Der israelisch-arabische Konflikt im Kontext – wie Sie ihn noch nie betrachtet haben

David Collier, Beyond the Great Divide, 26. März 2019

Der Israel-Konflikt in Zahlen

Es sind wahrscheinlich mehr Worte über den israelisch-arabischen Konflikt geschrieben worden, als über jeden militärischen Disput nach dem Zweiten Weltkrieg. Ich weiß nicht, wie ich das in einem Diagramm darstellen soll, aber ich wäre nicht überrascht, wenn die über den israelisch-arabischen Konflikt geschriebenen Worte die über die größten zehn oder so globalen Konflikte übertreffen würden, die im selben Zeitraum in der Welt stattfanden, zusammen. Zu viele Worte sind geschrieben worden und die Wahrheit verliert sich in einem Tsunami der Verfälschungen. Ein Toter bei Bethlehem gestern wurde zur Schlagzeile über einen getöteten Sanitäter im Teenageralter, trotz Zweifeln bezüglich seiner Unschuld. Der Guardian brachte keine solche Schlagzeile, als ein Abgeordneter bei einer Friedensmacher-Pilgerfahrt im Sudan erschossen wurde – einem Konflikt, der in nur 5 Jahren 400.000 Leben gekostet hat. Konflikte haben unterschiedliche Werte, worum es in diesem Blog [Beyond the Great Divide – Anmerkung d.Ü.] geht.

Der Konflikt als Flüchtlingskrise:

Der arabisch-israelische Konflikt schuf Flüchtlinge. Während des frühen Bürger- und regionalen Konflikts von 1947-49 flohen viele Araber und manche (besonders die in offen feindseligen Dörfern) wurden vertrieben. Einigen wurde Umquartierung innerhalb Israels angeboten, aber sie entschieden sich trotzdem wegzugehen (was die Anschuldigung der ethnischen Säuberung zunichte macht). Nach dem Ende des Konflikts wurde einigen außerhalb Israels die Rückkehr angeboten, aber sie lehnten ab (weil das bedeutet hätte Israel anzuerkennen). Jüdische Gemeinden in der gesamten Region litten ebenfalls. Die Ereignisse im britischen Palästina wurden durch aufsteigende nationale und islamistische Ideologien als Vorwand genutzt. Aus einem Rinnsal wurde eine Flutwelle, aus der Flut ein Tsunami. Innerhalb von ein paar Jahren waren die jüdisch-arabischen Gemeinden fast völlig ethnisch gesäubert. Die meisten jüdischen Flüchtlinge ließen sich in Israel nieder. Dies sind die Vergleichszahlen der durch den israelisch-arabischen Konflikt geschaffenen Flüchtlinge:

Flüchtlinge im arabisch-israelischen Konflikt

Für die Araber verwendete ich die Zahlen der UNRWA, obwohl diese zweifellos übertrieben sind. Das spielt keine Rolle – selbst wenn die Zahlen der Araber künstlich aufgeblasen sind, schuf der Konflikt eindeutig mehr jüdische Flüchtlinge als arabische. Echte ethnische Säuberung sieht so aus:

Vertreibung von Juden aus arabischen Ländern 1948-2012

Wer ist ein Flüchtling?

1949 schuf die UNO ein besonderes Gremium, das sich um die arabischen Flüchtlingen kümmern sollte – UNRWA. Im Zuge dessen schufen sie eine Sonderdefinition für Flüchtlinge, nur für die Araber, die in diesem Konflikt gefangen waren. Zu ihnen gehörte jeder arabische Immigrant , der vor Juni 1946 in die Gegend gezogen war und beschloss seltsamerweise den Anspruch erblich zu machen. Das bedeutete, dass die Enkel eines arabischen Irakers, der 1945 einwanderte, als palästinensischer Flüchtling betrachtet wird, der einen Anspruch auf Hebron hat, aber dem Enkelkind eines jüdischen Nachkommens der 1929 in Hebron massakrierten Gemeinde wird kein Anspruch auf Hebron gewährt. Gemäß den normalen UNHCR-Regeln würden diese Leute nicht als Flüchtlinge angesehen. Es bedeutet auch, dass ein Palästinenser, der in Ramallalh legt, innerhalb von PA-Gebiet, als Flüchtling betrachtet wird – obwohl die normale Definition ihn bestenfalls als „displaced person“ (Vertriebenen) erachten würde. Diese Graphik zeigt den Unterschied zwischen der Zahl der heute als Flüchtlinge anerkannten Palästinenser im Vergleich dazu, wie viele als Flüchtlinge anerkannt wären, würde der UNHCR den Laden wie schmeißen, wie er das mit Flüchtlingen normalerweise tut.

Sind es Flüchtlinge?

Stimmt – keinen. Der UNHCR hätte gemacht, was er mit Flüchtlingen immer macht – versuchen den Flüchtlingsstatus durch Neuansiedlung zu beenden. Ihnen ein neues Leben zu geben. Die Palästinenser sind ausdrücklich von der internationalen Konvention und dem Protokoll zum Status von Flüchtlingen ausgenommen, was der UNRWA ermöglicht ihren Status zu verewigen.

gelb unterlegt: Die Konvention gilt nicht für die Flüchtlinge, die den Schutz oder der Hilfe einer anderen UNO-Agentur als dem UNHCR genießen, so die Flüchtlinge aus Palästina, die unter die Schirmherrschaft der United Nations Relief and Works Agency for Palestinian Refugees in the Near East (UNRWA) fallen.

Wir bleiben in einem Alternativuniversum zurück, in dem ein wohlhabender Palästinenser, der in einer großen Villa auf Palästinensergebiet lebt, als Flüchtling betrachtet werden kann. Der Unterschied zwischen den beiden Ansätzen beträgt den von 5 Millionen zu Null. Das ist vorsätzliche Perpetuierung des Leidens mit dem Ziel geopolitischer Kriegstreiberei.

Die brutalste Armee der Welt

Es besteht ein Konflikt zwischen Israel und seinen Nachbarn und innerhalb dieses größeren Bildes den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Viele der Opfer des großen Krieges waren eindringende arabische Soldaten. So die irregulären arabischen Streitkräfte, die in das britische Palästina eindrangen, als die Briten noch offiziell die Kontrolle über das Mandat hatten. Oder arabische Armeen, die im Mai 1948 einmarschierten oder in den Kriegen von 1967 oder 1973 kämpften.

Diese Analyse beschäftigt sich ausschließlich mit den arabisch-palästinensischen Opfern (auch wenn diese Leute bis vor kurzem die Identität eines „Palästinensers“ ablehnten). Insgesamt sind vom Bürgerkrieg 1947 bis zu den jüngsten Konflikten mit der Hamas im Gazastreifen ungefähr 25.000 bis 28.000 Palästinenser gestorben. Dies Zahlen sind umstritten und viele legen nahe, dass die ursprünglichen 13.000 den Konflikten von 1947-1949 zugeschriebenen „hochgradig“ übertrieben sind. Im Sinne dieser Studie – spielt das keine Rolle. Allein in den 1930-er Jahren wurden tausende Araber im britischen Palästina dabei, dass Fraktionen miteinander abrechneten – aber wir werden diese herausrechnen. Mindestens 5.000 starben im libanesischen Bürgerkrieg. Arafat behauptete, dass 25.000 im Schwarzen September starben. Der Krieg der Lager forderte mindestens weitere 5.000 Leben. Die erste Intifada erlebte 1.000 von anderen Palästinensern getötete Palästinenser und die zweite weitere 700. Der Bürgerkrieg zwischen Fatah und Hamas forderte weitere 600. Mit anderen Worten: Wir können mindestens 37.300 schätzen (unter Verwendung ihrer Zahlen, wie wir das im ersten Beispiel getan haben). Selbst wenn wir das ägyptische Vorgehen  gegen Palästinenser und den fürchterlichen Blutzoll in Syrien ignorieren, ist die Schlussfolgerung klar:

Es sind mehr palästinensische Araber von Arabern getötet worden, als von israelischen Soldaten. Die meisten im Libanon, Jordanien oder bei internen Kämpfen (und wir haben noch nicht einmal den syrischen Bürgerkrieg, die ägyptische Bekämpfung und die innerarabische Gewalt vor 1948 eingerechnet).

blau: im Konflikt mit Israel getötet – orange: von Arabern bzw. intern getötet

So wie die Israelis in den 1970-er Jahren anscheinend nicht in der Lage waren die Opferzahlen kurzer Ausbrüche intensiver Gewalt in Jordanien und dem Libanon zu erreichen, lässt es die Behauptung von „Brutalität“ unverhohlen unangebracht erscheinen.

Die „Nakba“ – das „Verbrechen des Jahrhunderts“

Wie auch immer man das Zahlenspiel betriebt, wie brutal auch immer man versucht es zu machen – wann immer dieser Konflikt mit anderen verglichen wird, kratzt man sich am Kopf, warum es diese Besessenheit von ihm gibt. Wie konnte dieser Konflikt nicht 1949 enden? Die „Nakba“ wird von antiisraelischen Aktivisten als in seinem Schrecken absolut einzigartig beschrieben. Doch selbst, wenn wir den Kontext und die Wirklichkeiten des Bürgerkriegs wegnehmen, ein falsches Narrativ akzeptieren und uns einzig auf die Zahlen konzentrieren, haben an anderen Orten weit, weit tödlicher Ereignisse stattgefunden. Fakt ist: Wenn man sie mit anderen Situationen vergleicht, bei denen Bevölkerungen verschoben wurden (sogar mit internationaler Unterstützung), dann sind die Ereignisse von 1948, was die Zahl der Toten angeht, weit geringer und fast vernachlässigbar. Fakt ist: Sowohl in der Zahl der Geflüchteten als auch der Zahl der Toten (so sehr wie jeden Todesfall als tragisch betrachten) rangiert die palästinensisch „Nakba“ im Bereich von „unbedeutend“, stellt man sie neben vergleichbare Begebenheiten:

Anteil der Toten während Bevölkerungstransfer/-austausch (Zahlen in Millionen) – blau: Flüchtlinge – orange: Tote (die Zahlen sind entnommen aus: Ben Dror Yemini: Industry of Lies. S. 77)

Wir haben die Opferzahlen bereits diskutiert, aber da wir sie die folgende UNO-Tabelle in Kontext setzen müssen, müssen wir zuerst einen Blick auf die heute stattfindenden weltweiten Konflikte werfen. Über die israelischen Konflikte wird wie über keinen anderen geredet – es werden sogar Worte wie „Völkermord“ benutzt. Wie schlimm ist das? Etwa 140.000 Menschen sind in den letzten 100 Jahren in diesem Konflikt gestorben. Und das sind alle – einschließlich der Briten, Syrer, Libanesen, Ägypterr, Israelis, Jordanier und Palästinenser. Diese Gesamtzahl schließt jedne KOflikt und jeden Anschlag ein, sowohl vor wie nach 1948. Das repräsentiert nur 25% der Gesamtzahl an Todesfällen in fünf Jahren der Kämpfe im Sudan. Und rund 25% der Gesamtzahl, die der syrische Konflikt im denselben fünf Jahren schaffte umzubringen. Und Staaten des Westens schneiden nicht besser ab – das sind nur 20% der Toten, die der Irak-Krieg von 2003 bis 2006 mit sich brachte. Die sowjetische Invasion Afghanistans führte zu zwei Millionen Toten. Dann gibt es noch Ruanda, Tschetschenien, den Jemen, Bangladesch, Somalia und wir könnten die Liste fortsetzen. Es gibt eine Liste der acht blutigsten Konflikte des 21. Jahrhunderts; es überrascht nicht, dass der israelisch-arabische Konflikt dort nicht dabei ist.

Fakt ist: Wenn wir eine Karte der globalen Todesfälle infolge von Konflikten seit dem Jahr 2000 zeichnen, würde sie in etwa so aussehen:

Tote des 21. Jahrhunderts – blau: Israelisch-arabischer Konflikt – orange: Rest der Welt

(Die israelische Zählung der Opfer ist ziemlich akkurat und schließt regionale Konflikte wie den Libanonkrieg 2006 mit ein. Die weltweite Opferzahl ist eine sehr niedrige Schätzung. Tatsächlich habe ich aufgehört zu zählen, weil ich an den Punkt kam, an dem ich das Gefühl hatte, dass der Beweis erbracht ist.)

Ethnische Säuberung und Völkermord

Die Minderheitsbevölkerungen in Israel florieren. Trotz der durch den Konflikt unter ihren eigenen Obrigkeiten verursachten Einschränkungen nehmen die Araber in der Westbank (die im Gazastreifen unter der Kontrolle durch die Hamas) an Zahl zu. Was die Anschuldigungen über ethnische Säuberung und Völkermord moralisch abstoßend macht. Um so mehr, als das jüdische Volk genau weiß, wie ethnische Säuberung und Völkermord aussehen:

links: Völkermord (jüdische Bevölkerung in Europa)
Mitte: ethnische Säuberung (jüdische Bevölkerung in arabischen Staaten)
rechts: weder das eine noch das andere (palästinensische Bevölkerung in Westbank und Gazastreifen)

Apartheid

Wussten Sie, das Frauen im Libanon ihre Staatsbürgerschaft nicht an ihre Kinder weitergeben können? Im Verlauf des letzten Jahres hat jeder Israel wegen eines ekelhaften „Nationalstaats-Gesetzes“ angegriffen, das in Wirklichkeit nichts tut, um irgendeinem Bürger irgendetwas vorzuenthalten, während direkt nördlich der Grenze ein echtes Apartheidregime erfolgt. Die Leute sollten Mudar Zahran zuhören, einem jordanischen Wissenschaftler palästinensischer Herkunft, der darüber schreibt, wie Israel für Alles und Jedes verantwortlich gemacht wird, während diese Menschenrechtsbewegungen willentlich die Menschenrechte der Palästinenser in ihren Ländern ignorieren. Im Libanon wird Menschen palästinensischer Herkunft die Staatsbürgerschaft verweigert. Sie dürfen keinen Grundbesitz haben und haben keine Reisefreiheit. Während Amnesty International sich eifrig damit beschäftigt Israel unter einem Mikroskop zu betrachten, gab es seinen letzten größeren Bericht über diesen Missstand vor zwölf Jahren:

In diesem Bericht ermutigt Amnesty International die Obrigkeit des Libanon weiterzugehen. Nach rund 60 Jahren ist es höchste Zeit, dass die libanesischen Behörden konkrete Schritte unternehmen, um die Ausgrenzung der palästinensischen Flüchtlingsgemeinschaft anzugehen und die Einschränkungen wegzukehren, die verhindern, dass palästinensische Flüchtlinge ihre wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Recht ausüben können. Dazu drängt Amnesty International die libanesische Regierung Sofortmaßnahmen zur Eliminierung aller Formen der Diskriminierung palästinensischer Flüchtlinge zu unternehmen, darunter:

* Rücknahme oder Abänderung aller diskriminierenden Gesetze;
* Beendigung aller unangemessenen Einschränkungen der Rechte palästinensischer Flüchtlinge ihre Häuser zu reparieren oder zu verbessern;
* sicherzustellen, dass alle palästinensischen Flüchtlinge Sicherheit für ihren Besitz haben, um sie vor der Bedrohung von Zwangsräumung oder Bedrohungen haben;
* Beendigung aller Einschränkungen für Palästinenser auf dem Arbeitsmarkt und Sicherstellung der Respektierung all ihrer Rechte am Arbeitsplatz;
* Palästinensern Zugang zu Sozialversicherung zu gewähren;
* Sicherstellung, dass alle Kinder gleichen Zugang zu Bildung haben.

Die Liste der von Adalah zusammengestellten diskriminierenden israelischen Gesetze wurde analysiert und für nichts anderes als Entstellung befunden. Mit demselben lächerlichen Maß gemessen ist Großbritannien wegen der Weihnachtsfeiertage und den Sonntags-Geschäftsgesetzen ein „Apartheidstaat“. Wir haben hier wie Diagramme. Das links vergleicht die Zahl der diskriminierenden Gesetze in Israel  mit der Zahl der diskriminierenden Gesetze im Libanon. Die Darstellung rechts vergleicht die Zahl der britischen Universitäten, die Veranstaltungen zur nicht existenten „israelischer Apartheid“ abhalten mit der Zahl der britischen Universitäten, die Veranstaltungen zur tatsächlichen Apartheid im Libanon abhalten:

Links: Datenbank der tatsächlich diskriminierenden Gesetze; rechts: Universitäten, die sich auf „Apartheid“ konzentrieren.

Die genaue Zahl der diskriminierenden Gesetze im Libanon ist unbekannt, weil niemand sich darum gekümmert hat sie genau aufzuführen. Da diese Flüchtlinge per Gesetz tatsächlich diskriminiert werden – Zugang zur Staatbürgerschaft, Reisefreiheit, medizinische Versorgung, Erwerb von Grundbesitz, Arbeitsstellen und verschiedene andere Freiheiten – ist die tatsächliche Zahl der Gesetze, die sie diskriminieren, vermutlich weit höher als in dem Diagramm dargestellt.

Verfolgung ethnischer, religiöser und sexueller Minderheiten

China betreibt derzeit ein massives „Umsiedlungs- und Umerziehungs“-Programm, bei dem uighurische Muslime in Konzentrationslager gesperrt und gefoltert werden. Weltweit sind viele staatenlose religiöse, ethnische und ethnoreligiöse Minderheitsgruppen gefährdet und bedroht – sehen Sie sich nur an, was mit den Jesiden oder Rohingya passierte. Im Nordirak erlebte die „Al-Anfal-Kampagne“ chemische Angriffe auf die Kurden. Vor einhundert Jahren betrug die christliche Bevölkerung des Nahen Ostens etwa 20%, heute sind es noch 5% – und sie werden weniger.

Brunei hat gerade erklärt, dass es beginnen will die Todesstrafe für Ehebruch und Schwulensex einzuführen. In einem Großteil des Nahen Ostens ist Homosexualität ein Verbrechen. Schwule Palästinenser suchen oft Zuflucht in Israel, aus Angst um ihr Leben (besonders durch die Drohung mit „Ehrenmorden“). Es gibt 29 Staaten im Nahen Osten und Nordafrika. Nur in einem davon sind alle ethnischen, religiösen und sexuellen Minderheiten geschützt.

Staaten im Nahen Osten, die ethnische, religiöse und sexuelle Minderheitsgruppen schützen
blau: geschützt (das ist Israel)
orange: diskriminiert / verfolgt (das sind alle anderen)

Besessenheit der UNO

Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinenser4 ist eindeutig eine regionale Streitigkeit von niedriger Intensität. Israel ist sichtbar eine funktionierende, lebendige Demokratie in einem Meer despotischer Staaten. In Israels direkter Nachbarschaft, nur ein paar Meter entfernt, sind Millionen Menschen in brutalen Konflikte getötet worden. Völkermord, ethnische Säuberungen, Apartheid – das alles gibt es dort im Überfluss. Diskussionen in der UNO spiegeln das – oder? Falsch. Fakt ist, dass die Besessenheit der UNO von Israel, sowohl in der Vollversammlung alsl auch im Sicherheitsrat, jedermann glauben machen müsste, dass Israel das gewalttätige Regime in einem Meer er Ruhe und Demokratie ist. Das scheint durch das System durch und andere UNO-Gremien sind wenig anderes als Kampfhunde, die aufgebaut wurden, um Israel zu delegitimieren. Das deutlichste ist der UNO-Menschenrechtsrat (UNHRC), der gerade erst wieder weitere Berichte voller Diskriminierung und Voreingenommenheit gegen den jüdischen Staat veröffentlicht hat. Sind sie geeignet Kritik zu üben? Sind sie unvoreingenommen? Der UNHRC verurteilt das demokratisch Israel öfter als den Rest der ganzen Welt zusammen:

Verurteilungen durch den UNHRC 2006 – 2015
– blau: Israel; orange: der Rest der Welt

Fazit

Wer sich an einer Diskussion über Israel beteiligt, sollte deutlich sagen, wo er steht. Hebe das Offensichtliche hervor. Die Einseitigkeit liegt nicht in der Diskussion über einen einzelnen Vorfall. Fakt ist: Streitest du über einen Checkpoint oder ein Opfer oder die Verortung der Hauptstadt, dann hat due bereits weit mehr Boden aufgegeben als du solltest. Der Antisemitismus kein Stück Kritik an Israel. Das Mikroskop, das auf Israel gerichtet wird, und das zweierlei Maß und die Heuchelei, die zur Beurteilung des jüdischen Staates genutzt werden, sorgen dafür, dass die meisten Argument und Kritikpunkte die Grenze von „fair“ zu „diskriminierend“ überschreiten. Es spielt keine Rolle, ob die Besessenheit zum Teil von Geopolitik getrieben ist oder durch antijüdischen Rassismus. Beim institutionellen Rassismus im MET ging es nicht um Rassismus gegen individuelle Polizisten, sondern um das System, das zu einem rassistischen Ergebnis führte.

Welche Latte auch immer man an diesen Konflikt anlegt, um in zu vergleichen, sie ist selten wahrgenommen. Die Besessenheit von Israel ist eindeutig „Teil des Konflikts“, statt irgendetwas, das damit zu tun hat eine gerechte Lösung für ihn zu finden.

(Ein wichtiger Hinweis muss Ben-Dror Yemini gegeben werden. Ben-Dror hat einen Großteil seines Lebens für die Wahrheit und den Frieden gekämpft. Viele der Ideen und Quellen dieses Textes kommen aus seinem aktuellen Buch und „Industry of Lies“ ist es durchaus wert es sich ins Regal zu stellen, um die Komplexitäten dieses Konflikts zu verstehen.)

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Die Friedensfanatiker werden weiter von den Palästinensern widerlegt

Wie Mahmud Abbas höchstselbst Führern in Bagdad sagte, „ermutigt die Administration Trump Israel dazu ein Staat zu sein, der über dem Gesetz steht“; sie sei auch „einseitig und nicht geeignet Friedensgespräche zu unterstützen“.

Ruthie Blum, JNS.org, 5. März 2019

Die Palästinenser haben sich während der letzten Woche mächtig damit beschäftigt in Wort und Tat zu demonstrieren, dass US-Präsident Donald Trumps „Deal des Jahrhunderts“ schon bei der Ankunft tot ist.

Am Sonntag ritt Omar Hilmi Al-Ghoul, der dem ehemaligen PA-Premierminister Salam Fayyad als Berater für nationale Angelegenheiten diente, in einem Op-ed in der offiziellen, von der PA kontrollierten Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida“ eine Attacke auf das Weiße Haus. Als er dabei war, beleidigte er alle Menschen mit Behinderung.

Wie Palestinian Media Watch berichtet, schrieb Al-Ghoul: „Jeder, der sich [Trumps Gesandten Greenblatt] ansieht, entdeckt, dass er äußere und innere Merkmale hat, die denen mit einem Down-Syndrom ähneln: Er ist klein, seinen Augen sehen wie die von Mongoloiden au s, er plappert zügellos und ist politisch zurückgeblieben.“

Al-Ghoul fuhr fort: „Der kranke Greenblatt ist nicht der einzige, der das Down-Syndrom hat., denn es trifft alle Komponenten der amerikanischen Regierung. Jeder, der die allgemeinen Gene der Komponenten der Regierung Trump untersucht, sieht, dass es eine politisch verkrüppelte Kreatur ist. … Der mongoloide Greenblatt kann, zusammen mit Präsident Trump, seinem Schwiegersohn Jared Kushner und dem zionistischen [US-] Botschafter [in Israel David] Friedman von dem ominösen Deal schwafeln so viel er will. Sie sollten aber sicher sein, dass ohne die Unterschrift des PLO-Vorsitzenden Mahmud Abbas kein Deal zustande kommen wird und ihre dümmlichen Schritte und Politik werden weiter zwecklos sein.“

Vier Tage zuvor, deckte PMW ebenfalls auf, postete Abbas‘ Fatah eine antisemitische Tirade auf ihrer offiziellen Facebook-Seite. Zusammen mit drei Fotos aus dem Zweiten Weltkrieg verzerrte die Fatah eine Geschichte aus den Memoiren eines russischen Häftlinkgs und behauptete, dieser habe gesagt, dass Juden eifrig auf einen Nazibefehl reagierten, sie sollten Russen lebendig begraben. Nach Angaben des Fatah-Kontos hielt der deutsche Kommandeur die Juden, nachdem sie begannen die Russen in einer Grube mit Dreck zu bewerfen, davon ab die Aufgabe zu vollenden und schrie den Opfern zu: „Ich wollte euch nur wissen lassen, wer die Juden sind und warum wir sie töten!“

Und wie auf Bestellung rammten am Montag drei palästinensische Terroristen ihr Auto in einen israelischen Grenzpolizisten und einen IDF-Offizier, die aus ihrem liegen gebliebenen Jeep stiegen. Beide wurden bei dem Anschlag verletzt, einer von ihnen schwer.

Andere Soldaten vor Ort eröffneten das Feuer auf das Fahrzeug der Terroristen, töteten damit zwei von ihnen und verletzten den dritten. Später kam  heraus, dass diese Terroristen vorher Molotowcocktails auf eine nahe gelegene Autobahn geworfen hatten.

Montagmorgen lobte die Hamas die „zwei Märtyrer“; sie sagte: „Ihr Tod beweist, dass das palästinensische Volk weiter seinen Kampf gegen den Besatzer führt, bis unser Land befreit ist.“

Die Familien aller drei Täter werden heute mit einem happigen Gehalt der PA belohnt, die diese Woche verkündete, die Terroristen werden, egal, wie viel Geld Israel von den Steuereinnahmen abzieht – gemäß eines neuen Gesetzes, das darauf abzielt Abbas‘ Politik der Bezahlung pro Mord einzudämmen – ihre Gehälter ausgezahlt bekommen. Hass auf  Israel ist eines der wenigen Dinge, bei denen die Hamas im Gazastreifen und die Fatah in Ramallah völlig übereinstimmen.

Wo wir schon davon reden: Am Montagabend gingen zwei Sprengstoff tragende Ballons, die aus dem Gazastreifen nach Israel „geflogen“ wurden, zwischen zwei Häusern im Kreis Eschkol hoch. Der Vorfall ereignete sich ein paar Stunden, nachdem Israel Terrorziele im Gazastreifen als Reaktion auf die Sprengstoffballons von letzter Woche und palästinensische Krawalle beschoss; zu den Krawallen gehörte das Verbrennen von Reifen und die Zündung zahlreicher Sprengsätze entlang des Sicherheitszauns.

Derweil gab die Vereinigung Palästinensischer Wissenschaftler (P.S.A.) im Gazastreifen die neueste einer Reihe von Fatwas (islamisch-religiöse Meinungen) aus; mit dieser warnte sie vor Friedensvereinbarungen mit dem „zionistischen Gebilde“. Nach Angaben eines Berichts von Khaled Abu Toameh im Gatestone Institute entschied die P.S.A., dass „Normalisierung und Aussöhnung bedeutet den Juden Macht über das Land der Muslime zu geben, sich den Ungläubigen zu ergeben und die islamische Religion und Land zu verlieren“.

Zusätzlich legte die Fatwa der P.S.A. fest, dass jeder Frieden mit Israel „das Recht des palästinensischen  Volks auf sein Land bestreitet und das Recht der Juden darauf fälschlich anerkennt. Aussöhnung und Normalisierung mit dem zionistischen Feind wird als null und nichtig betrachtet, als ausdrückliche Verletzung der Bestimmungen der Scharia“.

Abbs beabsichtigt eindeutig diese Fatwa zu befolgen, wie er während einer Reise nach Ägypten im Januar deutlich machte:

„Ich werde mein Leben nicht als Verräter beenden“, sagte er gegenüber Reportern in Kairo. „Ich kann ‚Nein‘ sagen und ich habe ein Volk, das ‚Nein‘ sagt, an meiner Seite. … Die Türen sind für die USA geschlossen. Solange sie ihre Entscheidung gegen das palästinensische Volk nicht zurücknehmen, darf sich kein Palästinenser mit der amerikanischen Führung treffen, egal, welche Rolle er hat.“

Erst am Montag sagte Abbas bei einem Besuch im Irak den Führern in Bagdad, dass die Administration Trump „Israel dazu ermutigt ein Staat über dem Gesetz zu sein“ sowie „einseitig und nicht adäquat als Sponsor für Friedensgespräche“.

So viel zum „Deal des Jahrhunderts“, dessen Einzelheiten erst noch verraten werden müssen. So viel zu den Fantasten in Israel und im Ausland, die weiterhin irgendwelche Hoffnungen hegen.

Der hirnverbrannte Irrsinn der Dämonsierung Israels

Melanie Phillips, 23. November 2018

Brendan O’Neill stellt die offensichtliche Frage: Beim Anprangern des Boykotts israelischer Liegenschaften in den umstrittenen Gebieten durch Airbnb wundert er sich über das außergewöhnliche zweierlei Maß, mit den Airbnb nicht gleichermaßen Liegenschaften in Tibet oder Nordzypern oder auf der Krim boykottiert, die von China, der Türkei und Russland besetzt sind.

Dieselbe Frage kann man den britischen Quäkern stellen, die gesagt haben, sie würden nicht länger in Firmen investieren, die von „der Besatzung Palästinas“ profitieren, ein Zug, den sie beleidigenderweise und irreführenderwiese mit ihren Protesten gegen Apartheid und Sklavenhandel in der Vergangenheit gleichsetzen. Quäker-Schriftführer Paul Parker sagte: „… unsere Überzeugungen zwingen uns Ungerechtigkeiten zu nennen, wo immer wie sie in der Welt sehen.“ Allerdings geben die Quäker auch zu, dass sie keine Politik „bezüglich anderer Besatzungen“ haben.

O’Neill schreibt: „Israel wird immer ausgesondert. Es wird von rechtschaffenen Westlern als boshafter, giftiger, bösartiger und zerstörerischer als jeder andere Staat der Erde behandelt. Das ist der Grund, dass sie es boykottieren, wegen ihm toben und auf eine Weise gegen es auf die Straße gehen, wie sie es nie wegen der Türkei, Saudi-Arabien oder irgendjemand anderes tun. Sie hassen Israel mehr als jeden anderen Ort. Die Frage lautet: Warum?“

In der Tat: Warum? Ganz gewiss ist Antisemitismus Teil der Mischung. Ebenso gehört linke Ideologie dazu, die Israel lächerlich als kolonialistischen Unterdrücker betrachtet.

Es bleibt jedoch die Frage, warum die Sache der Palästinenser statt irgendeiner anderen zu DER entscheidenden Frage der westlichen Linken wurde. Ein entscheidender Faktor ist mit Sicherheit die strategische Allianz mit PLO-Führer Yassir Arafat in den 1970-er Jahren und dass die ehemalige Sowjetunion aus ihr genau eine solch entscheidende Sache machte.

Es wurden Millionen Dollar dafür investiert die Universitäten und andere westliche Institutionen mit Lügen über die Geschichte der Palästinenser und den Nahen Osten zu bombardieren. Arafat und die Sowjets hatten ein gemeinsames Interesse daran eine völlig erfundene palästinensische Identität zu schaffen, die nicht nur die Vernichtung Israels herbeiführen sollte, indem ihm die Rolle des Parias der Welt gegeben wurde, sondern auch um den Westen zu untergraben und zu destabilisieren, indem man seine Fähigkeit die wahren Bedrohungen des Lebens und der Freiheit zu begreifen zerstörte und dass man seine Freunde für Feinde hält und umgekehrt.

Die Dämonisierung Israels weit damit die unverkennbare Handschrift sowjetischen Totalitarismus auf: Ein Übergang durch den Spiegel in eine Albtraum-Welt, in der schwarz weiß ist und Lügen Wahrheiten und alles die Verneinung der Wirklichkeit; und wer die Tatsachen beim Namen nennt, wird als Volksfeind abgestempelt.

Was der Grund, warum die extreme Feindseligkeit gegenüber Israel, wie sie von den Quäkern, Airbnb und einer Unzahl anderer in den sogenannten „progressiven“ Kreisen zur Schau gestellt wird, nicht nur zweierlei Maß und bösartige Voreingenommenheit ist, sondern auch vollkommen, surreal, hirnverbrannt irre.

Netflix schneidet Hebräisch

Aussie Dave, Israellycool, 27. Mai 2018

Time: The Kalief Browder Story ist eine Netflix-Serie, die den tragischen Fall von Kalief Browder nachzeichnet, einen Teen aus der Bronx, der drei furchtbare Jahre im Gefängnis verbrachte ohne jemals wegen eines Verbrechens verurteilt worden zu sein. Dr Rapper Jay-Z, der Browder nach dessen Entlassung traf, war Co-Produzent dieser Dokumentationsreihe.

Diese Foto von Jay-Z und Browder stammt aus der Vorankündigung der Serie auf Netflix:

Es ist von diesem Bild gemacht worden:

Sehen Sie  den Unterschied?

Wenn Sie sagen: „Das eine ist schwarz-weiß, das andere bunt“, dann löschen Sie bitte ihr Account. Egal, welches Account, Sie verdienen es nicht.

Die Antwort lautet natürlich: In der Netflix-Version des Bildes ist die hebräische Schrift von Jay-Zs T-Shirt entfernt worden.

Mich interessiert brennend, warum Netflix das tut – besonders angesichts der israelischen Sendung Fauda, die bei ihnen ein solcher Hit ist.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19. Mai 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 06.05.2018:

Der gestern zerstörte Terrortunnel war der neunte, den die IDF in den letzten Monaten zerstörte. 4 davon wurden innerhalb des Gazastreifens zerstört, 5 auf israelische Seite:

Die Hamas-Führer hatten gerade erst geschworen auf den Grenzzaun zu marschieren und sich dort gegebenenfalls von Soldaten erschießen zu lassen – und jetzt ist Ismail Haniyeh erstmal schnell Richtung Kairo entfleucht.

Heute war eine Rekordzahl jüdischer Besucher auf dem Tempelberg, insgesamt 2.048 (1.626 am Vormittag, 458 nachmittags).

Zum anstehenden „Nakba“-Tag und den dazu angekündigten massiven Störungen am Gaza-Zaun hat die IDF ihre Vorbereitungen abgeschlossen; dazu wurden die Einsatzkräfte stark aufgestockt. Auch die Feuerbekämpfungskapazitäten wurden massiv verstärkt.
Der Luftraum um den Gazastreifen wurde gesperrt. Kommerzielle Flüge dürfen nicht näher als 6km an den Gazastreifen kommen, Landwirtschaftsflugzeuge nicht näher als 1,5 km.
Die Soldaten sind angewiesen bei Bedrohung ihrer selbst oder anderer zu schießen um zu töten.

Die IDF warnt die Gaza-Araber davor dem Grenzzaun zu nahe zu kommen. Sie sollen sich nicht von der Hamas verheizen lassen.

Die Hamas hat Beobachtungsposten nahe des Grenzzauns im Bereich der Krawallorte abgebaut. Die IDF geht davon aus, dass damit Hindernisse für Randale aus dem Weg geräumt werden sollten.

Die Regierung stellt 445 Millionen Schekel für die Bildungsförderung in „Ost“-Jerusalem zur Verfügung.

Die Hamas behauptet Israel würde um ein Ende der Proteste am Zaun betteln und im Gegenzug Erleichterungen in der Blockade anbieten. Das Angebot sei abgelehnt worden, weil es zu unspezifisch gewesen sei.

Das Verteidigungsministerium wird mehr als 6,5 Millionen Schekel in die Renovierung und Aufwertung der Luftschutzbunker in Kiryat Schmona investieren.

Die Terroristen im Gazastreifen drohten den Juden in Israel, der 13. Mai sei ihre letzte Chance „in eure Herkunftsländer zurückzukehren“. Die IDF könne sie nicht beschützen.

Montag, 14.05.2018:

Eine Umfrage ergab, dass nur etwa die Hälfte der Araber den Umzug der US-Botschaft gefährlich sei.

Der Palästinensische Islamische Jihad hat ein Video veröffentlicht, in dem dargestellt wurde, wie die Terroristen Häuser in jüdischen Orten wie Beitar Illit, Ariel und anderen mit Panzerfäusten gesprengt werden.

Die UNRWA hatte heute ihre Schulen und Büros geschlossen, damit die Schüler und das Personal beim Angriff auf Israel mitmachen können. (Auch Geschäfte und private Institutionen haben geschlossen.)

Die Hamas drohte den Juden im Umfeld des Gazastreifens in einem Video: Sie sollten ihre Häuser verlassen, bevor es zu spät ist, sonst würden sie ermordet.

MK Ahmed Tibi tönte, dass „Palästina siegen wird“ (unter Bezugnahme auf die Terroraktivitäten am Gaza-Zaun).

Die Hamas bietet nach Angaben der IDF Familien $100 für die Teilnahme an den Krawallen am Zaun.

Hassan Nasrallah meldete sich zu Wort: Er drohte mit Angriffen „im Herzen Israels“, wenn Israel nochmals in Syrien angreift.

Mahmud Abbas bezeichnete die US-Botschaft als „Siedlung“.

Das Israelisch-arabische Beobachtungskomitee zu Gaza wollte sich am Abend treffen, um für morgen und Freitag einen „Tag des Zorns“ auszurufen.

Die Hamas fordert eine „Intifada in Gaza und der Westbank“.

Die PA-Führung will ein Verfahren beim Internationalen Kriminalgerichtshof wegen israelischer „Kriegsverbrechen“ am Gazastreifen.

Dienstag, 15.05.2018:

Nur als kleine Erinnerung: So sieht „friedlicher Protest“ nicht aus; aber das ist einer der harmloseren Teile dessen, was am Gaza-Zaun vor sich geht:

Die PA hat einen Zeichentrickfilm veröffentlicht: USA und Israel werden im Ozean absaufen, weil „Jerusalem die Hauptstadt Palästinas ist“.

Der Palästinensische Islamische Jihad hat die ersten 3 Bilder ihrer getöteten „unschuldigen Zivilisten“ veröffentlicht.

Die Hamas gleich 10:

Ma’an berichet, dass das Koordinationskomitee des „Marschs der Rückkehr“ beschlossen hat die Aktionen weiterzuführen, vornehmlich freitags. Sie sollen auf jeden Fall bis in den Juni gehen.

Die Terroristen behaupten ein 8 Monate altes Kleinkind sei als Folge des israelischen Einsatzes von Tränengas gestorben. Dem widersprach neben der IDF auch ein Arzt aus dem Gazastreifen. Er berichtete der Associated Press, dass das Kind aufgrund einer bestehenden Erkrankung starb. Mit diesem Kind stieg die Zahl der Toten von gestern auf 59.

Die IDF und der Shin Beth haben bis heute 24 den Toten von gestern als aktive Terroristen identiziert.

Mittwoch, 16.05.2018:

Es sieht so aus, als hätten die Ägypter der Hamas derart die Pistole auf die Brust setzen können, dass die Weiterführung der „Marsch der Rückkehr“-Krawalle erst einmal gestoppt ist. Später bestätigte Hamas-Gazachef Yahya Sinwar, dass die Gruppe einer „Bitte“ Ägyptens nachgekommen sei, „um einen kompletten militärischen Flächenbrand zu vermeiden.“

Eine offizielle Äußerung eines Hamas-Führers im Fernsehen gab die Opferzahl von Montag mit 50 an (nicht 59, wie es bisher hieß; andere Berichte geben an, dass diese 50 nur die getöteten Hamas-Mitglieder sind).

Die Terroristen haben jegliche Medikamente und medizinische Hilfe der IDF und des Roten Davidstern abgelehnt; sie wollen nichts von den „Massaker-Begehern“ bekmmen

Arabische Studenten der Bezalel-Akademie für Kunst und Design in Jerusalem haben Dutzende  Poster im Gedenken an im Gazastreifen getötete Hamas-Terroristen aufgehängt. Die Organisation Im Tirtzu will morgen mit einer eigenen Aktion dagegen halten.

Das Verteidigungsministerium stellte heute eine Drohne vor, die Beutel mit einer übel riechenden Substanz über Gruppen von Randalierern abwerfen kann. Das Zeug hat den Spitznamen „Schokolade“.

Die IDF hat die Personalstärke der Truppen am Gazastreifen reduziert, weil im Moment keine weiteren großen Störungen mehr erwartet werden.

Palestinian Media Watch hat dokumentiert, was die Terrorgruppen den Menschen „empfahlen“ (auf Facebook!), die zu den Krawallen am Grenzzaun kommen sollten: Bringt ein Messer, ein Schlachterbeil, eine Handfeuerwaffe mit, entführt israelische Zivilisten, mordet Soldaten und Siedler.

Donnerstag, 17.05.2018:

Hamas-Terrorchef Yahya Sinwar ließ wissen, dass die Hamas nicht daran interessiert ist, dass die Lage sich ein eine militärische Konfrontation verschlimmert. (Klar, die aktuelle Situation ist im Moment die bessere Propaganda:) „Die Hamas zieht den gewaltlosen Widerstand gegen den Raketenbeschuss und den Zaun vor.“

Terrorgruppen planen für Freitag Ausschreitungen in Judäa und Samaria sowie dem Gazastreifen, direkt nach den Freitagsgebeten. Sie riefen den Freitag zum „Tag der Loyalität mit den Märtyrern“ aus.

Wie heute bekannt gegeben wurde, versuchte am Sonntag ein Araber aus Nablus/Schechem mit einem Messer durch den Übergang Qalandiya zu kommen, um in Jerusalem Juden abzustechen; er wurde festgenommen.

Freitag, 18.05.2018:

Traurig, dass eine solche Meldung berichtet werden muss: Die ersten Freitagsgebete des Ramadan verliefen in Israel und den Gebieten friedlich.

Bilanz: In den anderthalb Monaten der „Marsch der Rückkehr“-Krawalle haben Araber an der Grenze zwischen Gazastreifen und Israel mehr als 100 Sprengsätze gelegt. In dieser Zeit wurden mit Hilfe von Drohen auch ca. 150 Terrordrachen vom Himmel geholt.

Ismail Haniyeh kündigte an, er werde an die Grenz gehen, um an neuen Protesten teilzunehmen. (Bisher wurde er nicht gesehen…) Außerdem bestritt er, dass es eine Abmachung mit Ägypten gebe die Krawalle am Gazazaun einzustellen.

Nakba-Erziehung im PA-Fernsehen: Kindern wird gelehrt, dass sie Flüchtlinge bleiben sollen. „Es gibt keine Alternative zur Rückkehr nach Jerusalem.“

Samstag, 19.05.2018:

Zwei oder drei bei den Krawallen am Montag verletzte Gaza-Araber erlagen ihren Wunden.

Die schwedische Außenministerin ist keine Antisemitin, sie ist eine Dämagogin

Die EU sponsert illegale Gebäude, von denen sie weiß, dass Israel sie abreißen wird; und dann erklärt Schwedens Außenministerin, dass „weitere Abrisse den Friedensprozess behindern“. Kann es größere Chutzpe geben?

Stephen M. Flatow, Israel National News, 23. März 2018

„Ich werde beschuldigt Antisemitin zu sein, weil ich für eine Zweistaatenlösung werbe. Ich denke, das schadet der Diskussion“, verkündete die Außenministerin Schwedens diese Woche hochmütig.

Außenministerin Margot Wallström hat recht – jemanden als antisemitisch zu bezeichnen, nur weil er für palästinensische Eigenstaatlichkeit wirbt, ist kontraproduktiv. Da gibt es nur einen Haken. Kein vernünftiger Mensch bezeichnet sie so. Niemand, der Teil der ernsthaften öffentlichen Gespräche ist, ob in Europa oder den Vereinigten Staaten, erhebt einen solchen Vorwurf. Das ist ein Produkt ihrer Fantasie.

Ich sage nicht, dass die schwedische Außenministerin Wahnvorstellungen hat. Ich sage nicht, dass sie sich Dinge einbildet. Eigentlich ist es schlimmer: Sie ist eine Dämagogin. Sie weiß genau, dass kein ernst zu nehmender Mensch sie als Antisemitin bezeichnet. Dass sie diesen Vorwurf erhebt, ist ein alter Propagandatrick. Du behauptest, dass deine Kritiker etwas Irres sagten, was sie nicht gesagt haben und dann argumentierst du gegen die Worte, die du ihnen in den Mund gelegt hast. Sehen Sie, wie das funktioniert? Du wirkst vernünftig und sie wirken irre.

Das Ganze begann, als Außenministerin Wallström von der schwedisch-jüdischen Zeitung Judisk Krönika (Jüdische Chronik) am 19. März interviewt wurde. Schweden war der erste EU-Staat, der die von der palästinensischen Autonomie besetzten Gebiete als den „Staat Palästina“ anerkannte und hat den Palästinensern seit 1993 mehr als $700 an Hilfe gezahlt.

Angesichts der stramm propalästinensischen Bilanz Schwedens vermute ich, dass es nicht überraschte, als Wallström dem Interviewer von ihrer fortgesetzten Unterstützung für palästinensische Eigenstaatlichkeit erzählte. Sie verteidigte sogar die PA-Politik der Versorgung inhaftierter Terroristen und der Familien toter Terroristen mit Gehältern. (Übersetzung durch die schwedische Journalistin Annika Hernroth-Rothstein.)

Außenministerin Wallström konnte sich nicht einmal dazu aufraffen zuzugeben, dass die PA, die vor Jahren die Verhandlungen verließ, dafür verantwortlich ist, dass es keine Verhandlungen gibt.

Vom Interviewer gefragt, wer für die Tatsache verantwortlich zu machen ist, dass es keinen Frieden gibt, lachte Wallström erst einmal (!) und sagte: „Glauben Sie wirklich, ich würde irgendjemandem die Schuld geben?“ Dann ging sie natürlich dazu über Israel mit Schuldzuweisungen zu überschütten.

Nachdem sie kurz Lippenbekenntnisse für die Tatsache leistete, dass „jede Ermutigung zu Gewalt und Stechangriffen auch ein Hindernis für die andere Seite schafft“ (ohne zu erwähnen, wer diese „Ermutigung“ veranstaltet), kam Wallström zu ihrem Hauptpunkt.

„Natürlich: Wenn man eine Besatzungsmacht ist, dann hat man die Verantwortung nichts zu tun, was den Friedensprozess behindert“, behauptete die Außenministerin. „Weitere Siedlungen, weitere Abrisse, ich denke, das ist das dritte Mal, dass die EU für dieselben Gebäude zahlt – das hilft nicht, sondern hindert.“

Wallström bezog sich auf die Tatsache, dass die EU direkt für den illegalen Bau von palästinensischen Gebäuden auf von Israel kontrolliertem Territorium zahlt. Als die israelischen Behörden die Frechheit besaßen die illegalen Gebäude abzureißen, baute die EU sie wieder auf. Die Israelis versuchten das Recht wieder durchzusetzen. Die EU baute sie ein drittes Mal.

Also: Die EU sponsert illegale Bauten, von denen sie weiß, dass Israel sie abreißt und dann erklärt Schwedens Außenministerin, dass „weitere Abrisse den Friedensprozess behindern“. Kann es überhaupt größere Chutzpe geben?

Und zuletzt haben wir die Behauptung der Außenministerin, dass „weitere Siedlungen den Friedensprozess behindern“. Doch von 1992 bis 2017 genehmigte Israel die Gründung keiner einzigen neuen Siedlung. Als Israel letztes Jahr ankündigte, es werde eine neue Gemeinde für Juden schaffen,, die aus der Stadt Amona vertrieben wurden, erklärte die Schlagzeile der New York Times: „Israel genehmigt erste neue Siedlung in Jahrzehnten.“

Aber Außenministerin Wallström ist offensichtlich nicht an den Fakten interessiert. Ihr Interesse gilt einzig der Möglichkeit Wege zu finden die Öffentlichkeit gegen Israel aufzustacheln. Das ist das echte Kennzeichen einer Dämagogin.