Ein schlechter Tag für die Israelhasser

Elder of Ziyon, 22. Dezembe 2021

Am 21. Dezember erschütterte der Chef der islamistischen israelischen Partei Ra’am die palästinensische Straße mit einem Interview, das auf Arabisch enorme Berichterstattung erhält:

Der Chef der ersten großen arabischen Partei in einer Regierungskoalition sagte am Dienstag, Israels Status als jüdischer Staat könne nicht angefochten werden. Er riet der arabischen Gemeinschaft seinem pragmatischen Ansatz zu folgen, statt zu versuchen die Identität des Landes infrage zu stellen.

„Israel wurde als jüdischer Staat geboren. Und es war die Entscheidung des jüdischen Volks, einen jüdischen Staat zu gründen. Die Frage lautet nicht: ‚Welche Identität hat der Staat?‘ So wurde der Staat gegründet und so wird es bleiben“, sagte [Mansour] Abbas, der Chef der islamistischen Partei Ra’am.

„Das ist die Realität. Die Frage dreht sich nicht um die Identität des Staates – sondern welchen Status die arabischen Brüger darin haben werden“, sagte Abbas.

Arabische Antisemiten sind wütend. Eine israelisch-arabische Zeitung bezeichnete Abbas abfällig als „Schabbes Goy“.

Es gab eine weitere bedeutsame Offenbarung.

Hasan Ismail, ein jordanischer Geschäftsmann und regelmäßiger Kolumnist, der in den VAE lebt, schrieb in der Jerusalem Post ein Op-Ed über die sechs größten arabischen Fehler. Das ist eine der scharfsichtigsten und ehrlichsten Selbstanalysen, die ich je von einem arabischen Autor in arabischsprachigen Medien gesehen habe. Auszüge:

Der legendäre israelische Diplomat Abba Eban stellte nach der gescheiterten Genfer Friedenskonferenz von 1973 fest: „Die Araber verpassen nie eine Gelegenheit eine Gelegenheit zu verpassen“ den arabisch-israelischen Konflikt zu beenden. Ebans trockene Bewertung klingt fast 50 Jahre später immer noch glaubhaft. Eine Gelegenheit zu verpassen ist ein Fehler; niemals eine Gelegenheit zu verpassen ist eine Sünde gegen sich selbst. Werden sie endlos wiederholt, dann werden Fehler zu tödlichen Sünden, werden sie von cleveren Gegnern ausgenutzt. Lasst uns die Möglichkeiten zählen.

Die erste Sünde besteht darin, das jüdische Volk nicht als geschätzte und uralte Komponente des Nahen Ostens zu akzeptieren. …

Die zweite Sünde besteht darin sich für die falschen Bündnisse zu entscheiden, um die palästinensische Sache zu fördern. Vom Bündnis mit dem Nationalsozialismus bis zur Abhängigkeit von den Sowjets und arabischen Führern, für die die palästinensische Sache nichts als ein Mittel ist ihre eigenen Zwecke zu erreichen, haben Palästinenserführer sich fast immer für die für ihre Sache schädlichsten Verbündeten entschieden.

Die dritte Sünde ist das Yassir-Arafat-Paradigma. Viele mögen überrascht sein, den ehemaligen Chef der Palästinensischen Befreiungsarmee und der palästinensischen Autonomiebehörde auf dieser Liste zu finden. Dennoch ist er der Mann, der das Prinzip des gewalttätigen Widerstands einführte, dem bewaffnete nichtstaatliche Organisationen bis heute folgen: Wenn der Preis das Blut der arabischen Palästinenser ist, dann ist es kein Schaden, ihn dafür zu bezahlen die Besatzung zu besiegen.

Die vierte Sünde besteht darin, das palästinensische Volk mehr unter den Entscheidungen ihrer Führer und Verbündeten leiden zu lassen, als durch das Handeln Israels. Wie Arafat sind die politischen islamischen Führer der Hamas Verbündeten nur allzu bereit Israel zu bekämpfen, bis der letzten Palästinenser tot umfällt.

Die fünfte Sünde besteht darin, den Konflikt mit Israel als „Alles oder nichts“-Krieg bis zum Tod zu betrachten. Dagegen, dass die Palästinenser ihre legalen und moralischen Rechte erhalten, steht ihr Schlachtruf allen historischen Groll abzugelten, ihr gesamtes Land zurückzufordern, alle Israels zu vertreiben und den Staat Israel zu eliminieren. Was hat der Alles-oder-nichts-Ansatz gebracht? Sehr wenig, wenn überhaupt irgendetwas.

Sie sechste Sünde besteht darin die palästinensische Sache für politischen Vorteil auszunutzen. Gott sei Dank nicht alle, aber einige arabische politische Führer in der Region und sogar einige Regierungen nutzen den arabisch-israelischen Konflikt als Nebelwand, um ihre eigenen Defizite, Versagen und versteckte Agenden zu verbergen. Kein Frieden im Nahen Osten? Kein Staat Palästina? Keine wirtschaftliche Sicherheit oder Wohlstand für alle Bürger? Unruhen und Aufstände? Macht nicht uns verantwortlich, macht Israel verantwortlich. Gäbe es Israel nicht, dann hätten wir keine sozialen oder wirtschaftlichen Probleme, die Palästinenser hätten ihren eigenen Staat und die Region wäre ein Paradies auf Erden.

Das alles sind Dinge, über die ich selbst seit Jahren schreibe und es ist nett zu sehen, dass einige Araber sehen können, wie kontraproduktiv ihr Hass gewesen ist. Erneut sind die Abraham-Vereinbarungen ein gewaltiger Faktor dabei, es Arabern zu ermöglich öffentlich Dinge wie diese mit weniger Angst als zuvor zu sagen.

Bis vor kurzem war das einzige, worauf sich die Araber einigen konnten, Israel zu hassen. Ohne diesen Konsens sind Annahmen zerbröselt, die so bereitwillig akzeptiert wurden wie die Schwerkraft. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Israelhasser versuchen angesichts dieser arabischen Wendehälse Araber zu dämonisieren, die Frieden mit Israel wollen – und das sieht nicht gut aus, besonders bei Organisationen, die das Wort „Frieden“ in ihrem Namen führen.

Es gibt Risse im Damm und die Hasser können sie nicht flicken.

Zweierlei Maß bei Antisemitismus und Islamophobie

Behauptungen moralischer Äquivalenz sind falsch. Bigotterie gründet auf Unwahrheiten, nicht auf Tatsachen.

Melanie Phillips, Israel National News, 10. Dezember 2021

Eines der offensichtlichsten Merkmale des Antisemitismus ist die Doppelmoral, die er betreibt, durch die Juden für schädigende Unterstellungen und Umgang ausgesucht werden, die sich gegen kein anderes Volk der Welt richtet.

Allerdings wird zweierlei Maß auch gegenüber dem Antisemitismus selbst angewandt, wie vor kurzem bei beunruhigenden Entwicklungen in Amerika wie in Belarus zu sehen war.

In Amerika ist die republikanische Kongressabgeordnete Lauren Boebert (Colorado) wegen Äußerungen der Islamophobie beschuldigt worden, die sie über die muslimische Abgeordnete der Demokraten Ilhan Omar (Minnesota) machte. Letzten Monat bezeichnete Boebert Omar als Mitglied der „Jihad Squad“. Sie riss auch einen Witz darüber, dass ein besorgter Polizist von Omar nichts zu befürchten habe, weil sie keineb Rucksack trage, ein typisches Bekleidungsstück einer menschlichen Bombe.

Lauren Boebert (Wahlkampffoto)

Boebert entschuldigte sich später bei „allen in der muslimischen Gemeinschaft, die ich mit meinem Kommentar vor den Kopf gestoßen habe“, hat aber bisher keine Entschuldigung bei Omar veröffentlicht und beschuldigte sie weiterhin antiamerikanischer Rhetorik.

Als Ergebnis davon haben die Vorsitzenden von fünf demokratischen Ausschüssen gefordert Boebert sollten ihre Ausschusszuordnungen aberkannt werden.

Omar ihrerseits sagte, Boeberts Äußerungen seien „nicht nur ein Angriff auf mich, sondern auf Millionen amerikanische Muslime überall im Land“, und dass „Islamophobie unsere Kultur, unsere Politik und sogar Entscheidungen bei der Polizei durchdringt“. Sie lenkte die Aufmerksamkeit auch auf Drohungen, die sie als Resultat dieses Aufruhrs erhielt.

Boeberts Kommentare waren beleidigend und falsch. Und Morddrohungen wie auch andere Übergriffe gegen Omar sind offensichtlich völlig inakzeptabel.

Omar ist jedoch selbst der Verbreitung antisemitischer Sprachbilder schuldig, die suggerieren, dass die Juden bösartige Kontrolle über die Welt ausüben und Einzelpersonen sowie Ereignisse finanziell manipulieren. 2012 twitterte sie: „Israel hat die Welt hypnotisiert, möge Allah die Menschen wachrütteln und ihnen helfen die bösartigen Taten Israels zu sehen.“

2019 twitterte sie, nachdem der Vorsitzende der Minderheitsfraktion im Repräsentantenhaus Kevin McCarthy (Republikaner aus Kalifornien) sie wegen Angriffen auf die Unterstützung des Kongresses für Israel kritisierte: „Es dreht sich alles um die Benjamins, Baby“,[*] und sagte, das American Israel Public Affairs Committee stütze republikanische Kandidaten ausdrücklich, um sich damit Unterstützung für Israel zu erkaufen.

Später im selben Jahr sagte sie mit Verweis auf Israel: „Ich möchte über den politischen Einfluss in diesem Land reden, der sagte, es ist in Ordnung, dass Menschen auf Loyalität gegenüber einem fremden Land drängen.“

Doch trotz ihrer wiederholten antisemitischen Äußerungen haben es die Demokraten abgelehnt irgendetwas zu unternehmen. Von der Partei wurde sie nicht persönlich getadelt; ihre Mitglieder sind nicht gegen sie aufgetreten, weil sie zur Rekordzahl an Angriffen auf amerikanische Juden beigetragen hat; kein Demokrat hat gefordert, dass sie aus Ausschüssen entfernt wird.

Ähnliches zweierlei Maß wegen Antisemitismus ist vor kurzem in Großbritannien zur Schau gestellt worden. Ende letzten Monats verließ eine Gruppe hareidischer Jugendlicher in Londons Stadtzentrum einen Bus, um auf dem Bürgersteig zur Feier von Hanukka zu tanzen.

London (Archiv) – Nati Shohat/FLASH90

Prompt wurden sie von einer Gruppe Männer – von denen zumindest einige Muslime waren – bespuckt und beschimpft; die Täter gaben auch den Nazi-Gruß und traten mit ihren Schuhen gegen den Bus (eine arabische Beleidigung), als dieser die Jungen in Sicherheit brachte.

Diese furchtbare Szene wurde von jemanden im Bus gefilmt. Die BBC hingegen fügte ihrem Bericht über diesen Angriff die Behauptung ein, dass aus dem Fahrzeug „rassistische Verleumdungen“ zu hören gewesen wären. Das wurde später in eine einzige „muslimfeindliche Verleumdung“ geändert, von der die BBC sagte, sie sei deutlich zu hören.

Aber niemand sonst, der dieses Video ansah, hörte eine solche Verleumdung. Vor einer Menge Hintergrundlärm scheinen die einzigen entdeckten Worte Hebräisch zu sein: tikra lemischehu, ze dachuf, was „Ruf jemanden an, es ist dringend“ bedeutet.

Erstaunlicherweise schien die BBC also fälschlich diese jungen jüdischen Opfer zu beschmutzen, um moralische Schmach zu verbreiten und damit den Makel des Antisemitismus zu mildern.

Das BBC-Gebäude (Foto: iStock)

Während die BBC ihre Behauptung noch einmal bestärkte, hat der ehemalige Labour-Abgeordnete Lord Austin – der eine Bilanz der Anständigkeit gegenüber den Juden hat – wütend geschrieben, dass er „sich keinen Vorfall mit einer anderen Gruppe vorstellen kann, über den auf diese Weise berichtet wird“.

Aus diesen Episoden entstehen eine Reihe wichtiger Punkte. Der erste ist, dass Boeberts Äußerungen über Omar kein Angriff auf Muslime allgemein waren, sondern auf Omar persönlich, aufgrund ihrer Vorgeschichte. Omars Behauptung, Amerika sei institutionell „islamophob“ ist unwahr (tatsächlich ist das ein weiteres Beispiel ihrer antiamerikanischen Rhetorik).

Gewiss, manche Leute haben wirklich intolerante Ansichten über Muslime, genauso wie es Intoleranz gegenüber allen Minderheiten gibt. Die Beleidigung der „Islamophobie“ wurde allerdings geschaffen, um legitime Kritik am Islam oder eines von Muslimen begangenen Verbrechens abzuschalten.

Viele Muslime sind vorbildliche Bürger, aber es bleibt eine nachweisbare Tatsache, dass eine alarmierende Anzahl Terrorismus unterstützt; eine noch größere Anzahl, die gegen Terrorismus sind, unterstützen aber dessen Ziele, ob es sich nun um die Vernichtung Israels oder des Westens allgemein handelt; und diese gefährlichen Einstellungen sind in einer Interpretation des Islam verwurzelt, die derzeit in der muslimischen Welt dominiert.

Der Punkt ist, dass diese Beobachtungen auf Faktenbeweisen basieren. Und Beobachtungen auf Faktengrundlage können nicht als Bigotterie eingestuft werden, weil Bigotterie auf Lügen, Verdrehungen und einer Verdunkelung des Verstandes beruht.

Das ist der Grund, dass im Gegensatz dazu Antisemitismus die reinste Form der Bigotterie ist – weil er komplett aus Fälschungen, Verdrehungen und der Verdunkelung des Verstandes geschaffen ist, die das jüdische Volk sowie den Staat Israel als kollektiven Juden dämonisiert.

Und das ist auch der Grund, dass Antisemitismus sich komplett von Islamophobie unterscheidet. Doch trotz dieses entscheidenden Unterschieds heißt es, dass sie gleichwertig seien (tragischerweise sagen viele liberale Juden genau dasselbe). Solche falsche Äquivalenz dient dazu unbegründete Anschuldigungen der „Islamophobie“ aufzublasen, während gleichzeitig die einzigartige und mörderische Bösartigkeit des Antisemitismus abgewertet wird.

Eine Annahme genau solcher moralischer Gleichsetzung war im Bericht der BBC über den Angriff auf den Londoner Bus zu sehen. Selbst wenn ihre Journalisten aufrichtig glaubten, sie hätten eine muslimfeindliche Beleidigung in dem Video gehört, dann haben sie es unbekümmert versäumt eine so explosive Behauptung zu verifizieren, bevor sie sie sendeten.

Ihre Begründung wurde aus einem Interview mit einem beteiligten Journalisten deutlich, der sagte, sein Team „dachte, es sei wichtig zu spiegeln, dass es dort Beschimpfung von beiden Seiten gab“.

Mit anderen Worten: Sie glaubten, sie müssten eine Vorstellung von Ausgewogenheit demonstrieren. Doch scheint die BBC nur bei einem antisemitischen Angriff zu glauben, dass zu Ausgewogenheit gehört die Bedeutung des Angriffs zu mindern, indem suggeriert wird, seine Oper seien moralisch genauso schuldig.

Darüber hinaus involviert der Bericht der BBC einen weitere Doppelstandard – denn er beschrieb den sichtbar antisemitischen Angriff als lediglich „vorgeworfen“, während die vorgeworfene antimuslimische Verleumdung als Tatsache präsentiert wurde.

Der Westen hat allgemein ein Problem Antisemitismus einzuräumen. Dafür gibt es verschiedene Gründe.

Weil er die Tatsache nicht verkraftet, dass der Holocaust im Epizentrum der europäischen Hochkultur stattfand, versucht der Westen beharrlich die Beweise zu vergraben, dass viel davon immer noch ein eingeborenes Vorurteil gegen das jüdische Volk ist.

Auch wenn es die antisemitische Rechtsextreme gibt, kommt ein Großteil des heutigen Antisemitismus von der Linken, die von sich selbst annimmt der Gipfel der Tugend und daher nicht zu schlimmen Dingen fähig zu sein; außerdem von Muslimen, die die Linke als Opfer und daher nicht in der Lage Schlimmes zu tun betrachtet.

Der schlimmste Grund von allen ist, dass diejenigen, die glauben die Antisemitismus-Behauptungen seien übertrieben, das tun, weil sie glauben, dass die Juden wirklich die Welt mit Hilfe von Geld, Medien und Politik beherrschen und versuchen sie für ihre eigenen Interessen zu manipulieren.

Mit anderen Worten: Das zweierlei Maß, das verwendet wird, um Antisemitismus zu verharmlosen oder zu leugnen, ist selbst weiterer Beweis des judenfeindlichen Gefühls, das den Westen weiterhin auf so beängstigende Weise vergiftet.


[*] „Benjamin“ werden die $100-Banknoten genannt, auf denen Benjamin Franklin abgebildet ist.

Der internationale Tag zur Vernichtung des jüdischen Nationalbewusstseins

Elder of Ziyon, Nov. 29, 2021

Heute ist der „Internationale Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“, wie er 1977 mit einer Resolution der UNO-Vollversammlung ausgerufen wurde.

Das Datum wurde besonders ausgewählt, um mit dem Jahrestag der Resolution 181 der UNO-Vollversammlung von 1947 zusammenzufallen, die zu einer Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufrief. Die UNO-Internetseite zum Tag sagt: „Der Internationale Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk wird jährlich am oder um den 29. November begangen; an ihm wird feierlich der Verabschiedung von Resolution 181 (II) durch die Versammlung am 29. November gedacht, die die Teilung Palästinas in zwei Staaten bestimmte.“

Der 29. November war für die Juden der Tag zum Feiern, da die UNO die Notwendigkeit eines jüdischen Staats in Palästina anerkannte.

Aber er bot auch den palästinensischen Arabern ihre eigene Unabhängigkeit von kolonialer osmanischer und britischer Herrschaft an. Wenn sie die Teilung akzeptiert hätten, wäre ihnen ihr eigener Staat gegeben worden. Sie wären in der Lage gewesen dieses Jahr ihren 73. Geburtstag zu feiern.

Stattdessen lehnten die palästinensischen Araber – und die gesamte arabische Welt – die Teilungsresolution gewalttätig ab und begannen innerhalb von Stunden nach der Abstimmung einen Krieg, drohten mit „heiligem Krieg“ und „Massakern“ an Juden nicht nur in Israel, sondern überall in der arabischen Welt.

Es gab eindeutig wenig Wunsch nach einem palästinensisch-arabischen Staat. Die Wut, Drohungen und Terroranschläge 1947 sollten einen jüdischen Staat aufhalten, nicht einen palästinensisch-arabischen Staat schaffen.

Mit der Wahl des 29. Novembers als Internationalem Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk dehnt die UNO die Völkermord-Absicht der Araber von 1947 aus. Das hat nichts mit dem Wunsch nach einem Palästinenserstaat zu tun, sondern mit der Vernichtung des jüdischen Staats. Diese Wahl des Datums ist eine gezielte Beleidigung der Juden.

Es ist beachtenswert, dass die Palästinenser 1977, als die Resolution gemacht wurde, am besten als internationale Terroristen bekannt waren. Und kaum vier Monate nach dieser Resolution ermordete Yassir Arafats Fatah 38 israelische Zivilisten, darunter 13 Kinder beim Küstenstraßen-Massaker. Die UNO forderte Solidarität mit Mördern und Terroristen gegen Israel, nicht damit sie einen Staat aufbauen.

Gleichermaßen ist der „Nakba-Tag“ kein Datum irgendeines Massakers oder einer militärischen Niederlage oder Vertreibungen, sondern er ist an das Datum gebunden, an dem Israel seine Unabhängigkeit erklärte. Der Nakba-Tag gedenkt einer „Katastrophe“, weil das der erste ganze Tag der Unabhängigkeit Israels war.

Sowohl der Tag der Solidarität als auch der Nakba-Tag senden eine Botschaft, die israelfeindlich ist, nicht pro-palästinensisch. Sie sagen, jeder Tag, an dem Juden feiern, ist für die Welt ein Tag der Trauer.

Die Ausbrüche arabischer Gewalt in Palästina vor 1947 waren im Allgemeinen nicht darauf gerichtet die Kolonialherrschaft abzuwerfen oder für einen palästinensisch-arabischen Staat zu agitieren. Die Gewalt richtete sich allesamt in erster Linie gegen die Juden – gegen jüdische Immigration, gegen jüdischen Landbesitz, gegen jüdisches Nationalbewusstsein.

Denken Sie an die palästinensischen „roten Linien“ dafür Frieden mit Israel zu akzeptieren: Kontrolle der Altstadt von Jerusalem, ethnische Säuberung der Juden aus Judäa und Samaria, Beharren darauf, dass Millionen Araber das Recht auf „Rückkehr“ nicht in einen Palästinenserstaat, sondern in den verhassten jüdischen Staat haben, Freilassung von Terroristen, die Juden angegriffen haben aus dem Gefängnis . Nicht eine davon ist für einen Staat erforderlich. Alle sind jedoch bewusst dazu gedacht den jüdischen Staat und die jüdischen Verbindungen zur historischen jüdischen Heimat zu schwächen.

Ein Blick auf die letzten 140 Jahre des modernen Zionismus zeigt ein beständiges Muster des arabischen Wunschs das jüdischen Nationalbewusstsein zu vernichten und das palästinensische Nationalbewusstsein ist nur eine Fassade gewesen, die dabei helfen soll das Ziel zu erreichen, wenn militärische Mittel scheiterten.

Alles in der palästinensisch-arabischen Geschichte stimmt mit der Idee überein Israel als jüdischen Staat zu vernichten, einschließlich „Oslo“. Das ist der Grund, dass die Palästinenser selbst heute noch jede jüdische Verbindung zum Land – zu Hebron, zu Jerusalem, zu Bethlehem – bestreiten und warum sie die Geschichte umschreiben, um den Kern der jüdischen Verbindung zu Eretz Yisrael auszulöschen.

Der 29. November ist kein Tag der Solidarität mit den Palästinensern. Er ist ein weiterer Versuch das jüdischen Nationalbewusstsein zu vernichten.

Über dieses Bild eines Steine werfenden „religiösen Juden“

David Lange, Israellycool, 17. November 2021

Vor ein paar Tagen twitterten die Israelhasser von IfNotNow dieses Foto, angeblich ein jüdischer „Siedler“, der Steine auf palästinensische Bauern wirft, wobei er Tallit und Tefillin trägt.

„Das sollte von jedem Rabbiner, jedem jüdischen Schulleiter, jedem jüdischen Lagerdirektor gesehen werden.
Am Freitag warf dieser Siedler Steine auf palästinensische Bauern, womit er die jüdischen Kultgegenstände schändete. Unsere Tradition ist eine der Moral und Gerechtigkeit – nicht der Gewalt.

Viele Israel-Unterstützer sahen das und behaupteten das Foto sei eindeutig gestellt. Welcher klar denkende Jude würde Steine werfen und dabei diese heiligen Gegenstände tragen (ganz zu schweigen davon überhaupt Steine zu werfen)?

Manche vermerkten eine Ähnlichkeit zwischen dem abgebildeten Mann und jemandem namens Shay Kendler, der als der Fotograf angeführt  ist – obwohl sich herausstellte, dass sie sich in diesem Fall auf dem Holzweg befanden:

Sieht noch irgendwer die Ähnlichkeit zwischen dem „gewalttätigen jüdischen Siedler“, dessen virales Foto von Shay Kendler aufgenommen wurde, und Shay Kendler?
UPDATE: @kweansmom weist auf einen anderen Shai Kendler auf Facebook hin, der professioneller Fotograf ist und dem anderen nicht ähnlich sieht. Es scheint wahrscheinlicher, dass dieser der Fotograf ist.

Andere versuchten zu zeigen, dass es eine Photoshop-Arbeit ist:

A. Kopfbedeckung im Bild hinzugefügt.
B. Felsen waren nicht Teil des Originalfotos.
C. Beine abgschnitten.
Sehr schlechtes Photoshop

Ich fühle zwar mit denen, die nichts trauen, was IfNotNow von sich gibt, aber ich muss noch sehen, dass jemand die Authentizität dieses Fotos tatsächlich widerlegt.

Diejenigen von uns, die Israel unterstützen, müssen sich der Tatsache stellen, dass es einige Leute auf unserer Seite gibt, die Gewalt ausüben und auch sonst Falsches tun. Wir haben ein paar Irre; und ja, wenn dieses Foto authentisch ist, scheint der abgebildete Typ ein Jude zu sein, der kein Minyan zusammenbekommen hat.

Und wir müssen das verurteilen.

Ich glaube, die reflexhaften Reaktionen auf dieses Foto sind insofern aufschlussreich, als sie das innewohnende Unbehagen zeigen, das die große Mehrheit von uns hat, wenn wir dieses Bild sehen. Die Vorstellung dessen, was ein dem Äußeren nach religiöser Jude zu sein scheint, der Gewalt übt (außer in Selbstverteidigung) ist für uns Anathema. Wir hassen die Vorstellung eines Mitjuden, der Gottes Namen auf diese Weise schändet.

Im Gegensatz dazu werden Fotos palästinensischer Araber, die mutwillig Gewalt üben – und das auf viel härtere Weise als die hier dargestellte – von den Israelhassern tagtäglich stolz geteilt. Die Subjekte dieser Fotos werden als mutige Freiheitskämpfer gepriesen, die es wert sind, dass man sie nachahmt. In Wirklichkeit unterstützt IfNotNow selbst mörderische Terroristen.

Ich denke „jeder Rabbiner, jeder jüdische Schulleiter, jeder jüdische Lagerdirektor“ wäre ermutigt, dass die weit überwiegende Mehrheit von uns das Bild hasst, das IfNotNow twitterte. Nicht, dass es IfNotNow wirklich kümmert, was authentische Rabbiner, Leiter jüdischer Schulen und Direktoren jüdischer Lager denken.

„Land, das vor dem Krieg 1967 Palästinensern gehörte“

First One Through, 1. November 2021

Zu den führenden Kritikern Israels im Kongress gehört die Abgeordnete Betty McCollum (Democrats, Minnesota), die den Rammbock der „Verteidigung palästinensischer Kinder“ nutzt, um Israel als abstoßenden Menschenrechtsverletzter darzustellen. Die Grundlage ihrer Ansicht zu Israel ist ihre Überzeugung, dass Israel Arabern gehörendes Land gestohlen hat.

Während McCollum nicht ein einziges Wort über die Raketensalven der Hamas auf israelische Zivilisten im Sommer 2014 verlor, auch nicht zur Tötung dreier israelischer Teenager, die den Krieg auslöste, auch nicht die Hamas-Charta, die die Juden für alle Missstände der Welt verantwortlich und sie damit zur tödlichen Zielscheibe macht, begann sie ein Jahr später ihre Stimme zu ihrem Blick auf die Region zu finden. 2015 beschimpfte sie den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu, weil er gegen den Atomplan mit dem Iran war und 2016 rügte sie die in Area C der Westbank lebenden Israelis. Dann applaudierte sie dem Beschluss der Administration Obama den UNO-Sicherheitsrat die Resolution 2334 verabschieden zu lassen, die diese israelischen Häuser für illegal erklärte. Am 9. Januar 2017 lieferte sie Folgendes ab:

„Harte Wahrheiten aufzuzählen ist besonders wahr, wenn es um die Frage der illegalen israelischen Siedlungserweiterung geht. Diese Politik ist das gravierendste Hindernis für das Erreichen einer Zweistaatenlösung, dem einzig durchführbaren Weg zu Frieden zwischen Israel und den Palästinensern. Es ist schon lange die überparteiliche Politik von US-Administrationen gewesen gegen die Siedlungsexpansion auf Land zu sein, das vor dem Krieg von 1967 Palästinensern gehörte, weil diese Siedlungen die Chancen für das Erreichen einer Zweistaatenlösung mindern und für Israels Sicherheit nicht erforderlich sind.“

Das Zitat ist voller sachlicher Ungenauigkeiten, hirnverbrannter Voraussagen und falscher Überzeugungen. Jede von ihnen verdient es ausgepackt zu werden, da McCollum mit diesen Gefühlen wahrscheinlich nicht alleine ist.

„Land, das vor dem Krieg von 1967 den Palästinensern gehörte“

Diese Äußerung steckt voller Probleme:

  1. Es gab kein souveränes Palästina: Das Land war nicht „palästinensisch“, weil es vor dem Krieg von 1967 kein „Palästina“ gab. Der Bereich, der allgemein die „Westbank“ genannt wird, wurde 1950 von Jordanien annektiert. All diese „Palästinenser“ erhielten 1954 die jordanische Staatsbürgerschaft, vorausgesetzt, sie waren keine Juden (Paragraph 3 buchstabierte diese antisemitische Dynamik eindeutig aus). Ausschließlich infolge der Oslo-Vereinbarungen, die von der neu geschaffenen palästinensischen Autonomiebehörde und Israel unterschrieben wurden, gibt es heute eine gewisse Selbstregierung der Palästinenser. Etwa 86% der Westbank-Araber leben in den Areas A und B unter palästinensischer Kontrolle und 100% der Araber im Gazastreifen leben unter palästinensischer Kontrolle. Es gibt rund 14% Westbank-Araber, die in Area C unter israelischer Kontrolle leben – alle nach den Oslo-Vereinbarungen aus den 1990-er Jahren.
  2. Die Trennlinie war nie eine Grenze. Als die Jordanier und die Israelis am Ende des Kriegs von 1948/49 eine Waffenruhe erreichten, wurde die Grenze für das „Land, das den Palästinensern gehört“ von den Waffenstillstandslinien von 1949 definiert. Die Waffenstillstandserklärung erklärte ausdrücklich, dass die Linie „unbeschadet zukünftiger territorialer Regelungen oder Grenzlinien“ ist, was bedeutet, dass sie nie als Grenze betrachtet wurden. Daher stand das Land bis zu den Waffenstillstandslinien von 1949 nicht nur nicht unter palästinensischer Souveränität, sondern die Grenze wurde nie definiert. Eine endgültige Lösung könnte gerade einmal die Hälfte des Gebiets sein, das als Westbank gedacht wird; oder die unter Präsident Trump vorgeschlagene Grenzgestaltung.
  3. Individueller Besitz damals und jetzt. Wie oben beschrieben, stand das Land 1967 nicht unter der Souveränität Palästinas, aber es gab arabische Einzelpersonen, denen Land gehörte. Araber besaßen und besitzen auch weiter Land in Israel. Araber unter palästinensischer Herrschaft heute und 14% der Araber, die Area C leben, gehörte und gehören auch weiter Häuser. Das hat sich nicht geändert, aber Land, das vor 1967 Land in der „Westbank“ und dem östlichen Jerusalem Juden gehörte, wurde von den Jordaniern beschlagnahmt, also erscheint jüdischer Landbesitz heute als etwas Neues.
    Juden und Arabern gehört sowohl in Israel wie in der Westbank Grundbesitz auf individueller Basis und Eigentumsrechte sind intakt geblieben, solange die Leute in der Lage sind gültige Dokumente vorzulegen.
  4. Das Völkerrecht untersagt Menschen aufgrund ihrer Religion zu verbannen. Als der Völkerbund den Briten das Mandat für Palästina erteilte, das eine territoriale Gesamtheit war, aber heute als Gazastreifen, Israel, Westbank und Jordanien betrachtet wird, erklärte Artikel 15 ausdrücklich: „Niemand darf aus Palästina nur aufgrund seiner religiösen Überzeugung ausgeschlossen werden.“ Die Vorstellung, dass die Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats alle in Area C lebenden israelischen Juden als „illegal“, aber in Jerusalem lebende israelische Araber als legal bezeichnen kann, ist eine Verletzung von Menschenrechten, Völkerrecht und unverhohlen antisemitisch.
  5. Das Völkerrecht ermutigt jüdische Immigration nach ganz Palästina. Artikel 6 desselben Palästina-Mandats fordert, dass Britannien jüdische Immigration ermöglicht … und … dichte Besiedlung des Landes durch Juden, einschließlich auf Staatsland und Ödland, das nicht für öffentliche Zwecke gebraucht wird“. Das Völkerrecht betrachtete das Land, das sich nicht im Privatbesitz von Arabern befand, als für jüdische Zwecke bestimmt.

Wenn McCollum „Land, das Palästinensern gehört“ diskutiert, könnte sie möglicherweise von individuellem arabischen Besitz sprechen, der dasselbe war und bleibt, wie vor dem jordanischen Angriff auf Israel 1967. Aber dadurch, dass sie „vor dem Krieg von 1967“ hinzufügt, impliziert McCollum anscheinend, dass es palästinensische Souveränität über eigenständiges Land mit definierten Grenzen gab. Es gibt absolut keine Wahrheit für irgendeine derartige Darstellung.

Die Abgeordnete Betty McCollum (Demokratin, Minnesota) greift Israel regelmäßig mit Erfindungen und Anspielungen an. (Foto: Preston Keres)

Tweet: Die gesamte Grundlage der Abgeordneten Betty McCollum für ihre Herangehensweise an den arabisch-israelischen Konflikt ist falsch, unlogisch und gründet auf einem palästinensischen Narrativ, das Koexistenz mit Juden ablehnt.

„illegale israelische Siedlungsexpansion“

Israelische „Siedlungsexpansion“ war, wie oben beschrieben, legal, BIS zur Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats im Dezember 2016. McCollum nutzte verdrehte Logik, um die Ermöglichung der Verabschiedung eines Gesetzes zu verteidigen, das israelische Häuser als illegal bezeichnet, indem sie einfach sagt, sie seien illegal. Sie waren aber vor der Resolution nicht illegal! Man kann ähnliche Logik verwenden, indem ein Gesetz verabschiedet, das den Besitz einer Schusswaffe illegal macht und dann das Gesetz verteidigen, indem man sagt, natürlich es das illegal, weil es illegal ist! Fakt ist, dass das vor der Verabschiedung des neuen Gesetzes legal war.

„gravierendeste Hindernisse“

McCollum erklärte, dass jüdische Familien, die in einem Teil der Westbank leben, eines der „gravierendsten Hindernisse“ für Frieden sind. Mehr als arabischer Terrorismus und Aufstachelung zu Mord. Mehr als ungezügelter palästinensischer Antisemitismus. Mehr als die Überzeugung der Araber, dass Juden weder Rechte noch eine Verbindung oder Geschichte des Lebens im Land haben.

Um solchen Unsinn zu glauben, muss man das palästinensische Narrativ insgesamt übernommen ODER einfach den Palästinensern ihren Wunsch gewähren wollen ein Land ohne jegliche Juden zu haben.

Ich stimme zu, dass in Judäa und Samaria lebende Juden ein Hindernis für eine bestimmte Formulierung einer Zweistaatenlösung sind – eine, die von Palästinensern und anderen bevorzugt wird, die beschränken wollen, wo Juden leben können. Aber diese Formulierung ist an sich antisemitisch und ein Weg sicherzustellen, dass es nie einen dauerhaften Frieden geben wird.

„nicht erforderlich für Israels Sicherheit“

Eine Kongressabgeordnete aus den Vereinigten Staaten sagt einem Land, das 444-mal kleiner ist als die USA und dreimal so viele Nachbarn hat – von denen es mehrere abgelehnt haben seine Existenz anzuerkennen und sich in einem ständigen Kriegszustand mit ihm befinden – dass sie ein recht gutes Händchen dafür hat, was für die Sicherheit des kleinen Landes erforderlich ist und was nicht.

Kein Land der Welt setzt seine Hauptstadt und auch nicht seine größte Stadt an eine Grenze, ganz zu schweigen zu einem Nachbarn, der ständig seine grundsätzliche Existenz bekämpft hat. Wenn McCollum sich wirklich um Israel sorgen würde, würde sie Israels Annexion des als E1 bekannten Bereichs östlich von Jerusalem bis Ma’ale Adumim begrüßen, statt zu erklären, Israel soll seine Hauptstadt und größte Stadt in zwei zu teilen.

Die Grundlage der Abgeordneten McCollum für die Herangehensweise an den arabisch-israelischen Konflikt ist falsch und unlogisch. Es überrascht vielleicht nicht, dass sie versucht „softe“ Lösungen zum Schutz palästinensischer Kinder zu fördern, in der Hoffnung die Diskussion ihres gefährlichen und falschen, israelfeindlichen Narrativs zu vermeiden.

Lügen, die unsere israelfeindlichen Aktivisten uns erzählen

Wenn ihr harten Typen auf Israel einprügeln und es kritisieren müsst, könntet ihr bitte wenigstens eure Fakten auf die Reihe bekommen? Op-Ed.

Bruce S. Ticker, Israel National News, 22. Oktober 2021

Von der UNO finanzierte illegale Aktivität in Area C (Foto: Regavim)

Mary Christine Bader, eine Anhängering der US-Abgeordneten Ilhan Omar, neigt zu Verwirrung. Versuchen Sie aus dem Absatz schlau zu werden. Ich kann es jedenfalls nicht.

„Die Abgeordnete Betty McCollum wies darauf hin, dass ‚unschuldige Palästinenser, die unter Militärbesatzung leben, regelmäßig von israelischen Sicherheitskräften getötet werden‘ und keine Eiserne Kuppel haben, die sie schützt“, schreibt Bader in einem Kommentar für ihre Heimatzeitung in Minneapolis, The Star Tribune; McCollum vertritt St. Paul (Minnesota).

Eine faire Interpretation dieser Äußerung: Israel schießt Raketen in seine „besetzten Gebiete“. Die von ihr angeführten separaten Elemente widersprechen einander jedoch.

Israel „besetzt“ den Gazastreifen nicht. Der Gazastreifen ist oft der Herkunftsort der nach Israel geschossenen Raketen und die meisten dieser Raketen werden in der Regel von Israels Verteidigungssystem Eiserne Kuppel zerstört. Israel zog 2005 alle seine Truppen und Gemeinden (alias „Siedlungen“) aus dem Gazastreifen ab. Bei Gegenschlägen im letzten Mai töteten Israels Raketen 240 Palästinenser, die meisten davon Terroristen, so Bader.

Die Menschen im Gazastreifen „leben unter Militärbesatzung“, betrieben von der Hamas, die zwei Jahre später, 2007, von der palästinensischen Autonomiebehörde die Kontrolle über Gaza eroberte. Viele Anhänger Israels werden sich zweifellos auf mich stürzen, weil ich das Wort „Besatzung“ verwende, aber ich lasse das hier zum Streit stehen.

Israel kontrolliert die Areas A und B von Judäa und Samaria alias „Westbank“ nicht, die von der palästinensischen Autonomiebehörde regiert werden. Es kontrolliert Area C und Ostjerusalem, die juristisch als „umstrittene Gebiete“ betrachtet werden; dort stationiert es Truppen und hat den Bau jüdischer Gemeinden ermöglicht. Allerdings sind die palästinensischen Araber in all diesen drei Gebieten, die von den Oslo-Vereinbarungen beschrieben werden, nicht dafür bekannt Raketen in Richtung Israel zu schießen.

Nur die Fakten bitte, Mary Christine Bader, Mitglied von Middle East Peace Now, die im Vorort Wayzata von Minneapolis lebt. Auf „Dragnet“ wies Jack Webb Zeugen an, ihm „nur die Fakten zu geben, Ma’am“, wenn seine Figur Detective Sgt. Joe Friday sie befragte.

Wenn du Israel unbedingt kritisieren musst, Mary, kannst du bitte deine Fakten auf die Reihe bekommen?

Bader heckt in diesem Kommentar-Text ihre eigenen Fakten aus, mit denen sie den Kolumnisten Bret Stephens wegen seines Kommentars verreißt, in dem dieser sich in der Star Tribune Israelhetzern aus dem Kongress annimmt. Stephens‘ Kommentar, der ursprünglich in der New York Times erschien, ist für die Abgeordnete Ilhan Omar besonders heikel, weil der Stephens-Text in der Zeitung ihrer Heimatstadt abgedruckt wurde, wo ihre eigenen Wähler vielleicht etwas über eine neue, abträgliche Perspektive zu ihr erfahren könnten.

Omars Verteidigerin liegt sowohl bei ihrem ersten wie auch dem letzten Absatz falsch; sie beschuldigt Stephens am Anfang „antipalästinensischer Engstirnigkeit“ und fügt am Ende der sogenannten israelischen „Besatzung“ seiner Gebiete 19 Jahre hinzu.

Nirgendwo in seiner Kolumne drückt Stephens palästinenserfeindliche Engstirnigkeit aus. Er kritisiert Omar und acht weitere Abgeordnete, weil sie dafür stimmten $1 Milliarde für die Eiserne Kuppel zu verweigern. Israel hat die „Westbank“ und Ostjerusalem seit 1967, vor 54 Jahren, unter seiner Kontrolle, als Israel das Land im Sechstage-Krieg überrannte – einem Krieg, der von den umgebenden arabischen Staaten initiiert wurde. Heute bietet es militärischen Schutz für Area B, kontrolliert aber nur Area C und Ostjerusalem. Bader gibt die Dauer der „Besatzung“ mit 73 Jahren an, was zur Gründung des Staates Israel 1948 zurückreicht. Heißt das, dass sie nicht glaubt, dass Israel überhaupt ein Existenzrecht hat?

Bader verweist auch auf Israels Inhaftierung von Kindern ohne die Situation zu erklären; sie schreibt: „Ihre (McCollums) Gesetz würde Israel verbieten US-Steuerzahler-Gelder für die militärische Inhaftierung palästinensischer Kinder zu verwenden.“

Es ist gängig, dass palästinensische Araber unter 18 Jahren Soldaten und andere Israelis angreifen, zumeist bei Demonstrationen, was bedeutet, dass sie Verbrechen begehen. Redet sie davon? Wenn ja, wird von Israel erwartet ihre kriminellen Taten zu ignorieren? Es gibt weitere gute Punkte in ihrer Kolumne, die Prüfung verdienen, aber wie es heißt: so viele Verdrehungen, so wenig Platz.

Zugegeben, es ist schwierig deutlich zu sagen, was in dem Konflikt wahr oder falsch ist, besonders da die involvierten Parteien unterschiedliche Sichtweisen haben, was dort geschieht. Es ist allerdings bestenfalls nachlässig, wenn ein Autor elementare Details vermasselt. Schlimmstenfalls ist es, was ich so zu erklären versuche, dass ein 6-jähriges Kind es versteht, gezieltes Geflunker.

Die Voraussetzung unserer Frau „Nur die Fakten“ bedeutet zweierlei: Die Person weiß nicht, wovon sie redet oder sie lügt.

Wie können sie erwarten ernst genommen zu werden, wenn sie Baders Beispiel folgen? Viele Unterstützer Israels sind offen für Kritik, aber Anschuldigungen ohne Beweisen zuzuhören verschwendet unsere Zeit.

Bader führt einige legitime Punkte an. Sie beschwert sich, dass die Einbringung der $1 Milliarde-Zuweisung für die Eiserne Kuppel in ein größeres Verteidigungsgesetz geschoben wurde. Das ist eine übliche Taktik im Kongress und in lokalen gesetzgebenden Organen, eine geschmacklose Aktivität, egal, worum es geht.

Es erwies sich jedoch als gute Ausrede die Taktik zu kritisieren und Geld aus dem breiteren Gesetz herauszunehmen. Zwei Tage später verabschiedete das Repräsentantenhaus die Ausgabe als eigenständige Maßnahme mit 420 zu 9 Stimmen und es wird erwartet, dass der Senat sie genehmigt.

Die Darstellung von Stephens‘ Meinungstext in der Star Tribune veranlasste einen Brief einer Gruppe Einwohner von Minnesota, die nach Angaben von Newsweek eine Entschuldigung bei Omar forderten. Die Zeitung ließ die Original-Schlagzeile der Times weg – „Falsches Spiel von Progressiven wegen Israels Eiserner Kuppel“ – und gab ihm eine lokale: „Omar, ‚Squad‘ starten weiteren israelfeindlichen Angriff“.

Ich selbst habe weder etwas gegen Omars Religion, noch gegen ihre Rasse oder ihr Geschlecht – nur gegen ihr Handeln als Abgeordnete im Kongress. Omar und Rashida Tlaib sind aktuell die einzigen Muslime im Kongress. Tlaibs Familie emigrierte aus der „Westbank“ und wie Omar übt sie schrille Kritik an Israel.

Wenn Omar sich durch die Schlagzeile der Star Tribune bedroht fühlt, dann sollte sie bestimmt begreifen können, wie ich mich fühle, wenn sie und ihre Freunde Verfälschungen zu Israel ausspeien, die gefährliche Leute anregen Juden wie mir Schaden zuzufügen.