Das wahre Israel und das, was in die Welt ausgestrahlt wird

Elder of Ziyon, 22. Juni 2022

Aus Israel21c:

Mehr als 300 arabische und jüdische Kinder schlossen sich vor kurzem zusammen, um an der Al-Hayat-Schule in der arabischen Stadt Kfar Qassem in Zentralisrael einen nachhaltigen Garten anzulegen. Den Kindern von Kfar Qassem schlossen sich bei dem Projekt Kinder aus der nahegelegenen jüdischen Gemeinde Kfar Saba an.

Das Projekt „Grüne Dächer“, unter der Schirmherrschaft des Peres Center for Peace and Innovation, wurde von USAID finanziert.

Mehrere Monate lang bis zur Pflanzung von Gemüse, Gewürzen, Stauden und Hydrokultur-Pflanzen lernten die Siebtklässler zu Nachhaltigkeit, Umweltverantwortung, Klimakrise und Konsumentenkultur.

Das Programm diente auch dazu die beiden benachbarten Gemeinde zu verbinden, unter der Jugend Verständnis zu schaffen und zu Aktivismus zur Werbung für Koexistenz zu ermutigen.

Der gemeinsame Garten, der für die Öffentlichkeit offen ist, „vertieft die Verbindung der Einwohner von Kfar Qassem und Kfar Saba noch weiter“, sagt Kfar Qassems Bürgermeister Adel Badir.

Als Entgegnung zu den negativen Bildern in den Medien sagte der Bürgermeister, der Garten „symbolisiert sowohl Kooperation als auch gemeinsame Existenz“.

Das ist nicht das Bild Israels in den meisten arabischen Medien (auch wenn ein paar der Internetseiten diese Geschichte brachten). Öfter sieht man Storys wie diese von der HIsb Ut-Tahrir:

„Die Verbrechen und das Böse des jüdischen Gebildes werden nicht aufhören, bis es aus dem gesegneten Land ausgerissen wird.“

Und die westlichen Medien schienen das letztere Narrativ dem ersten vorzuziehen.

Ellisa: eine israelische, christlich-arabische Heldin

„Den arabischen Mädchen, die sich verpflichten wollen, aber Angst haben, möchte ich einen Anstoß geben.“

Uri Gobey, Israellycool, 27. Mai 2022

Ich möchte Ihnen Ellisa vorstellen, eine christliche Araberin aus einem Dorf im Norden des Landes.

Ellisa hat immer davon geträumt zur IDF zu gehen, hatte aber Angst vor den Reaktionen derer, die ihr am nächsten standne. Sie verbarg den gesamten Rekrutierungsprozess vor ihrer Familie, bis sie es ihnen schließlich erzählte und überrascht war festzustellen, dass die damit glücklich waren und sie unterstützten.

Eineinhalb Jahre lang ist sie jetzt Kampfsoldatin im Bataillon Caracal und verteidigt tagtäglich die Südgrenze Israels.

Sie hat eine Botschaft, die sei vermitteln will: „Den arabischen Mädchen, die sich verpflichten wollen, aber Angst haben, möchte ich einen Anstoß geben. Heute ist meine Familie sehr stolz auf mich und ich stehe hinter meiner Entscheidung. Dem Staat zurückzugeben, was er mir mir gegeben hat, ist eine Pflicht und die Bürger zu beschützen ist ein Recht.“.

Kol HaKavod!

Neuer palästinensischer Modefimmel: M-16-Shirts – sie feiern die Verwendung von M-16-Gewehren zur Ermordung von 5 Israelis

Itamar Marcus, Palestinian Media Watch, 10. Mai 2022

Der neuest Modefimmel in den PA-Gebieten und bei einigen israelischen Arabern sind Shirts und Hosen mit einem aufgedruckten M-16-Gewehr.

Sie wurden direkt, nachdem der palästinensische Terrorits Diya Hamarscheh in Bnei Brack (nahe Tel Aviv) letzten Monat fünf Menschen ermordete und im Fernsehen und den sozialen Medien gezeigt wurde, als er mit einer M-16 auf israelische Opfer schoss, als Demonstration der Unterstützung für den Mord an Israelis beliebt.

Bilder des Terroristen mit dem M-16-Gewehr, das er benutzte, um 5 Israelis zu ermorden.

Ein palästinensischer Ladeninhaber beschrieb das Phänomen gegenüber Al-Arab, einer unabhängigen arabischen Nachrichten-Internetseite in Großbritannien:

„Die Nachfrage nach dieser Art Kleidung ist gewaltig. I denke, dass der Grund dafür die aktuelle Lage in Palästinenser ist, besonders in Jenin“ … Abu Hamza merkte an, dass er innerhalb von 10 Tagen rund 12.000 Shirts oder Hosen verkaufte, die auch den Druck tragen und dass er „wegen der gewaltigen Nachfrage“ 12.000 weitere Einheiten bestellte.
[Al-Arab, unabhängige arabische Nachrichten-Internetseite, GB, 12. April 2022]

Es überrascht nicht, dass diese Shirts in Jenin besonders beliebt sind. Die meisten terroristischen Morde, einschließlich derer, die beim Mord ein M-16-Gewehr verwendeten, kommen aus der Region Jenin.

Al-Arab erklärt weiter:

Palästinensische und israelische Akademiker und Politiker sagen, dass die Anschläge, die Palästinenser vor kurzem gegen jüdische Ziele verübten, bei einigen wurden M-16 verwendet, „für viele junge Palästinenser ein inspirierendes Symbol geworden sind, was ihren Wunsch diejenigen zu kopieren, die [die Anschläge] verüben“.

Die populäre Unterstützung der Palästinenser für diese Morde spiegelt die Unterstützung, die von der Palästinenserführung kommt. Palestinian Media Watch hat dokumentiert, dass Fatah-Führer, nachdem sie Monate lang zu Terror und Gewalt aufriefen, jetzt Unterstützung für diese Mörder zum Ausdruck bringen.

Die israelische Nachrichtenseite N12 berichtet auch, dass einige israelische Araber ebenfalls dieselben M-16-T-Shirts tragen:

Arabische Arbeiter in den bekannten [israelischen] Supermärkten, Studenten und kleine Kinder … wurden gesehen, wie sie das Shirt tragen, auf dem die Waffe abgedruckt ist.
[N12, 10. Mai 2022]

Zu dieser Zeit ist die Botschaft auf den Shirts offene Unterstützung oder sogar Bewunderung für die Verwendung von Waffen zur Ermordung von Israelis in der aktuellen Terrorwelle. Die Israelis sind natürlich wegen dieser offenen Unterstützung von Terror durch manche israelischen Araber empört.

Das Folgende ist ein längeres Zitat aus dem Artikel in Al-Arab:

[Palästinensische] Frauen sammeln sich, um auf Wunsch ihrer Söhne Baumwoll-Shirts mit dem Aufdruck eines M-16-Gewehrs zu kaufen. Es gibt eine zunehmende Nachfrage nach den Shirts, seit Palästinenser im letzten Monat [März 2022] mit M-16-Gewehren Anschläge auf Israelis verübten…

Die Shirts mit dem automatischen Gewehr haben sich während der letzten zwei Monate auf den palästinensischen Märkten in unterschiedlichen Farben verbreitet; mit anderen Worten: Seit die jüngsten Spannungen zwischen der Seite der Palästinenser und der der Israelis begannen, wobei 14 Israelis und 23 Palästinenser getötet wurden, darunter eine Reihe [Palästinenser], die Anschläge verübten.

Ahmed Abu Hamza (40), ein Ladenbesitzer, der diese Shirts verkauft, sagte: „Die Nachfrage nach dieser Art Kleidung ist gewaltig. Ich denke, dass der Grund dafür die Lage in Palästina in der letzten Zeit und besonders in Jenin ist.“ (Anmerkung von PMW: Die meisten der terroristischen Mörder, einschließlich derer, die mit M-16-Gewehren töteten – kamen aus der Region Jenin)…

Abu Hamza stellte fest, dass er in 10 Tagen rund 12.000 Shirts oder Hosen verkaufte, die ebenfalls den Aufdruck haben und dass er wegen „der gewaltigen Nachfrage“ 12.000 weitere Einheiten bestellte.

Palästinensische und israelische Akademiker und Politiker sagen, dass die Anschläge, die Palästinenser in jüngster Zeit gegen israelische Ziele verübten und bei einigen von denen M-16 benutzt wurden, „für viele junge Palästinenser ein inspirierendes Symbol geworden sind, was ihren Wunsch diejenigen zu kopieren, die [die Anschläge] verüben verstärkt“…

Zum Beispiel wurde in den sozialen Medien und in den Medienorganen ein Video veröffentlicht, in dem Diya Hamarscheh (das ist der Terrorist, der 5 Menschen mit einer M-16 ermordete), einer der Angreifer, zu sehen ist, wie er in Bnei Brak bei Tel Aviv Ende März mit einer M-16 umhergeht und schießt. Als Ergebnis davon wurden 3 Israelis und 2 Ukrainer getötet.
[Al-Arab, unabhängige arabische Nachrichten-Internetseite (GB), 22. April 2022]

Ahmed Tibi: Zur Ehre Israels

Sheri Oz, Israel Diaries, 17. April 2022

Ahmed Tibi, seit Jahrzehnten Abgeordneter in der Knesset, liebt es Schmankerl zu finden, die er dazu verwenden kann das Land, das sein Gehalt zahlt und dem er angeblich als Knessetmitglied Treue schuldet, niederzumachen. Doch vor kurzen betrauerte er vom Podium in der Knesst aus einen Terroristen und er lobt Märtyrer auf beiden Seiten der Grünen Linie. Als ehemaliger Berater Yassir Arafat ist klar, wo seine Loyalitäten liegen.

Hier ist sein jüngster Twitter-post, ein Video, das einen Soldaten zeigt, der die Beine eines Palästinensers schlägt, offenbar der Vater des kleinen Jungen neben ihm. Der Junge, vielleicht 10 Jahre alt, läuft voller Angst weg. Der einzige Satz seines Tweets lautet: „Zur Ehre des Staates Isarl und seiner Polizei.“

Ich denke, er will uns glauben machen, dass dies grundlose Gewalt gegen einen unschuldigen Mann war, der einfach mit seinem kleinen Sohn da herumstand.

Allerdings – wenn man sich den Anfang des Videos ansieht, dann sieht man, dass der Junge ein Messer in der Hand hat.

Die Chance ist kaum vorhanden, dass dieses Messer von Zuhause mitgebracht wurde, um beim Opfer des Pessah-Lamms mitzumachen, von dem ein paar Juden sagten, sie würde es auf den Tempelberg bringen. Und es ist viel zu früh am Tag für das Iftar-Essen im Ramadan, das nach Sonnenuntergang beginnt. Aber weil die Polizei diesen Jungen nicht von seinem Essensutensil befreit hat, können wir nur hoffen, dass es nicht seinen Weg in eine jüdische Schulter oder Rücken findet.

Ich muss allerdings zugeben, dass dieses Video keinerlei „Ehre“ zeigt, was die israelische Polizei angeht – sheen Sie, wie der Vater in dem Video ganz normal weggeht, nachdem er anscheinend ein paar Male von dem Schlagstock getroffen wurde? Er kann nicht sonderlich hart geschlagen worden sein; es ist auch nicht wahrscheinlich, dass diese Zurschaustellung minimaler Reaktion auf eine potenzielle Bedrohung irgendeine abschreckende Wirkung hat.

Aber das ist nicht die „Ehre“, die Tibi annimmt. Und dadurch, dass weder Tibi noch andere Knessetmitglieder für untauglich erklärt werden, die Israel und seine Institutionen offen verleumden, die offen den gesamten Staat Israel als Besatzer bezeichnen, dann laden wir weiter zu ihrem öffentlichen Schikanieren ein, nicht nur auf Arabisch, sondern auch auf Hebräisch und Englisch, was ihren Verbündeten, unseren Feinden, weitere PR-Munition gibt, mit der sie sowohl innerhalb als auch außerhalb Israels rund um den Globus auf uns einprügeln.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass diejenigen, die „Apartheid“-Israel brüllen, auf harten Drogen sein müssen

David Lange, Israellycool, 16. März 2022

Ich möchte Ihnen den Araber vorstellen, von dem ich ziemlich sicher bin, dass er der einzige Araber im gesamten Nahen Osten ist, der ein Café für medizinisches Cannabis betreibt.

Natürlich ist das in Israel.

Sogar Ha’aretz hat das zur Kenntnis genommen:

Lahay (22) lebt in Kochav Ya’ir, einem jüdischen Ort der gehobenen Mittelschicht direkt neben Tira. In den letzten drei Monaten hat er bei Smokey Monkey gearbeitet, wo er alles über das Leben in der arabischen Stadt auf der anderen Straßenseite lernte.

„Als ich begann dort zu arbeiten, kannte ich die Schwierigkeiten nicht, denen die arabische Gesellschaft gegenübersteht“, sagt er. „Als ich hier arbeitete, lernte ich die arabische Kultur viel besser kennen. Zuerst betrachteten mich die Leute anders, weil ich Jude bin. Aber die Situation ist jetzt anders: Ich fühle mich mit den Menschen hier verbunden, die ich als Familie bezeichne.“

Schbeeta sagt, seine Kunden sind hauptsächlich junge Männer, Araber wie Juden. Es gibt jedoch eine klare Trennungslinie, wenn es um weibliche Kunden geht. „Die meisten Frauen, die herkommen, sind jüdisch; arabische Frauen besuchen mich kaum“, sagt er. „Die arabische Gemeinschaft betrachtet rauchende Frauen immer noch anders, was aus meiner Sicht keinen Sinn macht. Wenn ein Mann rauchen kann, kann das auch eine Frau.“

Jedoch, fügt er hinzu, könne auch arabische Männer wegen des Gebrauchs von Marihuana stigmatisiert werden. „Deshalb entscheiden sich manche für eine diskretere Vorgehensweise“, erklärt er. „Der arabischen Gemeinschaft fehlt das Bewusstsein für medizinisches Marihuana und seinen Nutzen. Die Denkart lautet immer noch, dass du kein Gras rauchen darfst, das sind harte Drogen.“

Er fährt fort: „Die arabische Gesellschaft ist komplex und kann äußerst konservativ sein“; er hält fest, dass er in traditionelleren arabischen Gemeinden wie Kafr Qassem und Um el-Fahm niemals in einen solchen Laden eröffnen könnte. „Die Situation in Tira ist anders, weil es sich um einen größeren Ort handelt, der von jüdischen Vierteln umgeben ist. Hier wird offener gedacht.“

Ich frage mich, wie die Hasser das gegen Israel drehen werden, da der Begriff „Greenwashing“ bereits besetzt ist.

Wer sind die Araber Jerusalems?

Gibt es eine vereinte und einige Gesellschaft oder bestehen sie aus unterschiedlichen Gruppen mit verschiedenen und manchmal widersprüchlichen Zugehörigkeiten und Loyalitäten?

Peggy Cidor, Jerusalem Post, 10. Februar 2022

Der palästinensische Sektor in Jerusalem ist eine geteilte und komplexe Gesellschaft (Foto: Marc Israel Sellem/The Jerusalem Post)

Am Vorabend des Sechstage-Krieges gab es in Jerusalem (nach Angaben einer jordanischen Volkszählung von 1966) 70.000 Araber; heute sind es rund 380.000, von denen sich rund 120.000 in den Vierteln unter der Zuständigkeit der Stadtverwaltung Jerusalems, aber jenseits des Sicherheitszauns befinden. Ihr Status ist der von Einwohnern, aber nicht Staatsbürgern, wenn es auch einen steten Aufwärtstrend bei den Anträgen auf Staatsbürgerschaft gibt, besonders bei gebildeten jungen Arabern.

Als Einwohner haben sie Anspruch auf alle sozialen Rechte, die Israel gewährt, aber sie können nicht an Wahlen zur Knesset teilnehmen und es herrscht immer die Gefahr, dass sie ihre Aufenthaltsberechtigung verlieren, wenn sie über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr nicht in der Stadt sind. Zu diesen sozialen Diensten gehörten Krankenhasse, nationale Versicherungen, Bildung, städtische Dienste und ähnliches.

Aber wer sind die Araber Jerusalems? Sind sie eine geeinte und vereinte Gesellschaft oder bestehen sie aus unterschiedlichen Gruppen mit verschiedenen und manchmal sogar widersprüchlichen Zugehörigkeiten und Loyalitäten?

In Jerusalem beginnt eine Reihe, die den arabischen Sektor der Stadt verbildlicht, um die Komplexität dieser Gesellschaft zu beschreiben. Was allen, Muslimen wie Christen, gemeinsam ist, was die unterschiedlichen Gruppen trennt, worunter sie leiden und was ihnen am meisten Sorgen bereitet. Haben sie eine einheitliche Identität oder gibt es Unterschiede zwischen den Generationen, familiäre Beziehungen und mehr.

Wissenschaftler und Forscher weisen drauf hin, dass der palästinensische Sektor in Jerusalem eine geteilte und komplexe Gesellschaft ist, die eine Art Mosaik an Habe bildet, die manchmal einander feindlich gesinnt sind oder zumindest um Einfluss in der palästinensischen Gesellschaft im Osten der Stadt konkurrieren.

Araber in der Altstadt von Jerusalem (Foto: Marc Israel Sellem/The Jerusalem Post)

Prof. Itzhak Reiter, ein Experte für Islam und den Nahen Osten am Aschkelon Academic College, der viele Jahre über die palästinensische Gesellschaft im Osten der Stadt forschte, sagte, das auf den ersten Blick Sichtbare sei der Israelisierungsprozess der palästinensischen Gesellschaft Jerusalems.

„Ziemlich viele verstehen es so, dass der Konflikt (um Jerusalem) vorbei ist. Es wird so gesehen, dass wir sie vollständig erobert haben und in Jerusalem jetzt tun, was wir sollen. Ich bin sicher, dass viele innerhalb des israelischen Establishments glauben, wir hätten sie in die Position gebracht Israelis zu sein.

„Sie sind tatsächlich auf viele Weisen bereits Israelis und während das noch nicht bedeutet, dass sie die Tatsache mögen, dass sie unter israelischer Souveränität leben, begreifen sie, dass sie nicht viele Alternativen haben.“

Reiter fügt hinzu, dass das der Grund ist, weshalb Araber Jerusalems, besonders in der jungen Generation, zunehmend Hebräisch lernen und sich in den israelischen Arbeitsmarkt integrieren wollen, der sich ihrem Verständnis nach hauptsächlich im Westen der Stadt befinden wird.

Jerusalemer Araber definieren sich oft selbst als Waisen und Reiter stimmt zu, dass dies in der Tat die Definition ist, die zu ihrer Situation passt; er fügt aber hinzu, dass das in ihren Augen nicht unbedingt eine schlechte Situation ist, denn sie haben heute die Option Waisen zu sein und trotzdem mehrere Möglichkeiten zu genießen.

„Ich würde sagen, sie wollen Waisen sein, weil sie einerseits nicht nur unter israelischer Herrschaft leben wollen, aber sie wollen auch nicht unter der PA leben, wegen der dort existierenden Korruption und Gewalt, also versuchen sie in einer Lage zu sein, in der sie alle Welten genießen können. Sie haben ihre nationale Identität nicht aufgegeben, aber die praktischen Schritte, wie unter annehmbaren Zuständen leben und ein normales Leben zu leben, ist ihnen durch das möglich, was Israel ihnen gibt.“

Reiter erklärt, dass es mehrere Unterscheidungen zwischen den verschiedenen Teilen der arabischen Gesellschaft der Stadt gibt. Eine Unterscheidung  liegt in der sozialen Herkunft einer Gruppe, „bedenkt man, dass mehr als 50% der aktuellen arabischen Einwohner Jerusalems ursprünglich aus Hebron stammen und als diejenigen wahrgenommen werden, die hier übernommen haben und ihrer Karrieren auf Kosten der alten Einheimischen machen wie den Familien Nusseibeh, Naschaschibi und El-Khatib und anderen. Bis 1967 gab es einen sehr harten Wettbewerb zwischen den Einheimischen und den Hebroniten, ein Trend, der während der jordanischen Herrschaft begann, sich aber nach 1967 verstärkte.“

Eine weitere Gruppe wurde von den israelischen Arabern gebildet, die aus den arabischen Dörfern in Galiläa nach Jerusalem zogen. Es handelt sich um hoch gebildete Leute, aber in den Augen der lokalen Araber werden sie als diejenigen wahrgenommen, die in der Stadt alle guten Jobs auf ihre Kosten besetzen. Interessanterweise werden sie sich nicht als Israelis vorstellen, sondern als Araber aus dem Norden, womit sie die Komplexität ihres Status zum Ausdruck bringen – einerseits Araber mit palästinensischer Identität, andererseits mit israelischer Staatsbürgerschaft – was sie sich wohler fühlen lässt und es wahrscheinlicher macht, dass sie wichtige Positionen in der Stadt einnehmen können.

Die Hauptunterscheidung ist jedoch offensichtlich die religiöse, zwischen Christen und Muslimen, wobei die christliche Gemeinschaft im Lauf der Jahre abnimmt und heute bei lediglich 13.000 Original-Jerusalemern steht, rund 2.000 Mitglieder der christlichen gehören der Oberschicht und Geistlichkeit an. Außerdem gibt es eine geografische Unterscheidung durch Wohnviertel.

Zum einen gibt es Viertel wie Beit Hanina und Schuafat (nicht zu verwechseln mit den Flüchtlingslagern gleicher Namen), in denen Christen und Muslime mit hohem sozioökonomischem Status wohnen, die angesehene Schulen haben (auf die zumeist muslimische Kinder mit hohem sozioökonomischem Hintergrund gehen), während in anderen Vierteln, wie die im Süden der Stadt, z.B. Sur Bahir, Um-Lison und Ras el-Amud, Araber mit ländlichem und Stammeshintergrund wohnen. Im Norden der Stadt, in Issawiyah, Teilen von Silwan, Wadi Joz und Scheik Jarrah die wirtschaftlichen Eliten der Stadt leben.

Aber selbst innerhalb der muslimischen Bevölkerung der Stadt gibt es einige beträchtliche Unterschiede, zum Beispiel die Sufis, eine recht große Gruppe, die mit einem mystischen Ansatz des Islam identifiziert werden und politisch sehr moderat sind. Andererseits gibt es die Salafisten, die sowohl religiös als auch politisch weit extremistischer sind. Dazwischen gibt es diejenigen, die sich mit der Hamas identifizieren, die in Ostjerusalem ziemlich stark ist, und natürlich die, die sich mit der Fatah identifizieren sowie einen kleinen Teil Anhänger der Volksfront [zur Befreiung Palästinas].

Danach gefragt, was die Einwohner des Ostens der Stadt in ihrem Alltagsleben am meisten beunruhigt, sagte Reiter, die oberste aller Sorgen sei der Status der Al-Aqsa-Moschee und direkt danach kommt der Mangel an Baugenehmigungen sowie die Hausabrisse, die ihnen die Möglichkeit vorenthalten ein annehmbares Leben zu führen. Reiter fügt hinzu, dass direkt nach diesen Fragen die fast täglichen Reibungen mit Grenzwachen, mangelndes Mitgefühl für ihre Lage seitens des israelischen Establishments und die Siedler weit oben auf der Liste der Sorgen der arabischen Einwohner stehen. „Die Angst, dass ihr Besitz von Siedlern übernommen wird, steht für die Einwohner im Osten der Stadt auf der Ebene existenzieller Angst“, schloss Reiter.

Was den Wandel in der Wirtschaftspolitik der Regierung angeht, so gibt es die NIS 2,5 Milliarden, die die Regierung 2017 genehmigte und denen bald ein weiteres Fünfjahres-Budget in derselben Höhe folgen wird. Reiter bestätigt, dass die Veränderungen vor Ort durch diesen Haushalt nicht übersehen werden; allerdings sagt er auch zur Bedeutung dieser Gelder: „Wo man die Veränderung sieht, könnten sie sagen, es sei ein Tropfen auf den heißen Stein. Aber es hat eine etwas andere Perspektive hinzugefügt, wie die Internalisierung, dass Israel mit der Investition solcher Summen tatsächlich sagt, dass es Ostjerusalem nie verlassen wird. Ich denke, sie begreifen das und bei allen Problemen, den Reibereien mit der Polizei und den Siedlern, haben sie hier immer noch mehr Freiheit als unter der PA oder im Gazastreifen.“