Linke haben ein Problem mit anständigem Benehmen

Dieser Tage können wir wieder einmal ein Schauspiel der Antitoleranz und des offen gelebten Hasses erleben. Und dieses Verhalten kommt von Links, wird gerade von linken Politikern, Politikerinnen geradezu demonstriert.

Warum? Weil sie es so wollen, weil sie es können und niemand ihnen deswegen die Hammelbeine langzieht. Eher im Gegenteil. Bei der derzeitigen Stimmung wird das sogar als positiv und „Haltung zeigen“ propagiert. Von denen, die eigentlich dazu da sind, den Leuten „da oben“ auf die Finger zu schauen und gegebenenfalls mal zu klopfen: der Presse, lange Zeit als „die vierte Gewalt“ gehandelt. Heute sind sie die Schoßhündchen gewisser Kreise, der Mächtigen; sie verstehen sich als Volkserzieher statt als kritische Beobachter; als Leute, die „Haltung“ propagieren statt Fakten zu berichten.

Beispiel Nummer eins war die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Speaker Nancy Pelosi, eine US-Demokratin. Die 80-jährige Mehrheitsführerin ist eine erklärte Trump-Hasserin, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit „Lüge“ brüllen würde, hätte Trump die Frechheit zu behaupten 2 plus 2 sei 4. Sie hat das Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump in die Gänge gebracht, in die Länge gezogen, getrickst, den Republikanern Zugang und Akten verweigert und nie eine Gelegenheit ausgelassen ihren Hass auf Trump zu zeigen. Aktuell zerriss sie demonstrativ ihre Kopie des Protokolls der Rede Trumps zur Lage der Nation, als der Präsident sie beendete. Und behauptete darauf angesprochen später, das sei noch das Höflichste gewesen, was sie hätte tun können.

Vor seiner Rede übergab Trump seinem Vize Mike Pence sowie Pelosi jeweils eine Mappe mit dem Redetext. Dabei verweigerte er nach Darstellung Pelosis der Parlamentspräsidentin den traditionellen Handschlag, sie habe ihm die Hand entgegengestreckt, denn: „Demokraten werden niemals aufhören, die Hand der Freundschaft auszustrecken.“ Was angesichts ihres sonstigen Verhaltens der reine Hohn ist. Aber in schlechter Demokraten-Tradition steht, erinnert man sich an Barack Obamas Behauptung mit allen regieren zu wollen, dann aber nach seinem Wahlsieg den Republikanern nicht nur die kalte Schulter zeigte, sondern sie regelrecht als Konsultation unwürdig abtat, weil Opposition und Feinde.

Trump hatte Pelosis Hand nicht genommen. Vielleicht wegen der Geschichte der beiden im Verlauf der letzten 3 bis 4 Jahre, vielleicht auch, weil er von ihr nicht wie sonst üblich mit ehrenden Worten, sondern reichlich lapidar angekündigt wurde. Was aber reine Spekulation bleibt. Das war nicht freundlich, aber eine typische Trump-Reaktion auf bisheriges Verhalten. Rechtfertigt das das übrige Verhalten von Pelosi? Oder sähe nicht vielmehr Souveränität etwas anders aus? Nämlich Anstand zu zeigen und sich wie ein zivilisierter Mensch zu benehmen?

Mit dem demonstrativen Zerreißen toppte sie noch ihr Verhalten vom letzten Jahr, als sie auf demonstrativ höhnisch-abfällige Weise klatschte. Und das gesamte linke poltische Spektrum applaudiert dem kindischen Benehmen, das einer solch ranghohen Persönlichkeit alles andere als angemessen ist.

Amerikanische Zustände? Möchte vielleicht mancher sagen, natürlich nicht die, die sonst kein gutes Haar an diesen lassen können – die linken Amerikahasser. Die können es hier bei uns nämlich genauso. Zu erleben heute im thüringischen Landtag.

Dort wurde „versehentlich“ der FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt. Er war in der dritten Runde eigentlich nur angetreten, damit nicht nur ein linksextremer und ein AfD-Kandidat zur Verfügung standen – als Feigenblatt sozusagen. Womit niemand gerechnet hatte: Die AfD stimmte praktisch geschlossen nicht für den eigenen Kandidaten, sondern für Kemmerich, so dass dieser die relative Mehrheit erhielt, weil die CDU nicht für den Linke-Kandidaten und bisherigen Ministerpräsidenten Ramelow samt seiner rot-rot-grünen Minderheitskoalitionstruppe stimmte. Das Irre an der Situation: Kemmerich muss jetzt erst einmal sehen, wie er überhaupt seine Regierung bilden wird, wer ins Kabinett seiner Minderheitsregierung aus FDP und CDU kommt usw.

Was dann passierte, passt ins Bild: Die Partei- und Fraktionschefin der Linke, Susanne Hennig-Wellsow, „gratulierte“ Kemmerich mit einem (offenbar für Ramelow vorgesehenen) Blumenstrauß, den sie ihm nicht überreichte, sondern wütend vor die Füße warf. Sie wütet: Das sei von langer Hand geplant gewesen, ein Unding, dass er sich mit den Stimmen der Extremisten habe wählen lassen. CDU und FDP hätten dem demokratischen Konsens verlassen.

Auch die SPD tobt. Sich von der AfD wählen zu lassen sei „komplett verantwortungslos“, gegen die AfD müssten alle zusammenstehen (Außenminister Maas). Partei-Co-Chef Walter-Borjans nörgelte von einem „unverzeihlichen Dammbruch“, SPD-Generalsekretär Klingbeil von einem Tiefpunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und so weiter.

Seitens der Grünen wird von einem „bewussten Verstoß gegen die Grundwerte des Landes“ geschimpft. Eine Vokabel, die auch die Bundesvorsitzende Baerbock verwendet, die auch gleich hinterher schiebt, dass sie erwartet, Kemmerich müssen sein Amt niederlegen, ansonsten müssten die Bundesparteien die Landesverbände der Thüringer CDU und FDP ausschließen.

Die Truppen, die mauscheln und planen, um mit ihren Tricks an die Macht zu kommen oder dran zu bleiben, beschweren sich also jetzt, andere würden genau das tun und das gehöre sich nicht. Und den Anstand einem gewählten Ministerpräsidenten zu gratulieren oder wenigstens einfach nichts zu tun, muss die Chef-Rote sich wie ein unerzogenes Kind verhalten, das seinen Lolli nicht bekommt.

Diese beleidigten Leberwürste – die Pelosi-Truppen in den USA wie die Rot-Rot-Grün-Kompanien in Deutschland – sind nicht in der Lage einzugestehen, dass sie selbst Mist gebaut haben, dass da etwas passiert ist, mit dem sie nicht gerechnet haben, mit dem sie sich abfinden und das Beste draus machen müssen. Statt dass die Linken-Chefin hingeht und sagt: „Gut, dann sorgen wir jetzt dafür, dass FDP und CDU mit uns zusammenarbeiten“, demonstriert sie eine nicht vorhandene Kinderstube, die zeigt, dass sie für Hass und Feindschaft steht statt für Ausgleich und das Wohl des Landes und seiner Einwohner. So wie Pelosi in den USA ausschließlich ihrem Hass frönt, machen es die linken Menschenfeinde genau das, was sie immer anderen unterstellen: Spalten, spalten und nochmal spalten. Es darf keine anderen neben ihnen geben. Und diese toleranzfreie Einspurigkeit nennen sie dann progressiv und Demokratie.

Die Gleichung, die das Böse erklärt

Dennis Prager, 10. September 2019 (Townhall.com)

Unser Zeitalter liebt wissenschaftliche Gleichungen. Hier ist eine, die Sie nicht an der Uni gelehrt wurden, die Sie aber genauso beeinflussen wie das Gravitationsgesetz.

GA – W = B

Gute Absichten (GA) minus Weisheit (W) führt zu Bösem (B)

Diese Regel wurden Ihnen nicht an der UNI beigebracht, weil die modernen Universitäten glauben, nur die Naturwissenschaften hätten Regeln. „Regeln des Lebens“ ist ein weiterer Begriff für Weisheit und es gibt keine Weisheit – oder auch nur das Streben nach Weisheit – an unseren Universitäten.

Das Leben hat genauso Regeln wie die Naturwissenschaften. Zu den Beispielen gehören:

Undankbarkeit machen Glück unmöglich.

Korrupte Menschen glauben jeder andere sei so korrupt wie sie selbst.

Die menschliche Natur ist nicht im Kern gut.

Gefühle sind weit weniger wichtig als Taten.

Die meisten Männer brauchen eine Frau reif zu werden. Die meisten Frauen brauchen einen Mann um reif zu werden.

Die Liste ist lang. Und je mehr Lebensregeln die Menschen kennen und nach ihnen leben, desto besser werden sie sein – desto besser wird die Welt sein.

Es gibt einen Grund für Jordan Petersons Buch „12 Rules for Life“ ist millionenfach verkauft worden, zumeist an junge Leute. Es ist derselbe Grund, dass PragerU eine Milliarde Ansichten im Jahr, zumeist von jungen Menschen unter 35. Viele junge Leute haben das Gefühl von den Erwachsenen getäuscht werden, die ihnen z.B. Selbstbewusstsein statt Selbstkontrolle beigebracht haben – eine “Regel“, die dafür garantiert zu moralischem und beruflichem Versagen zu führen.

Aber eine Regel, die fast niemandem beigebracht wurde, die das organisierte Böse und besonders die Linke am besten erklärt, von den Bolschewisten über Mao und Castro bis zu Chavez und den Alltagslinken in New York oder Iowa: Gute Absichten ohne Weisheit führen zu Bösem.

Der Kommunismus, größter Massenmörder-Ideologe der Geschichte, gründete für fast alle seine Fußvolk-Unterstützer im Wunsch Gutes zu tun. (Das galt nur selten für seine Führer, deren größtes Verlangen Macht war.)

Die vielen Millionen Menschen überall in der Welt, die den Kommunismus unterstützten, glaubten nicht, sie würden nie da gewesene Stufen an Massenmord und Folter oder eine gleichermaßen nie da gewesenen Verlust der fundamentalsten Menschenrechte eines beträchtlichen Anteils der Menschheit unterstützen. Sie glaubten sie seien moralisch, würden eine schöne Zukunft für die Menschheit aufbauen – Ungleichheit eliminieren, Menschen zu ermöglichen so hart oder so wenig zu arbeiten, wie sie wollen, ihren Mitbürgern „kostenlose“ Bildung und „kostenlose“ Gesundheitsversorgung zu bieten. Sie waren überzeugt, dass der moralische Bogen der Geschichte sich in ihre Richtung neigt und dass sie gut seien, weil ihre Motive gut seien.

Das ist der Grund, weil Linke solche moralische Verachtung für diejenigen empfinden, die anders denken als sie. Weil die in der Linken so gut sind, können sich nur böse Menschen gegen sie stellen. Das ist die Haltung von praktisch jedem Redakteur und Kolumnisten bei der New York Times.

Das Problem mit Kommunisten und Linken, die sich selbst nicht als Kommunisten betrachten, besteht darin, dass keiner von ihnen es nicht gut meint. Was ihnen fehlt ist Weisheit. Es gibt weise und dumme Liberale, weise und dumme Konservative; aber alle Linken sind Narren. Jeder der Demokraten, die sich derzeit um das Präsidentenamt bewerben, ist ein Narr. Das ist allerdings keine Totalbeschreibung ihres Menschseins. Narren können persönlich nett und großzügig sein, mögen loyale Freunde und hingebungsvolle Ehepartner sin und natürlich können sie es gut meinen. Aber in puncto Weltverschlechterung gibt es wenige Unterschiede zwischen einem gut meinenden Narren und einem bösartigen Menschen. Dutzende Millionen gut meinender Westler unterstützten Stalin. Die Westler, die Stalin mit den Geheimnissen der Atombombe versorgten, waren nicht von Bösem motiviert. Sie waren einfach Narren. Aber nur wenige bösartige Menschen taten so viel, das der Welt schadete, wie sie es machten.

Narren sind sie zum Teil, weil sie glauben, gute Absichten sei alles, was zählt. Daher stellen sie vielleicht nie die wichtigste moralische Frage, die man stellen kann: Was wird passieren, wenn meine Politik umgesetzt wird? Linke Anhänger des Kommunismus stellen diese Frage nie.

Demokraten, die den das Land in den Bankrott treibenden Green New Deal puschen, liefern ein  aktuelles Beispiel. Sie bestreiten nicht nur die die Wirtschaft und die Gesellschaft vernichtenden Folgen des Green New Deal, sie bestreiten überhaupt, dass das etwas kosten wird. Jedes Haus, Büro, Krankenhaus, jede Schule und Geschäft wird gezwungen sein fossile Brennstoffe zu verwenden, aber davon wird nur guter Wille kommen. Angesichts der Menge an Zwangsgewalt des Staates hat für Linke keine Folgen. In ihrer Scheinwelt wird niemand leiden. Im Gegenteil, Amerika wird reicher werden und Millionen Arbeitsplätze werden geschaffen, während wir unsere Wirtschaft vernichten. Arme Afrikaner, die versuchen ihre Länder zu elektrifizieren, wird gesagt, sie sollten das nicht tun – aber auch sie werden irgendwie reich werden, indem sie ausschließlich Wind und Sonne verwenden.

Wenn dieser Green New Deal umgesetzt wird, wird die amerikanische Wirtschaft zusammenbrechen – und mit ihr ein Großteil des Rests der Welt. Tyranneien wie China und der Iran werden ermutigt, genauso Diktatoren wie Russland.

In jedem Fall, in dem Linke sich von Konservativen (und oft von Liberalen)unterscheiden, sind sie Narren. Sie drängen auf einen Palästinenserstaat, obwohl selbst linke Israelis wissen, dass das einen Hamas-Hisbollah-Staat an der israelischen Grenze bedeuten würde. Aber sie meinen es gut.

Sie etikettieren regelmäßig den Leuchtturm der Freiheit auf der Erde als rassistisch, frauenfeindlich, schwulenfeindlich, imperialistisch, völkermörderisch; sie setzen das Etikett „Nazi“ herab; werben für rein schwarze Wohnheime und Aschlussfeiern; propagieren Shows mit kleinen Jungs als Drag Queens; erzählten jungen Frauen, dass Karriere für Glück wichtiger ist als Ehe; glauben, ein Land könne mit offenen Grenzen eine eigenständige Nation bleiben; verurteilen Eltern, die versuchen ihrem dreijährigen Sohn zu versichern, dass er ein Junge ist; und ruinieren die Universität, die Künste, Late night comedy, Profi-Football und Religion.

Aber sie meinen es gut.

Die lieben Friedensengel sind ja ganz harmlos…

IDF auf twitter, 2. August 2019

Aktuelles Foto von der Randale an der Gaza-Grenze:

Ein Symbol von Mord und purem Hass, wieder einmal von den Arabern im Gazastreifen gehisst.
Angesichts dieses Hasses stehen die Soldaten der IDF wachsam und entschlossen bereit Israel zu verteidigen – heute und an jedem einzelnen Tag.

Wie sie es auch machen … und Trump und Netanyahu tun in der Tat

Melanie Phillips, JNS.org, 9. Februar 2018

US-Präsident Donald Trump mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu am Internationalen Flughafen Ben-Gurion am 23. Mai 2017 (Foto: Kobi Gideon/GPO)

Tagein, tagaus stehen zwei Männer – zwei entscheidende Führer der Welt – unter einer ständigen Trommelfeuer verbaler Angriffe. Sie sind einem besessenen, aus den Angeln gehobenen und nie da gewesenen Strom an Beschimpfungen, Verfälschungen, Rufmord und böswilligen Fantasien.

Sollten Sie es nicht bereits erraten haben: Es handelt sich um Premierminister Benjamin Netanyahu und US-Präsident Donald Trump. Die gegen sie gerichtete Kampagne kennzeichnet eine kulturelle Störung im Westen, die ans Pathologische grenzt.

Netanyahu hat natürlich seine Fehler. Man könnte seine Arroganz, moralische Feigheit und seine Tendenz ein Kontrollfreak zu sein anführen. Er kann Kritik nicht gut vertragen. Er hat es verfehlt zu organisieren, dass seine Regierung sich mit dem im Gericht der westlichen öffentlichen Meinung so verheerend gegen Israel geführten psychologischen Krieg beschäftigt. Und vielleicht, wer weiß, werden einige der vielen Korruptionsvorwürfe gegen ihn haften bleiben.

Aber seine Leistungen sind eindrucksvoll. Netanyahu hat Israel ermöglicht die ununterbrochenen Versuche von Präsident Barack Obama zu überleben, der wohl in Sachen Israel der bisher feindseligste amerikanische Präsident war. Netanyahu hat den jüdischen dazu geführt ein Dynamo im Bereich der Technologie sowie Forschung und Entwicklung zu werden, zum großen Teil durch seine Liberalisierung der israelischen Wirtschaft. Er hat über die Achse nach Asien neue Bündnisse eröffnet. Er hat die Stellung gegen die Abnutzungsachse Palästinenser-Europa gehalten. Und er schwimmt auf der Welle einer neuen regionalen Ordnung, die Allianzen mit Ägypten und Saudi-Arabien involviert.

In Israel und bei der westlichen Intelligenzija kann allerdings die Abscheu kaum überschätzt werden, die er provoziert. Seine Leistungen werden ignoriert oder ungeniert ausgeblendet. Stattdessen wird er (lächerlicherweise) für die Verhinderung einer Lösung völligen Stillstands im Nahen Osten verantwortlich gemacht. Nicht weniger lächerlich wird er für Obamas über acht Jahre konstante Feindseligkeit verantwortlich gemacht. Von ihm wird gesagt, er sei ein beginnender Diktator, ein rassistischer Ethno-Nationalist und ein „Alternativ-Zionist“. Das alles ist keine Kritik; das ist irres Gerede im Delirium.

Drüben in den Vereinigten Staaten hat Trump natürlich seine Fehler. Man könnten sein nicht vorhandene Konzentrationsspanne anführen, seine Geringschätzung für Details, seine Fahrlässigkeit in Sachen Sorgfalt, seine unverantwortliche und zwanghafte Twitterei, sein grobes und geschwollenes Reden und seine Scheitern Kritik zu ertragen.

Dennoch sind auch seine Leistungen nach nur einem Jahr im Amt beeindruckend. Er leitet eine boomende Wirtschaft mit riesiger Zunahme an Arbeitsstellen; er stellte bei der Einwanderung die Rechtsstaatlichkeit wieder her; er dreht die Regulierungen zurück; er hat herausragende Ernennungen in der Justiz getätigt; er zwingt Saudi-Arabien sich zu reformieren; und er bietet dem Iran, den Vereinten Nationen und den Palästinenser die Stirn.

Man kann aber keinesfalls die Verachtung und den Schrecken überschätzen, mit dem er betrachtet wird. Er wird beschuldigt rassistisch und antisemitisch zu sein, die Rechtstaatlichkeit auszuhöhlen, sich wie Mussolini zu benehmen. Es gibt zwar nicht die Spur eines Beweises für die Behauptungen, er habe mit Russland konspiriert, aber die Beweise häufen sich, dass Elemente des FBI und Justizministerium unter der Obama-Administration auf illegale Weise gegen ihn agiert haben.

Die Demokraten reden will davon ihn wegen Amtsvergehen anzuklagen. Sie werden später entscheiden aus welchem Grund. Das ist nicht Opposition; das ist geistige Umnachtung.

Warum werden die beiden Männer so behandelt? In Israel ist es einfacher Netanyahu zu beschuldigen als sich den furchterregenden Komplexitäten des gegen das Land geführten existenziellen Kriegs und den schwierigen Entscheidungen zu stellen, die getroffen werden müssen.

In Amerika provoziert Trump eine derart überreizte Reaktion, weil er außerhalb aller Konventionen agiert. Er stellt unangreifbare linke Orthodoxien zu Immigration, nationaler Identität und Opferkultur infrage und er stellt die Schwächen auf seiner eigenen republikanischen Seite bloß.

Wo beide, er und Netanyahu, erfolgreich sind: Sie sprechen für die große Mitte ihres Wahlvolks – die gewöhnlichen Leute die mit stillem Erstaunen und Wut beobachten, wie das kulturelle und politische Establishment ihre Sorgen nicht nur ignoriert, sondern für illegitim hält.

Das Mittel-Israel begreift, dass der schwierige und gefährliche Status quo mit den Palästinensern dennoch angesichts ihrer andauernden Verweigerungshaltung unvermeidbar ist. Mittel-Amerika begreift, dass unter Obama die Rechtstaatlichkeit durch illegale Immigration, dass die Finanzbehörden zur Waffe gegen konservative Gruppen gemacht wurden und die Unterstützung der Black Power-Aktivisten gegen die Polizei ausgehöhlt wurde.

Das ist der Grund, dass sie für Netanyahu und Trump stimmten. Und das ist der Grund, dass das linke Establishment, das für diesen Angriff die Kultur verantwortlich ist, nicht nur Netanyahu und Trump verdammt, sonder auch die Öffentlich, die für sie stimmte.

In einem Artikel in Tablet ringt Autor Paul Berman die Hände wegen Trumps Wahl. Er geht eine Erklärungen durch, die von seinem Händewringer-Kollegen Thomas B. Edsall angeboten werden, der ein einer Kolumne für die New York Times auf die „materiellen Klagen der weißen Arbeiterklasse“ und „rassistische Animositäten gegenüber Schwarzen und den neuesten Immigranten, zusammen mit einem unwirschen Hass auf die Snobs an den beiden Küsten“ zeigt.

Berman allerdings glaubt, der wahre Grund für Trumps Wahl sei nichts weniger als ein „breiter kultureller Kollaps“. Er schreibt: „Es ist ein Kollaps, mindestens, des bürgerlichen Wissens – ein Kollaps der Fähigkeit politische Realität zu identifizieren, ein Kollaps der Fähigkeit sich der Natur der Demokratie und des amerikanischen Ideals zu erinnern. Letztlich ein intellektueller Kollaps. Und die Zeichen dieses Kollaps ist eine Unfähigkeit zu erkennen, dass Donald Trump aussieht wie ein fremdes Objekt innerhalb der Tradition amerikanischer Präsidenten.“

Man muss sich darüber wirklich die Augen reiben. Acht Jahre lang hatte Amerika mit Barack Obama einen Präsidenten, der Zuhause die Verfassung zerrüttete und sein Land im Ausland schwächte, indem er half diejenigen mächtig zu machen, die dem Land Böses wünschten (bedenken Sei das Regime im Iran oder die Muslimbruderschaft).

Mit Trump hat Amerika heute einen Präsidenten, der den Respekt für die Verfassung und die Rechtstaatlichkeit wieder herstellt, außerdem Zuhause wie im Ausland für amerikanische Interessen einsteht. Und der außerdem derzeit wegen dem beschossen wird, was sehr stark wie ein versuchter Staatsstreich des Establishments gegen seine Präsidentschaft aussieht.

Berman kehrt das um. Trumps Wahl war nicht der Beweis für einen kulturellen Kollaps; sie war eine Reaktion auf den kulturellen Kollaps.

Wäre das nicht so ernst, wäre es komisch einige unserer herausragendsten Denker zu sehen, die ihren Kopf in Händen halten und sich laut frage, was denn dafür gesorgt haben könnte, dass ihr Land in einen Abgrund fiel. Die Antwort ist einfach: Sie selbst.

Trump und Netanyahu führen den Westen auf einen neuen und hoffnungsvolleren Pfad. Sicher, sie sind nicht perfekt und es bleibt vieles, das nicht angegangen wird. Aber es ist das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass die Demoralisierung des Westens angepackt worden ist.

Länder, die dieser Führung feindlich gegenüber stehen, einschließlich Großbritanniens und Westeuropas, lassen den Ball der Zivilisation jetzt fallen. Das einzige, was sie noch in der Hand haben werden, sind ihre Nasen.

Wie der Totalitarismus im Westen gewinnt

Melanie Phillips, 16. August 2017

Ein Lob an das linke Magazin Atlantic, dass es einen Text von Peter Beinart brachte, der sich tatsächlich angesehen hat, was in der amerikanischen Gesellschaft abläuft und zu einer ungemütlichen Schlussfolgerung kommt, die sonst in den Medien kaum zu finden sein dürte – und die im Gefolge von Charlottesville nur allzu angemessen ist.

Denn Beinart warnt, dass die Linke in Totalitarismus und Gewalt abgleitet. Die „Antifa“ gibt vor antifaschistisch zu sein. Aber sie definieren Faschismus als jeden, mit dem sie nicht einer Meinung sind, einschließlich Mainstream-Konservative. Daher ihre gewalttätige Unterdrückung von Kommentatoren und Wissenschaftlern wie der konservativen Kolumnistin Ann Coutler, dem Breitbart-Polemiker Milo Yiannopoulos und dem Politikwissenschaftler Charles Murray.

Was die Antifa ganz bestimmt NICHT macht, ist die Demokratie, Freiheit und liberale Werte zu verteidigen. Beinart stellt fest:

„Da die Antifa sich in großem Maß aus Anarchisten zusammensetzt, haben ihre Aktivisten wenig Vertrauen in den Staat, den sie als mitschuldig für Faschismus und Rassismus betrachten. Sie ziehen direktes Tun vor: Sie üben Druck auf Veranstaltungsorte aus weißen Rassisten keinen Raum für Treffen zu geben. Sie üben Druck auf Arbeitgeber aus, sie zu feiern und auf Vermieter sie rauszuwerfen. Und wenn Menschen, von denen sie glauben sei seien rassistisch und faschistisch, sich versammeln, dann versuchen die Antifa-Parteigänger ihre Versammlungen aufzubrechen, auch mit Gewalt.“

Wäre das nur ein Haufen Anarchisten, wäre das Problem nicht so übel. Wodurch es auf eine ganz andere Ebene gehoben wird, ist die Tatsache, dass die Mainstream-Linke sich nicht von der Antifa distanziert, sondern sie toleriert, sie reinwäscht und billigt. Besonders unter Verweis auf den Angriff im Januar auf den weißen Rassisten Richard Spencer fährt Beinart fort:

„Solche Taktiken lösen beträchtliche Unterstützung der Mainstream-Linken aus. Als der maskierte Antifa-Aktivist am Tag der Amtseinführung [von Donald Trump] beim Angriff auf Spencer gefilmt wurde, beschrieb ein Text in The Nation seinen Schlag als einen Akt „kinetischer Schönheit“. Slate brachte einen anerkennenden Artikel über eine humorige Klavier-Ballade, die den Angriff verherrlichte. Twitter war überflutet mit sich wie Viren verbreitenden Versionen des Videos, das mit unterschiedlichen Liedern unterlegt war, was Obamas ehemaligen Redenschreiber Jon Favreau veranlasste zu twittern: „Mir ist egal, mit wie vielen verschiedenen Liedern ihr die Schläge gegen Richard Spencer untermalt, ich werde über jedes einzelne lachen.“

„Die Gewalt richtet sich nicht nur gegen ausgesprochene Rassisten wie Spencer: Im Juni letzten Jahres schlugen Demonstranten – von denen zumindest einige zur Antifa gehören – Menschen, die eine Trump-Kundgebung in San Jose (Kalifornien) verließen und bewarfen sie mit Eiern. Ein Artikel in It’s Going Down feierte die ‚gerechte Prügel‘.“

Gestern schrieb ich in The Times (Paywall), dass dies eine unheilige Allianz zwischen der Linken und den Rechtsextremen hervorgebracht hat:

„Ein weißer Rassist namens Richard Spencer erfand den Pauschalbegriff ‚alt-right‘, um Seinesgleichen mit Konservativen zu verbinden, die nur versuchten die amerikanische Identität und Kernwerte zu verteidigen. Mit dieser Taktik wollte Spencer die Rechtsextreme zu stärken und gleichzeitig reguläre Konservative zu beschmieren und damit zu vernichten.

Die Linke hat diese Schmierenkampagne mit hemmungsloser Freude genutzt und den Begriff ‚alt-right‘ regelmäßig für den Versuch genutzt, die Agenda der nationalen Identität zu zerstören, indem sie mit weißem Rassismus zusammenzuklammern. Das Ergebnis ist ein mächtiger Schub für die Rechtsextreme. Aus verdienter Vergessenheit stellen sie auf einmal fest, dass die Linke jede ihrer Äußerungen in die Welt weiterleitet. Unweigerlich kommt einem der Begriff ‚nützliche Idioten’ in den Sinn.“

Weit davon entfernt die Rechtsextremen zu bekämpfen, gibt die Linke ihr ungewollt den machtvollsten Anschub, den sie seit der Niederlage der Nazis 1945 erhielt. Dem ist nicht nur so, weil die Linke die Rechtsextreme nutzt, um die Mainstream-Konservativen zu beschmieren und zu untergraben, deren Ziel die westliche Kultur zu verteidigen jetzt über Jahrzehnte boshaft mit weißem Rassismus gleichgesetzt worden ist.

Außerdem ist es so – genauso, wie wir es in Sachen Islamisierung sehen können – dass die faschistische Rechte in das Vakuum gezogen ist, das vom kulturellen und politischen Mainstream-Establishment hinterlassen wurde, das entweder die Augen vor der Aushöhlung westlicher Werte verschließt (US-Republikaner, die britische Konservative Partei) oder sich selbst als Vorreiter des Versuchs geriert den Westen und sogar die menschliche Identität durch eine neue Weltordnung zu ersetzen (US-Demokraten, britische Labour Party).

Das Ergebnis ist so vorhersagbar wie furchtbar. Hier der Grund.

Die Gleichsetzung von „nationaler Identität“ des Mainstream mit weißem Rassismus ist eine stinkende Lüge. „Nationale Identität“-Konservative wollen die kulturellen westlichen Kernwerte beibehalten, die sie enorm wertschätzen und mit einander teilen. Die rassistische und faschistische Rechstextreme ist von Abscheu gegen rassische und ethnische Gruppen getrieben, die für minderwertig erachtet werden. Das Erste gründet auf Liebe, das Zweite auf Hass.

Aber hier liegt das Grässliche. Je mehr das Mainstream-Establishment die westliche nationale Identität aufgibt, desto mehr positioniert die faschistische Rechte sich damit, dass nur sie sie verteidigt. Je mehr die faschistische Recht ihre Muskeln spielen lässt, desto mehr nutzt die Linke diese Leute als kulturelle Aggressoren, präsentiert die totalitäre Linke zusammen mit den Islamisten als deren Opfer und die heldenhaften Verteidiger der Freiheit und betreibt Rufmord an jedem, der es wagt zu protestieren, dass die Linke zusammen mit den Islamisten in Wirklichkeit die Zwillingszerstörer der Freiheit und DIE Hauptbedrohung für sie sind. Je mehr die Mainstream-Gesellschaft in Angst von diesem kulturellen Schlachtfeld flieht, desto größer ist das Vakuum, in das die faschistische Rechte zunehmend einmarschieren wird. Wenn die Mainstream-Gesellschaft sich nicht zusammenreißt, wird der Totalitarismus siegen.

Diese furchterregende Lage ist der Grund dafür, dass Donald Trump an die Macht kam. Der Westen ist schlicht kulturell entgleist. Konservatismus, die Geisteshaltung, die bewahren will, was in einer Gesellschaft wertvoll ist und das als kulturelles Erbe verteidigt, um es an noch nicht geborene Generationen weiterzugeben, weiß nicht mehr, was er verteidigen soll. Konfrontiert mit dem fokussierten und unversöhnlichen Ansturm des Säkularismus und linker Ideologie, die darauf abzielt das kulturelle Erbe des Westens zu untergraben und zu zerstören, haben die Konservativen sich völliger Fassungslosigkeit, Verwirrung und Angst zerstreut.

Als Ergebnis verwirft der Westen, der Schmelztiegel von Vernunft, Freiheit und Ordnung, diese vollständig und kehrt zurück zu einem Hobbesschen Krieg aller gegen alle.

Ich habe wiederholt meine Sorge zu Trumps psychologischen Mängeln und seine offenkundige Nichteignung für das große Amt, das er innehat geäußert. Aber ich trenne den Mann von dem was er repräsentiert: die Werbung und Verteidigung amerikanischer und westlicher Kernwerte. Das ist das, was 63 Millionen Wähler sagten was sie wollen, als sie ihn wählten.

Diejenigen, die gegen ihn aufgestellt waren, sind der Höhepunkt dessen, was in den vergangenen fünfzig Jahren geschah: die willige Untergrabung des Westens durch die totalitäre Linke. Das krasse und selbstmörderische Durcheinander des Zeitalters hat einen Präsidenten nach oben gebracht, der außerhalb der Grenzen des Akzeptablen steht, weil die westliche Gesellschaft selbst Wahrheit und Lügen, Richtig und Falsch, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit auf den Kopf gestellt hat. Trump ist die Schöpfung der Linken – und je übler ihr Versuch wird ihn zu vernichten, desto mehr erinnern sie uns daran, warum dieser Mann überhaupt gewählt wurde.

Trump ist weit von dem entfernt, was ich mir als Inhaber irgendeines öffentlichen Amtes ausgesucht hätte. Aber wenn ich die Verachtung für Demokratie sehe, die von denen gezeigt wird, die versuchen ihn auszuhebeln, die bösartigen Lügen und den offen geistesgestörten Rufmord, die gegen ihn und sein Team eingesetzt werden, die Gewalt und die Einschüchterung, die von seinen Gegner genutzt werden – und die Art, in der die Medien die Öffentlichkeit in weit verbreiteter Ignoranz all dessen hält, weil die Medien, zusammen mit dem Rest der Intelligenzija, ihre Köpfe mit demselben Gruppendenken hermetisch versiegelt haben – dann weiß ich nicht, was mir mehr Angst macht.

Reformer aus Qatar: Die Wurzel des Terrorismus ist die Kultur des Hasses

MEMRI, 15. Juni 2007 (so nicht mehr online)

Dr. Abd Al-Hamid Al-Ansari, ehemaliger Dekan der Fakultät für Scharia und Juristerei an der Universität von Qatar, hat kürzlich in Zeitungen am Golf mehrere Artikel über Terrorismus und seine Wurzeln veröffentlicht. Nach Angaben von Al-Ansari ist der Terrorismus das Ergebnis einer Kultur des Hasses in den arabischen Ländern; um ihn zu eliminieren, muss die Kultur des Hasses eliminiert werden.

Das Folgende sind Ausschnitte aus diesen Artikeln:

Grundloses Entschuldigen des Terrorismus

In einem Artikel in der qatarischen Tageszeitung Al-Raya mit der Überschrift „Wie die Araber das Phänomen Terror erklären“ kritisiert Al-Ansari die Art und Weise, wie die arabische Welt das Phänomen des Terrorismus leugnet und ignoriert; er wies die politischen und sozio-ökonomischen Argumente zurück, mit denen der Terror gerechtfertigt wird:

„…Ich verstehe die Persönlichkeitsspaltung einiger Leute nicht; sie stellen den Terroristen im Irak als Märtyrer und Widerstandskämpfer dar… Wie können wird jemanden als Märtyrer bezeichnen, wenn er Schulen und Krankenhäuser in die Luft jagt, die Heiligkeit religiöser Orte nicht respektiert und – noch schlimmer – sich selbst in Restaurants und an Bushaltestellen voller Arbeiter sprengt?!
Warum hat die terroristische Gewalt zugenommen? Und warum hat sie eine Ebene von derartigem Wahnsinns und Barbarei erreicht? Warum schaffen wir es nicht damit umzugehen und ihn in den Griff zu bekommen? Warum nehmen die Terroroperationen zu, die sich gegen Unschuldige richten?
Aus meiner Sicht liegt die Antwort in unserer Unfähigkeit das Phänomen des Terrorismus zu erklären und es in strukturelle interne Ursachen und die Umwelt-Elemente aufzugliedern, die seine Existenz unterstützen. Diese Unfähigkeit entstammt den folgenden drei Hauptursachen, die im arabischen Raum als Erklärung des Terrorismus üblich sind:
Die erste ist der Diskurs der Leugnung; das heißt, dass man die Muslime von jeglichem Vorwurf der Ausübung von Terroroperationen frei spricht und statt dessen ihre Feinde beschuldigt werden – gewöhnlich der Mossad und der US-Geheimdienst. Ein ausgedehnter Sektor prominenter Kleriker, der intellektuellen Elite und der Massen sind immer noch überzeugt, dass der 11. September eine Geheimdienst-Operation des Mossad oder des US-Geheimdienstes war… Genauso leugnen viele, dass es Al-Zarqawi jemals gab und machen Israel und die USA für das verantwortlich, was im Irak vor sich geht.
Die zweite Ursache ist der Diskurs der Abwehrhaltung, wie er sich in den wiederholten Stellungnahmen manifestiert, dass der Terrorismus keine Religion, keine Heimat oder Nationalität habe, sondern ein vorüber gehender Virus sei, der der arabischen Welt fremd ist – oder dass der Islam keine Schuld am Terrorismus habe.
Die dritte Ursache ist der Diskurs der Rechtfertigung, der in den religiösen und Medienveröffentlichungen extrem üblich ist. Dieser Diskurs versucht den Terrorismus mit politischen Faktoren, internationalen Konflikten oder internen sozio-ökonomischen Faktoren zu verbinden – es wird gesagt, dass der Terrorismus das Ergebnis politischer Unterdrückung durch einige Regime ist, die die Freiheiten abwürgen und demokratie-feindlich sind oder dass Terrorismus eine Antwort auf amerikanische und westliche Ungerechtigkeiten ist, auf die Politik der Diskriminierung [von Muslimen], die blind Einseitigkeit pro Israel und die globale Verschwörung gegen die Muslime…
Dann gibt es diejenigen, die den Terrorismus mit Arbeitslosigkeit und Armut entschuldigen oder als Entschuldigung die Verbreitung der Korruption, sexuelle Freizügigkeit, sich für die Öffentlichkeit schmückende Frauen und dass Frauen politische Rechte gewinnen oder in hochrangige Positionen ernannt werden, was in den Augen derer [die Entschuldigungen für den Terrorismus finden] als pervers gilt.
All diese Entschuldigungen haben keine Grundlage. Erstens sind wir keine Nation, die unter Ungerechtigkeit leidet – immerhin leiden Nationen und Völker in Afrika, Amerika und Asien unter weit größeren Ungerechtigkeiten als wir.
Zweitens sind durch die gesamte muslimische Geschichte – von den Tagen der Gerechten Kalifen bis in unsere Zeit – die Ungerechtigkeiten, die Muslime gegen andere Muslime üben, größer als die Ungerechtigkeiten seitens der Feinde [der Muslime] gegen diese.
Drittens wurde im Verlauf der Geschichte niemals bewiesen, dass irgendeine Terroroperation jemals etwas wieder hergestellt hat, das weggenommen wurde oder dass er irgendein politisches Ziel erreichte. Was die Behauptung angeht, dass das Fehlen von Demokratie und Freiheiten Terrorismus verursacht, so ist es eine Tatsache, dass in irgendeine Veröffentlichung von Al-Qaida irgendwo Forderungen nach Demokratie einschließt – darüber hinaus hasst Al-Qaida die Demokratie und betrachtet sie als Ketzerei.
Was die Entschuldigung durch die Arbeitslosigkeit angeht, so wird dieser Behauptung durch die gute [finanzielle] Situation der Al-Qaida-Führer und –Mitglieder genauso widerlegt wie die anderer Terroristen, die Geldmengen, Munition, Waffen und sonstige Ausrüstung zur Genüge besitzen.
Genauso haben viele Menschen in der Vergangenheit und der Gegenwart unter schwierigen Situationen gelitten – aber sie haben ihre Söhne nicht gedrängt sich unter Unschuldigen in die Luft zu sprengen, wie wir das machen. Ich bin sicher, dass, wenn die amerikanische Besatzung morgen verschwinden würde, der Terror im Irak nicht aufhören würde – tatsächlich würde er noch gewalttätiger und barbarischer werden.
Was das palästinensische Problem angeht, so schließt keiner der Pläne und der Veröffentlichungen der Terrorgruppen irgendeine Forderung ein, die irgendwie mit Palästina in Verbindung steht. Und die Frauen, die ihre Häuser verlassen und sich geschmückt in der Öffentlichkeit zeigen – wie kann das in irgendeiner Weise erklären, dass der Terrorismus in Saudi-Arabien eingefallen ist?…
So lange wir nicht einen selbstkritischen Ansatz übernehmen, wird die Krankheit des Terrorismus bleiben und sogar noch schlimmer werden…“(1)

Terrorismus – das Ergebnis einer Kultur des Hasses

In einem Artikel mit der Überschrift „Wie unsere Jugend das Leben lieben lernen kann“ in der kuwaitischen Zeitung Al-Siyassa, erklärte Dr. Al-Ansari, dass es die Kultur des Hasses und der Extremismus in den arabischen Ländern sind, die den Terrorismus verursachen:

Terrorismus ist die Frucht des Hasses – das Leben zu hassen, die Zivilisation und die Moderne zu hassen, die Gesellschaft und den Staat zu hassen, die lebenden Menschen zu hassen. Die jungen Leute, die Werkzeuge des Mordes und menschliche Bomben geworden sind, sind die Söhne der Kultur des Hasses und das Ergebnis einer fanatischen Kultur und extremistischen Ideologie, die das Leben, seine Genüsse und seine Schönheit als unwichtig betrachten. Letztlich haben die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Motive, die die jungen Leute dazu bringen sich selbst zu sprengen, einen einzigen Hauptgrund – und das ist die Kultur des Hasses.
Diese jungen Leute, im Blüte-Alter, sind die Feinde ihrer Gesellschaft geworden; sie rächen, hassen und explodieren. Sie sind unsere terroristischen Söhne, aufgezogen an unserem Busen, genährt von unserer Kultur, gelehrt in unseren Schulen und religiöse Gesetze von unseren religiösen Kanzeln und durch die Fatwas unserer Kleriker gelehrt.
Was hat sie dann dazu gebracht den Tod dem Leben vorzuziehen? Ich habe keine Antwort außer der Tatsache, dass wir es nicht geschafft haben sie dazu zu bringen das Leben zu lieben. Wir haben sie gelehrt für die Sache Allahs zu sterben. Wir haben sie gelehrt, dass Nationalismus heißt Amerika anzugreifen und gegen den Imperialismus zu opponieren, aber wir haben sie nicht gelehrt, dass Nationalismus Liebe, Loyalität und Zugehörigkeit zur Heimat ist.
Wie kann sich diese armselige Kreatur, die man das arabische und muslimische Individuum nennt, nicht dem Extremismus zuwenden, wenn es von einer allumfassenden Atmosphäre des Extremismus umgeben ist, gebunden von den Ketten der Unterdrückung und der Verbote und gegürtet von den Ideen der Einschüchterung und Terrorisierung und beinahe endloser Qual? Diese begleiten diese Kreatur von der Geburt bis zum Tod, angefangen mit unheilvollen Warnungen über die Qualen des Grabes und feindlicher Komplotte, die dem Islam und den Muslimen auflauern, wie auch der langen Liste von Verboten, die das gesegnete Leben – das Geschenk des Schöpfers – in ein Gefängnis von Schmerz machten, aus dem das Individuum ins Paradies und zu den lieblichen Jungfrauen darin zu entkommen versucht.
Als ob all das nicht genug wäre, beschäftigen wir auch noch eine Religionspolizei, die den Leuten folgt, um ihre Freiheiten zu beschränken, sie auszuspionieren und sich in ihre persönlichen Angelegenheiten einzumischen. Wie kann es also nicht das weit verbreitete Phänomen der Spannungen und der Sorge in den Seelen (der Leute) geben?…
Gehen Sie zur Freitagspredigt und Sie werden einen Prediger vorfinden, der über die Welt erzürnt ist, wütend auf die Zivilisation, das Gift des Hasses und Feindseligkeit verbreiten. Dann werden Sie die Moschee angespannt und wütend verlassen!…
Die Jugend der Welt macht Musik, Kunst und der freut sich über die Annehmlichkeiten des Lebens. Die schaffen, entdecken und sind Teil des Aufbaus der Stärke und der Kultur ihrer Gesellschaft – während wir unsere Jugend in religiösen Gesetzesstreitigkeiten über den Schleier, den Bart, wie lang die Kleidung sein sollte und wie man Christen grüßt beschäftigen – oder wir spannen unsere jungen Leute in die politischen und ideologischen Dispute der Erwachsenen ein oder drängen sie in den Irak und nach Afghanistan zu gehen um Selbstmord zu begehen!
Hass ist eine Kultur der Verbote und das Ergebnis unserer Sicht der Welt als einem Feind, der uns auflauert. Viele Faktoren haben [bei der Formung dieser Weltsicht] mitgespielt, darunter die religiösen Botschaften, die in Ängsten vor Komplotten [gegen uns] verankert sind, der Bildungsbotschaften, die eine Entfremdung der Jugend vom modernen Zeitalter geschaffen haben und eine große Zahl Veröffentlichungen durch die Muslimbruderschaft und andere Nationalisten, die seit 50 Jahren Hass auf andere und Verschwörungstheorien [gegen die Muslime] verbreitet haben.
Wir benötigen eine Kultur, die die Wichtigkeit des Lebens wieder herstellt und den Wert des Einzelnen und unseren jungen Leuten wieder beibringt die zur Kunst und die Menschlichkeit zu lieben…“(2)

Die Werte der Toleranz sollten eingeführt werden

In einem Artikel mit der Überschrift „Unsere Söhne und die Kultur der Toleranz“ in der Zeitung Al-Ittihad in den Vereinigten Arabischen Emiraten forderte Al-Ansari, dass die arabischen Gesellschaften die Kultur des Fanatismus aufgeben und das Prinzip der Toleranz übernehmen, um den Extremismus und Terrorismus zu zerstören.

Was ist es, dem einige unserer Söhne zum Opfer gefallen sind?… Was ist es, das sie dazu veranlasst hat das Verderben und den Tod zu lieben?… Es ist das Erbe des Fanatismus, der vom Anfang der Geschichte zu uns kommt, das durch die muslimische Geschichte hindurch auf der sozialen Infrastruktur gegründet, gefestigt und verbreitet wurde und sich selbst darauf gestellt hat – im Schatten von tyrannischen Regimen, die Muslime wie Nicht-Muslime unterdrückten, diskriminierten und marginalisierten.
Unglücklicherweise haben inhumane religiöse Kommentare sie unterstützt… Die fanatische und diskriminierende Tradition – die muslimischen Prinzipien widerspricht – ist das, wovon einige unserer Söhne getrunken haben…
In der jetzigen Zeit, in der wir leben, brauchen wir nicht alles, was in den Büchern der Vorväter steht. Statt dessen brauchen wir religiöse Gesetze, die das Individuum als Individuum begrüßt und unsere jungen Leute dazu bringen das Leben, die Kultur und die fortschrittlichen Künste zu lieben.
Zweitens müssen wir aufhören uns selbst wegen „Toleranz“ zu oben und stolz auf diese zu sein, wenn wir weiterhin ohne Toleranz leben. Wenn wir wahrhaftig sind und wenn wir unseren Prinzipien treu sind, müssen wir [die Prinzipien der Toleranz] in tatsächliches Verhalten umsetzen…
Meiner Meinung nach ist Bildung der Schlüssel und der wahre Anfang zur Verstärkung der Werte der Toleranz: [Bildung] Zuhause, [Bildung] in der Familie, durch die gegenseitige Toleranz der Eltern und die gegenüber ihren Nachbarn, durch die Toleranz der Familienmitglieder untereinander und durch ihre Toleranz gegenüber den Bediensteten im Haus – Toleranz, die sich in die Bildungsinstitutionen und den Rest der Institutionen der zivilen Gesellschaft und der Regierung in all ihren politischen, kulturellen und religiösen Aspekte ausbreitet.
Auf diese Weise wird die religiöse und kulturelle Elite die Kultur der Toleranz in Kraft setzen und sei wird die Beschuldigungen des Verrats, der Ketzerei und der Spionage (die Muslime gegeneinander aufbringt) ausmerzen. Auf diese Weise wird die Gesellschaft von einem System von Gesetzen beherrscht, das gegenüber ethnischen Gruppen gerecht ist; und es wird ein politisches Regime geben, das gleiche Rechte und Freiheiten für alle sicher stellen wird.“(3)

Fußnoten:

(1) Al-Raya (Qatar), 23. April 2007.
(2) Al-Siyassa (Kuwait), 15. Mai 2007.
(3) Al-Ittihad (VAE), 18. Mai 2007

Die Kultur des Hasses

MEMRI-Sonderbericht Nr. 328 – Arabischer Antisemitismus, 8. Januar 2002

Die saudische Regierungszeitung zur „Kultur des Hasses“:
Im Folgenden bringen wir Auszüge aus einem Artikel von Abdallah Al-Ka’id in der saudischen Tageszeitung „Al-Riyadh‘ mit dem Titel „Die Kultur des Hasses“ (Al-Riyadh, Saudi Arabien, 22. November 2001):

Wenn eine bestimmte Kultur durch negative Merkmale wie Aggressivität, Piraterie, Rassismus oder einen anderen abstoßenden Begriff charakterisiert wird, muss sie von anderen Gesellschaften gehasst werden, außer von denen, die dieselben Merkmale teilen. Das ist eine natürliche Reaktion…

Wenn andererseits sich in einer Gesellschaft der Hass gegen eine andere Gesellschaft oder Nationen [d.h. der westliche „Hass“ gegen die Nation des Islam] wegen deren Glauben oder ihrer Lebensform einpflanzt oder weil sie nicht mit bestimmten Traditionen oder Bräuchen klar kommt – dann kann das nicht akzeptiert werden!!!

Zum Beispiel kann man über den Hass der meisten Nationen der Welt gegen das „zionistische Gebilde“ erstaunt sein – wegen seiner Geschichte, die nicht voll ist von menschlichen Errungenschaften, sondern von barbarischen Massakern, Betrug und teuflischem Geist. Wegen dem, was sie durch die Besatzung des arabischen Staates Palästina durch sie [die Juden] zu leiden haben, der Katastrophen, der Grausamkeit und der Ungerechtigkeit, die allen bekannt sind, ist der Hass besonders unter den Arabern im Steigen begriffen.

Hass gegen den zionistischen Feind wird mit der Muttermilch aufgesaugt

Aus diesem Grund saugen arabische Säuglinge – bevor sie das Alter der Selbsterniedrigung und Unterwerfung erreichen – den Hass gegen den zionistischen Feind mit der Muttermilch auf; dieser Hass kann nicht ausgemerzt werden, trotz allen Geredes über falsche Friedensabkommen.

Wie warm auch immer die Küsse, wie kräftig das Händedrücken auch sein werden, ihre Herzen sind voll Hass, ihre Seelen voller Wut und ihre Augen blicken mit Ekel auf die Flagge des zionistischen Gebildes im Herzen [einiger] arabischer Hauptstädte.

Ehrenmänner wollen die Flagge in Stücke reißen, sie auf dem Boden verschmutzen. Sie wollen diese Fremden hinaus werfen, die in unser Land kamen, so dass unsere palästinensischen Brüder in ihrem Land in Frieden und Sicherheit leben können wie andere Völker auch. Haben sie nicht das Recht dazu?

Unser Hass in unseren Seelen verwurzelt

Ich predige den Hass nicht oder lobe ihn als eine Methode des menschlichen Verhaltens. Aber das gehasste Individuum oder die gehasste Gesellschaft muss sich selbst hinterfragen, um zu verstehen, warum es so ist, denn keine Gesellschaft oder Person kann ohne Grund so gehasst werden…

Ich möchte ein gutes Beispiel dafür anführen, wie der Hass gegen das zionistische Gebilde in den Seelen der Araber Wurzeln schlägt… Ich nahm an einer internationalen Konferenz über Verkehrsunfälle im Militär teil, die in Paris statt fand. Bei mir war ein Kollege, einer der enthusiastischen, jungen Offiziere, dessen Laune umschlug, als er erfuhr, dass ein Mann, der bei einem Randgespräch zwischen den Treffen neben uns gestanden hatte, ein Transport-Offizier des verabscheuten zionistischen Gebildes war.
Mein Kollege schäumte vor Wut und schwor, dass er nicht neben diesem Kriminellen stehen würde, mit ihm sprechen würde oder den Saal beträte, in dem er saß… Er beruhigte sich nicht, bevor ich ihm schwor, dass ich nicht gewusst hatte, welche Staatsbürgerschaft dieser Mann inne hatte, denn er war in der Gesellschaft von Offizieren aus aller Welt – und dass ich selbst nicht in der Lage war, neben jemandem zu stehen, von dessen Händen das Blut unschuldiger Araber tropfte.

Dies sind unserer Feinde und unser Hass gegen sie ist in unseren Seelen verwurzelt; das einzige, das ihn beseitigen kann, ist ihr Abzug aus unserem Land und die Reinigung unserer heiligen Stätten von der Schändung durch sie!!!

Ich denke, dieser Text spricht für sich. Wenn den Israelis auf arabischer Seite schon bei den „moderaten“ Staaten eine solche Haltung entgegen schlägt, was kann man dann erst von den „Extremisten“ erwarten?
Dass diese Meinung nicht die eines Einzelnen ist, kann man daran erkennen, dass sie in der Zeitung der saudischen Regierung veröffentlicht wurde. Dort wird wohl kaum etwas abgedruckt, was der Haltung der saudischen Herrscher (offen) widerspricht.

Der Autor macht jede Hoffnung zunichte, dass sich am arabischen Hass etwas ändern könnte. Er erklärt fest und unwiderruflich, dass alles andere als der Hass auf Israel unglaubwürdig ist, Täuschung. Wenn das so ist, dann spielen alle Verhandlungen der Israelis mit den Palästinensern oder jedem anderen arabischen „Gebilde“ (seien es Staaten, Organisationen oder andere Gruppierungen) keine Rolle – denn sie werden keinerlei Wirkung haben; sie werden nur ein Ziel haben: Die Schritte zur Vernichtung Israels weiter voran zu treiben und die Ausgangsposition für den nächsten Schritt zu verbessern.