Versteh‘ ich nicht – oder vielleicht besser, als mir lieb ist

Barack Hussein Obama ist wieder Zuhause – jedenfalls dort, wo für ihn bis 2012 Zuhause sein soll, im Weißen Haus. Das war unserem Lokalradio eine Meldung wert, dass zwei vornamentlich genannte Mädchen glücklich sein dürften, dass Papa wieder da ist. (Erstaunlicherweise hatten sie dort Mama vergessen, die ja auch überall mit dabei war.)

Papa jedenfalls hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, vor allem in der Türkei. Er hat so ziemlich alles getan, was den Muslimen Honig ums Maul schmieren soll. Unter anderem soll der Islam „enorm viel geleistet“ haben, um die Welt zu formen, auch die USA. Das könnte etwas missverständlich sein: Obama meinte das positiv. Woran das erkennbar sein soll, steht zwar dahin, aber Kommentatoren wie Robert Spencer haben es schonmal ausgewertet: Unabhängigkeitskrieg? Nö. Verfassung der Unabhängigkeitserklärung? Da wäre wohl nie drin gestanden, dass jeder Mensch mit unveräußerlichen, gleichen Rechten ausgestattet ist. Sklavenbefreiung? Nada, hätte es sie gegeben, wäre vielleicht das Gegenteil dabei herausgekommen. Waren Muslime in den USA (oder mit den USA) daran beteiligt sich gegen die großen Herausforderungen der beiden Weltkriege zu stellen, der Überwindung der Weltwirtschaftskrise oder des Kalten Krieges? Auch nicht. Was haben Muslime in den USA dazu beigetragen, die Gleichberechtigung der Schwarzen in den USA durchzusetzen? Nun, sie beschweren sich lediglich immer noch, sie würden weiter diskriminiert – allerdings auch das praktisch nur im Namen schwarzer Muslime. Ansonsten haben sie vor allem versucht die Errungenschaften wieder zurückzudrehen: Sie fordern Sonderrechte für Muslime, praktisch eine Diskriminierung aufgrund der Religion – Sonderrechte für die Muslime, Sonderpflichten für alle anderen.

Wie nun haben Muslime doch konkrete Auswirkungen auf das Leben – das politische wie das öffentliche – in den USA genommen? Das bedeutendste Ereignis mit Verbindung zum islamischen Glauben sind die Anschläge des 11. September 2001: Es wurden zahlreiche Neuerungen zur Flugbetriebssicherung eingeführt, vor allem was die Passagiere angeht; es wurden Milliarden in Antiterror-Maßnahmen investiert, es gibt die Kriege im Irak und in Afghanistan, zu einer unglaublichen Heuchelei, die political correctness genannt wird und vor allem einem dient: der Beschwichtigung der Anhänger der Religion der immerwährenden Empörung, die darauf bestehen jedem, der nicht glaubt, dass Islam Frieden bedeutet, dies mit Mord und Totschlag einzubläuen.

Das sind die Beiträge der Anhänger des Propheten mit der grünen Fahne zur Formung der Gesellschaft (nicht nur) in den USA.

Dann der Obamateur noch etwas gesagt: Der Islam „habe die Welt zum Besseren geformt“.

Hm. Da stellen sich auch Fragen: Hat dieses „Geschenk der Araber“ (die „Religion des Friedens“ und der immerwährenden Empörung) an den Iran die iranische Zivilisation verbessert? Hat die Ankunft des Islam in Nordafrika mit der Folge des Verschwindens der reichhaltigen christlichen Kultur dort die Welt des ehemals christlichen Nordafrika „zum Besseren geformt“? War es für die künstlerischen Reichtümer von Byzanz eine „Formung zum Besseren“, als die lange Zeit wichtigste Stadt des Christentums vom Islam erobert wurde? Sind die künstlerischen Leistungen des Buddhismus in Zentralasien verschwunden oder haben sie sich „zum Besseren gewendet“, seit der Islam dort einzog, z.B. in Afghanistan? Hat Indien sich „zum Besseren gewandelt“, seit die Muslime dort sind? War die Tötung von 60 bis 70 Millionen Hindus und die erzwungene Konversion zum Islam für alle, die nicht auf der Stelle umgebracht werden wollten, eine „Verwandlung zum Besseren“? Auch für Schwarzafrika lassen sich solche Fragen stellen: Was ist mit den Sklavenhändlern, die die arabischen Märkte bedienten und auch westlichen Sklavenschiffer massiv belieferten – eine „Verbesserung“?

Die vom Islam legitimierte Sklaverei wurde in Marokko und Algerien erst durch die Kolonialmacht Frankreich abgeschafft. Die britische Navy unterdrückte den arabischen Sklavenhandel mit Afrika im späten 19. Jahrhundert. Saudi-Barbaria schaffte die Skalverei erst 1962 auf massiven Druck des Westens ab – formell, sie existiert im Grunde bis heute weiter. Andere Staaten waren noch weit später dran; im Sudan ist Sklaverei bis heute gängige Praxis.

Hat die Ankunft des Islam den künstlerischen Ausdruck irgendwo freier gemacht? Hat die Ankunft des Islam irgendwo in der Welt die Kultivierung freier und skeptischer Forschung wahrscheinlicher gemacht? Hat die Ankunft des Islam irgendwo zu einer kulturellen Blüte geführt, die vorher nicht da oder nicht das Produkt von geduldeten Dhimmis war?

Der Präsi hat Stuss geredet, um sich bei den muslimischen Staaten einzuschleimen, die das nur zu einem nutzen werden: Ihm Zugeständnisse abzupressen.

Nicht erst bei seiner Schleimtour gibt der Mann aus dem Weißen Haus den Jubelperser. Sein Entgegenkommen den islamischen Staaten gegenüber ist nicht nur naiv, sondern auch von vermeintlicher „Selbstkritik“ begleitet – er macht die USA nieder, reitet darauf herum, was die Amerikaner alles falsch gemacht haben sollen und dass die anderen offenbar das Recht haben Forderungen an die USA zu stellen, die in der Welt zu Kreuze zu kriechen haben. In schlechtester europäischer Manier werden den muslimischen Staaten Dinge nicht nur zugestanden, sondern gar als positiv betrachtet, die man anderen Staaten nie und nimmer durchgehen lassen würde. Dabei werden Perspektiven verschoben und zweierlei Maß angelegt, dass es nur so die reine Prophetenfreude ist.

Warum z.B. wird nicht nur bei den Kreuzzügen oder dem Imperialismus heutzutage jegliche expansive Aktion westlicher Staaten immer negativer gewertet, aber der islamische Expansionismus nicht einmal ansatzweise in der Öffentlichkeit diskutiert? Weshalb wird sich darüber aufgeregt, wenn jemand die Meinung vertritt, die Kreuzzüge seien auch eine Reaktion auf die islamische Expansion? Darf man das nicht andenken? Genauso wenig, wie die religiös motivierte islamische Expansion thematisiert werden darf, denn die politische Korrektheit verlangt, dass die Religion damit nichts zu tun hat, sondern diese Eroberungszüge „ganz normale“ Aktionen bestimmter Herrscher waren, völlig losgelöst vom Kontext der im Koran und den Hadithen befohlenen Unterwerfung der Welt? Ach ja, noch ein Hirngespinst, das nicht behandelt werden darf. Das „Haus des Krieges“ und das „Haus des Friedens“ gibt es bestimmt auch nicht, oder nur in der Form, wie der Jihad lediglich das Streben nach persönlicher charakterlicher Verbesserung ist, aber keinesfalls der bewaffnete Kampf gegen die Ungläubigen.

Vor vielen Jahren sang ein Stefan Sulke einmal – auf der Rückseite seiner Single „Uschi, mach kein‘ Quatsch“ – davon, dass er nicht verstünde, dass „irgend so ein Julius Dingsbums oder sonst wer ganze Völker in den Boden rammen kann“ und dafür im Brockhaus „ein großer Mann“ genannt wird, während einer, der im Suff um sich ballert, in den Knast wandert und sich alle darüber aufregen. So nach dem Motto: Über den Julius Dingsbums müssten man sich ja wohl weit mehr aufregen. Nun, das war friedensbewegte Naivität. Heute aber fällt mir diese B-Seite immer wieder ein, wenn ich sehe, wie sich Islamvertreter gerieren und ihnen von Seiten offizieller Politik und Gesellschaft entgegengekommen wird; wenn ich erlebe, wie radikalen Muslimen der Hof gemacht wird, wie man versucht sie zu hofieren, sie zu beschwichtigen und zu bewundernswerten Vorbildern zu machen.

Präsident Obama ist eine furchtbare Ausgabe genau diesen Verhaltens. Er glaubt offenbar mit diesen Anbiederungsversuchen etwas Positives zu erreichen. Er kann damit nur ganz gewaltig auf die Schnauze fallen. Die Radikalen bekommen noch mehr Oberwasser. Sie fühlen sich bestätigt. Sie lernen daraus. Mehr zu fordern. Sich überlegen zu fühlen. Immer so weiter zu machen: Den Westen bei seinem schlechten Gewissen zu packen, um ihn unterzubuttern und die radikal-islamischen „Werte“ durchzusetzen – kurz: den Islam in die ganze Welt zu tragen und dort herrschen zu lassen. Danke, Herr Präsident, dass jetzt auch die USA auf diesem Holzweg sind!

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Schrei’ Islamophobie und lass die Hundes des Krieges los

Sultan Knish, 23. Februar 2009

Die muslimische Übersensibilität bei jeder angenommenen Beleidigung steht in direkt umgekehrtem Verhältnis dazu, wie viel Hass Muslime selbst anderen gegenüber zum Ausdruck zu bringen bereit sind.

Wenn man den muslimischen Standards folgt, dass ist die Entfernung eines Mannes aus einem Flugzeug, der ein T-Shirt mit arabischen Worten trägt, eine inakzeptable Zurschaustellung von Islamophobie, aber die Aussperrung einer israelischen Tennisspielerin aus Dubai völlig legitim.

Karikaturen mit Mohammed als Terrorist zu zeichnen, ist nicht akzeptabel, aber den Tod der Karikaturisten zu fordern wohl. Ein Buch zu schreiben, das den Islam parodiert, ist inakzeptabel, aber die Übersetzer des Buches weltweit zu ermorden, ist es wohl.

Israelische Straßensperren an der Grenze zum Gazastreifen sind inakzeptable Beispiele für Apartheid, aber dass Saudi-Arabien alle Nichtmuslime den Zugang zur Stadt Mekka oder die saudische Staatsbürgerschaft verweigert – ist das gute Recht der Saudis.

Ein Protest gegen die Hamas und Al-Qaida, bei dem deren Flaggen geschändet werden, auf denen Verse aus dem Koran stehen, ist für Muslime inakzeptabel beleidigend – aber muslimische Studentenverbindungen, die genau diese Flaggen schwenken, sind etwas, das niemand in Frage stellen darf.

Ein muslimischer „Flüchtling“, der wegen illegaler Einreise in ein europäisches Land verhaftet wird, ist einzig und allein wegen „Islamophobie“ im Gefängnis, genauso die Terroristen, die in Guantánamo Bay festgehalten werden – aber Westler, die in ein muslimisches Land kommen, verlieren alle Rechte und können wegen jeder Kleinigkeit, die ein Muslim ihm vorwirft, ins Gefängnis gesteckt, gefoltert und ausgepeitscht werden.

Westliche Länder, die erwarten, dass eine muslimische Frau ihren Hijab für ein Passfoto entfernt, sind islamophob. Muslimische Länder jedoch haben das Recht zu verlangen, dass selbst die Parlamentspräsidentin oder die First Lady ihr Haar bedecken, wenn sie ein muslimisches Land besuchen.

Bekommt ein muslimischer Mann Frauenunterwäsche auf den Kopf gelegt, während er wegen versuchten Mordes an amerikanischen Soldaten gefangen gehalten wird, dann ist das das abscheulichste Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wenn jedoch muslimische Männer Frauen wegen Ehebruch erhängen und auspeitschen… dann ist das deren Kultur und wir haben kein Recht das zu verurteilen. Das heißt, außer wir sind islamophob.

Paranoide muslimische Ängste vor westlicher Kultur kann legitim darin Ausdruck finden, dass Zeitschriften, Valentintagsfeiern und Filme verboten werden. Jeglicher westlicher Widerstand gegen den Koran oder Arabisch ist ein klares Zeichen von Islamophobie.

Ein Koran in einer Toilette ist ein Hass-Verbrechen. Die Inhalte der Bibliothek von Alexandria zu verbrennen, mit der Begründung: „Wenn es nicht im Koran steht, ist es überflüssig“, ist jedoch legitimer Ausdruck muslimischer Ansichten zu nicht muslimischer Literatur.

Vorurteile gegenüber Muslimen sind inakzeptabel. Aber muslimische Vorurteile gegenüber Frauen, Juden, Christen, Schwulen, Buddhisten, Zarathustra-Anhänger, Atheisten und jeden anderen sonst – sind Teil ihrer Kultur. Und wer sind wir, dass wir darüber richten dürften, wenn sie das Gefühl haben jeden zu hassen und zu töten, der kein muslimischer Mann ist.

Das Problem mit all diesen Beispielen ist: Die Muslime wollen beides haben. Einerseits wollen sie einen Blankoscheck, der es ihnen erlaubt mit jedem negativen Feedback als Islamophobie umzugehen. Andererseits wollen sie in der Lage sein jeden Grad und jede Form von Hass gegen andere und Unterstützung für Terrorismus in öffentlichen Foren ohne jegliche Rückwirkungen zum Ausdruck zu bringen.

Was Muslime wirklich wallen ist politische Korrektheit für uns und keine für sich. Sie wollen eine Kette um unseren Hals, deren Leine sie in der Hand haben, während ihre andere Hand eine Hisbollah-Flagge schwenkt. Und das kann nicht funktionieren.

Wenn ein dänischer Karikaturist Mohammed nicht zeichnen darf, dann sollten muslimische Demonstranten zumindest nicht in der Lage sein zum Mord ihrer politischen Opponenten aufrufen. Wenn christliche Pastoren wegen der Verurteilung des Islam zensiert werden, dann sollte das auch für den Pöbel der Finsbury Park-Moschee gelten.

Weder Hass noch Toleranz können eine Einbahnstraße sein, doch die Muslime haben Vorwürfe der Islamophobie ausgebeutet, um genau das zu bekommen. Von den Saudis gestützte Organisationen wie CAIR oder die MSU verbreiten routinemäßig Hass und sind dann empört, wenn irgendjemand sie deswegen zur Verantwortung zieht.

Kanadas größte Gruppe, die Canadian Arab Federation, hatte kein Problem damit Teil von Demonstrationen zu sein, auf den Hamas- und Hisbollah-Flaggen flatterten. Sie hatten aber ein Problem, als der kanadische Minister für Einwanderer, Jason Kenney, sie deswegen kritisierte; als war es nur natürlich, dass der Vorsitzende der CAF ihn eine „professionelle Hure“ nannte. Kenney antwortete im Gegenzug: „Wir sollten diejenigen nicht belohnen, die Ansichten zum Ausdruck bringen, die im Gegensatz zu den besten liberalen Werten der Toleranz und gegenseitigen Respekts stehen“, und kündigte Pläne an, der CAF die Finanzierung zu entziehen. Natürlich bestand die Antwort der CAF darin „Islamophobie“ zu kreischen.

Die Canadian Arab Federation entschied sich pro-Hamas-Artikel auf ihre Internetseite zu stellen, darauf zu drängen, dass Al-Jazira in Kanada zu sehen ist, an offen terroristischen Demonstrationen teilzunehmen und dann mit einer Beleidigung des Immigrationsministers auf Kritik zu antworten. Aber natürlich kamen die Konsequenzen daraus nur wegen Islamophobie zustande.

Muslimen ist es zu einfach gemacht worden eine Menge unter den Teppich zu kehren, indem sie „Islamophobie“ schreien. Das impliziert aber, dass sie tatsächlich wünschen Teil einer toleranten, multikulturellen Gesellschaft sein wollen, in der die Rechte aller respektiert werden. Durch ihre Taten und Agenden jedoch zeigen sie, dass dies nicht die Gesellschaft ist, deren Teil sie sein wollen. Weder in Riyadh, noch in Teheran, Gaza, Karachi oder London, Paris oder Detroit.

Es ist an den Muslimen selbst, zu entscheiden, welche Rolle sie im Ausland und in der globalen Kultur spielen wollen. Sie können intolerante Fanatiker sein, die Zuhause bleiben und von jedermann sonst auch erwarten Zuhause zu bleiben. Oder sie können offen und tolerant genug sein Seite an Seite mit anderen zu leben. Aber sie können nicht intolerante Fanatiker sein, die von uns erwarten, dass wir ihrer fanatischen Intoleranz gegenüber tolerant und offen sind. Nicht auf unsere Kosten.

Das ist das Problem; es ist ein gordischer Knoten, den die Muslime entweder selbst zu entwirren versuchen oder den letztlich jemand anderes für sie durchschlagen wird.