Höflicher Hass – Wir sind jetzt alle Zionisten

Wie EasyJet und der Antizionismus aus britischen Juden Israelis machen

Ben Judah/Josh Glancy, The Tablet, 30. April 2015

Dies ist der fünfte Teil der Serie “Höflicher Hass” des Magazins Tablet.

Auf der Höhe des Kriegs im Gazastreifen im letzten Sommer hatte das kleine Theater Tricycle im Norden Londons ein Anliegen. Es forderte das U.K. Jewish Film Festival, für das es die acht Jahre zuvor Gastgeber war, auf den kleinen finanziellen Beitrag zurückzugeben, den es von der israelischen Botschaft erhalten hatte.

Es folgte ein erbitterter Streit. Das Tricycle argumentierte, angesichts des laufenden Konflikts im Gazastreifen sei es für das Festival unangemessen finanzielle Unterstützung von irgendeiner beteiligten Regierungsbehörde zu erhalten. Das Theater bot an für den finanziellen Verlust aufzukommen, aber das Filmfestival zog sich zurück; es argumentierte, das Tricycle habe „einen Boykott sinnvollem Engagement vorgezogen“. Stephen Pollard, der Herausgeber des Jewish Chronicle, sagte, das Theater sein nun „offiziell antisemitisch“, weil es den jüdischen Staat einen Boykott ausgesondert habe. Im Gegenzug unterstützte der Direktor des britischen Nationaltheaters, Nicholas Hytner, den Boykott „vorbehaltlos“. Auf den Straßen von Kilburn fanden vor dem THater Pro-Israel-Demonstrationen statt.

Gaza trat in den Hintergrund: Die tatsächliche Schlacht fand nun zwischen den Zionisten und den sentimentalen Linken statt, die in den britischen Medien einen Kampf über etwas Prinzipielles ausfochten. Man versuchte auf Politiker Einfluss zu nehmen, wütende Kolumnen wurden geschrieben und Druck wurde ausgeübt. Schließlich machte das Tricycle einen Rückzieher und nahm seinen Einwand zur Finanzierung zurück, allerdings war es bis dahin zu spät, als dass das Festival 2014 noch dort hätte stattfinden können. Es heißt, dass es dieses Jahr eine Wiederannäherung geben soll.

Doch in der wilden Diskussion darüber, ob das Handeln des Tricycle antisemtiisch, zur rechtfertigen oder nur furchtbar schlecht durchgeführt war, hielten wenige inne, um die passendere Frage zu stellen, warum ein Streit um £1.500 (€2.070) ein solch gefühlsbezogene Reaktion der jüdischen Gemeinschaft ausgelöst hat. Die meisten von ihnen lehnten eine Anfrage an ein großes Gemeinschaftsorgan (das Filmfestival) ab sich in einer Zeit extremen Stress‘ und Emotion von seiner Verbindung zu Israel zu distanzieren. Doch warum fühlte sich das antisemitisch an? Was der Streit wirklich offenbarte ist, dass Antisemitismus allein eine viel zu eng gefasst Kategorie ist, um zu erklären, was hier vor sich geht.

Die Bande zwischen der jüdischen Gemeinschaft in Britannien und Israel sind so eng geworden, dass ein Angriff auf Israel von vielen in der Gemeinschaft als persönlicher Affront gewertet wird. Manchmal haben diese Attacken antisemitische Motivation, oft aber auch nicht: Es kann schwierig sein, das zu sagen. Aber antisemitisch oder nicht, sie sind Angriffe auf Britanniens neue Art des jüdischen Lebens.

„Es gibt einen zunehmenden Transnationalismus zu jüdischen Gemeinden, der sie mit Israel verbindet“, sagte der israelische Demograph Sergio Della Pergoal. „Es gibt viel mehr Kommunikation, Kreuzungspunkte und Komplexität. Twitter, Facebook, Ha’aretz Englisch schafft für diese Gemeinden eine intensivere Erfahrung Israels. Ich glaube, dass alte Vorstellungen von sehr klarer Unterscheidung nicht länger gelten. Doch das ist nicht einzigartig jüdisch, nicht im Geringsten – das ist Globalisierung und das ist nur die Art, wie es die Juden betrifft.“

Wie Della Pergola andeutet, ist ein Großteil der britischen jüdischen Gemeinden zunehmend transnational zwischen London und Israel. Die orthodoxen Rabbiner Großbritanniens werden zunehmend dort ausgebildet. Rund 5 Prozent der in Großbritannien lebenden Juden sind israelische Staatsbürger. Fast 70 Prozent der britischen Juden haben Familie oder enge Freunde, die in Israel leben. Diese statistischen Angaben bedeuten konkret dies: Wenn sich Israel im Krieg befindet, unter anhaltende Bombardierung durch Hamas-Raketen kommt, macht die Mehrheit der britischen Juden sich Sorgen um jemanden in Israel, der ihnen nahe steht und in Gefahr ist.

Der neue Antisemitismus, der immer stärker hervortritt, fühlt sich genauso an wie Antisemitismus: Herausgegriffen, diskriminiert, sie wenden sich gegen uns. Ein Grund für diese Gleichsetzung des Gefühls, dass es ein sehr reales Element des Antisemitismus gibt, das in glühend antizionistische Ansichten eingepackt wird. Ein weiterer besteht darin, dass britische Juden in den vergangenen 50 Jahren kulturell zum Teil israelisch geworden sind. Der Zionismus befindet sich im Herzen der jüdischen Identität. Israels Mühsal treibt einen Großteil ihres politischen Engagements. Israelische Kultur ist Teil ihres täglichen Lebens.

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Zum Teil füllt der Zionismus eine Lcke im Herzen der anglo-jüdischen Identität, die nie sonderlich gut definiert war. Durch das britische Klassensystem und einen Wunsch sich einzupassen etwas geschwächt, haben die britischen Juden nie dieselbe tiefe Kultur wie amerikanische Juden entwickelt; die Literatur, der Humor, das Essen, New York. Als Juden im späten 19. Jahrhundert erstmals aus Russland hierher kamen, griffen die meisten auf ihr altes Land als kulturelle Stütze zurück. Heute stützen sich die meisten von ihnen auf Israel.

Dieser Wandel kann in einem einzige Wort zusammengefasst werden: „Wir.“ Viele britische Juden sagen eher „wir“ als „sie“, wenn sie von Israel reden. Niemand weiß genau, wann das anfing, aber angesichts dieser Pronomen-Wahl überrascht es vielleicht nicht völlig, dass Nichtjuden auch „ihr“ sagen können. Beide identifizieren Juden kollektiv mit Israel.

Es hat in der Entwicklung der neuen, israelisierten anglo-jüdischen Identität drei deutliche Phasen gegeben. Die erste war die Zunahme des Zionismus als Maintream-Ideologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von 1881 bis 1914 wanderten etwa 120.000 Juden nach Großbritannien ein, nach einer Welle von Pogromen, die nach der Ermordung Alexanders II. über Russland hinwegfegte.

Viele dieser Immigranten brachten einen im politischen Schmelztiegel der Leichen geformten Zionismus mit. Als diese Immigranten sich niederließen und etwas mehr Sicherheit fanden, „Zustimmer“ wurden, erblühte in der zweiten und dritten Generation der Zionismus. Als sie begannen sich zu säkularisieren und sich vom blinden Folgen der Religion und Tradition des Chaim entfernten, konnten die Zustimmer die Leere mit einer neuen Form des nationalen Judentums füllen, was Gideon Shimoni, Professor emeritus der Israel-Diaspora-Beziehungen an der Hebräischen Universität eine „säkularisierte Identität“ nennt, „die in gewissen Normen des mit Religion gesättigten kulturellen Erbes des jüdischen Volks verwurzelt ist“.

Ein bekannter früher britisch-jüdischer Zionist ist Simon Marks, der half das Supermarkt-Imperium Marks & Spender aufzubauen; er beschrieb diese Ersetzung: „Manchmal glaube ich als Zionist vergessen zu haben Jude zu sein.“ Um mit ihrem neuen Umfeld klarzukommen entwickelte Marks mit seinen frühen Mitzionisten die Idee eines Judentums, das sowohl von jiddischer als auch anglo-jüdischer Assimilation unabhängig ist.

Das anglo-jüdische Establishment, das sich Assimilierung zueigen machte, erwärmte sich nur langsam für den Zionismus; es fürchtete, man könnte dem Heimatland gegenüber illoyal erscheinen. Der prominente jüdische Journalist Lucien Wolf argumentierte, der Zionismus würde Juden „zu Fremden in ihren Heimatländern“ machen. Doch nachdem die Idee eines jüdischen Staates von der britischen Regierung in der Balfour-Erklärung von 1917 erst einmal begrüßt wurde und es sich auf seine Existenz zubewegte, weichte diese Haltung auf. Die Schrecken von Auschwitz dienten dazu die meisten verbleibenden Vorbehalte zur Notwendigkeit eines jüdischen Staates zu zerstreuen. Bis 1950 war der Zionismus ein zentraler Bestandteil der anglo-jüdischen Identität geworden.

Als dieser Staat dann geboren war, entwickelte sich eine neue Form anglo-jüdischen Zionismus und die zweite Phase begann. Für die Generation der Babyboomer war Israel eine Realität. Junge Romantiker wurden vom Kibbutz-Ideal angezogen. Sie waren die 67-er-Generation, ihre Leidenschaft und ihre Hoffnung für Israel gestärkt durch Erinnerungen an den Holocaust und die sehr reale Drohung mit der bevorstehenden Vernichtung des Staats durch seine arabischen Feinde.

Als der Sechstage-Krieg ausbrach strömten Tausende junger Juden aus aller Welt nach Israel, um ihre Teil beizutragen. Israel war für die 67-er das Tanzend es Hora, Geld in die Sammelbüchse des JNF zu stecken, im Carmel-Wald Bäume zu pflanzen, der zionistischen Jugendbewegung beizutreten, Amos Oz zu lesen, A-Ba-Ni-Bi und Baschana Haba’ah mitzusingen und der gelegentliche Trip ins Gelobte Land, wo sie wegen der judäischen Berge einen verschleierten Blick bekamen und ein gekritzeltes Gebet in die Ritzen der neu zugänglichen Kotel steckten.

Für die anglo-jüdischen Babyboomer war Israel ein mutiger und stolzer Cousin, der gelegentlich besucht und finanziell unterstützt wurde. Das waren die Lehnstuhl-Zionisten, die alle paar Jahre die Flugbegleiterin ertragen und ihre Knieescheiben auf einem Flug der El Al riskieren, um den jüdischen Staat zu besuchen und zu bestaunen.

Doch im Gefolge der Globalisierung und weiterer 30 Jahre Entwicklung in Israel sind aus diesen Lehnstuhl-Zionisten und ihren Kindern EasyJet-Zionisten geworden, für die die Strände von Tel Aviv nur einen schnellen, kostengünstigen Pendelverkehrstrip entfernt ist. Viele besuchen das Heilige Land fünf oder gar zehnmal im Jahr, weit öfter als die meisten Juden in Amerika es jemals könnten. Das ist die dritte Phase des anglo-jüdischen Zionismus.

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Für Großbritanniens EasyJet-Zionisten ist Israel der Leitstern ihrer jüdischen Identität. Das fängt jung an: Mehr als 60 Prozent der britisch-jüdischen Kinder gehen auf jüdische Schulen, wo Israel ein zentraler Bestandteil ihrer Bildung ist. Im Alter von 16 Jahren gehen Hunderte junger, britischer Juden zusammen auf eine einmonatige Tour durch das Verheißene Land, ein Zusammentreffen der Stämme des jüdischen Nordlondon in der judäischen Wüste. Ungefähr die Hälfte der jungen britischen Juden durchläuft diese Initiation.

Die Engagierteren von ihnen – rund 10 Prozent – bleiben dann ein Jahr im Land, widmen sich dem zionistischen Ideal, arbeiten für Wohlfahrtsorganisationen in Bat Yam, verbringen zwei Monate Marva in der Armee und tun so, als seien sie Soldaten. Sie bringen Nargilah-Pfeifen mit nach Hause, eine handvoll Hebräisch und sind in den feineren Teilen der Hasbara geübt. Einige gehen weiter und machen Aliyah, verrichten ihren Nationaldienst als „einsame Soldaten“ und werden ausgewachsene Israelis.

Zurück in Großbritannien ist zu Nachrichten aus Israel auf dem Laufenden zu bleiben nicht länger ein Warten auf einen knisternden Anruf von Cousin Gideon in Givatayim. Stattdessen kann man dem Geschehen Minute um Minuten auf Ha’aretz, der Jerusalem Post, i24 und Twitter online folgen. Viele britische Juden klebten während des Kriegs im letzten Sommer an diesen Nachrichtenquellen und waren gleichermaßen am umkämpften Wahlkampf im März beteiligt. Sie reden mit fast inländischer Vertrautheit von Bibi und Tzipi.

Diese Nähe spiegelt sich ebenfalls in der hareidischen Gemeinschaft, von denen noch mehr Freunde und Verwandte in Israel haben. Die Gemeindezeitung Hamodia ist voller Nachrichten aus Israel. Und auch sie können einfacher Besuche durchführen, Zeit in den großartigen Jeschiwot von Jerusalem verbringen, in den Mystizismus von Safed eintauchen, an den Gräbern der großen Rabbiner in Tiberias beten, bevor sie in ihre Häuser in London oder Manchester zurückkehren.

Der anglo-jüdische Kühlschrank ist dieser Entwicklung gefolgt. Für Aschkenasen sind Tscholent und Chrain, Rezepte für von Oma aus Polen mitgebrachte Rezepte gefilte Fisch und Gulasch Vergangenheit. An ihrer Stelle stehen Pita, Baba Ganusch, Schakschuka und Hummus. Eine Imbiss-Leckerei ist nicht länger Salzfleisch-Sandwich von Blooms Deli in Golden Green, sondern Hühnchen-Schwarma von Sollys am Ende der Straße. Eine Dinnerparty wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von der Küche des Jerusalemer Kochs Yotam Ottolenghi versorgt, der früher unbekannte Gewürze wie Za’atar und Ras el-Hanut in die Küchen Nordlondons brachte. Israelische Worte wie „yalla“ werden in Gesprächen neben Jackie-Mason-artigen Jiddisch-Worten fallen gelassen, um ein Gefühl jüdischer Identität zu bestätigen.

Bei jüdischen Festen in Großbritannien werden selbstverständlich Hora und Rikudim getanzt, aber das ist nicht immer so. Erst in den späten 1970-er und frühen 1980-er Jahren wurde das zu einer Tradition, bevor diese Dinge sehr passend und britisch wurden. In den letzten 15 Jahren haben viele wohlhabendere Babyboomer Land am Strand von Herzliya oder zwischen den Boutiquen von Neve Tsedek und Emek Refaim in Israel gekauft. Rund 7 Prozent der Gemeinschaft hat ein Zweithaus in Israel. Da die interne Sicherheitslage sich jetzt nach der zweiten Intifada beruhigt hat, freuen sich Eltern ihre Kinder die Sommer in Israel verbringen zu lassen, wo sie in Tel Aviv schwimmen, schoppen und ausgehen.

Regelmäßig finden Hochzeiten auf dem Wattegras der Abhänge statt, die in Caesarea einen Blick auf das Mittelmeer geben. Pessah wird oft in massigen Luxushotels verbracht, die den Strand in Eilat oder Tel Aviv säumen und man macht Pläne die Rente in Netanya oder Ra’anana zu verbringen. Insgesamt glauben 22 Prozent der britischen Juden, dass sie an einem Punkt in der Zukunft wahrscheinlich in Israel leben werden. Für viele britische Juden ist Israel eine Lebensart.

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Natürlich gibt es in Großbritannien keinen Mangel an Juden, die wenig mit Israel am Hut haben und es als Zufälligen Teil ihrer Identität betrachten oder sich dagegen definieren. Britische Juden, die vor 1980 aufhörten am Gemeindeleben teilzunehmen, teilen diese neue transnationale Kultur nicht. Das sind Erbe-Juden, für die ihre Religion Teil ihrer Familiengeschichte und ihrer kulturellen Identität, aber wenig mehr ist. Viele der berühmtesten Juden Großbritanniens – zum Beispiel der Schriftsteller Will Self oder auch der Theaterregisseur Nicholas Hytner – sind Erbe-Juden.

Diese beiden Arten von Juden – Erbe-Juden und Hummus-Juden – kämpfen zunehmend damit einander zu begreifen und viele enden damit auf gegnerischen Seiten der Debatten zu stehen, besonders in Kriegszeiten Israels; das bedeutet, dass britische Juden sich zugleich in gegensätzliche Richtungen bewegen. Ben Gidley ist einer der führenden Experten für jüdische Soziologie Großbritanniens. „Was wir bei der letzten Zählung feststellten“, sagte er, „war, dass es eine zunehmende Konzentration und zunehmende Streuung von Juden im Vereinten Königreich gibt. Zum ersten Mal gibt es Juden in jeder Kommune Britanniens. Zumeist leben diese vereinzelten Juden ein religiös ungebundenes, assimiliertes Leben, das praktisch nichts mit Israel zu tun hat.“

„Es gibt aber“, fuhr er fort, „auch eine parallele Konzentration von Juden im nordwestlichen London, die größer ist als je zuvor – dort leben mehr denn je in einer Art Blase. Was Medien-Juden lesen, spielt in dieser Blase eine große Rolle: Sie lesen zunehmend transnational israelische oder amerikanische englischsprachige jüdische Publikationen.“

Während Israel politisch weiter von Europa isoliert wird, ist die komfortable Existenz der britischen Hummus-Juden gefährdet. Historisch sind die beiden Identitäten – die britische und die zionistische – verträglich nebeneinander gesessen. Britische Juden nahmen den vornehmen Liberalismus ihres Landes auf und wurden zu Musterbürgern, während Großbritanniens politische Unterstützung für und freundschaftliche Beziehung zu Israel Zionist zu sein einigermaßen unkompliziert gemacht hat. Doch heute stellt mancher diese Beziehung infrage. Und das ist der Grund, dass so viele britische Juden sich während des Sommers eingeklemmt, paranoid und angegriffen fühlten. Das soll die Rolle nicht außer Acht lassen, die der Antisemitismus beim Antrieb antiisraelischer Stimmung spielt. Eher soll herausgestellt werden, dass das, was wir heute haben, eine verwirrte und verwirrende Lage ist.

Anders als Antisemitismus kann antiisraelische Stimmung nicht einfach als irrationaler Hass abgetan werden, obwohl sie das manchmal ist. Gleichermaßen fühlten sich viele Juden der Gemeinschaft, denen Israels Handeln im letzten nicht behagte, auch nicht wohl, das in der Öffentlichkeit zu sagen. Nicht weil es Israel gegenüber illoyal wäre, sondern weil sie in der Tat sich selbst gegenüber untreu wären.

Wenige auf beiden Seiten des Tricycle-Streits würdigen diese Dynamik nicht wirklich. Viele britischen Antizionisten dürften ernsthaft glauben, dass sie ihre Unterstützer nur lehren gegen die „Zionisten“ zu sein, nicht gegen die Juden. Doch in Wirklichkeit lehren sie ihre Unterstützer gegen die britischen Juden zu sein, nicht, wie sie sie sich vorstellen, sondern wie sie wirklich sind. „Das Problem der britischen Juden besteht darin, dass die Briten jüdische Volkszugehörigkeit nicht begreifen“, sagte Ben Gidley. „Ist sie eine Rasse? Ist sie eine Religion? Sind sie von derselben Ethnie wie die Israelis? Oder ist es rassistisch sie mit den Israelis zu assoziieren? Die Briten verstehen das nicht.“

Es könnte durchaus der Fall sein, dass viele britische Juden die Komplexität ihrer neuen Identität auch nicht voll würdigen. Oder welche Folgen das haben wird, wenn Israel in der Tat für die Europäer ein Paria-Staat werden sollte, wie er es nach der Hoffnung vieler seiner Gegner wird.

Alle sind gleich – aber eine Gruppe nicht…?

Bitte eigenen Schlüsse ziehen…

Europeans against Antisemitism (Facebook), 8. Februar 2015

Ich möchte euch von der Nachtwache in Cardiff erzählen, die nach dem Morden bei Charlie Hebdo und Hypercacher stattfand. Uns wurde gesagt, dass die Wache ALLEN Opfern der Terroranschläge in Paris gedenken und dort für freie Meinungsäußerung/Rede eingetreten werden sollte. Viele von aus, aus beiden Synagogen waren anwesend (es gibt zwei Synagogen für die 2000 Juden in Wales, beide in Cardiff, das etwa 800 jüdische Einwohner hat). Der Leiter des Muslim Council of Wales sprach und sagte uns, dass der Islam eine Religion des Friedens sei. Der Rabbiner war auch dort, aber er sagte nichts. Wir warteten die ganzen Reden über darauf den Rabbi Kaddisch für die in Paris ermordeten Juden sagen zu hören. Nicht ein Wort wurde über die Juden gesagt, NICHT EIN EINZIGES.

Hinterher fragte ich den Rabbi, warum – ich heulte wie ein Schlosshund und frage ihn, warum – warum sagte er nicht Kaddisch? Warum sagte er nichts? Der Grund? DIE ORGANISATOREN SGTEN IHM, IHM SEI NICHT ERLAUBT ZU SPRECHEN. Er war aufgefordert worden einzutreten, aber ihm war nicht erlaubt zu reden. Wir sind offenbar alle gleich – aber einige von uns sind gleicher als andere.

(Die Schreiberin legt Wert darauf, dass der junge Rabbiner auf viele Weisen sehr aktiv für die kleine jüdische Gemeinschaft ist und bitte nicht deswegen getadelt werden sollte; er hatte offenbar das Gefühl, es sei besser, wenn er still anwesend ist, als gar nicht dort zu sein.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18.-24.01.2015)

Sonntag, 18.01.2015:

Die libanesische Armee hat eine Beschwerde bei UNIFIL eingereicht. Angeblich seien vier IDF-Fahrzeuge an die Grenze gekommen und es seien von Soldaten 2 Tränengasbehälter über den Grenzzaun geworfen worden. 3 libanesischer Soldaten hätten dadurch Verletzungen erlitten.

Mahmud Abbas prahlt, dass er sich dem Druck der USA widersetzt dem Internationalen Strafgerichtshof nicht beizutreten. Er hält den Antrag aufrecht.

Hisbollahs Al-Manar kündigt für den Angriff auf seine Terroristen schonmal Rache an. Und syrische Offizielle behaupten jetzt wieder den Beweis zu haben, dass Israel mit der Al-Nusra-Front zusammenarbeitet.

Montag, 19.01.2015:

Die IDF hat anscheinend die Eiserne Kuppel an der Grenze zu Syrien stationiert, weil Vergeltungsangriffe der Hisbollah befürchtet werden.

Dienstag, 20.01.2015:

Die IDF verstärkt jetzt wegen der Drohungen der Hisbollah auch ihre Kräfte an der Grenze zum Libanon.

Das Auto des pal-arabischen Professors, der eine Bildungsreise nach Auschwitz durchgeführt hatte, wurde abgebrannt. Der Professor ist sich sicher, dass das ein Anschlag arabischer Terroristen gegen ihn war.

Mahmud Abbas tönte wieder, als der japanische Premierminister bei ihm zu Besuch war: Israel muss zwischen Siedlungen und Frieden wählen. Wird Zeit, dass ihm jemand klar macht, dass er uns sein Kumpels mal wählen müssen – zwischen Friedfertigkeit und Anerkennung Israels einerseits und Konsequenzen andererseits.

Mittwoch, 21.01.2015:

Der terroristische Messerstecher stammt aus Tulkarm (PA-Gebiet); er hielt sich illegal in Israel auf. Er gab in der Vernehmung an, dass er „alles im Internet lernte“, was er für seine Tat brauchte.
Die Hamas bejubelte den Terroranschlag als „mutige Tat“. (Jede Menge PalAraber ebenfalls.)
Weniger als zwei Stunden nach der Tat gab es erste Karikaturen pal-arabischer Karikaturisen, die den Mordversuch bejubelten.
Der britische Außenminister Hammond nannte den Anschlag „feige und dumm“, den er untergrabe den Friedensprozess.

Am Magistratsgericht von Jerusalem wurde ein muslimischer Kleriker wegen Aufstachelung zu Gewalt und Rassismus angeklagt; er hatte in der Al-Aqsa-Moschee u.a. gepredigt, dass es an der Zeit ist die Juden abzuschlachten.

Heckmeck:
– Die EU-Außenbeauftragte Mogherini fordert einen „neuen Blick“ auf die Wiederbelebung der eingefrorenen Friedensgespräche zwischen Israel und der PA. Sie schlägt eine Erweiterung des „Nahost-Quartetts“ vor.

Donnerstag, 22.01.2015:

Beim gestrigen Terroranschlag in Tel Aviv wurden insgesamt 20 Personen verletzt. Inzwischen sind alle außer Lebensgefahr.

Die offizielle Hamas-Internetseite bezeichnet in einem Bericht über den Anschlag in Tel Aviv von gestern alle Israelis als „Siedler“.

Die US-Botschaft hat Amerikanern in Israel den Rat gegeben den Norden des Landes und öffentliche Verkehrsmittel in Tel Aviv zu meiden. Die Spannungen an den Grenzen zu Libanon und Syrien nehmen zu und in Tel Aviv gab es einen Terroranschlag.

Der iranische Verteidigungsminister hat gedroht, dass sein Land weiter die PalAraber in Judäa und Samaria mit Waffen versorgen und die Hisbollah stärken wird, um das „zionistische Gebilde“ zu bekämpfen.

Die ca. 10.000 israelischen Busfahrer sollen ein Training erhalten, das sie in die Lage versetzt Terroristen zu neutralisieren. Dazu gehört eine Ausbildung zur Erkennung von Verdächtigen, ein Kurs zur Entdeckung von Sprengsätzen und eine Krav-Maga-Ausbildung.

Die Einwohner des Nordens hören seit Jahren Geräusche, die sie für Grabungen von Terrortunneln durch die Hisbollah halten. Verteidigungsminister Ya’alon behauptete, das sei nicht so, sondern es handle sich um die Geräusche von Tierhufen. Jetzt ist ein Video veröffentlicht worden, das Ya’alons Behauptung wohl Lügen straft.

Ein vom PA-Fernsehen und vom PA-Tourismusministerium organisiertes Festival: Ein Mädchen tritt auf und singt von Safed, Tiberias, Akko, Haifa und Jaffa – als „Palästina“.

Freitag, 23.01.2015:

Drohungen von mehreren Seiten: Die Obama-Administration lässt wissen, dass Israel für Netanyahus Besuch im März „einen Preis zahlen“ wird. Ohne Obamas Wissen wurde er zu einer Rede in den Kongress eingeladen und hat diese Einladung angenommen. Ausgerechnet die Typen, die sich dem Israeli gegenüber die größten Unverschämtheiten herausgenommen haben, beschweren sich jetzt, dass Dinge gibt, die man einfach nicht macht und das gehöre dazu.
Die Hisbollah hat noch nicht konkret gedroht, aber dass sie etwas vor hat, scheint, um den Tod ihrer Terroristen in Syrien zu rächen, ist augenscheinlich.

Die arabischen Parteien haben sich jetzt doch entschlossen mit einer gemeinsamen Liste bei den Knessetwahlen anzutreten. Balad-Chef Jamal Zahalka lobt sich selbst über den grünen Klee, dass er und seine Partei das geschafft haben. Und er tönt: „Die vereinigte Liste ist unsere Antwort auf die rassistische Rechte und jeden, der die arabische Repräsentation in Israel eliminieren wollte.“ Also die übliche Hetze, wie gewohnt.

Samstag, 24.01.2015:

Die Fatah forderte – mal wieder – die PalAraber auf an Protestaktivitäten teilzunehmen und israelische Produkte zu boykottieren.

Ein arabischer Knessetabgeordneter warnte, Netanyahu und die Buchhandelskette Steimatzky würden für die Folgen verantwortlich sein, wenn das Satiremagazin Charlie Hebdo in Israel verkauft wird. Das sei ein sehr ernster, gefährlicher und dummer Schritt, der nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun hat, sondern das Allerheiligste der Muslime prügelt und Unruhe und Wut unter den Arabern und Muslimen im Land bringen wird.
Steimatzky hat inzwischen den Verkauf der aktuellen Ausgabe in seinen Filialen abgeblasen; er wird nur online erfolgen. (Die Kette hat das Magazin seit Jahren verkauft und will das auch weiter tun, wurde angekündigt; der reine online-Verkauf gilt nur für die jetzige Ausgabe, nachdem es zuerst eine Sonderveranstaltung zum Verkauf der Ausgabe geben sollte.)

Wieder einer, der nicht begriffen hat, dass Appeasement nichts bringt: Avodas Schatten-Verteidigungsminister Amos Yadlin will Siedlern finanzielle „Anreize“ bieten, damit sie die Siedlungen verlassen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28.12.2014- 03.01.2015)

Sonntag, 28.12.2014:

Die Polizeikräfte von Jerusalem sollen um 400 Personen aufgestockt werden.

Die iranischen Revolutionsgarden posteten auf twitter Fotos ihrer Soldaten an der Grenze zwischen Libanon und Israel.

Die Hamas veröffentlichte ein Video, mit dem gelehrt wird, wie man israelische Polizisten mit Messern angreift.

Am Übergang Erez wurde ein Bus mit arabischen Kriegswaisen von der Hamas gestoppt; die Kinder sollten eigentlich auf einen einwöchigen Erholungstrip nach Israel fahren. Die Terroristen machen geltend, diese Reise würde ihre Ausbildung behindern und stelle eine „Normalisierung“ mit dem Feind dar.

Heckmeck:
Senator Lindsey Graham (Republikaner) sagte, die USA würden ihre Gelder für die UNO stoppen, sollte der Sicherheitsrat irgendeine einseitige Entscheidung bezüglich der Initiative der PA treffen.

Montag, 29.12.2014:

Ein PA-Minister bezeichnete die Verurteilung von Judenmord (3,5 Millionen Schekel Strafe wegen Mord an einjährigem Kleinkind und dessen Vater) als „Delegitimierung des nationalen Widerstands“ der „Palästinenser“.

Militärparade der Hamas: Ganz Palästina gehört uns, vom Fluss bis zu Meer.

Heckmeck:
Der PA-Antrag bei der UNO wird nicht vor dem neuen Jahr vorgelegt werden.

Dienstag, 30.12.2014:

Die offizielle Nachrichtenagentur der PA (WAFA) und die Fatah glorifizierten die Mörder der Synagoge in Jerusalem. Die Fatah nannte den Mordanschlag eine „Operation in einer Besatzungs-Synagoge im besetzten Jerusalem“. (Har Nof, wo die Synagoge sich befindet, liegt in dem Teil Jerusalems, der schon vor 1967 zu Israel gehörte!)

Letzte Woche vereitelten Inspektoren des Landwirtschaftsministeriums sechs Versuche Gemüse aus den PA-Gebieten nach Israel zu schmuggeln. Mengenmäßig waren das mehr als 90t Gemüse.

MK Ofir Akuni forderte, dass Israel angesichts des Antrags der PA bei der UNO seine Souveränität über Judäa und Samaria ausrufen solle.

Die PA prahlt wieder, ab 2016 würde die arabische Bevölkerung in Judäa und Samaria sowie dem Gazastreifen zahlenmäßig die der Juden (in ganz Israel und den Gebieten) übertreffen.

Heckmeck:
Jordanien sagte, über den Antrag auf einen Palästinenserstaat würde heute Abend im UNO-Sicherheitsrat abgestimmt.
Großbritannien folgte den USA und sagte, man könne den Antrag der PA nicht unterstützen.
Derweil verkündet die PA, man habe mit Hilfe Frankreichs und Luxemburgs 9 Stimmen für den Antrag sicher.

Mittwoch, 31.12.2014:

Die Hamas begrüßte die Entscheidung von Abbas dem Internationalen Strafgerichtshof beizutreten. Dem Schritt müsste der Beitritt zu weiteren internationalen Institutionen folgen.

Heckmeck:
Der UNO-Sicherheitsrat lehnte am Dienstagabend den PA-Antrag auf Anerkennung als Staat ab. Die USA mussten kein Veto einlegen (hatten sie angekündigt), weil die nötigen 9 Stimmen für die Resolution (anders als von den Terroristen behauptet) nicht zusammenkamen. Es gab 8 „Ja“-Stimmen, zwei „Nein“ (USA, Australien), 5 Enthaltungen. Saeb Erekat gab an, dass man die Resolution wieder vorlegen kann, wenn ab Dienstag 5 neue Mitglieder im Sicherheitsrat sitzen, von denen angenommen wird, dass sie den PalArabern gegenüber positiver eingestellt sind.
– Nachdem der Antrag beim Sicherheitsrat nicht durchkam, will Abbas jetzt den Beitritt zum ICC forcieren.
Die EU-Außenbeauftragte Mogherini gab zu wissen, dass die Abstimmung im Sicherheitsrat die Notwendigkeit unterstreiche, dass Israel und die PA die Gespräche wieder aufnehmen. Die internationale Gemeinschaft müsse sich auf konkrete Ergebnisse konzentrieren, um eine Endregelung zu finden. Klare Parameter für Verhandlungen zu setzen sei der Schlüssel für Erfolg. (Die Dame hat wieder nichts zu sagen, was die Terroristen veranlassen könnte ihre Haltung zu ändern…)

Donnerstag, 01.01.2015:

Die letzte Woche durch einen Brandanschlag auf sie und ihren Vater lebensgefährlich verletzte Ayala ist wach und kann mit ihrer Familie sprechen.

Nach Angaben libanesischer Medien gab es intensive Flugtätigkeit israelischer Kampfjets über dem Beeka-Tal, dem südlichen Libanon und Beirut.

Heckmeck:
Die PA verschob die Abgabe unterzeichneter Beitragsanträge an UNO-Organisationen ohne Angabe von Gründen auf Ende der Woche.

Freitag, 02.01.2015:

Die Fatah bezeichnet die USA als Feind und „Kopf der Kobra“, nachdem der Antrag im Sicherheitsrat gescheitert ist und schwört Rache.

Die PA hat offiziell den Antrag auf Mitgliedschaft beim ICC in Den Haag eingereicht, um „Gerechtigkeit für all die Opfer, die von Israel getötet wurden“ zu erreichen. (Heuchler!)

Die Fatah feierte den 50. Jahrestag ihres erste Terroranschlags gegen Israelis. Dabei gibt es Israel nicht, alles ist „palästinensisch“. Ihre Terroristen werden glorifiziert und zum weiteren „Widerstand“ (Terror) aufgerufen.

Samstag, 03.01.2015:

Frankreich hat den Grund preisgegeben, warum der Antrag der PA beim UNO-Sicherheitsrat unterstützt wurde: Die Wiederaufnahme des Friedensprozesses sollte angekurbelt werden. (Sind die wirklich so verblödet, dass sie nicht begreifen, dass diese Unterstützung genau das Gegenteil bewirkt?) Andere Quellen sagen, der französische Botschafter in Israel habe zugegeben, dass die Franzosen Schiss vor Drohungen haben.

Wegen des einseitigen Vorgehens die PA (Mitgliedschaft beim ICC beantragt, vorher der Antrag auf die Anerkennung als Staat im UNO-Sicherheitsrat; das Vorhaben Israel wegen angeblicher Kriegsverbrechen zu verklagen) hat Netanyahu angeordnet, dass die Überweisung von rund $127 Millionen an Ramallah eingefroren wird. Die PA schuldet Israel Unsummen, darunter 1,4 Milliarden Schekel ($360 Dollar) an unbezahlten Stromrechnungen.
Die PA wütet, das sei „Piraterie“.
Tzipi Livni und Avoda-Parteichef Herzog verdammen Netanyahus Anweisung; das sei Schwäche.

Neben dem zum ICC hat die PA auch den Beitritt zu Interpol beantragt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07.-13.12.2014)

Sonntag, 07.11.2014:

Es gibt Berichte aus Syrien, dass Israel Ziele bei Damaskus mit Flugzeugen angriff. Das Regime giftet, damit würden die Terroristen unterstützt. Israel nahm dazu keine Stellung.

Montag, 08.11.2014:

Tawfik Tirawi von der Fatah befindet, dass die Zweistaatenlösung tot ist und die Palästinenserführung „neue Lösungen“ anstreben muss. Israel wolle den Konflikt in einen religiösen drehen und ignoriere 67 Jahre UNO-Entscheidungen Auflagen, dass Israel sich zurückziehen und die palästinensischen Flüchtlinge zurücklassen solle. Drei Lügen in einem Satz. Nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich für einen arabischen Terroristen.

Eine panarabische Zeitung bestätigt, dass der gestrige israelische Angriff in Syrien S-300 Luftwehrraketen galt, die an die Hisbollah gehen sollten.

Vor zwei Wochen „predigte“ ein Imam in der Al-Aqsa-Moschee blanken Hass gegen Juden. Neben üblen Beschimpfungen und Verleumdungen kündigte er an: „Wir werden euch Juden abschlachten.“

Dienstag, 09.11.2014:

Gegen die hetzende Abgeordnete Hanin Zoabi ist eine Anklage erhoben worden; Anlass ist ein Vorfall, bei dem sie mit Polizei aneinander geriet und anscheinend einen arabischen Mob aufhetzte die Polizei anzugreifen.

Die PA drängt laut Saeb Erekat auf eine UNO-Resolution für einen israelischen Abzug aus Judäa und Samaria. Diese soll vom Sicherheitsrat bis Weihnachten kommen.

Mittwoch, 10.12.2014:

Umfrage bei den PalArabern: Der weit überwiegende Anteil der Araber in den PA-Gebieten (80%) befürwortet die aktuelle Terrorwelle gegen Israel. 86% glauben, dass die Al-Aqsa-Moschee in großer Gefahr ist. Mehr als die Hälfte befürworten eine neue „Intifada“.

Mahmud Abbas nahm den Tod von Ziad Abu Ein zum Anlass die Sicherheitskooperation mit Israel aufzukündigen.
Was Wunder: Der PA-„Außenminister“ schwört wegen des Todes von Ziad Abu Ein Rache.

Jordanien verurteilte den „kriminellen Tod des Palästinenserministers“. Die internationale Gemeinschaft müsse eingreifen.
Die Arabische Liga (in Person ihres Generalsekretärs Nabil Elaraby) geiferte ebenfalls etwas von einem „abscheulichen Verbrechen“, das von der „rassistischen israelischen Regierung begangen“ wurde.
Die EU schließt sich den Forderungen nach einer „sofortigen Untersuchung“ des Todes an und gab etwas von „übertriebener Gewalt“ von sich.
Und die UNO darf natürlich auch nicht fehlen. (Bei allen steht übrigens mehr oder weniger schon fest, dass hier gemordet wurde.)

Donnerstag, 11.12.2014:

Der tote PA-„Minister“ wurde obduziert. Von den Terroristen der PA kommt natürlich, dass er von Israel ermordet wurde. Von israelischer Seite heißt es, die Autopsie habe ergeben er sei an einem Herzinfarkt gestorben. Das bestätigt auch der offizielle Bericht der Autopsie.

Herr Ban wieder: Er forderte eine „rasche und transparente Untersuchung der Umstände des plötzlichen Todes“ von Abu Ein und dass „beide Seiten Zurückhaltung üben“.
Der britische Außenminister plapperte Ähnliches.

Freitag, 12.12.2014:

Auf die israelische Botschaft in Athen wurde von einem vorbeifahrenden Motorrad aus geschossen.

Die PA hat die Gespräche über die Beendigung der Sicherheitskooperation mit Israel verschoben.

Samstag, 13.12.2014:

Immer mehr junge Araber aus dem Gazastreifen fliehen von dort, ziehen das Risiko eines „komfortablen“ Aufenthalts in einem israelischen Gefängnis dem Leben unter der Hamas vor – aber auch dem Risiko am Grenzzaun beschossen und verletzt oder gar getötet zu werden.

Kind auf BDS-Demo: „Hinterhältiger, kleiner zionistischer Plan zur Beherrschung der Welt“

Elder of Ziyon, 8. November 2014

Von einer BDS-Demonstration in London am 5. November:

Wenn man Kindern beibringt, dass Juden Zionisten einen hinterhältigen Plan zur Beherrschung der Welt haben, dich nicht beunruhigt, dann könntest du vielleicht ein Antisemit sein.

Anmerkungen heplev – Aus dem Text und dem, was das Kind von sich gab:
– Lehren BDS-ler ihre Kinder Liebe zu den Palästinensern oder Judenhass?
– Dieses Kind glaubt offensichtlich (wer würde das in diesem Alter nicht?), was ihm da eingetrichtert wird: „Zionisten“ wollen die Welt beherrschen, ganz hinterhältig. Sie (die Demonstranten) sind hier, um das zu stoppen und das ist kein Witz, keine Comedy-Show im Fernsehen.
Wo hat sie das her? Auf solche Sachen kommt ein Kind in dem Alter nicht von alleine.
– „Was sie euch in der Schule erzählen, was sie euch im Fernsehen erzählen, ist nicht wahr. Was wir euch sagen, ist wahr. Wir geben […] und Maschinen an Israel seit 2006. Könnt ihr das glauben? 8 Jahre beliefern wir Israel. Israel ist ein illegitimer Staat. Israel ist ein zionistischer Staat. Israel ist ein illegaler Staat… Palästina existiert. Palästina ist ein Staat. Palästina steigt auf, Israel wird fallen.“ Und dann jubeln die Astlöcher drumherum.
– Dieses Kind hat eine Gehirnwäsche bekommen, um zu hassen. Es hat von seinen Eltern gelernt, dass „zionistisch“ die schlimmste mögliche Beleidigung ist.

Fazit: Die BDS-ler scheren sich einen Teufel um die Palästinenser. Sie wollen nur, dass die Welt die Juden hasst. Denn sie suchen nicht den Ausgleich, sie suchen keine Lösung – außer der, dass Israel vernichtet wird.