„Jihadisten-Beihilfe“ im Westen

Raymond Ibrahim, 8. Februar 2021

Khuram Butt und der bei dem Terroranschlag verwendete Van; Anjem Choudary (rechts)

Wenige Beziehungen haben eine Seite, die einfach offen gibt und eine andere, die nur nimmt, wie es die Beziehung zwischen dem Westen und dem Islam ist. Nach Angaben eines Berichts vom 1. Februar 2021 hat „der britische Steuerzahler der Witwe des Planers hinter dem Anschlag auf der London Bridge im Jahr 2017 mehr als £15.000 gelöhnt, während die Familien von Opfern gleiche finanzielle Unterstützung versagt wurde.“

Zahran Rehmans Eheman Khuram Butt und zwei weitere Muslime töteten bei diesem Anschlag acht Menschen und verletzten weitere 48, indem sie sie mit einem Van überfuhren und mit Messern auf sie einstachen. Hätte die Polizei es nicht geschafft die drei Terroristen zu erschießen, wären wahrscheinlich viele weitere Passanten getötet worden.

Der von einigen Briten gefühlte Widerwille, als sie erfuhren, dass ihre Steuergelder an die Frau eines barbarischen Terroristen gingen, wird von der Tatsache noch verbittert, dass die Beweise –trotz ihrer Behauptungen, das sei nicht so – nahe legen, dass sie seine „ISIS-Weltanschauung“ kannte und sogar geteilt haben dürfte: „Ich wusste, es bestand die Möglichkeit, dass er nach Syrien gehen wollte“, gestand sie ein, „aber er sagte mir nie, dass er dieses Land hasst und dieses Land angreifen wollte.“ Eine solche Verteidigung ist mehr als dumm: Nach Syrien gehen und für den Islamischen Staat kämpfen zu wollen, ist gleichbedeutend damit Britannien und jede „Ungläubigen“-Nation zu hassen. Darüber hinaus

ist Frau Rehman auf in der Anhörung zur Verfügung gestellten Videobeweisen zu sehen, wie sie mit ihrem extremistischen Ehemann darüber redet britische Flughäfen nach radikalen Islamisten zu benennen… Ein weiteres vor der Ermittlung vorgelegtes Video zeigte das Paar auf seiner Hochzeitsreise in Pakistan und wie ihr Ehemann „Dawlat al-Islamiyah“ bejubelt – ein Spitzname für den Islamischen Staat. Rehman bestreitet, da sie verstand, was Butt sagte und behauptet, sie würde Arabisch nicht verstehen.

An einer Stelle im Video schlug sie sogar vor einen Londoner Flughafen nach dem berüchtigsten Hassprediger Großbritanniens zu benennen, Anjem Choudary, einem Mann, der half ihren mörderischen Ehemann zu „radikalisieren“ und wegen seiner Verbindungen zu ISIS fünf Jahre im Gefängnis verbrachte. Mit ihrem Vorschlag konfrontiert, tat sie das als „nur einen dummen Witz“ ab.

Es ist noch ironischer – oder vielsagender – dass sie Anjem Choudary erwähnte (mit ich einmal eine Debatte führte). Das ist derselbe Mann, der – während er all die üblichen Überzeugungen hatte, die derzeit als „extremistisch“ bezeichnet werden – auch noch Muslime ermutigte Sozialleistungen von ihren gehassten Feinden, den Ungläubigen, zu bekommen, so wie Rehman davon profitiert.

2013 wurde Choudary heimlich auf Video aufgenommen, wie er einem muslimischen Publikum sagte, es solle seinem Beispiel folgen und von der Regierung „Jihad Seeker Allowance“ („Jihadisten-Beihilfe“) zu erhalten [ein Wortspiel zu „Job Seeker’s Allowance – Arbeitslosengeld]. Der vierfache Vater, der damals jährlich mehr als 25.000 Pfund Sterling an Sozialleistungen erhielt, bezeichnete britische Steuerzahler als „Sklaven“ und fügte hinzu:

Wir nehmen die Jizya, die unser haq ist [Arabisch für „Recht“], auf jeden Fall. Die normale Situation ist übrigens, Geld von den Kafir [Ungläubigen] zu nehmen, nicht wahr? Das ist also die normale Situation. Sie geben uns das Geld – ihr arbeitet, gebt uns das Geld, Allahu Akbar! Wir nehmen das Geld. (Anmerkung: Das Video von Choudary, wie er das sagt, wird in „Lights Out: When Islam Rules America“ [Lichter aus: Wenn der Islam Amerika beherrscht] gezeigt, das auf BitChute HIER und auf YouTube HIER zu finden ist.)

Gemäß Sure 9,29 des Koran ist Jizya ein finanzieller Tribut, den unterworfene Nichtmuslime (dhimmis) an Muslime als Preis dafür zahlenmüssen, dass man sie nicht tötet. Diese Praxis wurde, dank europäischem Eingreifen, erst (formell) im 19. Jahrhundert abgeschafft.

Coudarys Haltung zum Akzeptieren von Geld von Ungläubigen – und dass Rehman das akzeptiert – stammt nicht aus dem islamischen Mainstream. Etwas früher zum Beispiel sah ich eine Diskussion am runden Tisch über US-Auslandshilfe für Ägypten im Al-Hafiz TV, einem arabischsprachigen islamischen Sender. An einer Stelle bestand einer der Gäste, ein Kleriker, darauf, dass die USA mit Verachtung behandelt werden müssen, wie ein niederer und geknechteter Dhimmi; dass Ägypten die USA dazu bringen muss seinen Forderungen nachzukommen; und dass dann all das Geld, das die USA Ägypten an Auslandshilfe anbieten, als rechtmäßig verdiente Jizya genommen werden kann.

Der muslimische Kleriker empfahl darüber hinaus, dass Ägypten den USA gegenüber weniger kooperativ sein sollte – während es gleichzeitig mehr monetäre Hilfe fordert. Dann „wird Amerika akzeptieren; es wird unsere Hände küssen; und es wird auch seine Hilfe verstärken. Und wir werden seine Hilfe als Jizya betrachten, nicht als Hilfe. Aber zuerst müssen wir ihm Pflichten auferlegen.“

Als der Moderator den gelehrten Kleriker fragte: „Schulden die Amerikaner uns Jizya?“, antwortete dieser: „Ja“ – das ist der Preis, den die Amerikaner zahlen müssen, „damit wir sie in Ruhe lassen können!“

Auf jeden Fall haben wir hier eine weitere Weise, wie die liberale Linke und der illiberale Islam einander ergänzen: der eine gibt dumm, während der andere egoistisch nimmt – und seinen Wohltäter verachtet und seine Vernichtung plant.

Besonders Großbritannien lebt davon diesem Modell zu entsprechen. Nach Angaben eines aktuellen Berichts soll ein Verbot, das Anjem Choudary vom Predigen abhält – er hatte neben Butt mehrere andere muslimische Mörder „radikalisiert“ – im Mai 2021 aufgehoben werden „und jetzt fürchten die Sicherheitskräfte, dass Choudary seine Kampagne zur Radikalisierung junger Muslime sofort wieder aufnehmen wird“.

Was auch sonst.

Töten und Sterben für die Huris: Islams himmlische Huren

Raymond Ibrahim, 17. Dezember 2018 (PJ Media)

Aus einem Bericht von Palestinian Media Watch vom 5. Dezember:

Nach einem aktuellen Terroranschlag, bei dem der Terrorist auf 4 israelische Polizisten einstach und verletzte, las ein Moderator im offiziellen PA-Fernsehen ein Gedicht zu Ehren des Terroristen vor. Das Gedicht verherrlicht den Märtyrertod im Kampf und erklärt, dass die 72 „dunkeläugigen“ Jungfrauen im Paradies, die die Märtyrer gemäß der islamischen Tradition heiratet, sich nach dem palästinensischen Märtryrer „verzehren“.

Wer sind diese „dunkeläugigen Jungfrauen im Paradies“, die sich nach den Märtyrern „verzehren“? Der passende Begriff für diese Wesen lautet al-hur al-‘ayn, allgemein über die Transliteration als Huris bekannt. Es handelt sich um übernatürliche, himmlische Frauen – „mit großen Augen“ und „vollbusig“, heißt es im Koran (Sure 56,22; 77,33) – geschaffen von Allah zu dem ausdrücklichen Zweck seine Lieblinge auf ewig sexuell zufriedenzustellen. (Ob das deutsche Wort „Hure“ etymologisch mit dem arabischen huri verbunden ist oder nicht, zeigt sich als überflüssig, da beide ja derselben Funktion zu dienen scheinen.)

In einer der kanonischen Hadithe – eine Mohammed zugeschriebene Äußerung, die vom (sunnitischen) Mainstram-Islam als wahr anerkannt wird – die alle jihadistischen Organisationen regelmäßig anführen, sagt Mohammed:

Der Märtyrer [schahid, einer der für den Islam stirbt] ist für Allah etwas Besonderes. Ihm ist vom ersten Blutstropfen an [den er vergießt] vergeben. Er sieht seinen Thron im Paradies… Und er wird mit zweiundsiebzig huris kopulieren. [Siehe auch Sure 44,54, 52,20, 55,72 und 56,22.]

Die Huris mögen dem westlichen Gemüt leicht bekleidete Geistwesen aus wilden Erzählungen der Arabischen Nächte heraufbeschwören – und damit als „Märchen“ ohne Inhalt irgendjemanden zu inspirieren abgetan werden – lautet die Tatsache, dass das Sehnen nach diesen unsterblichen Konkubinen muslimische Männer in der Vergangenheit wie in der Gegenwart zu Taten selbstmörderischen Terrors getrieben haben, wie sie sowohl in muslimischen als auch westlichen Geschichtsquellen aufgezeichnet sind.

„Was religiösen Enthusiasmus und Inbrunst für den heiligen Krieg angeht“, schreibt der Historiker Marius Canard, „so ist gewiss, dass zahlreiche Muslime von dieser Geisteshaltung bewegt wurden… Es gibt zahlreiche Berichte, die beschrieben, dass Kämpfer mit freudigem Herzen in den Tod gingen, weil sie Vorstellungen der himmlischen Huri sahen, die nach ihnen riefen und ihnen Zeichen geben.“

Wie in meinem aktuellen Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West dokumentiert ist, sind die Huris auf den Schlachtfeldern stets präsent, locken ihre potenziellen Liebhaber – die Jihadisten – in ihre Arme zu eilen, indem sie sich in wilde „Märtyrertaten“ stürzen. Das ist in der ersten großen militärischen Begegnung des Westens mit dem Islam ersichtlich, der schicksalhaften Schlacht von Yarmuk (636). Dort stieß ein Muslom auf einen gefallenen Kameraden „der auf dem Boden geschlagen war und ich sah, wie er seine Finger zum Himmel hob. Ich begriff, dass er jubilierte, denn er sah die Huris.“ En anderer arabischer Stammesführer sagte seinen Männern, dass ein Frontalangriff auf die „christlichen Hunde“ gleichbedeutend damit sei „den Huris in die Arme zu eilen“. Die muslimischen Prediger hörten nicht auf die Kämpfer [in Yarmuk] zu ermutigen: Bereitet euch auf die Begegnung mit den Huris mit den großen schwarzen Augen vor“, erklärte ein mittelalterlicher persischer Historiker. „Und seit gewiss, es hat nie einen Tag gegeben, an dem mehr Köpfe fielen als am Tag des Yarmuk.“

Fast ein Millennium später, in der Nacht vor der Brandschatzung Konstantinopels 1453, führten die osmanischen Türken ebenfalls die Huris an, um den Kampfgeist der Männer anzufachen. „Wanderderwische besuchten die Zelte, um ihnen den Wunsch nach dem Märtyrertum und die Zusicherung, ein ewiges Leben an den Flüssen und Gärten des Paradieses und in den Armen der schwarzäugigen Jungfrauen [Huris] zu verbringen, einzuflößen.“ In der wichtigen Schlacht von Mohacs 1526 schlugen siebentausend muslimische Invasoren – beschrieben als Verehrer des „Jihad und des Märtyrertums“, begierig auf „ein fortwährend glückliches Leben“ mit „den Huris“ – das bis dahin mächtige Königreich Ungarn, bauten eine gewaltige Pyramide aus Köpfen und kehrten mit einhunderttausend Sklaven nach Konstantinopel zurück.

Von Anfang an haben westliche Beobachter die faszinierenden Auswirkungen des Sirenenrufs der Huris bestätigt. Marco Polo (gest. 1324) erklärte, warum die Hassassinen (daher das englische Wort „assassin“ – Attentäter/Meuchelmörder – Nizari Ismailis, eine schiitische Sekte) nach der Ermordung ihres Ziels nicht flohen, sondern warteten, um von den Wächtern oder Männern ihrer Opfer kleingehackt zu werden: Sie waren begierig darauf „das Paradies zu betreten, wo jede Art sinnlicher Erfüllung zu finden war, in der Gesellschaft der wunderschönen Nymphen [Huris].“

In einem „interreligiösen Dialog“ zwischen dem Kalifen Omar II. und Kaiser Leo III. schrieb letzterer: „Wir [die Christen] erwarten nicht dort [himmlischen] Umgang Frauen zu genießen, die auf ewig Jungfrauen bleiben“, denn „wir glauben nicht an solche einfältige Geschichten, die von extremer Ignoranz und Heidentum geweckt werden.“ Aber „für euch, die ihr fleischlichen Lastern hingegeben seid und die nie eine Grenze derselben gekannt habt, ihr, die eure Vergnügungen allem Guten vorzieht, ist es genau deer Grund, dass ihr das himmlische Königreich als nicht wertlos betrachtet, wenn es nicht mit Frauen bevölkert ist“, die für Sex zu Verfügung stehen – ein Verweis auf die Huris.

Als er mit islamischer Lehre vertraut wurde, fragte sich ein Christ in Spanien, „wie das Paradies sein wird, eine Schenke unermüdlichen Fressens und ein Bordell nicht endender Verderbtheit?“ Für Nicetas Byzantinos, einen griechischen Historiker des achten Jahrhunderts, war der Koran „voller Gotteslästerungen gegen den Allerhöchsten, mit all dem üblen und geschmacklosen Dreck“, insbesondere seinem Anspruch, der Himmel komme einem „geschlechtlichen Bordell“ gleich. Das führte zu der byzantinischen Anprangerung Allahs als Betrüger-Gottheit, nämlich Satan: „Ich verfluche den Gott Mohammeds“ heißt es in einem frühen byzantinischen Ritus.

Wenn Muslime, insbesondere die salafistischer Überzeugung – praktisch alle Jihadisten sind Salafisten – die Welt des frühen Islam bewundern und ihr nacheifern, dann sollte es nicht überraschen, dass die Huris immer noch ihren Zauber ausüben. Die Beweise dafür gehen weit über Anekdoten zu Huris hinaus, die sich nach einem palästinensisch Terroristen „sehnen“, der einen israelischen Polizisten niedersticht – ganz zu schweigen von all den anderen palästinensischen Terrorakten, die mit den Huris in Zusammenhang stehen.

Naa’imut Rahman zum Beispiel, ein Muslim aus dem Norden Londons, der „schuldig befunden wegen Planung die Tore von Downing Street zu sprengen und Theresa May zu ermorden … war von der Idee motiviert nach dem Anschlag im Paradies von Jungfrauen empfangen zu werden, hörte das Gericht“. Während Gesprächen mit einem Undercover-Polizisten sagte Rahman, er sei erpicht darauf „ihren [Mays] Kopf abzutrennen, ja. Ich will in den jennah [Himmel] gehen, wenn ich das mache. Ich werde nicht zurückkommen. Ich will, dass sie mich töten, aber ich mein Ding tun, bevor ich getötet werde … [Ich habe] viel an die hur al ayn [Huris] gedacht … Inschallah [so Gott will] werde ich sie bald treffen.“

Vor der aussichtslosen Schlacht um Mossul Ende 2016 sagte der „Kalif“ des Islamischen Staats, Abu Bakr al-Baghdadi: „Alle [die im Kampf sterben] ohne Ausnahme werden als Märtyrer das Paradies betreten. Darüber hinaus werdet ihr im Paradies vier Huris mehr haben als andere Märtyrer. Denn genauso, wie ihr jetzt zu mir steht, werden sie zu euch stehen – oder unter euch oder über euch – damit ihr vergesst, was euch durch Gewalt, Tod und Erniedrigung in diesem Krieg geschehen wird.“

Ein weiteres Video, das im September 2016 auftauchte, zeigt einen kleinen Jungen, umgeben von anderen Kindern, der vom Jihad und „Märtyrertum“ singt. „Oh Huris, wir werden uns im Paradies treffen. Wir nehmen die Herrschaft Allahs an. Wir setzen die Scharia und die Sunna in Kraft.“

Um eine weitere Vorstellung zu bekommen, wie allgegenwärtig die Huris im islamischen Denken sind, bedenken Sie, ihren Einfluss auf muslimische Frauen. Während einer Fragestunden in einer islamischen Fernsehsendung rief eine Frau an, die sich empört über die Huris äußerte; sie würde „durch Eifersucht wahnsinnig“, sagte sie, ihren Ehemann zu sehen, wie er im Himmel den ganzen Tag mit diesen übernatürlich schönen Frauen kopuliert.

Der Kleriker antwortete ihr damit, dass er sagte: „Wenn du ins Paradies kommst, wird Allah deinem Herzen die Eifersucht nehmen. Und fürchte dich nicht, denn du wirst über die Huris herrschen und ihre Königin sein.“ Immer noch besorgt flehte die Muslima: „Aber muss er die Huris haben?“ Der Kleriker versicherte ihr lachend: „Schau, wenn du ins Paradies kommst, wirst du schöner sein als die Huris – du wirst ihre Herrin sein. In Ordnung? Und wenn du ins Paradies kommst, wird Allah deinem Herzen alle Eifersucht und Sorgen nehmen.“

All das ist eine Mahnung, dass das muslimische Denken und die Motivation hinter dem Jihad vielfältig und vielgesichtig ist – und sogar all jene einschließt, die gar nicht an Allah und das Leben nach dem Tod glauben.

Leider begreifen das im Westen nur wenige. So sagte ein französischer Reporter, der den Islamischen Staat infiltrierte und Zeit dort verbrachte: „Ich sah nie irgendetwas Islamisches. Keinen Willen die Welt zu verbessern“, nur „selbstmörderische“ Männer, die sich darauf freuten ihren „Weg ins Paradies“, wo „Frauen [Huris] auf uns warten“, den „Märtyrertod“ zu sterben, wie sie ihm erklärten.

Westlich-säkularem Denken würde es gut tun, wenn man aufhört die eigenen, ausschließlich materialistischen Paradigmen auf Jihadisten zu projizieren – wie es die Administration Obama machte, als sie sagte, Menschen würden sich „wegen fehlender Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ dem Islamischen Staat anschließen – und anfangen die Paradigmen und Motivationen des Islam in dessen eigenen Begriffen zu verstehen.

Jungfrauen hoffen, sie werden nicht mit dem Loser-Terroristen vom Times Square enden

The Mideast Beast, 13. Dezember 2017

Jungfrauen im gesamten Paradies beten, dass Akayed Ullah, der am Montag nahe des New Yorker Times Square eine an seiner Brust befestigte Rohrbombe zündete, seine Verletzungen überlebt und kein Märtyrer wird, nachdem er damit scheiterte, dass Ungläubige tötet.

Weil das Scharia-Recht vorschreibt, dass jeder, der für den Islam kämpfend stirbt, mit 72 Jungfrauen belohnt wird, wird Ullah, der dem IS Treue schwor, Anspruch auf sein Kontingent hat, sollte er seinen Verletzungen erliegen. Nach seinem armseligen Anschlag, bei dem seine Selbstmord-Bombenweste vorzeigt explodierte und Umstehenden nur geringfügige Verletzungen zufügte, stellte IS-Kalif Abu Bakr al-Baghdadi klar, dass alle Märtyrer ihre Jungfrauen erhalten werden, egal wie traurig und unfähig sie sein mögen.

„Hört, ich bin nicht sonderlich glücklich über einen Idioten, der seinen Jihad nicht einmal lange genug durchhalten kann, um auch nur einen einzigen Juden oder Kreuzritter zu töten, unseren Namen fallen lässt“, sagte  Baghdadi The Mideast Beast. „Aber Regel ist Regel.“

Bei den Jungfrauen, die The Mideast Beast interviewte, kam das nicht gut an.

„Ich bin mein ganzes Leben lang rein geblieben, damit ich die Ewigkeit mit einem tapferen Krieger wie Saladin oder Yassir Arafat verbringen kann“, rief eine schöne junge Jungfrau. „Wenn ich beim Jihadisten Mr. Bean hängen enden sollte, dann gibt es keinen Allah.“

Wo bleibt der Mut des Westens?

Kleine Kinder, Straußenvögel und Europa haben alle etwas gemeinsam: Wenn sie ihre Augen schließen oder ihren Kopf in den Sand stecken, glauben sie sie seien sicher.

Giulio Meotti, Israel National News, 13. September 2017

1978 hielt der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn an der Harvard University eine berühmte Rede. „Ein Rückgang beim Mut könnte das auffallendste Merkmal, das ein außenstehender Beobachter im Westen heutzutage bemerken dürfte“, sagte der Auto von „Archipel Gulag“ damals. „Die westliche Welt hat ihre Zivilcourage verloren, sowohl als Ganzes als auch getrennt für sich, in jedem Land, jeder Regierung, jeder politischen Partei und natürlich in den Vereinten Nationen. Ein solcher Rückgang beim Mut ist besonders in den regierenden Gruppen und der intellektuellen Elite bemerkbar, was den Eindruck eines Verlustes an Mut in der gesamten Gesellschaft verursacht. Natürlich gibt es viele mutige Einzelpersonen, aber sie haben keinen bestimmenden Einfluss auf das öffentliche Leben.“

Solschenizyn äußerte diese wichtigen Worte in einer Zeit, in der der Westen immer noch etwas Mut gegenüber dem Kommunismus hatte. Was hätte er heute gesagt, hätte er Europas Reaktion angesichts des islamischen Terrorismus erlebt? Und gegenüber Nordkorea?

„No tinc por“, ich habe keine Angst, ist der Slogan des Antiterror-Marschs in Spanien. Das Time Magazin nannte sie „Friedensmarschierer“. Frieden? Nachdem 15 Menschen von einer Zelle des Islamischen Staats abgeschlachtet wurden? Warum nicht stattdessen ankündigen, dass ein spanisches Bataillon sich der internationalen Koalition anschließt, die damit beschäftigt ist Raqqa zu befreien, die De-facto-Hauptstadt von ISIS in Syrien?

Unsere Offenheit vor all unseren von Terroristen Ermordeten, eine Mischung aus Nihilismus und unechtem Optimismus, ist verblüffend. Es ist so, als würde der Westen einwilligen dem radikalen Islam diesen Preis zu zahlen.

Sie haben Angst, trotz dessen, was sie behaupten. Sie schützen öffentliche Gebäude, Schulen, Einkaufszentren und öffentliche Plätze wie militärische Ziele. In Frankreich ist die Hälfte des militärischen Personals damit beschäftigt die Heimatfront zu schützen. Auf der London Bridge erschienen nach den Terroranschlägen Betonsperren als Mittel die Bürger zu beschützen.

Angst zu haben ist in dieser Situation eine natürliche Reaktion, aber Angst kann nicht das hautpwort einer Kundgebung gegen Jihadismus sein. Und nicht diese Art von „Angst“. Was ist mit Freiheit? Und westlicher Kultur? Wir sind von unserer eigenen Angst gelähmt worden.

Wir haben bei uns selbst herangezogene Jihadisten und ihre Führungspersonen in Nordafrika und dem Nahen Osten, dem Iran und Nordkorea – alle darauf aus den Westen zu vernichten. Sie verbergen ihre Absichten nicht. Wir sind diejenigen, die sich verstecken.

„Schließt eure Augen, habt keine Angst“, sagt ein Lied von John Lennon, der klägliche Tonstreifen eines Westens, der definitiv seinen militärischen, politischen und kulturellen Mut verloren hat. Nach den Terroranschlägen in Paris waren viele Menschen von John Lennons Liedern inspiriert. Es war eine klare Botschaft an die Jihadisten: Ihr könnt uns weiter abschlachten, uns ist es egal.

Stimmungsvolle Musik für den Jihad: YouTube hat Musiklisten die für ausländische Terrororganisationen und jihadistische Ideologien werben!

Alberto M. Fernandez, MEMRI, 5. Oktober 2015 (übersetzt von Cora)

Die sozialen Medien Amerikas haben in den letzten Jahren einige Fortschritte bei der Kontrolle ihrer Bereiche gemacht und Inhalte des Islamischen Staates und Al Quaeda entfernt. Facebook hat sich am meisten darin hervorgetan, offensichtlich terroristische Propaganda zu löschen um Leichtgläubige vor radikalisierenden Inhalten zu schützen. Bei Twitter gibt es noch eine Seite, auf der die Extremisten leicht zu finden sind und derzeit prahlen sie auch mit ihrer andauernden Präsenz dort.[1] Aber einige soziale Medien haben nach wie vor jede Menge Material, das, wenn es auch nicht die neuesten, modernsten oder bekanntesten Inhalte, die von ISIS verbreitet werden, doch genau diese Botschaften senden. Diese Inhalte reichen von religiösen Predigten, die die salafistische Sicht des Jihad verbreiten, bis hin zur Musik.

Die beständige Präsenz dieses Materials auf den Plattformen amerikanischer Medienfirmen unterstreicht die Herausforderung an die Algorithmen und die angeblichen Experten. Es ist nicht bekannt, welche Qualifikationen und Kriterien die Untersuchungskommitees derzeit haben und wie sie auf ihre Aufgabe vorbereitet werden – aber betrachtet man die deutlich gekennzeichneten Originale und deren hervorgestossenen Worte und Bilder, die jene Organisationen bewerben, die genau in diesem Moment Massenmorde, Vergewaltigungen und Zerstörungen in größtem Ausmaß verüben – dann machen sich beide abscheulicher krimineller Taten schuldig, und prahlen damit.

Die Europäische Union hat vor kurzem erst die Einrichtung einer Spezialeinheit bei Europol empfohlen, die Online-Inhalte, welche terroristische Handlungen glorifizieren, verfolgen und entfernen soll, aber das ist eine Mammutaufgabe.[2]

Ebenso wie man auf den Playlisten von YouTube alle möglichen Arten von Musik, diverse Künstler, Bands oder Komponisten findet, kann jeder Nutzer auch stundenlang jihadistische Musikvideos zuhören, die mit Bildern des Kampfes, der Verherrlichung der Anführer und Organisationen des Terrors und mit offensichtlicher Unterstützung von Gruppen wie ISIS oder Hamas unterlegt sind. Diese Playlisten sind Eigenproduktionen, liebevoll zusammengestellt von jugendlichen Enthusiasten und sie stützen sich ganz auf Individuen, die jene Videos posten und sie haben Namen wie „1.Khilifa Produktion“, „Söhne Bosniens“ oder „Weg zum Paradies 3“.

Eine Playliste hat den Titel „Populäre salafistische Jihad- und Nashidvideos“ und beinhaltet 152 Stücke, die von jemandem produziert wurden, der, nicht sehr verwunderlich, für den Hashtag #Salafijihadism[3] wirbt.

Diese Playliste beinhaltet nicht die berühmtesten und ausgefeiltesten Lieder des Islamischen Staates, sie tendieren eher ins Amateurhafte; die unterschiedlichen Materialien variieren auch in Bezug auf die technische und musikalische Qualität und Herkunft. Einige Videos zeigen hundert Bilder, andere dagegen hunderttausende. Einige sind gerade erst eingefügt worden, andere gibt es auf YouTube schon seit 5 Jahren und länger.

Anders als ISIS, die eifersüchtig nur für sich werben und die meisten anderen Gruppen als inakzeptabel erachten, enthält diese Playliste Inhalte, die ISIS, Al Quaeda, Hamas, verschiedene islamistische Rebellenfraktionen in Syrien und andere, eher lokale Jihadgruppen, verherrlichen.

Viele dieser Videos werden unter Titeln, wie: „Das wunderbare (Lied) der jihadistischen Nasheeds“ oder „das mutmachendste Jihadvideo“ angepriesen. Das unten gezeigte preist ISIS und beinhaltet auch eine Version des berüchtigten Mottos „baqiyya“ (hier, um zu bleiben), das bei Twitter für Pro-ISIS Nachrichten oft genutzt wird. Es scheint ein Teil der Bemühungen zu sein, die Nutzer der YouTube Videos auf die richtigen Hashtags auf Twitter zu führen.

Die meisten Musikvideos sind auf arabisch, aber einige haben englische Untertitel. Das untere ist mit dem Titel „Das allerschönste Nasheed. Lass uns gehen und kämpfen“ versehen.

Derzeit gibt es unterschiedliche Playlisten des salafistischen Jihad-Genres. Eine kurze, etwas einfache „Salafi Nasheed“ genannte und von Amir Faria erstellte, hat einige nun gelöschte Stücke in der Liste, wahrscheinlich weil sie die berühmtesten ISIS Lieder und eingebettete Bilder beinhaltet, die für den Islamischen Staat warben.[4]

Das kommt bei YouTube immer wieder vor; einige ISIS Videos werden entfernt, doch andere, von denen wohl angenommen wird, sie seien weniger verwerflich, bleiben. Obwohl sie ebenfalls für Organisationen werben, die köpfen, abschlachten kreuzigen und andere dazu ermutigt, das Gleiche zu tun. Viele der verbliebenen Lieder sind tatsächlich salafistische Jihadlieder, die die salafistisch-islamische Weltsicht unterstützen, ohne eine offensichtliche Verbindung zu den existierenden Terrorgruppen zu haben.

Eine andere Playliste, die mehr eine jugendliche Stimmung verbreitet, und kurz mit „Populäre Jihad-Videos und Nasheed“ übertitelt ist, beinhaltet 200 Lieder und umfasst ein großes Themengebiet. Die Playliste beginnt mir einem flotten Lied des Palästinensischen Islamistischen Jihads (PIJ) um dann mit Hymnen fortzufahren, die die Kämpfe in Tschetschenien und Syrien verherrlichen.[5] Bilder von Osama bin Laden, Abu Musa´ab Al-Zarquawi, dem ISIS Kommandanten Abu Omar Al-Shishani und andere tauchen immer wieder auf. Pferde, Schwerter, Gewehre und Löwen gibt es reichlich. Wie bei solchen Collagen häufig, wird ein Lied mit Bildern unterlegt, die aus anderen Medien – auch populären Kinofilmen, genommen werden. (Ridley Scotts Produktion „Königreich des Himmels“ von 2005 scheint einer der Favoriten zu sein.) Ein Jihad-Song benutzt sogar unpassenderweise den amerikanischen Weißkopfseeadler als Bild, um seine Sache zu promoten.

Bei einigen Liedern sind die Originale mit Untertiteln in den Sprachen Bahasa-Indonesisch (allgemeine Staatsprache Indonesiens), Deutsch oder Englisch versehen. Die Liste ist, um es gelinde auszudrücken, sehr vielseitig. Sie enthält sogar ein Musikvideo der libanesischen Terrorgruppe Hisbollah, dem Erzfeind aller salafistischen Jihadgruppen, wie ISIS (und natürlich ist die Hisbullah keine salafistische Gruppe). Zusätzlich zu einigen schiitischen Inhalten, hat diese Playliste auch Material, das wahrscheinlich „komödiantischen Zwecken“ dienen soll; es verbindet Ausschnitte von Hollywood-Explosionen mit echter ISIS-Musik (wie das berühmte Saleed al-Sawarim), den Geräuschen einer Schlacht und „Allahu akbar“ Rufen, die von echtem ISIS Material genommen wurden.

Anders als Twitter oder Archive.org[6] hat YouTube inzwischen einen relativ klaren Meldungsmechanismus, um terroristisches Material zu identifizieren und, hoffentlich, auch zu löschen. Das System braucht jedoch nach wie vor motivierte Privatleute, die diese Inhalte anzeiten und die aktuellen Richtlinien sind den privaten Nutzern noch völlig unbekannt. Sicher gibt es noch einige Grauzonen, die die Redefreiheit betreffen, die ins Spiel kommen. Doch betrachtet man sich die schiere Masse an Material, welches von den Ideologen von ausgewiesenen Terrororganisationen des Auslands (FTOs) offensichtlich unterstützt wird, so haben wir noch lange nicht diese sensible Zone erreicht.

[1] Washingtonexaminer.com/twitter-pressed-to-confront-terrorist-abuse/article/2559893.

[2] Europol.europa.eu/content/europol%E2%80%99s-internet-referral-unit-combat-terrorist-and-violent-extremist-propaganda

[3] Youtube.com/playlist?list=PLKLP7PDUxI8x0EKmNM4Hwdwwf5sMAjpyL

[4] Youtube.com/watch?v=2TCdmy-7-Xw&list=PLzAizDWpdDn8WjyLr23h9lQ8fT3vR45lT

[5] Youtube.com/playlist?list=PLrwdN9vtPRJ2QiQavnittoYh-UGph1bnS

[6] S. MEMRI Cyber and Jihad Lab report Who Is Posting Islamic State (ISIS) Materials On The San Francisco-Based Internet Archive (Archive.org) – And What Can Be Done About It?, 1. Juni 2015.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24.-30.05.2015)

Sonntag, 24.05.2015:

Die Fatah verspricht weiter die Vernichtung Israels: „Was mit Gewalt genommen wurde, wird mit Gewalt zurückgewonnen.“ Das Bild dazu: das „ganze Palästina“, einschließlich des dann nicht mehr existenten Israel.

Die Fünfte Kolonne: Ein Führer der Islamischen Bewegung in Israel ließ wissen, dass ein „ausgewachsener Krieg“ zwischen den israelischen Arabern und der Regierung Netanyahu nur eine Frage der Zeit sei. Netanyahu lasse den israelischen Arabern „keine andere Wahl als den bewaffneten Kampf“. Die Israelis würden einen religiösen Krieg gegen die Araber führen.

Montag, 25.05.2015:

Friedenswille der Fatah: In ihren Nakba-Botschaften forderte die Fatah Terrorismus als EINZIGEN Weg den GESAMTEN Staat Israel zu übernehmen.

Freitag erlebte der oberste islamische Richter von Jordanien, wie Juden sich auf dem Tempelberg fühlen, wenn sie von Arabern belästigt werden: Als er (zusammen mit dem jordanischen Minister für Waqf-Angelegenheiten) die Al-Aqsa zu den Freitagsgebeten besuchte, sollte eigentlich die Predigt dort halten. Ein islamistischer Trupp forderte lautstark seinen (und der jordanischen Delegation) Abgang. Sie waren wütend, weil die Jordanier friedlich kamen, statt mit einer Invasionsarmee zur Eroberung Jerusalems.

Dienstag, 26.05.2015:

Die PA lehnt Verhandlungen mit Israel ab, solange Netanyahus Regierung nicht vorab die „Grenzen von 1967“ anerkennt. Saeb Erekat erklärte kategorisch, dass „Siedlungsblöcke“ zu definieren ein Versuch seien palästinensisches Land zu stehlen, die können die Israelis also nicht behalten.

FIFA-Blatter hat sich optimistisch zum Problem des PA-Antrags zum Ausschluss Israels geäußert. Offensichtlich hat er nicht mitbekommen, dass Jibril Rajoub gestern schon wieder kategorisch jegliche Rückzieher abgelehnt hat.

Der neue Minister für öffentliche Sicherheit, Gilad Erdan, erklärte, dass Israel bereit sei territoriale Zugeständnisse an die Palästinenser zu machen, „sollte dort jemals ein Friedenspartner aufkommen“. Als erstes müsse Mahmud Abbas die „einseitigen Schritte in der internationalen Arena einstellen“.

Mittwoch, 27.05.2015:

Die IDF hatte eine Straße zwischen Ramallah und Bitin versuchsweise auch für PA-Bewohner freigegeben, aber gewarnt, dass im Falle eines „Sicherheitsvorfalls“ diese Freigabe wieder aufgehoben wird. Am Abend gab es einen solchen, als ein arabischer Autofahrer einem israelischen Autofahrer plötzlich den Weg blockierte, was als versuchter Terrorakt gesehen werden kann. Also ist die Straße keine 24 Stunden nach Öffnung wieder für PA-Einwohner gesperrt.

Die radikal-muslimische Führung in Jaffa will den Bau (dringend benötigter) Wohnungen in der Stadt bekämpfen. Das sei eine Stufe in der „Judaisierung“ Jaffas.

Araber in Nazareth wollen einen Guinnesbuch-Rekord aufstellen, indem sie eine riesige Landkarte aus Fingerabdrücken erstellen. Eine Landkarte von „Palästina“ – natürlich ohne Israel…

Der Sport-Jihad: Die arabischen Delegationen verließen eine FIFA-Sitzung als Protest gegen Versuche einen Ausgleich zwischen Israel und der PA zu erzielen, als der israelische Delegierte zu ihnen sprechen wollte. Jibril Rajoub machte erneut klar, dass er keine Kompromisse will.

Heckmeck:
Die EU in Gestalt von Federica Mogherini forderte die sofortige Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israel und der PA. Der Status quo sei „untragbar“ und keine Option, wie der Raketenbeschuss auf Israel sowie die Gegenschläge in den Gazastreifen zeigten. Zudem forderte sie die Hamas und die Fatah auf ihren „nationalen Versöhnungsprozess“ wieder aufzunehmen.

Donnerstag, 28.05.2015:he Besucher zu stören.

Ein im Shalit-Deal freigelassener Terrorist forderte im PA-Fernsehen die PalAraber auf den Kampf gegen Israel fortzusetzen „bis unser gesamtes Land befreit ist“. („Ganzes Land“ ist alles zwischen Jordan und Mittelmeer – die ganz klare Aufforderung Israel zu vernichten.)

Das ist mal wieder mehr Selbstdarstellung als echte Vermittlung, fürchte ich: Der französische Außenminister Fabius will im Juni nach Israel und in die PA kommen, um den Friedensprozess wiederzubeleben und beide Seiten dazu bringen, sich für eine französische Resolution im UNO-Sicherheitsrat zu erwärmen, die die Parameter für die Gespräche festlegen soll.

Freitag, 29.05.2015:

Eine Jihadisten-Gruppe im Sinai droht mit Angriffen auf Eilat. Sie wollen ein Raketen-Trommelfeuer auf die Urlauberstadt schießen.

Jibril Rajoub fuhr seinen Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA etwas herunter. Angesichts der nicht vorhandenen Aussichten einen kompletten Ausschluss zu erreichen (die dafür notwendige Riesen-Mehrheit ist nicht in Sicht) hat er Ergänzungen eingereicht: Ein Komitee soll gebildet werden, das sicherstellt, dass Israel die „Einschränkungen der Bewegungsfreiheit“ palästinensischer Fußballer aufhebt; dass „Rassismus im Fußball gestoppt“ wird; und dass „die Frage“ israelischer Fußballmannschaften in Judäa und Samaria „vor die UNO gebracht“ wird (um alle 5 zu verbieten). Blatter soll die Entscheidung bejubelt haben, wollte aber den dritten Zusatz streichen, was zu Tumulten führte. Alle drei Anträge wurden mit 90% der Stimmen angenommen. Die FIFA hat also beschlossen, dass Israel ein illegal besetzender, rassistischer, diskriminierender Staat ist. Ganz anders als „Palästina“, Saudi-Barbaria, …

Pamela Gellers Krieg gegen den radikalen Islam und alle anderen

Pamela Geller probierte den ersten Verfassungszusatz aus und Amerika versagte

Jack Engelhard, Israel National News, 5. Mai 2015

Haben Sie heute schon einen Jihadisten umarmt? Alle anderen ja. Haben Sie Pamela Geller heute Morgen in den Müll geworfen? Willkommen im Club.

Pamela Geller hat einen Fehler gemacht. Sie hat den ersten Verfassungszusatz ausprobiert und der erste Verfassungszusatz hat verloren.

Diese Kämpferin für Israel, sie Kämpferin gegen den radikalen Islam scheint nach dem, was sie tat, keine Freunde finden zu können.

Sie versuchte zu beweisen, dass Amerika nicht Frankreich ist, wo 11 Menschen von Islamisten ermordet wurden, weil sie Mohammed-Karikaturen druckten; wir auch nicht die Niederlande sind, wo Ayaan Hirsi Alis Partner, der Regisseur Theo van Gogh, wegen seiner Dokumentation Submission (Unterwerfung) ermordet wurde, die die Misshandlung von Frauen durch Islamisten entlarvte.

Das kann in Amerika nicht passieren, nahm Frau Geller an; hier im Land of the Free, Home of the Brave. Und sie irrte sich.

Es kann hier passieren und es passierte … zum Teil.

Zusammen mit Robert Spencer organisierte Geller einen Mohammed-Karikatur-Wettbewerb in Garland (Texas); offenbar als Illustrationsmittel, dass Amerika sich nicht einschüchtern lässt. Zwei offensichtliche Jihadisten (mit möglichen Verbindungen zum ISIS) versuchten die Veranstaltung zu stürmen, wurde aber von Ortspolizei getötet.

Danach kamen die Verurteilungen. Nein, nicht der islamischen Fanatiker. Die Verurteilung Gellers.

Von allen linken Jokern und auch noch der New York Times kamen Feuersbrünste der Empörung, Geller sei „provokativ“ und „bettle um Ärger“.

Und Konservative? Auch sie trugen dick auf. Donald Trump, Bill O’Reilly, Bill Donahue von der Catholic League, Don Imus – sie alle wollen ihren Skalp.

Fox News-Moderatorin Martha MacCallum ging bei ihrem Interview heute Morgen besonders hart mit Geller ins Gericht. Es wäre besser, unterstellen sie, Geller würde still sein und den ersten Verfassungszusatz vergessen. Es wäre sicherer, schlagen sie vor, wenn wir uns unterwerfen und eine Nation der Feiglinge würden.

Imus, als anstößiger Radiomoderator und Mann, der furchtlos seine Meinung von sich gibt, war Geller gegenüber erstaunlich missbilligend und voll Angst. „Wenn man die Leute aufbringt“, sagte er, „was soll man dann anderes erwarten?“

Nun, Don, man kann einen Anflug von Unterstützung für eine Frau erwarten, die die freie Meinungsäußerung verficht.

Übrigens: Wie kann man Leute aufbringen, diese Jihadisten, die ohnehin immer unter entbrannt sind?

Robert Spencer schreibt Bestseller und betreibt die Internetseite Jihad Watch, um offenzulegen, was im Namen des Islam an Empörendem begangen wird. Ditto für Geller, die es ablehnt aufgehalten zu werden, was ihre Unterstützung für Israel und die Aufdeckung der Übergriffe des islamischen Extremismus angeht. Sie sind mutig. Sind sie die letzen der Mutigen? Lesen Sie das hier.

Es gab einmal eine Zeit, besonders bei Journalisten, als Amerikaner keine Angst hatten schnell zu sagen, was sie denken. Wir erlebten das in der PBS-Sendung über Vietnam in der letzten Woche, das zeigte, wie Reporter die Präsidenten Johnson und Nixon vehement angriffen. Vergleichen Sie das mit den Reportern von heute, die in den Händen Obamas wie Fensterkitt sind.

Es scheint so, als hätten wir uns selbst geschult gefügig, passiv, leicht eingeschüchtert und ganz und gar zu nahe daran sind Feiglinge zu sein.

Wenn freie Meinungsäußerung es nicht wert ist, dass man für sie kämpft – was werden wir als nächstes aufgeben?