Gedenken an die Schlacht von Lepanto

Eine große Schlacht in einem Krieg der noch nicht zu Ende ist

Clifford May, The Washington Times, 13. Oktober 2021

Am 7. Oktober war der 450. Jahrestag der Schlacht von Lepanto. Warum sollte uns das überhaupt kratzen? Weil es ein Schlüsselkonflikt in einem Krieg war, der noch nicht geendet hat, einem Krieg, in dem die USA gerade eine bedeutende Schlacht verloren. Vielleicht sollte ich das untermauern.

Im 7. Jahrhundert strömten islamische Armeen aus Arabien hinaus und begannen zu erobern und zu kolonisieren. Furchtlose Truppen marschierten westwärts durch Nordafrika und nach Spanien hinein. Sie wagten sich ostwärts durch Zentralasien und tief nach Indien hinein.

Im Verlauf der folgenden Jahrhunderte tobte immer wieder Krieg – es gab mehr Toben als Ruhe. Dann eroberten 1453 die Armeen des Osmanischen Reichs und islamischen Kalifats Konstantinopel, die christliche Hauptstadt von Byzanz, das auch Oströmisches Reich genannt wurde. (Das weströmische Reich war ein Jahrtausend zuvor gefallen.)

Weniger als ein Jahrhundert später, 1529, versuchten islamische Streitkräfte Wien zu erobern. Ihr Scheitern, schrieb der Historiker Bernard Lewis, „wurde von beiden Seiten als Aufschub betrachtet, nicht als Niederlage; das eröffnete einen langen Kampf um die Herrschaft im Herzen Europas.“

Die Osmanen wandten ihre Aufmerksamkeit bald dem östlichen Mittelmeer zu. Um sich zu verteidigen verbündeten sich Venedig und mehrere andere italienische Stadtstaaten mit dem habsburgischen Spanien und bildeten das, was als die Heilige Liga bekannt wurde.

Am 7. Oktober 1571 fand vor dem südwestlichen Griechenland, nahe der Stadt Lepanto eine der größten Seeschlachten aller Zeiten statt. Die Decks der Rudergaleeren wurden zu brennenden Schlachtfeldern. Das Blut zehntausender christlicher und muslimischer Krieger färbte das Meer rot.

Obwohl die Osmanen zahlenmäßig überlegen waren, obsiegte die Heilige Liga. Zu den Früchten des Sieges gehörte die Befreiung von 15.000 christlichen Sklaven.

Prof. Lewis schrieb: „Die gesamte Christenheit bejubelte diesen Sieg. … Die türkischen Archive bewahren den Bericht von Kapudan Pascha auf, dem Oberkommandierenden der Flotte, dessen Bericht von der Schlacht von Lepanto nur zwei Zeilen lang ist: ‚Die Flotte des göttlich geführten Reichs begegnete der Flotte der verdammten Ungläubigen und der Wille Allahs wandte sich ab.‘“

Trotz dieses Rückschlags, fügte Prof. Lewis hinzu, waren die osmanischen Paschas im 17. Jahrhundert „Herrscher in Budapest und Belgrad und Berber-Korsaren aus Nordafrika überfielen die Küsten Englands und Irlands und sogar – 1627 – Islands, von wo wie menschliche Kriegsbeute zum Verkauf auf den Sklavenmärkten von Algier mitbrachten.“

Ein paar Jahrzehnte später versuchte erneut eine gewaltige islamische Armee Wien zu erobern. Im Juli 1683 begann eine furchtbare Belagerung. Aber im September kam die Heilige Liga zur Rettung. Jan Sobieski, der König von Polen, führte 20.000 Berittene im größten Kavallerieangriff der Geschichte an und vertrieb die Invasoren von den Toren Wiens.

Prof. Lewis zitiert einen freimütigen muslimischen Chronisten: „Dies war eine verhängnisvolle Niederlage, so groß, dass es nie eine gleichartige seit dem ersten Erschienen des osmanischen Staates gegeben hat.“ In der muslimischen Welt gibt es allgemeine Übereinstimmung, dass diese Niederlage am 11. September stattfand.

Sprung ins 20. Jahrhundert: Das Osmanische Reich und das Kalifat stellte sich in dem, was wir heute den Ersten Weltkrieg nennen, an die Seite Deutschlands. Die Niederlage hatte den Zusammenbruch und die Auflösung des Kalifats durch Mustafa Kemal Atatürk zur Folge; Atatürk war der säkularistische Vater der modernen Türkei. Die siegreichen Briten und Franzosen beschlagnahmten osmanischen Besitz, darunter die Ländereien, die in die Nationalstaaten umgewandelt wurden, die wir heute als Irak, Syrien, Libanon, Jordanien und Israel kennen.

Ich habe nur ein paar der vielen bedeutenden Zusammenstöße von islamischen und christlichen Reichen zusammengefasst. Der Punkt, den ich zu vermitteln versuche: Während drei amerikanische Präsidenten nacheinander überzeugt wurden, dass ein paar Jahrzehnte Konflikt geringer Intensität auf einen unhaltbaren und nicht zu tolerierenden „endlosen“ und „ewigen“ Krieg hinauslaufen, sind diejenigen, die sich selbst als Jihadisten erklären, nie so leicht entmutigt worden.

Die Führer der Taliban, von Al-Qaida, des Islamischen Staats, der Muslimbruderschaft, der Islamischen Republik Iran, Hisbollah und Hamas haben keine identischen Ideologien. Genauso wäre es falsch sie als Neo-Osmanen zu betrachten – eine Bezeichnung, die einigermaßen gerechtfertigt auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan angewendet worden ist.

Aber sie haben die Überzeugung gemeinsam, dass sie „göttlich geleitet“ sind Heiligen Krieg zu führen, die Macht des Islam, Überlegenheit und Dominanz wieder herzustellen, die ihm gebühren – so viele Jahrzehnte oder Jahrhunderte das auch erfordern mag. Vergeltung gegen Muslime, die es ablehnen sich zu unterwerfen, steht ebenfalls auf ihrer To-do-Liste.

Bei einer Aussage vor dem Kongress hielt Thomas Joscelyn, ein Senior Fellow am FDD und Senior Editor des Long War Journal des FDD fest, dass Amyan al-Zawahiri, der seit Osama bin Ladens Tod Al-Qaida führt, „das ‚gesegnete Emirat‘ der Taliban als das ‚Herzstück‘ oder den ‚Kern‘ der jihadistischen Bemühung zur ‚Wiederherstellung ihres Kalifats gemäß der prophetischen Methodik‘ beschrieb“.

Er beobachtete auch: „Die Wiederherstellung des Islamischen Emirats der Taliban, das während der von den USA angeführten Invasion Ende 2001 entthront wurde, ist ein Segen für die globale Jihadisten-Bewegung. … Die Interaktionen des Islamischen Emirats Afghanistan mit anderen Staaten und internationalen Institutionen werden weiterhin als Modell für Jihadisten rund um die Welt dienen.“

Amerikaner und Europäer sollten das bedenken, bevor sie die Taliban in die Vereinten Nationen setzen und Wirtschaftshilfe bieten.

Ein zweiter Punkt, den Sie hoffentlich mitnehmen: Diejenigen, die argumentieren, dass „endlose Kriege“ damit beendet werden können, dass man die Bekämpfung von Feinden einstellt, die nicht aufgehört haben uns zu bekämpfen, ermutigen diese Feinde nur und spornen sie an. Das trifft nicht nur auf die modernen Jihadisten zu, sondern auch auf die Imperiumsbauer in Beijing, Moskau und Pyöngyang.

Isolationismus und Appeasement als „Zurückhaltung“ und „verantwortliche Staatskunst“ zu bezeichnen macht sie nicht dazu, genauso wenig wie ein Etikett Chateau Mouton Rothschild auf eine Flasche Schierling zu kleben Gift zu Wein macht. In Afghanistan nahmen einen großen Schluck davon. Wer mit der Geschichte vertraut ist, wird es sich dreimal überlegen, bevor sie weiter davon trinken.

Wird das Leben von christlichen Schwarzen jemals wichtig sein? Der ignorierte Völkermord in Nigeria

Raymond Ibrahim, 1. Juli 2021

Überall im Subsahara-Afrika – in Nigeria. Mosambik, der Zentralafrikanischen Republik, Mali, der Demokratischen Republik Kongo – terrorisieren Muslime Christen und metzeln sie nieder, was schon seit vielen Jahren getan wird.

Es gibt auch keinen Ansatz von Hoffnung, denn wenn Probleme nicht korrekt und objektiv angegangen werden können, dann sind sie dazu verdammt auf ewig fortbesteht. Was den westlichen „Mainstream“ angeht, sind alle solche Verfolgung und Terrorismus ein Nebenprodukt wirtschaftlicher Missstände – oder in den Worten des Titels eines Berichts vom 16. April 2021 „Wie Armut und Korruption überall in Afrika Terrorismus schüren“.

Am 24. März schlug eine Gruppe Jihadisten in der Stadt Palma in Mosambik zu, tötete Dutzende und brannte Regierungsgebäude nieder. ISIS reklamierte die Verantwortung für den Angriff für sich – aber es wurden Zweifel dazu gestreut, wer hinter der Belagerung steckte.

Der Rest des Berichts argumentiert, solche Angriffe, die „überall auf dem afrikanischen Kontinent zunehmen“ seien „eine Folge von Armut, neuen und alten inländischen Missständen und Afrikas Ressourcen-‚Fluch‘, der paradoxerweise Menschen verarmen lässt, die auf Land leben, das reich an natürlichen Ressourcen ist“.

So sieht das Argument der Mainstream-Medien aus und sie halten daran fest – unabhängig davon, dass es Berge an widersprechenden Beweisen gibt.

Nehmen wir den wenig bekannten Völkermord an Christen, der schon seit langem in Nigeria im Gang ist. Nicht weniger als 32.000 Christen sind von den Haupt-Jihadisten des Landes“ von 2009 bis zum ersten Quartal 2020 abgeschlachtet worden. Nach Angaben des aktuellsten Berichts wurden allein von Januar bis April diesen Jahres 1.470 Christen zu Tode gehackt. Im Durchschnitt läuft das auf 368 jeden Monat getötete Christen im Verlauf von vier Monaten hinaus. Allein seit 2016 sind 13.000 Kirchen von „Allahu Akbar“ brüllenden Muslimen zerstört worden.

Der volle Name von Boko Haram, der Haupt-Terrorgruppe, die das nördliche Nigeria dominiert, lautet „Sunnis für Verbreitung [des Islam] und Jihad“. Ihr Spitzname „Boko Haram“ bedeutet „westliche Bildung ist eine Sünde“ (nicht „wir töten, weil wir arm sind“). Ihr erklärtes Ziel ist die Gründung eines reinen Scharia-Staats in Nigeria und die brutale Unterwerfung und das Gemetzel an den Christen des Staates. Darüber hinaus handeln die muslimischen Fulani-Hirten, die in den letzten Jahren sogar noch mehr Christen terrorisierten als Boko Haram, gemäß jihadistischen Lehren und Hass auf Christen.

Trotz all dem bleibt der westliche „Mainstream“ der Beschreibung des Jihads in Nigeria – und zunehmend überall im Subsahara-Afrika – als Nebenprodukt von „Ungleichheit“ und „Armut“ festgelegt, um Bill Clinton zu zitieren, der einst erklärte, was „all diesen Kram antreibt“ („Kram“ als Hinweis auf den erwähnten Völkermord an Christen in Nigeria).

Oder mit den Worten von Barack Obamas stellvertretendem Außenminister für Afrika-Angelegenheiten, Johnnie Carson, die er nach dem Bombenanschlag auf eine Kirche äußerte, der am Ostersonntag 2012 fast vierzig christliche Gottesdienstbesucher tötete – eine der zahllosen Kirchen, die vor und seit diesem Osterfest niedergebrannt oder bombardiert wurden: „Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen Schlüsselpunkt zu betonen und der lautet, dass nicht Religion die extremistische Gewalt in Nigeria antreibt.“

Wie aber die nigerianische Nonne Schwester Monica Chikwe einmal feststellte, ist es „schwer nigerianischen Christen zu sagen, dass dies kein religiöser Konflikt ist, da das, was sie sehen, Fulani-Kämpfer sind, komplett schwarz gekleidet, die ‚Allahu Akbar!‘ skandieren und ‚Tod den Christen‘ brüllen.“

Genauso fragte die Christian Association of Nigeria einmal: „Wie kann es ein [säkularer oder wirtschaftlicher] Konflikt sein, wenn eine Gruppe [die Muslime] ständig angreift, tötet, verstümmelt, zerstört und die andre Gruppe [die Christen] ständig getötet, verstümmelt und ihrer Gotteshäuser zerstört werden?“

So sieht die Lage aktuell aus: Gegen die christliche Bevölkerung in Nigeria ist ein Jihad völkermörderischen Ausmaßes erklärt worden – und ist in mehrere andere Staaten südlich der Sahara hinübergeschwappt – während westliche Medien und Analysten Nigerias Probleme in rein wirtschaftlichen Begriffen darstellen, die der Wahrheit spotten.

Die Unfähigkeit diese einfachen Fakten anzuerkennen; die Unfähigkeit ideologische oder existenzielle Motive zu berücksichtigen und einzig materielle Motive zu sehen (Geld, Land usw.); die fast instinktive Schlussfolgerung, dass muslimische Gewalt eindeutiger Beweis für einen legitimen Missstand ist – all das ist derart in der vorherrschenden Weltanschauung verwurzelt, von den Mainstream-Medien bis zu den Mainstream-Politikern, und all dies vergiftet die westliche Zivilisation von innen heraus, erodieren ihren Einfluss und ihre Handlungsfähigkeit von außen.

Und im Kontext dessen, was in Nigeria und anderen Subsahara-Staaten geschieht, bedeutet es, dass für westliche Medien und Politiker schwarzes Leben mit Sicherheit nicht wichtig ist – jedenfalls nicht, wenn es sich um Christen handelt, deren Leben von Muslimen beendet wird.

Wie das US-Versagen in Afghanistan die jihadistischen Lehren im Koran bestätigt

Raymond Ibrahim, The American Thinker, 17. September 2021

Während es sich von selbst verstehen sollte, dass der Sieg der Taliban in Afghanistan gleichgesinnten (heißt: „radikalen“) Muslimen ohne Ende Auftrieb gibt, wird im Westen nur von wenigen wahrgenommen, wie dieser Vorfall – besonders Amerikas katastrophaler Abzug – genutzt wird, um den Koran selbst und damit muslimischen Eifer und Vertrauen in den Islam zu bestätigen

Ab etwa 15. August 2021, als die Taliban Afghanistan zurückeroberten, wurden jedes Mal, wenn ich eine arabischsprachige Sendung oder einen Scheik sprechen sah, mehrere Koranverse als „Beweis“ dafür angeführt, dass es schlicht unvermeidlich – oder eine Frage der Zeit – war, dass die USA gedemütigt und die Taliban verherrlicht werden.

Bedenken sie als ein Beispiel die Worte des beliebten Scheik Wagdi Ghoneim. Als ägyptischer Islamgelehrter und Mitglied der Muslimbruderschaft ist er berüchtigt dafür gewalttätige Fatwas gegen Israel auszugeben und zu Hass gegen andere „Ungläubige“ aufzustacheln (einschließlich den Kopten, Ägyptens indigener christlicher Minderheit, mit Völkermord zu drohen). Bei solchen „Qualifikationen“ sollte es nicht überraschen, dass er einst Imam des Islamic Institute of Orange County in Kalifornien und Spendensammler für die Wohlfahrtsorganisation KindHearts (eine Hamas-Fassade) in Toledo in Ohio war.

Am 15. August 2021 hielt dieser Ghoneim eine „Sieges“-Rede, die – zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels – immer noch auf YouTube steht; sie trägt den Titel (übersetzt) „Allahu  Akbar: Der Sieg der Taliban verkörpert die Macht des Jihad auf Allahs Weise“. Wie man erwarten konnte, ist sein Vortrag vollgestopft mit Koranversen, die die Tugenden des Jihad rühmen. Ein Beispiel:

O die ihr glaubt, fürchtet Allah und suchet den Weg der Vereinigung Ihm und strebet auf Seinem Wege, auf daß ihr Erfolg habt. (Sure 5,35)

O die ihr glaubt, ziehet aus, leicht und schwer, [in die Schlacht] und fpührt den Jihad mit eurem Gut und eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet! (Sure 9,41)

Nachdem er den dogmatische Rahmen für den Jihad legte, ging Ghoneim zu dessen wichtigstem Aspekt über: Durchhaltewillen. „Die Taliban hielten ihren Jihad 20 Jahre lang durch. Das ist kein Problem – was sind 20 Jahre im Kontext der Geschichte? Wer hat gesagt, dass [der Ausgang des] Jihad kommt sofort? Nein! Er benötigt Geduld und Zeit!“

Geduld und Durchhaltevermögen im Jihad waren sein großer Punkt – ganz zu schweigen von der großen Lektion, die alle Muslime von Afghanistan lernen können. Allah ist derjenige, der bestimmt wann der Jihad Erfolg hat; gewöhnliche Muslime haben schlicht und einfach die Pflicht ihn zu führen. Wenn sie das tun, wird Allah sie entsprechend seines Wortes irgendwann mit dem Sieg segnen.

Zu den von Ghoneim angeführten Koranversen, die das unterstützenden, gehören:

Wir wollen euch sicherlich prüfen, bis Wir diejenigen unter euch kennen, die die wahren Mudschaheddin [Jihadisten] sind, die (für die Sache Gottes) streiten und standhaft sind. Und Wir wollen die Tatsachen über euch bekannt machen. (Sure 47,31)

Oder meint ihr etwa, dass ihr in den (Paradies)garten eingehen werdet, ohne dass Allah diejenigen von euch kennt, die wahrlich den Jihad führten und geduldig ausharrten? (Sure 3,142)

O die ihr glaubt, geduldet euch, haltet standhaft aus, seid kampfbereit und fürchtet Allah, auf dass es euch wohl ergehen möge! (Sure 3,200)

Interessanterweise heißt der Ausdruck „seid kampfbereit“ in Sure 3,200 buchstäblich „führt ribat“ – das heißt, „bemannt die Frontlinie“, von der aus die Ungläubigen gehetzt werden sollten, auch mit Guerilla-Taktiken. Das ist genau das, was die Taliban taten.

Schließlich ging Ghoneim zu Allahs Worten über Ungläubige über, besonders denjenigen, die versuchen Muslime davon abzuhalten Jihad zu führen und die Scharia durchzusetzen. Er zitierte Sure 8,36: „Diejenigen, die ungläubig sind, geben ihren Besitz aus, um von Allahs Weg [sabil allahl, d.h. Jihad] abzuhalten. Sie werden ihn ausgeben, und hierauf wird es eine gramvolle Reue für sie sein. Hierauf werden sie besiegt werden. Und diejenigen, die ungläubig sind, werden zur Hölle versammelt werden.“

Wie zahllose andere muslimische Kleriker und Führer es getan haben, tun und noch Jahre lang weiter tun werden, erklärte Ghoneim, wie dieser bestimmte Koranvers Amerikas Niederlage voraussagte – heißt, solange es Muslime gebe, die breit sind im Jihad auszuharren. An einem Punkt sank er in wilde Häme ab: „Seht, wie viel sie an Toten und Verwundeten verloren haben – und Milliarden, alles verloren! Ihr seht also, dass sie Milliarden verloren haben!“

Auf jeden Fall lautet die Lektion, die Millionen Muslime aus der ganzen Welt aus Afghanistan ziehen, dass Durchhaltevermögen im Jihad und Geduld sich auszahlen – genau so, wie der Koran sagt, dass es sein wird. Anders ausgedrückt: Die Rollen sowohl der Taliban als auch der USA haben Muslimen jetzt die Wahrheit des Koran bestätigt – insbesondere, dass Durchhaltevermögen im Jihad immer zum Sieg über die Ungläubigen führt und diese gebrochen zurücklässt, selbst wenn es Jahre und Jahrzehnte dauert.

„Daher sei Allah Dank“, schloss Ghoneim, „dass sie [die Taliban] geduldig und standhaft waren und Allah sie mit dem Sieg über die Ungläubigen-Nationen belohnte.“ Er schloss damit Allah anzuflehen dass die umma, die gesamte muslimische Welt, von den Taliban lernt – von „diesen Helden, die all unserer Köpfe hoch erhoben und die Köpfe der Ungläubigen in Scham niederschlug“.

Deshalb sollten Sie in der absehbaren Zukunft eine erneuerte und unbeirrte Hingabe an den Jihad erleben.

Der ewige Jihad

Verstehen, was wirklich in Afghanistan geschah

Raymond Ibrahim, FrontPage Mag, 2. September 2021

Obwohl der 15. August 2021 als das Datum, an dem die Taliban Afghanistan zurückeroberten, für immer als Schande bleiben wird, war das Datum 13 Jahrhunderte lang wegen eines anderen Ereignisses berühmt – weil Konstantinopel das Kalifat am 15. August 718 besiegte. Diese zwei Ereignisse, durch genau 1.303 Jahre getrennt, sind zwar äußerst unterschiedlicher Natur – nicht zuletzt weil der Islam 718 verlor, während er 2021 gewann – aber sie bestätigen beide den einen unwiderstehlichen Punkt, den der verträumte Westen sich zu Herzen nehmen sollte: Die Hartnäckigkeit des islamischen Jihad – diese unnachgiebige Schlange des Krieges, die immer auf ihre Zeit wartet, selbst wenn sie dazu viele Jahrhunderte lang aufgerollt bleibt, bevor sie zuschlägt.

Betrachten Sie das erste Ereignis. 718 schlug das Oströmische Reich („Byzanz“) auf dramatische Weise die Araber zurück. Es war ein solch spektakulärer Sieg und die muslimischen Verluste waren derart hoch, dass sich die Kalifate viele Jahrhunderte lang nicht wagten einen weiteren Vorstoß gegen die Mauern Konstantinopels zu unternehmen.

Anders ausgedrückt: Viele Jahrhunderte lang nach dem Jahr 718 hätte jeder, der in Konstantinopel lebte, gedacht – und es wäre gerechtfertigt gewesen so zu denken – dass die islamische Bedrohung, wie immer sie andernorts aussah, deutlich hinter ihm liegt.

Und doch war sie Anfang des 15. Jahrhunderts – 700 Jahre nachdem die Menschen von Konstantinopel gedacht hatten, sie würden vom Jihad nichts mehr sehen – wieder da, belagerte sie und die Stadt fiel schließlich am 29. Mai 1453 an den Islam.

Bedeutender ist: Diejenigen, die Konstantinopel 1453 belagerten und eroberten, hatten wenig mit denen zu tun, die es im achten Jahrhundert belagerten. Damals waren es Araber unter dem Omajjaden-Kalifat mit seinem Zentrum in Damaskus. Diejenigen, die Konstantinopel tatsächlich eroberten, waren Türken, Adrianopel (heute Edirne) war ihre Hauptstadt.

Oberflächlich gibt es keine Verbindung oder Kontinuität zwischen denen, die im achten Jahrhundert die Eroberung versuchten, und denen, die Konstantinopel im fünfzehnten Jahrhundert eroberten – außer natürlich eine: Beides waren Muslime und beide artikulierten ihre Feindschaft gegenüber Konstantinopel und die Notwendigkeit es zu erobern in eindeutig jihadistischen Begriffen: Wie jeder andere Ungläubige hatte das christliche Königreich zwei Alternativen: sich dem Islam zu unterwerfen – was es ablehnte – oder zu kämpfen.

So lag der Jihad zwar im achten Jahrhundert am Boden, aber er war doch nie ausgezählt. Er wartete ab, während Imperien aufstiegen und stürzten und offenbarte sich schließlich wieder in Gestalt der jüngsten Neuankömmlings auf der Bühne der Eroberung der Welt, den Türken (die, was die Ironie noch steigert, den Jihad stärker verehrten und praktizieren als ihre arabischen Vorgänger).

So betrachtet waren Konstantinopels Todfeind niemals wirklich die Araber oder die Türken; es war der Islam, der, während er in den Jahrhunderten dazwischen Hochs und Tiefs erlebte, seine Anhänger – zuerst Araber, dann Türken – zu existenziellen Feinden machte, die sich dem Abschlachten und der Unterwerfung von Ungläubigen hingeben, wann immer das möglich ist.

Bedenken Sie jetzt, welchen Bezug diese „uralte“ und „ferne“ Geschichte zu den jüngsten Ereignissen hat. 2005, auf der Höhe des US-Siegs in Afghanistan, als sowohl Al-Qaida als auch die Taliban so gut wie ausgerottet waren, wurde Ayman al-Zawahiri (der aktuelle Führer der Al-Qaida) zum Status der beiden Organisationen gefragt, die im Einsatz verloren gegangen waren. Seine folgende Antwort hat sich nach dem 15. August 2021 als wahr erwiesen:

Jihad auf dem Weg Allahs ist größer als jeder Einzelne oder Organisation. Er ist ein Kampf zwischen Wahrheit und Falschheit, bis Allah, der Allmächtigte, die Erde und diejenigen, die auf ihr leben, übernimmt. Mullah Mohammed Omar und Scheik Osama bin Laden – möge Allah sie vor allem Übel schützen – sind lediglich zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen Wahrheit [Islam] und Falschheit [Nicht-Islam] über die Zeit hinausgeht (Al Qaeda Reader, S. 182, Hervorhebung hinzugefügt)

Bedenken Sie ebenso, was Mohammed Arif Mustafa, ein Talibankommandeur, erst letzte Woche sagte:

Eines Tages werden die Mudschaheddin den Sieg haben und das islamische Gesetz wird nicht nur nach Afghanistan kommen, sondern in die ganze Welt. Wir haben keine Eile. Wir glauben, er wird eines Tages kommen. Der Jihad wird nicht vor dem letzten Tag enden. [Hervorhebung hinzugefügt]

Bedenkt man den Zustand der Welt, die aktuelle militärische und wirtschaftliche Dominanz des Westens und die allgemeine Schwäche der muslimischen Welt, dann klingen solche Behauptungen sicherlich lachhaft. Wie gesehen hat die Zeit hingegen eine Art die Tische zu drehen und was einst unmöglich schien unmittelbar bevorstehend zu machen.

Kurz gesagt: Solange der Islam existiert, mag der Jihad am Boden liegen, aber er ist niemals ausgezählt. Es mag Jahre dauern, Jahrzehnte und Jahrhunderte; sein Name und seine Gestalt mögen sich seit den arabischen Kalifaten des achten Jahrhundert über die türkischen Sultanate des fünfzehnten Jahrhunderts bis zu der lockeren Mischung aus ISIS, Al-Qaida, Taliban, Hamas, Hisbollah, Boko Haram, al-Schabaab usw. des 21. Jahrhunderts verwandeln und verändern – aber er ist immer vorhanden, oft schlummernd, ja, jedoch immer bereit bei der ersten sich ergebenden Gelegenheit zuzuschlagen.

Wie wird er genannt werden, welche Gestalt und welche neuen Überfälle wird er in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten wird er annehmen?

Muslimisches Durchhaltevermögen vs. westliche Kurzsichtigkeit: Die wahre Lektion aus Afghanistan

Raymond Ibrahim, 17. August 2021

Osama bin Laden, Mullah Muhammad und Aymon al-Zawahiri

In einem Interview aus dem Jahr 2005 wurde al-Qaidas Ayman al-Zawahiri zum Status von Osama bin Laden, dem damaligen Führer von al-Qaida, und Mullah Omar, dem damaligen Führer der Taliban gefragt – der beiden Männer, die am stärksten in die Terroranschläge vom 11. September 2001 auf die USA verwickelt waren (bin Laden für die Planung, Omar dafür die logistische Hilfe und Zuflucht zur Verfügung stellte).

Es waren vier Jahre vergangen, seit die USA in Afghanistan einmarschiert waren, die Taliban stürzten und Jihadisten aller Couleur in die Flucht geschlagen hatten; und es gab eine ganze Weile nicht einen einzigen Pieps, weder vom Führer der al-Qaida noch vom Führer der Taliban.

Al-Zawahiris Antwort, die ich für mein Buch The Al-Qaida Reader (2007) übersetzte, ist mir immer im Gedächtnis geblieben. Er sagte:

Jihad auf dem Weg Allahs ist größer als jeder Einzelne oder jede Organisation. Es ist ein Kampf zwischen Wahrheit und Lüge, bis Allah, der Allmächtige die Erde und die auf ihr leben übernimmt. Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden – möge Allah sie vor allem Übel schützen – sind lediglich zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen der Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet. (S. 182, Hervorhebung hinzugefügt)

Beachten Sie die Anwendbarkeit – wenn nicht gar prophetische Natur – dieser Antwort im Licht der aktuellen Entwicklungen: Vor zwanzig Jahren marschierten die USA – die einzige Supermacht der Welt – in Afghanistan ein, einem der schwächsten und ärmsten Länder; sie arbeiteten ihre Feinde schnell ab und schlugen ihre Zelte auf, betrieben Nation-Building und importierten „Demokratie“; und schließlich eliminierten sie ihre Erzfeinde, Osama bin Laden und Mullah Omar.

Für viele sorglose westliche Beobachter war es ein uneingeschränkter und durchschlagender US-Sieg.

Und doch … und doch haben die USA zwei Jahrzehnte, Milliarden US-Dollar und tausende amerikanischer Soldatenleben später nichts, was sie vorweisen können, sondern Afghanistan wird eine viel größere Bedrohung werden als je zuvor (nicht zuletzt, weil die Taliban – eine „radikalmuslimische“ Gruppe, die gerade das „islamische Emirat“ Afghanistan ausgerufen hat – amerikanische Waffen und Ausrüstung im Wert von Milliarden eroberten).

Was ging schief? Vielleicht kann der folgende Gegensatz – der eher Diktum – helfen: Während Muslime eine langfristige, geduldige Sicht auf die Geschichte haben, haben Westler eine sehr kurze, kurzsichtige Sichtweise; Muslime behalten ihre Gepflogenheiten bei und warten in Momenten der Niederlage auf den richtigen Augenblick („Wir mögen am Boden liegen – solange wir nicht tot sind, sind wir immer noch im Spiel“), Westler hingegen erkennen dem Vorübergehenden zu viel Bedeutung zu – besonderen Errungenschaften oder Markern in Zeit und Raum.

Ein konkretes Beispiel: Die wilde Euphorie, die die Medien nach dem Tod von Osama bin Laden 2011 im Sturm eroberte. Damals erklärte CNNs Sicherheitsanalyst Peter Bergen: „Bin Laden zu töten ist das Ende des Kriegs gegen den Terror. Wir können das jetzt sozusagen ankündigen.“ Bergen bestand darauf, dass die „ikonische Natur von bin Ladens Persönlichkeit“ nicht ersetzt werden kann und riet weiter: „Es ist an der Zeit weiterzugehen.“

Ein weiterer CNN-Analyst, Fareed Zakaria, versicherte uns: „Das ist ein gewaltiger, verheerender Schlag für al-Qaida, die bereits vom Arabischen Frühling verkrüppelt ist. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass dies im wahrsten Sinne des Wortes das Ende von Al-Qaida ist.“

Und doch … und doch ist ein ganzes Jahrzehnt nach bin Ladens Tod nicht nur sein ursprünglicher Rückzugsort, ein von den Taliban beherrschtes Afghanistan, wieder aktiv, sondern auch al-Qaida.

Warum? Zitieren wir wieder Ayman al-Zawahiri, den Führer der Terrororganisation: „Mullah Muhammad Omar und Scheik Osama bin Laden … sind nur zwei Soldaten des Islam auf der Reise des Jihad, während der Kampf zwischen Wahrheit [Islam] und Lüge [Nichtislam] die Zeit überschreitet.

Tötet diesen oder jenen Jihadisten; erobert dieses oder jenes muslimische Land; unterstützt diese oder jene Regierung und importiert diese oder jeden westliche Ideologie oder Art zu regieren – solange der Islam gesund und munter ist, wird auch die „Reise des Jihad“ weiter gehen, selbst wenn er ein unmerklicher Puls unter der Oberfläche ist, der sich nur dann  offenbart, wenn die richtige Zeit gekommen ist.

Darauf können Sie immer wetten.

Islamischer Jihad und das Mittagsläuten der Kirchenglocken: Die Belagerung Belgrads

Raymond Ibrahim, 22. Juli 2021

Gemälde der Schlacht von Belgrad mit Hunyadi und Capstrano ganz vorne

Am 22. Juli 1456 erzielte der Westen einen seiner größten Siege über den Jihad.

Drei Jahre nach der Eroberung Konstantinopels marschierte der osmanische Sultan Mohammed II. im Frühjahr 1456 an der Spitze von mehr als 100.000 Türken auf die strategische Festungsstadt Belgrad, dem Schlüssel nach Westeuropa.

Im Bewusstsein all der Toten, der Zerstörung und schwindelerregenden Gräueltaten, die dieser muslimische Marsch ankündigte – die Erinnerung an die Plünderung Konstantinopels war immer noch frisch – fegte eine große Panik durch die Donauregion. Selbst der ungarische König Ladislaus V. floh aus seiner Hauptstadt nach Wien (unter dem Vorwand, er ginge „jagen“).

Nur einer hielt die Stellung – einzig Johann Hunyadi, der Woiwode von Transsylvanien, der schon lange ein Stachel im Fleisch der Türken gewesen war. Selbst als der König nach Westen floh, eilte Hunyadi an die östliche Grenze, der türkischen Armee entgegen statt von ihr fort. Er bemannte sofort auf eigene Kosten die Festung Belgrad mit 6.000 altgedienten Kämpfern. Er flehte zwar die Adligen um Hilfe an, aber es waren nur wenige dafür empfänglich.

Derweil ging der 70-jährige Franziskanerpater Giovanni da Capistrano nach Südungarn und rief die Menschen auf das Kreuz zu nehmen und ihre Nation gegen den Islam zu verteidigen. Seine „brennende Leidenschaft, die Seele durchbohrende Redegewandtheit und heldenhaften Entbehrungen“ setzten zehntausende der Unterklasse in Brand. Es dauerte nicht lange, bis eine massive Kreuzfahrer-Streitmacht von etwa 40.000 Bauern Capistrano folgte.

Die Welt war auf den Kopf gestellt: „Wo ist der französische König“, fragte ein zeitgenössisches Dokument, „der sich selbst als christlicher König bezeichnen will? Wo sind die Könige von England, Dänemark, Norwegen, Schweden…? Unbewaffnete Bauern, Schmiede, Schneider, Handelsleute gehen vor den Heeren her!“

Bis Ende Juni hatte Mohammeds riesige Streitmacht Belgrad erreicht und umstellt. Solle die Stadt fallen, würden ganz Ungarn und weitere Bereiche im Westen den Horden aus Asien offenliegen und schließlich von ihnen überschwemmt werden.

Am 4. Juli befahl Mohammed den Beginn des Beschusses mit schwerer Artillerie. Das Krachen und Tosen des Kanonenfeuers war so donnernd, dass es noch in hundert Meilen Entfernung zu hören war. Zwölf Tage später, am 16. Juli, unterbrachen massive Lücken diese einst beeindruckende Festung.

Da erschien Hunyadis Heer, das in behelfsmäßigen Kriegsfahrzeugen die Donau hinabtrieb. Daneben marschierte auf dem Land Capistrano mit seinem Heer. Angesichts der kläglichen christlichen Flotte, die sich ihren professionellen Galeonen näherte, von denen viele mit Ketten zusammengeschlossen waren und einen riesigen Damm über das Wasser bildeten, spotteten die Türken, auch wenn sie sich für den unvermeidbaren Zusammenstoß wappneten. Auf das Signal hin – laute Schreie „Jesus! Jesus!“ – krachte die christliche Flottille in die zusammengeketteten muslimischen Schiffe.

In der Donau floss heißes Blut, als fünf Stunden lang eine brutale Schlacht auf dem Fluss stattfand. Die massiven Ketten der osmanischen Schiffe brachen schließlich entzwei und die christliche Flotte schaffte es Belgrad zu verstärken, das am Ende war.

Der spektakuläre Anfangserfolg für die Entsetzungs-Streitmacht war für das riesige muslimische Heer nur ein Kratzer. Am selben Tag explodierten die osmanischen Kanonen – inzwischen lebende Instrumente des Zorns des Sultan – in einem Trommelfeuer, das Belgrad in seinen Grundfesten erschütterte.

Eine weitere Woche lang donnerten die Kanonen weiter, bis der Großteil der Wälle Belgrads sich nur noch auf Bodenhöhe befanden. Dann konnte man bei Tagesanbruch des 21. Juli viele Meilen weit „das unablässige Schlagen der Trommeln hören, die den Angriff ankündigten.“ Scharen von Muslimen eilten unter „Allah! Allah!“-Rufen auf die baufällige Festung zu.

Sobald sich tausende Türken zwischen die zerbrochenen Mauern und der Zitadelle drängten, wurde das Signal gegeben. Unter dem durchdringenden Klang der Hörner machten Hunyadi und seine Männer einen Ausfall aus der Zitadelle, während Scharen versteckter Bauern-Kreuzfahrer auf den Mauern und hinter den Türken auftauchten. Die Muslime saßen zwischen Hammer und Amboss in der Falle. Ein Bericht stellt es so dar:

Es ergab sich ein furchtbarer Kampf. Die Türken waren zwar im Vorteil, da sie zehn zu eins überlegen und bis an die Zähne bewaffnet, während die meisten ihrer Gegner kaum bewaffnet waren. In jeder Straße gab es ein Handgemenge, aber am wildesten war der Kampf auf der engen Brücke zur Zitadelle der Stadt, wo Hunyadi persönlich das Kommando führte, und auf den Bollwerken, die von den Kreuzfahrern verteidigt wurden, die hastig auf Flößen über den Fluss geschafft worden waren.

Obwohl sie zahlenmäßig und an Waffen so stark im Nachteil waren, behaupteten sich die Christen – einschließlich Hunyadi, der in ihrer Mitte wie ein einfacher Fußsoldat kämpfte – und schafften es viele Türken zu töten.

Die Muslime ihrerseits, die „wie gefräßige Bestien kämpften“, um einen osmanischen Chronisten zu zitieren, „ließen ihr Lebensblut wie Wasser in den Ort des Todes strömen und zahllose Helden schmeckten den reinen Honig des Märtyrertodes und wurden in den Armen der Huris des Paradieses aufgefangen.“

Es war nun kurz vor der Morgendämmerung des 22. Juli; die Schlacht hatte einen Tag und eine Nacht getobt und es war klar, dass die Christen, die sich an der Grenze menschlicher Leistung und Ausdauer befanden, standen am Rande des Zusammenbruchs vor der schieren Zahl ihrer einströmenden Feinde. Hoch oben auf einem Wachturm war der 70-jährige Capistrano zu sehen, wie er ein Banner des Kreuzes schwenkte und den Himmel anflehte:

Oh Jesus, wo ist deine liebevoller Gnade, die du uns von alters her erwiesen hast? Oh komm und hilf uns und teere uns nicht. Rette, o rette deine Erlösten, damit die Heiden nicht sagen: „Wo ist ihr Gott jetzt?“

An diesem Punkt begannen die in die Zitadelle und auf höher gelegene Ort zurückgedrängten Christen Feuer auf die Verehrer des Islam regnen zu lassen. Mit allem zur Verfügung stehenden Brennstoffen –  Holz, trockene Zweige, allem, was brennt – „und mit Übereinstimmung diese in Brand zu stecken“ warfen die Verteidiger „sie herunter, vermischt mit brennendem Harz und Schwefel, sowohl auf die Türken, die in den Gräben waren, als auch auf die, die die Mauern erklommen“, schreibt ein gewisser Tagliacotius der an der Schlacht teilnahm.

Nachdem alles Geschrei verklungen und der Rauch sich gelegt hatte, offenbarte die aufgehende Sonne die mörderischen Folgen. Überall um Belgrad, innerhalb wie außerhalb, befanden sich die toten und sterbenden Körper zahlloser Muslime – jenseits aller Kenntlichkeit verkohlt.

Die Gräben und der gesamte Raum zwischen den äußeren Mauern und der Zitadelle waren gefüllt mit ihren verbrannten und blutenden Kadavern. Tausende von ihnen waren dort umgekommen. Insbesondere die Janitscharen hatten so furchtbar gelitten, dass die Überlebenden unter ihnen gewaltig eingeschüchtert waren, während die Leibgarde des Sultans, der den Angriff angeführt hatte, beinahe vernichtet wurde. Nach 24 Stunden Kampf konnte der christliche Hausherr also erst einmal wieder frei atmen.

Und doch war dies in Begriffen tatsächlicher Opfer nur ein Kratzer für das gewaltige osmanische Heer, das Belgrad immer noch einkesselte. Ein weiterer Angriff wurde erwartet und Hunyadi befahl jedem unter Androhung des Todes auf seinem Posten zu bleiben, „damit sich der Ruhm des Tages nicht in Verwirrung kehrt“.

Bis zum späten Mittag des 22. Juli jedoch veranlasste ein nicht bewilligtes Scharmützel zwischen den Kreuzfahrern und den Jihadisten erstere aus Belgrad zu strömen und die Schlacht zu den Türken zu tragen. Als sie sahen, dass die Würfel gefallen waren, eilten Hunyadi und seine professionellen Krieger ihnen zu Hilfe. Bis 6 Uhr abends kämpfte das gesamte christliche Heer außerhalb der zerstörten Mauern Belgrads.

In diesem Durcheinander wurde sogar Sultan Mohammed beim Kämpfen erspäht. Inzwischen hatte die Masse der Türken, die sein Heer ausmachte, das in Erwartung eines relativ leichten Siegs ausgezogen war, genug. Als die glühenden Christen es schafften mehrere osmanische Kanonen zu erbeuten und mit ihnen auf ihre Belagerer zu schießen, verwandelte sich Demoralisierung in Panik und die Türken flohen zu zehntausenden, rissen Sultan Mohammed in ihrer Mitte mit, der „in ohnmächtiger Wut am Mund schäumte“, „während rund 50.000 weitere Türken tot vor den zerstörten Mauern Belgrads lagen.

Es war die wohl schlimmste Niederlage, die Mohammed der Eroberer in seiner langen Karriere der Terrorisierung der Christen erlitt (tatsächlich wurden im Jahr vor seinem Tod 25 Jahre später, 1481, von seinen Türken 800 Christen in Otranto in Italien rituell massakriert, weil sie den Islam ablehnten).

Und wegen dieses Sieges in Belgrad läuten mittags die Kirchenglocken – eine Tradition, die von Papst Calixtus III. ins Leben gerufen wurde, um die Zeit zu kennzeichnen, zu er eine kleine, aber aufopferungsvolle Streitmacht an Christen eine viel größere Streitmacht aus Muslimen standhielt, die entschlossen war sie auszulöschen; eine Tradition, die bis heute fortbesteht, auch in älteren protestantischen Kirche – auch wenn Christen aller Denominationen seine Bedeutung vergessen haben oder vor ihr abgeschirmt werden.

Des Islams giftige Projektionen auf Ungläubige

Raymond Ibrahim, 7. Juli 2021

Nabil H. Salama: Von Jihadisten hingerichtet wegen der Beschuldigung, er habe wie ein Jihadist gehandelt (Ayat Oraby, rechts)

Vor kurzem wurde ein Christ im Sinai von muslimischen Terroristen hingerichtet; das demonstriert eine wenig bekannte, aber interessante Tatsache: Der Grund, dass so viele „radikale“ Muslime unschuldige „Ungläubige“ ins Ziel nehmen, gründet oft auf Projektion, ein Wort, das als „die Zuschreibung der eigenen Ideen, Gefühle oder Einstellungen auf andere Menschen“ definiert wird. Ein akademischer Artikel bzw. ein Buchkapitel führt näher aus: „Projektion erlaubt dem Mörder seinen (inakzeptablen) Wunsch zu töten (foltern, vergewaltigen, stehlen, dominieren usw.) auf eine Zielgruppe oder Person zu projizieren. Das dämonisiert sein Ziel und macht noch akzeptabler es zu töten.“

So sagte der Sprecher im Video der Hinrichtung des 62-jährigen Christen Nabil H. Salama vom 17. April 2021, dass er schuldig war und getötet wurde, weil er im Sinai eine Kirche baute, die irgendwie ruchlose Tätigkeiten betrieb, die die islamische Ordnung untergraben sollten – genau das, was viele Moscheen im und mit dem Westen tun.

Genauso erstellte der Islamische Staat, nachdem er 2015 an einem Strand in Libyen 21 zumeist ägyptische Christen abschlachtete, ein Video, in dem er sein Tun als „Vergeltung“ gegen die Koptische Kirche darstellte; diese wird von ISIS und anderen „Radikalen“ regelmäßig beschuldigt muslimische Frauen zu entführen, zu foltern und zum Christentum zu konvertieren – alles Dinge, die Muslime regelmäßig Christen in Ägypten antun. (Offenbar war die Ermordung von fast 60 Christen in einer Kirche in Bagdad vor ein paar Jahren – die die Jihadisten dann ebenfalls als Vergeltung gegen die Konversionen muslimischer Frauen durch die koptische Kirche darstellten – nicht genug.)

Als ein muslimischer Kleriker sagte: „Wann immer sie [die USA] in ein muslimisches Land einmarschieren, dann schlagen sie an einem Sonntag zu“, betrieb auch er Projektion. Muslimische Mob-Aufstände gegen Christen und ihre Kirchen innerhalb und außerhalb Ägyptens finden fast immer an Freitagen statt – und das ist ganz natürlich: Denn das ist der Tag der Woche, an dem Muslime sich zum Gebet in Moscheen versammeln, nur um Predigten zu hören, die sie gegen Ungläubige aufstacheln.

Aber das vielleicht beste Beispiel ist Ayat Oraby, eine muslimische Frau, die in den sozialen Medien populär ist. In einem Video von 2016 (das um dieselbe Zeit erschien, in der eine Behörden sagten, es würde „alle zwei oder drei Tage“ Angriffe auf ägyptische Christen geben), versuchte sie so viel Feindschaft wie möglich gegen diese zu schüren. Nachdem sie die koptische Kirche als einen „Haufen Gangster“ und eine „totale Mafia“ bezeichnete, die [Ägypten] „aus dem Hintergrund heraus beherrscht“, beschuldigte sie sie des „Hortens von Waffen in Kirchen“ und „danach zu streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“, im Versuch „einen Krieg gegen den Islam“ fortzuführen.

Derweil steht Ägypten zurück in der realen Welt – die aus rund 200 Nationen besteht – an 16. Stelle auf der Liste der schlimmsten Staaten, um als Christ dort zu leben; sie erleben dort „sehr starke Verfolgung“. Die Entführung christlicher Frauen und Kinder und ihre Zwangskonversion zum Islam ist dort Alltag; ganze christliche Dörfer und Kirchen werden regelmäßig aufgrund des Gerüchts in Brand gesetzt, ein Christ irgendwo habe in den sozialen Medien Mohammed „gelästert“ oder ein Christ führe eine Beziehung mit einer muslimischen Frau.

Aber viele Muslime wie diese Ayat Oraby, die sich ständig selbst als Opfer verstehen, sind solchen Fakten gegenüber blind; ihre Vorstellung von der Realität ist vom Islam geprägt. Und wenn der Islam ständige Feinschaft gegen den „anderen“ fordert, der unterworfen und unterwandern wird, dann bedeutet das, dass der „andere“ ständig daran arbeitet Muslime zu unterwerfen und zu unterwandern.

Orabys Anschuldigungen, Ägyptens Christen würden die Ereignisse „aus dem Hintergrund heraus“ kontrollieren, ist so ironisch wie alt. 2010 beschwerte sich der prominente ägyptischer Kleriker Khalid al-Jundi, in Ägypten würden „Muslime weniger Rechte haben als Christen und hätten nicht einmal das Reicht ihren Glauben zu leben wie die Christen“. In Wirklichkeit und wie durchaus bekannt ist, sehen sich christliche Kirchen gewaltigen Einschränkungen ausgesetzt; allein schon von einem Gebäude zu reden löst Massenkrawalle und Angriffe auf Christen aus.

Darüber hinaus: Ist es in einem Land, in dem der Islam uneingeschränkt herrscht; in dem die Scharia (die die Unterjochung von Nichtmuslimen gebietet, so wie in Sure 9,29) Teil der Verfassung ist; in dem jedes Segment der muslimischen Bevölkerung – von Terroristen über Mobs bis zur Obrigkeit selbst – christlichen Minderheiten auf verschiedenen Ebenen schikaniert; wo Christen über Jahrhunderte der Verfolgung konditioniert worden sind dankbar zu sein wenn sie einfach in Ruhe gelassen werden – angemessen zu glauben, dass dieselben, geknechteten „Ungläubigen“, die nur zehn Prozent der Bevölkerung stellen, einen gewalttätige Machtübernahme Ägyptens planen?

Orabys Behauptung, Ägyptens Christen würden „in Kirchen Waffen horten“ und „danach streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“ um weiter „Krieg gegen den Islam zu führen“ ist nur ein weiterer veralteter Vorwurf. Mohammed Salim al-Awwa, früherer Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter, erschien einmal auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten in einer wilden Triade „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu lagern“ – importiert ausgerechnet aus Israel, das er „das Herz der koptischen Sache“ nannte – und „Krieg gegen Muslime vorzubereiten und zu führen“. Er warnte, wenn nichts unternommen werde, „wird das Land brennen“; dazu hetzte er Muslime auf „der Stärke der [koptischen] Kirche entgegenzuwirken“.

In Wirklichkeit sind alles, was brennt, von muslimischen Mobs und Terroristen angezündete koptische Kirchen – so wie als 2013 nach dem Sturz des Muslimbruders Mohammed Morsi fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Darüber hinaus sind es Muslime, die Waffen schmuggeln und horten, darunter in Moscheen, um ihre separatistischen Jihade zur Abspaltung von „Ungläubigen“-Mächten zu schüren.

Kurz gesagt und wie der Aktivist Mounir Bishai es einst ausdrückte:

Plötzlich schalteten wir [die koptischen Christen] von Beschwerden auf Selbstverteidigung, von der Einforderung unserer Rechte in den Versuch die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass wir anderen ihre Rechte nicht vorenthalten… Heute werden wir beschuldigt Waffen anzuhäufen… Wie sind wir auf einmal von Verfolgten zu Verfolgern geworden, von der schwachen [Seite] in die starke und tyrannische, von der angegriffenen [Seite] in die ehrlosen Angreifer, von der armen [Seite] in die der reichen Ausbeuter? Wie konnten diese Lügen sich so weit verbreiten, ohne dass wir irgendwie Boden gutmachten oder unsere Lage auch ein winziges Bisschen verbessern?

Selbst im Bereich der Theologie sind Muslime fähig die Vorstellungen des Islam zu Jihad und „Märtyrertum“, des Kampfs für den Islam bis zum Tod, auf christliche Theologie zu projizieren. Inmitten der Beschuldigungen, dass die Kopten Waffen anhäufen, um Krieg gegen die Muslime zu führen, erklärte einst die Al-Azhar-Gelehrtenfront, die aus Absolventen der Al-Azhar besteht:

Das Christentum … definiert ständig seine offene und versteckte Politik der Eliminierung aller seiner Rivalen oder Entwürdigung [der Anhänger anderer Religionen] und beraubt sie jeglicher Gründe zu leben, so dass sie gezwungen werden zum Christentum zu konvertieren.

Fakt ist, dass das genau das ist, was der Islam tut: [er] „eliminiert alle seine Rivalen“ durch Jihad; oder erniedrigt über die Institution des Dhimmitums „[Anhänger anderer Religionen] und nimmt ihnen jeden Grund zu leben, so dass sie gezwungen werden zum Islam zu konvertieren“.

Ebenso wurde auch, als Bischof Bishoy erklärte, Ägyptens Christen seien wegen der Zunahme ihrer Verfolgung am Punkt des Märtyrertums angelangt, das gründlich als Erklärung von „Krieg bis zum Tod“ „islamisiert“, auch durch al-Awwa, der in seiner Tirade behauptete: „Vater Bishoy erklärte, dass sie am Punkt des Märtyrertums stehen, was nur Krieg heißen kann. Er sagte: ‚Wenn ihr von unseren Kirchen redet, werden wir den Punkt des Märtyrertums erreichen.‘ Das bedeutet Krieg!“

Natürlich lautet die Vorstellung, dass ein Märtyrer jemand ist, der Krieg führt und im Jihad – im „heiligen Krieg“ – stirbt (z.B. Sure 9,111). Selbst das maßgebende Hans Wehr Arabic-English Dictionary übersetzt Schahid („Märtyrer“) als „jemand, der im Kampf mit Ungläubigen getötet wird“. Andererseits hat christliches Märtyrertum immer bedeutet verfolgt und getötet zu werden, weil man es ablehnt dem Christentum abzuschwören – und das ist genau die Definition, die auf Ägyptens Christen zutrifft, die Definition, die Bischof Bishoy eindeutig meinte.

Zufälligerweise sind muslimische Projektionen auf koptische Christen beispielhaft für muslimische Projektionen auf alle Christen – tatsächlich auf alle Nichtmuslime (einschließlich, wenn nicht insbesondere Juden und Israel). Die Kopten liefern lediglich ein eindringliches Beispiel für das Phänomen.

Um es zusammenzufassen:

  • Muslime entführen regelmäßig christliche junge Frauen, missbrauchen sie, unterziehen sie einer Gehirnwäsche und zwingen sie zu konvertieren – und jetzt werden Christen beschuldigt genau das zu tun.
  • Muslime schmuggeln und horten regelmäßig Waffen, auch in ihren Moscheen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau das zu tun.
  • Muslime versuchen ständig Staaten Ungläubiger abzuspalten oder zu erobern – und jetzt werden Ägyptens Christen beschuldigt genau das zu tun.
  • Gemäß ihrer Doktrin von Jihad und Dhimmitum versuchen Muslime Ungläubige auszulöschen oder zu unterwerfen –und jetzt werden Christen so dargestellt, sie würden genau das versuchen.
  • Regelmäßig bricht freitags islamische Gewalt aus und jetzt werden Christen (oder ein Westler) beschuldigt sonntags gegen den Islam vorzugehen.
  • Islamisches Märtyrertum bedeutet andere und sich selbst zu töten während man Jihad führt um den Islam zu stärken – und jetzt wird christliches Märtyrertum, das immer bedeutet hat lieber den Tod zu akzeptieren als dem Glauben abzuschwören, als genau dasselbe definiert.

Schlussendlich bietet dieser ausführliche Exkurs in islamische Projektion einen weiteren, genauso wichtigen Hinweis: Wenn zivilisatorische Projektion die Welt des Islam derart durchdringt, könnte das auch der Grund sein, dass die Leute im Westen – von denen sich die meisten zum Christentum bekennen oder zumindest von dessen Ethik und Bräuchen beeinflusst sind – die Realitäten des Islam nicht akzeptieren können? Weil sie auch die Ideale ihrer religiösen Überlieferung – eine, die gegenüber Feinden Liebe, Toleranz und Vergebung predigt – auf Muslime und den Islam projizieren und daher darauf bestehen sie in einem positiven Licht zu sehen?