Der Schattenkrieg der IDF gegen iranische Waffen in Syrien

Die IDF befindet sich mitten in einem anhaltenden Krieg gegen Waffenschmuggel aus dem Iran nach Syrien, wo sie in den Händen der libanesischen Terrororganisation Hisbollah enden.

Walla!/Amir Bohbot, Jerusalem Post, 29. Oktober 2022

Flaggen der Hisbollah und Syriens wehen auf einem Militärfahrzeug in West-Qalamoun, Syrien, 28. Aguut 2017 (Foto: Reuters/Omar Sanadiki)

Im August 2018 fegte eine gewaltige Explosion durch eine Straße von Masyaf, in einer Region von Syrien, die als Zentrum der Verteidigungsindustrie des vom Regime Assad kontrollierten Syriens bekannt ist. Der Angriff, den Vertreter Syriens dem israelischen Mossad zuschrieben, tötete den Raketenwissenschaftler Dr. Aziz Asbar.

„Es war ein Schlag gegen den weichen Unterbauch des syrischen Regimes, das seitdem große Anstrengungen unternommen hat das Fachgebiet wiederherzustellen“, sagte ein früherer Militärvertreter diese Woche.

Die Ermordung von Asbar war das Thema der Mitwirkung des Iran, der Hisbollah, Nordkoreas und Russlands bei der Entwicklung von Waffen auf syrischem Boden auf, insbesondere bei westlichen Geheimdiensten und moderaten sunnitischen Staaten im Nahen Osten.

Der israelische Krieg gegen Waffenherstellung und -schmuggel in Syrien

Aber der israelische Kampf begann schon 2005, nachdem Geheimdienst-Informationen die Entwicklung chemischer Waffen in Syrien zeigten.

Ein Poster des ranghohen iranischen Militärkommandeurs General Soleimani bei einer Kundgebung zum jährlichen Quds-Tag, dem Jerusalem-Tag, am letzten Freitag des heiligen Monats Ramadan in Teheran, 29. April 2022 (Foto: WANA News Agency/Reuters)

Nach israelischen Geheimdienst-Informationen und US-Sanktionen auf The Scientific Studies and Research Center (SSRC), wozu Sanktionen gehören, die 2017 von der Administration Trump gegen 271 Einzelpersonen in der SSRC verhängt wurde, das angegriffen Forschungszentrum.

Die Botschaft an Assad war deutlich, aber Damaskus war ungerührt, setzte die Entwicklung und den Schmuggel von Waffen zur Hisbollah und zu vom Iran gestützte Milizen überall in Syrien fort.

Ein Jahr später wurde Dr. Asbar getötet und im Verlauf der Zeit wurde sein Einfluss auf zahlreiche Projekte, besonders präzisionsgelenkte Flugkörper offensichtlich. Es muss noch herauskommen, wie nahe der Raketenwissenschaftler Assad, den getöteten Quds Force-Kommandeur Qassem Suleimani und nordkoreanischen Kollegen stand.

„Es war klar, dass Soleimani und Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah ein Komplott zur Übernahme der Kontrolle des Forschungszentrums und seiner Produktionsstätten führten“, sagte der ehemalige Militärvertreter. „Mit anderen Worten: In Syrien wurde eine bedeutende Route zum Schmuggel qualitativ hochwertiger Waffen für iranische Milizen und die Hisbollah eröffnet.“

„Israel kann das nicht hinnehmen“, fügte er hinzu.

Im Verlauf des letzten Jahres hat Tal Barry, Forschungsleiter bei Alma, an weitreichender Recherche zu verschiedenen Produktionseinrichtungen im SSRC gearbeitet. Dazu gehören Institut 1000, Institut 2000, Institut 3000 und Institut 4000.

Laut Barry wurde die Infrastruktur von Institut 4000, das hauptsächlich präzisionsgelenkte Flugkörper produziert, irgendwann während des syrischen Bürgerkriegs nach Masyat verlegt, wo Asbar das Projekt bis zu seinem mysteriösen Tod leitete.

Institut 4000 besitzt auch weitere, kleinere Projekte, sagte Barry, so das „Projekt 69“ zur Entwicklung von Scud-Raketen zusammen mit Nordkorea und dem Iran. Ein weiterer Zweig, Projekt 794, ist wegen seiner Nähe zu einer russischen Basis an der syrischen Küste besonders interessant.

Angebliche israelische Bemühungen Projekte des Institut 4000 zu beschädigen

Im August wurden syrische Verteidigungssysteme nach einem Luftangriff auf Einrichtungen des Institut 4000 in Masyaf aktiviert. Mehrere Gebäude wurden komplett zerstört, darunter eines, in dem sich Berichten zufolge ein Raketenlager befand, das zwei Tage lang brannte.

Im Oktober begannen die Anstrengungen die beschädigten Bauwerke wieder aufzubauen. „Führend dabei sind iranische Baufirmen, die den Revolutionsgarden nahestehen“, erklärte Barry.

„Was ist das Ziel? Starke Interessen des Iran in Syrien und der Hisbollah im Libanon… Die Hisbollah wird autonome Ressourcen in Beirut haben. Wenn Teheran könnte, würde es alles in den Libanon verlegen, aber sie sehen sich dort Schwierigkeiten ausgesetzt, es gibt im Libanon keine Infrastruktur.“

Das Ausmaß der der von Generalstabschef Generalleutnant Aviv Khohavi geleiteten IDF zugeschriebenen Angriffe legt nahe, dass der Iran und die Hisbollah weit davon entfernt sind ihre Fristen zu Projekten einzuhalten, die vor Jahren vom 2020 getöteten Soleimani gesetzt wurden. Sein Ersatz hat seitdem Syrien und den Libanon besucht, verbringt aber die meiste Zeit im Iran und Irak, von wo aus er die Übernahme der SSRC-Einrichtungen unter Assads Nase beaufsichtigt.

„Wir glauben, die Iraner operieren unter der Schirmherrschaft des Assad-Regimes mit Hilfe verschiedener Mittel an den Grenzübergängen und Flughäfen“, sagte ein ranghoher Militär gegenüber Walla. „Solange die Syrer es ablehnen das anzugehen, selbst wenn es ohne ihr Wissen geschieht, muss sich jemand darum kümmern.“

Was Wahres – aber wer soll ihr das abnehmen?

Gegenüber dem SPIEGEL soll Claudia Roth gesagt haben: „Das Kopftuch ist Symbol für verkommenes, zutiefst autoritäres System.“ Sie habe sich diesem System nie angedient.

Äh:

High 5 mit einem Terrormullah-Vertreter bei der Münchener Sicherheitskonferenz.

Noch’n Grund…

…für die Mullahs Israel zu vernichten: Israelische Frauen treten für die Freiheit der iranischen Frauen ein (twitter, 27.09.2022)

Warum die verstärkte israelische Luftkampf-Aktivität über Syrien?

Das Tempo der Angriffe spiegelt eine allgemeinere Bereitschaft zur Konfrontation, während die Region in eine neue Phase eintritt.

Jonathan Spyer, Jerusalem Post, 16. September 2022

illustratives Bild eines Luftangriffs (Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90)

In den letzten Monaten hat es laut regionalen Medien eine bemerkenswerte Zunahme israelischer Luftangriffsoperationen gegen mit dem Iran verbundene Ziele auf syrischem Boden gegeben.

Israelische Flugzeuge beschossen am 6. September den Flughafen Aleppo in Nordsyrien. Diese Operation folgte kurz nach einem früheren Angriff auf dasselbe Ziel am 31. August. Laut SANA, der offiziellen Medienagentur des syrischen Regimes, beschädigte der Angriff am 6. September die Start- und Landebahn, was sie vorübergehend außer Betrieb setzte.

SANA berichtete, dass westlich von Syriens Latakia-Küste über dem Mittelmeer Raketen gestartet wurden. Das der syrischen Opposition nahestehende Syrian Observatory for Human Rights (SOHR), berichtete derweil, dass der Angriff sich gegen ein Lager richtete, das eine mit dem Iran verbundenen Miliz nutzt.

North Press, eine der kurdischen de facto-Obrigkeit in Nordsyrien nahestehende Medienagentur, hatte einen leicht anderen Bericht. Der Angriff vom 6. September, behauptete die Agentur, richtete sich gegen ein Flugzeug auf dem Weg nach Najaf im Südirak, das zwei Mitglieder der libanesischen Hisbollah an Bord hatte. North Press zitierte eine Quelle des Flughafens Aleppo als Grundlage dieses Berichts.

Reuters zitierte derweil einen „Kommandanten in einem vom Iran gestützten regionalen Bündnis“, der behaupte, der Angriff habe direkt vor der Ankunft eines Flugzeugs aus dem Iran stattgefunden. Dieser Bericht scheint zu einer Erklärung von Ram Ben-Barak zu passen, dem Vorsitzenden des Knessetausschusses für Außen- und Verteidigungspolitik und ehemaligem ranghohen Geheimdienst-Offizier, laut dem „der Angriff bedeutete, dass gewisse Flugzeuge nicht in der Lage sein würden zu landen und dass eine Botschaft an Assad geschickt wurde: Wenn Flugzeuge landen, die den Zweck haben Terrorismus zu fördern, wird Syriens Verkehrskapazität Schaden nehmen.“

Ein Arbeiter repariert an einem Gebäude in Damaskus am 20. November 2019 Schäden von einem israelischen Luftangriff. Israel sagte, es traf Dutzende iranische Ziele in Syrien in Reaktion auf Raketenfeuer vom Vortag auf den Golanhöhen. (Foto: Reuters/Omar Sanadiki)

Eine Angriffsserie in Syrien

Unabhängig vom genauen Wesen der Operation folgte diese einer Reihe von Israel zugeschriebenen Angriffen, die in den letzten Wochen syrische Ziele getroffen haben. Am 25. August wurden mehrere Militärstandorte im Raum Hama von Raketen getroffen.

Am 27. August behauptete eine Äußerung des russischen Fliegerhorsts in Khmeimim Erfolge der russischen Pantsir-S1- und S-75-Systeme, die von den syrischen Streitkräften bedient wurden, sie hätten einige auf das Zentrum für wissenschaftliche Studien und Forschung in Masyaf geschossene Raketen abgeschossen; Masyaf ist ein regelmäßiges Ziel der israelischen Luftstreitkräfte.

Am 15. August trafen Luftangriffe syrische Militärposten in den Regierungsbezirken Tartus und Damaskus; dabei gab es drei Tote. Am 12. August wurden 2 Personen verletzt, als ein Dorf nördlich von Quneitra, nahe der israelisch-syrischen Grenze, mit Artillerie beschossen wurde.

Das sind die statistischen Daten für den letzten Monate. North Press schätzt, dass seit Beginn des Jahres 24 israelische Luftangriffe gegen Ziele in Syrien stattgefunden haben. Die klare Mehrheit davon wurden gegen iranische Ziele durchgeführt. Wenn diese Zahl stimmt, dann stellen sechs solche Operationen im letzten Monat eine klare Steigerung des Tempos dar.

Warum finden die Angriffe auf Syrien jetzt statt?

Der konkrete Beschuss des Flughafens von Aleppo steht fast sicher mit den jüngsten Hinweisen in Zusammenhang, dass der Iran sich zunehmend auf seine „Luftbrücke“ nach Syrien und in den Libanon verlässt, weil Israel erfolgreich und systematisch gegen Bemühungen vorgeht Waffen und Ausrüstung auf dem Landweg zu verlegen.

Diesbezüglich ist erwähnenswert, dass Cham Wings, Syriens größte private Luftfahrtgesellschaft, ankündigte, alle Flüge würden nach den Angriffen zum Internationalen Flughafen Damaskus umgeleitet. Cham Wings wird vom US-Finanzministerium seit 2016 mit Sanktionen belegt, weil es „materielle Unterstützung für Organisationen bietet, gegen die wegen Verbreitungs- und Terroraktivitäten Sanktionen verhängt wurden“. Von der Firma wird weithin angenommen, dass sie einen aktiven Anteil bei der Lieferung von Waffen und Milizkämpfern zwischen dem Iran und Syrien hat.

Aber das zunehmende Tempo der Aktivitäten steht nicht nur in Beziehung zu bestimmten Fällen größerer Verwendung von Lufttransport durch Teheran. Stattdessen ist es Teil eines breiteren Bildes zunehmender regionaler Spannungen. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die zu diesem aufkommenden Bild beitragen.

Russlands Abzug aus Syrien

Erstens scheint Russland sich aus Syrien zurückzuziehen. Das erfordert einen sofortigen Vorbehalt. Es gibt keine Aussichten auf einen kompletten russischen Abzug. Die Luftwaffenbasis in Khmeimim und die Marineeinrichtungen in Tartus und Latakia sind starke strategische Aktivposten, die beibehalten werden.

Die Aufrechterhaltung der Herrschaft Assads ist ebenfalls ein klares Ziel Moskaus. Aber darüber hinaus sind die Russen jetzt mit einem wilden, ins Stocken geratenen Feldzug in der Ukraine beschäftigt. Moskau fehlen die Kapazitäten für zwei gleichzeitige strategische Einsätze. Die israelische Firma ImageSat International legte Ende August Belege vor, dass das in Masyaf stationierte Luftverteidigungssystem S-300 abgebaut und nach Russland zurückgebracht worden ist.

Derzeit tauchen Beweise auf, dass die der russischen Regierung nahestehende Verteidigungsfirma Wagner in den letzten Monaten aktiv unter pro-Assad-Syrern rekrutiert. Syrische Freiwillige werden dann geschickt, um die russischen Einsätze in der Ukraine zu unterstützen. Das ist eine merkwürdige und bedeutende Umkehr der Rollen.

Größere Freiheit für den Iran in Syrien

Russische Abwesenheit gibt der Rolle des Iran in Syrien größere Bedeutung und mehr Freiheit. Die zwei Länder haben in den letzten Jahren auffallend unterschiedliche und gelegentlich einander entgegengesetzte Projekte in Syrien verfolgt. Aber der russische Abzug reduziert auch für Israel einen komplizierenden Faktor. Der Iran mag seine Aktivitäten verstärken, während die Russen sich zurückziehen, aber genauso werden Teherans Verletzbarkeit und israelische Handlungsfreiheit zunehmen.

Zweitens sieht es jetzt, wenn man davon ausgeht, dass keine Wendung in letzter Minute eintritt, so aus, als stehe eine Rückkehr zum Joint Comprehensive Plan of Action nicht bevor. In Abwesenheit jeglichen diplomatischen Prozesses in Bezug auf das iranische Atomprogramm und angesichts der israelischen Entschlossenheit die regionalen Bestrebungen des Iran aufzuhalten, wird eine Konfrontation immer wahrscheinlicher.

Diesbezüglich verdienen die angriffslustigen Äußerungen von Hassan Nasrallah, dem Führer der Hisbollah, der Vertretergruppe der Islamischen Revolutionsgarden im Libanon, besondere Beachtung.

Die übliche Interpretation, die aus dem Sicherheitsbereich in Israel kommt, lautet, dass diese Äußerungen in Verbindung zu einem Versuch des Hisbollah-Führers stehen, einiges von der verlorenen Legitimität seiner Bewegung zurückzuholen, während er als Verteidiger der natürlichen Ressourcen des Libanon posiert.

Genauso wahrscheinlich ist jedoch, dass der plötzlich zunehmende Trotz des Hisbollah-Führers die Öffnung einer allgemeineren Stimmung bei iranischen Stellvertreter- und Franchiseorganisationen widerspiegelt – die größere Bereitschaft für das Risiko von Zusammenstößen mit Israel in der sich jetzt öffnenden Zeit zu verkünden.

Es lohnt sich festzustellen, dass der Iran diese Woche die volle Mitgliedschaft in der von China geführten Schanghai Cooperation Organization erreicht; das soll bei einem Gipfeltreffen in der usbekischen Stadt Samarkand geschehen. Chinesische Ölkäufe ermöglichten es dem Iran die Strategie des „maximalen Drucks“ der Administration Trump zu überstehen.

Ein Scheitern der aktuellen US-Administration in der Atomdiplomatie Erfolg zu haben, wo Trumps Zwangspolitik ebenfalls scheiterte, wird Teheran in seiner Überzeugung bestärken, dass die USA eine den Nahen Osten verlassende Macht sind. Der Iran bewegt sich auf engere Beziehungen mit der Allianz hin, die sich selbst als Rivale des schwindenden US-Hegemons versteht.

Schließlich ist es wichtig festzuhalten, dass die Steigerung der israelischen Aktivitäten eindeutig nicht allein mit Syrien zu tun hat. Vielmehr ist sie Teil von Israels allgemeineren Erweiterung und Vertiefung seiner durchsetzungsfähigen Haltung in den letzten Monaten gegenüber der Bandbreite der iranischen Aktivitäten in der Region.

Dieser neue, umfassende Ansatz spiegelte sich diese Woche in der Rede von Mossad-Leiter David Barnea bei der Konferenz des International Institute for Counter-Terrorism in Herzliya. Barnea sagte seinem Publikum, dass „die Führung des Iran begreifen muss, dass Angriffen auf Israel oder Israelis, ob direkt oder über Strohmänner, mit einer schmerzhaften Reaktion gegen die Verantwortlichen auf iranischem Boden begegnet wird. Wir werden nicht die Strohmänner verfolgen, sondern diejenigen, die sie bewaffneten und ihnen Befehle erteilten und das wird im Iran geschehen.“

Während die Atom-Diplomatie in die Zielrunde geht, scheint die Stimmung in den rivalisierenden Lagern im Nahen Osten in Richtung einer größeren Bereitschaft zu Konfrontation zu gehen. Der zunehmende Umfang und die Unerschrockenheit israelischer Aktivitäten in Syrien spiegeln diese Veränderungen wider.

Von Hitler und Stalin zu Putin und Raisi: Warum das Herunterspielen des Bösen durch die Medien so gefährlich ist.

Gil Hoffman, HonestReporting, 21. Juli 2022

In ihrem neuen Buch „The Newspaper Axis“ (University of California) schreibt Davis-Geschichtsprofessorin Kathryn S. Olmsted, dass viele amerikanische und britische Zeitungen es versäumten, den Aufstieg Adolf Hitlers in den 1930-er Jahren ernst zu nehmen.

Olmsted beschuldigte sechs der mächtigsten englischsprachigen Verlage der Ära des Zweiten Weltkriegs, aktiv „Hitler ermöglicht“ und ihren Einfluss genutzt zu haben ihn herunterzuspielen und sogar seinen Aufstieg zu fördern. Sie schrieb, dass William Randolph Hearst, dem 28 Zeitungen und eine Nachrichtenagentur gehörten, Hitler und seinen Stellvertreter Hermann Göring bezahlte, um Propaganda für seine Zeitungen zu schreiben.

Einer der Gründe, die sie anführt, war die Unterstützung des Isolationismus und die amerikanische Angst vor dem Verlust an Leben, sollten die USA in einen Krieg in Europa verwickelt werden. Darüber hinaus war die redaktionelle Entscheidung dieser Zeitungsachse von der Gegnerschaft zum langjährigen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt angetrieben.

Olmsted hält auch einen weitere Faktor fest: den Antisemitismus der Herausgeber der Zeitung.

„Sie machten sich Verschwörungstheorien zu jüdischer Einflussnahme auf die Regierung zu eigen und glaubten, die Juden selbst seien für den Antisemitismus verantwortlich zu machen“, erklärt eine Rezension der Washington Post zu „The Newspaper Axis“ und fügte hinzu: „Daher hatten sie wenig Verständnis dafür, dass die europäischen Juden durch Hitlers Hand litten und sie hatten den Verdacht, dass amerikanische Juden planten die Nation in einen Krieg zu zwingen – eine Unterstellung, die regelmäßig in ihren Leitartikeln auftauchten.“

Es ist kein Wunder, dass sogar der Molotow-Ribbentrop-Pakt vom August 1939, der es Berlin und Moskau ermöglichte Polen untereinander aufzuteilen und der Dreierpakt vom September 1940 zwischen Deutschland, Italien und Japan die Welt nicht aufweckte.

Das im Iran zur Schau gestellte Böse: Wo bleibt die Nachrichten-Berichterstattung?

Diese Woche, als der russische Präsident Wladimir Putin beschloss die Islamische Republik Iran als ersten Zielort für seine erste Auslandsreise außerhalb der ehemaligen Sowjetunion seit seinem Einmarsch in die Ukraine im Februar auszuwählen, machte er eine Pause von den Angriffen auf Zivilisten in der Ukraine, um ein Land zu besuchen, das an zahlreichenFronten kämpft, das regelmäßig Terroranschläge gegen Israel und den Jemen sponsert und Raketen auf ein amerikanisches Konsulat im nordirakischen Erbil schoss.

Haben die führenden Medienorganisationen der Welt es denn diesmal gut gemacht?

Die globale Nachrichtenagentur Reuters berichtete: „Ein aufkeimendes  Werben zwischen Russland und dem Iran ist eine unwillkommene Entwicklung für den Westen, die die USA mit Sorge beobachten wird, aber das ist noch längst keine geopolitische Veränderung.“

Die Wahrheit ist viel schlimmer, als die Art, wie Reuters das darstellt. Diese unheilige Allianz zwischen Moskau und Teheran gefährdet die gesamte Welt und wenn nicht bald gehandelt wird, könnte man sich an das Treffen später als an den charakterisierenden Augenblick im Versagen der internationalen Gemeinschaft die Welt sicher zu halten erinnern.

Derweil berichtete The Associated Press (AP), eine Nachrichtenagentur mit mehr als 130.000 Kunden, Putin habe die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran gefordert, um eine „freie Entwicklung der Kooperation in allen Bereichen und ohne jegliche Diskriminierung“ zu gestatten.

„Vom Westen und seinen regionalen Rivalen in die Ecke gedrängt, hat die iranische Regierung die Urananreicherung intensiviert, ist hart gegen Dissens vorgegangen und macht Schlagzeilen mit optimistischen, unnachgiebigen Haltungen, die die iranische Währung Rial vor dem Absturz bewahren sollen“, hieß es in dem AP-Bericht. Er geht weiter: „Ohne eine Befreiung von den Sanktionen in Sicht ist die taktische Partnerschaft mit Russland zu einer des Überlebens geworden, während es so scheint, dass Moskau Teheran beim Schwarzmarkt-Ölhandel unterbietet.“

Das Framing und die Formulierung dieses Artikels löst Mitgefühl für den Iran aus und ganz so wie Reuters macht er den Westen zum eigentlichen Bösewicht.

In einem Text der New York Times, der sich auf Putin und den Iran als „gemeinsam Ausgestoßene“ bezieht, wird Israel nur einmal erwähnt – in einer Erklärung, warum Putin seine Beziehungen zum Iran nicht früher vertiefte.

Dass der Iran, unterstützt von Putin, Atomwaffen anstrebt und dabei beträchtliche Fortschritte macht, wird gar nicht erwähnt.

Ähnlich berichtete CNN, dass der iranische Präsident Ebrahim Raisi bei seinem Treffen mit Putin ein erhebliches Engagement für Sicherheitskooperation zwischen den beiden Ländern bejubelte; er sagte, die beiden Staaten hätten „gute Erfahrungen“ bei der Bekämpfung von Terrorismus.

Warum wird nicht erwähnt, dass der Iran der Top-Terrorsponsor der Welt ist? Vom Iran finanzierte Gruppen, darunter Hamas und Hisbollah, werden sowohl von den USA als auch der Europäischen Union als Terrororganisationen eingestuft.

Schließlich berichtete die weltweit tätige französische Nachrichtenagentur AFP in einem unkritischen Artikel, der als Posse hätte missverstanden werden können: „Teheran versicherte am Mittwoch, dass seine Atompolitik sich nicht verändert hat und dass es weiterhin an einer Fatwa festhält, die Massenvernichtungswaffen verbietet, nachdem ein offizieller Vertreter des Iran sagte, das Land sei in der Lage Atombomben zu bauen.“

Zu wenig berichtet: Die Verbindung zwischen Putins Iran-Besuch und Bidens Nahost-Reise

Zu Putins Iran-Besuch ist entscheidender Kontext ausgelassen worden, was ein durchsichtiger Versuch war US-Präsident Joe Bidens im Fokus der Öffentlichkeit stehender Reise bei Feinden der Islamischen Republik etwas entgegenzusetzen: Israel und Saudi-Arabien.

Während seiner Reise in den Nahen Osten bestätigte der Präsident die starke Allianz zwischen Amerika und dem jüdischen Staat und versuchte die Beziehungen zu den Saudis zu reparieren.

In krassem Gegensatz zu Putins Besuch in Teheran pries ein offizieller Twitter-Account mit Verbindung zum Obersten Revolutionsführer Ali Khamenei den russischen Präsidenten für seine „neuste Haltung gegen die Zionisten“.

Vom Präsidenten Russlands eingenommene aktuelle Standpunkte gegen die ZIonisten sind löblich.

Diese neue Weltordnung muss von den Medien anerkannt und darüber mit der nötigen Sorgfalt berichtet werden.

Jetzt, wo es offensichtlicher ist als je zuvor, dass die neue Achse des Bösen mit Wladimir Putin und dem Iran dabei kollaborieren die Welt zu einem gefährlicheren Ort zu machen, müssen die Medien die Welt wecken und dürfen das Böse nicht gewinnen lassen.

Das kann nur getan werden, wenn prominente Nachrichtenpublikationen aus der Geschichte etwas über die Gefahren der Verharmlosung des Bösen lernen, damit es sich nicht wiederholt.