Über die Verantwortung des Islam (1): Macht nicht den Islam verantwortlich

Gebt der Religion eine Chance

John Derbyshire, National Review online, 11. Juli 2002

Vor ein paar Tagen hatte mein Sohn Geburtstag. Nun ist es so, dass sein Geburtstag auf denselben Tag im Jahr fällt wie der der Schwester meiner Mutter, Tante Muriel. Diese Tante war sehr gut zu mir, als ich Kind war. Ich lebte lange Zeiträume in ihrem Haus; das war – und ist immer noch – im Witton District von Birmingham, einer alten Industriestadt in den englischen Midlands. (Samuel Johnson, der aus dem nahen Lichfield stammte, prahlte über seine Heimatstadt, dass „Wir eine Stadt der Philosophen sind. Wir arbeiten mit unseren Köpfen und lassen die Dummköpfe in Birmingham für uns mit den Händen arbeiten.“)

Witton ist ein Bezirk roter Backstein-Reihenhäuser des 19. Jahrhunderts. In meiner Kindheit war es ein Viertel der weißen Arbeiterschaft mit vielen kleinen Fabriken, von denen sich die meisten einer Form der Metallbearbeitung verschrieben hatten. Tante Muriel arbeitete als „Tee-Mädchen“ für eine dieser Firmen und nahm mich meistens auf ihren täglichen Gängen dorthin mit, wenn sie Tee für die Mittagspause der Arbeiter kochte. Ihr Ehemann, Onkel Fred, arbeitete in einer anderen Firma und stellte elektrische Ausrüstungen her.

Sie sind jetzt beide Rentner, leben aber immer noch in demselben Haus in derselben Straße. Witton ist nicht länger ein Ort der weißen Arbeiter. In den 1970-er Jahren zogen die meisten Weißen aus. Ihre Häuser wurden von denen gekauft, die die Engländer als „asiatische“ Immigranten bezeichnen – in diesem Fall hauptsächlich Muslime aus Pakistan und Bangladesch. Muriel und Fred sind nicht die letzten Weißen in ihrer Straße, aber Weiße sind heute eine kleine Minderheit.

Aufgrund der Zufälligkeit der Geburtstage rufe ich Tante Muriel an diesem Tag immer an und wir reden lange mit einander. Es geht natürlich hauptsächlich um Familiensachen, aber eines Tages drückte ich einige Sorgen darüber aus, wie es ihnen ginge. Beide sind alt und haben so langsam Schwierigkeiten sich zu bewegen. Tante Muriel, eine Frohnatur, hatte damit keine Probleme. „Oh, uns geht es gut. Und die Nachbarn sind wunderbar. Wir bekommen so viel Hilfe angeboten fürs Einkaufen, die Gartenarbeit, für alles. Allerdings von den Asiaten. Sie sind wirklich sehr nett. Die Engländer bieten keine Hilfe an!“

Diese „asiatischen“ Nachbarn sind natürlich solide Muslime – es gibt in der Nähe auch eine recht große Moschee. Tante Muriels Bemerkung machte mich nachdenklich. Ich denke, es könnte eine Art Stockholm-Syndrom vorliegen – so nach dem Motto: „Wenn wir schon unter all diesen Muslimen fest sitzen, dann können wir uns auch auf ihre positiven Seiten konzentrieren, um das Beste draus zu machen.“ Nun kenne ich meine Tante aber gut genug um zu wissen, dass sie nicht so reden würde, wenn nichts dran wäre. Ich vermute, dass ihre muslimischen Nachbarn wirklich nett sind oder zumindest mehr freundlich als unfreundlich.

Haben wir – die USA, der Westen – eine Auseinandersetzung mit dem Islam? Wir haben mit Sicherheit eine Auseinandersetzung mit einer Menge Muslime. Mit einer Bande muslimischer Fanatiker, die im letzten September 3.000 von uns ermordete. Die Medien in muslimischen Ländern sind voll von Antiamerikanismus. Darüber hinaus praktizieren die meisten muslimischen Länder Regierungsformen, die mit den von den Amerikanern bevorzugten Vorstellungen von Politik nun überhaupt nicht überein stimmen. Sie sind despotisch, intolerant und gegen jede aufklärerische Tendenz gerichtet. Sogar die folkloristischen Aspekte muslimischer Länder erscheinen oft unangenehm: Sie scheinen mit dem Muster der so genannten „schändlichen Kulturen“ übereinzustimmen, in denen die Richtigkeit oder Falschheit einer Tat nicht durch einen inneren moralischen Kompass bestimmt wird, sondern durch die Reaktion der Zuschauer.

Und dann gibt es den fürchterlichen Antisemitismus, mit dem der Islam durchsetzt zu sein scheint. Von Professoren der Theologie an saudischen Universitäten bis zu New Yorker Taxifahrern scheint es manchmal so zu sein, dass man nur leicht an einem Muslim kratzen muss um einen Antisemiten der boshaften, irrationalen Art zu finden, der aus der christlichen Welt seit einem halben Jahrhundert weit gehend verschwunden ist.

Kultivierte Muslime erzählen, dass das in Wirklichkeit nur Antizionismus ist, eine Reaktion auf die Kränkungen, die ihre Glaubensbrüder in Palästina erlitten. Das kann man glauben, wenn man will. Ich glaube das nicht. Es scheint mir einfach anders zu sein. Muslimische Antisemiten sagen „Zionismus“, wenn sie sehr vorsichtig sind, sagen aber meistens „Juden“. Außerdem ist Israel ein ethnischer Staat, eine jüdische Heimstatt. Seine Gefühle ausgerechnet gegen diese Nation zu richten und dabei die Juden anderer Länder außen vor zu lassen (von denen die meisten ohnehin Israel zu einem gewissen Grad unterstützen), ist eine Art moralischer Haarspalterei, zu der wenige Menschen wirklich fähig sind. Ich bin sicher, dass es Antizionisten gibt, die nicht antisemitisch sind (es gibt tatsächlich eine jüdische Sekte, die Neturei Karta, die antizionistisch sind), aber ich bin auch sicher, dass ihre Anzahl gering ist – und unter Muslimen, so glaube ich, unbedeutend. Und natürlich geht muslimischer Antisemitismus auf Zeiten vor der Gründung des modernen Staates Israel zurück.

Was sollen wir als vom Islam halten? Ist er eine grausame, dunkle Religion voller Hass, deren charakteristischstes Merkmal politischer Ausdrucksfähigkeit korrupte Diktatur ist? Wenn das so sein sollte, warum sind all diese Muslime so freundlich zu meiner Tante Muriel? In der Suche nach Aufklärung versuchte ich den Koran zu lesen. Das brachte mich nicht sonderlich weiter. Ehrlich gesagt, fand ich das Ding nicht lesbar. Es scheint keinen „roten Faden“ zu haben, wie es bei den Evangelien oder den geschichtlichen Büchern des Alten Testaments der Fall ist. Er liest sich wie die langweiligen Stücke der Bibel, dem zweiten Buch Mose oder der Offenbarung oder einige der ermüdenden Propheten.

Ich weiß aber nicht, ob das wirklich etwas bedeutet. Die heiligen Bücher anderer Völker sind immer schwer zu lesen. Ich versuchte mich einmal an einigen buddhistischen Schriften; die waren auch reichlich langweilig. Die „Analekten“ des Konfuzius, die ich tatsächlich ganz durch gelesen habe, ist meiner Meinung nach ein echt stumpfsinniges Buch. Die Sache mit heiligen Büchern ist, dass sie nicht wie jedes andere Buch betrachtet werden können. Man muss in sie hinein tauchen, mit Vorzug von frühester Kindheit an. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, muss man sie auswendig lernen – wie es fromme Muslime mit dem Koran tun und ein Gentleman des kaiserlichen China es mit den „Analekten“ zu tun pflegte. Einer der späteren davon, der Gelehrte Cheng Yi aus dem 11. Jahrhundert, berichtete: „Manchmal, wenn ich die Analekten lese, beginnen meine Hände unbewusst zu tanzen oder meine Füße auf den Boden zu klopfen.“ Die Schriften der eigenen Religion zu lesen ist nicht das Gleiche wie eine Novelle oder einen Roman zu lesen. Es ist eine andere Art von Erfahrung, die außen Stehenden nicht möglich ist. (Ich vermute tatsächlich, dass jeder Text tief schürfend erscheinen kann, wenn man ihn genügend verinnerlicht. Für eine Theaterproduktion am College musste ich Samuel Becketts Monolog-Geschichte Imagination Dead Imagine auswendig lernen. Aus der erhabenen und vielleicht etwas voreingenommenen Perspektive des Mittelalters neige ich dazu zu glauben, dass die Sache komplettes Geschwafel ist. Ich kann mich aber daran erinnern, dass ich damals davon recht mitgerissen war und dachte, wenn ich nur seine tiefere Bedeutung ergründen könnte, würde mir das ganze Geheimnis des Lebens offenbart.)

Da mir der Wille fehlt, eine komplette Textanalyse der muslimischen Schriften vorzunehmen, kann ich vielleicht von den gut bekannten Lehrsätzen ausgehen, dass der Islam keine Religion ist, die von ihren Anhängern verlangt, dass sie solch absurde Dinge glauben? In aller Aufrichtigkeit: Ich kann das nicht. Wie mit den Schriften ist es auch mit den Lehrsätzen der Religionen anderer Völker so, dass man sie nur schwerlich auf faire und ausgewogene Weise angehen kann. Die Lehrsätze meiner Religion besagen, dass ich bei der Kommunion tatsächlich das Fleisch und Blut eines Wanderpredigers aufnehme, der vor 1973 Jahren in einem rückständigen Außenposten des Römischen Reiches starb. Ich bin persönlich an den Gedanken gewöhnt, aber ich kann verstehen, dass es für einen außen Stehenden grotesk erscheinen könnte. Dass Mohammed Gottes Botschafter war, erscheint nicht a priori weniger wahrscheinlich, als dass Jesus Christus Sein Sohn war. Mit dem, was ich über den Islam weiß, erscheint er sogar weniger mit abergläubischen Extravaganzen gespickt zu sein als andere Religionen. Weinende Statuen, Heiligen-Erscheinungen, Felsbrocken, die in der Luft schweben (wie der, der im burmesischen Buddhismus erscheint) oder Tempel, die verschwinden, wenn man sich ihnen zu nähern versucht (die Hindus haben mindestens zwei davon) – all dieses Tamtam scheint im Islam nicht zu existieren. Er ist eine strenger, abstrakter Glaube, der eng an seinem Buch klebt – ähnlich den strengeren Formen des Protestantismus.

Da mir die textlichen oder philosophischen Grundlagen gegen den Islam fehlen, kann ich soziale oder historische Dinge anführen? Immerhin gibt es, wie ich oben schon darstellte, keine besonders erfolgreichen islamischen Staaten, es hat sie seit dem Mittelalter nicht gegeben. Den Islam als die vorherrschende Religion des eigenen Landes zu haben, scheint eine sichere Garantie für intellektuelle, politische, wirtschaftliche und militärische Stagnation zu sein – im günstigsten Fall (Malaysia, Indonesien) für eine schwache Art von Kumpel-Kapitalismus. Ich bin allerdings auch nicht sicher, ob das gegen den Islam verwendet werden kann. Das Christentum ist an einigen recht schrecklichen Orten die vorherrschende Religion – z.B. in einer Reihe von afrikanischen Staaten. Armenien und Äthiopien sind nicht gerade überwältigend erfolgreich. Das Christentum war 900 Jahre lang die dominierende Religion in Russland, was aber offensichtlich die armen Russen nicht gegen die Schrecken des Leninismus immun machte. (Ähnliches gilt für Kambodscha und den Buddhismus.) Bis vor 30 Jahren waren Spanien und Portugal so arm und unkreativ wie die heutigen Ägypten und Syrien, obwohl sie fromm christlich waren. Anhand des historischen Beweismaterials erscheint es so, dass jeder Horror, den man aufzählen kann – natürlich einschließlich des Antisemitismus – jede Nation mit jeder Religion befallen kann.

Was ist aber mit dem fatalistischen Aspekt des Islam: Insch’Allah, es ist Allahs Wille, du kannst nichts dagegen tun, am besten beruhigst du dich, setzt dich hin und schreibst ein Gedicht darüber. Wirkt das nicht Unternehmergeist und Selbsterfüllung entgegen? Na ja, vielleicht tut es das, aber mit dem Calvinismus muss es dann genauso sein, da er doch noch mehr von Vorherbestimmung geprägt ist. In der modernen Schweiz und in Holland war der Calvinismus dagegen ein Motor der verfassungsmäßigen Entwicklung und des intellektuellen Fortschritts. Er war eine Schlüsselkomponente im Erfolg der ersten amerikanischen Kolonien.

Ich kann die verärgerten E-Mails bereits in meiner Mailbox klappern hören: „Derb hat sich dem Multikulturalismus verschrieben! Er glaubt, der Islam sei so gut wie das Christentum!“ Habe ich nicht und tu‘ ich nicht. Ich glaube nicht, dass Mohammed Gottes Botschafter war. Ich glaube, dass das Christentum eine Reichweite und eine Tiefe hat, die andere Glauben nicht besitzen. Eine schnelle Durchsuchung des Koran nach dem Schlüsselwort „frei“ deutet an, dass es in ihm nichts Vergleichbares für Johannes 8:32 gibt („und ihr werdet die Wahrheit erkennen[a], und die Wahrheit wird euch frei machen“). Alles, was ich sagen will, ist, dass ich die Rückständigkeit, Grausamkeit, Ignoranz und Intoleranz der arabischen Welt oder Pakistans oder des Iran nicht notwendigerweise dem Islam zuschreiben kann.

Ich bin nicht sicher, dass die Lehren einer Religion zwangsläufige Konsequenzen für das Schicksal der Glaubensgemeinschaften haben. Steve Sailer merkte an, wenn das ganze Wissen eines Marsmenschen aus der Bibel stammen würde, dann müsste er schließen – nach dem Hören der donnernden, verärgerten Stimme des alttestamentlichen Jehova, nach dem Lesen der Eroberungen Josuas, Gideons und Davids, gefolgt von den milden Worten von Christus und Paulus, dass diese kriegerischen, kämpferischen Juden die sanftmütigen, die andere Wange hin haltenden Christen seit 2000 Jahren herumgestoßen haben müssen. Das ist ja nun – na ja, nicht ganz das, was geschehen ist.

Texte sind nie so wichtig wie die Einstellungen, die Menschen ihnen gegenüber einnehmen. Es ist Allgemeingut der politischen Wissenschaften – ich glaube, Aristoteles bemerkte das – dass ein Staat eine sehr demokratische Verfassung haben und trotzdem eine Diktatur sein kann und umgekehrt. (Die Volksrepublik China ist , wenn man nach ihrer Verfassung geht, eine perfekte Demokratie mit der vollen Bandbreite ziviler Freiheiten; Großbritannien ist aufgrund gleichen Maßstabs eine absolute Monarchie.) Es gibt in der Bibel haufenweise Textabschnitte, die ich höflich ignoriere – z.B. den Kram aus dem 3. Buch Mose über die richtige Art des Sklavenerwerbs.

Wirklich wichtig in der Bestimmung des Schicksals und Charakters eines Volkes sind Kultur, Tradition, eingefleischte Handlungsweisen. Meistens macht Religion nicht mehr als, diese Dinge etwas zu modellieren und sich um sie herum zu legen. Die Vorliebe der germanischen Völker für Volksversammlungen, Parlamente, Althinge, Debatten und Wahlen scheint aus der Zeit vor dem Christentum zu stammen; die Entschiedenheit und das Selbstvertrauen jüdischer Frauen kann man weit zurück im Alten Testament bereits sehen, in den Geschichten von Sarah und Deborah – lange bevor das Judentum sesshaft wurde. Ich weiß es nicht, aber ich würde darauf wetten, dass Araber ihre Frauen aus dem öffentlichen Leben heraus hielten, lange bevor Mohammed auftauchte. Ich würde mich nicht wundern, wenn ich erführe, dass sie auch bereits recht unfreundlich zu Juden waren.

In unserem derzeitigen Konflikt sind alle unsere Feinde Muslime. Ich glaube dennoch nicht, dass unser Feind der Islam ist. Der Islam kam als primitive Stammesgesellschaft auf, die seitdem nie wirklichen politischen Fortschritt erfuhr. Die Araber sind heute immer noch primitiv und am Stamm orientiert, aber ihr Versagen moderne Nationalstaaten zu schaffen kommt aus ihren alt hergebrachten Gewohnheiten, Verhalten und sozialem Austausch, aus geografischen Beschränkungen, nicht aus dem Islam. Die arabischen Länder, die auf säkularen Prinzipien gründen – Irak und Syrien – sind sogar noch herunter gekommener und korrupter als die Theokratien.

Und obwohl eine Religion mit dem menschlichen Material arbeiten muss, das es vorfindet, kann sie erhebend und Fortschritte machend sein. Der englische Romanautor Evelyn Waugh konvertierte zum Katholizismus. Er blieb trotzdem ein furchtbarer Mensch: rüde, egoistisch und ein krachender Snob. Als einer seiner Freunde ihn tadelte, weil er kein besserer Christ sei, antwortete Waugh: „Mein lieber Freund, du kannst es dir nicht vorstellen. Ohne meinen Glauben wäre ich kaum menschlich.“ Ich glaube, so ist es mit der ganzen Menschheit. Religion kann uns nicht perfekt machen und natürlich wissen wir alle, dass schreckliche Dinge im Namen Gottes getan werden. Insgesamt sind wir aber mit Religion besser dran als ohne. So schlecht wir uns auch manchmal mit ihr verhalten, ohne sie würden wir kaum menschlich sein.

Eine fest gefügte und etablierte Religion wie der Islam ist ein Schatz der menschlichen Rasse mit dem Potenzial die Herzen weicher zu machen und den Verstand des Gläubigen zu erleuchten. Es könnte das Instrument sein, die Gläubigen aus dem Lügensumpf zu ziehen, aus der Grausamkeit, Intoleranz und Stagnation, in die ihre Stammeskulturen sie gerissen zu haben scheinen. Wenn der Islam heute der Welt ein hässliches Gesicht zeigt, ist das kein Grund den Islam aufzugeben. Das Christentum zeigte im Dreißigjährigen Krieg auch ein ziemlich hässliches Gesicht (ganz zu schweigen von den Kreuzzügen). Ein paar Generationen später beendete es den Sklavenhandel, sorgte für den spirituellen Treibstoff einer mächtigen kommerziellen Zivilisation und brachte Bildung und Medikamente an Orte, die weder das eine noch das andere je hatten.

Statt den Islam zu verspotten und aufzugeben, sollten wir seine Gläubigen auffordern sich die edleren und großzügigeren Texte ihrer Schriften anzusehen, die Texte, die eine gemeinsame Menschheit betonen. Wir können nichts gewinnen, wenn wir die ehrlichen Muslime ausstoßen, wie auch sie nichts davon haben die Feinde des Westens zu sein. Wenn wir uns an das erste erinnern können und sie überzeugen, sich an das zweite zu erinnern, könnte es die Aussicht geben, dass den Legionen von mit glänzenden Augen den Koran schwingenden Mördern die Unterstützung entzogen wird, mit denen die Welt zur Zeit infiziert ist, und den zerstörerischen Zusammenprall zu vermeiden, von dessen Unvermeidbarkeit wir alle langsam, aber sicher überzeugt werden.

 

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Einladung der Hamas – Muslime nehmen sie wahr

Elder of Ziyon, 18. Januar 2018

Die Qassam-Brigaden der Hamas luden ihre Leser aus aller Welt ein ihre Glücksgefühle zum Mord an Rabbi Raziel Shevach zu teilen. Und ihre Lesen zeigten Einsatz:

Dutzende aus aller Welt priesen den Mord; neben den gezeigten kam u.a. auch:

Wir sind eine Nation, die sich dem Tod verschrieben hat. Wir werden nicht besiegt werden, so Gott will“, schrieb ein Marokkaner.

Ein Algerier pries die „Männlichkeit“ der als Täter angenommenen Hamas.

Ein Saudi beteten für eine „Zunahme und Stärkung der jihadistischen Operationen“.

Zu den Ländern, die die Liebe ihrer Bürger für das Töten von Juden repräsentierten, gehören Algerien, Marokko, Jordanien, Tunesien, „Palästina“, der Irak, die Türkei, der Jemen, Sudan, Kuwait, Ägypten und der Libanon.

Und auch Deutschland und die Niederlande.

 

Kolumnistin der Regierungszeitung Al-Ahram an Hitler: „Hättest du es bloß getan, Bruder“

MEMRI, Special Dispatch Nr. 375, 2. Mai 2002

Die folgenden Auszüge eines Artikels von Fatma Abdallah Mahmoud trug den Titel: „Verflucht in alle Ewigkeit“ und erschien kürzlich in der regierungseigenen Zeitung Al-Akhbar:

Sie sind im Himmel und auf Erden verflucht. Sie sind verflucht von dem Tag an, als die menschliche Rasse geschaffen wurde und von dem Tag an, als ihre Mütter sie gebaren. Sie sind auch deshalb verflucht, weil sie die Propheten ermordeten. Sie ermordeten den Propheten Johannes den Täufer und servierten seinen Kopf auf einem goldenen Tablett der Sängerin und Tänzerin Salome. Allah verfluchte sie auch mit tausend Flüchen, als sie seinen Worten der Wahrheit widersprachen und sich ihnen entgegen stellten, täuschten den Propheten Moses und verehrten das goldene Kalb, das sie mit eigener Hand schufen!

Diese Verfluchten sind eine Katastrophe für die menschliche Rasse. Sie sind der Virus der Generation, bis zum Jüngsten Tag zu einem Leben in Erniedrigung und Erbärmlichkeit verdammt. Sie sind auch verflucht, weil sie wiederholt versuchten, dem Propheten Mohammed zu ermorden. Sie warfen einen Stein nach ihm, verfehlten ihn aber. Ein anderes Mal versuchten sie Gift in sein Essen zu mischen, aber die Vorsehung rettete ihn vor ihrem Verrat und ihren Verbrechen. Allah verfluchte sie, als sie die kriminellen Massaker an den friedvollen Palästinensern in Sabra und Schatila verübten.

Sie sind verflucht, sie, ihre Väter und ihre Vorväter… bis zum Tag des Gerichts, denn sie stürmten mit ihren verunreinigten, ekligen Füßen in die Al Aksa-Moschee und verletzten ihre Heiligkeit.

Schließlich sind sie grundsätzlich verflucht, weil sie eine Plage der Generation und das Bakterium aller Zeiten sind. Ihre Geschichte war und wird immer von Verrat, Falschheit und Lüge befleckt sein. Das beweisen geschichtliche Dokumente.

Daher sind die Juden verflucht – die Juden unserer Zeit, diejenigen, die ihnen voran gingen und diejenigen, die nach ihnen kommen werden, wenn es überhaupt nach ihnen Juden geben wird.

In Bezug auf den Betrug des Holocaust… Viele französische Studien haben bewiesen, dass er nichts als eine Erfindung ist, eine Lüge und ein Betrug! Das heißt, er ist eine gestellte Szene, ein sorgfältig ausgearbeiteter Komplott, der verschiedene gefälschte Fotos ohne jeden Zusammenhang zur Wahrheit benutzt. Ja, es ist ein Film, nicht mehr und nicht weniger. Hitler selbst, den sie den Nazismus anklagen, ist in meinen Augen nicht mehr als eine anspruchsloser „Schüler“ in der Welt des Mordes und des Blutvergießens. Bezüglich der Anklage, sie in der Hölle seines falschen Holocaust gebraten zu haben, ist er völlig unschuldig!!

Die ganze Sache ist – wie viele französische und britische Wissenschaftler und Forscher bewiesen haben – nichts als eine riesiges israelisches Komplott, mit dem die europäischen Länder im Allgemeinen und die deutsche Regierung im Besonderen ausgeplündert werden sollen. Aber ich, persönlich und im Licht dieser eingebildeten Geschichte, beschwere mich bei Hitler und sage ihm aus tiefstem Herzen: „Hättest du es bloß getan, Bruder, wäre es nur wirklich passiert, so dass die Welt erleichtert aufseufzen könnte, ohne ihren [der Juden] Boshaftigkeit und Sünde.“

Seit ihrer Geburt haben die Juden Hass und Feindschaft gegen den Islam und die Muslime aufgestaut. Sie haben Muslimen immer Fallen gestellt, Verschwörungen und Verbrechen gegen sie geplant und sich auf die Seite ihrer Feinde und Besatzer geschlagen…

Sie haben immer versucht, alles Aufrichtige und Schöne zu verdrehen und entstellen!! Im Grunde sind die ein Muster der moralischen Hässlichkeit, Verfälschung und Herabwürdigung. Wenn nur Allah sie weiter und weiter verfluchen würde, bis zum Ende aller Generationen. Amen.

Al-Akhbar (Ägypten), 29. April 2002

Studie zeigt: Es ist die schlimmste Zeit der modernen Geschichte, um Antisemit zu sein

The Mideast Beast, 22. Juni 2017

Eine neue Studie des iranischen Instituts für die Förderung des Antisemitismus deckte auf, dass jetzt die schlimmste Zeit in der Geschichte ist um Antisemit zu sein. Die Studie zeigte, dass es seit der Gründung des jüdischen Staates zunehmend schwieriger geworden ist Juden zu verfolgen.

Als die anfingen, sagten die Forscher, sie hofften zeigen zu können, dass Juden zu verfolgen so einfach sei wie in den „guten alten Zeiten“; sie vermerkten, dass „sie die einzigen Menschen auf dem Planeten sind, die aus Europa in den Nahen Osten weglaufen“ und dass die Konzentration von Juden an einem Ort es leichter machen würde sie auszumerzen, aber sie entdeckten, dass das nicht der Fall ist.

Ein Teilnehmer an der Studie antwortete, dass er jetzt das Gefühl habe „dass sie jemanden haben, zu dem sie gehen können, es war viel schwerer sie aus dem Land zu werfen, als es sonst üblich war“. Sie entdeckten zudem, dass die Gründung der israelischen Streitkräfte ernsthafte Hindernisse darstellt „sie wieder in die Öfen zu schicken“.

Die Studie merkte an, dass es Raum für Optimismus gebe und stellte heraus, dass es „ziemlich einfach ist jemanden davon zu überzeugen, dass man antiisraelisch ist, nicht antisemitisch, da die  Studie eine starke Steigerung antisemitischer Vorfälle an US-Universitäten zeigt, die ein Ort sind, an dem die israelische Flagge mehr Anfeindungen erlangen kann als eine ISIS-Flagge. Er vermerkte: „Das ist Fortschritt – nicht viel, aber wir kommen voran. Man muss mit den Kindern anfangen.“

Ikrama Sabri, Mufti von Jerusalem

Der Mufti von Jerusalem wurde vom PA-Vorsitzenden Arafat ernannt. Er hat sich immer wieder durch schlimmsten Antisemitismus hervor getan, der von den Moscheen auf dem Tempelberg aus als „Predigten“ über die palästinensischen Medien verbreitet wurde. Er ist also eine „Autorität“ für die Palästinenser und ein Vertrauter Arafats. Diese Verbindung sollte man im Hinterkopf haben, wenn man seine Hetze liest.

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Am 9. Dezember 2001 veröffentlichte die israelische Zeitung Ha’aretz Äußerungen Sabris aus der arabischen Zeitung Al-Hayat:

Der Mufti von Jerusalem, Scheich Ikrama Sabri, sagt, dass Selbstmord-Attentate gerechtfertigt sind und dazu ermutigt werden sollte; so ein Bericht, der Freitag [7.12.2001] in der internationalen arabischen Zeitung Al-Hayat.

Auf die Frage danach, ob israelische Staatsbürger angegriffen werden dürfen, antwortete er: „Wer ist Zivilist und wer ist Militär? Es hat während der Intifada viel mehr tote palästinensische Zivilisten als Kämpfer gegeben. Schulkinder, der Körper in Stücke gerissen wurden; schwangere Frauen, die davon abgehalten wurden, ins Krankenhaus zu kommen – häufig starben Mutter und Kind.“

Diese Propaganda-Lügen glaubt er vermutlich selbst. Die Israelis versuchen IMMER, die „militärischen“ Ziele zu treffen. Wenn „Zivilisten“ Waffen nehmen und damit gegen israelische Soldaten oder Zivilisten ermorden wollen, dann ist ein Kampf gegen diese „Zivilisten“ nötig – außer sie lassen sich gerne umbringen. Das verlangt Arafat mitsamt seiner Terroristenbande von ihnen. Sabri tut so, als wären die Israelis hinter den einfachen, normalen Leuten her, nicht hinter den Attentätern und Mördern. Das ist die Propaganda-Lüge, die er im eigenen Volk durchgesetzt hat und die er auch im Westen durchgesetzt sehen will!

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Aus einem Interview mit „Die Welt“ vom 17.01.2001:

Es gibt nicht das geringste Anzeichen für die frühere Existenz des jüdischen Tempels an diesem Platz. In der gesamten Stadt gibt es keinen einzigen Stein, der auf die jüdische Geschichte verweist.
1930 hat ein Komitee des Völkerbundes uns empfohlen, die Juden dort beten zu lassen, damit sie Ruhe geben, keinesfalls hat es aber anerkannt, dass sie ihnen gehört.
Das ist eine richtig feiste Lüge: In der Zeit, in der die angesprochene Verfügung (übrigens der englischen Mandatsmacht, nicht des Völkerbundes) erlassen wurde, stellte die moslemische Geistlichkeit in Jerusalem fest, dass es Konsenz darüber gibt, dass die Westmauer Teil des herodianischen Tempels gewesen sein muss! Das wird auch in der Verfügung der Mandatsmacht ausdrücklich gesagt, auch wenn diese die Souveränität über den Bereich den Moslems zuspricht.

Seit 1967 haben wir gewaltlos für den Frieden gekämpft.
Wo bitte hat dieser friedliche Kampf stattgefunden? Wer hat den Jom-Kippur-Krieg angefangen? Wer hat die Politik der „Drei Nein“ beschlossen? Wer ist die PLO – Engel, die keinem etwas getan haben? Wer hat die Bomben gelegt, Hinterhalt-Morde durchgeführt, Flugzeuge entführt und Juden in aller Welt umgebracht?

Es (das Heilige Land) reicht vom Mittelmeer bis zum Jordan.
Die Juden aber, die aus der ganzen Welt hierhin gekommen sind, sollen dahin zurückgehen, woher sie kamen.
Heißt das, dass auch die aus den arabischen Ländern vertriebenen Juden in ihre früheren Heimatländer zurückkehren (sollen)? Was sagen die arabischen Brüder in diesen Ländern dazu?

Terra Incognita: Die Hamas gibt Antisemitismus zu, warum waschen so viele sie rein?

Die Hamas will das Beste von beidem: Sie will eine antisemitische, radikal, rechtsgerichtete Organisation sein und die Leute sollen losrennen, um sie links reinzuwaschen.

Seth J. Frantzman, The Jerusalem Post, 29. Januar 2017

Der ranghohe Hamas-Vertreter Osama Hamdan sagte Al-Jazira gegenüber gerade, dass die Organisation ihre Charta überarbeiten und „den antisemitischen Sprachgebrauch in Angriff nehmen“ werde.

Die neue Charta würde Verweise auf „Religion und Rasse“ entfernen. Die Hamas würde klar machen, dass sie nur „gegen die Zionisten, gegen die Besatzung unseres Landes“ sei.

Das die Hamas eingesteht, dass ihre Charta von 1988 antisemitisch ist, führt zu der Frage: Warum behaupten so viele Kommentatoren, darunter jüdische Journalisten und israelische Akademiker, schon so lange, dass die Hamas moderat sei und ignorieren den Antisemitismus? Dieselben Stimmen, die Präsident Donald Trump wegen Rassismus verurteilen und seine Berater des Antisemitismus beschuldigen, scheuen jede Erwähnung des Antisemitismus der Hamas.

Ein „Fact Sheet“ der Jewish Voice vor Peace von 1915 zum Gazastreifen erwähnt die Hamas kaum und wenn sie beschreibt, dann als Opfer des Waffenstillstände „brechenden“ Israel; dazu kommt die Beschwerde, es sei „zutiefst verstörend“, dass Israel Hamas-Führer Ahmad Jabari tötete. Seit Jahren ist die Öffentlichkeit einer Desinformationskampagne zur Hamas unterzogen worden. Diejenigen, die eine liberalere israelische und westliche Gesellschaft fordern, haben oft versucht die Hamas reinzuwaschen.

Die Wahrheit über den Antisemitismus der Hamas steht reichlich zur Verfügung.

Die israelische Professorin Dina Porat schrieb 2014, dass es die gesamten 36 Artikel der Hamas-Charta hindurch Beschreibungen gibt, die „klar antisemitische Motive beinhalten, die kein Blatt vor den Mund nehmen. Der Zionismus stellt eine Invasion Palästinas nach Art der Nazis und der Tataren dar, erklärt die Charta; und jüdischer Nationalsozialismus ist ein bösartiger Feind (Artikel 20), der sich wie der Nationalsozialismus verhält… die historische Beschreibung wird den Protokollen der Weisen von Zion informiert und gründet direkt auf diesen.“

Professor Meir Litvak schrieb 2005 im Palestine-Israel Journal (PIJ): „Die harschen Ausdrücke der Hamas dürfen nicht als bloße Rhetorik abgetan werden, da sie dazu dienen den Aktivisten und Anhängern der Bewegung einen Geisteszustand einzuschärfen sowie eine jüngere Generation Palästinenser zu sozialisieren.“

Kurz gesagt bietet die Hamas Bildung, die dazu geschaffen ist extremen Antisemitismus auszubilden, Fürsorge, die mit den Protokollen als Anhängsel daher kommt.

Dennoch schrieb Daniel Bar-Tal 2009 in PIJ, israelischer Verdacht, die Hamas sei „aus der kontinuierlichen Entmenschlichung der Hamas-Organisation sowie ihrer Anhänger als ein homogenes Terror-Gebilde abgeleitet ist“ Er behauptete: „Die meisten israelischen Juden wissen nicht, dass die Hamas ursprünglich von israelischen Behörden gegründet wurde, um eine Alternative zur Palästinensischen Befreiungsorganisation zu bieten.

Israelische Juden, die nicht wissen, dass die Hamas eine religiös-fundamentalistische Bewegung ist, die den Palästinensern außerdem soziale Hilfe, Gesundheitsversorgung und Bildung bietet.“ Antisemitismus wird nicht erwähnt.

Und woher kam seine absonderliche Idee, dass Israel die Hamas „gründete“? Die Hamas weiß, dass ihre Charata online steht, so dass jeder sie auf Internetseiten wie der der Anti-Defamation League lesen kann. Seit den frühen 2000-er Jahren haben sie gekonnte und gut geölte Propaganda-Anstrengungen betrieben, um ihr Image zu ändern. Die Hamas hätte ihre Charta schon vor Jahrzehnten ändern können, strebte aber danach den Antisemitismus zum Konsum bei ihren Fans am Leben zu erhalten, während man den Medien eine andere Geschichte erzählte. In einem Brief an den Guardian im Jahr 2008 versuchte der Gaza-Gesundheitsminister Hamas Bassam Na’im die Friedensreferenzen der Hamas aufzupolieren und versicherte den Lesern, sie verurteile den Holocaust. Alan Johnson antwortete allerdings, dass die Hamas sich nie von den Äußerungen von 1987 distanzierte, die behaupteten, dass „die Juden – Brüder von Affen, Prophetenmörder, Blutsauger, Kriegstreiber – euch ermorden … nur der Islam kann die Juden brechen und ihren Traum zerstören.“

Jewish Voice for Peace, habt ihr das gelesen? Sehr friedlich, oder? Johnson vermerkt, dass die Hamas die Juden beschuldigt hat hinter der französischen und der kommunistische Revolution zu stecken; und „Juden steckten hinter dem Zweiten Weltkrieg“ und „inspirierten die Gründung der UNO, um die Welt über ihren Mittelsmann zu beherrschen“. Artikel 17 der Charta behauptet auch, dass „zionistische Organisationen mit verschiedenen Namen und in verschiedenen Formen wie als Freimaurer, Rotary-Clubs … nichts anderes als Zellen der Subversion sind“. Nach Angaben der Hamas stecken Juden daher hinter dem Kommunismus, Nationalsozialismus, der französischen Revolution, den Freimaurern und sind Feinde des Islam. Und doch trotten Jahr um Jahr Journalisten in den Gazastreifen, um mit der Hamas zu kollaborieren, sie menschlich zu machen, als Opfer darzustellen und die UNO stellt ihre Mitglieder ein und hört auf sie, außerdem erzählen uns Kommentatoren „mit der Hamas zu reden“ und „die Hamas ist moderat“.

2012 veröffentlichte The Forward ein langes Interview mit dem ranghohen Hamas-Führer Mussa Abu Marzuk. Kira Goldenberg von der The Columbia Journalist Review vermerkte, dass dies eine „Abkehr von der normalen Berichterstattung des Blattes“ war und dies „als Affront für die jüdische (und allgemein pro-israelischen) Leserschaft betrachtet werden könnte“. Man sollte vielleicht glauben, rabiatem Antisemitismus eine Plattform zu geben sollte ein Affront für alle Linken und Antirassisten sein. „Wir sprachen darüber, ob das anständig ist“, wurde die Redakteurin Jane Eisner zitiert. „Wie stellen wir sicher, dass dieses Interview wirklich von Substanz sein würde?“ In einem Artikel mit dem Titel „Die Botschaft der Hamas“ stellte die Zeitung fest: „Der Forward ist nicht einfach eine journalistische Organisation, er ist auch eine jüdische Institution.“ Und doch erwähnte sie Antisemitismus in der Einführungs-„Botschaft“ nicht ein einziges Mal.

Sie behaupteten: „Die Hamas erkennt klar an, dass sie den Kontakt zu amerikanischen Juden und über sie mit der amerikanischen Öffentlichkeit suchen müssen.“ Die Hamas würde „sich mäßigen und erwachsener werden“ und strebe eine „produktivere Rolle im neuen Nahen Osten an“.

In dem beispiellosen Interview von Larry Cohler-Esses mit Marzuk wird das Wort „antisemitisch“ in zweitausend Worten nur zweimal benutzt. „Abu Marzuks Äußerungen zur Verteidigung der Hamas-Charta am nächsten Tag waren um so überraschender. Die Charta, ein ausführliches, mehrteiliges Gründungsdokument, das 1988 zusammengestellt wurde, beinhaltet mehrere Abschnitte, die weithin als antisemitische verurteilt wurden.“ Die Behauptung, dass diese Abschnitt nur „weithin als antisemitisch verurteilt wurden“ ist die Art wie ein Journalist es ablehnt sich selbst mit den Abschnitten selbst abzumühen. Es ist so, als würde man übe Auschwitz sagen, es werde „weithin als Gaskammern zu haben verurteilt“, statt zu schreiben:„In Auschwitz gab es Gaskammern“. Die Hamas wird nicht „weithin als antisemitische verurteilt“, sie ist antisemitisch. Warum können Journalisten und Kommentatoren das dann nicht sagen? Abu Marzuks Erklärung für die Neonazi-Charta? „Wir haben viele, viele Sorten von Politik, die nichts mit der Charta zu tun haben.“

Das ist so, als hätte im 19. Jahrhundert US-Präsident Andrew Jackson gesagt: „Wir haben viele Sorten von Politik, die nichts mit Sklaverei zu tun haben.“

Stimmt, aber habt ihr Sklaverei? Die Hamas will das Beste aus beiden Welten haben; sie will eine faschistische, antisemitische, radikal rechte Organisation sein und in der Linken Leute haben, die losrennen, um sie reinzuwaschen. Und das bekommt sie. Sie bekommt über die Jahre nicht durch große Medien nur ihre Reinwaschung, sie bekommt sogar jüdische Zeitungen, die losrennen und sie um Interviews anbetteln. Das ist die extreme Ironie ein Hamasführer zu sein. Einerseits sagen sie: „Juden sind Affen und kontrollieren die Welt.“ Und ein jüdischer Journalist schreibt der Hamas E-Mails, in denen es heißt: „Bitte gegen Sie mir ein Interview.“ Ein solches Interview findet nicht statt, weil die Hamas „gemäßigter“ wird, sondern weil die Hamas es gelernt hat, dass ihr, egal wie gehässig sie ist, immer einen roten Teppich bekommt. Man sollte glauben, dass Journalisten in Sachen solcher Interviews eine rote Linie haben. Hätte Heinrich Himmler 1944 in Auschwitz ein Interview gegeben, um ihm seine „sich mäßigende“ Haltung zu zeigen? Vermutlich. Weil er nur „weithin als antisemitisch angesehen“ wird. Er könnte ein Moderater mit einem Sozialprogramm sein.

Norman Finkelstein schrieb 2009 in Counterpuch: „Die Hamas signalisierte, dass sie eine diplomatische Regelung des Konflikts will … Hamas signalisierte, dass sie sich dem internationalen Konsens anschließt.“ Die Hamas sei das Opfer eines von Israel, den USA und der palästinensischen Autonomiebehörde geplanten „Putsches“. Im Verlauf der Jahre gewann die Hamas viele Stimmen im Westen, die von ihrer „sich mäßigende“ Einstellung erzählen. 2011 schrieb Peter Beinart im Daily Beast: „In der Politik der USA und Israels gegenüber der Hama ist eine Veränderung lange überfällig.“ Er behauptete die Organisation halte eine De-facto-Waffenstillstand ein und „seine zwei obersten Führer haben beide gesagt, die Hamas würde einen Zweistaaten-Handel akzeptieren.“ Hamas war „auf viele Weisen widerwärtig“, aber Israel betreibe eine „unmoralische, verfehlte Politik“, indem es die Hamas nicht in einer palästinensischen Einheitsregierung begrüßt.

In diesem Konzept der „Mäßigung“ ist die Hamas irgendwie jeden Tag gut, sie ermordet niemanden. Wie wäre es damit die rassistische Charta abzumildern? Der Grund, dass es um die Hamas seit Jahren keinen „Cordon sanitaire“ gab, wie um Jean-Marie Le Pen in Frankreich oder Jörg Haider in Österreich, besteht darin, dass viele in der Linken das Gefühl hatten, die Hamas sei Teil ihrer „antiimperialistischen“ Ideologie. Judith Butler sagte 2006: „Es ist extrem wichtig die Hamas, die Hisbollah als Sozialbewegungen verstehen, die progressiv sind, die links sind, die Teil der globalen Linken sind.“ Sie klärte in ihrem Interview 2012 ihre Ansicht mit der Behauptung: „Es erschien mir immer absurd, dass meine Äußerungen so aufgefasst wurden, dass ich Hamas und Hisbollah unterstütze oder begrüße… ich gebe nicht allen Gruppen, die aktuell die globale Linke ausmachen, meine bedingungslose Unterstützung.“

Es ist aber keine Frage Unterstützung zu geben, es ist eine Frage der Verurteilung des Antisemitismus der Hamas. In einem Interview von 2014 wollte sie die Hamas nicht als antisemitisch bezeichnen, sondern nur als „schädlich“; sie behauptete: „Innerhalb der Hamas gibt es einiges an veröffentlichter Diskussion.“ Beachten Sie, wie jeder Kommentierende immer behauptet, es gäbe innerhalb der Hamas „Diskussionen“, als ob eine Gruppe, die erklärtermaßen antisemitisch ist, irgendwie akzeptabel sei, solange ein paar ihrer Propagandisten behaupten, sie seien nicht alle rassistisch.

Die rechtsradikalen Ansichten der fundamentalistischen, extrem konservativen Hamas mit der „globalen Linken“ in Zusammenhang zu bringen ist so, als würde man behaupten der Ku-Klux-Klan und die Nazis seien Teil der globalen Linken, weil sie „antiimperialistisch“ seien.

Das ist unsinnig. Und doch ist der Versuch die Hamas nicht nur reinzuwaschen, sondern oft fehlende Sachkenntnis geltend zu machen, wenn man gebeten wird sich zu entscheiden ob sie antisemitisch ist, während man gleichzeitig behauptet Sachkenntnis zu „internen Hamas-Diskussion“ zu haben, ist das, wie eine stille Hamas-Lobby Jahre lang versucht hat eine falsche Moderatheit zu schaffen und Ausreden für die die Wirklichkeit zu haben.

Das ist eine selbsterfüllende Prophetie. Egal, was die USA und Israel tun, sie werden immer für den Extremismus der Hamas verantwortlich gemacht.

2009 schrieb Nathan Stock im Christian Science Monitor, dass wir „mit der Hamas reden“ müssen oder Radikalisierung entgegensehen.

„Heute führen der fehlende US-Dialog mit der Hamas und die Mäßigung der Gruppe zur Formierung einer neuen, gefährlicheren Verweigerungsgruppe.“

„Warum sollten der Westen und Israel mit der Hamas reden?“, schrieb die ehemalige UNO-Beamtin Saskia Marsh 2016 in Al-Jazira. „Holt die Terrorgruppe aus der Kälte“, schrieb sie. „Die Abmilderung [der Hamas] wird untergraben – durch eine Jahrzehnte dauernden Blockade von Handel und Bewegung in den Gazastreifen hinein und hinaus.“ Doch die Hamas ist vor 2006, als sie im Gazastreifen die Kontrolle übernahm. Sie hätte seitdem moderater werden, ihre Charta reformieren, Demokratie begrüßen und Wahlen mit mehreren Parteien abhalten können. Sie hätte Liberalismus einführen können. Zu behaupten die Blockade höhle die Mäßigung aus, zäumt das Pferd von hinten auf.“

Patrick Truffer schrieb 2012 für die Universität St. Andrews: „Die Hamas könnte ihren Kurs nach der Übernahme der poltischen Verantwortlichkeit mäßigen. Die Teilnahem der Hamas an Wahlen kann als Zeichen der Mäßigung interpretiert werden.“ War das bei den Nazis der Fall? Haben sie sich „gemäßigt“, sobald sie an der Macht waren? Bestimmt hätte der KK sich ebenfalls gemäßigt.

Wenn wir die endlose Armee an stimmen über die „gemäßigte“ Hamas reden hören, müssen uns wundern. Würde es eine christliche Version der Hamas geben, die sich in Europa zur Wahl stellt, wäre sie dann Teil der „globalen Linken“? Würden jüdische Journalisten und Zeitungen loseilen, um sie menschlich zu machen und ihr eine Plattform geben, um sie aus der Kälte zu holen? Würden die Linken sie mit solchem Verständnis mit offenen Armen begrüßen? Wir haben reichlich Beweise, dass Gruppen, die sich nur ein Prozent des Hasses der Hamas zueigen machen, als Rechtsextreme und Rassisten betrachten, wenn sie in den USA und Europa auftauchen. Die „alternative Rechte“ ist 0,01% so antisemitisch wie die Hamas und wird trotzdem beschimpft. Das ist nur ein weiteres Beweisstück der Bevorzugung der Islamisten, des Privilegs, dass Islamist zu sein mit sich bringt. Es gestattet einem antisemitisch, Neonazi und hasserfüllt zu sein und stets als „gemäßigt“ bezeichnet zu werden. Bedauerlicherweise könnte die Hamas ihre Charta 30 Jahre zu spät ändern, doch die Realität des Reinwaschungsschar westlicher Hamas-Schmeichler wird sich nicht ändern.

Hat das Zweite Vatikanische Konzil den Islam verstanden?

Dexter Van Zile, The Algemeiner, 24. Januar 2017


Vatikanstadt (Foto: Wikimedia Commons)

Vor kurzem beschloss Papst Franz Mahmud Abbas zu gestatten beim Heiligen Stuhl eine Botschaft einzurichten; das wirft Fragen dazu auf, wie ernst es dem Vatikan mit seinen Bemühungen ist an den Lehren von Nostra Aetate, einer von Papst Paul VI. 1965 ausgegebenen päpstlichen Enzyklika, festzuhalten.

Dieses vom Zweiten Vatikanischen Konzil vorbereitete Dokument erklärt, dass die katholische Kirche das jüdische Volk nicht weiter verachtet und den „Hass, die Verfolgungen, Zurschaustellung von Antisemitismus, die von jedermann zu jederzeit direkt gegen Juden gerichtet waren, verwirft“. Leider ist diese Litanei an Versündigungen am jüdischen Volk eine ziemlich gute Beschreibung dessen, was Palästinenserführer im Verlauf der letzten Jahrzehnte getan haben.

Der Großmufti von Jerusalem verfolgte Juden, indem er in den 1920-er und 1930-er Jahren zu Krawallen gegen sie aufstachelte, Soldaten für Hitlers völkermörderische Armee im Zweiten Weltkrieg rekrutierte und während sowie nach dem Holocaust per Radio Judenhass in den Nahen Osten sendete.

Yassir Arafat förderte als Führer der PLO bösartigen Antisemitismus und forderte die Vernichtung Israels, selbst als er während des Oslo-„Friedens“-Prozesses mit Israel verhandelte. „Wir werden uns weder beugen noch scheitern, bis das Blut auch des letzten Juden vom kleinsten Kind bis zum ältesten Alten vergossen ist, um unser Land zu erlösen“, sagte er 1996.

Mahmud Abbas, der aktuelle Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, verniedlichte in seiner Dissertation den Holocaust; er hat Palästinenser immer wieder zu Gewalt aufgestachelt und lästerte über die Juden und ihre „dreckigen Füße“, die den Tempelberg, der eine jüdische heilige Stätte ist, nichts weniger als verseuchen.

Und dann gibt es da die Hamas, deren Führer regelmäßig hasserfüllte Dinge über Juden sagen und zu Israels Vernichtung aufrufen.

Trotz all dieser Geschichte – die eindeutig dem Verbot antisemitischer Feindseligkeit in Nostra Aetate widerspricht – belohnt Papst Franz die Palästinenserführer mit den Insignien der Eigenstaatlichkeit.

Um zu begreifen, wie so etwas passieren konnte, muss man einen genauen Blick auf den gesamten Text von Nostra Aetate werfen, nicht nur den Teil zu Juden und Antisemitismus. Es gibt einen Abschnitt, in dem steht, die Kirche betrachte Muslime mit „Wertschätzung“, weil sie den einen Gott verehren und unter anderem „Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten verehren“.

Nostra Aetate erwähnt allerdings nicht den Judenhass, der leider reichlich in den Quellen eingebettet ist, die Muslime wertschätzen. Ein genauer Blick in den Koran, die Hadithe (Sprüche Mohammeds) und Mohammeds Biographie offenbart Texte, die Judenhass fördern, der von Nostra Aetate verurteilt wird.

Der Koran erklärt, dass Allah Juden wegen ihrer Sünden bestraft und die Hadithe sagen, dass die nicht vertrauenswürdigen und aufsässigen Juden ihre heiligen Schriften umgeschrieben hätten. Mohammeds Biografie macht eine jüdische Frau für seinen Tod verantwortlich, sie erhebt eine Beschuldigung, die der des Gottesmord-Vorwurfs im christlichen Glauben gleicht.

Es gibt in Nostra Aetate einen eindeutigen, inhärenten Widerspruch. Einerseits verurteilt das Dokument Judenhass „zu jeder Zeit und durch jeden“; andererseits proklamiert sie Wertschätzung für die Anhänger einer Religion, deren Quellen eindeutig Judenhass fördern.

Dieser Widerspruch lebte sich in Papst Franz‘ Annäherungsversuchen an die Palästinenserführer aus, die das jüdische Volk ständig verunglimpfen. Offenbar können katholische Leiter nach der aktuellen Lesart von Nostra Aetate Antisemitismus verurteilen, während sie Muslime beschwichtigen, die Judenhass fördern.

Es gibt ein weiteres Problem. Während Nostra Aestate erklärt, dass die Kirche von Muslimen eine hohe Meinung hab, wird dieser Wertschätzung in vielen Fällen mit echter Verachtung und Feindseligkeit begegnet. Antichristliche Feindseligkeit ist, wie Judenhass, in islamische Quellen eingebettet, diese fordern, dass Muslime über Christen (und Juden) herrschen, wo immer sie über die Macht dazu verfügen.

Indem erklärte wird, dass die katholische Kirche eine hohe Meinung von Muslimen hat – ohne sich dem Überlegenheitsanspruch entgegenzustellen, der den Quellen inhärent ist, die die Muslime lieb und wert halten – ermutigt Nostra Aetate eine ketzerische Haltung der Unterwürfigkeit gegenüber der Unterdrückung, die Christen in mehrheitlich muslimischem Umfeld aushalten müssen. Die Wertschätzung von jemandem zu erklären, der darauf aus ist dich zu vernichten, ist theologischer Selbstmord.

Zusammengefasst könnte Nostra Aetate, bei all ihren offensichtlichen und unbestreitbaren Vorteilen im Bereich der christlich-jüdischen Beziehungen, die katholische Kirche in einen unmöglichen Nachteil versetzen, wenn es um die Frage des muslimischen Überlegenheitsanspruchs geht, ebenso bei ihrer Rolle der Förderung des Judenhasses und der Unterdrückung von Christen im Nahen Osten, Afrika und Asien.

Als Nostra Aetate Mitte der 1960-er Jahre verkündet wurde, war sie ein Ausdruck des Glaubens dazu, wie Christen auf die antisemitische Geschichte der Kirche reagieren sollten. Aber in den Jahren seit 1965 ist eine Menge geschehen. Es ist an der Zeit, dass religiöse Leiter jeder Couleur diese Geschehnisse und ihren Einfluss auf die Theologie in den Griff bekommen.