Der Ärger mit der UNO

Joseph Farah, WorldNetDaily, 4. Oktober 2002

Es gibt viele Gründe, warum es falsch ist sich an die UNO zu wenden um die Erlaubnis für die Verteidigung der USA zu bekommen.

Es gibt sogar noch mehr Gründe, Iraks Verletzungen der UN-Resolutionen nicht als prinzipielle Rechtfertigung für einen Angriff zu nutzen.

Die üblichen Verdächtigen erklären bereits das Offensichtliche: Wenn wir den Irak angreifen, weil er UN-Resolutionen verletzte, warum greifen wir Israel nicht an?

Die Befürworter dieser Argumentation erkennen, dass die UNO in den letzten 50 Jahren eine übertriebene Menge Zeit und Energie damit verbracht hat den jüdischen Staat zu verurteilen. Es gibt schlicht keine Auseinandersetzung darüber. Die UNO hasst Israel. Das tut sie fast seit dem Moment, als sie 1948 für die Schaffung des Staates stimmte. Israel wird von der UNO als die vielleicht größte Bedrohung des Weltfriedens angesehen.

Man braucht sich nur die Fakten anzusehen: Von 175 Sicherheitsrats-Resolutionen, die die UNO bis 1990 beschloss, waren 97 gegen Israel gerichtet. Von 690 Resolutionen der Vollversammlung bis 1990 verurteilten 429 Israel.

Die UNO ist besessen von Israel.

Und das ist ein hervorragendes Beispiel, warum wir die UNO als das behandeln sollten, was sie ist: eine bösartige und belanglose Gruppe globaler Wichtigtuer.

Israel ist für niemanden eine Bedrohung, außer für die, die es vernichten wollen. Offen gesagt, sogar für diese Leute ist es keine wirkliche Bedrohung. Israels größtes Problem ist, dass es außer in Kriegszeiten, wenn es seiner Auslöschung direkt gegenüber stand, so feige und beschwichtigend gewesen ist.

Die UNO sieht keine große Gefahr in totalitären Staaten, die ihren Nachbarn ihren Willen aufdrücken – in Regimen wie dem Syriens. Syrien hat sogar im Juni diesen Jahres den Vorsitz im Sicherheitsrat gehabt. Dabei gibt es derzeit nur einen Staat, der tatsächlich im Nahen Osten einen anderen besetzt, und das ist Syrien, das den Libanon politisch und militärisch im Würgegriff hält.

Die UNO sieht keine große Gefahr darin, dass ein Staat wie der Sudan aus rassischen und religiösen Gründen Krieg gegen das eigene Volk führt. Die islamischen Radikalen, die das Land beherrschen, haben in der Vergangenheit Osama bin Laden geholfen. Heute sind sie zufrieden, den Massenmord an Christen und Animisten im Süden des Landes und in den nubischen Bergen weiter zu führen.

Die UNO sieht keine große Gefahr im Stammeskriegen wie dem, der in Ruanda aufflammte und mit dem Tod von über einer Million Menschen endete. Tatsächlich ist es so, dass es inzwischen klare Beweise dafür gibt, dass die UNO im Vorhinein von dem bevor stehenden Schlachten erfuhr und nichts tat, um es zu verhindern oder es zu verurteilen.

Die UNO sieht z.B. keine große Gefahr in dem ausverkaufsmäßigen, von der Regierung geförderten, rassistischen Landraub in Simbabwe. Weiße Farmer werden in einer systematischen, organisierten und gewalttätigen Kampagne der Verteilung fremden Wohlstands als Geiseln festgehalten und ermordet. Von der UNO-Konferenz gegen Rassismus wurde dazu nicht einmal ein kleiner Muckser der Besorgnis geäußert.

Und dennoch hat es die UNO geschafft den jüdischen Staat als rassistisches Konzept zu bezeichnen. Aber war es rassistisch, als die Menschen im Kosovo – ethnische Albaner, hauptsächlich Muslime – die Unabhängigkeit von Serbien haben wollten?

Nach Ansicht der UNO offensichtlich nicht. Stattdessen bombardierte die NATO Serbien in dem Bemühen, das Ziel eines autonomen Kosovo zu erreichen.

War es rassistisch, als die mehrheitlich muslimischen Bosnier einen eigenen Staat schaffen wollten? Nach Ansicht der UNO offensichtlich nicht; sie half, die Schaffung und den Erhalt eines solchen Staates zu sichern.

Man denke an all die nationalen Unabhängigkeitsbewegungen, die sich auf Volkszugehörigkeit und Religion gründen und die in den letzten Jahren die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft erhielten. Warum wird nur Israel in dieser Weise angegriffen?

Es ist Zeit für die USA zu begreifen, dass die UNO ein kompletter Schwindel ist. Es ist eine Schande, dass wir weiterhin versuchen, diesen modernen Turmbau zu Babel zu umwerben. Es ist an der Zeit, dass wir uns von dieser gefährlichen und nutzlosen Gruppe machtbesessener, hochstaplerischer Diktatoren verabschieden.

Wenn die USA ohne Provokation angegriffen worden ist, liegt es an uns unsere Nation zu verteidigen. Wir brauchen dafür nicht den Segen der UNO.

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Ein Tag bei der UNO: „Der Zionismus ist eine Massenvernichtungswaffe.“

Virag Gulyas, Israellycool, 11. November 2017

Die einzige Frage, die mir immer wieder komt, während ich im UNO-Hauptsitz in New York City sitze, lautet: Wie konnten es so weit kommen? Wie konnte die UNO sich derart pervertieren, dass Terroristen dort einen Sitz bekommt, wohin mein Ausweis mich nicht einmal durchlassen würde?

Wie kann diese Institution noch irgendeine rechtliche Legitimität haben, wenn sie nahe legt, dass das einzige Land dieser Welt, das sich verbessern muss, Israel ist? An einem einzigen Tag wurden neun, lassen Sie mich das widerholen: 9 Israel verurteilende Resolutionen verabschiedet, während alle übrigen Mitglieder zusammen sechs erhielten.

Ich weiß, sie seufzen nur und sagen: Na ja, wen kümmert die UNO?

Nun, ich verstehe Sie und ich wünschte, wir könnten noch einmal ganz von vorne anfangen und es erneut versuchen; versuchen eine Institution aufzubauen, die versucht den Weltfrieden herzustellen und damit zumindest in der Lage ist Terrorismus zu definieren. Denn, Sie mögen es glauben oder auch nicht, heute hat die UNO keinerlei rechtlichen Begriff für Terrorismus.

Also ja: Es war eine harte Woche bei der UNO. Und das sind die Dinge, von denen wir hören, aber hier zu sitzen, der geschniegelten Menge zuzusehen, die bereit ist einmal mehr auf Israel einzudreschen, ist etwas …. nun… schlicht zum Kotzen.

Photo: Virag Gulyas

Würde ich aufgefordert einen Optimierungsplan für die letzte Sitzung der UNO-Vollversammlung zu schaffen, hier sind die Schlüsselbegriff, die mit großer Sorgfalt wiederholt wurden, um sicherzugehen, dass Sie bis Ende der Woche eine totale Gehirnwäsche erhalten:

„Israel die Besatzungsmacht“

„Israel tötet Kinder“

„Übermäßige Gewalt gegen unschuldige Palästinenser“

„Kollektive Bestrafung“

„50 Jahre Besatzung“

„Humanitäre Krise“

„Apartheid“

„Kolonisierung“

„Illegal“

Wiederholen Sie diese Worte eine Woche lang vor hunderten in einem Saal und tausenden weiteren, die online zusehen, dann haben Sie es geschnallt: Ihr seid einfach nicht besser als Hitler.

Die Tatsache, dass die UNO ein unerklärbares Maß an Israel – und nur an Israel – anlegt, ist nicht neu. Sieht man sich die Zusammensetzung der UNO-Vollversammlung an, in der die islamischen Saaten 11% der kompletten Versammlung stellen, dann wird das gesamte Programm des Einprügelns auf Israel zu einer einfachen mathematischen Gleichung, die sich in politischen Konfigurationen abspielt. Das ist nicht weiter schwer; es geht nur um Zahlen und meiner Meinung nach fehlt ihnen die rechtliche Terminologie für alle. Und die Tatsache ist, dass die islamischen Staaten einander zwar nicht lieben, aber alle einen gemeinsamen Nenner haben, der sie am Leben hält: Ihren Hass gegenüber den Juden. Oder nennen wir es beim Namen: Antisemitismus.

Und dieser Nenner war bei der jährlichen Farce deutlich, die in der UNO-Vollversammlung abgeht, bei der alle 193 Mitgliedsstaaten anwesend sind.

Wenn Sie die Beschlussentwürfe sehen und wer sie einbringt, dann verlieren Sie bereits den Verstand. Mit der gelegentlichen Ausnahme der Schweiz handelt sich ausnahmslos um arabische Länder – und dann wollen Sie mir erzählen, dass das ein unparteiisches Dokument ohne politische Absichten ist? Wem wollen Sie veräppeln?

Die einzige Frage lautet hier: Wer finanziert das? Diese Typen, die dort sitzen und ihre fetten Gehälter einstreichen, tun das mit unserem Geld und vertreten die Interessen der Hamas.

Nein, das ist pervers.

Die Vertreterin Israels war großartig, stand aber ziemlich alleine da. Sie stellte die UNO dafür zur Rede, dass sie die Realität ignoriert und einmal mehr eine ganze Woche damit verbringt Israel zu dämonisieren statt über Syrien oder den Jemen zu reden; und genau diese Länder haben den Nerv Israel anzuklagen. So stellte sie heraus: „Für die Verfasser dieser Resolutionen spielen die Fakten keine Rolle.“

Nun, wenn das doch das einzige Problem mit diesen Resolutionen wäre. Aber lassen Sie mich etwas hinzufügen: Niemand im Saal spricht über die Messerangriffe, Tunnel und Hamas im Allgemeinen. Sie sollten also entweder eine ausgewachsene Studie vorlegen oder aufhören vorzugeben, dass das keine antiisraelischen Anomalien sind.

Außer Israel erhoben sich nur die USA und gaben einen recht scharfen Kommentar dazu ab, warum die USA gegen diese Resolutionen stimmen werden – was übrigens nicht alles war. Er nannte die Arbeit der Ausschüsse kontraproduktiv und eine totale Verschwendung von Ressourcen. In seinen Worten: „Diese Gremien verschwendeten 6,1 Millionen Dollar.“

Lassen sie uns einfach die unglaublichen Teile aufzeigen:

Syrien ergriff das Wort und belehrte uns alle darüber, was Zionismus wirklich ist. Hören Sie gut zu, denn: „Der Zionismus ist eine Massenvernichtungswaffe, eine Chemiewaffe, die im Nahen Osten Massenvernichtung begangen hat.“ Danke, Dr. Bashar al-Jaafari, predigen Sie hier wirklich Moral?

Doch es geht noch hitziger: So wie der Repräsentant des Iran, der die Spuren des Antisemitismus nicht einmal verbirgt.

Aber mal ganz ehrlich: Sind wir wirklich immer noch überrascht davon? Leider nicht wirklich.

Wenn man andererseits sieht, wie jedes einzelne europäische Land – einschließlich meines eigenen, Ungarn – auf einer Linie mit den arabischen Staaten abstimmt, dann kocht mir schlicht das Blut und gleichzeitig bricht es mir das Herz. Die EU-Mitgliedstaaten sind auf einem jüdisch-christlichen Fundament aufgebaut. Und doch gehen Sie Hand in Hand damit eine Resolution zu verabschieden, die den Tempelberg ausschließlich bei seinem arabischen Namen „Haram al-Scharif“ nennt, während bewusst jeglicher Bezug zu jüdischen und christlichen Verbindung des heiligen Orts ausgelassen wird. Das ist äußerst irrsinnig.

Während ich versuche mein Land damit zu verteidigen, dass es auf einer Linie mit der von der EU vorgetäuschten einen Stimme in der Außenpolitik abstimmen muss, weiß ich, dass dem nicht so ist. So sehr sie es auch möchte, Die EU ist immer noch keine supranationale Institution, wenn es um Außenpolitik geht. Andererseits überwiegen die politischen und wirtschaftlichen Spiele jegliche Moral, den gesunden Menschenverstand und vor allem: die Fakten.

Diese Woche war ich mit eigenen Augen Zeuge des Antisemitismus und antiisraelischen Handelns der UNO. Von daher bin ich jetzt Zeuge und ich kann aussagen und das bringt Verantwortung mit sich.

Also sammelte ich zunächst einmal 50 antiisraelische Flugblätter und schickte sie dorthin, wohin sie gehören: in den Müll.

Die vergangenen 8 Monate beweisen (einmal mehr), dass „pro-palästinensisch“ in Wirklichkeit „anti-Israel“ bedeutet

Elder of Ziyon, 27. November 2017

Die palästinensische Autonomiebehörde gefährdeten das Leben der Gazaner seit März diesen Jahres – und der Welt ist es egal.

Selbst die UNO weiß es und vergräbt die Wahrheit.

Aus der letzten Gaza-Krisenschrift der OCHA (UN):

Eine Reihe von Maßnahmen, die die PA seit März 2017 umsetzte, die einer Eskalation in der internen palästinensischen Kluft folgten, haben zu einer Verschlechterung der humanitären Lage im Gazastreifen geführt. … Diese Maßnahmen haben Gazas Energiekrise verschärft, was eine Zunahme der Stromausfälle von 12 bis 16 auf 18 bis 20 Stunden täglich erweiterte, die Gehälterkrise im öffentlichen Sektor verschlimmerte, den Mangel an unerlässlichen Medikamenten von etwa 33% im März au f45% im Oktober verschärfte und den Transport von Patienten zu medizinischer Behandlung außerhalb des Gazastreifens verzögerte. Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Verfügbarkeit notwendiger Dienstleistungen und der Lebensunterhalt der zwei Millionen Menschen im Gazastreifen gehabt. Die folgenden Indikatoren wurden vom Humanitären Ländeream (HC) zur Beobachtung der Entwicklung der Krise, die humanitäres Handeln einleiten und weitere Verschlechterung verhindern soll, identifiziert. Trotz einer im Oktober 2017 zwischen Fatah und Hamas unterzeichneten Vereinbarung sind die meisten der Maßnahmen, die die aktuelle Verschlechterung auslösten, nicht umgekehrt worden.

Die Schaubilder, die UN-OCHA dazu liefert, zeigen eine scharfe Verschlechterung der Lebensqualität im Gazastreifen, die im März begann, als die PA begann Elektrizität und Medizinisches abzuschneiden:

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Schwarz auf weiß sind die krassen Ergebnisse des Stopps grundlegender Dienstleistungen für den Gazastreifen zu sehen. Und diese Statistiken sind seit 8 Monaten bekannt.

Wo sind die Proteste auf den Straßen von London? Wo sind die Friedensaktiviten? Wo waren die „Menschenrechts“-NGOs? Diese Jahr stürzte der Gazastreifen von einem Ort, an dem es sich schlecht leben lässt, in einen, an dem man unmöglich leben kann; und das ist alles wegen Entscheidungen so, die die palästinensisch-arabischen Führerkollegen selbst getroffen haben.

Die fehlende Medienaufmerksamkeit dafür ist offen gesagt kriminell. Die einzigen Proteste zum Gazastreifen zielen auf Israel. Niemand rügt die Hamas wegen der gewalttätigen Abspaltung von der PA; niemand rügt die PA für die kollektive Bestrafung von zwei Millionen Menschen. Wofür Israel gewohnheitsmäßig gerügt wird, wird komplett ignoriert, wenn Araber viel Schlimmeres tun.

Diese letzten acht Monate sind alle Beweise, die man braucht, dass diese Demonstranten, all diese NGOs und all diese Politiker, die behaupten, sie sorgten sich um die Menschen im Gazastreifen, grundübel sind.

Genauso wenig kümmern sie sich um die tausende in Syrien getöteten Palästinenser und hunderttausende, die zu Flüchtlingen wurden. Genauso wenig, wie sie sich um eindeutige Diskriminierung von Palästinensern im Libanon und Jordanien und Ägypten kümmern. Genauso, wie ihnen die legale Entrechtung von Palästinensern in jedem einzelnen arabischen Staat am Allerwertesten vorbeigeht.

Wenn Israel nicht beteiligt ist, ist die Sorge der Welt um die Palästinenser praktisch gleich Null.

Wenn Israel beschuldigt werden kann, ob zurecht oder nicht, überflügelt die Sorge der Welt für die Palästinenser ihre Sorge um jeder andere Gruppe, deren Leiden weit schlimmer ist.“

Kardinalfehler im Denken des Westens (1) – Sie begreifen es einfach nicht

Der Westen hat immer und überall das Rezept parat, um den Nahost-Konflikt zu lösen. Seit Jahrzehnten wird das Rezept ausprobiert und sein Scheitern nicht akzeptiert – schon gar nicht als Anlass genommen, das Konzept zu überdenken.

Sie begreifen es einfach nicht

Elder of Ziyon, 5. Juni 2009

Aus dem Daily Star (Libanon):

General David Petraeus, Chef des US Central Command, sagte gegenüber der Zeitung al-Hayat in am Montag veröffentlichten Kommentaren, dass die Administration von US-Präsident Barack Obama die Hisbollah als Terror-Organisation betrachte; er fügte hinzu, dass die Partei nicht zur Förderung der Stabilität im Libanon beitrage. „Die Rechtfertigungen der Hisbollah für ihre Existenz werden nichtig, wenn die Palästinenserfrage gelöst wird. Eine Vereinbarung über einen Friedensprozess im Nahen Osten zu erreichen, wird für einige Gruppen die ‚Begründungen für ihre Existenz‘ eliminieren“, erklärte er. Petraeus fügte hinzu, dass die Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts den Weg für Araber und Muslime ebnen wird, den USA in ihrem Krieg gegen den Terror zu helfen.

Der größte Einzelfehler, den gut meinende Westler machen, wenn sie den Nahen Osten analysieren, ist der, dass sie annehmen, jeder denke auf die gleiche Art wie sie.

Für einen Westler scheint es offensichtlich, dass Organisationen, die keinen logischen Grund für ihre Existenz haben, irrelevant werden würden. In der arabischen Welt liegen die Dinge ganz anders.

Westler betrachten ein Problem und versuchen instinktiv eine optimale, logische Lösung zu finden. Sie wollen eine gerade Linie von Punkt A nach Punkt B ziehen. Sie schaffen Projektpläne, halten Konferenzen ab, diskutieren Probleme und versuchen jeden glücklich zu machen – alles mit der darunter liegenden Haltung, dass jedermann so ist wie sie.

Araber denken nicht so wie wir. Die Westler müssen aufhören den quadratischen arabischen Pfahl in das runde westliche Loch stecken zu wollen und endlich eine völlig fremde Denkart begreifen.

(Das soll nicht wertend sein. Ich sage nicht, dass irgendeine dieser Denkweisen überlegen ist, nur dass sie enorm unterschiedlich sind.)

Die Westler müssen die arabische Anhänglichkeit an Symbolismus, Stolz und die Religion begreifen, bevor sie solch fehlgeleitete Analysen vornehmen.

In westlichen Augen hatte die Hisbollah nie einen Existenzgrund, seit Israel sich vor fast einem Jahrzehnt auf die von der UNO gezogene Blaue Linie zurückzog. Doch es gibt sie heute und sie ist mächtiger denn je zuvor. Das sollte Grund genug sein sich noch einmal anzusehen, was die Hisbollah eigentlich ist.

Die direkte Methode ist oft die einfachste. Der nächste Absatz entstammt der Charta der Hisbollah:

Unsere Haupt-Annahme in unserem Kampf gegen Israel legt fest, dass das zionistische Gebilde von Anbeginn aggressiv und auf Land gebaut ist, das seinen Eigentümern entrissen wurde, auf Kosten der Rechte des muslimischen Volks. Daher wird unser Kampf erst enden, wenn dieses Gebilde ausgemerzt ist. Wir erkennen keinen Vertrag mit ihm an, keinen Waffenstillstand und keine Friedensvereinbarung, ob separat oder gemeinsam.

Die Erfahrung hat gezeigt: Wenn eine arabische Terror-Organisation Äußerungen wie diese macht, dann werden diese nie zurückgenommen.

Aus arabischer Perspektive ist die „Rechtfertigung“ der Hisbollah kristallklar und eindeutig: Sie wird weiter existieren, bis Israel vernichtet ist. Für eine große Zahl Araber würde ein Friedensvertrag, per definitionem zwischen Israel und arabischen Verrätern, eine nutzlose Geste sein, deren einziger möglicher Zweck es wäre Israel in Stufen zu vernichten. Für sie ist schon Israels Existenz ein nicht verzeihlicher Affront für ihre Ehre als Araber. Die Hisbollah ist nicht palästinensisch.

Selbst, wenn wir Israel vergessen, hat die Hisbollah zwei weitere Zielsetzungen, die sie nach jedem „Friedensvertrag“ wichtig bleiben lässt: Sie wollen den Libanon in einen fundamentalistisch-islamischen Staat verwandeln und (das ist neuer) sie ermöglicht es dem Iran seinen Einfluss im Nahen Osten zu verstärken. (Auch Syrien findet die Hisbollah zur Förderung seiner Interessen nützlich.)

Wenn man dies aus dieser Perspektive betrachtet – und das meiste davon sagt die Hisbollah in sehr deutlicher Sprache – dann ist die Vorstellung, dass ein Friedensvertrag der palästinensischen Autonomiebehörde mit Israel die Hisbollah schwächen würde, lachhaft, gefährlich und naiv.

Das Spiel mit den Schuldzuweisungen geht weiter

Die „Muslimische Straße“ und westliche Intellektuelle teilen die Leidenschaft Israel zum Sündenbock zu machen

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 23. November 2005)

Es kam als kleine Überraschung, dass viele in der arabischen und muslimischen Welt, als eine Bande islamistischer Terroristen sich Anfang des Monats in drei jordanischen Hotels in die Luft jagten, schnell mit Schuldzuweisungen an Israel bei der Hand waren.

Ein Korrespondent der New York Times, der – ohne Zweifel – in der Suche nach der mythischen „arabischen Straße“ auf die Bürgersteige einer jordanischen Stadt geschickt worden war, musste feststellen, dass es nicht gerade wenige Einheimische gab, die Israel als in etwa am Grunde des furchtbaren Verbrechens steckend ansehen, das von Muslimen im Namen ihrer Interpretation des Islam begangen wurde.

Wie die anscheinend unverwüstliche Ente, dass bei den Anschlägen vom 11. September keine Juden starben, weil ihre Brüder die Täter waren, dauerte es nicht lange, dass die Bewohner der „Straße“ einander versicherten, dass es die Juden waren, die Massaker bei einer Hochzeitsfeier und an anderen unschuldigen Arabern verübten.

UNVERÄNDERBARE REGELN DES HASSES

Die unveränderbaren Regeln des Nahen Ostens können nicht durch Fakten, Logik oder auch nur die kleinste Spur von gesundem Menschenverstand verändert werden. Da die Wiederbelebung der jüdischen Souveränität in einem Teil der ansonsten rein arabischen Region ist für Muslime eine furchtbare Erniedrigung, kann dem jüdischen Staat für alles die Schuld zugeschoben werden.

Die Wahrheit ist aber, dass viele im Westen das Toben der „Straße“ nicht weiter beachten. Das ist der Grund dafür, dass mit dem enormen Anwachsen antijüdischer Hetze und Hass-Bildung (besonders in palästinensischen Schulen) immer eine untergeordnete Frage der amerikanischen außenpolitischen Establishments und vieler der anderen Leuchten gewesen ist, die davon Leben ihre Meinung über die Region von sich zu geben.

Diese Woche bekamen wir aber noch einen Hinweis auf eine weitere Ursache für die fehlende Empörung über die Falschmeldungen zu Israel, die im arabischen politischen Dialog so tief verwurzelt sind. Der Clou kam während der Diskussionen über die Verhandlungen über die Öffnung der Grenzübergänge in den Gazastreifen, die diese Woche abgeschlossen wurden.

Im Verlauf der Gespräche strebte Israel an, die Einreise nach Gaza zu begrenzen und zu kontrollieren, während die Palästinenser, kräftig unterstützt von den USA und der Europäischen Union, anstrebten Israels Beteiligung zu minimieren.

Am Ende gab Israel klein bei und trotz einiger symbolischer Gesten, die mehr als alles andere die innenpolitische Unterstützung von Premierminister Ariel Scharon stärken sollten, bekamen die Palästinenser ihren Willen.

Wirklich interessant an den Kommentaren zu den Gesprächen war aber die Art, in der die amerikanischen Mainstream-Publikationen bereit waren Israels Haltung in das denkbar schlechteste Licht zu stellen.

Nach der Außenpolitik-Kolumnistin Trudy Rubin vom Philadelphia Inquirer liegt der Fehler für das Versagen der Wirtschaft des Gazastreifens allein bei Israel. Sie schrieb am 9. November, dass selbst nach Scharons einseitigem Abzug auch des letzten israelischen Soldaten und Siedlers, Gaza ein „riesiges Gefängnis“ sei.

Außer wenn die „Tomaten und Paprika“ von Gaza von der schweren Hand der israelischen Unterdrückung befreit würden und ihnen der ungehinderte Zugang zum Markt erlaubt werde, sei der Frieden zum Untergang verurteilt, behauptete sie. Aber die Frage, wie die Einreise nach Gaza gemanagt werden würde, sei nicht nur eine der Wirtschaft und Logistik; Israels Interesse am Zugang von und aus Gaza entstammt direkt der Tatsache, dass die Gegend ein bewaffnetes Lager ist, das vor terroristischen Waffen und Sprengstoff nur so strotzt.

Obwohl die palästinensischen Forderungen nach einem israelischen Abzug befriedigt worden sind, versuchten Terroristen immer noch über die Grenze einzudringen, um Verwüstung und Blutvergießen in den Teilen des „besetzten Palästina“ zu verursachen, das selbst die Vereinten Nationen als Territorium des Staates Israel anerkennen. Und die wahllos aus Gaza nach Israel abgeschossenen Raketen haben nur eine Pause eingelegt, weil Israel direkt droht, dass es das Gebiet wieder besetzt.

Aber die Vorboten einer neuen Intifada, die der alten so dicht folgt, dass man kaum sagen kann, wo die eine endete und die andere anfängt, beeindruckt Leute wie Rubin oder selbst amerikanische Beamte nicht, die sonst Israel mit Sympathie gegenüber stehen, so Außenministerin Condoleezza Rice und James Wolfensohn, der Nahost-Beauftragte der Regierung.

Sie scheinen sich in den Gesprächen ausschließlich darauf konzentriert zu haben, dass Israel nachgibt, um so die palästinensische Wirtschaft aufzupusten. Das ist – oberflächlich – ein vernünftiges Argument, da die Entwicklung der Gebiete zu Recht als integraler Bestandteil des Friedensprozesses angesehen wird.

Aber was Rice und Wolfensohn in ihrem Gehabe über die dem Zugang nach Gaza hinein und hinaus eingeführten Kontrollen vergaßen, war, dass das einzige wirkliche Hindernis für wirtschaftlichen Fortschritt nicht aus Israel kommt, sondern von den Palästinensern selbst.

ES WIRD WEGGESEHEN

Wenn es keine palästinensischen Terrorangriffe gegen Israel gäbe – und die Terrorgruppen den israelischen Abzug die Waffenruhe nicht nutzen würden um ihre „militärischen Positionen“ zu stärken – dann würde es keine israelischen Forderungen nach strenger Kontrolle der Grenzen geben.

Aber so, wie das State Department bereit ist über die fortgesetzte Benutzung von Moscheen, Zeitungen und des Fernsehsenders der PA zur Hetze gegen Juden und Israel hinwegzusehen, genauso vernichtend ist die Bereitschaft einiger von der Presse, die Wirklichkeit der palästinensischen Absichten und des palästinensischen Verhaltens zu ignorieren.

Rubin war in ihrer Polemik gegen Israels letztlich erfolglosen Versuch, die Benutzung des Grenzübergangs zwischen Ägypten und Gaza für die Einfuhr von Waffen und Terroristen zu stoppen, sogar bereit die jüngste Geschichte ausgerechnet des palästinensischen Tomatenanbaus zu fälschen.

Während sie sich über das entsetzliche Schicksal dieses welkenden Gemüses auslässt – das gezwungen wurde in der Sonne zu warten, während boshafte Israelis es ablehnten den Fluss palästinensischen Verkehrs ungehindert laufen zu lassen – vergaß sie eine ins Auge springende Tatsache außer Acht.

Obwohl sie vermerkte, dass Wolfensohn $500 Millionen seines eigenen Geldes gespendet hatte, um die Gewächshäuser zu kaufen, die von den inzwischen evakuierten Israelis gebaut wurden, vergaß sie zu erwähnen, dass die meisten dieser Einrichtungen, die mit dem Geld des Gesandten und anderer gut gesinnter amerikanischer Juden erworben wurde, einfach kaputt gingen.

Statt von den Arbeitsplätzen und den Produkten zu profitieren, die die von den Israelis gebauten Farmen ihnen geben könnten, haben palästinensische Mobs das meiste davon zerstört.

Im Gegensatz zu Rubin ist die Moral der Geschichte nicht, dass die Israelis dafür sorgen, das palästinensische Tomaten wegen dümmlichen Befürchtungen verrotten, dass ihre Familien abgeschlachtet werden. Die Moral ist, dass die Palästinenser lieber verhungern als Frieden zu schließen. Dieser Reflex Israel die Schuld zu geben ist derart eingepflanzt, dass selbst die vernünftigsten Forderungen zur Sicherheit automatisch als herzlos nieder gemacht werden.

All das bedeutet, dass Kolumnisten und Offizielle, die Israel für diese Situation verantwortlich machen, kein bisschen besser sind als die Idioten auf der „Straße“, die es für die Bomben in Amman verantwortlich machen.

Die Tatsache, dass sie, anders als der arabische Mob, die israelischen Opfer beklagen werden, die unvermeidlich ihrem diplomatischen Arbeiten zugunsten der Palästinenser folgen werden, macht sie nicht weniger schuldig. Die zum Sündenbock gemachten Opfer werden davon nichts als kaltes Mitleid haben.

Jesus auf dem Weg nach Jerusalem, wird aber von einer Mauer abgeblockt – in abgeändertem Plakat

Ursprünglich gestaltet, um jüdischen Tourismus ins Heilige Land zu stärken, ist das „Besucht Paläsina“-Plakat zum Symbol palästinensischen Nationalismus geworden

Dov Lieber, The Times of Israel, 6. September 2017

Die Umarbeitung des kultigen „Besucht Palästina“-Plakat zeigt Jesus, Josef und Maria, die vor Jerusalem durch Israels Sicherheitsbarriere blockiert werden (Foto: Judah Ari Gross/Times of Israel)

Vor etwas mehr als 2000 Jahren wurden Maria, Josef und das Baby Jesus auf der Reise von Bethlehem nach Jerusalem von einer gigantischen Betonmauer aufgehalten.

Ganz so wird die Geschichte im Neuen Testament nicht erzählt, aber in einer vor kurzem gedruckten Version des kultigen „Besucht Palästina“-Plakats wie diese Szene aber so dargestellt.

Die Plakate, die in Touristenläden auf dem Markt in Jerusalems Altstadt weithin verfügbar sind, stellen eine grobe Kritik an Israels Sicherheitsbarriere dar, von der die Palästinenser sagen, sie sein ein ungerechtfertigtes Hindernis für ihre Bewegungsfreiheit.

Das Plakat macht sich zudem den aktuellen Trend des palästinensischen Nationalismus zunutze, nach dem Jesus von Nazareth als Palästinenser gilt. Das Plakat suggeriert, sogar Jesus hätte es nicht geschafft von Bethlehem ins moderne Jerusalem zu kommen.

2002, auf der Höhe der zweiten Intifada begann Israel die Barriere, die zum Teil eine Mauer, aber größtenteils ein Zaun ist, entlang der Grenze und innerhalb der Westbank zu bauen, um den Schwarm an Selbstmordbombern und anderen Terroristen aufzuhalten, die hunderte israelische Leben forderten. Die Palästinenser behaupten, die Barriere, die rund 7% der Westbank einnimmt, sei Landraub, der darauf abzielt einen Teil ihres zukünftigen Staates zu stehlen.

Das Plakat mit Maria, Josef und Jesus ist eines in einer Serie palästinensischer Neugestaltungen der kultigen „Besucht Palästina“-Plakate, die erstmals 1936 gestaltet wurden, um für jüdischen Tourismus ins Heilige Land vor der Gründung des Staats Israel 1948 zu werben.

Das kultige „Besucht Palästina“-Plakat wurde erstmals 1936 produziert, um jüdischen Tourismus ins Heilige Land zu stärken. Das Bild ist heute zu einem Symbol palästinensischen Nationalismus geworden. (Judah Ari Gross/Times of Israel)

Nach Angaben eines Artikels im Journal of Palestine Studies von 2015 wurde das originale „Besucht Palästina“-Plakat Franz Krausz für die Tourist Development Association of Palestine erstellt. Krausz war ein österreichisch-jüdischer Immigrant ins (vor-israelische) Palästina in den 1930-ern, der vor dem Holocaust aus Deutschland floh.

Das Plakat wurde 1995 vom Israeli David Tartakover wiederbelebt, der hoffte, es werde eine „Geste der Hoffnung“ im Umfeld der Oslo-Friedensgespräche sein, heißt es in dem Artikel.

Die Neuauflage verbreitete sich in den Palästinensergebieten, wo man es in den PA-Büros, Buchläden und Touristengeschäften sehen konnte, fügte der Artikel hinzu.

2009 gestaltete der palästinensische Künstler Amer Shomali das Plakat um, um die Aussicht auf die Altstadt Jerusalems durch Israels Sicherheitsbarriere zu behindern.

Auf seiner Internetseite verkauft Shomali das Plakat; hierzu schreibt er: „Nach dem Versagen des Friedensprozesses war es an der Zeit für eine dritte Auflage, die den Fehlschlag der beiden vorherigen Punkte erklärt.“

Neuauflage des Kultplakats „Besucht Palästina“ mit Israels Sicherheitssperre (Judah Ari Gross/Times of Israel)

Das Plakat „Besucht Palästina“ ist inzwischen ein bekanntes Tuch für palästinensische Künstler geworden, die israelische Politik kritisieren wollen.

In einer Version wird Jerusalem ersetzt durch den Gazastreifen, wie er von Flugzeugen in Schutt und Asche gebombt wird – ein Verweis auf die israelischen Luftangriffe auf den Streifen während des Konflikts mit der Terrorgruppe Hamas, die die palästinensische Enklave unter ihrer Kontrolle und von dort aus tausende Raketen nach Israel gefeuert hat sowie Tunnel unter der Grenze grub.

Ein einer weiteren Version ist Jerusalem kann Jerusalem durch ein großes Loch in der Sicherheitsbarriere zu sehen, das von gezeichneten Kindern gemacht zu sein scheint, die in Grafiken des britischen Künstlers Bansky auftauchen.

2005 war es Bansky, der als erster die Sicherheitsbarriere in seinem Gemälde „Weihnachtskarte“ als Hindernis für Josef und Maria darstellte.