Frauen und Kinder: Kollateralschäden des Jihad

Raymond Ibrahim, 4. März 2021

„Jihad ist in erster Linie ein Mittel zur Selbstverteidigung – und selbst dann ist das Töten von Kindern, Frauen und den Gebrechlichen zusammen mit mutwilliger Zerstörung von Besitz und Tieren selbst in einem legitimen Krieg verboten.“ Das behauptet der islamische Gelehrte und ehemalige Präsident der Malediven (1978 bis 2008) Abdul Gayoom: „Die Definition und der Zweck des Jihad ist von westlichen Medien und allgemeiner Ignoranz sowie Vorurteilen gegen Muslimen verleumdet worden.“

Was soll man dann mit der Tatsache anfangen, dass Muslime selbst – weder „westlichen Medien“ noch „Vorurteile gegen Muslime“ – gewohnheitsmäßig auf dem Gegenteil bestehen? Anfang des Monats zum Beispiel

behauptete einer der drei radikalislamistischen Extremisten, die planten ein Wohngebäude in Paris zu sprengen, Babys zu töten sei gemäß dem islamischen Prophet gerechtfertigt. Aymen B., einer der drei Verschwörer (die anderen waren Sami B. und ein weiterer Mann namens Amine A.), schrieb, dass der Prophet Mohammed Jihadisten autorisierte „den Feind bei Nacht anzugreifen, was das Risiko birgt Babys und Kinder zu töten“.

Obwohl die von ihnen gelegte Bombe entdeckt und neutralisiert wurde, war sie Berichten zufolge „stark genug, dass sie, wäre sie explodiert, das Gebäude zerrissen hätte“, was viele getötet hätte, einschließlich Familien und Kindern in 29 Wohnungen.

Was die Frage des Tötens von Babys und Kindern – in der Tat jeden, der im Islam als möglicherweise unschuldig betrachtet wird – angeht, so ist sie bereits vom Cheftheoretiker des Jihad, Al-Qaida-Führer Ayman Zawahiri, in seinem Abhandlung „Jihad, Märtyrer und das Töten von Unschuldigen“ (erstmals 2007 in The Al-Qaida Reader, S. 137-171 übersetzt und veröffentlicht) genau untersucht und beantwortet worden. Was seinen Bericht so besonders nützlich macht, ist, dass er weder die Worte der „westlichen Medien“ noch die Worte der angeblich fehlgeleiteten muslimischen Jugend beinhaltet, sondern die einzigen Worte, die wichtig sind, wenn es darum geht zu bestimmen, was im Islam erlaubt ist und was nicht: diejenigen Allahs (im Koran), seines Propheten Mohammed (im Hadith), des Konsens der ulema (ijma‘) und die Verwendung analogischer Schlussfolgerungen (qiyas).

Zawahiri beginnt mit der Fragestellung:

Unter die Ungläubigen gemischt, gegen die die Mudschaheddin im Krieg vorgehen, befinden sich diejenigen, die zu töten nicht erlaubt ist – also Muslime, Dhimmis, Frauen und Kinder und so weiter. Muss deshalb der Jihad, der unser Auftrag ist, aufgegeben werden, um ihr Blut zu schützen, oder ist die – versehentliche oder absichtliche – Tötung eines von ihnen angesichts der höchsten Güter vergeben, die mit dem Führen des Jihad gegen die Ungläubigen, den Feinden Allahs, des Höchsten, verwirklicht wird?

Nachdem er die verschiedenen Denkschulen durchgeht, reduziert Zawahiri sie auf drei Hauptansichten:

Die erste Ansicht: völliges Verbot … Die zweite Ansicht: totale Legitimierung mit Blutgeld und Wiedergutmachung [als Preis]… Die dritte Ansicht: Es ist erlaubt die Götzendiener zu beschießen, selbst wenn Muslime und die, die nicht getötet werden sollen, miteinander vermischt sind, solange es für die Muslime die Notwendigkeit oder Verpflichtung gibt das zu tun oder wenn sie nicht zu treffen zu einer Verzögerung des Jihad führt. Was Blutgeld und Wiedergutmachung angeht, so wird über diese individuell geurteilt. Diese [dritte] Ansicht ist diejenige, an der wir festhalten, das heißt erlaubter Beschuss um den Jihad voranzutreiben und niemals Verzögerung zu bewirken.

Damit präsentiert Zawahiri Al-Qaida als den „Mittelweg“ einschlagend. Immerhin gibt es reichlich Präzedenzfälle, die die zweite Ansicht – praktisch ungestraften Beschuss Ungläubiger, selbst wenn Unschuldige unter sie gemischt sind – bestätigen. Er zitiert al-Awza’i (707 – 774), den Gründer der frühesten islamischen Rechtsschule, einer madhlab:

Die Biografen berichten, dass der Prophet die Einwohner von Ta’if belagerte [630] und mit Katapulten auf sie schoss, trotz seines Verbots Frauen und Kinder zu töten. Er machte das im vollen Bewusstsein, dass Frauen und Kinder getroffen werden würden, denn es war nicht möglich sie zu unterscheiden. Das demonstriert, wenn Muslime im Krieg mit Leuten gemischt waren, es dennoch erlaubt war auf sie zu schießen, solange die beabsichtigten Ziele die Götzendiener waren. Bei einer anderen Gelegenheit wurde der Prophet gefragt, ob es erlaubt war die Götzendiener im Dunkeln anzugreifen, wenn dies dazu führt, dass ihre Frauen und Kinder getroffen werden. Er [Mohammed] antwortete: „Sie [Frauen und Kinder] gehören zu ihnen [den Ungläubigen].“ Er befahl auch immer, wenn diejenigen, die seine Armeen angreifen wollten, zustimmten zu beten [d.h. den Islam annahmen], dann sollten sie in Ruhe gelassen werden, wenn aber nicht, dann mussten sie angegriffen werden. Das ist der Kurs, dem die rechtschaffenen Kalifen [während der arabischen Eroberung Persiens, Ägyptens und Syriens ca. 632 bis 661] folgten. Und es ist bekannt, dass wer immer einem solchen Kurs folgt, Ungläubige beschießt, zwangsläufig ihre Frauen und Kinder trifft, die zu töten ansonsten verboten ist. Dasselbe gilt, wenn sich unter ihnen Muslime befinden. Es ist vorgeschrieben, dass dies [die Möglichkeit Frauen, Kinder und Muslime zu treffen] nicht von einem Angriff auf sie, vom Schießen von Pfeilen und der Nutzung anderer Waffen abhält – selbst wenn man fürchtet einen Muslim zu treffen. … Er sollte niemals seine Pflicht aufgeben, weil irgendwelche Muslime versehentlich, nicht absichtlich, getötet werden könnten. Wer immer stirbt, befindet sich in den Händen Allahs und wir vertrauen darauf, dass er ein Märtyrer ist. [Hervorhebungen hinzugefügt]

Darüber hinaus betont Zawahiri seine gesamte Abhandlung hindurch wiederholt, dass die Diskussionen der ulema dazu, ob das Leben von Mitmuslimen, Frauen und Kindern den Jihad verhindern sollte, immer im Zusammenhang mit offensivem Jihad stattfanden – der vorrangigen Erscheinungsform des Jihad die gesamte Geschichte hindurch, wenn Muslime in nichtmuslimisches Territorium eindrangen, aus keinem anderen „dringenden Grund“ als zu erobern, zu plündern und zu unterwerfen. In einem defensiven Jihad jedoch, den Al-Qaida und selbst der Islamische Staat zu führen behaupten, und wo der Islam selbst als von der „Kreuzritter-Zionisten“-Allianz angegriffen wahrgenommen wird, verblassen all diese Fragen in den Hintergrund von Muslimen, die auf jede erdenkliche Weise kämpfen. So schrieb selbst der herausragende „Scheik des Islam“ Ibn Taymiyya (1263 bis 1328):

Defensiver Krieg ist die entscheidendste Form der Kriegsführung, weil wir einen Eindringling von unseren Heiligtümern und Religion abwehren. Er ist eine einhellig akzeptierte Pflicht. Dem Glauben zufolge gibt es keine höhere Pflicht als den eindringenden Feind zurückzuschlagen, der den Glauben und die Welt korrumpiert. Es gibt dafür weder Regeln noch Abmachungen; er muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vertrieben werden. Unsere fachkundige ulema und andere stimmen darin überein. Es ist unerlässlich zwischen dem Zurückschlagen der eindringenden, unterdrückerischen Ungläubigen [defensiver Jihad] und ihn bis in sein eigenes Land zu verfolgen [offensiver Jihad] zu unterscheiden. …Auf Grundlage des Konsenses der ulema sind die Muslime, die versehentlich getötet werden, Märtyrer und der verpflichtende Jihad sollte nie aufgegeben werden, weil er Märtyrer schafft. [Hervorhebung hinzugefügt]

Zawahiri schließt:

Was die dubiosen Leute angeht, die sagen, der Jihad sollte wegen gewisser Unklarheiten [dem Töten unschuldiger Zivilisten] erst einmal aufgegeben werden, so lasst sie wissen, dass den Glauben zu verlieren ein viel größerer Schaden ist als Geld oder Leben einzubüßen. Darüber hinaus sehen wir, dass die ‚Unklarheiten‘, von denen sie reden, angesichts dessen, was wir hier sorgfältig dargelegt haben, keinen Wert haben – besonders die Tatsache, dass das, was die Mudschaheddin in vielen Ländern unternehmen mit defensivem, nicht mit offensivem Jihad zu tun hat.

So sieht die islamische Standardsicht dazu aus, wann und warum der Jihad geführt werden sollte – und wer getötet werden darf und wer nicht. Vielleicht lautet die Erkenntnis aus all dem: Solange Muslime sich als in der Verteidigung befindlich betrachten und/oder darstellen – und die meisten Muslime, ob nun „moderat“ oder „radikal“, betrachten die muslimische Welt als in der Defensive, einschließlich der jungen Muslime, die planten in Paris ein Gebäude zu sprengen und selbst die meisten Mitglieder des Islamischen Staates und praktisch jede andere Terrororganisation – wird im Jihad alles erlaubt sein.

Warum muslimische Soldaten ihre christlichen Kameraden töten

Raymond Ibrahim, 24. März 2021

Muslimische Soldaten töten ihre christlichen Waffenkameraden – offenbar, weil letztere als „Ungläubige“ bereits der Feind sind. In jüngster Zeit stahl ein muslimischer Oberst in Nigeria Waffen aus einem Arsenal und beschuldigte dann die 12 diensthabenden Soldaten des Diebstahls. Sechs der 12 Soldaten – alles Christen – wurden dann hingerichtet. Ein mit dem Fall vertrauten Anwalt gibt an:

Die heutige [nigerianische] Regierung verabscheut das Christentum … Diese Regierung handelt mit Hilfe einer ethnischen Agenda gegen die [christliche] Igbo-Bevölkerung … Das ist in der Armee nie praktiziert worden. Die Dinge wurden in dem Moment geändert, als die aktuelle Regierung [von Muhammadu Buhari] an die Macht kam. Es laufen Dinge, die es vorher nicht gab. Da geht es nicht nur um die sechs Soldaten… Selbst in den Sicherheitskräften werden Christen ins Visier genommen.

Ein Bericht vom 4. Februar legt genauer dar:

Viele Nigerianer glauben heute, die Armee kämpfe für den Islam, nicht Nigeria… Im vorwiegend christlichen Süden des Landes nennen die Leute sie ‚Boko Harams Armee‘. Muslime haben alle der wichtigsten Führungspositionen inne. Die fehlenden Maßnahmen der Armee zum Schutz von Christen kommt direkt von ihren Führern in der Regierung… Wenn Gruppen in von radikalen Islamisten kontrollierte Gebiete gehen, um nigerianische Christen zu verteidigen, befiehlt die Regierung ihnen sich zurückzuziehen. Dann schießen ihnen islamistische Rebellen in den Rücken.

Das Phänomen muslimischer Militärs, die ihre christlichen Gegenüber ermorden – und damit davon kommen – ist nicht auf Nigeria beschränkt. 2018 wurde zum Beispiel Matthew Samir Habib, ein 22-jähriger Christ im ägyptischen Militär, einfach deswegen getötet, weil er Christ war. Er war der letzte von rund 10 christlichen Soldaten in Ägypten, die in separaten Vorfällen im Verlauf der Jahre von muslimischen Soldaten wegen ihres Glaubens getötet wurden.

In praktisch allen dieser Fälle folgt ein gleiches Muster: Trotz aller anders lautender Beweise (wie körperlichen Schrammen auf dem gesamten Körper der Erschlagenen) bestehen Offizielle des Militärs darauf, dass – wegen irgendeines plötzlichen und unerklärlichen Depressionsanfalls – all diese Christen angeblich „Selbstmord“ begingen. Derweil bestehen die Familien der toten christlichen Soldaten und die ihnen am nächsten Stehenden darauf, dass ihre erschlagenen Söhne und Brüder glücklich und gesund waren, dass sie folgsame Christen waren und dass es Belege gibt, dass sie von ihren muslimischen „Waffenbrüdern“ wegen ihres offenkundigen Christseins verfolgt wurden.

Beim erwähnten Fall des Matthew Habib zum Beispiel wurde der ermordete Christ von zwei Schüssen getroffen – und die Behörden bleiben immer noch dabei, es sei Selbstmord. (Klicken Sie hier, um weitere Beispiele für bizarre Gründe sehen, die von Militärbehörden für die Tode angeführt werden, die allesamt von den christlichen Familien der Opfer bestritten werden.)

Warum diese Christen getötet werden, ist nicht schwer zu begreifen. Für viele Muslime in Ägypten, Nigeria und andernorts ist Krieg synonym mit Jihad – und es tut nicht viel für die Moral unten stehende Ungläubige zu haben, die selbst Hauptziele des Jihad sind, aber an der Seite der Jihad Praktizierenden kämpfen.

Diese modernen Tötungen werfen weiteres Licht auf einen eher theoretischen – oder vielmehr theologischen – Punkt. Eine der Klammern des islamischen Reinwaschens ist die Behauptung, dass Jizya – das Erpressergeld, das Juden und Christen zu zahlen hatten/haben (Sure 9,29) – sie sogar „für muslimischen Schutz vor Aggression von außen berechtigte und vom Militärdienst befreite“, um John Esposito von der Georgetown University zu zitieren.

Nach dieser weitverbreiteten Logik forderten muslimische Invasoren nicht, dass die eroberten nichtmuslimischen Bevölkerungen ihr Leben mit Geld freikaufen – so erklären es praktisch alle muslimischen Juristen und Historiker – sondern waren so freundlich ihren ungläubigen Untertanen gegen eine kleine Gebühr „Schutz“ und Befreiung vom Militärdienst anzubieten.

Allerdings, und wie die Tötung christlicher Soldaten heutzutage deutlich machen, waren Christen und Juden nicht vom Militärdienst „ausgenommen, weil sie den Jizya-Tribut bezahlten, sondern weil sie als eroberte Ungläubige selbst der Feind waren und abgesondert und unterworfen zu bleiben hatten – wozu christliche Minderheiten in muslimischen Staaten bis heute tendieren. (Als ein Beispiel wird Anträgen Kirchen zu eröffnen oder zu renovieren immer mit Massengewalt und Unruhen begegnet, oft ermöglicht, wenn nicht sogar angezettelt durch örtliche muslimische Obrigkeiten: als Ungläubigen ist Christen nicht gestattet Gotteshäuser zu bauen oder zu renovieren, die offen die Lehren Mohammeds bestreiten.)

Apologeten wie Esposito stellen die Fakten auf eine andere wichtige Weise auf den Kopf: Während die Zahlung der Jizya den eroberten Ungläubigen tatsächlich (eine Art) „Schutz“ kaufte, erfolgte dieser Schutz nicht gegen feindliche Kräfte von außen, sondern gegen feindliche Kräfte von innen – heißt, Muslime selbst: Scharia-Handbücher machen deutlich, dass das Versäumen der Zahlung der Jizya das Leben der Dhimmis verwirkt.

Schließlich und als würde all das oben nicht ausreichen, verlangte der Koran selbst, dass eroberte Nichtmuslime „die Jizya bereitwillig geben, während sie gedemütigt werden“ (Sure 9,29) beseitigt jegliche Behauptung, dass die Zahlung der Jizya eine reine Geschäftstransaktion ist, die die Befreiung vom Militärdienst rechtfertigt, sondern dass es sich um eine rituelle Zuschaustellung islamischer Dominanz über Ungläubige ist.

Von hier aus könnte man auch anfangen die Wurzeln eines damit verbundenen Phänomens zu verstehen: Muslimische Soldaten, die im US-Militär nichtmuslimische Soldaten als Vorführung der Loyalität gegenüber dem Islam töten.

Kirche des Muslimtöter-Heiligen im Visier des Jihad

Raymond Ibrahim, 22. März 2021

Die Kathedrale von Santiago de Compostela in Spanien

Das Jahr 2021 könnte ein besonders „gefährliches“ Jahr für Spanien sein – dank Terroristen des Islamischen Staats, die über Europa als Migranten mit „Anweisungen“ kommen, um unter anderem Kirchen in Spanien anzugreifen. Ein Bericht hebt mehrere Beispiele hervor, die eine Steigerung der Terroraktivitäten andeutet; es wird hinzugefügt: „Die Tatsache, dass wir in einer Pandemie stecken, scheint die jihadistische Bedrohung nicht aufzuhalten.“

Eine der jüngeren Bedrohungen betrifft Santiago de Compostela, einen christlichen Schrein in Galizien, in der Nordwestecke der Halbinsel. Mehrere Botschaften unter muslimischen Migranten, die ihn als potenzielles Ziel erwähnen, sind abgefangen worden, was den Pilgerort in Alarmzustand versetzte; es wurden scharfe Einschränkungen für Besucher aus dem Ausland aus Hotspot-Staaten wie Syrien, Libyen, dem Irak und Afghanistan getroffen.

Dass muslimische Terroristen sich besonders auf Santiago de Compostela konzentrieren, überrascht nicht. Es ist nicht nur einer der wichtigsten christlichen Pilgerorte – und schon daher ein ideales Ziel für den Jihad – sondern der Schrein (heute Kathedrale) spielt eine sehr bedeutende Rolle in den historischen Kriegen zwischen Christen und Muslimen in Spanien.

Sogar der Heilige, nach dem sie benannt ist und dessen Leiche dort ruhen soll, Jakobus der Große (Sohn des Zebedäus) spielt in den Kriegen dieser Zeiten eine Rolle, weil weithin von ihm geglaubt wird, dass er auf einem schneeweißen Streitross aufgetaucht sei und in der Schlacht von Clavijo im Jahr 844 tausende Muslime getötet habe. Deshalb ist Spaniens Nationalheiliger Jahrhunderte lang besser als Santiago Matamoros bekannt gewesen – also „der Heilige Jakobus, der Maurentöter“ („Maure“ war praktisch synonym mit „Muslim“).

Kein Wunder, dass Muslime in der Vergangenheit wie in der Gegenwart Matamoros und seinen Schrein angegriffen haben. Einer der bemerkenswertesten Angriffe fand vor über tausend Jahren statt, im Jahr 997. Damals führte Mohammed bin Abi Amir, der als „Almanzor“ – der Siegreiche –bekannt war, einen Koran mitführend, „über dem er endlos meditierte“, einen großen Jihad gegen die Christen im Norden Spaniens an. Er plünderte, verbrannte und terrorisierte die Region – zerstörte die Kirchen, so dass „keine Spur übrig blieb“ – und massakrierte oder versklavte rituell zehntausende Christen. Schließlich erreichte und plünderte er Santiago de Compostela im äußersten nordwestlichen Quadranten. Weil Almanzor einen „besonderen Groll gegen diesen kämpfenden Heiligen“ hegte, zerstörte er dessen Schrein; seine Ikonen, Statuen und Kreuze wurden „gestürzt und verstümmelt“; und die Kirchenglocken von Compostela wurden beschlagnahmt und auf den Rücken versklavter Christen zur Großen Moschee von Cordoba getragen, wo man sie umformte und als Lampen nutzte, mit denen das muslimische Gotteshaus beleuchtet wurde.

Gemälde des Heiligen Jakob, des Maurentöters, aus dem 17. Jahrhundert

Vor Almanzors Ankunft versteckten die den Schrein behütenden Mönche die Gebeine des heiligen „Maurentöters“; sie wurden zurückgebracht und das Gebäude wieder aufgebaut. Darüber hinaus ging der Angriff nach hinten los; „Nachrichten der Schändung des Heiligtums waren weit davon entfernt Angst und Schrecken auszulösen oder Unzufriedenheit zu verursachen, sondern weckte außergewöhnliche Entrüstung und erneuerte Leidenschaft. Die Sache des Apostels Jakobus wurde ein Fall für die gesamte Christenheit.“ Bald darauf wurde die Reconquista mit voller Kraft begonnen. Fast 240 Jahre später – heißt: 240 Jahre grausamer Kriege zwischen Christen und Muslimen – eroberten die Christen unter Ferdinand III. von Kastilien (regierte 1217 – 1252) Cordoba, das Jahrhunderte lang die Hauptstadt des muslimischen Spanien war.

Die Stadt „wurde von allem Schmutz des Mohammed gereinigt“, schreibt ein zeitgenössischer Chronist; seine Große Moschee, die Jahrhunderte früher „mit dem Material auf den Köpfen christlicher Gefangener nach Cordoba gebrachter zerstörter Kirchen gebaut wurde, womit die wahre Religion verherrlicht und der Polytheismus zertrampelt wurde“ – wie ein muslimischer Historiker einst prahlte – wurde wieder als Kirche geweiht. Dann „befahl Ferdinand, dass das Kreuz auf den Hauptturm [Minarett] gesetzt wird, wo bis dahin der Name des falschen Mohammed angerufen und gepriesen worden war“, fährt der spanische Chronist fort. Der Anblick des auf von einer Kirche zu einer Moschee und wieder zu einer Kirche gemachten Kreuzes „verursachte Verwirrung und unbeschreibliches Klagen unter den Sarazenen und, im Gegensatz dazu, unbeschreibliche Freude bei den Christen“.

Schließlich fand Ferdinand – „bei den Muslimen als „der Tyrann, der Verfluchte“ bekannt – die Glocken des Heiligen Jakobus und brachte sie auf den Rücken muslimischer Gefangener zurück zu seinem Heiligtum in Compostela, wo sie bis heute verbleiben.

Während ein Großteil dieser Geschichte im Westen beinahe vergessen ist, stellen heutige Muslime mit der Fixierung auf die Lancierung eines Terroranschlags auf den Schrein des Muslimtöters sicher, dass das Kontinuum zwischen Vergangenheit und Gegenwart gesund und munter bleibt. Immerhin, und wie Bernard Lewis einst erklärte, „haben die meisten Muslime, anders als die meisten Amerikaner, ein intensives historisches Bewusstsein und betrachten die aktuellen Ereignisse mit einer weit tieferen und breiteren Perspektive, als wir das normalerweise tun“. Und sie handeln entsprechend.

Historische Zitate in diesem Artikel sind dem Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West entnommen.

In die Nichtexistenz weggeschnippelt: Armenien vom Islam umringt

Raymond Ibrahim,19.November 2020

Die Ruinen von Ani, Armeniens Hauptstadt, die früher als „Stadt der 1001 Kirchen“ bekannt war.

Vor kurzem wurde „Frieden“ zwischen Armenien und Aserbaidschan erzielt, die fast zwei Monate lang gegeneinander kämpften, nachdem der christliche Staat zustimmte sein angestammtes Land in Artsakh seinem muslimischen Nachbarn zu überlassen.

Von einem temporären und kurzsichtigen Standpunkt aus mag eine solche Regelung progressiv erscheinen; von einem langfristig denkenden Standpunkt aus ist das zurückschreitend und spiegelt das Kontinuum der armenisch-islamischen Geschichte und Beziehungen: Im Tausch für Frieden sind Christen immer gezwungen worden Muslimen Territorium abzugeben. Tatsächlich war das gesamte Herz der muslimischen Welt – der Nahen Osten, Ostafrika und Kleinasien – christlich, bevor das Schwert des Islam einmarschierte.

Bevor der Islam Ostanatolien (Kleinasien) im elften Jahrhundert gewaltsam eroberte, war Armenien beträchtlich größer als heute. Angefangen vor tausend Jahren brachen die Türken jedoch Stückchen um Stückchen armenisches Territorium ab und verleibten es sich ethnisch ein. Was heute geschieht, ist schlicht Teil dieses Kontinuums.

Die Chronik des Matthäus von Edessa (datiert 1144), eines armenischen Historikers, der nahe an den ersten Eroberungen lebte, macht das alles deutlich. Nach Angaben dieser historisch wertvollen Quelle traten 1019 „die ersten dieser blutrünstigen Bestien auf … die grausame Nation Ungläubiger namens Türken drang nach Armenien ein … und schlachteten die christlichen Gläubigen erbarmungslos mit dem Schwert.“ Drei Jahrzehnte später fanden die Überfälle praktisch nonstop statt. 1049 erreichte der Gründer des türkischen Seldschuken-Reichs, Sultan Tughril Bey (regierte 1037 bis 1063) erreichte die armenische Stadt Arzden westlich des Van-Sees und „nahm die gesamte Stadt mit dem Schwert, schlachtete bis zu hundertfünfzigtausend Menschen ab.“

Andere Zeitgenossen bestätigen die Verwüstungen, die Arzden heimsuchten. „Wie verhungernde Hunde“ schreibt Aristakes (gest. 1080), ein Augenzeuge, „warfen sich die Türken auf unserer Stadt, umzingelten sie und drängten hinein, massakrierten Männer und mähten alles nieder wie Schnitter im Feld, machten die Stadt zu einer Wüste. Ohne Gnade verbrannten sie die, die sich in Häusern und Kirchen versteckt hatten.“

Elf Jahre später, 1060, belagerten die Türken Sebastia (heute zwar eine türkische Stadt, die vorherigen 400 Jahre aber armenisch). Sechshundert Kirchen wurden zerstört, „viele und zahllose Menschen wurden verbrannt“ und ungezählte Frauen und Kinder „wurden nach Persien in Gefangenschaft geführt“.

Von 1064 bis 1065 belagerte Tughrils Nachfolger, Sultan Mohammed bin Dawud Chaghri – der Nachwelt als Alp Arlsan oder einer der widerlichen Nationalhelden der Türkei bekannt – Ani, die befestigte Hauptstadt Armeniens, damals eine große und bevölkerungsreiche Stadt. Die donnernde Bombardierung durch Mohammeds Belagerungsmaschinen ließ die ganze Stadt erbeben und Matthäus beschreibt zahllose von Panik erfüllte Familien, die sich zusammendrängten und weinten. Sobald sie in die Stadt eingedrungen waren, „begannen die Türken die Einwohner der gesamten Stadt gnadenlos abzuschlachten … und stapelten ihre Leichen aufeinander … Unzählige Jungen mit hübschen Gesichtern und schöne junge Frauen wurden zusammen mit ihren Müttern weggebracht.“

Die Brandschatzung der armenischen Hauptstadt ist nicht nur durch mehrere christliche Quellen dokumentiert – eine zeitgenössische stellt lapidar fest, dass Mohammed „Ani über Massaker und Feuer zu einer Wüste machte“ – das machen auch muslimische Quellen, oft mit apokalyptischen Worten: „Ich wollte die Stadt betreten und es mit eigenen Augen sehen“, erklärte ein Araber. „Ich versuchte eine Straße zu finden, ohne dass ich über die Leichen steigen musste. Das war aber unmöglich.“

So bekommt man einen Eindruck davon, was muslimische Türken christlichen Armeniern antaten – nicht während des Völkermords an den Armeniern vor hundert Jahren, sondern vor tausend Jahren, beginnend 1019, als die islamische Eroberung Armeniens erst begann.

„Das war der Anfang des Unglücks Armeniens“, schließt Matthäus von Edessa seinen Bericht: „So lasst uns nun dieser melancholischen Aufzählung ein Ohr geben.“ Das hat sich als unheilvolle Äußerung erwiesen; denn die angeführte Geschichte aus Blut und Tränen war in der Tat nur „der Anfang des Unheils Armeniens, dessen „melancholische Aufzählung“ bis heute weiter geht, „gerade erst durch die jüngsten Zugeständnisse, die langfristig gesehen vergeblich gewesen sind.

Kein Wunder, dass viele Armenier unzufrieden sind, dass ihre Regierung noch mehr Land abgibt – bis zu dem Punkt, dass sie das Parlament stürmten und „Parlamentspräsident Ararat Mirzoyan vor dessen Familie bewusstlos schlugen“. Vielleicht sind sie sich nicht bewusst, wie die Geschichte nahelegt, kann wahrer und dauerhafter Frieden zwischen Armenien und seinen muslimischen Nachbarn nur erreicht werden, wenn die christliche Nation sich in die Nichtexistenz begeben hat.

Du kannst nicht Karikaturen als „Blasphemie“ bezeichnen und dann die Verantwortung für die daraus resultierende Gewalt abstreiten

Elder of Ziyon, 29. Oktober 2020

Im Verlauf der letzten Woche haben muslimische Länder lautstark Frankreich und besonders dessen Präsidenten Emmanuel Macron wegen der Verteidigung von Karikaturen verurteilt, die Mohammed verspotten.

Die Organisation der Islamischen Kooperation sage, sie werde „immer die Ausübung von Blasphemie und der Beleidigung von Propheten verurteilen“.

Der pakistanische Premierminister Imran Khan verurteile „blasphemische Karikaturen, die sich den Islam und unseren Propheten (Friede sei mit ihm) richten“.

Die Führer der Türkei, Saudi-Arabiens, Qatars, Jordaniens, des Iran, Tschetscheniens und anderer muslimischer Staaten verurteilten Macrons Verteidigung der Charlie Hebdo-Karikaturen ebenfalls.

Die meisten von ihnen fügten an, dass sie natürlich auch die Enthauptung des Lehrers Samuel Paty, weil er diese Karikaturen zeigte, verurteilen.

Dabei gibt es allerdings ein Problem. Wenn man die Karikaturen als „blasphemisch“ bezeichnet, dann ermutigt man direkt die Ermordung der Blasphemiker, denn die meisten islamischen Gelehrten sagen durch die Jahrhunderte hindurch, dass die Strafe für Blasphemie der Tod ist. Viele Hadithe implizieren, dass derjenige, der jemanden wegen der Beleidigung Mohammeds tötet – ein weniger schwerwiegendes Problem als Blasphemie – nicht bestraft wird und dass gilt natürlich für diejenigen, die Blasphemiker töten.

Im Iran,Saudi-Arabien, Afghanistan und Pakistan ist heutzutage die Strafe für Blasphemie der Tod.

Jetzt wurde ein Mann, der wiederholt „Allahu Abkar“ sagte, festgenommen, weil er in einer Kirche in Nizza drei Menschen tötete; Berichte sagen, dass mindestens eines der Opfer geköpft wurde.

Es gab einen weiteren Anschlag auf die Polizei in Frankreich mit einem anderen Mann, der Allahu Akbar brüllte sowie ein Sicherheitsposten, auf den vor der französischen Botschaft in Saudi-Arabien eingestochen wurde.

Diese Angriffe und Morde sind das Ergebnis direkter Aufstachelung durch muslimische Führer, die die Karikaturen als blasphemisch bezeichnen. Darüber hinaus machen viele dieser nationalen Anführer – statt den Versuch zu unternehmen Muslime zu beruhigen, die zum Angreifen inspiriert sein könnten – vorbeugend Westler verantwortlich, indem sie sie „warnen“, dass jeglicher Terrorismus ihr Fehler sei.

Der tschetschenische Führer Ramzan Kadyrow sagte das Macron ausdrücklich: „Ihr zwingt Leute in den Terrorismus, drängt Leute dorthin, lasst ihnen keine andere Wahl, schafft die Bedingungen für die Zunahme von Extremismus in den Köpfen der jungen Leute“, schrieb Kadyrow auf Instagram.

Muslimische nationale Führer sind verantwortlich für die Morde und weitere Angriffe von heute. Ihre Pro-Forma-Verurteilungen der Enthauptung Patys waren ernst, aber ihre Wut wegen „Blasphemie“ war es nicht. Sie stacheln zu Terrorismus an und beschuldigen die Opfer, indem sie vorgeben, dass Muslime nicht für ihr Tun verantwortlich gemacht werden können.

„Hassen und Lieben“ für den Islam

Raymond Ibrahim, 17. Januar 2020 (FrontPage Magazine)

Bei einem islamischen Terroranschlag an Silvester, der in Russland nur Minuten vor Mitternacht stattfand, steuerten zwei muslimische Männer – Achmed Imagozew (22) und Michail Mizijew (18) – ihr Auto in zwei Polizisten, die sie dann erstachen, einer davon ein verheirateter vierfacher Vater. Andere Polizisten erschossen dann einen der Jihadisten, der andere kam ins Krankenhaus.

Später wurde in den sozialen Medien ein Bild der beiden muslimischen Männer gefunden, wie sie mit Messern posieren (s. rechts). Darunter erschienen die Worte: „Liebe und Hass auf Tawhid!“

Das ist kaum das erste Mal, dass diese scheinbare Oxymoron von einer Redewendung in Verbinung mit islamischen Terrorakten auftaucht. Nach einem erfolgreichen Anschlag, bei dem im Kaschmir-Tal zwei Polizisten getötet wurden, rechtfertigte der Milizkommandeur der Hizb al-Mudschaheddin im Kaschmir – der „Partei der Jihadkämpfer“ – die Morde mit den Worten: „Wir lieben und hassen um Allahs willen.

In diesem ansonsten kryptischen Motto liegen die Wurzeln für den Konflikt des Islam mit dem Rest der Welt. „Lieben und Hassen“ ist eine von mehreren Übersetzungen der islamischen Doktrin des al-wala‘ wa’l-bara (was ich seit 2006 allgemein als „Loyalität und Feindschaft“ übersetzt habe).

Der Teil wala – „Liebe“, „Loyalität“ usw. – fordert, dass Muslime Mitmuslimen immer helfen und sie unterstützten (auch Jihadisten, zum Beispiel mit Geld oder zakat). Wie eine muslimische Autorität des Mittelalters erklärte, ist der Gläubige „verpflichtet sich mit einem Gläubigen anzufreunden – selbst wenn er dir gegenüber repressiv und gewalttätig ist – während der dem Ungläubigen gegenüber feindselig sein muss – selbst wenn der dir gegenüber tolerant und freundlich ist“ (The Al-Qaida Reader, s. 64). Das ist ein eindeutiges Abbild der Sure 48,29: „Mohammed ist der Gesandte Allahs, und seine Anhänger sind strenge wider die Ungläubigen, barmherzig untereinander.“

Aber es ist die bara‘ – der „Hass“, die „Feindseligkeit“ – die ist so regelmäßig zeigt, dass selbst diejenigen im Westen, die nicht notwendigerweise mit den Einzelheiten der muslimischen Doktrin vertraut sind, sie spüren. Zum Beispiel sagte der damalige Präsidentschaftskandidat Donald Trump im November 2015 nach einer Serie tödlicher islamischer Terroranschläge im Westen: „Ich glaube, der Islam hasst uns. Es gibt da etwas – da ist ein gewaltiger Hass. Es gibt einen gewaltigen Hass. Wir müssen dem auf den Grund gehen. Es gibt einen unglaublichen Hass auf uns.“

Dieser „gewaltige“ und „unglaubliche Hass“ ist kein Produkt von Missständen, politischen Faktoren oder gar einer „extremistischen“ Interpretation des Islam; stattdessen ist er ein direktes Nebenprodukt der etablierten islamischen Lehren. Sure 60,4 ist der Eckpfeiler-Vers dieser Doktrin und spricht für sich selbst. Wie Osama bin Laden einst schrieb:

Was die Beziehung zwischen Muslimen und Ungläubigen angeht, wird das vom Wort des Höchsten zusammengefasst: „Wir kehren uns von euch ab und zwischen uns und euch ist Feindschaft und Hass für immerdar entstanden, bis ihr an Allah allein glaubt.“ [Sure 60,4] Also gibt es eine Feindschaft, die sich in heftiger Feindseligkeit, die von Herzen kommt, beweist. Und diese erbitterte Feindseligkeit – das heißt, der Kampf – hört erst auf, wenn der Ungläubige sich der Autorität des Islam unterwirft oder wenn sein Blut nicht vergossen werden darf [d.h. er ein Dhimmi ist] oder wenn die Muslime zu diesem Zeitpunkt schwach und handlungsunfähig sind. Aber wenn der Hass irgendwann aus dem Herzen gelöscht ist, ist das ein großer Glaubensabfall! … So sieht daher die Basis und Grundlage der Beziehung zwischen den Ungläubigen und den Muslimen aus. Kampf, Feindschaft und Hass – von den Muslimen gegen den Ungläubigen gerichtet – ist die Grundlage unserer Religion. (The Al Qaeda Reader, S. 43)

Ebenso gab der Islamische Staat zum Westen im Kontext von Sure 60,4 zu: „Wir hassen euch, vor allem weil ihr Ungläubige seid.“ Was all die politischen „Missstände“ angeht, so sind das „nebensächliche“ Gründe für den Jihad, sagte ISIS:

Fakt ist: Selbst wenn ihr aufhört uns zu bombardieren, uns zu inhaftieren, uns zu foltern, uns zu verleumden und unser Land zu usurpieren, werden wir euch weiter hassen, weil unser Hauptgrund für den Hass wird nicht aufhören zu existieren, bis ihr den Islam annehmt. Selbst wenn ihr die Jizyah zahlten und erniedrigt unter der Obrigkeit des Islam leben solltet, würden wir euch weiter hassen.

Sure 58,22 geht so weit Muslime zu loben, die ihre eigenen, nichtmuslimischen Familienmitglieder töten: „Du wirst kein Volk finden, das an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag, und das den liebt, der sich Allah und seinem Gesandten widersetzt, wären es auch ihre Väter oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Sippe.“

Nach Angaben von Ibn Kathirs zum Mainstream gehörenden Kommentar des Koran bezieht sich dieser Vers auf eine Reihe von Muslimen, die ihre eigenen, nichtmuslimischen Verwandten abschlachteten (einer erschlug seinen nichtmuslimischen Vater, ein anderer versuchte seinen nichtmuslimischen Sohn zu erschlagen, ein dritter – Abu Bakr der erste verehrte Kalif der islamischen Geschichte – versuchte seinen nicht muslimischen Sohn zu töten und Omar, der zweite rechtmäßige Kalif, schlachtete seine Verwandten ab). Ibn Kathir fügt hinzu, dass Allah enorm zufrieden mit ihrem Eifer für seine Sache ist und sie mit dem Paradies belohnte. (The Al Qaida Reader, S. 75/76)

Tatsächlich durchziehen Verse, die diese umstrittene Doktrin des al-wala‘ wa’l-bara unterstützen, den Koran (s. auch Sure 4,89; 4,144; 5,51; 6,40; 9,23 und 60,1). Einen Vorbehalt gibt es, in Sure 3,28 erfasst: Wenn Muslime in einer Position der Schwäche sind dürfen sie vorgeben sich mit Nichtmuslimen anzufreunden, solange sie weiter in ihren Herzen den Hass tragen (so ist es mit der taqiyya; lesen Sie hier, hier und hier Beispiele nach; für andere vom Islam genehmigte Formen der Täuschung lesen sie über tawriya und taysir).

Daher wundert es kaum, dass Amerikas angeblich beste muslimische Freunde und Verbündete – wie Saudi-Arabien und Qatar – Fatwas ausgegeben haben, die alle Muslime auffordern „gegen jeden anzugehen und zu hassen, den Allah uns gebietet zu bekämpfen und zu hassen, einschließlich der Juden, der Christen und anderer muschrikin [Nichtmuslime], bis sie allein an Allah glauben und seine Gesetze einhalten, die er seinem Propheten Mohammed herabsandte, Frieden und Segen seien mit ihm.“

Weil die Feindschaft gegenüber Nichtmuslimen so eisern in den Koran eingearbeitet ist, lehrt der Mainstream-Islam tatsächlich, dass muslimische Männer sogar ihre nichtmuslimischen Frauen hassen und diesen Hass zeigen müssen – einfach weil sie „Ungläubige“ sind.

Wenn Muslime die ihnen am nächsten Stehenden hassen müssen, einschließlich Vätern, Söhnen, Brüdern und Ehefrauen – nur weil sie Nichtmuslime sind, überrascht es dann irgendjemanden, dass so viele Muslime ausländische „Ungläubige“ hassen, die Ozeane weit entfernt leben? Zum Beispiel Amerikaner, die in der gesamten muslimischen Welt weiter so dargestellt werden, als wollten sie den Islam untergraben?

Kurz gesagt ist Jihad – oder Terrorismus, Krieg gegen Nichtmuslime aus keinem anderen Grund als dass sie Nichtmuslime sind – schlicht die physische Verwirklichung eines übersehenen Konzeptes, das dem vorausging: dem unmissverständlichen Gebot, dass Muslime Nichtmuslime hassen müssen.

Als der „Held“ der Türkei 800 Christen köpfte, weil sie den Islam ablehnten

Raymond Ibrahim, 14. August 2020

Die Kathedrale von Otranto beherbergt die Überreste von 800 enthaupteten Christen.

Die rituelle Enthauptung von 800 Christen am 14. August 1480, die es ablehnten den Islam anzunehmen, wirft viel Licht auf zeitgenössische Fragen zum anhaltenden Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen.

Hintergrund: Als er 1453 Konstantinopel brandschatzte, war der osmanische Sultan Mohammed erst 21 Jahre alt – was bedeutet, dass noch viele Jahrzehnte Jihad vor ihm lagen. Er setze die Expansion in den Balkan fort und marschierte in seinem Bestreben seine Pferde auf dem Altar der Petrus-Basilika zu füttern – muslimische Prophetien erklärten, dass „wir Konstantinopel erobern werden, bevor wir Rom erobern“ – in Italien ein und eroberte 1480 Otranto. Mehr als die Hälfte der 22.000 Einwohner wurden massakriert, 5.000 in Ketten verschleppt.

Um seine „Großzügigkeit“ zu demonstrieren, bot Sultan Mohammed 800 in Ketten gelegten christlichen Gefangenen die Freiheit an – unter der Bedingung, dass sie alle den Islam annehmen. Stattdessen entschieden sie sich geschlossen gemäß der Worte eines der ihren zu handeln: „Meine Brüder, wir haben gekämpft, um unsere Stadt zu retten; jetzt ist es an der Zeit um unsere Seelen zu kämpfen!“

Wütend, dass seine Einladung verschmäht wurde, befahl Mohammed am 14. August die rituelle Enthauptung dieser 800 Unglücklichen auf einer Hügelkuppe (die in der Folge „Hügel der Märtyrer“ genannt wurde). Ihr Erzbischof wurde unter dem Spott und „Allahu Akbar!“-Triumphgeschrei langsam in zwei Hälften gesägt. (Die Skelettteile einiger dieser trotzenden Christen wurden aufbewahrt und sind bis heute in der Kathedrale von Otranto zu sehen.)

Jetzt überlegen Sie, wie dieses Ereignis mit den aktuellen Realitäten in Zusammenhang steht.

Erstens: Wann immer islamische Einzelne oder Organisationen Gewalt gegen Nichtmuslime verüben – und den Islam als ihre Motivation anführen – wird uns auf der Stelle das Gegenteil gesagt, dass sie einfache Kriminelle und Psychopathen seien und dass ihr Handeln „nichts mit der Wirklichkeit des Islam zu tun hat“.

Es waren jedoch keine Allerwelts-„Muslime“, die auf dem Hügel der Märtyrer Gräueltaten begingen, sondern der, der praktisch der Führer des sunnitischen Islam war, der Sultan selbst, der immer eine Meute muslimischer ulema – Kleriker, Gelehrte und Muftis – um sich hielt, um ihn zu leiten und seine Entscheidungen bezüglich der Ungläubigen zu bestätigen (einschließlich des Massakers an denen, die den Islam ablehnen).

Zufälligerweise ist Mohammed II. für die Türkei und ihren Präsidenten Erdoğan ein Held, der vor kurzem die Hagia Sophia in eine Moschee umwidmete, zum Teil um den mörderischen Sultan zu ehren.

Auch Otranto war keine Anomalie. Im Verlauf von fast 14 Jahrhunderten sprachen und handelten offizielle Führer und Sprecher des Islam – von Sultanen und Kalifen bis zu ulema und Scheiks – immer nur wie der Islamische Staat (oder umgekehrt).

Ebenfalls interessant zu überlegen ist, wie oft selbst damals, vor mehr als einem halben Jahrtausend, westliche Staaten es vorzogen Nichtwahrhabenwollen und Wunschdenken zu betreiben, statt sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen oder ihren belagerten Glaubensgeschwistern zu helfen. Entsprechend rügte kurz nach dem Massaker von Otranto Papst Sixtus IV. den gleichgültigen Westen.

Lasst sie nicht glauben, dass sie vor Invasion geschützt sind, diejenigen, die sich in einiger Entfernung vom Kriegsschauplatz befinden! Auch sie werden sich unter das Joch beugen und vom Schwert gefällt werden, außer sie treten vor und treffen den Eindringling. Die Türken haben die Auslöschung des Christentums geschworen. Ein Waffenstillstand den Sophistereien! Jetzt ist nicht die Zeit zu reden, sondern zu handeln und zu kämpfen!

Solche Klagen waren nicht ungewöhnlich. Fast ein Jahrhundert später, 1565, segelte eine massive islamische Armada zu der kleinen Insel Malta um sie zu belagern; Papst Pius IV., der versuchte eine Armee aufzustellen, klagte, dass der König von Spanien „sich in die Wälder zurückgezogen hat und Frankreich, England und Schottland von Frauen und kleinen Jungen regiert werden“.

Schließlich und heute nicht viel anders, war zwar eine Menge Menschen im Westen ignorant gegenüber dem, was der Islam tut, aber eine Minderheit war sich dessen immer bewusst, auch aus historischer Perspektive. Bedenken Sie Sebastian Brants (geb. 1457) Narrenschiff, ein satirisches Gedicht zur allmählichen Natur des Fortkommens des Islam gegenüber einer „schlafenden“ Christenheit:

Unser Glaube war stark im Orient / Er herrschte in ganz Asien / In Maurenländern und in Afrika / Aber heute [seit dem 7. Jahrhundert] sind diese Länder für uns weg… / Wir gehen alle schlafend zugrunde / Der Wolf ist ein den Stall gekommen / und stiehlt die Schafe der heiligen Kirche / Während der Schäfer schlafend liegt / finden dich vier Schwestern unserer Kirche / sie sind von der patriarchalischen Art / Konstantinopel, Alexandria, Jerusalem, Antiochia / Aber sie sind verloren und geplündert / und bald wird der Kopf [Rom] wird angegriffen.

Wie der Fortbestand des Gedichtes nahelegt, sahen gelehrte Europäer die Geißel der Osmanen als jüngste in einem Kontinuum des islamischen Terrors: denn während die Araber die „ersten Truppen der Heuschrecken“ waren, die „um das Jahr 630 erschienen“, um einen zeitgenössischen englischen Geistlichen zu zitieren, sind „die Türken, eine Vipernbrut, schlimmer als ihre Eltern … die Sarazenen, ihre Mutter“.

Gleichermaßen sind die heutigen jihadistischen Organisationen – der Islamische Staat, Al-Qaida, Boko Haram, Hamas, Hisbollah, al-Schabaab et. al. – die jüngste „Vipernbrut“, die vom immerwährenden Jihad ausgebrütet wurde.

Die historischen Teile dieses Artikels sind Auszüge aus und dokumentiert in Ibrahims „Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West“.