sonntag, 09.07.2017:

Der COGAT-Chef berichtete auf seiner arabischsprachigen Facebook-Seite, dass die Gaza Elektric Company in den letzten 18 Tagen 7 Millionen Liter Diesel kaufte. 35% davon wurden von der Hamas beschlagnahmt und im privaten Sektor verkauft. Den Gewinn von 1,37 Schekeln pro Liter hat die Terrorgruppe eingesackt.

Montag, 10.07.2017:

Die PA hat eine Liste veröffentlicht – Personen, von denen sie behaupten, dass sie „Mord und Verbrechen an Palästinensern verübt haben und finanzielle Hilfe und juristische Unterstützung durch die israelische Regierung erhalten“.

Mittwoch, 12.07.2017:

Das Verteidigungsministerium hat ein Projekt abgeschlossen, mit dem 40 Schulen, Kindergärten und öffentliche Gebäude am Gazastreifen stärker gegen Raketenbeschuss geschützt werden sollen. Weitere 28 sollen folgen.

Donnerstag, 13.07.2017:

Trumps Nahost-Gesandter Jason Greenblatt eine Vereinbarung vermittelt, durch die die PA für das Projekt des Kanals vom Roten zum Toten Meer motiviert wird: Die PA wird Wasser und Strom zu günstigeren Preisen geliefert bekommen. (Allerdings, berichtet The Jewish Press, ist das Projekt und die Vergünstigungen für die Palästinenser daraus schon seit 2015 in der Planung!)

Die Frauen in Grün für das Israels von Morgen rufen für Freitag zu Protesten gegen die Sicherheitslage im Gush Etzion auf.

Einwohner des Jerusalemer Viertels Pisgat Ze’ev beklagen praktisch tägliche, heftige Störungen der Nachtruhe durch Araber, die Feuerwerk und Schusswaffen abfeuern.

Freitag, 14.07.2017:

Am 10. Juli verübte Mohammed Jibrin einen Terroranschlag mit einem Auto und wurde von Soldaten erschossen. Der Terrorist, der laut PA-Medienberichten „grundlos“ erschossen wurde, erhielt jetzt ein „militärisches Begräbnis“.

Die Palästinensergruppen (einschließlich der Fatah) verurteilten den Tod der Terroristen und die Schließung des Tempelbergs (und der Altstadt). Die Hamas bezeichnet den Anschlag wie nicht anders zu erwarten als „natürliche Reaktion auf israelischen Terrorismus“.
Die PA-Nachrichtenagentur log, die Terroristen seien auf einem Motorrad von außerhalb der Altstadt gekommen. Es gibt Videobeweise, dass das falsch ist – womit die Muslime nicht weiter den Eindruck erwecken können, die Waqf könne nichts mit dem Terror zu tun haben (hat sie, weil sie die Lagerung von Waffen und Munition in den Moscheen gestattet).

Jordanien forderte von Israel, dass der Tempelberg sofort wieder für Muslime geöffnet wird. Israel reagierte empört: Jordanien heize die Lage weiter an. (YNet bezeichnet das als „Jordanien in Gesprächen mit Israel zur Freigabe des Tempelbergs“.)

Auf Facebook wurde das Selfie der Mörder vom Löwentor zum Hit. In weniger als einer Stunde gab es mehr als 1.200 positive Kommentare.

Samstag, 15.07.2017:

Nachtrag zum Verhalten der PA nach dem Terroranschlag am Löwentor: Mahmud Abbas bezeichnete die Schließung des Tempelbergs (um zu kontrollieren, ob es weitere Terroristen und Waffen gibt) als genauso schlimm wie die Terrormorde selbst.

Die Polizei ermittelt, ob die Mörder vom Tempelberg Hilfe von einem Waqf-Mitarbeiter hatten. Es scheint Hinweise darauf zu geben.

Der Tempelberg soll nach Angaben der Regierung ab Sonntag wieder geöffnet sein.

Die Hamas tobt: Die Schließung des Tempelbergs sei eine „nie da gewesene Aggression“ (warum war dann die von 2000 keine?) und fordert die PalAraber zu weiteren Angriffen auf israelische Polizisten auf.

Die Polizei hat 3 Waqf-Mitarbeiter festgenommen, die im Verdacht stehen vom Anschlag gewusst und den Terroristen von gestern geholfen zu haben.

Minister Ayub Kara (Likud) forderte, dass die Familien der Terroristen vom Tempelberg in den Gazastreifen ausgeschafft werden.

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Geschichtsverdrehung der PA: UNO bot Arabern 1947 keinen Staat an

Itamar Marcus/Barbara Crook, Palestinian Media Watch, 10. Dezember 2008

Vorbemerkung heplev: Die Resolution 181 ist vom Übersetzungsdienst der UNO auf Deutsch auf den Seiten der Vereinten Nationen als PDF-Dokument eingestellt worden: http://www.un.org/Depts/german/gv-early/ar181-ii.pdf

Palestinian Media Watch Bulletin vom 11. Dezember 2008 (per E-Mail)

Seit ihrer Gründung hat die Palästinensische Autonomie die Geschichte umgeschrieben; sie versucht damit sowohl eine historische Legitimität für ihre Forderung nach einem Staat zu schaffen, als auch eine Rechtfertigung für den Terror und die Kriege gegen Israel seit dessen Gründung 1948.

Das neueste Beispiel für Geschichtsrevisionismus ist die Umschreibung des UN-Teilungsplans von 1947, der die Teilung des Landes Israel/Palästina in zwei Staaten empfahl: einen jüdischen und einen arabischen.

Die falsche palästinensische Version des Teilungsplans wurde im PA-TV von Dr. Ahmad Subh offenbart, dem stellvertretenden Minister im PA-Außenministerium; er beschuldigte die UNO, sie habe 1947 nur die Gründung eines Staates erlaubt, Israel – und die eines arabischen Staates nicht.

Dies sind die Worte von Dr. Subh:

„Der Internationale Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk am 29. November wurden nicht zufällig ausgesucht; er ist der Jahrestag des Teilungsplans [der UNO von 1947]…

1977 entschied die UNO-Vollversammlung die Achtung des palästinensischen Volkes wieder herzustellen, nach dem historischen Unrecht, das 1947 geschah, als einem Staat statt zweien eine ‚Geburtsurkunde’ ausgestellt wurde.

Einem Staat [Israel] wurde die Gründung erlaubt, während dem palästinensischen Staat die Gründung nicht erlaubt wurde.“

PA-TV (Fatah), 29. November 2008

Die Geschichtsverdrehung der PA kann hier angesehen werden (in Englisch)

Kiefern-Verleumdung

Elder of Ziyon, 26. November 2016

Antiisraelische und arabische Internetseiten veröffentlichen den Kommentar des antisemitischen Gilad Atzmo zu den Bränden in Israel, in dem er die Brände – wem sonst? – den Juden zur Last legt. Insbesondere macht er die Kiefern dafür verantwortlich, die der Jewish National Fund pflanzte:

Israels ländliche Landschaft ist vollgestopft mit Kiefern. Diese Bäume sind für die Region neu. Die Kiefern wurden Anfang der 1930-er Jahre vom Jüdischen Nationalfond (JNF) in Palästina eingeführt; es handelte sich um einen Versuch „das Land zurückzugewinnen“. Bis 1935 hatte der JNF 1,7 Millionen Bäume auf einer Gesamtfläche von 1.750 Morgen Land gepflanzt. Im Verlauf von 50 Jahren pflanzte der JNF mehr als 260 Millionen Bäume, weitgehend auf beschlagnahmtem Palästinenserland. Das alles machte er in einem verzweifelten Versuch die Trümmer der ethnisch gesäuberten Palästinenserdörfer und ihrer Geschichte zu verbergen.

Im Verlauf der Jahre unternahm der JNF einen kruden Versuch palästinensische Zivilisation und Vergangenheit auszulöschen, versuchte aber auch Palästina wie Europa aussehen zu lassen. Der palästinensische Naturwald wurde ausgerottet. Gleichermaßen wurden die Olivenbäume entwurzelt. Die Kiefern nahmen ihre Platz ein. Im südlichen Teil des Carmel nannte die Israelis einen Bereich „Kleine Schweiz“. Inzwischen ist nicht mehr viel von er „kleinen Schweiz“ übrig geblieben.

… Ungeachtet seiner nuklearen Fähigkeiten, seiner kriminellen Armee, der Besatzung, des Mossad und seiner Lobby überall auf der Welt scheint Israel verletzbar zu sein. Es ist verheerend vom Land entfremdet, das es als sein eigenes beansprucht und zu pflegen vorgibt. Wie die Kiefer sind der Zionismus, Israel und der Israeli in der Region fremd.

Die Kiefer, die der JNF so viele Jahre lang pflanzte, ist die Aleppo-Kiefer, pinus halepensis (in Israel als Jerusalem-Kiefer bekannt). Sie ist im gesamten Mittelmeerraum zu finden, von Marokko bis Syrien. Der JNF wählte diesen Baum nicht, um Israel wie Europa aussehen zu lassen; diese Lüge wird von Mondoweiss nachgeplappert. Einheimische Aleppokiefer-Wälder gibt es auf dem Karmel und in Galiläa.

Zudem wurden Kiefern in Palästina von Reisenden im 19. Jahrhundert beobachtet. In der von The Popular Cyclopædia of Biblical Literature 1856 steht:

Die große Zypresse gibt es nur in Palästina, wird von Menschen in Gärten und auf Friedhöfen sowie anderen offenen Plätzen in den Städten kultiviert. Aber als Spontangewächs des Landes finden wir auf den Gipfeln und Hügelketten den Walnussbaum, die Baumerdbeere, den Lorbeerbaum usw., während auf den ehemals bewaldeten Höhen verschiedene Kiefernarten, kleine und große, immer noch die Stellung behaupten.

Was besonders den Carmel betrifft, so schreibt die Jewish Encyclopedia von 1907, er sei „von Helmeichen und Kiefern bedeckt“.

Damit hat Atzmon auf gewisse Weise recht: Juden sind in der Region genauso einheimisch wie die Aleppokiefer.

Der Krieg gegen die Geschichte

Clifford D. May, Israel HaYom, 16. November 2016

„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.“ Das war, wie Sie sich vielleicht erinnern, die Parole des totalitären Staats, den sich George Orwell in seinem klassischen Roman „1984“ ausdachte.

Heute operationalisieren verschiedene Gruppen Islamisten – die wir als diejenigen definieren können, die sich dem islamischen Herrenmenschentum verschrieben haben – dieses Konzept; sie versuchen die geschichtlichen Aufzeichnungen zur Unterstützung ihrer totalitären Ambitionen zu modifizieren.

Sechs Monate vor dem Anschlag vom 11. September 2011 befahl Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar die Zerstörung der antiken Buddhas von Bamiyan in Afghanistan. Warum? Weil diese monumentalen Statuen Erinnerungen an eine Zeit waren, als das Land nicht islamisch war.

2012 zerstörte Ansar Dine, eine JIhadistengruppe, die mit Al-Qaida verbunden ist, die uralten Schreine, Gräber und Moscheen in Timbuktu. Warum? Weil diese für eine Version des Islam standen, der in afrikanischer Kultur „mariniert“ ist – und daher als irrgläubig angesehen wurde.

Am berüchtigtsten hat der Islamische Staat das religiöse und historische Erbe Syriens und des Irak demontiert, Stätten wie einen Tempel in Palymar, der dem kanaanitischen Gott Baal gewidmet war, christliche Kirchen in Niniveh und von Muslimen, deren Interpretation der heiligen Schriften von der der Möchtegern-Kalifatsbauer abweicht, zerstört.

UNESCO, die UNO-Agentur, deren angeblicher Auftrag die Förderung der Weltkultur ist, hat eine weniger bewegliche, aber vielleicht nicht weniger effektive Herangehensweise an diesen Krieg gegen die Geschichte gewählt. Die Absicht besteht darin nachzuweisen, dass Jerusalems heiligste Stätten den Muslimen gehören und dass Juden und Christen keine gültigen religiösen und historischen Ansprüche an dieser antiken Stadt haben – niemals hatten, niemals haben werden.

Eine Resolution diesbezüglich wurde von sieben mehrheitlich muslimischen Staaten zugunstend er Palästinenserführer gestützt und letzten Monat von UNESCO-Mitgliedern verabschiedet. Nur die USA, Deutschland, Großbritannien, die Niederlande, Litauen und Estland stimmten dagegen. Sechsundzwanzig Länder entschieden sich für Enthaltung – als würden sie die Wahrheit nicht kennen oder als sei die Wahrheit etwas ohne Konsequenzen.

Einige prominente Einzelpersonen haben ihre Stimme dagegen erhoben. Selbst Irina Bokova, die Generaldirektorin der UNESCO, sagte, die Abstimmung habe die Verantwortung der Organisation verletzt „die Trennungen zu überbrücken, die dem Charakter Jerusalems als Stadt vieler Religionen schaden“.

Ein Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte: „Das geteilte Erbe dreier monotheistischer Religionen der heiligen Stätten sollte nicht infrage gestellt werden.“

Mehr als drei Dutzend Mitglieder des US-Kongresses, Republikaner wie Demokraten, verurteilten die Resolution. „Weltgremien haben nicht das Recht Geschichte umzuschreiben“, sagte die Abgeordnete Alcee Hastins (Demokratin aus Florida). Steny Hoyer (Dem., Maryland) nannte die Resolution „einen gefährlichen Versuch die Geschichte auszulöshen“. Der Abgeordnete Red Lieu (Dem., Kalifornien) nannte sie „tollwütig antisemtisch und antichristlich“. Der Abgeordnete Peter Roskam (Rep., Illinois) erkannte sie als „drastische Verletzung des internationalen Religionsfriedens“.

Im letzten Monat kündigten PA-Vertreter zudem eine „Kampagne entschuldigt euch für Balfour“ an, ein eigener, aber zugehöriger Versuch der Manipulation der Geschichte. Um Ihre Erinnerung anzustoßen: Die Balfour-Erklärung war ein diesen Monat vor 99 Jahren geschriebener Brief des britischen Außenministers Lord Arthur Balfour, der das Recht des jüdischen Volks auf Selbstbestimmung in einem Teil seines angestammten Heimatlandes anerkannte.

Sie wurde vom Völkerbund, der damaligen internationalen Gemeinschaft, übernommen. Die PA und ihre Verbündeten behaupten nun, die Balfour-Erklärung sei ein „Verbrechen“ gewesen – und fordern eine Entschuldigung.

In Wahrheit gab die Balfour-Erklärung progressiven Ansichten Ausdruck. Jahrhunderte lang wurde der Großteil des Nahen Ostens vom osmanischen Reich regiert. Doch der türkische Sultan Mehmed VI. machte den Fehler sich im Ersten Weltkrieg mit den Deutschen zu verbünden. Nicht lange nach dem Ende dieses Konflikts sollte sein einst mächtiges Reich von den siegreichen Briten und Franzosen aufgelöst werden.

Sie waren keine Heiligen, aber sie waren bereit Völkern Autonomie zu gewähren, die lange Untertanen der Osmanen waren. Die Balfour-Erklärung sprach auch von den „Bürger- und religiösen Rechten der bestehenden nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina“.

Drei Jahre später gab der Völkerbund Großbritannien ein Mandat zur Regierung von Palästina. Die östlichen drei Viertel dieses Territoriums wurden zu dem, was heute das Haschemiten-Königreich Jordanien ist. Andere neue arabischen Staaten auf ehemals unter dem osmanischen Joch befindlichen Gebiete sind der Libanon, Syrien, der Irak und Saudi-Arabien.

1947 schlug die UNO die Gründung zweier Staaten im westlichen Palästina vor – eines arabischen und eines jüdischen. Die Anführer der palästinensischen Juden akzeptierten diese Zweistaatenlösung. Die Führer der palästinensischen Araber (sie hatten den Namen „Palästinenser“ noch nicht als den ihren und nur ihren übernommen) lehnte sie. Im Jahr darauf griffen Jordanien, Ägypten, Syrien, der Libanon und der Irak den frisch gebackenen jüdischen Staat an.

Der Konflikt endete nicht mit einer Friedensvereinbarung und Grenzen, sondern nur mit einem Waffenstillstand und Waffenstillstandslinien – Linien, die von 1949 bis 1967 hielten, als Israel einen weiteren Verteidigungskrieg gegen seine Nachbarn führte, einen, der damit endete, dass Israel den Ägypten den Gazastreifen und Jordanien die Westbank einschließlich Jerusalems abnahm.

Das sollte nicht vergessen werden. Während der Jahre der jordanischen Besatzung waren Juden aus Jerusalems Altstadt verbannt und sie durften nicht an der Westmauer beten. Zahlreiche jüdische religiöse Stätten in Jerusalem wurden geschändet oder zerstört.

Und jetzt begrüßt ein UNO-Gremium eine verfälschte Version der Vergangenheit dieser Stadt, während die palästinensische Autonomiebehörde die Balfour-Erklärung – eine Erklärung zur Unterstützung eines vielfältigen Nahen Ostens – als Straftat darstellt.

Das endet hier nicht. Die Palästinenser sollen heute darüber nachdenken die UNESCO aufzufordern, sie solle verlangen, dass die Israelis ihnen die Schriftrollen vom Toten Meer übergeben, fast 1.000 religiöse Texte, zumeist in Hebräisch und Aramäisch, die auf die Zeit des Zweiten Tempels zurückgehen.

Man ist versucht zu sagen: „Man kann das nicht erfinden.“ Aber natürlich kann man das. Orwell tat es. Die Frage ist, ob wir seitdem etwas gelernt haben.

Dass die UNESCO Tempelleugnung gut heißt ist nicht nur falsch – es ist gefährlich

Petra Marquardt-Bigman, The Tower, 17. Oktober 2016

„Da Kriege in den Hirnen von Menschen beginnen, ist es das im Hirn von Menschen, wo die Verteidigungen des Friedens gebaut werden müssen.“

Diese Beobachtung ist am Beginn der Verfassung der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) zu finden. Was stimmte, als UNESCO kurz nach dem Ende eines verheerenden Weltkreigs gegründet wurde, bleib auch sieben Jahrzehnte danach gültig, wenn die UNESCO sich damit beschäftigt die Flammen der religiösen Leidenschaften zu schüren, die den gesamten Nahen Osten in Brand setzen könnten. Mit ihrem gerade verabschiedeten Beschluss, der gewollt die jüdische – und damit auch die christliche – Verbindung zu Jerusalems Tempelberg ignoriert, hat die UNESCO praktisch die Ansichten von Mohammed Hussein, dem Großmufti von Jerusalem übernommen, der vor ein paar Jahren drohte: „Wenn die Israelis hierher kommen [auf den Tempelberg], dann wird es mehr als eine Intifada geben… die gesamte Region wird von Krieg verschlungen werden.“ Vor einem Jahr wiederholte der Großmufti seine Drohung; er fügte dabei Unheil verkündend hinzu, dass Gewalt „die gesamte Welt“ erreichen könnte, würde Juden oder irgendwelche anderen Nichtmuslime erlaubt werden irgendwo am „Al-Aqsa-Moscheegelände“ zu beten – d.h. der gesamten Tempelberg-Promenade.

Ebenfalls vor einem Jahr behauptete der Großmufti in einem Interview mit einem israelischen Fernsehsender, dass es nie einen jüdischen Tempel auf dem Tempelberg gegeben habe, während die Al-Aqsa-Moschee dort „vor 3.00 Jahren und vor 30.000 Jahren stand … seit der Schaffung der Welt“. So absurd diese für westliche Ohren klingen mag, bedenkt man die archäologischen Beweise des Gegenteils, es ist wichtig zu begreifen, dass „Tempel-Leugnung“ unter Palästinensern und Muslimen allgemein keine Randmeinung ist: Der tote Palästinenserführer Yassir Arafat war nicht im Geringsten verlegen während der Verhandlungen in Camp David im Juli 2000 die historische Existenz der jüdischen Tempel in Jerusalem zu bestreiten; und sein Nachfolger Mahmud Abbas wie auch andere offizielle Palästinenser-Vertreter und religiöse Führer haben ähnliche Behauptungen oft genug wiederholt, um – wie der Autor Daniel Levin 2009 im The Forward schrieb, den Schluss zu rechtfertigen, dass „Tempelleugnung zu einem zentralen Dogma des palästinensischen Nationalismus geworden ist“.

Aber während Tempelleugnung in den letzten Jahrzehnten populär geworden ist, wurde die Verwendbarkeit des Aufwiegelns religiöser Leidenschaften zur Mobilisierung von Muslimen zum Kampf gegen Juden und Zionismus erstmals von Haddsch Amin al-Husseini verwirklicht, dem berüchtigten Palästinenserführer, dessen Allianz mit Nazideutschland ihm schließlich den Beinamen „Hitlers Mufti“ einbrachte. Husseini begann seine Karriere als politischer und religiöser Führer in den 1920-er Jahren mit einer ambitionierten Kampagne zur Sammlung von Geldern für die Renovierung muslimischer Heiligtümer auf dem Tempelberg, die sich in völliger Verwahrlosung befanden, weil die muslimischen  Herrscher des osmanischen Reichs Jerusalem erlaubten Jahrhunderte lang als verwahrlostes Kaff zu schmachten. Um potenzielle Spender von der Bedeutung seines Projekts zu überzeugen behauptete Husseini, dass der Zionismus den „Wiederaufbau des Tempels anstrebt, der Salomons Tempel genannt wird, am Ort der gesegneten Al-Aqsa-Moschee und in dem religiöse Dienste durchgeführt werden sollen“. Schon bald wurde diese völlig fadenscheinige Beschuldigung nicht nur dazu genutzt Gelder zu sammeln, sondern auch um zu tödlicher Gewalt gegen Juden aufzustacheln – eine Taktik, die bis heute tausenden Juden das Leben kostete, angefangen mit den mörderischen arabischen Krawallen von 1929 bis zur blutigen „Al-Aqsa-Intifada“ Anfang der 2000-er und der Welle der aktuellen Terroranschläge.

Einiges von der Rhetorik die in den späten 1920-er Jahren genutzt wurde, um zu Gewalt gegen Juden aufzustacheln, unterscheidet sich nicht sonderlich vom Tenor der jüngsten UNESCO-Resolution. Im Oktober 1928 beschuldigte der Oberste Muslimrat, dem Husseini vorstand, die Juden als „Konkurrenz der Muslime um die Heilige Burak, die Westmauer der Moschee Al-Aqsa“ und erklärte:

Da sie die bittere Erfahrung der grenzenlosen, habgierigen Ansprüche der Juden diesbezüglich erkannt haben, glauben Muslime, dass das Ziel der Juden darin besteht allmählich Besitz von der Moschee von Al-Aqsa zu ergreifen; ihr Vorwand ist der Tempel, sie beginnen mit der Westmauer an diesem Ort, die ein untrennbarer Bestandteil der Moschee von Al-Aqsa ist.“

Fast 90 Jahre später gibt die UNESCO diese Hetze wieder: Der Text [PDF] der Resolution bezieht sich auf den Platz an der Westmauer nur in Anführungszeichen, während er vorgibt, der Ort sei in Wirklichkeit der „Al-Burak-Platz“; der Tempelberg wird ausschließlich als „Al-Aqsa-Moschee/Al-Haram Al-Scharif“ bezeichnet, der in seiner Gesamtheit als „muslimische heilige Gebetsstätte“ beschrieben wurde. Ähnlich zum Begriff „Al-Aqsa-Moschee-Gelände“ – in Begriff der regelmäßig von Al-Jazira verwendet wird, um den gesamten Tempelberg zu bezeichnen – verfehlt es die exklusive Nutzung von „Al-Aqsa-Moschee-Gebäude/Al-Haram Al-Scharif“ durch die UNESCO zwischen dem Gebäude der tatsächlichen Al-Aqsa-Moschee am südlichen Rand des Tempelbergs und dem Rest der gewaltigen Plattform zu unterscheiden. Wenn aber der gesamte Tempelberg die „Al-Aqsa-Moschee/Al-Haram Al-Scharif“ ist (oder das „Al-Aqsa-Moschee-Gelände“) ist und alles insgesamt „eine muslimische heilige Gebetsstätte“, dann wird die Anwesenheit eines jeden Juden oder nicht Nichtmuslim irgendwo auf dem Tempelberg schnell ein nicht tolerierbare Provokation, die die UNESCO streng als „ständige israelische Aggressionen“ verurteilt.

Das Lob, das die UNESCO von Izzat al-Rischeq, einem Sprecher der islamistischen Terrorgruppe Hamas, erhielt, war daher wohlverdient: „Wir loben die Abstimmung bei der UNESCO, die jegliche historischen Ansprüche zwischen Juden und der Al-Aqsa-Moschee und ihrer Westmauer bestreitet.“ Ähnliche kann Abbas heute zurecht das Gefühl haben, in seiner Sicht bestätigt worden zu sein, dass den Juden nicht erlaubt werden darf die Al-Aqsa „mit ihren dreckigen Füßen zu besudeln“ und dass „jeder Tropfen Blut, der für Jerusalem vergossen worden ist … sauberes und reines Blut ist, das für Allah vergossen wurde“. Und während die UNESCO „ständige israelische Aggressionen“ verurteilt, hat der vor zehn Jahren von Abbas ernannte, angeblich „moderate“ Großmufti nicht nur die Existenz der jüdischen Tempel bestritten und wiederholt mit Krieg gedroht, um exklusive muslimische Kontrolle des Tempelbergs geltend zu machen, aber er begrüßte auch Selbstmord-Bombenanschläge und zitierte beifällig die berüchtigte islamische Prophetie, die markant in der Hamas-Charta steht, denn diese sieht eine göttlich bestimmte apokalyptische Schlacht vor, in der Muslime fast alle Juden töten.

Palästinensische Ansichten zu diesen Dingen haben sich seit den Tagen des berüchtigten Haddsch Amin al-Husseini geändert und mit der aktuell verabschiedeten Resolution hat die UNESCO fast ein Jahrhundert palästinensischer Unnachgiebigkeit und tödlicher Hetze belohnt.

Es macht keinen Sinn die jüdische Verbindung zu Jerusalem zu bestreiten

Stephen M. Flatow, JNS.org, 21. Oktober 2016

Archäologen haben noch mehr Belege für die uralte jüdische Verbindung zu Jerusalem entdeckt – genau in der Woche, in der die UNESCO und die palästinensische Autonomiebehörde (PA) erklärten, dass Juden keine Verbindungen zu Jerusalem haben.

Die jüngste Entdeckung einer Stelle, an der das römische Her jüdische Kräfte angriff, die die äußern Mauern Jerusalem besetzten – während der Zeit des zweiten Tempels – lässt die Lüge der UNO und der PA platzen.

Bedenken Sie: Die Römer griffen jüdische Streitkräfte an. Es wurde kein Beweis für irgendwelche palästinensischen Streitkräfte in der Gegend. Der Angriff fand während der Zeit des zweiten Tempels statt – des Tempels, von dem die PA sagt, es habe ihn nie gegeben.

Die neuesten Funde bestätigen einen Bericht in dem Buch „Die Kriege der Juden“ des antiken Historikers Flavius Josephus im ersten Jahrhundert, den manche Historiker früher in Zweifel zogen.  Das Problem der PA: Josephus erwähnte nie Palästina oder Palästinenser.

Jedes Mal, wenn Archäologen in Israel graben, zerbröselt ein weiterer Teil der palästinensischen Propagandalinie. Anfangs diesen Jahres gruben Wissenschaftler in Jerusalem zwei antike Dokumentensiegel aus, die auf das späte achte Jahrhundert oder frühe siebte Jahrhundert vor Chr. Zurückdatiert werden. Die Inschrift auf den Siegeln ist Hebräisch, nicht Arabisch oder irgendeine andere Sprache, die mit Arabern oder Muslimen in Zusammenhang steht.

Eines der Siegel trägt den Namen eines Mannes: „Sa’adyahu ben Schebnayahu“. Das andere Name ist der Name einer Frau: „Elihanah bat Goel“ (oder Gael). Jüdische Namen. Keine arabischen oder muslimischen oder palästinensischen. Die Archäologen vermerkten, dass die Konstruktion der Namen „in typisch judäischer Mode dieses Zeitraums“ sei. Judäisch, nicht palästinensisch. Das ist weiterer lebendiger, unbestreitbarer Beweis einer jüdischen Präsenz im Land Israel – mehr als 1.400 Jahre bevor Mohammed den Islam gründete.

Bei einer weiteren wichtigen archäologischen Entdeckung früher in diesem Jahr wurden die ältesten Glasöfen der Welt gefunden; sie befanden sich neben einer Eisenbahnlinie am Fuß des Carmel-Berges bei Haifa. Professor Ian Freestone vom Londoner University College, ein Spezialist für die Identifizierung der chemischen Zusammensetzung von Glas, vermerkte, dass die Öfen beweisen, dass „Israel ein Produktionszentrum internationalen Ausmaßes darstellte – daher wurden seine Glaswaren im gesamten Mittelmeerraum und Europa weit verbreitet.“

Die Öfen stammen in etwa aus dem Jahr 400, rund 300 Jahre nachdem die Römer den zweiten Tempel zerstörten, schätzungsweise 600.000 Jude töteten und mehr als 1.000 jüdische Orte zerstörten.

Trotz dieser Verwüstung waren die Juden dem Land Israel derart verbunden, dass sie ihre Gesellschaft wieder aufbauten, bis zu dem Punkt, dass sie als Glasproduktionszentrum dienten, das seine Waren ins gesamte römische Reich exportierte. Eine der berühmtesten Entdeckungen in diesem Bereich ist ein Erlass des römischen Kaisers Diocletian, eingeritzt auf einer Steintafel, mit der der Preis für das festgesetzt wurde, was er „jüdisches Glas“ nannte.

Nicht „palästinensisches Glas“, sondern „jüdisches Glas“. Weil jeder wusste, dass der Name der Region Judäa war. So nannte sie die Bibel. So nannten Historiker sie mehr als 2000 Jahre lang.

Zumindest, bis die UNESCO und die palästinensisch-arabische Propagandamaschine des Weges kamen.