Britische Proteste, Gewalt beim 246. Jahrestag der Vertreibung aus den amerikanischen Kolonien

The MidEast Beast, 4. Juli 2022

Die Amerikaner setzten das social distancing – starke politische Polarisierung und Frauenrechte – aus, um den 246. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit mit Barbecues bei von Omicron heimgesuchten Versammlungen zu feiern; dabei setzte Wut auf Großbritannien ein, weil die Briten das begehen, was sie die „Proper Mess“ nennen – britischer Jargon für „Katastrophe“. Friedliche Proteste gegen die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten wurden gewalttätig, als Konflikte zwischen NATO-Truppen und Protestlern ausbrachen, die ein „Rückkehrrecht“ auf das US-Festland forderten, ausgenommen Florida und Texas.

Es gab Krawalle in London, Manchester und anderen großen Städten, als britische Bürger gegen ihre Vertreibung von dort protestierten, was sie das „Besetzte Westengland“ nannten. Viele der Protestierenden betrachten sich als Flüchtlinge, weil ihre Vorfahren offizielle britische Vertreter vor fast 250 Jahren gewaltsam aus den Kolonien vertrieben wurden.

„Meine Eltern, Großeltern und Urururgroßeltern mögen in London gelebt haben, aber mein Herz wird immer in Philadelphia sein“, sagte Rupert Chasselwit, dessen Vorfahren 1776 ausgewiesen wurden. „Baltimore und Charleston sind genauso Teil Britanniens wie Birmingham, Leeds und Nordirland.“

Obwohl von mehreren Krawallen Verletzte berichtet wurden, erreichte die Gewalt nicht das Niveau frühere Jahre. 2011 wurden vier Briten von der US Coast Guard getötet, nachdem diese über den Atlantik stürmten und versuchten Virginia zu betreten.

Die Behörden warnen vor potenzieller weiterer Gewalt im nächsten Monat, wenn Indien seinen Unabhängigkeitstag feiert.

Studien zeigen: Der extreme Hass auf Zionismus geht Hand in Hand mit klassischem Judenhass

Elder of Ziyon, 29. März 2022

Der New Zealand Jewish Council veröffentlichte am frühen Mittwochmorgen Neuseeland-Zeit eine Studie zu antisemitischen Einstellungen im Land.

Wie bei ähnlichen Studien aus dem letzten Jahrzehnt wird eine Reihe Fragen gestellt, um herauszukitzeln, ob der Befragte antisemitische und antizionistische Meinungen hegt.

Die Studie stellte eine hohe Übereinstimmung zwischen denen fest, die die antizionistischsten Ansichten haben und denen, die die meisten klassisch antisemitischen Ansichten haben:

Zweiundzwanzig Prozent der Neuseeländer hegen zwei oder mehr klassisch antisemitische Ansichten (bei acht Fragen) und 25% hegen zwei oder mehr zionophobische Ansichten (bei sieben Fragen). Diese Studie stellte fest, dass es eine Beziehung zwischen denen gibt, die zionophobische Ansichten und denen, die klassisch antisemitische Ansichten hegen. Sie zeigt, dass je extremer antiisraelische Ansichten jemand hegt, an desto mehr klassisch antisemitische Sprachbilder glauben sie und umgekehrt. Zum Beispiel gibt es eine Chance von nur 25%, dass jemand, der vier klassisch antisemitische Ansichten hegt, keine antiisraelisch antisemitischen Ansichten hegt und nur eine Chance von 29%, dass jemand, der vier israelfeindlich antisemitische Ansichten hegt, keine klassisch antisemitischen Ansichten hegt. Das entspricht einer Studie in Großbritannien, die ebenfalls eine klare empirische Verbindung zwischen den beiden Formen des Antisemitismus zeigte.

Ich hatte die hohen Ergebnisse der britischen Studie gesehen, aber nicht die Analyse der Verbindung zwischen klassischen Einstellungen und israelfeindlichen Einstellungen.

Der Zusammenhang, an dem sich Antisemitismus und Antizionismus treffen, liegt vielleicht in den Fragen, die Israel mit Nazideutschland vergleichen. In der neuseeländischen Studie stimmten 12% zu, dass „israelische Regierungspolitik der des Nazi-Regimes ähnelt“. In der jüngsten britischen Studie stimmten 24% zu, dass „Israel die Palästinenser behandelt, wie die die Nazis die Juden behandelten“. Dem stimmten 2019 noch 31% zu!

Die andere Frage, die in Neuseeland, aber nicht in Großbritannien gestellt wurde, ist auch ein weiterer Hinweis, wo linke Antisemitismus klassische Antisemiten widerspiegeln: 14% stimmten zu, dass „Juden weiße Privilegien haben“.

(Weil die genauen Ergebnisse noch nicht offiziell veröffentlicht wurden, zeige ich hier nicht die wichtigen Ergebnisse der Umfrage.)

Die Briten waren die ersten, die Juden schon 1942 mit Nazis gleichsetzten. Die Araber folgten enthusiastisch

Elder of Ziyon, 27. Januar 2022

Das „Juden als Nazis“-Mem ist unter Antisemiten üblich. Für Judenhasser ist die groteske Analogie köstlich: Die Juden sind genauso schlimm wie ihre Unterdrücker, die Juden sind genauso des Völkermords schuldig, Juden zu töten ist so moralisch wie der französische Widerstand, Juden haben kein Recht sich zu verteidigen, Juden haben die „Lektionen“ des Holocaust nicht gelernt – als sei der Holocaust nur eine Universität für Juden gewesen, die bei ihren Kursen durchfielen, während der Rest der Welt, der daneben stand und zuließ, dass sie abgeschlachtet wurden, die Lehrer sind.

Wer war der erste, der diese widerwärtige Behauptung aufstellte?

Das Früheste, was ich finden kann, kommt von den Briten.

Lord Moyne, der britische Staatsminister im Nahen Osten, beteiligte sich am 9. Juni 1942 an einer Diskussion im britischen Parlament, in der es darum ging, ob Juden in Palästina erlaubt werden sollte gegen die Nazis zu kämpfen. Lord Moyne war gegen diese Idee, was Lord Wedgwood energisch unterstützte. Seine Argumente klingen gewaltig nach Antisemitismus: Er beschwerte sich, dass die Juden ihren Mitjuden erlauben wollten nach Palästina zu immigrieren, um ihr Leben zu retten:

Der zionistische Anspruch hat zwei brennende Themenaufgeworfen: Erstens die Forderung nach groß angelegter Immigration in ein bereits übervölkertes Land und zweitens Rassenvorherrschaft durch diese Neuankömmlinge über die ursprünglichen Einwohner… Die Einwohner dieses kleinen Landes – etwa in der Größe von Wales, aber weit weniger fruchtbar – sind bereits von Zuständen massiver Überfüllung bedroht. Bei der gegenwärtigen Wachstumsrate wird die arabische Bevölkerung sich innerhalb von siebenundzwanzig Jahren verdoppeln. Der gesamte fruchtbare Boden wird nicht nur besetzt, sondern sehr eng bebaut. Am Ende des letzten Krieges zählte die jüdische Gemeinschaft 80.000. Heute sind es 450.000; und trotzdem hat die zionistische Organisation die Bedingungen des Weißbuchs empört abgelehnt, unter dem Immigration weiterer 75.000 innerhalb von fünf Jahren zugelassen werden soll.

Lord Wedgwoods Bemühungen haben eine weit größere Macht Schaden anzurichten, weil sie sich an Amerika richteten. Es muss sicher eine bedauerliche Auswirkung auf unsere Alliierten haben, dass ihnen von einem ehemaligen Kabinettsmitglied erzählt wurde, die Verwaltung Palästinas möge Juden nicht und dass es genug Antisemitismus in Großbritannien gibt die Politik und den Geist Hitlers zu unterstützen. Der Hinweis ist eine komplette Umkehrung der Wahrheit. Wenn ein Vergleich mit den Nazis gezogen wird, dann handelt es sich mit Sicherheit um diejenigen, die der arabischen Bevölkerung ein importiertes Regime aufzwingen wollen und sich des Geistes der Aggression und Herrschaft schuldig gemacht haben.

Hier setzt er direkt alle Zionisten, die das Leben von Millionen Juden retten wollten, mit den Nazis gleich.

Lord Moyne brachte auch die Chasaren-Theorie ein, dass aschkenasische Juden keine echten Juden sind und nicht in den Nahen Osten gehören:

Sehr oft wird lose gesagt, dass die Juden Semiten sind, aber Anthropologen sagen uns, dass die jüdische Rasse, so rein sie ihre Kultur gehalten hat, sich seit Beginn der Diaspora stark mit Nichtjuden vermischte. Während der babylonischen Gefangenschaft erwarben sie eine stark hethitische Beimischung und es ist offensichtlich, dass die armenischen Merkmale, die immer noch bei den Sephardim zu finden sind, aus dem Aschkenasischen durch eine Beimischung von slawischem Blut herausgezüchtet worden sind.

Premierminister Winston Churchill brachte die Analogie der Juden zu den Nazis nicht als Tatsache, sondern als Befürchtung zur Sprache, nachdem Lord Moyne von Mitgliedern der Lehi-Gruppe in Ägypten ermordet wurde. Aus einer Meldung vom 1. November 1944:

Dieses schändliche Verbrechen hat die Welt schockiert. Es hat niemanden stärker beeinflusst als diejenigen, wie mich selbst, die in der Vergangenheit beständige Freunde der Juden und ständig Architekten ihrer Zukunft gewesen sind. Wenn unsere Träume vom Zionismus im Rauch der Pistolen der Mörder enden sollten und unsere Arbeiten für ihre Zukunft nur eine neue Gruppe Gangster hervorbringt, die Nazideutschlands würdig sind, werden viele, ich selbst auch, die Haltung überdenken müssen, die wir in der Vergangenheit so konsequent und so lange beibehalten haben.

Lord Moynes Nachfolger Sir James Grigg wiederholte diese Meinung am 3. Januar 1945:

Die Ermordung schockierte England und die Welt tatsächlich. Anders als Lord Moynes frühere Kommentare, die eindeutig antisemitisch waren, können die Anmerkungen von Churchill und Grigg so interpretiert werden, dass sie sich nur gegen die jüdischen Gruppen richteten, die Briten angriffen, nicht gegen alle Zionisten.

Trotzdem öffneten sie die Tür für weitere widerwärtige Verwendungen der Analogie.

Der nächste britische Beamte, der die gesamte zionistische Bewegung mit den Nazis auf eine Stufe stellte, war Sir Edward Spears 1946, deutlich nachdem die gesamten Schrecken des Holocaust bestens bekannt geworden waren. Von United Press, 30. Januar 1946:

rot unterstrichen:
„…beschuldigte die zionistische Politik Eigenschaften zu haben, die der Nazi-Philosophie sehr ähnlich sind…“
… mit vielen der nicht wünschenswerten Eigenschaften, die die Nazi-Bewegung kennzeichneten.“

Arabische Diplomaten nahmen die Verleumdung etwa zur selben Zeit auf; das Thema „Juden sind Nazis ist seitdem ein ständiges Merkmal der Antisemiten geblieben.

Die Arabische Liga zog die Analogie am 6. Dezember 1945, wobei jüdische Immigration wieder mit den Nazis gleichgesetzt wurden (Manchester Guardian, 7. Dezember 1945):

Überschrift: Nazi-zionistischer Terrorismus

Im September 1947 beschuldigte der arabische Delegierte die Juden gleichzeitig, sie legten Naziverhalten an den Tag, als er damit drohte, dass die Araber sie alle umbringen würden:

Überschrift: Arabischer Delegierter beschuldigt Zionisten der Nazitaten

Und im Oktober 1947 sagte der Leiter der arabischen Delegation bei den Teilungsgesprächen in Lake Success, die Zionisten seien nicht an Palästina interessiert, sondern wollten dieses als Tor für die Übernahme des gesamten Nahen Ostens nutzen – irgendwie genauso wie die Nazis.

Überschrift: Zionisten setzen in Palästina Nazi-Methoden ein, sagte Jamali

Beachten Sie, dass genau diese Analogien überall vorkommen: Die konkreten Nazi-Taten, derer die Juden angeblich schuldig sind, ändern sich ständig. Für moderne Antisemiten ist Juden mit ihren Mördern gleichzusetzen das Hauptziel und die Details sind nicht weiter wichtig. Die Gültigkeit der Analogien hat keine Bedeutung für die Analogien selbst. Der springende Punkt liegt darin zu sagen, dass Juden die schlimmsten Menschen auf der Erde sind und um nichts besser als die Nazis, die sie abschlachteten.

Die Anschuldigung soll nicht korrekt sein. Sie soll den Juden wehtun.

Winston Churchill in Palästina – 100 Jahre später

„Die Gründung einer jüdischen nationalen Heimstatt in Palästina wird für die gesamte Welt ein Segen sein.“

Lee Pollock, the Librarians, 24. März 2021

Winston Churchill in Tel Aviv, 1921. Aus der Pritzker Family National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels.

Am 24. März 1921 kam ein Nachtzug aus Kairo in Gaza an, einer Stadt, in der rund 15.000 Araber und weniger als einhundert Juden wohnten; sie lag knapp innerhalb der südwestlichen Grenze des neu geschaffenen britischen Mandatsgebiets Palästina. Das Völkerbundmandat war Britannien im Rahmen der Bedingungen der Konferenz von San Remo elf Monate zuvor gewährt worden.

Der Zug hatte drei wichtige Passagiere, darunter Sir Herbert Samuel, ein altgedienter jüdisch-liberaler (und zionistischer) Politiker, der zu Britanniens erstem Hochkommissar für Palästina ernannt worden war, sowie einen gerissenen Armee-Oberst, der über eine unvergleichliche Vertrautheit mit dem Nahen Osten verfügte: T. E. Lawrence.

Porträt von Herbert Samuel, aufgenommen kurz vor seiner Ernennung zum Hochkommissar für Palästina, ca. 1920 (Foto: Yaakov Dov; aus der Abraham Schwadron Portrait Collection, Archiv der Nationalbibliothek Israels)

Der dritte Fahrgast war Winston Spencer Churchill, ein weiterer Politik-Veteran, der erst ein paar Wochen zuvor Kolonialminister geworden war, verantwortlich für die britische Verwaltung sowohl Palästinas als auch dem, was als ein Parallel-Mandat in Mesopotamien gedacht war.

Churchill, Samuel und Lawrence hatten fast drei Wochen in Kairo verbracht, sich mit anderen ranghohen britischen Beamten getroffen, um die Überbleibsel des Osmanischen Reichs umzuformen und die neuen arabischen Königreiche Irak und Transjordanien zu schaffen.

Churchill blieb acht Tage in Palästina, seinem ersten offiziellen Besuch im Heiligen Land. Er stand bereits jüdischen Bestrebungen einer nationalen Heimstatt in Palästina wohlwollend gegenüber; Großbritannien hatte in der Balfour-Erklärung vom November 1917 zugesagt, obwohl seine Unterstützung von Bedenken wegen der Kosten der Verwaltung des Mandats und noch größerer Sorge zur Fähigkeit der Koexistenz der jüdischen Gemeinschaft und ihrer weit bevölkerungsstärkeren arabischen Nachbarn gedämpft wurde.

Ungeachtet seiner Zweifel diente Churchills Erfahrung während dieses Besuchs der Festigung sowohl seiner Bewunderung für das jüdische Volk als auch seiner Unterstützung des Zionismus. Er richtete sich im Government House in Jerusalem ein, traf sich mit arabischen wie jüdischen Delegationen. Als talentierter Amateur-Maler fand er auch Zeit eine wunderschöne Landschaft des Sonnenuntergangs über der Stadt zu malen, eine Arbeit, die sich immer noch im Besitz seiner Nachkommen befindet.

Am 27. März weihte er den neuen britischen Militärfriedhof auf dem Ölberg ein und am folgenden Tag traf er Emir Abdallah, den neu bestimmten König von Transjordanien, um ihn bezüglich seiner Angst wegen des Tempos der jüdischen Zuwanderung in die Gegend zu beruhigen. Abdallah wurde  nicht ganz besänftigt, aber Churchill stimmte zu, dass jüdische Besiedlung östlich des Joran verboten würde.

Churchill mit Bischof MacInnes von Jeruslaem beim Gedenkgottesdienst auf dem Militärfriedhof auf dem Skopusberg, 26. März 1921 (Foto: American Colony Photo Dept. / Library of Congress)
Winston Churchill, T.E. Lawrence und Emir Abdallah im Garten des Government House in Jerusalem, 1921 (Foto: G. Eric Matson / Library of Congress)

Zwei Tage später pflanzte er einen Baum auf dem Skopusberg an der Stelle der zukünftigen Hebräischen Universität; dort sagte er den versammelten Würdenträgern: „Mein Herz ist voller Sympathie für den Zionismus. Die Gründung einer jüdischen nationalen Heimstatt wird für die ganze Welt ein Segen sein.“

Herbert Samuel und Winston Churchill (mit Schaufel) bei der Baumpflanzungs-Zeremonie am zukünftigen Ort der Hebräischen Universität in Jerusalem, 28. März 1921. (Foto: G. Erich Matson / Library of Congress)
Winston Churchill spricht bei der Beumpflanz-Zeremonie an der zukünftigen Hebräischen Universität in Jerusalem, 28. März 1921 (Foto: American Colony Photo Dept. / Library of Congress)

Am nächsten Tag empfing Churchill eine Delegation des Congress of Palestinian Arabs, deren 35 Seiten starker Protest gegen zionistische Aktivitäten eine Vielzahl antisemitischer Sprachbilder beinhaltete: „Der Jude ist klüngelhaft und unfrendlich. Er wird die Privilegien und Vorteile eines Landes genießen, aber nichts zurückgeben.“

Churchill wies ihre Behauptungen energisch zurück, indem er sagte:

„Es ist offenkundig richtig, dass die Juden eine nationale Heimstatt haben sollten, wo einige von ihnen wiedervereint werden. Und wo sonst könnte das sein als in diesem Land Palästina mit dem sie mehr als 3.000 Jahre lang aufs Engste vertraut und innig verbunden sind?“

Churchill sagte der folgenden jüdischen Delegation:

„Die Sache des Zionismus ist eine, die viel in sich trägt, das für die ganze Welt gut ist und nicht nur für das jüdische Volk; sie wird der arabischen Bevölkerung Wohlstand und Fortschritt bringen.“

Vor seiner Rückkehr nach Kairo am Abend des 30. März besuchte Churchill die damals zwölf Jahre alte jüdische Stadt Tel Aviv, wo er sich mit Bürgermeister Meir Dizengoff traf, außerdem die Landwirtschaftssiedlung in Rischon LeZion. Bei seiner Rückkehr nach London sagte er dem Unterhaus:

„Jeder, der die Arbeit der jüdischen Kolonien gesehen hat, wird von den enormen produktiven Ergebnissen beeindruckt sein, die sie auf dem unwirtschaftlichsten Boden erzielt haben.“

Bürgermeister Meir Dizengoff (hinten rechts) hört Winston Churchill zu, der beim Stadtrat von Tel Aviv auf dem Rothschild-Boulevard spricht, 1921. (Foto aus der Pritzker Family National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels)

Churchill hoffte, dass die Juden Palästinas – und der mehrheitlich jüdische Staat, von dem er sich vorstellte, dass er eines Tages daraus hervorgehen würde – in einer friedlichen und produktiven Beziehung mit ihren arabischen Nachbarn leben würden.

Diese Erwartung ist teilweise mit einem kalten Frieden mit den großen Staaten verwirklicht worden, mit denen Israel nach 1948 drei Kriege ausfocht und heute einem neuen, wärmeren mit den Golfstaaten. Trotzdem würde er – einhundert Jahre nach seinem Besuch – feststellen, dass friedliche Koexistenz zwischen den Völkern, die innerhalb der Grenzen dessen leben, was damals das Mandat Palästina war, herausfordernd und ungewiss bleibt.

Hamas an Großbritannien: „Was soll das heißen, wir sind Terroristen? Juden anzugreifen ist legal!“

Elder of Ziyon, 19. November 2021

Die britische Innenministerin Priti Patel wird die ganze Hamas zur Terrororganisation erklären, nicht nur ihren „militärischen Flügel“.

In einer geplanten Rede wird Patel sagen:

„Die Hamas hat beträchtliches terroristisches Leistungsvermögen, darunter Zugang zu umfangreichen und fortschrittlichem Waffenmaterial, dazu terroristische Ausbildungseinrichtungen; dazu ist sie langfristig in beträchtliche Terrorgewalt involviert. Aber die derzeitige Listung der Hamas schafft einen künstlichen Unterschied zwischen verschiedenen Teilen der Organisation – es ist richtig, dass die Listung aktualisiert wird, um das zu spiegeln.

Das ist ein wichtiger Schritt, besonders für die jüdische Gemeinschaft. Die Hamas ist grundsätzlich und fanatisch antisemitisch.

Antisemitismus ist etwas dauerhaft Böses, das ich niemals tolerieren werde. Jüdische Menschen fühlen sich regelmäßig unsicher – in der Schule, auf der Straße, beim Gottesdienst, Zuhause und online.

Jeder, der eine verbotene Organisation unterstützt oder dazu einlädt, bricht das Gesetz. Dazu gehört jetzt die Hamas in jeder Form, die sie annimmt.“

Die Reaktion der Hamas darauf beweist, dass sie recht hat.

Die Hamas kündigte an, dass diese Entscheidung die Organisation zu verbieten, die Aggressoren auf Kosten der Opfer unterstützt. In einer Erklärung sagte sie:

Leider setzt Großbritannien ihre Aggression gegen das palästinensische Volk fort. Die britische Regierung hätte sich für ihre historische Sünde am palästinensischen Volk mit der schamlosen Balfour-Erklärung und das britische Mandat entschuldigen, das Palästina der israelischen Besatzung aushändigte. Heute stellt die Regierung Großbritanniens sich auf die Seite des Aggressors gegen das Opfer.

Wir glauben, dass der israelischen Besatzung mit allen möglichen Mitteln Widerstand zu leisten, einschließlich bewaffneten Widerstands, ist ein Völkern unter Besatzung durch das Völkerrecht garantiertes Recht.

Heißt: Israelische und zionistische Juden ins Ziel zu nehmen und zu töten ist ein Recht, kein Terrorakt.

Die Hamas selbst versuchte in ihrer Erklärung keine Unterscheidung zwischen ihrem politischen und ihrem militärischen Flügel zu treffen. Die Terror verteidigende Erklärung wurde von ihrer politischen Organisation veröffentlicht, nicht von den Qassam-Brigaden. Es ist die politische Organisation, die energisch Terror verteidigt, was beweist, dass Patels Äußerung absolut richtig ist.

Australien, Neuseeland und Paraguay treffen diese künstliche Unterscheidung zwischen den militärischen und politischen Flügeln der Hamas immer noch. Sie sollten sich die Erklärung der Hamas genau ansehen und dem britischen Beispiel folgen.

Neulich im House of Commons

gefunden auf twitter – ich habe keine Ahnung, ob das stimmt, aber es würde passen und wäre genial:

Boris Johnson: „Die Hälfte von euch sind Antisemiten.“ (Gemeint sind offensichtlich die Labour-Abgeordneten)

Parlamentspräsident: „Nehmen Sie das zurück.“

Boris Johnson: „In Ordnung, die Hälfte von euch sind keine Antisemiten.“

Vor 80 Jahren: US-Senatoren für eine jüdische Heimstatt – britische und türkische Diplomaten protestieren, sagen es wäre besser, Juden bleiben unter der Herrschaft der Nazis

Elder of Ziyon, 20. April 2021

Im April 1941 schlossen sich 70 US-Senatoren einem Aufruf an „der Bewegung für die Wiederherstellung der Juden in Palästina jede mögliche Unterstützung zu geben“; das solle die „erklärte Politik der Vereinigten Staaten sein“ und der Wiedergründung einer jüdischen nationalen Heimstatt in Palästina Unterstützung zu bieten; angeführt wurde die Anstrengung von Senator Robert F. Wagner, dem Vorsitzenden des American Palestine Committee.

Die Erklärung hielt fest:

280.000 Flüchtlinge kamen seit dem Aufkommen des Naziregimes in Deutschland 1933 nach Palästina. Die beispiellose Arbeit der Wiederherstellung des Heiligen Landes und der Wiederherstellung eines Volkes ist ohne Unterbrechung verlaufen und geht heute trotz der Kriegsumstände weiter.

Palästina ist von Großbritannien mit Genehmigung der Vereinigten Staaten und anderer Nationen als Zuflucht für das jüdische Volk anerkannt und bestimmt worden und Flüchtlinge strömen an seine Küste, trotz restriktiver Maßnahmen, die von der Administration dieses Landes neuerdings in Kraft gesetzt sind.

Die tragische Zwangslage von Flüchtlingen, die vor Verfolgung fliehen und kein Heim finden, eine Lage, die durch die Versenkung von Flüchtlingsschiffen mitsamt ihrer menschlichen Fracht so dramatisch zur Aufmerksamkeit der Welt gebracht wurde, muss unsere Aufmerksamkeit erzwingen und unsere Entschlossenheit stärken, jede mögliche Ermutigung für die Bewegung zur Wiederherstellung der Juden in Palästina als große humanitäre Anstrengung und in Übereinstimmung mit dem Geist biblischer Prophetie fortzusetzen.

Die Archive des US-Außenministeriums beschreiben die Reaktion von Diplomaten in der Türkei und Britannien auf diese Erklärung. Sie sagen, dass Juden unter der Herrschaft der Nazis zu belassen im Vergleich damit, die Araber zu verärgern, das geringere Übel ist.

Am 21. April traf sich ein Mr. Butler von der britischen Botschaft, der im Namen des britischen Botschafters Lord Halifax handelte, mit US-Außenstaatssekretär Sumner Welles. Welles schrieb:

Mr. Butler sprach zuerst von der großen Sorge, die bei der Botschaft durch die Ankündigung des Dinners bewirkt wurde, das am 30. April unter Schirmherrschaft von Senator Wagner und einigen anderen gleichermaßen prominenten Senatoren sowie Mr. William Green von der American Federation of Labor veranstaltet wurde, bei der Doktor Weizmann im Auftrag der zionistischen Bewegung in Palästina sprechen soll.

Die britische Botschaft hat das Gefühl, dass die deutsche Propaganda jetzt an die arabische Welt gerichtet ist, was es so aussehen lässt, dass die britische Regierung komplett unter der Vorherrschaft der Vereinigten Staaten steht und dass die Vereinigten Staaten Großbritannien zwingen würden am Ende des Krieges, wenn Großbritannien siegreich ist, ganz Palästina für jüdische Wiederansiedlung zu öffnen. Die britische Regierung glaubt, dass dies eine überaus gefährliche Form der Propaganda ist und wenn jetzt in den USA Reden von Prominenten in oberen Regierungskreisen gehalten werden, die für die sofortige Öffnung Palästinas für die jüdische Wiederansiedlungsplanung im Fall eines britischen Sieges eintreten, sehr große Unruhen in der arabischen Welt geschaffen werden, insbesondere im Irak, wo bereits eine höchst kritische Lage besteht. Die britische Regierung drängte darauf, dass die Exekutive dieser Regierung alles ihr möglich tut, um den Sponsoren des Dinners die Lage deutlich zu machen.

Ich sagte, ich würde mich sehr freuen mir die Sache anzusehen und dass ich Mr. Butler sehr bald wissen lassen würde, welche Schritte, wenn überhaupt, in dieser Richtung unternommen werden könnten.

Am 22. April besuchte der türkische Botschafter in den USA das Außenministerium ebenfalls:

Bei einem Anruf heute zu einer anderen Sache sagte der türkische Botschafter, er sei von einem Zeitungsbericht recht verstört, der besagte, dass siebzig US-Senatoren sich einer Erklärung angeschlossen hätten, die zu „jeder möglichen Ermutigung für die Bewegung für die Wiederherstellung der Juden in Palästina“ auffordere. Der Botschafter sagte, dass seiner Meinung nach solche Aktivitäten für die Sache der Briten im nahen Osten besonders schädlich seien und zudem erwartet werden könne, dass sie ungünstige Auswirkungen für die Juden selbst haben werden.

Der Botschafter fügte hinzu, dass seine Regierung langjährige Erfahrung im Umgang mit den Arabern habe und ihre Mentalität gründlich kenne. Es gab seiner Meinung nach nicht die geringste Frage, dass Aktivitäten in den Vereinigten Staaten, die weitere jüdische Immigration nach und Kontrolle von Palästina befürworten, von den Achsenmächten in ihrer Propaganda für die arabischen Länder genutzt würde. Jegliche derartige Aktivität wie die des American Palestine Committee würde nur die arabische Meinung weiter anheizen und die Probleme der Briten in der für sie so wichtigen Region des Nahen Ostens verstärken.

Ich sagte dem Botschafter, dass die Senatoren und Kongressmitglieder natürlich absolut frei seien sich jedem Komitee anzuschließen, wie sie wollen und dass die Exekutivarm der Regierung selbstverständlich keine Kontrolle über solche Aktivitäten hat.

… Der Botschafter sagte dann, dass jegliche Aktivitäten, die dazu dienen die Araber im nahen Osten aufzuheizen und die Probleme für die Briten zu verstärken, natürlich von großem Interesse für seine eigene Regierung seien, die mit Großbritannien verbündet war. Er fügte hinzu, dass sie Frage stattdessen über die arabischen Länder hinaus gehe und auch Indien treffe. Er sagte, dass er viele enge Freunde unter den indischen Muslimen habe und dass er mir feierlich versichern könne, dass die Gruppe der Muslime in Indien, auf die Großbritannien für Unterstützung in diesem Land angewiesen war, von Äußerungen wie der der siebzig Senatoren nur nachteilig beeinflusst werde kann. Er sagte, es sei notwendig für ihn die Bedeutung der Loyalität der Muslime Indiens für Großbritannien und die traurigen Auswirkungen zu betonen, die folgen könnten, wenn sie das Gefühl hatten, dass ihre Religionsbrüder in Palästina keine Gleichbehandlung erführen.

Beachten Sie, dass der Diplomat zu sagen versuchte, es sei besser für die Juden in Europa zu bleiben, damit sie abgeschlachtet werden, als es so erscheinen zu lassen, dass die USA es unterstützen sie in Sicherheit zu bringen.

Vor die Wahl zwischen toten Juden und wütenden Arabern und Muslimen gestellt, entscheiden sich höfliche Diplomaten für tote Juden.