Keine Ausnahmen

David Parsons, ICEJ Word from Jerusalem (März/April 2002, nicht im Internet)

Während die Welt in den Nachwehen des 11. September weiter mit der Geißel des Terrorismus ringt, ist die arabisch-islamische Welt wegen ihres zerrissenen Ansehens immer mehr in die Defensive gegangen. Muslimische Führer bestehen mehr denn je darauf, dass es westliche Politik und Materialismus sind, die Terror hervor bringen. An den 19 Selbstmordpiloten sind Hollywood und die (US-)Armeejeeps in Saudi Arabien schuld.

Aber vor allem wird Israel dafür verantwortlich gemacht. Ja, dieses in den Nahen Osten eingepflanzte „Krebsgeschwür“, gegen das das winzige palästinensische Volk so heldenhaft kämpft. Die Palästinenser, so wird uns erzählt, sind betreiben nicht Terrorismus, sondern einen legitimen „Widerstand gegen Besatzung“. Und es wird alles versucht dafür zu sorgen, dass dies als weithin sichtbares, vertragliches Zeichen von den Vereinten Nationen in internationales Recht gegossen wird. Damit würde Terrorismus weltweit „kriminalisiert“, mit dem Vorstoß der islamischen Welt dahingehend, dass eine Ausnahme für gegen Israelis verübte Gewalt ausformuliert wird.

In seiner so aufdringlich beworbenen Rede vom 16. Dezember tadelte PLO-Chef Yassir Arafat die Welt dafür, dass sie „unsere legitimen Bestrebungen nach Befreiung als Terrorismus“ bezeichnet. Und obwohl Arafat „terroristische Aktivitäten“ in seiner Rede bannte, weiß die palästinensische Öffentlichkeit sehr genau, dass die PLO „Terrorismus“ immer in einer Art definierte, die ihren eigenen „Widerstand gegen die Besatzung“ ausschloss. Mit anderen Worten: Alles bleibt möglich.

Aber schauen wir uns doch einmal an, wem die Palästinenser da „Widerstand leisten“. Wer sind die „Besatzer“, die sie in so einzigartiger Weise abschlachten dürfen?

Seit Arafats Rede sind über 30 Israelis in wüsten Schießereien, Beschuss von Straßen und Selbstmord-Bomben umgekommen. Einer der ersten Akte des „Widerstands“ bestand in der Ermordung von drei Beduinen und einem arabischen Christen, die alle stolz in Uniformen der israelischen Armee dienten.

Nur Tage später wurde ein arabischer Christ in einem Anschlag bei Jenin zu Tode „widerstanden“, als er medizinisches Versorgungsmaterial an Palästinenser verteilte, die nicht aus ihren Dörfern heraus kamen. Obwohl das Fahrzeug dieses „Besatzers“ ein großes Roter-Halbmond-Symbol trug, hatte es doch auch israelische Nummernschilder; und das machte es zum Ziel. Nicht lang danach wurde ein weiterer israelischer Araber an derselben Stelle schwer verwundet, als er für die Palästinenser im Auftrag der linksextremen Menschenrechtsgruppe B’tselem unterwegs war. Sein Verbrechen, einmal mehr: gelbe, israelische Nummernschilder.

Die Palästinenser haben in den letzten Wochen auch einer außergewöhnlich hohen Zahl von weiblichen, alten und behinderten „Besatzern“ „Widerstand geleistet“:

Eine 41-jährige zweifache Mutter wurde getötet, als sie in Givat Ze’ev tanken wollte, während sie mit ihrer Tante zu einer Hochzeit fuhr.

Eine 40-jährige Frau und ihre 11-jährige behinderte Tochter wurden als Geiseln genommen und in ihrem Haus im Jordantal getötet.

Eine hervorragende 25-jährige Jura-Studentin wurde von arabischen Teenagern erstochen, als sie mit ihrem Freund im „Friedenswald“ in Jerusalem spazieren ging.

Eine 78 Jahre alte ukrainische Einwanderin wurde erschossen, als sie nachts mit ihrem Sohn in der Nähe von Ariel nach Hause fuhr. Sie hatte erst kürzlich heraus gefunden, dass die Rote Armee sie mit einer Medaille für heldenhaften Dienst als Sanitäterin während der Belagerung von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg ausgezeichnet hatte.

Eine andere ältere Frau, Überlebende des Massakers an Juden von Hebron im Jahre 1929, wurde von Fatah-Schützen in den Straßen von Jerusalem nieder gestreckt. Bei demselben Vorfall wurde auch eine zweite Frau getötet.

Zwei Soldatinnen wurden erschossen, als sie in einer Konditorei in Beersheva saßen. Eine lässt eine Zwillingsschwester zurück. Die andere hatte gerade ihre Mutter wegen Brustkrebs verloren und versuchte mit ihrer Trauer zurecht zu kommen, indem sie einen Film über das Leben ihrer Mutter drehte.

Ein 81-jähriger Mann, der von der ersten palästinensischen Selbstmord-Bomberin im Zentrum von Jerusalem getötet wurde, war in der Nähe derselben Stelle von britischen Soldaten in den 1940-er Jahren zusammengeschlagen worden. Er hatte im Alter angefangen zu malen und starb, als er auf dem Heimweg von seinem Malkurs Materialien für sein Hobby kaufen wollte.

Sechs israelische Zivilisten starben, als sie die Bat-Mitzvah eines 12-jährigen Mädchens in Hadera feierten.

Die vielleicht traurigste Geschichte handelt von dem 71-jährigen Avi Boaz, einem freundlichen Mann, der wegen Kinderlähmung an einer Krücke humpelte. Vor wenigen Wochen beerdigte der Architekt im Ruhestand seine Frau, die einem Krebsleiden erlegen war. Dann kam er zurück, um unter seinen arabischen Freunden in Beit Jala zu leben und zu arbeiten, wo der amerikanische Jude seit 20 Jahren eine geliebte Person war. Aber Avi wurde von muslimischen Milizangehörigen vor den Augen palästinensischer Polizisten entführt, ins benachbarte Beit Sahour gebracht und mit 19 Kugeln aus kürzester Entfernung durchsiebt. Sein verstümmelter Körper wurde in einen nahe gelegenen Obstgarten geworfen.

Das sind keine Widerstands-Taten, sondern purer Terrorismus – und sogar diese Bezeichnung erscheint angesichts solcher Brutalität zu schwach. Sie demonstrieren schmerzhaft, dass die Palästinenser nicht nur einfach darauf aus sind, die „Besatzung“ zu beenden, sondern die Juden aus dem ganzen Land Israel auszurotten, „vom Fluss bis zum Meer“. Es ist Teil einer langen, grausamen Kampagne der ethnischen Säuberung und die Welt sollte sich dagegen sträuben, es anders zu sehen – ganz zu schweigen davon, es zu legalisieren.

UNRWA beim Lügen zur Dämonisieurng Israels und Spendensammeln erwischt

Aussie Dave, Israellycool, 3. Juni 2007 (mit Ergänzungen, u.a. von UN Watch, 2. Juni 2017)

UN Watch hat die UNRWA dabei erwischt, wie sie versuchte ein syrisches Mädchen als palästinensisch auszugeben.

UN Watch forderte heute, dass UNRWA-Chef Pierre Krähenbühl sich für die Verwendung eines Mädchens in einem ausgebombten syrischen Gebäude entschuldigt, das in einer weltweiten Kampagne zum Spenden sammeln für die Organisation als Opfer israelischen Handelns im Gazastreifen hingestellt wird.

UNRWA bringt das Foto oben in Anzeigen auf Facebook und twitter. Es ist inzwischen auch UNRWAS Titelbild.

Stellen Sie sich vor von der Welt abgeschnitten zu sein – Ihr gesamtes Leben lang. Das ist für Kinder wie Aya Realität. Die Blockade des Gazastreifens begann, als sie ein Baby war, die Besatzung der Westbank, bevor ihre Eltern geboren wurden. Heute ist sie elf und die Blockade besteht weiter.

Avas Kindheitserinnerungen bestehen aus Konflikt und Elend, Mauern, denen sie nicht entkommen kann und der Angst, dass das einzige Heim, das sie kennt, so winzig es auch ist, weg sein könnte, wenn sie aus der Schule kommt.

Helfen Sie bitte in diesem Ramadan Kindern wie Aya, die nichts außer Konflikt und Elend kennen. Spenden Sie hier (das lasse ich aus – heplev).

Doch weder das Mädchen noch das ausgebombte Gebäude befinden sich im Gazastreifen; es handelt sich um ein altes Foto aus Syrien, das offenbar aus dem Jahr 2014 stammt.

Hier ist UNRWA, wie sie das Originalbild im einer Geschichte zu Syrien aus dem Jahr 2013 twitterte:

UNRWA_Foto-Syrien-original.jpg

Das Foto erschien auch auf anderen UNRWA-Seiten über Syrien, hier, hier und hier.

Außerdem in einem UNRWA-Bericht,

wo die Bildbeschreibung so lautet:

Ein kleines Mädchen steht im Schutt von Qabr Essit bei Damaskus. 2014 wir die UNRWA in der Lage mit dem Wiederaufbau von Gebäuden in dem Viertel anzufangen, darunter einer Schule und einem Gemeindezentrum. © UNRWA Foto von Taghrid Mohammad

Ich finde nicht, dass hier eine Entschuldigung ausreicht. Wer immer dafür verantwortlich ist, muss gefeuert werden. Verdammt, ich finde, die UNRWA muss aufgelöst werden, aber das war schon vor diesem jüngsten Vorfall.

Hier handelt es sich nicht um einen honorigen Fehler. Das war eindeutig ein vorsätzlicher Versuch der Irreführung und Dämonisierung Israels mit Hilfe eines Vorwands.

—–

Nachtrag: Die UNRWA hat dieses Bild inzwischen aus seinen Einträgen in den sozialen Medien entfernt. Was dazu führte, dass Hillel Neuer eine Frage an Pierre Krähenbühl postete:

.@PKraehenbuehl @UNRWA Mit dem Löschen aus den Facebook- und twitter-Titelbildern geben Sie praktisch zu, dass sie das erfunden haben. Werden Sie sich entschuldigen?

Zeit zuzuhören

A TIME TO SPEAK, Jahrgang II, Nr. 24, Dezember 2002- Heschvan/Kislev 5763 (nicht mehr online)

Spezial: „Zehn schlechte Gründe für einen palästinensischen Staat“, das ursprünglich Teil der Ausgabe 10 (vom Oktober 2001) war, wurde ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist nun auf der Internetseite als separater Eintrag unter dem Titel „Zwölf schlechte Argumente für einen palästinensischen Staat“ zu finden.

“Sie spotten und planen Böses. Aus ihrer Höhe planen sie Falsches zu tun.“
Psalm 73,8

„Manchmal ist es die vordringlichste Aufgabe des Intelligenten, das Offensichtliche zu sagen.“
George Orwell

Es gibt derzeit einen populären Expertenspruch: „Der Nil ist gar kein Fluss in Ägypten“. (Ein Wortspiel: „Denial ain’t just a river in Egypt“, wobei „denial“ auch für „the Nile“ steht, während es eigentlich „Verleugnung“ bedeutet). Dieser kann gut auf all jene angewendet werden, die den Frieden im Nahen Osten dadurch erreichen wollen, dass sie Abgesandte losschicken, Shuttle-Diplomatie betreiben, Pläne entwerfen, Zeitpläne aufstellen, über Resolutionen debattieren, Konferenzen abhalten, Gastfreundschaft an Terroristen verschwenden oder als Solisten, Chor oder Claqueur in einem schlechten Quartett auftreten.

„Leugnung“ ist die Selbsttäuschung oder der Vorwand, dass Frieden dadurch erreicht werden kann, dass man Israel zwingt den arabischen Forderungen nach Territorium, Grenzen, Siedlungen, Rückzügen, Flüchtlingen und allem anderen, das ihnen einfällt, nachzugeben.

Für diejenigen, die bereit sind zuzuhören, machen die Araber selbst so deutlich wie möglich, dass

1) das „Problem“ darin besteht, dass Israel überhaupt existiert,

2) die einzige Lösung die ist, dass Israel zu existieren aufhört, alles Land den Arabern gehören sollte und alle Juden abgeschlachtet, ausgewiesen oder unterjocht werden.

Sie verbreiten diese Botschaft selbst, aber die bekannten Nachrichten-Medien sind nicht geneigt sie weiter zu verbreiten. Diejenigen, die bereit sind zu hören, können jedoch die Botschaft finden. Sie ist so klar und unzweideutig, dass die, die sie ignorieren,

1) sich nicht darum bemühen die grundlegendsten Tatsachen zu erfahren oder

2) nicht begreifen, dass ihre Ideen für Israel tödlich sind oder

3) sich der Wirklichkeit verweigern, um diese Erkenntnis zu vermeiden oder

4) beabsichtigen, dass ihre Konzepte Israel vernichten.

Die Europäische Union und die UNO geben durch ihre eigenen Berichte Zeugnis davon, dass für sie wohl die Erklärung Nr. 3 gilt, da sie durch unbarmherzige Schmähungen, Verleumdungen und Verunglimpfungen Israel als lebensunwürdig darstellen.
* * * * *

„Frieden für uns bedeutet die Vernichtung Israels, nichts anderes.“
Yassir Arafat

„Wir kämpfen nicht, damit ihr uns etwas anbietet. Wir kämpfen, damit ihr ausgelöscht werdet.“
Hassan Massawi, Hisbollah

„Wir werden mit den Schädeln der Söhne Zions [d.h. der Juden] eine Brücke in den Himmel bauen.“
Hamas-Internetseite, Dezember 2002

„Nehmt einigen Leuten den Hass weg und ihr habt Leute ohne Glauben.“
Eric Hofer

Der Journalist Ehud Ya’ari denkt über die Bedeutung der Judeophobie in der populären Unterhaltungsindustrie nach, zu lesen in „The Jerusalem Report“ vom 16. Dezember 2002:

„Reiter ohne Pferd“, der von 14 arabischen Fernsehstationen ausgestrahlte ägyptische Fernseh-Hit, ist nicht die einzige antisemitische Produktion, die jeden Abend während des Ramadan diesen Jahres über die Bildschirme galoppiert… Antisemitismus ist das letzte Wort in der arabischen Unterhaltungsindustrie geworden.

Al-Manar, die aus dem Libanon sendende Fernsehstation der Hisbollah, lässt Dr. Ghazi Hussein reden, der im Studio sitzt und kenntnisreich die typischen Charakteristika der Juden definiert, darunter „Lüge, Verrat und Habgier“… Die Werbung für das Programm schließt Videoclips ein, die versprechen, dass „Israel ausradiert wird“ – mit den entsprechenden Bildern zur Illustration.

Das syrische Fernsehen bringt eine eigen-produzierte dramatische Serie, „Der Zusammenbruch der Legenden“. Ihre zentrale Aussage ist, dass es keine archäologischen Belege gibt, die die Geschichten des Alten Testaments bestätigen; dass die uns heilige Torah nichts als eine Fälschung ist, die von den Rabbinern erstellt wurde; dass sie keine Verbindung zu den Zehn Geboten habe, sondern eine Verfälschung der Geschichte ist, die den Juden einen Anspruch auf das Land Israel verschaffen soll.

… Das palästinensische Fernsehen sendet eine Dokumentationsreihe mit einem einzigen Ziel: den „Mythos“ zu widerlegen, dass je ein jüdischer Tempel in Jerusalem stand und jeden historischen Verweis auf diese Behauptung als einen Akt der Täuschung darzustellen. Die Botschaft lautet, die Juden hätten in der Heiligen Stadt nichts zu suchen.

In der ägyptischen Serie… sehen die Juden aus, als seien sie gerade dem „Stürmer“ entsprungen und benehmen sich wie des Teufels Advokat, intrigieren, sähen Korruption und drücken generell alles aus, was es zur Menschheit an Ekligem gibt.

Die unvermeidliche Folge ist, dass eine bedeutende Anzahl, wenn auch längst nicht alle Mitglieder der jüngeren Generation der arabischen Künstler… freiwillig ihre Dienste angeboten haben, um diese Botschaft zu schärfen und stilistisch zu bearbeiten…: dass es keine Möglichkeit gibt mit den Juden Frieden zu schließen – nicht wegen irgendeiner politischen Auseinandersetzung oder eines Zusammenstoßes über Territorium, sondern weil diese Nation a priori nicht zur menschlichen Rasse gezählt werden kann. [Hervorhebung hinzugefügt] Die jüdische Religion ist eine große, fortgesetzte Lüge und die jüdische Geschichte ist die Frucht einer beständigen Verdrehung der Vergangenheit. Weiterhin bilden die Juden für den Rest der Welt auch in der Zukunft eine Bedrohung.

Seit einiger Zeit frage ich mich mit einigen Kollegen, die ihr Ohr tagtäglich den Stimmen widmen, die von der anderen Seite kommen: Wohin führt diese Kampagne? Immerhin geht es hier nicht um den Rückzug aus den Gebieten oder darum, den palästinensischen Flüchtlingen ein „Rückkehrrecht“ einzuräumen. Es ist vielmehr eine weit gehende, gefährliche Begründung, die die Rechtfertigung einer Massenexilierung der Juden aus Israel liefert – „ethnische Säuberung“ in heutigem Sprachgebrauch; und darüber hinaus gehend baut man eine Rechtfertigung für Völkermord auf!
* * * * *
Juden, die in muslimischen Gesellschaften lebten, wurden von Anfang an dem untergeordneten Status des „Dhimmi“ unterworfen, verbunden mit raffinierter Unterdrückung und Erniedrigung. Dazu gehörten u.a.

– der Zwang, eine ungeheure Kopfsteuer zu zahlen
– die Verweigerung von juristischen und Bürgerrechten
– der Zwang, eine besonderes Kennzeichen zu tragen
– der Zwang, ein „Teufelszeichen“ an ihren Türen zu haben
– der Zwang, die härtesten Arbeiten zu tun
– sie konnten jederzeit entführt und versklavt werden
– das Verbot in einem zweistöckigen Haus zu wohnen, damit sie sich nicht „über“ Moslems auf der Straße befinden konnten
– das Verbot Schuhe zu tragen
– das Verbot auf Pferden zu reiten
– das Verbot im Regen zu gehen, der ihre Verschmutzung auf einen Muslim spritzen könnte

Heute erlebt die arabische Welt, wie die verabscheuten und verachteten Juden einen Staat in ihrer Mitte schaffen, der – trotz all seiner Fehler und Unzulänglichkeiten – frei, lebhaft und blühend ist. Die arabische Welt hat alles versucht, diesen Staat zu zerstören: Kriege, Terrorismus, Blockaden, Boykotte, Propaganda – und trotz der Überlegenheit an Menschen, Ressourcen und Geld ist es ihnen nicht gelungen.

Ein solch althergebrachter und gepflegter Hass, verschlimmert durch diesen Frust, kann durch keine Konzession oder Belohnung gelindert werden, die Israel am Leben lässt.

Sich etwas anderes einzubilden, ist Verleugnung. Etwas anderes zu behaupten, ist Betrug.

Einige der Wurzeln des arabischen Hasses gegen die Juden und Israel werden in Auszügen aus „Arab Muslim Antisemitism“ (Arabisch-muslimischer Antisemitismus) von Andrew G. Bostom im FrontPage Magazine.com vom 25. November 2002 aufgezeigt:

Für die Freunde der Wahrheit ist es eine Pflicht, sich an die vorausgegangene Geschichte zu erinnern, als arabische Sprecher und PLO-Apologeten versuchten den Terrorismus gegen Juden in Israel „in Zusammenhang“ zu bringen und „die israelische Besatzung von 1967“ dafür verantwortlich zu machen. Diese Gewalt begann nicht 1967, noch nicht einmal infolge der Gründung Israels 1948; sie war nie durch geographische Grenzen beschränkt; und ihre Quelle ist nicht politischer Natur.

Wie eine vom PA-Fernsehen gesendete Freitagspredigt aus dem letzten Jahr erklärte: „Gesegnet seien die, die eine Kugel in den Kopf eines Juden schießen… den Feinden Allahs, der im Koran verfluchten Nation, die der Koran als Affen und Schweine bezeichnet…“

Es gab auch eine Zukunftsbotschaft in den Worten des von der PA ernannten Geistlichen: „Allah möge machen, dass die Muslime über die Juden herrschen. Wir werden sie in Hadera in die Luft jagen, wir werden sie in Tel Aviv und in Netanya in die Luft jagen… Wir werden Jerusalem als Eroberer betreten und Jaffa als Eroberer und Haifa als Eroberer und Aschkelon als Eroberer…“ In Bezugnahme auf ein Hadith (eine mündliche muslimische Tradition, die Mohammed und seinen Jüngern zugeschrieben wird) sagt der Prediger, dass die Natur selbst den Muslimen bei ihrer Verfolgung der Juden zu Hilfe kommen wird: „…bis die Juden sich hinter Bäumen und Steinen verstecken werden und der Baum oder Stein wird sagen: ‚Muslim! Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir.’“ [HE: Dem Satz folgt dann in anderen „Predigten“ immer noch: „Komm und töte ihn!“]

[Dr. Bostom erklärt, wie der Mann, den die Briten als geistliches Oberhaupt der palästinensischen Muslime ernannten, fast eine halbe Million Juden auf einen Schlag tötete:]

Hadsch Amin al-Husseini wurde vom britischen Hochkommissariat im Mai 1921 zum Mufti von Jerusalem ernannt… Während der Hezte, die zu der arabischen Revolte von 1929 in Palästina führte, rief er zur Bekämpfung und Abschlachtung „der Juden“ auf – nicht nur der Zionisten. Tatsächlich waren die meisten jüdischen Opfer des arabischen Aufstands von 1929 Juden aus den Jahrhunderte alten „Dhimmi“-Gemeinden (z.B. in Hebron)…

Mit dem Aufstieg des Nazi-Regimes in den 1930-ern intensivierten der Mufti und seine Clique ihre antsemitischen Aktivitäten, um sich Unterstützung von Hitlerdeutschland, bosnischen Muslimen und allgemein der arabischen Welt für den „Jihad“ zur Auslöschung der Juden Palästinas zu sichern…

Er verbrachte den Rest des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und Italien. Aus dieser Zufluchtsstätte sorgte er für aktive Unterstützung der Deutschen, indem er bosnische Muslime und zusätzlich muslimische Minderheiten aus dem Kaukasus für besondere SS-Einheiten rekrutierte. Er wies sie an: „Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet. Das gefällt Allah und der Religion.“

Sein gnadenloses Einreden auf deutsche, rumänische und ungarische Regierungsbeamte verursachte die Rücknahme von schätzungsweise 480.000 Ausreisegenehmigungen, die Juden bereits gewährt worden waren… Das Ergebnis davon war, dass diese Unglücklichen in die polnischen Konzentrationslager deportiert wurden. Ein 1947 der UN-Vollversammlung vorgelegtes Dokument beinhaltet den Brief des Muftis an den ungarischen Außenminister vom 28. Juni 1943 mit der Forderung der Deportation der ungarischen Juden nach Polen; er enthält diese heftige, aussagekräftige Randnotiz: „Als Konsequenz dieser Forderung wurden 400.000 Juden anschließend getötet.“…

Der angesehene Journalist und Schriftsteller David Pryce-Jones hellt den herausragenden Status des Antisemitismus im bitteren Vermächtnis des Muftis auf: „Sein Hass auf die Juden war instinktiv, stammesbedingt; er wünschte sie niederzumähen, ihnen ins Gesicht zu sagen: ‚Nichts als das Schwert wird die Zukunft dieses Landes entscheiden.’ Dass sich das unter Elend und Ruin bewahrheitete, ist Hadsch Amins Denkmal für die Nachwelt.“

Pryce-Jones Einblicke unterstreichen den immensen Einfluss der persönlichen Überzeugungen des Mufti und der Hass erfüllten Botschaften auf die Entwicklung der arabischen und palästinensischen Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Es ist unbestreitbar, dass der bösartige Antisemitismus des Mufti die arabische Politik gegenüber Israel weiter beeinflusst. Es ist nicht überraschend, dass Yassir Arafat, seit er 16 alt war, für den Mufti arbeitete und terroristische Aktionen durchführte. Arafat betrachtet den Mufti immer noch als seinen wichtigsten spirituellen und polistischen Mentor.“
* * * * *

Wir hofften, es sollte Friede werden, aber es kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, es ist Schrecken da
Jeremia 8,15

„Dieser ungerechte Staat Israel wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat USA wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat Großbritannien wird ausradiert werden.“
offizielle Predigt in einer PLO-Moschee

In einem Interview mit dem PLO-Fernsehen erzählt die Mutter zweier Terror-Bomber der jüngsten Vergangenheit von ihrer Pilgerreise nach Mekka und ihren dortigen Gebeten. Ihre Gefühle werden so oft von anderen Eltern wiederholt, dass sie nicht als selten oder als Verirrung betrachtet werden können. Der Bericht stammt von Palestinian Media Watch, 12. Dezember 2002:

[Mein zweiter Sohn] wurde Shahid [Selbstmord-Bomber], als er 20 Jahre alt war. Bevor ich meine Pilgerreise [nach Mekka] machte, legte er seine Hände auf meinen Kopf und sagte: „Sei ruhig, Mutter, sei ruhig, das ist mein Wunsch. Bete für mich, dass ich ein Shahid sein werde [für Allah sterbe].“ Als ich die Runde in Mekka und Medina ging, schwor ich Allah, dass ich für ihn betete … und sagte: „Preis sei Allah, meine Kinder wollen Märtyrer sein und das ist ein besserer Tod als wir ihn haben werden, wenn wir sterben. Ihr Tod ist für Allah, Tod für unser Land, Tod für unser Jerusalem.

Ich haben einen Wunsch für alle israelischen Mütter, für alle Israelis: Sie sollen sich nicht erholen können, sie sollen nicht friedlich schlafen können, sie sollen immer Albträume haben, Tag und Nacht, wohin immer sie gehen und was immer sie tun… nicht nur wegen Bomben und Anschlägen, sondern Albträume Tag und Nacht. Sie sollen davon träumen, wie das palästinensische Volk sie tötet und sie in die Luft jagt. Sie sollen nicht entspannen und nicht schlafen können. Nicht sie und nicht ihre Söhne, nicht ihre Kinder, auch nicht die israelische Armee. Die sollen nicht in der Lage sein mit dem Bus zu reisen, keinen Panzer fahren, nicht einmal mit dem Fahrrad fahren können. Wo immer sie sich hin wenden, die Israelis sollten [jemanden] sehen und sagen: „Vielleicht ist das ein Palästinenser.“ …

Kein Israeli, wer auch immer, sollte in Ruhe leben können. Selbst in ihrem Schlaf werden sie Albträume haben. Wir werden sie Tag und Nacht in die Luft jagen, wo immer sie hin gehen. Und ich als die Mutter zweier Märtyrer, wenn ich Israelis sehe, dann werde ich mich unter ihnen in die Luft sprengen.“

Der Kommentar des Interviewers: „Natürlich sind wir immer sehr stolz auf alle unsere Märtyrer.“

Hassa Nasrallah, Hisbollah-Chef, am 15. November 2002 (von MEMRI übersetzt):

Wir betrachten Amerika als einen Feind der islamischen Nation, haben aber bisher noch keine direkten militärische Aktionen durchgeführt.

Die Nation hat den Gebrauch von Selbstmordanschlägen aufgenommen, ohne den Akt des Selbstmords ist der Kampf bedeutungslos. Die amerikanische Regierung und die Experten in Amerika und Israel wie auch die Generale waren nicht in der Lage, das Konzept des Selbstmords und die Waffen der Selbstmordangriffe zu eliminieren.

… Wir müssen dafür arbeiten, das Konzept des Todes für die Verwirklichung von Allahs Weg wie auch den Akt des Selbstmords in der [islamischen] Nation zu verbreiten um unser Land zu beschützen.“

Aus einer offiziellen Predigt in einer PLO-Moschee, die vom PLO-Fernsehen gesendet wurde. Der Bericht stammt von PMW (Palestinian Media Watch) vom 11. Dezember 2002:

Preis sei Allah, der [die Juden] verflucht hat, die Brüder von Affen und Schweinen, mit einem Strom von Flüchen, der weiter gehen wird, bis die Toten auferstehen. Er hat uns vor ihrer Bösartigkeit und ihrer Arroganz gewarnt… Die Juden sind Juden und uns ist es verboten ihre Charakterzüge auch nur einen Augenblick zu vergessen…

O [muslimische] Diener Allahs! … Wir sind die Gläubigen der Wahrheit und im wahren Glauben. Allah liebt die, die für ihn kämpfen. Allah sagt zu den Juden und den Götzenverehrern: „Euer Gott hat erklärt, dass er bis zur Wiederauferstehung mit Sicherheit gegen sie [die Juden] alle [Araber und Muslime] schicken wird, die sie mit furchtbare Qualen betrüben werden.

… Mohammed warnte uns strengstens vor ihnen. Er sagte, nachdem er sie aus Arabien vertrieben hatte, … dass [Muslime] die mit der Wahrheit sind und die Juden nur Falschheit haben.“
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Seit Beginn des „Olso-Friedensprozesses“ haben PLO-Führer zugegeben, dass dieser ein Trick ist, geschaffen um Israel für den letzten, Tod bringenden Schlag zu schwächen [vgl. Ausgabe 4]. Die PLO hat nie ihre Charta geändert, die immer noch als Grund ihrer Existenz die Zerstörung Israels definiert. Nun wollen einige Meinungsmacher im PLO-Land den Vorwand fallen lassen, dass die PLO eine Koexistenz mit Israel anstrebt. Auszüge aus dem Bericht von Khaled Abu Toameh aus der „Jerusalem Post“ vom 15. Dezember 2002:

Rund 70 prominente palästinensische Personen haben eine Petition unterzeichnet, die die Autonomiebehörde aufruft, die Oslo-Vereinbarungen zu aufzuheben.

Dies ist das erste Mal, dass eine so große Gruppe weithin respektierter und einflussreicher Palästinenser eine solche öffentlichte Forderung nach Abschaffung der Oslo-Vereinbarungen und zur „Option des Widerstands“ gegen Israel veröffentlicht hat.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören Mitglieder des Palästinensischen Legislativrats und des palästinensischen Nationalrats, wie auch Universitäts-Lehrer, Akademiker, Juristen, frühere Bürgermeister, Ärzte, politische Aktivisten, Arbeiter, Mitglieder der Studentenverbindungen und Geschäftsleute.

„… Wir rufen die arabischen Staaten und ihre Führungen auf, vornehmlich die Autonomiebehörde, die Oslo-Vereinbarungen zurückzuweisen“, heißt es in der Petition… Wir rufen auch zur Zurückweisung separater und bilateraler Vereinbarungen auf, die uns gegen unseren Willen zur Befreiung und [gegen] die arabische Solidarität aufgedrängt werden.“

Die Petition beschwört die PA den Schaden zu reparieren, der aus den Oslo-Vereinbarungen entstanden ist und „den nationalen Willen zum Widerstand zu vereinigen“.
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Der saudische Innenminister, Prinz Nayef Ibn Abd Al-Aziz, behauptet, dass „die Zionisten“ hinter dem Terrorismus des 11. September stecken. Aus einem Interview mit einer kuwaitischen Zeitung, wie MEMRI am 3. Dezember 2002 berichtete:

Prinzi Nayef betonte, dass die Beziehungen zwischen der saudischen und der US-Regierung stark sind, trotz der zionistisch kontrollierten Medien, die die Vorfälle des 11. September manipulierten und die öffentliche Meinung in den USA gegen die Araber und den Islam richtete. Prinz Nayef sagte: „Wir setzen große Fragezeichen und fragen, wer die Ereignisse des 11. September beging und wer vo ihnen profitierte. Wer profitierte von dem Geschehen am 11.9.? Ich denke, sie [die Zioinisten] stecken hinter diesen Ereignissen.“…
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Die IDF (Israel Defense Forces – israelische Verteidigungskräfte) zahlt Entschädigungen an palästinensische Araber, denen sie – auch unabsichtlich – Schaden zugefügt hat. Wie diese Praxis ausgenutzt werden kann, wird in einem Bericht vom 10. Dezember 2002 aufgezeigt:

Verschiedene Palästinenser bezeugten, dass sie gefälschte Ansprüche gegen die IDF eingereicht haben, wegen Verletzungen, die sie nach eigenen Angaben erhielten. Sie wollten so Entschädigungen von Israel erhalten. Sie sagen auch, dass viele andere Palästinenser in der Vergangenheit solche falschen Ansprüche gestellt haben.

… Ein Verdächtiger sagte gegenüber Sicherheitsquellen vor einigen Monaten aus, dass er behauptete, von Steinen verwundet worden zu sein, die von palästinensischen Kindern auf IDF-Soldaten geworfen wurden. „Also ich dort stand, wurde ich am Kopf von einem Stein getroffen, der von einem der Kinder nicht weit genug geworfen wurde.“ Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort sagte ihm ein Arzt, dass er ein Beschwerdeformular erhalten würde, das die IDF verantwortlich machen würde und das es ihm ermöglichte Schadensersatzansprüche vom Staat Israel zu verlangen.

Der Verdächtige sagte, dass Dr. Zahar, der ihn wegen seiner Verletzungen behandelte, ihn überzeugte eine falsche Beschwerde einzureichen; er sagte ihm, dass so etwas schon häufig gemacht worden war.

Ein weiterer palästinensischer Verdächtiger fiel am 26. Oktober 2002 die Treppe in seinem Haus hinunter und brach sich ein Bein. Nach der Aussage des Verdächtigen überzeugte ihn sein Nachbar eine falsche Beschwerde einzureichen, in der er behauptete, die Verletzung sei das Resultat von Schlägen, die ihm IDF-Soldaten zufügten. Dies, so sagte ihm sein Nachbar, würde bedeuten, dass er Entschädigung beanspruchen könnte.

… Der Verdächtige tat, was sein Nachbar vorschlug. Er erhielt ein medizinisches Formular, das er von IDF-Soldaten geschlagen worden sein, reichte Beschwerde ein und erhielt $200. Er fügte hinzu, dass er viele andere Palästinenser kannte, die ähnlich gefälschte Ansprüche erhoben. Er betonte, dass das Ziel war, von Israel so viel Geld wie möglich durch Entschädigungen zu bekommen.

„Ich hörte, dass es viele Leute gab, die ähnlich falsche Ansprüche angemeldet hatten. Es gibt Leute, die Zuhause verletzt wurden und bei Ankunft im Krankenhaus behaupteten, dass Soldaten sie geschlagen hätten. Israelische Soldaten verletzten sie nicht. Sie wurden in Unfällen wie einem schlimmen Sturz verletzt, wie in meinem Fall. Das Ziel ist, Entschädigungszahlungen von Israel zu erhalten.“

[Kommentar: Diese Opfer sind in den neuen Zählungen der Medien der durch die Juden verwundeten Araber enthalten.]
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Es ist Brauch, am muslimischen Feiertag Eid al Fitr den Kindern Geschenke zu geben. Dieses Jahr war ein beliebtes Geschenk zu dieser Gelegenheit eine Osama bin Laden-Puppe.

 

Fatah zu ihrem 38-jährigen Bestehen

Ein legitimes palästinensisches Staatswesen bildet die wichtigste Waffe,
die die Araber gegen Israel haben

Original auf der offiziellen Fatah-Website vom 31.12.2001
(erstaunlich: Der Artikel wurde vor den Feiern zum Jahrestag am 1. Januar 2002 veröffentlicht!)

Der 38. Jahrestag der Gründung der Fatah

Übersetzter Originaltext   Kommentar des Übersetzers
Das palästinensische Volk hier und in der Diaspora feierte am ersten Januar den 38. Jahrestag der Gründung der Fatah und ihres militärischen Flügels, der Al-Asifa-Streitkräfte (das arabische Wort für Sturm). Es ist der zweite Jahrestag, der während der derzeitigen Intifada stattfinden, der heroischen Konfrontation zur Verteidigung unserer nationalen Prinzipien gegen die rassistische Regierung Sharons.   Heroisch: die gezielte Erschießung eines 10 Monate alten Babys in den Armen seiner Mutter. Heroisch: Selbstmord-Explosionen in einer Disco, einer Pizzeria, vielen Bussen, wo sich keine Soldaten befanden. Heroisch: Mörserbeschuss von Menschen, die keine Waffen tragen. Heroisch: der hinterhältige Mord an einem Hotelgast – dem israelischen Tourismus-Minister. Heroisch: Lynchmord an Jugendlichen, die auf einer Wanderung waren. Heroisch: Die Erschießung zweier Restaurantbesitzer, die Palästinenser Geld verdienen lassen wollten. Heroisch: Die Beschießung eines Jerusalemer Stadtteils, um Gegenfeuer auf Kirchen und christliche Einrichtungen zu ziehen. Heroisch: Einen 72-jährigen alten Mann, der sich nur mit Hilfe eines Stockes mühsam bewegen kann, zu entführen und umzubringen; heroiosch: der Entführung eines alten, behinderten Mannes zuzusehen, wie die palästinensischen Polizisten, der dann ermordet wird.
Am 38. Jahrestag ist es recht legitim unsere Erfolge der Zeitspanne zu untersuchen, die seit 1965 verging. Aber ein wenig Geschichte könnte wichtig sein. Fatah, als politische Organisation, wurde 1957 gegründet, als sie ihre erste Erklärung veröffentlichte, die zum militärischen Kampf aufrief. In der Zeit von 1959 bis 1964 veröffentlichte Fatah eine Zeitschrift namens „Unser Palästina“. Acht Jahre der Organisation, Rekrutierung und der Weckung von Bewusstsein gingen der ersten militärischen Operation voraus. Der militärische Flügel der Fatah gab seine erste Erklärung am 1. Januar 1965 heraus, in dem er verkündete, dass Herr Mahmoud Abu Baker ein Mitglieder der Fatah und der erste von den Israelis gefangen genommene Palästinenser war.   „Unser Palästina“ war das israelische Staatsgebiet vor 1967, und das beanspruchen sie – und von Besetzung der „Westbank“ und des Gazastreifens sprach niemand – weil Jordanien und Ägypten sie besetzt hatten, nicht Israel. Sollte es auf einmal anders sein?

 

Wenn das der erste von Israel gefangene Palästinenser war, dann kann es vor 1965 keine Palästinenser gegeben haben! Wo ist dann das „historische Palästina“?

Jahre der Fehlschläge und Erfolge bereicherten unsere Kampferfahrung und die Lektionen, die wir lernten sollten in Betracht gezogen werden. Aber die Prinzipien, die die die Gründung der Fatah nötig machten, bleiben die Grundlage für jede Arbeit der Zukunft. Diese sind:   Mit anderen Worten: Sie sind und bleiben gültig! Keine Änderung! Also MUSS und wird Fatah weiter MILITÄRISCH gegen Israel kämpfen!
1. Die unabhängige Entscheidung  
Seit sie gegründet wurde, lehnte Fatah es ab, von irgendeiner Partei Diktate anzunehmen, seien sie Araber oder andere, die darauf abzielte, ihre regionalen Ziele auf Kosten der pan-arabischen Interessen zu erreichen. Fatah glaubt, dass die zionistische Bewegung die größte Bedrohung nicht nur der nationalen palästinensischen Sicherheit, sondern auch der Sicherheit der arabischen Welt darstellt. Sie glaubt auch, dass ein legitimes palästinensisches Staatsgebilde die wichtigste Waffe bildet, die die Araber gegen Israel haben, den Außenposten der imperialistischen Mächte.   Mit anderen Worten: Da Israel eine Gefahr ist und bleibt, dann muss es beseitigt werden. Also KEINE Änderung der Ziele: Israels Vernichtung bleibt auf der Tagesordnung, egal, was Arafat an Friedensschwüren los lässt!

Und auch dies bestätigt, dass es den „Stufenplan“ gibt und eine Lösung wie ein Friedensschluss nur der Zwischenschritt zur Vernichtung des jüdischen Staates sind!

2. Das historische Recht
des palästinensischen Volkes
 
Die unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volkes schließen das Recht auf Selbstbestimmung, das Recht auf Rückkehr, die Gründung eines souveränen Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt ein.   „Rückkehrrecht“ – damit es den Israelis auf jeden Fall unmöglich wird, das palästinensische Diktat anzunehmen – so wird der bewaffnete Kampf bis zur Vernichtung Israels gesichert.
3. Die Volksrevolution  
Die Revolution wird unausweichlich zur Befreiung Palästinas führen. Die Revolution nimmt unterschiedliche Formen an, wie sie auf der organisatorischen, militärischen, politischen und diplomatischen Ebene durchgeführt wird. Die ergänzende Natur der verschiedenen Formen der Revolution garantiert die Kontinuität des Kampfes, bis der Sieg erreicht ist.   Also: Gewalt [„militärisches Vorgehen“] ist fester Bestandteil des Kampfes und ist als Ergänzung der übrigen Maßnahmen auf jeden Fall durchzuführen! Gewalt ist ein Mittel, dass nur aus Opporunitätsgründen aufgegeben wird, weil „ergänzende“ Mittel/Formen sich gegenseitig brauchen.
Die Intifada von 1987 als Volksrevolution erzwang Wechsel auf der lokalen, regionalen und internationalen Ebene. Sie führte zur Unabhängigkeitserklärung nach der von Jordanien getroffenen Entbindungs-Erklärung. Die Intifada zwang Israel auch zur Anerkennung der PLO als Friedenspartner, mit dem es einen Friedensvertrag abschließen musste, der auf den UN-Resolutionen 242, 338 und dem Prinzip „Land für Frieden“ gründete. Wenn diese Resolutionen umgesetzt werden, wird ein palästinensischer Staat nach der Entfernung der israelischen Besatzung und seiner Siedlungen gegründet.   Zwang wurde nur von außen ausgeübt, durch die Europäer und Amerikaner; und die israelische Linke stieg darauf ein. Mit Arafat und seiner „Intifada“ hatte das nichts zu tun!
Auch das ist gelogen: Israels Linke beschloss gegen starken Widerstand diesen Vertrag einzugehen, Zwang dazu bestand nicht! Arafat war zu dieser Zeit eigentlich am Ende und wurde durch den Vertrag wieder aufgebaut!
Eben: für Frieden – den die Palästinenser aber mit ihrer Volksverhetzung und der systematischen Hass-auf-Israel-Erziehung in Schulen und Medien nicht lieferten!
Die Verzögerungs- und Ablenkungspolitik, die Israel praktizierte, seit das Friedensprojekt begann, entleerte das Projekt seiner positiven Aspekte. Israel baute weiter neue Siedlungen und baute die vorhanden als Teil eines systematischen Versuchs aus, die Version des Friedens aufzuzwingen, die es sich vorstellte.   Verzögerungen gab es lediglich, weil die Arafat-Lügner ihren Verpflichtungen nicht einmal ansatzweise nach kamen.
Es zielte darauf ab, die besetzten Gebiete in Kantone zu zerteilen, die von Siedlungen eingekreist waren. Diese Situation erlaubt keinerlei territorialen Zusammenhang, der Voraussetzung für die Einrichtung unseres Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt auf der Basis der UN-Resolution 181 ist.   Seit wann wird die den anerkannt? In ihrer Gänze schon mal überhaupt nicht, da sucht sich Arafat nur das heraus, was ihm gerade gelegen kommt, der Rest gilt doch alles nicht!
Bei Camp David II führte der Moment der Wahrheit, an dem die beiden Parteien anlangten, zu einer Konfrontation. Die palästinensische Führung lehnte die Clinton-Barak-Vorschläge ab, die unter anderem das Rückkehrrecht und unsere Interessen in Jerusalem ignorierten. Als Baraks Regierung (uns) ihren „Friedensplan“ nicht aufzwingen konnte, benutzte sie ihre militärischen Möglichkeiten, um die Ambitionen und Erwartungen des palästinensischen Volkes tiefer zu legen.   Arafat hat aber auch kein Gegenangebot gemacht; von Kompromiss war seinerseits ohnehin nie die Rede. Das sind keine Verhandlungen.

Größter Blödsinn bisher überhaupt – Arafat suchte die Gewalt, die Israelis verhielten sich nicht anders als vorher – und die Palästinenser wurden von Israel mit finanziert, ausgebildet und ausgestattet!

Die Intifada begann in Jerusalem als eine palästinensische Antwort auf Sharons anstößigen Besuch der Al Aksa-Moschee. Sie breitete sich später nach Gaza aus, in die Westbank und andere Teile der 1948 besetzten Gebiete.   Gleich zwei Lügen auf einmal: Die Intifada nahm den Besuch Sharons auf dem Tempelberg – nicht der Al Aksa-Moschee! – als Gelegenheit, einen längst ausgearbeiteten Plan umzusetzen.

Ach gucke mal: Die „1948 besetzten Gebiete“ – das ist das Staatsgebiet Israels vor 1967 – wenn das auch besetzte Gebiete sind, dann müssen die ja wohl auch befreit werden. Jetzt haben sie sich wieder mal verraten!

Die Verhandlungen von Taba wurden während der Intifada geführt, die seitdem fortgeführt wurde, um den Geist der wahren Volksrevolution gegen die amerikanisch-israelische Vorherrschaft auszudrücken. Darin sind die PNA-Institutionen und die der zivilen Gesellschaft eingeschlossen.   Also ist jeder Palästinenser ein Kämpfer – wieso redet die arabische Welt dann von einem israelischen Krieg gegen palästinensische Zivilisten?

Der Kampf geht auch gegen die USA! Und die Regierung Bush sah zu dieser Zeit Arafat immer noch als Friedenspartner an! (Das scheint sich gerade zu ändern – hoffentlich!)

Sharon hat versucht, die tragischen Ereignisse des 11. September dazu zu nutzen, sich als Partner der USA in ihrem Krieg gegen den Terrorismus aufzudrängen. Er arbeitet auch mit Falken-Elementen in der US-Regierung, um die PNA als Gebilde darzustellen, das Terroristen Zuflucht gewährt, eine Behauptung, die von der Regierung zurück gewiesen wird. Die Selbstmord-Operationen in Israel ermöglichten es Sharon, das auszuführen, was als Vergeltungsangriffe gegen die PNA auszusehen scheint, einschließlich der erneuten Eroberung bestimmter von der PNA kontrollierten Gegenden.   Kann sie ja so oft zurückweisen, wie sie will, es ändert nichts an den Tatsachen.
Wenn Arafat gegen die Selbstmord-Attentäter und ihre Hintermänner vorgegangen wäre, dann würde Sharon nicht gegen ihn vorgehen müssen.
Und die nächste feiste Lüge:Israel hat Gebiete, auf die es eingedrungen ist, immer geräumt. Von Wiedereroberung kann also keine Rede sein!
Die USA betrachten die israelische Aggression allerdings als eine Art Selbstverteidigung. Sie führten auch einige palästinensische Streitkräfte als terroristische Organisationen an. Unsere Führung weist dies zurück und betrachtet die israelische Besatzung, Siedlungen und täglichen Angriffe als die schlimmste Form des Terrorismus, die darauf abzielt, uns von unserem Land zu entwurzeln.   Klar, es ist einfacher, die Tatsachen umzudrehen, als das eigene Versagen, die eigenen Verbrechen und die Falschheit und Verlogenheit der eigenen Position einzusehen.
Diese Zurückweisung definiert allen Terror von arabischer Seite als Nicht-Terror. Verlogener geht es nicht!
Unglücklicherweise musste die PNA aber einige vorbeugende Maßnahmen ergreifen, die in keinster Weise unsere nationale Einheit beschädigen. Diese Maßnahmen wurden getroffen, um israelischen Beschuldigungen entgegen zu treten, dass Palästinenser Gewalt in ihrem Widerstand gegen die israelische Besatzung benutzen. Sie sollen dazu dienen, der PNA zu helfen, gegen Sharons teuflischen Plan zu bestehen. Der Plan zielt darauf ab, unsere Sache durch die Entzündung eines zivilen Streit (Kampf) oder durch die Benutzung der Selbstmord-Operationen als Rechtfertigung zur Untergrabung der PNA und der legitimen Führung durch Präsident Arafat auszulöschen.   Ja, die Bomben am Straßenrand, die Beschießungen von Schulbussen, die zerfetzten Restaurantbesucher, die wahllose Beschießung von Wohnungen sind ganz harmloser, friedlicher, ziviler Ungehorsam! 260 ermordete Israelis (bzw. auch ein griechisch-orthodoxer Mönch und einige versehentlich erschossene israelische Araber) sind keiner Gewalt zum Opfer gefallen, sondern den Angriffen von Marsmännchen, die sich als Palästinenser verkleidet haben.
Die außergewöhnlichen Maßnahmen, die getroffen wurden, sollten von einer gemeinsamen getroffenen Abmachung zwischen der PNA und den islamischen und nationalen Streitkräften auf Basis dessen ersetzt werden, was die spezifischen Ziele der gegenwärtigen Phase sind. Diese sind die Befreiung der 1967 besetzten Gebiete, die Einrichtung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt, die Umsetzung des Rückkehrrechts und die Entfernung der israelischen Siedlungen.  

Das ist sehr wichtig: der gegenwärtigen Phase! Was wohl die nächste Phase sein wird?

Außerdem ist der judenreine Palästinenserstaat das Ziel, was umgekehrt nicht gelten soll, denn die Israelis sollen sich von Hass erfüllten Palästinensern überschwemmen lassen.

Da diese Ziele auf UN-Resolutionen basieren, sollten unsere Kampfmethoden diesen Resolutionen entsprechen, anstatt ihre Umsetzung zu behindern. Daher sollten die palästinensischen Fraktionen, deren strategische Ziele über die festgesetzten Ziele der derzeitigen Phase hinaus gehen, dies einbeziehen.   Sie basieren nur auf ausgewählten Teilen der Resolutionen – denen, die Israel verpflichten, aber nie denen, die den Palästinensern etwas abverlangen!

Und wieder die Unterscheidung der Phasen-Ziele – strategische Ziele (langfristige, die nicht aufgegeben werden) und den derzeit durchsetzbaren Zwischenzielen!

Die grausamen Verbrechen Sharons und die unethische Unterstützung dieser Verbrechen durch die US-Regierung wirft einige legitime Besorgnisse beim unserem Volk auf. Trotzdem sollten wir die dunkelsten Tage unserer Geschichte in Erinnerung behalten, die nach der Schlacht der Standhaftigkeit in Beirut kamen, als 1983 die palästinensischen Streitkräfte nach Algerien, Ägypten, Tunesien, Jemen, Syrien, Irak, Sudan und Jordanien zerstreut wurden.   Das war ihre einzige Chance, der totalen Vernichtung zu entkommen – von wegen Standhaftigkeit, es war pure Verzweiflung. Und nur die Intervention der UNO (und der USA) hatten Arafat seinen Kopf gerettet!
Sharon, der offiziell für seine Rolle in den Massakern von Sabra und Shatila verurteilt wurde, glaubte, dass die palästinensische Revolution in ihren letzten Zügen lag. Aber die Zerstreuung kam wenigstens symbolisch zum Ende. Aus Anlass des 18. Jahrestages der Gründung der Fatah wurde entschieden, eine große Feier im Südjemen abzuhalten. Die ausgezeichneten Festlichkeiten wurde von Delegationen besucht, die alle palästinensischen Fraktionen repräsentierten.   Verurteilt von wem? Von „Friedensaktivisten“, Linksextremen und natürlich den Arabern – aber von keiner Ernst zu nehmenden Institution!
Nö, Sharon wird schon gewusst haben, was die Rettung Arafats aus den Trümmern, in die er Beirut legen ließ, zur Folge hatte – der konnte einfach weiter machen! Das sollte Sharon nicht gewusst haben? Für so dumm hält ihn höchstens Arafat!
Die Botschaft an die Welt war sehr deutlich: Palästinenser vollbringen Wunder und sie werden die Partei bleiben, die über Krieg oder Frieden entscheidet. Die Feiern bewiesen auch, dass Grenzen im Zeitalter der Technologie nicht gegen unseren Willen bestehen konnten. Die meisten der Führer, die daran teilnahmen, schlossen, dass die Kampfeswille seine Wurzeln in der Beachtung der Prinzipien liegt, in der unabhängigen Entscheidung und in der Bereitschaft, die notwendigen Opfer zu bringen.   Palästinenser vollbringen Wunder? Wenn, dann das, von anderen immer wieder aus dem Dreck gezogen zu werden – also alles andere als aktiv. Die Wunder werden für sie geschaffen – von der UNO, der EU und wer weiß, von wem noch – aber nie von ihnen selbst!
Wenn die Palästinenser (allein) über Krieg oder Frieden entscheiden, dann ist es völlig egal, was Israel denkt oder tut – nur sein kollektiver, staatlicher Selbstmord und seine Vernichtung kann den Krieg beenden – das ist keine Haltung, die für friedliche Lösungen steht!

Und das ist alles, was Arafat kann: Opfer verlangen. Dass sich a) seine eigenen Taschen (= Konten) dabei stetig füllen, während b) sein Volk vor die Hunde geht, ist ihm a) nur Recht und b) völlig uninteressant.

Die meisten unseres Volkes und unserer Streitkräfte stehen heute auf unserem Land und es wird nicht lange dauern, bis unser Traum sich erfüllt – die Einrichtung unseres Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt.  
Revolution bis zum Sieg   Das ist das wahre Gesicht Arafats: Er will siegen, um jeden Preis. Alles, was nicht absoluter und vollständiger Sieg über Israel ist, ist für ihn nicht akzeptabel. Bevor Israel nicht besiegt ist, wird die Revolution nicht aufhören. Und Israel ist nur dann besiegt, wenn es winselnd vor Arafat kriecht.

Die Fatah macht die Flüchtlingsfrage zur Schlüsselfrage des Friedens in Nahost

Der englischsprachige Original-Artikel stand ab dem 5.12.2001 auf der offiziellen Fatah-Website: (http://www.fateh.net/e_editor/01/151101.htm)

Offizielle Fatah-Erklärung (15.11.2001):
Die Frage der Flüchtlinge – eine Sache, die nicht geschändet werden darf 

Übersetzter Originaltext   Kommentar des Übersetzers
Nachdem unser palästinensisches Volk es ablehnte, die UN-Resolution 181 wegen ihrer Ungerechtigkeit zu akzeptieren, begannen die zionistischen Militär-Gangs wie Lehi und Irgun eine Kampagne der ethnischen Säuberungen und vertrieben Palästinenser aus Gebieten, die die Resolution als Teil des jüdischen Staates ansah. Dies ließ die Frage der palästinensischen Flüchtlinge entstehen, die in einem Bericht angegangen wurde, der der UN-Vollversammlung durch ihren damaligen Repräsentanten, Graf Bernadotte, vorgelegt wurde. Der Bericht sagt:   Das fängt richtig an: Die Araber lehnten den UN-Beschluss ab. Aber danach geht’s mit Halbwahrheiten und Lügen weiter: Zwei extremistische Außenseiter-Gruppen werden als repräsentativ für ganz Israel dargestellt; die vernachlässigbare Anzahl vertriebener „Palästinenser“ wird genommen und die Behauptung aufgestellt, dass alle vertrieben wurden – kein Wort davon, dass die Araber selbst die meisten „Entvölkerungs-Maßnahmen“ getroffen haben.
Mich wundert aber auch, dass niemand danach fragt, ob es Recht sein kann, dass die Araber die Resolution 181 ablehnen, aber die daraus folgenden Resolutionen umgesetzt sehen wollen – wenn auch mit einer Auslegung, die die Intentionen der Resolutionen verhöhnt. Also: 181 auf keinen Fall, aber 194 in einigen Teilen, die nur den Israelis Verpflichtungen auferlegen, unseren Teil erfüllen wir auf keinen Fall, der fällt unter den Tisch…
„Eine faire und gerechte Beendigung des Konflikts kann nicht erreicht werden, bevor wir das Recht der arabischen Flüchtlinge auf Rückkehr in die Heime, aus denen sie als Folge der Gefahren vertrieben wurden, die den bewaffneten arabisch-israelischen Konflikt begleiteten. Die Mehrheit dieser Flüchtlinge kam aus Gegenden, die nach der Resolution 181 Teil des jüdischen Staates sind. Es ist eine eklatante Verletzung des Gerechtigkeitsprinzips, diesen unschuldigen Opfern ihr Recht auf die Rückkehr in ihre Heime zu verweigern, während jüdische Immigranten nach Palästina einreisen dürfen, um die arabischen Flüchtline in dem Land zu ersetzen, das sie seit Jahrhunderten bewohnten. Es ist die Verantwortung der vorläufigen israelischen Regierung, Privateigentum an die arabischen Eigentümer zurück zu geben und/oder sie für ihr Eigentum zu entschädigen, das gezielt zerstört wurde, unabhängig von den Entschädigungen, die die Regierung Israels von den arabischen Staaten verlangen könnte.“  
Die Zionisten ermordeten Graf Bernadotte am 17. September 1948. Auf der Grundlage seines Berichts verabschiedete die Vollversammlung die Resolution 194 vom 11. Dezember 1947. Absatz 11 der Resolution sagt:   „Die Zionisten“, klar – wieder sind es alle Juden Schuld, nicht die vom Großteil der Israelis abgelehnten Terroristen!
Es spricht auch „für“ die Genauigkeit der Schreiber, dass sie die Resolution um ein komplettes Jahr vorverlegen!
Und es spricht Bände, dass die Ermordung durch Herstellung von Zusammenhang in diesem Artikel der Flüchtlingsfrage zugeschrieben wird – in Wirklichkeit haben die jüdischen Terroristen ihn ermordet, weil er vorschlug, Jerusalem und den Negev an Transjordanien zu geben und dafür den Israelis Westgaliläa zu überlassen – kein Wort von Flüchtlingen bei dieser Sache!
„(Die Vollversammlung) beschließt, dass den Flüchtlingen, die in ihre Heime zurück kehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, dies zum frühest möglichen Zeitpunkt erlaubt werden soll und dass Entschädigungen für das Eigentum derer gezahlt werden sollte, die sich entscheiden nicht zurück zu kehren oder für Verlust oder Schäden an Eigentum, das nach den Prinzipien des internationalen Rechts oder Gerechtigkeit durch jede verantwortliche Regierung oder Herrschaft gezahlt werden sollte.“   Zu betonen ist: „in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen“. Welcher der Flüchtlinge ist dazu bereit? Die Umfragen in den Flüchtlingslagern sprechen eine eindeutige Sprache: keiner!
Und wie sah das damals aus? Die Araber verboten ihren Leuten praktisch nach Israel zu gehen! Wer das tat, war ein Verräter!
Die Resolution wurde nie durch das zionistische Gebilde umgesetzt und die Frage der Flüchtlinge wurde eine der wirtschaftlichen Hilfe, Entlastung und Wiederaufbau. Als Israel die Mitgliedschaft in der UNO beantragte, führte sein Versagen, die Resolutionen 181 und 194 umzusetzen dazu, dass es nur bedingt akzeptiert wurde; Israel musste seinen Verpflichtungen unter der UN-Charta nachkommen.   „Das zionistische Gebilde“ hatte mit der UNO (direkt) und den Arabern (indirekt) Verhandlungen geführt. Diese Verhandlungen scheiterten.
Und natürlich haben nur die Israelis Verpflichtungen aus den beiden Resolutionen, die Araber überhaupt nicht!
Israel stimmte allen Bedingungen zu, einschließlich dem Protokoll von Luzan (soll Lausanne heißen), das unter der Schirmherrschaft der Internationalen Schlichtungsausschusses erzielt wurde. Israel erkannt die Teilung Palästinas nach den UN-Resolutionen 181 und 194 an. Sobald Israels Mitgliedschaft bestätigt war, verwarf es seine Verpflichtungen aus dem Luzaner Protokoll.   Nochmals: Dazu wurden in Lausanne Verhandlungen geführt, die scheiterten (deshalb nur ein Protokoll, kein Vertrag, keine Resolution). Das verschweigt die Fatah – warum wohl? Hat sie Angst davor, dass die arabische Seite wegen ihrer Verweigerungshaltung als Schuldige überführt werden könnte?
Fatah verschweigt auch, dass weitere Verhandlungen folgen sollten; das stand im Protokoll und damit erklärte sich Israel einverstanden. Mehr war nicht! Nachlesbar auf der entsprechenden Seite der UNO. (auf Englisch)
Der Krieg gegen Ägypten 1956 und die Art, wie er wahr genommen wurde, veränderte die Auffassung des Volks zur Flüchtlingsfrage, von der einer Heimatlosigkeit zu einer der Befreiung und Rebellion. Unsere Bewegung, Fatah, entstand, um den Kampf zur Erreichung des Rechts auf Rückkehr durch die Befreiung unseres Heimatlandes zu beginnen. Im November 1957 gab Fatah eine Erklärung in Umlauf, in der sie den bewaffneten Kampf als einen Weg der Befreiung annahm.   „Recht auf Rückkehr durch die Befreiung unseres Heimatlandes“ – damals gab es keine von Israel besetzte „Westbank“ und Gazastreifen, damals besetzten Jordanien und Ägypten diese beiden Territorien (und hatten alle Juden daraus vertrieben – ist das keine ethnische Säuberung?) Damit war Ziel der Fatah „ihr“ Land zu „befreien“ (= Israel vernichten), und dies durch bewaffneten Kampf. Von Verhandlungen kein Wort.
Das passt in die Zeit, da auch Nasser Israel mit Krieg in die Knie zwingen wollte. Der Sinai-Feldzug 1956 war ein Präventivkrieg Israels gegen die Aggressionen und den Abnutzungskampf der Ägypter gegen den jüdischen Staat.
Die Gründung der PLO half zu einem großen Teil, die natürlichen und historischen Rechte des palästinensischen Volkes ins Licht zu rücken. Der Aufruf der palästinensischen Nationalcharta zum bewaffneten Kampf wurde von der Fatah angenommen. 1965 rief es zur bewaffneten Volksrevolution auf, um die nationale Unabhängigkeit zu erreichen.   Welches „palästinensische Volk“ – das gab es damals selbst nach arabischer Buchstabierung noch nicht! Die Palästinenser wären allenfalls Provinzler der Jordanier und Ägypter geworden!
Auch nach 1965 gestatteten die Araber den „Palästinensern“ nicht die nationale Unabhängigkeit zu, sondern wollten die Gebiete wieder in ihre eigenen Staatsgebiete eingliedern.
In ihrer vierundzwanzigsten Sitzungsperiode verabschiedete die Generalversammlung 1969 die Resolution 2535, die besagt; „Die Generalversammlung beschließt, dass die Frage der arabischen Flüchtlinge aus der Ablehnung ihres unveräußerlichen Rechts resultiert, das in der UN-Charta und der universellen Menschenrechts-Erklärung genannt ist.“ Diese wichtige Entwicklung gewann an Bedeutung, als 1973 die Arabische Liga die PLO als einzige legitime Repräsentanz des palästinensischen Volks anerkannte. In ihrer neunundzwanzigsten Sitzungsperiode verabschiedete die Generalversammlung am 22. November 1974 die Resolution 3236. In Absatz 1 betont die Generalversammlung das Recht des palästinensischen Volks auf Selbstbestimmung, Unabhängigkeit und nationale Souveränität. Absatz 2 der Resolution betont das Recht der Palästinenser auf Rückkehr in ihre Heime, von denen sie heraus gerissen wurden.   1969/Resolution 3236: Fatah verschweigt, „dass auch kein substantieller Fortschritt darin erzielt wurde, Paragraph 2 des Programms der Resolution 513 umzusetzen, das zur Reintegration der Flüchtlinge entweder durch Rückführung [nach Israel] oder Wiederansiedlung [an anderer Stelle], wodurch die Situation der Flüchtlinge weiterhin eine Frage großer Sorge ist…“ – die UNO verlangte (noch) nicht uneingeschränkt die Rückkehr; die Araber weigerten sich aber permanent, die andere Möglichkeit zu nutzen: die Flüchtlinge in ihren Ländern zu integrieren und ihnen dort ein Menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.
  Diese Rechte des palästinensischen Volkes wurden von den Arabern aber nicht anerkannt – für sie waren die Palästinenser immer noch Teil des Königreichs Jordanien bzw. (Gazastreifen) Ägyptens! Erst 1988 entließ König Hussein als politischem Schachzug die Palästinenser in Westbank usw. aus der jordanischen Staatsbürgerschaft!
In derselben Sitzung hielt Herr Arafat seine historische Rede, in der er sich auf den Olivenzweig als Symbol des Friedens bezog, den Frieden der Mutigen – nicht den der Kapitulation.   Sein Ziel war aber nicht ein gleichberechtigter Friede, sondern die Vernichtung Israels – so die PLO-Charta!
Die 1987 gemachte Unabhängigkeitserklärung legte Wert auf die Rechte der Rückkehr und Selbstbestimmung. Diese Rechte wurden auch in den Oslo-Vereinbarungen betont und in den Camp David-Verhandlungen als integraler Bestandteil der Endstatus-Verhandlungen.   Diese Rechte werden in Oslo nicht betont, sondern es wird explizit gesagt, dass eine Regelung bis zu einem Endstatus-Abkommen aufgeschoben wird! Es wird also gesagt, dass eine Regelung gefunden werden muss, aber nicht, welche!
Die zionistische Sicht, dass es möglich ist, die Erwartungen des palästinensischen Volkes durch kontinuierliche Aggressions-Akte und Ermordungen zu senken, ist bloße Illusion. Allerdings dient die Verhaltensweise einiger psychologisch (an)geschlagener Figuren dieser Sichtweise und schaden dem nationalen Konsens.   Israel führt also Aggressions-Akte durch – nicht die Terroristen Arafats!
Und jeder, der anders denkt, ist ein Schädling oder psychisch angeschlagen (also krank).
In einer Vorlesung an der Hebräischen Universität sprach sich Dr. Serry Nusseibeh von der Quds Universität für die Einrichtung zweier Staaten auf ethnischer und religiöser Basis aus. Das beinhaltet, dass Flüchtlinge nicht in ihre Heime zurückkehren können. Eine solche Position kam als Überraschung, da sie mit Sharons Erklärung zusammentraf, in der er zur Ansiedlung von einer Million Juden in dem zionistischen Gebilde forderte.   Überrascht, dass ein Palästinenser diese Sichtweise haben kann?
Oder überrascht, dass die Erklärung Scharons zeitlich damit zusammen fiel? Gab es da eine Verschwörung Nusseibehs gegen das eigene Volk – auch noch mit dem schlimmsten Feind?
Da Dr. Nusseibeh ein Mitglied der Fatah ist, ist es notwendig, die Haltung der Bewegung zur Flüchtlingsfrage klar zu stellen. In dieser Hinsicht sollten die folgenden Fakten bedacht werden:   Wirklich Fakten? Wohl eher emotionalisierte Propaganda!
1. Das Rückkehrrecht stellt eine lebenswichtige Frage dar, die nicht nur das palästinensische Volk hier und in der Diaspora betrifft, sondern auch die arabischen Länder, die ihnen Gastrecht gewähren. Damit aus der Sicht der Zionisten umzugehen, stellt eine Verletzung des nationalen Konsens dar.   Lebenswichtig? Können die Palästinenser nicht überleben, wenn die „Flüchtlinge“ an anderer Stelle angesiedelt werden? Dann müssten doch die Flüchtlinge inzwischen ausgestorben sein!
Gastrecht? Als Gäste wurden die Flüchtlinge nie behandelt, sondern sie wurden und werden in Lager gepfercht und sollen dort vor sich rotten, um ein möglichst großes Hass-Potenzial auf Israel schüren zu können!
2. Die Freiheit der Meinung verlangt von dem, der sie nutzt auch, das Recht der anderen zu schützen. Patriotismus kann keine Ansicht sein, genauso wenig das Rückkehrrecht, das auf der UN-Resolution 194 basiert. Wenn Kompromiss in der Frage der Flüchtlinge ein Beispiel für die Meinungsfreiheit ist, was wird dann aus dem Fall Jerusalems oder des Palästinenserstaats?   Mit anderen Worten: Die Meinungsfreiheit geht nur so weit, wie Fatah gleicher Meinung ist. Alle andere Meinung fällt nicht unter die Freiheit, sondern ist Verrat. Fatah baut hier eine Domino-Theorie auf: Wenn man in einem Punkt Kompromisse macht, dann kann man keinen Punkt mehr halten. Also gibt es nur Maximalforderungen und keine Kompromisse! Und über die Voraussetzungen zur Rückkehr nach Resolution 194 wird einmal mehr nichts gesagt.
3. Dr. Nusseibehs Ankündigung ließ die Flüchtlinge eine Partei bilden, die sich auf ihre Rechte konzentriert. Schließlich ist Dr. Nusseibeh kein Flüchtling und hat, wie Belfore, nicht das Recht, etwas, das ihm nicht gehört, an eine Partei abzugeben, die es nicht verdient hat.   Marwan Barghouti ist auch kein Flüchtling und hätte damit kein Recht über die Flüchtlingsfrage etwas zu sagen; Jibril Rajoub ist kein Flüchtling; Faisal Husseini war kein Flüchtling. Aber alle nahmen und nehmen sich das Recht, für die Flüchtlinge zu sprechen und über sie zu verhandeln, ohne dafür von ihnen gewählt worden zu sein.
4. Die UN-Resolution zur Gründung zweier Staaten in Palästina ging dem Rückkehrrecht voran. Die UNO akzeptierte das zionistische Gebilde erst, nachdem es sich damit einverstanden erklärte, die Resolutionen 181 und 194 umzusetzen. Es ist falsch, das Rückkehrrecht als Hindernis für die Gründung eines Palästinenserstaates anzusehen oder das eine gegen das andere zu tauschen.   Über die Umsetzung der Resolutionen zu verhandeln! Das wurde gemacht und scheiterte.
Das „zionistische Gebilde“ macht die Rückkehr nicht zum Hindernis zum palästinensischen Staat, das tut Arafat, der auf der Rückkehr in seiner Auslegung besteht und vorher keine Vereinbarung treffen will. Er hat diese Forderung als Stolperstein für jede Verhandlung eingebracht, als Ehud Barak ihm in der Jerusalemfrage weiter entgegen kam, als er je befürchtete. Da brauchte er schnell einen neuen Stolperstein: die Flüchtlingsfrage.
5. In der Westbank gebaute jüdische Siedlungen sind illegal und bilden ein Hindernis für den Frieden. Die bloße Idee, das Rückkehrrecht für die Siedlungen aufzugeben schändet eines unserer Grundprinzipien, das Recht auf Rückkehr.   Also auf keinen Fall „gleiches Recht für alle“ – die Juden dürfen keinen Palästinenser ablehnen, aber die Palästinenser dürfen einen judenreinen Staat verlangen – wer ist denn hier mit ethnischer Säuberung befasst? Warum dürfen die Israelis nicht wieder bekommen bzw. behalten, was sie schon vor 1948 in der „Westbank“ bzw. dem Gazastreifen besaßen?
6. Nusseibehs Forderung nach zwei Staaten auf ethnischer Grundlage stellt eine implizite Anerkennung der ethnischen Säuberungen dar, die das rassistische Israel gefordert hat.   War die Vertreibung der Juden aus allen arabischen Ländern eine ethnische Säuberung, die Israel durchführte? War es ethnische Säuberung, dass sie den am Ort gebliebenen Arabern die israelische Staatsbürgerschaft gaben? Sind die bisherigen „Familienzusammenführungen“ ethnische Säuberung? Sind gegen Israel hetzende Araber, die ins Parlament gewählt wurden, von den Israelis ethnisch gesäubert?
7. Dr. Nusseibeh scheint vergessen zu haben, dass er eine Person der Öffentlichkeit ist. Er ist der Präsident der Al Quds Universität und hat die Leitung von Jerusalems diplomatischen Einrichtungen. Er ist kein reiner Forscher, dessen Ansichten unsere Interessen nicht schaden (können).   Also darf er persönliche Meinung nicht äußern, sondern nur das, was die PA-Führung ihm vorschreibt?
Und als reiner Forscher kann er seine Meinung äußern, denn da interessiert sie nicht?
8. Dr. Nusseibeh wählte einen sehr empfindlichen Zeitpunkt um seine Haltung in der Flüchtlingsfrage zu äußern. Dieser Zeitpunkt liegt im Interesse Sharons, der eine Politik des Staatsterrorismus gegen unser Volk angenommen hat.   Welcher Zeitpunkt wäre denn „angebracht“ gewesen? Ich denke, den hätte es nie gegeben!
9. Dr. Nusseibeh wählte den falschen Ort, die Hebräische Universität, um seine Ansichten zu vermarkten. Er vermittelte den Eindruck, dass die ‚gute‘ Leitung die ist, die nicht am Recht auf Rückkehr fest hält, sondern die Zuckerbrot-und-Peitsche-Politk der israelischen Regierung anerkennt.   Einen besseren Ort hätte er nicht finden können, denn an jedem „passenden“ wäre er von den Palästinensern gelyncht worden. Aber die Fatah will lieber mehr Leid für ihr Volk, als unannehmbare Positionen aufzugeben oder irgendeinen Kompromiss einzugehen.
Wie übrigens sehen das Zuckerbrot und die Peitsche Israels aus? Sie reagieren (leider) nur auf die palästinensischen Terrorakte! Sie haben Angebote ohne Ende gemacht, was denn noch?
10. Trotz der Verurteilung durch die Ranghöheren fährt Dr. Nusseibeh fort, seine Ansichten in einer Art zu äußern, die der Sache seines Volkes schadet. Dass er darauf besteht, dies zu tun, deutet darauf hin, dass er Teil eines Versuches ist, eine alternative Führung aufzubauen.   Anderer Meinung zu sein, ist also nach diesem Absatz ein Verbrechen!
Und wieder ist offenbar alles eine Verschwörung – gegen die Führung (weil die ersetzt werden soll) und wahrscheinlich eine israelische. Hat Arafat sich derart geirrt, als er einen Volksschädling an die Spitze Jerusalems setzte?
Dr. Nusseibeh sollte erkennen, dass seine neue Haltung sich negativ auf Präsident Arafat, die Jerusalem-Frage, die Universität, der er vorsteht und der Bewegung, der er angehört, auswirkt. Die von ihm gezeigte Unnachgiebigkeit sorgt dafür, dass die Führung und die Fatah nur zwei Möglichkeiten haben: entweder, ihn zu entlassen oder die Entscheidung aufzuschieben und damit den Eindruck zu erwecken, dass die Führung seine Ansichten teilt. Ein solcher Eindruck schadet unserer nationalen Einheit und der Intifada, die Dr. Nusseibeh als Zustand der Erschütterung beschrieb. Wir sollten unsere Zeit nicht damit verschwenden, Dr. Nusseibehs Haltung zu verurteilen. Unsere Zeit sollte dazu verwendet werden die richtigen Mechanismen zu finden um das Rückkehrrecht und/oder Entschädigung zu schützen. Das wird Israel nicht erlauben zu behaupten, dass die Rückkehr von 3 bis 4 millionen Palästinenser in ihre Heime seine Sicherheit gefährdet. Das kollektive Recht der Flüchtlinge sollte die Umsetzung des Rechts des einzelnen Flüchtlings nicht behindern, der wählen kann, ob er/sie in sein/ihr Heim zurückkehrt oder entschädigt wird. Weder Israel noch die Flüchtlinge können ihre Interessen durchsetzen, ohne dass der richtige Mechanismus für die Umsetzung des Rückkehrrechts angewendet wird.   Negativ wirkt sie sich nur aus, wenn keine anderen Lösungen zur Verfügung gestellt werden außer der kompromisslosen. Da diese aber auf PA-Seite als einzige vorhanden ist, muss Nusseibeh mit Entzug seiner Lebensgrundlage gedroht werden.
Die Medien und Politik des Westens sprechen immer vom „Durchbrechen der Gewaltspirale“ – hier haben wir das beste Beispiel, dass es gar nicht im Interesse der Araber liegt, diese angebliche Spirale zu zerstören, im Gegenteil. Und jeder, der einen Schritt in Richtung Durchbruch machen würde, wird verteufelt und seine Existenz wird bedroht. Seine Haltung wird nicht einmal als diskussionswürdig angesehen.
  Fatah schreibt, dass Flüchtlinge wählen können zwischen Rückkehr und Entschädigung. Aber sie wollen es ihnen nicht zugestehen. Die Propaganda-Maschine der Medien und Erziehung, der Druck der arabischen „Gastgeber“ sorgen schon dafür, dass kein einziger „Flüchtling“ eine andere Wahl trifft als „Rückkehr plus Entschädigung“. Und bei der Bereitschaft Arafats zu Kompromissen kann nichts anderes dabei heraus kommen als die Zerstörung Israels – entsprechend den Planungen der PLO.
Israel wird durch sein Versagen im Aufzwingen seiner Version des Friedens gezwungen sein, seine Haltung bezüglich unseres unveräußerlichen Rechts, einschließlich des Rechts auf Rückkehr, zu überdenken.   Mit Zwang wird gearbeitet – das dürfen aber nur die Palästinenser, wehe, die Israels üben Druck aus! Dann ist das Staatsterrorismus!
Revolution bis zum Sieg.   Und wie üblich der überaus friedliebende Gruß, der dafür sorgt, dass keiner auf falsche Ideen kommt!

Noch ein Nachtrag von IMRA:
Es ist eine einfache Wahrheit, dass das Recht auf Rückkehr (wie es von der Fatah beschrieben wird) per Definition die Ende der Existenz des jüdischen Staates Israel bedeutet. Das wird soger von der extremen Linken in Israel (z.B. Uri Avnerys Gush Shalom) anerkannt.

Damit scheint Arafat den Punkt gefunden zu haben, mit dem er jegliche Verhandlungen zum Scheitern bringen wird.
Aaron Lerner: Es ist offensichtlich absurd, von einem souveränen Staat zu verlangen, dass er Selbstmord begeht.
Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.

Palästinensischen Kindern wird Terrorismus als Wert gelehrt

Elliott Abrams, 1. Mai 2017

Frieden zwischen Israel und den Palästinensern hängt grundsätzlich davon ab, wer die Verhandlungen führt, wie sachkundig sie sind und anderen diplomatischen Dingen dieser Art. Grundsätzlich ist er vom Wunsch nach Frieden abhängig.

Eine neue Studie palästinensischer Schulbücher stellt fest, dass palästinensische Kinder gelehrt werden Terrorismus und Gewalt zu verherrlichen und wertzuschätzen. Die Studie mit dem Titel „Palestinian Elementary School Curriculum 2016–17: Radicalization and Revival of the PLO Program”[1] wurde vom Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education[2] (in Jerusalem) durchgeführt und ist hier zu finden.

Die Zusammenfassung der Studie beginnt hiermit:

Der neue palästinensische Lehrplan, zu dem neue Schulbücher für die Klassen 1 – 4 gehören, ist beträchtlich radikaler als der vorherige. In einem noch größeren Ausmaß als die Schulbücher von 2014/15 lehrt das Curriculum die Schüler Märtyrer zu sein, dämonisiert und bestreitet das Existenzrecht Israels und konzentriert sich auf eine „Rückkehr“ in ein ausschließlich palästinensisches Heimatland.

Auf den Seiten der Schulbücher werden Kinder gelehrt entbehrlich zu sein. Botschaften wie „der Vulkan meiner Rache“, „das Sehnen meines Blutes nach meinem Land“ und „Ich werde mein Blut opfern, um das Land zu durchtränken“ überziehen den Lehrplan. Mathematikbücher nutzen Zahlen toter Märtyrer, um Kinder Arithmetik zu lehren. Zur Vision eines arabischen Palästina gehört alles, was heute Israel ist, das als die „1948 Besetzten Gebiete“ definiert wird.

Das ist nicht die Art Kinder auf Frieden vorzubereiten.

Hier sehen Sie, wie das Mathematikbuch für das 4. Schuljahr Mathematik lehrt:

Die Zahl der Märtyrer der Ersten Intifada von 1987 bis 1993 beträgt insgesamt 2.026 Märtyrer und die Zahl der Al-Aqsa-Märtyerintiada im Jahr 2000 beläuft sich auf 5.050 Märtyrer, während die Zahl der Verwundeten 49.760 erreicht. Wie viele Märtyrer starben n den beiden Intifadas?

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist diese Woche in Washington. Das Lehren und die Verherrlichung von Terrorismus und Gewalt sollten ganz oben auf der Tagesordnung zu ihm stehen. Seit Jahrzehnten wurden solche Dinge als für das ernste Geschäft diplomatischer Verhandlungen peripher betrachtet. Aber die Verhandlungen beginnen, stoppen und führen zu nichts. Derweil lernt eine weitere Generation palästinensischer Kinder in Schulen und uns spielen in Parks, die nach Märtyrern benannt sind. Das ist das, was wirklich gravieren ist und das ist das, womit Herr Abbas diese Woche konfrontiert werden sollte.

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Nachbemerkung heplev: Trump hat viel davon geredet, dass die PA die Aufstachelung einstellen muss. Abbas hat ihm Honig ums Maul geschmiert, er könne sich neue Verhandlungen und Fortschritte im Nahen Osten mit einem Präsidenten Trump vorstellen. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Präsident begriffen hat, dass da in Sachen Hetze einstellen nichts kam.

[1] Der palästinensische Grundschullehrplan 2016/17: Radikalisierung und Wiederbelebung des PLO-Programms

[2] Institut zur Beobachtung von Frieden und kultureller Toleranz in der Schulbildung