Wessen Land ist das eigentlich?

Und wer kämpfte, blutete und starb für Zion und wessen Land ist as überhaupt? Und wer führt es?

Jack Engelhard, Israel National News, 14. Januar 2022

Von Anfang an wurden die Israelis als robuste Pioniere bewundert, die „die Wüste erblühen lassen“.

Bis heute ist in Israel einen Baum zu pflanzen ein Symbol der Wiedergeburt und Dauerhaftigkeit.

Das machen wir, wenn wir nach Israel reisen, um dort einen Besuch abzustatten oder zu bleiben. Wir pflanzen Bäume.

Aber nicht jeder freut sich darüber, besonders drei arabische Gemeinden im Negev nicht, die sagen: Nicht mit uns!

Für viele von ihnen gehört natürlich das gesamte Land Israel ihnen und deshalb machen sie Randale, wenn sie ihren Willen nicht bekommen.

Sie fordern eine Einstellung von Israels Aufforstungsprojekt und während die Diskussion zwischen der Regierung und den Beduinen weiter geht, ist das Anpflanzen tatsächlich ausgesetzt worden.

Die Frage lautet: Welche Regierung? Welche Regierung ist an der Macht? Die sogenannte jüdische von Bennet/Lapid? Oder bestimme Elemente der Muslimbruderschaft, wo es langgeht?

Ist es schon so weit? Ja, ist es.

Denn um auf Biegen und Brechen eine Regierung zu bilden, brauchten Bennett/Lapid bis zu vier weitere Stimmen in der Knesset und bekamen sie durch Mansour Abbas und seine arabische Partei Ra’am.

In einer tauziehenden Koalition wie dieser wachen die Israelis jeden Morgen auf und fragen sich, wer die Oberhand hat und wer über Nacht einen Vorteil erzielte.

Welcher religiöse israelische Ort neben der Jeschiwa in Homesch ist noch, während sie schliefen, für die Bulldozer markiert worden?

Wir kämpften, bluteten und starben für Zion und wessen Land ist das überhaupt?

Ganz nebenbei: Vor ein paar Jahren, als amerikanischer Freiwilliger in der IDF, kam eine Gruppe von uns spät zu unserem Hotel zurück, in das wir zum Übernachten statt in der Kaserne in Haifa eingeladen worden waren. Unser Madrich (Gruppenleiter) begann uns zu unseren Räumen zu begleiten. Der Angestellte am Empfang hinter dem Tresen rief: „Stop!“. Warum? Die Besuchszeit war vorbei.

Der hitzige Austausch ging weiter, als unser Madrich bestimmt verkündete: „Ich kann gehen, wohin immer ich will, wann immer ich will. Das ist mein Land.“

„Vorläufig“, antwortete der arabische Angestellte. (Mehr zu all dem in diesem Thriller).

So war das damals und so ist es heute.

Ich habe Freunde in und um New York City, die mich fassungslos fragen, wer das Land tatsächlich führt. Ich sage ihnen, sie sollten aufmerksam bleiben. Das ändere sich nämlich von Tag zu Tag.

An einem Tag sind es die Araber, sieht man, wie die Koalition im Negev kapitulierte, was beweist, dass Bennett/Lapid nur die halbe Show sind – und oft die kleinere Hälfte.

Wenn die Muslimbruderschaft spricht, dann hören sie zu und gehorchen. Sie haben keine Wahl. Sollte irgendein Mitglied der Partei Ra’am ausbrechen, löst sich die gesamte Regierung in Luft auf.

Bei genau dieser Drohung knickten die Israelis ein und hörten bis auf weiteres auf, im Negev zu pflanzen. Oder mit der endgültigen Entscheidung, ob Israel der jüdische/zionistische Traum und Realität bleiben wird.

Wen die Juden so schlau sind, sagen meine Freunde, wie können sie dann so dumm sein? Der Negev, der geografisch etwa die Hälfte Israels bildet, ist souveränes israelisches Territorium.

Juden sind 80 Prozent des Landes. Der Rest sind 20 Prozent. Wie also konnten die Juden sich in eine Ecke manövrieren, in der andere ihnen diktieren können, wo sie Bäume pflanzen dürfen und wo nicht?

Unsere Häuser. Unsere Viertel. Unsere Gemeinden. Oder Jeschiwas…

Nur ein Wort, meine Freunde: Politik.

Bitten Sie mich nicht um Erklärungen. Das ist zu kompliziert. Oder vielleicht ist es zu einfach. Unsere Besten, würde ich behaupten, werden Einsteins in Naturwissenschaften und auf anderen Gebieten.

Das überlässt die Politik dem Rest. In der Regeln nicht die Besten und Hellsten, aber genauso bestimmt und machthungrig.

Das gilt nicht für alle. Hin und wieder haben wir, was Führung angeht, Glück – in Israel wie in den Vereinigten Staaten.

Aber in den USA haben wir immer noch zu 80 Prozent für Biden gestimmt und würden das wieder tun, also ja: Wie können so schlaue Menschen so dumm sein?

In Israel machen sich meine Freunde und Verwandten Sorgen, dass bei diesem Tempo und durch verschiedene politischer Schwindel die jüdische Nation Israel anfängt aus den Fugen zu geraten und ihnen zu entgleiten.

Das möge Gott verhüten, sagen sie. Aber sie machen sich Sorgen. Und es muss ja nicht alles auf einmal kommen … nur durch eine beseitigte Jeschiwa und einen nicht zu einer bestimmten Zeit gepflanzten Baum.

Wessen Zweistaatenlösung ist das? Medien im Urlaub, während palästinensische Autonomiebehörde arabisch-israelischen Politiker wegen Anerkennung des jüdischen Staates angreift

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 26. Dezember 2021

Der israelisch-arabische Politiker Mansour Abbas, Parteichef der Ra’am (in der Vereinigten Arabischen Liste) und Mitglied der Regierungskoalition in Israel, tätigte neulich eine einfache Äußerung, die Israels Existenz als jüdischer Staat anerkannte, was mit dem UNO-Teilungsplan von 1947 im Einklang steht:

„Israel wurde als jüdischer Staat geboren. Und es war die Entscheidung des jüdischen Volks einen jüdischen Staat zu gründen“, stellte Abbas auf Hebräisch fest. „Die Frage lautet nicht: ‚Welche Identität hat der Staat?‘ So wurde der Staat geboren und so wird er bleiben […] Das ist die Realität. Es geht nicht um die Frage der Identität des Staates – sondern wie der Status der arabischen Bürger darin aussehen wird.“

Übersetzung [aus dem Hebräischen ins Englische]: Israellycool

Abbas‘ Äußerung schien der ablehnenden Charta seiner Partei zu widersprechen, ebenso wie frühere Kommentare und sie brachte ihm in Israel Lob ein, manche bejubelten die Rede als „historisch“. Am 23. Dezember druckte die führende israelische Zeitung Ma’ariv sogar eine Karikatur, die Theodor Herzl, einen der Gründerväter des Zionismus, zeigte, wie er den arabischen Politiker in sein Kult-Porträt von 1897 einlud: „Komm, hier ist Platz“, sieht man Herzl hier zu Abbas sagen.

Derweil zog Abbas‘ Bemerkung zur Unterstützung der Koexistenz rasch den Zorn von Vertretern der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in der Westbank auf sich. In einer Erklärung verurteilte Ramallah wütend, was es als „unverantwortliche Äußerungen“ bezeichnete, die „im Einklang mit den Extremisten in Israel stehen die Palästinenser zu vertreiben und den Status der gesegneten Al-Aqsa-Moschee sowie die Geschichte des palästinensischen Volks zu schädigen“.

PA-Präsident Mahmud Abbas beschuldigte den Führer der Ra’am „die Lügen der zionistischen Bewegung“ zu wiederholen und sagte, Mansour Abbas „vertritt nur sich selbst“, wenn er davon spricht Israels Existenz als jüdischer Staat zu akzeptieren. „Sein Schicksal und das Schicksal von Leuten wie ihm wird im Mülleimer der Geschichte sein“, fügte die herrschende Fatah-Fraktion hinzu.

Die Hamas, von den USA als Terrororganisation eingestuft und die den Gazastreifen beherrscht, ging ähnlich auf Ra’am los, wobei sie „den palästinensischen nationalen Konsens“ betonte, „der die zionistischen Behauptungen zurückweist und verurteilt“.

Internationale Nachrichtenmedien widmeten den Worten von Mansour Abbas und der folgenden palästinensischen Raserei sehr wenig Aufmerksamkeit. Tatsächlich ignorierten Reporter wichtiger Publikationen die Story. Weil die internationale Gemeinschaft versucht die Gespräche im Hinblick auf die Lösung des arabisch-israelischen Konflikts über eine Zweistaatenlösung wieder in Gang zu bringen, ist diese Story aber höchst relevant.

Bloßgestellt: Die Ablehnung der Existenz Israels durch die palästinensische Autonomiebehörde

Auf Twitter drückte der ehemalige US-Nahostgesandte Dennis Ross es so aus: „Wenn die PA 2 Staaten akzeptiert, warum [Mansour] Abbas attackieren? Was er sagte ist mit 2 Staaten im Einklang.“ Scheinbar ist kein Mainstream-Journalist bereit diese zentrale Frage zu stellen, da sie die Weigerung der PA Israel Existenz als jüdischer Staat innerhalb welcher Grenzen auch immer entlarven würde.

Am 21. Dezember forderte HonestReporting CNN heraus, nachdem dort ein Beitrag veröffentlicht wurde, der PA-Präsident Abbas als aktiv beteiligt an Friedensgesprächen mit Israel dargestellt wurde, die regelmäßig nicht durch einen Fehler seinerseits fehlgeschlagen seien. Der Sender verfehlte es, die gewalttätige Verweigerungshaltung – verkörpert durch ununterbrochene Hetze gegen Israel – zu erwähnen, die Abbas‘ 17-jährige Herrschaft prägte.

Aber CNN ist da nicht allein. Immer und immer wieder haben führende Medienorgane bei Ramallahs israelfeindlicher Rhetorik weggesehen, selbst wenn palästinensische Offizielle sich nicht einmal bemühten ihre ultimativen Ziele zum jüdischen Staat zu verbergen. Früher im Jahr erschien ein offizieller Fatah-Vertreter im PA-Fernsehen und erklärte, die Palästinenser würden „[Israel] weiterhin bis zur Befreiung Palästinas mit nackter Brust entgegentreten – Palästinas vom [Mittel-] Meer bis zum Fluss [Jordan], Palästina ist arabisch und islamisch. Es wird unser bleiben.“

Vor zwei Monaten eröffnete die PA in Tunesien ein neues diplomatisches Büro, dessen Eingang eine gigantische Landkarte von „Palästina“ ziert, die Israel komplett auslöscht. Laut Palestinian Media Watch „lautet die Botschaft der Landkarte natürlich, dass Israel kein Recht hat zu existieren und dass das Ziel der PA die Souveränität über das gesamte Gebiet ist“.

Der jüdische Staat hingegen setzt seine Versuche fort Frieden mit seinen arabischen Nachbarn zu schließen, wobei auf die Bereitschaft Zugeständnisse zu machen hingewiesen wird. Jerusalem hat mit Ägypten und Jordanien Friedensabkommen geschlossen und vor kurzem unter der Schutz der Abraham-Abkommen die Beziehungen zu vier arabischen Staaten normalisiert.

Trotzdem wird Mahmud Abbas als „einer der Architekten der Zweistaatenlösung“ beschrieben (Wall Street Journal, 12. Mai 2021), während Israel beschuldigt wird „eine international gestützte Zweistaatenlösung … zunehmend unmöglich zu machen“. (Associated Press, 27. Oktober 2021)

Eine weitere von den Medien betriebene Taktik

Neben der Vertuschung der gewalttätigen Verweigerungshaltung der PA besteht eine weitere von den Medien betriebene Taktik darin, die Verantwortung für das Scheitern der Friedensgespräche von Ramallah auf Jerusalem abzulenken. Durch die Wiederholung von Standartklauseln wie „… neue Premierminister Naftali Bennett ist gegen palästinensische Unabhängigkeit“ (Associated Press, 9. Dezember 2021) schreiben die Medien die Schuld für das Fehlen sinnvoller Verhandlungen Israel zu.

Seit der Vereidigung der ideologisch vielfältigsten Regierung in der Geschichte Israels unter der Führung von Naftali Bennett und Yair Lapid am 13. Juni 2021 haben bedeutende Nachrichtendienste wie die Associated Press und Reuters Bennetts politische Gegnerschaft zur Gründung eines Palästinenserstaats mindestens 68-mal ausführlich beschrieben. Und das, obwohl Lapid vor der internationalen Gemeinschaft im Juli seine Unterstützung einer Zweistaatenlösung erklärte. Es ist wichtig festzuhalten, dass es Yair Lapid war, Parteichef der Zentrumspartei Yesch Atid, der 2023 das Amt des Premierministers übernehmen wird, der Israels aktuelle Regierung bildete.

Doch trotz der Existenz einer starken Bereitschaft auf Seiten der israelischen Regierung das Leben der palästinensischen Araber zu verbessern, wird Mahmud Abbas – im 17. Jahr einer Amtszeit, die vier Jahre hätte dauern sollen – nicht dafür zur Verantwortung gezogen, dass er zu Gewalt gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt aufstachelt und diese unterstützt.

Es ist an der Zeit, dass die Medien anerkennen, wer wirklich für die Verhinderung einer friedlichen Lösung des Konflikts verantwortlich ist.

Bassam Eid: Israel ist „der beste Ort, um Araber zu sein“

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 26. Dezember 2021

Bassam Eid ist ein Palästinenser, der in Israel lebt, wo er eine weitreichende Karriere als Menschenrechtsaktivist gemacht hat. Ursprünglich konzentrierte er sich auf von den israelischen Streitkräften begangene Menschenverletzungen, aber seit vielen Jahren hat er seine Recherchen ausgeweitet, um Menschenrechtsverletzungen einzubeziehen, die die palästinensische Autonomiebehörde (PA) und die bewaffneten Kräfte der Palästinenser an ihrem eigenen Volk begehen. 1996 gründete er die Palestinian Human Rights Monitoring Group, die 2011 wegen des Fehlens jeglicher Kooperation seitens der PA aufgelöst wurde. Heute arbeitet er als politischer Analyst für das israelische Fernsehen und Radio.

Bassam Eid ist einer von einer Handvoll Palästinensern und israelischen Arabern – ein weiterer ist Khaled Abu Toameh – die es wagen die Wahrheit über Israel zu sagen, was bedeutet, dass ihre Artikel selten in den Mainstream-Medien des Auslands veröffentlicht werden, die einzig verdammende Storys über die Misshandlung der Araber durch den jüdischen Staat haben wollen. Sein aktuellster Text mit dem Titel „Israel – The Best Place to Be an Arab“ (Israel – der beste Ort um Araber zu sein) handelt davon, wie es Arabern in Israel tatsächlich ergeht, ganz anders, als es ihnen nach Aussage unter anderem der UNO-Vollversammlung, des UNO-Menschenrechtsrats, der EU, Ilhan Omars, Rashida Tlaibs, Roger Waters‘ und vielen anderen geht. Er ist steht hier: „Israel – the best place to be an Arab“ von Bassam Eid, The Times of Israel, 22. Dezember 2021:

Obwohl Israel der einzige jüdische Staat der Welt ist, ist es Heimat für eine freie und blühende arabische Gemeinschaft. Seit Jahrzehnten haben antiisraelische Aktivisten Israel als illegitimen Staat angeprangert, der Araber und Muslime unterdrückt. Israel ist fälschlich als Staat für „Siedler-Kolonialismus“ und Apartheid bezeichnet worden. Diese Grundsatz-Behauptungen könnten von der Wahrheit nicht weiter entfernt sein.

Forscher haben Meinungsumfragen dazu durchgeführt, die ein Licht auf den wahren Umgang mit in Israel lebenden Arabern werfen. Nach Angaben dieser Umfragen gibt es einen zunehmenden Trend, dass israelische Araber ihre frühere palästinensische Identität abstoßen und beginnen, sich stärker mit ihrer israelischen Nationalität zu identifizieren. Dieser Wechsel bei der nationalen Identität ist eine große Neuigkeit für jeden, der sich für den Nahen Osten interessiert. Er beweist, dass Araber in der Lage gewesen sind Israel ihre Heimat zu nennen, während Israel in der Lage ist seine jüdische Mehrheit beizubehalten. Obwohl es der einzige jüdische Staat ist, ist Israel ein vielfältiges Land, das eine blühende arabische Bevölkerung aufweist.

Araber in Israel beschreiben sich in immer größerer Zahl als „israelische Araber“ oder einfach als „Israelis“, werfen ihre Selbstidentifizierung als „Palästinenser“ ab. Sie identifizieren sich mit dem jüdischen Staat als auch ihrem Land. Ein herausstechendes Beispiel dafür war die aktuelle Äußerung von Mansour Abbas, dem Parteichef von Ra’am und Mitglied der israelischen Regierung, der verkündet hat, dass Israel als jüdischer Staat gegründet wurde und ein jüdischer Staat bleiben wird. Mansour Abbas erklärte, dass es in der Verantwortung der Führer der Araber in Israel liegt zu versuchen den Staat nicht zu untergraben, sondern als loyale Bürger an der Verbesserung des Lebens des von ihnen repräsentierten Volks zu arbeiten, indem sie sich auf Alltagsthemen konzentrieren, für Israels Araber so viel ökonomische Hilfe von der Regierung zu erhalten wie möglich, darunter Verbesserungen an der Infrastruktur – Straßen, Schulen, Sportstadien, Krankenhäuser – in arabischen Städten und Vierteln sowie mehr berufliche Ausbildung, Zugang zu Universitäten und Vorbereitung auf Jobs in Israels boomender Hightech-Industrie.

Eid fährt fort:

Araber stellen 20% der 8,8 Millionen Menschen betragenden Bevölkerung Israels. Israels Araber haben sich in die Gesellschaft integriert und leben in jeder Ecke des Landes. Israels Araber genießen dieselben Freiheiten wie ihre jüdischen Nachbarn. Im Gegensatz zu israelfeindlichen Kernfragen leben und arbeiten Israels Araber Seite an Seite mit Juden, Christen, Armeniern und allen andren, die Israel ihr Zuhause nennen. Wie in anderen westlichen Demokratien, können Araber wählen, Unternehmen besitzen, arbeiten, sprechen und ihren Glauben frei ausüben, wo immer sie in Israel ihr Zuhause haben. Bei den letzten Wahlen wurde Ra’am, eine pan-arabische Partei, Teil der Regierungskoalition Israels. Diese Ergebnisse könnten nicht deutlicher sein: Israel, eine heterogene Gesellschaft, gehört zu den führenden Nationen im Nahen Osten. Israels Araber haben davon Notiz genommen.

Israelische Araber genießen völlige religiöse Freiheit sowie rechtliche Gleichstellung mit israelischen Juden. Sie üben in Israel dieselbe freie Meinungsäußerung aus, die wir im fortgeschrittenen Westen als selbstverständlich ansehen, die aber in muslimischen und arabischen Ländern nirgendwo garantiert wird. Bassam Eid hatte nicht den Platz, um zur Groteske des Vorwurfs der „Apartheid“ mehr zu sagen, der oft gegen Israel erhoben wird, also lassen Sie uns hier näher auf seine Widerlegung eingehen. Araber sitzen in der Knesset, dienen am obersten Gerichtshof, gehen als Israel repräsentierende Botschafter ins Ausland. Sie besitzen nicht nur „eigene Unternehmen“, sondern können in Israels größten Konzernen weit aufsteigen. Der Vorstandsvorsitzende der größten Bank Israels, Bank Leumi, ist Araber. Juden und Araber arbeiten nicht nur in Büros und Fabriken zusammen, sondern besitzen gemeinsam Geschäfte, wie z.B. Restaurants. Die israelische Regierung hat besondere Ausbildungsprogramme eingerichtet, mit denen Araber darauf vorbereitet werden im Hightech-Bereich zu arbeiten; in der Start-up Nation ist Jerusalem entschlossen, kein Segment der Gesellschaft in der neuen Wirtschaft außen vor zu lassen. Araber und Juden werden in denselben Krankenhäusern behandelt, von jüdischen und arabischen Ärzten und Pflegern. Araber und Juden spielen in denselben Sportvereinen und in denselben Orchestern. Es gibt lediglich einen Unterschied in der Behandlung von Arabern und Juden: Juden müssen in der IDF dienen, während Araber es dürfen. Zunehmende Anzahlen israelischer Araber, besonders christlicher Araber, tun genau das.

Araber, egal wie lange sie Israelis gewesen sind, unterstützen ihr Heimatland zunehmend. Nach Angaben einer 2019 durch Dahlia Scheindlin und David Reis (zwei führende, progressive Meinungsforscher) durchgeführten Umfrage identifizieren sich 51% der Araber Israels als „arabisch-israelisch“ und 23 als „israelisch“. Die Umfrage deutete dann an, dass 76% der israelischen Araber auch sagten, dass die jüdisch-muslimischen Beziehungen innerhalb Israels überwiegend positiv sind und 58%, dass sie die Koexistenz und Verbesserung der Beziehungen zwischen Muslimen und Juden fortgesetzt sehen wollen.

Nach Angaben der Umfrage von 2019 identifiziert sich die Hälfte der israelischen Araber als „arabisch-israelisch“, während ein weiteres Viertel sich schlicht und vielsagend als „israelisch“ identifiziert. Beide Antworten signalisieren die zunehmende Bereitschaft arabischer Israelis, sich als anerkannten und organischen Teil des israelischen Gemeinwesens zu betrachten. Nur ein Viertel distanziert sich weiter, indem sie sich als „Palästinenser“ beschreiben. Dieselbe Umfrage zeigt auf, dass 76% der israelischen Araber glauben, die jüdisch-muslimischen Beziehungen in Israel sind „überwiegend positiv“. Das ist nicht das, was Kenneth Roth von Human Rights Watch Sie glauben machen will. Genauso wenig wie das Hampelmann-Gericht UNO-Menschenrechtsrat, wo Israel dauernd auf der Anklagebank sitzt. Genauso wenig wie die Israelhetzer in unseren großen Medien, z.B. die New York Times oder der Washington Post, die eine arabische Minderheit schildern, die ständig misshandelt und daher gerechtfertigterweise aufgebracht ist.

Wieder Bassam Eid:

Was an der Umfrage von Scheindlin/Reis noch mehr schockiert, waren Ergebnisse zu einem der umstrittensten Themen des israelisch-palästinensischen Konflikts: der Kontrolle über Jerusalem. Die von SFHA (einem palästinensischen Nachrichtenorgan) durchgeführte Umfrage deutet an, dass 93% der Araber [1.116 von 1.200], von denen niemand israelischer Staatsbürger ist, es vorziehen würden, dass Israel die Kontrolle über die Stadt behält. Von den 1.200 befragten Arabern sagten 79, dass sie es ablehnten ihre israelischen Personalausweise abzugeben. Nur 5 der 1.200 Befragten sagten, sie wollten, dass Israel die Kontrolle über Ostjerusalem an die PA abgibt und darüber hinaus sagten sie, sie würden bereit sein ihre israelischen Ausweise abgeben, die ihnen Freizügigkeit im gesamten jüdischen Staat erlauben.

Die Daten sprechen für sich: Muslime und Juden leben koexistent. Die größten Gewinner? Der Nahe Osten und die Menschenrechte. Das sind sehr gute Nachrichten für den sich entwickelnde Nahen Osten: Ein Israel, in dem Araber sich bevollmächtigt fühlen, ist etwas Machtvolles. Wenn Muslime und Juden in Frieden zusammenleben, gewinnt die Region. Als Israel gegründet wurde, wurde es geschaffen, um ein Ort nicht nur für das jüdische Volk zu sein, sondern für alle, die danach streben das Heilige Land zu einem besseren Ort zu machen und in Frieden Familien zu gründen. Araber sind immer ein willkommener Teil dieser Gleichung gewesen. Die einzige schlechte Nachricht lautet, dass israelfeindliche Aktivisten ihr Streben nicht aufgeben werden Muslime und Juden wegen Fragen des israelisch-palästinensischen Konflikts zu spalten. Trotzdem werden diese in dieser Umfrage reflektierten Gefühle Israel stärker und zu einem besseren Ort für Araber und Juden machen. Das Gerede des israelfeindlichen Mobs zu widerlegen wird es Israel erlauben ein Ort der Harmonie zu werden. Ich freue mich darauf zu erleben, dass Israel sich in einen Ort entwickelt, wo die Kinder Isaaks und Ismaels friedlich miteinander leben und arbeiten. Diese Entwicklung kennzeichnet einen seltenen Lichtpunkt, der eine Welt erleuchtet, die das dringend braucht.

Es stimmt, dass israelische Araber mehr und mehr das Gefühl haben, sie haben politischen Anteil am Land, durch ihre Vertreter in der Knesset und noch mehr ist es durch Mansour Abbas, den Parteichef der Ra’am, der sich der Koalitionsregierung angeschlossen hat; damit sind sie weniger von der breiteren Gesellschaft und dem Staat entfremdet und den Staat behandeln nicht als Feind. Bassam Eid und Mansour Abbas reden für die vielen israelischen Araber, die den jüdischen Staat nicht vernichten, sondern Vertreter in die Knesset wählen wollen, die für bessere Bedingungen ihrer Wähler kämpfen können, was Geld für Krankenhäuser, Schulen, Straßen, Bausubventionen und Arbeitsbeschaffungsprogramme bedeutet, einschließlich der Umschulung israelischer Araber für Jobs im Hightech-Bereich.

Es stimmt, dass die Israelis, als der Staat Israel am 14. Mai 1948 ausgerufen wurde, allen Arabern die Hand zu Frieden ausstreckten, aber besonders den Arabern, die innerhalb dessen lebten, was an diesem Datum der jüdische Staat wurde. Dennoch glaube ich, dass Bassam Eid übertreibt, wenn er behauptet, „als Israel gegründet wurde, war es um ein Ort nicht nur für das jüdische Volk zu sein, sondern für alle, die das Heilige Land zu einem besseren Ort machen wollten“. Ist das wahr? Oder ist das sein eigener hoffnungsvoller, aber nicht wirklich genauer Dreh zur Geschichte der Gründung Israels?

Egal, wie die Antwort lautet, die wir auf diese Frage geben: Als wortgewandter Palästinenser, der sich entscheidet im von Israel regierten Jerusalem zu leben, hat Bassam Eid mit seiner Bloßstellung all derer, die behaupten Israel misshandle seine arabischen Bürger, einen guten Dienst geleistet. Er hat uns daran erinnert, dass es in Israel keine „Apartheid“ gibt und dass drei Viertel der Araber in Israel sich als „arabische Israelis“ oder einfach und eindrucksvoll als „Israelis“ betrachten. Er hat die öffentliche Aufmerksamkeit auch – das kann gar nicht oft genug geschehen – auf die aktuelle  Umfrage unter Palästinensern in Jerusalem aufmerksam gemacht, von denen 93% weiter unter israelischer Herrschaft leben wollen statt unter der der PA. Bassam Eid kann, wie der andere Verteidiger der Ungläubigen, Othello, mit Artikeln wie diesem verdientermaßen beanspruchen: „Ich habe dem Staat einen Dienst erwiesen.“

Ein schlechter Tag für die Israelhasser

Elder of Ziyon, 22. Dezembe 2021

Am 21. Dezember erschütterte der Chef der islamistischen israelischen Partei Ra’am die palästinensische Straße mit einem Interview, das auf Arabisch enorme Berichterstattung erhält:

Der Chef der ersten großen arabischen Partei in einer Regierungskoalition sagte am Dienstag, Israels Status als jüdischer Staat könne nicht angefochten werden. Er riet der arabischen Gemeinschaft seinem pragmatischen Ansatz zu folgen, statt zu versuchen die Identität des Landes infrage zu stellen.

„Israel wurde als jüdischer Staat geboren. Und es war die Entscheidung des jüdischen Volks, einen jüdischen Staat zu gründen. Die Frage lautet nicht: ‚Welche Identität hat der Staat?‘ So wurde der Staat gegründet und so wird es bleiben“, sagte [Mansour] Abbas, der Chef der islamistischen Partei Ra’am.

„Das ist die Realität. Die Frage dreht sich nicht um die Identität des Staates – sondern welchen Status die arabischen Brüger darin haben werden“, sagte Abbas.

Arabische Antisemiten sind wütend. Eine israelisch-arabische Zeitung bezeichnete Abbas abfällig als „Schabbes Goy“.

Es gab eine weitere bedeutsame Offenbarung.

Hasan Ismail, ein jordanischer Geschäftsmann und regelmäßiger Kolumnist, der in den VAE lebt, schrieb in der Jerusalem Post ein Op-Ed über die sechs größten arabischen Fehler. Das ist eine der scharfsichtigsten und ehrlichsten Selbstanalysen, die ich je von einem arabischen Autor in arabischsprachigen Medien gesehen habe. Auszüge:

Der legendäre israelische Diplomat Abba Eban stellte nach der gescheiterten Genfer Friedenskonferenz von 1973 fest: „Die Araber verpassen nie eine Gelegenheit eine Gelegenheit zu verpassen“ den arabisch-israelischen Konflikt zu beenden. Ebans trockene Bewertung klingt fast 50 Jahre später immer noch glaubhaft. Eine Gelegenheit zu verpassen ist ein Fehler; niemals eine Gelegenheit zu verpassen ist eine Sünde gegen sich selbst. Werden sie endlos wiederholt, dann werden Fehler zu tödlichen Sünden, werden sie von cleveren Gegnern ausgenutzt. Lasst uns die Möglichkeiten zählen.

Die erste Sünde besteht darin, das jüdische Volk nicht als geschätzte und uralte Komponente des Nahen Ostens zu akzeptieren. …

Die zweite Sünde besteht darin sich für die falschen Bündnisse zu entscheiden, um die palästinensische Sache zu fördern. Vom Bündnis mit dem Nationalsozialismus bis zur Abhängigkeit von den Sowjets und arabischen Führern, für die die palästinensische Sache nichts als ein Mittel ist ihre eigenen Zwecke zu erreichen, haben Palästinenserführer sich fast immer für die für ihre Sache schädlichsten Verbündeten entschieden.

Die dritte Sünde ist das Yassir-Arafat-Paradigma. Viele mögen überrascht sein, den ehemaligen Chef der Palästinensischen Befreiungsarmee und der palästinensischen Autonomiebehörde auf dieser Liste zu finden. Dennoch ist er der Mann, der das Prinzip des gewalttätigen Widerstands einführte, dem bewaffnete nichtstaatliche Organisationen bis heute folgen: Wenn der Preis das Blut der arabischen Palästinenser ist, dann ist es kein Schaden, ihn dafür zu bezahlen die Besatzung zu besiegen.

Die vierte Sünde besteht darin, das palästinensische Volk mehr unter den Entscheidungen ihrer Führer und Verbündeten leiden zu lassen, als durch das Handeln Israels. Wie Arafat sind die politischen islamischen Führer der Hamas Verbündeten nur allzu bereit Israel zu bekämpfen, bis der letzten Palästinenser tot umfällt.

Die fünfte Sünde besteht darin, den Konflikt mit Israel als „Alles oder nichts“-Krieg bis zum Tod zu betrachten. Dagegen, dass die Palästinenser ihre legalen und moralischen Rechte erhalten, steht ihr Schlachtruf allen historischen Groll abzugelten, ihr gesamtes Land zurückzufordern, alle Israels zu vertreiben und den Staat Israel zu eliminieren. Was hat der Alles-oder-nichts-Ansatz gebracht? Sehr wenig, wenn überhaupt irgendetwas.

Sie sechste Sünde besteht darin die palästinensische Sache für politischen Vorteil auszunutzen. Gott sei Dank nicht alle, aber einige arabische politische Führer in der Region und sogar einige Regierungen nutzen den arabisch-israelischen Konflikt als Nebelwand, um ihre eigenen Defizite, Versagen und versteckte Agenden zu verbergen. Kein Frieden im Nahen Osten? Kein Staat Palästina? Keine wirtschaftliche Sicherheit oder Wohlstand für alle Bürger? Unruhen und Aufstände? Macht nicht uns verantwortlich, macht Israel verantwortlich. Gäbe es Israel nicht, dann hätten wir keine sozialen oder wirtschaftlichen Probleme, die Palästinenser hätten ihren eigenen Staat und die Region wäre ein Paradies auf Erden.

Das alles sind Dinge, über die ich selbst seit Jahren schreibe und es ist nett zu sehen, dass einige Araber sehen können, wie kontraproduktiv ihr Hass gewesen ist. Erneut sind die Abraham-Vereinbarungen ein gewaltiger Faktor dabei, es Arabern zu ermöglich öffentlich Dinge wie diese mit weniger Angst als zuvor zu sagen.

Bis vor kurzem war das einzige, worauf sich die Araber einigen konnten, Israel zu hassen. Ohne diesen Konsens sind Annahmen zerbröselt, die so bereitwillig akzeptiert wurden wie die Schwerkraft. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Israelhasser versuchen angesichts dieser arabischen Wendehälse Araber zu dämonisieren, die Frieden mit Israel wollen – und das sieht nicht gut aus, besonders bei Organisationen, die das Wort „Frieden“ in ihrem Namen führen.

Es gibt Risse im Damm und die Hasser können sie nicht flicken.

In Area A leben tausende Israelis. Aber niemand wird sie als Kriegsverbrecher verurteilen – sie sind ja keine Juden.

Elder of Ziyon, 10. November 2021

Wann verurteilen die UNO, Amnesty International, Human Rights Wach, mit der PFLP verbundene NGOs, die BDS-Bewegung, Students for Justice for Palestine, Peace Now, die Jüdische Stimme für Frieden und J-Street nicht, dass israelische Staatsbürger in der Westbank leben?

Natürlich, dann wenn es sich um Araber handelt.

Aus Ha’aretz:

Rawabi vermarktet sich als Einiger palästinensischer Interessen und einem umsetzbaren Fahrplan zur Eigenstaatlichkeit, der vollmundige Versprechungen der traditionellen Führung buchstäblich durch Fakten vor Ort ersetzt.

In Area A – womit es zumindest auf dem Papier unter voller Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde steht – und rund 35 Minuten nördlich von Ramallah gelegen, begann der Bau der Stadt 2010, anfänglich vom palästinensisch-amerikanischen Unternehmer Bashar Masri finanziert und erheblich unterstützt von Geld aus Qatar.

Während eines Besuchs saß ich vor kurzem mit dem allerersten Bürgermeister Zeiten der Stadt, Ibrahim Natour zusammen.

Nach der Anwesenheit und Rolle der arabisch-israelischen Bevölkerung in der Stadt gefragt, korrigierte mich Natour eilig: „Wir betrachten sie nicht als arabische Israelis: Sie sind Palästinenser. Palästinenser zu sein dreht sich nicht darum einen [israelischen] Personalausweis zu haben. Ich bin Palästinenser, aber ich komme aus Jerusalem. Wir diskriminieren nicht.“

Trotz anfänglicher Hoffnung bis zu 40.000 Einwohner anzuziehen, steht Rawabis aktuelle Bevölkerung derzeit bei mageren 5.000, von denen 70 Prozent die Stadt als ihre dauerhafte Heimat betrachten. Ein Vertreter der Stadt beschrieb die anderen 30 Prozent als „Wochenend-/Ferien“-Besucher. Außer bei wohlhabenderen Palästinensern mit doppelter Staatsbürgerschaft erscheint es logisch, dass viele von ihnen arabische Israelis sind – die einzigen, die in der Lage sind die Grenzübergänge ungehindert passieren können.

Amal, ein 46-jähriger Einwohner der arabisch-israelischen Stadt Um el-Fahm, war überrascht von der demografischen Aufschlüsselung der Stadt, die sich als Sprungbrett in Richtung Eigenstaatlichkeit vermarktet: „Ich fragte auch, wie viele Einwohner von außerhalb kommen [d.h. arabische Israelis]. Ich hatte den Eindruck, dass mindestens 80 Prozent aus der Westbank kommen. Sie sehen all die gelben [israelischen] Nummernschilder auf den Autos und die meisten davon kommen alle paar Monate zu Besuch – aber die werden Ihnen das nie sagen“, sagt er über die Stadtverwaltung.

Egal, wie man zählt, tausenden arabischen Israelis gehören Häuser und sie leben mindestens einen Teil der Zeit in Area A – unter palästinensischer Kontrolle.

Sie sind Siedler.

In einem Bereich, wo Juden nicht hindürfen.

Die Bürgermeister sagt: „Wir diskriminieren nicht.“ Nun, solange man die Diskriminierung von Juden nicht dazu zählt, wohl wirklich nicht.

Ken Roth von Human Rights Watch hat gesagt: „Jeder Transfer eines Siedlers in besetztes Gebiet ist ein Kriegsverbrechen.“ Sowohl Juden als auch Araber ziehen freiwillig in die Westbank. Aber Roth betrachtet es einzig dann als „Kriegsverbrechen“, wenn es sich um Juden handelt.

Dafür gibt es ein Wort.

Die israelischen Araber, die in Rawabi leben, stimmen in israelischen Wahlen ab – genauso wie die Juden, die weniger als zehn Kilometer weiter in Schilo oder Eli leben.

Sie können auf jeder Straße in der Westbank fahren – nicht nur den mythischen „Straßen nur für Juden“, sondern auch auf den arabischen Straßen, die Juden verboten sind.

Jedes einzelne Argument, Israel würde „Apartheid“ betreiben, wird von der Existenz israelischer Araber, die in einer arabischen Kommune leben, von der uns gesagt wird, sie sei „besetzt“, zunichte gemacht.

Je mehr man sich die Behauptung der „Apartheid“ anschaut, desto mehr sieht man, dass sie vom eigenen Fanatismus ausgelöst ist – gegenüber Juden und zwar nur gegenüber den Juden.

Eilmeldung, Medien: Israels arabische Minderheit identifiziert sich nicht „weitgehend als Palästinenser“

Akiva Van Koningsveld, HonestReporting, 6. Oktober 2021

In Übereinstimmung mit der Theorie der Intersektionalität haben Soziologen im Verlauf der letzten Jahrzehnte zunehmend den Wert der Eigendefinition von Identität als Mittel zur Stärkung betont. Kolumnisten für Zeitungen wie der New York Times haben argumentiert, dass es für Minderheiten entscheidend ist „Rassenidentitäten zu negieren, die unser Erbe, Kultur und Erfahrung spiegeln, wozu gehört, wie andere uns wahrnehmen“.

Warum sind dann, wenn es um Araber in Israel geht, internationale Medienorgane anscheindend erpicht darauf deren Identität an ihrer statt sie zu definieren?

Zum Beispiel beschrieb Tom Bateman, Nahost-Korrespondent der BBC, in der Berichterstattung über die Verbrechenswelle in mehrheitlich arabischen Orten in Israel diese Orte als „Israels Palästinenserstädte“. Organe wie die New York Times, die Washington Post und NBC News haben die größte Minderheit des Landes ebenfalls als „Palästinenser in Israel“ beschrieben. Genauso prominente Einzelne wie die US-Kongressabgeordnete Ilhan Omar (hier) und Ken Roth von Human Rights Watch (hier).

Die Beschreibung der arabisch-israelischen Identität läuft nicht nur den Fakten vor Ort zuwider – Araber werden gleiche Rechte gewährt und sie sind Bürger des Staates Israel, nicht eines nicht existenten „Palästina“ – missachtet aber, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen sich nicht als „Palästinenser“ identifiziert.

Die Daten zeigen stattdessen, dass sie sich in erster Linie als „israelische Araber“ oder schlicht „Israelis“ betrachten.

Experten haben in der Tat begonnen zu bemerken, dass diese sich vertiefende Integration in die israelische Gesellschaft Einfluss auf die Art hat, wie arabische Israelis sich selbst sehen. Der Pluralism Index, zusammengestellt vom Jewish People Policy Institute in Jerusalem, verzeichnete letztes Jahr einen starken Rückgang der Zahl von Menschen in Israel, die ihre Hauptidentität als „palästinensisch“ betrachten.

Die Wahlen von 2021 brachten die arabischen Parteien und Wähler dem Status vollständiger Partner im israelischen politischen Spiel enger zusammen. Das ist auch wahrscheinlich ein Ausgang von Prozessen, die im Index vom letzten Jahr festgestellt wurden, als wir einen dramatischen Anstieg im Anteil der arabischen Israelis berichteten, die ihre Hauptidentität als „israelisch“ definieren und einen entsprechend starken Rückgang beim Anteil derer, die sich als „palästinensisch“ definieren. [Pluralism Index 2021]

Nach Angaben der Studie sagten 51 Prozent der Nichtjuden in Israel, sie identifizierten sich als „arabisch-israelisch“, verglichen mit nur 7 Prozent, die sagten, sie betrachteten sich hauptsächlich als „palästinensisch“. Zusätzlich beschrieb sich knapp ein Viertel der Nichtjuden schlicht als „israelisch“.

Die Studie bat die Probanden auch anzugeben, wie sehr sie dem Satz „Ich fühle mich als echter Israeli“ zustimmen. Die meisten Araber antworteten damit, dass sie der Äußerung entweder voll zustimmten (65%) oder eher zustimmen (33%).

Eine ähnliche Studie aus dem Jahr 2017, durchgeführt von Sharahit, einer israelischen NGO, die Koexistenz fördert, stellte fest, dass nur 14,6 Prozent der arabischen Israelis sich als „palästinensisch“ identifizieren.

Dennoch sind manche Aktivisten nur allzu scharf darauf Israels größte Minderheit mit ihren arabisch-palästinensischen Brüdern in der Westbank und dem von der Hamas kontrollierten Gazastreifen zusammenzuwerfen. Der israelische Araber Yoseph Haddad erfuhr dieser aus erster Hand im Sommer, als er einer Frau widersprach, die darauf bestand ihn gegen seinen Willen als Palästinenser zu bezeichnen.

>>Vor ein paar Tagen gingen meine Verlobte und ich bei einem Besuch in Österreich ins Konzert. Als eine neben mir sitzende junge Frau mich am Telefon auf Arabisch reden hörte, fragte sie, woher ich komme. Ich antwortete „Israel“. Sie sagte: „Sie meinen Palästina.“<<
>>Ich antwortete: „Nein, nein, ich bin aus Israel. Ich bin ein israelischer Araber.“ Kurz gesagt: Sie machte die ganze Sendung hindurch ein sauertöpfisches Gesicht. Als wir am Ende der Sendung aufstanden, sagte ich ihr mit einem großen Lächeln: „Ich hoffe, ich treffe Sie in Israel.“ Ich genoss, wie ihr Gesicht aussah, nicht weniger als die gesamte Sendung…<<

Unabhängigkeitserklärung garantiert „volle und gleichberechtigte Staatsbürgerschaft

Der aktuelle Zustand der komplexen Beziehung zwischen Israel und seiner arabischen Bevölkerung kann nur durch das Objektiv der Geschichte voll verstanden werden. Obwohl Juden seit der Zerstörung des zweiten Tempels (70 n.Chr.) immer im Heiligen Land anwesend gewesen sind, haben Christen und muslimische Araber auch hunderte von Jahren in der Region gelebt. Tatsächlich wurde die Al-Aqsa-Moschee, der drittheiligste Ort des Islam, nach der muslimischen Eroberung Jerusalems im siebten Jahrhundert auf den Ruinen des jüdischen Tempels gebaut.

Für diese nichtjüdischen Einwohner ist jedoch das Konzept einer nationalen „palästinensischen“ Identität nicht existent.

Um Faiz El-Khouri, den ersten syrischen Repräsentanten bei den Vereinten Nationen zu zitieren (1947):

Ich denke die meisten von Ihnen, wenn nicht sogar alle, wissen, dass Palästina eine syrische Provinz gewesen ist. Es gibt dort geografische, historische, rassische und religiöse Verbindungen. Es gibt keinerlei Unterschied zwischen den Palästinensern und den Syrern und ohne die Balfour-Erklärung und die Bedingungen des [britischen] Mandats würde Palästina heute eine syrische Provinz sein, wie es früher war.“

Im Gefolge des Zweiten Weltkriegs und den Schrecken des Holocaust nahm die jüdische Einwanderung ins Mandat Palästina stark zu. 1948, am Vorabend der Unabhängigkeit Israels, war das damals von den Briten verwaltete Territorium zwischen dem Mittelmeer und dem Jordan Heimat für rund 630.000 Juden und mehr als einer Million Araber.

Ein Jahr davor hatten die Vereinten Nationen für die Teilung des Mandats Palästina in separate jüdische und arabische Staaten und Einrichtung Jerusalems als internationale Stadt unter der Schirmherrschaft der UNO gestimmt. Die jüdischen Führer nahmen den Vorschlag an, aber das Hohe Arabische Komitee lehnte alle Kompromisse ab. Dem folgten Angriffe auf jüdische Gemeinden und Viertel.

Als die britischen Streitkräfte im Mai 1948 abzogen, rief David Ben-Gurion die Gründung des Staates Israel aus, was Ägypten, Jordanien, Syrien, den Libanon und den Irak veranlasste in den neuen jüdischen Staat einzumarschieren. Was folgte, war der tödlichste Krieg in Israels moderner Geschichte, der 1949 formell mit einer Reihe von Waffenstillstandsabkommen endete.

Gegen Ende des Konflikts gab es in Israel rund 160.000 arabische Einwohner. Der Historiker Benny Morris hielt später fest, dass Ben-Gurion „apriori keine Absicht hatte die Araber zu vertreiben und während des Kriegs gab es keine Vertreibungspolitik“. Trotzdem verließen viele ihre Heime – entweder in Reaktion auf die Aufrufe arabischer Führer oder um sich vor den vorrückenden Armeen zu schützen. In einigen Fällen wurden Araber von jüdischen Kämpfern mit Gewalt vertrieben.

Trotzdem rief Israels Unabhängigkeitserklärung „die arabischen Einwohner des Staats Israel auf … am Aufbau des Staates auf Grundlage voller und gleichberechtigter Staatsbürgerschaft und gebührender Repräsentation in all seinen vorläufigen und dauerhaften Institutionen aufzubauen“. Ben-Gurions Appell gab Erklärungen früherer Zionisten wie Ze’ev Jabotinsky wieder, der damit zitiert wird, dass das Territorium von „Eretz Yisrael [das Land Israel]“ sich für „eine Million Araber, für eine Million ihrer Nachkommen, für mehrere Millionen Juden – sowie für Frieden“ eignet.

Jede Menge arabische Erfolgsgeschichten in Israel

Heute gibt es 1.956.000 Araber in Israel, sie stellen 21,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Während Israel, wie jede Demokratie, seine Defizite und Herausforderungen hat, ist die Annahme vernünftig, dass die Vision der Gründerväter Israels verwirklicht worden ist. Die Mitglieder der arabischen Minderheit z.B. haben Posten in allen Zweigen der Regierung – von der Knesset bis zum Obersten Gerichtshof – sowie einflussreiche Posten in allen Bereichen von Kultur, Medien, Sport usw. …

Man muss nicht lange suchen, bis man aktuelle Beispiele arabisch-israelischer Erfolgsgeschichten findet. Im Juni machte der Parteichef von Ra’am (Vereinigte Arabische Liste) Geschichte, als seine islamistische Partei einen Koalitionsvertrag unterschrieb, um sich an der Regierung zu beteiligen. Kaum einen Monat später ernannte Israel seinen ersten arabisch-israelischen Vizepräsidenten.

Arabische Israelis spielten auch eine bedeutende Rolle bei der erfolgreichen Gefangennahme palästinensischer Terroristen, die im September aus einem israelischen Gefängnis entkamen. Nach Angaben von Polizeiquellen riefen „dutzende Araber“ an, um zu melden, dass sie die gefährlichen Entflohenen gesehen hatten, was schließlich zu ihrer Festnahme führte. „Überall, wohin sie sich wandten, lehnten arabische Bürger sie ab und riefen die Polizei“, kommentierte Omer Barlev, Minister für öffentliche Sicherheit, damals. „Großen Respekt für all die verantwortungsbewussten Bürger!“

Israels sozialer Zusammenhalt ist allerdings gebrechlich. Während des von der Hamas initiierten elftägigen Konflikts im Mai verübten arabische Randalierer, was als „Pogrome“ in Lod, Akko, Jaffa, Haifa und anderen sogenannten gemischten Gemeinden beschrieben wurde. Auch Juden griffen in mehreren Fällen Araber an. Aber in einem Schritt, der vorrangige arabisch-jüdische Kooperation demonstrierte, gelobte Mansour Abbas hierauf, dass arabische Israelis Bemühungen „anführen“ würden Synagogen zu reparieren, die bei der Gewalt beschädigt wurden.

Trotz unregelmäßiger, wenn auch nicht besonders einzigartiger Schwierigkeiten betrachten die meisten Araber sich als Mitglieder der Gesellschaft. Das passt zwar nicht in das böswillige Narrativ, dass Israel ein „Apartheidstaat“ ist, aber die Fakten sprechen für sich.

Genau genommen haben Israels Araber für sich selbst gesprochen – und die Medien sollten so viel Verantwortung zeigen ihnen zuzuhören und entsprechend zu berichten.

Israel befindet sich im Bürgerkriegszustand

Israels Araber und Juden befinden sich in einem Religions- und Kulturkrieg. Es braucht eine eindeutige Niederlage, wenn wir in Frieden zusammen leben sollen.

Arnon Itiel, Israel HaYom, 5. Oktober 2021

Uns stehen seltsame Tage bevor. Mit Hilfe des Einsatzes von Technologie aus der Zukunft und mit allem, was in der virtuellen Welt geschieht, erleben Israelis die Wiederholung einer Eruption. Sie sehen zu, aber sie begreifen nicht, was sie sehen. Sie begaffen die Lava, die aus dem Vulkan hervorbricht und scheitern dabei zu verstehen, was genau ihnen die Füße verbrennt.

Der jüngste Angriff auf einen Polizisten in Kafr Qasim kann als Anekdote abgetan werden. Es gibt Leute, die so weit gehen würden den Vorfall als ungewöhnlich zu bezeichnen, etwas, das eine besonders selbstbewusste Reaktion braucht. Eine ganze Reihe Kommentatoren würden so weit gehen, diesen und ähnliche Vorfälle als ein „Phänomen“ zu bezeichnen. Trotz des Professionalismus der Fernsehsender und der Integrität, für die bisher so berühmt sind, suche ich nach dem Kontext, den niemand in den Medien diskutieren will. Wir leben in seltsamen Zeiten, in denen die Wahrheit außer Sicht gehalten wird; und diese Wahrheit lautet, dass der Staat Israel sich in einem Bürgerkriegszustand befindet.

Für jeden, der vor dem Jahr 2000 geboren wurde, beschwört das Wort „Krieg“ sofort Bilder eines Panzers vor dem Hintergrund von Jerusalems Ammunition Hill herauf, aber das ist ein Fehler, weil dieses Bild die Kriege von gestern repräsentiert. Im Jahr 2021 werden Kriege in den sozialen Medien geführt. Die Verletzten sind keine an der Front stationierten Soldaten, sondern unser nationales Bewusstsein, das angeschlagen ist und ein ums andere Mal besiegt wird. Starren Sie in unsere Seelen und werfen Sie einen Blick auf das, was dort vor sich geht in einer Zeit, in der unsere Kinder als Sandsack im Dienst einer Regierung benutzt werden, die niemand gewählt hat. So verlieren wir.

Die fehlerhafte Wahrnehmung des Begriffs „Krieg“ macht uns blind das zu erkennen, was stattfindet und da lautet: Weite Teile des Staates Israels sind eine Art Niemandsland, in das sich kein Regierungsvertreter hinein wagt und hofft lebend wieder herauszukommen. Diese Gebiete, von Galiläa im Norden bis in den Negev im Süden, befinden sich sozusagen außerhalb des Staates Israel. Sie mögen zwar vielleicht in der Lage sein ein Auto voller Juden in diese Städte zu schicken, aber niemand würde darauf wetten, dass sie es am Stück wieder heraus schaffen. All dies geschieht, während die israelische Regierung bereitwillig und von ganzem Herzen alles aushändigt, was eine Gemeinschaft von einem Staat trennt und im Gegenzug nichts fordert.

Israels arabische Bürger, hat die Geschichte für uns bestimmt, teilen ein gemeinsames Haus mit den Juden. Solange das der Fall ist, muss der Staat Israel ihren Status als Bürger mit gleichen Rechten sicherstellen. Und wenn wir schon bei dem Thema sind, gleiche Pflichten wären eine willkommene Veränderung. Diese beiden Gemeinschaften führen einen Religions- und Kulturkrieg. Eine eindeutige Niederlage ist das einzige, was uns erlauben wird miteinander zu leben. Die Einwohner von Kafr Qasim sind schon vor langer Zeit zu dieser grundlegenden Erkenntnis gekommen.

Aus dieser Perspektive sind die arabischen Israelis ihren jüdischen Gegenübern rund 20 Jahre voraus. Arabische Israelis sind ein treuer, prinzipienfester und entschlossener Sektor. Sie haben nie etwas getan, vor dem sie nicht im Voraus gewarnt haben, dass sie es tun und sie sind bereit für ihre heiligen Werte mit Geld und Blut zu zahlen. Sie stehen einer konfusen, führerlosen Öffentlichkeit gegenüber, die vom Weg abgekommen ist. Sehen Sie sich einfach das Video aus Kafr Qasim an: Ein örtlicher Schläger verprügelt einen Repräsentanten des Staates, der Freund des Polizisten steht mit seiner Waffe auf dem Rücken da und hält das Ganze mit einer Kamera fest. Könnte irgendjemand nicht erkennen, wer der klare Gewinner ist?