Medien schockiert von Angriff von der politischen Linken

The Mideast Beast, 18. April 2018

London – Nach vielen Monaten der Beschuldigungen seitens der politischen Rechten, sie seien einseitig, sind die Medienorgane aus allen Wolken gefallen, weil jetzt Attacken von der anderes Seite des Gangs kamen.

Diane Abbott, Schatten-Innenministerin der britischen Labour Party, drosch jetzt auf die Medien ein; diese hatten berichtet, sie habe ein irreführendes Foto zu gemeinsamen amerikanisch-britisch-französischen Luftangriffe auf syrische Militäreinrichtungen getwittert. Frau Abbott hat die Kritik an ihrem Foto eines kürzlich erfolgten Luftangriffs von US-Kampfjets als „armselig“ bezeichnet. „Warum spielt es eine Rolle, dass das Foto nicht aktuell war, keine US-Jets zeigte, nicht in Syrien aufgenommen wurde und nicht echt war?“

Oppositionsführer Jeremy Corbyn (der nicht antisemitisch ist) verteidigte seine Schattenkabinett-Kollegin und sagte: „Meine Freunde in der Hamas haben seit Jahren gefälschte Fotos und Fotos aus anderen Ländern genutzt. Ich habe den Verdacht (((einflussreiche Gruppen))), die die Medien kontrolliert, stecken hinter dieser bösartigen Forderung nach Sorgfalt.“

Es wird erwartet, dass Herr Corbyn seine Äußerung in Kürze mit der Behauptung zurückziehen wird, dass er „auf dem Bild nicht gut ausseht“.

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Corbyn veranstaltet Gedenkveranstaltung für im Holocaust verlorenen „deutschen Ruf“

The Mideast Beast, 12. April 2018

Während die Menschen in Israel und in der gesamten Welt den Yom HaSchoah oder Holocaust-Gedenktag begehen, gab der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn eine bewegende Laudatio für die tausenden Deutschen, die ihren Ruf unter der Nazi-Herrschaft haben leiden sehen.

„Wir dürfen nie die furchtbare Tragödie der Konzentrationslager Europas vergessen, wo unschuldige Deutsche verbal einfach nur deshalb angegriffen wurden, weil sie ihre Arbeit taten“, sagte Corbyn in einer herzergreifenden Rede. „Jeder Bürger der Welt kann sich das Leid dieser armen Wächter, Wissenschaftler und Henker vorstellen, die mutig ihr Land vor den zionistischen Besatzern verteidigten, nur um mit Kritik bedacht zu werden.“

Für Corbyn war die Rede nach dem umstrittenen Auftritt des Oppositionsführers bei einem Pessah-Seder einer radikal antiisraelischen Gruppe „Jewdas“ als Olivenzweig für die jüdische Gemeinde gedacht.

„Sehen Sie, ich sagte, dass der Holocaust schlimm war“, sagte Corbyn gegenüber dem Mideast Beast. „Was wollt ich noch von mir?“

Während Corbyns Kommentare Gegenreaktionen aus dem gesamten politischen Spektrum zur Folge hatten, erhielten sie Lob von der amerikanischen extremen Rechten.

„Hey, vielleicht ist der radikale Sozialismus gar nicht schlecht“, bemerkte Richard Spencer vom National Policy Institute.

Ein britischer Premierminister Corbyn? Die Juden und Israel

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Vor drei Jahren grenzte die Vorhersage, dass der Labour-Unterhausabgeordnete Jeremy Corbyn eines Tages Premierminister des Vereinten Königreichs werden könnte, an Irrsinn.[1] Nach Angaben der heutigen Quoten der Buchmacher steht er nach dem rechts-konservativen Brexit-Befürworter Jacob Rees-Mogg auf Platz 2 der Favoriten.[2] Sollte Corbyn gewählt werden, dürfte das durchaus Folgen sowohl für die britischen Juden als auch Israel haben.

Angesichts dieser Möglichkeit ist es wichtig Corbyns Vergangenheit sowie auch Ereignisse den Antisemitismus und Antiisraelismus der Labour Party betreffend seit seiner Wahl zum Parteivorsitzenden im September 2015 zu analysieren. 2017 wurde eine Kurzdokumentation mit dem Titel „Whitewashed, Antisemitism in the Labour Party“[3] veröffentlicht, in der David Hirsh, ein britischer Soziologe und langjähriger Aktivist gegen Antisemitismus, die Bekundungen des Hasses gegen Juden und Israel in der Labour Party entlarvte.[4] Der Film beginnt mit Ausschnitten davon, wie Jeremy Corbyn von 2009 die arabischen Terrororganisationen Hisbollah und Hamas rühmt. Er nennt sie seine Freunde und heißt sie im Unterhaus willkommen. Sein verspätetes Bedauern dazu kann als fast irrelevant betrachtet werden.[5] Corbyns Vergangenheit schließt zudem finanzielle und aktive Unterstützung für die vom Holocaustleugner Paul Eisen geführte Gruppe Deir Yassin Remembered ein.[6]

Kurz nach seiner Wahl zum Labour-Vorsitzenden berief Corbyn zwei extrem antiisraelische Personen auf wichtige Parteiposten. Ken Livingstone, ehemaliger Bürgermeister von London, der eine anhaltende Geschichte des Schürens von Hass gegen Israel und die Juden hat, wurde zum Vizevorsitzenden des Verteidigungsausschusses der Partei ernannt.[7] Er wurde später von der Partei suspendiert, aber es wurde nie gegen ihn ermittelt. Inzwischen will er der Partei wieder beitreten.[8] Seamus Milne wurde zum Director of Strategy and Communications ernannt – mit anderen Worten, Corbyns Spin-Doktor. Dieser Hamas-Fan hat die Gründung Israels als „Verbrechen“ bezeichnet.[9] [10]

Im Februar 2016 trat Alex Chalmers, einer der beiden Vizevorsitzende des Oxford University Labour Club (OULC) von seinem Posten zurück. Er klagte, dass viele Mitglieder der Organisation „Probleme mit Juden hatten“.[11] Das führte zu einer Untersuchung durch das Parteimitglied Baroness Jan Royal. Das National Executive Committee (NEC) [der Parteivorstand] erlaubte die Veröffentlichung nur eines Teils ihres Berichts. Ein paar Monate später wurde er trotzdem allgemein zugänglich.[12]

Ed Miliband, Sohn eines Holocaust-Überlebenden, war von 2010 bis 2015 Corbyns Vorgänger als Parteichef. Auch unter Miliband gab es extreme Bekundungen von Antiisraelismus, oft durch gewählte muslimische Repräsentanten, die gewöhnlich Wahlkreise mit vielen muslimischen Wählern vertraten. Äußerungen dieser Hassschürer erregten damals wenig Aufmerksamkeit.[13]

Corbyns Amtsantritt als Parteichef gab antisemitischen Hetzern das Gefühl, dass jetzt mehr erlaubt ist. Eine der extremsten Äußerungen kam von MP Naz Shah, die den Wahlkreis Bradford vertritt, eine Muslim-Hochburg. Sie schlug vor, Israel solle in die USA verlegt werden.[14] Shah entschuldigte sich und tat Buße. Dennoch nahm sie mit anderen Abgeordneten vor kurzem an einer Veranstaltung teil, die von Aktivisten organisiert wurde, denen Antisemitismus vorgeworfen wird.[15] Fühlt sie sich jetzt unverwundbar? Heutzutage werden in den Mainstream-Medien gelegentlich Nachrichten zu Antisemitismus in Labour-Ablegern veröffentlicht. Eine ganze Menge mehr davon dürfte die Medien vermutlich nie erreichen.

2016 versuchte Corbyn die Antisemitismus-Vorwürfe gegen seine Partei zu stoppen, indem er die Menschenrechtsaktivistin Shami Chakrabarti damit beauftragte einen Bericht zum Thema zu erstellen. Dieses im Juni desselben Jahres vorgelegte Dokument war höchst unprofessionell und zeigte, dass Chakrabarti wenig begriff, was Antisemitismus angeht. Ihre Glaubwürdigkeit wurde weiter untergraben, als sie kurz darauf auf Empfehlung von Corbyn Mitglied des Oberhauses wurde.[16]

Die jüdische Abgeordnete Luciana Berger hat tausende Hassmails erhalten; in einigen davon wurde ihr mit Mord gedroht. Das geschah in Reaktion auf ihre Kritik an der Ablehnung der Labour Party Antisemitismus zu verurteilen. Eine weitere jüdische Abgeordnete, Ruth Smeeth, erhielt 25.000 Schmähbotschaften. Zur jährlichen Labour-Konferenz im September 2016 erschien Smeeth mit einem Personenschützer.[17]

Eine Woche vor den Parlamentswahlen im Juni 2017 veröffentliche der Jewish Chronicle eine Meinungsumfrage. Diese stellte fest, dass 13% der jüdischen Wähler Labour unterstützten, während 77% sagten, sie hätten vor für die Konservativen zu stimmen. Die Wähler wurden weiter gebeten die Parteien auf einer Skala von 1 bis 5 zu bewerten. Je höher die Zahl, desto stärker bewertet man den Antisemitismus bei den Mitgliedern und gewählten Vertretern der Partei. Labour erhielt mit 3.94 die höchste Wertung. Die Anti-EU-Partei UKIP folgte mit 3.63. Die Liberaldemokraten erhielten 2.7 und die von Premierministerin Theresa May geführten Konservativen 1.96.[18]

Bei den Wahlen vom Juni 2017 schnitt Corbyn als Wahlkämpfer gut ab, während May schwach war.[19] Als May die Wahlen ansetzte, zeigten die Umfragen, dass die Konservativen viele Sitze gewinnen würden. Tatsächlich verlor die Partei ihre Mehrheit und war von der nordirischen Partei DUP abhängig, wollte sie eine Mehrheitsregierung bilden.[20]

Corbyn stärkt seinen Zugriff auf die Labour Party weiter. Seit Januar 2018 kontrolliert er das NEC.[21] Bald wird ein Corbyn-Anhänger zum Generalsekretär der Labour Party gewählt werden. Vor den nächsten Wahlen wird man versuchen viele moderate Labour-Abgeordnete durch Corbyn-freundliche Kandidaten zu ersetzen. Wenn Corbyn gewählt wird, wird er wahrscheinlich den nichtexistenten Palästinenserstaat anerkennen und eine Vielzahl anderer antiisraelischer Maßnahmen treffen. Bezüglich der vielen Missbräuche des Iran wird er viel toleranter sein als die Vereinigten Staaten.

Derweil bleibt für die britischen Juden eine ganze Menge Ungewissheit und Sorge. Wenn Corbyn Premierminister werden sollte, könnte das auch die Antisemiten und diejenigen ermutigen, die extreme physische Angriffe auf Juden verüben würden. Wenn solche Vorfälle ein paar Mal auftreten, könnte es langfristig weitere Auswanderung auslösen. Meinungsumfragen haben gezeigt, dass zum einen oder anderen Zeitpunkt ein Drittel der britischen Juden darüber nachgedacht haben das Land zu verlassen.[22]

[1] http://www.newyorker.com/news/news-desk/the-corbyn-supremacy

[2] http://www.oddschecker.com/politics/british-politics

[3] Reingewaschen: Antisemitismus in der Labour Party; http://www.youtube.com/watch?v=te684rBHzOA

[4] http://jewishnews.timesofisrael.com/howard-jacobson-labour-anti-semitism-at-whitewashed-film-launch/

[5] http://www.theguardian.com/politics/2016/jul/04/jeremy-corbyn-says-he-regrets-calling-hamas-and-hezbollah-friends

[6] http://www.dailymail.co.uk/news/article-3187428/Jeremy-Corbyn-s-links-notorious-Holocaust-denier-revealed.html

[7] http://www.telegraph.co.uk/news/politics/labour/12002961/Ken-Livingstones-appointment-shows-Jeremy-Corbyns-contempt-for-his-MPs.html

[8] http://www.theguardian.com/politics/2018/feb/24/ken-livingstone-hitler-suspension-end-no-further-action

[9] http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/211571#.VzWK8_l967Q

[10] http://www.newstatesman.com/politics/media/2015/10/jeremy-corbyn-appoints-seumas-milne-head-strategy-and-communications

[11] http://cherwell.org/2016/02/15/oulc-cochair-resigns-citing-antisemitism-within-club/

[12] http://www.oxfordsu.org/asset/News/6013/Report_OUC_Final.pdf

[13] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/18841

[14] http://www.businessinsider.com/labour-mp-naz-shah-has-resigned-after-saying-israel-should-be-relocated-to-the-us-2016-4

[15] http://www.thejc.com/news/uk-news/naz-shah-clive-lewis-labour-mps-attended-event-organised-by-activists-facing-antisemitism-claims-1.459187

[16] https://heplev.wordpress.com/2016/07/18/die-hoechst-unprofessionelle-untersuchung-des-britischen-labour-antisemitismus/

[17] http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/labour-membership-new-rules-abuse-online-jeremy-corbyn-trolling-a7319906.html

[18] www.thejc.com/news/uk-news/labour-support-just-13-per-cent-among-uk-jews-1.439325

[19] http://www.theguardian.com/politics/2017/jul/01/over-60-of-voters-view-theresa-may-as-pm-negatively-poll

[20] http://www.bbc.com/news/40575129

[21] http://www.telegraph.co.uk/politics/2018/01/15/momentum-founder-jon-lansman-elected-labour-party-nec-jeremy/

[22] http://www.dailymail.co.uk/news/article-4806578/One-British-Jews-considered-quitting-UK.html

Der in Großbritannien weit verbreitete Antisemitismus

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Verschiedene Studien haben gezeigt, wie weit die Antipathie gegen Israel und der Antiisraelismus in einer Reihe europäischer Länder verbreitet ist. Die Universität Bielefeld veröffentlichte zum Beispiel 2011 einen weithin publizierten Bericht zu sieben EU-Staaten.

Eine der in diesem Bericht gestellten Fragen lautete, ob die Befragten der Aussage zustimmen, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt. Den niedrigsten Anteil an Zustimmenden gab es in Italien und den Niederlanden mit 38 bzw. 39 Prozent. Die anderen waren Ungarn mit 41%, Großbritannien mit 42%, Deutschland mit 48% und Portugal mit 49%. In Polen waren es 63%[1]

Gelegentlich werden detailliertere Daten zu besonderen Vorurteilen gegen Israel erhoben. Das ist in einem aktuellen Bericht von L. Daniel Staetsky aus Großbritannien der Fall; sein Titel lautet: „Antisemitism in Contemporary Great Britain, a Study of Attitudes toward Jews and Israel“.[2] Die Studie wurde vom Institute for Jewish Policy Research (JPR) und dem Community Secuity Trust (CST) veröffentlicht.[3]

Zwölf konkrete Aussagen zu Israel wurden den Befragten vorgelegt.[4] Mit der ersten wurde gefragt, ob Israel das Recht hat zu existieren. 62% bejahten Israels Existenzrecht, 6% bestritten es. Die übrigen lehnten eine Antwort ab oder hatten keine Meinung. Dieses Ergebnis scheint auf den ersten Blick sehr positiv zu sein. Doch es bedeutet, dass es im Vereinten Königreich einen harten Kern von drei Millionen Antisemiten gibt, die für die Vernichtung Israels sind. Das kann nur mit mörderischer Gewalt erreicht werden.

Ein weiterer extremer Befund des Berichts war die Antwort auf die Frage: „Begeht Israel in Palästina Massenmord?“ 24% stimmten der Äußerung zu, 22% nicht. Bei dieser Bejahung geht es aber nicht um eine Meinung, sondern um Fakten. Israel begeht in „Palästina“ keinen Massenmord. Diejenigen, die zustimmen – was 12 Millionen britische Bürger repräsentiert – sind entweder extrem fehlgeleitete Menschen oder Lügner. Ihre Zustimmung zu dieser Äußerung ist ein Indikator dafür, wie weit die Dämonisierung Israels in Großbritannien fortgeschritten ist.

Die Befragten sollten sich auch dazu äußern, ob sie einer ähnlichen, falschen Äußerung zustimmen: „Israel versucht gezielt die palästinensische Bevölkerung auszulöschen.“ In diesem Fall stimmten 23% zu, 26% stimmten nicht zu.

Die riesige Anzahl derer, die den beiden letzten Aussagen zustimmt, kann nicht nur mit der Zahl der Muslime (4,5%), Linksextremisten (3,6%) und Rechtsextremisten (1,4%) in der britischen Gesellschaft erklärt werden.[5] Viele davon müssen dem britischen Mainstream angehören.

Der Aussage „Israel ist ein Apartheidstaat“ stimmten 14% zu, 19% widersprachen. Der Aussage „Israel hat zu viel Kontrolle in globale Angelegenheiten“ stimmten 17% zu, 30% stimmten nicht zu. Mehr als acht Millionen britische Bürger stimmen demnach mit der „zionistischen Variante“ der klassischen antisemitischen Behauptung überein, dass die Juden die Welt kontrollieren.

Zehn Prozent stimmen der Äußerung zu, „Israel ist die Ursache aller Probleme im Nahen Osten“; 44% sind nicht dieser Meinung. Neun Prozent der Befragten waren dafür Israel zu boykottieren. Diese Meinung hat anscheinend ebenfalls einige Unterstützung im britischen Mainstream.

Andere den Befragten vorgelegte Aussagen lauteten: Der Staat Israel ist die historische Heimat des jüdischen Volks; der Staat Israel trägt positiv zur globalen Gesellschaft bei; die Interessen Israels stehen im Widerspruch zu den Interessen des Rests der Welt; und: Israel ist die einzige echte Demokratie im Nahen Osten. In der Gesamtbevölkerung lieg der Anteil derer, die antiisraelische Voreingenommenheit hegen, beträchtlich höher als der Anteil derer, die antisemitische Vorurteile hegen.

Die Analyse der Antworten auf die 12 Aussagen der Umfrage bei Christen zeigt, dass ihre Meinungen sich statistisch nicht von denen der Gesamtbevölkerung unterscheiden.[6] Die Ergebnisse bei Muslimen unterscheiden sich allerdings stark. Während 9% der Gesamtbevölkerung zwischen sechs und neun Anti-Israel-Einstellungen zustimmen, beträgt der Anteil der Muslime 34,7%.[7] 75% der Muslime hegen mindestens eine antiisraelische Einstellung,[8] während es bei der Gesamtbevölkerung 47% sind.[9]

Die Studie analysiert zudem, ob es einen signifikanten Unterschied zwischen religiösen und nicht religiösen Muslimen gibt. Tatsächlich gibt es bei den Muslimen, die täglich fünfmal beten, einen etwas höheren Anteil Hardcore-„Antisemiten der dritten Generation“, die sechs bis neun der antiisraelischen Haltungen zustimmen, als bei den Muslimen, die nie beten.

Soweit es Vorurteile betrifft, d.h. diejenigen mit mindestens einer antiisraelischen Einstellung, ist der Unterschied zwischen Muslimen, die fünfmal täglich beten und denen, die nie beten – „Erbe-Muslime“ – nicht sonderlich signifikant. Oft erwähnen die Medien, wenn ein Muslim irgendwo in Europa ein Verbrechen an Juden verübt, dass er nicht religiös ist. Diese Studie scheint anzudeuten, dass es in Sachen Vorurteile gegen Israel keinen großen Unterschied zwischen den sehr religiösen Muslimen gibt und denen, die überhaupt nicht religiös sind.

Ein überproportionaler Anteil der antiisraelischen und antisemitischen Äußerungen von Repräsentanten der Labour Party wird von Muslimen getätigt.[10] Mehrere von ihnen repräsentieren Gegenden mit großer Konzentration an Muslimen. Die Ergebnisse von oben erklären, warum antiisraelische Hetze in ihren Wahlkreisen einen willkommenen Empfang sicherstellt. Das Vereinte Königreich durchleuchtet Immigranten nicht auf ihre antisemitischen oder antiisraelischen Vorurteile, trotz der Tatsache, dass wohlbekannt ist, wie weitverbreitet Hass auf Juden und Israel in vielen ihrer muslimischen Herkunftsländer ist. Großbritannien ist damit ein bereitwilliger wichtiger Importeur von Antisemiten und Israelhassern geworden.

Die britische Regierung täte wohl daran, eine detaillierte Studie über die Quellen in der britischen Gesellschaft durchzuführen zu lassen, die bei so vielen Bürgern die dämonische Sicht auf Israel herbeigeführt haben. Das ist nicht nur ein israelisches Problem, sondern auch ein britisches. Im Land eine große Anzahl Leute zu haben, die andere dämonisieren, ist ein Zeichen partieller kultureller Degeneration. Zu den Bereichen der Gesellschaft, die untersucht werden müssen, gehören Muslime, die extreme Linke, die extreme Rechte, Medien, Politiker, die akademische Welt, Gewerkschaften, NGOs und einige kirchliche Konfessionen.

Zu all dem gibt es auch einen israelischen Blickwinkel. Die Palästinenser und ihre vielen muslimischen Verbündeten haben Jahrzehnte lang extremen Hass auf Israel sowie Lügen über den Staat verbreitet. Die israelische Regierung hat dies weitgehend ignoriert und keine Agentur für Gegenpropaganda eingerichtet. Genauso wenig hat sie hervorgehoben, dass die Förderung von antisemitischem Hass, einschließlich Gewalt, in der Welt des Islam weit verbreitet ist und dass die große Mehrheit der Palästinenser, die die Hamas und die Fatah unterstützen, ein integraler Bestandteil verschiedener extremistischer muslimischer Strömungen sind. Als Aufsichtsinstitution der Regierung hat die Knesset es gleichermaßen verfehlt aufeinander folgende Regierungen zu veranlassen diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

[1] library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.

[2] Antisemitismus im zeitgenössischen Großbritannien. Eine Studie zu Einstellungen gegenüber Juden und Isreal.

[3] http://www.jpr.org.uk/documents/JPR.2017.Antisemitism_in_contemporary_Great_Britain.pdf

[4] Ebenda, S. 29

[5] Ebenda, S. 30

[6] Ebenda, S. 8

[7] Ebenda, S. 59

[8] Ebenda, S. 66

[9] Ebenda, S. 30

[10] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/18841

Muslimischer Antisemitismus in Großbritannien

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Im Vereinten Königreich sind antisemitische und antiisraelische Einstellungen bei Muslimen zwei- bis viermal so weit verbreitet wie in der Gesamtbevölkerung. Das ist einer der wichtigen Schlüsse eines aktuellen Berichts mit dem Titel „Antisemitsim in Contemporary Great Britain, a Study of Attitudes Toward Jews and Israel“ (Antisemitismus im heutigen Großbritannien. Eine Studie der Einstellungen gegenüber Juden und Israel). Die Studie wurde vom Institute for Jewish Policy Research (JPR) und dem Community Security Trust (CST) veröffentlicht. Ihr Autor ist L. Daniel Staetsky.

Die Herausgeber behaupten, dass dies die größte und detaillierteste Umfrage zu Einstellungen gegenüber Juden und Israel ist, die je in Großbritannien durchgeführt wurde.[1] Auch wenn es viele weitere Erkenntnisse zu antiisraelischen und antisemitischen Einstellungen gibt, können wir hier nur einen Teil davon ansprechen.

Konzentriert man sich auf die Einstellungen der muslimischen Bevölkerung des Vereinten Königreichs gegenüber Israel und den Juden, so zeigen die Antworten auf die einzelnen Fragen, dass Muslime stets negativer gegenüber Israel und/oder den Juden eingestellt sind als die Gesamtbevölkerung. Beispielsweise bejahten 13% der Gesamtbevölkerung, dass „Juden glauben, sie seien etwas Besseres als andere Menschen“. Bei Muslimen beträgt der Anteil 28%. Die Studie führt zudem die Antworten von religiösen Muslimen separat an, was in anderen Umfragen sonst nicht oft gemacht wird. Bei ihnen beträgt der Anteil 32%.[2]

Die Frage: „Werden Juden auf Kosten anderer reich ?“ bestätigten 12% der Gesamtbevölkerung und 27% der Muslime. Bei religiösen Muslimen sind es 33%. Was „Juden haben in Britannien zu viel Macht“ angeht, so denken 8% der Gesamtbevölkerung so, 27% aller Muslime und 32% der religiösen Muslime. Bei „Juden beuten den Holocaust-Opferstatus für ihre eigenen Zwecke aus“ stimmen 10% der Gesamtbevölkerung und 25% der Muslime zu. Bei religiösen Muslimen liegt der Anteil wieder höher; er beträgt 29%.

Der Aussage „Die Interessen der Juden in Britannien unterscheiden sich stark vom Rest [der Bevölkerung]“ stimmten 12% der Gesamtbevölkerung und 22% der Muslime zu. Bei religiösen Muslimen sind es 28%. 3% der Gesamtbevölkerung finden, dass der Holocaust übertrieben wird; bei den Muslimen sind es 14% und 18% der religiösen Muslimen bestätigen das.

Als die Meinungsforscher fragten, ob der „Holocaust eine Mär“ sei, dachten 2% der Gesamtbevölkerung, 8% der Muslime und 10% der religiösen Muslime so. Eine Frage wurde nur Muslimen gestellt: „Juden sind verflucht oder abgelehnt worden, weil sie nicht an Allah glauben.“ 11% der Muslime und 15% der religiösen Muslimen bejahten das.

Was positive Meinungen zu Juden angeht, bleiben die Muslime hinter der Gesamtbevölkerung zurück. 78% der Gesamtbevölkerung denken, dass ein „britischer Jude genauso ist wie jeder andere Brite“. 61% der Muslime denken so und 59% der religiösen Muslime stimmten damit überein.

Zur Frage, ob „britische Juden einen positiven Beitrag zur britischen Gesellschaft leisten“, dachten 61% der Gesamtbevölkerung so, allerdings nur 37% der Muslime. Bei religiösen Muslimen liegt der Anteil mit 34% noch niedriger.

Die Schlussfolgerung ist klar: Man kann sehr wenig zu den Meinungen der eigenen Bürger unternehmen, aber man hätte auf verschiedene Weisen diejenigen überprüfen können, die ins Land gekommen sind. Man sollte allerdings nicht alle Muslime abstempeln. Fakt ist, dass man kein einziges Mal bei den Muslimen, nicht einmal bei religiösen Muslimen, eine Mehrheit für die antisemitischen Aussagen findet.

Auch britischen Christen stellten die Meinungsforscher ähnliche Fragen wie der Gesamtbevölkerung. Sie stellten fest, dass negative Meinungen über Juden bei Christen selten die der Gesamtbevölkerung merklich übersteigen. Zur Äußerung, dass Juden die Opferrolle im Holocaust für eigene Zwecke missbrauchen, ist diese Meinung bei Christen weniger stark verbreitet. Zu den beiden positiven Fragen haben Christen eine positivere Sicht zu „ein britischer Jude ist genauso britisch wie jeder andere Brite“ und „Britische Juden leisten einen positiven Beitrag zur britischen Gesellschaft.“[3]

Die Studie behauptet, dass 4,5% der derzeitigen Bevölkerung Großbritanniens muslimisch ist. Eine ganze Menge davon sind importierte Antisemiten. Es wurde festgestellt, dass es – allgemein gesagt – eine starke Korrelation zwischen antisemitischen und antiisraelischen Einstellungen gibt. Bei Muslimen, die sieben der neun antisemitische Einstellungen erkennen lassenden Fragen zustimmten, hatten 87% auch antiisraelische Einstellungen.[4]

Das Projekt kam zudem zum Schluss, dass nichtreligiöse Muslime unter allen Muslimen die Gruppe sind, bei der es am wenigsten wahrscheinlich ist, dass sie antisemitische oder antiisraelische Einstellungen hegen. Die Anteile bei ihnen kommen dem Stand der Gesamtbevölkerung näher, auch wenn sie immer noch über dem Durchschnitt liegen.[5]

Es gibt eine weitere quantitative Quelle, die zeigt, dass Antisemitismus bei Muslimen weiter verbreitet ist als in der Gesamtbevölkerung. Sieht man sich die vielen antisemitischen Verunglimpfungen an, die in der britischen Labour Party ans Tageslicht gekommen sind, dann sieht man, dass der Anteil muslimischer Täter unverhältnismäßig hoch ist.[6]

Eine zweite Beobachtung besteht darin, dass einige Verleumdungen durch Muslime der Labour Party zu den extremsten überhaupt gehören. Der ehemalige Bürgermeister von Blackburn, Salim Mulla, behauptete Israel stecke hinter ISIS und fügte hinzu: „Zionistische Juden sind eine Schande für die Menschheit.“

Die Labour-Unterhausabgeordnete Naz Shah suggerierte, Israel solle in die Vereinigten Staaten verlegt werden. Später entschuldigte sie sich. Bevor sie das tat, wurde sie von Rupa Huq, einer weiteren Labour-Abgeordneten, in der BBC verteidigt.

Shah hatte den Labour-Stadtverordneten Mohammed Shabbir aus Bradforot beschäftigt, der behauptet haben soll, dass russisch-orthodoxe Juden am Sexhandel mit Frauen beteiligt seien. Er postete zudem auf Twitter vom „palästinensischen Holocaust“ im Gazastreifen. Andere muslimische Labour-Repräsentanten erklärten, sie hofften der Iran würde Atomwaffen einsetzen, um „Israel von der Landkarte zu wischen“ oder „Israel verhält sich wie die Nazis“ und „ohne meinen Helden Hitler hätten die Juden Palästina schon vor Jahren weggewischt; tut mir leid, aber so ist es nun mal“.

Es werden immer weitere antisemitische muslimische Vertreter der Labour Party bekannt. Einer der jüngsten Fälle ist Nasreen Khan. Sie wurde daraufhin von der Partei als mögliche Kandidatin für einen Sitz im Stadtrat von Bradford fallengelassen. Unter ihren Tweets der Vergangenheit befand sich dieser: „Was haben die Juden in dieser Welt schon Gutes getan?“.[7] Später entschuldigte sie sich.

Als ich vor mehr als eineinhalb Jahren die Aufmerksamkeit auf die unverhältnismäßig große und extreme Rolle von Muslimen bei antiisraelischer und antisemtischer Hetzte in der Labour Party lenkte, hatte das Thema keine wesentliche Aufmerksamkeit in der britischen Presse geweckt. Das hat sich nicht geändert. Es passt zum Wegsehen der Medien bei antiisraelischen und antisemitischen Einstellungen von Muslimen. Die Erfahrung andernorts zeigt, dass man die Veröffentlichung dieser Belege hinausschieben, aber nicht völlig unterdrücken kann. Umso mehr, als, auch wenn es nicht die Mehrheit der Muslime betrifft, das Schüren von Hass durch Muslime einen großen Anteil hat.

[1] Daniel Staetsky: Antisemitism in contemporary Great Britain: A study of attitudes towards Jews and Israel. Institute for Jewish Policy Research. September 2017. http://www.jpr.org.uk/documents/JPR.2017.Antisemitism_in_contemporary_Great_Britain.pdf

[2] Ebenda, S. 57. Zur Gesamtbevölkerung s. S. 34.

[3] Ebenda, S. 53

[4] Ebenda, S. 50

[5] Ebenda, S. 6

[6] https://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/18841

[7] http://www.thejc.com/news/uk-news/labour-drop-nasreen-khan-as-council-candidate-over-antisemitic-posts-1.448151

Die wahren Opfer der „Islamophobie“

Judith Bergman, Gatestone Institute, 14. November 2017

  • Örtliche Behörden, die Polizei, Lehrer und Parlamentarier haben alle mit MEND zusammengearbeitet, obwohl die Organisation „der Definition der Regierung für Extremismus entspricht“ und „regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamische Redner zu Gast hatte … offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“
  • Obwohl auf sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe zutrifft, organisiert MEND eine Reihe von Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an britischen Universitäten.
  • Man kann sich kein anderes Thema denken, das einen „Achtsamkeitsmonat“ im Vereinten Königreich mehr verdient, besonders weil viele der Menschen, die von diesem Problemen betroffen sind, die Folgen der britischen Obsession mit „Islamophobie“ gelitten haben.

In Britannien ist Labour-Chef Jeremy Corbyn zusammen mit dem Parteichef der Liberaldemokraten Vince Cable das Aushängeschild für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, eine jährlich stattfindende Kampagne, die seit 2012 unter der Führung der islamistischen Gruppe Muslim Engagement and Development (MEND – muslimisches Engagement und Entwicklung) stattfindet.

„Wir müssen Rassismus in jeder Form aus unserer Gesellschaft verjagen“, sagte Corbyn – dessen eigene Labour Party nie antisemitischer war und der Hamas- und Hisbollah-Terroristen als „Freunde“ betrachtet. Die Botschaft kam eingewickelt in ein Propaganda-Video, in dem er als Star der Kampagne mitmacht. „Islamophobie“, fuhr er fort, „ist etwas Furchtbares, verursacht furchtbaren Schmerz und furchtbare Leiden.“

„Ich heiße den Beitrag herzlich willkommen, den MEND dazu leistet das Bewusstsein für dieses Thema steigern und Menschen in der politischen Welt und anders wo dazu zu mobilisieren Islamophobie zu bekämpfen“, fügt Cable in dem Video hinzu.

Hier sind zwei Führer britischer Oppositionsparteien, die vor MEND niederknien, einer Gruppe, die vor kurzem als „Islamisten, die sich als bürgerliche Libertäre ausgeben“, beschrieben wurde.

Corbyn und Cable sind jedoch nicht die einzigen, die nach der Gesellschaft islamischer Herrenmenschen gieren. Örtliche Behörden, Polizei, Lehrer und Abgeordnete haben allesamt mit MEND gearbeitet, obwohl auf die Organisation „die regierungseigene Extremismus-Definition zutrifft“ („lautstarke oder aktive Opposition gegen fundamental britische Werte, einschließlich der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, individuelle Freiheit und gegenseitiger Respekt und Toleranz unterschiedlicher Religionen und Überzeugungen“) und „hat regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamistische Redner zu Gast gehabt … hat offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“

Zusätzlich:

Mehrere der Beschäftigten der Organisation und Freiwilligen, darunter ranghohe Persönlichkeiten, haben öffentlich eine Reihe beunruhigender Ansichten zu Terrorismus und Antisemitismus zum Ausdruck gebracht. Dazu gehörten Unterstützung von Terroristen im Ausland, das Abtun der jüngsten Terroranschläge im Königreich, die Werbung für antisemitische Verschwörungstheoriren und sogar die Aufforderung an britische Moscheen Gebete für „die Mudschaheddin“ zu veranstalten.“

Obwohl sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe erfüllt, organisiert MEND gleichwohl eine Reihe Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, der „positive Beiträge britischer Muslime feiert, übliche Märchen über britische Muslime aus dem Weg schafft und die Rolle der Medien bei der Aufrechterhaltung antimuslimischer Vorurteile“ an der Brunel-University, SOAS, der London School of Economics and Political Science, dem King’s College und anderen herausstellen.

Letztes Jahr schloss sich die Polizei von Bedford der Kampagne „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an, zog dann aber nach Nutzung des Kampagnen-Logos wieder zurück, nachdem das von ISIS-Jihadisten genutzte Handzeichen ähnelt. Ein Jahr später nutzt die Kampagne immer noch dasselbe Einfinger-Logo, wofür sie nicht überzeugend behauptet, es stehe für „I“ wie in „Islamophobie“.

Das Vereinte Königreich ist fast klinisch besessen von „Islamophobie“-Bewussteinskampagnen. Vor nur ein paar Wochen tat sich die Polizei von London mit den Behörden der Tranpsort for London zusammen, um Menschen zu ermutigen während der „National Hate Crime Awareness Week“ (Landesweite Bewusstseinskampagne für Hassverbrechen) hassverbrechen zur Anzeige zu bringen; diese lief vom 14. bis 21. Oktober. Die Veranstaltungen zielten hauptsächlich auf Muslime, wobei Beamte die Moschee East London besuchten, um zur Anzeige von Hassverbrechen zu ermutigen.

Man kann sich andere Themen denken, die einen „Bewusstseinsmonat“ in Großbritannien mehr verdienen, insbesondere weil viele Menschen, die von diesen Dingen betroffen sind, die unter Folgen der britischen Besessenheit von „Islamophobie“ gelitten haben.

Britische Behörden, besonders die Polizei und Sozialarbeiter, wandten sich von tausenden Mädchen auf kriminelle Weise ab, die in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Beamte ließen diese Kinder auf die furchtbarste Weise genau deshalb im Stich, weil sie dazu konditioniert worden waren entlang der Linien von „Islamophobie“ zu denken. Sie missachteten grob ihre Plichten die Öffentlichkeit zu schützen, weil sie sich mehr Sorgen darum machten als „islamophob“ oder „rassistisch“ etikettiert zu werden, als um die vielen jungen, unschuldigen Leben, die zerstört wurden. Warum gibt es keine laufende landesweite Bewusstseinskampagne für das Entdecken solcher Heranziehungsaktivitäten, einschließlich einer Kampagne für Beamte ihre professionellen und ethischen Verpflichtungen vor das zu stellen, was andere von ihnen denken könnten?

Britische Polizei und Sozialarbeiter wandten sich auf kriminelle Weise von tausenden Mädchen ab, die „in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham (im Bild) zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Foto: Anthony Devlin/Getty Images.

Opfer von sogenannten Ehrenverbrechen – Gewalt gegen Frauen durch ihre Familien, um die „Ehre“ der Familie zu retten, einschließlich Ehrenmorden – müssen ebenfalls dringend eine Bewusstseinskampagne bekommen. Jüngste Zahlen zeigen, dass nur 5% der bei der Polizei angezeigten Fälle von Ehrenverbrechen 2016/17 an die königlichen Staatsanwaltschaft weitergegeben wurden, trotz der starken Zunahme der entdeckten Fallzahlen. 2016/17 wurden mehr als 5.000 Ehrenverbrechen bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Fakt ist, dass die Polizei verprügelte Frauen oft direkt zurück in die Probleme schicken, aus denen sie kamen; man sagte ihnen, sie sollten nach Hause gehen – was bedeuten konnte, dass diese Frauen voraussichtlich nicht nur Opfer von Gewalt, sondern von tatsächlichen Ehrenmorden werden.

Oper von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) könnten ebenfalls eine Bewusstseinskampagne brauchen. 2016/17 wurden mehr als 9.000 FGM-Fälle ermittelt – kaum weniger als im Jahr davor.

Das Vereinte Königreich benötigt ebenfalls eine Bewusstseinskampagne zu Antisemitismus, der in Großbritannien in den letzten drei Jahren dramatisch zugenommen hat, den die Justiz jedoch weitgehend ignoriert. 2016/17 strengte die königliche Staatsanwaltschaft (CPS) in 14.480 Fällen Prozesse wegen Hassverbrechen an, doch nach Angaben der Campagin Against Antisemitism

wir müssen immer noch ein Jahr erleben, in dem es mehr als ein paar Duzend antisemitische Hassverbrechen gibt, die strafrechtlich verfolgt werden. 2017 sind uns bisher 21  Verfahren bekannt, 2016 gab es 20 und 2015 waren es nur 12. So ernst dieses Versagen der CPS zu handeln ist derart ernst, dass wir alle mutmaßlichen Antisemiten über private Klagen selbst verfolgen und die CPS über auf dem Rechtsweg herausfordern mussten; den ersten solchen Fall gewannen wir im März. Letztes Jahr wurden nur 1,9% der Hassverbrechen gegen Juden gerichtlich verfolgt, was den Polizeikräften signalisierte, dass ihre Bemühungen Hassverbrechen gegen Juden vergeudet sein könnten; und es vermittelte den Antisemiten eine starke Botschaft, dass sie das Gesetz nicht fürchten müssen … Jedes Jahr seit 2014 ist ein rekordverdächtiges Jahr für antisemitische Verbrechen gewesen: von 2014 bis 2016 stiegen antisemitische Verbrechen um heftige 45% an.“

Die regierungseigene Antiterrorkampagne „Make Nothing Happen“ (Lass nichts geschehen) – eine im März 2017 begonnene landesweite öffentliche Bewusstseins-Werbekampagne, die die Bürger drängt die Polizei bei verdächtigen Aktivitäten kontaktieren – riskiert, von der fortgesetzten Voreingenommenheit mit „Islamophobie“ auf den Kopf gestellt zu werden. Das Risiko besteht darin, dass Menschen zögern und verdächtige Aktivitäten nicht berichten werden, weil sie Angst haben als „rassistisch“ oder „islamophob“ etikettiert zu werden. In den USA meldete vor dem Terroranschlag von San Bernardino ein Nachbar der Angreifer Syed Rizwan Farook und seiner Frau Washfeen Malik deren von ihm beobachtete verdächtige Aktivitäten außerhalb von deren Wohnung offenbar genau aus dieser Angst heraus nicht.

Diese Angst als islamophob oder rassistisch bezeichnet zu werden scheint in der westlichen Psyche tief verwurzelt zu sein. Vermutlich billigt niemand, dass jemand aufgrund einer Ethnie oder Religion herabgewürdigt oder dass eine Gruppe mit einer breiten, willkürlichen Bürste diffamiert wird. Menschen unternehmen sogar enorme Anstrengungen um zu vermeiden ungerechtfertigt irgendjemanden oder irgendeine Gruppe zu kritisieren, selbst wenn Kritik verdient sein sollte, wie im Fall der Prostitutionsbanden im englischen Rotherham. Die Rassismus- und Islamophobieanschludigungen scheinen dazu gedacht zu sein Menschen davon abzuhalten Missbräuche aufzuzeigen, noch bevor sie begangen werden, so dass die Täter frei bleiben können sie zu begehen. Die andere Frage, die praktisch niemals gestellt wird, lautet: Wenn Muslime wegen Islamophobie aufgebracht sind, wie kommt es dann, dass im Vergleich mit anderen Religionsgruppen, so viele von ihnen weiter „Munition“ liefern, die eine solche Sichtweise nur unterstützt und verstärkt – besonders wenn andere Muslime weiter schweigen, es versäumtn Anschläge namentlich zu verurteilen oder nichts zu tun scheinen, um einen Versuch zu unternehmen sie zu verhindern? Zusätzlich gibt es die Frage der Wechselseitigkeit: Wie kommt es, dass es schienbar kein Bedauern über ständige Verunglimpfung von Juden als Nachkommen von Affen und Schweinen gibt;  zu sagen, dass Juden „dreckig“ sind, „ausgelöscht“ werden sollten oder gar Völkermord empfohlen wird? Das sind echte Fragen, in ganz ehrlich gestellt.

In New York erzählte der stellvertretende Polizeipräsident den Amerikanern, dass der tödlichste Anschlag in New York seit dem 9/11 – der von dem Jihadisten Sayfullo Saipow begangene Auto-Rammanschlag – „nichts mit dem Islam zu tun“ hatte. Personen, die es wagen würden auf diesen jihadistischen Mord mit dem Begehen von (nicht definierten) „Einseitigkeitsvorfällen“ oder „Hassverbrechen“ zu reagieren, würden „mit dem vollen Ausmaß des Gesetzes verfolgt“ werden.

Die Behörden in Großbritannien, Europa und den Vereinigten Staaten nähren keine Atmosphäre, die effektiver öffentlicher Sicherheit, Polizeiarbeit oder Terrorbekämpfung förderlich ist. Ganz im Gegenteil. Erkennen sie das überhaupt?