Jerusalem-Tag setzt Feiern fort

The Real Jerusalem Streets, 16. Mai 2017

Yom Yeruschalayim, der Jerusalem-Tag, in Yeruschalayim ist in der Regel ein besonderer Tag

Aber der Jerusalem-Tag dieses Jahr war noch besonderer, aus vielen Gründen.

Die Netta-Mania hält an. Dieses Foto wurde von einem El Al-Flugzeug für ihren Flug von der Eurovision zurück nach Israel gepostet, wo sie mit ihrem Lied „Not your toy“ gewann. Beachten Sie, dass aus „mazel tov“ (herzlichen Glückwunsch) „MAZAL TOY“ wrude. Es war eines, dass tausende in Tel Aviv kamen, um sie willkommen zu heißen, aber ich sah ein Video aus Lissabon, wo tausende zusammen mit Netta Barzalai während des Wettbewerbs mitsangen – das war etwas ganz anderes.

Wow, einfach irre.

Und dann war da die Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem in Israel. Sie wurde mit Flaggen einer militärischen Ehrengarde und einem Raum voller US-Honoratioren eröffnet.

US-Botschafter David Friedman sagte „Jerusalem in Israel“ und leitete eine live übertragene Feier mit internationaler Medienberichterstattung.

Wir müssen abwarten und sehen, ob US-Bürgern in Jerusalem in Israel geborene Babys das auch in ihre Pässe geschrieben bekommen. „Jerusalem, Jerusalem“ ist das, was bisher drin steht.

Die Feiern, Feste und Veranstaltungen mit Offiziellen für die Eröffnung der Botschaft dauern noch an.

Oh, Jerusalem.

Hier ist ein Blick auf den Ölberg am Yom Yeruschalayim von der Spitze des Davidturms aus.

Der Davidturm, am Yom Yeruschalayim ohne Eintritt geöffnet, ist ein beliebtes Ziel um Feiertage zu begehen. Schauspieler verkleideten sich als historische Personen, darunter Golda Meir.

Ben Gurion und Chaim Weizmann waren in der Nähe des Eingangs, an einem Tag für die Jungen und die nicht so Jungen.

Es kamen hunderte, um Live-Musik zu hören und vom Bürgermeister von Jerusalem begrüßt zu werden. Oh, danke, Bäckerei Berman, für die frischen und kostenlosen Süßigkeiten den ganzen Tag über.

Die Hurva-Synagoge war mit einer israelischen Flagge bedeckt. Nach dem Morgenrgen konnte man in der Ferne das Tote Meer und den Jordan sehen.

Diese Frau bekam den Preis für das beste Themen-Outfit des Tages.

Der Enthusiasmus, der Gesang und Tanz der Flaggen-Parade füllten die Agron-Straße.

Die Gruppe hielt an, um zu singen und das Schofar zu blasen, als sie auf dem Weg zur Kotel waren, der Westmauer.

Watchman Star, Erick Stakelbeck filmte am Jaffa-Tor mit dem Davidturm im Hintergrund.

Das Team war bereit und die Kamera begann zu filmen.

Als eine Gruppe junger Israelis auf das Set und in die Szene tanzte, frage ich, ob das geplant und Teil der Show war. War es nicht.

Doch statt allzu aufgebracht zu sein, machte Stakelbeck mit, lächelte und tanzte ein paar Minuten lang herum.

Einige Straßen waren für die Flaggen-Parade abgesperrt. Dieses Jahr waren die Sammelpunkte und die Route etwas anders.

Ja, es ist laut, manchmal sehr laut. Aber es ist nicht gewalttätig und nicht nur junge Männer mit zu viel Testosteron machen mit.

Familien kamen um mitzugehen und zuzusehen. Alle Altersgruppen waren auf der Straße. Junge israelische Frauen befanden sich auf einer anderen und alternativen Straße.

Anders als in den vergangenen Jahren machte nicht den ganzen Weg mit. Mit einer früheren Startzeit und dem drohenden Wetter, waren die Marschierenden    ausgeschwärmt und die Route durch die Altstadt war nicht so verstopft wie in der Vergangenheit. Busse aus dem ganzen Land kamen den ganzen Nachmittag über an.

Zehntausende beendeten den Marsch an der Kotel, der Westmauer, am Ende des Tages, als die Sonne unterging. Gesang und Tanz füllten den Platz und strömten über.

Mit all dem im Gang waren junge arabische Frauen in der Mamilla Mall einkaufen.

Zwei arabische Frauen saßen im Café Aroma in der Mamilla.

Die gewalttätigen Proteste entlang der südlichen Grenze des Gazastreifens waren erschütternd und für den Nakba-Tag gibt es Berichte neuer Gewalt.

Das Leben mag nicht wie eine Schüssel Kirschen sein. Aber frische Kirschen werden im Schuk, dem Machane Yehuda-Markt aufgetürmt.

In Bereichen, die von 1948 bis 1967 unter jordanischer Besatzung standen, in die Juden nicht gingen, gab es am Yom Yeruschalayim Feiern und Tanz auf diesen Straßen.

Es waren so viele weitere lokale und öffentliche Feiern, dass ich sie nicht alle anführen kann. Der Tag endete mit Preisen, mehr Musik und Feuerwerk nachts am Davidturm.

Die Botschaft von Guatemala wird eröffnet und der Monat Ramadan beginnt.

Es geschieht viel auf den Straßen Jerusalems.

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Die Qualitätsmedien und ihre Verblödung

… zeigen sich am heutigen Jerusalemtag mal wieder in vollem Ausmaß.

„Israel feiert Geburtstag“, behauptet das ZDF in seiner Nachrichtensendung von 17 Uhr. Das ist Qualitätsjournalismus!

Liebes ZDF, nur weil heute der 14. Mai 2018 nach dem westlichen/christlichen Kalender ist und David Ben-Gurion nach unserem Kalender vor 70 Jahren den Staat Israel ausrief, heißt das noch lange nicht, dass in Israel heute die Staatsgründung gefeiert wurde. Wurde es nämlich nicht. Das entsprechende Datum im hebräischen Kalender, der für Israel maßgeblich ist, war der Jahrestag der Staatsgründung samt entsprechenden Feiern schon vor fast einem Monat – am 19. April (unser Kalender), im hebräischen Kalender der 4. Ijar.

Diese Feiern hat das ZDF wohl verpasst. Und nicht nur das ZDF. Die anderen Sender, die ich heute angesehen habe, verbreiteten denselben Unsinn.

Ja, Israel hat heute gefeiert. Nicht (nur) wegen des Umzugs der US-Botschaft, sondern auch den JERUSALEM-TAG (Yom Yeruschalayim) – der Tag der Wiedervereinigung im Sechstagekrieg 1967. Natürlich auch gemäß des hebräischen Kalenders.

Aber DAS will man lieber nicht verbreiten. Das könnte peinlich sein – wo sich doch alles um Jerusalem dreht, was die Themen des Tages sind. US-Botschaft in Jerusalem, Boykott der Eröffnung durch europäische Diplomaten, Jerusalem darf nicht Israel gehören…

Ist das wirklich Ahnungslosigkeit? Nicht gewusst, was tatsächlich ist? Oder geht das weiter und die Herren und Damen Qualitätsjournalisten hier vielleicht sogar bewusst fehlberichtet? Sollte da doch System dahinter stecken? Eine Desinformationskampagne?

Wie auch immer. Heute haben die Qualitätsmedien sich mal wieder als Windbeutel erwiesen, die nicht in der Lage sind ihrer Aufgabe – Berichterstattung/Information – nicht nachzukommen.

Dem schloss sich übrigens Sat1 spätestens in den Nachrichten um 19.55 Uhr an: Die Gaza-Unruhen sind von der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ausgelöst – als hätte es nicht seit Wochen die gewalttätigen Angriffe auf den Gaza-Zaun gegeben.

Was übrigens ZDF und Sat1 gemein haben: Araber „haben angeblich“ versucht den Grenzzaun zu zerstören. Als gäbe es nicht die Belege dafür – auch schon aus den vergangenen Wochen.

Haben diese Sprachrohre eigentlich wirklich keine Ahnung, welchen Schwachsinn sie hier von sich geben? Wie bruchstückhaft sie hier „Informationen“ weitergeben?

Sie behaupten weiter, die Provokationen gingen von Israel aus. Dass die Araber nur reagieren.

Sie propagieren weiter die alten Rezepte, die ihnen seit Jahrzehnten um die Ohren fliegen. Und erfüllen damit Einsteins Definition von Wahnsinn: Immer das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Jerusalem-Tag 50 Yom Yeruschalayim

The Real Jerusalem Streets, 24. Mai 2017

Yom Yeruschalayim, der Jerusalem-Tag,
begann dieses Jahr früh.
mit der offiziellen Eröffnungsextravaganz am Sonntagabend.

Die Vorbereitungen für die großen Veranstaltungen
nahe des Jaffa-Tors und den Mauern der Altstadt waren umfangreich.

Nicht nr ein Präsidentenbesuch erfordert besondere Sicherheitsvorkehrungen.

In Sichtweite der Stände im Garten des Teddy Park

wurde vor dem Beginn der Reden und der Show
ein spontanes Ma’ariv Minyan abgehalten.

Die Lichter und die Musik

und die Reden wurden für Zehntausende, die sich auf den Straßen
versammelt hatten um zuzusehen, auf die Mauern projiziert.

Lichter

veränderten sich mit jedem Lied

und das Feuerwerk

endete damit, dass Drohnen „Jerusalem“ an den Himmel schrieben.

Die exklusivste Sicht hatte man von Bet Schmuel,

aber die Menschenmengen, die auf den Straßen in der Umgebung standen,
würdigten die Klänge und die Lichter hörbar mehr.

Das war einen Veranstaltung, in der Fotos die Momente nicht einfangen konnten.

Hören Sie sich eines der Lieder an, um eine Vorstellung davon zu bekommen,
was Sie verpasst haben.

Und jetzt weiter, um mehr Feiern des Yom Yeruschalayim zu sehen,
während Flaggen, Gesang und Tanz die Straßen von Jerusalem füllen.

Lieblingsbilder vom Jerusalemtag Yom Yeruschalayim

The Real Jerusalem Streets, 5. Juni 2016

Yom Yeruschalayim,
der Jerusalem-Tag ist für uns in Jerusalem (Israel) kein gewöhnlicher Tag.

Besondere Feiertagsplakate mit israelischen Flaggen hingen überall.
Einige Straße waren von Flaggen

und Jerusalem-Bannern gesäumt.
Die sind jetzt wieder weg, aber

das Blumenbeet nahe der Marcus-Straße sah wie eine Flagge aus.

Neben Flaggen

ehrten Poster Soldaten, die in der Reserve dienen.

Sie wurden entlang einiger Hauptstraßen aufgehängt.

Der Erinnerungstag Yom Yeruschalayim
gilt dem militärischen Sieg von 1967.

Von 1948 bis 1967
stand Jerusalem unter jordanischer Herrschaft.
Der Zugang zur Altstadt und dem Tempelberg
und der Kotel, der Westmauer, wurde Juden verweigert.

Alle Schulen haben Programme, mit denen
die wunderbare Befreiung Jerusalems gefeiert wird.

Das Programm, an dem wir im Viertel Mekor Chaim teilnahmen,
betonte nicht den militärischen Sieg,
sondern die Verbindung des jüdischen Volks
zu Jerusalem durch die Geschichte hindurch.

Am Jerusalemtag
ist der Davidturm für das allgemeinePublikum geöffnet.

Live-Musik grüßte die Bürger Jerusalem.
Dieses Jahr war es richtig heiß.

Sicherheitsbeamte versuchten sich abzukühlen, indem sie sich vor Ventilatoren stellten,
bevor Bürgermeister Nir Barkats Fans kamen,

um für Fotos mit dem Bürgermeister und seiner Frau Beverly zu posieren.

Doch das größte jährliche Ereignis am Yom Yeruschalayim
ist die Flaggen-Prozession mit dem Flaggentanz; dieser wird Rikudegalim genannt.

Die Menge, die auf der King George Street tanzte,

schien dieses Jahr kleiner zu sein.
Vielleicht war es die Hitze
oder die Leute waren von dem irreführenden Medienhype abgeschreckt;
andere waren bei anderen Programmen.

Die mobile Bücherei in Gan Ha’atzmaut,
dem Unabhängigkeitspark, war nicht belebt.

In blau und weiß gekleidete alte Freunde zu treffen
ist immer ein Lieblingsereignis am Jerusalem-Tag.

Die Jungs mit den Israelflaggen vor dem Heichal Schlomo
waren so laut wie immer und ließen sich vom Wetter nicht bremsen.

Sicherheitsvorkehrungen waren offensichtlich und überall vorhanden.
Hunderte junger Leute in gelben Westen,

halfen dabei die Menge unter Kontrolle zu halten.

Die Medien warteten am Damaskustor auf Zoff

und waren sichtlich gelangweilt von der gewaltfreien Veranstaltung.

Auch der Chef der israelischen Polizei war dort.

Mit den marschierenden Jungs für ein Foto zu posieren
war keine Schlagzeile wert.

Um selbst zu sehen, was sich tatsächlich abspielte,
ging ich die gesamte Route der Parade ab.
Oh, sie waren laut, sangen Sachen wie
Am Yisrael Chai und Ivdu Et HaSchem Be’Simcha.

Ein junger Mann versuchte mit jedem,
an dem er vorbei kam, Hände zu schütteln
und Danke zu sagen.

Dieses kleine Mädchen hatte die perfekte Aussicht,
aber ich habe keine Vorstellung davon, was sie dachte.

Die Menge kam weiter und weiter,
es wurde spät und ich wurde müde.

Zehntausende Menschen waren den ganzen Tag über
auf den Straßen von Jerusalem in Israel.

Es gab keine Gewalt.

Es gab Tanz im antiken römischen Cardo.

Vor 50 Jahren hätte man sich nicht vorstellen können, dass
Juden in der Altstadt singen und tanzen.

Als ich nach Hause ging, kamen sie immer noch.
Bands spielten bis in die späte Nacht
an vielen Orten überall ein Jerusalem Musik,
aber niemand konnte sie alle sehen.

Wenn sie mehr vom Yom Yeruschalayim sehen möchten:
HIER sind die Facebook-Fotos.

Jerusalem-Tag 2016

von Arye Shalicar:

Heute, vor genau 49 Jahren begann der 6-Tage-Krieg. Der Name kommt daher, da der Krieg 6 Tage anhielt und am Ende das kleine, gerade mal 19 Jahre junge Israel, als Sieger hervorging gegen seine Widersacher, in erster Linie Ägypten, Syrien und Jordanien.
Dieselben Widersacher gehörten auch 1947/48 zu einer Anzahl Ländern, die alles daran setzten, das neu gegründete Israel basierend auf dem Teilungsplan der UNO im November 47, zu vernichten und die „Juden ins Meer zu treiben“. Jedoch wie im Jahre 1967 ohne Erfolg.
Ein dritter und letzter Anlauf im Jahr 1973 brachte den arabischen Nachbarn Israels wiederum nichts außer eine erneute Niederlage und unnötiges Blutvergießen.
Seitdem hat sich einiges verändert.
Mit Ägypten und Jordanien hat Israel mittlerweile seit vielen Jahren gute Beziehungen und insbesondere in Sicherheitsangelegenheiten einen guten Austausch. Syrien versinkt im Bürgerkrieg mit knapp 500.000 Toten in den letzten 5 Jahren und schätzungsweise 7 Millionen Flüchtlingen, die insbesondere in Jordanien, Libanon und der Türkei in Flüchtlingslagern leben, sowie in Europa.
Eine Anzahl an Terrororganisationen, unter anderem Hisbollah, Hamas, Al Qaeda, ISIS, haben Gebiete unter ihrer Kontrolle größer als manch Bundesland, mit einem größeren Waffenarsenal als einige europäische Länder und werden im Nahost-Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten von den Größmächten in der islamischen Welt aufeinander gehetzt. So bekämpfen sich Muslime in Syrien, Irak, Libanon, Jemen, Bahrein, Gaza und in einem Dutzend anderer Länder.
Und was ist mit Israel?
Israel steht fest wie ein Fels in der Brandung und wartet auf ein wenig mehr Ruhe in dieser aggressiven Nachbarschaft, um dann hoffentlich auch in der Lage zu sein anderen Ländern und Völkern im Nahen Osten näher zu kommen.
Heute vor 49 Jahren standen wir vielen Gefahren gegenüber. Auch heute werden wir an fast allen Grenzen herausgefordert und müssen wachsam bleiben.
Obwohl sich einiges verändert hat, hat sich eine grundlegende Sache nicht verändert. Es gibt weiterhin Länder und Organisationen um uns herum, die auch nach fast 70 Jahren der Unabhängigkeit Israels, und knapp einem halben Jahrhundert nach dem 6-Tage-Krieg, weiterhin das Ziel verfolgen, uns bis auf den letzten Juden aus unserer Heimat zu vertreiben.
Das hat 1948 nicht funktioniert.
Das hat 1967 nicht klappen sollen.
Und es wird auch weder in naher noch ferner Zukunft dazu kommen, dass Israel und allen voran die IDF in einem Konflikt sich eine Niederlage erlauben können.
Uns bleibt somit nichts anderes übrig als uns weiterhin für einen Schlagaustausch vorzubereiten, mit der tiefen Hoffnung, dass bestimmte Nachbarn endlich aus der Vergangenheit lernen werden und sich gegen Krieg und für Frieden mit Israel entscheiden werden.

Euer Arye

Ein Video zum Krieg der Wunder (in Englisch):

Und eines von der Kotel – der „Flaggentanz“ zum  Jerusalem-Tag (auch wenn kaum welche wirklich tanzen, weil der Platz dafür nicht vorhanden ist):