Die 10 übelsten Handlungen der UNO im Jahr 2017

UN Watch, 25. Dezember 2017

10. Leugnung des Hungers in Venezuela: Beim allerersten Besuch der UNO in Venezuela aller Zeiten postete Alfred de Zayas, der von Kuba unterstützte „Unabhängige Experte zur Förderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung“, Propagandafotos, um den durch den verfehlte Politik der Regierung verursachten Massenhunger zu bestreiten.

Nachdem UN Watch die kranke Lüge entlarvte – in Wirklichkeit sind Venezuelas Krankenhäuser gefüllt mit verhungernden Kindern – wurde der UNO-Beamte unter Druck gesetzt wurde seinen Blogeintrag und seinen Tweet zu löschen.

9. Füchse bewachen die Hühner: Die UNO wählte Qatar (Sklavenarbeit), Pakistan (Todesstrafe für christliche „Gotteslästerer“), die Demokratische Republik Kongo (Massenvergewaltigung als Kriegswaffe), Afghanistan (Frauenmissbrauch) und Angola (korruptes und unterdrückerisches Regime) in den aus 47 Staaten bestehenden Menschenrechtsrat; sie haben 3-jährige Amtszeiten, die im Januar 2018 beginnen. Zu den vorhandenen Mitgliedern gehören Saudi-Arabien, China, Kuba und Venezuela.

UN Watch führte den Protest mit einem großen Bericht und einer Kamapgne in den sozialen Medien an, zitiert von AP, Deutsche Presse-Agentur, Deutsche Welle und Spaniens EFE.

8. Mugabe als Botschafter des guten Willens: Im Oktober ernannte die Weltgesundheitsorganisation der UNO den Diktator Robert Mugabe zum „Botschafter des guten Willens“.

UN Watchs Protest entzündete weltweite Empörung – was eine große Menge an Medienberichten in CNN, der Washington Post, Newsweek und 140 anderen Medienagenturen. Schließlich protestierten Geberstaaten wie die USA, Großbritannien und Kanada und der Diktator wurde fallengelassen. Einen Monat später wurde Mugabe gestürzt – aber nicht dank der Vereinten Nationen, die nur angestrebt hatten ihn zu legitimieren.

7. Putin wird zum Opfer deklariert: UNO-Experte Idriss Jazaira (oben), ein ehemaliger algerischer Diplomat, veröffentlichte einen Bericht, der zu dem erstaunlichen Schluss kam, dass Russland Opfer von Menschenrechtsverletzungen sei – wegen, so sagte er, „einseitiger Zwangsmaßnahmen“ der USA und der EU.

Hillen Neuer von UN Watch ergriff das Wort im Menschenrechtsrat, um die Moral von Jazairys Büro infrage zu stellen, das von Russland $50.000 annahm. Jazairy ging auf UN Watch los und bestritt jeglichen Einfluss. Die Story wurde weltweit von AP, dem Independent und Radio Free Europe berichtet.

6. Die UNO bestrafte Whistleblower für den Versuch chinesische Dissidenten zu outen: Das UNO-Menschenrechtsbüro übte Vergeltung an der Angestellten Emma Reilly, nachdem sie versuchte die gefährliche Übergabe der Namen von Dissidenten an China zu stoppen, die an einer Sitzung des UNO-Menschenrechtsrats teilnehmen sollten. Ein unabhängiger „Watchdog“ forderte zudem, dass UNO-Menschenrechtschef Prinz Zeid al-Hussein (oben) suspendiert wird und Ermittlungen gegen ihn eingeleitet werden, weil er Whistleblower wie Anders Kompass übel behandelte, der versuchte die Vergewaltigung von Kindern durch Friedensschützer in der Zentralafrikanischen Republik zu stoppen; gleichfalls Miranda Brown, die die Weiterleitung von unerlaubter Lieferungen von US-Computern und Firewalls an Nordkorea aufdeckte.

5. Belohnung des syrischen Völkermords: Die UNO wählte Syriens völkermörderisches Regime auf eine leitende Funktion in einem Entkolonisierungskomitee, das die Aufgabe hatte die „Unterwerfung, Vorherrschaft und Ausbeutung“ des Volks zu bekämpfen. Der Propagandasieg wurde vom Regime Assad schnell hinausposaunt.

4. Ehrung eines Agenten Gaddafis: Im März gab der UNO-Menschenrechtsrat in seiner Eröffnungssitzung einen Ehrenposten seines Beratergremiums an Jean Ziegler, Mitgründer und 2002 Empfänger des „Muammar Gaddafi-Menschenrechtspreises“. Zwei Wochen später schloss sich Eric Tistounet, ein Top-Beamter des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte, sich einem Gremium an, das Ziegler als großen „Intellektuellen“ mit Lob überschüttete.

UN Watch protestierte eine einem detaillierten Bericht, der Zieglers widerwärtige Bilanz dokumentierte sich auf die Seite mörderischer Regime zu stellen.

Geschäftsführer Hillel Neuer ergriff im Rat das Wort, um Ziegler von Angesicht zu Angesicht herauszufordern: „Ich habe eine Frage an das Ausschussmitglied, der 1989 den Muammar Gaddafi-Menschenrechtspreis mit inszenierte und der am 29. September 2002 nach Tripoli in Libyen reiste, um selbst diesen Preis zu empfangen.“

„Wenn man bedenkt, dass dieser Rat irgendwann seine Politik gegenüber dem Regime Gaddafi umkehrte und Libyen 2011 wegen seiner groben und systematischen Missbräuche suspendierte, bereuen Sie Ihr Handeln? Die schweizerischen Medien berichteten, dass er Preis 100.000 Schweizer Franken wert war. Würden sie in Betracht ziehen diese Gelder dem libyschen Volk zurückzugeben?“

3. Säuberung von Lehrern, jetzt im Vorstand der UNESCO: Im November wählte die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Türkei in ihren Vorstand – kaum ein Jahr nachdem Präsident Erdoğan kurzerhand 100.000 Lehrer, Dekane an Universitäten, Akademiker; Richter und andere Beamte. Erdoğan verfolgte heldenhafte Journalisten wie Can Dundar und Yavuz Baydar, wird aber jetzt UNO-Richter für Pressefreiheit. Türkische Propaganda feierte den Sieg, wie UN Watch berichtete.

2. Die Mutter aller Schurkengallerien: Im September versammelte der UNO-Menschenrechtsrat das widerwärtigste Einzelgremium an Präsentatoren in seiner 70-jährigen Geschichte, legitimiert durch die Anwesenheit und Rede eines ehemaligen Top-Vertreters von Human Rights Watch. Das Thema war „einseitige Zwangsmaßnahmen“, d.h. warum Sanktionen des Westens gegen Unterdrückerregime wie Russland, Sudan oder Venezuela vermeintlich illegal sind.

Von links nach rechts: Jean Ziegler, ein UNHRC-Berater, der den Gaddafi-Preis gründete und erhielt, nutzte sein Zeitfenster, um das Regime Maduro zu verteidigen und Venezuelas politsche Gefangene anzugreifen; Idriss Jazairy, ein UNO-Experte, der als algerischer Diplomat der größte Feind legitimer UNO-Menschenrechtsexperten war; Peggy Hicks, Repräsentantin von Hochkommissar Zeid al-Hussein und ehemalige UNO-Repräsentantin von Ken Roths Human Rights Watch, schwieg, als Ziegler Venezuela rühmte; Jorge Valero, Botschafter des unterdrückerischen Regimes Maduro, der offizielle Moderator des Gremiums; Alena Douhan, eine weißrussische Akademikerin mit einem Faible für Russland, deren Doktorarbeit das Prinzip der „Nichteinmischung“ in die „internen Angelegenheiten“ von Ländern zum Thema hatte; und Alfred de Zayas, Experte des UNHRC, dessen revisionistische Geschichte des Zweiten Weltkriegs ihn zu einem Helden der Holocaust-Leugner machte.

UN Watch war die einzige Stimme in den Vereinten Nationen, die das Wort ergriff – im Rat genauso wie außerhalb – um diese Perversion der Menschenrechte herauszufordern.

1. Saudi-Arabien wurde in die UNO-Frauenrechtskommissin gewählt: Im April wählte das aus 54 Staaten bestehende Wirtschafts- und Sozialforum Saudi-Arabien in die Frauenrechtskommissin der UNO, trotz seiner horrenden Unterjochung von Frauen. UNO Watchs Bericht verbreitete sich rasend schnell, wurde von CNN, Newsweek, den führenden Zeitungen Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands, Spaniens, Italiens zitiert – und sogar in der Teen Vogue.

Als UN Watch zudem aufdeckte, dass mindestens fünf EU-Staaten für die Saudis stimmten, entlud sich in Belgien ein großer Skandal – der Premierminister war gezwungen die unmoralische Abstimmung einzugestehen und entschuldigte sich – und brachen Streitigkeiten in den Parlamenten und Medien von Irland, Norwegen und Schweden aus. (Video)

Advertisements

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17. – 23. Dezember 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 17.12.2017:waren.

Eine Grundschule im Gazastreifen (Video): Ein Schüler ruft dazu auf Jerusalem „von den plündernden Juden zu befreien“.

Der Terrorist, der am Freitag bei Ramallah einen Grenzpolizisten mit einem Messer verletzte, versteckte sich vor seinem Anschlag unter Reportern, wie heute veröffentlichte Fotos beweisen.

Einige PA-Araber gaben sich ganz friedlich: Sie verbrannten in Bethlehem Plakate mit dem Konterfei von US-Vizepräsident Mike Pence – die Stadt würde Friedensbotschafter willkommen heißen, nicht Botschafter des Krieges. (Dann fragen wir uns, wann sie die PA und die übrigen Terroristen rauswerfen…)

Montag, 18.12.2017:

Die Hamas rief die PA-Araber in Judäa und Samaria auf sich „Zusammenstöße“ mit der IDF zu liefern.

Dienstag, 19.12.2017:

Die Hamas prahlt: Gestern Abend beschoss jemand bei Hebron einen israelischen Bus. Das sei der vierte solche Anschlag innerhalb weniger Wochen gewesen, der „Verletzte, Schaden und Panik zur Folge hatte“. (Für die Medien außerhalb Israel ist das nicht berichtenswert.)

Die Nikoläuse sind zurück: Bei den „Protesten“, angeblich gegen Trumps Jerusalem-Entscheidung, in Judäa/Samria und „Ost“-Jerusalem tauchen wieder jede Menge als Nikolaus verkleidete arabische Gewalttäter auf.

Mittwoch, 20.12.2017:

Eine Terrorzelle der Hamas wollte MK Yehuda Glick entführen. 3 Terroristen stehen jetzt deswegen vor Gericht.

Der interne Geheimdienst der Hamas warnt davor die arabischsprachige Internetseite des israelischen Außenministeriums zu besuchen. Dort setzt der israelische Geheimdienst nach Angaben der Hamas neue Möglichkeiten ein Leute anzuwerben – besser gesagt: gegen ihren Willen zur Mitarbeit zu zwingen.

Donnerstag, 21.12.2017:

Der Großmufti der PA schimpft; die Juden haben eine Synagoge in den Tunneln der Westmauer geweiht. Das ist natürlich eine Provokation, das darf nicht sein.

Die PA feiert ihren „Sieg“ in der UNO-Vollversammlung. „Wir werden den Kampf gegen die Besatzung fortsetzen, hieß es von einem Sprecher.

Nach der Abstimmung gegen Jerusalem in der UNO-Vollversammlung fordert die Hamas einen „Tag des Bluts“ in der „Westbank“. (Wessen Blut da fließen soll, ist ja wohl auch klar.)

Samstag, 23.12.2017:

Ein junger PA-Araber, der letzte Woche bei „Zusammenstößen“ mit der IDF am Gazastreifen verletzt wurde, erlag jetzt seinen Wunden.

Hamasführer Ismail Haniyeh  forderte die PA auf alle Einschränkungen im Kampf in Judäa und Samaria aufzuheben. Die PA solle den Oslo-Vereinbarungen ein Ende setzen und nicht versuchen einen neuen Sponsor für den Frieden zu finden. Es gebe überhaupt kein Land namens Israel und so könne Trump dem auch Jerusalem nicht als Hauptstadt geben.

Leserbrief an Ha’aretz

Samstag, 5. April 2003

Betr.: Artikel „Unsung Heroes“ (Unbesungene Helden) in Ha’aretz, 03.04.03

Schalom,

ich möchte einige Gedanken und Eindrücke bezüglich Aviv Lavies Artikel „Unbesungene Helden“ (Ha’aretz Magazin, 03.04.03) äußern. Ich las diesen Artikel mit großem Interesse, denn vor nicht langer Zeit (am 22. März) hörte ich den Vortrag einer israelischen Friedensaktivistin, Menschenrechtsaktivistin und Empfängerin des Alternativen Nobelpreises. Ihr Name ist Felicia Langer. Sie war auf Einladung einer linken Partei namens „Linke Liste/Friedensliste“ in Freiburg. Der Vortrag mit dem Titel „Quo vadis, Israel?“ fand in einer Kirchengemeinde statt.

Wegen des Titels, wegen der Beschreibung Langers (Friedensaktivistin, Menschenrechtsaktivistin usw.), wegen der Organisatoren (einer politischen Partei, die das Wort „Frieden“ in ihrem Namen und in ihrem Programm trägt) und wegen des Veranstaltungsortes (einer christlichen Kirche, die als Ort des Friedens und der Versöhnung betrachtet wird) ging ich mit folgenden Erwartungen in diesen Vortrag: Langer würde eine kurze, objektive Darstellung der geschichtlichen und gegenwärtigen Lage in Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten geben und – gegründet auf dieser Darstellung – einen konstruktiven, praktischen, pazifistischen Ausblick auf Israels Zukunft geben, unter Einbeziehung der arabischen Nachbarn Israels.

Entgegen meiner Erwartungen präsentierte Langer allerdings folgendes: eine Anklageschrift gegen den Staat Israel und die meisten seiner Bürger (sie ließ die verschiedenen israelischen Friedensgruppen außen vor)!

Meiner Meinung nach war es eine Anklageschrift, die einer Juristin (die Langer angeblich ist) unwürdig ist, denn sie war angefüllt mit Lügen, Indizien, äußerst einseitigen geschichtlichen und gegenwärtigen Fakten und vielen Emotionen. Deswegen erinnerte mich Langers Anklageverfahren sehr stark an eine Art Schauprozess, in dem der Ankläger eine starke Abneigung gegen den Beschuldigten hegt (aus diesem oder jenem Grund, der nur dem Ankläger selbst bekannt sein mag). Und dieses Gefühl der Abneigung lässt den Ankläger wünschen, dass der Beklagte unbedingt verurteilt wird, also führt der Ankläger – in niederträchtiger Weise – nur diejenigen Punkte an, die gegen den Angeklagten sprechen!

Ich könnte Dutzende Beispiele anführen, die zeigen, warum ich mich während dieses Vortrags an einen Schauprozess erinnert fühlte. Lassen Sie mich bitte wenigstens drei erwähnen (sie entstammen einem Protokoll, das ich während des Vortrags schrieb):

  1. Am Anfang ihres Vortrags sagte Langer, sie verurteile palästinensischen Terror, aber jedermann müsse diesen Terror verstehen und denjenigen, die ihn noch nicht verstünden, wolle sie an diesem Abend beweisen, dass der palästinensische Terror nur durch die israelische Politik der Zerstörung, der Folter und der Zermürbung der Palästinenser verursacht werde. Langer erwähnte, dass palästinensische Kinder den Wunsch haben Israelis zu töten, eine Tatsache, die als Beweis gewertet werden müsse – so sagte sie -, dass israelische Politik den Weg zu Hass und Gewalt ebne. (Sie sagte kein einziges Wort über die jahrelang andauernde Hetze gegen Israel in palästinensischen Schulbüchern, Moscheen usw.!)
  2. Langer erklärte, dass es keinen arabischen Antisemitismus gebe! Es gebe arabischen Hass auf Israel, aber keinen arabischen Antisemitismus, wiederholte sie. Und wenn die israelische Besatzung vorbei ist, wird auch der arabische Hass vorbei sein. (Kein einziges Wort zu der Tatsache, dass es arabischen Hass gegen Israel schon vor der israelischen Besatzung gab! Und kein einziges Wort über Dutzende antisemitischer Karikaturen in arabischen Zeitungen!)
  3. Langer listete die jüngsten palästinensischen Opfer der Intifada auf und informierte die Zuhörer, dass sie die israelischen Opfer nicht auflisten könnte, weil es – nach ihren Worten – keine Statistik über die israelischen Opfer gäbe! Sei fügte hinzu, dass sie keine Statistik dazu habe, weil keine Statistik veröffentlicht sei!

Ich muss zugeben: Ich war tief erschüttert über all diese Lügen und einseitigen Fakten. Langers Erklärungen verursachten – fast von Beginn an – eine aufgeladene und gespannte Atmosphäre unter den Zuhörern (rund 130 Personen), was sich durch viele Zwischenrufe bemerkbar machte. Während bei der Mehrheit Hass und Aggression gegen Israel wuchsen, wuchsen bei der Minderheit Hass und Aggression gegen Langer. Was mich aber noch mehr als Langers Äußerungen schockierte, war die Diskussion, die dem Vortrag folgte:

In dieser aufgeheizten Atmosphäre wagten etwa zehn Personen Langers tendenziösen Vorwürfen zu widersprechen. Sie versuchten, dies durch die Anführung objektiver Fakten und durch Fragen zu diesen Fakten zu tun. Ich kann sagen, dass ich bereits bei mehreren Vorträgen, Diskussionen und Foren zum Thema „Nahost-Konflikt“ war. Aber bei keinen, die von einer Friedenspartei und einem Friedensaktivisten veranstaltet wurden. Ich muss betonen, dass ich bei keinem bisherigen Vortrag ein Verhalten erlebt habe, wie dieses furchtbare einer sogenannten Friedenspartei und einer sogenannten Friedensaktivistin, das den kritischen Fragen dieser etwa zehn Personen folgten. Lassen Sie mich dieses Verhalten – wieder an drei Beispielen – beschreiben:

  1. Bezüglich Langers Erklärung, dass Israel UN-Resolutionen genauso wie der Irak verletze, stellte ein Mann aus dem Publikum eine Frage zu den unterschiedlichen Arten der UN-Resolutionen. Zur Erklärung seiner Frage sagte er, er habe gehört, dass es verschiedene Arten gibt; die UN-Resolutionen bezüglich des Irak gehörten unter Paragraph VII, was bedeutet, dass sie bindend sind, während diejenigen bezüglich Israel andere UN-Resolutionen seien, die nicht verbindlich sind wie im Fall des Irak. Der Mann wollte noch etwas hinzu fügen, aber die Mehrheit des Publikums begann ihn so laut auszubuhen, dass er schlicht und einfach nicht in der Lage war weiter zu sprechen. Langer ignorierte seine Frage und beantwortete sie nicht.
  2. Ein anderer Mann begann seine Frage an Langer, indem er sagte: „Entschuldigen Sie, Frau Langer, aber ich bin der Meinung, dass Sie emotional argumentieren und nicht historisch…“ Langer unterbrach ihn und sagte: „Sie sind frech und arrogant!“ Und sie ließ ihn – unterstützt von den Zwischenrufen der Mehrheit des Publikums – seine Frage nicht zu Ende führen.
  3. Ein dritter Mann (und lassen Sie mich hinzu fügen, dass er ein Israeli ist, der in Freiburg studiert) sagte Langer: „Während Ihres Vortrags erwähnten sie nur, wie schlecht die Israelis sich gegenüber den Palästinensern verhalten. Ich kann bestätigen, dass Israelis eine Menge schlechter Dinge taten und tun. Aber nicht nur schlechte. Warum haben Sie z.B. nicht mit einem einzigen Wort erwähnt, dass viele Palästinenser seit dem Beginn der israelischen Besatzung auch zu einigem Wohlstand gelangten, dass sie eine Infrastruktur bekamen, Universitäten und mehr, was sie vor 1967 unter arabischer Besatzung nicht hatten?“ Langer antwortete zynisch: „Was wollen Sie mit dieser Frage sagen? Mir scheint, Sie wollen sagen, die Palästinenser seien vor 1967 ein primitives Nomadenvolk gewesen!“ Der Mann wollte dem widersprechen, konnte aber kein einziges Wort sagen, weil die Mehrheit des Publikums Langer applaudierte und den Fragenden dann auszubuhen begann. Dem Mann war es nicht möglich etwas anderes zu tun als zu rufen: „Nennen Sie mir den Namen einer palästinensischen Universität vor 1967!“ Langer antwortete nicht; stattdessen sagte sei, nachdem das Publikum sich etwas beruhigt hatte: „Wir müssen am Anfang beginnen. Bevor die Juden nach Palästina kamen, war es ein fruchtbares Land…“ Eine Frau rief dazwischen: „Das ist eine Lüge!“ Langer ignorierte diesen Zwischenruf und sagte zu dem Israeli: „Sie wissen überhaupt nichts!“ Der Mann wiederholte: „Nennen Sie mir den Namen einer palästinensischen Universität vor 1967!“ Lange nannte keine und die Mehrheit des Publikums begann wieder den Frager auszubuhen. Schließlich erklärte Langer: „Früher war die Lage in Palästina gut, heute ist sie eine Katastrophe. Wenn Sie etwas über die Lage wissen wollen, können Sie folgende Bücher lesen“ Und sie empfahl verschiedene Bücher von palästinensischen Autoren (nicht ein einziger israelischer Autor war dabei).

Ich könnte viele weitere Dinge anfügen, die in diesen zweieinhalb Stunden passierten, z.B. dass Langer Fragen der „antiisraelischen“ Seite auf ganz andere Art beantwortete, nämlich höflich und nicht auf erniedrigende, arrogante Art… Aber ich möchte hier enden und nur noch einen Abschnitt anfügen.

Ich kenne all die anderen Friedensaktivisten nicht, die Lavie in seinem Artikel angeführt hat. Das heißt, ich habe natürlich dies und das über sie gehört/gelesen, besonders über und von Uri Avnery, aber ich bin nie auf einem Vortrag gewesen, den sie gegeben haben. Daher kann ich nicht sagen, ob sie in ihrem Verhalten ähnlich sind wie Langer oder nicht. Aber die Erfahrung, die ich mit der Friedensaktivistin Langer und einer deutschen Friedenspartei in einer christlichen Kirche in Deutschland gemacht habe, sind bereits ausreichend, um mir sehr deutlich zu machen, warum die israelische Öffentlichkeit diese sogenannten Friedensaktivisten und Menschrechtsaktivisten ignoriert! Abgesehen von dem Eindruck, dass diese deutsche Friedenspartei „Linke Liste/Friedensliste“ von Frieden und friedlichem Gespräch weit entfernt zu sein scheint; und abgesehen von der Feststellung, dass eine christliche Kirche viel mehr ein Ort des Hasses und der Aggression war als ein Ort des Friedens und der Versöhnung, muss ich sagen, dass Langer es meiner Meinung nach nicht wert ist, die Titel „Friedensaktivistin“ und „Menschenrechtsaktivistin“ zu tragen; denn anstatt Frieden zu aktivieren, aktiviert sie Hass und Aggression; und die Art, wie sie Menschenrechte verteidigt, ist einseitig, denn in Bezug auf ihre Kritiker und in Bezug auf Israel und die meisten israelischen Bürger kennt sie offensichtlich nicht den ersten Paragraphen der Menschenrechtsgesetze, der besagt: die Würde aller Menschen muss respektiert werden (nicht nur die einiger weniger).

Last, but not least möchte ich meiner Besorgnis über die Tatsache Ausdruck geben, dass anti-israelische Israelis in aller Welt tatsächlich sehr willkommen sind. Die Menschen scheinen begierig zu sein, solche Lügen und tendenziösen antiisraelischen Fakten zu hören. Das ist etwas, was nachdenklich machen sollte – um in der Lage zu sein, auf dieses Phänomen angemessen reagieren zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Andrea L., Freiburg

Grundsätzliches von der Hisbollah

Melanie Phillips zitiert Hassan Nasrallah (Artikel vom 03.08.2006):
„Wenn wir die gesamte Welt nach einer Person suchen, die feiger, verachtenswerter, schwächer und kläglicher in ihrer Psyche, Geist, Ideologie und Religion ist, würden wir niemanden wie den Juden finden. Aufmerken: Ich sage nicht: den Israeli.“


TheMediaLine berichtet am 11.08.2003:
Hizbullah TV redet vom Tod eines Siedlers…

Hisbollahs Al-Manar Television berichtete von der gestrigen Tötung des 16-jährigen Haviv Dadon als dem Tod „eines Siedlers“. Schlomi, wo die Rakete einschlug, liegt nach jeglichem internationalen Statut in keinem besetzten Gebiet. Die Al-Manar-Nachrichten bezogen nannten auch „die 1948 besetzten Gebiete“, mit anderen Worten: Sie legen nahe, dass das Land, das durch die UNO für die Gründung des Staates Israel vorgesehen wurde, illegal übergeben wurde – was keine internationale Körperschaft je behauptet hat.


Newsletter der israelischen Botschaft in Deutschland vom 27.06.2003:
NASRALLAH: ISRAEL HAT KEIN RECHT ZU EXISTIEREN

Der Generalsekretär der Hisbollah Hassan Nasrallah hat wiederholt erklärt, dass seine Organisation das Existenzrecht des Staates Israel nicht anerkenne, sondern nur einen einzigen Staat, der sich vom Mittelmeer bis zum Jordan erstrecke und in dem Moslems, Christen und Juden leben werden und dessen Charakter von der Mehrheit der in diesem Staat lebenden Menschen bestimmt werde. In einem Interview mit einer brasilianischen Zeitung (22.06.) behauptete Nasrallah, der Grund für das Bestehen der Hisbollah sei die Verteidigung des Libanon.

Selbst wenn Israel die „Sheba Farmen“ aufgäbe, bestünden noch immer einige Probleme, um welche sich die Hisbollah zu kümmern habe, z.B. die libanesischen Gefangenen in Israel, die palästinensischen Flüchtlinge, „die tagtäglichen israelischen Ausschreitungen“, die politische Unabhängigkeit des Libanon und die Auseinandersetzungen um die Quellen des Wazani-Flusses.

Nasrallah betonte den politischen und gesellschaftlichen Beitrag der Organisation und machte deutlich, dass die Errichtung einer islamischen Republik in einem Staat wie dem Libanon nicht durchführbar sei (SIBF, 22.06.).

Die Hisbollah lehnt die Vorstellung einer syrisch-libanesischen Road Map (ergänzende Road Map zu derjenigen mit den Palästinensern) ab und betrachtet den bewaffneten Kampf als einziges Mittel. So auch George Nagam, ein Fraktionsmitglied der Hisbollah im libanesischen Parlament, der eben diese Idee einer syrisch-libanesischen Road Map zur Lösung des Konflikts mit Israel ablehnt, – einer Idee, die von der Regierung in Beirut befürwortet wird.

Nagam sagte, dass Widerstand der einzige Weg sei, um „alle Rechte und besetzten Landstriche zurückzuerlangen“ (Radio Nur, 24.06.).

Die Rolle der Arabischen Medien: eine geschichtliche Perspektive

MEMRI, 27. Dezember 2001

Die arabischsprachige Londoner Tageszeitung Al-Hayat veröffentlichte eine ganze Seite von Leserbriefen. Zoheir Abdallah, ein Leser aus den USA, schrieb folgendes:

In den letzten 60 Jahren durchliefen die arabischen Medien drei Phasen. Die erste Phase wurde durch ‚Hayy Al-Arab‘ gekennzeichnet, ein Programm, das von Yunis Al-Bahri aus Berlins arabischem Radiosender in Nazideutschland gesendet wurde. Yunis Al-Bahri sollte die arabischen Emotionen gegen den Westen und Großbritannien anstacheln und Hitler, Nazideutschland und die Achsenmächte verherrlichen. Die Nazis hatten die Araber am Ende der Skala der menschlichen Rassen angesiedelt; wären sie im Zweiten Weltkrieg erfolgreich gewesen, ging es den Arabern heute schlechter als es der Fall ist.

Trotzdem drängte sich das arabische Publikum um das Radio um Yunis Al-Bahri zu hören und seinen Hetzkommentaren Beifall zu spenden.

Die zweite Phase wird durch „Saut Al-Arab“ repräsentiert [Radiosender „Die Stimme der Araber“] aus Kairo in Person von Ahmad Said. Ich kann mich gut daran erinnern. Jeden Abend versammelten wir uns um das Radio um diesen Sender zu hören. Meine Erinnerung führt mich zurück zu einigen der Kommentare und Flüche, die gegen die moderateren [arabischen] Könige und Präsidenten und den Westen gerichtet waren. Ich erkenne (heute) das Ausmaß der Demagogie, die von einer gesamten Generation von Arabern aufgesaugt wurde, die einer Gehirnwäsche unterzogen worden sind [und daher] sich unlogisch und emotional verhalten – was beim Sturz der moderaten Regierungen z.B. im Irak und in Libyen und ihrer Ersetzung durch Tyrannen und faschistische Parteien half, unter deren Last sich Teile der arabischen Welt immer noch bücken müssen.

„Saut Al-Arab“ ging mit der Niederlage von 1967 unter. Nach dieser Niederlage erkannte die arabische Öffentlichkeit zu spät, dass diese Hetze die Araber in einen Krieg gedrückt hatte, für den die Nation nicht vorbereitet war. Die Wunden dieser Niederlage sind immer noch nicht verheilt. Daher ist uns klar geworden, dass die Saut Al-Arab-Generation die Lehre der Generation von „Hayy Al-Arab“ nicht gelernt hat. Das einzig Gute, das aus der Niederlage von 1967 entstand, war das Verschwinden von Saut Al-Arab und seiner Demagogie.

Die dritte Phase ist die moderne Phase der arabischen Medien. Wir können dies das „Taysir ‚Alooni(1) von Kabul-Phänomen“ oder das „Al-Jazira-Phänomen“ nennen. Der Al-Jazira-Korrespondent wurde bald – richtigerweise – der Sprecher der Taliban genannt. Er übertrug uns die Bilder der zivilen Opfer der Luftangriffe, aber nicht die Bilder der militärischen Rückschläge für die Taliban. Er zeigte uns nichts – und erwähnte auch nichts – von den Massakern der Taliban an Zivilisten. Er behauptete, dass die Öffentlichkeit sich hinter die Taliban stellte. Wir sahen auf Al-Jazira nicht, wie die Menschen sich auf den Straßen von Mazar Al-Sharif und Kabul freuten, als der Alptraum der Taliban beendet war. Trotzdem hat dieser Sender es geschafft, die dritte Generation der arabischen Menschen zu gewinnen. Mit dem Beginn des Zerfalls der Taliban begann Al-Jaziras Stern zu sinken, genau wie vorher die von „Saut Al-Arab“ und „Hayy Al-Arab“.

So wird deutlich, dass die dritte Generation nichts aus den Fehlern der vorigen Generationen gelernt hat. Mit dem Beginn des Ramadan-Monats begannen einige arabische Satelliten-Sender Serien auszustrahlen, die den Hass in einer Atmosphäre vertieften, die schon davon durchtränkt ist. Ein Beispiel dieser Serien ist eine über die Kreuzzugs-Kriege, die vor fast 1000 Jahr statt fanden, von denen wir aber immer noch reden, als seien sie erst gestern gewesen. Andere Serien zeigen die [vor-islamischen] Kriege von Dakhis und Ghabraa [mythische Kriege vor der Zeit des Islam].

Viele Nationen haben einander bekämpft und einige davon fanden in der heutigen Zeit statt. Trotzdem haben diese Nationen sich ausgesöhnt und die bestmöglichen Beziehungen aufgebaut. Die Medien waren immer Vorreiter des Aufbaus dieser Beziehungen. So machten es die Deutschen und die Franzosen, die Japaner und die Russen und viele andere Völker in der zivilisierten Welt. Im Gegensatz dazu lecken wir uns immer noch die Wunden der Vergangenheit und fächeln Hass in unsere Seelen. Unsere Print- und Rundfunk-/Fernseh-Medien spielen in dieser Beziehung die Vorreiter. Das hilft dabei, eine Gruppe junger Leute auszubilden, deren Hass für andere sie dazu führt Selbstmord zu begehen, um so Menschen zu töten, von denen sie nichts wissen, nur weil sie einem anderen Volk angehören und etwas anderes glauben.

Gibt es ein Licht am Ende dieses Medientunnels?(2)

——
Fußnoten:
(1) Taysir ‚Alooni war Al-Jaziras Korrespondent in Kabul vor und während des Kriegs in Afghanistan; er wurde aus Kabul evakuiert, als das Taliban-Regime fiel.
(2) Al-Hayat, London, 21. Dezember 2001.

PA-Zeitung: Juden schüren die Flammen des Bösen, provozieren Kriege, kontrollieren die Finanzmärkte und die Medien und dominieren die US-Politik

Itamar Marcus und Barbara Crook, Palestinian Media Watch Bulletin, 1. November 2006 (nicht mehr online)

Al-Hayat Al-Jadida, die offizielle Zeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde, veröffentlichte letzte Woche einen boshaft antisemitischen Artikel, der viele der klassischen antisemitischen Verleumdungen sowie „Modernisierungen“ beinhaltete:

– Juden fangen Kriege an, darunter den Krieg im Irak, um die Macht und Kontrolle der Juden zu verstärken
– Juden sind die dominante Kraft in der Politik der USA
– Juden kontrollieren die internationalen Finanzen
– Juden kontrollieren die internationalen Medien

In dem Artikel argumentiert Mohammed Khalifa, Kolumnist aus den Vereinigten Arabischen Emirate, dass die USA planen die Länder der Welt von einer einzigen Zentralregierung in New York aus zu kontrollieren. Die Juden, die jedes Schlüsselelement in den USA, einschließlich der Aktienmärkte, der Medien und er internationalen Finanzmärkte, dominieren oder kontrollieren, haben ihre „Gewohnheit“ genutzt internationale Kriege zu beginnen, um diese US-Kontrolle zu festigen.

Die Juden, sagt Khalifa, begannen den Krieg im Irak als ersten Schritt dahin, „die anderen arabischen Staaten zur freiwilligen Aufgabe ihres eigenen Willens zu zwingen“. Diese Taktik werde aber letztlich fehl schlagen, zum Dritten Weltkrieg führen und das Ende der westlichen Kultur darstellen.

Wichtig ist dabei die Feststellung, dass Al-Hayat Al-Jadida nicht von der Hamas-Regierung kontrolliert wird, sondern vom Büro des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas.

Es folgen die wichtigsten Abschnitte:

Durch den Fall der ehemaligen Sowjetunion 1991 wurden die USA die einzige Supermacht in der Welt, wodurch die Vorstellung des „Neuen amerikanischen Zeitalters“ verkündet wurde. Die in den [Nerven-]Zentren der amerikanischen Nation eingepflanzten Juden schufen Theorien zu dieser Idee, die sie übernahmen. Der Begriff gründet auf der Tatsache, dass die gesamte Welt mit dem Siegel der Amerikanisierung gestempelt werden muss und dass alle Länder der Welt von einer Regierung regiert werden werden, die in New York sitzt…

Es gibt einen einzigen globalen Aktienmarkt; der hat seinen Sitz in New York und wird von Juden kontrolliert. Dieser Aktienmarkt leitet die Währungsmärkte der gesamten Welt, bestimmt den Goldpreis und letztlich die verschiedenen Währungen der Welt…

Um diese Idee umsetzen zu können, war es nötig Kriege zu initiieren [wörtlich: zu zünden], denn Kriege sind nach der Gewohnheit der Juden das einzige Mittel, das ihren sehnlichen Wunsch nach Veränderung herbeiführen kann. Die Kriege entwurzeln die Gegner, wie sie es im Ersten und Zweiten Weltkrieg taten; hätten diese Kriege nicht statt gefunden, hätten die USA nicht die Welt übernommen und die Juden hätten das Zentrum dieser Dominanz nicht erreicht. Daher sind Kriege sehr entscheidend und um die Initiierung von Kriegen zu rechtfertigen tauchte die Theorie des „Zusammenpralls der Zivilisationen“ von Samuel Huntington auf, die besagt, dass das jetzige Jahrhundert einen Kampf der Zivilisationen der Welt erleben wird, da die westliche Zivilisation auf die islamische und die buddhistische Zivilisation prallen wird. Die amerikanischen Medienkreise, die mit der zionistischen Lobby verbunden sind, nahmen es auf sich diese Theorie zu propagieren, die sich überall hin ausbreitete und alle Nationen in einem intensiven Gefühl der Angst zurück ließ…

In diesem Augenblick fanden die Ereignisse des 11. September 2001 statt; diese wurden als Rechtfertigung für den Beginn globaler Unterwerfungskriege benutzt. Das erste ausgewählte Ziel war Afghanistan, weil behauptet wurde, dass diejenigen, die die Angriffe vom September ausführten, von dort kamen… Die Invasion wurde mit der Theorie des „Gerechten Krieges“ gerechtfertigt, obwohl Afghanistan keine unmittelbare Bedrohung für die USA war…

Als die Invasion Afghanistans einmal erfolgreich durchgeführt war, begannen die Juden die Invasion des Irak mit der Behauptung, dass dieser eine ernsthafte Gefahr für die nationale Sicherheit Amerikas darstelle. Die jüdische Propaganda spielte eine große Rolle dabei die irakische Gefahr zu übertreiben, bis der Irak als Monster da stand, das die Welt zu schlucken drohte. Die USA begannen die Invasion des Irak als nächsten Schritt in ihrem Projekt der globalen Kriege vorzubereiten… sie eroberten den Irak und vernichteten die irakische Nation und die Juden glaubten, dass sie mit der Zerstörung des Irak die arabischen Nationen zu voller und freiwilliger Aufgabe ihres Willens zwingen würden. Aber die folgenden Ereignisse enttäuschten sie, da der [bewaffnete] Widerstand im Irak ausbrach, der ihre Beherrschungspläne komplizierte und ihre Hoffnung begrub einen neuen, pro-israelischen Irak zu schaffen…

Die Schlussfolgerung ist, dass die Rolle der Juden bei der Stärkung des Hangs zum Bösen und sein Feuer zu schüren und Kriege zu provozieren, wie den Krieg gegen den Irak, unweigerlich den Fall der amerikanischen Militärmacht verursachen wird. Wenn diese Macht fällt, wird das das Ende der westlichen Zivilisation bedeuten und den Anfang des Dritten Weltkriegs, der alles auslöschen und nichts übrig lassen wird, was das Ende des amerikanischen Imperiums als Supermacht zur Folge haben wird.

Den Löwen zähmen

Micah Halpern, 12. April 2005

Erfolg oder Fehlschlag. Wahrheit oder Wagnis. Die Zukunft der palästinensischen Autonomie liegt in den Händen eines Mannes, ihres Präsidenten Mahmud Abbas.

Die Entscheidungen, die Abbas fällt, werden, langfristig und kurzfristig, die Zukunft des palästinensischen Volkes gestalten. Er hat die Wahl zu treffen. Die Verpflichtungen muss er übernehmen.

Einige Entscheidungen, wie die gegen den Terror vorzugehen oder die Kontrolle auszuüben, sind jetzt zu treffen und physisch schwierig. Aber Abbas muss den palästinensischen Wilden Westen zähmen oder dieser wird ihn verschlingen. Und wenn oder wann der erste demokratisch gewählte Präsident der Palästinensischen Autonomie stürzt, wird die Anarchie einsetzen. Und wenn die Anarchie übernimmt, verschwindet jede Chance der palästinensischen Volkes ein anständiges Leben zu führen. Wenn Abbas fällt, geht jede Chance auf eine Annäherung zwischen der Autonomie und Israel verloren. Wird Abbas verschlungen, wird die palästinensische Gesellschaft niemals aufblühen, sondern statt dessen ein Nicaragua oder Belfast werden.

Wie kann man den Löwen zähmen?

Die Banden von Hooligans zu entwaffnen, die durch die Städte schwärmen, sie ins Gefängnis zu stecken und ihre Geldquellen zu verstopfen, Hetze ungesetzlich zu machen – all das sind offensichtliche Möglichkeiten die Kontrolle wiederzugewinnen. Physisch ist das schwierig, aber es ist machbar.

Die Massen von der Wichtigkeit des Auftrags zu überzeugen ist weitaus schwieriger. Der Grund dafür, dass es viel schwieriger ist, besteht darin, dass Umerziehung viel mehr als physische Entschlossenheit verlangt; sie braucht eine emotionale Entschlossenheit. Und hier hat Abbas furchtbar versagt. Abbas hat kaum einmal den Versuch unternommen das palästinensische Volk umzuerziehen.

Erziehung oder Umerziehung ist zentral für den Erfolg des Präsidenten Abbas. Sie ist ein wesentliches Werkzeug für die Umsetzung einer demokratischen, wirtschaftlich gesunden und produktiven Zukunft seines Volkes. Und doch hat Abbas noch nicht einmal angefangen die einfachsten Bildungsreformen einzuführen. Es gibt konkrete Handlungen, die keinerlei Zeit und keine Kraft benötigen, um eingeführt zu werden. Es gibt Handlungen, die fast kein Geld kosten, aber wichtigen kurz- und langfristigen Einfluss auf die Zukunft des palästinensischen Volkes haben würden.

Alles, was Abbas als ersten, einfachen und entscheidenden Schritt tun muss: Er muss ein Buch aus der Liste der Schulbücher entfernen. Wenn Abbas wirklich dem Frieden mit den Israelis verpflichtet ist, wenn er wahrhaftig ist, während er in internationalen Diplomaten-Kreisen von Frieden und Fortschritt redet, wird er den Prozess der Umerziehung jetzt beginnen. Er ist bereits spät dran, jedes Noch-Später wird zu spät sein. Aber wird er das wagen?

Der israelische Minister Natan Sharansky hat gerade einen dringenden Brief an Israels Ministerpräsidenten Ariel Sharon und US-Präsident George Bush geschickt.

Und hierum geht es:
Der offizielle palästinensische Lehrplan für das 10. Schuljahr lehrt die „Protokolle der Weisen von Zion“. Die in den Schulen genutzte Ausgabe wird in Syrien verlegt. Der Lehrplan erwähnt nie, dass die Protokolle eine Fälschung der russischen Geheimpolizei sind, veranlasst vom Zaren, um den berüchtigten Mythos zu verbreiten, die Juden würden die Welt beherrschen.

Man muss sich fragen:
Warum lehrt man die Protokolle, wenn nicht, um das Werk als Verschwörungstheorie von Antisemiten zu entlarven? Was ist in jedem anderen Zusammenhang der bildungspolitische Sinn davon, die Protokolle der Weisen von Zion beeindruckbaren Zehnklässlern angesichts des heutigen sozialen und politischen Klimas zu lehren?

Um den Mythos fortbestehen zu lassen. Wir kennen die Antwort alle. Die Protokolle der Weisen von Zion sind nicht aus dem palästinensischen Lehrplan entfernt worden, das Buch ist nicht aus den Regalen der Schulbüchereien genommen worden, aus einem EINZIGEN Grund: Um den Mythos fortbestehen zu lassen!

Die Palästinenser lehren die Protokolle weiterhin, weil sie sich noch immer keinen Reformen verschrieben haben. Und Mahmud Abbas als ihre Präsident ist der verantwortliche Mann dafür, dass sein Volk umerzogen wird oder nicht, für die Umsetzung von Reformen oder dafür sie zu verschleppen, dass sie ignoriert, wenn nicht gar vergessen werden.

Aber es gibt mehr. Da gibt es die Landkarten.

Auf keiner offiziellen Landkarte der Palästinensischen Autonomie gibt es Israel. Nicht nur bei Karten der Schulen – auf allen und jeder Landkarte.

Zivilisierte, langfristige Interaktion zwischen Völkern, Gesellschaften, Staaten ist schwer vorstellbar, wenn die offiziellen Landkarten des einen Partners weiterhin die Existenz des anderen nicht anerkennen.

Und es geht weiter: In den 160 Schulbüchern, mit denen die PA lehrt, bezieht sich nicht ein einziger Text auf Israel als unabhängigen Staat. Schockierend? Inzwischen nicht mehr, würde ich vermuten.

Ja, Palästinenser-Präsident Abbas muss den terroristischen Gangstern das Rückgrat brechen, die seine Kontrolle über seine Gesellschaft physisch bedrohen könnten. Aber er muss auch ein Bildungssystem verändern, er muss ausbilden. Zukünftige Palästinenserführer sollten in Schulen herangezogen werden, nicht in plündernden Banden.

Man muss nicht Liebe lehren, aber genauso wenig sollte man Hass ewig fortbestehen lassen.