Das hässliche Gesicht des Islam – Die 10. Sitzung der Islamischen Spitzenkonferenz (1)

Am 15. Oktober 2003 eröffnete der malaysische Premierminister die 10. Sitzung der Islamischen Spitzenkonferenz mit einer Rede, die von allen anwesenden Vertretern der 57 islamischen Staaten frenetisch gefeiert. Am nächsten Tag ruderte der malaysische Außenminister etwas zurück: Das sei alles nicht so gemeint, das sei missverstanden worden usw. Eine Entschuldigung erfolgte nicht.
Die lauwarme Empörung der europäischen Politik – die schon zwei Tage später aus der Öffentlichkeit verschwand – entzündete sich an den antisemitischen Äußerungen der Rede; eine kräftige Verurteilung kam aber durch den Widerstand Frankreichs nicht zustande.
Es scheint aber so, dass ein wichtiger Aspekt der Rede keine Beachtung findet bzw. nicht wahr genommen wird: Der Premier hat praktisch einen Plan vorgelegt, wie Israel vernichtet werden kann. Mit dieser Ankündigung müsste eigentlich ab sofort alles Handeln islamischer Staaten an diesem Ziel und seiner versuchten Umsetzung gemessen werden.

Ein zusätzlicher Tipp: Die Frankfurter Rundschau, die sonst lieber das israelfeindliche Geschreibsel einer Inge Günther abdruckt, hat einen sehr interessanten, aufschlussreichen und gut geschriebenen Artikel von Matthias Küntzel veröffentlicht, der die Wirkungen der Mahathir-Rede und der Veröffentlichungen des Großscheichs der Al Azhar-Universität in Kairo analysiert: Wer Antisemitismus sät, wird Dschihad ernten.

Rede des Premierministers von Malaysia, dem Ehrenwerten Dato Seri Dr. Mahathir Bin Mohamad, zur Eröffnung der zehnten Sitzung der islamischen Spitzenkonferenz im Putrajaya Konferenz-Zentrum, Putrajaya, Malaysia, am Donnerstag, 16. Oktober 2003 um 10.00 Uhr

Übersetzung: Katrin Kemmler, Oktober 2003
Anmerkung: Ummah ist die islamische Gemeinschaft, Jahilliah sind die Unwissenden

Alhamdulillah, Gepriesen sei Allah, durch dessen Gnade und Segen wir, die Führer der Länder der Organisation der Islamischen Konferenz heute zusammengekommen sind um einen Kurs für die Zukunft des Islam und der weltweiten islamischen Ummah zu beraten und hoffentlich auszuhecken.

Im Namen der Regierung und der Menschen vieler Rassen und Religionen Malaysias, möchte ich ein warmes Willkommen an alle und jeden dieser Zehnten Sitzung der islamischen Gipfelkonferenz in Putrajaya, Malaysias Verwaltungshauptstadt, richten.

Es ist wirklich eine große Ehre für Malaysia, diese Sitzung zu veranstalten und den Vorsitz der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) zu übernehmen. Ich danke den Mitgliedern für ihr Vertrauen in Malaysias Vorsitz.

Ich möchte auch meine besondere Achtung bezeugen gegenüber dem Staat Qatar, im Besonderen gegenüber seiner Hoheit, Scheich Hamad Bin Khalifa Al-Thani, dem Emir des Staates Qatar, für seine Verwaltung unserer Organisation während der letzten drei Jahre.

Als Gastgeber ist Malaysia dankbar für den hohen Teilnahmegrad der Mitgliedsländer. Das demonstriert deutlich unser fortgesetztes und beständiges Vertrauen in und Engagement für unsere Organisation sowie unseren kollektiven Wunsch und Entschlossenheit, unsere Rolle für die Würde und Unterstützung der Ummah zu stärken.

Ich möchte auch die Führer und Repräsentanten der vielen anderen Länder willkommen heißen, die aufgrund ihrer substantiellen muslimischen Bevölkerung Beobachter dieses Treffens zu werden wünschen. Ob sie Muslime sind oder nicht, ihre Anwesenheit bei diesem Treffen wird zu einem besseren Verständnis von Islam und den Muslimen verhelfen, und so helfen, die Auffassung von Islam als einer Religion der Rückständigkeit und des Terrors zu widerlegen.

Die ganze Welt schaut auf uns. Gewiss setzten 1,3 Milliarden Muslime, ein Sechstel der Weltbevölkerung, ihre Hoffnungen in uns, in dieses Treffen, obwohl sie misstrauisch sein könnten gegenüber unseren Willen und unsere Fähigkeit, gar zu entschließen, die Ehre von Islam und Muslimen wieder herzustellen, weniger noch, ihre Brüder und Schwester von der Unterdrückung und Demütigung, die sie heutzutage erleiden, zu befreien.

Ich werde nicht die Beispiele unserer Demütigung und Unterdrückung aufzählen, noch werde ich erneut unsere Verleumder und Unterdrücker verurteilen. Es wäre eine Übung in Sinnlosigkeit, weil sie nicht ihre Ansichten ändern werden, nur weil wir sie verurteilen. Wenn wir unsere Ehre und die des Islam, unserer Religion, wiedererlangen sollen, ist es an uns zu entscheiden, ist es an uns, zu handeln.

Zunächst können die Regierungen aller muslimischen Länder die Reihen schließen und einen gemeinsamen Standpunkt vertreten, wenn nicht in allen Sachverhalten, dann zumindest zu in den Hauptpunkten, so zum Beispiel zu Palästina. Wir sind alle Muslime. Wir werden alle unterdrückt. Wir werden alle gedemütigt. Aber wir, die von Allah über unsere muslimischen Mitbrüder erhoben wurden, um unsere Länder zu regieren, haben nie wirklich versucht, gemeinsam zu handeln um auf unserer Ebene die Bruderschaft und Einigkeit zu demonstrieren, die der Islam uns auferlegt.

Aber nicht nur unsere Regierungen sind geteilt, die muslimische Ummah ist auch geteilt und wieder und wieder geteilt. Über die letzten 1400 Jahre haben die Interpreten des Islam, die Gelehrten, die Ulamas die einzige islamische Religion, die durch den Prophet Muhammad S.A.W gebracht wurde, so unterschiedlich interpretiert und re-interpretiert dass wir jetzt tausend Religionen haben, die oftmals so uneins sind, dass wir uns oft gegenseitig bekämpfen und töten.

Von einer einzigen Ummah ausgehend haben wir uns erlaubt, in unzählige Sekten, mazhabs und Tarikats aufgeteilt zu werden, jede mehr damit beschäftigt zu beanspruchen, der wahre Islam zu sein als unser Einsein als die islamische Ummah. Wir versäumen zu bemerken, dass es unsere Verleumder und Feinde nicht interessiert, ob wir wahre Muslime sind oder nicht. Für sie sind wir alle Muslims, Anhänger einer Religion und eines Propheten, von der sie erklären, dass sie Terrorismus begünstige, und wir sind alle ihre Todfeinde. Sie werden uns angreifen und töten, in unsere Länder einfallen, unsere Regierungen stürzen, ob wir Sunnis oder Syiahs, Alawait oder Drusen oder was auch immer sind. Und wir unterstützen und fördern sie, indem wir uns gegenseitig angreifen und schwächen und manchmal, indem wir nach ihrer Pfeife tanzen, als ihre Stellvertreter handelnd muslimische Mitbrüder angreifen. Wir versuchen unsere Regierungen durch Gewalt zu stürzen, mit dem Erfolg, unsere Länder zu schwächen und zu verarmen.

Wir ignorieren völlig die islamische Verfügung, uns zu vereinigen und uns gegenseitig Brüder zu sein, und wir fahren fort zu ignorieren, wir die Regierungen der islamischen Länder und der Ummah.

Aber das ist nicht alles, was wir von den Lehren des Islams ignorieren. Es ist uns auferlegt zu lesen, Iqraq, das heißt, uns Wissen zu verschaffen. Die frühen Muslime verstanden das das Übersetzen und Studieren der Werde der Griechen und anderer Gelehrter vor dem Islam. Und diese muslimischen Gelehrten bereicherten den Wissenskörper durch ihre eigenen Studien.

Die frühen Muslime brachten große Mathematiker und Wissenschaftler, Gelehrte, Ärzte und Astronomen usw hervor und zeichneten sich neben dem Studieren und Ausüben ihrer eigenen Religion des Islams in allen Wissensfeldern ihrer Zeit aus. Als Folge waren sie in der Lage, Wohlstand aus ihren Ländern und durch ihren Welthandel zu entwickeln und gewinnen, fähig, ihre Verteidigungen zu stärken, ihre Völker zu beschützen und ihnen die islamische Lebensweise, Addin, wie es durch den Islam vorgeschrieben ist, zu bieten. Zu Zeiten als die Europäer des Mittelalters noch abergläubisch und rückständig waren, hatten die aufgeklärten Muslime bereits eine große muslimische Zivilisation aufgebaut, respektiert und mächtig, mehr als in der Lage, sich gegen den Rest der Welt zu behaupten und fähig, die Ummah gegen fremde Aggression zu schützen. Die Europäer mussten vor den Füßen der muslimischen Gelehrten knien um auf ihr eigenes akademisches Erbe zurückzugreifen.

Die Moslims wurden von großen Anführern wie Abdul Rahman III, Al-Mansur, Salah El Din Al Ayubi und anderen geleitet, die an der Spitze ihrer Truppen auf die Schlachtfelder gingen, um moslemisches Land und die Ummah zu beschützen.

Aber auf halbem Wege beim Aufbau der großen islamischen Zivilisation kamen neue Interpreten des Islam, die lehrten, dass Wissenserwerb durch Moslems ausschließlich das Studium islamischer Theologie bedeute. Vom Studium der Wissenschaft, Medizin usw. wurde entmutigt.

Die Muslims begannen, sich intellektuell zurück zu entwickeln. Mit der intellektuellen Rückentwicklung begann die große muslimische Zivilisation zu schwanken und verdorren. Ohne das Erscheinen der ottomanischen Krieger wäre die muslimische Zivilisation mit dem Fall Granadas 1492 verloren gegangen.

Die frühen Erfolge der Ottomanen waren nicht von einer intellektuellen Renaissance begleitet. Stattdessen wurden sie zunehmend erfüllt von unbedeutenden Streitfragen wie zum Beispiel, ob enge Hosen und spitze Kappen islamisch seien, ob Druckmaschinen erlaubt werden sollten oder Elektrizität genutzt, um Moscheen zu beleuchten. Die industrielle Revolution wurde von den Muslimen völlig verpasst. Und die Rückentwicklung hielt an, bis die von Briten und Franzosen angestiftete Revolution gegen die türkische Herrschaft zum Zusammenbruch der Ottomanen führte, der letzten moslemischen Weltmacht, und sie durch europäische Kolonien und nicht wie versprochen durch unabhängige Staaten ersetzte. Erst nach dem zweiten Weltkrieg, wurden diese Kolonien unabhängig.

Neben den neuen Nationalstaaten akzeptierten wir auch das westliche demokratische System. Das entzweite uns ebenfalls, weil unter den politischen Parteien und Gruppierungen, die wir bilden, einige unter ihnen den Islam für sich beanspruchen, den Islam anderer Parteien ablehnen und sich weigern, die Ergebnisse der Ausübung von Demokratie zu akzeptieren, wenn es ihnen misslingt, Macht für sich selbst zu gewinnen. Sie greifen auf Gewalt zurück und destabilisieren und schwächen damit moslemische Länder.

Mit all diesen Entwicklungen über die Jahrhunderte wurden die Ummah und die moslemische Zivilisation so schwach, dass es einst nicht ein einziges moslemisches Land gab, das nicht durch die Europäer kolonisiert oder hegemonisiert war. Doch das Wiedererlangen der Unabhängigkeit half nicht, die Moslems zu stärken. Ihre Staaten waren schwach und schlecht verwaltet, in einem ständigen Zustand der Aufruhr. Die Europäer konnten mit den moslemischen Gebieten machen, was sie wollten. Es ist nicht überraschend, dass sie moslemisches Land herausschneiden sollten, um den Staat Israel zu gründen, um ihr jüdisches Problem zu lösen. Entzweit konnten die Moslems nichts Wirksames unternehmen, um die den Verstoß Balfours und der Zionisten aufzuhalten.

Manche mögen uns glauben machen, dass allem zum Trotz unser Leben besser ist als das unserer Verleumder. Manche glauben, dass Armut islamisch ist, Leiden und Unterdrücktsein islamisch ist. Diese Welt ist nicht für uns. Unsere sind die Freuden des Himmels im Leben nach dem Tod. Alles, was wir tun müssen, ist bestimmte Rituale durchführen, bestimmte Kleidung tragen und ein bestimmtes Auftreten an den Tag legen. Unsere Schwäche, unsere Rückständigkeit und unsere Unfähigkeit, unseren Brüdern und Schwestern zu helfen, die unterdrückt werden, sind Teil des Willens Allah’s, die Leiden, die wir ertragen müssen, bevor wir den Himmel im Jenseits genießen. Wir müssen das Schicksal hinnehmen, das uns widerfährt. Wir brauchen nichts zu tun. Wir können nichts gegen den Willen Allah’s tun.

Aber ist es wahr, dass das der Willen Allah’s ist und dass wir nichts tun können und sollten? Alla hat in Sure Ar-Ra’d Vers 11 gesagt, dass Er nicht das Schicksal einer Gemeinschaft ändern wird, bis die Gemeinschaft nicht versucht hat, ihr Schicksal selbst zu verändern.

Die frühen Moslems waren unterdrückt, wie wir es aktuell sind. Aber nach ihren aufrichtigen und entschlossenen Bemühungen, sich in Übereinstimmung mit den Lehren des Islams selbst zu helfen, hat Allah ihnen geholfen, ihre Feinde zu besiegen und eine große und mächtige moslemische Zivilisation zu erschaffen. Aber welche Anstrengungen haben wir unternommen, vor allem mit den Mitteln, die Er uns gab.

Wir sind jetzt 1,3 Milliarden stark. Wir haben die größte Öl-Reserve der Welt. Wir haben großen Reichtum. Wir sind nicht so unkundig wie die Jahilliah, die den Islam annahmen. Wir sind vertraut mit den Funktionsweisen der Weltwirtschaft und –finanzen. Wir kontrollieren 57 der 180 Länder in der Welt. Unsere Stimmen können internationale Organisationen schaffen oder zerbrechen. Und doch scheinen wir hilfloser als die kleine Zahl der Jahilliah-Konvertiten, die den Propheten als ihren Anführer annahmen. Warum? Ist es wegen Allah’s Willen oder ist es, weil wir unsere Religion falsch gedeutet haben, oder es uns misslang, die korrekten Lehren unserer Religion einzuhalten, oder die falschen Dinge taten?

Unsere Religion trägt uns auf, uns für die Verteidigung der Ummah vorzubereiten. Leider heben wir nicht die Verteidigung sondern die Waffen zu Zeiten des Propheten hervor. Jene Waffen und Pferde können uns nicht mehr bei unserer Verteidigung helfen. Wir brauchen Gewehre und Raketen, Bomben und Kriegsflugzeuge, Panzer und Kriegsschiffe für unsere Verteidigung. Aber weil wir vom Lernen der Wissenschaft und Mathematik etc abraten, um dem Akhirat keinen Vorzug zu geben, haben wir heute keine Kapazität, unsere eigenen Waffen für unsere Verteidigung zu produzieren. Wir müssen unsere Waffen von unseren Verleumdern und Feinden kaufen. Das kommt davon, von einer oberflächlichen Interpretation des Koran, die nicht die Substanz des Propheten Sunna und den Koran-Verfügungen hervorhebt, sondern eher die Form, die Art und die Mittel, die im ersten Jahrhundert des Hijrah benutzt wurden. Und es genau so mit den anderen Lehren des Islam. Wir sind mehr mit den Formen beschäftigt als mit der Substanz der Worte Allah’s und halten uns nur an die buchstäbliche Interpretation der Traditionen des Propheten.

Wir mögen das erste Jahrhundert des Hijrah wiedererschaffen wollen, die Lebensweise dieser Zeiten, um zu praktizieren, was wir als den wahren islamischen Lebensstil betrachten. Aber es wird uns nicht gestattet werden. Unsere Verleumder und Feinde werden die resultierende Rückständigkeit und Schwäche ausnutzen, um uns zu dominieren. Islam ist nicht nur für das 7. Jahrhundert a.D. Islam ist für alle Zeiten. Und die Zeiten haben sich geändert. Ob wir es mögen oder nicht, wir müssen uns ändern, nicht indem wir unsere Religion ändern, aber indem wir ihre Lehren auf den Kontext einer Welt anwenden, die sich radikal vom ersten Jahrhundert der Hijrah unterscheidet. Nicht der Islam ist falsch, sondern die Deutungen unserer Gelehrten, die keine Propheten sind, obwohl sie sehr gelehrt sein mögen, können sie falsch liegen. Wir haben einen Bedarf zurückzugehen zu den fundamentalen Lehren des Islam um herauszufinden, ob wir wirklich den Islam glauben und praktizieren, den der Prophet predigte. Es kann nicht sein, dass wir alle den korrekten und wahren Islam praktizieren, wenn unser Glauben sich so sehr voneinander unterscheidet.

Heute werden wir, die ganze moslemische Ummah, mit Verachtung und Ehrlosigkeit behandelt. Unsere Religion wird verunglimpft. Unsere heiligen Stätten entweiht. Unsere Länder sind besetzt. Unsere Völker ausgehungert und getötet.

Keines unserer Länder ist wirklich unabhängig. Wir stehen unter Druck, den Wünschen unserer Unterdrücker zu entsprechen, wie wir uns zu verhalten haben, wie wir unsere Länder regieren sollten, sogar wie wir denken sollten.

Wenn sie heute unser Land überfallen wollen, unsere Menschen töten, unsere Dörfer und Städte zerstören, gibt es nichts Substantielles, was wir tun können. Ist es der Islam, der all dies verursacht hat? Oder sind es wir, die darin versagt haben, unsere Pflicht in Übereinstimmung mit unserer Religion zu tun?

Unsere einzige Reaktion ist es, immer zorniger zu werden. Zornige Menschen können nicht gut denken. Und so stellen wir fest, dass einige unserer Leute irrational reagieren. Sie üben ihre eigenen Anschläge aus, töten so ziemlich jeden einschließlich muslimischer Mitbrüder, um ihrem Zorn und ihrer Frustration Luft zu machen. Ihre Regierungen können nichts tun, um sie aufzuhalten. Der Feind übt Vergeltung und noch mehr Druck auf unsere Regierungen aus. Und die Regierungen haben keine andere Wahl als nachzugeben, die Anweisungen des Feindes zu akzeptieren, buchstäblich die Unabhängigkeit ihres Handelns aufzugeben.

So werden ihre Völker und die Ummah zorniger und wenden sich gegen ihre eigenen Regierungen. Jeder Ansatz einer friedvollen Lösung wird durch noch unüberlegtere Anschläge, die darauf angelegt sind, den Feind zu erzürnen und jede friedvolle Einigung zu verhindern, sabotiert. Doch die Anschläge lösen nichts. Die Moslems werden schlicht noch mehr unterdrückt.

Es gibt ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit unter den muslimischen Ländern und ihren Völkern. Sie haben das Gefühl, nichts richtig zu machen. Sie glauben, dass die Dinge nur noch schlimmer werden können. Die Moslems werden für immer unterdrückt und von den Europäer und den Juden dominiert sein. Sie werden für immer arm, rückständig und schwach sein. Manche glauben, wie ich gesagt habe, dies sei der Wille Allah’s, dass der angemessene Zustand eines Muslims der ist, in dieser Welt arm und unterdrückt zu sein.

Aber ist es wahr, dass wir nichts für uns tun sollten und können? Ist es war, dass 1,3 Milliarden Menschen keine Macht einsetzen können, um sich vor der Demütigung und Unterdrückung zu retten, die ihnen von einem viel kleineren Feind zugefügt werden? Können sie nur in blindem Zorn zurückschlagen? Gibt es keinen anderen Weg, als unsere jungen Menschen aufzufordern, sich selbst in die Luft zu jagen und Menschen zu töten das Massaker an noch mehr unserer eigenen Leute herauszufordern?

Es kann nicht sein, dass es keinen anderen Weg gibt. 1,3 Milliarden Moslems können nicht durch ein paar Millionen Juden besiegt werden. Es muss einen Weg geben. Und wir können nur einen Weg finden, wenn wir innehalten um nachzudenken, unsere eigenen Schwächen und Stärken einzuschätzen, zu planen, Strategien zu entwickeln und dann einen Gegenangriff auszuführen. Als Moslems müssen wir nach der Führung des Koran und der Sunnah des Propheten suchen. Bestimmt können uns die 23 Jahre Kampf des Propheten einige Anhaltspunkte dafür geben, was wir tun können und sollten.

Wir wissen dass er und seine frühen Anhänger von den Ohuraish unterdrückt wurden. Hat er Vergeltungsschläge ausgeübt? Nein. Er war bereit, strategische Rückzüge zu machen. Er schickte seine frühen Anhänger in ein christliches Land und er selbst floh später nach Madinah. Dort versammelte er seine Anhänger, baute seine Verteidigungskapazität auf und gewährleistete die Sicherheit seiner Leute. In Hudaibiyah war er bereit, einen unfairen Vertrag zu akzeptieren, entgegen der Wünsche seiner Begleiter und Anhänger. Während des folgenden Friedens konsolidierte er seine Stärke und war schließlich in der Lage, Mekka zu erobern und für den Islam zu beanspruchen. Sogar dann suchte er keine Rache. Und die Menschen von Mekka nahmen den Islam an und viele wurden seine mächtigsten Anhänger, die die Moslems gegen alle ihre Feinde verteidigten.

Das ist im Kurzen die Geschichte des Kampfes des Propheten. Wir sprechen soviel davon, der Sunnah des Propheten zu folgen. Wir zitieren die Beispiele und die Traditionen im Übermaß. Aber wir ignorieren sie tatsächlich allesamt.

Wenn wir die Fähigkeit zu denken, die Allah uns gegeben hat, nutzen, dann sollten wir wissen, dass wir irrational handeln. Wir kämpfen ohne jede Zielsetzung, ohne jeden Zweck außer den Feind zu verletzen, weil er uns verletzt hat. Naiv erwarten wir von ihm, dass er sich geschlagen gibt. Wir opfern unnötig Leben, und erreichen damit nichts, außer noch mehr massive Unterdrückung und Demütigung auf uns zu ziehen.

Es ist sicher an der Zeit, dass wir inne halten, um nachzudenken. Doch wird das verschwendete Zeit sein? Für gut mehr als ein halbes Jahrhundert haben wir um Palästina gekämpft. Was haben wir erreicht? Nichts. Wir sind schlechter dran als zuvor. Wenn wir inne gehalten hätten, um nachzudenken, dann hätten wir einen Plan entwickeln können, eine Strategie, die uns den endgültigen Sieg bringen kann. Inne halten und in Ruhe nachdenken kann keine Zeitverschwendung sein. Wir haben Bedarf, einen strategischen Rückzug zu machen und in Ruhe unsere Situation zu analysieren.

Wir sind aktuell sehr stark. 1,3 Milliarden Menschen können nicht einfach ausgelöscht werden. Die Europäer töteten 6 Millionen Juden von 12 Millionen. Aber heute beherrschen die Juden diese Welt durch Stellvertreter. Sie lassen andere für sich kämpfen und sterben.

Das werden wir vielleicht nicht schaffen. Wir werden es vielleicht nicht schaffen, alle 1,3 Milliarden Moslems zu vereinen. Wir werden es vielleicht nicht schaffen, alle moslemischen Regierungen dazu zu bringen, konzertiert zu handeln. Aber wenn wir nur ein Drittel der Ummah und ein Drittel der moslemischen Staaten dazu bringen, gemeinsam zu handeln, können wir schon etwas tun. Erinnern Sie sich, der Prophet hatte nicht viele Anhänger, als er nach Madinah ging. Aber er vereinigte die Ansars und die Muhajirins und wurde eines Tages stark genug, den Islam zu verteidigen.

Neben der partiellen Einigkeit, die wir brauchen, müssen wir über unsere Aktivposten Bilanz ziehen. Ich habe bereits unsere Anzahl und unser Ölreichtum erwähnt. In der heutigen Welt handhaben wir eine Menge an politischer ökonomischer und finanzieller Schlagkraft, genügend, um unsere Schwäche in militärischer Hinsicht wett zu machen.

Wir wissen auch, dass nicht alle Nicht-Moslems gegen uns sind. Manche sind uns wohlgesonnen. Manche sehen sogar unsere Feinde als ihre Feinde. Sogar unter den Juden gibt es viele, die nicht mit dem einverstanden sind, was die Israelis machen.

Wir dürfen nicht jeden gegen uns aufbringen. Wir müssen ihre Herzen und Köpfe gewinnen. Wir müssen sie auf unsere Seite bekommen, nicht indem wir um ihre Hilfe betteln, sondern durch den ehrenvollen Weg, dass wir kämpfen, um uns selbst zu helfen. Wir dürfen nicht den Feind stärken, indem wir jeden durch unverantwortliche und unislamische Taten in sein Lager zurückstoßen. Erinnern Sie sich an Salah El Din und die Art, wie er die sogenannten Kreuzritter, König Richard von England im Besonderen, bekämpfte. Erinnern Sie sich an die Besonnenheit des Propheten gegenüber den Feinden des Islam. Wir müssen dasselbe machen. Den Kampf zu gewinnen, das ist wichtig und nicht zornige Vergeltung, nicht Rache.

Wir müssen unsere Stärke auf jedem Feld aufbauen, nicht nur in der bewaffneten Macht. Unsere Länder müssen stabil und gut verwaltet sein, müssen wirtschaftlich und finanziell stark sein, industriell kompetent und technisch fortschrittlich. Das wird seine Zeit brauchen, aber es kann getan werden und es wird gut verwendete Zeit sein. Uns ist von unserer Religion auferlegt, geduldig zu sein. Innallahamaasabirin. Offensichtlich liegt Tugend im Geduldigsein.

Doch in der Verteidigung der Ummah darf der Gegenangriff erst beginnen, nachdem wir unsere Häuser geordnet haben. Sogar heute haben wir ausreichende Aktivposten, um sie gegen unsere Verleumder einzusetzen. Es bleibt an uns, sie zu erkennen und dann auszuarbeiten, wie wir sie nutzen , um das durch unseren Feind verursachte Blutbad zu beenden. Das ist vollkommen möglich, wenn wir innehalten um zu denken, zu planen, Strategien zu entwickeln und die ersten paar entscheidenden Schritte zu machen. Sogar diese wenigen Schritte können positive Ergebnisse einbringen.

Wir wissen, dass die Jahilliah [unwissenden] Araber zu Fehden neigten, dazu sich gegenseitig umzubringen, nur weil sie von verschiedenen Stämmen waren. Der Prophet predigte ihnen die Bruderschaft des Islam und sie schafften es, den Hass aufeinander zu überwinden, sich zu vereinigen und sie trugen zur Errichtung der großen moslemischen Zivilisation bei. Können wir sagen, dass die Jahilliah (die Unwissenden) etwas tun konnten, was die modernen Moslems nicht tun können? Wenn nicht alle, können zumindest einige von uns es tun. Wenn nicht die Renaissance unserer großen Zivilisation, dann zumindest die der Sicherheit der Ummah gewährleisten.

Um die vorgeschlagenen Dinge zu tun, wird es nicht einmal erforderlich sein, dass alle von uns ihre Differenzen untereinander aufgeben. Wir brauchen nur einen Waffenstillstand auszurufen, damit wir zusammen handeln um nur bestimmte Probleme von gemeinsamen Interesse anpacken zu können, zum Beispiel das palästinensische Problem.

In jedem Kampf, in jedem Krieg ist nichts wichtiger als ein konzertiertes und koordiniertes Vorgehen. Ein Maß an Disziplin ist alles, was nötig ist. Der Prophet verlor in Jabal Uhud, weil seine Truppen die Reihen durchbrochen haben. Wir wissen das und doch sind wir unwillig, uns zu disziplinieren und unsere irregulären und unkoordinierten Handlungen aufzugeben. Wir müssen tapfer sein aber nicht tollkühn. Wir müssen nachdenken, nicht nur über unsere Belohnung im Jenseits, sondern auch über die weltlichen Erfolge unserer Mission.

Der Koran erzählt uns, dass wir positiv reagieren müssen, wenn der Feind Frieden einklagt. Wahr – der angebotene Vertrag ist nicht vorteilhaft für uns. Aber wir können verhandeln. Der Prophet tat es in Hudaibiyah. Und am Ende triumphierte er.

Mir ist bewusst, dass all diese Ideen nicht beliebt sind. Jene, die zornig sind, würden gerne aus dem Stand heraus verwerfen. Sie würden sogar gerne jeden, der diese Linie vertritt oder unterstützt, zum Schweigen bringen. Sie würden gerne mehr junge Frauen und Männer losschicken, damit sie das höchste Opfer vollbringen. Aber wo wird das alles hinführen? Bestimmt nicht zum Sieg. Über die letzten fünfzig Jahre des Kämpfens in Palästina haben wir nicht einen Erfolg erreicht. Wir haben tatsächlich unsere Situation verschlechtert.

Der Feind wird diese Vorschläge begrüßen und wir werden daraus schließen, dass ihre Befürworter für den Feind arbeiten. Aber denken Sie nach. Wir stehen gegen ein Volk, das denkt. Sie überlebten 2000 Jahre Progrome nicht indem sie zurückschlugen sondern nachdachten. Sie erfanden und förderten erfolgreich Sozialismus, Kommunismus, Menschenrechte und Demokratie, so dass ihre Verfolgung falsch erscheinen würde, so dass sie sich mit anderen derselben Rechte erfreuen. Damit haben sie jetzt Kontrolle über die mächtigsten Länder gewonnen und sie, dieses winzige Land, sind eine Weltmacht geworden. Wir können sie nicht durch Muskeln alleine bekämpfen. Wir müssen auch unseren Verstand benutzen.

In letzter Zeit, aufgrund ihrer Macht und ihres offensichtlichen Erfolges, sind sie überheblich geworden. Und überhebliche Menschen, wie zornige Menschen, werden Fehler machen, werden vergessen nachzudenken.

Sie fangen bereits an, Fehler zu machen. Und sie werden mehr Fehler machen. Es könnte jetzt und in der Zukunft Spielraum für uns geben. Wir müssen diese Gelegenheiten ergreifen.

Aber um das zu tun, müssen wir unsere Handlungen auf Linie bekommen. Rhetorik ist gut. Sie hilft uns, das gegen uns begangene Unrecht aufzudecken, vielleicht etwas Sympathie und Unterstützung zu gewinnen. Sie kann unseren Geist stärken, unseren Willen und unsere Entschlossenheit, dem Feind gegenüber zu treten.

Wir können und sollten zu Allah S.W.T. beten denn im Endeffekt ist es Er, der entscheiden wird, ob wir reüssieren oder scheitern. Wir brauchen Seinen Segen und Seine Hilfe in unseren Bemühungen.

Doch wie wir handeln und was wir tun, wird entscheiden, ob Er uns helfen würde und uns zum Sieg verhilft oder nicht. Er hat es schon im Koran so gesagt. Wieder Sure Ar-Ra’d Vers 11.

Wie ich zu Anfang sagte, die ganze Welt schaut auf uns, die ganze moslemische Ummah setzt ihre Hoffnungen in diese Konferenz der Führer der islamischen Nationen. Sie erwarten von uns nicht nur, unsere Frustrationen und unseren Zorn durch Worte und Gesten auszudrücken; nicht nur für Allah’s Segen zu beten. Sie erwarten, dass wir etwas tun, dass wir handeln. Wir können nicht sagen, dass wir nichts tun können, wir, die Führer der moslemischen Nationen. Wir können nicht sagen, dass wir uns nicht vereinigen können, nicht einmal im Angesicht der Zerstörung unserer Region und der Ummah.

Wir wissen, wir können. Es gibt viele Dinge, die wir tun können. Es gibt viele Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen. Es ist nur der Wille erforderlich, es zu tun. Als Moslems müssen wir dankbar für die Führung durch unsere Religion sein, wir müssen tun, was getan werden muss, willig und mit Entschlossenheit. Allah hat nicht uns, die Führer, über die anderen erhoben, damit wir die Macht nur für uns selbst genießen dürfen. Die Macht, die wir ausüben, ist für unsere Völker, für die Ummah, für den Islam. Wir müssen den Willen haben, diese Macht vernünftig, vorsichtig, gemeinsam zu nutzen. Insyaalah werden wir am Ende triumphieren.

Ich bete zu Allah, dass diese 10. Konferenz der OIC in Putrajaya, Malaysia uns eine neue und positive Richtung geben wird, mit Erfolg gesegnet sein wird durch Ihn, Allmächtigen Allah, Arahman, Arahirn.

Büro des Premier-Ministers
Putrahaya

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Hamas’ falsche Flagge – eine Frage

Aussie Dave, 23. Dezember 2017

Yup, die Hamas hat’s gemacht:

Die Neue Flagge für die israelische Besatzung in Palästina.

Sie haben aber auch das hier gemacht:

Also angesichts dessen, dass sie uns mit einem ihrer Helden gleichsetzen, sollten wir das als Kompliment ihrerseits an uns verstehen?

Update: „Mein Kampf“ oder die Hamas-Charta?

Unser Kampf gegen die Juden ist sehr großartig und sehr ernst.

Als wüssten Sie das nicht.

Deutschlands gefährlicher Außenminister

Jerusalem Post Editorial, 2. Januar 2018

Gabriel ist in der Lage seiner eigenen westlichen Kultur – und Israel – gegenüber scheinheilig zu sein

Außenminister Sigmar Gabriel besucht am 24. April 2017 die Gedenkhallt in Yad Vaschem. (Foto: AFP Photo / Gali Tibbon)

Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel ist das neu gekrönte Aushängeschild der Hamas. Ein Bild von Gabriel wurde am 31. Dezember auf der Twitter-Seite der Hamas eingestellt, begleitet vom folgenden Tweet: „Deutscher FM beschreibt israelische Besatzung als Apartheidregime, wie es früh (sic) in Südafrika war.“

Wie konnte der deutsche Außenminister von einem der wichtigsten Verbündeten Israels plötzlich an der Seite einer islamistischen Terrororganisation enden, die dafür eintritt israelische Zivilisten ins Visier zu nehmen und Selbstmord-Bombenanschläge zu begehen? Wie viele europäische Progressive ist Gabriel in der Lage seiner eigenen westlichen Kultur – und Israel – gegenüber scheinheilig zu sein; Letzeres wird in progressiven Kreise böswillig als Kolonialmacht fehldargestellt, während die vielen problematischen Aspekte nicht weißer Kulturen, einschließlich dem radikalen Islam, als essentialistisch, rassistisch oder eifernd angesehen werden. Für Gabriel könnte dies aufgrund des Schuldgefühls wegen der Verbrechen der Vergangenheit seines eigenen Landes der Fall sein oder es könnte sich um eine Fortsetzung seiner sozialistischen Ideologie handeln, die die westlichen, kapitalistischen Gesellschaften als inhärent ausbeuterisch betrachtet.

Diese Weltanschauung macht Gabriel und andere gleichgesinnte Progressive anfällig für antiisraelische Propaganda. Wie Benjamin Weinthal, der Europakorrespondent der Jerusalem Post, berichtete, pries Gabriel seine hyperkritische Haltung gegenüber Israel bei einer Podiumsdiskussion, die von – ausgerechnet – der Kreuzberger Intiative gegen Antisemitismus veranstaltet wurde.

Die öffentliche Veranstaltung fand Mitte Dezember in Berlin statt, als tausende Demonstranten – von denen die meisten Migranten aus muslimischen Staaten waren – durch die Straßen drängten, israelische Fahnen verbrannten und US-Präsident Donald Trumps Entscheidung Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen anzuprangern.

Übrigens ist Gabriel – zusammen mit Kanzlerin Angel Merkel – einer der Architekten dr selbstzerstörerischen deutschen Immigrationspolitik, die den Zustrom von mehr als einer Million Immigranten aus dem Nahen Osten und Afrika seit 2015 zum Ergebnis hatte. Nach Angaben einer jüngst durchgeführten Umfrage des American Jewish Committee in Berlin bringen viele dieser Migranten antijüdische und antiisraelische Vorurteile mit.

Gabriel wurde während der Podiumsdiskussion von einem deutsch-palästinensischen Aktivisten zur Rede gestellt, der behauptete die deutsche Debatte zu Antisemitismus lasse keinen Raum für Kritik an israelischer Politik.

„Sie liegen falsch“, hat Gabriel Berichten nach geantwortet und den Aktivisten an seine harsche Kritik an Israel 2012 während eines Besuchs in Israel erinnert, zu dem ein Besuch in Hebron gehörte. Nach der Besichtigungstour – die wahrscheinlich von einer der vielen Gruppen organisiert wurde, die von Israels Demokratie zu Verfügung gestellte Freiheiten nutzen, um eine tendenziöse, propalästinensische Darstellung des israelisch-palästinensischen Konflikts präsentieren – Gabriel schreib auf seiner Facebookseite, dass Israel ein „Apartheid-Regime“ sei und forderte, dass die Hamas als Teil des politischen Prozesses im Nahen Osten eingebunden werden solle. Gabriel entschuldigte sich später, nachdem jüdische Gruppen ihn zur Rede stellten; vor kurzem artikulierte er seinen Glauben, dass Deutschland eine besondere moralische Verpflichtung habe Israel zu beschützen, weil „wir verpflichtet sind zu garantieren, dass Holocaust-Überlebende zumindest einen Ort haben, an den sie immer gehen können“.

Im April letzten Jahres zeigte Gabriel einmal mehr seine Parteinahme für Israels viele „Kritiker“, als er während eines kurzen Besuchs in Israel darauf bestand sich mit Repräsentanten von B’Tselem und Breaking the Silence zu treffen. Die weit überwiegende Mehrheit der Israelis betrachten die politischen Agenden dieser beiden Organisationen als gefährlich und übermäßig wohlwollend einer palästinensischen Bevölkerung gegenüber, die sich wiederholt entschieden hat Terror und Gewalt Frieden und Verhandlungen vorzuziehen.

Wir kritisierten Premierminister Benjamin Netanyahu damals dafür, dass er es ablehnte Gabriel zu treffen, weil er damit die Gelegenheit verpasste Gabriel eine genauere Perspektive vorzulegen. Und wir unterstützten Gabriels Recht seine Zeit in Israel zu verbringen, wie er es sich wünschte.

Wir warnten aber auch vor den potenziellen Gefahren, die sich ergeben können, wenn Männer wie Gabriel, Führern westlich-liberaler Demokratien Legitimität für ein schiefes Narrativ „des Konflikts“ gegeben wird. Heute, da Gabriel von der Hamas in Dienst genommen wurde, ist uns en konkretes Beispiel dafür gegeben worden, wie Progressive von Terrororganisationen ausgenutzt werden, um ihre eigenen totalitären Agenden voranzubringen. Und wenn Deutschlands Außenminister darauf besteht die falsche Apartheid-Behauptung gegen Israel zu perpetuieren, kann da die deutsche Regierung widersprechen, wenn tausende Migranten aus dem Nahen Osten auf die Straßen Berlins gehen und die Vernichtung Israels fordern?

Die 10 übelsten Handlungen der UNO im Jahr 2017

UN Watch, 25. Dezember 2017

10. Leugnung des Hungers in Venezuela: Beim allerersten Besuch der UNO in Venezuela aller Zeiten postete Alfred de Zayas, der von Kuba unterstützte „Unabhängige Experte zur Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung“, Propagandafotos, um den durch den verfehlte Politik der Regierung verursachten Massenhunger zu bestreiten.

Nachdem UN Watch die kranke Lüge entlarvte – in Wirklichkeit sind Venezuelas Krankenhäuser gefüllt mit verhungernden Kindern – wurde der UNO-Beamte unter Druck gesetzt wurde seinen Blogeintrag und seinen Tweet zu löschen.

9. Füchse bewachen die Hühner: Die UNO wählte Qatar (Sklavenarbeit), Pakistan (Todesstrafe für christliche „Gotteslästerer“), die Demokratische Republik Kongo (Massenvergewaltigung als Kriegswaffe), Afghanistan (Frauenmissbrauch) und Angola (korruptes und unterdrückerisches Regime) in den aus 47 Staaten bestehenden Menschenrechtsrat; sie haben 3-jährige Amtszeiten, die im Januar 2018 beginnen. Zu den vorhandenen Mitgliedern gehören Saudi-Arabien, China, Kuba und Venezuela.

UN Watch führte den Protest mit einem großen Bericht und einer Kamapgne in den sozialen Medien an, zitiert von AP, Deutsche Presse-Agentur, Deutsche Welle und Spaniens EFE.

8. Mugabe als Botschafter des guten Willens: Im Oktober ernannte die Weltgesundheitsorganisation der UNO den Diktator Robert Mugabe zum „Botschafter des guten Willens“.

UN Watchs Protest entzündete weltweite Empörung – was eine große Menge an Medienberichten in CNN, der Washington Post, Newsweek und 140 anderen Medienagenturen. Schließlich protestierten Geberstaaten wie die USA, Großbritannien und Kanada und der Diktator wurde fallengelassen. Einen Monat später wurde Mugabe gestürzt – aber nicht dank der Vereinten Nationen, die nur angestrebt hatten ihn zu legitimieren.

7. Putin wird zum Opfer deklariert: UNO-Experte Idriss Jazaira (oben), ein ehemaliger algerischer Diplomat, veröffentlichte einen Bericht, der zu dem erstaunlichen Schluss kam, dass Russland Opfer von Menschenrechtsverletzungen sei – wegen, so sagte er, „einseitiger Zwangsmaßnahmen“ der USA und der EU.

Hillen Neuer von UN Watch ergriff das Wort im Menschenrechtsrat, um die Moral von Jazairys Büro infrage zu stellen, das von Russland $50.000 annahm. Jazairy ging auf UN Watch los und bestritt jeglichen Einfluss. Die Story wurde weltweit von AP, dem Independent und Radio Free Europe berichtet.

6. Die UNO bestrafte Whistleblower für den Versuch chinesische Dissidenten zu outen: Das UNO-Menschenrechtsbüro übte Vergeltung an der Angestellten Emma Reilly, nachdem sie versuchte die gefährliche Übergabe der Namen von Dissidenten an China zu stoppen, die an einer Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats teilnehmen sollten. Ein unabhängiger „Watchdog“ forderte zudem, dass UNO-Menschenrechtschef Prinz Zeid al-Hussein (oben) suspendiert wird und Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden, weil er Whistleblower wie Anders Kompass übel behandelte, der versuchte die Vergewaltigung von Kindern durch Friedensschützer in der Zentralafrikanischen Republik zu stoppen; gleichfalls Miranda Brown, die die Weiterleitung von unerlaubter Lieferungen von US-Computern und Firewalls an Nordkorea aufdeckte.

5. Belohnung des syrischen Völkermords: Die UNO wählte Syriens völkermörderisches Regime auf eine leitende Funktion in einem Entkolonisierungskomitee, das die Aufgabe hatte die „Unterwerfung, Vorherrschaft und Ausbeutung“ des Volks zu bekämpfen. Der Propagandasieg wurde vom Regime Assad schnell hinausposaunt.

4. Ehrung eines Agenten Gaddafis: Im März gab der UNO-Menschenrechtsrat in seiner Eröffnungssitzung einen Ehrenposten seines Beratergremiums an Jean Ziegler, Mitgründer und 2002 Empfänger des „Muammar Gaddafi-Menschenrechtspreises“. Zwei Wochen später schloss sich Eric Tistounet, ein Top-Beamter des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte, sich einem Gremium an, das Ziegler als großen „Intellektuellen“ mit Lob überschüttete.

UN Watch protestierte eine einem detaillierten Bericht, der Zieglers widerwärtige Bilanz dokumentierte sich auf die Seite mörderischer Regime zu stellen.

Geschäftsführer Hillel Neuer ergriff im Rat das Wort, um Ziegler von Angesicht zu Angesicht herauszufordern: „Ich habe eine Frage an das Ausschussmitglied, der 1989 den Muammar Gaddafi-Menschenrechtspreis mit inszenierte und der am 29. September 2002 nach Tripoli in Libyen reiste, um selbst diesen Preis zu empfangen.“

„Wenn man bedenkt, dass dieser Rat irgendwann seine Politik gegenüber dem Regime Gaddafi umkehrte und Libyen 2011 wegen seiner groben und systematischen Missbräuche suspendierte, bereuen Sie Ihr Handeln? Die schweizerischen Medien berichteten, dass er Preis 100.000 Schweizer Franken wert war. Würden sie in Betracht ziehen diese Gelder dem libyschen Volk zurückzugeben?“

3. Säuberung von Lehrern, jetzt im Vorstand der UNESCO: Im November wählte die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Türkei in ihren Vorstand – kaum ein Jahr nachdem Präsident Erdoğan kurzerhand 100.000 Lehrer, Dekane an Universitäten, Akademiker; Richter und andere Beamte. Erdoğan verfolgte heldenhafte Journalisten wie Can Dundar und Yavuz Baydar, wird aber jetzt UNO-Richter für Pressefreiheit. Türkische Propaganda feierte den Sieg, wie UN Watch berichtete.

2. Die Mutter aller Schurkengallerien: Im September versammelte der UNO-Menschenrechtsrat das widerwärtigste Einzelgremium an Präsentatoren in seiner 70-jährigen Geschichte, legitimiert durch die Anwesenheit und Rede eines ehemaligen Top-Vertreters von Human Rights Watch. Das Thema war „einseitige Zwangsmaßnahmen“, d.h. warum Sanktionen des Westens gegen Unterdrückerregime wie Russland, Sudan oder Venezuela vermeintlich illegal sind.

Von links nach rechts: Jean Ziegler, ein UNHRC-Berater, der den Gaddafi-Preis gründete und erhielt, nutzte sein Zeitfenster, um das Regime Maduro zu verteidigen und Venezuelas politsche Gefangene anzugreifen; Idriss Jazairy, ein UNO-Experte, der als algerischer Diplomat der größte Feind legitimer UNO-Menschenrechtsexperten war; Peggy Hicks, Repräsentantin von Hochkommissar Zeid al-Hussein und ehemalige UNO-Repräsentantin von Ken Roths Human Rights Watch, schwieg, als Ziegler Venezuela rühmte; Jorge Valero, Botschafter des unterdrückerischen Regimes Maduro, der offizielle Moderator des Gremiums; Alena Douhan, eine weißrussische Akademikerin mit einem Faible für Russland, deren Doktorarbeit das Prinzip der „Nichteinmischung“ in die „internen Angelegenheiten“ von Ländern zum Thema hatte; und Alfred de Zayas, Experte des UNHRC, dessen revisionistische Geschichte des Zweiten Weltkriegs ihn zu einem Helden der Holocaust-Leugner machte.

UN Watch war die einzige Stimme in den Vereinten Nationen, die das Wort ergriff – im Rat genauso wie außerhalb – um diese Perversion der Menschenrechte herauszufordern.

1. Saudi-Arabien wurde in die UNO-Frauenrechtskommissin gewählt: Im April wählte das aus 54 Staaten bestehende Wirtschafts- und Sozialforum Saudi-Arabien in die Frauenrechtskommissin der UNO, trotz seiner horrenden Unterjochung von Frauen. UNO Watchs Bericht verbreitete sich rasend schnell, wurde von CNN, Newsweek, den führenden Zeitungen Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands, Spaniens, Italiens zitiert – und sogar in der Teen Vogue.

Als UN Watch zudem aufdeckte, dass mindestens fünf EU-Staaten für die Saudis stimmten, entlud sich in Belgien ein großer Skandal – der Premierminister war gezwungen die unmoralische Abstimmung einzugestehen und entschuldigte sich – und brachen Streitigkeiten in den Parlamenten und Medien von Irland, Norwegen und Schweden aus. (Video)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17. – 23. Dezember 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 17.12.2017:waren.

Eine Grundschule im Gazastreifen (Video): Ein Schüler ruft dazu auf Jerusalem „von den plündernden Juden zu befreien“.

Der Terrorist, der am Freitag bei Ramallah einen Grenzpolizisten mit einem Messer verletzte, versteckte sich vor seinem Anschlag unter Reportern, wie heute veröffentlichte Fotos beweisen.

Einige PA-Araber gaben sich ganz friedlich: Sie verbrannten in Bethlehem Plakate mit dem Konterfei von US-Vizepräsident Mike Pence – die Stadt würde Friedensbotschafter willkommen heißen, nicht Botschafter des Krieges. (Dann fragen wir uns, wann sie die PA und die übrigen Terroristen rauswerfen…)

Montag, 18.12.2017:

Die Hamas rief die PA-Araber in Judäa und Samaria auf sich „Zusammenstöße“ mit der IDF zu liefern.

Dienstag, 19.12.2017:

Die Hamas prahlt: Gestern Abend beschoss jemand bei Hebron einen israelischen Bus. Das sei der vierte solche Anschlag innerhalb weniger Wochen gewesen, der „Verletzte, Schaden und Panik zur Folge hatte“. (Für die Medien außerhalb Israel ist das nicht berichtenswert.)

Die Nikoläuse sind zurück: Bei den „Protesten“, angeblich gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung, in Judäa/Samria und „Ost“-Jerusalem tauchen wieder jede Menge als Nikolaus verkleidete arabische Gewalttäter auf.

Mittwoch, 20.12.2017:

Eine Terrorzelle der Hamas wollte MK Yehuda Glick entführen. 3 Terroristen stehen jetzt deswegen vor Gericht.

Der interne Geheimdienst der Hamas warnt davor die arabischsprachige Internetseite des israelischen Außenministeriums zu besuchen. Dort setzt der israelische Geheimdienst nach Angaben der Hamas neue Möglichkeiten ein Leute anzuwerben – besser gesagt: gegen ihren Willen zur Mitarbeit zu zwingen.

Donnerstag, 21.12.2017:

Der Großmufti der PA schimpft; die Juden haben eine Synagoge in den Tunneln der Westmauer geweiht. Das ist natürlich eine Provokation, das darf nicht sein.

Die PA feiert ihren „Sieg“ in der UNO-Vollversammlung. „Wir werden den Kampf gegen die Besatzung fortsetzen, hieß es von einem Sprecher.

Nach der Abstimmung gegen Jerusalem in der UNO-Vollversammlung fordert die Hamas einen „Tag des Bluts“ in der „Westbank“. (Wessen Blut da fließen soll, ist ja wohl auch klar.)

Samstag, 23.12.2017:

Ein junger PA-Araber, der letzte Woche bei „Zusammenstößen“ mit der IDF am Gazastreifen verletzt wurde, erlag jetzt seinen Wunden.

Hamasführer Ismail Haniyeh  forderte die PA auf alle Einschränkungen im Kampf in Judäa und Samaria aufzuheben. Die PA solle den Oslo-Vereinbarungen ein Ende setzen und nicht versuchen einen neuen Sponsor für den Frieden zu finden. Es gebe überhaupt kein Land namens Israel und so könne Trump dem auch Jerusalem nicht als Hauptstadt geben.

Leserbrief an Ha’aretz

Samstag, 5. April 2003

Betr.: Artikel „Unsung Heroes“ (Unbesungene Helden) in Ha’aretz, 03.04.03

Schalom,

ich möchte einige Gedanken und Eindrücke bezüglich Aviv Lavies Artikel „Unbesungene Helden“ (Ha’aretz Magazin, 03.04.03) äußern. Ich las diesen Artikel mit großem Interesse, denn vor nicht langer Zeit (am 22. März) hörte ich den Vortrag einer israelischen Friedensaktivistin, Menschenrechtsaktivistin und Empfängerin des Alternativen Nobelpreises. Ihr Name ist Felicia Langer. Sie war auf Einladung einer linken Partei namens „Linke Liste/Friedensliste“ in Freiburg. Der Vortrag mit dem Titel „Quo vadis, Israel?“ fand in einer Kirchengemeinde statt.

Wegen des Titels, wegen der Beschreibung Langers (Friedensaktivistin, Menschenrechtsaktivistin usw.), wegen der Organisatoren (einer politischen Partei, die das Wort „Frieden“ in ihrem Namen und in ihrem Programm trägt) und wegen des Veranstaltungsortes (einer christlichen Kirche, die als Ort des Friedens und der Versöhnung betrachtet wird) ging ich mit folgenden Erwartungen in diesen Vortrag: Langer würde eine kurze, objektive Darstellung der geschichtlichen und gegenwärtigen Lage in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten geben und – gegründet auf dieser Darstellung – einen konstruktiven, praktischen, pazifistischen Ausblick auf Israels Zukunft geben, unter Einbeziehung der arabischen Nachbarn Israels.

Entgegen meiner Erwartungen präsentierte Langer allerdings folgendes: eine Anklageschrift gegen den Staat Israel und die meisten seiner Bürger (sie ließ die verschiedenen israelischen Friedensgruppen außen vor)!

Meiner Meinung nach war es eine Anklageschrift, die einer Juristin (die Langer angeblich ist) unwürdig ist, denn sie war angefüllt mit Lügen, Indizien, äußerst einseitigen geschichtlichen und gegenwärtigen Fakten und vielen Emotionen. Deswegen erinnerte mich Langers Anklageverfahren sehr stark an eine Art Schauprozess, in dem der Ankläger eine starke Abneigung gegen den Beschuldigten hegt (aus diesem oder jenem Grund, der nur dem Ankläger selbst bekannt sein mag). Und dieses Gefühl der Abneigung lässt den Ankläger wünschen, dass der Beklagte unbedingt verurteilt wird, also führt der Ankläger – in niederträchtiger Weise – nur diejenigen Punkte an, die gegen den Angeklagten sprechen!

Ich könnte Dutzende Beispiele anführen, die zeigen, warum ich mich während dieses Vortrags an einen Schauprozess erinnert fühlte. Lassen Sie mich bitte wenigstens drei erwähnen (sie entstammen einem Protokoll, das ich während des Vortrags schrieb):

  1. Am Anfang ihres Vortrags sagte Langer, sie verurteile palästinensischen Terror, aber jedermann müsse diesen Terror verstehen und denjenigen, die ihn noch nicht verstünden, wolle sie an diesem Abend beweisen, dass der palästinensische Terror nur durch die israelische Politik der Zerstörung, der Folter und der Zermürbung der Palästinenser verursacht werde. Langer erwähnte, dass palästinensische Kinder den Wunsch haben Israelis zu töten, eine Tatsache, die als Beweis gewertet werden müsse – so sagte sie -, dass israelische Politik den Weg zu Hass und Gewalt ebne. (Sie sagte kein einziges Wort über die jahrelang andauernde Hetze gegen Israel in palästinensischen Schulbüchern, Moscheen usw.!)
  2. Langer erklärte, dass es keinen arabischen Antisemitismus gebe! Es gebe arabischen Hass auf Israel, aber keinen arabischen Antisemitismus, wiederholte sie. Und wenn die israelische Besatzung vorbei ist, wird auch der arabische Hass vorbei sein. (Kein einziges Wort zu der Tatsache, dass es arabischen Hass gegen Israel schon vor der israelischen Besatzung gab! Und kein einziges Wort über Dutzende antisemitischer Karikaturen in arabischen Zeitungen!)
  3. Langer listete die jüngsten palästinensischen Opfer der Intifada auf und informierte die Zuhörer, dass sie die israelischen Opfer nicht auflisten könnte, weil es – nach ihren Worten – keine Statistik über die israelischen Opfer gäbe! Sei fügte hinzu, dass sie keine Statistik dazu habe, weil keine Statistik veröffentlicht sei!

Ich muss zugeben: Ich war tief erschüttert über all diese Lügen und einseitigen Fakten. Langers Erklärungen verursachten – fast von Beginn an – eine aufgeladene und gespannte Atmosphäre unter den Zuhörern (rund 130 Personen), was sich durch viele Zwischenrufe bemerkbar machte. Während bei der Mehrheit Hass und Aggression gegen Israel wuchsen, wuchsen bei der Minderheit Hass und Aggression gegen Langer. Was mich aber noch mehr als Langers Äußerungen schockierte, war die Diskussion, die dem Vortrag folgte:

In dieser aufgeheizten Atmosphäre wagten etwa zehn Personen Langers tendenziösen Vorwürfen zu widersprechen. Sie versuchten, dies durch die Anführung objektiver Fakten und durch Fragen zu diesen Fakten zu tun. Ich kann sagen, dass ich bereits bei mehreren Vorträgen, Diskussionen und Foren zum Thema „Nahost-Konflikt“ war. Aber bei keinen, die von einer Friedenspartei und einem Friedensaktivisten veranstaltet wurden. Ich muss betonen, dass ich bei keinem bisherigen Vortrag ein Verhalten erlebt habe, wie dieses furchtbare einer sogenannten Friedenspartei und einer sogenannten Friedensaktivistin, das den kritischen Fragen dieser etwa zehn Personen folgten. Lassen Sie mich dieses Verhalten – wieder an drei Beispielen – beschreiben:

  1. Bezüglich Langers Erklärung, dass Israel UN-Resolutionen genauso wie der Irak verletze, stellte ein Mann aus dem Publikum eine Frage zu den unterschiedlichen Arten der UN-Resolutionen. Zur Erklärung seiner Frage sagte er, er habe gehört, dass es verschiedene Arten gibt; die UN-Resolutionen bezüglich des Irak gehörten unter Paragraph VII, was bedeutet, dass sie bindend sind, während diejenigen bezüglich Israel andere UN-Resolutionen seien, die nicht verbindlich sind wie im Fall des Irak. Der Mann wollte noch etwas hinzu fügen, aber die Mehrheit des Publikums begann ihn so laut auszubuhen, dass er schlicht und einfach nicht in der Lage war weiter zu sprechen. Langer ignorierte seine Frage und beantwortete sie nicht.
  2. Ein anderer Mann begann seine Frage an Langer, indem er sagte: „Entschuldigen Sie, Frau Langer, aber ich bin der Meinung, dass Sie emotional argumentieren und nicht historisch…“ Langer unterbrach ihn und sagte: „Sie sind frech und arrogant!“ Und sie ließ ihn – unterstützt von den Zwischenrufen der Mehrheit des Publikums – seine Frage nicht zu Ende führen.
  3. Ein dritter Mann (und lassen Sie mich hinzu fügen, dass er ein Israeli ist, der in Freiburg studiert) sagte Langer: „Während Ihres Vortrags erwähnten sie nur, wie schlecht die Israelis sich gegenüber den Palästinensern verhalten. Ich kann bestätigen, dass Israelis eine Menge schlechter Dinge taten und tun. Aber nicht nur schlechte. Warum haben Sie z.B. nicht mit einem einzigen Wort erwähnt, dass viele Palästinenser seit dem Beginn der israelischen Besatzung auch zu einigem Wohlstand gelangten, dass sie eine Infrastruktur bekamen, Universitäten und mehr, was sie vor 1967 unter arabischer Besatzung nicht hatten?“ Langer antwortete zynisch: „Was wollen Sie mit dieser Frage sagen? Mir scheint, Sie wollen sagen, die Palästinenser seien vor 1967 ein primitives Nomadenvolk gewesen!“ Der Mann wollte dem widersprechen, konnte aber kein einziges Wort sagen, weil die Mehrheit des Publikums Langer applaudierte und den Fragenden dann auszubuhen begann. Dem Mann war es nicht möglich etwas anderes zu tun als zu rufen: „Nennen Sie mir den Namen einer palästinensischen Universität vor 1967!“ Langer antwortete nicht; stattdessen sagte sei, nachdem das Publikum sich etwas beruhigt hatte: „Wir müssen am Anfang beginnen. Bevor die Juden nach Palästina kamen, war es ein fruchtbares Land…“ Eine Frau rief dazwischen: „Das ist eine Lüge!“ Langer ignorierte diesen Zwischenruf und sagte zu dem Israeli: „Sie wissen überhaupt nichts!“ Der Mann wiederholte: „Nennen Sie mir den Namen einer palästinensischen Universität vor 1967!“ Lange nannte keine und die Mehrheit des Publikums begann wieder den Frager auszubuhen. Schließlich erklärte Langer: „Früher war die Lage in Palästina gut, heute ist sie eine Katastrophe. Wenn Sie etwas über die Lage wissen wollen, können Sie folgende Bücher lesen“ Und sie empfahl verschiedene Bücher von palästinensischen Autoren (nicht ein einziger israelischer Autor war dabei).

Ich könnte viele weitere Dinge anfügen, die in diesen zweieinhalb Stunden passierten, z.B. dass Langer Fragen der „antiisraelischen“ Seite auf ganz andere Art beantwortete, nämlich höflich und nicht auf erniedrigende, arrogante Art… Aber ich möchte hier enden und nur noch einen Abschnitt anfügen.

Ich kenne all die anderen Friedensaktivisten nicht, die Lavie in seinem Artikel angeführt hat. Das heißt, ich habe natürlich dies und das über sie gehört/gelesen, besonders über und von Uri Avnery, aber ich bin nie auf einem Vortrag gewesen, den sie gegeben haben. Daher kann ich nicht sagen, ob sie in ihrem Verhalten ähnlich sind wie Langer oder nicht. Aber die Erfahrung, die ich mit der Friedensaktivistin Langer und einer deutschen Friedenspartei in einer christlichen Kirche in Deutschland gemacht habe, sind bereits ausreichend, um mir sehr deutlich zu machen, warum die israelische Öffentlichkeit diese sogenannten Friedensaktivisten und Menschrechtsaktivisten ignoriert! Abgesehen von dem Eindruck, dass diese deutsche Friedenspartei „Linke Liste/Friedensliste“ von Frieden und friedlichem Gespräch weit entfernt zu sein scheint; und abgesehen von der Feststellung, dass eine christliche Kirche viel mehr ein Ort des Hasses und der Aggression war als ein Ort des Friedens und der Versöhnung, muss ich sagen, dass Langer es meiner Meinung nach nicht wert ist, die Titel „Friedensaktivistin“ und „Menschenrechtsaktivistin“ zu tragen; denn anstatt Frieden zu aktivieren, aktiviert sie Hass und Aggression; und die Art, wie sie Menschenrechte verteidigt, ist einseitig, denn in Bezug auf ihre Kritiker und in Bezug auf Israel und die meisten israelischen Bürger kennt sie offensichtlich nicht den ersten Paragraphen der Menschenrechtsgesetze, der besagt: die Würde aller Menschen muss respektiert werden (nicht nur die einiger weniger).

Last, but not least möchte ich meiner Besorgnis über die Tatsache Ausdruck geben, dass anti-israelische Israelis in aller Welt tatsächlich sehr willkommen sind. Die Menschen scheinen begierig zu sein, solche Lügen und tendenziösen antiisraelischen Fakten zu hören. Das ist etwas, was nachdenklich machen sollte – um in der Lage zu sein, auf dieses Phänomen angemessen reagieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea L., Freiburg

Grundsätzliches von der Hisbollah

Melanie Phillips zitiert Hassan Nasrallah (Artikel vom 03.08.2006):
„Wenn wir die gesamte Welt nach einer Person suchen, die feiger, verachtenswerter, schwächer und kläglicher in ihrer Psyche, Geist, Ideologie und Religion ist, würden wir niemanden wie den Juden finden. Aufmerken: Ich sage nicht: den Israeli.“


TheMediaLine berichtet am 11.08.2003:
Hizbullah TV redet vom Tod eines Siedlers…

Hisbollahs Al-Manar Television berichtete von der gestrigen Tötung des 16-jährigen Haviv Dadon als dem Tod „eines Siedlers“. Schlomi, wo die Rakete einschlug, liegt nach jeglichem internationalen Statut in keinem besetzten Gebiet. Die Al-Manar-Nachrichten bezogen nannten auch „die 1948 besetzten Gebiete“, mit anderen Worten: Sie legen nahe, dass das Land, das durch die UNO für die Gründung des Staates Israel vorgesehen wurde, illegal übergeben wurde – was keine internationale Körperschaft je behauptet hat.


Newsletter der israelischen Botschaft in Deutschland vom 27.06.2003:
NASRALLAH: ISRAEL HAT KEIN RECHT ZU EXISTIEREN

Der Generalsekretär der Hisbollah Hassan Nasrallah hat wiederholt erklärt, dass seine Organisation das Existenzrecht des Staates Israel nicht anerkenne, sondern nur einen einzigen Staat, der sich vom Mittelmeer bis zum Jordan erstrecke und in dem Moslems, Christen und Juden leben werden und dessen Charakter von der Mehrheit der in diesem Staat lebenden Menschen bestimmt werde. In einem Interview mit einer brasilianischen Zeitung (22.06.) behauptete Nasrallah, der Grund für das Bestehen der Hisbollah sei die Verteidigung des Libanon.

Selbst wenn Israel die „Sheba Farmen“ aufgäbe, bestünden noch immer einige Probleme, um welche sich die Hisbollah zu kümmern habe, z.B. die libanesischen Gefangenen in Israel, die palästinensischen Flüchtlinge, „die tagtäglichen israelischen Ausschreitungen“, die politische Unabhängigkeit des Libanon und die Auseinandersetzungen um die Quellen des Wazani-Flusses.

Nasrallah betonte den politischen und gesellschaftlichen Beitrag der Organisation und machte deutlich, dass die Errichtung einer islamischen Republik in einem Staat wie dem Libanon nicht durchführbar sei (SIBF, 22.06.).

Die Hisbollah lehnt die Vorstellung einer syrisch-libanesischen Road Map (ergänzende Road Map zu derjenigen mit den Palästinensern) ab und betrachtet den bewaffneten Kampf als einziges Mittel. So auch George Nagam, ein Fraktionsmitglied der Hisbollah im libanesischen Parlament, der eben diese Idee einer syrisch-libanesischen Road Map zur Lösung des Konflikts mit Israel ablehnt, – einer Idee, die von der Regierung in Beirut befürwortet wird.

Nagam sagte, dass Widerstand der einzige Weg sei, um „alle Rechte und besetzten Landstriche zurückzuerlangen“ (Radio Nur, 24.06.).