Sollten Juden Christen vertrauen? Sie könnten von der eindeutigen Antwort der Thora überrascht sein

Adam Eliyahu Berkowitz, 27. Juni 2017

Fremde stehen bereit und führen eure Herden auf die Weide,
Ausländer sind eure Bauern und Winzer. (Jesaja 61,5)

Die steigende Strom an christlicher Unterstützung für Israel lässt sich viele Juden fragen, ob es vom Gesetz der Thora erlaubt ist diese neu gefundene Freundschaft angesichts des Jahrtausends schwieriger Beziehungen zwischen den beiden Religionen anzunehmen. Viele Rabbiner glabuen, dass es nicht nur erlaubt ist, sondern dass es ein Gebot der Thora ist diese Freundschaft gleichermaßen zurückzugeben.

Ein solcher Rabbiner ist Rabbi Eliezer Melamed, der geistige Leiter der Gemeinschaft von Har Brache und eine international respektierte Autorität zu halacha (dem Gesetz der Thora). Rabbi Melamed hat eng mit Hayovel zusammengearbeitet, einer Organisation, die zur Erfpüllung der Prophetie in Jeremiah christliche Freiwillige zur Arbeit in örtliche Weinberge bringt

Wieder sollst du Weingärten pflanzen auf Samarias Bergen.
Wer Pflanzungen anlegt, darf ihre Früchte genießen. (Jeremia 31,5)

Nicht alle Juden stimmen Rabbi Melamed zu. Luke Hilton, der Marketingdirektor von Hayovel, sagte gegenüber Breaking Israel News, dass eine „kleine, aber lautstarke Gruppe“ Israelis erhob Bedenken gegen ihre Bemühungen Israel zu helfen. Die Einwände erscheinen in sozialen medien und dem Internet in Form von Blogs und sogar als Seite, die ausdrücklich gegen Hayovel gerichtet ist.

Rabbi Eliezer Melamed

„Wir versuchen das mit Bescheidenheit zu akzeptieren“, sagte Hilton. „Angesichts der Geschichte zwischen unseren beiden Religionen ist es verständlich. Wir hoffen, auf diese Weise werden sie kommen und sehen, dass unsere einzige Absicht ist Israel zu helfen.“

Vielmehr lautet die Frage, ob es erlaubt ist mit Christen auf diese Weise Kontakt herzustellen im Thora-Gesetz ein komplizierter Fall ist. In seiner 2011 veröffentlichten offiziellen Entscheidung zum Thema vermerkte Rabbi Melamed die schwierige Geschichte und die theologischen Hindernisse, die der Verbindung von Juden und Christen im Weg stehen.

Wie sollten wir Beziehungen zu Christen herstellen, die plötzlich unsere Freunde geworden sind? Fast zwei Jahrtausende lang verfolgten sie die jüdische Nation, ermordeten uns, plünderten uns aus, vertrieben uns, erpressten uns zum Christentum überzutreten und plötzlich lieben sie uns? Können wir ihnen glauben? Und was tun wir mit dem, was der Rambam (Maimonides) schrieb, dass das Christentum den Status von Götzenanbetung hat?

Der Rabbiner merkte an, dass der entscheidende Faktor die Haltung der Christen gegenüber Israel war. Der Rabbiner beschrieb Liebe zu Israel als „den Lackmustest für Moral, Wahrheit und Glaube in dieser Welt“.

Die größte Sünde der Christenheit war, dass sie bestritten, dass Gott Israel zu seinem auserwählten Volk erwählte sowie all die Prophetien der Erlösung, die für das jüdische Volk gesprochen wurden. Sie glaubten Israel zu ersetzen und damit verursachten sie für uns horrendes Leid, als sie mit aller Macht versuchten Juden zum Christentum zu bekehren.

Genau aus diesem Grund sagt Rabbi Melamed, dass es heute notwendig ist die angebotene Freundschaft anzunehmen.

Wenn es um Christen geht, die glauben, dass Gott Israel erwählte und dass all die guten Prophetien innerhalb Israels erfüllt werden sollen und sie nicht daran arbeiten uns zu bekehren, was Gott verhüte, sondern um uns zu stärken – dann sind all die zu Christen erwähnten ernsten Dinge au sie nicht anzuwenden. Im Gegenteil – von ihnen sind große Korrekturen vorgenommen worden, sie sind gerechte Nichtjuden und Gott wird sie belohnen.

In seiner Entscheidung zitierte Rabbi Melamed Rabbi Abraham Isaac Kook, den ersten aschkenasischen Oberrabbiner des britischen Mandats Palästina, dessen Philosophie heute immer noch wichtigen Einfluss auf jüdische Theologie ausübt. Rabbi Kok schrieb, dass die Probleme mit dem Christentum und dem Islam nicht in ihren religiösen Überzeugungen liegen, sondern in ihrer „Absage an die Hoffnung des [jüdischen] Volks in Beziehung auf seine vollständige Wiederbelegung“.

Rabbi Melamed schlug eine Verbindung mit proisraelischen Christen auf einem nie da gewesenen Niveau vor, das an Bruderschaft grenzt; er schrieb: „Diese Christen stehen uns näher als die säkularen, liberalen Linken in westlichen Ländern, sowohl was ihren Glauben an die Bibel angeht, als auch ihre Ethik.“

In einer späteren Entscheidung diskutierte Rabbi Melamed die Kritik aus der jüdischen Gemeinschaft, die sich gegen Rabbiner richtete, die an der Kultivierung dieser positiven Beziehung zu Christen beteiligt sind. Ein Großteil dieser Kritik konzentrierte sich auf Rabbi Shlomo Riskin, den Oberrabbiner von Efrat und Gründer des Center for Jewish-Christian Understanding and Cooperation (CJCUC). Rabbie Melamed recherchierte die Sache und kam zu dem Schluss, dass die Kritik an Rabbi Riskin Verleumdung darstellte, im Judentum eine schwere Sünde.

David Nekrutman, der Direktor des CJCUC, erklärte, für diese Beziehung zwischen Juden und Christen zu werben, sei ein jüdisches Gebot; er zitierte dazu Jesaja.

Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht. (Jesaja 49,6)

„Das ist, wer wir als das jüdische Volk sind“, sagte Nekrutman gegenüber Breaking Israel News. „Wir können kein Licht für die Nationen sein, ohne eine Partnerschaft mit den Nationen aufzubauen. Wir haben diesen Auftrag mit anderen zu arbeiten, und wenn sie bereit sind, haben wir eine Verpflichtung das zu tun.“

Nekrutman merkte an, dass das Christentum in diesem prophetischen Prozess eine besondere Rolle spielt.

„Sie versuchen die fast 2000 Jahre von der Kirche gelehrte Ersetzungstheologie gutzumachen“, sagte Nekrutman. „Das ist für sie kein leichter Prozess. Wir, das jüdische Volk, müssen ihnen gestatten diese Reise zu machen und ihre Berufung in der Unterstützung Israels und des jüdischen Volkes zu finden.“

„Abneigung bei der Unterstützung jüdisch-christlicher Beziehungen ist infolge der Geschichte der Vergangenheit zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk nachvollziehbar“, gestand Nekrutman ein. „Aber die Thora gebietet uns es zu tun.“

Werbeanzeigen

Foto-Vergleich aus Brighton

Zwei Bilder aus Brighton, die ermutigen könnten:

Das ist die armselige Truppe der Israelhasser, die unbedingt die Terroristen in israelischen Gefängnissen unterstützen müssen. Dagegen waren die Unterstützer Israels deutlich zahlreicher und deutlich sympathischer:

Hunderttausende Gründe die christliche Unterstützung der Opfer der Brände wertzuschätzen

Wir haben hunderttausende Gründe wertzuschätzen, was christliche Zionisten allein während der letzten Woche für Israel getan haben.

Tuly Weisz, The Jerusalem Post, 7. Dezember 2016

EIne der furchtbaren Tragödien des Waldbrandes 2010 auf dem Karmel bestand darin, dass das Innenministerium vor der Krise eine Reihe wichtiger Feuerwehrfahrzeuge ablehnte, weil sie Spenden evangelikalen Christen waren. Als Ergebnis der fehlenden Vorbereitung des Landes starben 44 Menschen und mehr als 5.000 Hektar wertvollen Landes verbrannten in der schlimmsten Naturkatastrophe der Geschichte Israels. Statt unseren christlichen Freunden zu danken, trug das völlige Fehlen von Harakat Hatov – Dankbarkeit – vielleicht zum unnötigen Verlust von Leben bei.

Nicht abgeschreckt sprangen christliche Zionisten einmal mehr mit einer Welle der Liebe und Unterstützung als Reaktion auf die jüngste Welle der Waldbrände und Brandstiftungen ein, die Israel letzte Woche verheerten.

Als das Ausmaß der Tragödie am letzten Sonntag klar wurde, schickte ich sofort eine Hilfsanfrage an die vorwiegend evangelikalen christlichen Leser von Israel365, den thematisch biblischen E-Mail-Newsletter, den ich während der vergangenen fünf Jahre täglich versandt habe. Innerhalb von Tagen spendeten mehr als 500 Leser mehr als $50.000 um israelischen Familien zu helfen.

Die Spenden kamen aus Ländern mit starken evangelikalen Gemeinschaften wie den USA, Kanada und China, dazu viele Überraschungen wie Spenden aus der Türkei, Indien und Pakistan.

Was mehr berührt als Spenden (durchschnittlich $97 pro Spender) waren die zahlreichen Mitteilungen, die ich von Christen erhielt, die zu arm sind um finanziell etwas beizutragen, die mir aber versicherten, dass sie für reichlich Regen im Heiligen Land beteten.

Anfang der Woch1e sprach ich mit Becky Brimmer, der Geschäftsführerin von Bridges for Peace, einer christlichen Organisation in Jerusalem, über die Gemeinschaft von Neve Tzuf. Zu diesem Zeitpunkt suchte man 25 Waschmaschinen für die obdachlosen Familien in ihren provisorischen Unterkünften und ohne zu zögern stimmte Brimmer zu die benötigte Hilfe zu beschaffen.

Ihr einzige Sorge bestand darin, dass es den jüdischen Familien von Neve Tzuf unangenehm sein könnte ihr christliches Geschenk anzunehmen, daher stellte sie sicher ihnen zu sagen: „Wir verbinden damit keine Absichten. Wir missionieren nicht. Wir haben großen Respekt vor der jüdischen Gemeinschaft und das Gefühl, dass alles, das unserem Glauben kostbar ist, aus dem Judentum kommt.“

Der bekannteste Leiter christlich-zionistischen Spendensammelns ist Rabbi Yechiel Eckstein.

Es war seine International Fellowship of Christians and Jews, die 2010 die Feuerwehr-LKW anbot, die MK Eli Yihsai (Shas) ablehnte, weil er sich weigerte mit Eckstein auf einem Foto zu sein. Trotzdem, sagte mir die IFCJ, hat Rabbi Eckstein, in Reaktion auf die aktuellen Brände, „mehr als eine Viertelmillion Dollar bereitgestellt, um zu helfen den Schaden zu reparieren, der von riesigen Buschbränden verursacht wurde, die Ende letzter Woche durch das nördliche Israel fegten“.

Viele weitere pro-israelische christliche Dienste wie das Center for Jewish Christian Understanding and Cooperation, die Christian Friends of Israeli Communities und die International Christian Embassy Jerusalem sind ebenfalls mit Gebeten und Spenden überflutet worden, um Hundeten Israelischer Familien zu helfen, die ihre Häuser und persönliche Habe durch die verheerende Brände verloren.

Trotz dieser Ausgießung an Liebe und Unterstützung für Israel bleiben viele Juden argwöhnisch, was die „wahre“ Motivation proisraelischer Christen betrifft. Immerhin haben christliche Autoritäten Jahrhunderte lang Ersetzungstheologie gepredigt, was tragischerweise zu Zwangskonversionen und brutalem Antisemitismus führte.

Viele Juden leben weiter in der Vergangenheit und glauben, dass der einzige Grund, dass Christen Israel unterstützen, der ist, dass es ihnen die Möglichkeit eben wird uns zu bekehren oder zu töten.

Ironischerweise kommt tief sitzende Befürchtungen gegenüber Christen aus zwei entgegengesetzten Lagern innerhalb der jüdischen Gemeinschaft. Skepsis herrscht am stärksten bei linksliberalen Juden vor, die mit Christen grundsätzlich in jeder politischen und sozialen Frage in Widerspruch stehen und daher kein Interesse daran haben das Zerwürfnis zu reparieren. Andererseits sind auch die ultraorthodoxen Juden, die sich von Natur aus am langsamsten an Veränderungen anpassen, misstrauisch gegenüber dem, was sie als böse Motive hinter christlichen Zionisten empfinden. Dieser Zynismus steckt hinter Yishais verhängnisvoller Entscheidung 2010 die Feuerwehrfahrzeuge der IFCJ abzulehnen.

Dankenswerterweise hat Israel in den letzten Jahren wertvolle Lektionen aus dem Carmelwald-Feuer gelernt. Das Land hat seine Feuerbekämpfungskapazitäten verbessert, so dass, obwohl hunderte separater Brände gleichzeitig im ganzen Land tobten, nicht ein einziger Israeli sein Leben verlor.

Hoffentlich können wir auch eine weitere Lektion lernen: dass es an der Zeit ist, dass wir alle unseren christlichen Freunden Danke sagen. Wir haben hunderttausende Gründe wertzuschätzen, was christliche Zionisten allein in der letzten Woche für Israel getan haben.

(Rabbi Tzuly Weisz ist Direktor von www.Israel365.com, einem Newsletter, der täglich 150.000 Menschen mit Israel verbindet; er dient als Herausgeber von www.BreakingIsraelNews.com. Außerdem ist er der Editor von wwwTheIsraelBible.com, der einzigen Bibel, die die Bedeutung des Landes und des Volkes Israel hervorhebt. Er lebt mit Frau und Familie in Ramat Beit Schemesch.)

Israels neue christliche Freunde

Melanie Phillips, Jerusalem Post, 22. Mai 2014

Der anstehende Besuch des Papstes in Israel wird zurecht viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber zwei weithin nicht erzählte Geschichten über die weltweite Christenheit haben die Fähigkeit die Weltordnung zu erschüttern.

Die erste ist die Verfolgung von Christen in Entwicklungsländern durch die Hand des Islam. Boko Haram, die in Nigeria mehr als 250 christlicher Schulmädchen entführte, ist nur eine von vielen islamistischen Gruppen, die Christen überall in den Entwicklungsländern zunehmend terrorisieren und töten. Nach Angaben von Open Doors, einer keiner Konfession zugehörigen christlichen Gruppe, werden rund 100 Millionen Christen in mehr als 65 Ländern verfolgt, wobei radikale Muslime in 36 davon die Haupttäter sind.

In Ägypten sind koptische Christen angegriffen, ermordet und vertrieben worden. Im Dezember 2013 wurden mindestens 1.000 Christen in der Zentralafrikanischen Republik getötet worden. Im Februar diesen Jahres legten Jihadisten Bomben an Kirchen in Sansibar, die sie als „Buden der Ungläubigen“ bezeichneten. Im März enthaupteten Mitglieder der somalischen Al-Shabaab-Miliz eine Mutter zweier Mädchen und ihre Kusine, nachdem sie entdeckten, dass sie Christen waren.

Im selben Monat wurden in Nigeria mehr als 150 Christen in einem Massaker in Kaduna abgeschlachtet; diese Woche starben Hunderte bei Bombenanschlägen in christlichen Gebieten der Städte Kano und Jos.

Im Sudan sind Christen zu Tode gehackt worden, weil sie den Übertritt zum Islam ablehnten – oder sie wurden lebendig in ihren Kirchen verbrannt.

Letzte Woche wurde dort eine schwangere Mutter zum Tode verurteilt, weil sie angeblich zum Christentum konvertierte. In Eritrea befinden sich mehr als 3.000 Christen im Gefängnis. Im Iran werden Christen inhaftiert und Tausende sind geflohen. Es gibt zahllose weitere Beispiele.

Bemerkenswerterweise ignorieren aber die westlichen Großkirchen dieses Blutbad unter ihrer weltweiten Gemeinschaft weitgehend. Stattdessen appeasen sie die Islam und verunglimpfen Israel, das einzige Land im Nahen Osten, in dem Christen sicher sind (aber das ist eine andere Geschichte).

Man fragt sich, ob der Papst sich klar gegen diese Viktimisierung der Christen aussprechen wird, wenn er bei seinem Besuch in dem, was er das Heilige Land nennt, Repräsentanten des Islam treffen wird. Es wird berichtet, dass er den Riss zwischen den Juden und den Palästinensern heilen will. Sehr nett; aber sicher sollte seine Priorität sein das Abschlachten seiner Herde zu stoppen.

Aber hier ist das wirklich Außergewöhnliche. In der gesamten sich Welt der Entwicklungsländer, einschließlich der Länder, in denen Christen verfolgt werden, erleben die Kirchen ein phänomenales Wachstum. Wenn der Trend anhält, werden die Christen Europas von denen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens überholt werden, deren Wachstum zumeist von der erstaunlichen Entwicklung der pfingstlichen, charismatischen und anderen evangelikalen Kirchen angetrieben wird.

In seinem Buch The Next Christendom: The Coming of Global Christianity (Die nächste Christenheit: Das Kommen des globalen Christentums) schreibt Philip Jenkins, dass die christliche Bevölkerung Afrikas seit 1965von einem Viertel der Gesamtheit auf 46 Prozent angestiegen ist.

In Nigeria ziehen christliche Zusammenkünfte zwischen ein und drei Millionen Menschen an. In Äthiopien hat die Kirche rund 25 Millionen Mitglieder. Die Kirchen expandieren in Niger, Burkina Faso, Togo, Benin, Sierra Leone, Senegal, Mali und dem Tschad.

In Lateinamerika sind die Zahlen der Christen explodiert; sie werden bis 2025 geschätzte 640 Millionen sein. In Rio de Janeiro eröffneten in den 1990-er Jahren innerhalb von drei Jahren nicht weniger als 700 Pfingstkirchen. Die Jotabeche-methodistische Pfingstkirchen-Kathedrale in Santiago (Chile) hat 18.000 Sitzplätze.

Im Iran – ausgerechnet – erfahren die Kirchen die schnellste Vergrößerung der Welt; die jährliche Wachstumsrate liegt bei mehr als 20 Prozent. Nach Angaben einiger Quellen ist die Zahl der iranischen Evangelikalen von ein paar Hundert 1979 auf mehr heute mehr als 5 Millionen gestiegen.

Es geschieht sogar in China. Mao vertrieb christliche Missionare und sagte voraus, dass die „kolonialistische“ Christenheit verschwinden würde. Doch von insgesamt 900.000 damals sind die chinesischen Christen auf mindestens 80 Millionen angestiegen.

Ein Grund für solches Wachstum besteht darin, dass Menschen, die unter repressiven Regimen gelitten haben, sich einer Religion zuwenden, die (Dank ihrer jüdischen Wurzeln) Freiheit und Menschenrechte stützt. Je barbarischer islamische Regime werden, desto mehr Menschen wenden sich dem Christentum zu. Erst vor ein paar Jahren hatte z.B. Algerien etwa 1.500 Christen; unter seiner repressiven islamistischen Regierung ist ihre Zahl auf fast 200.000 angeschwollen.

Das hervorstechende Merkmal dieser neuen Christen ist: Weil sie Evangelikale sind und deshalb sehr ernst nehmen, was in der Bibel geschrieben steht, unterstützen sie Israel inständig. Algerische Christen sagten, dass sie heimlich für Israel und das jüdische Volk beten. Letztes Jahr lehnte Nigeria es ab im UNO-Sicherheitsrat automatisch mit den Palästinensern für die Eigenstaatlichkeit zu stimmen.

Westler mag es angesichts dieser neuen Kirchen unbehaglich sein, da sie Heilung, Prophetie, Visionen, verzückte Äußerungen und das Übernatürliche betonen. Doch sie gehören zu Israels besten Freunden in der Welt. Und ihr erstaunliches Wachstum hat bedeutende weltweite Folgen.

Im Westen befindet sich die Christenheit im Niedergang. Selbst in den USA, wo die Kirchen immer noch relativ stark sind, ist der Kulturkrieg an die Kräfte des galoppierenden Säkularismus verloren. Da die islamische Welt dieses zivilisatorische Vakuum ausnutzt, werden Britannien und Europa stetig islamisiert. Gleichzeitig werden die Entwicklungsländer christlicher. Das Gesicht der Christenheit verändert daher die Farbe von Weiß zu (ihrem ursprünglichen) Braun und Schwarz.

Dieses Wachstum ist eine enorme Gelegenheit für Israel, denn diese neuen Christen sind frei von der gifthaltigen Feindschaft der westlichen Kirchen gegenüber diesem Staat. Es ist ermutigend, dass Israel diese neuen Verbündeten als strategischen Aktivposten betrachtet, aber es mur viel mehr in sie investieren, bei der Verbesserung ihrer Wirtschaften und Lebensstandards helfen, um diese Freundschaft zu festigen und sie für die Umwandlung des Einflusses Israels in der UNO zu nutzen.

Es stimmt nicht, dass Israel die Zeit ausgeht. Dem Westen geht die Zeit aus. Es stimmt nicht, dass Israel keine Freunde hat.

Es hat viele Freunde. Nur andere. Und es muss sie sorgfältiger hegen.

Dieser Papst scheint auch ein Freund zu sein, denn offenbar will er die Beziehungen zwischen dem Vatikan und dem jüdischen Volk auf ein neues Fundament stellen. Die üblen Proteste ultraorthodoxer Hooligans gegen seinen Besuch sind ekelerregend. Wollen wir hoffen, dass Israel Papst Franz kräftig umarmt.

Die stete Zunahme des afrikanischen Zionismus

Rolene Marks, The Algemeiner, 17. April 2014

Auf dem afrikanischen Kontinent geschieht etwas ziemlich Bemerkenswertes: eine breite Welle der Liebe und Unterstützung afrikanischer Christen für den Staat Israel, geschmiedet in biblischer Verbundenheit und beiderseitiger Liebe für das Land.

Es ist eine Beziehung, die politisches Ungemach erduldet überlebt hat. Und in einer Zeit, in der Israel sich zunehmend isoliert fühlt, ist sie sehr willkommen. Stimmen, die nach Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen den jüdischen Staat werden überall in der Welt lauter, doch die Band, die uns an Afrika binden, werden stärker.

Es scheint fast natürlich, dass afrikanische Länder danach streben Brücken zu Israel zu bauen. Viele Länder haben historische und politische Zeitschienen, die die des jüdischen Staates spiegeln. Sie teilen dieselben tragischen Vergangenheiten, standen mehrere Kriege durch und kämpften gegen Auslandskräfte, die ihre historischen Heimatländer beherrschten, um ihre Unabhängigkeit.

Im Verlauf der Jahre hat Israel still das Geschäft des Tikkun Olam angepackt – zum wirtschaftlichen Wachstum und Wohlergehen der Allgemeinheit auf allen Kontinenten beizutragen. Es ist kein Geheimnis, dass, wenn es um bahnbrechende Technologien geht, Israel weltweit zu den Führenden gehört. Von Wasserreinigung und Tröpfchen-Bewässerung über Leben rettendes medizinisches Gerät und High-Tech-Knowhow, das afrikanische Länder befähigt wirtschaftlich in der Familie der sich entwickelnden Staaten mitzuspielen, vermittelt und trägt Israel dringend benötigte Fertigkeiten und Fähigkeiten bei. Als der Vater des modernen Zionismus, Theodor Herzl, sich einen jüdischen Staat ausmalte, ist das vielleicht das gewesen, das ihm durch den Kopf ging.

Landwirtschaftliche Kooperation

An der südlichen Spitze des Kontinents, in Südafrika, gibt es zwar abkühlende Beziehungen zwischen Pretoria und Jerusalem, aber es werden Beziehungen aufgebaut. Südafrika und Israel teilen eine ähnliche Geschichte – beide demokratisch und siegreich aus einer schmerzhaften Vergangenheit entstanden. Beide stehen vor ähnlichen Herausforderungen in Landwirtschaft und beim Wasser. Wassermangel und das Management von Erträgen und bäuerliche Produktionsmengen sind Bereiche, zu denen Israel viele erfolgreiche Projekte in Ruanda, Kenia, Äthiopien und Südafrika eingeführt hat.

Israel hilft Bauern in ländlichen Gebieten ihre Potenzial umzusetzen und man kann die Erfolge in diesem YouTube-Video (in Sotho und Englisch) ansehen.

Die unschätzbare Hilfe, die Israel diesen ländlichen Bauern gegeben hat, besteht nicht nur in technischem Knowhow, sondern auch in Marketing und Geschäftsfertigkeiten, die diesen Gemeinschaften in der Zukunft den Unterhalt zu erhalten helfen.

Südafrikanische Freunde Israels

Diese Beziehungen sind nicht nur auf landwirtschaftlicher oder geschäftlicher Kooperation aufgebaut. Die 2010 gegründeten „South African Friends of Israel“ (SAF) werden als Bewegung beschrieben, die „religionsübergreifenden Dialog zwischen der südafrikanischen jüdischen Gemeinschaft und der breiteren Gemeinschaft in dem Streben nach Sicherstellung einer ausgewogenen Sicht und einem besseren Verständnis Israels durch alle Südafrikaner wirbt“.

Südafrika hat große strategische Bedeutung – das Land ist nicht nur das wirtschaftliche Machtzentrum Afrikas, sondern hat auch Macht- und Entscheidungsfindungs-Positionen in verschiedenen internationalen Gremien, so u.a. in der Blockfreien-Bewegung und der Afrikanischen Union.

Südafrika ist außerdem das Land, in der die Apartheid sowohl konzipiert als auch besiegt wurde. Das ist von extremer Bedeutung wegen der widerlichen Beschuldigung Israel sei ein Apartheidstaat und müsse genauso behandelt werden wie Südafrika. In Organisationen der bürgerlichen Gesellschaft, an Universitäten und mit dem einwöchigen Hassgest namens Apartheid-Week, das jeden März rund um die Welt stattfindet, gewinnt diese Lüge Israel sei ein Apartheidstaat an Boden.

Mitglieder und Unterstützer der SAFI spielen eine unverzichtbare Rolle bei der Verbreitung der Wahrheit und dem Aufräumgen mit den Lügen. Fakt ist, das sie zu den lautstärksten und gewichtigsten Unterstützern Israels gehören und dadurch, dass sie selbst Apartheid erlebt haben, zu den führendsten Autoritäten gehören.

Mitglieder der SAFI und ihre Unterstützer kamen in hellen Scharen, um mit Israel und zu seiner Unterstützung zu marschieren. Vor kurzem wurde in Johannesburg ein Tag des Eintretens veranstaltet, an dem viele teilnahmen, darunter die African Christian Democratic Party, Africa for Israel und andere.

Sie können sich unter diesem Link anhören, wie südafrikanische Christen sich für Israel aussprechen und die Apartheid-Analogie auseinandernehmen.

Bäume für Afrika

Südafrika ist nicht das einzige Land, in dem Beziehungen aufgebaut werden. Die Elfenbeinküste liegt an der Westküste Afrikas und genießt starke bilaterale Beziehungen zum jüdischen Staat. Der ehemalige Präsident Felix Houphouet-Boigny war einer der ersten Führungspolitiker eines südafrikanischen Landes, der Verbindungen zum jungen jüdischen Staat herstellte und dann die Beziehungen nach einem Boykott der Oraganisation of African Unity (OAU) in Solidarität mit ihren arabischen Mitgliedern 1986 wiederherstellte.

Es sind nicht nur Regierung und Industrie, die in Afrika investieren. Der Jüdische Nationalfonds (JNF/KKL), eine der führendsten gemeinnützigen Organisationen Israels, ist für die Pflanzung von mehr als 240 Millionen Bäumen im Land seit seinem Bestehen verantwortlich gewesen, was den JNF zu einem Weltführer bei der Aufforstung macht. Zusätzlich hat der JNF dringend benötigter Dämme und Reservoire und mehr als 1.000 Parks gebaut.

Der JNF ist perfekt positioniert, um Gemeinden in Afrika zu helfen, die sich den Umwelt- und Wasser-Herausforderungen gegenüber sehen, die auch Israel hat; der JNF ist auch an einer Vielzahl von Projekten auf dem Kontinent beteiligt.

Im November 2013 besuchten Repräsentanten des JNF-KKL Belgien den westafrikanischen Staat und wurden von Mengen an Unterstützern begrüßt, die israelische Flaggen schwenkten und ihre Solidarität mit dem jüdischen Staat zeigten. „Es war sehr inspirierend die Menge Menschen zu sehen, die kamen, um ihre Liebe für den Staat Israel zu zeigen, sie so leidenschaftlich singen zu hören und ihre Wertschätzung zu fühlen“, sagte der belgische JNF/KKL-Gesandte Oliver Rafowicz. „Die Unterstützer verstehen und unterstützen den Zionismus und das war in ihrem Einsatz für den JNF und Israel offenkundig.“

Jacob Benzino, der Präsident des JNF/KKL Belgien war ebenfalls anwesend und gab während der Veranstaltung einen Segen auf Hebräisch.

Die Elfenbeinküste ist Beleg dafür, dass in einem der Orte der Welt, von dem man es am wenigsten erwartet, es große Unterstützung Israels gibt.

Africa for Israel

Africa for Israel bemüht sich Christen überall auf dem Kontinent zu einen, „um einen kontinentalen Verband zu bieten, durch den sich jede proisraelische Kirche, Predigtamt, Gesellschaft oder Einzelperson in Afrika mit einer Stimme zur Unterstützung Israels auf Grundlage unseres gemeinsamen jüdisch-christlichen Fundaments einen, sprechen und handeln kann“.

Africa for Israel hat in Nigeria und im muslimisch geführten Tansania Erfolg damit gehabt Unterstützung für den jüdischen Staat in Gang zu bringen. „Viele afrikanische Führungspolitiker erkennen, dass über Politik hinauszugehen und nach Möglichkeiten zu suchen die Lage der Menschen in ihren Ländern zu verbessern weit produktiver ist. Israel fordert nichts, ist aber bereit Technologie zu teilen und afrikanische Bürger in die Lage zu befähigen, so dass wir unverzichtbares Fachwissen nicht verlieren“, sagt Luba Mayekiso, Gründer von Africa for Israel und Pro-Israel-Lobbyist.

„Politiker hören auf Zahlen und viele Christen haben das Gefühl, dass ihr Schweigen zu Israel fehlinterpretiert wird. Wir haben Beziehungen in Nigeria, dem Kongo, Uganda, Burundi, Kenia und Tansania aufgebaut, die sehr bereitwillig sind mit uns zusammenzustehen und unsere Hilfe angefordert haben, sie mit dem richtigen modernen Narrativ zu Israel zuversorgen.“

Africa for Israels Luba Mayekiso erklärt in diesem Video, warum Afrika sich an Israels Seite stellen wird.

Das Aufkommen des panafrikanischen Zionismus ist extrem ermutigend. Der Kontinent ist fruchtbarer Boden für den Bau und die Investition in Beziehungen. Gemeinsame Ideologie und die Verbreitung von Fähigkeiten und Fertigkeiten leistet für diesen stolzen Kontinent weit mehr als traditionelle Politik. Theodor Herzl wäre stolz.

Wer ist der Feind?

DryBones 19.12.2007„Wer solche Freunde hat…“ – der Spruch ist bekannt. Nun, manche Freunde hat man sich entgegen einer andere Weisheit nicht ausgesucht, sie drängen sich einem mit Rat und Tat auf. Und irgendwann weiß man dann vielleicht selbst nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Ob es dem israelischen Premierminister so geht, wage ich zu bezweifeln, denn ich halte ihn für einen Überzeugungs-Opportunisten und –täter, dem es um nichts als ihn selbst geht, keinesfalls um sein Land und sein Volk. Und nur in solchem Zusammenhang kann es zu Karikaturen kommen, wo ein Verzweifelter dann doch noch versucht, dem Agieren des Premiers etwas Sinn zu geben.

Was den anderen Teil betrifft, den der „Freunde“: Die scheinen nicht unbedingt verwirrt zu sein. Schon gar nicht von Olmert. Es ist wohl eher umgekehrt: Sie helfen Olmert zu sein, was er ist. Die Verwirrung kam zuerst, auf der ideologischen Ebene, danach kam Olmert. Nach Barak, nach Peres, nach Rabin. Beeinflusst von einer „Friedensbewegung“, die als „Freund“ Israels alles rechtfertigt, was die modernen Antisemiten des Nahen Ostens anstellen um Adolfs Werk fortzusetzen. Die angeblich überall Krieg verurteilt, aber immer nur auf den Plan tritt, wenn der Westen aktiv wird – während die Terroristen und Krieger der Fraktion vom grünen Halbmond nicht ansatzweise die Vorwürfe erleben müssen, wie ein kleines Land, das dagegen ankämpft nicht ins Meer getrieben zu werden. Eine Friedensbewegung, deren Vertreter westliche Atomkraftwerke ablehnen und verteufeln, aber dem Iran ein „Recht auf Atomkraft“ attestieren. Peaceniks, Friedenshetzer, Gutmenschen und Halal-Hippies, die ausschließlich im Westen das Böse verorten, aber andererseits Massenmörder und Völkermord-Ambitionisten als Freiheitskämpfer darstellen. Die sich in ihrer ideologischen Verbohrtheit massiv dagegen wehren zu begreifen, dass sie praktisch genau das fördern, was sie angeblich seit 60 Jahren bekämpfen. Die zu Recht den braunen Sumpf von vor drei Generationen geißeln, aber über die Bekämpfung des Hitler von 1945 nicht sehen wollen, dass sie seine heutigen Jünger im „Märtyrer“-Gewand ermächtigen sein Werk zu vollenden.

Der Feind sind für Israel heute eigentlich stärker die, die sich so vehement als seine Freunde gerieren und ihm vorschreiben wollen, wie es sich nicht zu verteidigen hat und wie es seinen Vernichtern in die Hände spielen soll.

Wie sehr diese „feindlichen Freunde“, wie ich sie nennen möchte, die Augen vor allem verschließen, was die Feinde Israels selbst als ständigen Beweis ihres unerschütterlichen Vernichtungswillens liefern, kann Professor Alan Dershowitz nach einem Besuch an der University of California Irvine (UCI) erzählen. Dort sprach er vor einer großen Zuhörerschaft, die er fragte, wer sich selbst als pro Israel eingestellt betrachtet. Etwa 250 Hände gingen in die Luft. Diese Gruppe fragte er, wer einen palästinensischen Staat akzeptieren würde, der in Frieden Seite an Seite mit Israel existiert. ALLE 250 Hände wurden gehoben. Auf die Frage, wer sich als pro palästinensisch eingestellt betrachtet, meldeten sich etwa 150. Und dann frage er diese Gruppe, wer einen jüdischen Staat Israel akzeptieren würde, der Seite an Seite in Frieden mit dem neuen palästinensischen Staat lebt. NICHT EINE HAND WAR ZU SEHEN!

Dieser ungehemmte Vernichtungswille selbst in nicht palästinensischen Kreisen wird immer noch heruntergespielt. Von angeblichen Freunden Israels. Leuten wie denen, die sich grüne Helmchen aufsetzen; oder die nach Teheran reisen und Ahmadinedschad sein „Recht auf Atomkraft“ bestätigen; Leuten, die „nie wieder“ und „wehret den Anfängen“ krakeelen und gleichzeitig denen den roten Teppich ausrollen, die das „wieder“ nicht erst „angefangen“ haben.