Religiöse Toleranz

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Klimavergifter

Nein, es geht nicht um den Weltklima-Wandel und die steigenden Temperaturen in China. Es geht um die selbst ernannten Toleranten, die alles tolerant finden, was mit ihrer Meinung übereinstimmt und alles für verboten erklären, was ihrer Meinung entgegen steht.

Wir können das in den verschiedensten Bereichen erleben. In den USA haben die Linken die Definition der „Trennung von Kirche und Staat“ umgekehrt und versuchen – zum Teil recht erfolgreich – alles aus dem öffentlichen Leben verbannen zu lassen, was mit „Kirche“ zu tun hat, statt dem ursprünglichen Motto zu folgen, nach dem der Staat sich nicht in Kirchliches und Glauben einmischt, so lange keine Gesetze gebrochen werden oder der Staat bedroht ist. Ähnliche Ansätze gibt es bereits auch bei uns, z.B. wenn Schulen wegen einer Minderheit (nur ein Elternpaar) keinerlei Kreuze mehr in ihren Räumlichkeiten aufhängen dürfen.

Interessant ist, dass sich solche Intoleranzen und Umkehrungen wichtiger Errungenschaften und Prinzipien meist ausschließlich gegen Christen richten. Linke Beschwerden gegen Kreuze sind an der Tagesordnung – gegen andere religiöse, gar religiös intolerante Kennzeichen sind rar. Eher im Gegenteil: Wer sich von denen – insbesondere muslimischen – in massiver Präsenz gestört fühlt, der wird umgehend abgemahnt, ins Abseit gedrängt, als rechtsextrem und diskriminierend verunglimpft und übelst beschimpft.

Dabei wird von den Toleranz-Behauptern gerne Unwahres verbreitet. Vor ein paar Jahren gab es „Aufregung“ um die Initiative „Wahre Liebe wartet“. Diese christliche Initiative wirbt dafür, dass Jugendliche sich entschließen bis zur Ehe auf Sex zu verzichten. Die Betonung liegt auf „wirbt“ – niemand war oder ist gezwungen sich das anzuhören, diese Meinung zu teilen oder wird unter Druck gesetzt sich ihr anzuschließen. Trotzdem schossen sich die Medien gewaltig auf die Initiative ein. Darstellungen als durchgeknallte, gefährliche Fundamentalisten waren üblich. Angekommen bei Otto Normalverbraucher war dann das, was eine Kollegin äußerte: „Ich lass mir doch von niemandem vorschreiben, wann ich Sex habe!“

Die Darstellung linker Medienschaffender hatte also Erfolg. Aus einem Werben wurde „verbieten“, aus dem Angebot die versuchte Aufzwingung. Abweichendes Verhalten, „rückständige“ Moralvorstellungen können nicht toleriert werden. Es wird alles getan, um „solche Leute“ zu diskreditieren. Um das zu erreichen sind Unwahrheiten gerne drin – seien es bewusste Lügen oder ideologisch bedingtes, gewolltes Falschverständnis.

Der Einfluss solcher linken Christenverfolger ist reichlich groß geworden. An der Grenze zu Polen wollten Freunde von mir ein Projekt beginnen, mit dem man Jugendliche von der Straße holen und ihnen eine Perspektive bieten kann. Es war geplant, vorgestellt, genehmigt – und weil die Heilsarmee daran beteiligt war, wurde von linken Politikern dafür gesorgt, dass Zuschüsse wieder gestrichen wurden und das ganze Ding starb. Es ist für Linke wichtiger, dass Christen davon abzuhalten etwas für die Gesellschaft zu tun, als dass Jugendliche nicht mehr herumlungern, kiffen und kriminell werden.

Wie die Toleranz gegenüber Christen auszusehen hat, demonstriert zur Zeit auch wieder einmal Volker Beck, Vorzeigeschwuler im grünen Parteivorstand. Weil beim größten christlichen Jugendtreffen „Christival“ ein Seminar „Homosexualität verstehen – Chancen zur Veränderung“ angeboten wurde, verlangte er von Ministerin von der Leyen die Schirmherrschaft für das Treffen aufzugeben. Ein solches Seminar darf (!) nicht angeboten werden. Bevor die Ministerin sich dazu äußern konnte, wurde das Seminar gestrichen. Dass die Veranstalter in die Knie gingen, reicht eigentlich schon aus, um zu zeigen, wie intolerant hier agiert wird und wie weit die Intoleranz in die Gesellschaft Einzug gehalten hat. Demonstriert wiederum von Volker Beck, dem die Streichung nicht ausreichte und eine Kampagne gegen den Christival-Vorsitzenden Roland Werner startete (ideaSpektrum 6/2008, S. 6), weil der Bücher geschrieben und Vorträge gehalten habe, die eine „Homosexuellenheilung“ zum Thema hätten. Auf Teufel komm raus muss nieder gemacht werden, was nicht Herrn Becks Vorstellungen von Lebenseinstellung entspricht. „Psychologen und Ärzte warnen vor den psychologischen Folgen solcher Angebote. Sie sind gesellschaftspolitisch Teil einer minderheitenfeindlichen und antihomosexuellen Debatte.“

Das ist natürlich sehr natürlich. Wie diskriminierend Herr Beck in seiner Argumentation ist, wird er wohl nie merken. Dass es homosexuell empfindende Menschen gibt, die unter dieser Neigung leiden, darf es für ihn nicht geben. Diese Minderheit unter den Homosexuellen muss man offenbar diskriminieren und darf ihnen nicht anders helfen, als sie dahin zu drängen ihre Homosexualität kräftig auszuleben, ob es ihnen nun gefällt oder nicht – sie zur gelebten Homosexualität zu zwingen, auch wenn es sie psychisch kaputt macht.

Jeder, der ein Angebot macht – niemanden zwingt sich zu ihm zu begeben, sich keinem aufdrängt, und niemanden verdammt, der nicht kommt – wird von den Becks dieser Republik als feindselig-aggressive Kampagne definiert. Für Lebensphilosophien und –einstellungen, die mit denen der Becks nicht übereinstimmen, haben sie weder Toleranz noch Ansätze von Berechtigung übrig. Lieber lassen sie eine Minderheit innerhalb seiner Minderheit vor die Hunde gehen. Sie dürfen nicht einmal daran denken nicht mehr homosexuell sein zu wollen. Sollte jemand trotzdem wieder hetero sein, dann kann das nicht freiwillig passiert sein. Alles „pseudowissenschaftlich“, niemals echt und vor allem religiös-extremistisch, gleich zwei teuflische Attribute. Es darf nicht sein, was das Beck-Volk nicht haben kann. Also wird gegiftet, verunglimpft und darf nichts stehen gelassen werden. Toleranz für andere Lebenskonzepte? Vergiss es!

Das Klima wird gewollt und gezielt vergiftet, es wird ausgegrenzt. Und weil eine Minderheit der Mehrheit vorschreibt und diese sich vorschreiben lässt, was sie als einziges für gut und richtig zu halten hat. Leben und leben lassen? Woher denn das?

Beck unterstellt Organisationen, die Homosexuellen „Ausstiegsangebote“ zur Verfügung stellen, sollten diese das wollen, Motive, die er selbst auslebt. Psychologisch ausgedrückt: Er projiziert seine Intoleranz und sein Verhalten auf andere. Seine Einbildung wird für ihn zur Realität. Und deshalb und damit vergiftet er das gesellschaftliche Klima.

Bedauerlicherweise machen das alle möglichen Leute in wichtigen Funktionen mit, gerade auch Kirchen, „konservative“ Politiker, die Medienschaffenden sowieso. So werden Menschen ausgegrenzt, die niemandem Schaden zufügt und nur einer ganzen Reihe von Leuten zu ihrem Seelenheil – oder einer stabilen Psyche – verholfen hat. Menschen, die sonst vielleicht an ihrer inneren Zerrissenheit zugrunde gegangen wären.

Wie leider immer wieder bestätigt einer, der sich lauthals als tolerant bezeichnet – und mit ihm einige Gruppen, die immer viel von Toleranz schwadronieren – ihre unglaubliche Intoleranz, ihren Extremismus gegenüber anders Denkenden, ihre Feindseligkeit gegenüber allen, die nicht ihrer Meinung sind. Und selbst, wenn diese Angefeindeten zurückstecken, reicht es nicht aus, sie müssen vernichtet werden. Gift für unsere Gesellschaft. Es muss möglich sein, dass Menschen, die homosexuell leben wollen, das tun können; es muss auch möglich sein, dass man diesen Menschen sagen kann, wenn man ein anderes Lebenskonzept hat und ihres nicht gut findet; und es muss erst recht möglich sein, dass man Menschen, denen ein Leben mit Neigungen nicht zusagt, die sie als Gefängnis empfinden, einen Weg aus diesem anbieten kann. Volker Beck und seine Partei stehen gewiss nicht dafür. Viele andere leider auch nicht. Und das kann unserer Gesellschaft nicht gut tun.