Akademiker verwenden Propaganda, nicht Expertise, um auf Israel einzuprügeln

Phyllis Chesler, IPT News, 24. Mai 2021

Palästinensische Keffiyeh tragende Männer sind auf den Straßen Amerikas und Europas herumgelaufen und haben Juden verprügelt. Israel stellte man sich als sicheren Hafen für verfolgte Juden vor, die im Exil leben und heute werden in der Diaspora lebende Juden angegriffen, weil Israel nicht nur existiert, sondern es auch noch wagt sich gegen islamistische, terroristische Aggression zu verteidigen.

Zusätzlich geben Gutmenschen des interreligiösen Dialogs, feministische Akademiker und Gelehrte im Allgemeinen Unterstützungserklärungen für Palästina ab, aber nicht für Israel, das unter der umfassendsten Belagerung gestanden hat.

Eine Gruppe, die sich Palestinian Feminist Colletive nennt, startete einen „Liebesbrief an unser Volk in Palästina“, in dem es heißt: „Wieder einmal trotzen Palästinenser vom hohen Norden bis in den tiefen Süden unseres Heimatlandes den Versuchen der Siedler-Kolonialisten das Land und das Volk zu teilen…“ Schlagworte wie „Siedlergewalt“ und „ethnische Säuberung“ werden als „Teil der fortgesetzten Nakba [Katastrophe], die palästinensischen Zeit und Raum seit 1948 überspannt“ eingesetzt und verstanden.

Der Feminismus des Kollektivs ist einer, in dem „gegenderte Gewalt der Kern der kolonialen Vorgehensweise der Siedler ist. Wir stehen zu euch, während ihr dieser maskulinisierten und militärischen Kolonisation Widerstand leistet.“

Ihr Sprachgebrauch ist kommunistische Revolutionsrhetorik und ein Rückschritt in die westliche Romanze mit Che Guevara, Mao, Stalin und den amerikanischen Black Panthers.

In der Folge veröffentlichten akademische Feministen eine Erklärung „in Solidarität mit dem palästinensisch-feministischen Kollektiv“, die zu unwissenschaftlicher Standardklausel-Propaganda verlinkt, von der sich keine mit der islamischen Geschlechterapartheid beschäftigt, die arabisch-palästinensische Frauen in Israel, dem Gazastreifen und der Westbank plagt. Sie konzentrieren sich auf „Zwangsräumungen in Ostjerusalem“ ohne die Geschichte, die Rechtmäßigkeit oder das Wesen dieses Streits zu begreifen.

Die Erklärung selbst ist problematisch, aber schlimmer ist, dass sie komplette Fakultäten an Dutzenden Universitäten auflistet. Das wurde ohne das Wissen oder die Genehmigung einiger, wenn nicht vieler der Fakultätsmitglieder gemacht, die in ihnen arbeiten.

Die Genderstudien-Leute verlinken zu Fakten über die „humanitäre Lage im Gazastreifen“, die es versäumen einzuräumen, dass Israel den Gazastreifen 2005 verließ. Wie immer die Lage dort sein mag, sie ist die Folge der Gier, Korruption und terroristischen Ziele der Hamas.

Lieber Gott, wie ist es möglich zu behaupten „Palästina ist eine Sache des Feminismus“, was sie tun, ohne auch nur die Kinder-Zwangsehen, Zwangsverschleierung und Ehrenmorde zu erwähnen – indigene Bräuche – die nicht von der angeblichen israelischen Besatzung verursacht sind?

Unter der theokratischen Hamas-Herrschaft können Frauen im Gazastreifen nicht ohne Einverständnis eines männlichen Hüters reisen. Nur Tage, bevor die Hamas den letzten Krieg begann, wurde eine Reporterin in Gaza verprügelt, weil sie es wagte mit unbedecktem Kopf vor die Tür zu gehen. Gaza gehört zu den weltweit gefährlichsten Orten für Schwule und Lesben. Zu diesen Dingen haben die Genderstudien- und feministischen Akademiker nicht viel zu sagen gehabt.

Wie ist es akademischen Feministinnen möglich sich stärker um die sogenannte Besatzung und Kolonisierung eines Landes zu sorgen, das nie existierte, als um die Besatzung der realen Frauenkörper in genau dieser Region?

Diejenigen, die sich so sehr um Trigger-Warnungen und Mikroaggressionen sorgen, scheinen an dem Trauma kein Interesse zu haben innerhalb von 15 Sekunden einen Luftschutzbunker erreichen zu müssen; an dem Trauma von Raketen über dem Kopf. Das ist Israels Realität – und wurde für die Gazaner erst Realität, nachdem die Hamas Israel 2006, 2009, 2012, 2014, 2019 und 2021 angriff.

Diese feministischen Professorinnen haben nicht mit ihren eigenen, individuellen Namen unterschrieben, weil ihre gesamten Fakultäten sich dieser Erklärung verschrieben haben. Dazu gehören: Amherst, Barnard, neun Universitäten in Kalifornien, Georgetown, Georgia State, Rutgers, Standford, die University of Hawaii, Washington State, Yale sowie neun kanadische Universitäten – McMaster University, Mount Royal University, Queens University, Saint Mary’s University, St. Francis Xavier University, University of British Columbia, University of Regina, University of Waterloo und York University.

Ich habe nach dem Zufallsprinzip die Veröffentlichungen von jeweils einer Professorin von 10 Gender- und Frauenstudien sowie Sexualitätsfakultäten ausgesucht. Zu ihren Fachgebieten gehören das Studium von Testosteron und die „wechselseitigen Beziehungen zwischen Naturwissenschaften und den sozialen Hierarchien von Geschlecht, Sexualität und Rasse“; transnationale Feminismus– und Karibik-Studien, die Schwarz-radikale Tradition und Guyana; Queere Verwandtschaftsverhältnisse in Taiwan; Rasse und Technologie, weißes Herrenmenschentum und radikaler Liberalismus; Queer-Rasse und Queers of Color; Fettleibigkeit, Invitro-Befruchtungsfehlschläge und Ausdauersport wie Marathon-Schwimmen; feministische Leistung, Kulturkritik, Rassentheorie; Sexualität, Psychoanalyse, postkoloniale, Queer- und Trans-Theorien.

Lediglich eine Professorin an der University of California, Berkeley Law School hat die Frage der Ehrenmorde behandelt – aber hauptsächlich, um Präsident Trump und Ayaan Hirsi Ali wegen fehlgeleiteter Stigmatisierung eines gesamten Volkes für ein Verbrechen anzuklagen, das angeblich auch im nichtmuslimischen Westen vorkommt.

Vielleicht betrachtet man das heute als „feministische“ Arbeit. Aber keine dieser willkürlich ausgesuchten 10 haben einen höheren Abschluss in der Geschichte der Beschaffenheit des Nahen Ostens, der arabischen Welt, Islam, Judentum oder Israel. Keine gibt als Expertin Kurse in solchen Feldern. Sie nutzen ihre Experten-Referenzen lediglich um Propaganda zu unterstützen.

Die feministischen Akademikerinnen sind nicht alleine. Eine weitere Erklärung, „Palästina und Praxis: Wissenschaftler für palästinensische Freiheit“, weist 70 Seiten Unterschriften mit etwa 48 Namen auf jeder Seite auf. Das addiert sich zu ungefähr 3.150 Unterschriften und mehr. Diese Professoren lehren überall in den Vereinigten Staaten, auch an Ivy League-Universitäten, außerdem in Kanada, Frankreich, Holland, Irland, Spanien, der Schweiz, Großbritannien, Bangladesch, Ägypten, Indien, Indonesien, Jordanien, Südafrika und der Türkei.

„Als Wissenschaftler bestätigen wir den palästinensischen Kampf als indigene Befreiungsbewegung, die sich einem Siedler-Kolonialstaat stellt“, heißt es in der Erklärung. „Israel führt einmal mehr eine groß angelegte Luftangriffs-Bombardierungskampagne … Palästinensische Wissenschaftler schreiben unter der Bedrohung der Auslöschung durch Siedler-Kolonialisten und der Auferlegung von Exil… es ist zwingend nötig, dass wir ihre Ersetzung und Auslöschung nicht innerhalb unserer eigenen Forschung vornehmen… Forschung ohne Handeln normalisiert den Status quo und verstärkt Israels Straflosigkeit…“

Was ist „Praxis“? Es bedeutet „Ausüben“ oder „Handeln“. Glauben diese Professoren wirklich, dass schon die Verwendung des Wortes „Praxis“ irgendein Handeln darstellt? Wenn ja, mit welchem Ziel? Sie sagen es uns.

„Forschung ohne Handeln normalisiert den Status quo und verstärkt Israels Straflosigkeit… Forschung muss auch ethisch sein, indem sie sich auf Entkolonialisierung konzentriert und die Stimmen der palästinensischen Wissenschaftler so erhebt, dass sie Quellen von Autorität bleiben und nicht nur Studienobjekte.“

Damit fordern die Professoren Wissenschaftler auf, sich BDS – Boykott-Kampagnen – und antiisraelischem Campus-Aktivismus zu verpflichten sowie „Druck auf (ihre) Regierung auszuüben, damit sie aufhört die israelische militärische Aggression zu finanzieren“.

Diese Erklärung ist schlichtweg eine Kriegserklärung an den jüdischen Staat.

Raten Sie mal: Nur 11 der 450 Unterzeichner lehren in Nahost-, Palästina- und Arabisch-Studien.

Sowohl die feministischen Akademikerinnen als auch die „Wissenschaftler“ recyceln palästinensisch-islamistische Propaganda und versuchen das als wissenschaftliche Meinung zu verkaufen. Fallen Sie nicht darauf herein. Was beide Erklärungen sagen, ist freitags in den fundamentalistischsten Moscheen im gesamten Nahen Osten und bei den Äußerungen der Muslimbruderschaft-Außenposten wie der Muslim Student Association und dem Council on American-Islamic Relations (CAIR) zu hören.

Für sie symbolisiert „Palästina“ die heiligste Unterdrückung und den wichtigsten indigenen Wiederstand.

Wenn vermeintliche Wissenschaftler zu Fragen dozieren, die über ihr Fachgebiet hinausgehen, zu Themen, die so komplex wie diese sind, dann stellt das den Tod der Werte der Aufklärung und die Zersetzung unabhängigen Denkens dar. Es ist auf jeden Fall der Tod des echten Feminismus.

Auf ins Getümmel: Es ist der Islam, Dussel! – Islam ist für Terror, was Regen für Überflutungen ist

Martin Sherman, Jerusalem Post, 8. Januar 2015 (Übersetzung: Yvaine de Winter)

Ein Sechstel aller Menschen weltweit ist muslimisch… der Versuch, irgendeine verallgemeinernde Aussage über diese große Gemeinschaft – 1,5 Milliarden Menschen – zu treffen, wird danebengehen… Die große Mehrheit dieser Populationen haben nichts mit dem zu tun, was weltweit an Gewalt und Terror geschieht… Ich glaube nicht, dass es etwas Wesentliches gibt, das diese große und historisch wichtige Religion mit all dem Terrorismus verbindet.

Sami Abu Shehadeh, Generalsekretär von Balad, Tel Aviv-Jaffa

Mit diesen Worten beendete Sami Abu Shehadeh von der antizionistisch-arabischen Balad-Partei letzten Monat in den Nachrichtenstudios des Senders i24 eine Debatte mit mir zum Thema „Die wachsende antimuslimische Stimmung im Westen“.

Die Geschehnisse diesen Mittwoch in Paris, wo 12 Menschen brutal niedergeschossen wurden, verlieh dem Thema eindeutig eine neuerliche und drängende Relevanz.

Islam verhält sich zum Terror, wie Regen zu Überschwemmungen

Natürlich steckt in Abu Shehadehs Behauptung, die meisten Muslime wären nicht aktiv im Terrorismus involviert, viel Wahrheit. Faktisch ist diese Behauptung korrekt, aber im Wesentlichen ist sie bedeutungslos.

Für jeden mit einem Funken intellektueller Integrität, der halbwegs über die Ereignisse in der Welt informiert ist, sollte die Antwort auf die Frage, ob Islam und Gewalt und Terrorismus in ursächlicher Verbindung stehen oder nicht, unmissverständlich klar sein. Ob der Islam mit Terrorismus in Verbindung steht, klingt ein wenig wie die Frage, ob Regen mit Überschwemmungen in Verbindung steht. Natürlich tut er das! Und dies kann sogar unwiderlegbar aus Abu Shehadehs Versuch, den Islam zu entlasten, abgeleitet werden.

Wenn ein Sechstel der Welt Muslime sind, dann bedeutet dass, dass fünf Sechstel keine Muslime sind. Richtig? Gäbe es also keine übermäßige Affinität des Islam zu Gewalt und Terrorismus, sollten muslimische Terrorakte ein Sechstel zählen und nichtmuslimische fünf Sechstel – d. h. falls der Islam keinen größeren Hang zum Terrorismus hätte als andere, sollte man erwarten, dass es fünf Mal (!) mehr nichtmuslimische Terrorhandlungen gäbe als muslimische.

Das ist eindeutig nicht der Fall. Terroranschläge von Islamanhängern überwiegen denjenigen von Nichtmuslimen in beträchtlicher Weise.

Daher scheint es, dass es – in grober Verletzung der Gepflogenheiten der politischen Korrektheit – kaum eine Wahl gibt, als den Schluss zu ziehen, den viele Westler instinktiv erkannt haben: Es gibt eine unverhältnismäßige ursächliche Verbindung zwischen Islam auf der einen Seite und Handlungen ideologisch-politisch motivierter Gewalt gegen zivile Populationen, also Terrorismus, auf der anderen Seite.

Die biblische Schrift an der Wand?

Ich will nicht gefühllos wirken, aber das Blutbad in Paris geschah kaum unerwartet. In vielerlei Hinsicht war die Schrift an der Wand seit Jahren zu sehen.

Letzten Endes ereignete sich das Blutbad im Verlauf einer Reihe von Vorfällen mordlüsterner, islamisch motivierter Gewalt im ganzen Land.

Mitte März 2012 wurden mehrere dienstfrei habende Soldaten in Montauban und Toulouse von einem in Frankreich geborenen Moslem algerischer Herkunft niedergeschossen.

Einige Tage später schlachtete er bei einem Angriff auf eine jüdische Tagesschule in Toulouse einen Rabbi und drei Kinder im Alter von 3 bis 8 Jahren ab.

Und erst vor kurzem, gerade vor Weihnachten, wurde Frankreich von einer Flut von Terroranschlägen im Stil „Einsamer Wolf“ in Dijon, Nantes und Tours erschüttert, was den British Independent dazu brachte, die Vorfälle unter der unheilverkündenden Schlagzeile „Frankreich an Weihnachten nach dritter Straßenattacke innert drei Tagen von Angst ergriffen“ (23. Dezember 2014). Sowohl in Dijon als auch in Tours wird berichtet, dass der Angreifer „Allahu akbar“ geschrien hat, was jeden Verdacht zerstreut, die Angriffe könnten von buddhistischen Extremisten ausgeführt worden sein.

Muslimische Gewalt hat in Frankreich jahrelang vor sich hin gebrodelt und ist regelmäßig rund um Weihnachten und Neujahr übergekocht, als viele hundert Autos in Gebieten mit muslimischer Mehrheit niedergebrannt wurden, um den Start des Gregorianischen Jahres einzuläuten.

Für gewöhnlich vermeiden die Berichte der Mainstreammedien gewissenhaft die Erwähnung jedweder Verbindung zwischen dieser massiven kriminellen Brandstiftung und der ethnischen Herkunft der Schuldigen.

Katalog der Gemetzel

Das Gemetzel in Paris findet seinen Platz in der langen Liste von Metzeleien im Namen des Islam.

Hier ein (eindeutig unvollständiger) Katalog der Gemetzel und der blutrünstigen Vorfälle während der letzten zwei Jahrzehnte auf dem ganzen Planeten, die die Welt mit ihrer Brutalität schockiert haben.

  • New York – katastrophale Vernichtung des World Trade Centers
  • Washington – versuchte Zerstörung des Pentagons
  • London – koordinierter Angriff auf das öffentliche Transportsystem; das Zerhacken eines dienstfrei habenden Soldaten in der Öffentlichkeit am hellichten Tag
  • Madrid – Bombenattentat auf dichtgepackte Pendlerzüge mitten im Berufsverkehr
  • Nairobi – Beschlagnahme des Westgate-Einkaufszentrums und Mord an einer Vielzahl Unschuldiger
  • Burgas, Bulgarien – Bombenattentat auf einen Touristenbus
  • Mumbai – Mordanschlag auf das Tadsch-Mahal-Hotel, auf das Chabad-Haus und andere Stätten
  • Boston – Bombenattentat auf das alljährliche Marathon der Stadt
  • Bali – Bombenattentat auf dicht bevölkerte Touristenorte
  • Buenos Aires – tödliche Angriffe auf jüdische Einrichtungen und die israelische Botschaft
  • Ottawa – Angriff auf das kanadische Parlament
  • Sydney – Beschlagnahme eines Innenstadtcafés und Mord an zwei Kunden
  • In-Amenas, Algerien – Beschlagnahme einer Gas-Einrichtung und Mord an Dutzenden Zivilisten
  • Chibock, Nigeria – Entführung von fast 300 Schulmädchen, den Berichten zufolge zu dem Zweck, dass sie als Sexsklavinnen dienen

Diese blutrünstige Liste ist keineswegs vollständig, und zahlreiche weitere Vorfälle sollten addiert werden. Natürlich sind darin nicht die vielen versuchten Angriffe zu finden, die von Sicherheitsleuten in verschiedenen Ländern vereitelt wurden und noch weit schlimmere Grausamkeiten von Islamanhängern verhindert haben.

Die Schrecken interner muslimischer Streitigkeiten

Egal wie sehr man es versucht: Es ist in der modernen Welt unmöglich, eine andere Glaubensrichtung mit solcher Gewalt und solchem Terror in Verbindung zu bringen – in Ausmaß, Wirkung, Häufigkeit und weltumspannender Allgegenwart der Vorfälle.

Aber so haarsträubend muslimische Gewalt gegen Nichtmuslime sein mag, so verblasst sie bis zur Bedeutungslosigkeit anbetrachts der Gewalt unter Muslimen selbst.

Es wäre unmöglich, eine umfassende Liste der internen muslimischen Gräueltaten anzufertigen, die sich über einen Großteil des Globus zog – und noch immer zieht –, von den Küsten des Atlantik bis zu den Inseln des asiatisch-pazifischen Raums. Eine brutal abgekürzte Zusammenfassung wird genügen müssen.

Selbst bevor die unaussprechliche Barbarei von al-Nusra und dem Islamischen Staat einen Großteil der Levante zu überziehen begann, gab es endlose unbarmherzige Massaker an Muslimen durch Muslime.

Beispielsweise führten wechselseitig zerstörerische Spannungen zwischen rivalisierenden islamistischen Gruppierungen im fast zehnjährigen algerischen Bürgerkrieg zu massiven Brudermorden – mit Todeszahlen, die Schätzungen zufolge 150.000 erreichten. Unvorstellbare Brutalität löschte ganze Ortschaften aus, und die Leichen der Opfer waren völlig entstellt.

In ähnlicher Weise führten regelmäßige Bombenanschläge auf Märkte und Moscheen in Ländern wie dem Irak, Afghanistan und Pakistan zu einem massiven Verlust an muslimischem Leben durch die Hand kriegerischer Brüder – aber den Mainstreammedien ist das kaum eine Fußnote wert. Der interne muslimische Konflikt erscheint so intensiv und kompliziert, dass selbst ein halbwegs gut informierter Laie es fast unmöglich finden würde, da noch zu überblicken, wer wen tötet und warum…

Als Gradmesser des Ausmaßes der Massaker berichtete die pakistanische Website „Dawn“ in einem Beitrag mit dem Titel „Islam im Krieg – mit sich selbst“, dass Angehörige der al-Qaida und anderer extremer Islamistengruppierungen „willkürliche Gewaltakte gegen Zivilisten ausgeführt haben… was zu über 48.000 Toten führte…“

Die Mehrheit der Muslime…

Die tiefgreifende Gewalt in der muslimischen Welt führt unausweichlich zur Frage des generellen Charakters des Islam und der Art von Verhaltensmuster, die er zu generieren scheint.

Sie führt auch zur heiklen Frage der Handlungen der Minderheit im Vergleich mit der Nichthandlung der Mehrheit.

Zwar hat Abu Shehadeh mit seiner Behauptung vielleicht recht, nur eine Minderheit der Muslime betätige sich in verabscheuungswürdigen terroristischen Akten, aber es ist sehr unwahrscheinlich, dass sie diese Handlungen ohne die Unterstützung – oder zumindest die stillschweigende Akzeptanz – weit größerer Bevölkerungsschichten fortführen könnten.

Selbst wenn die Mehrheit das Verhalten einer verbrecherischen Minderheit nicht aktiv gutheißt, gibt es fast keine Beweise für wirksame Missbilligung, von aktiver Opposition ganz zu schweigen. (In dieser Hinsicht kann man nur hoffen, dass die außerordentlich mutige Rede des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi mit der Forderung nach einer „religiösen Revolution“ sich als Vorbote einiger radikaler Veränderungen in der Entwicklungsrichtung, die der Islam gegenwärtig eingeschlagen hat, erweisen wird.) Also gibt es entgegen Abu Shehadehs Argumentation, es sei schwierig, akkurate Verallgemeinerungen für 1,6 Milliarden Menschen zu formulieren, verschiedene lehrreiche Gradmesser, die ein beängstigendes Bild über die Ansichten eines Großteils der muslimischen Welt zeichnen.

Das angesehene Pew Research Center hat zahlreiche in die Tiefe gehende Umfragen in der muslimischen Welt durchgeführt. Die Resultate zeigen, dass solide – zuweilen sogar überwältigende – Mehrheiten in vielen Ländern (und signifikante Minderheiten in anderen) harsche körperliche Strafen (Auspeitschen / Amputieren) für Raub und Diebstahl begrüßen; Tod durch Steinigung bei Ehebruch; Tod für den Abfall vom Glauben.

Bei einem derartigen Hang zu Gewalt als weithin akzeptierte kulturelle Norm ist die Annahme nicht unplausibel, dass breite Segmente der muslimischen Bevölkerung den Einsatz von Gewalt und Terrorismus nicht für inkompatibel mit ihren Kernansichten halten.

Der Versuch einer Apologetik: Die Lüge des „Kolonialismus“

Es gab zahlreiche Versuche, einen Großteil der Herrschaft der Gewalt in der muslimischen Welt und bei ihrem Konflikt mit dem Westen wegzuerklären.

Der wohl bekannteste Apologet ist niemand anders als Präsident Barack Obama. 2009 bot er bei seiner „Outreach-Ansprache“ in Kairo die folgende Erklärung für den beklagenswerten Zustand der Verhältnisse zwischen Westen und Islam, der laut ihm „Jahrhunderten der Koexistenz und Kooperation“ folgte. (Wirklich?) Obama sagte, „seit kurzem wurden die Spannungen von Kolonialisten genährt, die vielen Muslimen ihre Rechte und Gelegenheiten vorenthielten.“

Das trifft natürlich in keinster Weise zu.

Zwar ist es wahr, dass der Großteil des Nahen Ostens jahrhundertelang unter imperialer Herrschaft stand, aber das war meist muslimischer Imperialismus – d. h. das Osmanische Reich.

Mit Ausnahme Nordafrikas bestand der westliche Kolonialismus im fraglichen Gebiet nur für eine kurze Zeit nach dem 1. Weltkrieg und endete kurz nach dem 2. Weltkrieg. Dies scheint kaum ausreichend, um die starrsinnige islamische Feindseligkeit zu erklären, der wir uns heute gegenübersehen.

Wenn es also Beschwerden über die Vorenthaltung muslimischer Rechte und Gelegenheiten durch Kolonialisten gibt, sollten diese dann nicht an die muslimischen Imperialisten gerichtet werden? Seltsamerweise waren die Schmelztiegel des heute extremsten antiwestlichen Islam kaum von Kolonisation betroffen – nämlich die Arabische Halbinsel und der Iran.

Keiner von beiden hat irgendeine imperiale – einschließlich westliche – Herrschaft irgendeiner Konsequenz erlitten, aber Erstere brachten die aus der Sunna abgeleitete Version des islamischen Radikalismus hervor, Letztere die aus der Shia abgeleitete Version. Diese Tatsache verträgt sich nicht mit der Diagnose, welche die anhaltenden Spannungen zwischen Muslimen und dem Westen dem Kolonialismus zuschreibt.

Kein Aufruf zum „Töten für Krishna“?

Zudem darf man fragen, warum das Unrecht des Kolonialismus nicht z. B. die hinduistische Mehrheit in Indien beeinflusst hat, wo das Volk unter dem Joch des britischen Imperialismus „Rechte und Gelegenheiten“ verwehrt bekam, in derselben Weise wie die Muslime Pakistans.

Trotzdem hört man aus irgendeinem Grund keinerlei Aufrufe zum „Töten für Krishna“ oder „Ganesh ist groß“ von verbitterten hinduistischen Terroristen, die sich in vollen Bussen, auf bevölkerten Märkten, in Cafés und Moscheen in die Luft sprengen, so wie wir das aus der ganzen muslimischen Welt kennen einschließlich des benachbarten Pakistan.

Und wir sehen auch keine gekränkten Shiva-Anhänger, die sich zu einem globalen heiligen Krieg aufmachen, um alle unter dem Glauben des Hinduismus zu versammeln.

Warum konnte Indien seine koloniale Vergangenheit ad acta legen und zu einer lebhaften Wirtschaftsmacht aufsteigen? Warum ist es nicht länger an die Vergangenheit gekettet und versinkt nicht im Sumpf massenmörderischer Frustration? Da die bei weitem größte Opferzahl muslimischer Gewalt andere Muslime sind, scheinen die angeblich von ausländischen Besatzern vor sieben Jahrzehnten verwehrten „Rechte und Gelegenheiten“ eine schwache Ausflucht für das gegenwärtige Verhaltensmuster zu sein.

Die Moderne als Missetäter?

Einige haben versucht zu erklären, der Beginn der Moderne und der Globalisierung habe einen Eindruck der Bedrohung islamischer Werte geschaffen, was zu den Spannungen mit dem Westen geführt habe.

Entsprechend sagte Obama in Kairo: „Die großen Veränderungen durch die Moderne und die Globalisierung brachte viele Muslime dazu, den Westen als islamischen Traditionen gegenüber feindlich zu betrachten.“

Auch das ist schwer zu akzeptieren.

Der Islam ist schließlich die jüngste der großen Religionen und wurde Jahrhunderte – in einigen Fällen sogar Jahrtausende – nach Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Christentum begründet. Warum sollte die neueste Religion die Entwicklungen der Moderne als Bedrohung seiner Traditionen empfinden, in einer Art und Weise, die die Traditionen viel älterer Glaubensrichtungen offenbar nicht bedroht? Würde das nicht zu denselben Spannungen mit dem Westen führen, die wir im Fall des muslimischen Glauben vorfinden? Könnte es vielleicht sein, dass der Islam fundamental inkompatibel nicht nur mit der Moderne ist, sondern mit allem, das nicht islamisch ist, und das können viele nicht sehen oder – schlimmer noch – sie verweigern sich dieser Erkenntnis?

Ein Weckruf

Europa im allgemeinen und Frankreich im speziellen sind am Scheitelpunkt einer grimmigen, möglicherweise grausamen Zukunft.

Europäische Führer täten gut daran, den Weckruf von jemandem mit intimen Kenntnissen des Islam wahrzunehmen – die in Somalia geborene ehemalige niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali, die durch Drohungen von Muslimen, die ihre Islamkritik nicht hinnehmen wollten, zur Flucht in die USA gezwungen wurde. Sie warnte: „Islam ist keine Religion des Friedens. Islam ist eine politische Eroberungstheorie, die in jeder erdenklichen Weise die Herrschaft anstrebt. Jede Gefälligkeit gegenüber muslimischen Forderungen führt zu einer Art Euphorie und der Überzeugung, Allah befände sich auf ihrer Seite. Sie sehen jeden Akt der Besänftigung als Einladung, neuerliche Forderungen aufzustellen.“ (21. März 2009)

Europa wäre gut beraten, diese düstere Mahnung zu beherzigen und seine Politik entsprechend zu gestalten, denn wenn Europa dies nicht tut, sind die Konsequenzen grausam.

Martin Sherman (www.martinsherman.org) ist Gründer und geschäftsführender Direktor des Israel Institute for Strategic Studies www.strategicisrael.org

Ben Affleck: Porträt des ahnungslosen Apologeten

Raymond Ibrahim, PJMedia, 6. Oktober 2014

Der Wert des jüngsten Ausfalls von Ben Affleck in Verteidigung des Islam auf HBOs Real Time besteht darin, das wir hier in einem einzigen zehnminütigen Ausschnitt alle linken/linksliberalen Gemeinplätze vorgelegt bekommen, die immer dann benutzt werden, wenn der Islam kritisiert wird.

Im Folgenden werden Afflecks Hauptargumente vorgestellt und dann diskreditiert.

Relativismus und der Mythos der islamischen Heterogenität

Als der Schriftsteller Sam Harris m Anfang, einige kritische Bemerkungen zum Islam machte, unterbrach ihn eine sichtbar erregter Affleck mit der sarkastischen Frage: „Sind Sie derjenige, der die offiziell kodifizierte Doktrin des Islam kennt? Sind Sie der Interpetator davon?“

Affleck argumtentierte pratisch, dass wirklich niemand qualifiziert ist zu sagen, was islamisch ist und was nicht, da alle Muslime frei sind den Islam auf jede Weise zu interpretieren, wie sie es wollen. Diese Ansicht hat weniger damit zu tun, wie der Islam praktiziert wird, sondern mehr mit westlichem Relativismus, insbesondere mit dem postmodernen Glauben, dass es keine „Wahrheiten“ gibt, dass alles offen ist für individuelle Darstellung. Sollte also selbst ein Scheik der Al-Azhar-Universität Affleck sagen, das die am Islam geübte Kritik stimmt, würde der Schauspieler zweifelsohne antworten: „Gut, das ist Ihre Meinung, aber ich weiß, dass die meisten anderen Muslime das nicht so sehen.“

Der fundamentale Fehler in dieser Haltung ist, dass sie die Muslime auf ein höheres Podest an Autorität stellt als den Islam selbst (obwohl Muslime per Definition die sind, „die sich denm Islam unterwerfen“, der „Unterwerfung“ unter Allahs Gesetz ist. Der Islam gründet auf dem Gesetz, der Scharia – Unterwerfung von Frauen und religiösen Minderheiten, Krieg gegen „Ungläubige“ und die Versklavung ihrer Frauen und Kinder, Verbot freier Meinungsäußerung und Abfall vom Glauben – was Affleck normalerweise verurteilen würde.

Kurz gesagt: Der sunnitische Islam, dem ungefähr 90% aller Muslime folgen, ist weit davon entfernt heterogen zu sein. Er hat nur vier anerkannte Rechtsschulen und diese stimmen in den Grundlagen mit nur geringen Differenzen zu Details überein. Selbst in den übrigen 10% der islamischen Konfessionen, die zumeist schiitisch oder Ableger davon sind, stellt man fest, wenn es um intolerante Aspekte geht, auch sie damit übereinstimmen. Zum Beispiel schreiben alle islamischen Schulen die Todesstrafe für Abfall vom Glauben vor; einige argumentieren aber, dass weibliche Apostaten „nur“ ins Gefängnis gesteckt und geschlagen werden sollen, bis sie den Islam wieder annehmen.

Die „Rassismus“-Karte

Bill Maher, der Moderator von Real Time, fragte: „Aber warum sollen wir nicht darüber [islamische Fragen] sprechen?“ Darauf schoss Affleck zurück: „Weil das widerlich ist, es ist rassistisch.“

Dieser Gedankengang ist so üblich wie er absurd ist und verdient nicht viel an Widerlegung. Es reicht aus zusagen, dass Muslime keine Rasse sind. Es gibt Muslime aus allen Nationen, Rassen, Ethnien – von Subsahara-Afrikanern bis zu blauäugigen, blonden Europäern. Dennoch verlassen sich viele Islam-Apologeten, einschließlich Kongress-Abgeordneten ständig auf diese Lüge – ich gewähre dem nicht einmal es „rechtfertigend“ zu nennen – schlicht, weil jemanden des Rassismus zu beschuldigen (in diesem Fall Islam-Kritikern) eine der sichersten Möglichkeiten ist sie zum Schweigen zu bringen.

Muslimische Lehre mit muslimischen Menschen verschmelzen

An einem Punkt, nachdem andere über Statistisches gesprochen hatten, gab Affleck den folgenden Ausbruch von sich, für den er viel Applaus bekam: „Was ist mit der mehr als einer Milliarde Menschen [Muslime], die nicht fanatisch sind, die keine Frauen bestrafen, die zur Schule gehen, ein paar Butterbrote haben, fünfmal am Tag beten wollen und die nichts von dem tun, was Sie da über alle Muslime sagen? Sie schaffen Stereotype.“

Wieder verschmilzt Affleck das Tun von Menschen – Muslimen – mit den Lehren einer Religion – dem Islam. Gehen wir zurück zum Beispiel des Abfalls vom Glauben: Der Islam lehrt eindeutig, dass diejenigen, die den Islam verlassen – einschließlich, wie die Welt gerade erst erlebte, einer schwangeren Christin, Meriam Ibrahim – hingerichtet werden müssen,. Man kann daher sagen, dass die Scharia den Tod von Apostaten fordert.

Kann man aber mit gleicher Gewissheit sagen, dass jeder einzelne, heute lebende Muslim glaubt, dass die Todesstrafe für Abfall vom Glauben aufrecht erhalten werden soll? Offensichtlich nicht. Das spiegelt aber nicht den Islam wider; es spiegelt individuelle menschliche Freiheit – eine Freiheit, die ironischerweise den Lehren des Islam widerspricht.

Nichtsdestotrotz ist diese Verschmelzung des Islam mit den Muslimen eine nur allzu übliche Herangehensweise, die ersteren vor Kritik abschirmen soll. (Man schau dieses Video aus dem Jahr 2007, in dem ich vollständiger auf diese Frage eines besorgten Reporters antworte.)

Geschichtsrevisionismus

Als nächstes argumentierte Affleck: „Wir haben furchtbar viel mehr Muslime getötet, als sie uns getötet haben und wir sind in mehr islamische Länder eingefallen.“

Abgesehen davon, dass er praktisch nahe legt „zweimal Unrecht ergibt einmal Recht“, spiegelt seine Behauptung eine erschreckende Kenntnis tatsächlicher Geschichte – natürlich Dank der eingefleischten Lüben, die aus der akademischen Welt ausgehen, gefolgt von Hollywood und den Medien.

Die Wirklichkeit verzeichnet eine ganz andere Geschichte. Von Anbeginn an ist der Islam allen anderen gegenüber feindselig gewesen. Jihad war sein wichtigstes Expansionsmittel.

Bedenken Sie: Nur ein Jahrzehnt nach der Geburt des Islam im siebten Jahrhundert brach der Jihad aus Arabien heraus. Lässt man die Tausende Kilometer antiker Länder und Zivilisationen außer Acht, die dauerhaft von ihm erobert wurden, was heute lässig „islamische Welt“ genannt wird (darunter Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Syrien,, der Irak, der Iran und Teile von Indin und China) waren auch große Teile Europas zur einen oder anderen Zeit durch das Schwert des Islam erobert worden.

Zu den anderen Ländern und Territorien, die angegriffen wurden und/oder unter muslimische Herrschaft kamen, gehören (um ihnen ohne besondere Reihenfolge ihre modernen Namen zu geben): Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Sizilien, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Griechenland, Russland, Polen, Bulgarien, die Ukraine, Litauen, Rumänien, Albanien, Serbien, Armenien, Georgien, Kreta, Zypern, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Weißrussland, Malta, Sardinien, Moldawien, die Slowakei und Montenegro. 846 wurde Rom von muslimisch-arabischen Plünderern gebrandschatzt und der Vatikan geschändet; etwas 600 Jahre später, 1453, wurde die andere große Basilika des Christentums, die Hagia Sophia (Heilige Weisheit) von muslimischen Türken erobert.

Zu den wenigen europäischen Regionen, die wegen ihrer Abgelegenheit im Nordwesten direkter islamischer Besatzung entgingen, gehören Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nicht vom Islam angegriffen wurden. Fakt ist, dass im äußersten Nordwesten Europas, Island, Christen zu beten pflegten, Gott möge sie vor „dem Schrecken der Türken“ bewahren. Diese Ängste waren nicht unbegründet, das noch 1627 muslimische Seeräuber das christliche Land überfielen und vierhundert Gefangene nahmen, die sie auf den Sklavenmärkten in Algiers verkauften.

Auch Amerika entging ihnen nicht. Ein paar Jahre nach der Bildung der Vereinigten Staaten, im Jahr 1800, wurden amerikanische Handelsschiffe im Mittelmeer geplündert und ihre Seeleute von muslimischen Seeräubern versklavt. Der Botschaft von Tripoli erklärte Thomas Jefferson gegenüber, dass es für Muslime ein Recht und eine Pflicht sei, Krieg gegen Nichtmuslime zu führen, wo immer man sie findet und so viele wie möglich gefangen zu nehmen, um sie zu versklaven.

Kurz gesagt: Rund ein Jahrtausend lang – unterbrochen vom Gegenschlag der Kreuzzüge, die Leute wie Affleck wie besessen dämonisieren – stellte der Islam eine tägliche existenzielle Bedrohung des christlichen Europas und infolgedessdie en der westlichen Zivilisation dar.

Dennoch ist heute, ob es nun in Oberschulen oder Hochschulen gelehrt wird, ob Hollywood oder die Neuen Medien es darstellen, das vorherrschende historische Narrativ, dass Muslime die historischen „Opfer“ der „intoleranten“ westlichen Christen seien. Das ist exakt das, was eine Persönlichkeit des Fernsehens mir einmal live auf Fox News sagte.

Letzte Zuflucht: Rechtfertigung der Apologetik

Gegen Ende rief ein frustrierter Affleck, der nicht in der Lage war zu antworten: „Wie sieht Ihre Lösung aus? Den Islam zu verurteilen? Was zu tun?“

Das sind interessante Fragen, da sie die wahre Haltung des Apologeten offenbaren. Ich bin diesem Phänomen oft begegnet, am denkwürdigsten in einer öffentlichen Diskussion mit Prof. Hamid Dabashi von der Columbia Universität. Gegen Ende der Diskussion erklärte er: „Man kann hier sitzen und von hier bis zum Weltuntergang über Jihad reden, aber was wollen Sie tun? Nehmen wir an, Sie beweisen über jeden Ansatz hinaus, dass der Islam vom Gesetz her gewalttätig ist, wie gehen wir von da aus weiter?“

Was diese Argumentationslinie nahe legt ist, dass der Apologet glaubt, es gebe keine andere Zuflucht als ein Apologet zu sein; das die beste Politik darin besteht die Gewalt und Intoleranz des Islam zu ignorieren, da die Alternative – offenes Eingestehen – zu etwas Schlimmerem führen wird, einem Zusammenprall der Zivilisationen. Krieg. Und das muss unter allen Umständen verhindert werden – also tun wir so als ob.

Was solche Apologeten nicht erkennen: Der Zusammenprall der Zivilisationen ist bereits da; und er ist kein Produkt westlicher „Engstirnigkeit“, sondern islamischer Lehre. Ob wir es nun zugeben oder nicht, er ist hier.

Der Grund, dass Apologeten mit ihrer Argumentation (vorläufig) davon kommen können, besteht darin, dass die USA vordergründig immun gegenüber dem Islam sind – damit sie Gutfühl-Märchen über den Islam spinnen und verkaufen können, so viel sie wollen.

Doch die Zeit geht immer weiter und der Islam marschiert weiter und gewinnt an Boden, bis der Zusammenstoß erneut und ernsthaft beginnt, wie er das Jahrhunderte lang tat, bis der Islam in der Moderne auf dem Schlachtfeld vom Westen besiegt wurde. Und wenn die islamische Welt endlich in einer Position ist einen richtigen globalen Jihad zu entfesseln, wenn das Phänomen des „Islamischen Staats“ überall auf der Welt auftritt – In Amerika und Europa werden bereits Menschen von Muslimen geköpft – wird die Nachwelt mit großer Bitterkeit auf das Nichtstun und die Naivität ihrer westlichen Vorgänger zurücksehen, die das Problem hätten im Keim ersticken können, hätten sie nur die Wahrheit gesagt – und Politik zur Anwendung gebracht, die auf dieser Wahrheit basiert.

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Und hier haben wir es. Ob es nun die Projektion westlicher intellektueller Krankheiten wie Relativismus auf muslimische Lehre und Personen ist; ob es hirnloses „Rassist!“-Gebrüll ist, wann immer islamische Lehre kritisiert wird, ob es das Durcheinanderbringen der Sache durch Verschmelzung der Taten oder des Glaubens einiger Muslime mit den tatsächlichen Schwarz-Weiß-Lehren des Islam ist; ob es das die Geschichte auf den Kopf stellen ist, indem man Verfolger in Opfer verwandelt und Opfer in Verfolgende; oder ob es, nachdem man in eine Ecke gedrängt wurde, der Aufschrei ist, man habe keine andere Wahl als zu rechtfertigen, weil die Wahrheit nur alles schlimmer mache – kurz gesagt: Ben Afflecks paar Minuten zum Islam fasst das Spiel der Islamapologeten hübsch zusammen.

Letzten Endes kann man Affleck entschuldigen. Er ist einfach ein Schauspieler und man kann von ihm nicht erwarten, dass er außerhalb des Bereichs der Maske viel weiß. Die wahre Schuld liegt bei all den Amerikanern in politischen Positionen, deren Job ihnen abverlangt ehrlich mit dem amerikanischen Volk zu sein, die aber weiterhin für den Islam agieren – indem sie lügen.