Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21.11.10)

Montag, 15.11.2010

Baustopp-Heckmeck:
Die Enthaltung der Shas-Minister würde die Genehmigung eines neuen Baustopps ermöglichen.
Der Yesha-Rat hat die Versprechen der Kabinettsmitglieder zum letzten Baustopp veröffentlicht.
Saeb Erekat hat jetzt verkündet, was die PA denkt: Sie sind „absolut gegen“ den amerikanischen Vorschlag (eines erneuten 3-monatigen Baustopps, von dem Jerusalem ausgeschlossen ist).

Dienstag, 16.11.2010:

Der Finanzausschuss der Knesset hat beschlossen, 7 Millionen Shekel für mehr schusssichere Busse in Judäa und Samaria zur Verfügung zu stellen.

Baustop-Heckmeck:
– Ein Repräsentant der israelischen Regierung sagte, die Genehmigung eines zweiten Siedlungs-Baustopps wird wegen den Palästinensern aufgeschoben – das Vorschlags-Dokument der Amerikaner hänge noch in der Luft, weil die PalAraber sagen, die Verabredungen zwischen Amerikanern und Israelis seien zu gut und verweigerten der PA zukünftige Verhandlungsmasse.
– Ein israelischer Regierungsvertreter erklärte, dass der Premierminister darauf besteht die US-Garantien schriftlich zu erhalten, die mit Außenministerin Clinton vereinbart wurden. Nach Erhalt wird Netanyahu sie dem Kabinett vorlegen.
– Das US-Außenministerium lehnt es ab, Netanyahus Forderung nach schriftlichen US-Garantien zu kommentieren. (Was sagt uns das?)
– Da jammern die Lappen in Ramallah, die Bautätigkeit verhindere die Zweistaaten-Lösung.
Die Shas-Partei kündigte an, dass sie vielleicht gegen den Baustopp stimmen wird.
Aus dem Likud kommen vermehrt Stimmen, die den US-Plan ablehnen und Netanyahu entsprechend informieren.

Mahmud Abbas protzt, er habe mit Ehud Olmert Vereinbarungen erreicht und Netanyahu habe diese abgelehnt. Deshalb ist jetzt Netanyahu der Böse und Israel schuld, dass es nicht weiter geht im „Friedensprozess“. Kleines Memo für den Terroristenchef: Olmert hatte wer weiß was angeboten, aber Abbas hatte das nicht gereicht und er war nicht zufrieden. Hätte er das angenommen, hätte vielleicht sogar Netanyahu nicht die Wahl gewonnen!

Mittwoch, 17.11.2010:

Baustopp-Heckmeck:
Das Büro des Premierministers betonte noch einmal, dass entgegen anders lautenden Gerüchten zwischen Israel und den USA keine Gespräche über einen Baustopp in Jerusalem laufen.

Freitag, 19.11.2010:

Baustopp-Heckmeck:
– Ein hochrangiger Obama-Mitarbeiter sagte, die USA und Israel „schacherten“ noch um die Details der schriftlichen Zusicherungen. Wann der Brief fertig wird, sei unklar.
Am Abend ließ das US-Außenministerium wissen, dass die USA bereit seien Israel schriftliche Sicherheitsgarantien zu geben, wenn es bereit sei die Friedensgespräche wieder anzustoßen. (Das sind NICHT die Zusagen, die Israel haben will – es will für seine Sicherheit selbst sorgen und erwartet Zusagen, dass der angestrebte Baustopp der letzte ist.)

Samstag, 20.11.2010:

War auch wieder klar: Auch nach dem Abzug der Israelis aus dem nördlichen – „libanesischen“(?) – Teil des Dorfes Ghajar, findet die Hisbollah, seien ihre Waffen weiter notwendig. Und auch, wenn sich Israel von angeblich libanesischen, 1967 aber Syrien abgewonnenen Gebieten  zurückziehen würde, hätten die Terroristen immer noch neue „Gründe“ parat, um ihren „Kampf“ gegen Israel fortzusetzen.

Baustopp-Heckmeck:
In den USA gibt es widersprüchliche Meldungen. Von Zusicherungen der US-Regierung an Israel, sollte es einen neuen Baustopp in Judäa und Samaria verhängen, wissen entscheidende Regierungs- und Volksvertreter nichts. Insbesondere der Ausschluss Jerusalems von dem Baustopp geht gar nicht, hieß es von einem US-Regierungsvertreter. Was soll man jetzt davon halten?
Unterdessen bestätigte Israels nationaler Sicherheitsberater Uzi Arad, dass die US-Regierung schriftlich Verpflichtungen gegenüber Israel eingegangen sei.

Sonntag, 21.11.2010:

Der Prediger der Al Aqsa-Moschee beschwert sich über Pläne zur Erweiterung des Vorplatzes des Kotel, der „Klagemauer“, damit dieser mehr Besucher aufnehmen kann. Der Kotel habe nichts mit dem Judentum zu tun, er sei integraler Bestandteil der Al Aqsa-Moschee und man wolle ihn „judaisieren“. „Judaisierung“ führt er auch als Beschwerdegrund gegen die wieder aufgebaute Hurva-Synagoge (im „Jüdischen Viertel“) an.

Baustopp-Heckmeck:
Abbas lässt wieder wissen, dass es ohne einen Baustopp in Jerusalem keine Gespräche geben wird.
– Es gab Sonntag mehrere Versuche, als Protest gegen den möglichen Baustopp die Autobahn 1 vor Jerusalem zu blockieren.
Auch in der Region Binyamin protestierten Demonstranten gegen den möglichen Baustopp.
Benjamin Netanyahu verspricht den Knesset-Abgeordneten, dass es keinen dritten Baustopp geben wird.
Saeb Erekat stellt auch wieder Bedingungen: Er verlangt einen Baustopp, bis die Verhandlungen mit einer Endlösungs-Regelung beendet sind.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Achtung, Islamophobie!

Wir erleben immer wieder – s. auch Fitna – dass gegen die gewütet wird, die verbreiten, was (radikale) Muslime von sich geben, statt dass sich die Menschen gegen die zitierten bzw. gezeigten Mordhetzer wenden. Der Bote soll beseitigt werden, nicht die Urheber der Botschaft. Und so wird den Hasspredigern immer wieder vermittelt, dass ihre Ansichten und ihre Ziele richtig sind und nicht bekämpft werden. So lange der unten zitierte Imam „nur redete“, drohte ihm kein Ungemach für seine Lehren. Erst, als er seiner „Verpflichtung“ nachkam (gut, Mord war ihm dann in Großbritannien doch etwas zu gefährlich) und eine Ungläubige gegen deren Willen mit seiner Manneskraft „beglückte“ und ihm das per DNA-Abgleich nachgewiesen wurde, wanderte er ins Kittchen – zur Empörung der BMOs im Gerichtssaal, die den Richter beschimpften, der das Urteil sprach und brüllten, die Vergewaltigte sei eine Prostituierte. (Die sieben Glaubensbrüder, die ihm ein falsches Alibi gaben, wurden ebenfalls belangt.)

Was verkündete dieser Hassprediger ungehindert? Islam-Watch berichtet:

In einer Frage-und-Antwort-Zeit in der Moschee von East London wurde der predigende Imam Abdul Makin von einer in einen Niqab gekleideten Muslimin über eine vor kurzem erlassene Fatwa eines bekannten Imam gefragt.

Frau: Der einäugige Imam Hamza Mesri mit dem Haken sagte, Muslime dürfen britische Ungläubige töten und Sex mit ihren Frauen und Töchtern haben. Stimmen Sie mit ihm überein?
Imam: Das ist nicht das, was Imam Hamza sagte; es steht auch nicht zur Debatte, ob ich mit ihm übereinstimme oder nicht. Es steht im Koran und ist daher Allahs Befehl.“
Frau: Aber warum sollte Allah den Muslimen sagen, dass sie unschuldige Nichtmuslime töten und vergewaltigen sollen?
Imam: Weil Nichtmuslime niemals unschuldig sind. Sie sind schuldig der Leugnung Allahs und seines Propheten. Wenn man mir nicht glaubt: Hier ist die rechtliche Entscheidung des hohen muslimischen Anwalts Großbritranniens, Anjem Choudhary. (Video)
Frau: Aber unser Prophet wurde als Gnade für die gesamte Menschheit geschickt; niemals in seinem ganzen Leben hat er jemanden verletzt.
Imam: Ja, er verletzte in seinem Leben nie einen Muslim. Aber Allah sagte, dass Nichtmuslime die niedrigsten und schlimmsten Tiere sind; das steht in den Ayas 8,22, 8,55, 95,5 und 98,6. Den Muslimen wird befohlen sie zu töten.
Frau: Aber befürwortete der Prophet ihre Tötung und die Vergewaltigung ihrer Frauen?
Imam: Ja, das machte er. Er befürwortete nicht nur solches Tun, er und seine Sahabas führten es nach Allahs Befehl regelmäßig aus. Er war darin hilflos… Wenn ihr mir nicht glaubt, dann müsst ihr den Sahih-Hadithen glauben. Ich werde euch zwei Hadithe zu seinem normalen Tag nach einem Angriff zitieren. In diesen Hadithen geht es um den Angriff auf das jüdische Dorf Khaibar, dessen Anführer Kinana war; dieser hatte eine wunderbare 17-jährige Eherfrau, Safia. Der Prophet folterte und enthauptete Kinana vor Safia und vergewaltigte sie die ganze folgende Nacht.

Der Imam in Großbritannien folgte also nur dem Beispiel und der Anweisung seines Propheten – nein, seines Gottes! Und wie fiel die Reaktion aus? Das berichtet Islam Watch leider nicht. Aber wir kennen das allgemein vorhandene Bild. Das ist ein Einzelfall, das hat nichts mit dem Islam zu tun, die überwiegende Zahl der Muslime ist anders, usw. usw.

Dummerweise wird man der Sache damit nicht gerecht. Denn weder die überwiegend andere Zahl der Muslime noch die überwiegende Zahl der Menschen im Westen erhebt sich gegen diese Hassprediger und ihr Tun. Ihnen wird nicht wirklich entgegengetreten. Die überwiegende Mehrheit der Muslime geht nicht gegen diese Hassprediger und ihre Anhänger vor. Statt sie zu bekämpfen und zu einer ausgeschlossenen Minderheit zu machen, die mit allen zur Verfügung stehen Mitteln (auch der Polizei und dem Staatsschutz) unter Kontrolle zu halten, wird gekuscht und abgewiegelt. Und wer so handelt, der kann sich nicht beschweren, ihm würde Unrecht damit getan, dass ein Geert Wilders einen Film veröffentlicht oder dänische Karikaturisten Bilder malen oder sonst jemand etwas sagt, was ihnen nicht gefällt. So lange Prediger wie dieser Abdul Mukin Khalisadar und seine Anhänger weiter machen und sich dabei auf den Koran und die übrigen den Muslimen heiligen Überlieferungen stützen kann, ohne dass ihnen die „überwiegende Mehrheit“ in den Arm fällt, so lange ist jeder Vorwurf an Leute wie Geert Wilders die blanke Heuchelei.

(hat tip: Jihad Watch)

Vor wem die BBC niederkniet

In Großbritannien hat ein Quartett dafür gesorgt, dass die BBC zu Kreuze kroch. Diesem Quartett gehören an:

  • Arab Media Watch aus London beschwerte sich, dass international Tel Aviv als Israels Hauptstadt akzeptiert sei – voraus gesetzt, es gibt eine Verhandlungslösung zwischen Israel und den Palästinensern. Mit anderen Worten: Selbst Tel Aviv als Hauptstadt ist noch nicht sicher, so lange die Palästinenser den Judenstaat nicht anerkennen.
  • Das Institute of Islamic Political Thought – geleitet von Azzam Tamimi, einem Hamas-Unterstützer und Mitglied des britischen Zweigs der Muslimbruderschaft, der den Briten ihre zu judenfreundliche Haltung im Konflikt vor der Staatsgründung vorwirft und verspricht er würde in das Haus seiner Mutter in Hebron zurückkehren. Hebron würde niemals ein „zionistischer Ort“ werden. Er bezeichnet Israel als rassistisches Gebilde, das die Palästinenser als Untermenschen und die Juden als Herrenmenschen betrachte. Er erkennt Israels Existenzrecht nicht an und würde als Selbstmordbomber hin gehen. Die Finanzfirma Merryll Lynch zog letztes Jahr ihr Sponsoring einer Veranstaltung zurück, weil Tamimi daran teilnahm.
  • Das Muslim Public Affairs Committee hat ständig mit Vorwürfen des Extremismus und Antisemitismus zu tun. In den Parlamentswahlen von 2005 führte es Kampagnen gegen Abgeordnete, die für Israel oder für den Irak-Krieg waren und versuchte den Ruf einer Abgeordneten zu schädigen, indem sie behaupteten sie sei Jüdin. Dafür entschuldigten sie sich, als die erfuhren, dass sie keine Jüdin war. Die Zeitung Observer fand heraus, dass Asghar Bukhari, Mitbegründer des Committee, den Holocaust-Leugner David Irving finanziell unterstützte.
  • Die Friends of Al-Aksa erklären auf ihrer Internetseite, dass die Zerstörung des ersten Tempels „400 Jahre nach seiner Erfindung“ das Ende Israels darstellt. Es gibt das Volk der Juden also nicht mehr. Die Royal Bank of Scotland hat 2005 alle Konten der Organisation aus Leicester geschlossen (was die natürlich als rassistisch bezeichneten).

Es ist „beruhigend“ zu sehen, vor wem die BBC kriecht: Vor Leuten und Organisationen, die Hass predigen, gegen Juden und Israel hetzen, Geschichtsverfälschung und –verdrehung betreiben, Terroristen unterstützen, Terror befürworten und begehen wollen. Deren Empfindlichkeiten und Ansichten müssen berücksichtigt und geschützt werden.

Im Gegensatz dazu fehlen Entschuldigungen der BBC für ihre einseitig verleumderische „Berichterstattung“ über den Nahen Osten, die Lügen und Falschdarstellungen ihrer Korrespondenten vor Ort. Der Hinweis darauf, dass ihr Journalist Alan Johnston eine Videobotschaft unter Druck seiner Entführer verlas, war neulich gar nicht nötig – weil sie sich inhaltlich von Johnstons sonstigen Berichten nicht wesentlich unterschied.

Es passt also alles zusammen bei der BBC. Und ändern wird sie sich wohl nicht. Sie lügen dort weiter, ohne mit der Wimper zu zucken oder rot zu werden. Nur den Dreck wischen sie sich immer schnell aus dem Gesicht, der verraten würde, wem sie ständig in den A… kriechen.