Wann ist eine humanitäre Krise nicht wichtig? Dann, wenn Israel Teil der Lösung ist.

Aron White, UK Media Watch, 28. Dezember 2017

Israel wird oft ein einem einzigartig schlechten Licht dargestellt, mit wenigen positive Geschichte, um ein ansonsten negatives Bild auszugleichen. Diesen Monat gab es ein neues Beispiel dieses Phänomens; eine positive Geschichte über Israel, die objektiv verdiente in die Nachrichten zu kommen, wurde in Großbritannien überhaupt nicht berichtet.

Eines der dringendsten Themen in der Entwicklung der Dritten Welt ist die Notwendigkeit mehr Menschen in Afrika mit Strom zu versorgen. Heute gibt es 600 Millionen Afrikaner, die keinen Strom haben und das hat enorme Auswirkungen auf ihre Lebensqualität und Figur-Probleme. Studenten lernen bei Kerzenlicht, ganze Dörfer haben nicht die Möglichkeit lebenswichtige medizinische Versorgung  zu bekommen, die Kühlung benötigen und ohne die Mittel einen Computer aufzuladen ist man vom Internet und den Perspektiven, die es bietet kann, abgeschnitten. In einer machtvollen Anekdote beschrieb ein Feldforscher, wie sie in der ersten Nacht auf der Reise zu einer bestimmten afrikanischen Stadt durch die gesamte Stadt fuhren, bevor sie erkannten, dass sie angekommen waren, weil es keine Straßenlaternen oder Licht irgendeinem Haus gab. 600 Millionen Afrikaner leben in Dunkelheit.

Dieses Thema hat während der letzten Jahre umfassende Medienberichterstattung erhalten. Im Economist kann man hier, hier, hier und hier Artikel finden. Im Guardian kann man hier, hier, hier, hier und hier Artikel über die Notwendigkeit lese Afrika mehr Strom zu verschaffen.

2013 wurde in von Präsident Obama dieser Sache ein wichtiger Schritt vorwärts unternommen; er verkündete das Programm „Power Africa“, ein mit $7 Milliarden ausgestattetes US-Regierungsprogramm (geführt von der regierungseigenen Hilfsorganisation USAID). Power Africa zielt darauf bis 2030 60 Millionen weitere afrikanische Haushalte mit Strom zu verbinden; das soll durch Finanzierung, technische Hilfe, Aufbau von Kapazitäten und mehr geschehen, außerdem sollen Privatinvestitionen in den afrikanischen Energiesektor gewonnen werden. Das Projekt „Power Africa“, 2016 durch den Kongress als Gesetz verabschiedet, wird – mit den Worten von Barack Obama – „Licht ins Dunkel bringen und die Energie, die gebraucht wird um die Menschen aus Armut zu holen“.

Am 4. Dezember diesen Jahres gab es in dieser Sache eine weitere bedeutsame Entwicklung. Israel schloss sich dem Projekt Power Africa an, um in Zusammenarbeit mit der US-Regierung und afrikanischen Staaten eine Energielösung für Afrika zu finden. Bei der Veranstaltung, an der der US-Botschafter und viele afrikanische Staatsoberhäupter teilnahmen, sagte Premierminister Netanyahu: „Jedes Mal, wenn eine afrikanische Mutter das Licht oder einen Kocher für etwas Wasser für ihre Kinder anmacht, wird ein Teil Israels dort sein. Es ist eine große, großartige Entwicklung.“

Israelische Firmen und Wohltätigkeitsorganisationen sind bereits höchst aktiv dabei in Afrika Energie-Lösungen zu schaffen. Die israelische Firma Energiya Global liefert derzeit 6% des Stroms für Ruanda und wird in ein paar Jahren 15% des Strom für Burundi liefern. Innovation: Afrika, eine israelische  Wohlfahrtsorganisation, hat mehr als einer Million Menschen israelische Solar- und Wassertechnologie gebracht.

Diese Beziehung wird auf eine neue Ebene gehoben, weil die israelische Regierung jetzt eine Partnerschaft mit dem mächtigsten Land der Welt eingeht, um Dutzenden Millionen Afrikanern Strom zu liefern.

Doch irgendwie gab es in den Medien dazu keine Berichterstattung. Das ist eine bedeutende Entwicklung im Umgang mit einer zentralen humanitären Frage, die in den letzten Jahren regelmäßige Berichterstattung gesehen hat. Aber wenn Israel involviert ist, verfallen die Stifte in Schweigen. Warum gibt es eine Aversion dagegen etwas Positives über Israel zu berichten?

Israel wird oft einzig durch die Linse von Konflikt dargestellt. (Das einfachste Beispiel dieser konfliktzentrierten Sicht sieht man auf dem Israel-Profil der BBC; das Profil nennt nicht einen einzigen Israeli, leben oder tot, auch keine einzige israelische Leistung oder Beitrag für die Welt, sondern nennt das Wort Palästinenser fünfzehnmal und Gaza achtmal.) Aber ist ist viel mehr als ein Land mit nur einem Thema. Israel hilft an so vielen Orten überall auf der Welt – Verbrechensbekämpfung in Honduras, landwirtschaftliche Hilfe in Indien, Dürrevorbeugung in Kalifornien, Behandlung tausender verletzter Syrer und vieles mehr. Solch wichtige Storys wie israelische Bemühungen Millionen Afrikanern Strom zu bringen, ist kein anständiges journalistisches Verhalten. Über Israel sollte fair berichtet und seine Leistungen gebührend festgehalten und gefeiert werden.

Gazas humanitäre Krise ist Fake News

Prof. Hillel Frisch, BESA Center Perspectives Paper Nr. 503, 20. Juni 2017

Surfer im Gazastreien; Foto: proIsraeli (via Flickr CC)

Kurzfassung:
Eines der am weitesten verbreiteten Märchen zum Gazastreifen ist, dass er sich in Armut suhlt und als Ergebnis der israelischen und ägyptischen Blockade auf ewig am Rande einer humanitären Krise steht. Allerdings legen Indikatoren wie Lebenserwartung, Importwachstum und Strombedarf nahe, dass Lebensstandard im Gazastreifen steigt, nicht abnimmt. Würde sich eine echte humanitäre Krise ankündigen, wäre die Lösung einfach: Entwaffnet die  Hamas und leitet ihre beträchtlichen Ausgaben für den Terrorismus in die Verbesserung in das Wohlergehen der Einwohner des Gazastreifens um.

Das Internet und die sozialen Medien haben die Erschaffung, zügige Verbreitung und endlose Fortsetzung von Mythen zum Teil des politischen Lebens gemacht. Eines der am weitesten verbreiteten Märchen lautet, dass der Gazastreifen sich in Armut suhlt und als Ergebnis der israelischen wie ägyptischen Blockade auf immer am Rande einer humanitären Katastrophe steht.

Es gibt keinen Mangel an überzeugenden Beweisen, um diesen Mythos zu widerlegen. Die Lebenserwartung zum Beispiel korreliert enorm mit dem guten Leben. Japan, Singapur und Norwegen führen die Welt bei der Lebenserwartung an. Am Ende de Liste findet man Länder im Subsahara-Afrika und Südost-Asien, zum Beispiel Bangladesch.

Die Mythenproduzenten wollen sie Glauben machen, dass der Gazastreifen auch eher am Ende der Liste steht, aber so ist es nicht. Ganz im Gegenteil. Die Lebenserwartung im Gazastreifen liegt mit 74 Jahren (2010 waren es 68) über dem Weltdurchschnitt und dem der arabischen Taaten. Das bedeutet, dass mehr als 3,8 Milliarden Menschen ein kürzeres – und vermutlich unsanfteres – Leben haben als die Menschen im Gazastreifen.

Der Unterschied in der Lebenserwartung im Gazastreifen und denen am Ender der Liste ist sogar ziemlich atemberaubend. Die Lebenserwartung in Angola, Sierra Leone, Somalia, Elfenbeinküste und anderen Länder reicht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation von 50,1 bis 55 Jahren.

Wäre der Gazastreifen auf der Liste, würde auf Rang 86 von 189 Ländern stehen. Das würde ihn an die Seite von Paraguay und Samoa stellen, kaum Staaten, die Bilder von elender Armut heraufbeschwören. Aber warum auf Fakten zurückgreifen?

Vielleicht, könnte man argumentieren, ist die Lebenserwartung im Gazastreifen eine Laune des Schicksals. Oder vielleicht nimmt sie infolge der dem Gazastreifen auferlegten Blockade ab. Die Blockade wurde eingerichtet, weil die Hamas – die mörderische Terrororganisation, die vor zehn Jahren die Macht im Gazastreifen übernahm – sich auf die Bombardierung von Bussen voller israelischer Bürger, das Abschießen von Raketen aus Krankenhäusern (wessen die Vereinigten Arabischen Emirate die Hamas beschuldigte) und das den Start von Angriffen gegen israelische zivile Viertel spezialisierte.

Realitätscheck: Die Lebenserwartung im Gazastreifen hat nicht abgenommen und die Blockade gibt es nicht mehr. Vor der kurzen Beschränkung des Warenflusses in den Gazastreifen durch Israel im Jahr 2007 gingen monatlich aus Israel 10.400 mit Waren beladene LKW in den Gazastreifen (Zahlen des OCHA, der bitter antiisraelischen UNO-Organisation). 2016 querten monatlich 14.460 LKW mit Erzeugnissen von Israel in den Gazastreifen, eine Zunahme von 34,6% gegenüber der Einsetzung der sogenannten Blockade. Das bedeutet, dass die Kaufkraft der Gazaner nicht abgenommen hat (wobei das demografische Wachstum eingerechnet ist).

Selbst die Elektrizitätskrise im Gazastreifen deutet auf einen hohen und steigenden Lebensstandard hin. Die Krise ist zum Teil das Ergebnis der Lücke zwischen Lieferung und zunehmendem Bedarf. Nach Angaben von Mohammed Abu Amarayn, Sprecher der Energiekommission des Gazastreifens, gibt es Bedarf für 450 MW Strom – weit über dem Maximum von 280 MW, die Israel, die lokale Stromversorgungsstation und Ägypten zusammen einspeisen.

Das OCHA schätzte den Spitzenbedarf im Gazastreifen 2010 auf 280 MW. Das bedeutet, wenn Abu Amarayn recht hat, dann hat der Bedarf an Elektrizität im Gazastreifen in sechs Jahren um 60% zugenommen. Wirtschaftler nutzen oft den Energiebedarf bei Nichtvorhandensein von genauen makroökonomischen Daten – wie beim Gazastreifen – als Stellvertreter für Wirtschaftswachstum. Zunehmender Bedarf an Strom legt Wohlstand nahe, kein humanitäre Krise.

Warum ist dann dieser Mythos so weit verbreitet? Die Antwort liegt bei denen, die Eigeninteresse daran haben ihn zu perpetuieren. Mit Abstand am wichtigsten davon ist die Hamas. Die Terrorgruppe erhebt Steuern auf alle einkommenden Waren, um die Gehälter ihrer 30.000 Terroristen und der sie fütternde Bürokratie zu zahlen, dazu das Training, die Raketenproduktion und das Graben von Tunneln nach Israel. Das Budget unterstützt 20.000 weitere Personen der staatlichen Gehaltsliste. Die Hamas hofft, dass die Behauptungen einer humanitären Krise mehr Hilfe, mehr Forderungen nach Waren und einen größeren Warenfluss bringen werden, die sie alle zum eigenen Nutzen besteuern wird.

Die Hamas ist nicht der einzige Täter. Die internationale „humanitäre“ Hilfsindustrie hat ein naheliegendes Interesse an der Perpetuierung des Mythos. An wenigen Orten der Welt können Mitarbeiter der Hilfsorganisationen in einem kosmopolitischen Bienenstock wie Tel Aviv leben, ein Weltklasse-Symphonieorchester, Museen und Nachtleben genießen und in die angeblich gebeutelten Gegenden pendeln. In Simbabwe steckt man in Simbabwe fest. Die Idee der humanitären Krise im Gazastreifen zu verfechten heißt einen persönlichen Lebensstil auf Kosten ostafrikanischer Länder zu führen, die die Hilfe weit verzweifelter benötigen als der Gazastreifen.

Selbst wenn die behauptete humanitäre Krise sich tatsächlich abzeichnen würde, ist die Lösung einfach. Nach Angaben des Budgets und der Ausgaben für das Finanzjahr 2013, das von der letzten offiziellen Hamas-Regierung 2014 veröffentlicht wurde, gingen lediglich 2% der Ausgaben von $348 Millionen in die Entwicklung und nur 11,2% an Sozialhilfe (verglichen mit 25% in Ägypten, das über ein ähnliches sozio-ökonomische Profil verfügen). Die rivalisierende PA schätzt, dass mehr als zwei Drittel der Ausgaben der Hamas in die Produktion von Terror gingen.

Die Antwort der Weltgemeinschaft auf jede humanitäre Krise würde lauten, das man sich mit der PA, Israel und inzwischen dem größten Teil der Einwohner des Gazastreifens zusammenschließt, um die Hamas zu zwingen ihre Militärinfrastruktur abzubauen und ihr Geld für Soziales statt für Terrorismus auszugeben.

Das Schlimmste, was getan werden kann, wäre die humanitäre Hilfe zu erhöhen, bevor die Hamas entwaffnet wird, worauf viele Vertreter und Politiker Israels hinweisen. Das Pferd von hinten aufzuzäumen wird nach hinten losgehen. Es wird mehr Terrorismus, mehr Raketen und mehr Tunnel nach Israel zur Folge haben, was im Gegenzug eine massive israelische Reaktion bringen wird, die zu Lasten der Bevölkerung des Gazastreifens gehen wird, wie es bei den letzten drei Konfliktrunden während des vergangenen Jahrzehnts der Fall war.

Humanitär zu sein bedeutet schlicht und einfach die Hamas zu entwaffnen.

Zu Tränen rührende Szenen aus dem „größten Gefängnis der Welt“

Elder of Ziyon, 6. Juni 2010


Palästinenser genießen den Strand von Gaza Stadt
, Sonntag, 6. Juni 2010


Palästinenser genießen eine Bootsfahrt in Gaza Stadt
, Sonntag, 6. Juni 2010


An einem Mast weht eine türkische Fahne
, während Palästinenser den Strand in Gaza Stadt genießen, Sonntag, 6. Juni 2010


Ein palästinensischer Junge steht neben Lebensmittel-Konserven
vor einem Geschäft im Flüchtlingslager Shatie in Gazas Stadt, Sonntag, 6. Juni 2010 (Hebräische Buchstaben auf Tomaten- und Bohnen-Konservendosen – EoZ)


Palästinensische Jungen, einer hält einen Drachen mit den Farben der Nationalflagge,
genießen eine Radfahrt in Gaza-Stadt, Sonntag, 6. Juni 2010

Ich bitte um Entschuldigung, sollten diese Bilder Ihnen Albträume wegen der unerträglichen Bedingungen verursachen, die diese Gazaner von Israel aufgezwungen erdulden müssen.

Gaza: Die „überwältigende Qualität des sehr Gewöhnlichen“

Elder of Ziyon, 13. Juni 2010

Ethan Bronner leitet in der New York Times ein Foto-Essay einer Frau ein, die zwei Wochen im Gazastreifen verbrachte. Er schreibt:

Für einige ist es die relative Modernität – die poppigen Handy-Läden und kostspieligen Restaurants. Für andere sind es die endlosen Strände mit Kindern, für die die Trommeln gerührt werden. Aber für fast jeden, der Gaza besucht, oft mit Angst vor Gefahr und Feindseligkeit, ist das Überraschende die Tatsache, dass das tägliche Leben, auch wenn es sorgenschwer ist, oft die überwältigende Qualität des sehr Gewöhnlichen hat.

Menschen, die den Gazastreifen genauer beobachtet haben, sind nicht überrascht – es gibt Armut und es gibt relativen Wohlstand; es gibt Mangel und es gibt Überfluss. Die Fotografin fing Szenen in Gaza Stadt ein, die auch nach New York City passen würden:

Ja, es gibt ein Embargo – eines dem das Quartett zugestimmt hat. Ja, es gibt Herausforderungen für Familien in Gaza, damit sie klar kommen. Aber es gibt eine Reihe von Storys, die nicht angemessen berichtet werden, wenn Reporter wie Bronner über Gaza reden.

Eine ist, dass trotz der Probleme, die die Gazaner haben, ihr Lebensstandard immer noch höhter ist als der vieler oder der meisten Menschen in der gesamten arabischen Welt, ganz zu schweigen von der Welt insgesamt. Die Zahl der Humanitären, die sagen, sie sorgten sich so sehr um das Leben der Gazaner, überwiegt bei weitem das Bedürfnis der Gazaner ihre Grundversorgungsgüter zu bekommen. Der große Streit in Gaza dreht sich darum, dass die anfängliche Berichterstattung Al-Jaziras von der Fußball-Weltmeisterschaft unterbrochen wurde, was die Leute dazu zwingt sie im israelischen Fernsehen anzusehen. Das ist kaum die Art von Anliegen, die man in einer Gegend erwarten würde, die unter einer humanitären Krise leidet.

Die nächste Story aus Gaza dreht sich darum, dass die mörderische Hamas-Diktatur den Gazastreifen in einen Ort verwandelt hat, an dem es keine Redefreiheit oder freie Meinungsäußerung gibt, wo Religionsfreiheit nur Lippenbekenntnisse erfährt und wo die Herrscher es vorziehen an ihrem puren Hass auf Israel festhalten, statt Kompromisse einzugehen, die ihren Bürgern helfen. Jeder Linke – oder auch Konservative – der etwas auf sich hält sollte wegen der Unterdrückung der grundlegenden menschlichen Freiheiten durch die Hamas empört sein. Doch solche Empörung ist verhalten bis nicht existent. Humanitäre Organisationen im Gazastreifen sind zu verängstigt, als dass sie etwas Negatives über die Hamas sagen würden, die regelmäßig Wohlfahrtsorganisationen schließt, die ihr nicht gefallen. Reporter in Gaza wissen, dass sie ihre Jobs nicht weiter haben werden – oder dass sie im Gefängnis enden – wenn sie Fakten berichten, mit denen die Hamas nicht glücklich ist.

Viel einfacher ist es die Linie der Hamas zu fahren und alles – wieder einmal – Israel anzuhängen.

Die dritte Story ist die fast vergessene zu Gilad Shalit, der gegen alles Menschenrecht in Gaza gefangen gehalten wird – ohne Zugang für die Familie, ohne Zugang des Roten Kreuzes, ohne alles. Wenn die Hamas sich um die Gazaner sorgen würde, würde sie die Erleichterung des Embargos gegen Shalits Freilassung verhandeln. Das lehnt sie ab.

Statt Gaza in den Kontext zu setzen, haben die Medien und die NGOs die Geschicte Gazas grotesk in eine Parodie der Objektivität verdreht. Gaza wird als einer der für das Leben schlimmsten Orte des Planeten geschildert, was schlicht eine Lüge ist. Die Ägypter ein paar Kilometer weiter sind ärmer als die Gazaner, aber sie bekommen keine Zusicherungen Hundeter Millionen an Dollars, die ihr Leben erleichtern sollen. Die Menschen im Subsahara-Afrika können vom täglichen Kalorienverbrauch des durchschnittlichen Gazaners nur träumen und sie verbringen ihre Tage nicht damit Leserbriefe über ihre fehlende WM-Berichterstattung zu e-mailen. Die Vorstellung eines neuen Bekleidungsgeschäfts in einem Einkaufszentrum der Spitzenklasse, wie es das zweite der Bilder oben zeigt, passt nicht zum Narrativ der extremen Armut oder des „langsamen Völkermord“.

Die Wahrheit zu Gaza ist vom Hass pervertiert worden, den viele gegen Israel hegen. Das hat die Hamas unermesslich gestärkt du zwingt dazu die Gazaner unter einer eisernen islamistischen Herrschaft zu leben, die sich nicht ändern wird, so lange dieser Status quo besteht.

Was uns zu einer weiteren zu wenig berichteten Story bringt – der Tatsache, dass die so genannten Menschenrechtsgruppen nicht von der Liebe für die Araber motiviert sind, sondern vom Hass auf Israel.

Es gibt nur einen einzigen Grund, dass der Gazastreifen solch übermäßige Aufmerksamkeit erfährt – das ist, dass er als auf Seiten des Opfers jüdischer Aggression stehend wahrgenommen wird; und die Mehrheit der Menschen, die sagen, sie sorgten sich um die Gazaner, nutzen das als Deckmantel für ihren brodelnden Hass auf Israel. Wenn so genannte Menschenrechtler sich so sehr um Gazaner Sorgen machen, würden sie unermüdlich daran arbeiten die Hamas unter Druck zu sehen mit der PA zusammenzuarbeiten, um die Lage dahin zu bringen, wo sie vor der Coup der Hamas war. Die Tatsache, dass sie Israel – und nur Israel – für die Probleme des Gazastreifens verantwortlich machen, gibt ihre wirkliche Agenda preis.

Die IHH ist eine extremes Beispiel, aber Free Gaza und Viva Palestina und Code Pin und viele andere zeigen wenig bis keine Sorge um irgendwelche anderen Menschen, außer denen, die sie als Opfer der Politik des jüdischen Staates ansehen. Die Medien ignorieren diese Dimension ihrer politischen Aktivitäten. Sie glauben ihre Behauptungen Hilfsgruppen oder humanitäre Gruppen zus ein, während sie sich in Wirklichkeit der Vernichtung Israels verschreiben haben und dem jüdischen Volk das Recht auf Selbstverteidigung verweigern. Zumindest die UNRWA hat ein wenig Übersicht und veröffentlichte Richtlinien; wenigstens von PCHR und Al-Mezan gibt es stille Kritik an der Hamas für ein paar ihrer ungeheuerlichsten Verbrechen an den Gazanern. Aber es gibt kein Tageslicht zwischen den Positionen der Al Aqsa-Terrorbrigaden und denen von Free Gaza und den anderen Flotillen-Mitfahrern. Sie alle stimmen darin überein, dass Israel vernichtet werden muss; dass sie vorgeben Wohltätigkeitsarbeit zu leisten, ist ein Deckmantel für dieses sehr wenig humanitäre Ziel. Doch die Presse glaubt einfach ihren Behauptungen, ohne jegliche Untersuchung ihrer Geschichte, ihrer Finanzierung oder gar ihrer eigenen Worte.

Das ist das Problem. Es besteht nicht darin, dass es an Berichterstattung zum Gazastreifen fehlt – es besteht darin, dass es ein riesiges Defizit an Berichterstattung zum Gazastreifen gibt, die über die grundlegendsten, fehlerhaften Reportage-Verhaltensmuster hinausgeht.

17 Jahre „humanitäre Krise“ im Gazastreifen

Elder of Ziyon, 29. Mai 2010

Heute sagte ein UNRWA-Sprecher namens Adnan Abu Hasna einer deutschen Nachrichten-Agentur, der Gazastreifen leide unter einer „humanitären Krise“.

Die Vorstellung, der Gazastreifen leide unter einer „humanitären Krise“ besteht schon eine ganze Weile:

17. November 1993:

…die humanitäre Krise im Gazastreifen wächst weiter an.

6. Dezember 2000:

… lässt Familien überall in der Westbank und dem Gazastreifen verarmen und trägt das Risiko einer humanitären Katastrophe, sagen internationale Wirtschaftler und Hilfsarbeiter…

15. Juni 2001:

Die Vereinten Nationen haben vor einer humanitären Krise im Gazastreifen aufgrund eines Mangels an medizinischen Versorgungsgütern gewarnt.

19. November 2002:

Die humanitäre Krise in der Westbank und dem Gazastreifen ist eine Krise des Zugangs und der Mobilität; sie wird durch einen wirtschaftlichen Abschwung verschlimmert, der die Möglichkeit der Zivilbevölkerung Basisbedürftiges zu kaufen und Zugang dazu zu haben ernstlich begrenzt.

27. Februar 2003:

Humanitäre Krise: Die kumulativen Auswirkungen der Schäden an der zivilen Infrastruktur, Ausgangssperren und Absperrungen sowie die fortgesetzte Gewalt führten den Kopf des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), die humantiäre Lage als „die schlimmste seit 1967“ zu beschreiben.

7. Oktober 2004:

Die Vereinten Nationen haben in einem Sonderbericht vor einer bevorstehenden humanitären Krise im Gazastreifen gewarnt.

19. August 2005:

Tausende Palästinenser im Gazastreifen leiden unter einer chronischen humanitären Krise, die sich während der Abkoppelungszeit verschlimmert.

19. März 2006:

Gaza steht einer humanitären Krise gegenüber

18. Mai 2006:

Wie die Repräsentanten der Geber-Regierungen Montag frische Versprechen des schnellen Zuflusses von Hilfe für die Palästinenser abgaben, geht die humanitäre Krise im Gazastreifen weiter.

9. Juli 2006:

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat gefordert, dass Israel dringend handelt, um eine humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu verhindern.

16. August 2006:

Humanitäre Katastrophe im Gazastreifen: „Die Menschen weinen, sind hungrig, durstig und verzweifelt“

20. November 2006:

Gaza: UNO bittet um 2,5 Millionen Dollar zur Linderung der „humanitären Katastrophe“

20. Juli 2007:

UNO-Offizieller: Humanitäre Katastrophe droht im Gazastreifen

8. Dezember 2007:

Die Weltgesundheits-Organisation warnte vor einer humanitären Katastrophe, die wegen der israelischen Reisebeschränkungen im von der Hamas beherrschten Gazastreifen ausbricht.

Man sollte glauben, dass nach 17 Jahren dieser „Krise“ die Bevölkerung der Gazastreifens inzwischen dezimiert sein würde. Wer diese Artikel liest, würde erwarten, dass der Gazstreifen wie das Subsahara-Afrika aussieht. Doch irgendwie schaffen es die mutigen Gazaner immer noch Waffen, Munition, Treibstoff, Lebensmittel, Medikamente und Hunderte Millionen Dollars westlicher Hilfe zu bekommen, genauso die Jahr für Jahr von „Menschenrechts“-Experten vorhergesagte Hungersnot.

Es scheint eine regelrechte Heimarbeits-Industrie an „Menschenrechts“-Organisationen zu geben, die sich der Tätigkeit widmen alle paar Monate wegen des Gazastreifens die Alarmglocken zu läuten, damit sie ihre Jobs behalten und weiter Israel für all die selbst verursachten Probleme verantwortlich machen zu können, die die PalAraber in ihrem Homeland Gaza geschaffen haben.

(Der Eintrag stammt – mit Updates – aus dem Dezember 2007.)

Was übrigens die verhungernden Menschen und die Prioritäten im Gazastreifen angeht, gibt es ein aktuelles Video:
[YouTube=http://www.youtube.com/watch?v=TXhcmQmOuds&feature=player_embedded]

Free Gaza – from Hamas!

Dänischer Bericht aus Gaza: „Wo ist die humanitäre Krise?“

Elder of Ziyon, 2. Juni 2010

Der dänische Reporter Steffen Jensen besucht den Gazastreifen, um zu sehen, wie schlimm die Dinge stehen, weil die gesamte Welt sich wegen der dortigen humanitären Krise in Aufruhr befindet (Google-Übersetzung):

Wenn man nach den Medien geht, ist die Lage im Gazastreifen verzweifelt; alles ist im Zusammenbruch begriffen und die Gesellschaft befindet sich am Rande oder auf dem Level eines Landes der Dritten Welt.

Der Absturz der palästinensischen Gemeinschaft ist in den Medien zahlreiche Male prophezeit worden. Die Menschen haben nichts zu essen, erfahren wir manchmal. Die UNO muss von Zeit zu Zeit die Verteilung von Lebensmitteln einstellen, entweder, weil ihnen die Vorräte ausgehen oder weil sie keinen Diesel für ihre LKWs bekommt; und deshalb kann sie keine Lebensmittel einführen. Und so weiter.

Gestern fuhr ich in den Gazastreifen. Ich mache das nicht so oft wie früher [weil es jetzt viel länger dauert durch die Kontrollpunkte zu kommen.]

Diesmal hatte ich erwartet echtes Leiden zu sehen, denn wegen der ganzen Jammerei der letzten Tage, es müssten Tonnen humanitärer Hilfsgüter hinein gebracht werden – so viel, dass die Menschen sogar ihr Leben dafür opferten – musste es tatsächlich eine zutiefst verzweifelte Lage im Gazastreifen geben. Keine Lebensmittel. Hungrige Kinder mit Essensschüsseln.

Aber das war nicht das Bild, das mir dort begegnete.

Als ich gestern Morgen durch Gaza Stadt fuhr, war ich sofort überrascht, dass es fast so viele Verkehrsstaus gab, wie sie es früher immer gegeben hatte. Gibt es keine Spritknappheit? Offenbar nicht. Treibstoff ist nicht einmal rationiert.

Gestern waren viele Geschäfte geschlossen; die Hamas hatte einen Generalstreik ausgerufen, um gegen Israels brutale und tödliche Attacke auf die türkische Flotte mit pro-palästinensischen Aktivisten an Bord zu protestieren. Es war also problematisch zu schätzen, wie viele Produkte in den Regalen lagen. Daher ging ich hinüber ins Flüchtlingslager Shati, das auch als Strandlager bekannt ist. Hier befindet sich einer der vielen Gemüsemärkte Gazas, die weit mehr als nur Früchte und Gemüse verkaufen.

Ich kann nicht sagen, ob es in besseren Zeiten eine größere Produktbandbreite gegeben hat, als sie gestern vorhanden war. Aber es gab definitiv keine Knappheit an Gemüse, Früchten oder irgendeinem anderen Grundnahrungsmittel. Tomaten, Gurken, Getreide, Wassermelonen, Kartoffeln – Berge dieser Artikel fanden sich an vielen Ständen.

Ich muss zugeben, dass ich etwas überrascht war. Denn wenn ich bei meinen palästinensischen Freunden dort unten anrufe, erzählen sie mir von all den Problemen und dem Mangel, so dass ich erwartete, dass die Krise etwas deutlicher sei.

Und die erste Frau, die wir auf dem Markt interviewten, bestätigte diese seltsame, widersprüchliche, negative Einstellung.

„Wir haben nichts“, sagte sie. „Wir brauchen alles! Lebensmittel, Getränke… alles!“

Es störte sie nicht im Geringsten, dass sie zwischen Bergen an Gemüse, Früchten, Eiern, Geflügel und Fisch stand, während sie dieses Untergangs-Szenario sponn.

Yussuf al-Assad Yazgy gehört ein Früchte- und Gemüseverkauf hier auf dem Markt. All seine Früchte importiert er aus Israel.

„Nicht alle Früchte und alles Gemüse kommt aus Israel. Unsere ja. Sie sind aus Israel. Aber im Gazastreifen werden nicht viele Früchte angebaut. Zumeist Tomaten, Kartoffeln und Gemüse. Daher kommen meine Gemüse und Wassermelonen aus dem Gazastreifen. Alle Früchte kommen von jenseits der Grenze, aus Israel“, erklärt er, sagt aber auch, dass es lange Perioden geben kann, während derer die Grenze geschlossen ist, wodurch keine Früchte herein kommen.

Auf dem Weg hinaus aus dem Shati-Lager hielten wir an einem kleinen Lebensmittelladen. Kein irgendwie schickes, teures Geschäft, nur ein kleiner, bescheidener örtlicher Laden. Der Besitzer, Sun Mohammed Abu Nada sagt, sie könnten keine Geschäfte machen, wenn es keine Schmuggelware aus Ägypten gäbe.

Er führt uns kurz durch die Regale und zeigt alles, was aus Ägypten kommt. Es stellt sich heraus, dass es mehr als die Hälfte der Waren sind. 75-80 Prozent, würde ich schätzen. Einige andere Produkte – einschließlich lang haltbarer UHT-Milch – kommt aus Israel, wir aber auch durch die Tunnel aus Ägypten geschmuggelt.

Die Produkte sind teurer, sagt er. Viele Leute können sie sich nicht leisten oder manchmal bestimmte Dinge zu kaufen. Doch dass sogar ein so kleiner, armselig aussehender Lebensmittelladen am Rand eines Flüchtlingslagers so viele relativ teure Schmuggelgüter in den Regalen hat, zeigt, dass viele der Kunden zumindest in der Lage sind sie sich zu leisten. Andernfalls könnte der Händler es sich natürlich nicht leisten, in unverkäufliches Inventar zu investieren.

Diese Story habe ich geschrieben, um zu sagen, dass es im Gazastreifen Probleme gibt, denn anderes wäre unwahr. Es gibt Probleme. In der Tat viele Probleme. Aber keins davon ist der Mangel an Lebensmitteln, der die meisten Leute hier sich sorgen lässt. Das größte Problem ist das Fehlen von Arbeitsplätzen und eine zukunftsfähige einheimische Wirtschaft.

Den Jihad von Gaza antreiben

P. David Hornik
FrontPageMagazine.com, 23. Januar 2008

Wir wissen schon lange, dass Israel seine Bürger nicht vor Terrorangriffen schützen soll. Alle israelischen Terrorbekämpfungs-Maßnahmen, angefangen bei gezielten Tötungen der Terrorchefs über das Ausmerzen des Terror-Zufluchtsorts in Jenin bis hin zu bloßen Ausgangssperren und Straßenkontrollen, sind heftig und fast von jedem verurteilt worden. Selbst die passivste aller Maßnahmen – der Bau eines Zauns, um die Terroristen draußen zu halten – ist in den Haag getadelt worden und wurde als „Apartheidsmauer“ zu einer Cause Celèbre für einen Haufen Israelfeinde.

Aber jetzt ist dem Prinzip, dass Israel sich nicht gegen Terror verteidigen darf, ein neues Prinzip hinzugefügt worden: dass Israel den Terror gegen sich selbst im wahrsten Sinne des Wortes antreiben muss.

Als letzte Woche die Bombardierung von Sderot und kleineren Gemeinden am Gazastreifen nach sieben Jahren mit rund fünfzig Raketen und ein Dutzend Mörsergranaten pro Tag einen neuen Höhepunkt erreichte, kam die taumelnde israelische Regierung auf eine Idee, die mit Sicherheit fehl schlagen musste: die Grenzübergänge zu verriegeln und die Treibstoffversorgung des Gazastreifens zu unterbrechen. Einige glauben, das würde die Einwohner Gazas dazu bringen „die Hamas unter Druck zu setzen das Raketenfeuer einzustellen“ – als ob der Gazastreifen eine parlamentarische Demokratie mit darauf reagierenden Parlamentariern sei, die sich überschlagen, um ihre Wählerschaft zufriedenzustellen.

Statt dessen war das, was seitdem geschah, in aller Düsternis vorhersagbar.

Selbst nachdem Israel alle Treibstofflieferungen eingestellt hatte, bekam der Gazastreifen noch immer zwei Drittel seines Stroms, direkt aus Israel geliefert. Trotzdem inszenierte die Hamas am Sonntagabend eine „humanitäre Krise“, indem sie das einzige Elektrizitätswerk des Gazastreifens herunter fuhr. Gaza Stadt, so heißt es in den Nachrichten, wurde „in totale Dunkelheit gestürzt“, dazu gab es einen Lichterketten-Protest marschierender Kinder, was schnell viel mehr humanitäre Sorge einbrachte, als es sieben Jahre auf Häuser und Schulen fallende Raketen schafften.

„Wir haben die Wahl entweder den Strom für Babys auf der Neugeborenenstation zu kappen oder den für Patienten mit Herzoperationen oder den Betrieb der Operationsräume einzustellen“, trällerte ein Beamter des Gesundheitsministeriums in Gaza. Das war nicht wirklich wahr, da die Hamas noch reichlich Strom hatte, die sie an die Krankenhäuser und für weitere dringend Benötigtes liefern konnte; und sie hätte selbst – theoretisch – das ganze Problem dadurch lösen können, dass sie ihre Mordversuche an Israelis einstellt. Aber es hat wunderbar funktioniert.

Derselbe Chor, der immer erklingt, um den palästinensischen Terror zu verteidigen, verpasste seinen Einsatz nicht. Am Montag sagte die EU-Kommissarin für Außenbeziehungen, Benita Ferrero-Waldner: „Ich verurteile das Raketenfeuer auf Israel und wir verstehen die Notwendigkeit vollkommen, dass Israel seine Bürger verteidigen muss… Aber die jüngste Entscheidung, alle Grenzübergänge zum Gazastreifen zu schließen, wie auch die Lieferung von Treibstoff einzustellen, wird eine bereits unheilvolle humanitäre Lage weiter verschlimmern… Ich habe klar gestellt, dass ich gegen diese kollektive Bestrafung der Menschen des Gazastreifens bin.“

Ebenfalls am Montag protestierte UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon beim israelischen Premierminister Ehud Olmert, nachdem er Israel über das Wochenende gedrängt hatte die Schließungen aufzuheben. Die Arabische Liga hielt in Kairo gemeinsam mit den arabischen Botschaftern bei der UNO ein Dringlichkeitstreffen ab und forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, das schnell für Dienstag anberaumt wurde.

Erwartungsgemäß übernahmen die Europäer, die UNO und die Araber die Führung, aber die USA blieben nicht weit zurück. Am Dienstag sagte Außenministerin Condoleezza Rice gegenüber Reportern: „Niemand will, dass unschuldige Gazaner leiden und so haben wir mit den Israelis darüber gesprochen, wie wichtig es ist, dass man es nicht erlaubt, dass sich dort eine humanitäre Krise entwickelt.“ Sie erklärte nicht, warum sie bei ihren zahlreichen Besuchen der letzten Jahre in Israel niemals eine humanitäre Krise in Sderot wahrgenommen hatte oder irgendeine Notwendigkeit, das Leid von dessen Einwohnern zu lindern.

Der amerikanische UNO-Botschafter Zalmay Khalilzad stimmte mit ein: „Wir glauben, dass Angriffe gegen Israel inakzeptabel sind und dass es das Recht hat sich zu verteidigen. Aber wir haben auch gesagt, dass Israel, wenn es sich verteidigt, die Auswirkungen auf die Zivilisten einbeziehen muss.“ Übersetzung: „Israel hat nicht das Recht sich zu verteidigen, da es beim Handeln gegen Terroristen im Gazastreifen unmöglich ist, immer zu verhindern, dass Zivilisten zu Schaden kommen; wir könnten viel leichter mit weiteren siebzig Jahren der Bombardierung von Sderot leben, als das zuzulassen.“

Israel knickte – natürlich – schnell ein. Am Diemstag nahm es die Treibstoff-Lieferungen in den Gazastreifen wieder auf und pumpte 700.000 Liter Diesel durch den Übergang Nahal Oz, während es ebenfalls Kochgas und Medikamente lieferte. Die Hamas zeigte rasch ihre Anerkennung, indem sie am selben Morgen sieben Qassams abfeuerte. Eine israelische Frau wurde ins Krankenhaus von Ashkelon nördlich des Gazastreifens eingeliefert; sie stand unter Schock und hatte schwere Angstzustände.

Ebenfalls am Dienstagmorgen fingen Gaza-Terroristen wieder an auf Feldarbeiter beim Kibbutz Ein Hashlosha zu schießen, wo letzte Woche ein 20-jähriger ecuadorianischer Freiwilligenhelfer durch Heckenschützenfeuer getötet wurde. Unnötig zu erwähnen, dass die Arabische Liga keine weitere Dringlichkeitssitzung abhielt und die Stimmen von Ferrero-Waldner, Ban, Rice, Khalilzad et al. in Sachen dieser Ereignisse nicht zu hören waren.

Anmerkungen:

1. Israel muss sich besonders die Verantwortung dafür selbst zuschreiben, dass es eine Politik zu betrieben versuchte, die die palästinensischen Zivilisten benachteiligt und unter Druck setzt, was in der heutigen Welt ungefähr so gute Chancen auf Erfolg hat wie eine Kampagne für das Rauchen oder gegen Kondome. Israel machte das, um einmal mehr die Wahrheit zu meiden, dass nichts mehr seine Bürger in Nachbarschaft des Gazastreifens schützen, ihre Gemeinden retten oder Israels Abschreckung und Funktionsvielfalt wiederherstellen kann außer eine groß angelegte Militäraktion dort. Auch das wird palästinensische Zivilisten kollektiv schädigen und überhaupt nicht populär sein – aber wenigstens wird damit etwas erreicht.

2. Die Bevölkerung des Gazastreifens kommt, wie ihre Genossen in der Westbank, ungeschoren dafür davon, dass sie 2006 die Hamas in die palästinensische Regierung wählte. Wäre z.B. bekannt, dass eine große Mehrheit der iranischen Bevölkerung hinter der Mullahkratie und ihren Zielen stünde, würde sie als Folge davon an Sympathie verlieren. Die Palästinenser jedoch sind der Augapfel der Welt, eine Ikone der Unschuld, egal, was sie tun – einschließlich der Auswahl und Unterstützung eines virulent antiwestlichen, jihadistischen Regimes.

3. Während die Hamas weinerlich über Babys, Herzpatienten und Operationsräume reden und die Führer der Welt Israel streng rügen, fragt niemand danach, ob beispielsweise Ägypten oder andere arabische Brüder der Palästinenser die Versorgung hätten aufbessern können, von der sie behaupten, dass sie so dringend gebraucht wird. Die behauptete Bedeutung der Palästinenser-frage für die „moderaten Araber“ ist zu einem Eckstein der US-Außenpolitik geworden und hat kürzlich Präsident Bush dazu gebracht in Annapolis eine Konferenz einzuberufen und öffentlich Israel unter Druck zu setzen „die Besatzung zu beenden“. Aber beim derzeitigen Geschehen hat sich das nicht in Vorschläge an die Araber übertragen, ganz zu schweigen von Druck, dass sie irgendetwas unternehmen, um den Palästinensern zu helfen. Die Araber wollen, dass Israel, nicht sie selber, auf dem heißen Stuhl sitzen; uns sie bekommen, was sie wollen.

4. Mit dem Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 bekam Israel das Schlimmste, was es bekommen konnte. Da heißt: Es zog militärisch ab, was einen riesigen Anstieg der Raketenangriffe auslöste, wurde von der Welt aber weiterhin als voll politisch in Anspruch genommen und verantwortlich für das Wohlergehen des Gazastreifens angesehen. Erwartungen, dass die Welt mehr „Verständnis“ für Israels Notwendigkeit zu militärischen oder anderen Antworten bekommen würde, wenn es erst einmal seine „Besatzung“ beendet hatte, verwirklichten sich nicht. Derzeit verzögert eine feige israelische Regierung, deren Führer einer der Hauptvertreter pro Entkoppelung war, den Tag der Abrechnung, während die militärische Herausforderung im Gazastreifen immer größer und der unvermeidbare Preis ihr zu begegnen immer höher wird.

5. In Bezug auf die derzeitige Lage stellte die israelische Außenministerin Tzipi Livni fest: „Israel ist der einzige Ort der Welt, der Strom an Terrororganisationen liefert, die im Gegenzug Raketen auf es abschießen.“ Die Verbindung – im Endeffekt das selbstzerstörerische, selbstmörderische Verhalten – ist direkt und physisch, da der von Israel gelieferte Treibstoff genau die Produktionslinien in Gaza versorgen, die die Raketen herstellen. Und nicht nur das: Die Menschen im Gazastreifen haben wiederholt Raketen auf das israelische Kraftwerk in Ashkelon abgeschossen, das den Gazastreifen versorgt.

Idealerweise würden israelische Führer wie Livni und Olmert, die in ihren persönlichen Karrieren von einem robusten Nationalbewusstsein in eine mit weichen Knien versehene Bereitschaft zufriedenzustellen abgetrieben sind, sich selbst fragen, ob das – nicht nur Juden nicht zu schützen, sondern die auch noch anzutreiben, die von denen sie angegriffen werden und die selbst noch die Quelle des Treibstoffs angreifen – nicht ein passendes Symbol der Krise des Zionismus ist und man nicht die alte Schärfe und den Stolz wieder gewinnen muss.