Der in Großbritannien weit verbreitete Antisemitismus

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Verschiedene Studien haben gezeigt, wie weit die Antipathie gegen Israel und der Antiisraelismus in einer Reihe europäischer Länder verbreitet ist. Die Universität Bielefeld veröffentlichte zum Beispiel 2011 einen weithin publizierten Bericht zu sieben EU-Staaten.

Eine der in diesem Bericht gestellten Fragen lautete, ob die Befragten der Aussage zustimmen, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt. Den niedrigsten Anteil an Zustimmenden gab es in Italien und den Niederlanden mit 38 bzw. 39 Prozent. Die anderen waren Ungarn mit 41%, Großbritannien mit 42%, Deutschland mit 48% und Portugal mit 49%. In Polen waren es 63%[1]

Gelegentlich werden detailliertere Daten zu besonderen Vorurteilen gegen Israel erhoben. Das ist in einem aktuellen Bericht von L. Daniel Staetsky aus Großbritannien der Fall; sein Titel lautet: „Antisemitism in Contemporary Great Britain, a Study of Attitudes toward Jews and Israel“.[2] Die Studie wurde vom Institute for Jewish Policy Research (JPR) und dem Community Secuity Trust (CST) veröffentlicht.[3]

Zwölf konkrete Aussagen zu Israel wurden den Befragten vorgelegt.[4] Mit der ersten wurde gefragt, ob Israel das Recht hat zu existieren. 62% bejahten Israels Existenzrecht, 6% bestritten es. Die übrigen lehnten eine Antwort ab oder hatten keine Meinung. Dieses Ergebnis scheint auf den ersten Blick sehr positiv zu sein. Doch es bedeutet, dass es im Vereinten Königreich einen harten Kern von drei Millionen Antisemiten gibt, die für die Vernichtung Israels sind. Das kann nur mit mörderischer Gewalt erreicht werden.

Ein weiterer extremer Befund des Berichts war die Antwort auf die Frage: „Begeht Israel in Palästina Massenmord?“ 24% stimmten der Äußerung zu, 22% nicht. Bei dieser Bejahung geht es aber nicht um eine Meinung, sondern um Fakten. Israel begeht in „Palästina“ keinen Massenmord. Diejenigen, die zustimmen – was 12 Millionen britische Bürger repräsentiert – sind entweder extrem fehlgeleitete Menschen oder Lügner. Ihre Zustimmung zu dieser Äußerung ist ein Indikator dafür, wie weit die Dämonisierung Israels in Großbritannien fortgeschritten ist.

Die Befragten sollten sich auch dazu äußern, ob sie einer ähnlichen, falschen Äußerung zustimmen: „Israel versucht gezielt die palästinensische Bevölkerung auszulöschen.“ In diesem Fall stimmten 23% zu, 26% stimmten nicht zu.

Die riesige Anzahl derer, die den beiden letzten Aussagen zustimmt, kann nicht nur mit der Zahl der Muslime (4,5%), Linksextremisten (3,6%) und Rechtsextremisten (1,4%) in der britischen Gesellschaft erklärt werden.[5] Viele davon müssen dem britischen Mainstream angehören.

Der Aussage „Israel ist ein Apartheidstaat“ stimmten 14% zu, 19% widersprachen. Der Aussage „Israel hat zu viel Kontrolle in globale Angelegenheiten“ stimmten 17% zu, 30% stimmten nicht zu. Mehr als acht Millionen britische Bürger stimmen demnach mit der „zionistischen Variante“ der klassischen antisemitischen Behauptung überein, dass die Juden die Welt kontrollieren.

Zehn Prozent stimmen der Äußerung zu, „Israel ist die Ursache aller Probleme im Nahen Osten“; 44% sind nicht dieser Meinung. Neun Prozent der Befragten waren dafür Israel zu boykottieren. Diese Meinung hat anscheinend ebenfalls einige Unterstützung im britischen Mainstream.

Andere den Befragten vorgelegte Aussagen lauteten: Der Staat Israel ist die historische Heimat des jüdischen Volks; der Staat Israel trägt positiv zur globalen Gesellschaft bei; die Interessen Israels stehen im Widerspruch zu den Interessen des Rests der Welt; und: Israel ist die einzige echte Demokratie im Nahen Osten. In der Gesamtbevölkerung lieg der Anteil derer, die antiisraelische Voreingenommenheit hegen, beträchtlich höher als der Anteil derer, die antisemitische Vorurteile hegen.

Die Analyse der Antworten auf die 12 Aussagen der Umfrage bei Christen zeigt, dass ihre Meinungen sich statistisch nicht von denen der Gesamtbevölkerung unterscheiden.[6] Die Ergebnisse bei Muslimen unterscheiden sich allerdings stark. Während 9% der Gesamtbevölkerung zwischen sechs und neun Anti-Israel-Einstellungen zustimmen, beträgt der Anteil der Muslime 34,7%.[7] 75% der Muslime hegen mindestens eine antiisraelische Einstellung,[8] während es bei der Gesamtbevölkerung 47% sind.[9]

Die Studie analysiert zudem, ob es einen signifikanten Unterschied zwischen religiösen und nicht religiösen Muslimen gibt. Tatsächlich gibt es bei den Muslimen, die täglich fünfmal beten, einen etwas höheren Anteil Hardcore-„Antisemiten der dritten Generation“, die sechs bis neun der antiisraelischen Haltungen zustimmen, als bei den Muslimen, die nie beten.

Soweit es Vorurteile betrifft, d.h. diejenigen mit mindestens einer antiisraelischen Einstellung, ist der Unterschied zwischen Muslimen, die fünfmal täglich beten und denen, die nie beten – „Erbe-Muslime“ – nicht sonderlich signifikant. Oft erwähnen die Medien, wenn ein Muslim irgendwo in Europa ein Verbrechen an Juden verübt, dass er nicht religiös ist. Diese Studie scheint anzudeuten, dass es in Sachen Vorurteile gegen Israel keinen großen Unterschied zwischen den sehr religiösen Muslimen gibt und denen, die überhaupt nicht religiös sind.

Ein überproportionaler Anteil der antiisraelischen und antisemitischen Äußerungen von Repräsentanten der Labour Party wird von Muslimen getätigt.[10] Mehrere von ihnen repräsentieren Gegenden mit großer Konzentration an Muslimen. Die Ergebnisse von oben erklären, warum antiisraelische Hetze in ihren Wahlkreisen einen willkommenen Empfang sicherstellt. Das Vereinte Königreich durchleuchtet Immigranten nicht auf ihre antisemitischen oder antiisraelischen Vorurteile, trotz der Tatsache, dass wohlbekannt ist, wie weitverbreitet Hass auf Juden und Israel in vielen ihrer muslimischen Herkunftsländer ist. Großbritannien ist damit ein bereitwilliger wichtiger Importeur von Antisemiten und Israelhassern geworden.

Die britische Regierung täte wohl daran, eine detaillierte Studie über die Quellen in der britischen Gesellschaft durchzuführen zu lassen, die bei so vielen Bürgern die dämonische Sicht auf Israel herbeigeführt haben. Das ist nicht nur ein israelisches Problem, sondern auch ein britisches. Im Land eine große Anzahl Leute zu haben, die andere dämonisieren, ist ein Zeichen partieller kultureller Degeneration. Zu den Bereichen der Gesellschaft, die untersucht werden müssen, gehören Muslime, die extreme Linke, die extreme Rechte, Medien, Politiker, die akademische Welt, Gewerkschaften, NGOs und einige kirchliche Konfessionen.

Zu all dem gibt es auch einen israelischen Blickwinkel. Die Palästinenser und ihre vielen muslimischen Verbündeten haben Jahrzehnte lang extremen Hass auf Israel sowie Lügen über den Staat verbreitet. Die israelische Regierung hat dies weitgehend ignoriert und keine Agentur für Gegenpropaganda eingerichtet. Genauso wenig hat sie hervorgehoben, dass die Förderung von antisemitischem Hass, einschließlich Gewalt, in der Welt des Islam weit verbreitet ist und dass die große Mehrheit der Palästinenser, die die Hamas und die Fatah unterstützen, ein integraler Bestandteil verschiedener extremistischer muslimischer Strömungen sind. Als Aufsichtsinstitution der Regierung hat die Knesset es gleichermaßen verfehlt aufeinander folgende Regierungen zu veranlassen diesen Entwicklungen entgegenzuwirken.

[1] library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.

[2] Antisemitismus im zeitgenössischen Großbritannien. Eine Studie zu Einstellungen gegenüber Juden und Isreal.

[3] http://www.jpr.org.uk/documents/JPR.2017.Antisemitism_in_contemporary_Great_Britain.pdf

[4] Ebenda, S. 29

[5] Ebenda, S. 30

[6] Ebenda, S. 8

[7] Ebenda, S. 59

[8] Ebenda, S. 66

[9] Ebenda, S. 30

[10] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/18841

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Muslimischer Antisemitismus in Großbritannien

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Im Vereinten Königreich sind antisemitische und antiisraelische Einstellungen bei Muslimen zwei- bis viermal so weit verbreitet wie in der Gesamtbevölkerung. Das ist einer der wichtigen Schlüsse eines aktuellen Berichts mit dem Titel „Antisemitsim in Contemporary Great Britain, a Study of Attitudes Toward Jews and Israel“ (Antisemitismus im heutigen Großbritannien. Eine Studie der Einstellungen gegenüber Juden und Israel). Die Studie wurde vom Institute for Jewish Policy Research (JPR) und dem Community Security Trust (CST) veröffentlicht. Ihr Autor ist L. Daniel Staetsky.

Die Herausgeber behaupten, dass dies die größte und detaillierteste Umfrage zu Einstellungen gegenüber Juden und Israel ist, die je in Großbritannien durchgeführt wurde.[1] Auch wenn es viele weitere Erkenntnisse zu antiisraelischen und antisemitischen Einstellungen gibt, können wir hier nur einen Teil davon ansprechen.

Konzentriert man sich auf die Einstellungen der muslimischen Bevölkerung des Vereinten Königreichs gegenüber Israel und den Juden, so zeigen die Antworten auf die einzelnen Fragen, dass Muslime stets negativer gegenüber Israel und/oder den Juden eingestellt sind als die Gesamtbevölkerung. Beispielsweise bejahten 13% der Gesamtbevölkerung, dass „Juden glauben, sie seien etwas Besseres als andere Menschen“. Bei Muslimen beträgt der Anteil 28%. Die Studie führt zudem die Antworten von religiösen Muslimen separat an, was in anderen Umfragen sonst nicht oft gemacht wird. Bei ihnen beträgt der Anteil 32%.[2]

Die Frage: „Werden Juden auf Kosten anderer reich ?“ bestätigten 12% der Gesamtbevölkerung und 27% der Muslime. Bei religiösen Muslimen sind es 33%. Was „Juden haben in Britannien zu viel Macht“ angeht, so denken 8% der Gesamtbevölkerung so, 27% aller Muslime und 32% der religiösen Muslime. Bei „Juden beuten den Holocaust-Opferstatus für ihre eigenen Zwecke aus“ stimmen 10% der Gesamtbevölkerung und 25% der Muslime zu. Bei religiösen Muslimen liegt der Anteil wieder höher; er beträgt 29%.

Der Aussage „Die Interessen der Juden in Britannien unterscheiden sich stark vom Rest [der Bevölkerung]“ stimmten 12% der Gesamtbevölkerung und 22% der Muslime zu. Bei religiösen Muslimen sind es 28%. 3% der Gesamtbevölkerung finden, dass der Holocaust übertrieben wird; bei den Muslimen sind es 14% und 18% der religiösen Muslimen bestätigen das.

Als die Meinungsforscher fragten, ob der „Holocaust eine Mär“ sei, dachten 2% der Gesamtbevölkerung, 8% der Muslime und 10% der religiösen Muslime so. Eine Frage wurde nur Muslimen gestellt: „Juden sind verflucht oder abgelehnt worden, weil sie nicht an Allah glauben.“ 11% der Muslime und 15% der religiösen Muslimen bejahten das.

Was positive Meinungen zu Juden angeht, bleiben die Muslime hinter der Gesamtbevölkerung zurück. 78% der Gesamtbevölkerung denken, dass ein „britischer Jude genauso ist wie jeder andere Brite“. 61% der Muslime denken so und 59% der religiösen Muslime stimmten damit überein.

Zur Frage, ob „britische Juden einen positiven Beitrag zur britischen Gesellschaft leisten“, dachten 61% der Gesamtbevölkerung so, allerdings nur 37% der Muslime. Bei religiösen Muslimen liegt der Anteil mit 34% noch niedriger.

Die Schlussfolgerung ist klar: Man kann sehr wenig zu den Meinungen der eigenen Bürger unternehmen, aber man hätte auf verschiedene Weisen diejenigen überprüfen können, die ins Land gekommen sind. Man sollte allerdings nicht alle Muslime abstempeln. Fakt ist, dass man kein einziges Mal bei den Muslimen, nicht einmal bei religiösen Muslimen, eine Mehrheit für die antisemitischen Aussagen findet.

Auch britischen Christen stellten die Meinungsforscher ähnliche Fragen wie der Gesamtbevölkerung. Sie stellten fest, dass negative Meinungen über Juden bei Christen selten die der Gesamtbevölkerung merklich übersteigen. Zur Äußerung, dass Juden die Opferrolle im Holocaust für eigene Zwecke missbrauchen, ist diese Meinung bei Christen weniger stark verbreitet. Zu den beiden positiven Fragen haben Christen eine positivere Sicht zu „ein britischer Jude ist genauso britisch wie jeder andere Brite“ und „Britische Juden leisten einen positiven Beitrag zur britischen Gesellschaft.“[3]

Die Studie behauptet, dass 4,5% der derzeitigen Bevölkerung Großbritanniens muslimisch ist. Eine ganze Menge davon sind importierte Antisemiten. Es wurde festgestellt, dass es – allgemein gesagt – eine starke Korrelation zwischen antisemitischen und antiisraelischen Einstellungen gibt. Bei Muslimen, die sieben der neun antisemitische Einstellungen erkennen lassenden Fragen zustimmten, hatten 87% auch antiisraelische Einstellungen.[4]

Das Projekt kam zudem zum Schluss, dass nichtreligiöse Muslime unter allen Muslimen die Gruppe sind, bei der es am wenigsten wahrscheinlich ist, dass sie antisemitische oder antiisraelische Einstellungen hegen. Die Anteile bei ihnen kommen dem Stand der Gesamtbevölkerung näher, auch wenn sie immer noch über dem Durchschnitt liegen.[5]

Es gibt eine weitere quantitative Quelle, die zeigt, dass Antisemitismus bei Muslimen weiter verbreitet ist als in der Gesamtbevölkerung. Sieht man sich die vielen antisemitischen Verunglimpfungen an, die in der britischen Labour Party ans Tageslicht gekommen sind, dann sieht man, dass der Anteil muslimischer Täter unverhältnismäßig hoch ist.[6]

Eine zweite Beobachtung besteht darin, dass einige Verleumdungen durch Muslime der Labour Party zu den extremsten überhaupt gehören. Der ehemalige Bürgermeister von Blackburn, Salim Mulla, behauptete Israel stecke hinter ISIS und fügte hinzu: „Zionistische Juden sind eine Schande für die Menschheit.“

Die Labour-Unterhausabgeordnete Naz Shah suggerierte, Israel solle in die Vereinigten Staaten verlegt werden. Später entschuldigte sie sich. Bevor sie das tat, wurde sie von Rupa Huq, einer weiteren Labour-Abgeordneten, in der BBC verteidigt.

Shah hatte den Labour-Stadtverordneten Mohammed Shabbir aus Bradforot beschäftigt, der behauptet haben soll, dass russisch-orthodoxe Juden am Sexhandel mit Frauen beteiligt seien. Er postete zudem auf Twitter vom „palästinensischen Holocaust“ im Gazastreifen. Andere muslimische Labour-Repräsentanten erklärten, sie hofften der Iran würde Atomwaffen einsetzen, um „Israel von der Landkarte zu wischen“ oder „Israel verhält sich wie die Nazis“ und „ohne meinen Helden Hitler hätten die Juden Palästina schon vor Jahren weggewischt; tut mir leid, aber so ist es nun mal“.

Es werden immer weitere antisemitische muslimische Vertreter der Labour Party bekannt. Einer der jüngsten Fälle ist Nasreen Khan. Sie wurde daraufhin von der Partei als mögliche Kandidatin für einen Sitz im Stadtrat von Bradford fallengelassen. Unter ihren Tweets der Vergangenheit befand sich dieser: „Was haben die Juden in dieser Welt schon Gutes getan?“.[7] Später entschuldigte sie sich.

Als ich vor mehr als eineinhalb Jahren die Aufmerksamkeit auf die unverhältnismäßig große und extreme Rolle von Muslimen bei antiisraelischer und antisemtischer Hetzte in der Labour Party lenkte, hatte das Thema keine wesentliche Aufmerksamkeit in der britischen Presse geweckt. Das hat sich nicht geändert. Es passt zum Wegsehen der Medien bei antiisraelischen und antisemitischen Einstellungen von Muslimen. Die Erfahrung andernorts zeigt, dass man die Veröffentlichung dieser Belege hinausschieben, aber nicht völlig unterdrücken kann. Umso mehr, als, auch wenn es nicht die Mehrheit der Muslime betrifft, das Schüren von Hass durch Muslime einen großen Anteil hat.

[1] Daniel Staetsky: Antisemitism in contemporary Great Britain: A study of attitudes towards Jews and Israel. Institute for Jewish Policy Research. September 2017. http://www.jpr.org.uk/documents/JPR.2017.Antisemitism_in_contemporary_Great_Britain.pdf

[2] Ebenda, S. 57. Zur Gesamtbevölkerung s. S. 34.

[3] Ebenda, S. 53

[4] Ebenda, S. 50

[5] Ebenda, S. 6

[6] https://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/18841

[7] http://www.thejc.com/news/uk-news/labour-drop-nasreen-khan-as-council-candidate-over-antisemitic-posts-1.448151

Die wahren Opfer der „Islamophobie“

Judith Bergman, Gatestone Institute, 14. November 2017

  • Örtliche Behörden, die Polizei, Lehrer und Parlamentarier haben alle mit MEND zusammengearbeitet, obwohl die Organisation „der Definition der Regierung für Extremismus entspricht“ und „regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamische Redner zu Gast hatte … offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“
  • Obwohl auf sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe zutrifft, organisiert MEND eine Reihe von Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an britischen Universitäten.
  • Man kann sich kein anderes Thema denken, das einen „Achtsamkeitsmonat“ im Vereinten Königreich mehr verdient, besonders weil viele der Menschen, die von diesem Problemen betroffen sind, die Folgen der britischen Obsession mit „Islamophobie“ gelitten haben.

In Britannien ist Labour-Chef Jeremy Corbyn zusammen mit dem Parteichef der Liberaldemokraten Vince Cable das Aushängeschild für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, eine jährlich stattfindende Kampagne, die seit 2012 unter der Führung der islamistischen Gruppe Muslim Engagement and Development (MEND – muslimisches Engagement und Entwicklung) stattfindet.

„Wir müssen Rassismus in jeder Form aus unserer Gesellschaft verjagen“, sagte Corbyn – dessen eigene Labour Party nie antisemitischer war und der Hamas- und Hisbollah-Terroristen als „Freunde“ betrachtet. Die Botschaft kam eingewickelt in ein Propaganda-Video, in dem er als Star der Kampagne mitmacht. „Islamophobie“, fuhr er fort, „ist etwas Furchtbares, verursacht furchtbaren Schmerz und furchtbare Leiden.“

„Ich heiße den Beitrag herzlich willkommen, den MEND dazu leistet das Bewusstsein für dieses Thema steigern und Menschen in der politischen Welt und anders wo dazu zu mobilisieren Islamophobie zu bekämpfen“, fügt Cable in dem Video hinzu.

Hier sind zwei Führer britischer Oppositionsparteien, die vor MEND niederknien, einer Gruppe, die vor kurzem als „Islamisten, die sich als bürgerliche Libertäre ausgeben“, beschrieben wurde.

Corbyn und Cable sind jedoch nicht die einzigen, die nach der Gesellschaft islamischer Herrenmenschen gieren. Örtliche Behörden, Polizei, Lehrer und Abgeordnete haben allesamt mit MEND gearbeitet, obwohl auf die Organisation „die regierungseigene Extremismus-Definition zutrifft“ („lautstarke oder aktive Opposition gegen fundamental britische Werte, einschließlich der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, individuelle Freiheit und gegenseitiger Respekt und Toleranz unterschiedlicher Religionen und Überzeugungen“) und „hat regelmäßig illiberale, intolerante und extremistische islamistische Redner zu Gast gehabt … hat offen angestrebt hat die Terrorbekämpfungsgesetze zu untergraben und gegen Extremismusbekämpfungsbemühungen vorzugehen; zusätzlich haben sie ihre eigenen Linksextremisten…“

Zusätzlich:

Mehrere der Beschäftigten der Organisation und Freiwilligen, darunter ranghohe Persönlichkeiten, haben öffentlich eine Reihe beunruhigender Ansichten zu Terrorismus und Antisemitismus zum Ausdruck gebracht. Dazu gehörten Unterstützung von Terroristen im Ausland, das Abtun der jüngsten Terroranschläge im Königreich, die Werbung für antisemitische Verschwörungstheoriren und sogar die Aufforderung an britische Moscheen Gebete für „die Mudschaheddin“ zu veranstalten.“

Obwohl sie die Definition der Regierung für eine extremistische Gruppe erfüllt, organisiert MEND gleichwohl eine Reihe Veranstaltungen für den „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“, der „positive Beiträge britischer Muslime feiert, übliche Märchen über britische Muslime aus dem Weg schafft und die Rolle der Medien bei der Aufrechterhaltung antimuslimischer Vorurteile“ an der Brunel-University, SOAS, der London School of Economics and Political Science, dem King’s College und anderen herausstellen.

Letztes Jahr schloss sich die Polizei von Bedford der Kampagne „Islamophobie-Bewusstseinsmonat“ an, zog dann aber nach Nutzung des Kampagnen-Logos wieder zurück, nachdem das von ISIS-Jihadisten genutzte Handzeichen ähnelt. Ein Jahr später nutzt die Kampagne immer noch dasselbe Einfinger-Logo, wofür sie nicht überzeugend behauptet, es stehe für „I“ wie in „Islamophobie“.

Das Vereinte Königreich ist fast klinisch besessen von „Islamophobie“-Bewussteinskampagnen. Vor nur ein paar Wochen tat sich die Polizei von London mit den Behörden der Tranpsort for London zusammen, um Menschen zu ermutigen während der „National Hate Crime Awareness Week“ (Landesweite Bewusstseinskampagne für Hassverbrechen) hassverbrechen zur Anzeige zu bringen; diese lief vom 14. bis 21. Oktober. Die Veranstaltungen zielten hauptsächlich auf Muslime, wobei Beamte die Moschee East London besuchten, um zur Anzeige von Hassverbrechen zu ermutigen.

Man kann sich andere Themen denken, die einen „Bewusstseinsmonat“ in Großbritannien mehr verdienen, insbesondere weil viele Menschen, die von diesen Dingen betroffen sind, die unter Folgen der britischen Besessenheit von „Islamophobie“ gelitten haben.

Britische Behörden, besonders die Polizei und Sozialarbeiter, wandten sich von tausenden Mädchen auf kriminelle Weise ab, die in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Beamte ließen diese Kinder auf die furchtbarste Weise genau deshalb im Stich, weil sie dazu konditioniert worden waren entlang der Linien von „Islamophobie“ zu denken. Sie missachteten grob ihre Plichten die Öffentlichkeit zu schützen, weil sie sich mehr Sorgen darum machten als „islamophob“ oder „rassistisch“ etikettiert zu werden, als um die vielen jungen, unschuldigen Leben, die zerstört wurden. Warum gibt es keine laufende landesweite Bewusstseinskampagne für das Entdecken solcher Heranziehungsaktivitäten, einschließlich einer Kampagne für Beamte ihre professionellen und ethischen Verpflichtungen vor das zu stellen, was andere von ihnen denken könnten?

Britische Polizei und Sozialarbeiter wandten sich auf kriminelle Weise von tausenden Mädchen ab, die „in industriellem Ausmaß“ von muslimischen Vergewaltigungsbanden besonders in der Stadt Rotherham (im Bild) zur Prostitution herangezogen und vergewaltigt wurden. Foto: Anthony Devlin/Getty Images.

Opfer von sogenannten Ehrenverbrechen – Gewalt gegen Frauen durch ihre Familien, um die „Ehre“ der Familie zu retten, einschließlich Ehrenmorden – müssen ebenfalls dringend eine Bewusstseinskampagne bekommen. Jüngste Zahlen zeigen, dass nur 5% der bei der Polizei angezeigten Fälle von Ehrenverbrechen 2016/17 an die königlichen Staatsanwaltschaft weitergegeben wurden, trotz der starken Zunahme der entdeckten Fallzahlen. 2016/17 wurden mehr als 5.000 Ehrenverbrechen bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Fakt ist, dass die Polizei verprügelte Frauen oft direkt zurück in die Probleme schicken, aus denen sie kamen; man sagte ihnen, sie sollten nach Hause gehen – was bedeuten konnte, dass diese Frauen voraussichtlich nicht nur Opfer von Gewalt, sondern von tatsächlichen Ehrenmorden werden.

Oper von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) könnten ebenfalls eine Bewusstseinskampagne brauchen. 2016/17 wurden mehr als 9.000 FGM-Fälle ermittelt – kaum weniger als im Jahr davor.

Das Vereinte Königreich benötigt ebenfalls eine Bewusstseinskampagne zu Antisemitismus, der in Großbritannien in den letzten drei Jahren dramatisch zugenommen hat, den die Justiz jedoch weitgehend ignoriert. 2016/17 strengte die königliche Staatsanwaltschaft (CPS) in 14.480 Fällen Prozesse wegen Hassverbrechen an, doch nach Angaben der Campagin Against Antisemitism

wir müssen immer noch ein Jahr erleben, in dem es mehr als ein paar Duzend antisemitische Hassverbrechen gibt, die strafrechtlich verfolgt werden. 2017 sind uns bisher 21  Verfahren bekannt, 2016 gab es 20 und 2015 waren es nur 12. So ernst dieses Versagen der CPS zu handeln ist derart ernst, dass wir alle mutmaßlichen Antisemiten über private Klagen selbst verfolgen und die CPS über auf dem Rechtsweg herausfordern mussten; den ersten solchen Fall gewannen wir im März. Letztes Jahr wurden nur 1,9% der Hassverbrechen gegen Juden gerichtlich verfolgt, was den Polizeikräften signalisierte, dass ihre Bemühungen Hassverbrechen gegen Juden vergeudet sein könnten; und es vermittelte den Antisemiten eine starke Botschaft, dass sie das Gesetz nicht fürchten müssen … Jedes Jahr seit 2014 ist ein rekordverdächtiges Jahr für antisemitische Verbrechen gewesen: von 2014 bis 2016 stiegen antisemitische Verbrechen um heftige 45% an.“

Die regierungseigene Antiterrorkampagne „Make Nothing Happen“ (Lass nichts geschehen) – eine im März 2017 begonnene landesweite öffentliche Bewusstseins-Werbekampagne, die die Bürger drängt die Polizei bei verdächtigen Aktivitäten kontaktieren – riskiert, von der fortgesetzten Voreingenommenheit mit „Islamophobie“ auf den Kopf gestellt zu werden. Das Risiko besteht darin, dass Menschen zögern und verdächtige Aktivitäten nicht berichten werden, weil sie Angst haben als „rassistisch“ oder „islamophob“ etikettiert zu werden. In den USA meldete vor dem Terroranschlag von San Bernardino ein Nachbar der Angreifer Syed Rizwan Farook und seiner Frau Washfeen Malik deren von ihm beobachtete verdächtige Aktivitäten außerhalb von deren Wohnung offenbar genau aus dieser Angst heraus nicht.

Diese Angst als islamophob oder rassistisch bezeichnet zu werden scheint in der westlichen Psyche tief verwurzelt zu sein. Vermutlich billigt niemand, dass jemand aufgrund einer Ethnie oder Religion herabgewürdigt oder dass eine Gruppe mit einer breiten, willkürlichen Bürste diffamiert wird. Menschen unternehmen sogar enorme Anstrengungen um zu vermeiden ungerechtfertigt irgendjemanden oder irgendeine Gruppe zu kritisieren, selbst wenn Kritik verdient sein sollte, wie im Fall der Prostitutionsbanden im englischen Rotherham. Die Rassismus- und Islamophobieanschludigungen scheinen dazu gedacht zu sein Menschen davon abzuhalten Missbräuche aufzuzeigen, noch bevor sie begangen werden, so dass die Täter frei bleiben können sie zu begehen. Die andere Frage, die praktisch niemals gestellt wird, lautet: Wenn Muslime wegen Islamophobie aufgebracht sind, wie kommt es dann, dass im Vergleich mit anderen Religionsgruppen, so viele von ihnen weiter „Munition“ liefern, die eine solche Sichtweise nur unterstützt und verstärkt – besonders wenn andere Muslime weiter schweigen, es versäumtn Anschläge namentlich zu verurteilen oder nichts zu tun scheinen, um einen Versuch zu unternehmen sie zu verhindern? Zusätzlich gibt es die Frage der Wechselseitigkeit: Wie kommt es, dass es schienbar kein Bedauern über ständige Verunglimpfung von Juden als Nachkommen von Affen und Schweinen gibt;  zu sagen, dass Juden „dreckig“ sind, „ausgelöscht“ werden sollten oder gar Völkermord empfohlen wird? Das sind echte Fragen, in ganz ehrlich gestellt.

In New York erzählte der stellvertretende Polizeipräsident den Amerikanern, dass der tödlichste Anschlag in New York seit dem 9/11 – der von dem Jihadisten Sayfullo Saipow begangene Auto-Rammanschlag – „nichts mit dem Islam zu tun“ hatte. Personen, die es wagen würden auf diesen jihadistischen Mord mit dem Begehen von (nicht definierten) „Einseitigkeitsvorfällen“ oder „Hassverbrechen“ zu reagieren, würden „mit dem vollen Ausmaß des Gesetzes verfolgt“ werden.

Die Behörden in Großbritannien, Europa und den Vereinigten Staaten nähren keine Atmosphäre, die effektiver öffentlicher Sicherheit, Polizeiarbeit oder Terrorbekämpfung förderlich ist. Ganz im Gegenteil. Erkennen sie das überhaupt?

Hass-Karikaturen der Woche

Elder of Ziyon, 6. November 2017

Hier haben Sie einige der Karikaturen, die auf der Facebook-Seite der Fatah und weiteren Medien während der vergangenen Woche veröffentlicht wurden und die sich gegen die britische Premierministerin Theresa May richteten:

Die britische Regierung sollte aufhören unsere Katastrophe zu feiern“
zKindermörder – (man beachte die Schweineschnaute und den Totenkopf)

Ja, die  Fatah hat Theresa May zur Ehrenjüdin ernannt! (mehr bei PMW)

Der Weg der Gelder (für die PA)

aus: A Time To Speak, Nr. I-12, 15. Dezember 2001 (nicht online)

Die USA sind Israel gegenüber sehr großzügig gewesen und ihre Unterstützung ist zur Aufnahme von Immigranten, Aufbau der Infrastruktur und Erhalt der Verteidigungsfähigkeit genutzt worden. Seit den Oslo-Vereinbarungen bekommt die PLO/PA Geld von den USA.

Die US-Steuerzahler und ihre Repräsentanten im Kongress haben natürlich Interesse, inwiefern die PLO diese Gaben einen echten Bedarf abdecken und für gute Zwecke genutzt werden. Sie sind unter den Bedingungen des MEPFA (Middle East Peace Facilitation Act – Gesetz zur Förderung des Friedens im Nahen Osten) auch berechtigt dies zu wissen.

1995 verlangte das Komitee für Internationale Beziehungen des Abgeordnetenhauses einen Bericht des GAO (US-Rechnungshof), dem Rechnungsprüfungs-Büro des Kongresses, über die Vermögensverhältnisse der PLO. Britische Geheimdienst-Informationen hatten geschätzt, dass diese mehr als 10 Milliarden US-Dollar betragen.

Als das Kongress-Komitee zusammen kam um den Bericht in Empfang zu nehmen, sagte der GAO-Direktor, dass das Büro die Zahlen hätte. Die CIA hatte die Informationen zur Geheimsache erklärt und dem GAO wurde verboten, sie dem Kongress zu geben. Als ein Abgeordneter fragte, warum die Informationen geheim seien, war die Antwort: Die CIA erklärte auch den Grund für die Geheimhaltung als geheim. Das US-Außenministerium hatte die Washingtoner Presse erfolgreich davon überzeugt, dem Treffen nicht einmal beizuwohnen, damit sie diese „sensitive Aussage“ nicht hörte.

Notwendiger Information beraubt, stimmte der Kongress den Zuschüssen für die PLO unter der Bedingung zu, dass diese ihren Verpflichtungen der Oslo-Vereinbarungen nachkommen; nach dem Anti-Terrorismus-Gesetz von 1986 ist die PLO nur zum Empfang von Geldern berechtigt ist, wenn ihr bescheinigt werden kann, dass sie nicht in Terrorismus engagiert ist.

Der Präsident hat die Macht diese Bedingung zu überstimmen, wenn er sie mit einer Verzichtserklärung als „wichtig für die nationalen Sicherheitsinteressen“ befindet; der frühere Präsident Clinton nutzte diese Erklärungen regelmäßig und beständig. Es wurde nicht erklärt, wie denn „nationale Sicherheitsinteressen“ der USA geschädigt würden, wenn der Kongress und die amerikanische Öffentlichkeit die Wahrheit über die PLO wüssten, die sie subventionierten.

Etwas von den Informationen sickerte durch. Im November 1994 veröffentlichte Rachel Ehrenfeld, Direktorin des Zentrums für das Studium von Korruption und Gesetzestreue (aus New York), einen Artikel mit dem Titel „Armer, reicher Arafat“. Unter anderem führte sie auf, dass die Rabin-Peres-Regierung in Israel wie auch die Clinton-Regierung Untersuchungen der PLO-Finanzen durch den Kongress zu unterdrücken suchten. Diese Finanzen sehen so aus:

Weder [Arafat] noch seine Organisation hatten irgendjemandem den Verbleib der Hunderte Millionen von Dollar Rechenschaft zu geben, die sie über die Jahre hinweg erpressen, erhielten oder anderweits legal oder illegal erwarb, noch teilten sie das Vermögen mit ihren von der Armut umgetriebenen palästinensischen Brüdern in den Flüchtlingslagern…

In seinen Versuchen die weltweiten Vermögenswerte der PLO aufzudecken, nahm das GAO Kontakt mit dem britischen National Criminal Intelligence Service (NCIS) auf, dessen Bericht gerade mal ein Jahr vorher die Vermögenswerte der PLO auf 10 Milliarden US-Dollar schätzte, zusätzlich zu jährlichen Einnahmen von 1,5 bis 2 Milliarden Dollar, hauptsächlich aus illegalen Aktivitäten. Der NCIS schloss daraus, dass die PLO eine Gefahr für die nationale Sicherheit sei.

Die Antwort des NCIS auf die erste Kontaktierung durch die GAO war positiv und sie drängten die Untersuchenden zu einem Treffen in London. Nach der Benachrichtigung des Außenministeriums über ihre bevor stehende Reise, kam das GAO-Team in London an um zu erfahren, dass die britische Antwort war: „Wir können keine Details liefern, weil wir unsere Informationsquellen nicht offen legen möchten.“

Seitdem sind viele Millionen Dollar der US-Steuerzahler an Arafat und die PLO gegangen. Wie das Geld verwendet worden ist, wird von Rachel Ehrenfeld in „Das Ausmaß von Arafats Korruption“ in der Jerusalem Post vom 27. Juni 2001 dargestellt:

Es ist offensichtlich, dass der Vorsitzende der Autonomiebehörde, Yassir Arafat, den Schlüssel dafür in der Hand hält, dass die PA und er im Geschäft bleiben… Amerikanische Steuergelder flossen kontinuierlich zumindest im Umfang von 75 Millionen Dollar in Arafats private Schatullen, was nach dem Congressional Research Service Report vom 17. April 2001 an den Kongress vom seit 1994 jährlich geschehen ist.

Arafat … hat systematisch Teile dieser Gelder abgeschöpft, genauso wie mit Geldern, die ihm für die Flüchtlinge in den Lagern gegeben worden sind… Der persönliche Reichtum Arafats und seines inneren Getreuen-Kreises ist von der palästinensischen Bevölkerung nicht unbemerkt geblieben. Die rapide steigende, deutlich sichtbare soziale Ungleichheit in den Gebieten unter Arafats Herrschaft – Reihen von Prunkvillen und neuesten Mercedes-Benz-Automobilen für Arafats Kumpane, während die meisten Palästinenser unter trostlosen Bedingungen leben – begann seine Führung zu bedrohen. Die jüngste Intifada auszulösen hat es Arafat ermöglicht den wirtschaftlichen Verfall in den Territorien als notwendige „Opfer“ für die Mobilisierung gegen den „zionistischen Feind“ darzustellen…

Lange vor den Oslo-Vereinbarungen schätzte die CIA 1990, dass die PLO Werte zwischen 8 und 14 Milliarden Dollar hatte, die sie von einer 5-prozentigen Steuer von jedem Palästinenser erhielt, der in einem arabischen Land arbeitete. Trotzdem kamen die meisten der PLO-Vermögenswerte nach einem Bericht des britischen NCIS aus „Spenden, Erpressung, Abrechnungen (mit Gegnern), illegalem Waffenhandel, Drogenhandel, Geldwäsche, Betrug usw.“ Eine [GAO-] Untersuchung zu Arafat vom November 1995 wurde aufgrund des „nationalen Sicherheitsinteresses“ der CIA geheim gehalten. Erst jetzt werden im Senat Bemühungen unternommen, diesen Bericht frei zu geben.

Ein wenig beachteter Bericht im London Daily Telegraph vom 6. Dezember 1999 enthüllte, das Computer-Hacker den Sicherheitscode des PLO-Computersystems geknackt hatten. Die Zeitung listete Guthaben von rund 50 Milliarden Dollar für das Jahr 2000 auf (1998 waren es 32 Millionen). Trotzdem behaupten Arafat und die PA-Führung weiterhin, sie seien arm.

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Die Sache ist auch in „Untersuchung der Geldwege des Terrors“ von Joseph Farah von WorldNetDaily vom 25. Oktober 2001 belegt:

Die USA sagten, sie wären entschlossen den Geldweg des Terrors zu verfolgen, Gruppen, die nur die Fassade dafür bilden, auszuschalten, Vermögen zu beschlagnahmen und auf Finanz-Institutionen einzudreschen, die ihm helfen. Das ist ein nettes Programm, ein notwendiges, ein lebenswichtiger Schritt in der Führung dieses Kriegs gegen die Terroristen.

Während wir dabei sind, sollten wir einen ernsthaften Blick darauf werfen, wie Yassir Arafat, der moderne Erfinder des Terrorismus, Milliarden von Dollar auf Bankkonten und Investitionen im Ausland verschwinden ließ – besonders, da die USA ihn mit Steuergeldern versorgen.

1999 brachten palästinensische Hacker der PLO, die offenbar um die sich vertiefenden wirtschaftlichen Probleme von Arafats Wählerschaft in Gaza und anderen Teilen der Autonomie sorgten, erstmals die verborgenen Reichtümer ans Licht, die sich in europäischen und US-Banken und Aktienfonds anhäuften.

Die Dissidenten brachen in die Computer im PLO-Hauptquartier in Tunis ein und entdeckten, dass Arafat ein riesiges Vermögen versteckt hat – Milliarden von Dollar auf Nummernkonten in Zürich, Genf und New York. Die PLO, so stellte sich heraus, besaß Anteile in den Börsen von Frankfurt, Paris und Tokio, einschließlich Anteilen an Mercedes Benz und Eigentum in prestigeträchtigen Gebieten europäischer Hauptstädte, darunter Mayfair in London. In einem ironischen Zug besitzt die Organisation, die sich einst auf Flugzeugentführungen spezialisierte, Anteile an verschiedenen Fluglinien, darunter die Nationalcarrier der Malediven und Guinea Bissaus…

Die PLO erhebt Steuern von Palästinensern, die in Kuwait oder anderen Staaten des Persischen Golfs arbeiten; genauso empfängt sie große Spenden von reichen Staaten wie Saudi Arabien. Arafat selbst kontrolliert diese Reichtümer. Er hält aber immer weiter seine Hand auf und verlangt mehr Hilfen – einschließlich direkter Auslandshilfen aus Washington und von europäischen Regierungen…

Es ist endlich Zeit, dass die Amerikaner von Washington verlangen, dass alle Zahlungen an Arafat eingestellt werden. Es handelt sich um einfache Arithmetik: Der Mann zweigt Geld auf Schweizer Konten ab. Welchen Grund sollte es geben, ihm weitere US-Steuergelder zu schicken?… [Und] wenn wir schon dabei sind die Geldwege der Terroristen zu untersuchen, wie wäre es mit einem Blick auf diese Schweizer und New Yorker Bankkonten und Aufklärung zu verlangen, wie und warum dieses Geld missbraucht und fehl geleitet wird?

Großbritannien und seine Juden

Melanie Phillips, 7. Oktober 2005 (nicht mehr online)

Eine scharfe Kritik von Nick Cohen im „New Statesman“ beschreibt sehr genau den Feuersturm antijüdischen Hasses, der derzeit über die britische Kultur-Landschaft hinwegfegt. Cohen ist einer dieser wenigen mutigen Linken, die sich ihren Genossen widersetzten und den Krieg im Irak unterstützten. Dafür wurden sie von genau diesen Genossen diffamiert und schikaniert. Aber Cohen beschreibt hier den weiteren Dreh, der durch das rassische Identitätsmerkmal seines Nachnamens geliefert wird:

Ich erfuhr, dass es eine Sache ist „Cohen“ zu heißen, wenn man mit der liberalen Orthoxie überein stimmt, aber eine ganz andere, wenn man liberalen Verrat aufzeigt. Die eigenen Argumente können nicht auf Basis ihres Wertes diskutiert werden. Es muss einfach eine böse Motivation im Spiel sein. Es kann nur so sein, dass man Ariel Sharon unterstützt. Es kann nur so sein, dass man im Lohn der „internationalen“ Medienmogule oder Neokonservativen steht. Man muss einfach böses Blut haben. Man muss einfach ein Jude sein…

Während die Monate vergingen und die Iraker zwischen einer kriminell inkompetenten Besatzung und „Eindringlingen“ gefangen waren, die so weit rechts standen, dass sie gar nicht mehr ins Koordinatensystem passten, bekam ich alles ab, was es gab. Ein führender Linker bat mich, ihn mit Mitgliedern der neuen Regierung in Kontakt zu bringen. „Ich wusste es! Ich wusste es!“, heulte er, als wir uns das nächste Mal trafen. „Sie wollen Israel anerkennen!“

Ich erlebte, was viele Schwarze und Asiaten mir gesagt hatten: Man kann es nicht beschreiben. Wo die Leute im politischen Spektrum stehen, sagt nichts über ihre tief sitzenden Überzeugungen. Ich stellte fest, dass die extreme Linke nicht auf die abschreckende Sozialistische Arbeiterpartei beschränkt war, sondern ihr viele gewissenhafte Leute angehörten, die zu treffen angenehm und mit denen zu diskutieren bildend war. Dabei war die Mitte nicht annähernd so moderat, wie sie sich das gerne wünschte. Einen Moment lang glaubte ich, ich würde mit einem BBC-Reporter oder liberalen Akademiker sprechen und ihn als zivilisierten Menschen ansehen; im nächsten Moment fing er an über die Juden zu schimpfen…

Ich könnte so weiter machen. Der Augenblick aber, in dem Bestürzung sich in stete Verachtung verwandelte, war der, als der Guardian eine Internet-Diskussion brachte, die den Titel hatte: „David Aaronovitch und Nick Cohen reichen aus, um einen guten Mann antisemitisch zu machen“. Prachtvoll beschwerte sich ein wachsamer Leser, dass der Titel mit einem Vorurteil belegt sei ñ die Diskussion hätte heißen sollen: „David Aaronovitch und Nick Cohen reich aus, um einen guten Mann oder eine gute Frau antisemitisch zu machen.“…

Um ein globales Phänomen als rationale Reaktion auf israelische Unterdrückung wegzuerklären, muss man einmal mehr den Juden zu einer übernatürlichen Figur machen, deren Existenz die Ursache der Unzufriedenheiten der gesamten Erde ist. Man muss den Antisemitismus wieder beleben.

Es scheint so, als habe Cohen einige Zeit gebraucht, um die genaue Natur und das Ausmaß dieses Wahnsinns zu begreifen, der das öffentliche Leben Großbritanniens eingenommen hat. Während er aber richtigerweise die außergewöhnliche Achse zwischen der Linken und dem islamischen Faschismus identifiziert hat, ist ihm die Tatsache entgangen, dass dieses Gruppendenken auch einen großen Teil der Rechten einschließt. Konservativ denkende Briten der Mitte, die von der Voraussetzung ausgehen, dass es für sie keine Bedrohung durch schreckliche Islamisten gäbe, wenn Großbritannien nur die Zugbrücke über den Atlantik hochgezogen hätte, glauben inbrünstig, dass der globale Jihad tatsächlich eine Reaktion auf israelische Unterdrückung sei.

Jetzt hat der britische Oberrabbiner, Sir Jonathan Sacks, endlich darüber gesprochen, was passiert. Er hat im Jewish Chronicle gewarnt vor

einer neuen Welle des Antisemitismus und gesagt: „Es hat Zeiten gegeben, zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann, wo es ungemütlich gewesen ist, ein Jude in Großbritannien zu sein“…

In seiner Botschaft zitiert Sir Jonathan vom Generalsekretär des Muslim Council of Britain, Sir Iqbal Sacranie unterstützte Aufrufe den Holocaust-Gedenktag abzuschaffen, weil dieser Muslime beleidigt. Er nimmt auch Bezug auf Bemerkungen mit „antisemitischen Untertönen“ durch Personen des öffentlichen Lebens, den angedrohten akademischen Boykott Israels Anfang diesen Jahres und Kirchendebatten über den Abzug von Investition aus Israel.

Er sagt, dass Israel und den Juden die Rolle des Sündenbocks für die Probleme zugeschoben wird, die durch globale Veränderungen aufgeworfen werden, obwohl sie nicht für diese verantwortlich sind. Der neue Antisemitismus unterscheide sich vom alten dahin gehend, dass er „politisch statt rassisch ist, sich auf die Juden als Nation statt den Juden als Einzelperson konzentriert. Aber er hat alte Mythen übernommen und angepasst, vom Ritualmord-Vorwurf bis zu den Protokollen der Weisen von Zion“. Obwohl Israel mit solchen Vorfällen nichts zu tun hat, wie z.B. der „Ermordung von Millionen Muslimen durch ihre Glaubensbrüder“ im Irak, dem Sudan und andernorts, wird es „zum Sündenbock des 21. Jahrhunderts“ gemacht, sagt der Oberrabiner.

Die Intervention des Oberrabbiners ist bedeutsam. Bisher war er vorsichtig, dachte wahrscheinlich an die Tatsache, dass er, wie so viele britische Juden, für die die Illusion einer Idylle jetzt grausam zerschlagen ist, zögerte die Zerstörung des Märchens zuzugeben, dass die Juden Großbritanniens sicher seien. Darüber hinaus ist die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien polarisiert; da gibt es viele britische Juden – hauptsächlich in der Linken – die sich mit genau denen in eine Reihe stellen, die Cohen und den Rest von uns diesen widerlichen Schmähungen ausgesetzt haben und die entschieden das Wiederaufkommen antijüdischer Gefühle leugnen, statt dessen alle Verantwortung Ariel Scharon, den Neocons und George W. Bush zuschieben. Aber die Tatsache, dass jemand vom Kaliber des Oberrabbiners jetzt auf den Plan tritt und es laut und deutlich sagte, bedeutet, dass es nicht länger einfach sein wird, es als das Toben einiger weniger Spinner, Paranoiker und Scharon-Groupies abgetan werden kann. Es zwingt sich dem Mainstream auf. Es verlangt nach einer Antwort der politischen Klasse.