Tabu brechender deutscher Geheimdienstbericht zu muslimischem Antisemitismus

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor; Englisch auf: BESA Center, 30. April 2019)

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat einen 40 Seiten langen Bericht mit dem Titel „Antisemitismus im Islamismus“ veröffentlicht. Nie zuvor hat ein europäischer Geheimdienst einen Bericht zu muslimischem Antisemitismus publiziert. Dieser Bericht ist ein wichtiger Bruch mit der deutschen Vergangenheit, weil er die erste offizielle Veröffentlichung eines nationalen Gremiums ist, die in angemessenen Details den Antisemitismus offenlegt, der Teilen der muslimischen Gemeinschaft entspringt.

Der Titel spiegelt allerdings nicht seinen Inhalt. Es wurde wahrscheinlich – von einem Standpunkt politischer Korrektheit aus – als inakzeptabel betrachtet, ihn in Übereinstimmung mit seinem Inhalt „Antisemitismus und Islam“ zu nennen. In vielen, aber nicht allen der folgenden Zitate sollte das Wort „islamistisch“ durch „muslimisch“ ersetzt werden.

Der Bericht definiert Islamismus als eine Form des politischen Extremismus unter Muslimen. Er strebt nach der Eliminierung der Demokratie; Antisemitismus ist ein wesentliches seiner ideologischen Elemente.

Viele Muslime sind keine Antisemiten. Dennoch ist das Antisemitismus-Problem im Islam weit davon entfernt sich auf Menschen mit extremen politischen Ansichten oder gar religiöse Muslime zu beschränken. Der Bericht deutet an, das viele Vorfälle durch Einzelpersonen verursacht worden, „zu denen es bis dahin keine Anzeichen gab, dass sie dem organisiertem Islamismus zur Verfügung standen“. Das legt nahe, dass diese antisemitischen Taten wegen Islamismus begangen wurden, was vermutlich bei einer beträchtlichen Zahl von Vorfällen nicht der Fall ist.

Vor nur eineinhalb Jahren war es in Deutschland tabu von muslimischem Antisemitismus zu sprechen, Politiker konnten das einmal erwähnen. Das trotz der Tatsache, dass allgemein bekannt war, dass es von Muslimen im Land begangene schwere antisemitische Vorfälle gegeben hatte.

Das Dokument beginnt mit der Erklärung, dass wegen der historischen Gründe und Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus eine lange Zeit lang jede antisemitische Einstellung rechtem Antisemitismus zugeschrieben wurde. Nur allmählich ist im aktuellen Jahrhundert klar geworden, dass die Rechten kein Monopol auf Antisemitismus haben. Darüber hinaus gibt der Bericht an, dass es verbreiteten „täglichen“ Antisemitismus gibt, der im sozialen und politischen Zentrum der deutschen Gesellschaft weit verbreitet ist. Darüber hinaus gibt es bei Linksextremisten Antizionismus und Antisemitismus.[1]

Die Autoren fahren fort, dass die antisemitischen Meinungen im Islamismus noch weiter reichen. Religiöse, territoriale und politische Motive kombinieren sich zu einer antisemitischen Weltsicht. Die Debatten aller islamistischen Gruppen haben als zentrale Säule ein Bild des Judentums als Feind.

Der Bericht erklärt, dass die Ankunft von mehr als einer Million Muslimen in Deutschland von 2014 bis 2017 die Bedeutung des islamistischen Antisemitismus im Land hat zunehmen lassen. Er zitiert die Antisemitismus-Statistiken der Anti-Defamation League in den Bevölkerungen von Staaten im Nahen Osten und Nordafrika. In diesen Regionen ist die Türkei eines der am wenigsten antisemitischen Länder, aus dem viele in Deutschland lebende Muslime stammen. Selbst dort gibt es „fast 70% Antisemiten“.[2] Die Studie erwähnt, dass viele Kinder in diesen Ländern mit Antisemitismus als selbstverständlichem Phänomen aufwachsen.[3]

Der Bericht betrachtet, wie viele Experten auch, eine Demonstration 2017 in Berlin als Wendepunkt im deutschen Bewusstsein des islamistischen Antisemitismus. Dort wurden Plakate getragen, die die Vernichtung Israels forderten. Eine israelische Flagge wurde verbrannt. Der Bericht führt an, dass die extremistischen Handlungen von Menschen initiiert wurden, zu denen keine vorherigen Beziehungen zu islamistischen Organisationen bekannt waren.[4] Diese Tatsache ist vermutlich nie zuvor veröffentlicht worden.

Diese Fakten schockierten Deutschland wegen der Verbindung zu den weit ernsteren Buchverbrennungen von 1933, die damals von der nationalsozialistischen Regierung angeregt wurden. Das Video dieser Flaggenverbrennungen verbreitete sich wie ein Virus, was plötzlich zu einer Reihe von Reaktionen führender Politiker führte. Der deutsche Präsident und Sozialdemokrat Frank-Walter Steinmeier sagte, dass die Verantwortung Deutschlands für seine Geschichte „keine Grenzen für diejenigen kennt, die später geboren sind und keine Ausnahmen für Immigranten“. Er fügte hinzu: „Sie ist nicht verhandelbar – für alle, die in Deutschland leben und hier leben wollen.“[5] Jens Spahn aus dem Vorstand der CDU von Kanzlerin Merkel, der inzwischen Bundesgesundheitsminister geworden ist, merkte an, dass die Zuwanderung aus muslimischen Ländern der Grund für die aktuellen Demonstrationen in Deutschland sind.[6] Stephan Harbarth, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sagte: „Wir müssen auch dem Antisemitismus von Migranten mit arabischem Hintergrund und aus den afrikanischen Ländern entschieden entgegentreten.“[7]

Die Studie erklärt, dass es entscheidend ist der Verbreitung extremistischen Antisemitismus unter muslimischen Bevölkerungen in Deutschland gegenzusteuern. Das benötigt ein größeres Bewusstsein für dieses Problem in der Öffentlichkeit, insbesondere bei Lehrern, Sozialarbeitern, der Polizei und Beschäftigten in den Ämtern für Migration und Flüchtlinge sowie bei den zuständigen Vertretern der deutschen Bundesländer.

Die Autoren erwähnen zudem, dass die Art, wie Islamisten den Islam interpretieren, im Widerspruch zu den im Grundgesetz verankerten Grundsätzen der Volkssouveränität, der Trennung von Staat und Religion, der freien Meinungsäußerung und der allgemeinen Gleichberechtigung stehen.[8] Aus diesem Grund beobachten deutsche Geheimdienste die Aktivitäten islamistischer Organisationen.

Der Bericht listet wichtige antisemitische Ausdrucksformen von islamistischem Antisemitismus auf, darunter: „Juden kontrollieren die Finanzen und die Wirtschaft“,[9] „Juden agieren mit der Hilfe von Geheimagenten und Organisationen“ und „es gibt einen ewigen Kampf zwischen Muslimen und Juden“.[10] Der Bericht zählt auch die verschiedenen extremen Muslimorganisationen auf, die in Deutschland aktiv sind. Dazu gehören die lokale Muslimbruderschaft,[11] Hamas,[12], Hisbollah,[13] Hisb ut-Tahrir,[14] ISIS, die türkische Mili Görüs sowie Salafisten.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die mehr als einhundert offiziell von Muslimen 2017 verursachten antisemitischen Vorfälle höchstwahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs sind.[15] Infolge der Bedeutung der Regierungsagentur, die diesen Bericht veröffentlicht hat, ist der muslimische Antisemitismus in Deutschland heute endlich offiziell ausführlich beschrieben worden. Das ist schon viel zu lange überfällig gewesen.

Kurz nach dem obigen Dokument wurde vom Liberal-Islamischen Bund ein 178 Seiten starker Bericht veröffentlicht; er trägt den Titel „Extreme out – Empowerment statt Antisemitismus“.[16][17] Er wurde unter anderem vom Bundesamt für Migration und Flüchtling finanziert. Der Bericht zeigt, dass viele muslimische Teenager ihre antisemitischen Einstellungen mit dem Argument rechtfertigen, sie selbst hätten zunehmende Islamophobie Erniedrigung und Intoleranz erfahren. Er kommt zu dem Schluss, dass Mitglieder der muslimischen Minderheit in einer noch kleineren Minderheit, den Juden, einen Sündenbock suchen.

Der Bericht wurde heftig kritisiert. Alan Posener, politischer Korrespondent von Die Welt, schrieb, dass Antisemitismus bei muslimischen Jugendlichen das Ergebnis schon existierender antisemitischer Vorurteile ist.[18] Der Politologe Hamed Abdel-Samad bestritt ebenfalls, dass muslimischer Antisemitismus das Ergebnis von „Islamophobie“ ist. Er schrieb, wäre dies der Fall, dann wäre die muslimische Welt frei von Islamismus und Antisemitismus, da es in diesen Ländern keine Islamfeindlichkeit gibt.[19]

[1] www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/pb-islamismus/broschuere-2019-03-antisemitismus-im-islamismus, S. 5

[2] ebenda, S 6.

[3] ebenda, S 7

[4] ebenda, S. 7

[5] http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/steinmeier-antisemitismus-ist-nicht-ueberwunden-15342133.html

[6] http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/jens-spahn-warnt-vor-importiertem-antisemitismus-15342394.html

[7] http://www.welt.de/politik/deutschland/article172205448/Antisemitismus-Union-im-Bundestag-will-Judenhasser-ausweisen.html

[8] www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/pb-islamismus/broschuere-2019-03-antisemitismus-im-islamismus, S. 14

[9] ebenda, S. 20

[10] ebenda, S. 22

[11] ebenda, S. 27

[12] ebenda, S. 28

[13] ebenda, S. 29

[14] ebenda, S. 32

[15] ebenda, S. 38

[16] https://lib-ev.jimdo.com/

[17] www.welt.de/politik/deutschland/article191175341/Schulprojekt-zu-Antisemitismus-Experten-sehen-hoechst-bedenklichen-Mechanismus.html

[18] www.welt.de/debatte/kommentare/article191243211/Antisemitismus-bei-Muslimen-Der-gar-nicht-so-neue-Judenhass.html

[19] www.juedische-allgemeine.de/politik/schuld-sind-immer-die-anderen/

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Die Nazi-Wurzeln des palästinensischen Nationalismus

Adam Eliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 8. April 2019

Sie sagen: Kommt, wir tilgen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Israel werde nicht mehr gedacht. Einmütig haben sie sich beraten, einen Bund gegen dich zu schließen: die Zelte Edoms und die Ismaeliter,… (Psalm 83,5-7, Zürcher Bibel)

Haddsch Amin al-Husseini, besser bekannt als Großmufti von Jerusalem, mit Nazi-SS-Offizeren im November 1943 (Foto: deutsches Bundesarchiv/JNS)

Es ist unbestreitbar, dass sich während des Zweiten Weltkriegs viele Muslime mit Deutschland verbündeten und Hunderttausende von ihnen für die Nazis kämpften. Man könnte argumentieren, dass sei Folge ihrer gemeinsamen Feinde gewesen: dem britischen Empire, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika.

Obwohl das für viele muslimische Länder, die sich aus pragmatischen und strategischen Gründen auf die Seite Deutschlands stellten, eindeutig stimmt, deutet bezüglich der Palästinenser ein Blick auf die Verbindung zwischen den Wurzeln des palästinensischen Nationalismus und dem Aufstieg der Nazis darauf hin, dass stärker vertretbar ist, dass diese Allianz auf gemeinsamen Philosophien und einem Hass ihrer größten gemeinsamen Nemesis gründete: den Juden.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu wurde weithin kritisiert, weil er in einer Rede vor dem World Zionist Congress (WZC) 2015 auf den Judenhass verwies, der die Herkunft des palästinensischen Nationalismus mit dem Nationalsozialismus verbindet. Darin schrieb der dem Palästinenserführer Haddsch Amin al-Husseini zu, Hitler überzeugt zu haben alle Juden zu töten.

„Hitler wollte zu dieser Zeit die Juden nicht auslöschen, er wollte die Juden vertreiben“, sagte Netanyahu vor dem WZC. „Und Haddsch Amin al-Husseini ging zu Hitler und sagte: ‚Wenn Sie sie vertreiben, werden sie hierher (nach Palästina) kommen.‘ Nach Angaben von Netanyahu fragte Hitler daraufhin: ‚Was sollte ich mit ihnen machen?‘, und der Mufti antwortete: ‚Verbrennen Sie sie.‘“

Obwohl Netanyahu von den linken Medien für diese Kommentare kritisiert wurde, hat seine Behauptung eine historische Grundlage. Dieter Wislicency, einer von Adolf Eichmanns Stellvertretern, behauptete das bei den Nürnberger Prozessen nach dem Krieg ebenfalls. Dass Wislicenys Behauptung korrekt ist, wird von vielen Historikern angefochten, obwohl bekannt ist, dass al-Husseini Hitler in Deutschland während des Kriegs besuchte und auf der Höhe seines Betriebs Auschwitz besucht haben könnte.

Ebenfalls gut dokumentiert ist, dass al-Husseini von Hitler eine Versprechen einforderte und erhielt, keinen aus Europa fliehenden Juden zu erlauben in Palästina anzukommen, ein Plan, der von der englischen und der amerikanischen Regierung initiiert wurde. Das führte zweifellos dazu, dass viele Juden nicht in der Lage waren zu fliehen und in den Todeslagern der Nazis starben.

Forschungergebnisse haben gezeigt, dass er Holocaust sich beinahe bis ins Heilige Land ausbreitete. 2006 fanden Historiker an der Universität Stuttgart in ihren Studien in Nazi-Archiven heraus, dass eine in Athen stationierte SS-Einheit den Auftrag hatte der Front der Invasionstruppen in Palästina zu folgen und dann rund 500.000 europäische Juden zusammenzutreiben und zu ermorden, die dort Zuflucht gefunden hatten. Das war der Nahost-Teil der Endlösung.

„Der wichtigste Nazi-Kollaborateur und ein absoluter arabischer Antisemit war Haddsch Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem“, sagten die Forscher und merkten an, dass al-Husseini und Heinrich Himmler, der Nazi-Führer, dem die größte Verantwortung für die Bemühungen zur Auslöschung der Juden zugeschrieben wird, sich hierfür oft trafen.

„Die Niederlage Rommels durch die Alliierten Ende 1942 hatte die Ausdehnung des Holocaust nach Palästina verhindert“, schlossen die Forscher.

Al-Husseinis Hass auf die Juden war so groß, dass er die Palästinenser im britischen Mandat aufhetzte Pogrome zu begehen. Selbst als al-Husseini 1941 in den Irak ins Exil musste, hetzte der zu Gewalt gegen die große jüdische Gemeinschaft dort auf.

Die Bewunderung, die al-Husseini für Hitler hatte, beruhte auf Gegenseitigkeit. Während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, pries Hitler den Islam als starke, aggressive, soldatische Religion. Albert Speer, Hitlers Minister für Bewaffnung und Kriegsproduktion, schrieb in seinen Memoiren über seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg; darin hielt er Hitlers Denkreisen fest.

„Sehen Sie, es ist unser Unglück, die falsche Religion zu haben“, soll Hitler nach Aussage Speers regelmäßig gesagt haben. „Warum hatten wir nicht die Religion der Japaner, die das Opfer für das Vaterland als höchstes Gut ansehen? Auch die mohammedanische Religion wäre für uns weit passender gewesen als das Christentum. Warum musste es das Christentum mit seiner Sanftmut und Schlaffheit sein?“

Dieses Erbe des Judenhasses wurde weitergegeben, fand seinen Weg in die Ursprünge der palästinensischen Autonomiebehörde. Al-Husseini traf 1946 einen jungen Yassir Arafat, später Führer der palästinensischen Befreiungsorganisation und ersten Präsidenten der PA. Es war an diesem Punkt, dass Arafat sein Schützling wurde, die Angelegenheit übernahm und schließlich die Führung des palästinensischen Nationalismus.

Diese Union zwischen den Idealen der arischen Herrenrasse des Nationalsozialismus und den sehr semitischen Palästinensern erscheint merkwürdig. Rabbi Pinchas Winston, ein produktiver Endzeit-Autor, beschreibt hingegen seine klaren Wurzeln in der Bibel und seine Funktion beim Herbeiführen des Messias.

„Die Araber wurden von den Nazis ausgebildet. Die Nazis wurden besiegt, die Araber aber nicht. Die Araber sind ihre Fortsetzung“, sagte Rabbi Winston gegenüber Breaking Israel News. „Das kann man grafisch in der antiisraelischen Propaganda der Araber sehen, die mit der antisemitischen Propaganda identisch ist. Die Palästinenser waren eine Kreation der arabischen Welt, einfach nur um über Politik und Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen, was ihnen militärisch nicht gelang.“

Winston zitierte die Grundlage für diese Verbindung, man kann sie in Kol Hator finden (Die Stimme der Turteltaube), geschrieben von Rabbi Hillel Rivlin aus Schklow. Das Buch stellt die Lehren zum Prozess des Messias von Rabbi Elijah ben Solomon Zalman dar, dem herausragenden Gelehrten des 18. Jahrhunderts, der als Gaon von Wilna bekannt war.

„Es gibt drei Klipot (Schalen der Unreinheit): Esau, Ismael und Erew Raw (gemischte Vielzahl)“, erklärte Rabbi Winston. „Der Erew Raw arbeitet daran Esau und Ismael zusammenzubringen, um das jüdische Volk zu vernichten.“

Winston erklärte, dass das das jüdische Konzept eines Messias zwei Stufen hat, der mit dem Moschiach (Messias) aus dem Haus Josef beginnt, ein praktischer Prozess, zu dem der Aufbau des Landes Israel und die Sammlung der Exilanten gehört. Der Moschaich aus dem Haus David ist ein Wunderprozess, der in der Vollendung des Dritten Tempels und der Wiederauferstehung der Toten gipfelt.

„Ismael von der Seite der Klipa (Unreinheit) ist der unreine Hamor (Esel), der dem Moschiach ben David auf der Seite der Keduscha (Heiligkeit) entspricht“, erklärte Rabbi Winston. „Der Moschiach ben Josef ist die Heiligkeit, die der Unreinheit des Esau auf der Seite des Schor (Bullen) entspricht. Esau kommt, um den Moschiach ben Josef zu vernichten, so wie Ismael kommt, um den Moschiach ben David zu vernichten. Sie arbeiten Hand in Hand, um den Moschiah ben David vom Moschiach ben Josef zu trennen.“

Der Rabbi erklärte, dass dies im Krieg von Gog und Magog gipfelt, einem Bündnis aus Esau und Ismael. Sie kommen zusammen gegen Israel, obwohl sie immer noch miteinander zerstritten sind.

„Diese Beziehung zwischen Esau und Ismael wird vom Erew Raw unterstützt und aktiviert, der heute aus vielen Linken und Liberalen besteht, sogar aus Juden, die, wie der Erew Raw aus Ägypten kamen und dran arbeiten Israel zu untergraben und die Geula (Erlösung) zu verhindern. Der Zohar sagt, als Moses den Erew Raw aus Ägypten holte, besiegelte er das Schicksal des jüdischen Volks bis zum Moschiach. Moses wird in jeder Generation zurückkommen, nur um den Erew Raw in Ordnung zu bringen.“

Rabbi Winston merkte an, wie diese Beziehung Esau-Ismael ein unerlässliches Element der Verbindung zwischen den Palästinensern und dem Nationalsozialismus ist.

„Der Punkt ist, dass die Verbindung zwischen den Palästinensern und Muslimen zu den Nazis nicht nur eine Zweck-Beziehung war“, sagte Winston. „Esau und Ismael sind untrennbar miteinander verbunden und diese Verbindung hat kabbalistische Wurzeln mit Moschiach-Konsequenzn. Das ist der Grund, dass Esau Machala heiratet, die Tochter Ismaels; um eine böse Allianz gegen die Nachkommen Jakobs zu schmieden.“

Obwohl in rabbinischen Quellen allgemein Übereinstimmung besteht, dass Ismael heute vom Islam und der arabischen Welt repräsentiert wird, ist Esau zu identifizieren heute etwas komplizierter.

„Esau hat drei Komponenten: eine geschäftliche, eine religiöse und eine rüpelhafte“, erklärte Winston. „Russland ist eindeutig der Rüpel Esau, mit dem schwer umzugehen ist, aber das ist immer noch möglich. Rom ist der religiöse Esau. Amerika ist der Geschäftsmann Esau, mit dem man schachern kann.“

Rabbi Winston vermerkte, dass Esau regelmäßig als die Christenheit identifiziert wird, da die Kirche aufzublühen begann, nachdem sie ihr Zentrum in Rom hatte, der Nation, die am engsten mit dem biblischen Esau identifiziert wird. Aber der Rabbi betonte, dass nicht von der gesamten Christenheit prophezeit wird, in der Endzeit eine negative Funktion zu erfüllen.

Winston zitierte einen Abschnitt des Talmud, in dem dem römischen Kaiser Antonius gesagt wurde, dass er es verdiente, dass die zu ihm Welt kam, weil er freundlich zu den Juden und zu Rabbi Jehudah HaNasi war (der die Mischnah zusammenstellte). Der Rabbi versicherte ihm, für seine Taten würde er es verdienen, dass die Welt kommt. Antonius gab der Sorge Ausdruck, dass die letztliche Vernichtung Esaus vorhergesagt wurde. Rabbi Jehudah HaNasi erklärte, dass Esau (d.h. Rom) schließlich wie vorhergesagt vernichtet werden würde, aber nur der Teil von Esau, der die Rolle des Esau als Zerstörer erfüllte.

„Das ist eine Quelle für das Konzept des gerechten Heiden“, erklärte Rabbi Winston. „Das sehen wir heute in den Christen, die Israel unterstützen.“

Malaysia. Die Rückkehr des antisemitischen Premierministers

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Der zweiundneunzigjährige Mohamad Mahathir ist aus der Rente zurück, gewann die malaysischen Parlamentswahlen und wurde wieder Premierminister des Landes. Er hat eine lange Geschichte extrem antisemitischer Äußerungen. Eine sticht besonders heraus, weil er sie bei einer Versammlung fast aller muslimischen Länder tätigte. Sowohl Mahathirs Äußerungen als auch die internationalen Reaktionen darauf sind einer Erinnerung wert. Sie bieten viel Einsicht in das, was seitdem mit muslimischen Staaten und Gemeinschaften, wie auch den komplexen Einstellungen westlicher Demokratien ihnen gegenüber geschehen ist.

Im Oktober 2003 fand in Putrajaya in Malaysia das Zehnte Gipfeltreffen der Organisation der Islamischen Zusammenarbeit (OIC) statt. An ihr nahmen die Führer von 57 Ländern teil. Mahathir, damals Premierminister von Malaysia, griff in seiner Willkommensrede das jüdische Volk und den Westen an.

Mahathir stellte die Beziehungen zwischen Muslimen und Juden als weltweite, frontale Konfrontation dar. Er sagte: „1,3 Milliarden Muslime können nicht von ein paar Millionen Juden besiegt werden. Es muss einen Weg geben. Und wir können einen Weg nur finden, wenn wir anhalten, um nachzudenken, unsere Schwächen und unsere Stärken auswerten, planen, Strategien entwerfen und dann den Gegenangriff führen. An und für sich sind wir sehr stark. 1,3 Milliarden Menschen können nicht einfach aufgerieben werden. Die Europäer töteten sechs Millionen von 12 Millionen Juden. Aber heute beherrschen die Juden die Welt über Stellvertreter. Sie bringen andere dazu für sie zu kämpfen und zu sterben.“

Mahathir fuhr fort: „Wir haben es mit Menschen zu tun, die denken. Sie erfanden und propagierten erfolgreich den Sozialismus, den Kommunismus, die Menschenrechte und die Demokratie, damit sie zu verfolgen falsch erscheinen würde und sie gleiche Rechte wie die anderen genießen können. Damit haben sie heute die Kontrolle über die mächtigsten Länder gewonnen und diese winzige Gemeinschaft ist eine Weltmacht geworden. Wir können sich nicht allein mit Muskeln besiegen. Wir müssen auch unser Hirn benutzen.“[1] Die Kernaussage in Mahathirs Rede ist eine Mutation der extrem antisemtischen, zaristischen Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion.

Mit Verweis auf den Westen sagte Mahathir: „Wir sind alle Muslime. Wir alle werden unterdrückt. Wir alle werden gedemütigt. Wir kontrollieren 50 der 180 Länder der Welt.“ Man erkennt hier die Mythologie der weit verbreiteten muslimischen Opfer-Kultur. Viele muslimische Einwohner ölreicher Länder sind extrem reich. Wenn ein Teil der Muslime dort gedemütigt sind, dann durch andere Muslime.

Noch schlimmer ist, dass in den vergangenen Jahrzehnten Hunderttausende Muslime von anderen Muslimen ermordet wurden, zum Teil in Kriegen zwischen muslimischen Ländern. Der Iran-Irak-Krieg in den 1980-ern ist ein Beispiel dafür. Darüber hinaus sind viele Hunderttausende bei Bürgerkrieg und inneren Unruhen umgekommen. So sieht die anhaltende Realität in Syrien und dem Jemen aus.

Die Bedeutung dessen, was 2003 geschah, geht weit über die Äußerung eines muslimischen Hetzers hinaus. Die Washington Post verwies auf die stehenden Ovationen, die Mahathir für seine Rede erhielt: „Zu Mahathirs Claqueuren gehörten Saudi-Arabiens Kronprinz Abdallah, Pakistans Präsident Pervez Muscharraf, unser Mann in Afghanistan Hamid Karzai und sogar Russlands Wladimir Putin, der die große muslimische Minderheit seines Landes vertrat. … Was aber große Teile der islamischen Welt korrumpiert und schwächt sind nicht Juden in New York oder Tel Aviv, sondern ihre eigenen eigennützigen und unfähigen Führungen – sprich: einige genau der Leute, die aufstanden und die Rede bejubelten.“[2]

Die EU veranstaltete zur Zeit der OIC-Konferenz ebenfalls ein Gipfeltreffen. Dort wurde vorgeschlagen, dass in das neunzehnseitige Abschlussdokument eine Verurteilung der Äußerungen Mahathirs aufgenommen werden sollte. Nach Angaben von Ha’aretz stellte der Entwurf fest: „Seine inakzeptablen Kommentare behindern all unsere Bemühungen die interethnische und religiöse Harmonie zu fördern und haben in einer anständigen Welt keinen Platz. Derartige falsche und antisemitische Bemerkungen sind für Muslime genauso beleidigend wie für andere.“[3]

Trotz ihrer bewegten Vergangenheit gegenüber den Juden konnten die Europäer kein Einvernehmen für eine feste Verurteilung finden. Der französische Mitte-Rechts-Präsident Jacques Chirac war gegen diese Worte, ebenso der sozialistische griechische Premierminister Costas Simitis. Und das trotz der Tatsache, dass Mahathir ohne Proteste der Führer der muslimischen Länder einen Generalangriff auf alle Juden geritten hatte.

Es wurde daraufhin beschlossen, dass der italienische Präsident des EU-Rats auf dessen Internetseite eine Erklärung einstellen würde. Darin hieß es, dass die EU „die von Präsident Mahathir abgegebenen Kommentare missbilligt“. Ebenfalls hießt es: „Solche Worte behindern all unsere Bemühungen die interethnische und religiöse Harmonie zu fördern und haben in einer toleranten Welt absolut keinen Platz.“ Dem sollten Jahre schwacher europäischer Reaktionen auf extrem antisemitische Hetze durch Muslime folgen.

Allerdings lockte Mahathir Chirac in eine Falle. Er dankte ihm für die Blockierung der Erklärung des EU-Gipfeltreffens, die seine Rede missbilligte. Chirac wollte nicht öffentlich als jemand bloßgestellt werden, der extremen Antisemitismus billigt. Er antwortete Mahathir: „Ihre Bemerkungen zur Rolle der Juden provozierte in Frankreich und weltweit starkes Missfallen.“

Klare Worte gab es aus den Vereinigten Staaten. Präsident George W. Bush traf Mahathir ein paar Tage später auf dem Asien-Pazifik-Gipfel in Bangkok. Er sagte ihm, seine Worte seien „falsch und polarisierend“ und fügte hinzu: „Sie stehen in eklatantem Widerspruch zu allem, was ich glaube.“[4] [5] Mahathir bestritt jedoch, dass Bush ihn zurechtgewiesen hatte.

Mahathir hatte sich auch schon früher extrem antisemtisch geäußert. Westliche Medien erinnerten anlässlich dieser OIC-Rede 2003 an einige dieser Äußerungen. 1986 erklärte Mahathir bei einem Treffen der Blockfreien Staaten: „Die Vertreibung der Juden aus dem Heiligen Land vor 2000 Jahren und die Unterdrückung der Juden durch die Nazis haben sie nichts gelehrt. Wenn überhaupt, dann hat das aus den Juden genau die Monster gemacht, die sie in ihrem Propagandamaterial so rundheraus verurteilen. Sie sind die Schüler des verstorbenen Dr. Goebbels gewesen.“[6]

1997 behauptete Mahathir, seine Regierung habe Angst, dass die Juden planten Malaysias Wirtschaft sowie die anderer muslimischer Länder zu vernichten.[7] Auf der Weltwirtschaftskonferenz in Davos machte Mahathir 1999 die jüdische Verbindung für Asiens Wirtschaftsprobleme verantwortlich.

Die extremsten Hetzer gegen Juden und Israel kommen seit langem aus der muslimischen Welt. Muss man das anhand eines einzelnen Beispiels demonstrieren, dann ist dafür Mahathirs Rede von 2003 samt dem Applaus, den er von den politischen Führern der muslimischen Länder dort erhielt, bestens geeignet.

[1] http://www.smh.com.au/articles/2003/10/20/1066502121884.html

[2] http://www.washingtonpost.com/archive/opinions/2003/10/21/return-to-wannsee/aecded6d-7405-44b4-ac06-59a18c5c8602/?utm_term=.931c6f01b416

[3] Sharon Sadeh, Yoav Stern, and Amiram Barkat, „EU Condemns Malaysian PM’s Remarks on Jews, But No Apology is Forthcoming,“ Ha’aretz, October 19, 2003

[4] http://edition.cnn.com/2003/WORLD/asiapcf/southeast/10/16/oic.mahathir/

[5] http://www.nytimes.com/2003/10/21/world/malaysia-talk-attacking-jews-draws-bush-ire.html

[6] http://www.nysun.com/editorials/anti-semitism-with-a-purpose/77919/

[7] http://www.agi.or.jp/user03/926_174.pdf

Ehemaliger Premier Malaysias: Juden „mussten immer wieder massakriert werden“

Marisol Seibold, Jihad Watch, 24. Januar 2010

Vorbemerkung: Mahathir Mohammed ist der malaysische Ministerpräsident, der 2003 die muslimische Welt aufrief, sich ein Beispiel an den Juden zu nehmen, um erfolgreich sein zu können. Dazu zählte er alle „Verbrechen“ auf, denen er die Juden bezichtigen konnte. Es gab (nicht nur) in Deutschland eine ganze Reihe Israel freundlich gesinnter Leute, die glaubten, mit dieser Rede habe sich Mahathir als moderat und judenfreundlich erwiesen. Ich hatte damals eine Auseinandersetzung mit einem pensionierten Bundeswehroffizier mit verklinkertem Haus im Hamburgischen, der meinte, er sei erfahren und ich junger Schnösel sollte gefälligst auf ihn und seine Erfahrung hören und sich empörte, dass ich Mahathir als Antisemiten bezeichnete und nicht auf seine Erfahrungen hören wollte. Vielleicht bekommt dieser erfahrene Mann ja diesen Text auch mal zu Gesicht. Und eventuell, ganz eventuell kommt dieser gute, erfahrene Mann mit nicht blauen Augen dann doch noch auf den Trichter…

Mahathir Mohammed ist für Äußerungen wohlbekannt, die für westliche Ohren empörend sind. Andrew Bolt stellt aber fest, dass Mahathir nicht im leeren Raum zu diesen Ansichten gekommen ist. Werden wir unzweideutige Verurteilungen Mahathirs erleben (und zwar nicht nur durch engagierte Holocaust-Leugner) oder die üblichen Behauptungen, dass seine Worte aus dem Zusammenhang gerissen wurden?

Andrew Bolt: Mahathir: „Jews had to be periodically massacred“, in: Courier Mail, 23. Januar:

Dieser Juden hassende, Terroristen rechtfertigende Verschwörungstheoretiker war tatsächlich der gewählte Regierungschef Malaysias – und sprach auf einem muslimischen Zusammentreffen, bei dem er erwartete, dass seine Ansichten Unterstützung erhalten würden:

Malaysias ehemaliger Premierminister Mahathir Mohammed sagte Mittwoch, es gebe „starke Beweise“ dafür, dass die USA die Terroranschläge vom 11. September gefaket hätten, um eine Ausrede zu haben, gegen die Muslime in den Krieg zu ziehen.

„Es gibt starke Beweise dafür, dass die Anschläge inszeniert haben. Wenn sie Avatar machen können, können sie alles machen“, sagte Mahathir der Konferenz zur Unterstützung von Al-Quds (Jerusalem); so wurde in den örtlichen Medien zitiert. [Wahrscheinlich das seltsamste Kompliment, das James Cameron jemals erhalten hat. – M.]

Der ehemalige Premier machte außerdem die Juden für die Verhinderung von Fortschritten in der US-Außenpolitik verantwortlich. Er äußerte seine Enttäuschung darüber, dass Barack Obama den Krieg in Afghanistan noch nicht beendet und das US-Terror-Gefangenenlager in Guantánamo geschlossen hat; dazu erklärte er: „Es gibt in den Vereinigten Staaten Kräfte, die verhinderten, dass der Präsident einige Dinge erledigte. Eine dieser Kräfte ist die jüdische Lobby.“

Jude seien „immer schon ein Problem in europäischen Ländern gewesen. Sie mussten in Ghettos gesperrt und immer wieder massakriert werden. Aber trotzdem blieben sie, sie gediehen und sie erpressten ganze Regierungen“, sagte Mahathir.

„Selbst nach dem Massaker der Nazis von Deutschland an ihnen überlebten sie, um weiterhin eine Quelle noch größerer Probleme für die Welt zu sein.“

Bolt fährt fort:

Hier die beängstigende Frage: Für wie viele Muslime spricht Mahathir?

Und vielleicht sollten wir endlich einmal fragen, in welchem Ausmaß der schändliche Fanatismus und das Opfertum dieses Mannes vom Islam getrieben ist, statt einmal mehr uns für seine Widerwärtigkeit verantwortlich zu machen, wie in diesem kürzlich unternommenen Versuch in The Age:

Malaysias Beziehung zu Canberra war bestenfalls gereizt und Diplomaten konnten nicht verstehen, warum Dr. Mahathir eine solch verbitterte Haltung einnimmt. Barry Wain, ein australischer Journalist, der Dr. Mahathir seit 37 Jahren beobachtet, bietet einige Antworten auf das Geheimnis.

1969 wurde Dr. Mahathir, Politiker in erster Amtszeit und aufsteigender politischer Star, auf eine voll vom Außenministerium in Canberra bezahlte Reise nach Australien eingeladen. Er verlor allerdings bei den Wahlen desselben Jahres seinen Sitz und ein paar Tage vor seiner geplanten Abreise bat Australien ihn den Trip zu verschieben…

Zwei Jahre später akzeptierte Dr. Mahathir das Angebot der australischen Regierung Canberra nach einem Seminar an der Monash-Universität zu besuchen, zu dem er auf eigene Kosten anreiste, nur um die Gastfreundschaft in der Hauptstadt so kalt zu befinden wie das Wetter. In seinem Buch „Malaysian Maverick: Mahathir Mohammed in Turbulent Times“ gibt Wain an, dass Dr. Mahathir nie vergaß, wie er all die Jahre behandelt wurde.

Erklärt also kaltes Gastgeberverhalten in Canberra auch, warum Mahathir glaubt Juden hätten „in Ghettos gesperrt und immer wieder massakriert“ werden müssen? Oder hat irgendein Glaube oder eine Ideologie ihn zu diesem Schluss getrieben?

Viele sind nur allzu bereit umständliche und unlogische Erklärungen statt einer unangenehmen zu akzeptieren.

Über die Verantwortung des Islam (1): Macht nicht den Islam verantwortlich

Gebt der Religion eine Chance

John Derbyshire, National Review online, 11. Juli 2002

Vor ein paar Tagen hatte mein Sohn Geburtstag. Nun ist es so, dass sein Geburtstag auf denselben Tag im Jahr fällt wie der der Schwester meiner Mutter, Tante Muriel. Diese Tante war sehr gut zu mir, als ich Kind war. Ich lebte lange Zeiträume in ihrem Haus; das war – und ist immer noch – im Witton District von Birmingham, einer alten Industriestadt in den englischen Midlands. (Samuel Johnson, der aus dem nahen Lichfield stammte, prahlte über seine Heimatstadt, dass „Wir eine Stadt der Philosophen sind. Wir arbeiten mit unseren Köpfen und lassen die Dummköpfe in Birmingham für uns mit den Händen arbeiten.“)

Witton ist ein Bezirk roter Backstein-Reihenhäuser des 19. Jahrhunderts. In meiner Kindheit war es ein Viertel der weißen Arbeiterschaft mit vielen kleinen Fabriken, von denen sich die meisten einer Form der Metallbearbeitung verschrieben hatten. Tante Muriel arbeitete als „Tee-Mädchen“ für eine dieser Firmen und nahm mich meistens auf ihren täglichen Gängen dorthin mit, wenn sie Tee für die Mittagspause der Arbeiter kochte. Ihr Ehemann, Onkel Fred, arbeitete in einer anderen Firma und stellte elektrische Ausrüstungen her.

Sie sind jetzt beide Rentner, leben aber immer noch in demselben Haus in derselben Straße. Witton ist nicht länger ein Ort der weißen Arbeiter. In den 1970-er Jahren zogen die meisten Weißen aus. Ihre Häuser wurden von denen gekauft, die die Engländer als „asiatische“ Immigranten bezeichnen – in diesem Fall hauptsächlich Muslime aus Pakistan und Bangladesch. Muriel und Fred sind nicht die letzten Weißen in ihrer Straße, aber Weiße sind heute eine kleine Minderheit.

Aufgrund der Zufälligkeit der Geburtstage rufe ich Tante Muriel an diesem Tag immer an und wir reden lange mit einander. Es geht natürlich hauptsächlich um Familiensachen, aber eines Tages drückte ich einige Sorgen darüber aus, wie es ihnen ginge. Beide sind alt und haben so langsam Schwierigkeiten sich zu bewegen. Tante Muriel, eine Frohnatur, hatte damit keine Probleme. „Oh, uns geht es gut. Und die Nachbarn sind wunderbar. Wir bekommen so viel Hilfe angeboten fürs Einkaufen, die Gartenarbeit, für alles. Allerdings von den Asiaten. Sie sind wirklich sehr nett. Die Engländer bieten keine Hilfe an!“

Diese „asiatischen“ Nachbarn sind natürlich solide Muslime – es gibt in der Nähe auch eine recht große Moschee. Tante Muriels Bemerkung machte mich nachdenklich. Ich denke, es könnte eine Art Stockholm-Syndrom vorliegen – so nach dem Motto: „Wenn wir schon unter all diesen Muslimen fest sitzen, dann können wir uns auch auf ihre positiven Seiten konzentrieren, um das Beste draus zu machen.“ Nun kenne ich meine Tante aber gut genug um zu wissen, dass sie nicht so reden würde, wenn nichts dran wäre. Ich vermute, dass ihre muslimischen Nachbarn wirklich nett sind oder zumindest mehr freundlich als unfreundlich.

Haben wir – die USA, der Westen – eine Auseinandersetzung mit dem Islam? Wir haben mit Sicherheit eine Auseinandersetzung mit einer Menge Muslime. Mit einer Bande muslimischer Fanatiker, die im letzten September 3.000 von uns ermordete. Die Medien in muslimischen Ländern sind voll von Antiamerikanismus. Darüber hinaus praktizieren die meisten muslimischen Länder Regierungsformen, die mit den von den Amerikanern bevorzugten Vorstellungen von Politik nun überhaupt nicht überein stimmen. Sie sind despotisch, intolerant und gegen jede aufklärerische Tendenz gerichtet. Sogar die folkloristischen Aspekte muslimischer Länder erscheinen oft unangenehm: Sie scheinen mit dem Muster der so genannten „schändlichen Kulturen“ übereinzustimmen, in denen die Richtigkeit oder Falschheit einer Tat nicht durch einen inneren moralischen Kompass bestimmt wird, sondern durch die Reaktion der Zuschauer.

Und dann gibt es den fürchterlichen Antisemitismus, mit dem der Islam durchsetzt zu sein scheint. Von Professoren der Theologie an saudischen Universitäten bis zu New Yorker Taxifahrern scheint es manchmal so zu sein, dass man nur leicht an einem Muslim kratzen muss um einen Antisemiten der boshaften, irrationalen Art zu finden, der aus der christlichen Welt seit einem halben Jahrhundert weit gehend verschwunden ist.

Kultivierte Muslime erzählen, dass das in Wirklichkeit nur Antizionismus ist, eine Reaktion auf die Kränkungen, die ihre Glaubensbrüder in Palästina erlitten. Das kann man glauben, wenn man will. Ich glaube das nicht. Es scheint mir einfach anders zu sein. Muslimische Antisemiten sagen „Zionismus“, wenn sie sehr vorsichtig sind, sagen aber meistens „Juden“. Außerdem ist Israel ein ethnischer Staat, eine jüdische Heimstatt. Seine Gefühle ausgerechnet gegen diese Nation zu richten und dabei die Juden anderer Länder außen vor zu lassen (von denen die meisten ohnehin Israel zu einem gewissen Grad unterstützen), ist eine Art moralischer Haarspalterei, zu der wenige Menschen wirklich fähig sind. Ich bin sicher, dass es Antizionisten gibt, die nicht antisemitisch sind (es gibt tatsächlich eine jüdische Sekte, die Neturei Karta, die antizionistisch sind), aber ich bin auch sicher, dass ihre Anzahl gering ist – und unter Muslimen, so glaube ich, unbedeutend. Und natürlich geht muslimischer Antisemitismus auf Zeiten vor der Gründung des modernen Staates Israel zurück.

Was sollen wir als vom Islam halten? Ist er eine grausame, dunkle Religion voller Hass, deren charakteristischstes Merkmal politischer Ausdrucksfähigkeit korrupte Diktatur ist? Wenn das so sein sollte, warum sind all diese Muslime so freundlich zu meiner Tante Muriel? In der Suche nach Aufklärung versuchte ich den Koran zu lesen. Das brachte mich nicht sonderlich weiter. Ehrlich gesagt, fand ich das Ding nicht lesbar. Es scheint keinen „roten Faden“ zu haben, wie es bei den Evangelien oder den geschichtlichen Büchern des Alten Testaments der Fall ist. Er liest sich wie die langweiligen Stücke der Bibel, dem zweiten Buch Mose oder der Offenbarung oder einige der ermüdenden Propheten.

Ich weiß aber nicht, ob das wirklich etwas bedeutet. Die heiligen Bücher anderer Völker sind immer schwer zu lesen. Ich versuchte mich einmal an einigen buddhistischen Schriften; die waren auch reichlich langweilig. Die „Analekten“ des Konfuzius, die ich tatsächlich ganz durch gelesen habe, ist meiner Meinung nach ein echt stumpfsinniges Buch. Die Sache mit heiligen Büchern ist, dass sie nicht wie jedes andere Buch betrachtet werden können. Man muss in sie hinein tauchen, mit Vorzug von frühester Kindheit an. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, muss man sie auswendig lernen – wie es fromme Muslime mit dem Koran tun und ein Gentleman des kaiserlichen China es mit den „Analekten“ zu tun pflegte. Einer der späteren davon, der Gelehrte Cheng Yi aus dem 11. Jahrhundert, berichtete: „Manchmal, wenn ich die Analekten lese, beginnen meine Hände unbewusst zu tanzen oder meine Füße auf den Boden zu klopfen.“ Die Schriften der eigenen Religion zu lesen ist nicht das Gleiche wie eine Novelle oder einen Roman zu lesen. Es ist eine andere Art von Erfahrung, die außen Stehenden nicht möglich ist. (Ich vermute tatsächlich, dass jeder Text tief schürfend erscheinen kann, wenn man ihn genügend verinnerlicht. Für eine Theaterproduktion am College musste ich Samuel Becketts Monolog-Geschichte Imagination Dead Imagine auswendig lernen. Aus der erhabenen und vielleicht etwas voreingenommenen Perspektive des Mittelalters neige ich dazu zu glauben, dass die Sache komplettes Geschwafel ist. Ich kann mich aber daran erinnern, dass ich damals davon recht mitgerissen war und dachte, wenn ich nur seine tiefere Bedeutung ergründen könnte, würde mir das ganze Geheimnis des Lebens offenbart.)

Da mir der Wille fehlt, eine komplette Textanalyse der muslimischen Schriften vorzunehmen, kann ich vielleicht von den gut bekannten Lehrsätzen ausgehen, dass der Islam keine Religion ist, die von ihren Anhängern verlangt, dass sie solch absurde Dinge glauben? In aller Aufrichtigkeit: Ich kann das nicht. Wie mit den Schriften ist es auch mit den Lehrsätzen der Religionen anderer Völker so, dass man sie nur schwerlich auf faire und ausgewogene Weise angehen kann. Die Lehrsätze meiner Religion besagen, dass ich bei der Kommunion tatsächlich das Fleisch und Blut eines Wanderpredigers aufnehme, der vor 1973 Jahren in einem rückständigen Außenposten des Römischen Reiches starb. Ich bin persönlich an den Gedanken gewöhnt, aber ich kann verstehen, dass es für einen außen Stehenden grotesk erscheinen könnte. Dass Mohammed Gottes Botschafter war, erscheint nicht a priori weniger wahrscheinlich, als dass Jesus Christus Sein Sohn war. Mit dem, was ich über den Islam weiß, erscheint er sogar weniger mit abergläubischen Extravaganzen gespickt zu sein als andere Religionen. Weinende Statuen, Heiligen-Erscheinungen, Felsbrocken, die in der Luft schweben (wie der, der im burmesischen Buddhismus erscheint) oder Tempel, die verschwinden, wenn man sich ihnen zu nähern versucht (die Hindus haben mindestens zwei davon) – all dieses Tamtam scheint im Islam nicht zu existieren. Er ist eine strenger, abstrakter Glaube, der eng an seinem Buch klebt – ähnlich den strengeren Formen des Protestantismus.

Da mir die textlichen oder philosophischen Grundlagen gegen den Islam fehlen, kann ich soziale oder historische Dinge anführen? Immerhin gibt es, wie ich oben schon darstellte, keine besonders erfolgreichen islamischen Staaten, es hat sie seit dem Mittelalter nicht gegeben. Den Islam als die vorherrschende Religion des eigenen Landes zu haben, scheint eine sichere Garantie für intellektuelle, politische, wirtschaftliche und militärische Stagnation zu sein – im günstigsten Fall (Malaysia, Indonesien) für eine schwache Art von Kumpel-Kapitalismus. Ich bin allerdings auch nicht sicher, ob das gegen den Islam verwendet werden kann. Das Christentum ist an einigen recht schrecklichen Orten die vorherrschende Religion – z.B. in einer Reihe von afrikanischen Staaten. Armenien und Äthiopien sind nicht gerade überwältigend erfolgreich. Das Christentum war 900 Jahre lang die dominierende Religion in Russland, was aber offensichtlich die armen Russen nicht gegen die Schrecken des Leninismus immun machte. (Ähnliches gilt für Kambodscha und den Buddhismus.) Bis vor 30 Jahren waren Spanien und Portugal so arm und unkreativ wie die heutigen Ägypten und Syrien, obwohl sie fromm christlich waren. Anhand des historischen Beweismaterials erscheint es so, dass jeder Horror, den man aufzählen kann – natürlich einschließlich des Antisemitismus – jede Nation mit jeder Religion befallen kann.

Was ist aber mit dem fatalistischen Aspekt des Islam: Insch’Allah, es ist Allahs Wille, du kannst nichts dagegen tun, am besten beruhigst du dich, setzt dich hin und schreibst ein Gedicht darüber. Wirkt das nicht Unternehmergeist und Selbsterfüllung entgegen? Na ja, vielleicht tut es das, aber mit dem Calvinismus muss es dann genauso sein, da er doch noch mehr von Vorherbestimmung geprägt ist. In der modernen Schweiz und in Holland war der Calvinismus dagegen ein Motor der verfassungsmäßigen Entwicklung und des intellektuellen Fortschritts. Er war eine Schlüsselkomponente im Erfolg der ersten amerikanischen Kolonien.

Ich kann die verärgerten E-Mails bereits in meiner Mailbox klappern hören: „Derb hat sich dem Multikulturalismus verschrieben! Er glaubt, der Islam sei so gut wie das Christentum!“ Habe ich nicht und tu‘ ich nicht. Ich glaube nicht, dass Mohammed Gottes Botschafter war. Ich glaube, dass das Christentum eine Reichweite und eine Tiefe hat, die andere Glauben nicht besitzen. Eine schnelle Durchsuchung des Koran nach dem Schlüsselwort „frei“ deutet an, dass es in ihm nichts Vergleichbares für Johannes 8:32 gibt („und ihr werdet die Wahrheit erkennen[a], und die Wahrheit wird euch frei machen“). Alles, was ich sagen will, ist, dass ich die Rückständigkeit, Grausamkeit, Ignoranz und Intoleranz der arabischen Welt oder Pakistans oder des Iran nicht notwendigerweise dem Islam zuschreiben kann.

Ich bin nicht sicher, dass die Lehren einer Religion zwangsläufige Konsequenzen für das Schicksal der Glaubensgemeinschaften haben. Steve Sailer merkte an, wenn das ganze Wissen eines Marsmenschen aus der Bibel stammen würde, dann müsste er schließen – nach dem Hören der donnernden, verärgerten Stimme des alttestamentlichen Jehova, nach dem Lesen der Eroberungen Josuas, Gideons und Davids, gefolgt von den milden Worten von Christus und Paulus, dass diese kriegerischen, kämpferischen Juden die sanftmütigen, die andere Wange hin haltenden Christen seit 2000 Jahren herumgestoßen haben müssen. Das ist ja nun – na ja, nicht ganz das, was geschehen ist.

Texte sind nie so wichtig wie die Einstellungen, die Menschen ihnen gegenüber einnehmen. Es ist Allgemeingut der politischen Wissenschaften – ich glaube, Aristoteles bemerkte das – dass ein Staat eine sehr demokratische Verfassung haben und trotzdem eine Diktatur sein kann und umgekehrt. (Die Volksrepublik China ist , wenn man nach ihrer Verfassung geht, eine perfekte Demokratie mit der vollen Bandbreite ziviler Freiheiten; Großbritannien ist aufgrund gleichen Maßstabs eine absolute Monarchie.) Es gibt in der Bibel haufenweise Textabschnitte, die ich höflich ignoriere – z.B. den Kram aus dem 3. Buch Mose über die richtige Art des Sklavenerwerbs.

Wirklich wichtig in der Bestimmung des Schicksals und Charakters eines Volkes sind Kultur, Tradition, eingefleischte Handlungsweisen. Meistens macht Religion nicht mehr als, diese Dinge etwas zu modellieren und sich um sie herum zu legen. Die Vorliebe der germanischen Völker für Volksversammlungen, Parlamente, Althinge, Debatten und Wahlen scheint aus der Zeit vor dem Christentum zu stammen; die Entschiedenheit und das Selbstvertrauen jüdischer Frauen kann man weit zurück im Alten Testament bereits sehen, in den Geschichten von Sarah und Deborah – lange bevor das Judentum sesshaft wurde. Ich weiß es nicht, aber ich würde darauf wetten, dass Araber ihre Frauen aus dem öffentlichen Leben heraus hielten, lange bevor Mohammed auftauchte. Ich würde mich nicht wundern, wenn ich erführe, dass sie auch bereits recht unfreundlich zu Juden waren.

In unserem derzeitigen Konflikt sind alle unsere Feinde Muslime. Ich glaube dennoch nicht, dass unser Feind der Islam ist. Der Islam kam als primitive Stammesgesellschaft auf, die seitdem nie wirklichen politischen Fortschritt erfuhr. Die Araber sind heute immer noch primitiv und am Stamm orientiert, aber ihr Versagen moderne Nationalstaaten zu schaffen kommt aus ihren alt hergebrachten Gewohnheiten, Verhalten und sozialem Austausch, aus geografischen Beschränkungen, nicht aus dem Islam. Die arabischen Länder, die auf säkularen Prinzipien gründen – Irak und Syrien – sind sogar noch herunter gekommener und korrupter als die Theokratien.

Und obwohl eine Religion mit dem menschlichen Material arbeiten muss, das es vorfindet, kann sie erhebend und Fortschritte machend sein. Der englische Romanautor Evelyn Waugh konvertierte zum Katholizismus. Er blieb trotzdem ein furchtbarer Mensch: rüde, egoistisch und ein krachender Snob. Als einer seiner Freunde ihn tadelte, weil er kein besserer Christ sei, antwortete Waugh: „Mein lieber Freund, du kannst es dir nicht vorstellen. Ohne meinen Glauben wäre ich kaum menschlich.“ Ich glaube, so ist es mit der ganzen Menschheit. Religion kann uns nicht perfekt machen und natürlich wissen wir alle, dass schreckliche Dinge im Namen Gottes getan werden. Insgesamt sind wir aber mit Religion besser dran als ohne. So schlecht wir uns auch manchmal mit ihr verhalten, ohne sie würden wir kaum menschlich sein.

Eine fest gefügte und etablierte Religion wie der Islam ist ein Schatz der menschlichen Rasse mit dem Potenzial die Herzen weicher zu machen und den Verstand des Gläubigen zu erleuchten. Es könnte das Instrument sein, die Gläubigen aus dem Lügensumpf zu ziehen, aus der Grausamkeit, Intoleranz und Stagnation, in die ihre Stammeskulturen sie gerissen zu haben scheinen. Wenn der Islam heute der Welt ein hässliches Gesicht zeigt, ist das kein Grund den Islam aufzugeben. Das Christentum zeigte im Dreißigjährigen Krieg auch ein ziemlich hässliches Gesicht (ganz zu schweigen von den Kreuzzügen). Ein paar Generationen später beendete es den Sklavenhandel, sorgte für den spirituellen Treibstoff einer mächtigen kommerziellen Zivilisation und brachte Bildung und Medikamente an Orte, die weder das eine noch das andere je hatten.

Statt den Islam zu verspotten und aufzugeben, sollten wir seine Gläubigen auffordern sich die edleren und großzügigeren Texte ihrer Schriften anzusehen, die Texte, die eine gemeinsame Menschheit betonen. Wir können nichts gewinnen, wenn wir die ehrlichen Muslime ausstoßen, wie auch sie nichts davon haben die Feinde des Westens zu sein. Wenn wir uns an das erste erinnern können und sie überzeugen, sich an das zweite zu erinnern, könnte es die Aussicht geben, dass den Legionen von mit glänzenden Augen den Koran schwingenden Mördern die Unterstützung entzogen wird, mit denen die Welt zur Zeit infiziert ist, und den zerstörerischen Zusammenprall zu vermeiden, von dessen Unvermeidbarkeit wir alle langsam, aber sicher überzeugt werden.

 

Einladung der Hamas – Muslime nehmen sie wahr

Elder of Ziyon, 18. Januar 2018

Die Qassam-Brigaden der Hamas luden ihre Leser aus aller Welt ein ihre Glücksgefühle zum Mord an Rabbi Raziel Shevach zu teilen. Und ihre Lesen zeigten Einsatz:

Dutzende aus aller Welt priesen den Mord; neben den gezeigten kam u.a. auch:

Wir sind eine Nation, die sich dem Tod verschrieben hat. Wir werden nicht besiegt werden, so Gott will“, schrieb ein Marokkaner.

Ein Algerier pries die „Männlichkeit“ der als Täter angenommenen Hamas.

Ein Saudi beteten für eine „Zunahme und Stärkung der jihadistischen Operationen“.

Zu den Ländern, die die Liebe ihrer Bürger für das Töten von Juden repräsentierten, gehören Algerien, Marokko, Jordanien, Tunesien, „Palästina“, der Irak, die Türkei, der Jemen, Sudan, Kuwait, Ägypten und der Libanon.

Und auch Deutschland und die Niederlande.

 

Kolumnistin der Regierungszeitung Al-Ahram an Hitler: „Hättest du es bloß getan, Bruder“

MEMRI, Special Dispatch Nr. 375, 2. Mai 2002

Die folgenden Auszüge eines Artikels von Fatma Abdallah Mahmoud trug den Titel: „Verflucht in alle Ewigkeit“ und erschien kürzlich in der regierungseigenen Zeitung Al-Akhbar:

Sie sind im Himmel und auf Erden verflucht. Sie sind verflucht von dem Tag an, als die menschliche Rasse geschaffen wurde und von dem Tag an, als ihre Mütter sie gebaren. Sie sind auch deshalb verflucht, weil sie die Propheten ermordeten. Sie ermordeten den Propheten Johannes den Täufer und servierten seinen Kopf auf einem goldenen Tablett der Sängerin und Tänzerin Salome. Allah verfluchte sie auch mit tausend Flüchen, als sie seinen Worten der Wahrheit widersprachen und sich ihnen entgegen stellten, täuschten den Propheten Moses und verehrten das goldene Kalb, das sie mit eigener Hand schufen!

Diese Verfluchten sind eine Katastrophe für die menschliche Rasse. Sie sind der Virus der Generation, bis zum Jüngsten Tag zu einem Leben in Erniedrigung und Erbärmlichkeit verdammt. Sie sind auch verflucht, weil sie wiederholt versuchten, dem Propheten Mohammed zu ermorden. Sie warfen einen Stein nach ihm, verfehlten ihn aber. Ein anderes Mal versuchten sie Gift in sein Essen zu mischen, aber die Vorsehung rettete ihn vor ihrem Verrat und ihren Verbrechen. Allah verfluchte sie, als sie die kriminellen Massaker an den friedvollen Palästinensern in Sabra und Schatila verübten.

Sie sind verflucht, sie, ihre Väter und ihre Vorväter… bis zum Tag des Gerichts, denn sie stürmten mit ihren verunreinigten, ekligen Füßen in die Al Aksa-Moschee und verletzten ihre Heiligkeit.

Schließlich sind sie grundsätzlich verflucht, weil sie eine Plage der Generation und das Bakterium aller Zeiten sind. Ihre Geschichte war und wird immer von Verrat, Falschheit und Lüge befleckt sein. Das beweisen geschichtliche Dokumente.

Daher sind die Juden verflucht – die Juden unserer Zeit, diejenigen, die ihnen voran gingen und diejenigen, die nach ihnen kommen werden, wenn es überhaupt nach ihnen Juden geben wird.

In Bezug auf den Betrug des Holocaust… Viele französische Studien haben bewiesen, dass er nichts als eine Erfindung ist, eine Lüge und ein Betrug! Das heißt, er ist eine gestellte Szene, ein sorgfältig ausgearbeiteter Komplott, der verschiedene gefälschte Fotos ohne jeden Zusammenhang zur Wahrheit benutzt. Ja, es ist ein Film, nicht mehr und nicht weniger. Hitler selbst, den sie den Nazismus anklagen, ist in meinen Augen nicht mehr als eine anspruchsloser „Schüler“ in der Welt des Mordes und des Blutvergießens. Bezüglich der Anklage, sie in der Hölle seines falschen Holocaust gebraten zu haben, ist er völlig unschuldig!!

Die ganze Sache ist – wie viele französische und britische Wissenschaftler und Forscher bewiesen haben – nichts als eine riesiges israelisches Komplott, mit dem die europäischen Länder im Allgemeinen und die deutsche Regierung im Besonderen ausgeplündert werden sollen. Aber ich, persönlich und im Licht dieser eingebildeten Geschichte, beschwere mich bei Hitler und sage ihm aus tiefstem Herzen: „Hättest du es bloß getan, Bruder, wäre es nur wirklich passiert, so dass die Welt erleichtert aufseufzen könnte, ohne ihren [der Juden] Boshaftigkeit und Sünde.“

Seit ihrer Geburt haben die Juden Hass und Feindschaft gegen den Islam und die Muslime aufgestaut. Sie haben Muslimen immer Fallen gestellt, Verschwörungen und Verbrechen gegen sie geplant und sich auf die Seite ihrer Feinde und Besatzer geschlagen…

Sie haben immer versucht, alles Aufrichtige und Schöne zu verdrehen und entstellen!! Im Grunde sind die ein Muster der moralischen Hässlichkeit, Verfälschung und Herabwürdigung. Wenn nur Allah sie weiter und weiter verfluchen würde, bis zum Ende aller Generationen. Amen.

Al-Akhbar (Ägypten), 29. April 2002