Mit Hass indoktriniert: „Dies ist der Beginn des neuen Kalifats“

Raymond Ibrahim, 12. April 2021 (Gatestone Institute)

Während Jungen im Westen praktisch indoktriniert werden Mädchen zu werden – wenn nicht chirurgisch verstümmelt, zumindest aber geistig kastriert – werden Jungs in der muslimischen Welt zunehmend indoktriniert Superjihadisten zu werden: ISIS 2.0.

Die Nachrichten kommen schnell herein, aus einer Vielzahl von Quellen.

Der Dokumentarfilmer Alan Duncan zum Beispiel erstellte vor kurzem ein Video seines Besuchs im Flüchtlingslager al-Hawl im Nordosten Syriens, das durch von den Kurden geführten Syrisch-Demokratischen Kräften geleitet wird. Obwohl 80% des Lagers aus Frauen und (27.000) Kindern besteht, von denen viele vor ISIS geflohen waren, ist das Lager als der „Schoß von ISIS“ bekannt. In dem Video, das in einem Bericht mi Februar 2021hervorgehoben wurde, erscheinen acht bis zehn Jahre alte Jungs, die einen Finger heben – ein Symbol des Jihad. Nach der Geste befragt, antwortete ein Junge: „Das bedeutet, dass der Islamische Staat bleibt.“ Auf die Frage, ob sie, wenn sie erwachsen sind, Ärzte oder Lehrer werden sollen, sagte ein Junge: „Wie wollen keine Ärzte sein. Wir wollen brüderliche Kämpfer sein. Wir wollen die Abgefallenen bekämpfen.“ Dann erklärt eine in eine schwarze Burka gekleidete Frau, sie wolle, dass die Kinder „Mudschaheddin werden, die auf Allahs Weise kämpfen“ – die „Ungläubige bekämpfen“. Nach Angaben von Duncan besteht der Grund für all diese Indoktrination darin, dass

es dort bereits Trainingslager gibt – sie trainieren den Kindern die ISIS-Ideologien ein. Sie lehren sie kein ABC – sie lehren sie zu hassen. Den Westen zu hassen … Sie trainieren sie für den kommenden Jihad. … Die Kinder sind Opfer von ISIS und ihren Eltern. Sie befinden sich innerhalb eines von islamischen Extremisten kontrollierten Lager. Ihnen wird nicht gesagt, sie sollten Ärzte und Pfleger werden – die kleinen Mädchen sind dort, um zu dienen und Kinder zu bekommen. Die Jungs sind dort, um zukünftige Kämpfer und zukünftige Selbstmordbomber zu werden. … Das ist der Beginn des neuen Kalifats. Da bin ich sicher. Man kann dort die Angst vor der Religionspolizei spüren. Sie versuchen dort die Struktur des Kalifats aufrecht zu erhalten – die Gesetze, die Strafe. Es ist, als ob man im Kalifat unterwegs sei. Es ist wie in einer anderen Welt unterwegs zu sein.

Ein offizieller Vertreter des Lagers stimmte zu; er fügte an: „Die Frauen und Kinder sind radikalisiert – die Fahrzeuge der humanitären Arbeiter werden sogar mit Steinen attackiert. Die Wachen fühlen sich auf Patrouillengängen im Lager unsicher. So bewaffnet und trainiert auch immer sie sind.“

In Nigeria veröffentlichten islamische Terroristen auf ähnliche Weise ein 17-minütiges Video über Kinder, die „religiöser Bildung und indoktrinatorischen Sitzungen unterzogen werden.“Ein Bericht vom 28. Februar 2021 gibt an:

Die gefürchteten Boko Haram-Terroristen haben ein Video veröffentlicht, in dem Kinder schon im Alter von 10 Jahren zu sehen sind, die in der Kunst des Kampfs und Aufstands als „Kämpfer der nächsten Generation“ trainiert werden. In dem angeblichen Ausbildungsvideo sind die Kindersoldaten zu sehen, wie sie an komplexen AK-47- und Zastava M21-Gewehren, einer sehr mächtigen Waffe ausgebildet werden. Die Bilder aus dem Video zeigen relativ junge Kinder in Kampfkleidung und Sturmhauben, die an Kampfsport-Training, Waffenumgang- und Religionsunterricht teilnehmen. …

Hasserfüllte Indoktrination und Gewalttraining sind nicht auf die „Schulen“ von ISIS oder Boko Haram beschränkt. Öffentliche Schulen in der gesamten muslimischen Welt haben Elemente dieser Indoktrination gemein. Vor kurzem zeigte eine Studie aus dem März 2021, dass die Lehrpläne der Türkei – seit Jahrzehnten einer der säkularsten Staaten der muslimischen Welt – ebenfalls zunehmend voller Jihadpropaganda steckt. Einige der „Hauptergebnisse“ sind die Folgenden:

Der türkische Lehrplan ist in den letzten Jahren beträchtlich radikalisiert worden. Jihad-Krieg ist als zentraler Wert eingeführt worden; Märtyrertum im Kampf wird glorifiziert. Der Islam wird als politisch dargestellt, Wissenschaft und Technologie genutzt, um seine Ziele voranzutreiben. Eine ethno-nationalistische, religiöse Vision, gelehrt in Kombination mit Neo-Osmanentum und Pantürkismus. Konzepte wie „Türkische Weltdominanz“ und türkisches oder osmanisches „Ideal der Weltordnung“ werden betont. Der Lehrplan übernimmt eine antiamerikanische Haltung und stellt Sympathie gegenüber der Motivation von ISIS und al-Qaida zur Schau. Es gibt antiarmenische und pro-aserbaidaschanische Haltungen. … Subtil antdemokratische Botschaften werden übermittelt (z.B. zu den Protesten im Gezi-Park). Christen und Juden werden als Ungläubige beschrieben, nicht als Völker des Buchs. Der Lehrplan dämonisiert den Zionismus und grenzt an Antisemitismus…

Selbst im Westen werden muslimische Kinder online „virtuell“ indoktriniert, einschließlich während der COVID-19-Pandemie. Nach Angaben eines Berichts vom 4. März 2021 (aktualisiert am 10. März), „werden Kinder online während des Lockdowns ISIS-Terrorismus ausgesetzt, was Ängste über Gehirnwäsche verstärkt, sagte das britische Außenministerium.“ Dominic Raab sagte dem Parlament, dass dieser Anstieg „der gewalttätigen Internetindoktrination“ in einem „entscheidenden Moment“ stattfindet, wenn es letztes Jahr eine Zunahme der Terrorpropaganda um 7 Prozent gegeben hat.

„Der Grund dafür ist, dass Terroristen digitalen Zugang zu denen haben, die wahrscheinlich die am anfälligsten für extremistische Schilderungen sind“, fügte Raab hinzu. „Und wir können einen zunehmend Besorgnis erregenden Anstieg beim Anteil der Kinder und Teenager sehen, die jetzt wegen Terrorvergehen verhaftet werden.“ Für ihn ist der Mix aus „gelangweilten Jugendlichen, die während des Lockdowns drinnen festsitzen“, wo sie „online extremistischer Propaganda ausgesetzt sind“, der „perfekte Sturm“.

Es gibt einen weiteren Faktor, der dem Mix hinzugefügt werden muss: All diese beispiellose Radikalisierung muslimischer Jugendlicher in jihadistschem Hass und Gewalt geschieht zu einer Zeit, in der Jungs im Westen auf nie da gewesene Weise dahingehend indoktriniert werden Maskulinität abzuschwören und Verweichlichung anzunehmen. Was wird in ein paar Jahrzehnten geschehen, wenn all diese  Jungs – die mit absolutem Hass und Gewalt aufgezogen werden und die zu absoluter Toleranz und Gewaltlosigkeit erzogen werden – die Entscheidungsträger der Welt werden?

Kindern Judenhass einimpfen

Mahmud Abbas, der Friedenspartner, der Moderate, schenkt einem kleinen Jungen ein Bild, auf dem Plakate von ihm selbst und Dalal Mughrabi abgebildet sind. Dalal Mughrabi wird als Heldin und  Vorbild propagiert. Sie war die Anführerin beim „Küstenstraßen-Massaker“ 1978, bei dem eine unbeteiligte amerikanische Fotografin und 37 Fahrgäste eines Busses, darunter 12 Kinder von palästinensischen Terroristen ermordet wurden.

(gesehen auf twitter)

Kein Kinderspiel

Die in Berichten von UNICEF verwendeten „Informationen“ über sogenannten israelischen Missbrauch palästinensischer Kinder kommt oft von von Haus aus parteiischen Gruppen, von denen einige Verbindungen zu Terrorgruppen pflegen. Die Berichte werden dann als Mittel zur Delegitimierung Israels verwendet.

Nadav Shragain, Israel HaYom, 4. März 2018

Palästinensische Teenager liefern sich Zusammenstöße mit IDF-Soldaten Foto: Oren Nahshon

2005 plante Salah Hamori den ehemaligen sephardischen Oberrabbiner Ovadia Yosef zu töten. Er verbrachte sieben Jahre in einem israelischen Gefängnis und wurde als Teil eines Deals freigelassen, mit dem der gefangen gehaltene IDF-Soldat Gilad Shalit nach Hause geholt wurde. Die letzten jahe hatte Hamori sich eine neue Karriere aufgebaut. Er wurde Ermittler für Adamir, eine Organisation, die eine Kampagne zur Unterstützung von Palästinensern anführt, die wegen Sicherheitsverbrechen angeklagt und von ihnen als politische Gefangene dargestellt wurden.

Einige Aktivisten von Adamir sind auch mit der Volksbefreiungsfront für Palästina (PFLP) verbunden, einer Terrororganisation. Ein paar hatten sogar Zeit im Gefängnis verbracht; Grund waren Aktivitäten für oder Kontakte mit dieser Organisation. Adamir beschreibt den Terror-Messerangiff in Halamisch im letzten Sommer, bei dem Yosef. Elad und Chaya Salomon in ihrem Haus erstochen wurden, als die „Halamisch-Operation“, die im Tod dreier Siedler gipfelte.

Adamir wäre für uns nicht der Erwähnung wert, würden sie und andere Organisationen nicht daran arbeiten die IDF auf eine Schwarze Liste der UNO mit „schweren Verletzungen von Kinderrechten“ zu bringen. Zu weiteren Namen auf der Liste gehören der Islamische Staat, Al-Qaida und die Taliben. Adamir ist nicht länger eine Kuriosität, die abgetan werden kann.

Obwohl Adamir offiziell nicht Teil der von UNICEF geführten Arbeitsgruppe Children Affected by Armed Conflict ist, die Informationen zu und Berichte über „schwere Verletzungen an Kindern in Israel und den besetzten Palästinensergebieten“ sammelt und die theoretisch Mitwirkenden dazu verpflichtet bezüglich des Konflikts neutral und unparteiisch zu sein. Sie ist Partner bei UNICEFs Informationssammlungsprojekt und erhält daher Gelder von ihnen. Es ist kaum etwas vorstellbar, das weiter von Neutralität und Unparteilichkeit entfernt ist, als Adamir.

Nach Angaben der Internetseite der Fatah ist Adamir ein Zweig de PFLP. Wir sollten vielleicht klarstellen, dass die UNO die PFLP nicht als Terrororganisation einstuft, genauso wie sie die Hamas nicht als eine solche klassifiziert. Es könnte leichter sein, wenn die UNICEF Daten von Adamir entgegennimmt, ohne den Verdacht zu haben, dass etwas nicht stimmt.

Die Geschichte von Hamori und Adamir als Informationsquelle für UNICEF ist nur ein Beispiel für den problematischen Gebrauch einseitiger Informationsquellen, die vorgeben objektive Daten für die einseitigen, unverhohlen antiisraelischen Berichten zu liefern, die UNICEF in den letzten Jahren zu Kinderrechten ausgegeben hat.

Die schwarze Liste der UNICEF, zu denen die Informationssammler die IDF hinzuzufügen versuchen, ist Teil eines Anhang des jährlichen Berichts des UNO-Generalsekretärs für Kinder und Bewaffnete Konflikte, den der UNO-Chef seit 2001 siebzehnmal veröffentlicht hat. Der Anhang ist dazu geschaffen die Aufmerksamkeit des UNO-Sicherheitsrats auf Länder oder Nichtregierungsorgane zu lenken, die Kinder als Soldaten rekrutieren und nutzen; die UNO soll damit veranlasst werden, in Übereinstimmung mit den vorgelegten Beweisen Schritte (auch Sanktionen) gegen sie zu unternehmen.

Neutralität?

Die Organisationen in der Datenbank der UNICEF spielen in einem neuen Bericht des Forschungsinstituts NGO Monitor eine Hauptrolle; NGO Monitor hat seit Jahren die Kampagne der internationalen NGOs zur Delegitimierung Israels unter dem Deckmantel des Eintretens für Menschenrechte verfolgt. Der neue Bericht, der gerade veröffentlicht wird, konzentriert sich auf UNICEF, seine Arbeitsgruppe und andere Organisationen, die beim Projekt zur Sammlung von Informationen mitmachen und von der UNICEF Geld dafür erhalten. Hamori und Adamir waren nicht allein.

Der Bericht offenbart, dass zu der Arbeitsgruppe UNICEF mit „belastenden“ Informationen über die IDF versorgt – die dann in Berichten verwendet werden, die als Teil der Delegitimierungskampagne gegen Israel veröffentlicht werden – die Organisation Defense for Children International Palestine gehört.

Diese unschuldig benannte Gruppe steht an vorderster Front einer Kampagne mit dem Namen No Way to Treat a Child (So kann man ein Kind nicht behandeln), deren erklärter Zweck es ist „Israels anhaltende Militärbesatzung der Palästinenser herauszufordern, indem weit verbreitete und systematische Misshandlung palästinensischer Kinder im israelischen Militärarrestsystem aufzudecken“. Vor erst zwei Jahren beschuldigte es Israel eine Politik der „tödlichen Schüsse“ zu anzuwenden.

Einige Mitglieder von DCI Palestine pflegen Verbindungen zur PFLP. Rechercheure von NGO Monitor entdeckten, dass Hashem Abu Maria, en Angestellter, von der PFLP nach seinem Tod als „Genosse“ und „den Märtyrertod gestorbenen Führer“ beschrieben wurde.

Mahmud Jeddah, der wegen des Werfens von Granaten auf israelische Zivilsiten in Jerusalem im Jahr 1968 17 Jahre lang in Israel im Gefängnis war, ist ein ehemaliges Mitglied des Vorstands von DCI Palestine und Mitglied der PFLP.

Ein weiterer Lieferant von Informationen an UNICEF ist das Palestinian Center for Human Rights, das die UNICEF-Kriterien für Mitglieder ihrer Arbeitsgruppe „neutral, unbeteiligt und unabhängig von allen Seiten des Konflikts“ zu sein nicht erfüllt.

Das PCHR ist eine der Gruppen an vorderster Front des juristischen Kriegs gegen Israel. In der Vergangenheit versuchte sie offizielle Vertreter Israels in Europa festnehmen zu lassen und arbeitete daran, dass die britische Regierung die ehemalige Außenministerin Tzipi Livni wegen angeblicher Kriegsverbrechen während der Operation Gegossenes Blei verhaftet. Das PCHR zerrte Israel auch wegen angeblicher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit, von denen sie behauptete Israel haben sie während der Operation Fels in der Brandung im Sommer 2014 begangen haben soll, vor den Internationalen Kriminalgerichtshof in Den Haag.

2010 verurteilte das PCHR heftig die Einweihung der wieder aufgebauten, von den Jordaniern 1948 gesprengten Hurva-Synagoge in der Altstadt von Jerusalem. Die Gruppe bezeichnete das als „Kriegsverbrechen“ – die Wiedereröffnung der Synagoge, nicht ihre Sprengung. Das PCHR hat oft geleugnet, dass Terroranschläge gegen israelische Zivilisten verübt werden. Im Februar 2014 organisierte die PFLP eine Feier im Gazastreifen, um zu feiern, dass ihr Gründer Raji al-Surani den Right Livelihood Award verliehen bekam, der auch als „alternativer Nobelpreis“ bekannt ist. Der Hauptredner war Dr. Rabah Muhanna, ein Mitglied des Politbüros der PFLP.

„Lähmt die Banken“

Aber nach Angaben der Recherchen von von NGO Monitor gehören zur UNICEF-Datenbank, die versucht Israel wegen seines sogenannten Umgangs mit palästinensischen Kindern zu verleumden, auch Mitglieder von EAPPI – da Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel; das ist ein Projekt, das 2002 vom Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat) gegründet wurde. EAPPI bringt Freiwillige mit Touristenvisa für dreimonatige Aufenthalte in die Westbank. Das Programm nutzt regelmäßig aufstachelnde Rhetorik, die Israel verleumdet und sogar antisemitisch ist. Programmteilnehmer präsentieren ein einseitiges palästinensisches Narrativ, nehmen an palästinensischen Aktivitäten zum Gedenken an die Nakba (Katastrophe) – die Gründung Israels – teil und gemäß des Berichts von NGO Monitor „werben sie nach der Rückkehr in ihre Heimatländer für ein [palästinensisches] Rückkehrrecht, beschuldigten Israel der Apartheid und Kriegsverbrechen und unterstützen die BDS-Bewegung (Boykott, De-Investitionen und Sanktionen)“.

Ein EAPPI-Freiwilliger aus Südafrika rief zur Schließung des israelischen Bankensystems auf und behauptete: „Es ist an der Ziet zu sagen, dass die Oper des Holocaust die Unterdrücker geworden sind.“ Ein englischer Aktivist behauptete, die Lage in Judäa und Samaria erinnere an das, was die Briten den Aborigines in Australien antaten.

Der bemerkenswerteste UNICEF-Bericht zu diesem Thema mit dem Titel „Children in Israeli Military Detention: Observations and Recommendations“ (Kinder in israelischem Militärgewahrsam: Beobachtungen und Empfehlungen) wurde im Februar 2013 veröffentlicht; auf ihn ist in aller Welt weiderholt verwiesen worden. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass „Misshandlung palästinensischer Kinder im israelischen Militär-Gefangenensystem weit verbreitet, systematisch und institutionalisiert zu sein scheint“, auf jeder Ebene des Haftprozesses, „von der Festnahme bis zu Gerichtsverhandlungen und Folgen“.

Die Palästina-Berichte von UNICEF spielen die Umstände herunter, bei denen Terrororganisationen palästinensische Kinder auf ungeheure Weise ausnutzen und sie von klein an mit Erzählungen von Schahada (Märtyrertum), Rache und Hass auf Juden, Zionisten und Israel impfen.

Das funktioniert so: Einseitige Informationen werden von Gruppen gesammelt, die Israel bereits feindlich gegenüber stehen; manche unterhalten Verbindungen zu Terrorbewegungen. Die Informationen werden in Berichte von UNICEF eingefügt, die dann von allen, vom UNO-Generalsekretär bis hinunter zu internationalen Offiziellen zitiert werden, die Israel ebenfalls feindlich gegenüber stehen. Das Ganze ist dann Teil einer breiten Kampagne zur Delegitimierung des gesamten Landes.

Im November 2017 reichte die US-Kongressabgeordnete Betty McCollum (Demokratin aus Minnesota) H.R. 4391 ein, das Gesetz zur Förderung von Menschenrechten durch Beendigung der israelischen Militär-Inhaftierung palästinensische Kinder, das die US-Außenminister verpflichten würde „zu bestätigen, dass amerikanische Gelder Israels Militär-Haftsystem, Verhöre, Misshandlung oder Missbrauch palästinensischer Kinder nicht unterstützen“. McCollums Gesetzesvorlage wurde dann im UNICEF-Bericht zitiert, der unter anderem bestimmte, dass das israelische militärische Haftsystem für palästinensische Kinder „von internationalen Normen abweicht“.

„Jagt die Söhne Zions in die Luft“

Anfang Februar hielt das britische Parlament eine Debatte zum Thema „Militärgewahrsam palästinensischer Kinder durch israelische Behörden“. Es wurde auf den Bericht von UNICEF vewiesen, ebenso auf ein Op-Ed von Nour Tamimi in der Washington Post über ihre Kusind Ahed Tamimi, die IDF-Soldaten angegriffen hatte. Mehr als einen Monat zuvor reichte die palästinensische Autonomiebehörde Klage wegen angebliche Verletzung der Rechte palästinensischer Kinder beim Internationalen Strafgerichtshof gegen Israel ein. Es ist wahrscheinlich, dass sich auch diese Klage auf Berichte von UNICEF-Palästina stützt.

Die einseitigen Daten gegen Israel in Sachen Palästinenserkinder werden wegen einer weiteren wichtigen Lücke in heftige Unterstützung gesteckt: „Es gibt fast keine Beweise, dass UNICEF-Quellen die Verwendung von Kinder für terroristische Zwecke entlarven, weder im PA-Gebiet in der Westbank noch im von der Hamas kontrollierten Gazastreifen“, schreiben die Forscher von NGO Monitor.

„Die Berichte von UNICEF widmen nicht ein einziges Wort den Al-Aqsa-Sommerlagern, in denen Scheik Khaled al-Mughrabi zu jungen Kindern über die Vereidigung des Islam, Schahada und Jungfrauen sprach. Es gibt keine Beschreibung dazu, wie palästinensische Mütter den Tod ihrer Kinder feiern, nachdem diese versuchten Juden und Israelis zu erstechen und zu überfahren; es gibt auch keinerlei Erwähnung der Facebook-Seite de Fatah, die ein Bild einer Mutter zeigt, die ihrem Sohn einen Sprengstoffgürtel anlegt und erklärt: ‚Die Heimat braucht dich, mein Sohn. Geh und jage die Söhne Zions in die Luft.‘“

Während das Hamas-Fernsehen Kinder bejubelt, die das Märtyrertum anstreben und die Kinderprogramme der Hamas Tod als „heldenhaft“ beschreiben und Kindergäste in Hamas-Sendungen Nachstellungen der Selbstmord-Bombenanschläge ihrer Mütter ansehen – entscheidet sich UNICEF sich auf angebliche Verletzungen der Rechte palästinensischer Kinder durch Israel zu konzentrieren, wobei sie Informationen aus einigen Quellen verwendet, die den Terrorismus nahe stehen.

Was sollte UNICEF tun? NGO Monitors juristische Beraterin Anne Herzberg findet, dass die einzige Option der Organisation darin besteht ihre Arbeitsgruppe aufzulösen und große Reformen in Gang zu setzen.

„Bis das geschieht, sollten Geberstaaten aufhören der Organisation irgendwelche Gelder zu geben“, sagt sie.

„UNICEF gibt vor Kinder der Region zu beschützen, ist aber gleichzeitig Partner der Finanzierung von NGOs mit Verbindungen zur Volksfront für die Befreiung Palästinas, die BDS-Aktivisten nutzt um Informationen zu sammeln und es ablehnt in ihren Berichten Informationen über palästinensische Rekrutierung und Verwendung von Kindern als Soldaten weiterzugeben. Die Zuverlässigkeit von UNICEF ist beschädigt worden.“, sagt Herzog.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30. September 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 24.09.2017:

Die Jerusalemer Polizei hat Juden jetzt verboten zu Sukkhot die „vier Baumfrüchte“ (3. Mose 23,40) mit auf den Tempelberg zu nehmen. Das zu tun würde den Status quo verletzten, demgemäß Juden auf dem Tempelberg nicht beten dürfen.

Jibril Rajoub, Generalsekretär des Zentralkomitees der Fatah, nutzte vor kurzem seine Einreisegenehmigung nach Israel zum Besuch der Familie eines Terroristen, der wegen Entführung und Mord zu lebenslanger Haft verurteilt wurde (Shimon Peres reduzierte als Präsident die Strafe auf 40 Jahre Gefängnis). Auf Facebook verkündet er den Besuch ganz stolz und postete Bilder mit der Familie. Der Besuch bei der Terrorfamilie war von Israel nicht genehmigt worden.

Montag, 25.09.2017:

45 Jahre nach dem Terroranschlag auf die Olympischen Spiele in München feiert die Fatah die Morde als „exzellente Operation“ und die Mörder als „die Helden der Operation von München“. (PMW-Newsletter; Link funktionierte nicht)

Die PA wollte im Muslimischen Viertel der Altstadt von Jerusalem illegal eine Veranstaltung organisieren und finanzieren. Minister Erdan verhinderte das.

Dienstag, 26.09.2017:

Die 3 ermordeten Israelis sind noch nicht beerdigt, da feiert Abbas‘ Fatah-Bewegung den Mörder und seine Tat bereits: Der Anschlag war eine „Operation“, der Terrorist ist ein „Märtyrer“. Die PA selbst ignorierte, dass es den Anschlag gab.
Genauso natürlich die Hamas und der Islamische Jihad. Der Dreifachmord „verkörpert das lebende Gewissen des palästinensischen Volks und seine Sache“.

Mittwoch, 27.09.2017:

75 Schulen der PA sind nach Terroristen sowie Nazi-Kollaborateuren benannt und ehren „Märtyrer“ und „Märtyrertum“.

Sicherheitskräfte bereiten sich darauf vor das Haus des Mörders von Har Adar abzureißen.

Benjamin Netanyahu bekräftigte seine Absicht keine Siedlungen in Judäa und Samaria mehr abzureißen – weder jüdische noch arabische.

Donnerstag, 28.09.2017:

Drei arabische Israelis aus Um el-Fahm wurden unter dem Verdacht festgenommen im Bereich des Tempelbergs einen Terroranschlag mit Schusswaffen geplant zu haben, ähnlich dem vom Juli. Die drei sind Sympathisanten des Islamischen Staats. Sicherheitskräfte durchsuchten die Häuser der Verdächtigen und beschlagnahmten zwei Schusswaffen und Munition. Die Verdächtigen bestätigten ihre Absicht.

Am Grab des Propheten Samuel am Rand von Jerusalem gibt es regelmäßig Angriffe von Arabern auf Juden, die dort beten wollen (in der Regel Steinwürfe). Direkt daneben befindet sich eine Moschee. Vor Ort ist ein einzelner Wachmann stationiert, der die Besucher gar nicht kontrollieren kann. Bei solchen Angriffen wird die Gegend stets für Juden gesperrt, während die Araber ungehindert weiter kommen können.

Die neuen PA-Schulbücher dämonisieren Israel und die Juden weiter. Sie geben an, dass Juden keine Rechte welcher Art auch immer an/in der Region haben, sondern nur habgierige Ambitionen. Außerdem haben nach ihren Angaben keinerlei heilige Stätten.

Freitag, 29.09.2017:

Hamas ist bereit einen ägyptischen Vorschlag zum Austausch von Leichen und Gefangenen mit Israel zu akzeptieren, heißt es in mit der Hamas verbundene Medien. Gleichzeitig wird Israel „gewarnt“ (also gedroht), die Hamas könne in 51 so viele Raketen auf Israel schießen, wie in den 51 Tagen während des Kriegs von 2014.

Die PA in Gestalt von Nabil Abu Rudeneh hat jetzt endlich so etwas Ähnliches wie eine Verurteilung des letzten Terroranschlags von sich gegeben – na ja, so wird es von den poltisch Korrekten interpretiert. Ser Wortlaut: „Wir verurteilen alle Gewalttaten“. Har Adar wurde nicht erwähnt. (Und intern werden Terrormorde an Juden nicht als „Gewalttaten“, sondern als Heldentum gefeiert. Übrigens behauptet YNet, Abbas habe den Terroranschlag verurteilt – ohne den Wortlaut der Erklärung durch Abbas‘ Sprecher Nabil Abu Rudeneh wiederzugeben.)

Saeb Erekat wieder: „Israel ist international als Besatzer von 100% von Palästina anerkannt, einschließlich in und um das besetzte Ost-Jerusalem“, ließ er wissen.

Die Waqf „warnt“ vor (sprich: droht mit) einem „Religionskrieg“, wenn Juden weiterhin den Tempelberg besuchen.

Samstag, 30.09.2017:

Hassan Nasrallah hielt zum islamischen Aschura-Fest eine Rede; darin beschuldigte er Israel Spionagekameras mit Sprengfallen im Südlibanon verteilt zu haben. Er drohte: Sollen Israels Verbrechen nicht auf diplomatischem Weg gehandhabt werden, würden die Terroristen andere Wege finden damit klarzukommen.

Blut, Geld und Erziehung

Der Text vom September 2003 wird ergänzt durch einen weiteren offenen Brief vom 15. Juni 2004 (mit vorheriger Einleitung) und dem Artikel von Khaled Abu Toameh, auf den Arnold Roth sich bezieht.


Arnold Roth, Wall Street Journal Europe, 26. September 2003

Die Europäische Kommission ist in heller Aufregung wegen des Finanzskandals um bedeutende Summen und das Statistikbüro der EU. Das ist allerdings alles geringfügig, wenn man es mit den Folgen und dem Ausmaß des Missmanagements der EU in einem Bereich vergleicht, der meine Familie und mich betrifft.

Im letzten Dezember reiste ich als Mitglied einer kleinen Gruppe Israelis nach Brüssel. Jeder von uns hatte in den letzten zwei Jahren ein Familienmitglied durch Terror verloren. Meine Tochter Malka Chana, 15 Jahre alt, wurde von einer Terrorzelle der Hamas getötet. Sie war Gymnasiastin, eine talentierte Musikerin und eine freiwillige Helferin, die behinderten Kindern widmete. Als ihr Mörder sich in einem Jerusalemer Restaurant im August 2001 sprengte, massakrierte er 15 unschuldige Zivilisten, hauptsächlich Kinder und Teenager. Hunderte wurden verletzt.

Chris Patten, EU-Kommissar für Außenbeziehungen, spielt eine zentrale Rolle bei der Verteilung von EU-Finanzhilfen an die palästinensische Autonomiebehörde. Ich wollte ihn bei dem Besuch fragen, ob er sich der Beweise bewusst sei, dass EU-Gelder, die durch sein Büro an die PA gezahlt wurden und so dringend für die Verbesserung des Lebens der Palästinenser nötig sind, abgezweigt werden, um Terrorismus zu finanzieren. Glaubte er wirklich, dass ein gerechter Friede erzielt werden kann, wenn von EU-Hilfen an die UNRWA (die U.N. Relief and Works Agency) bezahlte Lehrer palästinensische Kinder lehren, dass Israel kein Recht hat zu existieren und dass ihr Märtyrertum ein ruhmreicher Teil der ethnischen Säuberung der Juden des Nahen Ostens ist?

Anders als die anderen hochrangigen EU-Persönlichkeiten lehnte es Mr. Patten ab sich mit uns zu treffen. Wir trafen dafür seinen Stellvertreter. Ich wies ihn auf Beweismaterial hin, das von den israelischen Soldaten 2002 entdeckt wurde und das zeigt, dass die Top-Leute der PA Gelder aus den Gehältern abzweigen und dass geheime Bankkonten ein ganz gewöhnlicher Teil der Korruption in der PA sind. Meine Besorgnis sei deplatziert, sagte er, da alle Zahlungen, die von Mr. Pattens Büro an die PA getätigt wurden, streng vom Internationalen Währungsfond beaufsichtigt wurden. Unmittelbar nach unserem Treffen überprüfte ich die Angaben und erfuhr, dass der IWF einige Monate vorher einen Bericht veröffentlicht hatte, der das abstritt. Der Bericht des IWF bestätigte Missbrauch von Geldern durch die PA.

Anfang des Monats verloren meine Familie und ich wieder Freunde durch Terrorismus. Eins der Opfer eines weiteren Massakers in einem Jerusalemer Café war ein Notfall-Chirurg, David Applebaum, der sein Leben der Sorge um Terroropfer gewidmet hatte – Juden wie Arabern. Seine Tochter, die mit ihm getötet wurde, wollte am nächsten Abend heiraten. Ihr tragischer Mord führte dazu, dass ich einmal mehr darüber nachdachte, was nötig sei, um die Hass erfüllte Erziehung palästinensischer Kinder zu stoppen, die sie in wandelnde Granaten verwandelt.

Bei der Suche auf der Internetseite der EU fand ich heraus, dass ein holländisches Mitglied des Europa-Parlaments gerade Mr. Patten einige Fragen zu diesem Thema gestellt hatte. Mr. Pattens schriftliche Antwort besagte, dass die Kommission „keine Belege dafür hat, dass die Gelder der Gemeinschaft an die Palästinensische Autonomie missbraucht oder für irgendetwas anderes als die vereinbarten Zwecke benutzt werden. Sollten solche Beweise ans Tageslicht kommen, würde sofort gehandelt.“

Das ähnelte erstaunlich seiner Antwort zu Vorwürfen über den Missbrauch von EU-Geldern durch die PA. Der Kehrreim wurde wiederholt, nachdem ein Bericht von Human Rights Watch über palästinensischen Terrorismus anführte, dass „die Al-Aksa-Märtyrerbrigaden aus routinemäßigem Missbrauch von PA-Geldern Nutzen gezogen zu haben scheinen“.

Rund 55% aller palästinensischen Araber sind unter 20 Jahre alt. Sich mit ihren Bedürfnissen zu beschäftigen ist essenziell für den Bau von Brücken zwischen unseren beiden Völkern. Um die 3,5 Millionen Euro in Form von EU-Hilfen erreichte zwischen 1994 und 2001 die palästinensische Führung. Wohin immer sie gingen, sie sind nicht zum Nutzen ihrer Bildung oder für die Herbeiführung von Frieden verwendet worden. Die Hass erfüllten Botschaften, von der ihre Erziehung durchdrungen ist, einschließlich der von der EU finanzierten Schulbücher, garantiert eine weitere Generation von Menschen, denen es unmöglich ist, sich mit einem Frieden mit den Israelis abzufinden. Fakt ist, dass es interne palästinensische Briefwechsel gibt, die bestätigen, dass die Hamas die Kontrolle über das palästinensische Erziehungsministerium übernommen hat, was sicher stellt, dass die Kinder weiterhin gelehrt werden Selbstmord-Bomber zu bewundern und nachzuahmen.

Mr. Patten hat sofortiges Handeln versprochen, sollten konkrete Beweise ans Tageslicht kommen. Ich habe ihm nun geschrieben und auf zwei besondere Quellen aufmerksam gemacht.

Zum Ersten zitiert der San Francisco Chronicle in einem Interview von letzter Woche Mahmud Abbas, den gerade zurückgetretenen PA-Premierminister, mit der Bestätigung dessen, was israelische Dokumente vor 18 Monaten schon belegten: dass die Führungsriege der PA Gelder aus Lohnzahlungen abschöpft und dass geheime Bankkonten normal sind.

Die Story zitiert Herrn Abbas mit den Worten, dass Arafat finanzielle Reformen blockierte, weil sie Schmiergeld-Töpfe in Gefahr bringen würden, die Arafat nutzte, um seine Intifada zu bezahlen. Gehälter für PA-Beamte werden von der EU bezahlt, aber „Arafat oder seine Spießgesellen zweigten bis zu 15% Einkommensteuer ab und benutzen sie für sich selbst“.

Dann wurde Herr Abbas so zitiert, dass „ich persönlich nicht weiß, wohin diese Gelder gehen. Als wir sie streichen wollten, wurde gesagt: Ihr schadet der Intifada.“

Eine zweite Quelle ist der letzte Woche vom IWF veröffentlichte Bericht über die palästinensische Wirtschaft. Dieser enthüllt, dass in den letzten Jahren von Arafat allein aus Steuern 900 Millionen Dollar „abgezweigt“ wurden. Das meiste davon endete vermutlich in öffentlichen Einrichtungen. Aber der IWF fügt an, dass nicht für alle vermissten Gelder Rechenschaft abgelegt werden kann und weist darauf hin, dass zusätzliche besondere Probleme in internen Haushaltskontroll-Praktiken der PA bestehen. Veröffentlichte Geheimdienstberichte des israelischen Militärs besagten genau dies. Mr. Patten ging darüber hinweg.

Die Kommission hat stur die Existenz dieser Korruption geleugnet, obwohl sie als einer ihrer Haupternährer diente. Unschuldige wie meine Tochter sterben, weil Geld vorhanden ist, mit dem die Räder des Bösen und der Korruption und der Hass erfüllten Erziehung geölt werden.

Mein Brief erinnert Mr. Patten daran, dass die von der EU unterstützte Road Map das sofortige Ende des palästinensischen Terrorismus fordert. Er kann sich entscheiden, die Macht des Finanzgebers auszuüben, die er in seinen Händen hält und zukünftige Gaben an die PA an eindeutig vorhandene Belege knüpfen, dass die palästinensische Erziehung auf Frieden ausgerichtet und positiv ist. Oder er kann weiterhin den Preis des EU-Blutgeldes leugnen.

Arnold Roth ist Geschäftsführer von VirTouch Ltd, das taktiles Computerzubehör für Blinde entwickelt. Er und seine Frau gründeten die Malki Foundation (www.kerenmalki.org) zur Erinnerung an ihre ermordete Tochter.

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Offener Brief von Arnold Roth

Original: http://www.eufunding.org/accountability/ArnoldRoth20June2004.html

Einleitung
20. Juni 2004

Ironischerweise gibt es in dem Moment, als die Ergebnisse der Wahl zum neuen Europa-Parlament bekannt werden, erneut Interesse am Missbrauch Brüsseler Investitionen im Nahen Osten. Ohne Zweifel gibt es zumindest eine indirekte Beziehung zwischen den beiden Ereignissen. Das Wählerverhalten zeigt eine Abkehr von den etablierten Parteien und gibt ein klares Signal nach Brüssel: Bringt eure Sachen endlich in Ordnung!

Am 7. Juni 2004 berichtete das Fernsehen des Bayerischen Rundfunks (in der Sendung „report aus München“), es habe Beweismaterial in der Hand, das der Vorsitzende Arafat genehmigt hatte, dass europäische Gelder für Terrorzwecke benutzt würden.

Die Sendung gab den ernsten Zweifeln Rückendeckung, die von 6 MEPs im März geäußert wurden, dass Gelder aus Brüssel für unmoralischen Gebrauch umgeleitet wurden (s. EU Working Group Report).

Und zwei Tage später kommentierte der EU Observer die Sendung:

„Es ist klar, dass OLAF immer noch neue Belege dafür findet, in welch unverantwortlicher Weise Millionen, wenn nicht Milliarden von Euros im Nahen Osten verteilt worden sind. Es ist zunehmend offenkundig, dass nicht nur von den Geldern an die Zielgruppen, namentlich den Palästinensern, Mittel abgezweigt wurden. Diese Gelder sind auch dazu benutzt worden, ein Muster physischer und bildungspolitischer Gewalt zu unterstützen und zu erhalten, das in jedem anständigen Land verabscheut würde.“

Die sich häufenden Beweise, die dafür sorgen, dass sich OLAFs Schlussfolgerungen weiter verzögern, sind nicht auf neue Dokumente beschränkt, die von der israelischen Armee geliefert werden, die weiter Berge von in der „Operation Schutzschild“ vorgefundenem Material übersetzt. OLAR muss auch öffentliche Äußerungen der Palästinenser einbeziehen.

Diese Woche wurden die vielen Behauptungen, es gäbe keine Beweise dafür, dass europäische Beiträge zum palästinensischen Gesamt-Budget für den Terror abgezweigt wurden, einmal mehr aus dem Mund der Terroristen selbst wiederlegt. Der arabische Journalist Khaled Toameh zitiert die Führer der Al Aksa-Brigaden Hani Uweideh und Zakaria Zubeidi, die bestätigen, dass ihre Banden Gehälter direkt aus dem PA-Haushalt erhielten und dass jetzt, da internationaler Druck diese Zahlungen gestoppt hatte, sie sich nicht länger an Terroranschlägen beteiligen könnten. [Artikel folgt unten.]

Es wird offen zugegeben, dass internationale Geldgeber etwa 60% der Einnahmen der PA ausmachen. Die EU wird als wichtigster Unterstützer betrachtet.

OLAF wird ohne Zweifel Toameh befragen wollen; eventuell auch die Terrorführer selbst. All das wird dazu beitragen, dass die Schlussfolgerungen weiter aufgeschoben werden.

Die wirkliche Frage ist, ob die neue Stimmung im Europaparlament stark genug sein wird, um sicherzustellen, dass ein neues Regime in die Präsidentschaft und die Europäische Kommission gewählt wird – oder ob sie dieselben Gesichter zurückholen werden, die sich erlaubt haben sich täuschen zu lassen, damit die hart erarbeiteten Gelder europäischer Steuerzahler in die Taschen von Dieben und Mördern abgezweigt werden konnten.

Unten steht der offene Brief von Arnold Roth, dessen Tochter bei einem Terroranschlag auf eine Pizzeria am 9. August 2001 getötet wurde. Der Täter war Is-a-din Al-Masri, ein 22-jähriger aus Akabe in der nördlichen Westbank. Al-Masri war der Sohn einer wohlhabenden Familie. Wie viele junge Palästinenser war er den neuen Erziehungsplänen der PA ausgesetzt gewesen, einem System, das Hass vermittelt und das von der EU finanziert und willkommen geheißen wird.

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Dienstag, 15. Juni 2004

An: Patten, Chris

von: Arnold Roth

Betr.: An Mr. Patten persönlich bitte

Sehr geehrter Mr. Patten,

ein arabischer Journalist, der einmal für eine von Arafats Zeitungen schrieb, hat die unten angeführte Story in der Jerusalem Post von heute veröffentlicht. Sie liefert das, was – für den vernünftig informierten Betrachter – den klarst möglichen Hinweis, dass Arafat und sein Regime zu allen bedeutenden Zeitpunkten die palästinensisch-arabischen Militanten finanzierte. Um kein Blatt vor den Mund zu nehmen: Das ist – für die, die solche Dinge tatsächlich brauchen – der „rauchende Colt“, der schlagende Beweis. Das verbindet die PA mit dem Terrorismus und bringt so auch die Europäische Kommission damit in Verbindung, die weiterhin entgegen der Berge von Beweismaterial, dass dieses Tun die Finanzierung von Mord ist, fort fuhr riesige Geldsummen in genau die PA-Kanäle zu schaufeln.

Je nachdem, aus welcher Perspektive man es sich ansieht, ist die heutige Geschichte entweder eine Offenbarung oder ein sehr, sehr guter Grund für Sie und Ihren Stab, das Telefon zu nehmen und einige dringende Anrufe zu erledigen.

Ich habe Ihnen letzten September einen offenen Brief geschrieben, der als Artikel im European Wall Street Journal veröffentlicht wurde. Darin stellte ich Ihnen einige Fragen, die darauf abzielten zu ermutigen, dass Ihr Büro Schritte in Richtung darauf zu unternehmen, der Schaffung des Friedens in der Region, in der ich lebe, zu helfen und die Finanzierung des institutionalisierten Hasses und Mordes an israelischen Teenagern wie meiner Tochter Malki durch die EU zu beenden.

Sie fanden es richtig, die Fragen und den Brief zu ignorieren. Ich frage mich, ob die in Khaled Abu Toamehs sehr wichtigem heutigen Artikel gemachten Offenbarungen Sie dazu veranlassen könnten, Ihre bisherige Unterstützung für die Angabe zu revidieren, dass es keine Belege dafür gibt, dass die PA und Arafat Terror finanzieren.

In Erwartung Ihrer Antwort

Hochachtungsvoll

Arnold Roth,
Jerusalem.

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Im Original in der Jerusalem Post veröffentlicht

Fatah gibt Verbindung zu Aksa-Brigaden zu

Khaled Abu Toameh, 15. Juni 2004

Das Zentralkomitee der Fatah hat entschieden einen Sonderausschuss zu bilden, um die Bedürfnisse der Aksa-Märtyrerbrigaden-Miliz zu erkunden. Der Ausschuss wird aus hochrangigen Fatah-Offiziellen und Ministern der Regierung bestehen.

Es ist das erste Mal, dass die palästinensisch Führung ihre Verantwortung für die bewaffnete Gruppe zugegeben hat.

Die Entscheidung diesen Ausschuss zu bilden folgt den Beschwerden der Führer der Miliz, dass der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde, Yassir Arafat, und die Fatah-Führung sie im Stich gelassen hätten und ihnen nicht länger die Gehälter zahlte.

Anfang der Woche stellten mehrere Mitglieder der Aksa-Märtyrerbrigaden in der Westbank und dem Gazastreifen die palästinensische Führung durch die Drohung sich von der Fatah abzuspalten. Die Bewaffneten beschuldigten außerdem die palästinensische Führung der Korruption.

Sonntagabend leitete Arafat eine Dringlichkeitssitzung des Zentralkomitees der Fatah in seinem Büro in Ramallah, um die Möglichkeiten zu diskutieren, die Meuterei durch die Fatah-Miliz einzudämmen.

Dem Treffen wohnte Premierminister Ahmed Qurei bei, der verkündete, dass die Aksa-Märtyrerbrigaden die volle Aufmerksamkeit der palästinensischen Führung erhalten würden.

Er sagte, der wichtigste Auftrag sei nun die Sicherheit der Bewaffneten zu gewährleisten, die von Israel wegen der Ausführung von Terroranschlägen gesucht werden.

Hani Uwaidah, Kommandeur der Aksa-Märtyrerbrigaden in Tulkarem, sagte der Jerusalem post, dass die PA vor ein paar Monaten die Zahlung seines Gehalts eingestellt habe. Er sagte, dies sei der Hauptgrund dafür, dass er und seine Freunde ihre Angriffe auf Israel eingestellt hätten.

„Die palästinensische Führung in Ramallah sagte uns, wir müssten still halten und wegen des Drucks der internationalen Gemeinschaft würden sie nicht in der Lage sein uns unsere Gehälter zu zahlen“, fügte er hinzu.

Hochrangige Fatah-Offizielle in Ramallah bestätigten am Montag, dass Arafat die Fatah-Milizionäre eingeladen hat, sich den reformierten Sicherheitsdiensten anzuschließen.

Der ehemalige PA-Minister Abdel Fatah Hamayel, der als Verbindungsmann zwischen Arafat und den flüchtigen Verbrechern dient, sagte, die Vorstellung die Bewaffneten für die palästinensischen Sicherheitskräfte zu rekrutieren, nicht neu sei.

Hamayel sagte, es gäbe mindestens 450 Fatah-Milizionäre in der Westbank und dem Gazastreifen, die „viele Opfer für die palästinensische Sache gebracht“ hätten.

Er fügte an: „Nach all diesen Opfern können wir diesen Männern nicht sagen, dass wir ihre Dienste nicht mehr brauchen. Die Aksa-Märtyrerbrigaden haben eine große Rolle zu spielen und sie sind den Entscheidungen der politischen Führung verpflichtet.“

In der Zwischenzeit begann der Kommandeur der Aksa-Märtyrerbrigaden im Raum Jenin, Zakariya Zubeidi, einen verbissenen Angriff auf die Führung der Fatah und forderte sie zum Rücktritt auf.

Zubeidi, der von Israel wegen seiner Rolle bei einer Serie von Terroranschlägen gesucht wird, beschuldigte die Mitglieder des Zentralkomitees der Fatah, sie versuchte die Aksa-Brigaden ins Abseits zu stellen. „Sie machen mit ihren Verschwörungen gegen die Aksa-Märtyrerbrigaden weiter und versuchen, die Gelder an uns zu stoppen“, sagte er.

Zubeidi sagte, die Gruppe habe die Position der Fatah in den letzten drei Jahren verbessert. „Dank uns hat die Fatah ihre Würde und Macht während der Intifada wieder hergestellt“, fügte er hinzu. „Aber jetzt setzen uns die Mitglieder des Zentralkomitees der Fatah unter Druck, wir sollten uns auflösen. Wir trauen ihnen nicht mehr und wir sagen ihnen, dass sie diejenigen sind, die gehen müssen.“

Zubeidi behauptet, er sei Anfang der Woche nur knapp einem Anschlag auf sein Leben durch eine Einheit der israelischen Armee entkommen, die ihm im Flüchtlingslager von Jenin auf den Fersen war. Er sagte, die Soldaten hätten das Feuer auf ihn eröffnet, aber einen seiner Leibwächter getroffen, der verwundet und ins Krankenhaus gebracht wurde.

Er sagte, er und seine Kollegen würden jede Vereinbarung zur Feuereinstellung der verschiedenen palästinensischen Fraktionen einhalten, nachdem Israel den Gazastreifen verlässt. Er drohte allerdings, dass seine Männer weiterhin Angriffe auf die IDF in der Westbank ausführen würden.

Foto: „Niedliches“ Kind wirft mit Steinen

Sheri Oz, Israellycool, 11. September 2017

Im letzten Winter begann ich Hebron zu besuchen. Das erste Mal fuhr ich mit der (linkextreme) Green Olive Tours. Als wir durch den arabischen Teil auf dem Weg zu unserem Ausstiegspunkt in der Nähe einer Reihe von Geschäften und den zur Patriarchenhöhle führenden Stufen fuhren, sagte unser Führer etwas über ein kleines Kind, das Steine auf unser Fahrzeug warf. Ich sah das Kind nicht, aber durch den Ton in seiner Stimme entstand bei mir der Eindruck, dass er von einem Kind im Vorschulalter sprach. Er sagte:

Oh, da ist ein kleines Kind, das Steine auf uns wirft. Ist das nicht niedlich!

Nun, wenn das ein Vorschulkind war, dann wurde das Kind sicherlich von einem Erwachsenen oder einem Teenager begleitet. Aber ich sah es nicht, also kann ich das nicht weiter kommentieren.

Ein paar Monate später, als ich mit dem öffentlichen Bus von Jerusalem nach Hebron fuhr, bemerkte ich ein Kind im Alter von etwa 8 Jahren, das mit Steinen nach uns warf. Ich war schnell genug, um ein Foto zu schießen.

Ich kann zwar nicht sicher sein, ob er tatsächlich echte Steine geworfen hatte oder nicht, aber aus seiner Haltung ist klar erkennbar, dass dieses Kind viel Übung im Steine werfen hatte. Ich finde das nicht niedlich und ich glaube mit Sicherheit nicht, dass es niedlich sein wird, wenn er älter wird.