Die wahren Opfer der „Islamophobie“

Judith Bergman, Gatestone Institute, 14. November 2017

  • Örtliche Behörden, die Polizei, Lehrer und Parlamentarier haben alle mit MEND zusammengearbeitet, obwohl die Organisation „der Definition der Regierung für Extremismus entspricht“ und „regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamische Redner zu Gast hatte … offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“
  • Obwohl auf sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe zutrifft, organisiert MEND eine Reihe von Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an britischen Universitäten.
  • Man kann sich kein anderes Thema denken, das einen „Achtsamkeitsmonat“ im Vereinten Königreich mehr verdient, besonders weil viele der Menschen, die von diesem Problemen betroffen sind, die Folgen der britischen Obsession mit „Islamophobie“ gelitten haben.

In Britannien ist Labour-Chef Jeremy Corbyn zusammen mit dem Parteichef der Liberaldemokraten Vince Cable das Aushängeschild für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, eine jährlich stattfindende Kampagne, die seit 2012 unter der Führung der islamistischen Gruppe Muslim Engagement and Development (MEND – muslimisches Engagement und Entwicklung) stattfindet.

„Wir müssen Rassismus in jeder Form aus unserer Gesellschaft verjagen“, sagte Corbyn – dessen eigene Labour Party nie antisemitischer war und der Hamas- und Hisbollah-Terroristen als „Freunde“ betrachtet. Die Botschaft kam eingewickelt in ein Propaganda-Video, in dem er als Star der Kampagne mitmacht. „Islamophobie“, fuhr er fort, „ist etwas Furchtbares, verursacht furchtbaren Schmerz und furchtbare Leiden.“

„Ich heiße den Beitrag herzlich willkommen, den MEND dazu leistet das Bewusstsein für dieses Thema steigern und Menschen in der politischen Welt und anders wo dazu zu mobilisieren Islamophobie zu bekämpfen“, fügt Cable in dem Video hinzu.

Hier sind zwei Führer britischer Oppositionsparteien, die vor MEND niederknien, einer Gruppe, die vor kurzem als „Islamisten, die sich als bürgerliche Libertäre ausgeben“, beschrieben wurde.

Corbyn und Cable sind jedoch nicht die einzigen, die nach der Gesellschaft islamischer Herrenmenschen gieren. Örtliche Behörden, Polizei, Lehrer und Abgeordnete haben allesamt mit MEND gearbeitet, obwohl auf die Organisation „die regierungseigene Extremismus-Definition zutrifft“ („lautstarke oder aktive Opposition gegen fundamental britische Werte, einschließlich der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, individuelle Freiheit und gegenseitiger Respekt und Toleranz unterschiedlicher Religionen und Überzeugungen“) und „hat regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamistische Redner zu Gast gehabt … hat offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“

Zusätzlich:

Mehrere der Beschäftigten der Organisation und Freiwilligen, darunter ranghohe Persönlichkeiten, haben öffentlich eine Reihe beunruhigender Ansichten zu Terrorismus und Antisemitismus zum Ausdruck gebracht. Dazu gehörten Unterstützung von Terroristen im Ausland, das Abtun der jüngsten Terroranschläge im Königreich, die Werbung für antisemitische Verschwörungstheoriren und sogar die Aufforderung an britische Moscheen Gebete für „die Mudschaheddin“ zu veranstalten.“

Obwohl sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe erfüllt, organisiert MEND gleichwohl eine Reihe Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, der „positive Beiträge britischer Muslime feiert, übliche Märchen über britische Muslime aus dem Weg schafft und die Rolle der Medien bei der Aufrechterhaltung antimuslimischer Vorurteile“ an der Brunel-University, SOAS, der London School of Economics and Political Science, dem King’s College und anderen herausstellen.

Letztes Jahr schloss sich die Polizei von Bedford der Kampagne „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an, zog dann aber nach Nutzung des Kampagnen-Logos wieder zurück, nachdem das von ISIS-Jihadisten genutzte Handzeichen ähnelt. Ein Jahr später nutzt die Kampagne immer noch dasselbe Einfinger-Logo, wofür sie nicht überzeugend behauptet, es stehe für „I“ wie in „Islamophobie“.

Das Vereinte Königreich ist fast klinisch besessen von „Islamophobie“-Bewussteinskampagnen. Vor nur ein paar Wochen tat sich die Polizei von London mit den Behörden der Tranpsort for London zusammen, um Menschen zu ermutigen während der „National Hate Crime Awareness Week“ (Landesweite Bewusstseinskampagne für Hassverbrechen) hassverbrechen zur Anzeige zu bringen; diese lief vom 14. bis 21. Oktober. Die Veranstaltungen zielten hauptsächlich auf Muslime, wobei Beamte die Moschee East London besuchten, um zur Anzeige von Hassverbrechen zu ermutigen.

Man kann sich andere Themen denken, die einen „Bewusstseinsmonat“ in Großbritannien mehr verdienen, insbesondere weil viele Menschen, die von diesen Dingen betroffen sind, die unter Folgen der britischen Besessenheit von „Islamophobie“ gelitten haben.

Britische Behörden, besonders die Polizei und Sozialarbeiter, wandten sich von tausenden Mädchen auf kriminelle Weise ab, die in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Beamte ließen diese Kinder auf die furchtbarste Weise genau deshalb im Stich, weil sie dazu konditioniert worden waren entlang der Linien von „Islamophobie“ zu denken. Sie missachteten grob ihre Plichten die Öffentlichkeit zu schützen, weil sie sich mehr Sorgen darum machten als „islamophob“ oder „rassistisch“ etikettiert zu werden, als um die vielen jungen, unschuldigen Leben, die zerstört wurden. Warum gibt es keine laufende landesweite Bewusstseinskampagne für das Entdecken solcher Heranziehungsaktivitäten, einschließlich einer Kampagne für Beamte ihre professionellen und ethischen Verpflichtungen vor das zu stellen, was andere von ihnen denken könnten?

Britische Polizei und Sozialarbeiter wandten sich auf kriminelle Weise von tausenden Mädchen ab, die „in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham (im Bild) zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Foto: Anthony Devlin/Getty Images.

Opfer von sogenannten Ehrenverbrechen – Gewalt gegen Frauen durch ihre Familien, um die „Ehre“ der Familie zu retten, einschließlich Ehrenmorden – müssen ebenfalls dringend eine Bewusstseinskampagne bekommen. Jüngste Zahlen zeigen, dass nur 5% der bei der Polizei angezeigten Fälle von Ehrenverbrechen 2016/17 an die königlichen Staatsanwaltschaft weitergegeben wurden, trotz der starken Zunahme der entdeckten Fallzahlen. 2016/17 wurden mehr als 5.000 Ehrenverbrechen bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Fakt ist, dass die Polizei verprügelte Frauen oft direkt zurück in die Probleme schicken, aus denen sie kamen; man sagte ihnen, sie sollten nach Hause gehen – was bedeuten konnte, dass diese Frauen voraussichtlich nicht nur Opfer von Gewalt, sondern von tatsächlichen Ehrenmorden werden.

Oper von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) könnten ebenfalls eine Bewusstseinskampagne brauchen. 2016/17 wurden mehr als 9.000 FGM-Fälle ermittelt – kaum weniger als im Jahr davor.

Das Vereinte Königreich benötigt ebenfalls eine Bewusstseinskampagne zu Antisemitismus, der in Großbritannien in den letzten drei Jahren dramatisch zugenommen hat, den die Justiz jedoch weitgehend ignoriert. 2016/17 strengte die königliche Staatsanwaltschaft (CPS) in 14.480 Fällen Prozesse wegen Hassverbrechen an, doch nach Angaben der Campagin Against Antisemitism

wir müssen immer noch ein Jahr erleben, in dem es mehr als ein paar Duzend antisemitische Hassverbrechen gibt, die strafrechtlich verfolgt werden. 2017 sind uns bisher 21  Verfahren bekannt, 2016 gab es 20 und 2015 waren es nur 12. So ernst dieses Versagen der CPS zu handeln ist derart ernst, dass wir alle mutmaßlichen Antisemiten über private Klagen selbst verfolgen und die CPS über auf dem Rechtsweg herausfordern mussten; den ersten solchen Fall gewannen wir im März. Letztes Jahr wurden nur 1,9% der Hassverbrechen gegen Juden gerichtlich verfolgt, was den Polizeikräften signalisierte, dass ihre Bemühungen Hassverbrechen gegen Juden vergeudet sein könnten; und es vermittelte den Antisemiten eine starke Botschaft, dass sie das Gesetz nicht fürchten müssen … Jedes Jahr seit 2014 ist ein rekordverdächtiges Jahr für antisemitische Verbrechen gewesen: von 2014 bis 2016 stiegen antisemitische Verbrechen um heftige 45% an.“

Die regierungseigene Antiterrorkampagne „Make Nothing Happen“ (Lass nichts geschehen) – eine im März 2017 begonnene landesweite öffentliche Bewusstseins-Werbekampagne, die die Bürger drängt die Polizei bei verdächtigen Aktivitäten kontaktieren – riskiert, von der fortgesetzten Voreingenommenheit mit „Islamophobie“ auf den Kopf gestellt zu werden. Das Risiko besteht darin, dass Menschen zögern und verdächtige Aktivitäten nicht berichten werden, weil sie Angst haben als „rassistisch“ oder „islamophob“ etikettiert zu werden. In den USA meldete vor dem Terroranschlag von San Bernardino ein Nachbar der Angreifer Syed Rizwan Farook und seiner Frau Washfeen Malik deren von ihm beobachtete verdächtige Aktivitäten außerhalb von deren Wohnung offenbar genau aus dieser Angst heraus nicht.

Diese Angst als islamophob oder rassistisch bezeichnet zu werden scheint in der westlichen Psyche tief verwurzelt zu sein. Vermutlich billigt niemand, dass jemand aufgrund einer Ethnie oder Religion herabgewürdigt oder dass eine Gruppe mit einer breiten, willkürlichen Bürste diffamiert wird. Menschen unternehmen sogar enorme Anstrengungen um zu vermeiden ungerechtfertigt irgendjemanden oder irgendeine Gruppe zu kritisieren, selbst wenn Kritik verdient sein sollte, wie im Fall der Prostitutionsbanden im englischen Rotherham. Die Rassismus- und Islamophobieanschludigungen scheinen dazu gedacht zu sein Menschen davon abzuhalten Missbräuche aufzuzeigen, noch bevor sie begangen werden, so dass die Täter frei bleiben können sie zu begehen. Die andere Frage, die praktisch niemals gestellt wird, lautet: Wenn Muslime wegen Islamophobie aufgebracht sind, wie kommt es dann, dass im Vergleich mit anderen Religionsgruppen, so viele von ihnen weiter „Munition“ liefern, die eine solche Sichtweise nur unterstützt und verstärkt – besonders wenn andere Muslime weiter schweigen, es versäumtn Anschläge namentlich zu verurteilen oder nichts zu tun scheinen, um einen Versuch zu unternehmen sie zu verhindern? Zusätzlich gibt es die Frage der Wechselseitigkeit: Wie kommt es, dass es schienbar kein Bedauern über ständige Verunglimpfung von Juden als Nachkommen von Affen und Schweinen gibt;  zu sagen, dass Juden „dreckig“ sind, „ausgelöscht“ werden sollten oder gar Völkermord empfohlen wird? Das sind echte Fragen, in ganz ehrlich gestellt.

In New York erzählte der stellvertretende Polizeipräsident den Amerikanern, dass der tödlichste Anschlag in New York seit dem 9/11 – der von dem Jihadisten Sayfullo Saipow begangene Auto-Rammanschlag – „nichts mit dem Islam zu tun“ hatte. Personen, die es wagen würden auf diesen jihadistischen Mord mit dem Begehen von (nicht definierten) „Einseitigkeitsvorfällen“ oder „Hassverbrechen“ zu reagieren, würden „mit dem vollen Ausmaß des Gesetzes verfolgt“ werden.

Die Behörden in Großbritannien, Europa und den Vereinigten Staaten nähren keine Atmosphäre, die effektiver öffentlicher Sicherheit, Polizeiarbeit oder Terrorbekämpfung förderlich ist. Ganz im Gegenteil. Erkennen sie das überhaupt?

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Hass-Karikaturen der Woche

Elder of Ziyon, 6. November 2017

Hier haben Sie einige der Karikaturen, die auf der Facebook-Seite der Fatah und weiteren Medien während der vergangenen Woche veröffentlicht wurden und die sich gegen die britische Premierministerin Theresa May richteten:

Die britische Regierung sollte aufhören unsere Katastrophe zu feiern“
zKindermörder – (man beachte die Schweineschnaute und den Totenkopf)

Ja, die  Fatah hat Theresa May zur Ehrenjüdin ernannt! (mehr bei PMW)

Der Weg der Gelder (für die PA)

aus: A Time To Speak, Nr. I-12, 15. Dezember 2001 (nicht online)

Die USA sind Israel gegenüber sehr großzügig gewesen und ihre Unterstützung ist zur Aufnahme von Immigranten, Aufbau der Infrastruktur und Erhalt der Verteidigungsfähigkeit genutzt worden. Seit den Oslo-Vereinbarungen bekommt die PLO/PA Geld von den USA.

Die US-Steuerzahler und ihre Repräsentanten im Kongress haben natürlich Interesse, inwiefern die PLO diese Gaben einen echten Bedarf abdecken und für gute Zwecke genutzt werden. Sie sind unter den Bedingungen des MEPFA (Middle East Peace Facilitation Act – Gesetz zur Förderung des Friedens im Nahen Osten) auch berechtigt dies zu wissen.

1995 verlangte das Komitee für Internationale Beziehungen des Abgeordnetenhauses einen Bericht des GAO (US-Rechnungshof), dem Rechnungsprüfungs-Büro des Kongresses, über die Vermögensverhältnisse der PLO. Britische Geheimdienst-Informationen hatten geschätzt, dass diese mehr als 10 Milliarden US-Dollar betragen.

Als das Kongress-Komitee zusammen kam um den Bericht in Empfang zu nehmen, sagte der GAO-Direktor, dass das Büro die Zahlen hätte. Die CIA hatte die Informationen zur Geheimsache erklärt und dem GAO wurde verboten, sie dem Kongress zu geben. Als ein Abgeordneter fragte, warum die Informationen geheim seien, war die Antwort: Die CIA erklärte auch den Grund für die Geheimhaltung als geheim. Das US-Außenministerium hatte die Washingtoner Presse erfolgreich davon überzeugt, dem Treffen nicht einmal beizuwohnen, damit sie diese „sensitive Aussage“ nicht hörte.

Notwendiger Information beraubt, stimmte der Kongress den Zuschüssen für die PLO unter der Bedingung zu, dass diese ihren Verpflichtungen der Oslo-Vereinbarungen nachkommen; nach dem Anti-Terrorismus-Gesetz von 1986 ist die PLO nur zum Empfang von Geldern berechtigt ist, wenn ihr bescheinigt werden kann, dass sie nicht in Terrorismus engagiert ist.

Der Präsident hat die Macht diese Bedingung zu überstimmen, wenn er sie mit einer Verzichtserklärung als „wichtig für die nationalen Sicherheitsinteressen“ befindet; der frühere Präsident Clinton nutzte diese Erklärungen regelmäßig und beständig. Es wurde nicht erklärt, wie denn „nationale Sicherheitsinteressen“ der USA geschädigt würden, wenn der Kongress und die amerikanische Öffentlichkeit die Wahrheit über die PLO wüssten, die sie subventionierten.

Etwas von den Informationen sickerte durch. Im November 1994 veröffentlichte Rachel Ehrenfeld, Direktorin des Zentrums für das Studium von Korruption und Gesetzestreue (aus New York), einen Artikel mit dem Titel „Armer, reicher Arafat“. Unter anderem führte sie auf, dass die Rabin-Peres-Regierung in Israel wie auch die Clinton-Regierung Untersuchungen der PLO-Finanzen durch den Kongress zu unterdrücken suchten. Diese Finanzen sehen so aus:

Weder [Arafat] noch seine Organisation hatten irgendjemandem den Verbleib der Hunderte Millionen von Dollar Rechenschaft zu geben, die sie über die Jahre hinweg erpressen, erhielten oder anderweits legal oder illegal erwarb, noch teilten sie das Vermögen mit ihren von der Armut umgetriebenen palästinensischen Brüdern in den Flüchtlingslagern…

In seinen Versuchen die weltweiten Vermögenswerte der PLO aufzudecken, nahm das GAO Kontakt mit dem britischen National Criminal Intelligence Service (NCIS) auf, dessen Bericht gerade mal ein Jahr vorher die Vermögenswerte der PLO auf 10 Milliarden US-Dollar schätzte, zusätzlich zu jährlichen Einnahmen von 1,5 bis 2 Milliarden Dollar, hauptsächlich aus illegalen Aktivitäten. Der NCIS schloss daraus, dass die PLO eine Gefahr für die nationale Sicherheit sei.

Die Antwort des NCIS auf die erste Kontaktierung durch die GAO war positiv und sie drängten die Untersuchenden zu einem Treffen in London. Nach der Benachrichtigung des Außenministeriums über ihre bevor stehende Reise, kam das GAO-Team in London an um zu erfahren, dass die britische Antwort war: „Wir können keine Details liefern, weil wir unsere Informationsquellen nicht offen legen möchten.“

Seitdem sind viele Millionen Dollar der US-Steuerzahler an Arafat und die PLO gegangen. Wie das Geld verwendet worden ist, wird von Rachel Ehrenfeld in „Das Ausmaß von Arafats Korruption“ in der Jerusalem Post vom 27. Juni 2001 dargestellt:

Es ist offensichtlich, dass der Vorsitzende der Autonomiebehörde, Yassir Arafat, den Schlüssel dafür in der Hand hält, dass die PA und er im Geschäft bleiben… Amerikanische Steuergelder flossen kontinuierlich zumindest im Umfang von 75 Millionen Dollar in Arafats private Schatullen, was nach dem Congressional Research Service Report vom 17. April 2001 an den Kongress vom seit 1994 jährlich geschehen ist.

Arafat … hat systematisch Teile dieser Gelder abgeschöpft, genauso wie mit Geldern, die ihm für die Flüchtlinge in den Lagern gegeben worden sind… Der persönliche Reichtum Arafats und seines inneren Getreuen-Kreises ist von der palästinensischen Bevölkerung nicht unbemerkt geblieben. Die rapide steigende, deutlich sichtbare soziale Ungleichheit in den Gebieten unter Arafats Herrschaft – Reihen von Prunkvillen und neuesten Mercedes-Benz-Automobilen für Arafats Kumpane, während die meisten Palästinenser unter trostlosen Bedingungen leben – begann seine Führung zu bedrohen. Die jüngste Intifada auszulösen hat es Arafat ermöglicht den wirtschaftlichen Verfall in den Territorien als notwendige „Opfer“ für die Mobilisierung gegen den „zionistischen Feind“ darzustellen…

Lange vor den Oslo-Vereinbarungen schätzte die CIA 1990, dass die PLO Werte zwischen 8 und 14 Milliarden Dollar hatte, die sie von einer 5-prozentigen Steuer von jedem Palästinenser erhielt, der in einem arabischen Land arbeitete. Trotzdem kamen die meisten der PLO-Vermögenswerte nach einem Bericht des britischen NCIS aus „Spenden, Erpressung, Abrechnungen (mit Gegnern), illegalem Waffenhandel, Drogenhandel, Geldwäsche, Betrug usw.“ Eine [GAO-] Untersuchung zu Arafat vom November 1995 wurde aufgrund des „nationalen Sicherheitsinteresses“ der CIA geheim gehalten. Erst jetzt werden im Senat Bemühungen unternommen, diesen Bericht frei zu geben.

Ein wenig beachteter Bericht im London Daily Telegraph vom 6. Dezember 1999 enthüllte, das Computer-Hacker den Sicherheitscode des PLO-Computersystems geknackt hatten. Die Zeitung listete Guthaben von rund 50 Milliarden Dollar für das Jahr 2000 auf (1998 waren es 32 Millionen). Trotzdem behaupten Arafat und die PA-Führung weiterhin, sie seien arm.

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Die Sache ist auch in „Untersuchung der Geldwege des Terrors“ von Joseph Farah von WorldNetDaily vom 25. Oktober 2001 belegt:

Die USA sagten, sie wären entschlossen den Geldweg des Terrors zu verfolgen, Gruppen, die nur die Fassade dafür bilden, auszuschalten, Vermögen zu beschlagnahmen und auf Finanz-Institutionen einzudreschen, die ihm helfen. Das ist ein nettes Programm, ein notwendiges, ein lebenswichtiger Schritt in der Führung dieses Kriegs gegen die Terroristen.

Während wir dabei sind, sollten wir einen ernsthaften Blick darauf werfen, wie Yassir Arafat, der moderne Erfinder des Terrorismus, Milliarden von Dollar auf Bankkonten und Investitionen im Ausland verschwinden ließ – besonders, da die USA ihn mit Steuergeldern versorgen.

1999 brachten palästinensische Hacker der PLO, die offenbar um die sich vertiefenden wirtschaftlichen Probleme von Arafats Wählerschaft in Gaza und anderen Teilen der Autonomie sorgten, erstmals die verborgenen Reichtümer ans Licht, die sich in europäischen und US-Banken und Aktienfonds anhäuften.

Die Dissidenten brachen in die Computer im PLO-Hauptquartier in Tunis ein und entdeckten, dass Arafat ein riesiges Vermögen versteckt hat – Milliarden von Dollar auf Nummernkonten in Zürich, Genf und New York. Die PLO, so stellte sich heraus, besaß Anteile in den Börsen von Frankfurt, Paris und Tokio, einschließlich Anteilen an Mercedes Benz und Eigentum in prestigeträchtigen Gebieten europäischer Hauptstädte, darunter Mayfair in London. In einem ironischen Zug besitzt die Organisation, die sich einst auf Flugzeugentführungen spezialisierte, Anteile an verschiedenen Fluglinien, darunter die Nationalcarrier der Malediven und Guinea Bissaus…

Die PLO erhebt Steuern von Palästinensern, die in Kuwait oder anderen Staaten des Persischen Golfs arbeiten; genauso empfängt sie große Spenden von reichen Staaten wie Saudi Arabien. Arafat selbst kontrolliert diese Reichtümer. Er hält aber immer weiter seine Hand auf und verlangt mehr Hilfen – einschließlich direkter Auslandshilfen aus Washington und von europäischen Regierungen…

Es ist endlich Zeit, dass die Amerikaner von Washington verlangen, dass alle Zahlungen an Arafat eingestellt werden. Es handelt sich um einfache Arithmetik: Der Mann zweigt Geld auf Schweizer Konten ab. Welchen Grund sollte es geben, ihm weitere US-Steuergelder zu schicken?… [Und] wenn wir schon dabei sind die Geldwege der Terroristen zu untersuchen, wie wäre es mit einem Blick auf diese Schweizer und New Yorker Bankkonten und Aufklärung zu verlangen, wie und warum dieses Geld missbraucht und fehl geleitet wird?

Großbritannien und seine Juden

Melanie Phillips, 7. Oktober 2005 (nicht mehr online)

Eine scharfe Kritik von Nick Cohen im „New Statesman“ beschreibt sehr genau den Feuersturm antijüdischen Hasses, der derzeit über die britische Kultur-Landschaft hinwegfegt. Cohen ist einer dieser wenigen mutigen Linken, die sich ihren Genossen widersetzten und den Krieg im Irak unterstützten. Dafür wurden sie von genau diesen Genossen diffamiert und schikaniert. Aber Cohen beschreibt hier den weiteren Dreh, der durch das rassische Identitätsmerkmal seines Nachnamens geliefert wird:

Ich erfuhr, dass es eine Sache ist „Cohen“ zu heißen, wenn man mit der liberalen Orthoxie überein stimmt, aber eine ganz andere, wenn man liberalen Verrat aufzeigt. Die eigenen Argumente können nicht auf Basis ihres Wertes diskutiert werden. Es muss einfach eine böse Motivation im Spiel sein. Es kann nur so sein, dass man Ariel Sharon unterstützt. Es kann nur so sein, dass man im Lohn der „internationalen“ Medienmogule oder Neokonservativen steht. Man muss einfach böses Blut haben. Man muss einfach ein Jude sein…

Während die Monate vergingen und die Iraker zwischen einer kriminell inkompetenten Besatzung und „Eindringlingen“ gefangen waren, die so weit rechts standen, dass sie gar nicht mehr ins Koordinatensystem passten, bekam ich alles ab, was es gab. Ein führender Linker bat mich, ihn mit Mitgliedern der neuen Regierung in Kontakt zu bringen. „Ich wusste es! Ich wusste es!“, heulte er, als wir uns das nächste Mal trafen. „Sie wollen Israel anerkennen!“

Ich erlebte, was viele Schwarze und Asiaten mir gesagt hatten: Man kann es nicht beschreiben. Wo die Leute im politischen Spektrum stehen, sagt nichts über ihre tief sitzenden Überzeugungen. Ich stellte fest, dass die extreme Linke nicht auf die abschreckende Sozialistische Arbeiterpartei beschränkt war, sondern ihr viele gewissenhafte Leute angehörten, die zu treffen angenehm und mit denen zu diskutieren bildend war. Dabei war die Mitte nicht annähernd so moderat, wie sie sich das gerne wünschte. Einen Moment lang glaubte ich, ich würde mit einem BBC-Reporter oder liberalen Akademiker sprechen und ihn als zivilisierten Menschen ansehen; im nächsten Moment fing er an über die Juden zu schimpfen…

Ich könnte so weiter machen. Der Augenblick aber, in dem Bestürzung sich in stete Verachtung verwandelte, war der, als der Guardian eine Internet-Diskussion brachte, die den Titel hatte: „David Aaronovitch und Nick Cohen reichen aus, um einen guten Mann antisemitisch zu machen“. Prachtvoll beschwerte sich ein wachsamer Leser, dass der Titel mit einem Vorurteil belegt sei ñ die Diskussion hätte heißen sollen: „David Aaronovitch und Nick Cohen reich aus, um einen guten Mann oder eine gute Frau antisemitisch zu machen.“…

Um ein globales Phänomen als rationale Reaktion auf israelische Unterdrückung wegzuerklären, muss man einmal mehr den Juden zu einer übernatürlichen Figur machen, deren Existenz die Ursache der Unzufriedenheiten der gesamten Erde ist. Man muss den Antisemitismus wieder beleben.

Es scheint so, als habe Cohen einige Zeit gebraucht, um die genaue Natur und das Ausmaß dieses Wahnsinns zu begreifen, der das öffentliche Leben Großbritanniens eingenommen hat. Während er aber richtigerweise die außergewöhnliche Achse zwischen der Linken und dem islamischen Faschismus identifiziert hat, ist ihm die Tatsache entgangen, dass dieses Gruppendenken auch einen großen Teil der Rechten einschließt. Konservativ denkende Briten der Mitte, die von der Voraussetzung ausgehen, dass es für sie keine Bedrohung durch schreckliche Islamisten gäbe, wenn Großbritannien nur die Zugbrücke über den Atlantik hochgezogen hätte, glauben inbrünstig, dass der globale Jihad tatsächlich eine Reaktion auf israelische Unterdrückung sei.

Jetzt hat der britische Oberrabbiner, Sir Jonathan Sacks, endlich darüber gesprochen, was passiert. Er hat im Jewish Chronicle gewarnt vor

einer neuen Welle des Antisemitismus und gesagt: „Es hat Zeiten gegeben, zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann, wo es ungemütlich gewesen ist, ein Jude in Großbritannien zu sein“…

In seiner Botschaft zitiert Sir Jonathan vom Generalsekretär des Muslim Council of Britain, Sir Iqbal Sacranie unterstützte Aufrufe den Holocaust-Gedenktag abzuschaffen, weil dieser Muslime beleidigt. Er nimmt auch Bezug auf Bemerkungen mit „antisemitischen Untertönen“ durch Personen des öffentlichen Lebens, den angedrohten akademischen Boykott Israels Anfang diesen Jahres und Kirchendebatten über den Abzug von Investition aus Israel.

Er sagt, dass Israel und den Juden die Rolle des Sündenbocks für die Probleme zugeschoben wird, die durch globale Veränderungen aufgeworfen werden, obwohl sie nicht für diese verantwortlich sind. Der neue Antisemitismus unterscheide sich vom alten dahin gehend, dass er „politisch statt rassisch ist, sich auf die Juden als Nation statt den Juden als Einzelperson konzentriert. Aber er hat alte Mythen übernommen und angepasst, vom Ritualmord-Vorwurf bis zu den Protokollen der Weisen von Zion“. Obwohl Israel mit solchen Vorfällen nichts zu tun hat, wie z.B. der „Ermordung von Millionen Muslimen durch ihre Glaubensbrüder“ im Irak, dem Sudan und andernorts, wird es „zum Sündenbock des 21. Jahrhunderts“ gemacht, sagt der Oberrabiner.

Die Intervention des Oberrabbiners ist bedeutsam. Bisher war er vorsichtig, dachte wahrscheinlich an die Tatsache, dass er, wie so viele britische Juden, für die die Illusion einer Idylle jetzt grausam zerschlagen ist, zögerte die Zerstörung des Märchens zuzugeben, dass die Juden Großbritanniens sicher seien. Darüber hinaus ist die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien polarisiert; da gibt es viele britische Juden – hauptsächlich in der Linken – die sich mit genau denen in eine Reihe stellen, die Cohen und den Rest von uns diesen widerlichen Schmähungen ausgesetzt haben und die entschieden das Wiederaufkommen antijüdischer Gefühle leugnen, statt dessen alle Verantwortung Ariel Scharon, den Neocons und George W. Bush zuschieben. Aber die Tatsache, dass jemand vom Kaliber des Oberrabbiners jetzt auf den Plan tritt und es laut und deutlich sagte, bedeutet, dass es nicht länger einfach sein wird, es als das Toben einiger weniger Spinner, Paranoiker und Scharon-Groupies abgetan werden kann. Es zwingt sich dem Mainstream auf. Es verlangt nach einer Antwort der politischen Klasse.

Intelligenz zermalmt

Melanie Phillips, 28. Januar 2005 (nicht mehr online)

Am Dienstagabend hatte ich das Pech an einer Diskussion mit prominenter Besetzung und viel Publikum in London teilzunehmen. Sie gehörte zur Serie „Intelligence Squared“ (Intelligenz im Quadrat). Das angeregte Thema lautete: „Der wahre Feind der Juden heute ist der Zionismus.“ Es wurde von drei Juden vertreten: Avi Shlaim, „revisionistischer“ israelischer Historiker, Jacqueline Rose, Englisch-Professorin und Amira Hass, Ha’aretz-Journalistin in den umstrittenen Gebieten. Dagegen sprachen drei Juden aus: ich, Shlomo Ben Ami, ehemaliger Außenminister der Arbeitspartei, und Raphael Israeli, Professor für islamische, Nahost- und chinesische Geschichte an der Hebräischen Universität.

Meine Seite verlor mit 355 zu 320 Stimmen. Es ist schwer, die krank machende Natur dieser Veranstaltung zu vermitteln – und das nicht nur, weil wir verloren. Unterschwellig unterstellte das Thema, dass die Juden für ihre Vernichtung selbst verantwortlich sind; die wahre Gefahr, in der sie schweben, geht weder vom islamischen Terrorismus aus, noch von dem Versuch, die Juden Israels ethnisch zu säubern, auch nicht in antijüdischen Gefühlen in Großbritannien und Europa, sondern von den Juden selbst, weil sie die Israelis in Monster verwandelt haben. Daher werden die Angriffe auf sie, weit davon entfernt beklagt zu werden, implizit begrüßt; und, um das zu seinem logischen Ende zu denken, der Weg, die Juden zu verteidigen, ist die Quelle der Krankheit zu beseitigen – mit anderen Worten, den Staat Israel zu vernichten.

Diese groteske Verleumdung, die die Juden zu doppelten Opfern macht – zuerst dadurch, dass der wahre Terror, dem sie sich ausgesetzt sehen, ignoriert und sogar dazu aufgestachelt wird; und zweitens dadurch, dass sie dafür verantwortlich gemacht werden – ist natürlich in Großbritannien inzwischen ein Gemeinplatz. Was diese Diskussion noch umso Besorgnis erregender machte: Dieses schockierende Thema wurde von drei Juden vertreten. Die Juden, die dem widersprachen, waren daher in der unerträglichen Lage, das jüdische Volk gegen eine Verleumdung der Juden zu verteidigen, die aus dem Mund anderer Juden kam.

Dieser Sport des Juden prügeln ist inzwischen in den britischen Medien in Mode gekommen; diese nutzen Juden dazu die unverhohlensten Unwahrheiten und boshaftesten Lügen und Verleumdungen über Israel loszulassen, damit die Medien jeden Vorwurf antijüdischen Vorurteils leugnen können – auf der Grundlage, dass Juden nicht antijüdisch sein können. Wäre es doch nur so. Ohne zu behaupten, ich verstünde die Motive der drei jüdischen Ankläger Israels, die sich am Dienstagabend mit ihrem abstoßenden Zeugs brüsteten, ist die Geschichte des jüdischen Volks immer mit Juden versehen gewesen, die eine problematische Beziehung zu ihrer eigenen ethnischen Identität hatten, die den Anstiftern diabolischer Verleumdungen gegen ihr eigenes Volk folgten oder sogar selbst zu solchen wurden (so z.B. Marx oder Freud).

Sie selbst sehen das natürlich anders. Und einer der erstaunlichsten und abstoßendsten Aspekte ihres Verhaltens ist die Art und Weise, wie sie moralische Überlegenheit behaupten. Israel, sagen sie, hat den Moralkodex des jüdischen Volkes verraten. Um zu dieser Analyse zu gelangen, verlassen sie sich auf offenkundige Lügen, Auslassungen und Verdrehungen zur Geschichte und der gegenwärtigen Lage der Juden im ehemaligen Palästina und heutigen Israel. Sie suchen und konzentrieren sich auf Beispiele schlechten Verhaltens seitens Israel – was unzweifelhaft passiert und abgelehnt werden sollte – während sie sie derart aus dem Zusammenhang reißen, dass die Seltenheit solcher Ereignisse nicht anerkannt wird; an Israel Verhalten wird ein unmöglich erreichbarer Perfektionsstandard angelegt, wie er von keinem anderen Land in einer derart furchtbaren Lage erwartet wird; Selbstverteidigung wird in Aggression verdreht; dass Israel sich unendlich besser verhält als die meisten anderen Länder, die sich einer ähnlichen Situation gegenüber sehen, wird hartnäckig ignoriert. Sie nehmen die lebensbedrohliche Bedrohung Israels und verdrehen sie ins Gegenteil, damit in der umgekehrten Darstellung Israels als lebensbedrohlich für die Palästinenser dargestellt wird. Sie verweilen besessen, niederträchtig und unmäßig bei den „Verbrechen“ Israels – die zum größten Teil in Wirklichkeit Beispiele für Israels Versuch sich zu verteidigen sind – während sie alle wahren Verbrechen ignorieren: die Massaker und Aggression und Tyrannei, die gegen die Völker der arabischen Staaten, einschließlich der Palästinenser, durch arabische Staaten begangen werden.

Die Juden auf diese Weise zum Sündenbock zu machen, die moralische Umkehrung, die sie für ihre eigene Vernichtung verantwortlich macht, ist eine Verleumdung, die sich im Lauf der langen Geschichte des ältesten Hasses immer und immer wieder wiederholt hat. So ist diese alt hergebrachte, durch Juden selbst vorgenommene Verleumdung, wie ich schon sagte, nicht neu. Trotzdem ist es unsäglich schockierend, sie im Großbritannien des 21. Jahrhunderts in Aktion zu erleben. Aus dieser Diskussion ging ich mit der Art von Gefühlen heraus, die man – in einem völlig anderen Zusammenhang – empfindet, wenn man gezwungen wird die Details pädophiler Angriffe auf Kinder zu hören oder sogar zu sehen. Es ist eine körperliche Taubheit, ein Gefühl der tiefsten Verzweiflung; ein Gefühl, dass ein wirklich großes Übel losgelassen wurde, das die Tiefen der pathologischen Boshaftigkeit, in die menschliche Wesen absinken können, aufdeckt – um sich zu einer Zeit gegen sich selbst zu richten, wenn sie bereits unter mörderischen Angriffen stehen. Es erscheint wie eine Zurückweisung nicht nur ihres jüdischen Seins, sondern ihrer Menschlichkeit.

Und all das wird eingewickelt in die höchsten Ebenen der Scheinheiligkeit, des Humbugs und der schieren, lachhaften intellektuellen Unehrlichkeit und Geistlosigkeit. So interpretierte Professor Avi Shlaim – dessen „Forschung“ von Ephraim Karsh und anderen umfassend auseinander genommen wurde – schamlos das Thema um, damit er Israel dadurch diffamieren kann, dass er behauptet, der „Zionismus heute“ sei ein und dasselbe wie die Politik von Ariel Sharon in den umstrittenen Gebieten. Er verdrehte nicht nur extrem die Geschichte und die derzeitigen Umstände von Israels Anwesenheit in diesen Gebieten, seine Herangehensweise bettelte nach der Frage, was um Himmels Willen – wenn Sharonismus der „Zionismus heute“ wäre – die Massen politischer Parteien in Israel sind, die gegen den Scharonismus sind. Wären diese auch keine Zionisten?

Tatsache war, dass Shlaim durch die Unterstützung dieser These sich – trotz aller Dementis – mit einer Haltung eins macht, die die Juden als einzige aussondert, die kein Recht auf einen eigenen Staat haben; und Israel als einziges Land der Welt, dessen Existenz nicht legitim ist. Zionismus ist heute, wie es immer gewesen ist, die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes und Israel ist sein territorialer Ausdruck. Es gibt heute, wie schon immer, viele unterschiedliche Varianten des Zionismus; Sharons Version ist nur eine davon. Das Thema verurteilte den Zionismus von heute, Punkt. Im Ergebnis wird diese Diskussion von den Feinden Israels und des jüdischen Volks benutzt werden und ihnen weiter Schaden zufügen – und Shlaim, Rose und Hass haben das ermöglicht.

Königliche PLOyalisten

Dmitry Radyshevsky, 31. März 2004 (direkt vom Autor)

Letzte Woche kam eine Delegation von drei britischen Parlamentsmitgliedern nach Israel, die drei Parteien, darunter die Tories, repräsentierten; sie befanden sich auf einer „Mission zur Erkundung von Fakten über die Verletzung palästinensischer Menschenrechte in den besetzten Gebieten“. Im Rahmen des Programms hatten sie so viel Chutzpe auf der Suche nach diesen „Fakten“ die Knesset zu besuchen, wobei sie ihre örtlichen Führer mitbrachten – Vertreter von „Christian Aid“, einer furchtbar antiisraelischen Organisation, deren Führung vor Ort ebenfalls Briten sind und die ihre beträchtlichen Ressourcen der Hilfe der Palästinenser in ihren Prozessen gegen Israel widmen.

Ich traf nur kurz auf diese noble Gesellschaft: Sie kamen in das Büro des Abgeordneten Dr. Yuri Shtern (von der Nationalen Union), der den neu gebildeten Ausschuss Christliche Verbündete leitet. Offenbar hatte Christian Aid den Namen missverstanden: dieser Ausschuss wurde gegründet, um die Kooperation zwischen der Knesset und christlichen Zionisten, den besten Freunden Israels in der Welt, zu stärken. Ich würde behaupten, dass sie nicht nur unsere besten Freunde sind, sondern die einzig wahren Christen, aus dem einfachen Grund, dass der Gott Israels ein Zionist ist und wenn sie ihrem Messias folgen, müssen sie ebenfalls Zionisten sein. Im Gegensatz dazu ist Christian Aid nur dem Namen nach christlich; das liegt nicht nur an ihrer Haltung gegenüber der Nation Christi, sondern auch an ihrer totalen Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal ihrer Glaubensbrüder – den Christen Palästinas.

Zufällig befand ich mich in Shterns Büro, um über die Studie des Jerusalem Summit zur Notlage der christlichen Araber in Bethlehem zu sprechen, seitdem es Arafat übergeben wurde. Die Fakten sind schockierend: Die muslimische PA ist gezielt daran gegangen Bethlehems christliche Gemeinschaft zu zerstören (bedenken Sie: 1970 gab es in Bethlehem 5 Moscheen; jetzt sind es 72)1. Als die Gäste ankamen (für Briten untypisch kamen sie eine halbe Stunde zu spät), wollte ich gerade gehen. Dr. Shtern erlaubte mir freundlicherweise zuerst zu sprechen und ich lenkte die Aufmerksamkeit der Parlamentarier auf diese Studie. Sie ließen sie mit dem Kommentar links liegen, dass „zweimal Unrecht kein Recht ergibt“. D.h. der Missbrauch der Rechte der Christen in der PA ist natürlich schlecht, wenn es ihn denn gibt, aber sie waren hier um die Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte in den von der IDF besetzten Gebiete zu untersuchen.

Dr. Shtern meinte, die einzig richtige Adresse in der Knesset für eine solche Untersuchung dürften die Architekten von Oslo sein, die, ohne das palästinensische Volk zu fragen, diesem die korrupte und despotische Bande Arafats aufgedrückt hatten. Dieser kam aus Tunis, um nicht nur auf den Menschenrechten der Palästinenser herumzutrampeln und die Rechte ihrer Kinder verletzte, indem durch Gehirnwäsche eine ganze Generation in Zombies verwandelt wurde, die davon träumen Selbstmord-Bomber zu werden, sondern auch einen Terrorkrieg gegen Israel lostrat, nachdem das großzügigste Angebot erfolgte, das ein Land bieten konnte. Und wenn es irgendwelche Unannehmlichkeiten gibt, die die Palästinenser an Straßensperren begegnen, dann sind das die Folgen dieses von der PA dirigierten Krieges.

Ich musste gehen, mit mir selbst unzufrieden, dass ich eine Chance verpasst hatte, ihnen eine Botschaft mitzugeben. Denn darüber zu reden, wie schlimm die PA den Christen gegenüber ist, klang wie eine Entschuldigung. Schaut, auch sie machen schlechte Dinge. Bei uns stimmt etwas nicht, dachte ich, als ich die Knesset verließ; wir fangen instinktiv an uns zu entschuldigen. Stattdessen hätten wir ihnen das hier sagen sollen:

Meine Damen und Herren, Sie sind hierher gekommen, um nach Fakten zum Missbrauch der Menschenrechte der Palästinenser in den besetzten Gebieten zu suchen.

Jedes Wort in Ihrem erklärten Ziel für Ihren Besuch ist ein Missbrauch von moralischer Ehrlichkeit.

Erstens: Besatzung?

Es gibt 22 arabische Staaten. Und dann gibt es da den winzigen jüdischen Staat, der weniger als 1% der gesamten Landmasse der arabischen Welt ausmacht. Und dieser winzige Staat muss sein Land im Tausch für Frieden hergeben. Lassen Sie uns die Sache einmal umdrehen: Stellen Sie sich vor, dass es 22 jüdische Staaten mit einem Gesamtgebiet etwas größer als die USA gibt und sie verlangen die Teilung eines einzigen, winzigen arabischen Staates, um einen jüdischen Staat Nummer 23 zu schaffen, da in diesem einzelnen arabischen Staat eine jüdische Minderheit lebt. Die Welt würde toben: Diese raffgierigen Juden, warum können sie den armen arabischen Staat nicht in Ruhe lassen! Wenn es dort auch Juden gibt, warum könnt ihr sie nicht in euren übrigen 22 Staaten übernehmen: Ihr habt jede Menge Land und Öl-Dollars.

Glauben Sie wirklich, meine Herren, dass die Welt diese 22 jüdischen Staaten unterstützen würde, die die Existenz eines einzelnen arabischen Staates einen „Akt der Besatzung“ nennen? (Ich habe mir dieses Argument von Morton Klein von der ZOA geborgt.)

Wenn Sie nicht von einfacher Logik und gesundem Menschenverstand zu überzeugen sind und auf dem internationalen Recht bestehen, dann ist dieses Land – formal gesehen – entweder Territorium, das vom Völkerbund vorgesehen wurde, um eine jüdische nationale Heimstatt zu schaffen oder im Extremfall umstrittenes Gebiet. Warum war dann, meine Herren, diese „Besatzung“ 1948 nicht erwähnt worden, als diese Gebiete von Jordanien eingenommen wurden, sondern erst 1967, als Israel sie als Folge eines Verteidigungskriegs zurückgewann?

Zweitens: Menschenrechte?

Ein Mensch, der mich umbringen will, hat keine Rechte. Ich respektiere die Rechte einer Person, die vorbei kommt, nur so lange, wie diese Person nicht versucht mich umzubringen. Wenn sie das versucht, hat sie keine Rechte. Dieses Argument wurde vor mehr als 70 Jahren von Wladimir Jabotinsky vorgebracht. Es ist tragisch, dass es immer noch von Bedeutung sein muss… nun gut, so bedeutsam wie die Argumente der Bibel.

Drittens: eine britische Delegation?

Parlamentarier aus dem Großbritannien, das die Türen Israels für die Juden sperrte und sie dazu verdammte, von Hitler verbrannt zu werden? Der Briten, die das Mandat des Völkerbundes verletzte eine nationale jüdische Heimstatt im alten Land Israel zu schaffen? Die die Vision ihrer eigenen Propheten, Lord Balfours und anderer, ablehnten, die es als die größte Ehre betrachteten, die der Gott Israels dem christlichen Großbritannien übertrug? Der Briten, die diese Ehre und den Glaubensbefehl den arabischen Scheichs verkauften, das Heilige Land teilten und dieses furchtbare Problem schufen?

Von Großbritannien könnten wir eine Buß-Delegation akzeptieren.

Und zu guter Letzt, meine Herren: Eine Knesset-Delegation hat mehr Rechte ins britische Parlament zu kommen, um den Missbrauch der Menschenrechte der Iren zu untersuchen, die stattfanden, als die irischen Terroristen bekämpft wurden… Sehen Sie, ich benutze die Worte mit moralischer Eindeutigkeit. Als der Terror bekämpft wurde. Weil jeder mit ein wenig grundlegendem Anstand begreift, dass eine Bevölkerung, die Terroristen ausbrütet und ihnen Schutz gibt, einige Unannehmlichkeiten erleiden kann (nennen Sie es von mir aus Menschenrechtsverletzungen), wie die Grobheit von Soldaten an Kontrollstellen, wo sie versuchen, die so genannten „besten Söhne“ dieser Bevölkerung zu fangen. Ich sagte: „als der Terror bekämpft wurde“, obwohl ich bei Anlegen desselben moralischen Maßstabs, der Sie heute in die Knesset geführt hat, schreiben könnte: „während der fortgesetzten britischen Besetzung Nordirlands“. Und selbst dazu habe ich mehr moralisches Recht: Immerhin liegt die Wiege Ihrer Zivilisation nicht in Nordirland, wie die unsere Judäa und Samaria liegt.

Die Ironie besteht natürlich darin, dass ich an diese Argumente erst dachte, nachdem ich die Knesset verließ. Aber ich glaube nicht, dass dies die letzte Begegnung mit europäischen PLOyalisten war, weder für mich noch für euch, meine Freunde.

Werden sie ihre Meinung ändern, wenn sie sie hören? Nun, zumindest ein Funken Scham sollte in ihre Herzen geraten. Scham macht einem das Leben angesichts des Gottes Israels unangenehm. Da die Menschen es nicht wagen, gegen ihn zu revoltieren, greifen sie Sein Volk an, als unfreiwillige Zeugen ihrer Perversion. Sie versuchen die Scham zu betäuben, die durch verschiedene Drogen in ihrem Inneren brennt. Früher einmal benutzten sie die „Rache für ihren Retter“, Ritualmord-Vorwürfe, arische Philosophie. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschrieb sich das dekadente Europa, sein Bewusstsein noch aufgewühlt vom Holocaust, eine weitere Droge: PLOpium, das aus der Unterstützung der armen Tyrannen und Kannibalen der Dritten Welt besteht.

Meine Damen und Herren, diese Droge wird Sie umbringen. Vielleicht sind Sie zu abhängig, um sie aufzugeben und somit verdammt. Der Gott Israels aber gibt jedem menschlichen Wesen bis zum allerletzten Augenblick eine Chance. Wie bei jeder Abhängigkeit ist der erste Schritt auf dem Weg, davon weg zu kommen, dass man seine Krankheit zugibt. Sagen Sie es. Bekennen Sie. Flüstern Sie es in Sein Ohr. Und dann, vielleicht, wird Er Ihnen helfen, von diesem Abgrund wegzukommen.

1 Christopher Walker: Tensions darken festive mood in Bethlehem. London Times, 22. Dez. 1997