50 gewesene politische Größen gegen Trumps Friedensplan

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Am 27. Februar veröffentlichte der Guardian einen Brief mit dem Titel „Grave Concern about the US plan to resolve the Israel Palestinian Conflict“.[1] Er wurde von 50 europäischen ehemaligen Politikern unterschrieben.[2] Zu diesen gehörten viele ehemalige Premierminister und Außenminister. Die Unterzeichner bezeichneten sich selbst al „Europäer, die sich der Werbung für das Völkerrecht, Frieden und  Sicherheit weltweit verschrieben haben“. Würde das tatsächlich stimmen, müsste man angesichts des problematischen Zustandes dieser Dinge in der Welt in den Medien viele Briefe von ihnen zu finden können.

Doch soweit es sich realistisch überprüfen lässt, haben diese 50 diesen nur einen Brief erst vor kurzem unterschieben, eine Handlung, die sie als Scheinheilige kennzeichnet. In ihrem Brief warnen sie, wenn Trumps Friedensplan verfolgt wird, werde Israel zum Apartheidstaat. Viele der Unterzeichner können als altgediente Hetzer gegen Israel beschrieben werden. Legt man die gebräuchlichste Definition für Antisemitismus an, nämlich die der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz, dann passt diese Definition sogar für einige von ihnen und sie können als Antisemiten bezeichnet werden.

Ein Name sticht aus den Unterzeichnern sofort heraus: Mary Robinson, ehemalige Präsidentin Irlands und frühere UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte. 2014 unterschrieb sie zusammen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter ein Op-Ed im Guardian, in dem vorgeschlagen wurde, Europa und die USA sollten anerkennen, dass die Hamas auch eine politische Bewegung sei. Sie erwähnte nicht einmal, dass sie auch eine Organisation mit Völkermord-Absicht ist.[3] Das war ein Vorzeigefall für eine Top-Menschenrechtsaktivistin, die für die Interessen einer Organisation warb, die Massenmord begehen will.

Ein weiterer rascher Blick auf die Unterzeichner zeigt, dass mindestens zwanzig von ihnen Sozialisten sind. Das spiegelt die regelmäßige, erhebliche Hetze ihrer Parteien gegen Israel und deren Sympathie für die repressive, korrupte, antidemokratische und mörderische Palästinenserführung. Diejenigen, die antiisraelisch sind, glauben oft, dass es hilft einen jüdischen Unterstützer zu haben. Die sozialistische ehemalige Schweizer Präsidentin Ruth Dreyfuss spielte in dem Brief diese Rolle. Der ehemalige niederländische und UNO-Botschafter Robert Serry, ebenfalls ein Sozialist, ist der Sohn eines jüdischen Vaters, was er erst nach dessen Tod entdeckte.[4] Das ist jedoch kaum bekannt. 2014, als er Sondergesandter der UNO für den Nahost-Friedensprozess war, drohte Israels Außenminister Avigdor Lieberman damit Serry zur Persona non grate zu erklären, weil dieser Hilfe für den Transfer von Geldern Qatars an die Hamas anbot.[5]

Ein deutscher Unterzeichner ist Sigmar Gabriel. Er ist der ehemalige Parteichef der sozialistischen Partei seines Landes, Ex-Außenminister und ein Veteran antiisraelischer Hetze, der sich selbst fälschlich einen „Freund Israels“ nennt.[6] Es gibt zudem unter den Unterzeichnern vier Mitglieder der britischen Labour Party: Douglas Alexander, Ben Bradshaw, Jack Straw und Garreth Thomas. Von ihnen hörte man nicht viel oder auch gar nichts, als ihre Partei unter Jeremy Corbyns Führung institutionell antisemitisch wurde.

Ein weiterer Unterzeichner ist der belgische Sozialist Willy Claes. Er musste infolge seiner Verwicklung in einen belgischen Korruptionsskandal den Posten des NATO-Generalsekretärs aufgeben; er wurde später verurteilt und verlor sein aktives wie sein passives Wahlrecht.[7] Der einzige finnische Unterzeichner, Erkki Tuomioja, ein ehemaliger sozialistischer Außenminister seines Landes, hat in der Vergangenheit israelische Verteidigungsmaßnahmen mit der Judenverfolgung durch die Nazis in Deutschland gleichgesetzt; er sagte: „Es ist ziemlich schockierend, dass einige gegenüber den Palästinensern dieselbe Art von Politik zur Anwendung bringen, deren Opfer sie in den 1930-er Jahren selbst waren.“[8]

Es hat in der Vergangenheit zwei ähnliche Briefe gegeben, die von einer Vielzahl anderer, hauptsächlich europäischer ehemaliger Politiker unterschrieben wurden. Der erste wurde im April 2013 veröffentlicht. Die Unterzeichner erklärten sich selbst zur „Gruppe angesehener europäischer Personen zum Nahost-Friedensprozess“.

Der Inhalt dieses Briefs wurde von Elliott Abrams gekonnt auseinandergenommen, der unter mehreren US-Präsidenten in hochrangigen Positionen diente. Er ist aktuell im US-Außenministerium der Sonderrepräsentant für Venezuela. Abrams kam zu dem Schluss, dass der Brief auf gewisse Weise wichtig war: „Er zeigt, dass das Denken offizieller Vertreter und Eliten Europas weiterhin Israel für alles verantwortlich macht, was mit dem sogenannten Friedensprozess zu tun hat.“ Abrams wies darauf hin, dass die Unterzeichner, die er die „ehemals angesehenen Personen“ nannte, versuchten die Wahrheit zu umgehen, dass Mahmud Abbas ein extrem großzügiges Angebot des israelischen Premierministers Ehud Olmert abgelehnt hatte. Er vermerkte auch, dass in dem Brief die Erklärung das Versagen der Parteien in den vier Jahren zuvor miteinander zu verhandeln, falsch war.

Abrams erklärte darüber hinaus, dass die Unterzeichner von den Palästinensern überhaupt nichts forderten und sie mit ihnen eher wie mit Objekten statt als Menschen mit ihnen umgingen. Er fügte hinzu: „An keiner Stelle wird in dem Brief das Thema antisemitischer Rundfunksendungen und Hassreden in offiziellen palästinensischen Medien erwähnt, auch nicht die Glorifizierung von Terrorismus und Terroristen durch die PA oder der Einfluss, den dieses Verhalten auf die Aussichten für den Friedensprozess hat.“[9]

Im Mai 2015 wurde ein zweiter Brief dieser Gruppe selbsternannter europäischer „angesehener Personen“ veröffentlicht. Einige Unterzeichner der vorherigen Briefe sind auch im aktuellen Schreiben im Guardian rückfällig geworden. An einen von ihnen, den ehemaligen sozialistischen Außenminister Frankreichs, Herbert Védrine, erinnern sich viele französische Juden, denn er schien Verständnis für die vielen antisemitischen Anschläge durch Muslime in Frankreich zu Beginn dieses Jahrhunderts zu zeigen. Er sagte: „Man muss nicht notwendigerweise schockiert sein, dass junge Franzosen mit Migrationshintergrund Mitgefühl für die Palästinenser haben und angesichts dessen, was geschieht, sehr gereizt sind.“[10]

Wenn es irgendwo einen virtuellen Pranger für unmoralische Mitglieder der Elite geben sollte, dann sollten die Namen dieser fünfzig ehemaligen poltischen Größen dort angeheftet werden.

[1] Große Bedenken zum US-Plan zur Lösung des israelische-palästinensischen Konflikts

[2] www.theguardian.com/world/2020/feb/27/grave-concern-about-us-plan-to-resolve-israel-palestine-conflict

[3] www.theguardian.com/commentisfree/2014/aug/05/gaza-blockade-must-end-un-first-step-settlement

[4] nd.nl/nieuws/buitenland/robert-serry-ambassadeur-onmogelijke-zaken.3044506.lynkx 4/5

[5] www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4532879,00.html

[6] www.auswaertiges-amt.de/en/newsroom/news/gabriel-inss/1426618

[7] www.volkskrant.nl/nieuws-achtergrond/hof-ontneemt-willy-claes-burgerrechten~b72e4dba/; www.nieuwsblad.be/cnt/gbvfbmbc

[8] Efraim Karsh: European Misreading of the Israeli-Palestinian Conflict: Finnish Foreign Minister Tuomioja – A Case Study. Jerusalem Issue Brief Nr. 7, 12. Juli 2005

[9] www.cfr.org/blog/why-europe-cant-bring-peace-middle-east

[10] https://jewishreviewofbooks.com/articles/1534/a-journey-through-french-anti-semitism/

Der Co-Vorsitzende des Europarats für Auswärtige Beziehungen Carl Bildt ist ein antiisraelischer Lügner

Elder of Ziyon, 30. Januar 2020

Ein Tweet von Carl Bildt, Co-Vorsitzender des Europarats für Auswärtige Beziehungen:

Ich sehe, dass den Palästinensern im Trump-Plan auch ein paar Flecken in der Wüste angeboten werden, um dort zu leben. Und aus irgendeinem Grund gibt es dort keine israelischen Siedlungen – im Gegensatz zu praktisch überall sonst.

Er bezieht sich auf die Verdreifachung der Größe des Gazastreifens im Friedensplan, um landwirtschaftliche und Industriegebiete sowie eher Wohngebiete hinzuzufügen:

Natürlich gibt es über den Negev verteilt israelische Gemeinden, auch nahe der ägyptischen Grenze. Bei einem kurzen Blick auf Google Maps erkennt man Naveh, Bnei Netzarin, Be’er Milka, kadesh Barnea, Nitzana, Ezuz, Yevul, Avschalom, Dekel, Yated, Sdei Avraham und weitere.


Die Gegend ist keineswegs unbewohnbar.

Dennoch gibt Bildt vor, er unterstütze seine Behauptung mit einem Screenshot von Google Earth:

Ich habe auf Google Earth ein Stück Land, das Trump den Palästinenser anbietet, nachgesehen. Großzügig.

Beachten Sie den Sarkasmus des Wortes „großzügig“ beim Verweis auf die Verdreifachung des Gebiets, in dem Gazaner leben und arbeiten können.

Offensichtlich wird Israel einer Umsiedlung seiner Bürger nicht zustimmen, wenn es das nicht muss, also wird das Angebot für Bereiche des Negev gelten, die noch nicht kultiviert sind. Aber Israel hat bewiesen, dass wunderbare und schöne Gemeinden und Betriebe in der Wüste aufblühen können.

Bildt weiß das, denn als er Google Earth nutzte, musste er den Screenshot manipulieren, um zu vermeiden, dass man die israelischen Gemeinden und Bauernhöfe im Norden und Süden nicht sieht.

Das zeigt kaum die Größe der Gemeinden. Hier zoome ich auf die Schefa-Wein Öl-Essenz-Farm, die direkt im Süden dieses Wüsten-Bildes liegt, wo Einwohner ein Airbnb für jeden anbieten, der ihre Farm und Weinberg besuchen möchte.

Bildt lügt wissentlich.

Er will die Wüste als einen unmöglichen Ort charakterisieren, um dort zu leben und Erfolg zu haben. Israel hat das nicht nur widerlegt, sondern es würde auch israelische Expertise würde zur Verfügung stehen, um allen Palästinensern zu helfen, die dort erfolgreich Gemeinden im Kontext des Friedens aufbauen wollen.

Etwas, gegen das Bildt anscheinend etwas hat.

Sein Tweet ist sogar noch schlimmer als das. Er verweist auf israelische Gemeinden innerhalb der Grünen Linie als „Siedlungen“, was bedeutet, dass er dem Anschein nach das Gefühl hat, Juden hätten kein Recht in irgendeinem Teil Israels zu leben (abgesehen von seinen Andeutungen, dass aus jedem den Palästinensern gegebenen Land bereits Juden ausgewiesen werden müssen).

Bildt hat sich früher schon als unfähig erwiesen Fakt von Fiktion zu unterscheiden, so als er sich über einen offensichtlich satirischen Artikel unseres PreOccupied Territory beschwerte.

Bildt ist nicht nur ein Lügner, sondern auch ein Heuchler. So hat Tundra Tabloids dokumentiert, dass Bildt zur gleichen Zeit, als er sagte, ein nicht zusammenhängender Palästinenserstaat sei inakzeptabel und furchtbar, tatsächlich bizarre und nicht zusammenhängende Grenzen zwischen verschiedenen europäischen Staaten mit Bürgern, die in von einem anderen Staat beherrschten Staat leben, feierte.


Hier ist ein Bild zur Ergänzung der Märket-Grenze zwischen  Schweden und Finnland. Freundschaft und Kreativität.


Dieser Teil der Grenze zwischen Belgien und den Niederlanden schlägt die finnisch-schwedische Märket-Grenze in ihrer Komplexität eindeutig.

Belgische und niederländische Bürger können unzusammenhängende Enklaven in den Gebieten der anderen leben und Bildt feiert das als kreative Lösung. Aber Juden, die unter Arabern leben, das ist unter allen Umständen inakzeptabel.

Die Heuchelei ist verblüffend, war aber zu erwarten.

Trumps Friedensplan und 37 heuchelnde europäische Senioren

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Der Friedensplan von US-Präsident Trump ist noch nicht veröffentlicht. Das hat 37 europäische Politiker – vornehmlich „ehemalige“ – nicht davon abgehalten in der regelmäßig antiisraelischen britischen Tageszeitung Guardian am 15. April einen gemeinsamen Brief dagegen zu veröffentlichen. In ihrer Kritik an den USA schreiben die Unterzeichner: „Leider ist die aktuelle US-Administration von der langjährigen US-Politik abgewichen und hat sich von etablierten internationalen Rechtsformen distanziert. Sie hat bisher nur die Ansprüche einer Seite auf Jerusalem anerkannt und eine störende Gleichgültigkeit gegenüber der Ausdehnung israelischer Siedlungen demonstriert.“ Die Unterzeichner wollen, dass ein palästinensischer Staat neben Israel geschaffen wird und setzen voraus, dass dies nicht Teil von Trumps Plan ist. In dem Brief heißt es: „Trotz Ungewissheit darüber, wo und wann der Plan veröffentlicht wird, ist es entscheidend, dass Europa wachsam ist und strategisch handelt.“[1]

In der Überschrift des Artikels drängten die Unterzeichner die EU jeden US-Nahostplan abzulehnen, der den Palästinensern gegenüber nicht fair ist. Was Fairness Leuten bedeutet, die die Mörder von Zivilisten bejubeln und belohnen und Straßen, Sportanlagen und so weiter nach den am meisten verehrten Killern benennen, wird in dem Brief nicht erklärt.

Ein schneller Blick auf die Unterzeichner lässt eine Reihe wohlbekannter antiisraelischer Hetzer erkennen. Dazu gehört der ehemalige finnische sozialistische Außenminister Erkki Tuomioja. Er verglich in einem Interview israelische Verteidigungsmaßnahmen mit der Verfolgung der europäischen Juden durch die Nazis: „Es schockiert mich, dass jemand dieselbe Art von Politik gegenüber den Palästinensern vollzieht, deren Opfer sie selbst in den 1930-er Jahren waren.“[2]

Dänemarks ehemaliger Außenminister und Parlamentspräsident, der Sozialist Morgens Lyyketoft sagte im Fernsehen, als der israelische Tourismusminister Rehavam Ze’evi 2001 ermordet wurde: „Es gab keinen Unterschied zwischen dieser Ermordung und der Tötung von Terroristen durch Israel.[3] Ein weiterer Unterzeichner ist der ehemalige dänische Außenminister Martin Lidegaard, der Israel 2014 mit Sanktionen der Europäischen Union drohte, wenn die indirekten Gespräche zwischen der Hamas und Israel keine erheblichen israelischen Zugeständnisse ergeben sollten.[4]

Lena Hjelm-Wallén, eine ehemalige sozialdemokratische Außenministerin Schwedens, gehörte 2014 schon zu den Unterzeichnern eines antiisraelischen Briefs; diese nannten sich arroganterweise „bedeutende Europäer“. Ein Vorschlag des Briefs lautete, der 2002 verfasste arabische Friedensplan könnte eine Säule eines neuen EU-Ansatzes bilden.[5] Eine weitere Unterzeichnerin beider Briefe war die konservative Benita Ferrero-Waldner, ehemalige EU-Kommissarin für Außenbeziehungen und frühere Außenministerin Österreichs. Noch ein Doppelunterzeichner ist der sozialistische ehemalige NATO-Generalsekretär und spanische Außenminister Javier Solana.

Als Carl Bildt von der moderaten Partei 2009 schwedischer Außenminister war, veröffentlichte die größte Zeitung des Landes, Aftenbladet, einen Artikel von Donald Boström. Darin wurde behauptet die IDF töte Palästinenser und „ernte“ ihre Organe für Transplantationen in Absprache mit israelischen medizinischen Einrichtungen. Der Autor musste eingestehen, dass er keine konkreten Beweise für seinen Artikel hatte.[6] Als Bildt dazu aufgefordert wurde, diese Äußerung zu verurteilen, lehnte der das ab. Er sagte, die Pressefreiheit sei Teil der schwedischen Verfassung. Er wies den Botschafter seines Landes in Israel zudem an, dieser solle in der Sache schweigen.[7]

Der einzige deutsche Unterzeichner ist der ehemalige Außenminister und frühere Parteichef der Sozialisten Sigmar Gabriel. Er beschuldigte Israel ein Apartheidstaat zu sein. Gabriel entschuldigte sich erst Monate später für seine Äußerung. Die ehemalige irische Präsidentin Mary Robinson war 2014 Mitautorin eines Briefs zugunsten der Hamas, geschrieben mit dem früheren US-Präsidenten Jimmy Carter für den Guardian. Darin hieß es: „Nur durch Anerkennung ihrer Legitimität als politisch Handelnder – jemand, der einen beträchtlichen Teil des palästinensischen Volkes repräsentiert – kann der Westen beginnen die richtigen Anreize für die Hamas bieten, damit sie ihre Waffen niederlegt.“[8] Mit den erwähnten Namen ist die Liste antisemitischer Hetzer unter den Unterzeichnern noch lange nicht vollständig.

Einige der Unterzeichner nahmen auch Juden ins Visier. Im Januar 2002 war der große Ausbruch von Antisemitismus in Frankreich, weitgehend durch Muslime, bereits seit über einem Jahr im Gang. Der sozialistische Außenminister Hubert Védrine deutete Verständnis für die muslimische Gewalt gegen Juden an, als er erklärte: „Man muss nicht unbedingt schockiert sein, dass junge Franzosen mit Migrationshintergrund Mitgefühl für die Palästinenser haben und wegen dem extrem aufgeregt sind, was sie geschehen sehen.“[9]

Der belgische Liberale Karel de Gucht, ein ehemaliger belgischer Außenminister, sagte 2010: „Unterschätzen Sie nicht die Macht der jüdischen Lobby auf dem Capitol Hill… Sie sollten den Zugriff nicht unterschätzen, den sie auf die amerikanische Politik hat, egal ob es die Republikaner oder die Demokraten sind.“[10] Eine solche Unterzeichnerliste ist selten ohne einen Juden komplett. In diesem Fall handelt es sich um David Miliband, einen ehemaligen britischen Außenminister der Labour Party. Er hätte besser gehandelt, wäre er aktiver an der Bekämpfung des weit verbreiteten Antisemitismus in seiner Partei beteiligt gewesen, deren Vorsitzender er einmal werden wollte.

Die Unterzeichner des Briefes kommen allesamt aus Ländern, die die Entscheidung des Vorstands der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) befürworteten die Arbeitsdefinition für Antisemitismus anzunehmen.[11] Dieser Text sagt, dass zu den Erscheinungsformen des Antisemitismus gehört, dass sie sich „auch gegen den Staat Israel richten können, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird.“ Die Definition besagt, dass zweierlei Maß zu verwenden, indem von Israel ein Verhalten gefordert wird, das man von keinem anderen demokratischen Staat fordert, antisemitisch ist.

Solch zweierlei Maß und Erscheinungsformen von Antisemitismus ereignen sich in der Vollversammlung der Vereinten Nationen tagtäglich. Es gibt keinen anderen Staat, der in den vergangenen Jahrzehnten auch nur annähernd von so vielen hunderten Resolutionen angegriffen wurde wie Israel. Das trotz der Tatsache, dass viele UNO-Mitglieder extremer Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen schuldig sind. Es hat nicht eine einzige Resolution gegen die Hamas gegeben.[12] Viele der Unterzeichner des Briefes im Guardian waren einmal Minister ihrer Länder. Eine ganze Reihe davon ist verantwortlich für das antisemitische Handeln ihrer Länder beim Abstimmen für die enorme Zahl antiisraelischer Resolutionen bei den Vereinten Nationen.

Fast alle Unterzeichner des Briefs kommen aus Ländern, in denen der Antisemitismus in den letzten fünf Jahren enorm zugenommen hat. Das ist in einer Studie von Eurobarometer zu erkennen, die von der Europäischen Kommission im Januar 2019 veröffentlicht wurde. Ihr Titel lautet Perceptions of Antisemitism.[13]

Man fragt sich, was die Unterzeichner des Briefs im Guardian getan haben, um den zunehmenden Antisemitismus in ihren eigenen Ländern zu bekämpfen. Wenn überhaupt, dann waren sie nicht erfolgreich. Stattdessen bleiben sie besessen davon für die Interessen der palästinensischen Autonomiebehörde zu werben, die die Mörder von Israelis – viele davon Zivilisten – belohnt. Es gibt wenig Grund zu glauben, dass die Palästinenser, wenn sie einen Staat bekommen, wie es die Unterzeichner wollen, die Ermordung von Israelis einstellen werden. Viele Jahrhunderte lang ist der Antisemitismus tief mit der europäischen Kultur verwoben gewesen. Der Brief der 37 ranghohen europäischen Heuchler im Guardian spiegelt diese Kultur.

[1] www.theguardian.com/world/2019/apr/14/europe-must-stand-by-the-two-state-solution-for-israel-and-palestine

[2] Efraim Karsh: European Misreading of the Israeli-Palestinian Conflict:  Finnish Foreign Minister Tuomioja – A Case Study. Jerusalem Issue Brief Nr. 27, 12. July 2005.

[3] Adam Chandler: The Times, The Guardian Misrepresent Conflict. Tablet Magazine, 16. November 2012.

[4] http://www.jpost.com/Israel-News/Politics-And-Diplomacy/Danish-foreign-minister-threatens-sanctions-against-Israel-376115

[5] http://www.voltairenet.org/article187598.html

[6] Donald Bostrom: Vara soner plundras pa sina organ. Aftonbladet, 17. August 2009

[7] https://books.google.co.il/books?id=ZKs0DwAAQBAJ&pg=PT71&lpg=PT71&dq=carl+bildt+israel&source=bl&ots=d0AsM4x2aU&sig=ACfU3U2AbXfn-CKFCWoNqiRgaK8l1AZmTA&hl=en&sa=X&ved=2ahUKEwjyrYecjNThAhVIK1AKHaKFDrc4ChDoATABegQICBAB#v=onepage&q=carl%20bildt%20israel&f=false

[8] www.theguardian.com/commentisfree/2014/aug/05/gaza-blockade-must-end-un-first-step-settlement

[9] http://jcpa.org/article/manfred-gerstenfeld-on-les-territoires-perdus-de-la-republique/

[10] 2010 Top Ten Anti-Semitic/Anti-Israeli Slurs. Simon Wiesenthal Center

[11] http://www.holocaustremembrance.com/working-definition-antisemitism

[12] www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/deutschland-bei-der-uno-fdp-will-anti-israel-irrsinn-stoppen-59894948.bild.html

[13] Wahrnehmungsformen von Antisemitismus – ec.europa.eu/commfrontoffice/publicopinion/index.cfm/ResultDoc/…/85035

Die Hamas kämpft immer noch eine verlorene Schlacht … gegen israelische Lebensmittel

Aussie Dave, 28. Februar 2019

Wieder so ein köstlicher BDS-Fehlschlag.

Ein verletzter Hamasnik verdiente sich im Krankenhaus besucht zu werden und erhielt ein Lebensmittelpaket, vermutlich als Wertschätzung seiner Terroraktivitäten.

Ein Rotter-User mit Adleraugen bemerkte, dass sein Fresspaket ein zionistisches Goodie enthielt!*


Das ist Gil, ein von der israelischen Firma Tnuva hergestellter Joghurt. Er scheint ein Lieblingsprodukt der palästinensischen Araber zu sein, besonders derer, die eine Hamas-Überzeugung hegen:

Die Hamas hat wahrlich ein Problem mit zionistischen Produkten.

Was habe ich denen gesagt? Widerstand ist zwecklos!

* Mit ist aus verlässlicher Quelle gesagt worden, dass der Gaza-Araber, der ursprünglich die Krankenhausfotos postete, sie nach dem Rotter-Post aus Facebook löschte.

Ach übrigens, liebe Herren Steinmeier, Maas usw.

(gefunden auf Facebook)

Kommentar in der Jüdischen Allgemeine zu Steinmeiers unsäglichem Fehltritt:

Wer am 27. Januar oder am 9. November in Deutschland »Nie wieder!« sagt, aber über das Agieren des Iran und seinen Vernichtungsdrohungen gegenüber Israel hinwegsieht, hat entweder etwas Grundsätzliches nicht verstanden oder handelt verantwortungslos.

 

Die ganze Verlogenheit der Terroristen offenbart

Die argentinische Fußballnationalmannschaft sollte eigentlich am Wochenende ein Freundschaftsspiel in Israel austragen. Die arabischen Terroristen und ihre BDS-Kohorten haben wochenlang dagegen gewütet. Es half nichts.

Jetzt haben die Argentinier das Spiel doch noch abgesagt. Nachdem Jibril Rajoub dazu aufrief Trikots und Bilder von Lionel Messi zu verbrennen, schien das noch völlig folgenlos zu bleiben. Aber es muss noch mehr gegeben haben. Die Spieler müssen nicht nur persönlich bedroht worden sein, sondern auch um das Leben ihrer Familien gefürchtet haben, dass sie das Spiel jetzt nicht mehr machen wollten.

Und nachdem sie also erst mit Mord und Totschlag drohten, vor allem Messi zum schlimmsten Bösewicht der Fußballwelt – „bedanken“ sich die Terroristen jetzt – bei Messi!

Die Friedensbewegung verursacht das Töten von Juden

Die Friedensbewegung der 1930-er machte den Holocaust unausweichlich – unabsichtlich.
Die Friedensbewegung von heute will keine Unfälle mehr – nur den Tod der Juden

Sam Schulman, Jewish World Review, 6. März 2003

Vorbemerkung heplev: Ich denke, dass der Autor in einigen Bereichen etwas über das Ziel hinaus schießt. Aber die Grundtendenz der Einstellung der „Friedensbewegung“ ist überall zu verfolgen – man muss nur die Augen auf machen.

Die Antikriegs-Verbündeten unserer Großeltern ermöglichten den Holocaust – unabsichtlich. Unsere heutigen Antikriegs-Verbündeten wollen die „jüdischen Interessen“ recht gezielt zerstören – und in diesem Prozess das Leben vieler, vieler Juden. Und das ist kein ungewolltes Nebenprodukt guter Absichten – sondern für viele Führer der Friedensbewegung ein wertvolles Ziel.

In den 1930-ern war das nicht ganz so. Wie heute passten sich die freundlichsten Leute, die nachdenklichsten Leute, die fortschrittlichsten Leute, die Leute mit dem höchsten sozialen und moralischem Bewusstsein, kurz gesagt: Leute wie du und ich, den Interessen Hitlers an und brachten den völlig unnötigen Zweiten Weltkrieg über die Welt – der beinahe verloren worden wäre – mit dem Tod von 50 Millionen Menschen. Und obwohl er letztendlich gewonnen wurde, wurde er nicht schnell genug gewonnen, um das Undenkbare – den Holocaust – unvermeidlich zu machen.

In dieser Kategorie von Leuten – den nettesten, den nachdenklichsten, den progressivsten, denen mit dem höchsten Grad an sozialem und moralischem Bewusstsein – ist es nicht Eigennutz, nicht nur die Crème des amerikanischen Judentums zu zählen, sondern vermutlich seine Mehrheit. Es ist keine Eigen-Schmeichelei, denn das Verhalten dieser Leute in den 1930-ern – Unterzeichner von Friedenspetitionen, Unterstützer der Entwaffnung, idealistische Kommunisten und Sozialisten, Anhänger des New Deal, Mitglieder des „Komitees Amerika zuerst“, Unterstützer des Völkerbundes – unterstützten „objektiv“ Hitler. Wie? Die verdammten „einseitige“ Bemühungen ihn dazu zu zwingen, den Versailler Vertrag zu befolgen (oder einseitige Bemühungen Mussolini von der Invasion Äthiopiens abzuhalten) als Kriegstreiberei; indem sie an die Wirksamkeit der Diplomatie glaubten – oder sogar des Gebets – und das der Vorbereitung vorzogen, ermöglichten sie es Hitler, sein Arsenal aufzubauen und sich für den totalen Krieg zu präparieren – extern gegen freie (aber ach so fehlerhafte und unmoralische) Länder, intern gegen die Juden.

Die Päpste der 30-er Jahre – wie der heutige Papst es leider auch tun würde – fügten den Juden mehr Schaden zu, weil sie „Frieden“ wünschten und wollten, als sie es durch eventuell vorhandene antisemitische Gefühle taten.

Es wurde als furchtbar geschmacklos angesehen die Wahrheit über den bevor stehenden Holocaust zu sagen. Als progressive, vom Gewissen getriebene Personen wie Robert Maynard Hutchins von der University of Chicago aktive Unterstützer des „America First“ waren, wurden Zeugenaussagen über die Unzivilisiertheit der Deutschen als Lügen und jüdische Propaganda abgetan. So wurde Bruno Bettelheim, frisch aus Buchenwald und Dachau gekommen, entmutigt, seine Berichte über die Lager vor 1944 zu veröffentlichen.

Die bleibenden Auswirkungen des Antikriegs-Gefühls hatten einen unheilvollen Effekt auf den Verlauf des Krieges selbst; und für das Schicksal der Juden. Politiker wie Roosevelt konnten es sich nicht erlauben, als aktiv eingreifend gesehen zu werden, um die Militärmaschine zur Hilfe besonders für die Juden in Gang zu bringen – weil die Antikriegs-Aktivisten so hart und so erfolgreich dafür gearbeitet hatten, jede jüdische Klage als Eigeninteresse und selbstsüchtigen Versuch zu diskreditieren, die Welt in einen Krieg zu stürzen, nur um ihre eigene, feige Haut zu retten.

Hätte FDR mehr tun können, um die Juden zu retten? Ob er das militärisch hätte tun können oder nicht, die Peaceniks der 30-er Jahre hatten es ihm jedenfalls unmöglich gemacht, es politisch zu tun.

So ist es auch heute – nur schlimmer. Die Kräfte, die mit der Antikriegs-/pro-Saddam-Bewegung in Einklang stehen – die Interessen, die die Antikriegs-/pro-Saddam-Bewegung leiten – und vor allem: Die Stärke, die die Antikriegs-/pro-Saddam-Bewegung aus jüdischen Unterstützern gewinnt – einschließlich, so scheint es, der meisten Juden Hollywoods, den Herausgebern des „Forward“, den Lesern der „New York Times“ – unterstützen objektiv, wenn nicht absichtlich, die Leute, die ihnen schaden, sie tot sehen und total eliminieren wollen.

Sprache hat ihre Bedeutung geändert. Vor drei Jahren meinten die, die sagten, sie seien anti-israelisch, aber nicht antisemitisch, dass sie gegen bestimmte Maßnahmen der israelischen Regierung waren, die diese traf um seine Zivilisten gegen Terroristen zu verteidigen. Zu sagen, dass man antiisraelisch, aber nicht antisemitisch ist, bedeutet heute im Allgemeinen, dass man – wenn man ein Moderater ist – gegen die Existenz Israels als selbstbestimmter jüdischer Staat dort ist, wo es seit über einem halben Jahrhundert besteht. Wenn man aber wirklich progressiv ist, bedeutet es, dass man gegen die Annahme ist, dass es Juden erlaubt sein sollte, als Individuen in Palästina zu leben, wo sie seit über zwei Jahrtausenden frei lebten und kamen und fort gingen und dass sie statt dessen mit Gewalt dort entfernt und enteignet werden sollten.

Jetzt könnte man darüber streiten, ob diese Haltung richtig sein könnte. Und wen man einen der Führer der Antikriegs-Bewegung dazu befragt, wird man Argumente dafür hören – wie man sie auch von den führenden Geistlichen der Mainstream-Protestanten hören würde – aber man kann kaum behaupten, dass die moderaten oder progressiven Versionen nicht als antisemitisch angesehen werden sollten. Progressive, Friedfertige, Bewusste, gut Meinende – und eine Politik, die, wird ihr erlaubt Einfluss zu gewinnen, in der Enteignung und Abschlachtung von Juden enden wird – eher früher als später.

Lasst uns also Platz schaffen in den Ausstellungsräumen der über die Welt verstreuten Holocaust-Museen, für einige der Namen, die jetzt zweifelsohne auf der Liste der Spender stehen. Die Vorfahren der heutigen Friedensdemonstranten aus den 30-er Jahren erlaubten den Nazis (und ihrem teuflischen Gegenteil, den Kommunisten) zu erblühen und ein genau ausgearbeitetes Mord-Programm zu beginnen.

Unter dem Friedensprogramm, das wir heute erleben, ist dem Baathismus, dem mörderischen Nachfahren des Nationalsozialismus, ein lebenswichtiger Raum zum Atmen gegeben worden. Wenn die Friedensmarschierer ihren Willen bekommen, würde er weiter an Stärke zunehmen, bis er ungefährdet gegen Israel und die Türkei losschlagen kann; er würde die Terrorzellen bei uns bewaffnen, während er gleichzeitig die eigenen Intellektuellen, die Schiiten, assyrischen Christen, Kurden und andere Anhänger von für vogelfrei erklärten Religionen, Rassen oder politischen Ansichten ins Gefängnis wirft, ins Krankenhaus und ins Grab.

Vor langer Zeit zeigte Orwell auf: Pazifismus angesichts des bewaffneten Bösen ist das Gleiche wie blinde Verehrung der Macht. Für die Mitglieder unserer „Rasse“ – der historischen Opfer so vieler Dinge – würde es katastrophal sein, denselben Fehler zweimal zu machen und das Schicksal unserer Kinder in die Hände dieser traurigen Komplizen-Pazifisten legen.