Der Weg der Gelder (für die PA)

aus: A Time To Speak, Nr. I-12, 15. Dezember 2001 (nicht online)

Die USA sind Israel gegenüber sehr großzügig gewesen und ihre Unterstützung ist zur Aufnahme von Immigranten, Aufbau der Infrastruktur und Erhalt der Verteidigungsfähigkeit genutzt worden. Seit den Oslo-Vereinbarungen bekommt die PLO/PA Geld von den USA.

Die US-Steuerzahler und ihre Repräsentanten im Kongress haben natürlich Interesse, inwiefern die PLO diese Gaben einen echten Bedarf abdecken und für gute Zwecke genutzt werden. Sie sind unter den Bedingungen des MEPFA (Middle East Peace Facilitation Act – Gesetz zur Förderung des Friedens im Nahen Osten) auch berechtigt dies zu wissen.

1995 verlangte das Komitee für Internationale Beziehungen des Abgeordnetenhauses einen Bericht des GAO (US-Rechnungshof), dem Rechnungsprüfungs-Büro des Kongresses, über die Vermögensverhältnisse der PLO. Britische Geheimdienst-Informationen hatten geschätzt, dass diese mehr als 10 Milliarden US-Dollar betragen.

Als das Kongress-Komitee zusammen kam um den Bericht in Empfang zu nehmen, sagte der GAO-Direktor, dass das Büro die Zahlen hätte. Die CIA hatte die Informationen zur Geheimsache erklärt und dem GAO wurde verboten, sie dem Kongress zu geben. Als ein Abgeordneter fragte, warum die Informationen geheim seien, war die Antwort: Die CIA erklärte auch den Grund für die Geheimhaltung als geheim. Das US-Außenministerium hatte die Washingtoner Presse erfolgreich davon überzeugt, dem Treffen nicht einmal beizuwohnen, damit sie diese „sensitive Aussage“ nicht hörte.

Notwendiger Information beraubt, stimmte der Kongress den Zuschüssen für die PLO unter der Bedingung zu, dass diese ihren Verpflichtungen der Oslo-Vereinbarungen nachkommen; nach dem Anti-Terrorismus-Gesetz von 1986 ist die PLO nur zum Empfang von Geldern berechtigt ist, wenn ihr bescheinigt werden kann, dass sie nicht in Terrorismus engagiert ist.

Der Präsident hat die Macht diese Bedingung zu überstimmen, wenn er sie mit einer Verzichtserklärung als „wichtig für die nationalen Sicherheitsinteressen“ befindet; der frühere Präsident Clinton nutzte diese Erklärungen regelmäßig und beständig. Es wurde nicht erklärt, wie denn „nationale Sicherheitsinteressen“ der USA geschädigt würden, wenn der Kongress und die amerikanische Öffentlichkeit die Wahrheit über die PLO wüssten, die sie subventionierten.

Etwas von den Informationen sickerte durch. Im November 1994 veröffentlichte Rachel Ehrenfeld, Direktorin des Zentrums für das Studium von Korruption und Gesetzestreue (aus New York), einen Artikel mit dem Titel „Armer, reicher Arafat“. Unter anderem führte sie auf, dass die Rabin-Peres-Regierung in Israel wie auch die Clinton-Regierung Untersuchungen der PLO-Finanzen durch den Kongress zu unterdrücken suchten. Diese Finanzen sehen so aus:

Weder [Arafat] noch seine Organisation hatten irgendjemandem den Verbleib der Hunderte Millionen von Dollar Rechenschaft zu geben, die sie über die Jahre hinweg erpressen, erhielten oder anderweits legal oder illegal erwarb, noch teilten sie das Vermögen mit ihren von der Armut umgetriebenen palästinensischen Brüdern in den Flüchtlingslagern…

In seinen Versuchen die weltweiten Vermögenswerte der PLO aufzudecken, nahm das GAO Kontakt mit dem britischen National Criminal Intelligence Service (NCIS) auf, dessen Bericht gerade mal ein Jahr vorher die Vermögenswerte der PLO auf 10 Milliarden US-Dollar schätzte, zusätzlich zu jährlichen Einnahmen von 1,5 bis 2 Milliarden Dollar, hauptsächlich aus illegalen Aktivitäten. Der NCIS schloss daraus, dass die PLO eine Gefahr für die nationale Sicherheit sei.

Die Antwort des NCIS auf die erste Kontaktierung durch die GAO war positiv und sie drängten die Untersuchenden zu einem Treffen in London. Nach der Benachrichtigung des Außenministeriums über ihre bevor stehende Reise, kam das GAO-Team in London an um zu erfahren, dass die britische Antwort war: „Wir können keine Details liefern, weil wir unsere Informationsquellen nicht offen legen möchten.“

Seitdem sind viele Millionen Dollar der US-Steuerzahler an Arafat und die PLO gegangen. Wie das Geld verwendet worden ist, wird von Rachel Ehrenfeld in „Das Ausmaß von Arafats Korruption“ in der Jerusalem Post vom 27. Juni 2001 dargestellt:

Es ist offensichtlich, dass der Vorsitzende der Autonomiebehörde, Yassir Arafat, den Schlüssel dafür in der Hand hält, dass die PA und er im Geschäft bleiben… Amerikanische Steuergelder flossen kontinuierlich zumindest im Umfang von 75 Millionen Dollar in Arafats private Schatullen, was nach dem Congressional Research Service Report vom 17. April 2001 an den Kongress vom seit 1994 jährlich geschehen ist.

Arafat … hat systematisch Teile dieser Gelder abgeschöpft, genauso wie mit Geldern, die ihm für die Flüchtlinge in den Lagern gegeben worden sind… Der persönliche Reichtum Arafats und seines inneren Getreuen-Kreises ist von der palästinensischen Bevölkerung nicht unbemerkt geblieben. Die rapide steigende, deutlich sichtbare soziale Ungleichheit in den Gebieten unter Arafats Herrschaft – Reihen von Prunkvillen und neuesten Mercedes-Benz-Automobilen für Arafats Kumpane, während die meisten Palästinenser unter trostlosen Bedingungen leben – begann seine Führung zu bedrohen. Die jüngste Intifada auszulösen hat es Arafat ermöglicht den wirtschaftlichen Verfall in den Territorien als notwendige „Opfer“ für die Mobilisierung gegen den „zionistischen Feind“ darzustellen…

Lange vor den Oslo-Vereinbarungen schätzte die CIA 1990, dass die PLO Werte zwischen 8 und 14 Milliarden Dollar hatte, die sie von einer 5-prozentigen Steuer von jedem Palästinenser erhielt, der in einem arabischen Land arbeitete. Trotzdem kamen die meisten der PLO-Vermögenswerte nach einem Bericht des britischen NCIS aus „Spenden, Erpressung, Abrechnungen (mit Gegnern), illegalem Waffenhandel, Drogenhandel, Geldwäsche, Betrug usw.“ Eine [GAO-] Untersuchung zu Arafat vom November 1995 wurde aufgrund des „nationalen Sicherheitsinteresses“ der CIA geheim gehalten. Erst jetzt werden im Senat Bemühungen unternommen, diesen Bericht frei zu geben.

Ein wenig beachteter Bericht im London Daily Telegraph vom 6. Dezember 1999 enthüllte, das Computer-Hacker den Sicherheitscode des PLO-Computersystems geknackt hatten. Die Zeitung listete Guthaben von rund 50 Milliarden Dollar für das Jahr 2000 auf (1998 waren es 32 Millionen). Trotzdem behaupten Arafat und die PA-Führung weiterhin, sie seien arm.

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Die Sache ist auch in „Untersuchung der Geldwege des Terrors“ von Joseph Farah von WorldNetDaily vom 25. Oktober 2001 belegt:

Die USA sagten, sie wären entschlossen den Geldweg des Terrors zu verfolgen, Gruppen, die nur die Fassade dafür bilden, auszuschalten, Vermögen zu beschlagnahmen und auf Finanz-Institutionen einzudreschen, die ihm helfen. Das ist ein nettes Programm, ein notwendiges, ein lebenswichtiger Schritt in der Führung dieses Kriegs gegen die Terroristen.

Während wir dabei sind, sollten wir einen ernsthaften Blick darauf werfen, wie Yassir Arafat, der moderne Erfinder des Terrorismus, Milliarden von Dollar auf Bankkonten und Investitionen im Ausland verschwinden ließ – besonders, da die USA ihn mit Steuergeldern versorgen.

1999 brachten palästinensische Hacker der PLO, die offenbar um die sich vertiefenden wirtschaftlichen Probleme von Arafats Wählerschaft in Gaza und anderen Teilen der Autonomie sorgten, erstmals die verborgenen Reichtümer ans Licht, die sich in europäischen und US-Banken und Aktienfonds anhäuften.

Die Dissidenten brachen in die Computer im PLO-Hauptquartier in Tunis ein und entdeckten, dass Arafat ein riesiges Vermögen versteckt hat – Milliarden von Dollar auf Nummernkonten in Zürich, Genf und New York. Die PLO, so stellte sich heraus, besaß Anteile in den Börsen von Frankfurt, Paris und Tokio, einschließlich Anteilen an Mercedes Benz und Eigentum in prestigeträchtigen Gebieten europäischer Hauptstädte, darunter Mayfair in London. In einem ironischen Zug besitzt die Organisation, die sich einst auf Flugzeugentführungen spezialisierte, Anteile an verschiedenen Fluglinien, darunter die Nationalcarrier der Malediven und Guinea Bissaus…

Die PLO erhebt Steuern von Palästinensern, die in Kuwait oder anderen Staaten des Persischen Golfs arbeiten; genauso empfängt sie große Spenden von reichen Staaten wie Saudi Arabien. Arafat selbst kontrolliert diese Reichtümer. Er hält aber immer weiter seine Hand auf und verlangt mehr Hilfen – einschließlich direkter Auslandshilfen aus Washington und von europäischen Regierungen…

Es ist endlich Zeit, dass die Amerikaner von Washington verlangen, dass alle Zahlungen an Arafat eingestellt werden. Es handelt sich um einfache Arithmetik: Der Mann zweigt Geld auf Schweizer Konten ab. Welchen Grund sollte es geben, ihm weitere US-Steuergelder zu schicken?… [Und] wenn wir schon dabei sind die Geldwege der Terroristen zu untersuchen, wie wäre es mit einem Blick auf diese Schweizer und New Yorker Bankkonten und Aufklärung zu verlangen, wie und warum dieses Geld missbraucht und fehl geleitet wird?

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Großbritannien und seine Juden

Melanie Phillips, 7. Oktober 2005 (nicht mehr online)

Eine scharfe Kritik von Nick Cohen im „New Statesman“ beschreibt sehr genau den Feuersturm antijüdischen Hasses, der derzeit über die britische Kultur-Landschaft hinwegfegt. Cohen ist einer dieser wenigen mutigen Linken, die sich ihren Genossen widersetzten und den Krieg im Irak unterstützten. Dafür wurden sie von genau diesen Genossen diffamiert und schikaniert. Aber Cohen beschreibt hier den weiteren Dreh, der durch das rassische Identitätsmerkmal seines Nachnamens geliefert wird:

Ich erfuhr, dass es eine Sache ist „Cohen“ zu heißen, wenn man mit der liberalen Orthoxie überein stimmt, aber eine ganz andere, wenn man liberalen Verrat aufzeigt. Die eigenen Argumente können nicht auf Basis ihres Wertes diskutiert werden. Es muss einfach eine böse Motivation im Spiel sein. Es kann nur so sein, dass man Ariel Sharon unterstützt. Es kann nur so sein, dass man im Lohn der „internationalen“ Medienmogule oder Neokonservativen steht. Man muss einfach böses Blut haben. Man muss einfach ein Jude sein…

Während die Monate vergingen und die Iraker zwischen einer kriminell inkompetenten Besatzung und „Eindringlingen“ gefangen waren, die so weit rechts standen, dass sie gar nicht mehr ins Koordinatensystem passten, bekam ich alles ab, was es gab. Ein führender Linker bat mich, ihn mit Mitgliedern der neuen Regierung in Kontakt zu bringen. „Ich wusste es! Ich wusste es!“, heulte er, als wir uns das nächste Mal trafen. „Sie wollen Israel anerkennen!“

Ich erlebte, was viele Schwarze und Asiaten mir gesagt hatten: Man kann es nicht beschreiben. Wo die Leute im politischen Spektrum stehen, sagt nichts über ihre tief sitzenden Überzeugungen. Ich stellte fest, dass die extreme Linke nicht auf die abschreckende Sozialistische Arbeiterpartei beschränkt war, sondern ihr viele gewissenhafte Leute angehörten, die zu treffen angenehm und mit denen zu diskutieren bildend war. Dabei war die Mitte nicht annähernd so moderat, wie sie sich das gerne wünschte. Einen Moment lang glaubte ich, ich würde mit einem BBC-Reporter oder liberalen Akademiker sprechen und ihn als zivilisierten Menschen ansehen; im nächsten Moment fing er an über die Juden zu schimpfen…

Ich könnte so weiter machen. Der Augenblick aber, in dem Bestürzung sich in stete Verachtung verwandelte, war der, als der Guardian eine Internet-Diskussion brachte, die den Titel hatte: „David Aaronovitch und Nick Cohen reichen aus, um einen guten Mann antisemitisch zu machen“. Prachtvoll beschwerte sich ein wachsamer Leser, dass der Titel mit einem Vorurteil belegt sei ñ die Diskussion hätte heißen sollen: „David Aaronovitch und Nick Cohen reich aus, um einen guten Mann oder eine gute Frau antisemitisch zu machen.“…

Um ein globales Phänomen als rationale Reaktion auf israelische Unterdrückung wegzuerklären, muss man einmal mehr den Juden zu einer übernatürlichen Figur machen, deren Existenz die Ursache der Unzufriedenheiten der gesamten Erde ist. Man muss den Antisemitismus wieder beleben.

Es scheint so, als habe Cohen einige Zeit gebraucht, um die genaue Natur und das Ausmaß dieses Wahnsinns zu begreifen, der das öffentliche Leben Großbritanniens eingenommen hat. Während er aber richtigerweise die außergewöhnliche Achse zwischen der Linken und dem islamischen Faschismus identifiziert hat, ist ihm die Tatsache entgangen, dass dieses Gruppendenken auch einen großen Teil der Rechten einschließt. Konservativ denkende Briten der Mitte, die von der Voraussetzung ausgehen, dass es für sie keine Bedrohung durch schreckliche Islamisten gäbe, wenn Großbritannien nur die Zugbrücke über den Atlantik hochgezogen hätte, glauben inbrünstig, dass der globale Jihad tatsächlich eine Reaktion auf israelische Unterdrückung sei.

Jetzt hat der britische Oberrabbiner, Sir Jonathan Sacks, endlich darüber gesprochen, was passiert. Er hat im Jewish Chronicle gewarnt vor

einer neuen Welle des Antisemitismus und gesagt: „Es hat Zeiten gegeben, zum ersten Mal seit ich mich erinnern kann, wo es ungemütlich gewesen ist, ein Jude in Großbritannien zu sein“…

In seiner Botschaft zitiert Sir Jonathan vom Generalsekretär des Muslim Council of Britain, Sir Iqbal Sacranie unterstützte Aufrufe den Holocaust-Gedenktag abzuschaffen, weil dieser Muslime beleidigt. Er nimmt auch Bezug auf Bemerkungen mit „antisemitischen Untertönen“ durch Personen des öffentlichen Lebens, den angedrohten akademischen Boykott Israels Anfang diesen Jahres und Kirchendebatten über den Abzug von Investition aus Israel.

Er sagt, dass Israel und den Juden die Rolle des Sündenbocks für die Probleme zugeschoben wird, die durch globale Veränderungen aufgeworfen werden, obwohl sie nicht für diese verantwortlich sind. Der neue Antisemitismus unterscheide sich vom alten dahin gehend, dass er „politisch statt rassisch ist, sich auf die Juden als Nation statt den Juden als Einzelperson konzentriert. Aber er hat alte Mythen übernommen und angepasst, vom Ritualmord-Vorwurf bis zu den Protokollen der Weisen von Zion“. Obwohl Israel mit solchen Vorfällen nichts zu tun hat, wie z.B. der „Ermordung von Millionen Muslimen durch ihre Glaubensbrüder“ im Irak, dem Sudan und andernorts, wird es „zum Sündenbock des 21. Jahrhunderts“ gemacht, sagt der Oberrabiner.

Die Intervention des Oberrabbiners ist bedeutsam. Bisher war er vorsichtig, dachte wahrscheinlich an die Tatsache, dass er, wie so viele britische Juden, für die die Illusion einer Idylle jetzt grausam zerschlagen ist, zögerte die Zerstörung des Märchens zuzugeben, dass die Juden Großbritanniens sicher seien. Darüber hinaus ist die jüdische Gemeinschaft in Großbritannien polarisiert; da gibt es viele britische Juden – hauptsächlich in der Linken – die sich mit genau denen in eine Reihe stellen, die Cohen und den Rest von uns diesen widerlichen Schmähungen ausgesetzt haben und die entschieden das Wiederaufkommen antijüdischer Gefühle leugnen, statt dessen alle Verantwortung Ariel Scharon, den Neocons und George W. Bush zuschieben. Aber die Tatsache, dass jemand vom Kaliber des Oberrabbiners jetzt auf den Plan tritt und es laut und deutlich sagte, bedeutet, dass es nicht länger einfach sein wird, es als das Toben einiger weniger Spinner, Paranoiker und Scharon-Groupies abgetan werden kann. Es zwingt sich dem Mainstream auf. Es verlangt nach einer Antwort der politischen Klasse.

Intelligenz zermalmt

Melanie Phillips, 28. Januar 2005 (nicht mehr online)

Am Dienstagabend hatte ich das Pech an einer Diskussion mit prominenter Besetzung und viel Publikum in London teilzunehmen. Sie gehörte zur Serie „Intelligence Squared“ (Intelligenz im Quadrat). Das angeregte Thema lautete: „Der wahre Feind der Juden heute ist der Zionismus.“ Es wurde von drei Juden vertreten: Avi Shlaim, „revisionistischer“ israelischer Historiker, Jacqueline Rose, Englisch-Professorin und Amira Hass, Ha’aretz-Journalistin in den umstrittenen Gebieten. Dagegen sprachen drei Juden aus: ich, Shlomo Ben Ami, ehemaliger Außenminister der Arbeitspartei, und Raphael Israeli, Professor für islamische, Nahost- und chinesische Geschichte an der Hebräischen Universität.

Meine Seite verlor mit 355 zu 320 Stimmen. Es ist schwer, die krank machende Natur dieser Veranstaltung zu vermitteln – und das nicht nur, weil wir verloren. Unterschwellig unterstellte das Thema, dass die Juden für ihre Vernichtung selbst verantwortlich sind; die wahre Gefahr, in der sie schweben, geht weder vom islamischen Terrorismus aus, noch von dem Versuch, die Juden Israels ethnisch zu säubern, auch nicht in antijüdischen Gefühlen in Großbritannien und Europa, sondern von den Juden selbst, weil sie die Israelis in Monster verwandelt haben. Daher werden die Angriffe auf sie, weit davon entfernt beklagt zu werden, implizit begrüßt; und, um das zu seinem logischen Ende zu denken, der Weg, die Juden zu verteidigen, ist die Quelle der Krankheit zu beseitigen – mit anderen Worten, den Staat Israel zu vernichten.

Diese groteske Verleumdung, die die Juden zu doppelten Opfern macht – zuerst dadurch, dass der wahre Terror, dem sie sich ausgesetzt sehen, ignoriert und sogar dazu aufgestachelt wird; und zweitens dadurch, dass sie dafür verantwortlich gemacht werden – ist natürlich in Großbritannien inzwischen ein Gemeinplatz. Was diese Diskussion noch umso Besorgnis erregender machte: Dieses schockierende Thema wurde von drei Juden vertreten. Die Juden, die dem widersprachen, waren daher in der unerträglichen Lage, das jüdische Volk gegen eine Verleumdung der Juden zu verteidigen, die aus dem Mund anderer Juden kam.

Dieser Sport des Juden prügeln ist inzwischen in den britischen Medien in Mode gekommen; diese nutzen Juden dazu die unverhohlensten Unwahrheiten und boshaftesten Lügen und Verleumdungen über Israel loszulassen, damit die Medien jeden Vorwurf antijüdischen Vorurteils leugnen können – auf der Grundlage, dass Juden nicht antijüdisch sein können. Wäre es doch nur so. Ohne zu behaupten, ich verstünde die Motive der drei jüdischen Ankläger Israels, die sich am Dienstagabend mit ihrem abstoßenden Zeugs brüsteten, ist die Geschichte des jüdischen Volks immer mit Juden versehen gewesen, die eine problematische Beziehung zu ihrer eigenen ethnischen Identität hatten, die den Anstiftern diabolischer Verleumdungen gegen ihr eigenes Volk folgten oder sogar selbst zu solchen wurden (so z.B. Marx oder Freud).

Sie selbst sehen das natürlich anders. Und einer der erstaunlichsten und abstoßendsten Aspekte ihres Verhaltens ist die Art und Weise, wie sie moralische Überlegenheit behaupten. Israel, sagen sie, hat den Moralkodex des jüdischen Volkes verraten. Um zu dieser Analyse zu gelangen, verlassen sie sich auf offenkundige Lügen, Auslassungen und Verdrehungen zur Geschichte und der gegenwärtigen Lage der Juden im ehemaligen Palästina und heutigen Israel. Sie suchen und konzentrieren sich auf Beispiele schlechten Verhaltens seitens Israel – was unzweifelhaft passiert und abgelehnt werden sollte – während sie sie derart aus dem Zusammenhang reißen, dass die Seltenheit solcher Ereignisse nicht anerkannt wird; an Israel Verhalten wird ein unmöglich erreichbarer Perfektionsstandard angelegt, wie er von keinem anderen Land in einer derart furchtbaren Lage erwartet wird; Selbstverteidigung wird in Aggression verdreht; dass Israel sich unendlich besser verhält als die meisten anderen Länder, die sich einer ähnlichen Situation gegenüber sehen, wird hartnäckig ignoriert. Sie nehmen die lebensbedrohliche Bedrohung Israels und verdrehen sie ins Gegenteil, damit in der umgekehrten Darstellung Israels als lebensbedrohlich für die Palästinenser dargestellt wird. Sie verweilen besessen, niederträchtig und unmäßig bei den „Verbrechen“ Israels – die zum größten Teil in Wirklichkeit Beispiele für Israels Versuch sich zu verteidigen sind – während sie alle wahren Verbrechen ignorieren: die Massaker und Aggression und Tyrannei, die gegen die Völker der arabischen Staaten, einschließlich der Palästinenser, durch arabische Staaten begangen werden.

Die Juden auf diese Weise zum Sündenbock zu machen, die moralische Umkehrung, die sie für ihre eigene Vernichtung verantwortlich macht, ist eine Verleumdung, die sich im Lauf der langen Geschichte des ältesten Hasses immer und immer wieder wiederholt hat. So ist diese alt hergebrachte, durch Juden selbst vorgenommene Verleumdung, wie ich schon sagte, nicht neu. Trotzdem ist es unsäglich schockierend, sie im Großbritannien des 21. Jahrhunderts in Aktion zu erleben. Aus dieser Diskussion ging ich mit der Art von Gefühlen heraus, die man – in einem völlig anderen Zusammenhang – empfindet, wenn man gezwungen wird die Details pädophiler Angriffe auf Kinder zu hören oder sogar zu sehen. Es ist eine körperliche Taubheit, ein Gefühl der tiefsten Verzweiflung; ein Gefühl, dass ein wirklich großes Übel losgelassen wurde, das die Tiefen der pathologischen Boshaftigkeit, in die menschliche Wesen absinken können, aufdeckt – um sich zu einer Zeit gegen sich selbst zu richten, wenn sie bereits unter mörderischen Angriffen stehen. Es erscheint wie eine Zurückweisung nicht nur ihres jüdischen Seins, sondern ihrer Menschlichkeit.

Und all das wird eingewickelt in die höchsten Ebenen der Scheinheiligkeit, des Humbugs und der schieren, lachhaften intellektuellen Unehrlichkeit und Geistlosigkeit. So interpretierte Professor Avi Shlaim – dessen „Forschung“ von Ephraim Karsh und anderen umfassend auseinander genommen wurde – schamlos das Thema um, damit er Israel dadurch diffamieren kann, dass er behauptet, der „Zionismus heute“ sei ein und dasselbe wie die Politik von Ariel Sharon in den umstrittenen Gebieten. Er verdrehte nicht nur extrem die Geschichte und die derzeitigen Umstände von Israels Anwesenheit in diesen Gebieten, seine Herangehensweise bettelte nach der Frage, was um Himmels Willen – wenn Sharonismus der „Zionismus heute“ wäre – die Massen politischer Parteien in Israel sind, die gegen den Scharonismus sind. Wären diese auch keine Zionisten?

Tatsache war, dass Shlaim durch die Unterstützung dieser These sich – trotz aller Dementis – mit einer Haltung eins macht, die die Juden als einzige aussondert, die kein Recht auf einen eigenen Staat haben; und Israel als einziges Land der Welt, dessen Existenz nicht legitim ist. Zionismus ist heute, wie es immer gewesen ist, die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes und Israel ist sein territorialer Ausdruck. Es gibt heute, wie schon immer, viele unterschiedliche Varianten des Zionismus; Sharons Version ist nur eine davon. Das Thema verurteilte den Zionismus von heute, Punkt. Im Ergebnis wird diese Diskussion von den Feinden Israels und des jüdischen Volks benutzt werden und ihnen weiter Schaden zufügen – und Shlaim, Rose und Hass haben das ermöglicht.

Königliche PLOyalisten

Dmitry Radyshevsky, 31. März 2004 (direkt vom Autor)

Letzte Woche kam eine Delegation von drei britischen Parlamentsmitgliedern nach Israel, die drei Parteien, darunter die Tories, repräsentierten; sie befanden sich auf einer „Mission zur Erkundung von Fakten über die Verletzung palästinensischer Menschenrechte in den besetzten Gebieten“. Im Rahmen des Programms hatten sie so viel Chutzpe auf der Suche nach diesen „Fakten“ die Knesset zu besuchen, wobei sie ihre örtlichen Führer mitbrachten – Vertreter von „Christian Aid“, einer furchtbar antiisraelischen Organisation, deren Führung vor Ort ebenfalls Briten sind und die ihre beträchtlichen Ressourcen der Hilfe der Palästinenser in ihren Prozessen gegen Israel widmen.

Ich traf nur kurz auf diese noble Gesellschaft: Sie kamen in das Büro des Abgeordneten Dr. Yuri Shtern (von der Nationalen Union), der den neu gebildeten Ausschuss Christliche Verbündete leitet. Offenbar hatte Christian Aid den Namen missverstanden: dieser Ausschuss wurde gegründet, um die Kooperation zwischen der Knesset und christlichen Zionisten, den besten Freunden Israels in der Welt, zu stärken. Ich würde behaupten, dass sie nicht nur unsere besten Freunde sind, sondern die einzig wahren Christen, aus dem einfachen Grund, dass der Gott Israels ein Zionist ist und wenn sie ihrem Messias folgen, müssen sie ebenfalls Zionisten sein. Im Gegensatz dazu ist Christian Aid nur dem Namen nach christlich; das liegt nicht nur an ihrer Haltung gegenüber der Nation Christi, sondern auch an ihrer totalen Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal ihrer Glaubensbrüder – den Christen Palästinas.

Zufällig befand ich mich in Shterns Büro, um über die Studie des Jerusalem Summit zur Notlage der christlichen Araber in Bethlehem zu sprechen, seitdem es Arafat übergeben wurde. Die Fakten sind schockierend: Die muslimische PA ist gezielt daran gegangen Bethlehems christliche Gemeinschaft zu zerstören (bedenken Sie: 1970 gab es in Bethlehem 5 Moscheen; jetzt sind es 72)1. Als die Gäste ankamen (für Briten untypisch kamen sie eine halbe Stunde zu spät), wollte ich gerade gehen. Dr. Shtern erlaubte mir freundlicherweise zuerst zu sprechen und ich lenkte die Aufmerksamkeit der Parlamentarier auf diese Studie. Sie ließen sie mit dem Kommentar links liegen, dass „zweimal Unrecht kein Recht ergibt“. D.h. der Missbrauch der Rechte der Christen in der PA ist natürlich schlecht, wenn es ihn denn gibt, aber sie waren hier um die Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte in den von der IDF besetzten Gebiete zu untersuchen.

Dr. Shtern meinte, die einzig richtige Adresse in der Knesset für eine solche Untersuchung dürften die Architekten von Oslo sein, die, ohne das palästinensische Volk zu fragen, diesem die korrupte und despotische Bande Arafats aufgedrückt hatten. Dieser kam aus Tunis, um nicht nur auf den Menschenrechten der Palästinenser herumzutrampeln und die Rechte ihrer Kinder verletzte, indem durch Gehirnwäsche eine ganze Generation in Zombies verwandelt wurde, die davon träumen Selbstmord-Bomber zu werden, sondern auch einen Terrorkrieg gegen Israel lostrat, nachdem das großzügigste Angebot erfolgte, das ein Land bieten konnte. Und wenn es irgendwelche Unannehmlichkeiten gibt, die die Palästinenser an Straßensperren begegnen, dann sind das die Folgen dieses von der PA dirigierten Krieges.

Ich musste gehen, mit mir selbst unzufrieden, dass ich eine Chance verpasst hatte, ihnen eine Botschaft mitzugeben. Denn darüber zu reden, wie schlimm die PA den Christen gegenüber ist, klang wie eine Entschuldigung. Schaut, auch sie machen schlechte Dinge. Bei uns stimmt etwas nicht, dachte ich, als ich die Knesset verließ; wir fangen instinktiv an uns zu entschuldigen. Stattdessen hätten wir ihnen das hier sagen sollen:

Meine Damen und Herren, Sie sind hierher gekommen, um nach Fakten zum Missbrauch der Menschenrechte der Palästinenser in den besetzten Gebieten zu suchen.

Jedes Wort in Ihrem erklärten Ziel für Ihren Besuch ist ein Missbrauch von moralischer Ehrlichkeit.

Erstens: Besatzung?

Es gibt 22 arabische Staaten. Und dann gibt es da den winzigen jüdischen Staat, der weniger als 1% der gesamten Landmasse der arabischen Welt ausmacht. Und dieser winzige Staat muss sein Land im Tausch für Frieden hergeben. Lassen Sie uns die Sache einmal umdrehen: Stellen Sie sich vor, dass es 22 jüdische Staaten mit einem Gesamtgebiet etwas größer als die USA gibt und sie verlangen die Teilung eines einzigen, winzigen arabischen Staates, um einen jüdischen Staat Nummer 23 zu schaffen, da in diesem einzelnen arabischen Staat eine jüdische Minderheit lebt. Die Welt würde toben: Diese raffgierigen Juden, warum können sie den armen arabischen Staat nicht in Ruhe lassen! Wenn es dort auch Juden gibt, warum könnt ihr sie nicht in euren übrigen 22 Staaten übernehmen: Ihr habt jede Menge Land und Öl-Dollars.

Glauben Sie wirklich, meine Herren, dass die Welt diese 22 jüdischen Staaten unterstützen würde, die die Existenz eines einzelnen arabischen Staates einen „Akt der Besatzung“ nennen? (Ich habe mir dieses Argument von Morton Klein von der ZOA geborgt.)

Wenn Sie nicht von einfacher Logik und gesundem Menschenverstand zu überzeugen sind und auf dem internationalen Recht bestehen, dann ist dieses Land – formal gesehen – entweder Territorium, das vom Völkerbund vorgesehen wurde, um eine jüdische nationale Heimstatt zu schaffen oder im Extremfall umstrittenes Gebiet. Warum war dann, meine Herren, diese „Besatzung“ 1948 nicht erwähnt worden, als diese Gebiete von Jordanien eingenommen wurden, sondern erst 1967, als Israel sie als Folge eines Verteidigungskriegs zurückgewann?

Zweitens: Menschenrechte?

Ein Mensch, der mich umbringen will, hat keine Rechte. Ich respektiere die Rechte einer Person, die vorbei kommt, nur so lange, wie diese Person nicht versucht mich umzubringen. Wenn sie das versucht, hat sie keine Rechte. Dieses Argument wurde vor mehr als 70 Jahren von Wladimir Jabotinsky vorgebracht. Es ist tragisch, dass es immer noch von Bedeutung sein muss… nun gut, so bedeutsam wie die Argumente der Bibel.

Drittens: eine britische Delegation?

Parlamentarier aus dem Großbritannien, das die Türen Israels für die Juden sperrte und sie dazu verdammte, von Hitler verbrannt zu werden? Der Briten, die das Mandat des Völkerbundes verletzte eine nationale jüdische Heimstatt im alten Land Israel zu schaffen? Die die Vision ihrer eigenen Propheten, Lord Balfours und anderer, ablehnten, die es als die größte Ehre betrachteten, die der Gott Israels dem christlichen Großbritannien übertrug? Der Briten, die diese Ehre und den Glaubensbefehl den arabischen Scheichs verkauften, das Heilige Land teilten und dieses furchtbare Problem schufen?

Von Großbritannien könnten wir eine Buß-Delegation akzeptieren.

Und zu guter Letzt, meine Herren: Eine Knesset-Delegation hat mehr Rechte ins britische Parlament zu kommen, um den Missbrauch der Menschenrechte der Iren zu untersuchen, die stattfanden, als die irischen Terroristen bekämpft wurden… Sehen Sie, ich benutze die Worte mit moralischer Eindeutigkeit. Als der Terror bekämpft wurde. Weil jeder mit ein wenig grundlegendem Anstand begreift, dass eine Bevölkerung, die Terroristen ausbrütet und ihnen Schutz gibt, einige Unannehmlichkeiten erleiden kann (nennen Sie es von mir aus Menschenrechtsverletzungen), wie die Grobheit von Soldaten an Kontrollstellen, wo sie versuchen, die so genannten „besten Söhne“ dieser Bevölkerung zu fangen. Ich sagte: „als der Terror bekämpft wurde“, obwohl ich bei Anlegen desselben moralischen Maßstabs, der Sie heute in die Knesset geführt hat, schreiben könnte: „während der fortgesetzten britischen Besetzung Nordirlands“. Und selbst dazu habe ich mehr moralisches Recht: Immerhin liegt die Wiege Ihrer Zivilisation nicht in Nordirland, wie die unsere Judäa und Samaria liegt.

Die Ironie besteht natürlich darin, dass ich an diese Argumente erst dachte, nachdem ich die Knesset verließ. Aber ich glaube nicht, dass dies die letzte Begegnung mit europäischen PLOyalisten war, weder für mich noch für euch, meine Freunde.

Werden sie ihre Meinung ändern, wenn sie sie hören? Nun, zumindest ein Funken Scham sollte in ihre Herzen geraten. Scham macht einem das Leben angesichts des Gottes Israels unangenehm. Da die Menschen es nicht wagen, gegen ihn zu revoltieren, greifen sie Sein Volk an, als unfreiwillige Zeugen ihrer Perversion. Sie versuchen die Scham zu betäuben, die durch verschiedene Drogen in ihrem Inneren brennt. Früher einmal benutzten sie die „Rache für ihren Retter“, Ritualmord-Vorwürfe, arische Philosophie. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschrieb sich das dekadente Europa, sein Bewusstsein noch aufgewühlt vom Holocaust, eine weitere Droge: PLOpium, das aus der Unterstützung der armen Tyrannen und Kannibalen der Dritten Welt besteht.

Meine Damen und Herren, diese Droge wird Sie umbringen. Vielleicht sind Sie zu abhängig, um sie aufzugeben und somit verdammt. Der Gott Israels aber gibt jedem menschlichen Wesen bis zum allerletzten Augenblick eine Chance. Wie bei jeder Abhängigkeit ist der erste Schritt auf dem Weg, davon weg zu kommen, dass man seine Krankheit zugibt. Sagen Sie es. Bekennen Sie. Flüstern Sie es in Sein Ohr. Und dann, vielleicht, wird Er Ihnen helfen, von diesem Abgrund wegzukommen.

1 Christopher Walker: Tensions darken festive mood in Bethlehem. London Times, 22. Dez. 1997

Gedankenverlorenes Territorium: Um zu zeigen, dass der Brexit ein Fehler ist, schickt die EU Terroristen, um die Briten zu treffen

Ranghohe EU-Amtsträger übernahmen heute einen Vorschlag muslimische Europa-Immigranten im Gebrauch von Schusswaffen, Sprengstoff und Chemiewaffen auszubilden

Preoccupied Territory, 24. August 2017

Brüssel, 24. August – EU-Beamte hoffen dem Vereinten Königreich die Eselei seiner Entscheidung die Union zu verlassen zu demonstrieren; sie planen den Punkt klarzumachen, indem sie Terroristen entsenden, um wichtige britische Städte anzugreifen, gaben die Beamten heute preis.

Ranghohe EU-Amtsträger übernahmen heute den Vorschlag muslimische Europa-Immigranten im Gebrauch von Schusswaffen, Sprengstoff und Chemiewaffen auszubilden; die Auszubildenden sollen nach Britannien geschickt werden, um Akte politischer Gewalt als Demonstration für London zu begehen, dass die Volksabstimmung vom letzten Jahr die kontinentale Union zu verlassen unüberlegt gewesen ist und die britische Sicherheit zu gefährden.

Bei einem informellen Treffen von Referenten und Journalisten beschrieben die Referenten ausführlich einige der Pläne für die Einsätze, lehnten es aber ab genaue Zahlen oder Zeitpläne zu nennen, wofür sie Sicherheitsgründe anführten. Sie entschieden sich besonders deshalb für Terrorismus, betonten sie, um das Argument hervorzuheben, dass Britannien unter seinem Abgang aus der EU unter Verlust an Sicherheitskoordination mit anderen Mitgliedstaaten leiden werde.

„Großbritannien prahlt mit einem der fortschrittlichsten und fähigsten Geheimdienstapparate der Welt“, gab ein Referent von Europarat-Präsident Donald Tusk zu, der sich unter der Bedingung äußerte anonym zu bleiben. „Allein zu behaupten, dass die EU zu verlassen Britanniens Sicherheit in Bezug auf Terroraktivität wegen des Verlustes der Sicherheitskoordination mit der EU verletzten würde, erwies sich als unzureichend dabei sie zu überzeugen und das war verständlich – die EU verlässt sich mehr auf britische Geheimdienstinformationen als Großbritannien von durch die EU gesammelte Geheimdienstinformationen abhängt. Der einzige Weg ihnen zu zeigen, dass sie falsch liegen, bestünde darin tatsächliche Terroraktionen in Britannien durchzuführen, die direkt mit de Brexit in Verbindung stehen. Genau das werden wir tun.“

„Ich bin augenscheinlich nicht autorisiert sachdienliche Einzelheiten preiszugeben, aber es reicht, wenn ich sage, dass die von uns geplanten Aktivitäten nicht auf eine Art von Gewalt beschränkt sind“, sagte ein weiterer Referent voraus. Die Ankündigung ließ zumindest einen Experten annehmen, dass die Anti-Brexit-Bemühungen sowohl in bekannten Methoden der Auto-Anschläge, Messeranschläge, Schusswaffenanschläge und Bombenanschläge bestehen werden, als auch Waffen, die bisher im Terror gegen Europäer noch nicht verwendet wurde, beispielsweise chemische oder biologische Kampfstoffe.

„Bei dem Islamischen Staat und ähnlichen Gruppen besteht ein Teil der Herausforderung, der sie sich gegenüber sehen, im Erwerb und Transport von Massenvernichtungswaffen“, erklärte der Analyst Guy Fox. „Aber für die Nationalstaaten Europas wird das viel einfacher sein und natürlich wollen sie die Effektivität dieser Waffen nicht verwässern oder sie kompromittieren, indem sie sich nur auf einen Weg zu Anschlägen verlassen.“

Fox fügte hinzu, dass die Gesamtpolitik Europas Haltung an anderen Stellen spiegelt. „Daran, wie sei mit Israel umgehen, weil Israel nicht den Wünschen der EU folgt, dass die EU Organisationen ermutigt daran zu arbeiten Israel zu untergraben, ohne sonderlich die Auswirkungen auf Israels letztliches Überleben zu achten – genau dasselbe wird mit Großbritannien passieren“, stellte er fest.

Antisemitismus unter britischen Akademikern

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Antisemitismus manifestiert sich in verschiedenen Segmenten der britischen Gesellschaft. Die Politik ist ein wichtiger solcher Bereich. Vorfälle in der Labour Party dominieren, sind bei weitem nicht die einzigen.[1] Die akademische Welt ist ein weiterer Bereich, an dem es regelmäßig antisemitische Vorfälle gibt. Diese kommen in verschiedenen Universitäten, auch bei führenden vor, ebenso bei Studentenorganisationen.

Die jüdische Schutzorganisation Community Security Trust schrieb zum Jahr 2016 in einem Bericht über die akademische Welt: „Bei 41 antisemitischen Vorfällen waren die Opfer jüdische Studenten, Akademiker oder Studierendengremien; 2015 wurden im Vergleich dazu 21 solche Vorfälle registriert. Von den 41 verzeichneten Vorfällen in diesem Bereich für 2016 fanden 17 auf dem Campus statt, während 24 weitere, die Studenten, Akademiker oder Studierendengremien betrafen, außerhalb der Universitäten stattfanden.“[2]

Im Mai 2016 sagte Oberrabbiner Ephraim Mirvis, dass jüdischen Studenten sich einer „Wand von Antizionismus gegenüber sahen, von der sie das Gefühl haben und wissen, dass es sich um Judenhass handelt, wenn sie zur Universität gehen“. Er fügte an: „Universitätsleiter sollten sich ‚schämen‘, dass an ihren Universitäten ‚Zionisten-Bashing‘ stattfindet.“[3]

Baroness Deech, die das höchste Amt in Großbritannien bekleidete, das sich mit Anzeigen von Studenten befasst, erklärte, dass viele jüdische Studenten glauben, Juden sollten wegen Antisemitismus an einer Reihe von Universitäten nicht studieren. Zu diesen gehören die SOAS in London, Exeter, Southampton und Manchester. Mehrere der beschuldigten Universitäten bestritten, dass dem so sei. Baroness Deech erklärte: „Das extreme Maß an Feindschaft gegenüber Israel an Universitäten im ganzen Land kann manchmal so weit gehen, dass sie mit Antisemitismus gleichzusetzen sind.“[4]

Jonathan Arkush, Vorsitzender des Board of Deputies, der Dachorganisation der britischen Juden, riet im März 2017 jüdischen Studenten, sich nicht an der angesehenen London School of Economics einzuschreiben. Er machte das, nachdem die LSE den amerikanischen Akademiker Richard Falk eingeladen hatte, einen ehemaligen UNO-Sonderberichterstatter für Palästina.[5]

Viele Jahre lang hat Falk extrem gegen Israel gehetzt. Das Simon Wiesenthal Center veröffentlicht jedes Jahr eine Liste der Top-Ten der antisemitischen/antiisraelischen Verleumdungen weltweit. 2013 kam Falk auf den dritten Platz. Er hatte behauptet, Israel könnte einen naziartigen Holocaust planen; zudem billigte er palästinensische Selbstmord-Bombenanschläge und bestritt, dass die Hamas eine Terrororganisation ist.[6]

An der Oxford University verschmolzen Antisemitismus an Universtäten und in der Politik. Die öffentliche Beachtung von weit verbreitetem Antisemitismus in der Labour Party begann, als im Februar 2016 Alex Chalmers, einer der zwei Vizevorsitzenden des Oxford University Labour Club (OULC) wegen des Antisemitismus in der Organisation zurücktrat. Er schrieb in seinem Rücktrittsbrief: „Ob es nun Mitglieder der Exekutive sind, die mit lässiger Hemmungslosigkeit mit dem Begriff ‚Zio‘ um sich werfen (ein Begriff für Juden, der sich gewöhnlich auf vom Ku Klux Klan betriebene Internetseiten beschränkt) oder ranghohe Mitglieder des Clubs ihre ‚Solidarität‘ mit der Hamas zum Ausdruck bringen und ausdrücklich deren Taktiken der willkürlichen Ermordung von Zivilisten verteidigen.“[7]

Ein Jahr später entschied das National Executive Committee der Labour Party, dass nichts gegen die OULC-Studenten unternommen wird. Baroness Royall, die für die Partei einen Bericht zum Antisemitismus in der OULC geschrieben hatte, sagte, die Entscheidung werde „eine weithin vertretene Ansicht bestätigen, dass wir Antisemitismus nicht ernst nehmen“.[8]

An der University of Cambridge gab es ebenfalls antisemitische Vorfälle. Im Mai 2017 gestand der Master of Christ College ein, dass man jüdischen Studenten „Bestürzung und Schmerz“ zugefügt habe, indem man eine irreführende Ermittlung zu Anzeigen zweier jüdischer Studenten durchführte, die unter antisemitischen Übergriffen von Mitgliedern der Sportvereine des Colleges litten. Die ursprüngliche Vertuschung durch die Universität wurde von der Tageszeitung Telegraph aufgedeckt.[9]

Im Februar 2017 wurden an verschiedenen Fakultäten der University of Cambridge an Schwarzen Brettern und in Gemeinschaftsräumen Flugblätter gefunden, die den Holocaust leugneten. Der Vizekanzler der Universität, Sir Leszek Borysiewicz, verurteilte dies und brachte große Sorge zum Ausdruck.[10] Etwa zur selben Zeit wurden ähnliche Flugblätter an weiteren Universitäten gefunden, darunter dem University College of London, der University of Glasgow und der University of Edinburgh.[11]

Antisemitische Vorfälle verschiedener Natur gab es an der University of Edinburgh auch schon in früheren Jahren. 2011 wurde der israelische Diplomat Yishmail Khaldi gemobbt, als er dort sprach. 2012 wurde der israelische Botschafter Daniel Taub von Studenten unterbrochen, die Parolen skandierten und Palästinenserflaggen schwenkten. Es gab Berichte jüdischer Studenten, die wegen Antisemitismus ihre Kurse an der Universität verließen. Einige beschuldigten die Universitätsleitung, sie schenke dem Problem keine Beachtung.[12] 2015 setzte die Edinburgh University Student Association (EUSA) eine Diskussion zum Boykott Israels auf den Tag vor Pessah an, so dass viele jüdische Studenten sich nicht gegen eine BDS-Resolution aussprechen konnten.[13] 2016 wurde an der Universität ein Plakat gefunden, das sagte, der Holocaust sei Betrug.[14]

Antisemitismusprobleme gibt es auch bei der National Union of Students (NUS). Die damalige Präsidentin der Union, Malia Bouattia, wurde vom Home Select Affairs Committee des Unterhauses dafür kritisiert, dass sie die Birmingham University als „Außenposten des Zionismus“ bezeichnete.[15] Ein Jahr später gab es einen neuen Skandal bei der NUS, als drei Kandidaten, die Posten im Exekutivkomitee inne hatten oder Kandidaten für das Gremium waren, antisemitische Kommentare vorgeworfen wurden.[16]

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Antisemiten und ihre Verbündeten in der akademischen Welt die von der britischen Regierung übernommene[17] Antisemitismus-Definition der Internationalen Holocaust-Gedenkunion nicht mögen.[18] Die IHRA-Definition ist beispielsweise von der University and Colleges Union abgelehnt worden, die 110.000 Mitglieder und eine lange Geschichte antiisraelischer Hetze hat.[19] Die angeführten Beispiele sind nur eine Auswahl vieler weiterer Punkte.

[1] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/20599

[2] https://cst.org.uk/data/file/b/e/Incidents%20Report%202016.1486376547.pdf, Seite 7.

[3] http://www.independent.co.uk/student/news/chief-rabbi-ephraim-mirvis-urges-university-vice-chancellors-to-address-growing-anti-semitism-a7022081.html

[4] http://www.telegraph.co.uk/education/2016/12/22/britains-top-universities-becoming-no-go-zones-jews-baroness/

[5] http://jewishnews.timesofisrael.com/jewish-students-told-dont-study-at-lse-by-board-president/

[6] http://www.wiesenthal.com/atf/cf/%7B54d385e6-f1b9-4e9f-8e94-890c3e6dd277%7D/TOP-TEN-2013.PDF

[7] http://www.independent.co.uk/student/news/oxford-university-labour-club-co-chair-alex-chalmers-resigns-amid-anti-semitism-row-a6878826.html

[8] http://www.thejc.com/news/uk-news/oxford-labour-1.430828

[9] http://www.telegraph.co.uk/news/2017/05/11/master-cambridge-college-admits-causing-hurt-jewish-students

[10] http://www.cambridge-news.co.uk/news/cambridge-news/vice-chancellor-profoundly-concerned-more-12575041

[11] http://jewishnews.timesofisrael.com/holocaust-denial-leaflets-distributed-on-uk-campuses/

[12] http://www.thejc.com/news/uk-news/university-students-quit-after-toxic-antisemitism-in-edinburgh-1.39270

[13] http://www.jpost.com/Diaspora/Edinburgh-University-students-accused-of-anti-Semitism-over-Passover-BDS-vote-395900

[14] https://thetab.com/uk/edinburgh/2016/04/20/appalling-anti-semitic-poster-found-kings-buildings-23500

[15] http://www.independent.co.uk/news/education/nus-president-malia-bouattia-anti-semitism-parliament-home-affairs-select-committee-israel-a7363591.html

[16] http://jewishnews.timesofisrael.com/nus-candidates-step-down/

[17] http://www.theguardian.com/society/2016/dec/12/antisemitism-definition-government-combat-hate-crime-jews-israel

[18] http://jewishnews.timesofisrael.com/four-universities-reject-uks-definition-of-anti-semitism/

[19] http://jewishnews.timesofisrael.com/ucu-antisemitism-definition/

Antisemitismus ist ein Verbrechen

… sagen selbst die Israelhasser. Und betreiben ihn dann doch. Beim Shalom Festival in Schottland meinten die schottischen Israelhasser von ScottishPSC ein Plakat aufhängen zu müssen. Das wurde dann von den Teilnehmern des Festivals verbessert.

Die Hasser fanden, Antizionismus sei eine Pflicht. Die Israelfreunde korrigierten das.