Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17. – 23. September 2017)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 17.09.2017:

Die PA verkündete, dass Abbas am Mittwoch eine „wichtige Rede“ vor der UNO-Vollversammlung halten werde, die „Charakteristika der nächsten Phase definieren wird“.

Die Hamas hat angekündigt ihre Regierung im Gazastreifen aufzulösen, damit die Regierung in Ramallah ungehindert im Gazastreifen agieren kann. Außerdem soll es allgemeine Wahlen geben, über die jetzt verhandelt wird. Der UNO-Sondergesandte für den Nahost-Friedensprozess heißt den Schritt willkommen.

Montag, 18.09.2017:

Der PA-„Informationsminister“ verkündete, dass es bezüglich des „Rückkehrrechts“ der Palästinenser keine Konzessionen geben wird.

Friedenspartner Fatah: Ein Sprecher der Fatah rief die Hamas auf Israel nicht anzuerkennen; die Fatah werde das auch niemals tun. Der bewaffnete Widerstand (Terror), der Volkswiderstand (Terror) und alles andere seien auch legitim, sagte er.

Mahmud Abbas sagte, ein Treffen mit Trump sei sinnlos, solange der sich nicht der Zweistaaten-Lösung verpflichtet. Lege dieser sich nicht darauf fest, sei das „lächerlich“.

Dienstag, 19.09.2017:

Das PA-Fernsehen strahlte noch einmal eine Lüge von vor einigen Jahren aus – getarnt als „Predigt“ – nach der der ehemalige israelische Premierminister Ariel Sharon sich zum Geburtstag die Ermordung von 10 arabischen Kindern „bis zum Ende des Jahres“ wünschte. Dieser Hassprediger ist letztes Jahr von Mahmud Abbas zum Dekan des Al-Azhar-Instituts ernannt worden, das Schüler auf Studien an der Al-Azhar-Universität in Ägypten vorbereitet.

Shin Bet, Polizei und Grenzpolizei hoben eine Terrorzelle in Silwan aus, deren Mitglieder allesamt in „Ost“-Jerusalem wohnen. Acht Araber wurden festgenommen. Sie nannten sich „Geist von Silwan“.

Mahmud Abbas kündigte in New York an, dass er die Sicherheitskooperation mit Israel nicht wieder aufnehmen wird. Genauso wenig wird er die Zahlungen für die Terror-Häftlinge und ihre Familien einstellen.

Das „Sonderangebot“, illegale Waffen straffrei abgeben zu können, haben nur 3 israelische Araber wahrgenommen. Das Angebot endete heute.

Mittwoch, 20.09.2017:

Drei Araber aus Jericho und Kuseife wurden wegen zahlreicher Diebstähle landwirtschaftlicher Gerätschaften, eines Traktors und einer Viehherde festgenommen.

Was auch sonst: Mahmud Abbas, der Mann, der sich an keinerlei Recht hält, behauptet vor der UNO-Vollversammlung Israel würde sich über das Recht stellen. (Und es lasse keinen Raum für einen Staat Palästina.) Dazu forderte er von der UNO einen „Zeitrahmen“, innerhalb dessen die UNO die „Besatzung“ beenden müsse. Außerdem warnte er Israel davor aus dem Konflikt einen Religionskrieg zu machen – während die PalAraber das längst erledigt haben.
Aber was will man von einem Mann erwarten, der behauptet er habe Friedensinitiativen angenommen, während Israel sie alle abgelehnt habe – während er selbst ständig alles blockierte, was nicht 150% seinen Forderungen entspricht, die er absichtlich ständig höher schraubte?
Israels UNO-Botschafter Danny Danon hatte völlig recht, als er Abbas‘ Rede Lügen nannte.

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Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27. August – 2. September 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 27.08.2017:

Ein pal-arabischer Psychologie lässt in einer Sendung des offiziellen PA-Fernsehens wissen: Flugzeugentführungen und Mord an israelischen Zivilisten sind „wunderbare Heldentaten“ und führte Beispiele für Frauen an, die genau solche Taten begingen.

Ranghohe islamische und christlicher Jerusalemer Kleriker gaben eine Erklärung ab, mit der sie die „rechtsextreme israelische Regierung“ wegen der Entscheidung „kritisierten“, dass Knessetmitgliedern erlaubt würde „in das Tempelberggelände einzubrechen“. Das sei ein „illegaler und unmenschlicher Schritt der Provokation“. (Die Regierung hatte beschlossen Knessetmitgliedern „probehalbe“ einen Tag lang zu erlauben den Tempelberg zu besuchen; bisher gibt es ein Verbot für solche Versuche.) Die Kleriker riefen die Einwohner Jerusalems und „das palästinensische Volk” auf an ihrem „von Allah verliehenen Recht“ an „Palästina vom Fluss bis zum Meer“ und am Tempelberg festzuhalten, besonders am Dienstag, wenn die Abgeordneten erstmals seit 2 Jahren den Berg besuchen dürfen.

Die PA-Behörden haben allen Jugendlichen, die bei den Krawallen der letzten Monate festgenommen wurden, in ihren Abschlussexamen Noten gegeben, so dass sie diese bestanden.

Montag, 28.08.2017:

Das PA-Fernsehen hat im Auftrag der PA 2017 mehr als 30-mal ein „Kinderlied“ ausgestrahlt: Jaffa, Haifa, Safed, Tiberias, Akko sind „alles mein Land Palästina“, Beit Schean, Ramle usw. natürlich auch. In verschiedenen Versionen wurde das Lied vom über „mein Land“ fliegenden Vogel seit 2011 schon hunderte Male gesendet.

Es heißt, dass Abbas sich aufgrund von Druck aus der arabischen Welt entschieden hat sein Agieren gegen Israel in der UNO aufzuschieben.

Ein Hamas-Führer sagte heute, die Terroristen seien zu direkten Gesprächen über die Freilassung der festgehaltenen israelischen Zivilisten und der Leichen zweier Soldaten bereit, wenn Israel alle Terroristen freilässt, die im Gilad Shalit-Deal freikamen und inzwischen wieder festgenommen wurden.

Die Militärführung der Hamas preist die militärische Hilfe durch den Iran. Die Hamas konnte ihre militärischen Fähigkeiten dank der iranischen Hilfe stark verbessern können.

Dienstag, 29.08.2017:

Der UNO-Generalsekretär ist im Nahen Osten. In Ramallah tönte er, es gebe keine Alternative zur Zweistaatenlösung. Dem seien die UNO und er persönlich verpflichtet. Er habe zudem schon mehrfach gesagt, dass es keinen Plan B gibt, nur die Zweistaatenlösung.

Mittwoch, 30.08.2017:

Ein Ferienlager der israelisch-arabischen Balad-Partei wurde mit einer Prozession für „Mätyrer“ (sprich: Terroristen“) zu Ende gegangen.

Donnerstag, 31.08.2017:

Das Patriarchengrab in Hebron ist für Juden von Donnerstag bis Freitagabend wegen eines muslimischen Festes geschlossen. Ab Freitagmorgen 4 Uhr ist sie wieder normal geöffnet.

Freitag, 01.09.2017:

Der Fatah-Sekretär der Fatah für das Viertel al-Thawi in „Ost“-Jerusalem ist der Zutritt zur Stadt für die nächsten 4 Monate verboten worden.

Bauern im Süden Israels haben eine Petition eingereicht, dass die Regierung Arabern aus dem Gazastreifen Arbeitsgenehmigungen erteilen soll, damit diese auf den Farmen im Süden arbeiten können. Sie führen wirtschaftliche und humanitäre Gründe für ihren Antrag an: Die Bauern können Arbeiter brauche, die Araber des Gazastreifens brauchen Jobs. Die soziale Lage der Araber im Gazastreifen zu verbessern könnte in Israels Interesse sein.

Samstag, 02.09.2017:

Israelis im südlichen Israel baten die USA ihren Nachbarn im Gazastreifen bei der Lösung der Strom- und Abwasserkrise zu helfen, weil deren dysfunktionale Regierung dazu nicht in der Lage ist.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (20. – 26. August 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 20.08.2017:

Die Fatah behauptet der Mossad hätte in Schweden einen PA-Araber ermordet, der bei einem Gefangenenaustausch aus israelischer Haft entlassen worden war.

Mehrere Dutzend arabische Kinder aus dem Gazastreifen im Alter von 8 bis 14 Jahren konnten am Sonntag zum ersten Mal Jerusalem und die heiligen Stätten besuchen. Bis auf 7 hatten bis dahin noch nie den Gazastreifen verlassen.

Montag, 21.08.2017:

Das palästinensische Olympische Komitee hat einem Boxer verboten gegen einen Israeli (einen Drusen) zu boxen. Es sei „verboten gegen Israelis anzutreten und sie als den Staat Israel anzuerkennen“, wurde ihm gesagt. Es sei „unter palästinensischer Würde gegen Israelis anzutreten“.

Ein Sprecher der PA ließ wissen, dass sie immer noch auf eine „klare Vision“ aus den USA Friedensgespräche mit Israel warten. Abbas wolle „Klarheit“ zur Zweistaatenlösung haben.

Der oberste Muslimrat in Jerusalem hat eine Erklärung veröffentlicht, die besagt, dass Juden und sonstige Nichtmuslime keinerlei Verbindung zum Tempelberg haben, der ein ausschließlich muslimisches Heiligtum sei. Das sei nicht verhandelbar, dazu gebe es keinerlei Zugeständnisse.

Dienstag, 22.08.2017:

Die PA hat im Fernsehen eine „Dokumentation“ ausstrahlen lassen. Darin wird wieder behauptet, dass 1969 Juden an der Brandstiftung an der Al-Aqsa-Moschee beteiligt gewesen sein sollen: Es habe mehr als den einen Täter (einen australischen Christen) gegeben und geplant hätten das Juden in hohen Positionen.

Nach einer dreimonatigen Pause wurden die Märsche um die Tore der Altstadt von Jerusalem wieder aufgenommen. 1.000 Personen nahmen daran teil. An der Stelle der Ermordung der zwei drusischen Polizisten wurden Psalmen rezitiert.

Die Hamas hat ca. 170 Personen im Gazastreifen festgenommen, die verdächtigt werden ISIS nahezustehen. Die Aktion erfolgte offenbar infolge des Selbstmordanschlags eines ISIS-Anhängers in Rafah, bei dem ein Hamas-Wächter getötet wurde.

Nach einer ganzen Reihe von Versuchen seitens PA-Arabern in die Gemeinde einzudringen und regelmäßiger Terroranschläge (u.a. Sprengsätze, Molotowcocktails und Schüsse), erhält Beit-El jetzt einen verbesserten Sicherheitszaun; das Verteidigungsministerium stellt dafür 5,5 Millionen Schekel zur Verfügung.

Die PA fordert mal wieder die internationale Gemeinschaft auf einseitig einen Palästinenserstaat zu gründen. Als Begründung wird angeführt, dass 24 Jahre Verhandlungen nichts gebracht hätten. (Und natürlich hat einzig Israel die Schuld daran…)

Mittwoch, 23.08.2017:

Die „Internationale Al-Quds-Stiftung“ hat am Montag einen „Bericht“ veröffentlicht, in dem gelogen wird, Israel betreibe 64 Ausgrabungen unter dem Tempelberg, durch die der Zusammenbruch der Al-Aqsa-Moschee drohe und erreicht werden solle.

Auf dem Tempelberg verbot die Polizei einem jüdischen Kind von einem Wasserspender zu trinken; dieser sei nur für Araber. (Video)

Ein ranghoher Vertreter der PA hat sich pessimistisch über Jared Kushners anstehenden Besuch und Friedensverhandlungen geäußert. Ohne amerikanische Verpflichtung zu einer Zweistaatenlösung und ein Ende der Siedlungen und ein Ende der Besatzung würde man nicht viel von der US-Administration erwarten. (Mit anderen Worten: Wenn nicht vorab alles erfüllt ist, was die Terroristen verlangen, wollen sie gar nicht erst reden.)

Donnerstag, 24.08.2017:

Die PFLP lässt über ihren „bewaffneten Arm“ wissen, dass sie persönliche Informationen über Knesset-Mitglieder hat; sie droht damit diese Abgeordneten anzugreifen, es gebe keinen Ort, wo sie vor den Terroristen immun seien.

Ein neues Video (von MEMRI) zeigt, wie ein arabischer Prediger auf dem Tempelberg gegen Juden hetzt und die arabischen Länder dafür angreift, dass sie die Anschläge von Barcelona verurteilen „statt gegen die Juden zu kämpfen“.

Ein Muezzin aus Um el-Fahm hat offenbar den Terroristen vom Tempelberg bei der Planung der Morde am 14. Juli geholfen hat.

Die Gouverneurin von Ramallah legte einen Kranz am Grab der Fatah-Terroristen ab, die 1975 im Savoy Hotel in Tel Aviv 8 Menschen ermordeten.

Demonstranten in Ramallah protestierten gegen den Besuch der US-Delegation, die die Chancen für Friedensgespräche ausloten will. Die Araber bezeichneten Trump und Kusher als „Israels Hunde“.

Die PA zahlt an die „Märtyrer“ und in Israel inhaftierten Terroristen mehr als an alle Bedürftigen in den eigenen Gebieten zusammengenommen.

Freitag, 25.08.2017:

Bilanz: Die Zahl der Terroranschläge auf Israelis liegt im Juli mehr als doppelt so hoch als im Vormonat. Mit 222 Anschlägen (5 ermordete Israelis: 2 Soldaten, 3 Zivilisten) ist der Juli der Monat mit den meisten Terroranschläge seit Dezember 2015.

PA-Chef Mahmud Abbas kündigte den USA an, dass er weiter den Terroristen und ihren Familien die „Gehälter“ zahlen wird, auch wenn ihn das seinen Posten kosten sollte. Er werde es bis zum letzten Tag machen.

Was wollen israelische Araber?

Der Erfolg und die Beschwerden der arabischen Bürger Israels sind eine Geschichte von erheblichem Interesse, besonders nach den von drei von ihnen begangenen Morde auf dem Tempelberg.

Mahmud Ibrahim/Anadolu Agency/Getty Images

Dore Feith, Mosaic, 28. Juli 2017

Als drei Terroristen auf Jerusalems Tempelberg am 14. Juli zwei israelische Polizisten töteten, was zu einer Kette weiterer arabischer Gewalt führte, die noch nicht abgeklungen ist, war das, was Israelis schockierte, nicht die Tatsache, dass das Verbrechen an Jerusalems heiligstem Ort begangen wurde; das Schockierende war, dass es aus Israels Grenzen von vor 1967 entstand und von israelischen Staatsbürgern begangen wurde. Die Mörder waren Einwohner von Um el-Fahm, Israels drittgrößter arabischer Stadt. Keine Mauer und kein Checkpoint trennt seine Einwohner vom Rest des Landes; dennoch ist es eine Basis für islamistische, antizionistische Politik.

Letzten Sommer lebte ich sechs Wochen lang zehn Fahrminuten entfernt von Um el-Fahm, an der Kreuzung von Israels arabischen und jüdischen Gesellschaften. Beim Arabisch-Studium in Givat Haviva, einem Institut, das für arabisch-jüdische Versöhnung wirbt, reiste ich in Dörfer und Städte im sogenannten Dreieck, dem Gebiet, in dessen drei Ecken die Städte Um el-Fahm, Baqa al-Garbiya und Taibe liegen und das gesamt Heim für die größte Konzentration an arabischen Israelis ist. An der Bushaltestelle von Wadi Ara im Zentrum des Dreiecks, mischen sich täglich Juden und Araber. Im Einkaufszentrum von Pardes Hanna, der größten jüdischen Stadt der Region, hört man Arabisch so oft wie Hebräisch. Juden besuchen auch regelmäßig Arabern gehörende Geschäfte in Baqa al-Garbiya und Barta’a, wo hebräische Schilder Zeugnis von Handel zwischen den Gemeinschaften ablegen.

Journalisten aus dem Ausland konzentrieren sich in der Regel auf die Westbank und den Gazastreifen, daher stehen israelische Araber meist in ihrem Schatten. Aber ihr Erfolge und Beschwerden, das Wesen ihrer Interaktionen mi israelischen Juden und ihre Position als von zwiespältigen Gefühlen hin und her gerissene Bürger bilden eine Story beachtlichen Interesses mit einer Botschaft von besonderer Relevanz, da ihre palästinensischen Cousins in der Folge der von dreien der ihren begangenen Morde wegen Metalldetektoren auf dem Tempelberg gewalttätig randaliert haben.

Bei meinen Interaktionen mit israelischen Arabern waren die, die sich um Religion und Politik drehten, die aufschlussreichsten. Ging es z.B. um die Einhaltung religiöser Regeln, dann war es offensichtlich – durch die von ihnen getragene Kleidung und ob sie fünfmal am Tag beteten oder nicht – dass der von meinen muslimischen Lehrern in Givat Haviva praktizierte Islam sich merklich unterschied. Doch jeder von ihnen würde ausnahmslos behaupten, dass seine bzw. ihre individuelle Praxis mit dem „wahren Islam“ (al-Islam al-haqiqi) absolut übereinstimmt.

Für mich als Juden war das fremd. Viele nicht orthodoxe Juden werden z.B. erkennen das traditionelle Verbot der Nutzung von Strom am Sabbat an, sagen aber, dass sie sich nicht daran halten. Im Gegensatz dazu gab keiner meiner muslimischen Gesprächspartner zu, dass er die Vorschriften des Islam nicht einhält.

Ich war insbesondere in der Lage ihr Bestehen auf diesem Punkt auszutesten, wenn es zum Thema der Kleidung von Frauen kam. In Wadi Ara, hatte ich bemerkt, bedeckten die meisten Frauen ihr Haar mit einem hijab und viele trugen in der Öffentlichkeit einen weiten Mantel, der jilbab heißt. Gelichzeitig trugen einige junge Frauen weder das eine noch das andere und entschlossen sich stattdessen für westliche Kleidung, während andere ihr Haar bedeckten, aber enge Hosen und Tops trugen. Von meinen vielen Lehrerinnen trug nur eine einen hijab. Als ich sie wegen dieser offensichtlichen Widersprüche befragte, erklärten sie, dass muslimische Frauen sich züchtig kleiden, aber nicht ihr Haar bedecken müssen, so dass der Brauch einen hijab zu tragen jenseits der Anforderungen des Islam war.

Dass jeder behauptet voll praktizierend zu sein ist ein Zeichen der anhaltenden Macht des Islam über die Einstellungen und die Redegewohnheiten, die von seinen Anhängern übernommen werden. In einigen Lebensbereichen mögen die Ergebnisse einigermaßen wohltuend erscheinen – oder schlicht kurios. In anderen, besonders wenn es um Politik geht, nimmt die reflexartige Ersetzung rationaler Wahrnehmung durch Doktrin und jegliches Eingeständnis von Widersprüchlichkeit eine andere und weit ominöse Färbung an.

Mit Ausnahme des Schützen auf der Dizengoff-Straße im Januar 2016 und dem jüngsten Anschlag auf dem Tempelberg sind die Araber des Dreiecks größtenteils nicht Quelle von antiisraelischem Terrorismus gewesen und sind keine Fünfte Kolonne geworden. In meinen Gesprächen mit ihnen äußerten sie im Allgemeinen Wertschätzung für ihre israelischen demokratischen Rechte (wobei sie viele Teile der Regierungspolitik kritisierten). Gleichzeitig nannte sie sich aber auch „Araber von 1948“ oder „interne Palästinenser“ – sprich Palästinenser, die zufällig im Israel von vor 1967 wohnen – und identifizierten sich üblicherweise mit der palästinensischen Nationalbewegung.

Einer meiner Gastgeber, ein Gemeinschaftskundeleher in einer arabischen öffentlichen Schule, erklärte über einem gemeinamen Teller maschawi (Kebab und Gemüse), dass er seine Schüler zu den Osmanen lehrt, dann zu den Briten, dann zu den Zionisten. Natürlich, fügte er hinzu, lehrt er seine Schüler auch „ihre Geschichte“, heißt den Aufstieg des palästinensischen Nationalismus und die nakba oder „Katastrophe“, der von den Arabern rund um die Welt bevorzugten Begriff für die Gründung Israels – sein Land und das seiner Schüler – im Jahr 1948 und die Niederlage der arabischen Armeen, die darauf aus waren es auszulöschen.

Unser Programm hörte von einem Mann dessen persönliche Erfahrungen während der nakba. Asl Teenager war er aus seinem Heimatort Kafr Qara geflohen, um ein drohendes Aufeinandertreffen arabischer Milizen und der jüdischen paramilitärischen Streitmacht der Haganah zu vermeiden. Die Haganah übernahm die Stadt, aber dann eroberten irakische Streitkräfte, die Teil des von sechs Staaten geführten Angriffs auf den entstehenden jüdischen Staat waren, die Gegend, in die er geflohen war. Nach elf Monaten unter irakischer Militärherrschaft kehrte er nach Kafr Qara zurück, das auf der israelischen Seite der neuen Waffenstillstandslinie gelandet war.

Der Anlass, sagte er, war ein freudiger. Bei einer Willkommensfeier für die Rückkehrer hielten israelische Kommandeure und örtliche arabische Führer Reden, die die jeweils andere Seite ehrten und die Israelis sorgten für Essen, das sonst fehlte, weil die Bauernhöfe während der Kämpfe brach gelegen hatten. Israelische Soldaten halfen auch beim Wiederaufbau einer ausgebrannten Schule und ersetzten beschädigte Möbel – Verhalten, das sich auffallend vom inhumanen Umgang der Iraker mit den palästinensischen Arabern unterschied.

Und doch war die ganze Gründung Israels eine nakba. Die Katastrophe bestand darin, dass überhaupt ein jüdischer Staat in einem Land entstand, das Palästinenser, offenkundig einschließlich vieler israelischer Araber, als komplett ihnen gehörend betrachten.

Kafr Qara, wo wir diese Geschichte hörten, ist heute ein Stadt mit 18.000 Einwohnern und die Perle des Dreiecks mit breiten Straßen, die ihm eine Vorstadt-Atmosphäre geben, die sich stark von der klaustrophobischen Atmosphäre älterer, dicht besiedelter arabischer Städte unterscheidet. Sie prahlt mit mehr Ärzten pro Kopf als jeder andere (jüdische wie arabische) Ort in Israel und ist zudem Heimat für die Schule „Brücke über dem Wadi“, die jüdische und arabische Kinder gemeinsam sowohl auf Hebräisch wie Arabisch unterrichtet. Am Triangle Research and Development Center arbeiten israelisch-arabische Wissenschaftler und Ingenieure daran effektivere Sonnenkollektoren zu entwickeln, Krebs zu bekämpfen und eine bestimmte Sorte Fliegen daran zu hindern die Obsternte zu verderben.

Bei einem Besuch bei Mohammed Said Masarwi, einem ehemaligen Richter, hörten wir von dem Erfolg der Stadt als arabisches Modell für wirtschaftliche Stärke und gute arabisch-jüdische Beziehungen. Weil mehr Frauen arbieten gehen, sind Männer nicht mehr die einzigen Brotverdiener und der Lebensstandard steigt. Die etwa 250 aus Kar Qara stammenden Ärzte sowie weiteres medizinisches Personal sind in den meisten israelischen Krankenhäusern zu finden, von Leitern chirurgischen Abteilungen bis zum Hausmeister, die den Boden wischen – und der Sohn des Hausmeisters, darauf beharrte Masarwi, „wird aufwachsen, um Arzt zu werden“.

Ich hörte solchen Optimismus von fast jedem im Dreieck, mit dem ich sprach. Natürlich hörte ich auch Klagen, zumeist wegen schlechter Regierungsdienste und regelmäßig wegen der Wohnungspolitik. Die israelische Bürokratie macht es jedem schwer eine Baugenehmigung zu erhalten, aber für Israels Araber ist es besonders schwer. Ihre Städte und Dörfer können nicht expandieren, oft weil sie an Wälder des Jüdischen Nationalfonds grenzen, die nicht wegen Entwicklung abgeholzt werden können. Als Folge davon müssen sie nach oben bauen, nicht in die Breite, was der Grund ist, dass in arabischen Städten oft Häuser mit vier, fünf oder sechs Stockwerken zu finden sind – für israelische Verhältnisse luxuriös und so gestaltet, dass sie mehrere Generationen einer Familie aufnehmen können.

Lokale Führungspersönlichkeiten versuchen ständig ihre Repräsentanten in den arabischen Parteien in der Knesset zu beeinflussen, um das Landrecht zu ändern. Aber viele dieser Repräsentanten sind weniger daran interessiert das Leben der Araber Israels zu verbessern als daran Israels Politik in der Westbank anzufechten.

Und hier kommen wir zu einem großen Problem und kehren zu unserem Thema zurück. Als ich einen unserer Lehrer fragte, ob er einen Friedensplan unterstützt, der die Grenze verschieben würde, so dass seine Stadt innerhalb eines mehrheitlich palästinensisch-arabischen Staates liegt, antwortete er ehrlich und abweisend: „Siehst du, wie es ist in einem arabischen Land zu leben?“ Trotzdem haben die israelischen Araber nicht eine einzige Person auf der nationalen Ebene, die offen ihr Leben als gesetzestreuer Bürger in einem demokratischen mehrheitlich jüdischen Staat befürwortet.

In der unmittelbaren Folge der Schüsse auf dem Tempelberg am 14. Juli reichten die Reaktionen israelisch-arabischer Führer von mildem Missfallen bis zu offener Befürwortung des Anschlags. Nach zehn Stunden des Schweigens der Gemeinsamen [arabischen] Liste der Kensset bot Parteichef Ayman Odeh eine halbherzige Verurteilung von Gewalt und machte dann die israelische Regierung dafür verantwortlich die Lage zu verschlimmern, indem sie „den Konflikt von einem politischen in einen religiösen wendet“. Hanin Zoabi, eine Knessetabgeordnete derselben Partei, sagte: „Wir gegen die volle Verantwortung für alles, was geschieht, der israelischen Besatzungspolitik.“ Mehrere ihrer Kollegen riefen zwar zum Ende der Gewalt auf, machten aber Juden und die israelische Regierung dafür verantwortlich die Morde provoziert zu haben.

Innerhalb weniger Tage, nachdem Waffen auf dem Tempelberg selbst gefunden wurden und Israel Metalldetektoren und Kameras installierte um für Sicherheit zu sorgen, fegte eine Welle arabischer Krawalle über die Gegend, angestiftet, wenn nicht gar gelenkt von Mahmud Abbas‘ PA, um die Schuld für „alles, was auf dem Tempelberg und überall sonst geschieht“, Israel zuzuschieben. Fakt ist: Im Gegensatz zum skurrilen Vorwurf Ayman Odehs war es nicht Israel, sondern die Palästinenser, die den Konflikt erfolgreich „von einem politischen“ – und in diesem Fall einer direkten Sicherheitsfrage – „in einen religiösen“ verwandelten, tatsächlich in eine religiöse Pflicht. Einmal mehr hatte sich die unversöhnliche Macht der geistlichen Doktrin die Wahrnehmung der Realität auf den Kopf zu stellen offenbart – diesmal mit gewalttätigen Auswirkungen.

Das Wohlergehen jüdisch-arabischer Beziehungen in Israel hängt davon ab, wie Israels Araber über die Staatsbürgerschaft in ihrem mehrheitlich jüdischen Land denken. In der Bildung dieses Denkens spielen die Worte ihrer politischen Führer eine Rolle, besonders wenn arabische Mitbürger mit mörderischer Gewalt aktiv werden. Unter den nicht zu bestreitenden Zeichen von Fortschritt an vielen Fronten ist diese Woche ein erschreckendes Zeichen des Rückschritts, dass rund 3.000 Personen in Um el-Fahm an den Beerdigungen der Terroristen vom Tempelberg teilnahmen. Als Beobachtern solcher Kundgebungen in der Westbank zu Schau gestelltem, vertrautem Zeichen wehte die Palästinenserflagge und die Getreuen schworen „Märtyrer für die Al-Aqsa“ zu werden. Diese Prozession fand nicht in der Westbank oder dem Gazastreifen statt, sondern innerhalb der Grünen Linie.

Wenn solche Szenen nicht zur neuen Normalität werden, müssen die israelischen Araber die Verantwortung für ihre eigenen Zukunft als loyale Bürger Israels übernehmen und neue Führer finden und wählen, die ähnlich gesinnt und ähnlich entschlossen sind.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13. – 19. August 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 13.08.2017:

Ein Prediger der Al-Aqsa-Moschee verkündete, Muslime hätten das „Exklusivrecht“ an Jerusalem, das der Schlüssel zu Krieg und Frieden sei.

Trotz der ihren Anschlag beweisenden Videoaufnahmen bestreitet die Terroristin von gestern den Anschlag begangen zu haben. Ihr Ehemann wurde festgenommen; er will von ihrem Vorhaben nichts gewusst haben.

Die Hamas bezeichnet den Bau eines neuen Zauns am Gazastreifen als „Kriegserklärung“ und droht, man werde der Besatzung nicht erlauben ihre Verbrechen gegen das palästinensische Volk des Gazastreifens auszuführen und den Bau des Zauns „mit allen Mitteln verhindern“. Mit dem „neuen Zaun“ ist hauptsächlich die unterirdische Sperre gegen Terrortunnel gemeint.

Montag, 14.08.2017:

Der Hamas-Offizielle Ismail Radwan behauptet Israel versuche den Gazastreifen in einen Krieg zu ziehen, „dessen Ausgang niemand kennt“. Beweis dafür: Die Tunnel, die „als Vorwand genommen werden“, die israelische Öffentlichkeit auf diesen Krieg vorzubereiten. Und deshalb sind auch alle Palästinenserfraktionen gegen die unterirdische Mauer, die sei übrigens eine neue Belagerung der Einwohner des Streifens.

Ein offizieller Vertreter der PA lehnte Verhandlungen mit Netanyahu kategorisch ab. Man sei nicht daran interessiert mit jemandem zu verhandeln, der kurz davor stehe vor Gericht angeklagt zu werden. (Die Staatsanwaltschaft versucht seit langem Netanjahu ein Korruptionsverfahren anzuhängen.)

Dienstag, 15.08.2017:

Ein Geldschmuggelring wurde aufgedeckt, mit dem die Hamas Familien Terroristen unterstützte, die tödliche Terroranschläge in Israel verübten. Die Behörden konnten bei Familien in „Ost“-Jerusalem Bargeld im Wert NIS230.000 und ein Auto beschlagnahmen.

Ein Professor der Biologie im Gazastreifen ließ wissen, dass der „Gazastreifen ein Holocaust“ sei und Juden „biologisch nicht nach Palästina gehören“.

Die UNRWA hat einen Terrortunnel der Hamas versiegelt, der unter zwei UNO-Schulen hindurchführte.

Mittwoch, 16.08.2017:

Die Polizei nahm im Verlauf der letzten Tage 72 Araber fest, die in Jerusalems arabischen Vierteln randalierten. Gegen 43 wurde Anklage erhoben, sie bleiben in Untersuchungshaft.

Eine arabische Knessetabgeordnete „prophezeit“, dass Netanyahu einen Krieg anfangen wird, um seinen juristischen Problemen zu entgehen.

Donnerstag, 17.08.2017:

Kein Arbeitsunfall, sondern ein Terroranschlag, über den sich die Terrorgruppen ziemlich aufregen: Ein Mitglied des IS hat sich am (geöffneten) Grenzübergang Rafah selbst gesprengt und dabei einen Hamas-Terroristen und –Wachmann getötet sowie 5 weitere verletzt.

Hamas Terrorführer Yahya Sinwar hat Israel gewarnt, irgendwelche „Dummheiten“ Israels im Gazastreifen würden dazu führen, dass die IDF dort „zerquetscht“ werde. Israel wisse, dass die Streitkräfte der Hamas größer und stärker seien als 2014 und deshalb würden die IDF sich im Gazastreifen zurückhalten.

Die Hamas hat ein neues „Argument“ gegen Israels „unterirdische Mauer“: sie schädigt die Umwelt!

Freitag, 18.08.2017:

Der stellvertretende Führer der verbotenen Islamischen Bewegung in Israel beschwert sich darüber, dass er weiterhin nicht auf den Tempelberg darf. Aber seine Bewegung werde sich Drohungen und Unterdrückung nicht beugen.

Samstag, 19.08.2017:

In ihren Sommerlagern der Hamas fanden die Abschlussfeiern für 120.000 Jungen und Mädchen statt. Die Jungen im Alter von 15 bis 18 Jahren hatten militärische Übungen durchlaufen, um für den Kampf gegen die Juden bereit zu sein. Dazu gehörte auch die Ausbildung an Schusswaffen. Das alles dient der „Befreiung Palästinas“, ließen die Hamas-Granden wissen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (6. – 12. August 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 06.08.2017:

Mahmud Abbas will die Kürzung der Gelder für den Gazastreifen beibehalten, solange die Hamas dort herrscht. Die Hamas ihrerseits soll bereit sein einen von Ägypten vorgeschlagenen Einheitsdeal anzunehmen (den Abbas noch nicht angenommen hat, seit er ihm vom ägyptischen Präsidenten im Juli vorgeschlagen wurde).

Einem Terrorist, der 2015 bei einem Messeranschlag vier Israelis verletzte und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, wird zudem die israelische Staatsbürgerschaft aberkannt werden.

Montag, 07.08.2017:

Soldaten sicherten während der Nacht 1.000 Juden, die am Josefgrab in Schechem/Nablus beteten.

Die Polizei nahm zwei minderjährige Araber fest, die verdächtig sind letzten Monat Sprengsätze gegen das Rahelgrab geworfen zu haben.

Der Inlandsgeheimdienst bestätigte, dass es arabische Personengruppen gibt, die keine Laptops oder andere große elektronische Gerätschaften über den Übergang Eretz mitnehmen dürfen. Das gilt insbesondere für Personen, die nach Jordanien weiterreisen. Zu den nicht erlaubten Gegenständen gehören für diese Personen darüber hinaus auch armierte Koffer und Lebensmittel.

Die PA fordert von Präsident Trump, dass er die Gründung eines Palästinenserstaats entlang der „Grenzen von 1967“ zum Endziel der Verhandlungen mit Israel erklärt.

Dienstag, 08.08.2017:

Die vom Westen finanzierte „Nachrichtenagentur“ Ma’an veröffentlichte die „Geschichte eines Märtyrers“: eines Teenagers, der beim Anschlag auf israelische Polizisten getötet wurde. Ein Freund des Terroristen schrieb den mit antisemitischen Verunglimpfungen gespickten poetischen Text.

Offiziell hat die PA weiterhin die Sicherheitszusammenarbeit mit Israel eingestellt und nicht wieder aufgenommen. In aller Stille verhafteten PA-Sicherheitskräfte allerdings Verwandte eines Terroristen, der bei einem Anschlag von Soldaten erschossen wurde, ebenso mehrere „Aktivisten“ der Hamas und des Islamischen Jihad. Allerdings stellen die Terrorfürsten Forderungen an Israel: Alle Aktivitäten in von der PA kontrollierten Gebiete sollen eingestellt werden, PA-Araber müssen sich ohne Einschränkungen bewegen dürfen und die PA hat die Souveränität über die Grenzkontrollen zu erhalten.

Die Fatah bestreitet, dass es einen Einheitsvorschlag von Ägypten gibt, von dem Sonntag berichtet wurde.

Araber aus Jerusalem werden Genehmigungen erhalten, um geschäftlich in den Gazastreifen zu reisen und dort zu investieren. Damit soll die (private) Wirtschaft dort gestärkt werden.

Mittwoch, 09.08.2017:

Vier Hamas-Terroristen in israelischen Gefängnissen klagen gegen die Streichung der Besuche durch ihre Familien. Das sei inakzeptable Diskriminierung, die „fundamentale Rechte verletzt“. (Und das kommt von Leuten, deren Kumpane 2 Israelis und die Leichen zweier gefallener Soldaten festhält, ohne jegliche Information über sie zuzulassen.)

Die IDF hat inzwischen neben anderen Verwandten auch den Vater und einen Bruder des Terroristen von Halamisch festgenommen, die im Verdacht stehen ihm geholfen zu haben.

Das Hamas-Fernsehen (Al-Aqsa TV) feiert den Terroranschlag auf die Sbarro-Pizzeria vor 16 Jahren. Dabei wird die Jaffa-Straße in Jerusalem, an der das Restaurant sich beand, als „besetztes Jerusalem“ bezeichnet. Sie liegt in der „Neustadt“, von 1948 bis 1967 „Westjerusalem“. Die Explosion des gefeierten Selbstmord-Bombes ermordete 15 Zivilisten, darunter 7 Kinder und eine Schwangere; 130 wurden verletzt, eine Frau liegt heute noch im Koma. Al-Aqsa TV feiert nicht nur den Mord-Terroristen, sondern auch seine Haupthelferin, die ihn dorthin brachte; besonders hervorgehoben wird zu ihr, dass sie ihre lebenslange Freiheitsstrafe nicht verbüßen musste, weil sie in einem Austausch (gegen Gilad Shalit) frei kam.

Die PA macht Stimmung bei der UNO; Israel soll für keinen Posten dort kandidieren dürfen (es steht im Raum, dass Israel für den UNO-Sicherheitsrat kandidieren könnte). Israel würde die Geschichte der heiligen Stadt (Jerusalem) und habe von Beginn an die Umsetzung der UNO-Resolutionen 181 und 194 abgelehnt. (Ausgerechnet…)

Ma’ariv berichtet, dass die Polizei den Familien der Killer aus Um el-Fahm den Zutritt zum Tempelberg verwehrt. Die hatten geplant dort eine Szene zu machen.

Donnerstag, 10.08.2017:

Einmal mehr wurde von der PA ein Sommerlager mit dem Namen von Dalal Mughrabi versehen, die 1978 den „Küstenstraßen-Anschlag“ mit 37 ermordeten Israelis (darunter 12 Kinder) anführte.

Die Waqf veröffentlichte eine Stellungnahme, in der sie des Jerusalem International Center widersprach, der behauptet hatte Israel habe wichtige Dokumente aus dem Waqf-Archiv gestohlen. Es fehlt nichts. Allerdings hätte die Polizei bei „ungerechtfertigten Durchsuchungen“ eine Reihe von Lagerräumen gewaltsam geöffnet.

Die IDF will den Bau der unterirdischen Sperre am Gazastreifen voranbringen und hofft die Arbeiten innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen zu haben.

Ein ranghoher Abbas-Berater warnte (erneut) davor, dass Israel die Al-Aqsa-Moschee „judaisieren“ will, um den Bau des „imaginären Tempels“ vorzubereiten.

Freitag, 11.08.2017:

Ein Fortbildungskurs des Internationalen Management-Institutes für Galiläa bringt Palästinenser, Jordanier und Israelis in der Stadt Nahalal zusammen. Sie sind allesamt Olivenöl-Produzenten und gelernte Bauern, die im Institut auf den Export von Avocados umgeschult werden. – Israel gibt mal wieder Wissen weiter, das Leuten hilft, die eigentlich seine Feinde sind (sein müssten).

Gegen zwei Brüder aus Um el-Fahm wurde jetzt Anklage erhoben, weil sie sich dem IS in Syrien anschließen wollten und illegal Waffen besaßen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30. Juli – 5. August 2017)

Dieser Artikel wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 30.07.2017:

PA-Führer Rami Hamdallah pries die Randalierer für ihren „Kampf“ zur Entfernung der Metalldetektoren am Tempelberg und nannte die PalAraber die „souveränen Herren des Landes“.

Ein israelischer Journalist berichtete, dass Mahmud Abbas und die PA den Jerusalemer Arabern Geld und andere Anreize dafür bieten zu randalieren und israelische Sicherheitskräfte gewalttätig anzugreifen. U.a. wurde allen Waqf-Beschäftigten die Geldzahlungen angeboten. Schülern arabischer Colleges in „Ost“-Jerusalem wurde u.a. die Zahlung ihrer Schulgebühren angeboten. Insgesamt soll Abbas dafür $20 Millionen bereitgestellt haben.

Ein Vertreter der (verbotenen) Islamischen Bewegung behauptete, Israel habe die Schließung des Tempelbergs genutzt, um „gefährliche Chemikalien in der Moschee zu platzieren“.

Montag, 31.07.2017:

Die IDF hat die Mauern um das Rahelgrab erhöht, nachdem PA-Araber immer wieder mit Brandsätzen und Felsbrocken warfen.

Der Abbas-Vertraute Nabil Sha’at schloss Landtausch in einer Regelung mit Israel aus; diese Idee könne nur überlegt werden, wenn Israel Palästina als Staat in den „Grenzen von 1967“ anerkennt, wobei Landtausch in Jerusalem und an anderen Orten innerhalb der Grünen Linie  ausschloss.

Der Shin Bet gab bekannt, dass am Samstag eine Frau festgenommen wurde, deren beiden Söhne vor kurzem wegen des Verdachts auf Planung eines Terroranschlags festgenommen wurden. Sie hatte Geld dabei, das für Terroraktivitäten verwendet werden sollte.

Die (verbotene) Islamische Bewegung behauptete, Israel habe auf dem Tempelberg Dokumente gestohlen. Die Waqf (muslimische Verwaltung des Tempelbergs) dementierte das.

Nabil Sha’ath verkündete, dass die PA die zivilen Kontakte mit Israel wieder aufnehmen werde, um den Palästinensern das Leben zu erleichtern. Die Sicherheitskoordination werde aber weiter auf Eis liegen.

Dienstag, 01.08.2017:

Anlässlich von Tischa B’Av, der Gedenktag für die zerstörten Tempel besuchten mehr 1.263 Juden den Tempelberg. Mehrere Hundert warteten, konnten ihn aber nicht besuchen.

Die Polizei gab bekannt, dass sie im Verlauf der letzten zwei Wochen 94 israelische Araber wegen illegalem Waffenbesitz festgenommen hat; dabei wurden Schusswaffen, Granaten, Leuchtgeschosse, Munition und Drogen konfizsiert. 2017 wurden bereits mehrere hundert Schusswaffen beschlagnahmt.

Die Hamas hat wieder etwas Grundsätzliches wissen lassen: Angegriffene Israelis sind weder Zivilisten noch unschuldig.

Nach Angaben von WAFA hat Israel 21 PalArabern den Zugang zum Bereich der Al-Aqsa-Moschee verboten.

Es gibt ein palästinensisches Musikvideo (auf Hebräisch), mit dem zur Ermordung von Juden mit Messerangriffen ermutigt wird.

Die PalAraber haben, ermutigt durch ihren Sieg in der Frage der Überwachung und Kontrolle an den Eingängen zum Tempelberg-Plateau – eine neue Parole ausgegeben – sie wollen jetzt die Westmauer (Kotel, „Klagemauer“) „erobern“. Dazu verkündete WAFA bereits, dass „tausende Siedler den Platz an der Al-Buraq-Mauer schändeten, die Westmauer der gesegneten Al-Aqsa-Moschee“. Grund dieses „Angriffs“ (was nicht erwähnt wird) war Tischa B’Av, der Tag, an dem der Zerstörung der Tempel gedacht und diese bedauert wird.

Hanin Zoabi (arabische Knesset-Abgeordnete) hat ausdrücklich gesagt, dass der „Sieg“ über Israel auf dem Tempelberg genutzt werden muss um neue Forderungen zu stellen.

Saeb Erekat geifert weiter, diesmal gegen die USA. Weil die nichts gegen die „Siedlungen“ unternehmen, würden sie Apartheid fördern und die Zweistaatenlösung verhindern.

Mittwoch, 02.08.2017:

Sommerlager der Hamas: Kinder lernen auf „zionistische Schweine“ zu schießen, weil die „das heilige Areal in Jerusalem besudeln“. So sollen sie den Tempelberg befreien.

Die Fatah hat einmal mehr ein Sommerlager nach Dalal Mughrabi benannt, die einen Terroranschlag anführte, bei dem 37 Zivilisten, darunter 12 Kinder, getötet und mehr als 70 verletzt wurden.

Abschlussfeier eines Hamas-Sommerlagers im Gazastreifen: Die Jugendlichen „stürmen“ „Sicherheitsvorkehrungen“ am Tempelberg und töten israelische Soldaten. (Transkript)

Die PA-Nachrichtenagentur Ma’an hat ein Musikvideo veröffentlichte (u.a. auf YouTube, aber nur auf der arabischen Seite), mit dem eindeutig Israelis bedroht werden. (Nachdem Aussied Dave auf das Video aufmerksam machte, hat Ma’an es gelöscht und verbreitet die Lüge, sie hätten es nie genutzt, um damit Stimmung gegen Israel zu machen.)

Ein Mord aus dem Mai wurde aufgeklärt: Eine junge Israelin aus der Region Binjamin wurde von ihrem arabischen Freund getötet.

Arabische Knessetabgeordnete übten so viel Druck aus, dass arabische Ortsvorsteher ein Treffen mit Präsident Rivlin absagten.

Die Sicherheitsmauer bei Meitar (Hebron) wurde fertiggestellt. Sie ist fast 42km lang und ersetzt einen Zaun, der vor 10 Jahren errichtet worden war.

Donnerstag, 03.08.2017:

Die „Präsidentengarde“ der PA greift verbal ein und zitierte ihren Helden Yassir Arafat: Ein Volk wie das Volk Palästinas, das den Frieden mit dem Blut seiner Söhne gewässert hat, kann nur gewinnen.“ Bezogen ist das auf den „Sieg“ über Israel am Tempelberg, versehen mit dem Hinweis, dass dies nur eine Runde von weiteren gewesen sei.

Meinungsumfrage: Die meisten Israelis wie Araber glauben nicht, dass es innerhalb der nächsten 5 Jahre einen Palästinenserstaat geben wird. Beide befürworten ihn mit einer knappen Mehrheit, wobei die Befürwortung bei den Israelis abnimmt, während sie bei den PA-Arabern zunimmt.

Es gibt bisher von israelischer Seite werden nicht näher erläuterte Sicherheitsgründe angeführt: 10 Spielern der Gaza-Fußballmannschaft Shabaab Rafah ist die Genehmigung zur Reise zum Fußballpokalspiel nach Hebron verweigert worden.

Friedensabkommenspartner: 2 Drittel der Abgeordneten des jordanischen Parlaments unterschrieben eine Aufforderung an die Regierung den israelischen Botschafter auszuweisen und den jordanischen Botschafter aus Israel zurückzurufen.

Der Geheimdienst Shin Bet hat einen Kanal zur Versorgung der Hamas mit (Bar-)Geld auffliegen lassen. Aus dem Gazastreifen lieferte die Terrororganisation über die Türkei Gelder nach Judäa und Samaria, wo damit Terroranschläge finanziert werden sollten. Die Ermittlungen ergaben, dass etwa $200.000 auf diese Weise geflossen sind.