Sprache, Lügen und Jesse Jackson

Nissan Ratzlav-Katz, National Review online, 2. August 2002 (nicht mehr bei NR online)

Zur Mittagszeit zündeten am Mittwoch arabische Terroristen in der Cafeteria des Frank Sinatra-Gebäudes am Nancy Reagan-Hof auf dem Scopusberg-Campus in Jerusalems Hebräischer Universität eine Bombe. Die Bombe tötete 7 Menschen und verletzte 90 – Studenten, Dozenten, Verwaltungsangestellte. Dieser Anschlag wird in Wohnzimmern in der ganzen Welt Widerhall finden, da viele der Studenten des Sommersemesters aus dem Ausland kommen. Viele von ihnen kommen aus den USA und vier der Ermordeten waren amerikanische Staatsbürger.

Die Hamas hat sofort und voller Stolz die Verantwortung für den mehrfachen Mord an der Hebräischen Universität übernommen. Sie sagte, es sei „Rache“ für die Ermordung des zweiten Mannes ihrer Organisation, Salah Shehadeh, in der letzten Woche. Als er europäischen Medien gegenüber in Englisch redete, erklärte Hamas-Sprecher Abed Aziz al-Rantissi weiter, dass Hamas lediglich versuche, „unsere Kinder zu verteidigen und die Zerstörung unserer Häuser zu beenden…“ und das immer populäre „Ende der Besatzung“ zu erreichen. Welcher sich selbst demütigende europäische Linke würde solche Motivation nicht wenigstens „verstehen“?

Das Problem ist, dass Rantissi in seinen arabischen Fernsehauftritten etwas völlig anderes sagte: „Ich sage den Zionisten noch einmal, dass dies [der Anschlag an der Hebräischen Universität] nur die erste Reaktion ist und dass sie, wenn sie nicht wollen, dass weitaus mehr verletzt werden, in die Länder zurück gehen sollten, aus denen sie gekommen sind.“ In einem anderen Ausschnitt sagte der, dass die Anschläge weiter gehen werden, „bis die Juden Palästina verlassen“. Ich denke, es gibt Dinge, die auf Englisch [heplev: und Deutsch] einfach nicht gut klingen.

In diesem Zusammenhang könnte es lehrreich sein, sich an ein Interview zu erinnern, das der Hamassprecher im Dezember 1997 Dr. Aaron Lerner von IMRA gewährte. In diesem Interview sagte Rantissi, dass „jedermann weltweit weiß, dass die Juden 1948 kamen und unser Land besetzten, unser Volk entwurzelten und aus seinem Land vertrieben und wir daher ganz Palästina als besetzt betrachten.“ Das heißt: Wenn Terroristen sagen, sie wollten „die Besatzung beenden“, dann bedeutet das in Übersetzung, dass sie den Staat Israel vernichten und die Juden ins Exil zwingen wollen. Wie die Hamas in der Präambel ihres Bundes erklärt, „wird Israel existieren und weiter bestehen, bis der Islam es auslöscht, wie er auch andere früher schon ausgelöscht hat.“

Die Hamas ist bei Weitem nicht alleine. Nach der Bombe auf die Uni-Cafeteria machte PLO-Führer Yassir Arafat im Gespräch mit westlichen Reportern Premierminister Ariel Sharon für die verstärkte Gewalt verantwortlich, äußerte aber gleichzeitig eine Verurteilung solch terroristischer Anschläge. Andererseits wurde PA-Minister Nabil Shaat zitiert, die PLO-Diskussionen mit der Hamas bezüglich terroristischer Bombenanschläge würden „über das Wie und Wann geführt… darüber, ob es akzeptabel ist im Jihad eine zeitweilige Pause einzulegen…“ Dieses Statement wurde ebenfalls nur auf Arabisch gemacht.

Vielleicht hat das Wort „Rache“ im Arabischen ja auch eine andere Bedeutung als im Englischen. Vierzehn Menschen wurden seit der Tötung Shehadehs in Gaza vor zehn Tagen bei verschiedenen Terroranschlägen getötet. Jede Palästinenser-Fraktion, nicht nur Hamas, hat sich an diesen Anschlägen beteiligt und alle behaupteten, ihre Handlungen seien „Rache“ für Shehadehs Tod. Störend ist allerdings, dass in den zehn Tagen vor der Tötung Shehadehs insgesamt 15 Menschen durch Terroristen aus den PA-Gebieten getötet wurden. Waren sie Opfer von „vorbeugender Rache“?

Es sind aber nicht nur Vertreter der Araber, die ein Problem mit der konsequentem Handeln und Reden haben. Jesse Jackson, Führer der Rainbow/PUSH-Koalition aus Chicago und selbsternannter „Brückenbauer“, war diese Woche in Israel, als Teilnehmer einer Delegation religiöser Führungspersönlichkeiten, die die „Versöhnung“ voran treiben wollte. Als Teil dieser „Friedensmission“ hatte Jackson geplant den Gründer der Hamas, Ahmed Yassin, in Gaza zu besuchen. Der Terroristenführer sagte Reuters, dass er den Besuch begrüße. Jackson befand sich am Erez-Kontrollpunkt außerhalb von Gaza, als die Nachricht des Anschlags in Jerusalem kam. Er änderte seine Pläne sofort und fuhr stattdessen nach Ramallah. Offensichtlich dachte der „Pastor“, dass es unziemlich sei, Yassin so kurz nach einem tödlichen Terroranschlag zu besuchen, der unter der Schirmherrschaft des gedachten Gastgebers ausgeführt wurde.

Bleibt die Frage, warum Jackson es bis dahin akzeptabel und moralisch in Ordnung fand, dem Mann an der Spitze seinen Respekt zu erweisen. Erst letzten Monat übernahm die Hamas die Verantwortung für den Selbstmordanschlag auf einen mit Schülern vollgepackten Jerusalemer Bus, wobei 19 Menschen getötet wurden. Wenn dieser Terroranschlag den selbsternannten „Führer der Bürgerrechtsbewegung“ nicht dazu brachte auf ein Treffen mit dem Hamas-Führer zu verzichten, warum sollte die Bombe in der Hebräischen Universität ihm Gewissensbisse verursachen? War der „Brückenbauer“ vielleicht besorgt, er könnte zum Kollateralschaden eines israelischen Gegenschlags gehören?

Wie auch immer, anders als der an Werbung für sich selbst interessierte Jesse Jackson hat Hamas eine sehr deutliche Weltsicht. Sie könnte in Abwandlung einer berühmten Aussage Hitlers zusammengefasst werden: „Heute Israel, morgen die Welt!“ Artikel 15 des schon erwähnten Hamas-Bundes erklärt: „An dem Tag, an dem die Feinde Teile des muslimischen Landes an sich reißen, wird der Jihad persönliche Pflicht eines jeden Muslims. Angesichts des jüdischen Eindringens ist es verpflichtend, dass die Flagge des Jihad gehisst wird.“ Als er in dem IMRA-Interview von 1997 gefragt wurde, ob diese Ideologie auch auf Spanien angewandt gehört, das einmal unter den muslimischen Halbmond gehörte, lachte Abed Aziz al-Rantissi und antwortete: „Ich spreche jetzt über Palästina… Es ist Aufgabe unserer religiösen Führer, die eine Fatwa (religiösen Richterspruch) dazu geben können. Aber ich bin Politiker und ich spreche nur über unser Land in Palästina.“

Werbeanzeigen

Aus Menschlichkeit: Je suis Hebron

Barbara Sofer, The Jerusalem Post, 9. Juli 2016 (übersetzt von Cora)

Bestimmt können selbst jene, die Familien wie den Ariels die Schuld geben, weil sie in den biblischen Hügeln von Hebron leben, sehen, wo in dieser Geschichte das Böse ist.

In der Nacht vor ihrem Tod tanzte Hallel Jaffa Ariel in der Grundschule meiner Enkelin in Jerusalem.

Halleli, wie sie ihre Eltern zärtlich nannten, ging nicht in Jerusalem zur Schule. Harikud, das Zentrum für Tanz in Kiryat Arba/Hebron, geführt von Esther Marom, ist so gut, dass es Lehrer in die größeren Städte exportiert, sogar nach Jerusalem mit seinen Musikhochschulen und hochgepriesenen Tanzprogrammen.

Um die Darstellung zum Jahresabschluss der Tänzer der örtlichen Grundschule aufzuwerten, kam die Gruppe zu dieser Jahresabschlussgala. Die älteren Mädchen dienten dabei als Vorbilder, die zeigten, wie weit man kommen kann, wenn man übt.

Sie erfreuten Mütter und Großmütter, die gekommen waren um ihren kleinen Familienangehörigen zu applaudieren und nun diese kunstvolle und faszinierende Vorstellung der Tänzerinnen aus Hebron geboten bekamen.

Aus Kiryat Arba/Hebron? Sicher zeigten sie Kriegstänze mit Szenen von heraus gerissenen Olivenbäumen? Nichts dergleichen. Ausgefallen, sparsam, emotional. Wohlüberlegte Hebungen und Senkungen der Arme. Neigungen des Kopfes. Sparsam, mit emotionaler Intensität, Licht und Schatten erobernd, ein Band zwischen irdischem und der Spiritualität knüpfend. Selbstbewusst aber bescheiden. Vollkommen und ermutigend.

Am Morgen nach der Aufführung schlief Hallel aus. Wer von uns erinnert sich nicht an den tiefen Schlaf zu Beginn der Sommerferien? Sie hatte ihrem Vater, einem Winzer, versprochen, später am Vormittag zu helfen.

Ihre Eltern waren fortgefahren um Hallels jüngere Schwestern zu ihren Tagesaktivitäten zu bringen.

Muhammad Nasser Tarayrah, 17, erwachte am frühen Morgen in der Nachbarstadt Bani Naim. Größer als Kiryat Arba, dem jüdischen Teil Hebrons, hat Bani Naim 20.000 Einwohner, die meisten kamen während des britischen Mandats. Es ist ein Handelszentrum und wahrscheinlich liegt hier der biblische Lot begraben.

Die Jugendlichen haben Handys und Computer.

Die Stadtverwaltung hat eine Seite bei Facebook.

Es gibt keinen elektrischen Sicherheitszaun um Bani Naim. Mohammed untersuchte den, der Kiryat Arba umgibt und setzte den Alarm außer Betrieb. Das nächste Haus ist Teil eines kleinen Weinbaubetriebs. Mohammed kletterte hinein. Er schloss sich ein. Das einzige Geräusch war das ruhige Atmen einer 13jährigen.

Wovon träumte Hallel? Im Jahr ihrer Bat Mitzwah traf sie sich monatlich mit einer Frau, von der ihrer Mutter dachte, diese hätte einen entscheidenden Einfluss auf die Welt und könnte ihren Horizont erweitern. Manche sagten, sie wolle Tänzerin werden, andere Ärztin, wieder andere Zoologin, wenn sie erwachsen ist.

Hallel wird niemals erwachsen. Weil ihre Träume mit denen Mohammeds kollidierten.

Sein Traum, von seiner Facebookseite: „Es betrifft ein Krankenhaus + ein Bett und einen Arzt, der sagt: Wir haben einen Patienten verloren.“

Seine Nachricht drückt seine Verehrung für seinen Freund und Cousin Yousef aus, der bei dem misslungenen Versuch, Soldaten mit seinem Auto zu überfahren, erschossen wurde.

Er folgte dem Geräusch des Atmens und fand Hallel, allein und schlafend.

Wieder und wieder tauchte er sein Messer in sie.

Die Sicherheitsbrigade, mit ihrem Vater Amichai, kam Minuten später.

Mohammed kämpfte mit den Männern, doch sie konnten ihn überwältigen. Mohammed wurde mit dem blutigen Messer in seiner Hand getötet. Nun wird er zu einem geheiligten Märtyrer erklärt, wie sein Cousin.

Hallel wurde eiligst ins Krankenhaus gebracht. Die Ärzte schüttelten die Köpfe. Sie hatten einen Patienten verloren.

Bestimmt können selbst jene, die Familien, wie den Ariels die Schuld geben, weil sie in den biblischen Hügeln von Hebron leben, sehen, wo in dieser Geschichte das Böse ist.

Auch solche, die leichtherzig den radikalen Islamismus, dem wir Israelis ins Gesicht schauen, weil wir an unserem Anspruch auf dieses Land festhalten, wegwischen, müssen etwas für diesen kleinen Teenager empfinden, ihre braunen Haare auf dem Kissen, geweckt durch den Horror des ersten Messerstichs.

Je suis Hebron.

Die meisten von uns Juden sind tatsächlich aus Hebron.

Nach der Niederlage Shimon Bar Kochbas im Jahre 135 wurden wir vertrieben, auf dem Sklavenmarkt von Hebron verkauft, von den Römern verschickt um den Europäern zu dienen und sie zu belustigen.

So schreibt Heinrich Graetz in der `Geschichte der Juden´: „Von den Jugendlichen über 17 Jahre wurden die größten und hübschesten für den römischen Triumphzug ausgewählt, während die übrigen in die Minen geschickt wurden um dort für den Rest ihres Lebens zu schuften; oder sie wurden in die römischen Provinzen verbracht, um dort ihren Teil zu den Kämpfen in den Arenen beizutragen.

Jugendliche unter 16 Jahren und die meisten weiblichen Gefangenen wurden zu unglaublich niedrigen Preisen verkauft, denn der Markt war übersättigt. Welch grausame Szenen mussten von den Unglücklichen erlebt und durchlitten werden.“

Doch es gab eine Quelle der Hoffnung: die jüdischen Gemeinden in der Diaspora. „Ihnen blieb tatsächlich ein winziger Hoffnungsstrahl. Möglicherweise würden sie in eine römische Stadt gebracht, in der es auch eine jüdische Gemeinde gab. Ihre eigenen Leute würden sicherlich jeden Preis bezahlen um ihnen die Freiheit zu erkaufen und würden sie mit brüderlicher Liebe umgeben.“

Auch heute rufen wir nach unseren Brüdern.

Aber wir haben noch eine andere Quelle.

1893 schrieb Graetz: „Unter den Ruinen Jerusalems und des Tempels lagen die letzten Reste von Judäas Unabhängigkeit.“

Wir hielten an unserem Traum fest, zurück zu kommen. Wir belebten die Unabhängigkeit wieder und bauten einen Staat auf, auf den wir stolz sind.

Es gibt keinen Grund für Terrorismus!

Wenn ihr das nächste Mal versucht seid, den Terrorismus, dem wir uns als angeblich natürliche Nebenerscheinung unserer Existenz gegenüber sehen, klein zu reden – denkt an Halleli. Nicht alle Träume haben den gleichen Wert.

Je suis Hebron.

Die Logik islamischer Intoleranz

Raymond Ibrahim, 1. Dezember 2015 (auch auf FrontPage Magazine)

Eine Predigt, die der beliebte saudische Scheik Muhammad Salih al-Munajjjid hielt, demonstriert klar, warum westlich-säkulare Relativisten und Multikulturalisten – die aktuell die Medien, akademische Welt und Politik beherrschen – nicht in der Lage sind die Logik islamischer Intoleranz zu begreifen, geschweige denn darauf zu reagieren.

Scheik Muhammad Salih al-Munajjid

Während dieser Predigt sagte al-Munajjid, dass „einige [muslimische] Scheinheilige“ sich fragen, warum es so ist, dass „wir [die Muslime] es ihnen [westlichen Menschen] nicht erlauben Kirchen zu bauen, obwohl sie uns erlauben Moscheen zu bauen“. Der saudische Scheik antwortete damit, dass er sagte, jeder Muslim, der so denke, sei „ignorant“

und will richtig und falsch auf eine Stufe stellen, Islam und kufr [Nicht-Islam], Monotheismus und shirk [Polytheismus] und jeder Seite gleich viel Gewicht gibt und fragt: „Warum bauen wir ihnen keine Kirche, wie sie uns Moscheen bauen? Erlauben wir ihnen doch dies im Tausch für das zu tun? Wollt ihr, dass ein anderer als Allah angebetet wird? Wollt ihr richtig und falsch auf eine Stufe stellen? Sind zoroastrische Feuertempel, jüdische Tempel, christliche Kirchen, Mönchsklöster und buddhistische und hinduistische Tempel das Gleiche wie die Häuser Allahs und die Moscheen? Ihr setzt also dies mit jenem gleich? Und das vergleicht ihr womit? Oh! Unglaublich, wer Islam und kufr [Nicht-Islam] und Allah auf eine Stufe stellt und Allah sagt: „Wer immer eine andere Religion als den Islam will, wird niemals von ihm akzeptiert werden und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören.“ (Sure 3,85) Und der Prophet Mohammed sagt: „Durch Ihn, in dessen Hand das Leben Mohammeds (bei Allah) ist, er, der unter den Juden oder Christen von mir hört, aber seinen Glauben nicht bestätigt, in dem, durch den ich gesandt bin und er stirbt in diesem Zustand (des Unglaubens), er soll zu den Bewohnern des Höllenfeuers gehören.“

Interessant an der eifrigen Tirade des Scheiks ist: Obwohl sie aus westlicher Perspektive „intolerant“ ist, ist sie tatsächlich durchaus logisch konsequent und offenbart die riesige Kluft zwischen islamischem Rationalismus und westlicher Fantasie (so widersprüchlich diese Gegensätzlichkeit auch klingen mag).

Wenn, wie Munajjid herausstellt, ein Muslim wirklich glaubt, dass der Islam die einzige wahre Religion und dass Mohammed ihr Prophet ist, warum sollte er gestatten, dass es daneben etwas Falsches (und damit Korruptes, Krebsartigs, Fehlleitendes usw.) gibt? Solche Gesten der „Toleranz“ würden auf einen Muslim hinauslaufen, der „das Richtige und das Falsche gleich setzt“, wie der Scheik korrekt beklagt.

In der Tat behauptet nicht nur der Islam – wie das traditionelle Christentum – dass alle anderen Religionen falsch sind, aber unter islamischem Recht sind Hinduisten und Buddhisten derart fehlgeleitet, dass gegen sie Krieg geführt werden muss, bis sie entweder die „Wahrheit“ akzeptieren – also zum Islam übertreten – oder hingerichtet werden (Sure 9,5). Was die sogenannten „Völker des Buchs“ – Juden und Christen – angeht, dürfen sie ihre Religion praktizieren, aber erst nachdem sie unterworfen sind (Sure 9,29) und ihnen verboten ist Krichen und Synagogen zu bauen oder zu renovieren, dazu eine Unzahl weitere Schwächungen, die ihre (falsche) religiösen Praktiken und Symbole (Bibeln, Kreuze usw.) unterdrückt und außerhalb des Sichtfelds gehalten werden.

Aus islamischer Anschauung – in der Allah der wahre Gott und Mohammed sein letzter Bote ist – ist „Intoleranz“ für andere Religionen logisch und schwierig zu verurteilen.

Der „selbstlose“ Aspekt der islamischen „Intoleranz“ ist besonders wichtig. Wenn du wirklich glaubst, dass es nur eine Religion gibt, die zum Paradies führt und dich der Verdammung entgehen lässt, ist es dann nicht selbstlos sie mit der Menschheit zu teilen, statt dann scheinheilig zu behaupten, dass alle Religionen zu Gott und zur Wahrheit führen?

Nachdem man das Konzept des interreligiösen Dialogs als mehr als nutzlos verrissen hat, weil „das Falsche falsch ist – selbst wenn eine Milliarde Menschen dem zustimmen; und die Wahrheit ist die Wahrheit – selbst wenn nur einer derer, die sich [dem Islam] unterworfen haben, an ihm festhält“, schrieb eines der heute tote Osama bin Laden, „sind Kampf, Feindschaft und Hass – die der Muslim gegen den Ungläubigen richtet – die Grundlage unserer Religion. Und wir betrachten dies als Gerechtigkeit und Freundlichkeit ihnen gegenüber“. (The Al-Qaeda Reader, S. 42-43)

Beachten Sie die selbstlose Rechtfertigung: Es ist „Gerechtigkeit und Freundlichkeit“ Jihad gegen Nichtmuslime zu führen, in der Hoffnung, dass sie zum Islam konvertieren. Folgt man dieser Logik, dann werden Jihadisten immer „die Guten“ sein – was bedeutet, dass Terrorismus, Erpressung, Sex-Jihad usw. weiterhin als hässliche, aber notwendige Mittel für selbstlose Ziele rational gemacht werden: den Machtgewinn und schließlich der Übertritt der Welt zum Islam.

All diese Logik ist postmoderner westlicher Erkenntnislehre fremd; diese betrachtet es als selbstverständlich, dass a) es keine objektiven „Wahrheiten“ gibt und natürlich nicht im Bereich der Theologie und b) der ultimative Zweck der Religion darin besteht, das Leben so friedlich und angenehm wie möglich zu machen (deshalb geht es bei „interreligiösem Dialog“ im Westen nicht darum festzustellen, was die Wahrheit ist – die es sowieso nicht gibt – sonder anderweitig oberflächliche Gemeinsamkeiten von verschiedenen Religionen zu finden und hervorzuheben, damit alle friedlich im Heute zusammenleben können).

Das Nettoergebnis all dessen? Einerseits werden Muslime, die an Wahrheit glauben – heißt: an die Lehren des Islam – weiterhin das „Falsche“ angreifen, also alles und jedes Unislamische. Und egal, wie gewalttätig sie sind, islamische Jihadis – Terroristen und Mörder – müssen immer als „die Guten“ betrachtet werden, die von Millionen muslimischen Sympathisanten unterstützt werden. Andererseits werden westliche Säkularisten und Multikulturalisten, die an nichts glauben und alle Kulturen und Religionen als gleichwertig ansehen, weiter den Islam respektieren und Muslime stärken, überzeugt, dass Terrorismus eine unislamische Anomalie ist, die keine Unterstützung in der muslimischen Welt hat und dazu stimmt ist zu verschwinden – heißt, sie werden weiter dem nicht glauben, was sie mit eigenen Augen sehen. So sieht die Nachkommenschaft dieser unheiligen Union zwischen islamischer Logik und westlicher Denkfehler aus.

Die traumatisierten IS-Terroristen

gefunden auf Facebook:

IS-Terroristen+Gutmenschen

Kaya Cahit schreibt dazu:

Schon Hunderte IS-Heimkehrer sind wieder in Deutschland. Sie schlossen sich dem IS an, der nur damit warb Menschen zu töten und zu foltern und vorgab, er sei unbesiegbar. Da diese Mörder nun merken, dass sie mit heftiger Gegenwehr zu rechnen haben und die Menschen sich nicht einfach so vom IS ermorden, foltern oder vergewaltigen lassen, kommen die ersten wieder zurück und die Gutmenschen entwickeln wieder Mitleid und überlegen sich schon, wie man diese „Traumatisierten“, die in Syrien lernten wie man Menschen tötet mit Steuergeld wieder in die Gesellschaft eingliedern kann.

Und wieder die Gutmenschen mit ihrem Verständnis für Faschisten, solange sie sich im Namen des Islam zum Terror entscheiden.

P.S. Roth steht im Bild nur stellvertretend für die verblödeten Gutmenschen, die jeden Tag aufs neue unser Leben aufs Spiel setzen, um weiter Gutmensch spielen zu dürfen.