Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19. Mai 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 06.05.2018:

Der gestern zerstörte Terrortunnel war der neunte, den die IDF in den letzten Monaten zerstörte. 4 davon wurden innerhalb des Gazastreifens zerstört, 5 auf israelische Seite:

Die Hamas-Führer hatten gerade erst geschworen auf den Grenzzaun zu marschieren und sich dort gegebenenfalls von Soldaten erschießen zu lassen – und jetzt ist Ismail Haniyeh erstmal schnell Richtung Kairo entfleucht.

Heute war eine Rekordzahl jüdischer Besucher auf dem Tempelberg, insgesamt 2.048 (1.626 am Vormittag, 458 nachmittags).

Zum anstehenden „Nakba“-Tag und den dazu angekündigten massiven Störungen am Gaza-Zaun hat die IDF ihre Vorbereitungen abgeschlossen; dazu wurden die Einsatzkräfte stark aufgestockt. Auch die Feuerbekämpfungskapazitäten wurden massiv verstärkt.
Der Luftraum um den Gazastreifen wurde gesperrt. Kommerzielle Flüge dürfen nicht näher als 6km an den Gazastreifen kommen, Landwirtschaftsflugzeuge nicht näher als 1,5 km.
Die Soldaten sind angewiesen bei Bedrohung ihrer selbst oder anderer zu schießen um zu töten.

Die IDF warnt die Gaza-Araber davor dem Grenzzaun zu nahe zu kommen. Sie sollen sich nicht von der Hamas verheizen lassen.

Die Hamas hat Beobachtungsposten nahe des Grenzzauns im Bereich der Krawallorte abgebaut. Die IDF geht davon aus, dass damit Hindernisse für Randale aus dem Weg geräumt werden sollten.

Die Regierung stellt 445 Millionen Schekel für die Bildungsförderung in „Ost“-Jerusalem zur Verfügung.

Die Hamas behauptet Israel würde um ein Ende der Proteste am Zaun betteln und im Gegenzug Erleichterungen in der Blockade anbieten. Das Angebot sei abgelehnt worden, weil es zu unspezifisch gewesen sei.

Das Verteidigungsministerium wird mehr als 6,5 Millionen Schekel in die Renovierung und Aufwertung der Luftschutzbunker in Kiryat Schmona investieren.

Die Terroristen im Gazastreifen drohten den Juden in Israel, der 13. Mai sei ihre letzte Chance „in eure Herkunftsländer zurückzukehren“. Die IDF könne sie nicht beschützen.

Montag, 14.05.2018:

Eine Umfrage ergab, dass nur etwa die Hälfte der Araber den Umzug der US-Botschaft gefährlich sei.

Der Palästinensische Islamische Jihad hat ein Video veröffentlicht, in dem dargestellt wurde, wie die Terroristen Häuser in jüdischen Orten wie Beitar Illit, Ariel und anderen mit Panzerfäusten gesprengt werden.

Die UNRWA hatte heute ihre Schulen und Büros geschlossen, damit die Schüler und das Personal beim Angriff auf Israel mitmachen können. (Auch Geschäfte und private Institutionen haben geschlossen.)

Die Hamas drohte den Juden im Umfeld des Gazastreifens in einem Video: Sie sollten ihre Häuser verlassen, bevor es zu spät ist, sonst würden sie ermordet.

MK Ahmed Tibi tönte, dass „Palästina siegen wird“ (unter Bezugnahme auf die Terroraktivitäten am Gaza-Zaun).

Die Hamas bietet nach Angaben der IDF Familien $100 für die Teilnahme an den Krawallen am Zaun.

Hassan Nasrallah meldete sich zu Wort: Er drohte mit Angriffen „im Herzen Israels“, wenn Israel nochmals in Syrien angreift.

Mahmud Abbas bezeichnete die US-Botschaft als „Siedlung“.

Das Israelisch-arabische Beobachtungskomitee zu Gaza wollte sich am Abend treffen, um für morgen und Freitag einen „Tag des Zorns“ auszurufen.

Die Hamas fordert eine „Intifada in Gaza und der Westbank“.

Die PA-Führung will ein Verfahren beim Internationalen Kriminalgerichtshof wegen israelischer „Kriegsverbrechen“ am Gazastreifen.

Dienstag, 15.05.2018:

Nur als kleine Erinnerung: So sieht „friedlicher Protest“ nicht aus; aber das ist einer der harmloseren Teile dessen, was am Gaza-Zaun vor sich geht:

Die PA hat einen Zeichentrickfilm veröffentlicht: USA und Israel werden im Ozean absaufen, weil „Jerusalem die Hauptstadt Palästinas ist“.

Der Palästinensische Islamische Jihad hat die ersten 3 Bilder ihrer getöteten „unschuldigen Zivilisten“ veröffentlicht.

Die Hamas gleich 10:

Ma’an berichet, dass das Koordinationskomitee des „Marschs der Rückkehr“ beschlossen hat die Aktionen weiterzuführen, vornehmlich freitags. Sie sollen auf jeden Fall bis in den Juni gehen.

Die Terroristen behaupten ein 8 Monate altes Kleinkind sei als Folge des israelischen Einsatzes von Tränengas gestorben. Dem widersprach neben der IDF auch ein Arzt aus dem Gazastreifen. Er berichtete der Associated Press, dass das Kind aufgrund einer bestehenden Erkrankung starb. Mit diesem Kind stieg die Zahl der Toten von gestern auf 59.

Die IDF und der Shin Beth haben bis heute 24 den Toten von gestern als aktive Terroristen identiziert.

Mittwoch, 16.05.2018:

Es sieht so aus, als hätten die Ägypter der Hamas derart die Pistole auf die Brust setzen können, dass die Weiterführung der „Marsch der Rückkehr“-Krawalle erst einmal gestoppt ist. Später bestätigte Hamas-Gazachef Yahya Sinwar, dass die Gruppe einer „Bitte“ Ägyptens nachgekommen sei, „um einen kompletten militärischen Flächenbrand zu vermeiden.“

Eine offizielle Äußerung eines Hamas-Führers im Fernsehen gab die Opferzahl von Montag mit 50 an (nicht 59, wie es bisher hieß; andere Berichte geben an, dass diese 50 nur die getöteten Hamas-Mitglieder sind).

Die Terroristen haben jegliche Medikamente und medizinische Hilfe der IDF und des Roten Davidstern abgelehnt; sie wollen nichts von den „Massaker-Begehern“ bekmmen

Arabische Studenten der Bezalel-Akademie für Kunst und Design in Jerusalem haben Dutzende  Poster im Gedenken an im Gazastreifen getötete Hamas-Terroristen aufgehängt. Die Organisation Im Tirtzu will morgen mit einer eigenen Aktion dagegen halten.

Das Verteidigungsministerium stellte heute eine Drohne vor, die Beutel mit einer übel riechenden Substanz über Gruppen von Randalierern abwerfen kann. Das Zeug hat den Spitznamen „Schokolade“.

Die IDF hat die Personalstärke der Truppen am Gazastreifen reduziert, weil im Moment keine weiteren großen Störungen mehr erwartet werden.

Palestinian Media Watch hat dokumentiert, was die Terrorgruppen den Menschen „empfahlen“ (auf Facebook!), die zu den Krawallen am Grenzzaun kommen sollten: Bringt ein Messer, ein Schlachterbeil, eine Handfeuerwaffe mit, entführt israelische Zivilisten, mordet Soldaten und Siedler.

Donnerstag, 17.05.2018:

Hamas-Terrorchef Yahya Sinwar ließ wissen, dass die Hamas nicht daran interessiert ist, dass die Lage sich ein eine militärische Konfrontation verschlimmert. (Klar, die aktuelle Situation ist im Moment die bessere Propaganda:) „Die Hamas zieht den gewaltlosen Widerstand gegen den Raketenbeschuss und den Zaun vor.“

Terrorgruppen planen für Freitag Ausschreitungen in Judäa und Samaria sowie dem Gazastreifen, direkt nach den Freitagsgebeten. Sie riefen den Freitag zum „Tag der Loyalität mit den Märtyrern“ aus.

Wie heute bekannt gegeben wurde, versuchte am Sonntag ein Araber aus Nablus/Schechem mit einem Messer durch den Übergang Qalandiya zu kommen, um in Jerusalem Juden abzustechen; er wurde festgenommen.

Freitag, 18.05.2018:

Traurig, dass eine solche Meldung berichtet werden muss: Die ersten Freitagsgebete des Ramadan verliefen in Israel und den Gebieten friedlich.

Bilanz: In den anderthalb Monaten der „Marsch der Rückkehr“-Krawalle haben Araber an der Grenze zwischen Gazastreifen und Israel mehr als 100 Sprengsätze gelegt. In dieser Zeit wurden mit Hilfe von Drohen auch ca. 150 Terrordrachen vom Himmel geholt.

Ismail Haniyeh kündigte an, er werde an die Grenz gehen, um an neuen Protesten teilzunehmen. (Bisher wurde er nicht gesehen…) Außerdem bestritt er, dass es eine Abmachung mit Ägypten gebe die Krawalle am Gazazaun einzustellen.

Nakba-Erziehung im PA-Fernsehen: Kindern wird gelehrt, dass sie Flüchtlinge bleiben sollen. „Es gibt keine Alternative zur Rückkehr nach Jerusalem.“

Samstag, 19.05.2018:

Zwei oder drei bei den Krawallen am Montag verletzte Gaza-Araber erlagen ihren Wunden.

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Ein terroristischer Unterdrücker lügt mal wieder rum

Das kommt dabei raus, wenn ein Anhänger der Truppe,
– die Kindern „Märtyrertum“ beibringt, um sie in israelisches Feuer zu schicken, das nicht eröffnet würden, wenn nicht der Terror verübt wird und
– die despotisch das eigene Volk unterdrückt und in Armut hält
sich darüber aufregt, dass ein arabische gesponsertes Profi-Radrennteam am in Israel startenden Giro d’Italia teilnimmt:

Ach ja: Wann haben die Araber angefangen Israel zu unterstützen? Ahnung von Geschichte hat er auch nicht. Israel hat von alleine geschafft, was es geschafft hat. Denn es wurde in den entscheidenden Momenten IMMER im Stich gelassen.

Vielleicht sollte man dem Herrn mal sagen, dass seine PA ohne die Hilfe von verblödeten Appeaser-Staaten schon lange nicht mehr existieren würde. Und dass aus den Palästinensergebieten schon vor langem blühende Landschaften entstanden sein würden, wenn die PA die Milliarden so verwendet hätte, wie sie gedacht waren. Oh, dann wäre er vielleicht ärmer, denn er hätte nichts in die eigenen Taschen korrumpieren können.

Nur, dass ihn das nicht interessiert. Vielleicht begreift jetzt aber einer derer, die so gerne gegen Israel hetzen und angeblich so große Freunde der Palästinenser sind, jetzt endlich, wem sie da in die Hände spielen.

Widerstand

David M. Weinberg, A Citadel Defending Zion, 13. April 2018 (Jerusalem Post; Israel HaYom)

Niemand in der Welt hat das Recht Israels Verteidigungsaktionen an der Grenze zum Gazastreifen zu kritisieren, selbst wenn Israel beträchtliche Gewalt gegen die Hamas-Mobs eingesetzt haben sollte – was es nicht tat. Nachdem sie in ihren überoptimistischen Hoffnungen in die Olso-Vereinbarungen, in den Arabischen Frühling und in den JCPOA derart falsch gelegen hatten – und während des Holocaust so unverantwortlich – haben die Nationen der Welt kein moralisches Recht Israel zu sagen, was es zu tun hat, wie es seine Politik durchführt, wo es seine Sicherheitszäune errichtet, wie es seine Feldzüge führt, wo es seine Grenzen zieht oder wie es sie verteidigt oder welche Teile seines angestammten Landes es, wenn überhaupt, in Verhandlungen an die Palästinenser abgibt.

Wer genau hat das Recht Israel zu sagen, wie es seine Grenzen zu verteidigen hat?

Könnte es sein, dass die französische Regierung, die diese Woche die IDF für den Einsatz dessen verurteilt sehen wollte, was sie „willkürliches Feuer“ auf Hamas-Terroristen nannte, die versuchten die Grenze des Gazastreifens zu durchbrechen?

Das sind dieselben Franzosen, die niemals wussten, wie sie ihre Grenzen verteidigen sollte, weder gegen die Invasion der Nazis noch gegen die der Islamisten; dieselben Franzosen, von deren Botschaftspersonal vor Ort letzten Monat zwei wegen des Schmuggels von Waffen vom Gazastreifen der Hamas in die Westbank verhaftet wurden.

Könnte das die Europäische Union sein, die diese Woche schnaubte, der Tod palästinensischer Protestler entlang der Grenze des Gazastreifens werfe „wirft erste Fragen zur Verhältnismäßigkeit im Gebrauch von Gewalt“ seitens Israel auf?

Verhältnismäßigkeit?! Das ist dieselbe EU, die ständig massiv und unverhältnismäßig zugunsten der Palästinenser in ihrem Kampf gegen Israel eingreift – mit gewaltigen Summen an Hilfsgeldern, die zum Teil in die Bezahlung von Terroristen und die Finanzierung feindlicher NGOs gehen, die illegale Siedlungen für illegale palästinensische Landbesetzer in Area C baut und die in internationalen Foren eine antiisraelische Resolution nach der anderen unterstützte, einschließlich solcher, die jüdische historische Rechte in Jerusalem bestreiten.

Die EU schulmeistert Israel zu Verhältnismäßigkeit? Fordern EU-Regierungen proportionale Reaktionen von ihren Sondereinheiten der Polizei, wenn sie einheimische Terroristen und Flughafen-Bomber in Paris, Brüssel und Marseille jagen?

Und übrigens: Die Forderung nach „Verhältnismäßigkeit“ im militärischen Konflikt schient ein unsinniges Sonderrecht zu sein, das zynisch nur auf Israel angewandt wird – als ob Israel sich mit der Hamas oder der Hisbollah in einem sportlichen Zweikampf befände.

Das ist auch dieselbe EU, die die boshaft einseitigen UNO-Ermittlungen gegen die IDF (Goldstone und andere) unterstützte, nachdem Israel dreimal im Verlauf des letzten Jahrzehnts wegen Hamas-Raketen und Terroranschlägen in Kriege mit der Hamas gezwungen wurde.

Oder hat der diktatorische und antisemitische türkische Führer Recep Tayyip Erdoğan ein „Recht“ Israel zu kritisieren? Erdoğan, der diese Woche Israel einmal mehr Kriegsverbrechen beschuldigte.

Das ist derselbe Erdoğan, der zehntausende türkischer Akademiker, Richter, Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und Offiziere ins Gefängnis steckte, die es gewagt hatten sein Regime zu kritisieren; derselbe Erdoğan, der offen das Operationszentrum der Hamas in seiner Hauptstadt beherbergt.

Oder vielleicht sollte Israel Kritik aus Russland akzeptieren, das vor drei Tagen sagte, Israels Einsatz von Gewalt gegen die Hamas-Banden sei „inakzeptabel“?

Das ist dieselbe russische Regierung, die in Syrien wahllos gebombt hat, wodurch tausende getötet wurden und womit Syriens Chef-Abschlächter Assad militärisch wie diplomatisch Deckung verschafft wird, während er Fassbomben mit Giftgas auf sein eigenes Volk wirft.

Was ist mit den UNO-Sicherheitsrat, der – hätte es nicht zwei Vetos der Administration Trump gegeben – Israel dafür niedermacht, dass es das Eindringen der Hamas und Angriffseskapaden abblockt? Sollte Israel Missbilligungen durch den UNSC überhaupt Aufmerksamkeit schenken?

Das ist derselbe USNC, der keine Möglichkeit finden kann, um irgendetwas wegen des sieben Jahre andauernden Schlachtens in Syrien zu unternehmen oder zur subversiven Sensationsmacherei des Iran im gesamten Nahen Osten.

Oder wie sieht es mit den globalen Mediengiganten und Experten aus, die diese Woche von armen und friedlichen Gaza-Protestlern plapperten, die aus Frauen und Kindern zusammengesetzt sind, die „von IDF-Scharfschützen brutal ins Visier genommen werden“ – was eine absolute und widerwärtige Lüge ist, die jeder verantwortliche Journalist vermieden haben sollte?

Natürlich sind das dieselben Journalisten, die von syrischen oder iranischen Gräueltaten wann auch immer im Verlauf der letzten zehn Jahre nicht sonderlich zu Empörung bewegt worden sind und die Obamas katastrophalen Deal mit dem Iran als große Leistung feierten. Sie werden nur dann wirklich selbstgerecht und besonders wütend, wenn Israel an einer militärischen Auseinandersetzung beteiligt ist.

Die Frechheit und Heuchelei solcher Kritiker ist schlicht verblüffend. Ich sage, dass keiner von ihnen das Recht hat Israel Verteidigungshandeln an der Gaza-Grenze zu kritisieren, selbst wenn Israel beträchtliche Gewalt gegen die Hamas-Mobs einsetzt – was es nicht tat.

Israel muss sich nicht dafür entschuldigen, dass es sich energisch gegen die Tunnel, Raketen, Flugkörper und Märsche der Hamas wehrt; nicht dafür Hamas-Terroristen zu töten, die die Grenzkrawalle planen und anführen; oder für die unvermeidbaren Toten unter palästinensischen Zivilisten, hinter denen Hamas-Kämpfer sich gezielt verbergen.

Israel darf sich auch nie dafür entschuldigen, dass es die Welt immer und immer wieder daran erinnert, dass Juden keine Fremde in ihrer angestammten Heimat sind. Israel ist in der Sharon-Ebene keine Besatzungsmacht, auch nicht im an den Gazastreifen grenzenden Negev oder auf den Hügeln von Judäa und Samaria oder in Jerusalem. Und es hat das Recht seine Grenzen zu verteidigen ohne niederträchtigen Tadeln unterzogen zu werden.

Angesichts der Nähe dieser Ereignisse zum Yom HaSchoah (Holocaust-Gedenktag) fallen unweigerlich historische Präzedenzfälle ein – etwas, das nur Israels Recht verstärkt sich internationaler Missbilligung zu widersetzen.

Die globale diplomatische Gemeinschaft sah untätig zu, als Hitlers Macht zunahm und er begann die Juden Deutschlands zu verfolgen. Sie tat während des Krieges fast nichts, selbst als die Umrisse der Nazi-Vernichtung der Juden offensichtlich wurde. Sie verfehlte es die Bahnlinien nach Auschwitz zu bombardieren und mehr. Diplomatisch ließ die Welt das jüdische Volk im Stich.

Heute sind die Vereinten Nationen selbst einer der größten Lieferanten antijüdischer und antiisraelischer Delegitimierung geworden. Der sogenannte „Sicherheitsrat“ ist mehr mit israelischem Hausbau beschäftigt als mit Völkermorddrohungen gegen Israel.

Die Weltmächte haben es auch verfehlt die hegemonellen Fortschritte des Iran in der gesamten Region aufzuhalten, einschließlich des heimlichen Verschanzens in Syrien als Operationsbasis gegen Israel. All das vor den Augen einer gut verbundenen Welt.

In dieser trostlosen Lage schulden das jüdische Volk und der Staat Israel diplomatisch der Welt nichts. Allgemein gesagt haben die Staaten der Welt nicht das moralische Recht Israel zu sagen, was es zu tun hat, wie es seine Politik ausführen, wo es seine Sicherheitszäune errichten, wie es seine Feldzüge führen, wo es seine Grenzen ziehen oder wie es sie verteidigen soll oder welches angestammte Land es, wenn überhaupt, an die Palästinenser abgeben soll.

Diplomaten des Quartetts, russische Diplomaten, norwegische Diplomaten, französische und deutsche Diplomaten und andere sollten mit einer Menge Demut an uns herantreten, wenn sie kommen, um unser diplomatisches Wohlergehen zu diskutieren und bevor sie versuchen uns Bedingungen für unsere Zukunft zu diktieren oder unsere Militäroperationen zu kritisieren.

Nachdem sie mit ihren unverbesserlich optimistischen Hoffnungen zu den Oslo-Vereinbarungen, zum Arabischen Frühling und dem JCPOA so falsch lagen, sollten sie Israel einen Vertrauensbonus geben, wenn Jerusalem es nötig findet in der diplomatischen Arena vorsichtig zu agieren oder im Verteidigungssektor entschieden zu handeln.

Wie der ehemalige Premierminister Menachem Begin einst den deutschen Kanzler herausforderte und schalt: „Sind wir ein Vasallenstaat? Und würdet ihr lieber ein schwaches Israel haben.“

Evangelische Kirche im Rheinland: Staatsgründung Israels „ein Datum im christlichen Märtyrerkalender“

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 22. April 2018

„Zum ersten Mal in der Geschichte der Evangelischen Kirche im Rheinland reisen Mitglieder der Kirchenleitung gemeinsam mit Vertretern jüdischer Gemeinden nach Israel. Anlass ist das 70-jährige Bestehen des Staates Israels sowie eine Bekräftigung der gemeinsamen Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus in unserer Gesellschaft.“ (Pressemitteilung Nr. 67/2018 der Evangelischen Kirche im Rheinland)

Dieses historische Ereignis soll vom 26. bis 29. April stattfinden, so Jens Peter Iven, Pressesprecher der Evangelischen Kirche im Rheinland. Dabei reist man nach Nes Ammim, einer christliche Siedlung zwischen Haifa und der libanesischen Grenze mit 332 Einwohnern.

Auf der Homepage der Evangelischen Kirche im Rheinland findet sich eine „Gottesdienst-Arbeitshilfe“, die ebenso dem 70-jährigen Bestehen des jüdischen Staates gewidmet ist. Der Verfasser, Dr. Rainer Stuhlmann, war von 2011 bis 2016 Studienleiter in Nes Ammim. Unter dem Titel „70 Jahre Staat Israel – ein Datum im christlichen Kalender?“ (PDF, aus Israel nicht abrufbar) schreibt Stuhlmann im vierten Absatz: „Was für Juden ein Grund zum Feiern ist, das ist für andere ein Grund zur Trauer. Den einen hat die Staatsgründung Schutz, Sicherheit, Gerechtigkeit und Freiheit gebracht, den anderen Vertreibung, Zerstörung, Zwang und Unrecht.“

Die rund 2,5 Millionen Araber im Staat Israel mit eigenen Parteien in der Knesset, Generalen in der Armee und Vertretung in Regierung wie Gesellschaft wurden von Stuhlmann nicht gefragt. Er unterschlägt auch, dass unmittelbar nach der Gründung Israels aus der gesamten arabischen Welt fast alle dort seit 3000 Jahren lebenden Juden zwangsenteignet und vertrieben worden sind. Libyen und Syrien sind heute „judenfrei“. In Ägypten leben noch 10 alte jüdische Frauen. Es sind mehr Juden nach Israel geflohen, als „Araber aus Palästina“ vom Staatsgebiet Israels weggezogen sind.

Weiter schreibt Stuhlmann, „Die von den Vereinten Nationen beschlossene Teilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat hat zu einem grausamen Krieg geführt, in dem es auf allen Seiten Opfer gegeben hat.“ Nicht die Empfehlung der UNO-Vollversammlung von 1947 hat zu einem Krieg „geführt“. Der Krieg wurde von den arabischen Staaten Ägypten, Syrien, Libanon, Jordanien und anderen beschlossen, weil sie keinen jüdischen Staat in ihrer Mitte dulden wollten. Deshalb fielen sie 1948 in der Nacht nach der Ausrufung Israels über den frisch gegründeten jüdischen Staat her, um ihn zu vernichten. Im Gegensatz zu Deutschland hat in Nahost noch nie jemand eingestanden, einen Krieg verloren zu haben. Die unterlegenen Angreifer weigerten sich deshalb, Verantwortung für die Folgen ihres Tuns zu übernehmen, darunter das Schicksal der von den arabischen Führern zur „zeitweiligen Flucht“ aufgerufenen Araber aus Palästina.

„Am Ende des Krieges hatten die Juden ihren Staat, der weit größer war, als es der Teilungsplan vorsah. Und die Palästinenser nichts.“

Bei Krieg weiß man vorher nie, was am Ende rauskommt. Bemerkenswert ist die Behauptung: „Und die Palästinenser nichts.“ Die haben in der Tat großes Pech gehabt, zumal es 1948 noch keine „Palästinenser“ im heutigen Sinn gab. Die Araber des britischen Mandatsgebiets Palästina haben sich erst 1968 mit der 2. von Jassir Arafat verfassten PLO-Charta als Palästinenser konstituiert und gefordert, anstelle Israels einen Staat zu errichten.

Stuhlmann erwähnt, dass es „in diesen siebzig Jahren mindestens acht Kriege und zwei blutige Aufstände gegeben hat. Immer war Israel trotz schmerzlicher Verluste siegreich und die Palästinenser die Verlierer.“

Laut UNO ist Krieg eine militärische Auseinandersetzung zwischen Staaten. Davon gab es nur vier: 1948, 1956, 1967 und 1973. Alles andere waren „Militäroperationen“ gegen Freischärler, Terrormilizen und „bewaffnete Arme von politischen Parteien“. Die Israelis haben sich gegen Raketenbeschuss und Selbstmordattentate in Bussen, Schulen und Restaurants gewehrt. Hätten die Juden sich etwa massakrieren lassen sollen, um den Palästinensern einen Sieg zu gönnen? Verschärfte Sicherheitskontrollen auf Flughäfen, Verriegelung der Pilotenkanzeln und Poller um Weihnachtsmärkte: Nach jedem Terroranschlag in Europa und den USA werden Sicherheitskontrollen mit israelischer Hilfe nachjustiert. Israels Geheimdienste haben allein 2017 mehrere Dutzend tödliche Anschläge in aller Welt verhindert.

„Die Staatsgründung Israels ist auch ein Datum im christlichen Märtyrerkalender. Im Ruinenfeld von Iqrit und Bir‘am in Galiläa sind nur die Kirchen stehen geblieben. Die Bewohner dieser beiden christlichen Dörfer wurden vertrieben. Nur als Leichen dürfen sie und ihre Nachfahren zurückkehren, um auf dem Friedhof am Rande der Ruinen ihrer Häuser begraben zu werden.“ Stuhlmann übernimmt hier den ansonsten in der evangelischen Kirche unüblichen palästinensischen Märtyrerkult. Juden können nicht einmal als Leichen in die arabischen Länder zurückkehren, um sich dort neben ihren zerstörten Synagogen begraben zu lassen.

Stuhlmann beklagt weiter die späten Friedensverhandlungen, erst mit Ägypten und Jordanien und dann mit der PLO. Er erwähnt nicht das dreimalige „Nein“ der arabischen Welt 1967 in Khartum, das jegliche Kontakte mit Israel ausschloss. Und dann schreibt er: „Und doch steht die Anerkennung eines palästinensischen Staates immer noch aus – auch durch unsere Regierung.“ Ihm scheint unbekannt zu sein, dass die Palästinenser bis heute ihren Staat nicht ausgerufen haben. Denn dann würden sie Milliardensummen verlieren, die ihnen als „Aufbauhilfe für den künftigen Staat“ geschenkt werden. Sowie sie einen Staat ausgerufen hätten, stünde ihnen bestenfalls eine kümmerliche „Entwicklungshilfe“ zu. Wie kann Stuhlmann von Deutschland die Anerkennung eines Staates fordern, der nicht einmal existiert?

Den Höhepunkt der Geschichtsklitterung erreicht das Arbeitspapier der Rheinischen evangelischen Kirche mit dem Satz: „Die palästinensischen Christen leben seit zweitausend Jahren im Land.“ Dann gab es also „palästinensische Christen“ vor der Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Vielleicht war ja auch Jesus ein „palästinensischer Christ“ und Araber, über 100 Jahre bevor Kaiser Hadrian die römische Provinz „Judäa“ in „Syria-Palaestina“ umbenannt hat, um jegliche Erinnerung an die Juden zu tilgen?

Kirchenrat Dr. Volker Haarmann zeichnet verantwortlich für diese „Gottesdienst-Arbeitshilfe“. Präses Manfred Rekowski hat das Grußwort verfasst. Beide nehmen an der Reise teil. Auf Nachfrage erklärte Pressesprecher Iven, dass es zwischen jenem Arbeitspapier und der „historischen Reise“ keinen Zusammenhang gebe.

Die Argumente Stuhlmanns stammen aus dem klassischen Repertoire palästinensischer Propaganda zur Delegitimierung Israels und der Juden. Es fragt sich, welchen Sinn Vertreter jüdischer Gemeinden in Deutschland in dieser „ökumenischen Reise“ sehen. Eine Stellungnahme der jüdischen Teilnehmer steht noch aus.

(C) Ulrich W. Sahm

Die schwedische Außenministerin ist keine Antisemitin, sie ist eine Dämagogin

Die EU sponsert illegale Gebäude, von denen sie weiß, dass Israel sie abreißen wird; und dann erklärt Schwedens Außenministerin, dass „weitere Abrisse den Friedensprozess behindern“. Kann es größere Chutzpe geben?

Stephen M. Flatow, Israel National News, 23. März 2018

„Ich werde beschuldigt Antisemitin zu sein, weil ich für eine Zweistaatenlösung werbe. Ich denke, das schadet der Diskussion“, verkündete die Außenministerin Schwedens diese Woche hochmütig.

Außenministerin Margot Wallström hat recht – jemanden als antisemitisch zu bezeichnen, nur weil er für palästinensische Eigenstaatlichkeit wirbt, ist kontraproduktiv. Da gibt es nur einen Haken. Kein vernünftiger Mensch bezeichnet sie so. Niemand, der Teil der ernsthaften öffentlichen Gespräche ist, ob in Europa oder den Vereinigten Staaten, erhebt einen solchen Vorwurf. Das ist ein Produkt ihrer Fantasie.

Ich sage nicht, dass die schwedische Außenministerin Wahnvorstellungen hat. Ich sage nicht, dass sie sich Dinge einbildet. Eigentlich ist es schlimmer: Sie ist eine Dämagogin. Sie weiß genau, dass kein ernst zu nehmender Mensch sie als Antisemitin bezeichnet. Dass sie diesen Vorwurf erhebt, ist ein alter Propagandatrick. Du behauptest, dass deine Kritiker etwas Irres sagten, was sie nicht gesagt haben und dann argumentierst du gegen die Worte, die du ihnen in den Mund gelegt hast. Sehen Sie, wie das funktioniert? Du wirkst vernünftig und sie wirken irre.

Das Ganze begann, als Außenministerin Wallström von der schwedisch-jüdischen Zeitung Judisk Krönika (Jüdische Chronik) am 19. März interviewt wurde. Schweden war der erste EU-Staat, der die von der palästinensischen Autonomie besetzten Gebiete als den „Staat Palästina“ anerkannte und hat den Palästinensern seit 1993 mehr als $700 an Hilfe gezahlt.

Angesichts der stramm propalästinensischen Bilanz Schwedens vermute ich, dass es nicht überraschte, als Wallström dem Interviewer von ihrer fortgesetzten Unterstützung für palästinensische Eigenstaatlichkeit erzählte. Sie verteidigte sogar die PA-Politik der Versorgung inhaftierter Terroristen und der Familien toter Terroristen mit Gehältern. (Übersetzung durch die schwedische Journalistin Annika Hernroth-Rothstein.)

Außenministerin Wallström konnte sich nicht einmal dazu aufraffen zuzugeben, dass die PA, die vor Jahren die Verhandlungen verließ, dafür verantwortlich ist, dass es keine Verhandlungen gibt.

Vom Interviewer gefragt, wer für die Tatsache verantwortlich zu machen ist, dass es keinen Frieden gibt, lachte Wallström erst einmal (!) und sagte: „Glauben Sie wirklich, ich würde irgendjemandem die Schuld geben?“ Dann ging sie natürlich dazu über Israel mit Schuldzuweisungen zu überschütten.

Nachdem sie kurz Lippenbekenntnisse für die Tatsache leistete, dass „jede Ermutigung zu Gewalt und Stechangriffen auch ein Hindernis für die andere Seite schafft“ (ohne zu erwähnen, wer diese „Ermutigung“ veranstaltet), kam Wallström zu ihrem Hauptpunkt.

„Natürlich: Wenn man eine Besatzungsmacht ist, dann hat man die Verantwortung nichts zu tun, was den Friedensprozess behindert“, behauptete die Außenministerin. „Weitere Siedlungen, weitere Abrisse, ich denke, das ist das dritte Mal, dass die EU für dieselben Gebäude zahlt – das hilft nicht, sondern hindert.“

Wallström bezog sich auf die Tatsache, dass die EU direkt für den illegalen Bau von palästinensischen Gebäuden auf von Israel kontrolliertem Territorium zahlt. Als die israelischen Behörden die Frechheit besaßen die illegalen Gebäude abzureißen, baute die EU sie wieder auf. Die Israelis versuchten das Recht wieder durchzusetzen. Die EU baute sie ein drittes Mal.

Also: Die EU sponsert illegale Bauten, von denen sie weiß, dass Israel sie abreißt und dann erklärt Schwedens Außenministerin, dass „weitere Abrisse den Friedensprozess behindern“. Kann es überhaupt größere Chutzpe geben?

Und zuletzt haben wir die Behauptung der Außenministerin, dass „weitere Siedlungen den Friedensprozess behindern“. Doch von 1992 bis 2017 genehmigte Israel die Gründung keiner einzigen neuen Siedlung. Als Israel letztes Jahr ankündigte, es werde eine neue Gemeinde für Juden schaffen,, die aus der Stadt Amona vertrieben wurden, erklärte die Schlagzeile der New York Times: „Israel genehmigt erste neue Siedlung in Jahrzehnten.“

Aber Außenministerin Wallström ist offensichtlich nicht an den Fakten interessiert. Ihr Interesse gilt einzig der Möglichkeit Wege zu finden die Öffentlichkeit gegen Israel aufzustacheln. Das ist das echte Kennzeichen einer Dämagogin.

Antiisraelische Hetze eines „Qualitätsmediums“

Das hier war auf der Seite der ZEIT zu finden (aufgerufen am 11. April 2018):

Fällt etwas auf? Die ZEIT will also erklären, weshalb es an der östlichen Mittelmeerküste keinen Frieden gibt. Israel nicht zur Ruhe kommt. Und wie lautet die Erklärung?

Einst besiedelten Juden aus aller Welt arabisches Land: Sie schufen einfach Fakten, aus denen der Staat Israel wuchs. Diese Entschlossenheit ist bis heute Segen und Fluch – jetzt in der neuen ZEIT.

Alles klar: Die Juden sind schuld. Sie sind Kolonisatoren, haben Land geraubt, Fakten geschaffen. Basta.

Wahrscheinlich wird es nicht bringen, diesen Ignoranten, die diese „Erklärung“ der Nahost-Welt verbrochen haben, ein paar historische Fakten entgegenzuhalten:

Juden aus aller Welt besiedelten nicht einfach arabisches Land, sondern kauften es zu völlig überhöhten Preisen; es handelte sich um Land, das von den arabischen Besitzern als wertlos betrachtet wurde. Sie amüsierten sich prächtig darüber, dass diese Idioten solchen Schrott für so viel Geld kauften.

Später wunderten sie sich und waren neidisch, dass die Juden erfolgreich waren. Also wurde ihnen in den 1920-ern oft der Zugang zu ihrem erworbenen Grund verweigert. Dazu trug auch bei, dass der Großmufti hetzte und aufstachelte. Deshalb entwickelten die Juden „Überfalltechniken“ – sie kamen überraschend auf ihr Land und trafen Sicherheitsmaßnahmen. Diese Entschlossenheit kann man natürlich gerne als Ursache allen Übels betrachten, dass die Juden sich nicht abhalten ließen ihre Grundstücke in Besitz zu nehmen. Dass die Araber die Juden betrogen – sch… drauf. Dass massenhaft Araber in das Mandatsgebiet Palästina einwanderten – geschenkt, das glaubt heute sowieso keiner mehr, nicht wahr? Dass die Gewalt durchgängig von Arabern ausging und sich gegen Juden richtete – häufig auch noch ausgerechnet gegen die wehrlosen Juden, die schon immer dort waren (s. die Massaker an den Juden in Hebron und Tzfat), weil sie sich nicht wo richtig an die trauten, die sich wehren.

Ja, sie schufen einfach Fakten: Sie ließen auf einmal nicht als Dhimmis behandeln. Sie ließen sich nicht länger verarschen, unterdrücken, misshandeln und ausbeuten. Und wer das als Fluch bezeichnet, weil Araber allergisch darauf reagierten und mit Judenmord antworteten, der kann nur zu dem Schluss kommen, dass die „Palästinenser“ die Misshandelten und die Juden die Nazis sind.

Dass ein Blatt wie die ZEIT einen solchen hanebüchenen Bockmist verzapft, spricht Bände über das, was heutzutage als gebildet und informiert gilt. Ignoranz und Böswilligkeit regieren die Darstellung des arabisch-israelischen Konflikts. Die Juden sind schuld. Nur die Juden. Für diese Haltung gibt es einen Namen.

——

Tapfer im Nirgendwo gibt der ZEIT in dieser Sache etwas Nachhilfe in Geschichte

Das hässliche Gesicht des Islam – Die 10. Sitzung der Islamischen Spitzenkonferenz (3)

Am 15. Oktober 2003 eröffnete der malaysische Premierminister die 10. Sitzung der Islamischen Spitzenkonferenz mit einer Rede, die von allen anwesenden Vertretern der 57 islamischen Staaten frenetisch gefeiert. Am nächsten Tag ruderte der malaysische Außenminister etwas zurück: Das sei alles nicht so gemeint, das sei missverstanden worden usw. Eine Entschuldigung erfolgte nicht.
Die lauwarme Empörung der europäischen Politik – die schon zwei Tage später aus der Öffentlichkeit verschwand – entzündete sich an den antisemitischen Äußerungen der Rede; eine kräftige Verurteilung kam aber durch den Widerstand Frankreichs nicht zustande.
Es scheint aber so, dass ein wichtiger Aspekt der Rede keine Beachtung findet bzw. nicht wahr genommen wird: Der Premier hat praktisch einen Plan vorgelegt, wie Israel vernichtet werden kann. Mit dieser Ankündigung müsste eigentlich ab sofort alles Handeln islamischer Staaten an diesem Ziel und seiner versuchten Umsetzung gemessen werden.
Beth Goodtree konnte dem Ganzen etwas zum Schmunzeln abgewinnen.

Es ist offiziell: Juden sind schlauer als Muslime

Beth Goodtree, Jewish Indy, 17. Oktober 2003 (auch auf Arutz-7 veröffentlicht)

Man muss diese Antisemiten einfach lieben. Ihre Herzen sind derart mit Hass erfüllt, dass das ihr Bisschen Menschenverstand im Umfang einer Amöbe überwältigt und sie Dinge zugeben lässt, die sie nie sagen würden, würde man ihr Leben bedrohen.

Es ist noch keinen Monat her, dass der führende Denker der arabischen Welt zugab, dass die hebräische Bibel Fakt ist. Natürlich machte der Mann das, um eine Rechtfertigung zu haben alle Juden der Welt auf zigmilliarden Dollars zu verklagen. Aber in seiner Lust und Gier und seinem Hass übersah er die Tatsache, dass durch das Eingeständnis, dass die Bibel wahre und akkurate Geschichte ist, wir Juden ihn als unseren Hauptzeugen benutzen können um den Tempelberg, ganz Jerusalem und Teile von Syrien, Jordanien und anderen arabischen Staaten zurückzufordern. Man sollte glauben, dass diese Hasser lernen würden ihren Mund zu halten, damit wir ihre wahren Absichten nicht erkennen könnten. Aber nein!

Da kommt Dr. Mahathir Mohammed daher, Malaysias Premierminister und Vorsitzender der Islamischen Konferenz. In seiner Eile die Juden zu verdammen, pries er sie stattdessen und verurteilte die Muslime und Araber. Hier einiges von dem, was er sagte und was das bedeutet.

Zitat: „(Die Juden) überlebten 2.000 Jahre Pogrome nicht, indem sie zurückschlugen, sondern nachdachten.“
Übersetzung: Juden sind schlau und Juden (einschließlich der Zionisten) sind nicht aggressiv und nicht gewalttätig.

Zitat: „Wir brauchen Gewehre und Raketen, Bomben und Kampfflugzeuge, Panzer und Kriegsschiffe zu unserer Verteidigung.“
Übersetzung: Wir planen den totalen Krieg gegen die Juden und ihre westlichen Verbündeten.

Zitat: „Seit mehr als einem halben Jahrhundert haben wir um Palästina gekämpft. Was haben wir erreicht? Nichts. Es geht uns schlechter als vorher. Wenn wir innegehalten hätten um nachzudenken, hätten wir einen Plan überlegen können, eine Strategie, die uns den Endsieg bringt.“
Übersetzung: Wir sind nicht nachdenkende Idioten, die in ihren Laufrädern rennen, die von einer handvoll Juden geschlagen wurden, die einfach ihr Gehirn benutzt haben. Und wir müssen das ändern, um letztlich über die Juden siegen zu können

Zitat: „Die Muslime werden immer unterdrückt und von den Europäern und Juden dominiert werden.“
Übersetzung: Wir sind nicht verantwortlich für unsere Rückständigkeit und unsere mangelnde Zivilisiertheit. Es ist alles die Schuld der Juden und Europäer.

Zitat: „Wir sind eigentlich sehr stark. 1,3 Milliarden Menschen können nicht einfach weggewischt werden. Die Europäer töteten 6 Millionen der 12 Millionen Juden. Aber heute beherrschen die Juden die Welt durch Stellvertreter. Sie haben andere, die für sie kämpfen und sterben.“
Übersetzung: Offensichtlich glaubt Dr. Mahathir Mohammed, dass alle Juden darauf aus sind, den Islam auszulöschen. Er glaubt auch, dass wir Juden, so klein unsere Zahl auch sein mag, eine gewaltige Macht darstellen.

Zitat: „Es kann nicht sein, dass es keinen andere Weg gibt. 1,3 Milliarden Muslime können nicht von ein paar Millionen Juden besiegt werden.“
Übersetzung: (Zusammen mit dem, was oben gesagt wurde) Die Muslime sollten sich vereinigen, um die Juden wegzuwischen, die der Holocaust nicht erwischte.

Zitat: „Die Europäer mussten zu Füßen muslimischer Gelehrter sitzen, um Zugang zu ihrem eigenen wissenschaftlichen Erbe zu erhalten.“
Übersetzung: Ich wünschte, das würde wieder so sein.

Zitat: „Sie erfanden … Menschenrechte und Demokratie, damit es falsch erschiene, sie zu verfolgen, damit sie die gleichen Rechte wie andere genießen können.“
Übersetzung: Die Juden waren schlau genug die Menschenrechte und die Demokratie zu erfinden und sind uns nicht gleich gestellt. Sie zu verfolgen ist absolut akzeptabel.

Zitat: „Der Koran sagt uns, dass wir positiv reagieren müssen, wenn der Feind Frieden einklagt. Es ist wahr – der angebotene Vertrag ist nicht vorteilhaft für uns. Aber wir können verhandeln. Der Prophet tat es in Hudaibiyah. Und am Ende triumphierte er.“
Übersetzung: Unterschreibt jeden Friedensvertrag, den sie uns anbieten, denn wir werden ihn ohnehin nie einhalten. Das ist nur ein taktisches Manöver auf dem Weg zur totalen Eroberung unserer Feinde.

Angesichts der oben angeführten Erklärungen hat Dr. Mohammed es reichlich klar gemacht, dass der Islam sich im Krieg mit allen Juden und der westlichen Zivilisation allgemein befindet. Aber er hat auch Dinge geäußert, die ihn zum Kandidaten für eine Anklage unter dem Gesetz der „Völkermord-Verbrechen“ machen. Als Vorsitzender des OIC hat er darüber hinaus diese Erklärungen zur offiziellen Politik gemacht und die UNO sollte sie jetzt zumindest deutlich vor die Tür setzen (sie hat ein Büro in Malaysia). Außerdem stimmt jede Einzelperson, jeder Gruppe und jedes Land, die es versäumen Dr. Mohammeds Rede zu verurteilen, ihm still zu und könnte damit an Aufhetzung zum Verbrechen des Völkermords beteiligt sein.

Zu guter Letzt dränge ich jedermann, Dr. Mohammeds Rede komplett zu lesen, um seine große Schärfe und das zu verstehen, wozu er die islamische Welt auffordert. Er hat hier gerade einen Aufruf geäußert sich zu vereinen und zu erobern – erst die Juden und dann die westliche Welt. Er hat auch erklärt, dass die Unterzeichnung eines jeden Friedensvertrages lediglich ein taktisches Manöver ist, dazu geschaffen Zeit zu gewinnen bis zur totalen Eroberung. In der Zwischenzeit, wo ich dies schreibe, hat nicht ein einziges der 52 Mitgliedsländer oder ihrer Gäste auch nur im Geringsten bezüglich dieser antisemitischen Äußerungen einen Rückzieher gemacht. Es wird nie einen deutlicheren Weckruf geben, der nicht von Blut begleitet sein wird.