Die fünftheiligste Stätte des Islam

Elder of Ziyon, 6. Mai 2010

Uns wird oft gesagt, dass die Al Aqsa-Moschee „die drittheiligste Stätte des Islam“ sei.

Nun ja, das stimmt selbst heute nur für die sunnitischen Muslime.

Schiitische Muslime setzen Jerusalem auf Platz 5, hinter die Moscheen in Mekka, Medina, Najaf und Kerbelah. Und Sufi-Muslime haben noch eine völlig andere Liste.

Jerusalem die „fünftheiligste Stätte des schiitischen Islam“ zu nennen klingt aber nicht sonderlich.

(So weit ich das sagen kann, ist die „Ibrahimi-Moschee [die Höhle der Patriarchen] in Hebron nicht einmal auf dem Radar der Top-Moscheen irgendeiner der muslimischen Sekten; und natürlich ist die Moschee, die vielleicht einmal in der Nähe des Rahelgrabes existiert haben könnte erst in den letzten Jahren als wichtig angesehen worden.

Arabischer Geschichtsrevisionismus hat ein klares Ziel

Für die arabischen Fälscher spielt es keine Rolle, wann sie ihre Propagandalügen erfinden. Manche stammen wohl aus der Zeit vor ein paar Jahrhunderten, aber die meisten sind doch sehr viel jüngeren Datums. Eines davon hat sich einmal mehr Elder of Ziyon herausgegriffen: Das Rahel-Grab bei Bethlehem soll eine Moschee sein/gewesen sein und die Juden haben sie widerrechtlich okkupiert. Das hat natürlich Folgen in der Sichtweise und dem Umgang der Araber: Was Moschee ist, darf nicht durch Gebete anderer Religionen verunreinigt werden.

Das steht natürlich im größeren Zusammenhang, den Juden jegliche historische Verbindung zum Land Israel abzusprechen – ebenfalls eine Entwicklung, die aus jüngster Zeit stammt. Dass damit allen historischen Berichten und sogar Fotos widersprochen wird, egal. Hier ist so ein Foto (Rahel-Grab anfangs des 20. Jahrhunderts):

Die Übersetzung des Artikels findet sich hier.

Wieso genau nochmal sind sie gepanzert?

Elder of Ziyon, 9. November 2008

Ma’an bringt einen drohend klingenden Artikel zum Rahel-Grab:

Dutzende gepanzerte Busse brachten Hunderte ultraorthodoxer jüdischer Anbeter, um am Samstag- und Sonntagabend im Rahel-Grab in Bethlehem zu beten.

Reisebusse säumten die Straßen auf der westlichen Seite der Trennmauer und Straßen wurden von Tantur bis zum Beit Jala (Gilo)-Checkpoint blockiert, als sich Hunderte von Anbetern in schwarzen Mänteln und Hüten in der Gegend versammelten.

Die Massengebet-Versammlungen wurden vom Mosdos Kever Rachel (Rahelgrab-Institut) um das Datum organisiert, von dem man glaubt, dass es der Jahrestag von Rahels Tod ist. Das von der Gruppe offiziell festgelegte Datum ist der 9. November, aber die Beter überschwemmten den Bereich auch schon am Samstagabend.

Das Institut betreibt eine jüdische Religionsschule am Grab und finanziert einen täglich fahrenden gepanzerten Bus, der die jüdischen Beter von Jerusalem zum Grab bringt.

Die biblische Rahel wird vom jüdischen Volk als eine der vier Matriarchinnen verehrt; die jüdische Tradition besagt, dass sie von ihrem Ehemann Jakob in Bethlehem beerdigt wurde. Das Grab ist auch für Muslime und Christen eine heilige Stätte und der Ort der Bilal Ibn Rabah-Moschee, die jetzt für Palästinenser aus der Westbank nicht zugänglich ist.

Ma’an macht sich nicht die Mühe zu erklären, dass vor nur zehn Jahren die Busse, die nach Bethlehem fuhren, nicht gepanzert waren. Fakt ist, dass ganz normale Autos dorthin fuhren und die Leute sogar zu Fuß hingingen!

Was könnte wohl passiert sein, das diese bedrohlichen, schwarz gekleideten, ultrareligiösen, fanatischen Juden gezwungen sind in gepanzerten Busse zur drittheiligsten Stätte des Judentums zu fahren?

Gibt es überhaupt eine jüdische heilige Stätte, die die Muslime nicht als ihnen gehörend beanspruchen?

Ein echtes Rätsel…