Gegen wen kämpfen wir? Eine kurze Geschichte des militanten Islam

Jonathan Schanzer, Middle East Forum, Frühjahr 2002

Es ist ein „Krieg gegen den Terror“, sagt Präsident George W. Bush. Manchmal wird uns sogar gesagt, es sei ein Krieg gegen „das Böse“. Aber ungeachtet der Namengebung unternimmt die Bush-Administration große Anstrengungen zu betonen, dass dies auf keinen Fall ein Krieg gegen den Islam ist. Ist er das nicht?

Die kurze Antwort ist: Nein. Wir bekämpfen nicht den Islam, denn so etwas wie den einen Islam gibt es nicht. Ein einziger Islam kann nicht aus den vielen Abzweigungen, Seitenlinien und Sekten heraus geholt werden, die die 1,3 Millionen Muslime dieser Welt ideologisch, religiös und politisch aufspalten wie die anderen beiden monotheistischen Glauben, das Christentum und das Judentum.

Trotzdem waren alle 19 Flugzeugentführer des 11. September Muslime. Jeder einzelne auf der FBI-Liste der 22 meist gesuchten Terroristen ist Muslim. Fast alle Gruppen und Individuen, die in Präsident Bushs Anordnung zur Blockierung terroristischer Finanzquellen aufgelistet werden, sind auch muslimisch. Wie kann das also kein Krieg gegen den Islam sein?

Korrektur: gegen den militanten Islam

Der „Krieg gegen den Terror“ sollte eigentlich „Krieg gegen den militanten Islam“ genannt werden. Die Terroristen des 11. September, Osama bin Laden, Al Qaida und die Taliban halten alle an einer Ideologie fest, die wir als militanten Islam kennen gelernt haben – ein Minderheitszweig des Glaubens, der bitteren Hasse gegen westliche Ideen aussondert, zu denen auch Kapitalismus, Individualismus und Konsumgeist gehören. Er lehnt den Westen ab und das, je mehr er zu bieten hat (bis auf die Ausnahme von Waffen, Medikamenten und anderen brauchbaren Technologien) und sucht stattdessen die Einsetzung einer strikten Interpretation des Koran (des heiligen Buchs des Islam) und der Scharia (dem islamischen Gesetz). Amerika, wie radikale Muslime es sehen, ist das Haupthindernis beim Aufbau einer islamischen Weltordnung.

Entsprechend richtet der militante Islam sein Gift gegen Amerika und den Westen. Der oberste Führer der Taliban, Mullah Muhammad Omar, sagte nach dem 11. September, dass „der Plan (Amerika zu zerstören) voran geht und, wenn Allah es will, durchgeführt wird; es sei aber eine riesige Aufgabe, die über den Willen und das Verständnis menschlicher Wesen hinaus ginge. Wenn Allahs Hilfe mit uns ist, dann wird das innerhalb kurzer Zeit passieren.“

Scheik Ikarama Sabri, ein palästinensischer Mufti (islamische religiöse Autorität) sagte in einer Radio-Predigt, die 1997 ausgestrahlt wurde: „Oh Allah, zerstöre Amerika, seine Agenten und seine Verbündeten! Wirf sie in ihre eigenen Fallen und mache das Weiße Haus schwarz!“

„Das amerikanische Regime ist der Feind der (iranischen) islamischen Regierung und unserer Revolution“, sagte Irans religiöser Führer Ali Khamenei 1988. „Es ist der Feind eurer Revolution, eures Islam und eures Widerstands gegen amerikanisches Muskelspiel.“

Also sichern radikale Muslime ihre Worte mit Taten ab. Sie haben eine Geschichte der Gewalt gegen amerikanische, westliche und sogar muslimische Interessen. Aber die Bewegung kam nicht spontan auf. Sie hat 14 Jahrhunderte gebraucht sich zu entwickeln.

Von Eroberern zu Eroberten

Die Geschichte beginnt mit der Geburt des Islam im Jahr 610, als der Prophet Mohammed seine göttliche Mission empfing und Allahs Anweisungen für eine neue Religion akzeptierte, die den Glauben an einen einzigen Gott befahl. Die nächsten 22 Jahre diente Mohammed als Vermittler der Botschaft Allahs und sein muslimisches Reich wuchs so weit, dass es fast die gesamte arabische Halbinsel umfasste. Nach dem Tod des Propheten dehnte sich das muslimische Reich bis ins 17. Jahrhundert weiter aus, als die Muslime fraglos die größte Militärmacht der Welt waren; sie hatten ausgedehnte Gebiete erobert und Millionen im Nahen Osten und Südeuropa konvertiert. Der Islam hatte auch unvergleichliche Fortschritte in Architektur, Kunst, Gesetzgebung, Mathematik und den Wissenschaften gemacht.

Mit der Ausnahme der Kämpfe gegen die christlichen Kreuzfahrer hatten die meisten Muslime wenig mit dem Westen zu schaffen. Tatsächlich betrachtete die ottomanische Türkei, die dominante islamische Macht des 16. Jahrhunderts, den Westen mit dem, was der Islam-Experte Bernard Lewis in seinem Buch „Der Islam und der Westen“ eine „amüsierte Geringschätzung“ wegen ihrer unterlegenen Kultur und Religion nennt.

Im 17. Jahrhundert aber, als der Westen militärische Überlegenheit erreichte, schreibt Lewis, dass der Ton sich zu „alarmierter Abneigung“ verschob. 1967 hatten die Russen den Türken ihre erste schwere Niederlage beigebracht, was auf einen neuen und schwierigen Weg des Islam in die Zukunft deutete. Anstatt zu erobern, wurden die Muslime erobert.

Das Reich trennte sich bald auf. 1798 führte Napoleon Bonaparte seine Expedition nach Ägypten. 1830 übernahmen die Franzosen Algerien. Neun Jahre später verleibten die Engländer sich Aden (im heutigen Jemen) ein. 1881 besetzten die Franzosen Tunesien und 1882 festigten die Engländer ihren Zugriff auf Ägypten. 1911 eroberten die Russen Teile Persiens. Im gleichen Jahr verkündete Italien die Annexion von Tripolis, was später zur Schaffung des modernen Staates Libyen führte. 1912 dehnten die Franzosen ihren Einfluss auf Marokko aus. Am Ende des Ersten Weltkriegs hatte das ottomanische Reich den Nahen Osten verloren, als Frankreich und England das muslimische Reich als Kriegsbeute aufteilten. Die muslimische Welt konnte wenig mehr tun als hilflos zuzusehen.

Aber das schmerzlichste westliche Eindringen in die islamische Welt war unzweifelhaft die Einrichtung des Staates Israel im Jahr 1948. Zur Verwirrung der muslimischen Welt verlor die vereinigte Front der arabischen Armeen einen bitteren Krieg gegen das neu geformte Land von nur 600.000 Juden.

Während der Westen keine längerfristigen imperialistischen Vorstellungen zum Nahen Osten mehr haben mag, ist sein Einfluss allgegenwärtig. Das schließt Fortschritte in praktischen und physischen Wissenschaften ein, moderne Waffen und militärische Reformen, Massenkommunikation, Gesetz und politische Reform und ganz zu schweigen von seinem Anteil an McDonalds goldenen Bögen. Westliche Konzeptionen und Institutionen, wenn sie in die muslimische Welt versetzt werden, wirken oft destabilisierend. Sie bedrohen den Status quo und sind oftmals zu radikal anders, um in eine tief verwurzelte, traditionelle und gemeinhin statische muslimische Kultur hineinzupassen. Kurz gesagt: Die islamische Welt dürfte für einige dieser Veränderungen nicht bereit gewesen sein.

Der Aufstieg der Radikalen

Während viele Muslime sich an die schnellschrittigen Veränderungen anpassten, die in der westlichen Industrialisierung und Modernisierung üblich waren, einige Muslime lehnten sie ab. Statt dessen schufen sie eine rigide Ideologie, die in den traditionellen Werten und Gesetzen des Koran eingebettet war. Das ist das Phänomen, das heute als islamischer Fundamentalismus oder Islamismus bekannt ist.

Islamismus wurde im Lauf der Zeit als Kampf zur Rückkehr zu den ruhmreichen Tagen, als der Islam vorherrschend regierte, angesehen. Er repräsentiert eine Sehnsucht nach dem „puren“ Islam, wie er vom Propheten praktiziert wurde. Den amerikanischen Amish People nicht unähnlich, lehnt die Bewegung vieles ab, das innovativ ist. Islamisten aber führen die Ablehnung der Moderne einen Schritt weiter. Sie sehen diejenigen, die diese Innovationen einführten (den Westen), als ihren Feind an.

Der westliche Einfluss war aber unaufhaltbar. Konsequenterweise, schreibt der Experte für islamischen Fundamentalismus, Emmanuel Sivan, in seinem Buch „Radikaler Islam“ entwickelte sich unter religiösen Muslimen ein Gefühl von „Untergang und Schwermut“. Einige sahen nach Lewis diese Welt als „das Gefängnis der Gläubigen und das Paradies der Ungläubigen“ an. Für sie erklärte dies, warum islamische Werte dem Säkularismus des Westens unterliegen. Andere argumentieren, dass Allah den Muslimen böse war, weil sie vom richtigen Weg abwichen und sie deshalb wegen ihres Ungehorsams bestrafte.

Im Laufe der Zeit bekam die islamische Vision eine feste Form. Nicht nur der Einfluss des Westens wurde abgelehnt, auch die Legitimität der eigenen Regierungen in der arabischen Welt, die man als dem Westen untertan ansah. Auf diese Weise wurde der Sturz dieser Regime ein wichtiger Teil dem islamistischen Programm.

Das Entstehen einer Bewegung

Der größte Schub für dieses Programm kam 1928 mit der Gründung der Ikhwan al-Muslimun oder Moslembruderschaft in Ägypten. Diese Organisation wurde der Grundstein für die meisten der islamistischen Bewegungen, die für islamische Glaubensgrundsätze und Werte eintreten, wie sie vom gewöhnlichen Ägypter ausgedrückt werden. Die von Hassan al-Banna (1906-1949) gegründete Organisation lehnte westliche Herrschaft und Englands säkularen Einfluss in Ägypten ab. Ohne religiöse Regierung, glaubte al-Banna, würde die muslimische Welt eine „Gesellschaft kultureller Bastarde und spiritueller Halbblute“ werden.

„Politik ist Teil der Religion“, schrieb er. „Caesar und was Caesar gebührt ist für Gott, den Allmächtigen allein. Der Islam befahl die Einheit des Lebens; dem Islam die christliche Trennung von Kirche und Staat aufzudrücken, bedeutet ihm lebenswichtige Bedeutung und seine pure Existenz zu verweigern.“

Ägyptens Moslembruderschaft entwickelte schnell bewaffnete Zellen, die die Regierung und ihre Unterstützer angriffen. Dass die Bewegung verboten wurde, überrascht daher nicht. Das hielt die Gruppe aber nicht davon ab ihre Aktivitäten fortzusetzen. In einem Versuch, die Bewegung zu unterdrücken, wurde al-Banna 1949 in Kairo hingerichtet.

Al-Bannas Tod behinderte aber das Wachstum der Bewegung nicht. Die Moslembruderschaft fand in den 50-er und 60-er Jahren weitere Inspiration bei Sayyid Qutb (1906-1966), einem radikalen Ausleger, der koranische Rechtfertigungen für Angriffe auf säkulare arabische Spitzenpolitiker lieferte, die sich selbst Gläubige nannten, ihre Regierungen aber nicht entsprechend der Scharia oder den islamischen Gesetzen führten. In seinem berühmten Buch „Meilensteine“ propagierte er den Jihad oder heiligen Krieg als Mittel, die Fesseln der repressiven säkularen Regime abzuschütteln.

„Diese Bewegung … macht sich materielle Macht zunutze und beruft sich auf den Jihad um die Ordnung der Jahili (Ignoranten) und ihrer unterstützenden Beamtenschaft zu beseitigen, denn sie stören und verhindern die Bemühungen den Glauben und die Ideen der Menschheit als Ganzes zu reformieren und zwingt sie mittels seiner Reichtümer und abweichlerischen Methoden ihnen zu gehorchen und lässt sie sich vor den menschlichen Herren beugen statt vor dem allmächtigen Gott… Der genaue Zweck dieser Bewegung ist die Freisetzung der Menschen von dem Joch der menschlichen Versklavung und sie dazu zu bewegen, dem einen und einzigen Gott zu dienen.“

Qutb wurde vom ägyptischen Regime 1966 wegen der Propagierung islamischen Radikalismus und politischer Gewalt hingerichtet. Trotzdem überlebte die Bewegung. In der Tat hat sich die Moslembruderschaft seitdem global ausgebreitet. Die Organisation hat heute hunderte Zweige in über 70 Ländern weltweit.

Der militante Islam gewann nach den vernichtenden arabischen Verlusten der Araber im Sechs-Tage-Krieg vom Juni 1967 an Schwung. Aber die Muslime erlitten noch weitere Niederlage durch die Juden, ein Volk, das Muslime als religiös minderwertig ansehen. Schlimmer war die Tatsache, dass Jerusalem, die drittheiligste Stätte des Islam, erobert worden war. Auf der Suche nach Antworten wandten sich nahöstliche Muslime zunehmend ihren islamischen Wurzeln zu.

1969 übernahm Oberst Muammar Gaddafi Libyen die Macht durch einen Militärputsch. Gaddafi, merkt der Historiker Raphael Israeli an, begann bald „den Trend zu einer Vorherrschaft des Islam in der Gestaltung der Innenpolitischen und internationalen Politik der islamischen Staaten“ zu betonen. Mit dem riesigen Ölreichtum hinter sich finanzierte Gaddafi verschiedene Terroroperationen gegen das, was er als den imperialistischen Westen ansah. Gaddafi bleibt bis heute einer der größten Geldgeber des Terrors des militanten Islam.

Schließlich, ein Jahrzehnt später, passierte, was viele Historiker „das Erdbeben“ nennen. 1979 wurde der Iran die erste moderne islamische Republik, als Ayatollah Khomeini das säkulare Regime des Schah stürzte und eine neue Ordnung errichtete, in der die Scharia das Gesetz wurde. Plötzlich war der Islamismus nicht länger eine Ideologie der Bewegungen. Er hatte einen Staat angeregt.

Ein 23-jähriger Krieg

Amerikas erste Einführung in den militanten Islam kam kurz nachdem Khomeinis Islamische Republik 1979 gegründet wurde, als islamische Extremisten die US-Botschaft in der iranischen Hauptstadt Teheran besetzten. 444 Tage lang hielten die Militanten 52 Amerikaner als Geiseln. Nach einem misslungenen Rettungsversuch mit Hubschraubern stimmte Amerika der Abgabe von 8 Milliarden US-Dollar iranischer Werte zu, um die Geiseln frei zu bekommen. Die Geiseln wurden heraus gegeben und Amerika atmete erleichtert durch. Die meisten Menschen hatten das Gefühl, der Albtraum sei vorbei. In Wirklichkeit war das nur der Anfang.

Wir lernten bald, dass der Iran den radikalen Islam erfolgreich in andere Teile der islamischen Welt „exportierte“. Das einfachste Ziel von allen war der Libanon, ein kleiner, vom Krieg zerrissener Staat, der durch Jahre interner Konflikte ausgeblutet war.

Als amerikanische Soldaten zu einer Friedensmission im Libanon ankamen, schlug der militante Islam wieder zu. 1983 gab es zwei tödliche Anschläge auf Amerikaner. Der erste war eine Bombe an der amerikanischen Botschaft in Beirut. Sechs Monate später fand ein Selbstmordanschlag auf die Kaserne der US Marines am 23. Oktober mit 241 Toten.

Der Selbstmordanschlag war Amerikas erste Begegnung mit dieser Art Terror. Mit der Zeit erfuhr man, dass der Anschlag durch die von Iran gestützte Guerilla-Bewegung namens Hisbollah (Partei Gottes) gebilligt wurde. Der geistliche Führer der Gruppe, Mohammed Hussein Fadlallah, behauptete in einer hitzigen Rede, dass „die unterdrückten Nationen nicht die Technologie und zerstörerischen Waffen Amerikas und Europas haben. Sie müssen daher mit ihren eigenen, besonderen Methoden arbeiten.“ Diese besonderen Methoden waren offensichtlich zu viel für Amerika. Die US-Streitkräfte verließen den Libanon einige Monate später.

Von einem zwiespältigen Amerika ermutigt, folgte schnell weitere islamistische Gewaltakte. Zuerst wurde die amerikanische Botschaft in Beirut am 20. September 1984 erneut bombardiert. Dann folterten und ermordeten entführten islamische Terroristen im Dezember 1984 in einem in Teheran entführten Flugzeug zwei Amerikaner. Das passierte neben der Entführung von mehr als einem Dutzend Amerikaner in Beirut zwischen März 1984 und Januar 1985. Schließlich entführten im Juni 1985 islamische Militante noch ein weiteres Flugzeug mit mehr als 100 Amerikanern an Bord und töteten einen davon.

Der militante Islam tauchte am 21. Dezember 1988 wieder auf, als Pan Am Flug 103 über Lockerbie in Schottland explodierte, wobei alle 259 Menschen an Bord, wie auch 11 Einwohner am Boden ums Leben kamen, die vom Flugzeugrumpf auf dem Boden getroffen wurden. Der Flug war auf dem Weg von Frankfurt über London nach New York.

Die Bewegung fand 1989 weiteren Antrieb aus dem Aufruhr über Salman Rushdie und sein umstrittenes Buch „Die satanischen Verse“. Bei der Betrachtung des folgenden Absatzes sollte es nicht überraschen, dass das Buch weltweit Muslime vor den Kopf stieß:

„Unter den Palmen der Oase Gibreel erschien der Prophet und sprudelte Regeln, Regeln, Regeln hervor, bis die Gläubigen kaum noch die Aussicht auf mehr Offenbarungen ertragen konnten, sagte Salman, Regeln über jedes verdammte Einzelheit: Wenn ein Mann furzt, dann lass ihn sein Gesicht in den Wind richten; eine Regel darüber, welche Hand zum Reinigen des Gesäßes benutzt werden soll. Es war, als sollte kein einziger Aspekt der menschlichen Existenz ungeregelt, frei bleiben sollte. Die Offenbarung, die Rezitation sagte den Gläubigen, wie viel sie essen sollten, wie tief sie schlafen sollten und welche Sexstellungen göttliche Erlaubnis erhalten hatten, so dass sie erfuhren, dass Sodomie und die Missionarsstellung durch die Erzengel abgesegnet waren, während die verbotenen Positionen all jene einschlossen, in der die Frau sich oben befand.“

Statt lediglich zu erklären, dass das Buch anstößig war oder es aus den muslimischen Buchläden zu verbannen, verurteilte Ayatollah Ruhollah Khomeini Rushdie wegen Blasphemie zum Tode:

„Im Namen Gottes, des Allmächtigen. Wir gehören zu Gott und zu ihm werden wir zurückkehren. I möchte alle unerschrockenen Muslime in der Welt davon informieren, dass der Autor des Buches Satanische Verse …und die Verleger, die seinen Inhalt kannten, zum Tode verurteilt sind. Ich rufe alle eifrigen Muslime auf, sie schnell hinzurichten, wo immer sie sie finden, damit niemand es wagt die islamischen Heiligkeiten zu verunglimpfen. Wer immer dabei getötet wird, wird als Märtyrer gelten, so Gott will. Zusätzlich sollte jeder, der Zugang zu dem Autor des Buches hat und nicht die Kraft besitzt ihn hinzurichten, ihn den Menschen zeigen, damit er für seine Taten bestraft werden kann. Möge Gottes Segen mit euch sein. Ruhollah Musavi al-Khomeini“

Khomeinis Fatwa – oder Urteil – löste eine beispiellose Welle internationaler islamistischer Gewalt aus. Im folgenden Jahr wurden Buchhändler erstochen, Zeitungen mit Brandsätzen beworfen und Demonstrationen endeten regelmäßig in Blutbädern.

Der Kampf kommt nach Hause

Im Laufe der Zeit flaute die Rushdie-Affäre ab, aber der Krieg ging weiter. Am 23. Februar 1993 explodierte eine große Bombe im New Yorker World Trade Center, tötete sechs und verwundete 1.000. Geführt von Scheik Omar Abdel Rahman, dem „Blinden Scheik von New York“, wurde das Komplott der al-Gama’a al-Islamiyya zugeschrieben, einer radikalen ägyptischen Gruppe, von der gedacht wurde, dass sie sich auf dieses Land beschränkte. Die amerikanische Regierung machte hervorragende Arbeit und brachte die Schuldigen hinter Gitter, überließ aber die wirkliche und schmutzige Antiterrorarbeit dem ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak, der die Schlacht gegen die aufständische Gruppe bis heute führt.

Aber vielleicht erschreckender als der erste Anschlag auf das World Trade Center selbst war die Erkenntnis, dass die Schuldigen seit Jahren in Amerika gelebt haben. Noch schlimmer, ihr Vorhaben sind lagen vor den Anschlägen deutlich gemacht worden. Früher im selben Jahr beschuldigte Rahman Amerika als den ersten Feind des Islam. „Wir müssen Terroristen sein“, sagte er, „und wir müssen die Feinde des Islam terrorisieren und sie das Fürchten lehren und sie beunruhigen die Erde unter ihren Füßen erschüttern.“ Als der Fall vor Gericht gebracht wurde, erfuhr man, dass die Bomber gehofft hatten das World Trade Center einstürzen zu lassen – ein Ziel, zu dessen Erreichung weitere acht Jahre gebraucht wurde.

Am 3. Oktober 1993 erlitt Amerika eine weitere Niederlage gegen den militanten Islam, diesmal in Somalia. Wie im neuen Film „Blackhawk Down“ dargestellt, wurden zwei Blackhawk-Hubschrauber der amerikanischen Armee in einer verpfuschten Aktion zur Gefangennahme eines radikal-muslimischen Warlords abgeschossen, ein dritter musste notlanden. Das Ergebnis war, dass 18 Amerikaner starben und 78 verletzt wurden.

1995 nahm ein Selbstmord-Autofahrer ein militärisches Trainingslager in Riyadh (Saudi Arabien) ins Visier und tötete fünf amerikanische Ausbilder. Ein Jahr später explodierte eine Lastwagen-Bombe, die einen Häuserkomplex zerstörte, der von amerikanischem Luftwaffenpersonal in Dahran in Saudi Arabien. Bei diesem Anschlag wurden 19 Amerikaner getötet und 240 verletzt. Die USA antworteten mit Sanktionen gegen das islamistische Regime im Sudan, wo ein Terrorist namens Osama bin Laden als Gast lebte.

Inzwischen machte 1995 eine vorher unbekannte Gruppe, die Taliban genannt wurden, Schlagzeilen, als sie mehr als die Hälfte Afghanistans nach Jahren blutiger, interner Konflikte eroberte. Während brutale Gewalt alltäglich wurden und Menschenrechte praktisch nicht existent waren, begann die Gruppe berüchtigt zu werden, als sie dem flüchtigen bin Laden 1997 Asyl gewährte. Im sicheren Hafen Afghanistan begann bin Ladens Al Qaida-Organisation mit zunehmender Wirkung zu agieren.

Al Qaida formiert sich

Trotz der ganzen medialen Aufregung ist Al Qaida (wörtlich: „Die Basis“) nur ein Dachverband, der die Operationen der islamischen Militanten weltweit fördert und leitet. Al Qaida ist eine Art Internet für Terroristen, durch das Informationen, Mittel und Menschen miteinander verbunden und durch ein Verteilzentrum geschleust werden. Mit anderen Worten: Osama bin Laden kann unmittelbar oder mittelbar für die Anschläge am 11. September, auf die USS Cole und die beiden Botschaften in Ostafrika verantwortlich sein. Wie auch immer, bin Ladens Organisation kann seit ihrer Entstehung 1988 mit der Planung dieser Operationen, wie auch anderer Komplotte in der ganzen Welt in Verbindung gebracht werden.

Al Qaidas Wurzeln liegen im von der CIA finanzierten afghanischen Krieg gegen die Sowjets (1980-1989). Während dieser Zeit kamen mit Hilfe der US-Waffen und -Finanzen radikale Muslime aus aller Welt nach Afghanistan um die sowjetische Besatzung zu bekämpfen. Darunter befand sich bin Landen, Sohn eines saudischen Millionärs. Allen Berichten zufolge gewann er die Herzen seiner Mit-Mujaheddin (Jihad-Kämpfer), indem er nicht nur heldenhaft kämpfte, sondern auch eine Rekrutierungsbüro für den afghanischen Jihad finanzierte.

Genauer gesagt: bin Laden und ein palästinensischer Militanter namens Abdallah Azzam eröffneten „Maktab al-Khidamat“ – das Streitkräfte-Büro. Berichten zufolge zahlte bin Laden, um die neuen Rekruten nach Afghanistan zu bringen und baute Trainingscamps für sie. Weiterhin importierte „der Prinz“, wie er gerufen wird, Experten, die die neuen Mujaheddin in Guerilla-Taktik und Terrorkrieg ausbildeten. Im Laufe der Jahre trainierten Tausende in diesen Camps.

Als 1988 der Krieg dem Ende zu ging, begann bin Laden ein offizielles Netzwerk aus diesen muslimischen Extremisten zu schmieden. Er nannte dieses Netzwerk Al Qaida. Obwohl diese Jihad-Kämpfer in ihre Heimatländer in der ganzen Welt zurückkehrten hat bin Laden seit jetzt vierzehn Jahren dieses Netzwerk mit Hilfe des Internets, Mobiltelefonen, Faxgeräten und anderen Hightech-Mitteln am Leben erhalten,.

Die Ziele der Al Qaida sind dreigeteilt. Erstens will die Organisation die, wie sie es sieht, korrupten und ketzerischen Regierungen der heutigen muslimischen Staaten stürzen, besonders in bin Ladens Heimatland Saudi Arabien. Bin Laden betrachtet das saudische Regime als amerikanische Lakaien, besonders seit die königliche Familie den US-Soldaten erlaubt hat, nach dem Golfkrieg von 1991 im Land zu bleiben. Entsprechend sieht Al Qaida die USA als den Hauptfeind des Islam and und will ihn zerstören.

Schließlich versucht Al Qaida, die Bemühungen der Jihad-Gruppen in der ganzen Welt zu unterstützen. Das schließt Algerien, Tschetschenien, Eritrea und Somalia mit ein, beschränkt sich aber nicht auf diese allein. Afghanistan und der Sudan, zwei Regime, die strikte islamistische Gesetze übernahmen, wurden auch stark von Al Qaida beeinflusst.

Bin Laden taucht auf

Zuerst wurde bin Ladens Name nur lose mit verschiedenen Terrorakten in Verbindung gebracht. Nach dem US-Außenministerium war sein Netzwerk in die Anschläge auf ein Hotel im Jemen im Dezember 1992 verwickelt, bei dem mehrere Touristen verwundet wurden, der aber wahrscheinlich auf amerikanische Soldaten zielte. Sein Name kam auch in Verbindung mit dem ersten Bombenanschlag auf das World Trade Center und die Anschläge 1993 gegen amerikanische Soldaten in Somalia. Von bin Ladens Netzwerk wurde zusätzlich gesagt, dass es den Terroristen half, die 1995 versuchten, den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zu ermorden und auch denen, die für die Anschläge auf amerikanisches Ausbildungspersonal in Riyadh im November 1995. Er wurde auch in Verbindung mit dem Bombenanschlag gebracht, der rund 30 Menschen in Dahran in Saudi Arabien im Juni 1996 tötete.

Aber erst am 23. Februar 1998 begannen wird das wahre Gesicht von Osama bin Laden und seines terroristischen Netzwerks zu sehen, als die Organisation gegründet wurde, die er „Die islamische Weltfront für den Kampf gegen die Juden und Kreuzzügler“ nannte.

In einer Erklärung der Islamischen Weltfront rief die Gruppe die „muslimische Ulema, Führer, Jugend und Völker“ auf, die „Amerikaner und ihre Verbündeten Zivilisten und Militärs zu töten. Dies stimmt mit den Worten des allmächtigen Gottes überein.“

Mit der Schaffung des Dachverbandes wurde offensichtlich, dass Al Qaida eine größere Reichweite hatte als bis dahin angenommen. Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehörten Führer der radikalen ägyptischen Gruppen „al-Gama’a al-Islamiyya“ und „al-Jihad“, wie auch die pakistanische „Jamiat-ul-Ulema-e-Pakistani“ und die Jihad-Bewegung in Bangladesch.

Trotz all dieser Verbindungen und dem frisch entdeckten Terrornetzwerk konnte US-Bundesanwältin Mary Jo White Al Qaida nur indirekt mit der Ausbildung der Stammeskrieger in Verbindung bringen, die US-Soldaten in Somalia angriffen. Das änderte sich im August 1998, als der Al Qaida-Agent Sadiq Odeh in Pakistan verhaftet wurde. Beim Verhör durch das FBI lieferte Odeh Details über bin Ladens internationales Netzwerk, wie auch über seine Rolle in den Bombenanschlägen auf die Botschaften. Seitdem haben andere Verdächtigte gleich wichtige Informationen geliefert.

Im Juni 1999 wurde bin Laden auf die FBI-Liste der meistgesuchten Personen gesetzt. Einen Monat später belegte US-Präsident Bill Clinton die Taliban mit Sanktionen, weil sie ihn beherbergten. Trotz dieses Drucks fuhr bin Laden fort, Al Qaida mit zunehmender Effektivität aus den Höhlen Afghanistans zu leiten. Der US-Geheimdienst gelangte sogar in den Besitz einer Ausgabe des sechsbändigen Terrorismus-Handbuchs, das von bin Laden benutzt wurde um seine Rekruten für Al Qaida auszubilden.

Der US-Geheimdienst verhinderte seitdem viele Al Qaida-Komplotte, einschließlich eines auf die Milleniums-Feiern im Dezember 1999. Konnten unzählige Anschläge noch verhindert werden, beweisen die Anschläge auf die USS Cole und die auf das Pentagon und das World Trade Center vom 11. September, dass Al Qaida-Komplotte gegen amerikanische Interessen dem Radar immer noch entgehen können.

Mit der Zerschlagung des Taliban-Regimes und Osama bin Laden auf der Flucht musste sich Al Qaida neu strukturieren. Wenn bin Laden gefangen wird, wird Al Qaida einen weiteren schweren Schlag erleiden. Da sie aber nur ein Förder-Netzwerk für den militanten Islam ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Al Qaida lange überlebensfähig bleibt, mit größter Wahrscheinlichkeit gesichert. So ist die Aussicht auf einen langen und sich hin ziehenden Krieg gegen den militanten Islam so gut wie garantiert.

Eine kleine Perspektive

Angesichts dessen, dass der militante Islam Amerika 22 Jahre lang peinigt und dass bin Laden Amerika seit 14 Jahren terrorisiert, hätten die Anschläge vom 11. September nicht überraschen dürfen. Ein Trend wurde festgestellt. So war die größte Schock dieser Tragödie vielleicht die totale Überraschung der Nation. Psychologisch war Amerika auf diese Angriffe völlig unvorbereitet. Warum?

Der frühere CIA-Direktor James Woolsey hat eine Erklärung. In einem Referat vor dem Middle East Forum in New York am 7. März 2001 verglich er die 80-er und die 90-er Jahre in Amerika mit einem anderen Zeitabschnitt der US-Geschichte, den wilden 20-ern. In den 20-er Jahren war Amerika nach dem Nachklingen seines jüngsten Sieges im Ersten Weltkrieg euphorisch. Ein Gefühl der Unbesiegbarkeit fegte durch Amerika, das die Nation dazu verleitete, den Aufstieg Hitlers in Deutschland völlig zu übersehen. Als Europa dem Krieg entgegen sank, stand Amerika untätig und in einem Stadium der Verleugnung auf der anderen Seite des Atlantik. Schließlich war Amerika durch einen Überraschungsangriff auf Pearl Harbor geschockt, wütend und drängte widerwillig in den Krieg.

Das heutige Amerika ist nicht viel anders. Dank des exponentialen wirtschaftlichen Wachstums, eines beispiellosen Technologie-Booms und seines Status als einziger Supermacht der Welt wuchs Amerika in den 80-ern und 90-ern sprunghaft an und wurde verständlicherweise einigermaßen selbstgefällig. Unsere Regierung weigerte sich die ganze Zeit, dem neuen Feind ins Gesicht zu sehen. Der militante Islam hatte schon drei Länder des Nahen Ostens erobert: den Iran, den Sudan und Afghanistan. Die ganze Zeit kämpften mehr als ein Dutzend anderer Regime um die nackte Existenz gegen militante islamische Bewegungen, die Tag für Tag stärker wurden. Es war ein furchtbarer Tag wie der 11. September nötig, damit die Amerikaner begriffen, dass das Problem nicht länger ignoriert werden konnte.

Tatsächlich steckt unsere ständige Abneigung, auf frühere Anschläge zu antworten, hinter den Geschehnissen des 11. September. Bedenken Sie bin Ladens eigene Worte: „Wir haben im vergangenen Jahrzehnt die Niedergang der amerikanischen Regierung und die Schwäche des amerikanischen Soldaten gesehen. Er ist bereit, kalte Kriege zu führen, aber unvorbereitet heiße Kriege zu führen… Wir sind auf alle Fälle vorbereitet, wir vertrauen auf Gott.“

Was bin Laden damals, 1998, sagte: Amerika schreckte ihn nicht ab. Drei Jahre später fühlte er sich genug ermutigt, um Amerika anzugreifen, denn wir hatten bis dahin fast jede Auseinandersetzung gescheut. Amerika mochte zwar die stärkste Militärmacht der Welt haben, aber es hatte eine Geschichte der Kraftlosigkeit gegenüber dem militanten Islam. Ohne US-Vergeltungsmaßnahmen, ohne Abschreckung fand der militante Islam das Zutrauen, wieder zuzuschlagen.

Amerika schlägt zurück

Mit Beginn der Operation Enduring Freedom kämpft Amerika jetzt darum, diese Abschreckung wieder aufzubauen. Amerika nahm die Taliban in Afghanistan praktisch auseinander und wägt sorgfältig seine Optionen für das nächste Ziel ab. Das nächste Ziel ist allerdings nicht so einfach auszusuchen.

Zum einen ist das Ziel nicht einfach auszumachen. Von Marokko in Nordwestafrika bis Malaysia in Südostasien wächst der militante Islam heimlich weiter. Anhänger des militanten Islam machen nach Daniel Pipes, einem Experten hierzu, etwa 15-20 Prozent der muslimischen Welt aus Das bedeutet, dass mehr als 150 Millionen Menschen Teil des Problems sind. Was alles schlimmer macht: Sie verstecken sich unter den Moderaten. Sie tragen keine Uniform und weisen sich selten als Militante aus.

Zum Glück können wir einige ihrer Einflusszentren feststellen. Amerika hat dem entsprechend den Druck auf Länder wie Saudi Arabien und den Jemen erhöht, wo radikale Muslime seit Jahrzehnten frei agieren konnten. Um in der Grund der aufgewachten (und verärgerten) USA zu verbleiben, haben diese Staaten – wie auch andere – an der Koordination mit dem amerikanischen Geheimdienst gearbeitet, sind gegen Militante vorgegangen und amerikanischen Operationen vorgebeugt. Man könnte dies auch Operation Enduring Freedom, „Phase 1.5“ nennen. Nur die Zeit wird zeigen, ob diese Länder selbst effektiv gegen den Terror kämpfen können.

Ausblick

Amerika steht harten Entscheidungen gegenüber. In diesem neuen und lange überfälligen Krieg gegen die Kräfte des Terrors ist der vor ihm liegende Weg erschreckend. Der militante Islam hat Stützpunkte in Algerien, Ägypten, Somalia, Syrien, Saudi Arabien, dem Sudan, den Palästinensergebieten, dem Libanon, Jordanien, Jemen, Malaysia, den Philippinen, Indonesien, Nigeria und Pakistan, um nur einige wenige Länder zu nennen. Die Herausforderung wird nun sein, Wege zu finden, die Radikalen-Infrastruktur zu zerstören und die Militanten zu verhaften oder zu töten, während gleichzeitig der Einfluss der moderaten Muslime befördert wird. Wie das erreicht werden soll, ist unklar.

Zu ihren Gunsten muss gesagt werden, dass die Bush-Administration bisher alle richtigen Schritte unternommen hat. Im Moment scheint der radikale Islam sich auf dem Rückzug zu befinden. Aber die Schlacht ist noch nicht gewonnen. Die Wurzeln des militanten Islam liegen tief und es könnte Jahre dauern, sie auszumerzen. Entsprechend muss dieses Land [HE: die USA] sich auf zukünftige Konfrontationen vorbereiten. Noch wichtiger: Die Amerikaner müssen verstehen, dass dies kein Krieg gegen den Terrorismus (allgemein) ist. Terrorismus ist in Wirklichkeit nur eine Taktik. Der Kampf richtete sich gegen eine radikale, utopische Ideologie und diejenigen, die Gewalt in ihrem Namen ausführen.

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Lektionen aus arabischen Ländern

Nissan Ratzlav-Katz, Israel National News, 23. Juli 2003

Die muslimische und arabisch Presse wie Führungen verurteilen Israel – einen Nachbarstaat im Nahen Osten – regelmäßig wegen Brutalität, Rassismus, Unterdrückung usw. der Araber in Israel. Araber, Muslime und ihre Sympathisanten in der ganzen Welt verurteilen Israel wegen seiner Taktiken zur Bekämpfung des islamistischen und pan-arabischen Terrorismus.

Eine gemeinsame Reaktion von pro-Israel-Denkern auf diese Verurteilungen ist es, diese Vorwürfe zu leugnen und die Freiheiten herauszustellen, die die Araber in Israel haben und die moralische Art, wie Israel seine Kriege führt.

Ich möchte aber für größere Demut seitens der Verteidiger Israels plädieren. Wir sind nicht die exklusiven Vermittler der Moral. Es ist doch klar: Wenn wir von denen um uns herum verurteilt werden, dann sollte es an der Zeit sein, dass wir aufhören zu erklären und anfangen, in aller Bescheidenheit von unseren Nachbarn im Nahen Osten zu lernen.

Wie verhalten sich die Staaten, die Israel lautstark verurteilen, wenn sie in ähnlicher Lage sind wie wir? Vielleicht, wenn Israel dem Verhalten dieser Regime nacheifern, würden wir dann endlich als integraler Bestandteil der Region akzeptiert.

In Algerien z.B. hat es eine Serie von Protesten und Zusammenstößen, die wunderschön als „Störungen“ (sehr ähnlich wie die „Schwierigkeiten“ Nordirlands) zwischen den Sicherheitsorganen der Regierung und eingeborenen Berber-Jugendlichen bezeichnet werden. Die Berber, das nicht arabische Volk in Nordafrika, wurden von den einfallenden arabischen Armeen im späten 7. Jahrhundert geschlagen und unterdrückt; sie wollen nach arabischen Presseberichten demokratische Reformen, mehr Autonomie und die offizielle Anerkennung ihrer Sprache und Kultur.

In einem Online-Forum, das über den arabischen Charakter ihrer Heimatstaaten diskutiert wird, drückten das zwei Berber so aus: ÑEs ist schade, dass unsere (Berber-) Namen nicht anerkannt werden. Zur Zeit spricht die Welt über Araber (Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, …). Diese Staaten werden [jetzt] von pro-arabischer Kultur beherrscht, aber ich bin sicher, dass sich das Volk immer noch anders fühlt – das Volk fühlt sich als Berber! – Und: „Arabische Führer versuchen unsere Kultur zu töten. Sie wollen unsere Sprache nicht anerkennen, obwohl die Gemeinschaft der Berber recht groß ist. Es hat Proteste gegeben, aber die Beamten kommen einfach und beenden sie gnadenlos… Die Menschen empfinden nicht arabisch ñ sie empfinden sich als Berber und niemand kann [ihnen] das weg nehmen.“

  • Lektion 1 für Israel: Sei in Fragen des ethnischen Charakters des Staates standhaft.

Mit einer macchiavellischen Haltung in Bezug auf die nordafrikanischen Afrikaner verfolgt Algerien selbst eine ethnisch-separatistische Bewegung ñ eine, die eine Terrorgruppe hervor gebracht hat (die Polisario), und zwar in der marokkanischen Sahara. Mitglieder des Volks der Sahrawi, wie diese Eingeborenen genannt werden, verlangen einen unabhängigen sahrawischen Staat zwischen Marrokko und Algerien. Marokko hat sich beständig geweigert, seine territoriale Integrität durch Landabgabe an die Sahrawi zu verletzen oder mit Algerien zu teilen.

  • Lektionen 2 und 3: Lehne die Verletzung territorialer Integrität ab. Unterstütze Terroristen, die deine Feinde terrorisieren.

In Saudi Arabien führte die „Jagd nach einem Hexenmeister“ nach Berichten der saudischen Presse zum Tod von 40 Menschen in Zusammenstößen mit einer Sekte einer muslimischen Minderheit. Die im April 2000 statt findenden Zusammenstöße ereigneten sich, nachdem ismailische Muslime in Najran, einer südlichen Provinz des Staates, öffentlich die Aschura feierten, den Jahrestag der Ermordung des Imam Hussein im siebten Jahrhundert, einem der meist verehrten schiitischen Imame. Das Königreich antwortete mit der Schließung einer ismailischen Moschee und der Beschlagnahme religiösen Materials. Ein ismailischer Journalist sagte damals gegenüber dem Al-Jazira-Fernsehen: „Wir verteidigten nur unsere Religion, unsere Überzeugung und unsere Ehre.“

  • Lektion 4: Null Toleranz für Überzeugungen, die nicht auf derselben Linie liegen wie die der vom Regime angenommenen Interessen.

Natürlich braucht Israel ein weniger altes Beispiel dafür, wie Saudi Arabien meint, dass der Staat in Beantwortung von Bedrohungen der Sicherheit handeln sollte. Dieses Jahr wird die Bedrohung von den saudischen Behörden als islamistisch identifiziert, nicht ismailistisch. In Mekka tötete die Polizei letztes Jahr fünf vermutliche Al-Qaida-Aufständische, als sie ein Wohnhaus stürmte. Der „Guardian“ beichtete im Januar: „In Sicherheitsterminologie ausgedrückt, beobachten die saudischen Sicherheitskräfte, verhaften und versuchen Gruppen auszumerzen, die Amerikaner angreifen könnten.“

Arabische Staaten, einschließlich dieser „moderaten“ Staaten, die an Israel angrenzen, haben mit der islamistischen Bedrohung in bemerkenswert beständiger und ähnlicher Weise zu kämpfen. Im November 2002 berichtete BBC, dass drei Personen, einer davon ein Polizist, in Zusammenstößen in Maan getötet wurden, als versucht wurde, dort islamistische Aufständische zu verhaften. Zwanzig Personen wurden festgenommen, darunter Araber aus anderen Ländern und weitere Ausländer. Wie Reuters berichtet, schnitten im Vorfeld der Operation jordanische Beamte Telefonleitungen in der Stadt durch und schlossen Regierungsbüros und Schulen.

  • Lektion 5: Verhaftet alles und jeden. Wenn man sie nicht verhaften kann, dann tötet sie. Und unterbrecht grundlegende Dienstleistungen, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen.

Die Saudis haben offenbar ein Problem mit zu vielen jemenitischen Einwohnern, die die Behörden ethnisch wie sicherheitstechnisch als Bedrohung ansehen. Was können die Saudis Israel bezüglich der Lösung solch eines Problems beibringen? Die Saudis bevorzugen den Transfer. Jedenfalls für in Saudi Arabien lebende Jemeniten. Nach einem Bericht auf ArabicNews.com haben saudische Behörden tausende Jemeniten festgenommen und verhört und halten sie in „kollektiven Haftanstalten“. Die jemenitische Oppositionszeitung Ñal-Ummahì berichtete, dass „die saudischen Behörden 3.600 Jemeniten aus ihrem Gebiet evakuierten…“

  • Lektion 6: Löse Sicherheits- und ethnische Probleme durch Transfer

Der Jemen selbst ist kein Staat, der viel in israelische Ideen wie Hudna-artige Waffenruhen investiert. Von ihren internen Feinden verlangt der Jemen nur Kapitulation. Der „Yemen Observer“ berichtete letzten Monat: „Nachdem Tage lange Vermittlungsgesprächen mit Militanten von al-Jihad in Abiyan keine Kapitulation sicher stellten, wird angenommen, dass ein Militärschlag unter Führung von jemenitischen Spezialeinheiten die Gruppe auslöschte. Militärkräfte durchkämmen nun die abgelegene Region von Hatat in Abiyan nach übrig gebliebenen Verstecken.“ Der Bericht fährt mit der Beschreibung fort, wie der Jemen in der Vergangenheit Ñeine Periode des Friedens erlebte“: „Nach der Exekution von Abu Hassan Al-Mehdar, dem Führer der Islamischen Aden-Abiyan-Armee, im Jahr 1999…“

  • Lektionen 7 und 8: Verhandlungen finden nur zur Festlegung der Kapitulation statt, akzeptiere nur die absolute Niederlage des Feindes. Entgegen dem israelischen strategischen Denken kann Frieden durch die Tötung der Führer des Feindes erreicht werden.

Auf der anderen Seite des Roten Meeres, formulierte der sudanesische Präsident Omar al-Baschir kürzlich einen interessanten Ansatz für Friedensverhandlungen mit den Widerstandskräften im Süden seines Landes. Nach einem Bericht in der sudanesischen Zeitung „al-Anbaa“ sagte al-Baschir, dass er einen „ehrenhaften“ Frieden wünsche, fügte aber hinzu: „Frieden kommt durch die Waffe, wenn er nicht durch Verhandlungen kommt.“ Er übernahm die Sprache des Jihad und sagte, seine Regierung freue sich über alle Mittel, die zum Frieden führen, wird aber „nicht das Blut ihrer Märtyrer verraten“. Es sollte angemerkt werden, dass ein „ehrenhafter“ Friede, nach Formulierung des sudanesischen Führers, einer ist, der „nicht durch Schwäche und Kapitulation erreicht werden kann“. [Anmerkung heplev: Die Praxis zeigt, dass dieser Präsident nur „Verhandlungen“ akzeptiert, die über die Kapitulation des Gegners geführt werden – geht es um Verhandlungen, bei denen sich der Gegner als gleichberechtigt betrachtet, ggf. sogar Forderungen stellt, wird wieder geschossen.]

  • Lektion 9 (muss nur zitiert werden): „Frieden kommt durch die Waffen, wenn er nicht durch Verhandlungen kommt… Er kann nicht durch Schwäche und Kapitulation erreicht werden.“

In Ägypten wird, berichtet die Zeitung „al-Hayat“, derzeit hart gegen die örtlichen Zweige der Muslim-Bruderschaft vorgegangen. Der Grund für das neue Vorgehen der ägyptischen Behörden gegen die Bruderschaft? Ein Brief, der vom Führer der Bewegung unterschrieben war, „in dem er die Regierungspolitik hart kritisierte“, wie der libanesische Bericht anführt. Die ägyptische Taktik beinhaltet massive Verhaftungen von Mitgliedern der Muslim-Bruderschaft, sehr ähnlich denen vom vergangenen Jahr, als ägyptische Sicherheitskräfte 34 Personen verhafteten, denen man vorwarf sie wollten die verbotene Organisation wieder ins Leben rufen. Zur Verhaftung von zwei Dutzend Aktivisten der Bruderschaft wurden ägyptische Erlasse angeführt, die seit der Ermordung von Anwar Sadat 1981 in Kraft waren. Der Vorwurf lautete „Planung einer politischen Demonstration.“

  • Lektion 10: Keine Freiheit für Islamisten

Schließlich mag es höchst lehrreich sein zu beobachten, wie die arabischen Regime in Jordanien, Ägypten und Syrien anti-israelische Demonstrationen in ihrem eigenen Herrschaftsbereich handhaben. Im Jahr 2000, beim Beginn des derzeitigen Oslo-Krieges, legten einige arabische Regierungen schwere Beschränkungen auf die Freiheit der Meinungsäußerung und für Versammlungen ihrer Bürger bezüglich der Unterstützung der Palästinensischen Autonomiebehörde fest. Nach dem Bericht von Hanthala, einer arabischen Menschenrechtsgruppe in Israel, griffen die arabischen Länder auf Gewalt zurück, die in einigen Fällen scharfe Schüsse einschloss, um solche Demonstrationen aufzulösen. Viele Demonstranten wurden verhaftet, bedroht, geschlagen und dann entlassen, andere wurden Wochen lang gefangen gehalten.

  • Lektion 11: antiisraelische Demonstrationen sind gefährlich; zerschlage sie gewalttätig und schrecke die Sympathisanten mit Massenverhaftungen ab.

Weiter zurückliegende Beispiele dafür, wie arabische Staaten mit einheimischen „Aufständen“ umgehen, sind sogar noch aufschlussreicher – und beängstigender, da sie derart erfolgreich sind: Jordanische Sicherheitskräfte töteten 1970 zehntausende von mit der PLO verbundenen Araber in einigen wenigen Monaten und wiesen den Rest aus; damit beendeten sie die erste „Intifada“ der PLO. Das syrische Militär tötete zwanzigtausend islamistische, gegen die Regierung gerichtete Aufständische in wenigen Tagen und machte aus ihrem Dorf einen Parkplatz. Der Irak beendet eine kurdische „Rebellion“ rasch durch fünftausend Tote innerhalb eines Tages in Halabja; usw.

  • Lektion 12 – die ist die wirklich wichtige Lektion: „Intifadas“, Aufstände, Unruhen müssen sofort zerschlagen werden, mit maximaler Gewaltanwendung und ohne Rücksicht auf Opferzahlen. Unsere arabischen Nachbarn ließen solche Dinge nie drei Jahre lang kochen, wie wir das machen. Mit anderen Worten: wieder entgegen israelischer Allgemeinwissens, gibt es eine militärische Lösung.

Kein Wunder, dass die arabischen Staaten und die westliche Presse uns so lautstark verurteilen; wenn Israel ein wirklich nahöstlicher Staat wäre, wäre die „Intifada“ vor langer Zeit beendet worden.

Der Halimi-Mord und Frankreichs geistige Gesundheit

Manfred Gerstenfeld und Irena Kuruc (direkt vom Autor)

Am 4. April 2017 wurde die 66-jähirge Jüdin Sarah Halimi von dem 27 Jahre alten Kada Traoré ermordet. Er brach mitten in der Nacht in ihre Wohnung ein. Traoré folterte Halimi und warf sie hinterher aus dem Fenster ihrer Wohnung im vierten Obergeschoss im Viertel Belleville im nördlichen Paris.

Zeugen hörten, wie Traoré, ein Muslim afrikanischer Herkunft, „Allahu Akbar“ (Allah ist größer) brüllte, während er sein Verbrechen beging.[1] Traoré hatte Halimi gegenüber in der Vergangenheit schon viele antisemitische Äußerungen getätigt; dabei bezeichnete er sie und ihre Verwandten als „dreckige Juden“.[2] Die Behörden versuchten den antisemitischen Charakter des Mordes herunterzuspielen.[3] Sie behaupteten, der Mörder sei geistig krank, obwohl er keine derartige Geschichte hat. Die Mainstream-Medien ignorierten dieses religiös motivierte Verbrechen.

Gilles-Willam Goldnadel, ein Anwalt, der Halimis Familie vertritt, verurteilte, was er „die ‚systematische Psychiatrisierung‘ radikalislamisch-antisemitischer Morde“ nannte.[4] Am Anfang dieses Jahrhunderts hatte der französische Soziologe Shmuel Trigano bereits eine ähnliche Haltung der Behörden des Landes offengelegt.

Ende 2000 und Anfang 2001 gab es in Frankreich einen riesigen Ausbruch antisemitischer Gewalt. Fast alle Täter waren Immigranten aus muslimischen Ländern bzw. deren Nachkommen. Trigano berichtete, dass die antisemitische Gewalt von Presse wie Behörden weitgehend unberichtet blieb. Er fügte hinzu, es gab überzeugende Hinweise, dass die jüdische Gemeinschaft von der sozialistischen Regierung Jospin aufgefordert wurde der vermehrten antijüdischen Aggression keine große Öffentlichkeit zu geben. Als Grund wurde angeführt, das zu tun könnte die Lage anheizen. Die französische Regierung wollte einen damals schon illusorischen „sozialen Frieden“ bewahren.[5]

Der Ausdruck „sozialer Frieden“ ist in einem solchen Zusammenhang eine beschönigende Umschreibung für das Ignorieren oder Reinwaschen antisemitischer Aggression durch Muslime. Eine gerade durchgeführte Studie zu Antisemitismus in sieben europäischen Ländern kam zu dem Schluss: „Verfügbare Täterdaten legen nahe, dass in Westeuropa Einzelpersonen mit muslimischem Hintergrund unter den Tätern antisemitischer Gewalt herausstechen, anders als in Russland, wo rechtsextreme Täter vorherrschen. Untersuchungen zu Einstellungen bestätigen dieses Bild insofern, als antisemitische Haltungen bei Muslimen weit stärker verbreitet sind als in der der allgemeinen Bevölkerung Westeuropas.“[6]

Trigano erwähnte auch einen Fall des Versteckens der Wahrheit zu einem mit Ideologie verbundenen Mord ohne Bezug zu Juden: „2002 wurde der stellvertretende Bürgermeister der südfranzösischen Stadt Beziers von einem Muslim ermordet. Die offizielle Geschichte lautete, dass der Mörder ein Geisteskranker war.“ Später beschuldigte der Bürgermeister der Stadt den Innenminister Daniel Vaillant, dieser habe der Stadtverwaltung diese Version aufgezwungen. Der Bürgermeister sagte, nach dem Mord kam Vaillant nach Beziers und unterbreitete die Geschichte des Geisteskranken als „offizielle Wahrheit“. Trigano fügte hinzu: „Später wurde bekannt, dass die französischen Geheimdienste entdeckt hatte, dass der Mörder mit Al-Qaida in Verbindung stand.“[7]

2003 wurde der jüdische Discjockey Sebastien Selam von seinem muslimischen Freund aus Kindertagen und Nachbarn Adel Amastaibou getötet. Medizinische Experten befanden den Mörder für geistesgestört. Als die Richter diese Schlussfolgerung akzeptierten, verhinderte der Befund ein Gerichtsverfahren, in dem Antisemitismus in beträchtlichen Teilen der französisch-muslimischen Gemeinschaft hätte diskutiert werden können.

Richard Prasquier, damals Vorsitzender der Dachorganisation der französischen Juden CRIF, verfolgte den Fall. Er sagte, es sei skandalös, dass Amastaibou in eine psychiatrische Anstalt eingeliefert wurde, er aber die Erlaubnis hatte deren Gelände an Wochenenden zu verlassen. Prasquier sagte: „Die Ärzte glaubten, es wäre gut für seine psychische Verfassung nach Hause zurückzukehren, zogen aber nie die Gesundheit und Sicherheit der Familie des Opfers, der Familie Selam, in Betracht.“[8]

2006 wurde der junge Jude Ilan Halimi entführt und 24 Tage lang gefoltert, bevor er getötet wurde. Seine Entführer, angeführt von Youssouf Fofana, nannten sich die „Barbaren-Bande“. Als 2009 sein Verfahren begann, rief Fofana „Allahu Akbar“. Als seine Identität gab er „arabisch-afrikanischer Aufstand der barbarisch-salafistischen Armee“ an.[9]

2012 tötete Mohammed Merah, ein französischer Muslim algerischer Herkunft, vor ihrer Schule Otzar Hatorah in Toulouse einen jüdischen Lehrer und drei Kinder. Etwas zuvor im selben Monat hatte er drei französische Soldaten ermordet. Später veröffentlichte sein Bruder Abdelghani Merah ein Buch, in dem er beschrieb, dass ihre Eltern sie zu fanatischen Antisemiten erzogen hatten. Er schrieb, seine Schwester Souad und sein Bruder Abdelkader seien ebenfalls extreme Antisemiten.[10] Als Mohammed Merah bei einem Schusswechsel mit der französischen Polizei getötet wurde, gab es keinen konkreten Grund ihn für geisteskrank zu erklären.[11]

2015 ermordete der afrikanische Muslim Amedy Coulibaly im Pariser Supermarkt Hyper Cacher vier Juden. Er wurde später von Sicherheitskräften getötet.[12]

Eines hat sich allerdings geändert: Anders als zu Beginn dieses Jahrhunderts schweigen die Juden nicht länger. Im Viertel Belleville fand ein Marsch zum Protest gegen das Schweigen der Medien statt.[13] Eine Reihe Intellektueller, einige von ihnen Nichtjuden, veröffentlichte eine Erklärung zum antisemitischen Wesen des Mordes an Halimi.[14]

CRIF-Präsident Francis Kalifat veröffentlichte ein Op-Ed im Figaro, in dem er schrieb: „Es gibt Beweise dafür, dass dies ein Paradebeispiel für einen antisemitischen Mord ist. Dieses abscheuliche Verbrechen ist nicht als das anerkannt worden, was es ist.“ Er fügte hinzu, dass Halimi „aus dem absolut einzigen Grund ermordet wurde, dass sie Jüdin war“. Kalifat schrieb auch, dass er weiterhin Druck auf die Behörden ausüben werde, bis die Wahrheit ans Licht kommt.[15]

Frankreich ist das Land mit der zahlenmäßig und prozentual größten Anzahl an Muslimen in Westeuropa. Eine weithin zitierte Pew-Studie aus dem Jahr 2010 schätzt, dass Frankreich 4,7 Millionen Muslime hat. Bei einem Bevölkerungsanteil von 7,5 Prozent bedeutet das, dass das Land die größte muslimische Bevölkerung in Westeuropa hat.[16] Viele französische Juden erkennen, dass sich die wichtigsten antisemitischen Probleme, denen sie in Frankreich begegnen, durch eine Kombination aus dem Hass und der Aggression seitens eines großen Teils der muslimischen Präsenz mit dem fehlenden Willen der Behörden sich der Wahrheit zu stellen ergeben. Damit handelt es sich für das französische Judentum eher um strukturelle als um zufällige Probleme.[17]

Es gibt im Land 751 Gebiete, die von den Franzosen als „sensitive städtische Zonen“ bezeichnet werden.[18] Ein Teil davon sollte besser „No-Go-Areas“ genannt werden. Trigano sagte damals, dass Antisemitismus ein Barometer zum Messen der Perversität der französischen Gesellschaft ist.[19] Der neue französische Präsident Emmanuel Macron hat versprochen in Frankreich viel zu verändern. Was er sagt ist ambitioniert. Angesichts des Mordes an Halimi und dem, was danach kam, könnte sich Macron auch einige Gedanken über die geistige Gesundheit Frankreichs machen.

[1] www.liberation.fr/france/2017/06/06/meurtre-sauvage-a-paris-demence-ou-antisemitisme_1574941; www.gatestoneinstitute.org/10513/france-islamic-antisemitism

[2] www.lefigaro.fr/vox/politique/2017/05/22/31001-20170522ARTFIG00202-g-w-goldnadel-ce-que-revele-l-indifference-vis-a-vis-de-la-mort-de-sarah-halimi.php

[3] www.jpost.com/Diaspora/French-intellectuals-decry-cover-up-of-Jews-slaying-by-Muslim-neighbor-496393

[4] www.jpost.com/Jerusalem-Report/In-a-state-of-fear-492154

[5] http://www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

[6] http://www.hlsenteret.no/publikasjoner/digitale-hefter/antisemittisk-vold-i-europa_engelsk_endelig-versjon.pdf

[7] http://www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

[8] http://www.jpost.com/Magazine/Features/Two-sons-of-France-166298

[9] http://www.dailymail.co.uk/news/article-1175046/Trial-begins-French-gang-barbarians-accused-killing-young-Jew-24-day-torture.html

[10] http://www.independent.co.uk/news/world/europe/how-my-hate-filled-family-spawned-merah-the-monster-8307341.html

[11] http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/france/9157126/Toulouse-siege-as-it-happened.html

[12] www.lemonde.fr/police-justice/article/2015/11/07/attentats-de-paris-les-messages-du-commanditaire-au-tueur-de-l-hyper-cacher_4805099_1653578.html

[13] http://www.lefigaro.fr/actualite-france/2017/04/09/01016-20170409ARTFIG00193-marche-blanche-a-paris-en-hommage-a-une-femme-defenestree-par-un-voisin.php

[14] www.lefigaro.fr/vox/societe/2017/06/01/31003-20170601ARTFIG00316-l-appel-de-16-intellectuels-que-la-verite-soit-dite-sur-le-meurtre-de-sarah-halimi.php

[15] www.lefigaro.fr/vox/societe/2017/06/25/31003-20170625ARTFIG00156-francis-kalifat-pour-sarah-halimi-je-ne-me-tairai-pas.php

[16] www.pewresearch.org/fact-tank/2016/07/19/5-facts-about-the-muslim-population-in-europe/

[17] www.jpost.com/Opinion/The-structural-uneasiness-of-French-Jews-494417

[18] http://sig.ville.gouv.fr/Atlas/ZUS/

[19] http://www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

Deutsche Experten „entdecken“, dass islamistische Terroristen „ausgebildet werden“ als Asylsuchende nach Europa zu kommen

This Ongoing War, 22. November 2016

Asylsuchende kamen in Deutschland an (Bildquelle)

Ob es hier ernsthaft neue Enthüllungen gibt oder nicht, der vor einer Woche auf der Internetseite der Deutschen Welle (Deutschlands internationale Sendeanstalt, bei der 3.000 Angestellte und Freiberufler aus 60 Ländern arbeiten) veröffentlichte Artikel ist nüchtern und direkt, selbst wenn seine Schlüsse ein wenig spät kommen.

„Islamischer Staat‘ soll Terroristen dazu ausbilden als Asylsuchende nach Europa zu gehen. | Deutsche Welle, 14. November 2016

Deutschlands Geheimdienst hat gewarnt, dass der „Islamische Staat“ (IS) Flüchtlingsgruppen unterwandert, um nach Europa zu kommen. Offizielle und Analysten sehen sich jetzt die Methoden an, mit denen potenzielle Terroristen frühzeitig erkannt werden können.

Am 13. November letztens Jahres stürmten drei Teams an Militanten des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS), bewaffnet mit Kalaschnikows, das Stade de France, die Konzerthalle Bataclan und mehrere Kneipen in Paris. Die Ausschreitungen hinterließen 130 Tote, 85 davon im Bataclan, wo die Band Eagles of Death Metal spielte.

Inzwischen haben Ermittler aufgedeckt, dass alle neun an den Anschlägen beteiligten Männer 2015 den Kontinent zusammen mit dem Flüchtlingsstrom betraten. Nach Angaben der Wochenzeitung „WELT am Sonntag“ hat der Bundesnachrichtendienst (BND) gewarnt, dass der IS Terroristen speziell trainiert, sich unter die Asylsuchenden mischen, die in Europa sicherere Zufluchtsorte suchen. Die Autoren des Berichts sagen, dass der BND darauf hinweist, dass Terroristen potenzielle Angreifer ausbilden, wie sie während des Verhörs an der Grenze Fragen zu beantworten haben, so dass sie ihre Glaubwürdigkeit als Flüchtlinge beweisen können. Der Geheimdienst hat es abgelehnt diese Sache zu kommentieren. In Antwort auf eine E-Mail-Anfrage der Deutschen Welle sagte ein Sprecher des Dienstes: „Grundsätzlich kommuniziert der BND seine Informationen nur der deutschen Regierung oder verantwortlichen Gremien des deutschen Parlaments in vertraulichen Sitzungen.“ Viele Flüchtlinge sind vor dem IS-Terror in Regionen wie Raqqa in Syrien und Mossul im Irak geflohen…

Eine Million Immigranten kamen letztes Jahr nach Deutschland und muslimische Organisationen behaupten [hier], dass „mindestens“ 800.000 davon Muslime sind. Sie kommen weiterhin in großer Zahl, was es nie gegeben hat, auch wenn die Berichterstattung über den massiven Zustrom an „Asylsuchenden“ aus den Nachrichtenseiten und von den Fernsehschirmen verschwinden.

Deutschlands Gesamtbevölkerung betrug vor fünf Jahren etwa 80 Millionen. Aktuell steht sie bei 82 Millionen. Eine hier zitierte Schätzung legt nahe, dass Deutschland Ende 2015 Wohnort von 5.945.000 Muslimen war. Pew Research sagt, dass Frankreich 4,7 Millionen Muslime hat, Deutschland etwas mehr.

Die Europäische Kommission veröffentlichte – im vollen Bewusstsein, wie viel Fehl- und Desinformation diese Frage begleitet – ein nützliches, wenn auch lakonisches Dokument mit dem Titel „Vierteljährlicher Asylbericht“. Unter Verwendung auffallend trockener Sprache bietet die jüngste Ausgabe im September einige aufschreckende Daten:

  • Die Zahl der in den 28 Ländern der Europäischen Union erstmalig ankommenden Asylsuchenden allein während des Monats September 2015 betrug 825. (Wir nehmen den September um einen Vergleich zu ermöglichen. Ansonsten hat der September keine besondere Bedeutung.) Davon suchten 47.185 Asyl in Deutschland, was rund 28% der Gesamtzahl der menschlichen „Asylsucher“-Flutwelle ausmacht, die derzeit an Europas Gestaden ankommt.
  • Dieselbe Zahl für den Monat September 2016, ein Jahr später, zeigt eine Gesamtzahl von 765, die in allen 28 Ländern zusammen ankamen. Das ist deutlich weniger als vor einem Jahr. Aber davon kamen nicht weniger als 76.320 nach Deutschland. Das sind 75% der Gesamtzahl für die EU.
  • Wenn diese Flugwelle an „Asylsuchenden“ nachlässt, wie die enorm zurückgegangene Menge der Berichterstattung in den Nachrichten andeuten könnte, dann gibt es in Deutschland dafür schlicht kein Anzeichen dafür.
  • (Die Zahl für alle 28 europäischen Lälnder sind in dieser dynamischen Online-Tabelle aufgeführt. Wenn Sie diese Statistik interessiert, dann ist das eine ausgezeichnete und amtliche Quelle.)
Asylsuchende in Berlin (Quelle: Uriel Heilmann/JTA)

Als Islamisten in Paris vor fast genau einem Jahr schockierende Terroranschläge verübten, waren besorgte europäische und deutsche Beamte erpicht darauf jede Verbindung zwischen solchen Gräueln und der Flut an muslimischen „Asylsuchenden“ herunterzuspielen bis zu bestreiten.

So sagte zum Beispiel eine in einem israelischen Bericht zitierte, ungenannte „Quelle in der deutschen Bundespolizei“ ein paar Tage nach den koordinierten Massakern, die das Leben von 130 Menschen kosteten und verblüffende weitere 400 am Stade de France, in zahlreichen Pariser Cafés und Restaurants und am Bataclan-Theater im Zentrum der französischen Hauptstadt verletzte:

„Das ist das, was ich befürchte: Menschen am rechten Rand des politischen Spektrums, die das Flüchtlingsproblem mit dem israelischen Terrorproblem durcheinanderbringen, obwohl es hier keine Verbindung gibt“, bekannte eine Quelle in der deutschen Bundespolizei. [i24news.tv, 15. November 2015]

Er sagte „keine Verbindung“? Hatte er da keine faktische Vorstellung? Weiß er es jetzt? Wenn Deutschlands Regierungsvertreter ein später sagte, sie „ermitteln die Methoden, über die potenzielle Terroristen früh erkannt werden können“, dann können die Realisten unter uns ihnen nur reichlich Glück wünschen.

Und was die europäische Reaktion angeht, bedenken Sie bitte diesen kurzen Ausschnitt aus einem Nachrichtenartikel, der in der Folge in einer respektierten Nachrichtenquelle zur Grausamkeit veröffentlicht wurd:

  • Jean-Claude Juncker, der Präsident der Europäischen Kommission, hat Europa davor gewarnt die Flüchtlinge und die Terroristen durcheinanderzubringen; er forderte die Öffentlichkeit auf „solche grundlegende Reaktionen“ nachzugeben. Und gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte ein syrischer Flüchtling namens Ghaled, er wünschte, die Empathie für die vielen in Paris Getöteten könne in Empathie für die Hunderttausenden Toten in seinem Heimatland übertragen werden… [„Paris Attacks: Syrian refugees put shootings in French capital in perspective“ – The Indepedent (UK), 16. November 2015]

Ein Jahr später und es stellt sich heraus, dass „Durcheinanderbringen von Flüchtlingen und Terroristen“ keine solche „grundlegende“ Reaktion gewesen ist.

Der von uns oben erwähnte DW-Bericht fährt damit fort einigen deutschen Stimmen eine Plattform zu bieten, die nicht im geringsten von dem überrascht zu sein scheinen, was gerade eingestanden wurde.

Egal, die Tatsache, dass IS-Terroristen mit Hunderttausenden aus dem Krieg im Nahen Osten Fliehenden auf den Kontinent geschlüpft sind, ist nicht neu, sagt Susanne Schröter, Expertin für islamischen Terrorismus an der Universität Frankfurt: „Das war von Anfang an bekannt. Ich habe vor einer solchen Möglichkeit gewarnt, bevor es überhaupt Beispiele dafür gab, dass Terroristen hereingeschlüpft sind“, sagte sie der Deutschen Welle. „Der Grund ist, dass der IS ankündigte, dass er auf der Route, die die Flüchtlinge nahmen, Angreifer auf den Kontinent schicken würde. Damals stritten Politiker dies ab“, fügte sie hinzu, sie unter Verweis auf die mehr als eine Million Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, die letztes Jahr in Europa ankamen. Die Situation in europäischen Ländern wie Deutschland, das 2015 mehr als 840.000 aufnahm, war schwierig. Grenzkontrollen mussten aufgegeben werden du viele derer, die hereinkamen, konnten von den Behörden nicht ordnungsgemäß registriert werden, was das Problem verschlimmerte, sagte Schröter. [Deutsche Welle, 14. November 2016]

Der DW-Artikel fährt damit fort jede Menge Licht auf die konventionellere Art der europäischen und deutschen Sicht zu werfen. Zum Beispiel (diese Punkte sind wörtliche Zitate):

  • Der stete Zustrom an Flüchtlingen löste damals auch eine Abfolge an Anschlägen gegen Asylsuchende aus, besonders im ehemaligen Ostdeutschland. „Unsere leitenden Politiker glaubten, wenn wir jetzt zugeben, dass es unter den Flüchtlingen Terroristen geben knnte, dann würde dies als Futter rechter Populisten dienen und zu mehr Gefühlen gegen die Migranten führen. Also spielten sie das herunter, aber letztlich war es nicht richtig, das zu tun“, sagte der Analyst.
  • Das Bataclan war nicht das letzte Ziel auf der Liste der Anschläge in Europa. Ein großer Anschlag auf Brüssels Flughafen und einen U-Bahnhof am 22. März, bei dem 32 Menschen getötet und viele weitere verletzt wurden…
  • Kleinere Anschläge mit Messern und Selbstmord-Explosionen in der süddeutschen Stadt Ansbach erschütterten das Land und Europa.
  • Die meisten dieser Angreifer waren selbst Flüchtlinge oder hatten Kontakte mit Asylsuchenden, was die Tatsache hervorhob, dass die Neuankömmlinge besonders anfällig für Terror-Rekruteure waren. „Es gibt verschiedene Art von Leuten, die als Flüchtlinge kamen. Sie haben unterschiedliche politische Hintergründe und es gibt einige, die dem IS nahe stehen und einige, die vor dem IS geflohen sind“, sagte Schröter.
  • Die meisten der Asylsuchenden, die nach Europa kommen, sind junge Männer, die desillusioniert sind, wenn sie in Europa ankommen, weil Schmuggler ihnen etwas völlig anderes versprachen – mehr Geld, ein Haus und ein Auto“, sagte Schröter.
  • Der lange Registrierungs- und Warteprozess, bis sie schließlich wissen, was mit ihnen passieren wird, trägt zur Unzufriedenheit bei, erklärte sie. Viele Menschen verlassen einfach die Flüchtlingsunterkünfte und kehren nie zurück und Terrorgruppen und isalmisch-fundamentalistische Organisationen wie Salafisten nutzen das zu ihrem Vorteil und rekrutieren junge Menschen, um Anschläge auszuführen.
  • [Schröter sagt:] „Der Staat wird die Leute genauer beobachten müssen. Die Möglichkeit von Terroranschlägen und Cyber-Invasionen hat jetzt den BND und den Verfassungsschutz veranlasst ein 73 Millionen Euro teures Projekt zur Überwachung des Internets und der Telekommunikations-Messagingdienste zu planen. Die Behörden haben keine genauen Pläne offengelegt, aber nach Angaben eines Berichts der Süddeutschen Zeitung zusammen mit WDR und NDR will der BND schneller auf Botschaften reagieren, die über Mobildienste wie „WhatsApp“ geschickt werden.“
  • Drei Behörden rechtfertigen das „Panos“ genannte Projekt damit, dass die „Sicherheit Deutschlands und seiner Bürger nicht länger für selbstverständlich genommen werden kann“. [Kann man das heute überhaupt irgendwo?]
  • Es ist wahrscheinlich, dass die erhöhte Überwachung von Kommunikationswegen den Normalbürger und nicht in Terrorismus involvierte Flüchtlinge beeinträchtigen kann. Aber, wie Schröter sagt, „wenn man die aktuelle Situation bedenkt, dann könnte nichts schlimmer sein als ein großer Terroranschlag, nicht wegen der möglichen Opfer, sonder auch, weil wegen der Auswirkungen, die er haben wird. Und das ist der Grund, dass alles getan werden muss, damit es keinen großen Anschlag gibt.“

Vergeben Sie uns, aber angesichts des Ausmaßes der Bedrohung und den Hinweisen darauf, dass es ernst meinende Übelwollende gibt, die mit islamistischer Doktrin als Anleitung ihre Städte und öffentlichen Plätze ins Visier nehmen, kommen uns diese deutschen Stimmen als traurig unentschlossen vor.

Um ihretwillen hoffen wir, dass wir falsch liegen.

Denk doch mal nach … Realität versus Obama-Administration

Gateway Pundit, 15. Januar 2015

Das Weiße Haus Obamas lehnt es immer noch ab die Anschläge von Paris dem radikalen Islam zur Last zu leben. „Das ist eine verzerrte Sicht des Islam.“

Denken Sie mal hierüber nach:

Der Schuhbomber war Muslim.
Die Beltway Sniper waren Muslime.
Der Schütze von Ft. Hodd war Muslim.
Die Charlie Hebdo-Killer waren Muslime.

Der Unterwäsche-Bomber war Muslim.
Die Bomber von PanAm Flug 93 waren Muslime.
Die Bombenzünder der USS Cole waren Muslime.
Die Bomber vom World Trade Center waren Muslime.
Die Angreifer im Theater von Moskau waren Muslime.
Die Bomber von der U-Bahn in London waren Muslime.
Die Bombenzünder der Züge von Madrid waren Muslime.
Die Selbstmordbomber von Buenos Aires waren Muslime.
Die Bombenzünder im Nachtclub von Bali waren Muslime.
Die Attentäter in Bombay/Mumbai (Indien) waren Muslime.
Die Bomber der Marines-Kaserne in Beirut waren Muslime.
Die Bombenzünder beim Boston Marathon waren Muslime.
Die Entführer der Air France nach Entebbe waren Muslime.
Die Flugzeugentführer vom 11. September 2001 waren Muslime.
Die Angreifer in der russischen Schule in Beslan waren Muslime.
Die Entführer des Kreuzfahrtschiffs Achille Lauro waren Muslime.
Die Bombenzünder an der US-Botschaft in Kenia waren Muslime.
Die Mörder in der Schule in Peschawar in Pakistan aren Muslime.
Die Mörder im Einkaufszentrum in Nairobi (Kenia) waren Muslime.
Der Kidnapper im australischen Lindt-Cafe in Sydney war Muslim.
Die Angreifer auf die israelische Olympiamannschaft waren Muslime.
Die Besetzung der Botschaft in Teheran wurde von Muslimen verübt.
Der Angriff auf die US-Botschaft in Libyen wurde von Muslimen verübt.
Die Bomber von den Khobar-Türmen in Saudi-Arabien waren Muslime.

Denken Sie mal hierüber nach:

Hindus die mit Bahai zusammenleben = kein Problem
Bahai, die mit Juden zusammenleben = kein Problem
Sikhs, die mit Hindus zusammenleben = kein Problem
Hindus, die mit Juden zusammenleben = kein Problem
Bahai, die mit Christen zusammenleben = kein Problem
Christen, die mit Juden zusammenleben = kein Problem
Hindust, die mit Christen zusammenleben = kein Problem
Juden, die mit Atheisten zusammenleben = kein Problem
Buddhisten, die mit Sikhs zusammenleben = kein Problem
Juden, die mit Buddhisten zusammenleben = kein Problem
Buddhisten, die mit Hindus zusammenleben = kein Problem
Konfuzianer, die mit Hindus zusammenleben = keine Problem
Shintuisten, die mit Atheisten zusammenleben = kein Problem
Atheisten, die mit Buddhisten zusammenleben = kein Problem
Buddhisten, die mit Shintuisten zusammenleben = kein Problem
Atheisten, die mit Konfuzianern zusammenleben = keine Problem.

Muslime leben mit Sikhs zusammen = Problem
Muslime leben mit Bahai zusammen = Problem
Muslime leben mit Juden zusammen = Problem
Muslime leben mit Hindus zusammen = Problem
Muslime leben mit Christen zusammen = Problem
Muslime leben mit Atheisten zusammen = Problem
Muslime leben mit Shintuisten zusammen = Problem
Muslime leben mit Buddhisten zusammen = Problem
MUSLIME LEBEN MIT MUSLIMEN ZUSAMMEN = GROSSES PROBLEM

********** DAS FÜHRT ZU **********

Sie sind nicht glücklich im Iran.
Sie sind nicht glücklich im Irak.
Sie sind nicht glücklich in Kenia.
Sie sind nicht glücklich in Syrien.
Sie sind nicht glücklich in Libyen.
Sie sind nicht glücklich im Jemen.
Sie sind nicht glücklich in Nigeria.
Sie sind nicht glücklich im Sudan.
Sie sind nicht glücklich in Ägypten.
Sie sind nicht glücklich in Marokko.
Sie sind nicht glücklich im Libanon.
Sie sind nicht glücklich in Pakistan.
Sie sind nicht glücklich in Afghanistan.
Sie sind nicht glücklich im Gazastreifen.

********** Und wo sind sie glücklich? **********

ISIS: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Ansaru: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Hamas: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Taliban: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Al-Badr: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Al-Nusra: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Al-Qaida: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Hisbollah: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Abu Sayyaf: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Boko Haram: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Lashkar-e-Taiba: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Islamischer Jihad: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Jemahh Isalmiyah: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Muslimbruderschaft: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Al-Schabbab Somalia: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Abdallah-Azzam-Brigaden: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
Palästinensische Befreiungsfront: EINE ISLAMISCHE TERROR-ORGANISATION
UND JEDE MENGE MEHR!!!!!!!!

Denken Sie darüber nach.

Aber Barack Obama hat Angst zu sagen, die Anschläge von Charlie Hebdo wurden von radikalen Islamisten verübt.

(Anmerkung heplev: Ich persönlich glaube nicht, dass er Angst hat. Er ist einfach so. Der Islam darf mit nichts Negativem in Verbindung gebracht werden. Aber alle anderen sind schlecht…)

Zum Terrormord an den Mitarbeitern von Charlie Hebdo in Paris

Die Nachrichten sind natürlich voll davon. „Zwei bis drei“ Täter (als man längst weiß, dass es drei waren) haben in Paris auf die Redakteure des Satire-Magazins Charlie Hebdo geschossen und 11 Menschen getötet – hieß es z.B. in den ZDF-heute-Nachrichten um 17 Uhr. Weiter geht es mit Konjunktiven: Sie „sollen“ Allahu Akbar gerufen haben. Um 17:46 („hallo Deutschland“) wird wieder von einer Korrespondentin gesagt, „es wird berichtet, die Attentäter hätten Allahu akbar gerufen“. Können diese Reporter derart unterinformiert sein:

In anderen Videos konnte man die drei Täter sehen. Man konnte sie „Allahu Akbar“ brüllen hören.

Warum diese „Vorsicht“ im ZDF (die offenbar von anderen Sendern und Medienorganen genauso betrieben wird)? Wieso können sie Fakten nicht deutlich aussprechen? Weshalb werden Zweifel gesät, statt die Fakten offen zu melden?

Könnte es sein, dass unsere politisch korrekten Propagandisten – die heute, um Pegida nur nicht zu bestätigen, nur noch von „angeblicher Islamisierung“ sprechen, während sie vor Jahren, wenn auch zweifelnd, von der Tatsache der Islamisierung schrieben? Das hat wohl wenig direkt mit den Morden an Islamkritikern zu tun, aber Muslime mit Terror in Verbindung zu bringen, ist halt nicht nur nicht en vogue, sondern kriminell. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, also wird so „berichtet“, dass die Mitglieder der Religion der immerwährenden Empörung irgendwie beschwichtigt werden. Was aber nicht wirklich klappen wird, wie wir aus leidvoller Erfahrung wissen.

Ich warte inzwischen auf die Aussagen, dass das nichts mit dem Islam zu tun hat. Und auf die Massen muslimischer Demonstranten, die gegen die Islam-Missversteher auf die Straße gehen und sich gegen diese empören…

PC-Karikatur(Quelle: Facebook, eingedeutscht)

Jürgen Todenhöfer legte schon direkt los: Bitte gebt jedoch gerade heute auch Euren muslimischen Mitbürgern ein Zeichen der Solidarität. Hier auf Facebook! Weil 99,9 Prozent von ihnen genauso wie jeder andere anständige Mitbürger den Mordanschlag von Paris verurteilen. Trotzdem stehen unsere muslimischen Mitbürger jetzt noch mehr unter Beschuss der Pegida-Hassprediger und anderer anti- islamischer Scharfmacher. Der Islam ist eine Religion der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Terrorismus war und ist immer unislamisch. Auch wenn er sich eine islamische Maske aufsetzt.

Weitere tolle „Berichterstattung“ – besser gesagt: Entgleisungen!

tagesschau, eingestellt um 16:16 Uhr – Frage: „Muss man, Herr Werth, von einer islamistisch motivierten Tat ausgehen?“ Antwort: “ Es ist zur Zeit nicht sicher.Es gibt Anhaltspunkte dafür….Ob es wirklich so ist oder ob es nur Trittbrettfahrer auf einer anti-islamistischen Stimmung sind, das wissen wir bisher noch nicht.“
Klaus Kelle auf Facebook: Gerade WDR 2 gehört: Terroranschlag auf das Büro einer französischen Satire-Zeitschrift in Paris. Was sagt die Nachrichtensprecherin? „Präsident Hollande ist auf dem Weg zum Unglücksort.“ Zum Unglücksort, also so, als wenn ein Auto mit Blechschaden irgendwo liegt. Oder wie bei einem Wasserrohrbruch. Wahnsinn.
– Monika Bittl hat die tagesschau gesehen: „War es ein Terroranschlag?“,  fragt die Tagesschau drei Stunden nach dem Blutbad in Paris, nachdem bereits die höchste Terrorwarnstufe in Frankreich ausgerufen ist und zahlreiche Videos, Bilder und Zeugenaussagen im Netz kursieren.
Danke, liebe Tagesschau, für die gute Fragegestellung! Mein Mann und ich hätten nämlich schon fast auf ein Eifersuchtsdrama getippt.
WDR Fernsehen, 18:50: „soll einen islamistischen Hintergrund geben“; sie zeigen einen Videoausschnitt, bei dem zwei maskierte Bewaffnete in ein Auto steigen – das Video habe ich inzwischen im Internet komplett gesehen: Der WDR verschweigt (und zeigt nicht), dass diese zwei Männer gerade einen Polizisten erst angeschossen und den wehrlos am Boden liegenden Beamten dann aus nächster Nähe erschossen haben, die Moderatoren sprechen aber davon, dass das Video „die Täter zeigen SOLL“!
Der Bundesinnenminister findet (Aktuelle Stunde, WDR Fernsehen, 19:00 Uhr): Es ist zu früh, um die Täter zu benennen. Klar doch.
Alexander Wendt hat sich bei der Süddeutschen Zeitung umgesehen und kommentiert:
Die SZ analysiert die Gründe des Charlie-Massakers mit historischer Tiefenschärfe, indem sie kurz die Charlie-Hebdo-Witze über den Papst, Le Pen und Hollands referiert, um dann zum wichtigen Punkt zu kommen:
Mohammed-Karikaturen brachten Aufmerksamkeit
Besonders große Aufmerksamkeit brachten zuletzt Provokationen, die islamischen Bürgern Toleranz abverlangten: Nachdem das Blatt zunächst die Mohammed-Karikaturen des dänischen Jyllands Posten nachgedruckt und seine Verkaufszahlen damit verdreifacht hatte, kam im November 2011 eine Sondernummer mit dem Titel “Charia Hebdo”. Am Vorabend der Auslieferung wurde der Redaktionssitz Ziel eines Brandanschlags, was Charlie Hebdo nicht daran hinderte, ein Jahr später eine neue Karikaturenserie über Mohammed anzukündigen. Die französische Politik reagierte mittelgenervt, schloss vorsorglich die Botschaften in 20 Ländern und stellte Polizeischutz für den Redaktionssitz in Paris.
Ja, so verlangt man friedlichen Bürgern Toleranz ab, bis der Geduldsfaden eben doch mal reißt. Und auch durch einen Brandanschlag lässt man sich als Charlie-Redakteur nicht hindern, obwohl man doch hätte gewarnt sein müssen. In Bertolt Brechts “Flüchtlingsgesprächen” gibt es eine Figur, die im Deutschland der NS-Zeit die Verhaftung eines unangepassten Volksgenossen kopfschüttelnd kommentiert: “Unvorsichtig sind die Leute!”
Durch die SZ-Zeilen weht fühlbar der Stoßseufzer: ein Glück, dass wir nur immer denen Toleranz abverlangen, die uns nicht mal ein Glas Weißbier über den Kopf gießen würden.
ZDF heute, 19 Uhr: „Noch ist nicht klar, ob Islamisten den Anschlag verübten.“ Dann folgt Elmar Theveßen: „Es gibt zwar Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund, aber noch keine Belege.“
– Das ZDF gibt ein „ZDF spezial“: „Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, ist noch nicht endgültig bestätigt. Dann wird mit Daniel Cohn-Bendit gesprochen, der sich vor allem um die Auswirkungen „auf die Muslime“ sorgt und natürlich sagt, dass die Morde nichts mit dem Islam zu tun haben, sondern Faschismus ist (als könnte es keinen muslimischen Faschismus geben).
Nach einem Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime (s.u.) und noch ein paar Worten der Korrespondentin aus Paris hellt sich die Betroffenheitsmiene des Moderators genauso auf, wie seine Stimme keine Betroffenheit mehr ausströmt und er wünscht viel irgendwas Positives mit der „Kripo Holstein“…
– Die Frankfurter Allgemeine Zeitung schafft es doch tatsächlich die Morde in Paris zum Grundstock für eine Anti-Pegida-Tirade zu nutzen: „In Dresden greift er nur zu Parolen und Plakaten. Aus dem Lager jener, denen der Hass zum Lebensinhalt geworden ist, rekrutieren sich aber auch jene jungen Männer und mittlerweile auch Frauen, die für die andere Seite mit der Maschinenpistole in der Hand in den „Heiligen Krieg“ in Syrien oder sonst wo ziehen.“ Merke: Die Terroristen sind nur insofern schlimmer als Pegida, als sie tatsächlich schon morden!

Weitere Kommentare über das Verhalten der Presse:
Alexander Wendt über die Journalisten vom SPIEGEL: Islamisten massakrieren die Redaktion von “Charlie Hebdo”. Und Spiegel Online kommentiert: “Sie hatten die umstrittenen Mohammed-Karikaturen verantwortet, nun sind sie tot.”
Anders würden das die Terroristen vermutlich auch nicht sagen. Im ersten Moment ist man versucht, den SpOn-Drecklöffeln zuzurufen: “Das waren eure Kollegen.” Im zweiten Moment fällt einem ein: Nein, stimmt ja gar nicht.

Thomas Baader hat auf der Achse des Guten Presse-Reaktionen gesammelt. Tenor: Die von Charlie Hebdo haben das provoziert.

Wolfgang Röhl hat sich den Kommentarbereich der taz angesehen. Die kennen vor allem das Thema „Das ist Wasser auf die Mühlen von Pegida“.

Die Politik? Die machen sich auch Sorgen. Um Frankreich, um die Muslime. Herr Kerry parliert sogar in Washington vor den Mikrofonen auf Französisch. Und alle wollen gegen den Terrorismus kämpfen. Gegen ein Symptom, eine Taktik, nicht gegen die Ursachen?
Herr Gabriel zum Beispiel macht sich vor allem um eines Sorgen: „Jetzt müssen wir die Muslime in Schutz nehmen.“ Und natürlich hat das nichts mit dem Islam zu tun! Und wir müssen gegen die Rechtsradikalen vorgehen (ist natürlich dem Anlass voll angemessen…).

Und was machen muslimische Mitbürger? Einige das hier:

CH-Bejubler01

Und ein „Panzergrenadier bei der Bundeswehr“ (Jahrgang 1994) postete auf Facebook:

CH-Bejubler02

Der Kopf der dänischen Muslimgruppe „Zum Islam gerufen“ sympathisiert mit den Mördern. Er schmückte die Daten zum Anschlag mit einem lächelnden Smiley und schrieb als nächstes, dass er alle Charlie Hebdo-Zeichnungen von Mohammed verurteilt und er fühle mit allen Muslimen weltweit, die sich von den Karikaturen beleidigt fühlen.

Wer des Französischen mächtig ist, kann sich auch hier informieren, was muslimische Mitbewohner denken können:
http://www.islamisation.fr/archive/2015/01/07/charlie-hebdo-de-nombreux-musulmans-exultent-de-joie-sur-twi-5528199.html
https://www.facebook.com/photo.php?fbid=696867990434483&set=p.696867990434483&type=1

MEMRI  hat auch schon gesammelt: http://www.memrijttm.org/online-jihad-supporters-celebrate-attack-on-headquarters-of-french-weekly-charlie-hebdo.html

Zum guten Schluss noch Aiman Mazyek im ZDF (19:31): „Wir verurteilen dies aufs Schärfste… Unsere ersten Gedanken waren natürlich bei den Opfern. … , dass die Täter es darauf absehen die Gesellschaften zu spalten … in keinster Weise eine Rächung des Propheten darstellt, hier wird der Islam verraten.“ Und der ZDF-Moderator lenkt ganz schnell auf Islamkritiker und dass diese verurteilt werden müssen. Mazyek springt sofort darauf an und reden von „Generalverdacht gegen Muslime“. Dieser „Spaltpilz“ ist eine vorderste Sorge.

Ob dieser Vergleich wirklich gut ist, weiß ich nicht, aber er ist sehenswert:

CH-Anschlag-vergleichDie Idee hatte dann noch ein anderer:

CH-Anschlag-verglichen