Eine vielsagende Liste von Internetseiten für „Palästina-Nachrichten“

David Lange, Israellycool, 31. August 2020

Eine arabische Internetseite hat „Arabische Zeitungen“ für „Palästina-Nachrichten“ aufgelistet.

Sehen Sie mal, ob sie die finden, die aus der Reihe fällt.

Die Antwort lautet natürlich: Ha’aretz – weil der zur Verfügung gestellte Link auf deren englische Seite führt.

Im Übrigen gehört sie auf diese Liste.

Ha’aretz zerstört das Ha’aretz-Narrativ des „ultrarechten, unversöhnlichen Netanyahu“

Elder of Ziyon, 13. Juni 2017

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat Ha’aretz einen Exklusivbericht darüber, wie Israels verhasster, rechter, kriegslüsterner, unversöhnlicher, friedensfeindlicher Premierminister Benjamin Netanyahu hinter den Kulissen tatsächlich daran gearbeitet hat eine dauerhafte Friedenslösung zu finden.

Letzte Woche berichtete das Blatt, dass Netanyahus Unterhändler einen amerikanischen Rahmen für Frieden akzeptierten – und Abbas ihn ablehnte. Abbas ignorierte dann ein nachfolgendes Rahmenwerk, das stärker in seinem Sinne gestrickt war.

Diese Woche berichtet Ha’aretz, dass Netanyahu gemeinsam mit dem Parteichef der Arbeitspartei, Isaac Herzog, ein geheimes Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Sisi hatte, um zu sehen, ob er eine Koalitionsregierung zusammen bekommen könnte, die Frieden schließt.

Das deckt sich nicht mit der Art, wie Ha’aretz normalerweise über Netanyahu und den Likud berichtet.

Aber keine Sorge: Ha’aretz wird ihre Berichterstattung nicht ändern, nur weil sie bewiesen hat, wie falsch ihre eigene Einseitigkeit ist.

Ausgerechnet in dem Artikel über das Treffen mit Sisi steuert Ha’aretz diesen Satz bei:

Mitte Mai, kurz nach diesem Treffen, hielt Sissi eine denkwürdige Rede bei der Einweihung eines ägyptischen Elektrizitätswerks; darin forderte er die Palästinenser und Israelis auf „eine realistische und große Gelegenheit“ zu nutzen und eine Vereinbarung zu erzielen, die den Konflikt beenden wird. Er rief sogar israelische politische Parteien auf dem Prozess zuzustimmen.
Diese Gespräche, wie auch die regionale Initiative, sind wegen Netanyahus Weigerung fehlgeschlagen den Palästinensern zu geben, was erforderlich ist.

Nicht, was die Palästinenser „forderten“ – sondern was Ha’aretz als Fakt erklärt, das für Frieden erforderlich ist.

Abbas‘ Unversöhnlichkeit wird unter den Teppich gekehrt, während Netnyahus Flexibilität als nur weitere Unversöhnlichkeit abgetan wird. Palästinensische Forderungen sind „für den Frieden notwendig“, während Netanyahus Forderungen nach Sicherheit nur Getue zur Vermeidung von Frieden sind.

Ha’aretz berichtete großartig, aber sie ist derart von Hass geblendet, dass es nicht einmal zu begreifen in der Lage ist, was sie schreibt.

Foto: Als Judäa zum „antiken Palästina“ wurde

Yisrael Medad, My Right Word, 29. September 2016

Ha’aretz:

In Galiläa wurden Höhen gefunden, in denen sich vor 2000 Jahren jüdische Rebellen vor den Römern versteckten. Als im antiken Palästina der erste Jüdische Krieg tobte, versteckten sich Dorfbewohner in beeindruckend unzugänglichen Höhen in Felswände, als die Römer durchmarschierten.

Juden wie Römer nannte das Gebiet in Wirklichkeit Judäa, wie auf dieser römischen Siegesmünze:

Und „Palästina“ kam als Name für das Land erst 135 n.Chr. auf, rund sieben Jahrzehnte später.

Aber Ha’aretz weiß das besser…

Der Index freie Presse von Reporter ohne Grenzen: Lügen, linke Idiotie

Giulio Meotti, Israel National News, 4. August 2016

Als erstes ist das durchschlagende Erfolg von Israel HaYom, der erfolgreichsten israelischen Zeitung, die dem amerikanischen Kasino-Mogul Sheldon Adelson gehört, der auch ein Geldgeber von Premierminister Benjamin Netanyahu ist.

Dann gibt es Netanyahus Interim-Amtszeit als Kommunikationsminister.

Und schließlich gibt es die Reform der Israelischen Rundfunkbehörde.

Jetzt lügt die New York Times, die nie eine Gelegenheit auslässt den israelischen Premierminister zu dämonisieren, über Israels freie Presse. Netanyahu ist wie Erdoğan. Das ist eine Realität, die von einer konformistischen Presse fabriziert wird. Die freie Meinungsäußerung wird von Bibi „zerquetscht“, während in Wirklichkeit eine lebhafte, freie israelische Presse ihn weiter ohne Angst und Zögern tagtäglich angreift? Lächerlich.

Die Presse in Israel ist völlige frei und sie ist auch heftig, taucht in das Leben des Premierministers (und seiner Frau Sara) ein, sucht nach ein paar Schekeln, die für Auslandsreisen ausgegeben wurden, Flaschenpfand, das nicht dem Finanzministerium gegeben wurde, stellt die Armee unter Verdacht und spornt Diskussionen über die demokratische Natur des Landes an. Israel hat weit mehr Zeitungen pro Kopf der Bevölkerung als die meisten westlichen Demokratien.

Um diese unglaubliche Dreistigkeit zu verstehen, brauchen Sie nur die Wochenendausgabe von Ha’aretz zu öffnen, dieser Zeitung der Verlierer der jüdischen Diaspora: „Israel ist ein übler Staat.“ Warum versuchen sie nicht diese Art Leitartikel in irgendeinem anderen Staat mit Grenzen zu Israel zu veröffentlichen?

Was die Medien Netanyahu nie vergeben werden: Er hat ihre progressiven Lieblinge bei den Wahlen dreimal deklassiert.

Aber das ist nicht nur ein Problem der New York Times. Im flachen und unbedeutenden Finnland sind Journalisten gewiss Freier als in Großbritannien. Aber wie erklärt man, dass nach Angaben des Pressefreiheits-Index 2016 von Reporter ohne Grenzen (RSF auf Französisch) die britische Presse, die den Journalismus schuf, weniger frei ist als diese Liberalen in Ghana?

Die Niederlande stehen an der Spitze der Liste und niemand weiß warum, da sie das Land von Theo van Gogh, Ayaan Hirsi Ali, verhafteten Karikaturisten und Geert Wilders-Gerichtsverfahren ist. Dänemark dominiert die Liste, obwohl im letzten September Jyllands-Posten, u die Planetenkrise der freien Meinungsäußerung zu feiern, dieselbe Seite aus dem Jahr 2005 wieder veröffentlichte, aber die zwölf Mohammed-Karikaturen löschte. Das Ranking von RSF verweist auf 2015: War das nicht das Jahr des Anschlags auf das Café in Kopenhagen, in dem Journalisten und Karikaturisten über freie Meinungsäußerung diskutierten?

Und wie kommt es, dass Deutschland hinter Jamaica liegt? Offenbar wegen rechtsgerichteter Anschläge auf Journalisten während Pegida-Demonstrationen. Was für ein Angriff auf die Demokratie.

Und in der merkwürdigen Logik von Reporter ohne Grenzen ist Vatileaks wichtiger als die zwölf bei Charlie Hebdo getöteten Journalisten, denn Frankreich liegt vierzig Plätze vor Italien. Und die Vereinigten Staaten, die vor 240 Jahren den ersten Verfassungszusatz erfand? Hinter Namibia, Belize und Tonga. Machen Sie die Affäre Edward Snowden dafür verantwortlich, der im russischen Paradies wieder hergerichtet wird, und eine Steinigung in Ferguson (Missouri):

Reporter ohne Grenzen setzt Israel auf Platz 100, direkt vor Nigeria, wo die Liberalen von Boko Haram die freie Meinungsäußerung schützen. Israel, dem vorgeworfen wird während des letzten Kriegs in Gaza die Antennen der Hamas bombardiert zu haben, liegt weit hinter Bastionen der freien Meinungsäußerung wie Mozambik und dem Libanon.

Anastas Mikoyan, ein sowjetischer Offizieller unter Stalin und Chruschtschow, fasst sie zusammen diese Pressefreiheit: „Wenn ein Millionär zehn Zeitungen besitzt und zehn Millionen Menschen keine Zeitungen haben, dann ist das keine Pressefreiheit.“ Im Prinzip genau die Idee des Pluralismus unserer dummen Journalistenzunft.

Gedankenverlorenes Territorium: Eiserne Kuppel soll Raketen ignorieren, die das Gebäude von Ha’aretz anfliegen

Der Schritt wird der Einheit helfen, die die Eiserne Kuppel betreibt, Energie und Ressourcen einzusparen, die besser auf die Verteidigung andere Teile von Tel Aviv verwendet werden solltne, die tatsächlich wichtig sind.

PreOccupied Territory, 20. April 2016

Tel Aviv, 20. April – Techniker der Israelischen Verteidigungskräfte haben die Raketenabwehr Eiserne Kuppel umprogrammmiert, damit sie keine Raketen abschießt, die die Zentrale der Zeitung und Online-Veröffentlichungen von Ha’aretz treffen würden, sagte ein IDF-Sprecher heute.

Major Painin Diaz sagte vor im Verteidigungsministerium versammelten Journalisten bei einem Briefing heute Morgen, dass das System, das einen komplexen Algorithmus verwendet, um festzustellen, ob ein einfliegendes Geschoss in ein bewohntes Gebiet fliegt, um zu entscheiden ob es feuern soll oder nicht, ab nächster Woche eine neue Funktion ausüben wird. Major Diaz sagte, der Schritt werde der die Eiserne Kuppel betreibenden Einheit helfen Energie und Ressourcen zu sparen, die besser zur Verteidigung von Teilen Tel Avivs verwendet werden, die tatsächlich wichtig sind.

„Die Analyse von Zieldaten und verfügbaren Projektil-Ressourcen ließ uns zu dem Schluss kommen, dass die Heimatverteidigung sowie die IDF als Ganzes, dazu das Land und im Grunde die ganze Welt besser dran wären, wenn sie solche Ressourcen nicht auf irgendetwas verschwenden, das Richtung Schocken-Straße fliegt“, sagte der Offizier. „Fazit: Unser Auftrag lautet Israel zu verteidigen und Ha’aretz in den von der Eisernen Kuppel gebotenen Verteidigungsschirm einzubeziehen gehört nicht zu diesem Auftrag.“

In den letzten Tagen haben nach einem Bombenanschlag auf einen Bus in Jerusalem, für den die Organisation die Verantwortung beansprucht, sowie der Zerstörung eines nach Israel führenden Angriffstunnels die Spannungen mit der den Gazastreifen kontrollierenden Hamas zugenommen. Zwar sind groß angelegte militärische Feindseligkeiten zwischen Israel und der Haas weiterhin unwahrscheinlich, sagen Analysten, aber das Gespenst der erneuerten Kämpfe, zu denen ausnahmslos Raketensalven der Hamas und ihrer verbündeten Milizen auf israelischen Kommunen hat Aktualisierungen des Abfangsystems drängender gemacht.

„Es gib mit dem Timing der Ankündigung auch eine moralische Botschaft“, erklärte der Kommentator Sedd Dishin. „Zusätzlich zum Timing der Ankündigung, das der Tunnel entdeckt wurde, der offenbar neue, fortschrittliche Technik nutzte, hilft diese Feineinstellung des Systems Eiserne Kuppel dabei die Botschaft klarzumachen, dass es eine strategische Präzision gibt, mit der die IDF ihre Aufgabe angeht.“

Major Diaz fügte hinzu, dass die Armee weiterhin an der Entwicklung Eisernen Kuppel arbeitet, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. „So wie wir die Algorithmen und Unterprogramme zur Flugbahnberechnung verfeinern, die die Entscheidung über den Abfangschuss bestimmen, werden wir in der Lage sein eine Hierarchie der Prioritäten zu bestimmen“, sagte er. „Derzeit liegt die gesamte Anlage der Ha’aretz-Büros außerhalb des Verteidigungsschirms der Raketenabwehr, aber mit weiterer Präzisierung gehe ich davon aus, dass wir dem System bis nächstes Jahr sagen, die Teile der Ha’aretz-Büros nicht zu verteidigen, die englische Schlagzeilen formulieren und dass der Rest der Zentrale unverteidigt bleibt, wenn das System gezwungen ist zwischen dieser und anderen Teilen der Metropole wie der örtlichen Mülldeponie zu entscheiden.“

Gedankenverlorenes Territorium: Ha’aretz wird israelische Werbekunden boykottieren

Ha’aretz wird am 1. Oktober eine neue Politik wirksam werden lassen, um Komplikationen bei Werbepaketen zu vermeiden, die bereits an israelische Firmen und Organisationen verkauft wurden

PreOccupied Territory, 6. September 2015

„Ja, ich bin ein Arschloch; und ja, der Begriff bezieht sich sowohl auf meine Haltung als auch auf mein Erscheinungsbild.“

Tel Aviv, 6. September – Die Redaktionsleitung von Israels Zeitung Ha’aretz stimmte heute Morgen der Stimmigkeit halber dafür, auf Werbung israelischer Gremien zu verzichten, womit sie offiziell BDS als Leitprinzip als Abbild der Haltung einer zunehmenden Zahl der Mitarbeiter und Führungskräfte der Publikation übernimmt.

Die neue Politik von Ha’aretz wird am ersten Tag des Oktobers in Kraft treten, um die Komplikationen zu vermeiden, die mit Werbepaketen zusammenhängen, die bereits an israelische Firmen und Organisationen verkauft wurden. Sobald die bestehenden Verträge auslaufen, sagte Chefredakteur Aluf Benn, würden nur noch Werbende von außerhalb Israels und israelisch kontrollierter Gebiete akzeptiert.

„Mit der Entscheidung hat die Redaktionsleitung einstimmig beschlossen den Worten Taten folgen zu lassen“, sagte Benn. „Unsere Autoren und der redaktionelle Blickwinkel haben beständig danach gestrebt denen eine Stimme zu geben, die die Existenz und den Wohlstand des Staates Israel nicht als positive Kraft in der Welt ansehen und endlich den Mut für diese Überzeugungen gezeigt.“

Benn sagte, die Meinungen der langjährigen Ha’aretz-Autoren Amira Hass und Gideon Levy hätten beträchtliches Gewicht bei den Überlegungen der Leitung gehabt. „Gerechtigkeit erfordert oft unpopuläre Maßnahmen zu ergreifen und das ist der Weg, den Ha’aretz zu gehen vor langer Zeit schon gewählt hat“, erklärte er. „Es wäre unangebracht von dieser angesehenen Publikation vom Unternehmen der Besatzung zu profitieren, so indirekt das auch sein mag, ob man nun glaubt, dass sie 1967 begann oder 1948 – und unsere journalistische Ethik verhindert eine Festlegung, welches dieser beiden Jahre größere Wertigkeit hat.“

Das Werbeverbot wird sowohl für die Print- als auch für die Online-Ausgabe von Ha’aretz gelten. Gesonderte Veröffentlichungen unter dem Schirm von Ha’aretz wie das Wirtschaftsmagazin The Marker werden israelische Werbung weitere acht Monate lang akzeptieren. Danach, nimmt der Vorstand an, wird es keine israelische Wirtschaft mehr geben, da der gemeinsame Druck des Boykotts und die Scham, die die Israelis zweifellos als Ergebnis desselben empfinden werden, den völligen Zusammenbruch des Systems herbeiführen werden und es wenig Bedarf für eine solche Publikation mehr geben wird.

Keine Entscheidung ist bisher dazu getroffen worden, wie mit den israelischen Abonnenten oder Käufern der Zeitung umzugehen ist. „Das komplexe ethische Netz der Überlegungen um diese Frage erfordert weitere Beratungen“, gab Benn zu. „Man könnte einfach sagen, wir akzeptieren kein israelisches Geld welcher Art auch immer, aber unsere Abonnenten und Leser sind im Großen und Ganzen die richtige Sorte Israelis – d.h. diejenigen, die mit uns übereinstimmen und sind daher nicht auf dieselbe Weise Israelis wie z.B. Bibi Netanyahu oder irgendjemand, der in der Umgebung der Schocken-Straße in Tel Aviv lebt. Es gibt hier also Raum für Diskussion. Ich erwarte, dass wir in den kommenden Wochen eine Entscheidung treffen werden.“

Benn gab keinen Kommentar zum Gebrauch israelischen Bodens durch die Publikation, auf dem sie ihre Betrieb betreibt.

Malakhi Moshe Rosenfeld ist das neueste Opfer der Übersetzer von Ha’aretz

CAMERA, 16. Juli 2015

In drei fehlerhaften Übersetzungen dieser Woche machte die englische Ausgabe von Ha’aretz falsche Angaben zu palästinensischen und israelischen Todesfällen. Bei der ersten Fehlübersetzung blies die englische Ausgabe von Ha’aretz die Zahl der palästinensisch Opfer auf. In der heutigen, zweiteiligen Fehlübersetzung – der zweiten innerhalb einer Woche – ignoriert die englische Ausgabe zwei israelische Opfer (einer Getöteter, eine schwer Verletzte) bei zwei getrennten Terroranschlägen.

Auf Englisch ist der getötete Rosenfeld nur verletzt

Malakhi Moshe Rosenfeld war einer von vier Israelis, die am 29. Juni bei Schvut Rachel in der Westbank aus einem vorbeifahrenden Auto heraus angeschossen wurde Wie Ha’aretz selbst berichtete, waren seine Verletzungen tödlich und er starb schon am nächsten Tag.


Überschrift: Israeli erliegt nach Schüssen in der Westbank seinen Verletzungen

Über seinen Tod sagte der Artikel des letzten Monats:

Ein Israeli starb am Dienstag infolge seiner tödlichen Verletzungen, die er einen Tag zuvor nahe der Siedlung Shvut Rachel in der Westbank bei einem Anschlag aus einem fahrenden Auto heraus erlitt.

Malakhi Moshe Rosenfeld (26) und drei weitere wurden bei dem Anschlag verletzt; die anderen Opfer erlitten mittelschwere Verletzungen. Rosenfeld wurde in den Rumpf geschossen und zur Operation die Nacht über in das Shaare Zedek Medical Center gebracht, wo er später seinen Wunden erlag.

Ein Artikel in der heutigen englischen Ausgabe der Ha’aretz – sowohl im Druck wie online – verweist auf den Anschlag vom 29. Juni, berichtet aber nur von vier Verletzten, wobei die Tatsache ignoriert wird, dass Rosen getötet wurde („Israeli soldier wounded in West Bank stabbing attack“). Der Artikel gab ursprünglich an:

Vor zwei Wochen wurden vier Personen bei einem Schießanschlag nahe der Westbank-Siedlung Shvut Rachel aus einem fahrenden Auto heraus verletzt.

Der hebräische Original-Artikel berichtete jedoch korrekt (CAMERAs Übersetzung):

Vor ungefähr drei Wochen gab es einen Schieß-Anschlag aus einem vorbeifahrenden Auto heraus auf der Eilon-Straße in Richtung der Siedlung Shvut Rachel. Malakhi Moshe Rosenfeld (26) aus der Siedlung Kochav Hashachar wurde schwer verletzt und starb am nächsten Tag. Drei weitere Personen wurden leichter verletzt.

CAMERA veranlasste eine Richtigstellung von Ha’aretz

In Reaktion auf Mitteilungen von CAMERAs Israel-Büro heute Morgen korrigierten die Ha’aretz-Reakteure den Artikel. Der Online-Artikel gibt jetzt richtig an: „Vor zwei Wochen wurde bei Schüssen aus einem vorbeifahrenden Auto nahe der Siedlung Shvut Rachel in der Westban ein Mensch getötet und drei verletzt.“ Zusätzlich ist der folgende Hinweis an die Leser zur Richtigstellung lobenswert, der am Fuß des Artikels stand:

Dieser Artikel wurde am 16. Juli 2015 ergänzt, um die Tatsache einzubeziehen, dass Malakhi Moshe Rosenfeld, der bei dem Anschlag am 29. Juni verletzt wurde, einen Tag später seinen Wunden erlag.

Englisch-Übersetzer lassen zweites israelisches Opfer fallen

Doch Rosenfeld ist nicht das einzige israelische Opfer des fortgesetzten Phänomens „Ha’aretz, beim Übersetzen verloren“ in diesem speziellen Artikel. Während die hebräische Ausgabe von zwei palästinensischen Messerangriffen berichtete, die letzten Monat ein Opfer in Jerusalem forderte, ignoriert die englische Ausgabe einen der Anschläge und sein Opfer, eine schwer verletzte Soldatin.

Der Auszug aus der hebräischen Ausgabe zu den zwei palästinensischen Anschlägen, die zwei israelische Opfer forderten, folgt (Übersetzung durch CAMERA):

Vor einem Monat gab es zwei Messerangriffe: Ein Grenzpolizist wurde bei einem Stichangriff am Damaskustor in der Altstadt von Jerusalem lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer wurde angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Am selben Tag stach eine Palästinenserin auf der Hebronstraße, nahe Bethlehem, auf eine Soldatin ein und wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei folgte der Terrorist, der auf den Grenzpolizisten einstach, diesem, ls der auf dem Weg von seiner Basis zu seinem Wachdienst im Bereich des Damaskustores war. Er griff ihn von hinten und stach ihm in den Hals. Der Polizist schaffte es zu reagieren und schoss den Terroristen an; diese wurde schwer verletzt.

Im Gegensatz dazu ignoriert die englische Ausgabe sowohl im Druck als auch online – wo Platz kein Problem ist – den Angriff auf die Soldatin.

Die englische Ausgabe erwähnt nur einen der Messerangriffe des letzten Monats in Jerusalem:

Letzten Monat wurde ein israelischer Grenzpolizist bei einem Stichangriff am Damaskustor in Jerusalem lebensgefährlich verletzt. Der Beamte wurde in den Hals gestochen, schaffte es aber den Angreifer anzuschießen, bevor er kollabierte.

CAMERA hat die Redakteure von Ha’aretz gedrüngt die Information zum Anschlag auf die Soldatin auch auf Englisch einzufügen. Bisher haben sie das nicht getan.

Wer sind die Übersetzer von Ha’aretz?

Wer sind diese Ha’aretz-Übersetzer, die es in ein paar kurzen Tagen schaffen sowohl die Zahl palästinensischer Opfer aufzublasen und über israelische Opfer lückenhaft zu berichten? Die Manipulation der Opferzahlen auf beiden Seiten des Konflikts, die diese Woche stattfand, entspricht den mehr als zwei Dutzend früheren Beispielen von „Ha’aretz, beim Übersetzen verloren“, bei denen Übersetzer falsche Informationen zu Israel einbringen und palästinensische Gewalt oder andere Verbrechen herunterspielen oder weglassen.

Die Redakteure bei Ha’aretz sind zwar beim Richtigstellen der problematischen Übersetzungen nach der Tatsache absolut gewissenhaft gewesen, aber die Frage bleibt: Welche Schritte wird Ha’aretz unternehmen, um Fehlübersetzungen zu eliminieren oder zumindest zu minimieren, die sie beständig in eine Richtung kippen? Werden die konkreten Übersetzer, die für die falsche Berichterstattung zu den Opfern der letzten Woche verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen? Wird Ha’aretz anfangen die Namen der Übersetzer jedes ihrer Berichte zu veröffentlichen, da sie bisher die Namen der Reporter (deren Werk von den Übersetzern regelmäßig verpfuscht wird) enthalten? Oder werden sie zumindest eine Liste aller ihrer Übersetzer für die Ha’aretz-Internetseite veröffentlichen, wie es mit den Redakteuren und Autoren geschieht?

Werden diese Dinge nicht angegangen, dann lautete die nächste, unausweichliche Frage: Welches israelische Opfer palästinensischen Terrors wird das nächste Opfer der Übersetzer von Ha’aretz sein?