Die Rolle der Arabischen Medien: eine geschichtliche Perspektive

MEMRI, 27. Dezember 2001

Die arabischsprachige Londoner Tageszeitung Al-Hayat veröffentlichte eine ganze Seite von Leserbriefen. Zoheir Abdallah, ein Leser aus den USA, schrieb folgendes:

In den letzten 60 Jahren durchliefen die arabischen Medien drei Phasen. Die erste Phase wurde durch ‚Hayy Al-Arab‘ gekennzeichnet, ein Programm, das von Yunis Al-Bahri aus Berlins arabischem Radiosender in Nazideutschland gesendet wurde. Yunis Al-Bahri sollte die arabischen Emotionen gegen den Westen und Großbritannien anstacheln und Hitler, Nazideutschland und die Achsenmächte verherrlichen. Die Nazis hatten die Araber am Ende der Skala der menschlichen Rassen angesiedelt; wären sie im Zweiten Weltkrieg erfolgreich gewesen, ging es den Arabern heute schlechter als es der Fall ist.

Trotzdem drängte sich das arabische Publikum um das Radio um Yunis Al-Bahri zu hören und seinen Hetzkommentaren Beifall zu spenden.

Die zweite Phase wird durch „Saut Al-Arab“ repräsentiert [Radiosender „Die Stimme der Araber“] aus Kairo in Person von Ahmad Said. Ich kann mich gut daran erinnern. Jeden Abend versammelten wir uns um das Radio um diesen Sender zu hören. Meine Erinnerung führt mich zurück zu einigen der Kommentare und Flüche, die gegen die moderateren [arabischen] Könige und Präsidenten und den Westen gerichtet waren. Ich erkenne (heute) das Ausmaß der Demagogie, die von einer gesamten Generation von Arabern aufgesaugt wurde, die einer Gehirnwäsche unterzogen worden sind [und daher] sich unlogisch und emotional verhalten – was beim Sturz der moderaten Regierungen z.B. im Irak und in Libyen und ihrer Ersetzung durch Tyrannen und faschistische Parteien half, unter deren Last sich Teile der arabischen Welt immer noch bücken müssen.

„Saut Al-Arab“ ging mit der Niederlage von 1967 unter. Nach dieser Niederlage erkannte die arabische Öffentlichkeit zu spät, dass diese Hetze die Araber in einen Krieg gedrückt hatte, für den die Nation nicht vorbereitet war. Die Wunden dieser Niederlage sind immer noch nicht verheilt. Daher ist uns klar geworden, dass die Saut Al-Arab-Generation die Lehre der Generation von „Hayy Al-Arab“ nicht gelernt hat. Das einzig Gute, das aus der Niederlage von 1967 entstand, war das Verschwinden von Saut Al-Arab und seiner Demagogie.

Die dritte Phase ist die moderne Phase der arabischen Medien. Wir können dies das „Taysir ‚Alooni(1) von Kabul-Phänomen“ oder das „Al-Jazira-Phänomen“ nennen. Der Al-Jazira-Korrespondent wurde bald – richtigerweise – der Sprecher der Taliban genannt. Er übertrug uns die Bilder der zivilen Opfer der Luftangriffe, aber nicht die Bilder der militärischen Rückschläge für die Taliban. Er zeigte uns nichts – und erwähnte auch nichts – von den Massakern der Taliban an Zivilisten. Er behauptete, dass die Öffentlichkeit sich hinter die Taliban stellte. Wir sahen auf Al-Jazira nicht, wie die Menschen sich auf den Straßen von Mazar Al-Sharif und Kabul freuten, als der Alptraum der Taliban beendet war. Trotzdem hat dieser Sender es geschafft, die dritte Generation der arabischen Menschen zu gewinnen. Mit dem Beginn des Zerfalls der Taliban begann Al-Jaziras Stern zu sinken, genau wie vorher die von „Saut Al-Arab“ und „Hayy Al-Arab“.

So wird deutlich, dass die dritte Generation nichts aus den Fehlern der vorigen Generationen gelernt hat. Mit dem Beginn des Ramadan-Monats begannen einige arabische Satelliten-Sender Serien auszustrahlen, die den Hass in einer Atmosphäre vertieften, die schon davon durchtränkt ist. Ein Beispiel dieser Serien ist eine über die Kreuzzugs-Kriege, die vor fast 1000 Jahr statt fanden, von denen wir aber immer noch reden, als seien sie erst gestern gewesen. Andere Serien zeigen die [vor-islamischen] Kriege von Dakhis und Ghabraa [mythische Kriege vor der Zeit des Islam].

Viele Nationen haben einander bekämpft und einige davon fanden in der heutigen Zeit statt. Trotzdem haben diese Nationen sich ausgesöhnt und die bestmöglichen Beziehungen aufgebaut. Die Medien waren immer Vorreiter des Aufbaus dieser Beziehungen. So machten es die Deutschen und die Franzosen, die Japaner und die Russen und viele andere Völker in der zivilisierten Welt. Im Gegensatz dazu lecken wir uns immer noch die Wunden der Vergangenheit und fächeln Hass in unsere Seelen. Unsere Print- und Rundfunk-/Fernseh-Medien spielen in dieser Beziehung die Vorreiter. Das hilft dabei, eine Gruppe junger Leute auszubilden, deren Hass für andere sie dazu führt Selbstmord zu begehen, um so Menschen zu töten, von denen sie nichts wissen, nur weil sie einem anderen Volk angehören und etwas anderes glauben.

Gibt es ein Licht am Ende dieses Medientunnels?(2)

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Fußnoten:
(1) Taysir ‚Alooni war Al-Jaziras Korrespondent in Kabul vor und während des Kriegs in Afghanistan; er wurde aus Kabul evakuiert, als das Taliban-Regime fiel.
(2) Al-Hayat, London, 21. Dezember 2001.

PA-Zeitung: Juden schüren die Flammen des Bösen, provozieren Kriege, kontrollieren die Finanzmärkte und die Medien und dominieren die US-Politik

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch Bulletin, 1. November 2006 (nicht mehr online)

Al-Hayat Al-Jadida, die offizielle Zeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde, veröffentlichte letzte Woche einen boshaft antisemitischen Artikel, der viele der klassischen antisemitischen Verleumdungen sowie „Modernisierungen“ beinhaltete:

– Juden fangen Kriege an, darunter den Krieg im Irak, um die Macht und Kontrolle der Juden zu verstärken
– Juden sind die dominante Kraft in der Politik der USA
– Juden kontrollieren die internationalen Finanzen
– Juden kontrollieren die internationalen Medien

In dem Artikel argumentiert Mohammed Khalifa, Kolumnist aus den Vereinigten Arabischen Emirate, dass die USA planen die Länder der Welt von einer einzigen Zentralregierung in New York aus zu kontrollieren. Die Juden, die jedes Schlüsselelement in den USA, einschließlich der Aktienmärkte, der Medien und er internationalen Finanzmärkte, dominieren oder kontrollieren, haben ihre „Gewohnheit“ genutzt internationale Kriege zu beginnen, um diese US-Kontrolle zu festigen.

Die Juden, sagt Khalifa, begannen den Krieg im Irak als ersten Schritt dahin, „die anderen arabischen Staaten zur freiwilligen Aufgabe ihres eigenen Willens zu zwingen“. Diese Taktik werde aber letztlich fehl schlagen, zum Dritten Weltkrieg führen und das Ende der westlichen Kultur darstellen.

Wichtig ist dabei die Feststellung, dass Al-Hayat Al-Jadida nicht von der Hamas-Regierung kontrolliert wird, sondern vom Büro des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas.

Es folgen die wichtigsten Abschnitte:

Durch den Fall der ehemaligen Sowjetunion 1991 wurden die USA die einzige Supermacht in der Welt, wodurch die Vorstellung des „Neuen amerikanischen Zeitalters“ verkündet wurde. Die in den [Nerven-]Zentren der amerikanischen Nation eingepflanzten Juden schufen Theorien zu dieser Idee, die sie übernahmen. Der Begriff gründet auf der Tatsache, dass die gesamte Welt mit dem Siegel der Amerikanisierung gestempelt werden muss und dass alle Länder der Welt von einer Regierung regiert werden werden, die in New York sitzt…

Es gibt einen einzigen globalen Aktienmarkt; der hat seinen Sitz in New York und wird von Juden kontrolliert. Dieser Aktienmarkt leitet die Währungsmärkte der gesamten Welt, bestimmt den Goldpreis und letztlich die verschiedenen Währungen der Welt…

Um diese Idee umsetzen zu können, war es nötig Kriege zu initiieren [wörtlich: zu zünden], denn Kriege sind nach der Gewohnheit der Juden das einzige Mittel, das ihren sehnlichen Wunsch nach Veränderung herbeiführen kann. Die Kriege entwurzeln die Gegner, wie sie es im Ersten und Zweiten Weltkrieg taten; hätten diese Kriege nicht statt gefunden, hätten die USA nicht die Welt übernommen und die Juden hätten das Zentrum dieser Dominanz nicht erreicht. Daher sind Kriege sehr entscheidend und um die Initiierung von Kriegen zu rechtfertigen tauchte die Theorie des „Zusammenpralls der Zivilisationen“ von Samuel Huntington auf, die besagt, dass das jetzige Jahrhundert einen Kampf der Zivilisationen der Welt erleben wird, da die westliche Zivilisation auf die islamische und die buddhistische Zivilisation prallen wird. Die amerikanischen Medienkreise, die mit der zionistischen Lobby verbunden sind, nahmen es auf sich diese Theorie zu propagieren, die sich überall hin ausbreitete und alle Nationen in einem intensiven Gefühl der Angst zurück ließ…

In diesem Augenblick fanden die Ereignisse des 11. September 2001 statt; diese wurden als Rechtfertigung für den Beginn globaler Unterwerfungskriege benutzt. Das erste ausgewählte Ziel war Afghanistan, weil behauptet wurde, dass diejenigen, die die Angriffe vom September ausführten, von dort kamen… Die Invasion wurde mit der Theorie des „Gerechten Krieges“ gerechtfertigt, obwohl Afghanistan keine unmittelbare Bedrohung für die USA war…

Als die Invasion Afghanistans einmal erfolgreich durchgeführt war, begannen die Juden die Invasion des Irak mit der Behauptung, dass dieser eine ernsthafte Gefahr für die nationale Sicherheit Amerikas darstelle. Die jüdische Propaganda spielte eine große Rolle dabei die irakische Gefahr zu übertreiben, bis der Irak als Monster da stand, das die Welt zu schlucken drohte. Die USA begannen die Invasion des Irak als nächsten Schritt in ihrem Projekt der globalen Kriege vorzubereiten… sie eroberten den Irak und vernichteten die irakische Nation und die Juden glaubten, dass sie mit der Zerstörung des Irak die arabischen Nationen zu voller und freiwilliger Aufgabe ihres Willens zwingen würden. Aber die folgenden Ereignisse enttäuschten sie, da der [bewaffnete] Widerstand im Irak ausbrach, der ihre Beherrschungspläne komplizierte und ihre Hoffnung begrub einen neuen, pro-israelischen Irak zu schaffen…

Die Schlussfolgerung ist, dass die Rolle der Juden bei der Stärkung des Hangs zum Bösen und sein Feuer zu schüren und Kriege zu provozieren, wie den Krieg gegen den Irak, unweigerlich den Fall der amerikanischen Militärmacht verursachen wird. Wenn diese Macht fällt, wird das das Ende der westlichen Zivilisation bedeuten und den Anfang des Dritten Weltkriegs, der alles auslöschen und nichts übrig lassen wird, was das Ende des amerikanischen Imperiums als Supermacht zur Folge haben wird.

Den Löwen zähmen

Micah Halpern, 12. April 2005

Erfolg oder Fehlschlag. Wahrheit oder Wagnis. Die Zukunft der palästinensischen Autonomie liegt in den Händen eines Mannes, ihres Präsidenten Mahmud Abbas.

Die Entscheidungen, die Abbas fällt, werden, langfristig und kurzfristig, die Zukunft des palästinensischen Volkes gestalten. Er hat die Wahl zu treffen. Die Verpflichtungen muss er übernehmen.

Einige Entscheidungen, wie die gegen den Terror vorzugehen oder die Kontrolle auszuüben, sind jetzt zu treffen und physisch schwierig. Aber Abbas muss den palästinensischen Wilden Westen zähmen oder dieser wird ihn verschlingen. Und wenn oder wann der erste demokratisch gewählte Präsident der Palästinensischen Autonomie stürzt, wird die Anarchie einsetzen. Und wenn die Anarchie übernimmt, verschwindet jede Chance der palästinensischen Volkes ein anständiges Leben zu führen. Wenn Abbas fällt, geht jede Chance auf eine Annäherung zwischen der Autonomie und Israel verloren. Wird Abbas verschlungen, wird die palästinensische Gesellschaft niemals aufblühen, sondern statt dessen ein Nicaragua oder Belfast werden.

Wie kann man den Löwen zähmen?

Die Banden von Hooligans zu entwaffnen, die durch die Städte schwärmen, sie ins Gefängnis zu stecken und ihre Geldquellen zu verstopfen, Hetze ungesetzlich zu machen – all das sind offensichtliche Möglichkeiten die Kontrolle wiederzugewinnen. Physisch ist das schwierig, aber es ist machbar.

Die Massen von der Wichtigkeit des Auftrags zu überzeugen ist weitaus schwieriger. Der Grund dafür, dass es viel schwieriger ist, besteht darin, dass Umerziehung viel mehr als physische Entschlossenheit verlangt; sie braucht eine emotionale Entschlossenheit. Und hier hat Abbas furchtbar versagt. Abbas hat kaum einmal den Versuch unternommen das palästinensische Volk umzuerziehen.

Erziehung oder Umerziehung ist zentral für den Erfolg des Präsidenten Abbas. Sie ist ein wesentliches Werkzeug für die Umsetzung einer demokratischen, wirtschaftlich gesunden und produktiven Zukunft seines Volkes. Und doch hat Abbas noch nicht einmal angefangen die einfachsten Bildungsreformen einzuführen. Es gibt konkrete Handlungen, die keinerlei Zeit und keine Kraft benötigen, um eingeführt zu werden. Es gibt Handlungen, die fast kein Geld kosten, aber wichtigen kurz- und langfristigen Einfluss auf die Zukunft des palästinensischen Volkes haben würden.

Alles, was Abbas als ersten, einfachen und entscheidenden Schritt tun muss: Er muss ein Buch aus der Liste der Schulbücher entfernen. Wenn Abbas wirklich dem Frieden mit den Israelis verpflichtet ist, wenn er wahrhaftig ist, während er in internationalen Diplomaten-Kreisen von Frieden und Fortschritt redet, wird er den Prozess der Umerziehung jetzt beginnen. Er ist bereits spät dran, jedes Noch-Später wird zu spät sein. Aber wird er das wagen?

Der israelische Minister Natan Sharansky hat gerade einen dringenden Brief an Israels Ministerpräsidenten Ariel Sharon und US-Präsident George Bush geschickt.

Und hierum geht es:
Der offizielle palästinensische Lehrplan für das 10. Schuljahr lehrt die „Protokolle der Weisen von Zion“. Die in den Schulen genutzte Ausgabe wird in Syrien verlegt. Der Lehrplan erwähnt nie, dass die Protokolle eine Fälschung der russischen Geheimpolizei sind, veranlasst vom Zaren, um den berüchtigten Mythos zu verbreiten, die Juden würden die Welt beherrschen.

Man muss sich fragen:
Warum lehrt man die Protokolle, wenn nicht, um das Werk als Verschwörungstheorie von Antisemiten zu entlarven? Was ist in jedem anderen Zusammenhang der bildungspolitische Sinn davon, die Protokolle der Weisen von Zion beeindruckbaren Zehnklässlern angesichts des heutigen sozialen und politischen Klimas zu lehren?

Um den Mythos fortbestehen zu lassen. Wir kennen die Antwort alle. Die Protokolle der Weisen von Zion sind nicht aus dem palästinensischen Lehrplan entfernt worden, das Buch ist nicht aus den Regalen der Schulbüchereien genommen worden, aus einem EINZIGEN Grund: Um den Mythos fortbestehen zu lassen!

Die Palästinenser lehren die Protokolle weiterhin, weil sie sich noch immer keinen Reformen verschrieben haben. Und Mahmud Abbas als ihre Präsident ist der verantwortliche Mann dafür, dass sein Volk umerzogen wird oder nicht, für die Umsetzung von Reformen oder dafür sie zu verschleppen, dass sie ignoriert, wenn nicht gar vergessen werden.

Aber es gibt mehr. Da gibt es die Landkarten.

Auf keiner offiziellen Landkarte der Palästinensischen Autonomie gibt es Israel. Nicht nur bei Karten der Schulen – auf allen und jeder Landkarte.

Zivilisierte, langfristige Interaktion zwischen Völkern, Gesellschaften, Staaten ist schwer vorstellbar, wenn die offiziellen Landkarten des einen Partners weiterhin die Existenz des anderen nicht anerkennen.

Und es geht weiter: In den 160 Schulbüchern, mit denen die PA lehrt, bezieht sich nicht ein einziger Text auf Israel als unabhängigen Staat. Schockierend? Inzwischen nicht mehr, würde ich vermuten.

Ja, Palästinenser-Präsident Abbas muss den terroristischen Gangstern das Rückgrat brechen, die seine Kontrolle über seine Gesellschaft physisch bedrohen könnten. Aber er muss auch ein Bildungssystem verändern, er muss ausbilden. Zukünftige Palästinenserführer sollten in Schulen herangezogen werden, nicht in plündernden Banden.

Man muss nicht Liebe lehren, aber genauso wenig sollte man Hass ewig fortbestehen lassen.

Ha’aretz zerstört das Ha’aretz-Narrativ des „ultrarechten, unversöhnlichen Netanyahu“

Elder of Ziyon, 13. Juni 2017

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche hat Ha’aretz einen Exklusivbericht darüber, wie Israels verhasster, rechter, kriegslüsterner, unversöhnlicher, friedensfeindlicher Premierminister Benjamin Netanyahu hinter den Kulissen tatsächlich daran gearbeitet hat eine dauerhafte Friedenslösung zu finden.

Letzte Woche berichtete das Blatt, dass Netanyahus Unterhändler einen amerikanischen Rahmen für Frieden akzeptierten – und Abbas ihn ablehnte. Abbas ignorierte dann ein nachfolgendes Rahmenwerk, das stärker in seinem Sinne gestrickt war.

Diese Woche berichtet Ha’aretz, dass Netanyahu gemeinsam mit dem Parteichef der Arbeitspartei, Isaac Herzog, ein geheimes Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Sisi hatte, um zu sehen, ob er eine Koalitionsregierung zusammen bekommen könnte, die Frieden schließt.

Das deckt sich nicht mit der Art, wie Ha’aretz normalerweise über Netanyahu und den Likud berichtet.

Aber keine Sorge: Ha’aretz wird ihre Berichterstattung nicht ändern, nur weil sie bewiesen hat, wie falsch ihre eigene Einseitigkeit ist.

Ausgerechnet in dem Artikel über das Treffen mit Sisi steuert Ha’aretz diesen Satz bei:

Mitte Mai, kurz nach diesem Treffen, hielt Sissi eine denkwürdige Rede bei der Einweihung eines ägyptischen Elektrizitätswerks; darin forderte er die Palästinenser und Israelis auf „eine realistische und große Gelegenheit“ zu nutzen und eine Vereinbarung zu erzielen, die den Konflikt beenden wird. Er rief sogar israelische politische Parteien auf dem Prozess zuzustimmen.
Diese Gespräche, wie auch die regionale Initiative, sind wegen Netanyahus Weigerung fehlgeschlagen den Palästinensern zu geben, was erforderlich ist.

Nicht, was die Palästinenser „forderten“ – sondern was Ha’aretz als Fakt erklärt, das für Frieden erforderlich ist.

Abbas‘ Unversöhnlichkeit wird unter den Teppich gekehrt, während Netnyahus Flexibilität als nur weitere Unversöhnlichkeit abgetan wird. Palästinensische Forderungen sind „für den Frieden notwendig“, während Netanyahus Forderungen nach Sicherheit nur Getue zur Vermeidung von Frieden sind.

Ha’aretz berichtete großartig, aber sie ist derart von Hass geblendet, dass es nicht einmal zu begreifen in der Lage ist, was sie schreibt.

Arabisches Online-Magazin zitiert buchstäblich Goebbels, um das „Wesen der Juden“ zu beschreiben

Elder of Ziyon, 6. April 2017

Das arabische Online-Magazin „Highlights“ hat einen Artikel „Das Wesen der Juden, wie die Nazis sie sahen“. Mit welchem Foto der Artikel bebildert ist, sehen Sie oben.

Es handelt sich um eine arabische Übersetzung eines 1929 von Joseph Goebbels geschriebenen Aufsatzes mit dem einfachen Titel „Der Jude“.

Darin heißt es:

Es ist zwecklos sich gegen den Juden zu verteidigen. Er wird blitzschnell aus seiner Sicherheit zum Angriff vorgehen und mit seiner Rabulistik alle Mittel der Verteidigung beim Gegner zerbrechen.

Schnell macht er aus dem Gegner das, was der eigentlich an ihm bekämpfen wollte: den Lügner, den Unruhestifter, den Terroristen. Nichts wäre falscher, als wollte man sich dagegen verteidigen. Das möchte der Jude ja. Er erfindet dann täglich neue Lügen, gegen die sich sein Gegner numehr zur Wehr setzen muß, und das Ergebnis ist, er kommt vor lauter Rechtfertigung nicht zu dem, was der Jude eigentlich fürchtet: ihn anzugreifen. Aus dem Angeklagten ist nun der Ankläger geworden, und der drückt mit viel Geschrei den Ankläger in die Anklagebank hinein. So ging es bisher immer, wenn ein Mensch oder eine Bewegung sich unterstand, den Juden zu bekämpfen. So auch würde es uns ergehen, wären wir nicht bis ins letzte über seine Wesenheit orientiert, und hätten wir nicht den Mut, aus dieser Erkenntnis unsere radikalen Schlüsse zu ziehen. Und die sind:

  • Man kann den Juden nicht positiv bekämpfen. Er ist ein Negativum, und dieses Negativum muß ausradiert werden aus der deutschen Rechnung, oder es wird ewig die Rechnung verderben.
  • Man kann sich mit dem Juden nicht über die Judenfrage
    auseinandersetzen. Man kann ja doch niemandem nachweisen, daß man das Recht und die Pflicht habe, ihn unschädlich zu machen.
  • Man darf dem Juden im Kampf nicht die Mittel zubilligen, die man jedem ehrlichem Gegner zubilligt; denn er ist kein ehrlicher Gegner; er wird Großmut und Ritterlichkeit nur dazu ausnutzen, seinen Feind darin zu fangen.
  • Der Jude hat in deutschen Fragen nicht mitzureden. Er ist Ausländer, Volksfremder, der nur Gastrecht unter uns genießt, und zwar ausnahmslos in mißbräuchlicher Weise.
  • Die sogenannte religiöse Moral des Juden ist keine Moral, sondern eine Anleitung zum Betrug. Deshalb hat sie auch kein Anrecht auf Schutz und Schirm der Staatsgewalt.
  • Der Jude ist nicht klüger als wir, sondern nur raffinierter und
    gerissener. Sein System kann nicht wirtschaftlich – er kämpft ja
    wirtschaftlich unter ganz anderen Moralgesetzen als wir -, sondern nur politisch gebrochen werden.
  • Ein Jude kann einen Deutschen gar nicht beleidigen. Jüdische
    Verleumdungen sind nur Ehrennarben für einen deutschen Judengegner.
  • Der Wert eines deutschen Menschen oder einer deutschen Bewegung steigt mit der Gegnerschaft des Juden. Wird jemand vom Juden bekämpft, so spricht das absolut für ihn. Wer nicht vom Juden verfolgt oder gar von ihm gelobt wird, der ist nutzlos und schädlich.
  • Der Jude beurteilt deutsche Fragen immer vom jüdischen Standpunkt aus. Deshalb ist das Gegenteil von dem was er sagt richtig.
  • Man muß zum Antisemitismus ja oder nein sagen. Wer den Juden schont, der versündigt sich am eigenen Volk. Man kann nur Judenknecht oder Judengegner sein. Die Judengegnerschaft ist eine Sache der persönlichen Sauberkeit.

Mit diesen Grundsätzen hat die judengegnerische Bewegung Aussicht auf Erfolg. Und eine solche Bewegung wird vom Juden deshalb auch nur ernst genommen und gefürchtet.

Daß er dagegen lärmt und aufbegehrt, ist nur ein Beweis dafür, daß sie richtig ist. Wir freuen uns deshalb darauf, umgehend auf diese Zeilen in den jüdischen Gazetten die diebezügliche Quittung zu finden. Man mag dort Terror schreien. Wir antworten darauf mit dem bekannten Wort Mussolinis:

„…Terror? Niemals! Es ist Sozialhygiene. Wir nehmen diese Individuen aus dem Umlauf, wie ein Mediziner einen Bazillus aus dem Umlauf nimmt…“

Nur für den Fall, dass es nicht deutlich genug ist: Die Übersetzung ist in dem Teil des Magazin platziert, die „Die Sache Palästinas“ heißt.

Es ist also bemerkenswert, wie genau Goebbels‘ Rat in der arabischen Welt angenommen worden ist – offiziell geht es um „Zionisten“.

Mahmud Abbas alias Abu Mazen (6) – Abbas: Die Terroristen sind „unsere Helden“

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch, 25. Mai 2006 (Original: Abbas: Terrorists are „our heroes“; Link finde ich nicht mehr)

Die Führer Israels blicken ängstlich auf Mahmud Abbas als potenziellen Friedenspartner, hauptsächlich wegen seiner moderaten Äußerungen auf Englisch. Seine Äußerungen auf Arabisch zeigen allerdings weiter die Bewunderung selbst der verkommensten Terroristen. Genauso lehnt Abbas Terror lediglich aus taktischen Gründen ab – nicht, weil er unmoralisch ist.

In einem Fernsehinterview dieser Woche nahm Abbas zweimal Bezug auf die Terroristen, die „Dutzende lebenslange Haftstrafen“ in israelischen Gefängnissen absitzen, als „unsere Helden“. Die Terroristen, die „Dutzende lebenslange Haftstrafen“ absitzen, sind Erzterroristen, die persönlich Dutzende Israelis töteten und für jeden Mord zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurden. Das sind die Leute, die Mahmud Abbas „unsere Helden“ nennt.

In einer Äußerung im PA-Fernsehen über die jüngsten Versuche der im Gefängnis sitzenden Terroristen Frieden zwischen der Fatah und der Hamas zu erzielen, brachte Mahmud Abbas seine Befriedigung über die „Initiative unserer Brüder, unserer gefangenen Helden“ zum Ausdruck, „die eine ähnliche Initiative [zum Dialog] vorschlugen… die Initiative beweist, dass diese Helden, die zu Dutzenden von lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt wurden, auch das Gefühl haben, dass die Heimat in Gefahr ist…“
[PA-TV, 23. Mai 2006]

Wie PMW in der Vergangenheit schon berichtet hat, hat Abbas selbst in seinen so genannten “Verurteilungen” von Terroranschlägen immer vorsichtig darauf geachtet, auf Arabisch den Terror nicht zu verurteilen, weil er böse oder unmoralisch ist. Er hat Selbstmord-Terror nur kritisiert, weil der er palästinensischen Sache schadet, wie er es nach dem Selbstmordanschlag vom Dezember 2005 tat, bei dem in Netanya fünf Menschen getötet wurden.

PMW-Kommentar:
Israelische und westliche Führer sind so emsig bemüht einen verlässlichen Friedenspartner zu finden, dass sie oft die „Lippenbekenntnisse“ der PA-Führer auf Englisch als Äußerungen wahrhaft friedlicher Absichten fehl interpretieren. Aber wie PMW über die letzten 10 Jahre berichtet hat, ist der einzige Weg, die wahre Meinung dieser Führer zu verstehen aufzupassen, was sie ihren eigenen Leuten auf Arabisch sagen. Das sind die einzigen Botschaften, die zählen.

Mahmud Abbas alias Abu Mazen (5): Abu Mazen – unter dem moderaten Anstrich

Arlene Kushner, FrontPage Magazine, 25. Februar 2005 (Übermittelt von Israel Resource News Agency; veröffentlicht auch in 2 Teilen bei Israel National News)

„Wenn jemand es verdient eine Chance zu bekommen, dann er.“

Das erklärte der israelische stellvertretende Premierminister Ehud Olmert und bezog sich damit letzten Freitag in einer Ansprache auf den PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas (alias Abu Mazen).

Abbas hat hart daran gearbeitet, genau diesen Eindruck zu vermitteln und er scheint damit Erfolg zu haben. Aber was genau „verdient“ er? Will dieser scheinbar Moderate wirklich die Beendigung der Gewalt und echten Frieden?

Akzeptiert er die Existenz Israels als jüdischem Staat?

Vor mehr als 11 Jahren, am 13. September 1993, schüttelte Yassir Arafat, Vorsitzender der PLO, die Hand eines zögerlichen Premierministers Yitzhak Rabin, als die Prinzipienerklärung auf dem Rasen des Weißen Hauses unterzeichnet wurde. Als Höhepunkt der Verhandlungen in Oslo forderte die Erklärung ein Ende der „Jahrzehnte von Konfrontation und Konflikt“ und erklärte, dass die Parteien „danach streben würde in friedlicher Koexistenz zu leben“.

Innerhalb von 24 Stunden war Arafat im jordanischen Fernsehen und erklärte seine Haltung (auf Arabisch) mit bemerkenswerter Aufrichtigkeit:

“Da wir Israel nicht im Krieg besiegen können, tun wir das in Stufen. Wir nehmen jedes Stückchen Territorium Palästinas, dessen wir habhaft werden können und etablieren dort Souveränität; und wir nutzen es als Sprungbrett, um mehr zu bekommen. Wenn die Zeit reif ist, können wir die arabischen Nationen dazu bringen, mit uns gemeinsam den letzten Schlag gegen Israel zu führen“, sagte er.

Ende 1995 wurde ein formaler Pakt zwischen der Hamas und der palästinensischen Autonomiebehörde geschlossen. Unterschrieben im Namen von Yassir Arafat und Scheik Ahmed Yassin, forderte es die PA auf „alle vorbeugenden Sicherheitsmaßnahmen aufzugeben“. Das heißt, dass die PA – in eklatanter Verletzung der Oslo-Vereinbarungen – zustimmte wegzusehen, wenn die Hamas ihre Terroranschläge fortführte und faktisch solche Terrorakte, von denen sie sich öffentlich distanzierte, als Mittel betrachtet Israel in Verhandlungen stärker unter Druck zu setzen.

Dennis Ross war Präsident Clintons Sonderbeauftragter im Nahen Osten gewesen; im Sommer 2002, einige Zeit, nachdem Oslo kollabierte, sprach er genau diese Vorgehensweise an, als er über Arafats Taktik in „Foreign Affairs“ schrieb: „Ungeachtet seiner Verpflichtung der Gewalt abzuschwören hat er die Terrorkarte nie aufgegeben“.

Nun sehen wir, wie Mahmud Abbas an Yassir Arafats Stelle steht. Viel glatter als Arafat je war, sicherlich deutlich weniger grob und wahrscheinlich etwas cleverer, entschied sich Abbas, dass er als Arafats Antithese gesehen werden will – ein neuer, moderater Führer für eine neue Zeit. Arafat wurde in vielen Ecken derart verabscheut, dass es für Abbas nicht schwer ist, diese Persönlichkeit erfolgreich zu projizieren. Ausgelaugt von der Notwendigkeit, sich mit Arafat abzugeben, sind die Menschen bereit jemand neues in die Arme zu schließen. Die derzeitige Euphorie, die ausdrückliche Hoffnung, dass wir am Anfang des Friedens stehen könnten, wäre ohne die Vision von Abbas als Mann der Stunde nicht möglich.

Abbas begreift, dass Arafats kriegerischer Stil kontraproduktiv geworden ist und dass Terroranschläge die palästinensischen Interessen nicht voran bringen. Daher ist er eifrig bemüht die Erscheinung der Moderatheit zu geben und der Gegend eine Zeit der „Ruhe“ zu bringen. Das steht außer Frage. Aber er war nun einmal Arafats Kumpel – jemand, der dessen Ziele und Werte teilte. Eigentlich hat Abbas genauso wenig vor diese Terror-Karte aufzugeben wie Arafat.

1935 in S’fat geboren, floh er mit seiner Familie 1948 nach Syrien. Mitte der 50-er Jahre war er in Kuwait gelandet, wo er sich mit Arafat zusammen tat um die Fatah zu gründen – die, das sollte man anmerken, sich immer noch die „Befreiung“ des gesamten Landes einsetzt. Wohin Arafat auch im Laufe der Jahre ging, ging Abbas mit – nach Jordanien (wo er sich in der PLO engagierte, als die Fatah innerhalb dieser Gruppe aufstieg), in den Libanon und nach Tunis.

Viele Jahre lang war Abbas Arafats Stellvertreter, sein Schützling und ständiger Begleiter:

„Er war Teil des Plans Israel schrittweise zu erobern. Eine formelle PLO-Resolution, die diese Strategie beschrieb, ‚Stufenplan’ genannt, wurde 1974 verabschiedet“, beschrieb Arafat ihn nach der Unterzeichnung von Oslo.

Er war in die Ratschläge nordvietnamesischer Revolutionäre eingeweiht, dass die PLO ihre wahren Absichten verbergen und flexibel erscheinen sollte. Fatah ließ sogar die Werke des nordvietnamesischen Generals Giap ins Arabisch übersetzen.

Er wusste von den Entscheidungen, die PA formell mit der Hamas zu verbünden, wenn er darin nicht sogar involviert war.

Und, das muss hinzugefügt werden, er war einer der Unterzeichner der PLO für die Prinzipien-Erklärung. Während Arafat Hände schüttelte, war es Abbas, der seinen Namen darunter setzte. Ziemlich eindeutig wusste er von Arafats Erklärungen am nächsten Tag – soll heißen, er wusste von der fehlenden Ernsthaftigkeit, die die Show auf dem Rasen des Weißen Hauses begleitete, für die er seinen Namen hergab. Er war Teil davon.

An einem Punkt seiner Karriere besuchte Abbas das Orientalische Kolleg in Moskau, angeblich um einen Doktortitel in Geschichte zu erwerben. Seine Arbeit wurde zu einem Buch erweitert; der Titel: „Die andere Seite: Die heimliche Beziehung zwischen dem Nazismus und der zionistischen Bewegung“. Darin erklärte er: „[die zionistische Bewegung gab] jedem Rassisten der Welt, angeführt von Hitler und den Nazis, die Erlaubnis die Juden nach Gutdünken zu behandeln, so lange die Einwanderung nach Palästina gewährleistet wurde…“

Er ist ein Holocaust-Leugner, wenn er das schreibt und er bleibt einer. In einem Interview, das er im offiziellen palästinensischen Fernsehen gab, behauptete er, dass die Nazis keine besonderen Pläne zur Ermordung der Juden hatten.

Alle Anzeichen deuten allerdings darauf hin, dass Abbas wegen weit mehr als akademischer Studien in Moskau war. Anfang der 70-er Jahre war die UdSSR eine Hauptquelle des Trainings von Terroristen, Spionage und Indoktrination geworden. Es wurde als mehr als Zufall angesehen, dass einer der ersten Orte, die Abbas nach seiner Wahl besuchte, Russland war, wo er sich mit Präsident Putin traf, der früher beim KGB war.

Es überrascht nicht, dass es Belege gibt, dass Abbas mit Schuld ist am Terror. Vor ein paar Jahren tauchte der Vorwurf auf, dass er der Mann war, der das Massaker an den israelischen Athleten in München finanzierte. Der Vorwurf wurde glaubwürdig, weil der von Abu Daud gemacht wurde, dem Terroristen, der die Operation plante. Weniger weit zurück (im März 2003 in der arabischen Zeitung Al-Sharq al-Awsat) hat er die Tötung von jüdischen Zivilisten außerhalb der Grünen Grenze gebilligt.

Yossi Beilin, israelischer Linksaußen-Politiker, der mit Abbas zusammen arbeitete, glaubt,d ass seine Position während der Oslo-Verhandlungen noch extremer als die von Arafat waren. Beilin sagt, Abbas „gehörte zu Arafat ‚Einschränkern’ während des Camp David-Gipfels.“ Und tatsächlich pries Abbas, dass Arafat das Angebot Baraks in Camp David im Jahr 2000 ablehnte; er sagte:

„Ich fühle keinerlei Bedauern. Was wir taten war richtig. [Seitdem wurde keine Gelegenheit verpasst,] die Gelegenheit existierte nicht… Sie sagen: ‚Wir boten 95 Prozent [des Gebiets]’ und ich frage, warum nicht 100 Prozent.“

Er hat die kompromisslose Forderung nach Rückkehr zu den Grenzen von vor 1967 aufrecht erhalten. Von ihm ist sogar verbürgt, dass er in Frage stellt, ob es je einen jüdischen Tempel auf dem Tempelberg gab; er sagte: „Ich zweifle die Behauptung an. Aber selbst, wenn das wahr wäre, akzeptieren wir das nicht…“

Verbunden damit ist seine über Jahre beständige Haltung, auf die „Rückkehr“ der Flüchtlinge zu drängen:

„Die Flüchtlinge… haben das Recht behalten in ihr Heimatland an jeden Ort zurückzukehren, den sie verlassen haben… Das ist nicht auf Land beschränkt, das unter der Souveränität der PA steht. Wir verlangen ihre Rückkehr nach Jaffa, nach Haifa und andere Gegenden, aus denen sie kamen.“

Würde Israel den Forderungen von Abbas nachgeben, fände es sich in nicht zu verteidigenden Grenzen wieder, überrannt von einer feindseligen Bevölkerung innerhalb dieser Grenzen. Es würde seiner eigenen Vernichtung gegenüber stehen.

Abbas’ derzeitige Absichten sind also für jeden klar, der bereit ist das Wunschdenken zur Seite zu schieben und zu sehen, dass er den Eindruck der Moderatheit erwecken will und dass er Leute mit Hilfe seiner mündlichen Verpflichtungen zum Frieden entwaffnen will. „Wir haben uns geeinigt, alle gewalttätigen Aktionen gegen Israelis einzustellen, wo sie auch sind“, psalmodierte er am 8. Februar auf dem Gipfel von Scharm el-Scheik.

Er wird viel Lärm darum machen, dass die Terror-Gruppen beim Erreichen von Ruhe kooperieren müssen – die im Interesse des palästinensischen Volkes ist. Er wird Polizei stationieren – deren Loyalität nicht nur zweifelhaft ist, sondern die nicht wirklich ermächtigt sind wirksam zu handeln. Die „Ruhe“, die er zusammenschneidert, wird es jedoch nur zeitweise geben und ihr werden Gruppen lediglich freiwillig zustimmen, Gruppen wie die Hamas, die sich das Recht vorbehalten den Terror wieder aufleben zu lassen, wann und wie immer ihnen das angemessen erscheint.

Zu keiner Zeit hat Mahmud Abbas sich zum Abbau der Terror-Infrastruktur verpflichtet. Er hat klar gemacht, dass er die Terroristen nicht bekämpfen wird – die, so hat er angedeutet, sind seine Brüder. Er wird sie ebenfalls nicht auffordern ihre Waffen abzuliefern. Er hat auch kein Wort dazu von sich gegeben, ob die von der PA herausgegebenen Schulbücher aufpoliert werden, die Israels legitime Existenz nicht anerkennen und eine weitere Generation von Palästinensern zu „Jihad“ und „Märtyrertum“ zu erziehen.

Abbas’ unmittelbares Ziel ist der Rückzug der IDF zu den Positionen vor der Intifada im Jahr 2000. Er will dem schnelle Endstatus-Verhandlungen mit Israel folgen lassen. Es ist schon erstaunlich, wie regelmäßig Vertreter der PA die Notwendigkeit anführen, dass diese Verhandlungen schnell in Gang kommen, obwohl sie noch nicht einmal die vorbereitenden Verpflichtungen aus der Roadmap erfüllt haben. Abbas zählt ganz klar auf den guten Willen und den Eindruck der Moderatheit, die er ausstrahlt, um die Strenge der internationalen Gemeinschaft zur Erfüllung diese Verpflichtungen herabzusetzen. Ist es möglich, dass ein Hineinstürzen in Endstatus-Verhandlungen einen dauerhaften Frieden und eine echte Zwei-Staaten-Lösung bringen könnte?

Schauen wir uns die Worte eines gewissen Scheik Mudeiris an: Der Scheik ist Angestellter der PA. Er bot am 4. Februar eine Predigt (auf Arabisch) im offiziellen PA-TV, in der er sagte:

„Wir sagen dir, Palästina, dass wir zu dir zurückkehren werden, durch Allahs Willen; wir werden in jedes Dorf, jede Stadt und jedes Körnchen Erde zurückkehren, das durch das Blut unserer Großeltern getränkt wurde… Unsere Bereitschaft zu den Grenzen von 1967 zurückzukehren bedeutet nicht, dass wir das Land Palästina aufgegeben haben. Nein! … wir könnten in der Lage sein Diplomatie zu benutzen, um an die Grenzen von 1967 zurückzukehren, aber wir werden nicht in der Lage sein, durch Diplomatie zu den Grenzen von 1948 zurückzukehren [d.h. die Situation, bevor Israel existierte]… Niemand auf dieser Erde erkennt unser Recht auf die Grenzen von 1948 an. Daher werden wir zu den 1967-er Grenzen zurückkehren, aber das heißt nicht, dass wir Jerusalem und Haifa aufgegeben haben, Jaffa, Lod, Ramle, Netanya… und Tel Aviv… Niemals. Wir werden, durch Allahs Willen, in jedes Dorf zurückkehren, aus dem wir vertrieben worden sind… Unsere Zustimmung zu den Grenzen von 1967 zurückzukehren, ist kein Zugeständnis bezüglich unserer anderen Rechte. Nein!… Palästinenser werden in der Art zurückkehren, wie Mohammed zurückkehrte, als Eroberer.“ (Übersetzung von Palestinian Media Watch)

Diese Worte hätten es ohne die Duldung von PA-Kopf Mahmud Abbas nicht ins palästinensische Fernsehen geschafft. Dem „Stufenplan“ der PLO geht es, wie man sieht, gut in dieser nun von Arafats treuem Jünger geführten PA. Sein Ziel ist weiter die letztliche Vernichtung Israels. Arafat würde auf ihn stolz sein.