Hütet euch vor falschen Propheten

Yehuda Shalem, Israel HaYom, 16. Oktober 2018

„Und als es Mittag wurde, verhöhnte Elija sie und sprach: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist ein Gott. Sicher ist er gerade beschäftigt, oder er ist weggegangen und ist nun unterwegs; vielleicht schläft er auch und muss erst aufwachen.“ (1. König 18,27)

An diese Begebenheit aus der Bibel, in der Elia bewies, dass die Baals-Anhänger einem falschen Gott huldigten, erinnerte ich mich, als ich Premierminister Netanyahu neulich sah. Netanyahu hatte sich entschieden keine Mühen zu scheuen um Fragen von Reportern zu beantworten: „Bitte rufen Sie ihre Redaktionen an, die werden Ihnen einige peinliche Fragen schicken“, sagte er, als er bei einer Veranstaltung sprach, die sich auf Wirtschaftsfragen beschränkte. Die anwesenden Reporter waren verblüfft und verfielen auf die Stellung der langweilen Fragen über die verschiedenen Ermittlungen, denen sich Netanyahu ausgesetzt sieht.

Netanyahus impliziter Spott über diese Reporter unterstrich den traurigen Zustand der israelischen Medien, die Tiefe und Kreativität verloren haben. Zur Verteidigung der Wirtschaftsreporter vor Ort: Es war nicht zu erwarten, dass sie sich mit Themen jenseits ihres Gebiets auskennen und das ist der Grund dafür, dass sie Netanyahu keine politischen Fragen stellten.

Doch selbst bei Wirtschaftsthemen hätten sie es besser machen können. Sie hätten zum Beispiel fragen können, warum die Regierung eine Politik verfolgt hat, die nur zu Überbevölkerung in Zentralisrael ermutigte, statt den Israelis Anreize zu geben sich im Jordantal oder auf den Golanhöhen niederzulassen.

In den 1930-er Jahren besuchte der Literatur-Nobelpreisträger André Paul Guillaume Gide die Sowjetunion. Rund 20 Jahre später schrieb er in seinem Buch „The God That Failed“ (Der Gott, der versagte): In der Sowjetunion wird ein für allemal akzeptiert, dass es zu jedem Thema – welche Angelegenheit auch immer das ist – es nur eine einzige Meinung geben kann, die richtige. Und jeden Morgen sagt die Prawda den Leuten, was sie wissen, glauben und denken müssen.“

In totalitären Regimen konnte man erwarten, dass die Medien ihre Marschbefehle vom Großen Bruder annehmen, aus Angst, was den Reportern geschehen könnte, wenn sie die Herrscher herausfordern.

Aber was in Israel am meisten beunruhigt, einer Demokratie, trotz der Wunden von 30 Jahren Mapai-Regierung, ist, dass manche Medienorgane immer noch einen monolithischen Ansatz zu allerlei Themen haben, egal, wer sendet oder schreibt. Das ist wie in dem berühmten Lied von Shalom Hanoch: „Dieselben Antworten, dieselben Fragen, sie sind von da her klein und sie von dort her groß und sie sind alle genau dieselben.“

Das ist der Grund, dass die Geschichte von Elia und den Baal-Propheten in unserer Zeit so aktuell ist, in der die falschen Propheten der Medien die Öffentlichkeit täuschen. Lasst uns die Schwarzmaler nicht vergessen, die uns erzählten Israel würde wegen der „demografischen Bedrohung“ und der „korrumpierenden Besatzung“ zerstört werden. Solche Phrasendrescherei hat oft zum Ergebnis gehabt, dass Israel selbstmörderische Entscheidungen traf wie die der Abkoppelung des Gazastreifens und des nördlichen Samaria im Jahr 2005.

Das sind keine isolierten Vorfälle, sondern ein andauernder Trend des Messianismus, der Think Tanks dazu inspiriert hat Friedenspläne zu formulieren. Amos Yadlin, Leiter des Instituts für Nationale Sicherheitsstudien, enthüllte gerade einen Plan, der folgendermaßen lautet: „Das Ziel lautet die Bedingungen zu schaffen, die eine Zweistaaten-Realität fördert, die ein demokratisches, jüdisches, sicheres und moralisches Israel gewährleistet.“

Dieser einzelne Satz demonstriert eindeutig den Einfluss dieser falschen Prophezeiungen zur demografischen Bedrohung und moralischen Korruptheit. Yadlin sagt auch, dass der Friedensplan würde ergänzt durch ein „Wirtschaftsprogramm, das kurzfristig darauf abzielt die Lebensqualität der Palästinenser zu stärken“.

Aber vielleicht sollte Yadlin entgegen dieser utopischen Vision daran erinnert werden, dass sich die Palästinenser im Gazastreifen in den Jahren seit der Abkoppelung 2005 einer humanitären Krise gegenüber sehen.

Die unermüdlichen Bemühungen das falsche Versprechen der Zweistaatenlösung zu propagieren, obwohl Brandballons aus dem Gazastreifen die Felder der nahe gelegenen Kibbuzim in Brand setzen, belegen das Fehlen von Moral auf Seiten dieser Zweistaaten-Träumer und beweist, dass ihr falscher Messianismus immer noch nicht der Vergangenheit angehört.

Kiefern-Verleumdung

Elder of Ziyon, 26. November 2016

Antiisraelische und arabische Internetseiten veröffentlichen den Kommentar des antisemitischen Gilad Atzmo zu den Bränden in Israel, in dem er die Brände – wem sonst? – den Juden zur Last legt. Insbesondere macht er die Kiefern dafür verantwortlich, die der Jewish National Fund pflanzte:

Israels ländliche Landschaft ist vollgestopft mit Kiefern. Diese Bäume sind für die Region neu. Die Kiefern wurden Anfang der 1930-er Jahre vom Jüdischen Nationalfond (JNF) in Palästina eingeführt; es handelte sich um einen Versuch „das Land zurückzugewinnen“. Bis 1935 hatte der JNF 1,7 Millionen Bäume auf einer Gesamtfläche von 1.750 Morgen Land gepflanzt. Im Verlauf von 50 Jahren pflanzte der JNF mehr als 260 Millionen Bäume, weitgehend auf beschlagnahmtem Palästinenserland. Das alles machte er in einem verzweifelten Versuch die Trümmer der ethnisch gesäuberten Palästinenserdörfer und ihrer Geschichte zu verbergen.

Im Verlauf der Jahre unternahm der JNF einen kruden Versuch palästinensische Zivilisation und Vergangenheit auszulöschen, versuchte aber auch Palästina wie Europa aussehen zu lassen. Der palästinensische Naturwald wurde ausgerottet. Gleichermaßen wurden die Olivenbäume entwurzelt. Die Kiefern nahmen ihre Platz ein. Im südlichen Teil des Carmel nannte die Israelis einen Bereich „Kleine Schweiz“. Inzwischen ist nicht mehr viel von er „kleinen Schweiz“ übrig geblieben.

… Ungeachtet seiner nuklearen Fähigkeiten, seiner kriminellen Armee, der Besatzung, des Mossad und seiner Lobby überall auf der Welt scheint Israel verletzbar zu sein. Es ist verheerend vom Land entfremdet, das es als sein eigenes beansprucht und zu pflegen vorgibt. Wie die Kiefer sind der Zionismus, Israel und der Israeli in der Region fremd.

Die Kiefer, die der JNF so viele Jahre lang pflanzte, ist die Aleppo-Kiefer, pinus halepensis (in Israel als Jerusalem-Kiefer bekannt). Sie ist im gesamten Mittelmeerraum zu finden, von Marokko bis Syrien. Der JNF wählte diesen Baum nicht, um Israel wie Europa aussehen zu lassen; diese Lüge wird von Mondoweiss nachgeplappert. Einheimische Aleppokiefer-Wälder gibt es auf dem Karmel und in Galiläa.

Zudem wurden Kiefern in Palästina von Reisenden im 19. Jahrhundert beobachtet. In der von The Popular Cyclopædia of Biblical Literature 1856 steht:

Die große Zypresse gibt es nur in Palästina, wird von Menschen in Gärten und auf Friedhöfen sowie anderen offenen Plätzen in den Städten kultiviert. Aber als Spontangewächs des Landes finden wir auf den Gipfeln und Hügelketten den Walnussbaum, die Baumerdbeere, den Lorbeerbaum usw., während auf den ehemals bewaldeten Höhen verschiedene Kiefernarten, kleine und große, immer noch die Stellung behaupten.

Was besonders den Carmel betrifft, so schreibt die Jewish Encyclopedia von 1907, er sei „von Helmeichen und Kiefern bedeckt“.

Damit hat Atzmon auf gewisse Weise recht: Juden sind in der Region genauso einheimisch wie die Aleppokiefer.

Analyse: Obamas 31 Worte zum israelisch-palästinensischen Konflikt in Perspektive gebracht

Herb Keinon, The Jerusalem Post, 23. September 2016

Es gibt große Sorge darum, was der Präsident während seines Interregnum tun wird; wird er mit einer Resolution für den UNO-Sicherheitsrat aufwarten, der alle vorherigen Resolutionen auf den Kopf stellen wird?


Barack Obama und Benjamin Netanyahu treffen sich am Rande der UNO-Vollversammlung in New York (Foto: KOBI GIDON / GPO)

US-Präsident Barack Obama hielt am Dienstag seine letzte Rede als Präsident vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen.

Die Rede – unterstreichen von einen rhetorischen Schnörkeln – war ein dramatischer Überblick über die Welt durch einen Mann, der im Zentrum des Weltdramas der letzten acht Jahre stand und der gerade davor steht die Bühne zu verlassen. Sie zu halten dauert 48 Minuten, beinhaltete einige seiner unverkennbaren rednerischen Schnörkel und war 5.600 Worte lang.

Einunddreißig dieser Worte behandelten den israelisch-palästinensischen Konflikt. Einunddreißig.

Vergleichen Sie das mit den früheren Reden, die Obama vor der UNO hielt.

Im September 2009, reichlich versehen mit der Überzeugung, dass er im Besitz der Formel sei, dramatische Veränderungen im Nahen Osten durchzudrücken, widmete Obama diesem Konflikt 521 Worte. Ein Jahr später, 2010, widmete er fast 1.100 Worte – mehr als ein Viertel seiner gesamten Rede – der Lage zwischen Israelis und Palästinensern.

Das war nach dem Ende des zehnmonatigen israelischen Siedlungsbaustopps und als er mit George Mitchell einen Sondergesandten hatte, der ständig hin und her reiste. Das war auch vor dem „Arabischen Frühling“, als weltweit viele glaubten – wahrlich glaubten – dass der israelisch-palästinensische Konflikt die Wurzel und der Kern der gesamten Instabilität des Nahen Ostens sei.

2011, im Jahr der Unruhe in der arabischen Welt, widmete er dem Thema 846 Worte. Aber ab diesem Jahr gab es einen drastischen Rückgang darin, wie viel Zeit er dem Thema in seiner jährlichen UNO-Rede gab, was einem Rückgang entsprach, wie der diplomatische Prozess verlief und wie viel Zeit und politische Energie er bereit war auf das Thema zu verwenden.

2012 nahm das Thema in seiner Rede 86 Worte ein; 2013 – mitten in den Verhandlungen, die sein Außenminister John Kerry führte – ging der Anteil auf 505 hoch, fiel aber 2014 auf 192 Worte – in dem Jahr scheiterten die Verhandlungen.

Das Thema war 2015 überhaupt keiner Erwähnung würdig – in einer Rede, die dem Atomdeal mit dem Iran folgte.

Und am Dienstag tauchte es wieder auf – aber nur in einem kurzen Satz.

Und dieser einzelne Satz spiegelt den Hang seiner Regierung in diesem Konflikt immer auf völlige Balance und Symmetrie zu achten: Er war in zwei Teilsätze aufgeteilt; einer hatte mit den Palästinensern und einer mit den Israelis.

„Und gewiss: Den Israelis und den Palästinensern wird es besser gehen, wenn die Palästinenser die Hetze ausmustern und die Legitimität Israels anerkennen, aber Israel erkennt an, dass es nicht dauerhaft palästinensisches Land besetzen und besiedeln kann“, sagte der Präsident. Und das war‘s.

Erstaunlicherweise nahm mancher in Israel diesen Satz als Zeichen für Probleme, von denen sie vorhersagte, sie würden beim Treffen von Obama und Benjamin Netanyahu am Mittwoch in New York aufkommen; und für große Probleme, die nach den US-Wahlen am 8. November und bevor der neue Präsident am 20. Januar vereidigt wird auf Israel warten.

Es gibt einige Sorge darüber, was der Präsident während dieses Interregnums tun wird. Wird er eine Resolution im UNO-Sicherheitsrat einbringen, die alle früheren Resolutionen auf den Kopf stellt? Oder wird er vielleicht für Israel schädliche Parameter dazu festlegen, wie er glaubt, dass der Konflikt gelöst werden soll? Als Spiegel des Hangs in diesem Land das Negative hochzuspielen hoben die israelischen Medien den zweiten Teil des Satzes von Obama hervor – den Teil dazu, dass Israel nicht in der Lage ist palästinensisches Land dauerhaft zu besetzen und zu besiedeln – während der erste Teil heruntergespielt wurde: dass die Palästinenser die Hetze ausmustern und Israels Legitimität anerkennen müssen.

Als Ergebnis wurde das, was er zu Israel sagte, in fetten Schlagzeilen in den Morgenzeitungen abgedruckt, während seine Aussage zu den Palästinensern es nicht einmal in die Dachzeile schaffte.

In dieser Berichtweise macht Obama in erster Linie Israel für die Sachgasse verantwortlich und wird die Rechnung begleichen, wenn es keinen politischen Preis mehr zu zahlen gibt – das heißt nach den Wahlen.

Aber dieses Narrativ passt nicht mit der Wirklichkeit zusammen. Obamas Satz von Dienstag war seiner Symmetrie vielsagend, teilte beiden Seiten gleich viel Verantwortung zu.

Dieser Hang,  Obamas Einhämmern auf Israel hochzuspielen, während sein Frust wegen der Palästinenser zu gering berichtet oder ignoriert wird, hat die Berichterstattung zur Beziehung zwischen Obama und Netanyahu von Anfang an heimgesucht. Das hat eine Wahrnehmung geschaffen, dass der Präsident nur auf eine Chance wartet über Israel herzufallen.

Doch die kurze Botschaft von Dienstag war keine nur an Israel ausgeteilte Prügel, sondern ein Klopfen auf die Finger sowohl in Jerusalem als auch Ramallah: dass die Palästinenser hetzen und Israels Legitimität nicht anerkennen und dass Israel besetzt und besiedelt.

Obwohl sein Auslassen der Erwähnung palästinensischer Gewalt – er verwies lediglich auf Hetze – verwirrend war, handelte es sich um eine beiden Seiten gezeigte Gelbe Karte.

Wir in Israel, die von diesem Präsidenten mit diesem Premierminister immer das Schlimmste erwarten, sehen nur die in unsere Richtung gezeigte Gelbe Karte.

Aber die Palästinenser erhielten auch eine – die kam sogar in der Reihenfolge der Sätze zuerst.

Aber wir sehen das nicht, so überzeugt wir sind, dass Obama einfach nur auf den richtigen Augenblick wartet vor Netanyahu den Schlagbaum zu senken. Vielleicht macht er das, aber die 31 Worte, die er in seine Rede am Dienstag einarbeitete – sowie die freundliche Art des Fototermins vor seinem Treffen mit Netanyahu am Mittwoch – gab keinen Hinweis darauf, dass er diese Absicht hegt.

Auf ins Getümmel: Duma – ein Jahr (und drei Bandanschläge) später

Martin Sherman, Israel National News, 29. Juli 2016

„Ich sah Sa’ad und Reham brennend auf dem Boden. Direkt neben ihnen waren ZWEI maskierte Männer, einer neben jedem von ihnen. Sie waren in Jeans und schwarze, langärmlige Hemden gekleidet… Ihre Gesichter waren von Balaclava bedeckt, man sah nur Mund und Augen. Die Straßenlaternen schienen direkt auf sie. Ich war entsetzt von dem, was ich sah. Sie sahen mich und ich hatte Angst und rannte zurück nach Hause. Ich sagte meinem Bruder Bishar, er solle Hilfe holen und ging zu Sa’ads Haus zurück, wo ich die ZWEI maskierten Männer nicht mehr sah. – Augenzeugenbericht von Ibrahim Dawabscheh, einem Verwandten der Opfer, zum Brandanschlag in Duma; Amira Hass, Ha’aretz, 31. Juli 2015

Nach Angaben des Anklageprotokolls entschied sich Ben-Uliel am Abend des Aschlags auf das Haus von Dawabscheh den Brandanschlag ALLEINE durchzuführen… Er soll nach einem Haus gesucht haben, das bewohnt war und nutzte seinen ersten Brandsatz gegen ein zweistöckiges Haus, das sich als unbewohnt herausstellte… Dann ging er zum Haus der Dawabschehs, bereitete seinen zweiten Brandsatz im Garten vor und sprühte Graffiti auf die Mauern, bevor er den Brandsatz in das Haus warf und zu Fuß floh.Chaim Levinson und Barak Ravid, Ha’aretz, 3. Januar 2015

Fast auf den Tag vor einem Jahr, am 31. Juli 2015, war das gesamte Land von Berichten entsetzt, dass drei Mitglieder der Familie Dawabscheh aus dem Dorf Duma bei einem Brandanschlag auf ihr Haus verbrannten. In Hebräisch auf die Mauern des verbrannten Wohnhauses gesprühte Graffiti führte zum überstürzten Schluss, dass die Tat von „jüdischen Terroristen“ begangen wurde. Seit diesem unseligen Anschlag sind mindestens drei weitere Häuser des Dawabscheh-Clans – wie auch zwei davor – in Brand gesetzt worden, ohne jeglichen Hinweis auf die Beteiligung von „jüdischen Extremisten“.

Aber dazu später mehr.

Fanatsich umgekehrter Rassismus?

Die grausige Tragödie entfachte hastiges, selbstgerechtes Händeringen und scheinheilige Selbstvorwürfe weiter Bereiche der israelischen Gesellschaft – und fast aller Teile der Mainstream-Medien. Mit einem Schlag verblassten alle externen Bedrohungen des Staats in Beinahe-Bedeutungslosigkeit. Die Aufmerksamkeit konzentrierte sich nicht länger auf das Schreckgespenst eines atomaren Iran oder die Bedrohung durch den radikalen Islam, der Druck auf die belagerten Grenzen des Landes ausübt. Plötzlich war die existenzielle Bedrohung, der Israel sich gegenüber sah, die des „jüdischen Terrors“ – der „Gefahr“ durch ein paar Dutzend marginalisierter, zottelhaariger Jugendlicher, die die öden, windgepeitschten Hügelkuppen von Judäa-Samaria bewohnen.

Ohne eine Spur an Beweisen, die ihre Anschuldigungen untermauerten, schien ein Journalist nach dem anderen um die Schärfe zu wetteifern, mit der sie die vermuteten Täter angriffen. Mit blindem Vertrauen – so unmissverständlich, wie es unbegründet war – zur kollektiven Identität der Täter und er kollektiven Schuld der israelischen Gesellschaft insgesamt für den ruchlosen Charakter der Tat begannen sie eine brutale Ekstase der Selbstgeißelung.

So lamentierte kaum zwei Tage nach dem Brandanschlag in einem erstaunlichen Umkehr-Rassismus mit der Überschrift „Wir sind nicht besser als unsere Feinde“ Sima Kadmon von Yedioth Aharonot: „…Lassen Sie niemanden sagen, dass diese ein Einzelfall ist… Jüdische Terroristen sind nur die Botschafter; es gibt ein gut geöltes System an Hetze hinter ihnen… Es ist an der Zeit die Wahrheit zu sagen, die herzzerreißende, aber unumgängliche Wahrheit: Nach einer Generation rechter Regierung haben wir eine Rasse entwickelt … nicht stolz, nicht großzügig, sondern definitiv grausam…“

„Israel ist das Gleiche wie ISIS“

Im Nu waren alle Unterschiede zwischen Israelis und ISIS ausradiert.

Sie glauben, ich übertreibe? Falsch gedacht! Hier ist eine Auswahl des „von Schmerz geplagten“ Insichgehens, das zum in Mode gekommenen journalistischen Rituals der Mainstream-Medien wurde.

Schon in der Nacht des grässlichen Verbrechens löste Ron Ben Yishai von Ynetnews den Fall. In „Wie der jüdische Jihad zu stoppen ist“ bestimmte er – endgültig: „… das ist religiös-messianischer Terrorismus, begangen von Leuten, die sich als in Übereinstimmung mit Gottes wahrem Willen betrachten. In einfacheren Worten: Das ist jüdische Jihadismus, in jedem Detail identisch mit dem des islamischen Jihadismus.“

In ihrem bereits erwähnten Text pflichtet Sima Kadmon „gequält“ zu: „Es ist vorbei. Wenn wir glaubten, es könne uns nicht passieren, dass wir nicht so sind, dass Juden so etwas nicht tun, dass nur sie Kinder ermorden können, in Häuser gehen und ein Baby aus nächster Nähe erschießen, Familien verbrennen, mörderischen Terror verüben – das war’s, es ist vorbei. Wir sind, wir können, wir tun. Kinder bei lebendigem Leib verbrennen, mörderischen, unmenschlichen, unbegreiflichen Terror begehen. Und nein, wir sind nicht besser als sie.“

Und da war dann noch der immer entsetzliche Gideon Levy, der wahr gewordene Traum aller ständig Judeophoben, der einen Tag nach der Tragäide in Ha’aretz eine kollektive Verdammung veröffentlichte; sie trug den Titel „Alles Israelis schuldig dafür palästinensische Familie anzuzünden“. Gemäß Levy: Israelis erstechen Schwule und verbrennen Kinder. Es gibt kein Stückchen Verleumdung, nicht die geringste Übertreibung in dieser trockenen Beschreibung…“

Es dauerte nicht lange, bis dieses Sperrfeuer bittere Früchte trug. Vom Medienangriff in Panik versetzt warfen die politischen höheren Ränge und die Sicherheitskräfte das Rechtskraftprinzip über Bord.

„Wenige außer Beschuldigung der Gedankenverbrechen“?

Innerhalb weniger Tage wurden administrative Verhaftungen vorgenommen. Meir Ettinger, Eviatar Slonim und Mordechai Meir wurden ohne Verfahren eingesperrt, wie verlautete wegen Verdacht der Beteiligung an der Brandstiftung in Duma.

Die Verhaftungen waren von ominösen Warnungen vor drohenden Gefahren für den Staat, die die ruchlosen Taten, sowohl die der Vergangenheit als auch geplanter, der Häftlinge zur Folge haben, die über längere Zeiten isoliert wurden, ohne dass konkrete Anklagepunkt gegen sie vorgebracht wurden. Hartnäckige Gerüchte über die Anwendung brutaler Verhörtechniken waren reichlich vorhanden – aber Anklagen wurden keine erhoben.

Einer nach dem anderen wurden die Verhafteten wieder freigelassen – Meir Anfang Januar, Slonim Anfang Februar und Ettinger im Juni diesen Jahres.

Der Fall Ettinger riecht besonders nach überflüssigem Übelwollen. Im April wurde ihm – nach Monaten in Haft – mit einer vom Obersten Gerichtshof aufrecht erhaltenen Entscheidung die Erlaubnis verweigert der Beschneidungszeremonie (brit mila) seines neugeborenen Sohnes beizuwohnen. Die Gründe für diese Verweigerung waren, dass er immer noch „eine Sicherheitsbedrohung für die Öffentlichkeit“ darstellte. Doch kaum einen Monat später wurde verkündet, dass er entlassen würde – ohne Anklage!

In einem aufwühlenden Bericht der Affäre Ettinger schrieb Liel Leibovitz vom Tablet: „Nachdem ich mich mit Regierungsvertretern sowie Freunden und Familienmitgliedern traf und ausführlich Ettingers öffentliche wie private Schriften durchsah, habe ich jede Menge gefunden, das Menschen aufbringen könnte, die seine politischen Ansichten nicht teilen, aber nichts deutet darauf hin, dass der mystisch gesinnte junge Mann  auf welche Art auch immer an der Planung oder Durchführung konkreter Anschläge gegen wen auch immer beteiligt war.“

Er fügte vernichtend hinzu: „Vielmehr ist es schwierig, sieht man sich das Beweismaterial an, nicht zu dem Schluss zu kommen, dass die Vorwürfe gegen Ettinger sich auf wenig mehr als den Vorwurf von Gedankenverbrechen belaufen.“

Dröhnendes Schweigen

Das Schicksal der Inhaftierten hat – nicht überraschend, sondern deprimierend – zu wenig oder keiner Empörung seitens der üblicherweise lautstarken Verteidiger der Menschenrechte geführt. Tatsächlich ist dem, was zunehmend wie drakonischer Machtmissbrauch, willkürliche Verletzung von Bürgerrechten und beunruhigender Inhaftierung wegen wenig mehr als „Gedankenverbrechen“ mit dröhnendem Schweigen seitens lärmender Chöre linker Stimmen begegnet worden, die immer eifrig dabei sind jeden Hinweis auf übermäßigen Einsatz von Regierungsmacht zu verurteilen.

In der Tat sind später folgende Entwicklungen nicht allzu beruhigend.

Anfang Dezember 2015 nahmen die israelischen Behörden den 21-jährigen Aviram Ben-Uliel in Administrativhaft. Nach fast 3 Wochen Schweigens wurde Ben-Uliel aus immer noch ungeklärten Gründen zur „tickenden Zeitbombe“ erklärt (d.h. eine Quelle klarer und akuter Gefahr) und Folter unterworfen, um ein Geständnis zu bekommen. Auf Grundlage dieses Geständnisses wurde (am 3. Januar 2016) Anklage gegen ihn erhoben – und gegen einen weiteren, nicht genannte Minderjährigen, dem vorgeworfen wird Ben-Uliel geholfen, die Brandstiftung aber nicht begangen zu haben.

Auf Grundlage des unter Zwang erfolgten Geständnisses – das er anschließend zurückzog – ist die Anklage gegen Ben-Uliel aus einer Reihe von Gründen beunruhigend. Denn wie Chaim Levinson von Ha’aretz zeigt, steht sie in beträchtlichen Teilen im Widerspruch zu den Augenzeugen-Aussagen dessen, was in der Nacht der tödlichen Brandstiftung stattfand.

Verstörende Diskrepanzen

All diese Berichte sprechen von mehreren Angreifern – mindestens zwei – wie es sich in dem Ausschnitt von Ibrahim Dawabscheh am Anfang spiegelt, der in dem Fall als „Schlüsselzeuge“ beschrieben wird. Doch in der auf dem Geständnis gründenden Anklage wird Ben-Uliel als allein Handelnder beschuldigt!

Darüber hinaus erwähnten die ersten Berichte, dass ein Motorfahrzeug benutzt wurde – und aufgrund dieser Berichte wurden sogar einige Festnahmen vorgenommen – s. „Jüdischer Terrorverdächtige angeklagt, aber Verurteilungen, so es sie überhaupt geben wird, werden lange Zeit brauchen“. – Ha’aretz, 4. Januar 2016.

Dementsprechend ist es schwierig zu widerstehen die beunruhigenden Frage aufzuwerfen, dass, wenn die ursprünglichen Festlegungen in dem Fall (mehrere Täter, Involvierung eines Motorfahrzeugs) sich offenbar als „unbegründet“ erwiesen haben, es nicht innerhalb der Grenzen des Möglichen ist, dass andere Aspekte der ursprünglichen Annahmen sich als gleichermaßen unbegründet erweisen könnten, einschließlich nicht nur der Zahl der Angreifer und ihrer Fortbewegungsmethode, sondern auch ihrer Identität und sogar – was der Himmel verhüten möge – ihrer Ethnie?

Ich habe mich früher schon ausführlich mit der Brandstiftung n Duma (d.h. der vom Juli 2015, nicht all den anderen davor und danach) beschäftigt. Ich warnte davor:

(a) eine Gleichwertigkeit zwischen ideopolitisch motivierten Verbrechen jüdischer Extremisten und dem arabisch-islamischen Terror zu ziehen, dem Israel heute ausgesetzt ist – und damit zwischen den Maßnahmen, die dazu eingesetzt werden, um damit fertig zu werden; und

(b) der fast pawlowsche Reflex beim Anzünden des Dawabsche-Hauses jüdische Schuld anzunehmen.[i]

Unterscheidungen treffen

Ich habe wenig Zweifel, dass die von mir angeführten Argumente heute noch gelten. Entsprechend möchte die Leser drängen meine Analysen dazu durchzusehen, warum es geboten ist eine qualitative Unterscheidung zwischen arabischem Terrorismus und terroristischen Organisationen, die ihn begehen einerseits und den Gruppen jüdischer radikalreligiöser Banditen andererseits zu treffen – ebenso die nachteiligen Konsequenzen, die solche unangebrachten Parallelen für Israel mit sich bringen.

Ähnlich argumentierte ich, dass staatliche Anwendung drakonischer außerjuristischer Kräfte – wie Administrativhaft ohne Anklage, Inhaftierte Monate lang in Einzelhaft zu halten und die Verweigerung „fairer Verfahren“ – durchaus gerechtfertigt waren, wenn man es mit Bedrohung zu tun hat, die staatliche/quasi-staatliche/staatlich gedeckter Feinde zu tun hat, die massive Budgets und internationalen Wirkungsbereich haben.

Das ist allerdings überhaupt nicht der Fall, wenn die angenommene Bedrohung von winzigsten Gruppen Jugendlicher (oder gerade eben nicht mehr Jugendlicher) ausgeht, die nicht nur in ger israelischen Gesellschaft als Ganzer marginal und marginalisiert sind, sondern auch in einem Großteil ihres sozialen Umfelds, ohne internationalen Wirkungsbereich, die nur sehr dürftige Ressourcen zur Verfügung haben.

Natürlich weiß ich nicht, ob Ben-Uliel im Sinne der Anklage schuldig ist. Aber eins ist gewiss: Er ist kein Bin Laden oder Hassan Nasrallah – und die Maßnahmen, die nötig sind, um mit ihm oder irgendeiner Gruppe, mit der er in Verbindung steht, fertig zu werden, unterscheiden sich sehr stark von denen – oder sollten es – die nötig sind, um mit Typen wie Bin Laden/Nasrallah, ihren Organisationen oder ihren Lakaien fertig zu werden.

Was Sie glauben müssen

Aber wenn man der Behauptung Glauben Glaubwürdigkeit verleihen möchte, dass Ben-Uliel schuldig im Sinne der Anklage ist, was muss man glauben?

Nun, man müsste glauben, dass: Bel-Uliel, ein Mann, der vor kurzem heiratete und Vater eines Säuglings, der keine Ausbildung als Sondereinsatzkraft hat (a) die „cojones“ und die Fähigkeiten hatte, nicht nur unbemerkt mehr als 5 Kilometer – in der Nacht – zu laufen; (b) wobei er an zahlreichen, stärker exponierten Alternativzielen in den Außenbezirken des Dorfes vorbei kam; (c) er es schaffte unbemerkt und unbewaffnet in das Zentrum des feindlichen Dorfes einzudringen; (d) ein unbewohntes Gebäude in Brand zu setzen; (e) dann, immer noch unbemerkt, ausgiebig Farbe auf zu sprühen, um das belastende hebräische Graffiti zu schreiben; (f) dann das Haus der Dawabsches anzustecken; und (g) schließlich eine phantomartige Flucht zu schaffen, bei der er das Dorf ohne eine Spur zu hinterlassen verließ, ganz zu schweigen davon aufgegriffen zu werden und keinen Hinweis zu hinterlassen, der andeutet, wohin er verschwand – und all das ganz auf sich gestellt!

Ist das wirklich glaubwürdig??

Doch das ist nicht alles. Wenn Ben-Uliel nur nach einem willkürlich ausgesuchten arabischen Ziel aus war, warum wählte er kein Haus in den Außenbezirken des Dorfes statt eines im Zentrum? Das hätte seinen Flucht einfacher gemacht. Und warum entschied er sich für Duma – ein Dorf, in dem die Häuser des Dawabsche-Clans ohnehin regelmäßig Ziel von Anschlägen sind? Konnte er vielleicht unter „verschärfter Befragung“ eine plausible Antwort geben?

Das sind beunruhigende Fragen. Ein Jahr – und drei ungelöste Brandanschläge – später sind das Fragen, denen man sich stellen muss.

[i] Texte dazu: Jewish hate crimes and vandalism are NOT terrorism (06.08.2015); Trivializing ‘terror’ (13.08.2015); Why now? The hypocritical hullabaloo over Jewish ‘terror’ (20.08.2015); Duma, ‘dirty dancing’ & deeply disturbing detention (31.12.2015); Presumption of guilt (07.01.2016); Jewish ‘terror’ – A guide for the perplexed (14.01.2016)

Alles Nazis!

gefunden auf Facebook (Daniel Seaman) (s. auch Israel National News):

Weil Netanyahu ein Foto mit seinem Hund veröffentlicht hat, setzt Yigal Sarna, linker israelischer Jouranlist, ihn mit Hitler gleich. Wow! Seht euch mal all diese Nazis an!

Sarna_NaziReaganRonald Reagan
Sarna_NaziChurchillWinston Churchill
Sarna_NaziObama1
Sarna_NaziObama2Barack Hussein Obama
Sarna_NaziClintonBill Clinton
Sarna_NaziNixonRichard Nixon
Sarna_NaziFDRFranklin D. Roosevelt
Sarna_Nazi_xTheodore (Teddy) Roosevelt

 

 

Ha’aretz: übersetzt noch extremistischer

Exposé: Englischsprachige Artikel lassen mit größerer Wahrscheinlichkeit Details zu Storys aus, um die IDF skrupellos aussehen zu lassen

Shimon Toven/Tova Dvorin, Israel National News, 20. April 2015

Die linke Zeitung Ha’aretz ist auf Englisch radikal extremistischer als in hebräischer Sprache, stellte Tamar Sternthal von CAMERA (Committee for Accuracy in Middle East Reporting in America) am Montag in Presspecitva fest; das Blatt ändert Einzelheiten wichtiger Berichte, um die IDF für das englischsprachige Publikum brutaler zu machen.

Ha’aretz-Schriftleiter Gideon Levy schrieb diesen Monat einen Artikel über den „verfrühten Tod“ des palästinensisch-arabischen Terroristen Ziyad Awad, der von der IDF erschossen wurde, nachdem er trotz Warnungen wiederholt Steine auf Soldaten warf. Während jedoch der hebräischsprachige Artikel klar erklärt, dass die Schüsse während eines arabischen Krawalls fielen, bei dem Hunderte anfingen Steine zu werfen, heißt es in der englischen Version:

Danach begannen aufgebrachte junge Menschen auf den IDF-Checkpoint am Rande der Stadt zuzumarschieren. Soldaten der Golani-Infanteriebrigade lagen Gerippe eines alten israelischen Busses, der vor langer Zeit in der Stadt aufgegeben wurde, im Hinterhalt. Die Trauernden waren auf der Straße, die Überreste des Busses standen auf dem Hang darunter.

Ziyyad Awad war wegen des Todes seines geliebten Freundes und Cousins aufgelöst; er war bis zum letzten Moment bei ihm.

Die Soldaten schossen auf Ziyyad. Er wurde in den Bauch getroffen und starb; die Kugeln wurden offenbar mit einem Ruger-Gewehr vom Kaliber .22 abgegeben. Drei weitere Personen wurden verletzt, zwei davon im Oberkörper. Die Militärpolizei leitete eine Ermittlung ein.

Der hebräische Artikel dramatisierte die Situation auch nicht allzu sehr, wie es in der englischen Version geschah, sondern gab nur die Fakten weiter: dass „Hunderte wütender junger Männer aus der Stadt auf den Checkpoint an der Ausfahrt zugingen und Steine warfen“.

Sternthal stellte fest, dass die Sprache die Situation gewollt zu verdrehen scheint, um mehr Wut der internationalen Leserschaft zu erzielen, ein Trick, den Ha’aretz früher schon angewandt hat, wie in diesem Artikel zum Thema aus dem Jahr 2012 demonstriert wurde.

Ha’aretz korrigierte den englischen Artikel schließlich, nachdem sie von CAMERA kontaktiert wurde.

Gideon Levy von Ha’aretz verbreitet sein antiisraelisches Gift im Ausland

CAMERA, 17. April 2015

Die israelische Tageszeitung Ha’aretz hat in Israel eine minimale Kundschaft. Nach Angaben einer kürzlich erfolgten Studie von Target Group Index (TGI) betrug die Leserschaft von Ha’aretz lediglich 5,8% des Nachrichtenmarkts. Und selbst dieser Minimalanteil ist höher als er noch letzten Sommer während der IDF-Operation Fels in der Brandung zur Beendigung des Hamas-Raketenfeuers war. Damals lagen die Zahlen noch niedriger, weil einer großen Zahl Abonnementskündigungen, die durch ein Op-Ed des Kolumnisten Gideon Levy ausgelöst waren, in dem er israelische Piloten dafür verurteilte, dass sie ihre militärischen Befehle ausführten. Die meisten Israelis erkannten Ha’aretz als das, was sie ist: eine ideologische Zeitung mit einer linksextremen Redaktionspolitik, die mehr an Interessenvertretung interessiert zu sein scheint als an objektiver Sammlung von Nachrichten.

Gideon Levy sitzt in der Redaktionsleitung und schreibt für die Zeitung eine wöchentliche Kolumne, „Twilight Zone“, sowie politische Leitartikel. Er ist in Israel als erbitterter antiisraelischer Ideologe und Aktivist bekannt, der vor kurzem verhaftet wurde, weil er IDF-Soldaten bespuckte und verfluchte, der oft Ereignisse erfindet, um seine radikale Agenda zu unterstützen. Seine Fan-Gemeinde besteht in erster Linie aus weiteren Israelhassern und Aktivisten, während Mainstream-Israelis und -Journalisten ihn als unredlichen Propagandisten ablehnen (s. z.B. „Colleague Takes Gideon Levy to Task“ und “Former Editor Marmari Speaks Out On ‘Apartheid’ Poll Scandal” sowie auch hier).

Von dem Mainstream-Medien seines eigenen Landes diskreditiert, hat Levy Interesse daran gefunden seine Giftigkeit und die Werbung für Boykotte gegen den jüdischen Staat ins Ausland zu verlegen, wo er uneingeweihtes Publikum mit unehrlichen Verleumdungen gegen Israel beeinflussen kann (s. z.B. „Haaretz’s Levy FUels Anti-Israel Distortions – In Croatia“). Er verkauft sich als heldenhaften Erzähler der Wahrheit, der „es zu seinem Auftrag gemacht“ hat, wie kürzlich ein kanadischer Interviewer ihn beschrieb, „Zeugnis vom palästinensischen Leben in den besetzten Gebieten ablegt“. Levy gibt die Verachtung seiner Landsleute für ihn zu, aber er schreibt sie nicht seinen verleumderischen Schriften Erfindungen zu. Stattdessen versucht er für sich ein Image als Whistleblower zu pflegen, der sich den Hass seiner Landsleute zuzieht, weil er angeblich die hässliche Wahrheit über sie enthüllt. Ihm wird bei dieser Aufgabe von antizionistischen und antisemitischen Organisationen geholfen und Beihilfe geleistet, dazu von Auslandsjournalisten, die nur allzu bereit sind von Israel das Schlimmste zu glauben und diesem verlogenen Ideologen eine Plattform zu bieten, von der aus er Propaganda gegen sein Land auswürgen kann.

Levy beendete gerade eine einwöchige, durch acht Städte führende Redetour quer durch Kanada, die von Canadians for Justice and Peace in the Middle East (CJMPME) gesponsert wurde – einer antiisraelischen BDS-Gruppe (Boykott, De-Investition und Sanktionen). Zu den Mitsponsoren der einzelnen Veranstaltungen gehörten antiisraelische Gruppen wie die Arab Students Association, Solidarity for Palestinian Human Rights, die Palestinian Student Association und Justice for Palestinians. Die erwähnten Gruppen sind Levys offensichtliche Verbündete und Unterstützer, die eine gemeinsame Sache haben: Israel zu diffamieren. Störender waren aber die Fakultäten an den Universitäten, die einige der lokalen Vorträge Levys mitsponserten. Dazu gehörte das Department of Near and Middle Eastern Civilizations an der University of Toronto, das Department of Political Science der University of Alberta und das Department of Writing der University of Victoria.

Levy wurde zudem in kanadischen Radiosendungen interviewt, darunter die Mike Eckford Show auf Radio CKNW in Vancouver, die am 27. März ausgestrahlt wurde, und Michel Enrights überregional ausgestrahlte Sonntagsausgabe auf CBC, dem landesweiten kanadischen Sendernetz, am 29. März. Dort verbreitete Levy weiteres antiisraelisches Gift. Seine Stimme kochte vor scheinheiliger Wut, als Levy Israel als einziges für den palästinensisch-israelischen Konflikt verantwortlich machte, palästinensischen Terrorismus rechtfertigte und zu Boykotte und Bestrafung Israels durch Mächte des Auslands drängte.

Während der Lokalradio-Moderator Mike Eckford unterwürfig Levy antiisraelische Tiraden ehrfürchtig akzeptierte, stellte Radiomoderator Enright Levy mehrere herausfordernde Fragen, die Levy geschickt umging; er schaffte es das Thema zurück zur Dämonisierung Israels zu bringen. Eckford führte Levy mit einem langen, kriecherischen Zitat aus dem angeblichen Interview des radikal antiisraelischen Journalisten Johann Hari mit Levy ein, das im Independent (London) erschien. (Wie sich herausstellte, hatte Hari vorgegeben Levy persönlich interviewt zu haben, obwohl der lediglich Teile, die ihm gefielen, aus verschiedenen Levy-Kolumnen zusammengeschnitten hatte.) Während des gesamten Interviews kroch Eckford Levy hinten rein, behandelte ihn als Helden, schmeichelte ihm, stellte ihm kriecherische Fragen und ebnete Levy den Weg Israel, seine Presse, sein Volk und seine Führungskräfte zu verunglimpfen. CBCs Michael Enright forderte Levy dagegen zu palästinensischem Terrorismus und Hetze, die BDS-Bewegung gegen Israel und Antisemitismus heraus. Levy hielt jedoch an seiner Linie fest und nutzte das landesweite Programm, um sein antiisraelisches Gift zu verbreiten.

Unten folgen einige Zitate aus den beiden Radio-Interviews, die Krampen von Levy Redetouren im Ausland verkörpern.

Gegen einen jüdischen Staat

„Mein Traum ist ein einziger Staat, ein demokratischer Staat mit gleichen Rechten für alle, mit gleichen Gesetzen für jeden, gleichberechtigte Menschen. Es klingt im Moment wie ein Traum, aber ich sehe keine andere realistische Alternative…. Ich mache mir weniger Sorgen um eine jüdische Mehrheit, weil ich an einem gerechten Ort leben will und ich glauben, dass er Charakter Israels durch das Regime geformt werden wird, nicht von seiner ethnischen Mehrheit. Er kann einfach ein binationaler Staat sein und ein sehr ungerechter jüdischer Staat…“ (CKNW)

Beschuldigung aller israelischer Führungspolitiker

„Israelische Premierminister behaupteten einer nach dem anderen, dass sie das Ziel hatten die Besatzung zu beenden, behaupteten, sie hätten das Ziel einen unabhängigen Palästinenserstaat zu ermöglichen und unternahmen gleichzeitig alles Mögliche, um diese Möglichkeiten zu verhindern…“ (CKNW)

Unterstellung israelischer Presse-Einseitigkeit

„Die Berichterstattung ist sehr, sehr einseitig, entmenschlicht die Palästinenser systematisch und sehr, sehr eingeschränkt, das Minimum des Minimums…“ (CKNW)

Rechtfertigung der Hamas-Raketenangriffe auf Zivilisten innerhalb Israels Grüner Linie

„Man sollte fragen, warum sie ihre Raketen schießen. Man sollte fragen, welche andere Möglichkeit man den in Gaza lebenden Palästinensern lässt, die im größten Gefängnis der Erde leben. Wir wollen offen sein. Wann immer sie aufhören Raketen zu schießen, vergessen die Welt und Israel sie. Sehen Sie sich das jetzt an, sie sind wieder vergessen…“ (CBC)

Verurteilung der Militäroperation Israels zum Stopp des Hamas-Raketenfeuers nach Israel

„… Hunderte wurden für nichts getötet und Hunderte Frauen und Kinder wurden für nichts getötet…“ (CKNW)

„… Hunderte palästinensischer Frauen und Kinder wurden für nichts getötet…“ (CBC)

Rechtfertigung palästinensischen Terrorismus im Allgemeinen

„Die Palästinenser besitzen keine Armee. Und ihre einziger Weg für ihre Freiheit zu kämpfen, für ihre Rechte, geht über das, was wir Terrororganisationen nennen. Leider. Welche andere Wahl haben wir ihnen gelassen?“ (CBC)

„… Wenn man das Problem lösen will, muss man sich fragen, was einen jungen Palästinenser, der nicht dazu geboren wurde zu töten, dazu bringt sein Leben zu opfern und diese furchtbaren Gräueltaten und Verbrechen gegen Zivilisten in Tel Aviv, in Jerusalem und überall zu begehen. Wenn man nicht fragt warum, wird man das niemals lösen. Und man muss fragen, warum. Und man muss zu dem Schluss kommen, dass man ihn in die Ecke drängt, in der er nichts mehr zu verlieren hat…“ (CBC)

Ausblendung palästinensischer Hassrede und Indoktrination Jugendlicher gegen Israel, um Israel zu beschuldigen

„Glauben Sie mir, mach so vielen Jahren der Berichterstattung zu den besetzten Gebieten und den Palästinensern: Da gibt es eine Mehrheit der Palästinenser, die mit Israel in Frieden leben wollen, einschließlich der jungen Menschen, wenn man einfach nur die Realität ändert. Sie hat sich in den letzten Jahren zu Schlimmeren verändert, denn diese jungen Menschen, sie brauchen nicht viel, um Israel zu hassen. Wissen Sie, es reicht ihnen mitten in der Nacht aufzuwachen und israelische Soldaten zu sehen, die ihre Eltern vor ihren Augen erniedrigen. Es reicht ihnen aus ihren Schulen zu gehen und israelische Soldaten zu sehen, die von Zeit zu Zeit einige von ihnen schlagen, auf jemanden schießen.“ (CBC)

Werbung für Wirtschaftsboykott gegen Israel

„Boykott war in Südafrika sehr effektiv, sehr effektiv… Das Regime in der Westbank und das Regime im Gazastreifen sind ein Apartheidregime. Was ist es, wenn nicht Apartheid, wenn ein Volk nichts besitzt, keine Ressourcen und keine Rechte. Und ich frage: Warum war es legitim, das mit Südafrika zu tun und warum ist es nicht legitim, das mit Israel zu tun? Glauben Sie wirklich, die Veränderung wird von alleine kommen? Ich wünschte, wir würden das nicht brauchen. Für mich als Israeli ist es sehr problematisch Boykott zu fordern, denn ich selbst boykottiere Israel nicht. Ich lebe dort. Aber ich kann Ihnen sagen, dass man Israel schütteln muss, weil Israel jemanden braucht, um es vor sich selbst zu retten.“ (CBC)

Verunglimpfung der Unterstützung der USA für Israel: Drängt die USA Israel zu bestrafen

„… Israel ist eine regionale Supermacht in der Region mit der totalen, automatischen, blinden Unterstützung der USA wie kein anderer Staat in der Welt…“ (CBC)

„Viele Male, wenn jemand die Beziehungen zwischen den USA und Israel beobachtet, kann man sich fragen, wer genau von den beiden die Supermacht ist und wer wen in die Tasche steckt. Es ist nicht sehr klar und für mich ist es ein Rätsel und ich habe nie das Geheimnis der einseitigen Beziehungen verstanden, in der Israel alles bekommt und nichts gibt und niemals amerikanischen Ersuchen zuhört und das internationale Recht ignoriert und auch viele Male amerikanischen Ratschlag. Aber Herr Netanyahu ging jedenfalls ein paar Schritte weiter als jeder andere israelische Premierminister. Ich denke, er überschritt einige rote Linien, die kein westlicher Führungspolitiker jemals zu überschreiten gewagt hätte; er mischte sich sehr brutal gegen Obama und das Weiße Haus in Washington in die amerikanische Innenpolitik ein. Und jetzt ist es an der Zeit, dass Herr Obama Rache nimmt und es scheint so, dass er das tut. Das einzige Problem damit ist: Wo war er in den letzten sechs Jahren? Ich meine, warum erst jetzt? Und wie viel kann er in seinen letzten zwei Jahren im Amt [gegen Netanyahu] unternehmen? Das ist immer noch eine offene Frage.“ (CKNW)

„Kanada ist in seinem Verhalten, das muss ich leider sagen, alles andere als ein echter, aufrichtiger Freund Israels; dass es die Besatzung unterstützt, seine Verbrechen unterstützt, die Siedlungen unterstützt, ist alles andere als Freundschaft mit Israel. Und ich denke, es ist nicht irrtümlicherweise so, dass es so viele Ähnlichkeiten zwischen dem kanadischen Premierminister Stephen Harper und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu gibt. Ich denke, sie teilen viele gleiche Werte, beide verbreiten Angst auf eine systematische Weise, um an der Macht zu überleben. Und ich denke, im Endeffekt sollte jeder sich selbst fragen, ob diese automatische und blinde Unterstützung Freundschaft ist. Würden Sie einen echten Freund automatisch und blind unterstützen? Wäre das Freundschaft? Oder würden Sie ihn kritisieren, wenn Sie das Gefühl hätten, es wäre nötig? Heute ist diese Art von Unterstützung, die Verbrechen der Besatzung unterstützt, die ignoriert, was Israel anderen antut, keine Freundschaft.“ (CBC)

Dass Levy ein bornierter Radikaler ist, der dieselben antiisraelischen Falschmeldungen wieder und wieder hinrotzt, überrascht objektive Nachrichtenkonsumenten nicht, die den palästinensisch-israelischen Konflikt verfolgen. Auslands-Publikum jedoch ist sich der extremen Einseitigkeit Levys und der Ha’aretz nicht bewusst. Levy selbst formulierte es so, als er seine Erfahrung beschrieb, in Kanada endlich Beachtung zu finden:

„Es ist wie ein Wunder. Ich bin hier wiedergeboren, denn ich bin so viel Sympathie und wohlwollende Fragen nicht gewohnt… Ich bin wirklich, wirklich bewegt und überrascht angesichts des Willkommens…“ (Radio CKNW, Mike Eckford Show, 27. März 2015)

Indem er seine schadenden Botschaft auf diese Sorte naiven Zielpublikums umleitet, schürt Levy Israel-Feindlichkeit und wirbt für Boykott und den jüdischen Staat schädigende Politik.