„Klima-Holocaust“

Auf twitter wird – mal wieder – der Holocaust missbraucht. Es spricht Bände über die Jugend-Klima-Bewegung, wie hier mit der Schoah umgegangen wird.

„Klima-Holocaust“ (Teil 2 des Threats) – das ist Holocaust-Revisionismus ohne Ende.

Nachtrag: Der Twitterer ist18 Jahre alt, Schüler, Kandidat der Partei Die Linke für die Bürgerschaftswahlen. Wenn das denn stimmt, denn das Twitter-Profil ist offenbar Fake.

Reinwaschen judenfeindlicher Taten: Von Holocaust bis Antisemitismus

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Eine regelmäßig vorkommende Verzerrung des Holocaust besteht nicht nur im Reinwaschen krimineller Taten, sondern auch in Versagen. Dieses Phänomen zu analysieren kann uns viel zu ähnlichen Erfahrungen in der zeitgenössischen Gesellschaft lehren. Die Ermordung von sechs Millionen Juden und andere, damit verbundene Verbrechen war so horrend, dass viele Staaten und Einzelpersonen heldenhaft versucht haben ihre Rolle bei diesen Ereignissen zu verfälschen.

Der Wunsch die Verantwortung zu bestreiten führte zu massiven Beschönigungen der Geschichte. Ein paar Beispiele dessen, was passierte, werden hier beschrieben. Das kommunistische Ostdeutschland trennte zwischen dem kriminellen Hitler-Regime und dem deutschen Volk. Es behauptete tatsächlich, dass die Massen, die für die Nazis stimmten und Hitler Beifall klatschten und sich dessen krimineller Taten und Absichten bewusst waren, seien unschuldig gewesen.[1]

In Westdeutschland wurde von vielen lange behauptet, dass die Massenmorde an Juden während des Holocaust nur von der SS und der SA verübt wurden. Es wurde ebenfalls behauptet, dass sie in vielen besetzten Ländern von Einheimischen unterstützt wurden. Zu bestreiten, dass die reguläre deutsche Armee, die Wehrmacht, an den Massenmorden nicht beteiligt gewesen sei, war hingegen falsch.

Es sollte nach dem Krieg vierzig Jahre dauern, bis eine vom Hamburger Institut für Sozialforschung zusammengestellte Ausstellung die Beteiligung der Wehrmacht an der aktiven Ermordung der Juden sowie an vielen anderen Verbrechen aufdeckte.[2] Martin Heidegger, ein deutscher Nazi, war vermutlich Europas führender Philosoph der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er machte die „Moderne“ für das deutsche Verbrechen des Holocaust verantwortlich.[3] Das war eine intellektuelle Weise die deutsche Verantwortung für die riesigen deutschen Verbrechen herunterzuspielen.

Ein Vorfall des Reinwaschens, der viel Öffentlichkeit erhielt, ist der Fall Kurt Waldheim, der von 1986 bis 1992 Präsident Österreichs war. Vor dem Krieg war Waldheim Mitglied eines SA-Reiterkorps. Er hatte zudem eine bedeutende Rolle in Militäreinheiten, die Kriegsverbrechen begingen, auch wenn er persönlich keine Kriegsverbrechen befahl oder beging. Im Verlauf der Jahre entwickelte er eine umfassende Strategie der Leugnung der ausschlaggebenden Fakten.

Auch während der Zeit des Holocaust hat es viel Reinwaschen von Taten gegeben, die nicht mit Verbrechen zusammenhängen. Ein wichtiges Beispiel betrifft den US-Präsident im Krieg, Franklin D. Roosevelt. Die Bibliothek zu seinem Gedenken in New York machte lange das Außenministerium für das Nichtstun der USA in der Zeit des Holocaust verantwortlich. Das war ein typischer Fall von Reinwaschung durch Ablenkung der Verantwortung auf andere.

Ein weiteres Beispiel extremen Reinwaschens, in das die USA verwickelt sind, gab es 1985. Der deutsche Bundeskanzler Helmut  Kohl lud US-Präsident Ronald Reagan ein den Militärfriedhof in Bitburg zu besuchen. Auf den ersten Blick schien es so, dass dort nur Soldaten und Offiziere der Wehrmacht beerdigt waren. Wie schon erwähnt, war die Wehrmacht an abscheulichen Massenmorden an Juden beteiligt. Der Besuch war damit ein Initialversuch des Reinwaschens. Kurz nach Ankündigung des Besuchs wurde bekannt, dass die Fakten weit schlimmer waren. Auf diesem Friedhof waren auch Waffen-SS-Mitglieder beerdigt.

In seinen Memoiren widmet Elie Wiesel der Affäre Bitburg ein ganzes Kapitel.[4] Er fasst das Wesen dieses Reinwaschungsprozesses zusammen: „Die deutsche Taktik war offensichtlich; die SS reinzuwaschen. Es ist der letzte Schritt in einem sorgfältig konzipierten Plan. Zunächst einmal rehabilitierte Deutschland die „zahme“, „unschuldige“ Wehrmacht. Und jetzt war, dank Kohl, die SS an der Reihe. Zu allererst die „Guten“. Und dann könnten die anderen an der Reihe sein. Und sobald die Tür einmal offen war, würden auch die Folterer und die Mörder aufgenommen.“[5]

Antijüidsche Hetzer vor dem Krieg brauchten Antisemitismus nicht reinzuwaschen. Hass zu schüren war innerhalb der Kultur vieler europäischer Länder eine akzeptierte Einstellung. Nach dem Holocaust war der klassische Antisemitismus nicht länger politisch korrekt. Das schuf die Notwendigkeit den Judenhass reinzuwaschen.

Für das Reinwaschen gab es viele Techniken. Sie sind im Verlauf der Zeit mehr oder weniger dieselben. Die Analyse, wie sie auf bedeutende, begangene Verbrechen angewendet werden, ermöglicht es die wesentlichen Punkte dieser Methode zu verstehen. Wir erleben dieselben Techniken heute in aktiver Verwendung. Ein Beispiel unter vielen sind die zahlreichen Versuche den manchmal extremen und alles andere als unbedeutenden Antisemitismus in der britischen Labour Party zu beschönigen.

Zur Verurteilung Israels durch viele westliche Länder gehört Reinwaschung. Die implizite Idee lautet hier: „Wir verurteilen euch, weil wir moralisch sind und weil ihr unmoralische Taten begeht.“ Untersucht man das, wird klar, dass die unmoralischen Taten, welche auch immer Israel begangen haben könnte, oft im Vergleich zu den Taten derer, die Israel verurteilen, unbedeutend sind.

Zu den Mitgliedern des UNO-Menschenrechtsrats gehören kriminelle Diktaturen. Dieses Gremium ist angeblich für die Förderung und den Schutz aller Menschenrechte weltweit zuständig. Fakt ist, dass die Mitglieder des Rats weithin von Ermittlungen zu Menschenrechtsverbrechen in ihren Ländern ausgenommen sind.

Reinwaschungstechniken sind so zahlreich, dass nur ein paar wenige hier angeführt werden können. Die aktuellen Statistiken zu antisemitischen Vorfällen in Deutschland werden enorm verzerrt. Die Vorfälle, bei denen die Täter unbekannt sind, werden der Rechten zugeschrieben. Es hat sogar verzerrte Studien gegeben, die behaupten, dass muslimische Migranten in Deutschland nichts zum Antisemitismus beitragen. Doch die Ergebnisse einer großen Studie jüdischer Wahrnehmungen von Antisemitismus in zwölf europäischen Ländern von 2018 durch die Agentur für Grundrechte zeigen, dass Muslime zu den führenden Tätern bei antisemitischen Vorfällen gehören.[6]

Es gibt sehr wenige Forschungsinstitutionen, die Antisemitismus angehen. Damit erhält ein scheinbar zweitrangiges Thema wie das Reinwaschen des Schürens von Hass in der Literatur zu Antisemitismus keine systematische Aufmerksamkeit, ganz zu schweigen von den allgemeinen Medien. Dieses Fehlen von Aufmerksamkeit macht es den Weißwäschern leicht ihre schmutzige Arbeit fortzusetzen.

[1] Thomas Haury: Current Anti-Semitism in East Germany. Post-Holocaust and AntiSemitism, 59, 1. August 2007.

[2] Reemtsma schließt die umstrittene Wehrmacht-Ausstellung. Die Welt, 5. November 1999.

[3] Clemens Heni: Secondary Anti-Semitism: From Hard-Core to Soft-Core Denial of the Shoah. Jewish Political Studies Review, Vol. 20, Nr. 3–4 (Herbst 2008)

[4] Elie Wiesel: And the Sea Is Never Full: Memoirs. 1969. New York (Alfred A. Knopf) 1999, S. 224–250.

[5] ebenda, S, 234.

[6] https://fra.europa.eu/en/publication/2018/2nd-survey-discrimination-hate-crime-against-jews

Rapide Zunahme des Holocaust-Missbrauchs

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte hat der Missbrauch des Holocaust allmählich zugenommen. Allerdings hat sich während der letzten zwei Jahre die Zahl dieser Entstellungen ziemlich unbeachtet weit schneller erhöht. Holocaust-Missbrauch hat zudem mehrere weitere Bereiche der Mainstreamgesellschaft durchdrungen.

Manipulation der Wahrheit könnte durchaus ein beträchtlicher Bestandteil des Diskurses zum Holocaust werden. Das wird umso wahrscheinlicher geschehen, als die überlebenden Holocaustopfer immer älter werden. In einer zunehmend chaotischen Welt ist schwer zu erkennen, wie dieser Trend aufgehalten werden kann.

Da es keine systematische Beobachtung des Holocaustmissbrauchs gibt, erkennt kaum jemand, dass die Zahl der Vorfälle stark zugenommen hat. Als ich 2009 mein Buch „The Abuse of Holocaust Memory: Distortions and Responses”[1] publizierte, war es noch möglich fast alle Entstellungen in acht eindeutige Kategorien einzuordnen.

Vor dieser Zeit hatten die Medien und die Öffentlichkeit den Fokus auf Holocaust-Leugnung gelegt. Das ist nicht die extremste Kategorie von Holocaust-Missbrauch. Holocaust-Umkehr ist eine hinterhältige Kategorie. Eine in dieser Kategorie verwendete wichtige Parole lautet, dass Israel sich gegenüber den Palästinensern so verhält, wie es die Nazis gegenüber den Juden taten.

Seit 2009 sind nicht nur die Grenzen zwischen Kategorien des Holocaust-Missbrauchs unscharf geworden. Es gibt auch neue Variationen. Auf eine besonders verschlagene hat der israelische Völkermordforscher Israel Charny hingewiesen. Er hat veranschaulicht, dass Fachbereichen für Holocaust-Forschung an verschiedenen, auch israelischen Universitäten „eine ganze Reihe Wissenschaftler angehört, die Holocaust-Leugnung oder -Verniedlichung frönen und die gemäß aller Regeln und Konventionen der akademischen Welt in ihrer Gesamtheit in gutem Glauben handeln.“

Charny nannte die University of Sussex in Großbritannien ein „Zentrum der Holocaust-Entstellung“. Ein Wissenschaftler dort veröffentlichte einen Artikel, in dem er behauptete Hitler habe sich nicht ausdrücklich gegen Juden gerichtet, sondern: „Das war Teil eines größeren Programms, das diejenigen beseitigen wollte, die dem expandierenden deutschen Lebensraum im Weg waren“.[2] Die Entstellung an Universitäten zeigt sich auch auf weit primitivere Weise: „Zionisten sollten in die Gaskammer geschickt werden“, wurde auf einen Bürgersteig am Campus der University of California in Berkeley gemalt.[3]

In der Europäischen Union wurde 2015 ein Beamter aus Malta antisemitischer Hassrede und Angriff auf eine EU-Angestellte beschuldigt. Er pries in einer Tirade den faschistischen italienischen Diktator Benito Mussolini und versuchte die Frau zu würgen, von der er fälschlich annahm, sie sei Jüdin. Er sagte: „Dreckige Jüdin… Hitler hätte alle Juden ausrotten sollen, so wie sie heute die Palästinenser ausrotten.“[4]

Oberrabbiner Binyamin Jacobs, der Leiter des niederländischen orthodoxen Rabbinats, sagt, wenn in Israel etwas passiere, dann brüllten Leute ihn an: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“ Er sagte auch, dass niederländische Jugendliche während einer seiner Reden beim Gedenktreffen für niederländische Holocaustopfer „Heil Hitler“ riefen.[5]

Jeremy Corbyn, seit zwei Jahren Parteichef der britischen Labour Party, ist regelmäßig mit dem Holocaustleugner Paul Eisen in der Öffentlichkeit aufgetreten. Dieser schrieb, dass Corbyn „an jeder einzelnen der jährlichen Veranstaltungen seiner Organisation teilnahm und der Gruppe sogar Geld spendete“.[6]

Ein wichtiger Fall von Holocaust-Entstellung betrifft den polnischen Holocaust-Revisionismus. Seit Beginn dieses Jahrhunderts hat es bedeutende Enthüllungen zu massiven Verbrechen gegeben, die von Polen während des Holocaust an Juden begangen wurden. Die zwei wichtigsten Forscher, die dies aufzeigten, sind Jan Gross und Jan Grabowski. Grabowski erklärt, seine Forschungsarbeiten zeigen, dass während des Holocaust 200.000 Juden von Polen getötet wurden. Die polnische Regierung versucht diese Tatsachen zu bestreiten.[7]

Man sollte auch nicht die Augen vor dem Missbrauch des Holocaust durch Juden verschließen, der zuzunehmen scheint. Eine der schlimmsten Beleidigungen für einen Juden besteht darin einen anderen Juden zu beschuldigen ein Nazi zu sein. Der sephardische Oberrabbiner von Jerusalem und ehemalige Oberrabbiner Israels, Schlomo Amar, sagte, Reformjuden seien schlimmer als Holocaustleugner.[8]

Man kann hunderte, wenn nicht tausende weiterer Beispiele von Holocaust-Missbrauch der letzten Jahre finden. Schon vor der Ausbreitung der sozialen Medien war es bereits schwierig einen kompletten Überblick des Holocaust-Missbrauchs zu bekommen. Die Zersplitterung des kollektiven Gedächtnisses der westlichen Welt hat seine weitere Entstellung des ermöglicht. Gleichzeitig scheint die Erwähnung des Holocaust in einem anwachsenden historischen Vakuum zuzunehmen statt zu verblassen, wie es gewöhnlich mit Ereignissen der Vergangenheit geschieht.

Die Zahl der Vorfälle ist heute derart groß, dass sogar Trends unbemerkt bleiben könnten. Das Thema bereitet genug Sorgen, dass man ihm weit mehr Aufmerksamkeit widmen müsste. Der nächste Schritt sollte sein, dass Holocaust-Gedenkinstitutionen anfangen systematisch und professionell solchen Missbrauch in ihren Ländern zu beobachten und zu kategorisieren. Auf einer internationalen Basis scheint Yad Vaschem die logische Wahl zu sein, um einen solchen Schritt zu initiieren und zu koordinieren.

[1] Der Missbrauch der Holocaust-Erinnerung: Entstellungen und Reaktionen

[2] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/21517

[3] www.jpost.com/Diaspora/University-of-California-rules-not-to-equate-anti-Zionism-with-religious-bigotry-449068

[4] http://www.maltatoday.com.mt/news/court_and_police/56771/maltese_ec_official_facing_serious_charges_for_antisemitic_aggression_in_brussels_bar

[5] Interview mit Oberrabbiner Binyomin Jacobs, in: Manfred Gerstenfeld Het Verval. Amsterdam (Van Praag) 2010).

[6] http://www.dailymail.co.uk/news/article-3187428/Jeremy-Corbyn-s-links-notorious-Holocaust-denier-revealed.html

[7] www.haaretz.com/world-news/europe/.premium-1.770707

[8] www.jpost.com/Israel-News/Reform-Jews-are-worse-than-Holocaust-deniers-says-Chief-Rabbi-of-Jerusalem-504372

 

Originelles Denken: Missbrauch des Holocaust zur Verleumdung Israels

Der internationale Holocaust-Gedenktag sollte als Erinnerung daran dienen, dass – wenn wir unsere Wachsamkeit nicht aufrecht erhalten und nicht die in Holocaust-Begriffen abgefasste Verbreitung von antiisraelischen Verleumdungen verhindern – dieselbe Bedrohung, die unsere Vorfahren in Europa verzehrte, uns in unserer Heimat in der tödlichen Umsetzung der Delegitimierung verzehren könnte.

Barry Shaw, Jerusalem Post, 28. Januar 2013

Holocaustgedenken sollte die Opfer ehren, doch in jüngerer Zeit ist sein Gebrauch von den Feinden der Juden und des jüdischen Staates pervertiert worden; und in seiner pervertierten Form wird es als Keule zur Dämonisierung und Delegitimierung Israels, des jüdischen Staates, verwendet.

Als der Großmufti von Jerusalem, Hadsch Amin al-Husseini, sich beeilte Adolf Hitler seiner Treue zu versichern, machte er das aus einem antisemitischen Wunsch heraus die palästinensischen Juden zu vernichten und sie durch eine arabische Nation zu ersetzen.

Palästina war eine öde ottomanische Provinz, die vom zionistischen Vorhaben der Schaffung einer legitimen nationalen Heimstätte des jüdischen Volkes wiederbelebt wurde; der Völkerbund machte es 1922 zu einem einhelligen und juristisch für Recht erkannten Fakt. Spulen wir auf heute und die zahlreichen Äußerungen von PA-Präsident Mahmud Abbas vor, die vor Antisemitismus nur so dampfen.

Abbas erhielt seinen Doktortitel vom Oriental College in Moskau für Holocaustleugnung, die auf einer wirren Idee gründet, dass die Zionisten (Juden) mit den Nazis bei der Ermordung von Juden kooperierten. 1983 schrieb er das Buch „Die geheime Beziehung zwischen dem Nationalsozialismus und der zionistischen Bewegung“, in dem er behauptete die Gaskammern der Nazis seien nicht genutzt worden um Juden zu töten, sondern nur um sie zu desinfizieren. Er reduzierte die Zahl der im Holocaust getöteten Juden auf 890.000 und theoretisierte weiterhin, dass sie als gemeinsamer Einsatz von jüdischen Führern und den Nazis ermordet wurden.

In der sich verschlimmernden, antisemitischen Verschwörungstheorie schreibt Mahmud Abbas, dass Adolf Hitler sich erst entschloss Juden zu töten, nachdem David Ben-Gurion ihn dazu provozierte, indem er 1942 „den Nazis den Krieg erklärte“.

Die Feststellung ist interessant, dass die BBC in ihrem Profil von Abbas dessen Holocaustleugnung vertuscht. Sie beschreibt ihn als „einen hoch intelligenten Mann, der in Ägypten Jura studierte, bevor er in Moskau promovierte. Er ist Autor mehrerer Bücher…“ Das Profil versäumt es die These seiner Dissertation oder das Themen seiner Bücher zu beschreiben.

Die New York Times nennt Abbas „einen Rechtsanwalt und Historiker. Er hat einen Doktortitel in Geschichte vom Oriental College in Moskau. Sein Thema war der Zionismus.“ „Zionismus“ und nicht „Holocaustleugnung“.

Der unverhohlen antisemitische Mahmud Abbas wird „moderat“ genannt. Und das trotz der Tatsache, dass er wiederholt sagte, er werde den jüdischen Staat nie anerkennen, „nicht mal in tausend Jahren“. Er hat außerdem einen Palästinenserstaat gefordert, in dem nicht ein einziger Jude die Staatsbürgerschaft erhalten darf, was damit einen Palästinenserstaat zum ersten offiziell „judenreinen“ Staat seit Nazideutschland machen würde.

Die Jerusalem Post veröffentlichte am 22. Januar einen Bericht von Khaled Abu Toameh und Herb Keinon, in dem Mahmud Abbas in einem Interview mit Al-Mayadin (ein mit der Hisbollah und dem Iran verbundener libanesischer Fernsehsender) zitiert wird; dort sagte er, die zionistische Bewegung habe vor dem Zweiten Weltkrieg Verbindungen mit den Nazis gehabt.

Abbas behauptet er habe „70 weitere Bücher, die ich immer noch nicht veröffentlicht habe“ zu den angeblichen Verbindungen der zionistischen Bewegung zu den Nazis. „Ich fordere jeden heraus sie Beziehung zwischen dem Zionismus und den Nationalsozialismus in Abrede zu stellen“, sagte Israels „moderater Friedenspartner“.

Wundert es, dass Verfechter der palästinensischen Sache in die Nutzung von Holocaust-Bildsprache verfallen, um Israel zu verleumden und einen obszöne Metapher zu schaffen, die Israel als Nazis und die Palästinenser als Holocaust-Juden anordnet? Die Äußerung des britischen Liberaldemokraten und Parlamentariers David Ward, dass „Juden, die während des Holocaust Stufen der Verfolgung erlitten, innerhalb von ein paar Jahren der Befreiung aus den Todeslagern auf täglicher Basis Gräueltaten an den Palästinensern in der Westbank und dem Gazastreifen begehen“, ist vollgestopft mit antisemitischen Anschuldigungen. Da haben wir es: Juden verließen die Konzentrationslager und begannen fast sofort die palästinensischen Araber zu verprügeln, verhungern zu lassen und hinzurichten, so Wards Hirngespinst.

Ward zog auch nicht zurück, als er mit der Empörung aus seiner Partei konfrontiert wurde. In einer lahmen Verteidigung sagte er: „Nun, ich beschuldige die Juden, die das taten. Wenn Sie ein Jude sind, der das nicht tat, dann beschuldige ich Sie nicht.“

Beachten Sie den ständigen Verweis auf die Juden – nicht die Israelis. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass er Antisemit ist.

Was ich an diesem Vorfall verstörend fand ist, dass diejenigen, die Ward dafür verurteilten, dass er die Juden mit dem Holocaust und das Palästinenserproblem nebeneinander stellte, nichts unternahmen um zu zeigen, dass weder die Juden noch Israel die Palästinenser in irgendeiner Weise, Gestalt oder Form so behandeln, wie die Nazis mit den Juden umgingen.

Niemand zeigte ihm, dass die Palästinenser, wären sie nicht derart durchdrungen von ihrer antisemitischen Ablehnung neben einem jüdischen Staat zu leben und nicht so leidenschaftlich geschworen hätten den jüdischen Staat aus ihrer Mitte zu entfernen, heute längst ihren eignen Staat haben würden.

Der Einfluss des Holocaust auf den arabisch-israelischen Konflikt positioniert Israel als die bösen Nazis, während gleichzeitig die Islamisten und die palästinensischen Araber Nazidoktrin und Drohungen gegen Israel zur Anwendung bringen. Hören Sie dem Iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zu und lesen Sie die Chara der Hamas und die der PLO, dann begreifen Sie die Wahrheit.

Dämonisierung und Bilder nach Art von Goebbels werden von pro-palästinensischen, anti-Israel-Gruppen regelmäßig in Wegwerfparolen benutzt, die die antisemitischen Wurzeln ihrer Sache offenlegen.

Greta Berlin, Gründerin der „Free Gaza“-Bewegung, ist eine Antisemitin und hat in ihren Bemühungen Israel in Nazi-Kleidung zu hüllen oft Holocaust-Parallelen genutzt. Auf ihrer „Free Gaza“-Facebookseite erschien ein Video, das die Botschaft im Titel führte, „Zionisten betrieben die Konzentrationslager und halfen bei der Ermordung von Millionen Juden“. Unter diesem Video erschien die folgende Botschaft: „Das Wort ‚Nazi‘ ist eine Kombination aus Nationalsozialistischer Partei und Zionistischer Partei“.

Als sie von anderen pro-palästinensischen Organisationen bedrängt wurde, die von dieser offenen Zurschaustellung von Antisemitismus peinlich berührt waren, gab sie eine dürftige Ausrede von einem „technischen Fehler“ ab und behauptete, ihre Kritiker betrieben „eine Hexenjagd“.

Auf einer pro-palästinensischen „Our Land“-Facebookseite postete Greta Berlin eine personalisierte Einführung zur zionistischen Kollaboration mit den Nazis: „Endlich kommen Menschen die bestätigen, was viele von uns seit vielen Jahren gewusst haben. Nicht nur das: Der Holocaust wurden von den Zionisten ausgebeutet, um Israel zu schaffen, doch bekam das – weitgehend – Hilfe, wurde angestiftet und zu einem großen Teil von ihnen geschaffen, um eine unvermeidliche Welle der Weltmeinung für die Gründung einer ‚sicheren Zuflucht‘ zu schaffen.“ Lassen Sie mich das wiederholen. In ihren eigenen Worten schrieb sie: „Viele von uns haben seit vielen Jahren gewusst … dass der Holocaust von den Zionisten [Juden] ausgenutzt wurde um Israel zu schaffen.“ Damit machte sie sich nicht nur zu einer fanatischen Antisemitin, sondern wiederholte auf gespenstische Weise die Gedanken und Worte des Mahmud Abbas, der oft als Israels vernünftiger und moderater Friedenspartner dargestellt wird.

Von mir in einer Fernsehdebatte vor kurzem gefragt, gab Greta Berlin zusammen mit einem Araber namens Rami aus Lod (Israel) und Mahmud aus Amman (Jordanien) zu, dass ihre individuellen Lösungen für das Problem dieselbe war: ein Palästinenserstaat anstelle von Israel. Tief im Herzen derer, die Holocaust-Metaphern nutzen, steckt der Traum Israel abzuschaffen; die Endlösung des jüdischen Problems im Nahen Osten.

Auf Grundlage ihre jüngsten Geschichte, Äußerungen und Taten schlage ich vor, dass Israels Feinde einen Blick in den Spiegel werfen um um sehen, wer die Judenhasser von heute sind und wer sich wie die modernen Nazis verhält.

Der internationale Holocaust-Gedenktag sollte als Erinnerung daran dienen, dass – wenn wir unsere Wachsamkeit nicht aufrecht erhalten und nicht die in Holocaust-Begriffen abgefasste Verbreitung von antiisraelischen Verleumdungen verhindern – dieselbe Bedrohung, die unsere Vorfahren in Europa verzehrte, uns in unserer Heimat in der tödlichen Umsetzung der Delegitimierung verzehren könnte.