Ein ach so moderater Vorzeige-Muslim

gefunden auf Facebook:

Tariq-RamadanMeine Brüder und Schwestern, wir müssen die so genannte Demokratie und Redefreiheit hier im Westen ausnutzen, um unsere Ziele zu erreichen.
Unser Prophet Mohammed, Friede sei mit ihm, und der Koran lehren uns, dass wir jedes mögliche Mittel und jede mögliche Gelegenheit nutzen sollen, um die Feinde Allahs zu besiegen.
Sagt den Ungläubigen in der Öffentlichkeit, dass wir ihre Gesetze und ihre Verfassungen respektieren, von denen wir Muslime glauben, dass sie so wertlos sind wie das Papier, auf das sie geschrieben sind.
Das einzige Gesetz, das wir respektieren und anwenden müssen ist die Scharia.
Tariq Ramadan

Völkermord an Juden: Wo Hamas schlimmer ist als der Islamische Staat

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Das Wort „Islamo-Nazismus“ ist weitgehend tabu, doch es repräsentiert die Ideologie einer Reihe muslimischer Terrororganisationen ausgezeichnet. Die dominante und furchtbarste dieser kriminellen Vereinigungen ist bisher der Islamische Staat (IS). Der deutsche Autor und ehemalige christdemokratische Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer besuchte vor kurzem den IS im Irak und Syrien, wo er sich mit einigen seiner Anführer und Anhänger austauschte.

Nach seiner Rückkehr sagte Todenhöfer: „Die sind völlig überzeugt davon, eine historische Mission zu erfüllen.“ Sie glauben, dass sie die einzig wahre Religion leben und wollen sie mit dem Schwert im gesamten Nahen Osten und dann in der ganzen Welt verbreiten. „Die wollen alle Religionen außer den drei ‚Buchreligionen‘ – also außer dem Islam in der IS-Version, dem Judentum und dem Christentum – vernichten. Und zwar ausnahmslos.“

Todenhöfer fügte hinzu: „Nach der IS-Ideologie müssen auch alle Muslime sterben, die Demokratie bejahen. Weil diese die Gesetze, die in einer Demokratie von Menschen gemacht werden, angeblich über die Gesetze Gottes stellen. Der IS spricht ganz offen von Hunderten Millionen Toten, die dieser ‚religiösen Säuberung‘ geopfert werden müssten.“

In seinen Gesprächen mit den IS-Vertretern sagte Todenhöfer ihnen, dass er den Koran mehrfach gelesen habe und den Islam als eine barmherzige Religion verstehe. „Ich habe gefragt: Wo bitte ist eure Barmherzigkeit? Ich bekam immer zu hören, dass es die zwar im Koran auch gebe, aber jetzt nun mal die Zeit des Schwertes sei.“1

Die von Todenhöfer mitgebrachte Botschaft des Islamischen Staats zum geplanten Massenmord war klar. Experten bestätigen, dass der IS eng dem Scharia-Gesetz folgt und dass es in der Geschichte des Islam viele Präzedenzfälle für ihre Ansichten gibt.2 Dennoch behaupten einige westliche Beschöniger fälschlich, dass der IS nichts mit dem Islam zu tun habe. US-Präsident Barack Obama hat zugegeben, dass die Organisation das pure Böse ist.3 Er behauptet ebenfalls fälschlich, der IS sei „nicht Islamisch“.4

Diese falsche Haltung wird vom britischen Premierminister David Cameron geteilt, der zum IS erklärte: „Sie prahlen mit ihrer Brutalität. Sie behaupten, das im Namen des Islam zu tun. Das ist Unsinn. Der Islam ist eine Religion des Friedens. Sie sind keine Muslime, sie sind Monster.“5

In einem bestimmten Fall ihres ideologischen Programms ist die Hamas extremer und mörderischer als der Islamische Staat. Der IS will Christen und Juden verschonen. Die Hamas hingegen sagt in Artikel 7 ihrer Charta: „Der Tag des Gerichts wird nicht kommen, bis die Muslime die Juden bekämpfen (und sie töten), wenn der Jude sich hinter Steinen und Bäumen versteckt. Die Steine und Bäume werden sagen: Oh Muslime, O Abdulla, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn. Nur der Gharkad-Baum … wird das nicht tun, denn er ist einer der Bäume der Juden.“6

Während der Operation Fels in der Brandung im letzten Sommer forderte die Hamas einmal mehr die Ermordung aller Juden. Das Hamas-Fernsehen strahlte auch eine Predigt aus, die die Hamas-Ideologie wiederholte, mit der der Anspruch erhoben wird, dass es nach dem Islam die Bestimmung der Muslime ist die Juden auszurotten.7

Es gab im Gazastreifen und Israel während der Operation Fels in der Brandung Hunderte Auslandsjournalisten, die Tausende Artikel schrieben. Man müsste alle sorgfältig daraufhin überprüfen, um zu sehen, ob es auch nur eine einzige Nennung des Begriffs Islamo-Nazismus in irgendeinem ihrer Artikel über die Hamas gab oder ob ein Vergleich zwischen Hamas und den Nazis gezogen wurde oder einer direkte Zitate der Hamas über die geplante Ausrottung aller Juden beim Streben nach Zufriedenstellung Allahs beinhaltete. Es würde nicht überraschen, wenn nicht ein einziges solches Zitate gefunden werden könnte.

Clemens Wergin schreibt in der deutschen Tageszeitung DIE WELT. Er ist einer der seltenen Journalisten, die es wagt Fakten dazu zu recherchieren und zu veröffentlichen, wie viel Nazi-Ideologie die muslimische Terrorgruppe beeinflusst hat. Er schreibt, dass die Ideologie extremer muslimischer Gruppen wie Al-Qaida, Al-Nusra und IS ihre Konzepte aus einer tief sitzenden antiwestlichen Ideologie beziehen. Wergin führt an, dass das auch bei den Nazis der Fall war. Er fügt hinzu, dass der IS seine ursprüngliche Inspiration aus den schlimmsten europäischen Traditionen bezogen hat. Wergin sieht Parallelen zwischen IS-Ideologie und Hitlers Ideologie des „totalen Kriegs“ und seines Ausrottungskriegs gegen Juden und osteuropäische Völker, „auch wenn die Terror-Islamisten zum Glück nicht über die Mittel verfügen, um ihre Vernichtungsfantasien in großem Maßstab in die Tat umzusetzen“.8

Das fast totale Versagen des Journalismus sich mit der Ähnlichkeit von extremem Islam und Nationalsozialismus zu beschäftigen lässt in der Hauptsache ein paar wenige Wissenschaftler übrig, die sich mit dem Thema befassen. Sie bringen gewichtige Argumente für den Vergleich der Haltungen beträchtlicher extremistischer Bewegungen in der islamischen Welt mit denen der Nazis. Der israelische Holocaust-Forscher Yehuda Bauer hob 2009 hervor:

„Heute werden die Juden zum ersten Mal seit 1945 wieder offen durch eine radikalislamische, genozidale Ideologie bedroht, deren mörderische Wutreden ernster genommen werden müssen als die der Nazis vor zwei oder mehr Generationen. Die direkte Verbindung zwischen dem Zweiten Weltkrieg, der Schoah und den heutigen völkermörderischen Ereignissen und Drohungen ist mehr als offensichtlich. Die Schoah war ohnegleichen; aber sie war ein Präzedenzfall und diesem Präzedenzfall wird gefolgt.9

Der Antisemitismus-Historiker Robert Wistrich schreibt, dass Hardcore-Antisemitismus in der arabischen und muslimischen Welt nur mit dem von Nazideutschland vergleichbar ist. Er erklärt, dass muslimischer Hass auf Israel und Juden „ein eliminatorischer Antisemitismus mit Völkermord-Dimension“ ist. Als gemeinsames Element von muslimischem und Nazi-Antisemitismus führt Wistrich Fanatismus, den Todeskult, den nihilistischen Wunsch nach Vernichtung und die wahnsinnige Lust auf Hegemonie über die Welt an.10

Richard Prasquier, der ehemalige Präsident des CRIF – der Dachorganisation der französischen Juden – verglich den radikalen Islam mit dem Nationalsozialismus. Er führte zwei wichtige gemeinsame Merkmale an. Das erste sind für beide Bewegungen die Juden als Hauptfeind und Antisemitismus als essenzielle Komponente ihrer Ideologie. Das zweite ist die Entmenschlichung der Juden sowohl durch den Nationalsozialismus als auch den radikalen Islam.11 Der amerikanische Historiker Richard Landes merkte an: „Historiker der Zukunft werden vermutlich feststellen, dass der derzeitige Antisemitismus in arabischen und muslimischen Gesellschaften noch höher kocht als der der Nazis.“12

2013 verglich der ehemalige französische Bildungsminister Luc Ferry den modernen Islam in einem Interview der Sendung Télé auf dem Sender Europe 1 mit dem Nationalsozialismus der 1930-er Jahre. Er sagte: „Der heutige Terrorismus repräsentiert irgendwie das Äquivalent des Nationalsozialismus. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass der heutige radikale Islam – und hier rede ich natürlich nicht von der muslimischen Religion, sondern vom radikalen Islam und Antisemitismus – derselbe Fluch für die Menschen, für das menschliche Leben ist. Er ist genauso schrecklich wie der Nationalsozialismus der 30-er Jahre.“ Ferry warnte auch, dass der radikale Islam nicht nur eine isolierte, „lokale Guerilla“-Gruppe ist, sondern ein globales Problem und das Omen eines dritten Weltkriegs.13

Israels Regierung und Streitkräfte haben bisher verhindert, dass die Hamas – die größte demokratisch gewählte Palästinenserpartei – ihre „Vernichtungsfantasien“ in einem Ausmaß ausführen kann, das in jeder Hinsicht das der Bewegung des Islamischen Staats erreicht. Doch Israel verzichtet fast völlig auf die Veröffentlichung des Islamo-Nazi-Charakters der Hamas und wo die von ihr beworbenen Schrecken selbst die Pläne des Islamischen Staates übertreffen. Die oben angeführten Zitate zu den Charakteristika des Islamo-Nazismus können das Rohmaterial für eine israelische Veröffentlichungskampagne zum wahren Charakter der Hamas liefern. Eine solche Kampagne wird dringend gebraucht, umso mehr, als der UNO-Sicherheitsrat sich mit einer Resolution zur Anerkennung eines Palästinenserstaats befasst hat.

 

1 Interview mit Jürgen Todenhöfer: „Pegida spielt das Spiel des Islamischen Staats.“ Die Welt, 27. Dezember 2014.
2 Andrew C. McCarthy: The Islamic State is Nothing New. National Review Online, 3. September 2014.
3 Rukmini Callimachi: Obama Calls Islamic State’s Killing of Peter Kassig ‘Pure Evil. The New York Times, 16. November 2014.
4 Statement by the President on ISIL. The White House, 10. September 2014.
5 Lee Ferran/Rym Momtaz/James Gordon Meek: British PM on New ISIS Beheading: “They’re Not Muslims, [But] Monsters”. ABC News, 14. September 2014.
6 http://avalon.law.yale.edu/20th_century/hamas.asp
7 http://www.palwatch.org/
8 Clemens Wergin: So viel Nazi-Ideologie steckt im Islamismus. Die Welt, 20. November 2014.
9 Yehuda Bauer: Reviewing the Holocaust Anew in Multiple Contexts. Post-Holocaust and Anti-Semitism, 80, 1. Mai 2009.
10 Robert S. Wistrich: Muslimischer Antisemitismus, Eine aktuelle Gefahr. Berlin (Edition Critic), 2011, S. 101.
11 Richard Prasquier: Oui, l’islamisme radical et le nazisme sont deux idéologies comparables. Le Monde, 17. Oktober 2012 [Französisch].
12 Manfred Gerstenfeld, Interview mit Richard Landes: Muslimische Verschwörungstheorien schaden Juden. Israel National News, 7. März 2013 [abseits vom mainstream, 5. März 2012]
13. Chloë Lebeau: Pour Luc Ferry, „l’islamisme radical est aussi atroce que le nazisme dans les années 30“. RTL.fr, 4. November 2013 [Französisch]

Die vielen Gesichter des Islamo-Nazismus

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In den letzten Wochen war verschiedentlich das Auftauchen von Islamo-Nazis in der Öffentlichkeit Europas zu beobachten. Eine Reihe Demonstrationen fanden statt. In Den Haag schwenkten z.B. Demonstrationsteilnehmer Flaggen der ISIS oder der Hamas und brüllten völkermörderische Parolen. Bis vor kurzem waren europäische Islamo-Nazis größtenteils nicht sehr daran interessiert öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Sie mieden jegliches Exponiertsein, das ihre Abreise in den Nahen Osten verhindern könnt, wo sie sich den mörderischen Muslimgruppen anschließen konnten.

Wie der Islamo-Nazismus Zutritt zu Europa fand, war damit markant anders als ihr Eintritt in die Vereinigten Staaten, wo Al-Qaida, eine der älteren Islamo-Nazi-Bewegungen, am 11. September 2001 einige ihrer Mitglieder für die Ermordung tausender amerikanischer Zivilisten opferte.

Heute hat der Islamo-Nazismus eine andere Bedeutung als vor und während des Zweiten Weltkriegs; damals gab es Muslime, die gleichzeitig Nazis waren. Der wichtigste Palästinenserführer, der Mufti von Jerusalem, Hadsch Amin al-Husseini, war bei der Gründung von SS-Einheiten in Bosnien und dem Kosovo entscheidend behilflich. Nach dem Krieg flohen diverse deutsche Nazis nach Ägypten. Einige traten zum Islam über, so der Propagandist Johannes van Leers und der Arzt und psychopathische Mörder Aribert Ferdinand Heim.

Der zeitgenössische Islamo-Nazismus ist anders veranlagt. Er besteht aus mörderischen Muslimen, deren Ideologie sich mit den völkermörderischen Kernelementen des Nationalsozialismus überlappt, ohne einem organisatorischen Nazi-Rahmenwerk zuzugehören. Man kann den derzeitigen Islamo-Nazismus als die Ideologie derjenigen Muslime beschreiben, auf die eine von zwei Eigenschaften zutrifft: Die erste, dass sie Gläubige sind, die die Weltherrschaft des Islam mit allen Mitteln erreichen wollen, einschließlich Gewalt. Mit anderen Worten: Für Islamo-Nazis rechtfertigt das Ziel die Mittel. Die zweite Eigenschaft, die Islamo-Nazismus beschreibt, ist die Werbung für völkermörderische Programme. Dazu gehört z.B. der Massenmord an Juden und anderen, einschließlich Muslimen anderer Denominationen.

Verschiedene Autoren haben im Verlauf der Jahre die Charakteristika des Islamo-Nazismus beschrieben, ohne ihm notwendigerweise diesen Namen zu geben. Vor rund zehn Jahren erklärte Yehuda Bauer, der Direktor Emeritus des International Institute for Holocaust Research in Yad Vashem: „Sowohl in der nationalsozialistischen wie auch der marxistisch-kommunistischen Ideologie ist die parlamentarische Demokratie des liberalen Westens der Feind. Die Juden waren ein typischer Ausdruck dafür. Der radikale Islam identifiziert denselben Feind. Man muss erkennen, dass nicht nur der Islamismus, sondern auch diese beiden anderen Fundamentalismen im Wesentlichen religiös sind. Alle drei geben sich einer metaphysischen Kraft hin, während sie versuchen einer unangenehmen Wirklichkeit zu entkommen.“

Er fügte hinzu: „Es macht wenig Unterschied, ob man dies den Gott der Natur, dialektischen Marxismus oder den Koran nennt; ihre Schlüsselmerkmale sind die gleichen. Der islamische Radikalismus ist das Verlangen nach einer globalen Utopie, die durch gewalttätige Mittel erreicht werden soll und eine globale Dominanz anstrebt. Dies gilt genauso für den Nationalsozialismus und den Kommunismus.“

Bauer schloss: „Jede universale Utopie ist mörderisch und jede radikale, universale Utopie bringt radikale Mörder hervor. Trotz großer Unterschiede zwischen diesen drei im Verlauf der letzten hundert Jahre aufgekommenen Ideologien haben sie viele Parallelen.“

2013 sagte Luc Ferry, ehemaliger französischer Bildungsminister: „Heute verkörpert der Terrorismus irgendwie das Äquivalent zum Nationalsozialismus. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass der radikale Islam heute … genauso grässlich ist wie der Nationalsozialismus in den 1930-er Jahren.“ Er warnte außerdem, dass der radikale Islam nicht nur eine isolierte ‚örtliche Guerilla‘ ist, sondern ein globales Problem und eine Warnung vor einem dritten Weltkrieg.“

Der israelische Antisemitismus-Historiker Robert Wistrich schreibt, dass der Hardcore-Antisemitismus in der arabischen und muslimischen Welt nur mit dem von Nazi-Deutschland vergleichbar ist. Er erklärt, dass der muslimische Hass auf Israel und die Juden „ein eliminatorischer Antisemitismus genozidaler Dimension“ ist. In Bezug auf gemeinsame Elemente von muslimischem und nationalsozialistischem Antisemitismus listet Wistrich Fanatismus, den Todeskult, den nihilistischen Wunsch nach Zerstörung und die irre Lust auf Weltherrschaft auf.

In einem Artikel verglich Richard Prasquier, damals Präsident des CRIF, der Dachgesellschaft der französischen Juden, den radikalen Islam mit dem Nationalsozialismus. Er führte zwei wichtige Gemeinsamkeiten an. Die erste ist, dass für beide Bewegungen Juden der Hauptfeind sind und der Antisemitismus eine wesentliche Komponente ihrer Ideologie ist. Die andere ist, dass sowohl der Nationalsozialismus als auch der radikale Islam die Juden entmenschlichen. Der amerikanische Historiker Richard Landes postulierte: „Zukünftige Historiker werden vermutlich feststellen, dass der gegenwärtige Antisemitismus in arabischen und muslimischen Gesellschaften ein noch höhere Fieberkurve erreichte als der der Nazis.“

Zeitgenössischer Islamo-Nazismus manifestiert sich sowohl in organisierten Bewegungen als auch durch Einzelpersonen. Nach der islamischen Revolution von 1979 ist der Iran die wichtigste, aber bei weitem nicht die einzige Kraft des Islamo-Nazismus gewesen. Zu den islamo-nazistischen Organisationen gehören Al-Qaida, Al-Nusra in Syrien, ISIS in Syrien und dem Irak, die Hisbollah im Libanon, die Hamas in den Palästinensergebieten sowie der Islamische Jihad. In Afrika bestehen solche Bewegungen selbstverständlich z.B. in der Boko Haram in Nigeria und Al-Shabab in Somalia. Zudem gibt es islamo-nazistische Bewegungen an vielen weiteren Orten innerhalb der muslimischen Welt.

Zusätzlich zu solchen organisierten Bewegungen gibt es viele einzelne Muslime, die die islamo-nazistische Ideologie unterstützen. Die amerikanische Forschungsorganisation Pew hat Meinungsumfragen durchgeführt, die andeuten, dass mindestens 150 Millionen Muslime weltweit mit der Al-Qaida-Ideologie konform gehen. Eine Pew-Studie von 2009 stellte fest, dass mehr als 20 Prozent der Muslime in Indonesien, Jordanien und Ägypten Osama bin Laden vertrauten, dass er „in Weltangelegenheiten das Richtige“ tat. Bei nigerianischen Muslimen waren es mehr als 50 Prozent.

Islamo-Nazis sind nicht die einzigen radikalen Muslime. Es gibt viele weitere muslimische Extremisten, die nicht notwendigerweise Massenmord anstreben. Eine prominente solche Organisation ist in einer Reihe von Ländern die Muslimbruderschaft. Die Türkei und Qatar sind die Hauptunterstützer der Hamas, sowohl politisch als auch finanziell; und Recip Tayyip Erdoğan, der Präsident der Türkei, ist selbst radikaler Muslim.

Den Islamo-Nazismus zu definieren ist also wichtig, weil diese Ideologie viele zugehörige Phänomene mit sich bringt. Es gibt Trittbrettfahrer der islamo-nazistischen Bewegungen im Westen, Muslime wie auch andere. Es gibt außerdem solche – hauptsächlich Muslime – die den Islamo-Nazismus beschönigen; darüber hinaus gibt es eine Vielzahl westlicher politischer Parteien, die indirekt die Interessen der Islamo-Nazis fördern. All diese Faktoren zusammen repräsentieren eine komplexe Realität, die weit unklarer ist als üblicherweise erkannt wird.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.04.-03.05.2014)

Sonntag, 27.04.2014:

Die offizielle PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida: Israel „imitiert enthusiastisch alles, was die Nazis den Juden getan haben“, Zionismus basiert auf Rassismus, Arroganz, Ghetto-Mentalität und dem „Massada-Komplex“. Dazu wird Jibril Rajoub zitiert. So strebt man Frieden an…

Die PA hat einen Antrag ausgearbeitet Interpol beizutreten.

Saeb Erekat wieder: Die Hamas ist keine Terrortruppe, der wahre Terror ist die „Besatzung“.

Netanyahu ließ wissen, dass Israel die „Einheitsregierung“ der Terroristen nicht anerkennen wird, wenn die Israel nicht als Staat des jüdischen Volks anerkennen.

Der Washington Post gegenüber soll ein Berater von Ismail Haniyeh gesagt haben, die Hamas überlege, ob sie Israel anerkennen werde. Im Moment konzentriere man sich bei den Versöhnungsgesprächen mit der Fatah aber auf innere Angelegenheiten.
Die Hamas kündigte daraufhin an, sie überlegt die Washington Post wegen der Veröffentlichung zu verklagen – Israel werde von ihr niemals anerkannt werden.
Saeb Erekat übrigens verkündete, dass die Hamas natürlich nicht verpflichtet ist Israel anzuerkennen, um der Einheitsregierung beizutreten. Sie habe das Recht Israel nicht anzuerkennen. Israel mische sich in innerpalästinensischen Angelegenheiten ein.

Mahmud Abbas hat den Holocaust mit selten klaren Worten verurteilt. Netanyahu bezeichnet das als „Schadenskontrolle“. (Nicht verwunderlich, wenn Abbas die Worte nur als Anhängsel für Klagen über die Besatzung benutzt, die damit praktisch Israel des Holocaust an den PalArabern beschuldigt…)

Heckmeck:
Die EU in Person von Baroness Ashton drängte Israel und die Terroristen, trotz des Zusammenschlusses der Terrorgruppen wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, damit die Bemühungen der USA nicht verkümmern. (Fruchtloses Gerede fortsetzen? Das passt zur EU, dass das als erstrebenswert angesehen wird…)

Montag, 28.04.2014:

Die PLO lässt wissen, dass sie Israel voll verantwortlich macht für die Sabotage der Bemühungen der USA und anderer, mit denen eine umfassende politische Lösung des Konflikts erreicht werden sollte. Sagt die Truppe, die gleichzeitig wissen lässt, Zugeständnisse seitens der „Palästinenser“ nicht infrage kommen – kein Landtausch, aber Baustopp in Jerusalem und eine „Rückkehr“ der „Flüchtlinge“.

Darüber hinaus hat die PLO einen Plan genehmigt 60 UNO-Organisationen beitreten zu wollen. Und sie fordert die UNO-Vollversammlung auf Firmen zu boykottieren, die „Siedlungen“ helfen und Jerusalem „verjuden“.

John Kerry arschlöchert wieder: Wenn Israel nicht bald Frieden mit den Terroristen schließt, könnte es „ein Apartheid-Staat wie Südafrika werden“. (Im November drohte er Israel mit einer „dritten Intifada“, im Februar mit Boykott, jetzt das mit der Apartheid – wann droht er mal den Terroristen?)

Dienstag, 29.04.2014:

Israel hat begonnen die Sanktionen gegen die PA umzusetzen, die wegen der Verletzung von Abkommen mit Israel und der eingeleiteten Einheitsregierung mit der Hamsa eingeführt wurden. Zum Beispiel fing der Staat an Schulden der PA von den für diese eingesammelten Steuergeldern abzuziehen.

Premierminister Netanyahu hat Verteidigungsminister Ya’alon angewiesen eine Anhörung zu Bauplänen in Judäa und Samaria abzusagen; auf dieser hätte über Bauvorhaben entschieden werden können. Die Bürgermeister jüdischer Gemeinden in Judäa und Samaria werfen dem Premier vor, er führe auf diese Weise einen Baustopp ein, mit dem er vor US-Druck einknickt.

Saeb Ereakt wieder: Israel will Annexion der „Westbank“, um die „Apartheid“ zu konsolidieren. Die internationale Gemeinschaft soll gefälligst Druck auf Israel ausüben, damit es Zugeständnisse macht.

Heckmeck:
Mahmud Abbas wiederholte in einer Ansprache seine Forderungen für „Frieden“: Verlängerung der Gespräche nur, wenn Terroristen freigelassen werden, ein Baustopp in Judäa und Samaria (und Jerusalem) verhängt wird und Festlegung der Staatsgrenzen innerhalb von drei Monaten.

Mittwoch, 30.04.2014:

Der Shin Bet und die IDF nahmen eine Hamas-Terrorzelle fest, die in Jerusalem aktiv werden wollte und dazu bereits Sprengsätze hergestellt hatte. Einer der Terroristen nutzte seine israelische Staatsbürgerschaft, um die Gruppe mit dem Material für die Sprengsätze zu versorgen.

Eine weitere Terrorzelle wurde ausgehoben, die schon Terroranschläge – besonders im Jerusalemer Viertel French Hill – verübt hatte.

Mehr als 1.000 PalAraber versammelten sich in Ramallah zum Begräbnis von 4 Terroristen, deren Leichen Israel der PA übergab, darunter der Sbarro- und ein weiterer Selbstmordbomber. Die Menge schwenkte Hamas-Fahnen und skandierten antiisraelische Sprüche; sie forderten „Rache“ für die Toten und dass Tel Aviv bombardiert wird. (Arutz-7 hat Fotos.)

Heckmeck:
– US-Außenamtssprecherin Jen Psaki sagte gestern Abend, die USA glauben eine Pause in den Verhandlungen zwischen Israel und den Terroristen sei angebracht. In dieser sollten beiden Seiten sich entscheiden, was sie tun wollen.
Tawfiq Tirawi vom Zentralkomitee der Fatah tönte auf einer Veranstaltung dass „Palästina“ vom Jordan bis zum Meer reicht und komplett befreit werden muss. Die Zweistaaten-Lösung sei tot und es sei Zeit für den „bewaffneten Konflikt“, die „historische Lösung“. (Nach solchen Äußerungen sollte niemand mehr daran zweifeln, dass die Fatah dieselben Ziele hat wie die Hamas und die beiden sich lediglich über den Weg nicht einig sind!)

Donnerstag, 01.05.2014:

Seit 1948 sind 2.495 Israelis bei Terroranschlägen getötet worden. Seit dem Jahr 2000 sind es 996. Durch die Anschläge wurden 2.853 Israelis zu Waisen, 99 von ihnen verloren dabei beide Eltern. 978 Frauen wurden zu Witwen und es leben heute 800 Eltern, die ein Kind durch einen Terroranschlag verloren.

Ein Kind hat im PA-Fernsehen ein Gedicht vorgetragen, das „Krieg“ gegen Israelis fordert, um „die Unterdrückung zu zerschlagen und die Seele der Zionisten zu vernichten“.

Ein PA-Vertreter drohte, wenn Israel die Sanktionen gegen die Terroristen nicht einstellt, dann würde die PA alle Kontakte zu Israel einstellen. Dadurch würde die PA zusammenbrechen und alle Verantwortung für Judäa und Samaria an Israel fallen.

Heckmeck:
– Israel hatte vorgeschlagen, dass die Rechte auf Selbstbestimmung für das jüdische Volk wie für das palästinensische Volk in genau den gleichen Begrifflichkeiten beschrieben werden sollten – die Terroristen lehnten das ab.

Freitag, 02.05.2014:

Die PA trat formell fünf internationalen Verträgen bei: Verbot von Folter und Rassendiskriminierung, Schutz der Rechte von Frauen, Kinder und Behinderten.

Der Imam der Al-Aqsa-Moschee besuchte in Italien eine islamische Konferenz in Mailand. Dort forderte er die arabischen Armeen – einschließlich derer von Ägypten und Jordanien – auf „Palästina“ zu „befreien“ – Jaffa, Haifa und andere Städte innerhalb der Grünen Linie.

Heckmeck:
Ban Ki-moon forderte von „beiden Seiten“, „einseitige Schritte zu vermeiden“.

Samstag, 03.05.2014:

Am Rahelgrab wurde eine ferngesteuerte Wasserkanone installiert, mit der Mobs „kontrolliert“ (sprich: in die Flucht getrieben) werden können sollen.

Der treueste und beste Freund Israels aller Zeiten (Obama-Amerika) hat (nach Aussage eines Vertreters des US-Außenministeriums) absolute Sympathie für Abbas, macht Netanyahu mies und lässt wissen, dass die „Palästinenser“ einen Staat kriegen werden, ob es Israel nun gefällt oder nicht, ob durch Gewalt oder internationale Organisationen.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).