Verkehrsleitung (4)

Wieder einmal kurioses aus der Ortsanzeiger-Gilde. Oft fragt man sich ja doch, wie ein Ortsname wohl entstanden sein könnte. Insbesondere, wenn man solche Juwelen entdeckt, wie dieses hier in der etwas weiteren Umgebung von Biedenkopf in Hessen.

Waren die Einwohner Schotten, die gedudelsackt haben? Oder wurden hier Pfeifen/Flöten für diese Instrumente hergestellt? Fragen fragen ist vielleicht einfach, aber hoffentlich kommen auch ein paar Antworten. Lustige gerne genauso, wie eine echte Erklärung.

Update: Da sich das Bild zu Fucking nicht in den Kommentarbereich setzen lässt, kommt’s hier mit rein – ist einfach zu gut!

Hessen: Die Aufrechten nieder machen

Hessen und kein Ende – auch wenn schon alle möglichen Leute sich geäußert haben, möchte ich doch ein paar Sachen los werden:

Es war nicht zu erwarten, dass die hessische SPD-Chefin wirklich gestoppt würde. Jetzt ist es durch vier standhafte und prinzipientreue SPD-Abgeordnete doch geschehen.

Absolut zu erwarten waren allerdings die Reaktionen so einiger Polit-Promis von der ganz besonders betroffenen Sorte. Die Bundes-SPD bezeichnet das Verhalten der Renegaten als „seltsam und nicht loyal“. Tja, wer Lügen vor Gewissen stellt, den erstaunen die vier. Wenn man sich die Hexenjagd auf Frau Metzger beim letzten Mal vor Augen führt, ist es dann wirklich verwunderlich, dass sich die drei anderen vorher nicht geäußert haben?

„Moralisch verwerflich“ findet NRW-Chefin Hannelore Kraft das Verhalten der vier – die Lügerei der Hessen-Chefin war’s dann wohl nicht? Wer das, wie die NRW-Rote als „menschliche Katastrophe“ bezeichnet, verirrt sich dann völlig im Garten der Unmoral. Die drei, die sich jetzt auf die Seite von Frau Metzger stellten, haben sich das nicht leicht gemacht. Und das vorwiegende Problem dürfte wohl unter dem Stichwort „Hexenjagd“ (Ausübung von Druck auf Meinungsabweichler) verständlich werden.

Die kommt jetzt noch nach, z.B. Wowereit: „Das hat mit Politik gar nicht mehr viel zu tun.“ Ja, was denn sonst? Will der uns wirklich weis machen, das sei etwas Persönliches und nur gegen die Dilletantin gerichtet? Nett, da zeigt sich, worum es geht – Diffamierung von Abweichlern.

Oder Simonis mit ihren noch schlimmeren Erfahrungen als Lügilanti, weil erst im Landtag gescheitert statt vorher schon: „Nachdem alle Gremien gelaufen sind, auf einmal zu sagen: ‚Ich hab keine Lust‘, ist ein bisschen schwer zu vermitteln.“ Alle Gremien? Äh, war da nicht noch was? Landtagsabstimmung oder so? Die hätten ja auch erst morgen dafür sorgen können, dass die Trulla scheitert.

„Ein paar Leute sind nicht ganz ehrlich zu Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti gewesen.“ Ach ja? Den Wähler darf man belügen, aber die lügende Parteivorsitzende darf nicht enttäuscht werden. Das nenne ich ein tolles Demokratieverständnis! Allerdings erstaunt es mich nicht, dass die Linksaußen-Lastigen unter Demokratie verstehen, dass die Partei vorgeht und nicht das Gewissen und eine eigene Meinung.

Was die übrigen Dämonisierer angeht: Wen wundert es wirklich, dass ein Claudia Roth den vier Anständigen „politische Verkommenheit“ vorwirft – also genau das Gegenteil dessen, was sie sind? Das Gegenteil dessen, was von ihnen erwartet wurde?

Sie macht da aber nicht Schluss (man könnte es jedoch auch als Höhepunkt der Beschimpfung bezeichnen), sondern ließ vorher noch anderes los: „Abgrund von Politikunfähigkeit“, „eklatantes Unvermögen“ usw., meinte damit allerdings eher die SPD-Führung. Ja, wir wissen, bei Frau Roth und ihren Genossen und –innen gilt das Führerprinzip.

Die Beschimpfungen der CDU durch die regionalen Grünen kommt da schon regelrecht harmlos daher: „Stahlhelm-Fraktion“. Wieso die sich allerdings durchgesetzt haben soll, bleibt wohl das Geheimnis von Herrn van Oyen – oder will er behaupten, die vier zu Beschimpfenden seien von der CDU eingeschworen worden?

„Angst ist keine politische Tugend“, lässt er wissen. Genau, allerdings andersherum: Wenn drei dieser vier nicht Angst gehabt hätten (Stichwort „Hexenjagd auf Frau Metzger“), hätten sie sich wohl schon früher geoutet. Und wenn sie die Angst nicht überwunden hätten, dann wäre Frau Lügenbock morgen Ministerpräsidentin geworden – weil Angst eben doch die politische Tugend ist, die diese Truppe fordert. Was übrigens die Angst der drei ausgelöst haben sollte, hätten sie für die Pläne der Verlogenen gestimmt, sollte der gute Mann auch einmal erklären. Angst müssen sie jetzt haben: Vor der Ächtung und Schmähung durch die, denen sie sich widersetzt haben.

Eine hervorragende Analyse, was da in Hessen abgegangen ist, steht auf Zettels Raum.

Und? Überrascht?

Die hässliche hessische SPD hat’s gemacht. Sie bildet eine Minderheitsregierung, die sich vom guten Willen der Linksfaschisten abhängig macht. Wer davon überrascht ist, hat keine Ahnung von der SPD. Warum hätten die auch nicht im Westen nachmachen sollen, was sie im Osten vorexerziert haben? Zum Schaden des jeweiligen Landes?