Apropos Apartheid – Jordanien behandelt 600.000 Palästinenser wie Dreck

Elder of Ziyon, 21. Januar 2021

Allgemein gilt: Wenn Menschen von Palästinensern in Jordanien sprechen, dann denken sie an die Mehrheit, die die volle jordanische Staatsbürgerschaft haben.

Sie werden immer noch als keine echten Jordanier behandelt und die einheimischen Jordanier betrachten sie als Leute, die eines Tages weggehen werden, um auf der anderen Seite des Flusses zu leben. Aber sie haben alle Vorteile der Staatsbürgerschaft.

Es gibt jedoch viele Palästinenser in Jordanien, die die Staatsbürgerschaft nicht haben, zudem keine Krankenversorgung und sehr wenige Menschenrechte. Es handelt sich überwiegend um Palästinenser, die nach dem Krieg von 1967 aus dem Gazastreifen kamen.

Obwohl die UNRWA sie als „Palästina-Flüchtlinge“ zählt, sind sie nach keinem Maßstab Flüchtlinge. Sie kamen freiwillig her, deutlich nach dem Sechstage-Krieg, weil sie nicht unter israelischer Herrschaft leben wollten. Dieser Artikel in der New York Times vom 7. November 1967 sagt, dass selbst damals jeden Tag hunderte palästinensische Araber, die den Gazastreifen unter ägyptischer Herrschaft verlassen konnten, nach Jordanien kamen und die Reporter nicht einen einzigen finden konnten, der sagte, die Israelis hätten ihn misshandelt.

Wie viele gibt es dort? Nach Angaben der UNRWA gibt es 158.000 – etwa 7%. Aber eine Volkszählung aus dem Jahr 2016 zählte erstaunliche 634.000 Palästinenser, die keine nationalen Identitätsnummern haben.

Das bedeutet, dass sie von der Mehrheit der Posten im öffentlichen Sektor ausgeschlossen sind.

Ihnen sind viele Berufe verboten, darunter Zahnarzt, Ingenieurwesen und Jura.

Sie brauchen besondere Arbeitsgenehmigungen, um Jobs im Privatsektor zu bekommen.

Sie haben eingeschränkte Eigentumsrechte. Bis vor kurzem durften sie nicht einmal Land besitzen.

Sie erhalten eingeschränkte bis keine Leistungen vom jordanischen nationalen Hilfsfonds.

Sie dürfen nicht an staatlichen Universitäten studieren oder werden gezwungen weit höhere Studiengebühren zu zahlen als Staatsbürger.

Ihnen steht keine Krankenversicherung der Regierung zu, was bedeutet, dass viele wichtige medizinische Maßnahmen sie in Armut halten.

Selbst die in Jordanien Geborenen können keine Staatsbürger werden.

Es gibt heute in Jordanien mehr staatenlose Palästinenser als Araber, die während der „Nakba“ von 1948 aus Israel flohen.

Aber wer weiß von dieser gewaltigen Gruppe Menschen? Wer redet von ihnen? Warum gibt es eine solche Diskrepanz zwischen den Schätzungen der UNRWA und Jordaniens Volkszählung, wenn sie überhaupt gezählt werden?

Das ist echte Apartheid, verübt gegen rund 28% der Palästinenser in Jordanien. Die Menschenrechtsgruppen schweigen zumeist.

Und niemand bezeichnet das als „Apartheid“.

Die Westmauer und die Juden: Mehr als ein Jahrtausend Gebet

Nadav Shragai, Jerusalem Center for Public Affairs (Jerusalem Issue Brief, Bd. 20, Nr. 16), 29. Juli 2020

Juden beten an der Klagemauer in Jerusalem; von Johann Martin Bernatz (Osmanisches Archiv, 1868)

Vor dem Hintergrund der jordanischen Verurteilung Israels wegen Arbeiten, die von Israel an der südlichen Verlängerung der Westmauer ausgeführt werdn, sowie der muslimischen Leugnung der jüdischen Verbindung zur Westmauer veröffentlichte Nadav Shragai, ein Forscher am Jerusalem Center, diese Sammlung vergessener und weniger bekannter Fakten zur Westmauer, die Muslime versuchen zu bestreiten.

  • Nach der Zerstörung des Tempels beteten Juden auf dem Tempelberg, auf dem Ölberg, an den östlichen und südlichen Mauern und schließlich – als Jerusalem wieder offen war – kehrten Juden an die Westmauer zurück, die dem Allerheiligsten am nächsten liegt.
  • Die aktuelle Gebetsort an der Westmauer wurde nach einem Erdbeben im Jahr 1546 eingerichtet, durch das eine Reihe Gebäude einstürzten, die sich an die Mauer schmiegten und zugunsten einer kurzen Gebetsgasse für Juden weggeräumt wurden, die mit Genehmigung der osmanischen Obrigkeit genutzt werden durfte.
  • Die zentrale Synagoge für die Juden in Jerusalem, „die Höhle“, befand sich viele Jahre innerhalb der Tunnel der Westmauer, bis die Stadt 1099 in die Hände der Kreuzritter fiel.
  • Der jüdische Gelehrte Yitzhak Yehekiel Yehuda sammelte Dutzende Zeugenaussagen jüdischen Gebets zu vielen Zeitpunkten, beginnend im Jahr 950 n.Chr. Sie wurden 1930 der britischen Westmauer-Kommission vorgelegt und bezeugten die jüdische Verbindung zu dem Ort.
  • Eine von Dr. Aryeh Kimelman erstellte, wertvolle neue Studie verrät, dass parallel zu den Gebeten in der „Gasse“ an der Westmauer, die später ausgeweitet wurde, um der Platz der Westmauer zu werden, Juden an verschiedenen Orten an der gesamten Länge der Mauer beteten, zum Beispiel nahe dem Baumwollhändler-Tor, dem Ratstor und dem Eisentor.
  • Heute bestreiten Muslime die jüdische Verbindung zum Tempelberg, ebenso wie sie jegliche jüdische Verbindung zur Westmauer bestreiten. Sie beanspruchen den gesamten Bereich des Tempelbergs als „Teil der al-Aqsa“.
  • Nach 1967 weiteten die Muslime die Definition von „al-Aqsa“ über die südliche Moschee auf dem Berg hinaus aus und wandten sie auf das gesamte Gelände und seine Mauern an.
  • Während der 19 Jahre der Besatzung Ostjerusalems verletzte Jordanien eine Zusage Juden das Gebet an der Westmauer zu gestatten.

Am 14. Januar 1546 traf ein schweres Erdbeben das gesamte Land Israel. Hunderte Menschen wurden getötet und verletzt. Viele blieben obdachlos zurück. Das Erdbeben war so stark, dass der Jordan drei Tage lang nicht weiter floss. Gesteins- und Bodenerosion blockierte vorübergehend das Flussbett. Eine hohe Tsunamiwelle traf den Hafen von Jaffa. In Hebron und Jaffa wurden schwere Schäden dokumentiert. Jerusalem wurde ebenfalls beschädigt: Einige der Tore der Altstadt wurden zerstört und die Glocke in der Grabeskirche stürzte herab. Das Erdbeben brachte vielen Häusern Tod und Trauer, aber es hatte eine weitere historische Folge, die einen entscheidenden Einfluss auf die Geschichte Jerusalems und das Leben des jüdischen Volkes hatte.

Der Archäologe Prof. Dan Bahat vermerkt in seiner aktuellen Forschungsarbeit, dass dieses zerstörerische Erdbeben tatsächlich den Ort bestimmte, an dem Generationen von Juden Jahrhunderte lang zum Gebet gingen, den zentralen Bereich des Gebets am Fuß der heiligen Westmauer. Das schwere Erdbeben zerstörte eine Reihe alter Gebäude, die an die Westmauer des Tempelbergs gelehnt errichtet worden waren. Die Beseitigung der Ruinen erweiterte die beschränkten Bereiche der Westmauer um etwa 488 Meter; dort hatten Juden 500 Jahre lang, etwa seit dem Jahr 1000 gebetet.

Ein Luftbild des Mughrabi-Viertels, das 1967 zum Westmauer-Platz werden sollte. Die Gebetsgasse an der Westmauer ist in Gelb gekennzeichnet. (Graf Zeppelin, 1931)

Plötzlich, nach Jahren des Zubauens vieler Teile der Westmauer mit muslimischen Bauwerken, zumeist denen der Mameluken, wurde ein enger und leerer Platz am Fuß der Westmauer geschaffen, der der Teil der Tempelberg-Mauern ist, von dem man annimmt, dass er dem Allerheiligsten am nächsten liegt. Die Juden beeilten sich diesen Bereich für ihre Gebete zu nutzen. Später wurde der Bereich als „Gasse an der Westmauer“ bekannt und nach dem Sechstage-Krieg zum „Westmauer-Platz“ gemacht, den Israel 1967 als großen, offenen Bereich für jüdische Beter vorbereitete.

Heute, am Vorabend von Tischa B’Av, dem nationalen Trauertag des jüdischen Volks, bieten wir diese Studie der uralten Traditionen der Juden nahe der Westmauer des Tempelbergs an. (Die Westmauer ist auch als „Überbleibsel des Tempels bekannt, obwohl sie nicht die westliche Mauer des Tempels selbst ist, sondern nur die Westmauer des den Tempelberg haltenden Mauer.)

Die Südwest-Ecke des Tempelberg-Geländes; das Bild zeigt die westliche und südliche Umfassungsmauer. (Robertson and Beato, circa 1860)

In den letzten Jahren beanspruchen arabische Quellen den Begriff „al-Aqsa“ nicht mehr als Beschreibung der Moschee, die auf dem Südende des Berges gebaut ist, sondern den gesamten Berg einschließlich der Westmauer. In Publikationen der palästinensischen Autonomiebehörde und im PA-Fernsehen sowie in Äußerungen palästinensischer Kleriker werden nicht nur die jüdische Verbindung zum Tempelberg und der Tempel bestritten, sondern jetzt auch die zur Westmauer. Das liefert auch den Hintergrund der jetzigen Beschreibung der Westmauer durch die Jordanier: „Die Westmauer der Al-Aqsa-Moschee“.

Göttliche Präsenz (Schechinah) im Westen

Der Archäologe Dan Bahat war nicht der Erste, der den Ort der Zerstörung der Häuser, die einst vor der Westmauer standen, mit dem Ort verband, der schließlich die Hauptgebetsort für die Juden am Fuß der Westmauer ausgewiesen wurde. Der erste, der im 19. Jahrhundert diese Hypothese vorlegte, war der britische Archäologe Charles Warren, der in den Jahren 1867 bis 1870 archäologische Grabungen in Jerusalem durchführte. Warren schreibt:

Man weiß, wo sie sich in den frühen Tagen nahe der Westmauer versammelt haben; wahrscheinlich nicht nahe dem gegenwärtigen Ort der Klage, denn wir finden Zeichen gewölbter Räume, die vor der Westmauer gebaut wurden; und wahrscheinlich erst, nachdem diese Gebäude zerstört waren oder von Menschen zerstört wurden. Den Trauernden wurde die Gelegenheit gegeben die Westmauer zu erreichen. (Der israelische Forscher Avraham Mosche Lunz verweist in seinem Artikel „Western Wall of the House of God’s“ 1914 ebenfalls auf diese Möglichkeit.)

Aber die geografischen und historischen Gründe für das Gebet von Juden an der Westmauer sind zweitrangig: Die Heiligkeit der Westmauer, stärker als jede andere Mauer des Tempelbergs, entstammt in erster Linie halachischen und religiösen Gründen, in die Midraschi (biblische Exegese antiker judäischer Autoritäten) und Legenden gewoben waren. Diese talmudische Zusammenstellung war für einen 1.700 Jahre alten Prozess zentral, der die Westmauer zu allem machte, was sie heute ist: ein Zentrum der Aufmerksamkeit für das jüdische Volk, ein Symbol seiner uralten Existenz, ein Zentrum der Sehnsucht und ein Zentrum des Gebets für den Einzelnen und vieler um Erlösung und den Bau des Tempels.

Die Westmauer befindet sich näher als jede andere Mauer des Tempelbergs an der angenommenen Stelle des jüdischen Allerheiligsten unter dem Felsendom, der auf dem westlichen Teil des Berges steht (gemäß den Einschätzungen der meisten Forscher). Die Nähe der Westmauer zum angenommenen Ort des Allerheiligsten hat viele Generationen lang konkrekt dem Konzept einer „göttlichen Präsenz im Westen“ (Schechina) Ausdruck gegeben, die in vielen jüdischen Quellen auftaucht, besonders in den Midraschim. Im „Midrasch Tanhuma“ zum Beispiel bewegte sich die Schechina (göttliche Präsenz) nie von der westlichen Mauer des Tempels weg und auch in Bamidbar Rabbah wird darauf verwiesen – „Hier steht sie hinter unserer Mauer, es ist die westliche Mauer des Tempels, die niemals zerstört wurde, die Schechinah im Westen.“

Unter den Kommentatoren gibt es eine Auseinandersetzung darüber, an welche Westmauer diese Midraschim und andere Quellen, über die vor 1.500 Jahren geschrieben wurde, sich bezogen. Zur Westmauer des Tempels? Oder zur Westmauer (Stützmauer) des Tempelbergs? Es gibt aber keine Auseinandersetzung darüber, dass nach der Zerstörung des jüdischen Tempels auf dem Tempelberg, als der Ort der Westmauer auf dem Tempelberg selbst verschwand, das jüdische Volk die Westmauer (Stützmauer) des Tempelberggeländes weihte. Im Gegensatz zu der Version des Islam und vieler Gelehrter von heute haben die Juden eine innige Verbindung zur Westmauer und beteten vor dem Erdbeben viele Jahrhunderte am Fuß der Kotel. Bahat, Warren und Lunz mögen das Erdbeben als den geografischen Grund für die folgerichtige Erweiterung identifizieren, die aus der Westmauer-„Gasse“ den zentralen Ort jüdischen Gebets machte, aber hinter der Geschichte steckt mehr.

Noch bevor die enge Gebetsgasse für sie hergerichtet wurde, besuchten Juden die Westmauer, zusammen mit vielen anderen Orten. Die muslimische Eroberung erlaubte es den Juden nach Jerusalem zurückzukehren, nachdem sie von den Römern und Byzantinern vertrieben wurden. Bis dahin und 700 Jahre nach der Zerstörung des Tempels hindurch beteten Juden an vier Orten: auf dem Tempelberg selbst, auf dem Ölberg (östlich des Tempelbergs mit Blickrichtung zum Tempelberg), am Fuß der östlichen Mauer des Tempelbergs und später an der südlichen Mauer des Tempelbergs, wo sich die Haupteingangs- und Ausgangstore des Tempelbergs befanden, darunter das Huldah-Tor.

Die Südmauer des Tempelbergs mit dem verschlossenen „Dreifachtor“ (1900, Library of Congress)
Luftbild des Tempelbergs von Süden mit der südlichen Mauer, dem Felsendom und der Al-Aqsa-Moschee. Der Pfeil links zeigt auf die Westmauer (1950, Library of Congress)

Beweise aus der Geniza von Kairo

Viele Male, besonders im Mittelalter, hinterließen jüdische Besucher in Jerusalem Gravuren ihrer Namen und verschiedene Inschriften auf den Mauern und Jahre später wurden diese Gravuren entdeckt und von Forschern und Archäologen dokumentiert. Die erwähnte muslimische Besatzung brachte die Juden Jerusalem und der Westmauer allmählich näher und näher und die Juden bauten eine Synagoge im Grund unter dem Warren-Tor nahe der Westmauer des Tempelbergs, an der Stelle, die dem Allerheiligsten am nächsten ist.

Diese Synagoge, die nach Angaben einiger Forscher mit der Synagoge identifiziert wird, die man als „Die Höhle“ kennt, wurde offenbar viele Jahre als Hauptsynagoge der Juden Jerusalems genutzt, bis die Stadt 1099 an die Kreuzfahrer fiel. Das Warren-Tor, wo die Synagoge „Die Höhle“ sich befand, wird nach Aussage einer der Hypothesen „Scha’ar Yehuda“ im Gebet „Siwuw HaShaarim“ (Um die Tore herum) erwähnt – ein uraltes Gebet, dessen verschiedene Versionen als Teil des Lernens der „Geniza von Kairo“ entdeckt wurde – ein Gebet, das bis heute von einem jüdischen Betenden gesprochen wird, der um die Tore des Tempelbergs geht.

Jüdische Betende an der Westmauer, foto von Mendel Diness (circa 1859, Harvard)

Belege für jüdisches Gebet am Fuß der Westmauer des Tempelbergs sind seit 950 bis 980 n.Chr. vorhanden. Die Beweise erscheinen in dem Buch des jüdischen Gelehrten Yitzhak Yehezkiel Yehuda, der sie darin zu Beginn des 20. Jahrhunderts zusammenstellte. Die Führung des jüdischen Jischuw nutzte diese Sammlung an Gebeten während der Diskussionen mit der britischen Westmauer-Kommission, die eine Ermittlung durchführte, die den „Konflikt um die Westmauer“ und die Ereignisse untersuchte, die 1929 und 1930 folgten. Der „Konflikt um die Westmauer“ und das Massaker an den Juden 1929 fand im Kontext ständiger Schikane durch Muslime gegen jüdisches Gebet an der Westmauer sowie muslimischer Hetze, die Juden der Planung zur Zerstörung der Moscheen auf dem Tempelberg beschuldigte und sich nicht mit Gebet an der Westmauer zufriedenzugeben.

Yehezkiels Buch (vom Nahost-Forscher Prof. Yoel Yosef Rivlin, dem Vater des derzeitigen Präsidenten Reuven Rivlin, editiert und Korrektur gelesen) legt Dokumentationen vor, die zeigen, dass jüdisches Gebet an der Westmauer mehr als eintausend Jahre stattfand, im Gegensatz zu den muslimischen Behauptungen, dass dies ein neues Phänomen ist, nur ein paar hundert Jahre alt. Die erste in Yehezkiels Studie festgehaltene Aufzeichnung ist die des Gouverneurs (Naggid) Paltiel (gest. 976 n.Chr.) und seines Sohnes Schmuel, angeführt in der Genealogie des Poeten Ahimaaz ben Paltiel (in der Chronik von Ahimaaz). Die Rolle beschreibt unter anderem, wie man vor tausend Jahren „Geld für Öl zum Anzünden von Kerzen an der Westmauer“ schickte. Nach Angaben der Chronik ist klar, dass dies eine Synagoge ist, die an die Westmauer angelehnt ist. Der Reisende, Benjamin von Tudela, bezeugte 1167 die Existenz der Westmauer, die damals auch „Gnadentor“ genannt wurde, als einen Ort, an den Juden zum Beten kamen.

Weitere Aussagen kamen aus der Zeit der Kreuzfahrer über jüdisches Gebet nahe der Westmauer von Yaakov, Sohn von Rabbi Netanel HaCohen, gefolgt von anderen Zeugnissen von Schmuel ben R. Schimschon (1210), Menachem ben Peretz von Hebron (1215), einem der Schüler des Nachmanides (1310), Ischton Haparchi (1313), Isaak Chelo (1393, Eliyahu von Ferrara (1435) „dem unbekannten Reisenden“ (1495), Rabbi Israel Aschkenazi (1520), Rabbi Isaak ben Meir Latif (1531), Schimschon Bek (1584) und vielen anderen.

Gebet früher auch an der „Kleinen Mauer“

Diese Liste des Forschers Yitzhak Yehezkiel Yehuda, die die Allgemeinheit heute nicht kennt, ist für unseren Fall wichtig, weil viele Muslime abgesehen von der Leugnung der jüdischen Verbindung zur Westmauer behaupten, es sei eine Erfindung der letzten 400 bis 500 Jahre. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, stellen selbst nichtmuslimische Forscher diese Behauptung auf. Yehezkiels Recherche, gestützt auf die historischen Aufzeichnungen, zeigt, dass Gebet an der Westmauer mindestens eintausend Jahre zurückreicht. Davor wurde Juden der Zugang auch von den Kreuzrittern, den Byzantinern, den Römern und sogar den großzügigeren muslimischen Herrschern verboten.

Die „kleine Westmauer“ (Nadav Shragain)
Die „Kleine Kotel“ Kotel HaKatan), fotografiert 1865 von Sgt. James McDonald (Palestine Exploration Fund). Vergleichen Sie die Gravuren auf dem Bogen links mit dem zeitgenössischen Foto oben.

Eine weitere wertvolle Studie, deren Zusammenfassung wir hier vorlegen, wurde von Dr. Aryeh Kimelman vorbereitet, einem Experten für die Geschichte Jerusalems und außergewöhnlicher Forscher der Geschichte und Mysterien des Tempelbergs. Diese Studie ist noch nicht offiziell veröffentlicht, aber mit diesem Autor bereits geteilt worden. Hier sind einige Beispiele dafür, wo Juden an der Westmauer gebetet haben, abgesehen von der bekannten „Gasse“ bzw. „Plaza“, der Or Chadasch-Synagoge nahe dem Mischgiach-Tor, der Kleinen Westmauer nördlich des Eisentors, Beit Danon nebenan, dem Haus von Mendel Rand im Baumwoll-Händler-Markt am Tempelberg, dem Baumwoll-Tor selbst, nahe dem Ketten-Tor, im Haus von Rabbi Akiva Yosef Schlesinger nahe dem Westtor (Mughrabi-Tor), südlich von diesem Tor und nahe der Südwestecke des Tempelbergs sowie in der Synagoge im Hof von Rabbi Fischel Lapin nahe dem Majlis-Tor. Der Archäologe Prof. Dan Bahand kommentiert dieselbe Sache in den Briefen der „Geniza“, die von den Juden in den 1930er- Jahren dem „Westmauer-Komitee“ als Beweis vorgelegt wurde, deutete die Präsenz der jüdischen Beziehung zur Westmauer an, verweisen aber nicht, wie sie fälschlich glaubten, auf den Bereich der bekannten Gase, sondern auf eine weiter nördlich gelegene Gebets-Stelle nahe der Westmauer, direkt vor dem Allerheiligsten.

Gemälde des Baumwollhändler-Tores zum Tempelberg von Gustav Bauernfeind (Wikipedia, 1886)
Eine Vergrößerung des Bauernfeind-Gemäldes zeigt jüdische Betende mit Gebetsschals (talitot) und traditionellen Kopfbedeckungen.

Der israelische Forscher Chaim Bar-Droma stellte zudem fest, dass „die Juden die gesamte Westmauer vom Kettentor bis zum Baumwolllhändler-Torl im westlichen Viertel (dem heutigen Mughrabi-Tor) am Rand der Mauer in der Südwest-Ecke und darüber hinaus behaupteten“. Juden, sollte festgehalten werden, beteten auch im unteren Stockwerk des Machkema-Gebäudes (Al-Madraa al-Tankiz/Gebäude der Weisheit), das in der Zeit der Mamelucken gebaut wurde, an einer Stelle im Viertel, die damals als „Kleine Westmauer“ bekannt war. Heute ist dieser Name als die Stelle bekannt, die im Zentrum des muslimischen Viertels liegt, 175 Meter nördlich des bekannten Gebetsplatzes.

„Muslimische Westmauer“

In früheren Jahren erkannten Imame zumindest de facto die jüdische Verbindung zur Westmauer und ihr Recht dort zu beten an. In den letzten Jahren jedoch ist die Westmauer einem Prozess der „Islamisierung“ unterzogen worden und wird als exklusives Eigentum der Muslime betrachtet. Muslimführer in unserer Generation bestreiten jegliche Heiligkeit der Westmauer für Juden. Sie begannen auch die angebliche Heiligkeit der Westmauer im Islam zu behaupten. Sie führen ihre Überzeugung an, dass ein wundersames Tier namens „Burak“ den Propheten Mohammed während seiner Nachreise von Mekka nach Jerusalem trug, wo Mohammed „Burak“ an die Westmauer des Tempelbergs gebunden habe. Als Ergebnis davon wird sie für Muslime heilig betrachtet.

Zum Beispiel behauptete Scheik Ikrama Sabri, der ehemalige Mufti von Jerusalem: „Juden haben kein Recht an der Westmauer… und dass dieser Ort nur für Muslime heilig ist und niemand auch nur einen Zentimeter der Al-Aqsa verhandeln kann, weil die Westmauer Teil von ihr ist.“

Ähnliches wurde auch 2012 während des Besuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Westmauer geäußert, als er sagte, dass man an der Westmauer „sehen kann, wie die jüdische Vergangenheit in Jerusalemer Steine eingemeißelt wurde“. Nach seiner Äußerung beeilte sich die Jerusalemer islamische Waqf („Islamische religiöse Stiftung“) zu antworten: „Wir sagen Putin und denen wie ihm, dass die Burak-Mauer (die Westmauer) eine ausschließlich islamische heilige Stätte ist. Sie ist integraler Bestandteil der gesegneten al-Aqsa-Moschee und niemand außer Muslimen hat ein Recht daran… die gesamten historischen Aufzeichnungen und internationale Dokumente betonen, dass die Westmauer die muslimische Burak-Mauer ist.“

Nars Farid Wasil, ein ehemaliger Mufti Ägyptens, argumentierte, dass die Westmauer eine muslimische heilige Stätte und Teil der al-Aqsa-Moschee ist und als solche nicht von Muslimen aufgegeben werden darf. Nach seinen Angaben sollte sie die „Burak-Mauer“ und nicht die „Westmauer“ genannt werden. Wasil urteilte auch: „Es ist jedem, der kein Muslim ist, verboten die Westmauer zu reparieren, wenn sie renoviert werden muss, weil das eine muslimische Pflicht ist, die ausschließlich von muslimischen Institutionen ausgeführt werden darf.“

Äußerungen ähnlicher Natur waren selbst in Israel zu hören, besonders in Predigten des Führers der nördlichen Fraktion der Islamischen Bewegung, Scheik Raed Salah, der im Jahr 2000 sagte:

Der jüdischen Gesellschaft muss ehrlich gesagt werden, dass ihr kein Recht auch nur an einem einzigen Stein der gesegneten Al-Aqsa-Moschee habt, kein Recht auch nur an einem Korn der gesegneten Al-Aqsa-Moschee… Die Westmauer der Al-Aqsa (gemeint ist die Westmauer) ist Teil der gesegneten Al-Aqsa. Sie wird nie eine kleine Westmauer sein. Sie kann nie eine große Westmauer sein… Der politischen und religiösen Führung in Israel ist eindeutig gesagt worden: Die Forderung die gesegnete Al-Aqsa unter israelischer Souveränität zu halten, ist auch eine Kriegserklärung an die islamische Welt.

Die Muslime unserer Generation sind nicht zufrieden mit rein ideologischen Erklärungen. Schon im Sommer 2011 berichtete das offizielle Fernsehen der palästinensischen Autonomiebehörde im Rahmen einer Dokumentarsendung, dass die PA plant ein arabisches Wohnviertel an der Stelle des Platzes vor der Westmauer in Jerusalem zu bauen. In der Sendung wurden die Betenden an der Westmauer als „Sünder und unrein“ dargestellt. Jüdische Geschichte wurde als „Fälschung“ präsentiert und während der Sendung wurde klargestellt: Wir zeichnen unsere eigenen Landkarten. Wenn sie (die Juden) „aus dem Bild verschwinden wie ein vergessenes Kapitel aus den Seiten der Geschichte unserer Stadt, wird dort ein Wohnviertel gebaut. Hier am Platz der Westmauer wird das arabische Mughrabi-Viertel wieder aufgebaut.“

Diese Sendung spiegelte eine Äußerung des PA-Ministers für religiöse Angelegenheiten Mahmud al-Habbasch, in der er die jüdische Verbindung zur Westmauer bestritt. Im Januar 2013 stellte er eine haltlose Behauptung auf, als er sagte: „Die ganze Geschichte hindurch hat niemand außer Muslimen die Westmauer als Ort des Gebets bezeichnet, bis Lord Balfour 1917 sein ominöses Versprechen gab.“

Kamele, Esel und Pferde in der Gasse an der Westmauer

Dem muslimischen Anspruch an der Westmauer fehlt jegliche historische Begründung. Nach dem Sechstage-Krieg, als Israel das Mughrabi-Viertel räumte (das direkt neben der Westmauer stand) und einen großen Westmauer-Platz baute, wurde ein anderes Licht auf das geworfen, was die Geschichte hindurch an der Westmauer stattgefunden hatte. Es gibt zahlreiche Beschreibungen und Zeugenaussagen aus dem neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert, die detailliert zeigen, wie der jüdische heilige Ort ständig von den Einwohnern des Mughrabi-Viertels entehrt wurde. Betende wurden physisch herumgeschubst; Müll und Tierdung wurden in die enge Gebetsgasse gekippt; an diesem jüdischen Gebetsort wurden Kamele und Pferde durchgeführt sowie Musik-Feiern und lautstarke Tänze abgehalten; Latrinen wurden direkt an die Westmauer gebaut. Während des britischen Mandats gab es wiederholt Proteste dagegen, dass Bänke oder Bücherregale für jüdische Betende an die Westmauer gestellt werden, für Becken für rituelles Händewaschen gesorgt wurde, das Schofar geblasen wurde und eine „Mechitza“ (eine Teilung zwischen Gebetsbereichen für Männern und Frauen) errichtet wurde.

Im Verlauf der Jahre steigerten sich diese Proteste in schwere Hetze gegen die Juden, die vom Großmufti Haddsch Amin al-Husseine beschuldigt wurden die Moscheen auf dem Tempelberg zerstören zu wollen. Am Tischa B‘Av 1929, einem jüdischen Trauertag zum Gedenken an Katastrophen in der jüdischen Geschichte, einschließlich der Zerstörung der beiden jüdischen Tempel, setzte al-Husseini das Massaker an den Juden in Hebron, Safed und vielen anderen Orten im Land Israel in Gang. Bei den Krawallen wurden 133 Juden getötet und hunderte verletzt.

Nach Angaben von John Phillips vom Life Magazine „verbrachte der Mufti von Jerusalem in dem Haus im Hintergrund gewöhnlich seine Tage damit sdie Juden zu beobachten, um zu sehen, ob sie irgendwelche Verbrechen begingen”. Die Westmauer und das Fenster des Mufti, ca. 1920 (Wikipedia, Nationalbibliothek Israels)

Die Leugnung der jüdischen Verbindung zur Westmauer durch muslimische Kleriker ist ein relativ neues Phänomen. Bis zum Sechstage-Krieg 1967 und noch kurz danach betrachteten muslimische Kleriker und bekannte Muslime im Land Israel die Mauer als genau das, was sie für die Juden war. Wir werden nicht alle Beispiele vorlegen, aber ein besonders auffälliges davon ist der bekannte palästinensischen Historiker Aref al-Aref (1892 – 1973). Er war ein erklärter palästinensischer Nationalist, der das Rockefeller-Museum für Archäologie leitete und in den 1950-er Jahren während der jordanischen Annexion der Westbank als Bürgermeister von Ostjerusalem diente. Aref schloss die Westmauer in die für Juden heiligen Orte in Jerusalem ein, weil „… dies die Umfassungsmauer des von Herodes dem Großen gebauten Tempelbergs ist…“ Er vermerkte, dass „die Juden diesen Ort oft besuchen, besonders an Tischa B‘Av, wenn sie ihrer ruhmreichen und unvergesslichen Vergangenheit gedenken und dort weinen.“

Zusätzlich schrieb er in seinem Buch „Ta‘arikh al Quds“, dass der „al-Haram al-Scharif“ (ein arabischer Name für den Tempelberg – N.S.) im 1. Buch Mose erwähnt wird. Das ist der Ort des Dreschplatzes des Jebusiters Araunah, der von König David gekauft wurde, als der Ort, wo im Jahr  1007 v.Chr. Sein Sohn Salomo den jüdischen Tempel baute.

Palästinensische Leugnung historischer Wahrheiten trat kurz vor dem Sechstage-Krieg auf, aber hauptsächlich danach. Bereits 1966 druckte der Oberste Muslim-Rat einen gekürzten Führer zum al-Haram al-Scharif neu. Der Rat zitierte Ausführungen von Aref al-Aref über die Westmauer. Er ließ jedoch die früheren Verweise des muslimischen Historikers zur Heiligkeit der Westmauer für Juden aus und entschied sich die Heiligkeit der Westmauer für Muslime zu betonen. Im Verlauf der Jahre nahm die muslimische Leugnung der jüdischen Verbindung zur Westmauer zu.

Nach dem Sechstage-Krieg, vor dem Hintergrund der arabisch-jüdischen Konfrontation um den Tempelberg, veränderten Muslime die bekannte Geschichte des Tempelbergs, die sie Jahrhunderte lang anerkannt hatten. Zusätzlich zu ihrem Versuch zu beweisen, dass ihre Verbindung zum Tempelberg älter war als die der Juden, definierten die Muslime in ihrer radikalen Leugnung der Existenz des jüdischen Tempels auf dem Tempelberg und der jüdischen Verbundenheit damit die Grenzen des Tempelberg-Geländes um.

Sie begannen den gesamten Tempelberg als „al-Aqsa“ zu bezeichnen und fingen an, den gesamten Bereich als eine einzige große Moschee zu behandeln. Die Al-Aqsas-Moschee selbst befindet sich am südlichen Teil des Berges. Muslime begannen sie „al-Jami‘ al-Qibli“ zu nennen, was bedeutet, dass die Moschee anzeigt, in welcher Richtung Muslime beten sollen. (Es ist wichtig festzuhalten, dass die erste Gebetsrichtung im frühen Islam Jerusalem war, nicht Mekka, wie es heute ist. Während der frühen islamischen Periode, als Mohammed versuchte die Juden von Medina zum Islam zu bekehren, war die ursprüngliche Gebetsrichtung nach Jerusalem ausgerichtet.)

Zwischen Eigentum und Nutzungsrecht

Bis zum Sechstage-Krieg wurde die südliche Moschee vom Rest des Geländes unterschieden und wurde mit ihrem richtigen Namen „al-Aqsa“ genannt, während der gesamte Bereich „al-Haram al-Scharif“ (das Edle Heiligtum) oder „al-Haram al-Quds al-Sharif“ (das Edle und verehrungswürdige Heiligtum“) genannt wurde. In diesen Tagen tendierten Muslime dazu dem Ort in Jerusalem einen Status des „Haram“ (die höchste Heiligkeit“) zu verleihen, ähnlich dem Status, der den heiligen Orten des Islam wie Mekka und Medina verliehen wurde.

Reisebücher und -landkarten von Muslimen listen bis 1967 (und kurz danach) verschiedene Orte, einschließlich der Al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms auf, die Teil des „al-Haram al-Scharif“ sind, was der Name für den gesamten Komplex ist. Zum Beispiel ist der gesamte Komplex in einer offiziellen jordanischen Touristen-Karte von 1965 als „al-Haram al-Scharif“ markiert und ein hebräischer Name des Ortes, Berg Moriah, wird erwähnt. Nur das südliche Gebäude wurde als al-Aqsa bezeichnet.

Nach dem Sechstage-Krieg stärkte der Staat Israel seine Position an der Westmauer. Das war ein notwendiger Schritt angesichts der Tatsache, dass der Tempelberg, der heiligste Ort des jüdischen Volks, der muslimischen religiösen Obrigkeit anvertraut worden war. Er spiegelt die zahlreichen Einschränkungen, die Juden an der Westmauer über Generationen hinweg auferlegt wurden – besonders während der osmanischen, britischen und jordanischen Herrschaft.

Selbst die Kommission für die Rechte und Ansprüche von Muslimen und Juden an der Westmauer von 1930 (die Westmauer-Kommission), ernannt von der britischen Regierung mit Zustimmung des Völkerbunds, hatte keinen Erfolg damit die schweren Verletzungen jüdischer Rechte an der Westmauer zu korrigieren. Sie veröffentlichte einen skandalösen Bericht, in dem es hieß, dass die Westmauer muslimisches Eigentum sei und die Juden „Nutzungsrecht“ haben, das heißt das Recht dort zu beten.

Die Bestimmungen der Kommission erniedrigte die Juden und verleumdetet jüdisches Gebet an der Westmauer. Zum Beispiel wurde es verboten irgendwelche Objekte in die enge Gasse an die Westmauer zu stellen, einschließlich jeglicher Mechitza (Trennwände), Tische, Regale oder Stühle. Einen heiligen Bogen mit einer Thorarolle und ein Podest zum Vorlesen der Thora wurde nur an Feier- und Fastentagen erlaubt. An den anderen Tagen mussten die Betenden ihre Gebete unterbrechen, um die Thora in den nahe gelegenen Häusern zu lesen und dann zur Westmauer zurückkehren, um dort die Gebete fortzusetzen.

Juden war zudem verboten in der Nähe der Westmauer das Schofar zu blasen, was zur Folge hatte, dass man dort keine Gebete zu Rosch Haschanah halten konnte. Trotzdem blies am Ende des Yom Kippur-Gebetes 1930 Mosche Zvi Segal, ein junger Mann der Jugendbewegung Betar, das Schofar und wurde infolgedessen verhaftet. Im Lauf der Zeit wurden Schofars zur Westmauer geschmuggelt und fast jedes Jahr sollten Juden das Schofar zum Ende der Fastenzeit von Yom Kippur herbeischmuggeln und blasen.

Das letzte Gebet der Westmauer – 1947

Das letzte öffentliche Gebet an der Westmauer gab es am Vorabend der jordanischen Eroberung, am 16. des jüdischen Monats Kislev, den Vorabend der Teilungsplan-Vorschlags der Vereinten Nationen am 29. November 1947. An diesem Tag versammelten sich etwa 1.500 Betende an der Westmauer, um den Erfolg eines Staates im Entstehen zu feiern. Um Mitternacht kam eine Gruppe Anhänger der Breslower Chassidim, um ein rituelles Gebet, „Tikkun Chatzot“, zu beten, das nach Mitternacht als Ausdruck der Trauer und Klagen über die Zerstörung der Tempel in Jerusalem zu aufgesagt wurde. Danach blockierten die Briten die Straße zur Westmauer. Die Araber belagerten das jüdische Viertel die nächsten sechs Monate, bis es im Frühjahr 1948 von der Jordanischen Legion erobert wurde.

Ein Jordanischer Legionär patroulliert die verlassene Westmauer-Gasse, nachdem die Juden aus Jerusalems Altstadt vertrieben wurden; 23. Feb. 1948 (Associated Press)

In dem am 3. April 1949 unterzeichneten Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Jordanienwurde vereinbart, dass israelischen Bürgern erlaubt wird die Westmauer zu besuchen. Tatsächlich wurde jedoch in den Jahren der jordanischen Herrschaft über Ostjerusalem von 1948 bis 1967 den Israelis der Zugang zur Westmauer verweigert. Zu Beginn der jordanischen Herrschaft war die Westmauer für internationale Touristen gesperrt, aber nach ein paar Jahren wurde Touristen der Besuch erlaubt. Jedes Jahr an Tischa B‘Av gingen Juden an verschiedene hoch gelegene Stellen in Westjerusalem oder sie gingen auf den Berg Zion, um die „Tempel-Aussicht“ zu bekommen, als Versuch einen Blick auf den Tempelberg und die Westmauer werfen zu können.

Während dieser Jahre gaben die Israelis ihrer Sehnsucht nach ihren heiligen Stätten in Liedern, Geschichten und Erinnerungen Ausdruck. Am berühmtesten waren die Gedichte von Yitzhak Schalew und eine von Rachel Yanait Ben Zvi geschriebene und erzählte Zusammenstellung; sie war die Frau von Israels zweitem Präsidenten, Yitzhak Ben Zvi.

Der jordanische „Appetit“

In der Nacht zum 10. Juni 1967, nach jordanischen Angriffen auf Jerusalem und dem Sieg im Sechstage-Krieg, evakuierte Israel 108 Familien, die in den alten Häusern des Mughrabi-Viertels am Fuß der Westmauer leben. Israel bot ihnen alternative Unterkunft und riss ihre Häuser ab. Statt eines winzigen Bereichs zum Beten, der 28 Meter lang und 3,4 Meter breit war (insgesamt 95,2 Quadratmeter) und nur Platz für ein paar hundert Betende hatte, wurde ein neuer Platz mit Kapazität für tausende Betende gebaut. Die Länge des Abschnitts an der Westmauer, der für Gebete vorgesehen war, wurde auf bis zu 57 Meter vergrößert und der neue Gebetsbereich ist 40 Meter breit. Ein zusätzlicher Vorplatz mit einer Fläche von etwa 20.000 Quadratmetern wurde für große Feiertags-Feierlichkeiten und Gelöbnis-Zeremonien der israelischen Verteidigungskräfte (IDF) geschaffen. Drei Tage nach dem Abriss des Mughrabi-Viertels wurde Schawuot mit 250.000 Juden aus ganz Israel gefeiert, die sich auf dem neu gebauten Westmauer-Platz versammelten.

Später kündigte die israelische Regierung auch die Abschaffung des vom britischen Mandat aufgezwungenen Status quo mit seinen erniedrigenden Einschränkungen für jüdisches Gebet an der Westmauer an. Das israelische Parlament und der Oberste Gerichtshof beseitigten den Status quo und die Westmauer wurde offiziell zu einem heiligen Ort für Juden erklärt.

Ein Teil der Westmauer, 143, 72m lang und 4,5m hoch, wurde im Katasteramt als Eigentum des Staates Israel registriert. Das schließt den Bereich zwischen der Südwest-Ecke der Westmauer bis zur Tankiziyya-Madrassa am Kettentor ein.

Jordaniens Politik zum Tempelberg und der Westmauer

Jordaniens Entscheidung Israel wegen der Arbeit zu verurteilen, die es am südlichen Teil der Westmauer durchführt, ist nicht ungewöhnlich. Tatsächliche spiegelt es Jordaniens Haltung Israel für das verantwortlich zu machen, was sich auf dem Tempelplatz-Bereich abspielt. Gemäß Jordanien, das sich den Entscheidungen zeitgenössischer muslimischer Kleriker „anpasst“, ist der gesamte Bereich des Tempelbergs, einschließlich seiner Umfassungsmauern, „Al-Aqsa“. Nur die jordanische Waqf ist befugt irgendwelche Arbeiten daran auszuführen, selbst wenn es nur Renovierungsarbeiten sind.

In diesem Geist verurteilte Faisal al-Fayez, ein offizieller Sprecher des jordanischen Außenministeriums, am 17. Juni 2020 die „Fortsetzung der Arbeit der israelischen Behörden an der Westmauer der gesegneten al-Aqsa-Moschee“. Er erklärte: „Alle Erhaltungs- und Renovierungsarbeiten an der Moschee, die 144 Morgen abdeckt, einschließlich der Mauern, ist Teil einer exklusiven Obrigkeit der islamischen religiösen Stiftung in Jerusalem; und Israel, als Besatzungsmacht, muss seinen Verpflichtungen diesbezüglich nachkommen und muss die Arbeit sofort einstellen.“

Früher einmal betraute Ariel Sharons Regierung auf eigene Initiative Anfang 2000 Jordanien mit Restaurierungsarbeiten an der südlichen und östlichen Mauer des Tempelbergs. Damals waren Risse in den Umfassungsmauern zu sehen und es gab die Sorge, dass die Mauern teilweise kollabieren könnten. Israel befolgte auch ein Veto Jordaniens, als es die vorläufige Mughrabi-Brücke ersetzen wollte, die zum Mughrabi-Tor Mitte der Westmauer führt. Das Tor ist der einzige Aufgang für Juden auf den Tempelberg, während Muslime zehn andere Tore nutzen. Israel gab auch dem jordanischen Veto zur Entfernung von Müll und Bauschutt an der „kleinen Mauer“ nach, einer Fortsetzung der Westmauer, etwa 175 Meter nördlich des Westmauer-Platzes mitten im muslimischen Viertel.

Israel und Jordanien – wer ist der Boss?

Es war falsch, dass Israel die Restaurierung der südlichen und östlichen Mauern Jordanien anvertraute und sogar den Fall der Mughrabi-Brücke und der Kleinen Westmauer Jordanien überließ. Israels „Schwäche“ in Bezug auf Jordaniens Forderungen zu Pflege und Erhalt der Tempelberg-Mauern wird von Jordanien ausgenutzt. Als Ergebnis betrachten sich die Jordanier als die „Betreuer“ der Mauern des Tempelbergs und erlauben sich das Privileg Israel für seine dortige, unverzichtbare Arbeit zu rügen.

Gelegentlich veröffentlicht Jordanien streitsüchtige Ankündigungen wie die zur Westmauer im Juni, die die jüdische Vergangenheit, Wurzeln und Rechte an dem Bereich komplett ignorieren, der sich heute unter Israels Souveränität befindet. Und das, nachdem Jordanien sich 19 Jahre lang seinen schriftlich festgelegten Verpflichtungen widersetzte Juden das Gebet an der Westmauer zu erlauben.

„Der König von Jordanien will keinen Palästinenserstaat in Judäa und Samaria“

Orientalist Yon Ben Menachem: Abdallahs Drohungen sollen palästinensische Unruhe in seinem Land ruhigstellen; er will die IDF, keinen Palästinenserstaat vor seiner Haustür.

Shimon Cohen, Israel National News, 18. Mai 2020

Die Frage der Anwendung von israelischem Recht in Judäa und Samaria erhält beträchtliche öffentliche und politische Beachtung, während Blau und Weiß Bedenken über Jordaniens Reaktion auf diesen Schritt äußert.

Die Angst ist in den letzten Tagen von König Abdallahs Äußerungen verstärkt worden, die implizieren, dass sein Land sich alle Optionen ansehen wird, weil der Kollaps der PA Chaos schaffen würde.

In einem Interview spricht Arutz Sheva-Redakteur, Orientalist und Medienpersönlichkeit Yoni Ben Menachem die Warnungen des Königs und Sorgen in der politischen Arena Israels an; er erklärt, dass die Äußerungen des Königs nichts als Lippenbekenntnisse sind, die die Palästinenser in seinem Land ruhigstellen sollen.

„König Abdallah ist anders als sein Vater, König Hussein. Er lbt in ständiger Angst und hat keine unabhängige Linie, die die Beziehungen zu Israel führt. Ranghohe PA-Vertreter deuten an, dass die PA selbst ebenfalls seine Absichten ernsthaft bezweifelt, wenn er Israel warnt und sich vermeintlich auf die Seite der Palästinenser stellt.“

„Die PA berichtet inoffiziell, dass sie Äußerungen abgibt, weil sie eine Intifada der Palästinenser in Jordanien befürchtet. Also beeilte er sich Israel in Sichtweite der Palästinenser in Jordanien zu warnen. Das richtet sich äußerlich an Israel, aber die Botschaft ist nach innen gerichtet, an Jordanien selbst.“

Ben Menachem führt an, dass König Abdallahs Vater schon 1988, mitten in der ersten Intifada, ankündigte, dass sein Land sich von Judäa und Samaria abkoppelt und keine territorialen Ansprüche auf diese Gebiete stellt: „Ranghohe Fatah-Vertreter glauben, er versucht Israel zu drohen und zeigt, dass er einseitig auf Seiten der Palästinenser steht, aber Jordanien hat alle Verbindungen aufgegeben.“

In Analyse der Gründe für diese Äußerungen des jordanischen Königs sagt Ben Menachem: „Es gibt Angst vor Unruhen, wenn er weiter schweigt. Er befürchtet, dass die Annexion von 30 Prozent des Gebiets von Judäa und Samaria zu Immigration aus der Westbank in die Eastbank innerhalb Jordaniens anspornen wird und dann die Zahl der Palästinenser dort erhöht. Eine weitere Sache ist, dass, sobald Israel die Palästinensergebiete annektiert, die Möglichkeit einen Staat zu gründen verloren geht; dann wird Israels Rechte sagte, Jordanien sei das alternative Heimatland; Arik Sharons „Jordanien ist Palästina“ ist für ihn sehr beängstigend.“

Ben Menachem erwähnt seine Tage als Kol Yisrael-Korrespondent während Arik Sharons Amtszeit als Premierminister: „Ich deckte damals ein geheimes Gespräch zwischen Sharon und König Abdallah auf. Dabei sagte der König ihm: ‚Beachte meine Äußerungen nicht. Ich muss Sachen sagen, aber ich möchte, dass IDF-Soldaten an der jordanischen Grenze bleiben.‘ Er will dort keine palästinensischen Soldaten, die ein Sprungbrett nach Osten sein können und Veränderung der haschemitischen Herrschaft herbeiführen, wie es in der Vergangenheit schon der Fall war.“

In diesem Kontext erwähnt Ben Menachem, dass die palästinensische Zielsetzung darin besteht einen Staat auf beiden Seiten das Jordan zu gründen. „König Abdallah weiß das durchaus, gibt aber den Palästinensern gegenüber Lippenbekenntnisse ab.“

Unter Aufzeigen ergänzt Ben Menachem die vielen Vorteile, die das haschemitische Königreich nach seiner Vereinbarung mit Israel erhält, Vorteile, auf die niemand schnell verzichten wollen würde: „Die sichtbaren Dinge sind das Wasser, das Israel liefert und die Vereinbarung mit Israel für Gas, aber es gibt auch die Sicherheitsfrage, über die nicht geredet wird. Klar ist: Wenn die haschemitische  Regierung in Schwierigkeiten ist, wie es der Fall war, als es Drohungen aus Syrien gab, und Israel dem König zu Hilfe gerufen wurde, dann weiß er, dass letzten das einzige, was ihm helfen und den Zusammenbruch seines Regimes verhindern kann, die IDF samt der politischen Ebene sind, die ihr Anweisungen gibt.

Ich glaube nicht, dass der König einen Palästinenserstaat in Judäa und Samaria haben will. Er würde auch seine Position als Hüter der heiligen Orte in Jerusalem verlieren, einen Status, der mit dem Deal des Jahrhunderts nicht gefährdet ist. Dieses Thema ist ihnen als Königsfamilie sehr wichtig, da sie sich als Nachkommen des Propheten Mohammed betrachten. Darüber hinaus wurde der Großvater des Königs von einem Palästinenser auf dem Tempelberg ermordet. All das ist König Abdallah sehr gut bekannt.“

Wir fragten Ben Menachem auch, ob die Existenz israelischer Diskussion über die Lippenbekenntnisse des Königs an die palästinensische Gemeinschaft in Jordanien nicht zu einer Verhärtung seiner Haltungen führen könnte. Ben Menachen antwortet: „Der König hat seine eigenen Interessen und hat seine eigenen Pläne. Er hat alles geplant und festgelegt. Er schafft gewollte Zweideutigkeit, wenn er nicht präzisiert, auf welche Art von Zusammenstoß er sich bezieht, ob er das Friedensabkommen auf Eis legen wird und ob er über eine militärische Auseinandersetzung redet.“

Weiter fügt er hinzu, auch wenn er aus offensichtlichen Gründen nicht näher darauf eingeht, dass es vor kurzem „eine geheime Nachricht vom König an Israel gab, die über das Verteidigungs-Establishment weitergegeben wurde, noch bevor der König sich in einem Interview mit dem SPIEGEL äußerte.“

Zur israelischen Seite sagt Ben Menachem: „Es gibt hier auch israelische Überlegungen zu den US-Wahlen. Es ist immer noch unklar, was Präsident Trump will. Will er, dass wir den Schritt vor den Wahlen unternehmen, um ihm bei den Evangelikalen zu helfen oder macht er sich Sorgen, dass dies Konflikte im Nahen Osten schafft und ihm schadet? Das bleibt unklar und ist nach dem Besuch Pompeos nicht verständlicher. Das Bild wird in den kommenden Wochen klar werden, aber es besteht die Möglichkeit, dass alle Fragen zur Annexion bis nach den US-Wahlen verschoben werden.“

Sbarro-Massaker: Wenn Medien eine Terroristin zur Heldin stilisieren

HonestReporting, 19. August 2020

Am 9. August 2001 verübte Ahlam Tamimi zusammen mit einem weiteren Hamas-Akteur den Selbstmord-Bombenanschlag auf die Sbarro-Pizzeria in Jerusalem, einen der tödlichsten Anschläge der zweiten palästinensischen Intifada.

Ahlams Nichte Ahed Tamimi, gewann ebenfalls traurige Berühmtheit, wenn nicht Lob für ihre gewalttätigen Attacken auf israelische Soldatne. Dennoch hat ein Großteil der Mainstream-Medien die Tamimis als „Aktivisten“ beschrieben.

Präsident Donald Trump hat heftigen Druck auf den jordanischen König Abdallah II. ausgeübt, er solle Ahlam – die derzeit im haschemitischen Königreich residiert, nachdem sie von Israel bei einem Gefangenenaustausch mit der Hamas freigelassen wurde – an die USA ausliefern, da eines ihrer Opfer amerikanischer Staatsbürger war.

Amman hat die Anfrage bisher abgelehnt.

Es ist Zeit, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Jordanien sagt seinen palästinensischen Bürgern: „Wir wollen euch nicht.“ (Aber sie nennen es „Rückkehrrecht“)

Elder of Ziyon, 17. Februar 2020

Der Präsident des jordanischen Senats Faisal A-Fayez unterstützt eine Kampagne, die vom Palästina-Ausschuss des Repräsentantenhauses am Donnerstag begonnen wird; sie trägt den Titel „Die Rückkehr-Kampagne … Mein Recht und Meine Entscheidung“.

Die Kampagne will eine Million Unterschriften sammeln, die das Recht auf Rückkehr aller palästinensischen Flüchtlinge in ihr Heimatland zusammen mit Entschädigung bestätigt.

Al-Fayed bestätigte während seines Treffens mit dem Präsidenten und Mitgliedern des Parlamentarischen Ausschusses für Palästina am Sonntag im Senat, dass das Rückkehrrecht ein heiliges Recht ist und nicht aufgegeben werden kann sowie dass König Abdallah II. in seiner Versicherung eindeutig  ist: „Weder Neuansiedlung noch die alternative Heimat [Jordanien]“ sind akeptabel.

Die Petition soll dem Palestinian Return Center mit Sitz in London übergeben werden, das sie im Gegenzug an die Vereinten Nationen weiterleitet.

Es gibt rund zwei Millionen palästinensische Bürger Jordaniens. Jordanien ist das einzige arabische Land, das den Palästinensern erlaubte Staatsbürger zu werden. Doch selbst jetzt, rund 70 Jahre nachdem sie die Staatsbürgerschaft bekamen, werden sie immer noch anders als „normale“ Jordanier behandelt.

Diese, selbst von der jordanischen Regierung unterstützte, Petition sagt den palästinensischen Bürgern – in eindeutiger Weise – dass sie nicht erwünscht sind, dass sie in Wirklichkeit nach Israel gehören. Aber sie verkleiden diesen Wunsch nach ethnischer Säuberung ihrer Palästinenser als die Verteidigung eines „Rechts“ nach Israel zu ziehen, mit der Vorspiegelung, sie würden die Millionen eigentlich unterstützen, die sie loswerden wollen.

Das ist die Art, wie die gesamte arabische Welt seit 1948 mit den Palästinensern umgegangen ist – äußerlich Unterstützung ihrer Sache und ihren Wunsch, dass sie irgendwo anders hingehen, wird als „Rückkehr“ maskiert.

Dennoch prangert keine „Menschenrechts“-Organisation die Araber wegen ihres schändlichen Umgangs mit ihren „Brüdern“ an. Human Rights Watch und Amnesty International verdrehen das Völkerrecht, um vorzutäuschen, es gebe ein legales „Rückkehrrecht“. Darüber hinaus arbieten sie bei allen anderen Völkern gegen Staatenlosigkeit, aber sie üben keinen Druck auf die arabischen Staaten aus, die Palästinenser zu Staatsbürgern zu machen, selbst nicht nach 71 Jahren; nicht einmal, nachdem die meisten Palästinenser auf ihrem Boden geboren wurden.

Dasselbe, wie es immer schon war.

Der Yom Kippur-Krieg: ein Wendepunkt

Dov Lipman, HonestReporting, 12. September 2019

Photo: Government Press Office

Die arabischen Staaten versuchten Israel zu vernichten, schon bevor es gegründet wurde, indem sie ihre Leute aufstachelten Juden anzugreifen. Sie versuchten Israel zu vernichten, als sie den UNO-Teilungsplan von 1947 ablehnten und griffen Israel sofort nach dessen Unabhängigkeit 1948 an. Sie versuchten die 1950-er und 1960-er Jahre hindurch Israel mit Terroranschlägen zu vernichten, dazu 1956 mit der Sperrung des Suezkanals. Sie versuchten 1967 Israel über militärischen Angriff von allen Seiten zu vernichten. Nachdem sie mit all diesen Versuchen scheiterten Israel zu vernichten und Israels Ouvertüren für Frieden gegen die Rückgabe von Land, das es im Sechstage-Krieg eroberte, ablehnten, kamen die Araber ihrem Ziel im Oktober 1973 mit dem, was als Yom Kippur-Krieg bekannt wurde, sehr nahe.

Anwar Sadat

Der ägyptische Präsident Nasser starb im September 1970 und sein Nachfolger Anwar Sadat, der Optionen für eine langfristige Friedensvereinbarung mit Israel erkundete, stand unter dem Druck der ägyptischen Straße Ägyptens Ehre nach der Niederlage im Sechstage-Krieg wiederherzustellen.

Außerdem lag die ägyptische Wirtschaft in Trümmern; aber Sadat wusste, dass die tief gehenden Reformen, von denen er fühlte, dass sie nötig waren, bei Teilen der Bevölkerung zutiefst unbeliebt sein würden. Ein militärischer Sieg würde ihm die Popularität geben, die er brauchte um Veränderungen zu schaffen.

Gegen Ende 1972 begann Ägypten seine Streitkräfte aufzurüsten. Es erwarb MiG-21-Kampfjets und fortschrittliche panzerbrechende Lenkwaffen von der Sowjetunion. Zusätzlich wurden Generale, die 1967 versagt hatten, durch kompetentere Offiziere ersetzt und die Armee konzentrierte sich auf die Verbesserung ihrer militärischen Taktiken auf Grundlage der Verfahren des sowjetischen Militärs. Sadat erklärte, er sei vorbereitet „eine Million Soldaten zu opfern“, um das Territorium wiederzugewinnen, das Ägypten 1967 verlor.

Sadat arbeitete hart daran von anderen Ländern Rückhalt für die ägyptischen Bemühungen zur Rückeroberung des Sinai zu gewinnen und im Herbst 1973 behauptete er, er habe mehr als 100 Staaten, die diese Initiative unterstützten – zumeist aus der Arabischen Liga und von afrikanischen Staaten. Er streckte auch Fühler zu europäischen Ländern aus und abgesehen von massiver Militär- und diplomatischer Unterstützung durch die Sowjetunion gewann er die Unterstützung Großbritanniens und Frankreichs im UNO-Sicherheitsrat.

Hafez al-Assad

Der syrische Präsident Hafez al-Assad initiierte ebenfalls eine massive militärische Aufrüstung mit einem Plan die Golanhöhen zurückzuerobern. Auch er hatte Träume Syrien als das dominanteste Militär der arabischen Länder aufzubauen. König Hussein von Jordanien zögerte sich an einem neuen Krieg zu beteiligen. Er fürchtete die Möglichkeit in einem neuen Krieg noch mehr Territorium als die Westbank zu verlieren, die er 1967 verlor. Er war zudem aufgebracht wegen Sadats Versprechen an Yassir Arafat von der PLO, dass diesem die Kontrolle über die Westbank gegeben werde, sobald Israel besiegt sei. König Hussein betrachtete die Westbank als Teil von Jordanien und wollte es wieder unter seine Kontrolle gebracht sehen.

Darüber hinaus brach 1970 ein Beinahe-Bürgerkrieg zwischen Jordanien und der PLO-Führung aus, während der die PLO aus Jordanien vertrieben wurde. Syrien stellte sich auf die Seite der PLO und half dieser sogar militärisch, also fühlte sich Jordanien unbehaglich sich der ägyptisch-syrischen Allianz anzuschließen. Der Irak lehnte es wegen seiner strapazierten Beziehungen zum Iran ab sich einem Angriff anzuschließen und der Libanon wollte nicht involviert werden, weil seine Armee klein und instabil war.

Sadat war zum Krieg entschlossen. Seine geheime Planung begann 1971 – wobei er sogar die höheren Kommandoebenen aus der Planung heraushielt. Der Plan Israel gemeinsam mit Syrien anzugreifen, bekam den Codenamen Operation Badr, nach der Schlacht von Badr, in der Muslime, geführt von Mohammed, den Stamm der Qureish aus Mekka besiegten. Im Oktober 1972 sagte Sadat seinem Obersten Rat der Streitkräfte, dass er vorhabe gegen Israel in den Krieg zu ziehen.

Sadat drohte im April 1973 in einem Interview mit Newsweek öffentlich mit Krieg gegen Israel. Mehrfach in diesem Jahr führten arabische Armen groß angelegte Übungen durch und jedes Mal ging Israel für ein paar Tage auf die höchste Alarmstufe. Aber den Kommandeuren wurde bis weniger als eine Woche vor dem Angriff nichts von den tatsächlichen Kriegsplänen gesagt und die ägyptischen Soldaten erfuhren davon erst ein paar Stunden davor.

Auf der israelischen Seite gab es jede Menge Warnzeichen, die ignoriert wurden. Am 25. September besuchte Jordaniens König Hussein heimlich Israel, um Premierministerin Golda Meir zu warnen, dass die Syrer Israel angreifen und Ägypten sich anschließen würde. Das war eine von elf Warnungen vor dem Krieg, die Israel aus legitimen Quellen erhielt.

Im Oktober sah der IDF-Geheimdienst ägyptische Militärbewegungen nahe des Suezkanals, aber er tat das als reine Manöver ab. Israel sah auch syrische Truppen sich auf die Grenze zu bewegen, gleichzeitig mit einer Einberufung von Reserven und der Streichung allen militärischen Urlaubs. Aber Israels Geheimdienstführung betrachtete all das nicht als Bedrohung und hörte auf keine der Warnungen. Man schätzte korrekt, dass Syrien nicht alleine angreifen würde und das nur in Übereinstimmung mit Ägypten täte. Fälschlicherweise urteilte man auch, dass Ägypten nicht angreifen würde.

Der Schwiegersohn des ehemaligen Präsidenten Nasser, Aschraf Marwan, war ein ranghoher Mossad-Agent und sagte Israel, dass Ägypten nicht angreifen werde, bevor die Sowjetunion ihr mehr MiG-23-Kampfjets und Scud-Raketen liefern würde, die sie auf israelische Städte schießen konnten. Da die Kampfflugzeuge noch nicht angekommen waren und Ägyptens Soldaten nicht genug Zeit für das Training mit den Scuds hatten, nahm Israel fälschlicherweise an, dass Ägypten für einen Angriff nicht bereit war. Israel schickte keine Verstärkungen auf die Golanhöhen, was sich als bedenklicher Schritt erwies.

Am Tag vor dem Krieg sah General Ariel Sharon, ein zukünftiger Premierminister, Geheimdienst-Informationen, die eine viel größere ägyptische Truppenkonzentration entlang des Suezkanals zeigten als für ein Manöver verwendet werden würde, dazu Ausrüstung, die für die Überquerung des Kanals genutzt werden sollte. Er war sicher, dass der Krieg unmittelbar bevor stand und gab diese Information an seine Vorgesetzten weiter.

Die israelischen Geheimdienste sahen, dass sowjetische Berater und ihre Familien Ägypten und Syrien verließen; an den Grenzen zusammengezogene ägyptische und syrische Panzer, Infanterie und Raketen befanden sich auf einem Allzeit-Hoch und Transportflugzeuge voller Militärausrüstung landeten in den Hauptstädten Kairo in Ägypten und Damaskus in Syrien.

Marwan, der israelische Spion in höchsten Ebenen der ägyptischen Regierung, warnte weiterhin vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff, aber seine Warnungen schafften es nie vom Geheimdienst zur Premierministerin. In der Nacht vom 5. auf den 6. Oktober traf sich der Leiter des Mossad, Zvi Zamir, mit Marwan, der ihm sagte, dass ein gemeinsamer syrisch-ägyptischer Angriff bei Sonnenuntergang am nächsten Abend stattfinden würde. Israels Oberkommando forderte daraufhin eine teilweise Einberufung der Reserven.

Am Morgen des 6. Oktober überlegte Israels Führung einen Präventivschlag ähnlich dem gegen die ägyptische Luftwaffe, bevor Ägypten im Juni 1967 angriff. Aber nach Anhörung all der unterschiedlichen Meinungen entschied Premierministerin Meir, dass nicht angegriffen werden sollte. Sie erklärte, Israel würde amerikanische Militärhilfe benötigen, um einen ägyptisch-syrischen Angriff zu überleben und sie fürchtete, wenn Israel zuerst angreift, dann würde es dafür verantwortlich gemacht werden den Krieg angefangen zu haben und diese Hilfe nicht bekommen. Die Angst der Premierministerin war nicht unbegründet. US-Präsident Richard Nixon und Außenminister Henry Kissinger warnten Meir ständig davor einen Krieg zu initiieren. Am 6. Oktober noch betonte Kissinger Israel gegenüber erneut, dass es keinen Präventivschlag führen dürfe.

Am Yom Kippur, dem heiligsten Tag im jüdischen Kalender, an dem die meisten Juden einen großen Teil des Tages in der Synagoge verbringen, nur sechs Stunden, nachdem Israel beschloss keinen Präventivschlag zu führen, griffen ägyptische und syrische Streitkräfte Israel an – sie überschritten die Waffenstillstandslinien von 1967 im Sinai im Süden und auf den Golanhöhen im Norden. Ägypten griff mit 100.000 Soldaten und 1.350 Panzern an. Zur Zeit des Angriffs hatte Israel am Kanal 450 Soldaten und um die 100 Panzer. Israels fehlende Vorbereitung ermöglichte der ägyptischen Armee mit relativer Leichtigkeit auf den Sinai vorzudringen. Auch Syrien machte große Fortschritte und eroberte einen beträchtlichen Bereich des von Israel kontrollierten Territoriums auf den Golanhöhen.

Ägyptische Militärlaster überqueren am 7. Oktober 1973 eine über den Suezkanal gelegte Brücke.

Israel fand sich in einer fatalen Lage wieder, was die USA veranlasste über eine Luftbrücke Militärausrüstung zu schicken. Dies wurde auch gemacht, um den massiven Nachschub zu kontern, den die Sowjetunion nach Ägypten schickte. Als die israelische Armee fast schon die Außenbezirke der syrischen Hauptstadt Damaskus erreichte, befahl der ägyptische Präsident Anwar Sadat, der erkannte, dass der fehlgeschlagene arabische Feldzug bald zu Ende sein könnte, seinen Streitkräften in die Offensive zu gehen. Israel wehrte nicht nur diesen ägyptischen Vormarsch ab, sondern drängte die ägyptischen Streitkräfte so weit zurück, dass die IDF den Suezkanal überquerte, nach Ägypten vordrang und begann auf ägyptische Städte, einschließlich Kairo zu marschieren. Dieses Vordringen wurde allerdings gestoppt, als am 25. Oktober unter Druck der USA ein von der UNO vermittelter Waffenstillstand in Kraft trat.

Die Grenzen von Syrien und Ägypten waren nicht die einzigen Fronten, an der sich Israel in diesem Krieg verteidigen musste. Palästinensische Milizen schossen Katjuscha-Raketen und panzerbrechende Flugkörper aus dem Libanon auf israelische Städte nahe der libanesisch-israelischen Grenze. Sie schafften es einige Israelis leicht zu verletzen und es gab Schaden an israelischen Gebäuden. Die israelische Führung beschloss, dass sie keine weitere Kampfzone öffnen konnte und entschied, keine Streitkräfte in den Südlibanon zu schicken, um die Quelle des Raketenfeuers auszuräumen.

(Ägypten brach den Waffenstillstand schon am nächsten Morgen und trotz der Vereinbarung gingen die Kämpf bis Mitte Januar 1974 weiter.)

Israel verlor in dem Krieg mehr als 2.500 Soldaten und rund 8.000 wurden verletzt. 293 israelische Soldaten wurden gefangen genommen. Die Arabischen Armeen, denen sich der Irak anschloss, verloren zwischen 8.000 und 18.000 Soldaten (Ägypten und Syrien veröffentlichten nie offizielle Zahlen) und zwischen 18.000 und 35.000 Verwundete.

Israelische Kriegsgefangene wurden von ihren syrischen und ägyptischen Fängern furchtbar gefoltert. IDF-Soldaten wurden tot aufgefunden, nachdem sie mit verbundenen Augen und hinter dem Rücken gefesselten Händen hingerichtet wurden. Einige wurden mit Äxten geköpft und eine hohe Anzahl wurde mit Elektroschocks am ganzen Körper, einschließlich der Genitalien gefoltert, mit Zigaretten verbrannt und ihnen wurden die Fingernägel ausgerissen. Viele wurden noch lange nach Kriegsende gefangen gehalten.

Abgesehen von den horrenden Verlusten auf beiden Seiten hatte der Krieg für beide Seiten beträchtliche Folgen. Der Fehler nach Geheimdienst-Warnungen vor dem Krieg nicht zu handeln führte dazu, dass Premierministerin Meir und Verteidigungsminister Mosche Dayan zurücktraten. Israel schuf schließlich einen Nationalen Sicherheitsrat, um die Kommunikation und die Koordination zwischen dem Sicherheits/Geheimdienst-Apparat und der Regierung zu verbessern.

Die Auswirkungen des Krieges gingen aber weit darüber hinaus. Die Araber hatten nach dem Krieg widersprüchliche Emotionen und beide zogen in dieselbe Richtung. Einerseits hatten die Araber das Gefühl, sie hatten zwar ihr Ziel der Vernichtung Israels verfehlt, aber sie hatten Israel auch beträchtlichen Schaden zugefügt und das stellte ihre Ehre nach der vernichtenden Niederlage im Sechstage-Krieg sechs Jahre zuvor wieder her. Das gab ihnen die Fähigkeit Frieden mit Israels als „Gleichberechtigte“ auszuloten.

Andererseits sahen die Araber Israels militärische Stärke, wie es seine anfänglichen Verluste wegsteckte und dann in die Offensive ging, wobei es tief in die eigenen Länder eindrang. Diese Angst vor der Stärke Israels drängte sie dahin Frieden zu erkunden. Die israelische Seite erlitt einen schweren psychologischen Schlag, als sie plötzlich erkannte, dass sie nicht unbesiegbar war und es keine Garantie gab die arabischen Nachbarn im Krieg immer zu besiegen. Das verschob Israel zu einer stärkeren Entschlossenheit in Richtung Frieden zu arbeiten.

Die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten luden Israel, Ägypten, Syrien und Jordanien zu einem Treffen zu einer Friedenskonferenz im Dezember 1973 in Genf ein. Der Versuch scheiterte wegen Syriens Weigerung daran teilzunehmen. Durch die Bemühungen der USA unterzeichneten Israel und Ägypten am 18. Januar 1974 das Sinai I-Abkommen, mit dem Israel sich aus einigen seiner vorgeschobenen Positionen zurückzog, während es fast den gesamten Sinai behielt.

Das Sinai II-Abkommen wurde am 4. September 1975 unterzeichnet; mit ihm zog Israel von mehr Land im Sinai ab und UNO-Kräfte zogen dort ein, um das Gebiet zwischen Israel und Ägypten zu patrouillieren. Israel kontrollierte immer noch mehr als zwei Drittel des Sinai, die zu halten entscheidend war, während beide Seiten eine langfristige Übereinkunft ausloteten, ein Prozess, der letztlich 1979 im Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten gipfelte.

Die syrische Front war komplizierter; militärische Aktivitäten zwischen beiden Seiten setzten sich bis zum 31. Mai 1974 fort, als die USA eine „Entflechtungsvereinbarung“ vermittelten, in der Israel sich aus Syrien auf die Golanhöhen zurückzog, Syrien zustimmte seine Kriegsgefangenen in einem Gefangenenaustausch freizulassen und die UNO eine Entflechtungs- und Beobachtertruppe einrichtete, die den Frieden in einer Pufferzone bewahren sollte, die zwischen den beiden Ländern geschaffen wurde.

Der Yom Kippur-Krieg kennzeichnet das letzte Mal, dass die arabischen Nachbarländer Israels sich militärisch zusammenschlossen, um den Versuch zu unternehmen den jüdischen Staat zu vernichten.

Wer will Geschichte ausradieren? Jordanische Touristen-Landkarte von Jerusalem im Jahr 1960 löscht alle jüdischen Stätten?

Elder of Ziyon, 2. Juli 2019

Ende 2017 sagte Jordaniens König Abdallah: „Versuche Jerusalem zu judaisieren und seine Identität zu verändern werden weitere Gewalt und Extremismus bringen.“

Jordanier und Palästinenserführer beschuldigen Israel regelmäßig Versuche zu unternehmen christliche und muslimische Geschichte in Jerusalem auszuradieren; sie sagen sie würden die heiligen Stätten beider Religionen gegen israelische Versuche zu „verteidigen“ sie – mutmaßlich – zu zerstören oder auszuradieren.

Wie es so oft mit arabischen Anschuldigungen gegen Israel der Fall ist, ist dies Projektion dessen, was sie selbst getan haben und tun würden, nicht das, was Israel tut.

Hier ist eine jordanische Touristen-Landkarte der Altstadt von Jerusalem aus dem Jahr 1960.

Die Kotel (Westmauer/„Klagemauer“) – weg.
Der Tempelberg ist durch „Haram Esh-Scharif“ ersetzt, obwohl christliche Touristen am Berg interessiert sein würden.
Das jüdische Viertel – ausradiert. Zusammen mit seinen Straßennamen.

Wir haben eine Bilanz davon, wie Araber agieren, wenn sie Jerusalem und andere uralte jüdische Städte kontrollieren. Und sie all dessen schuldig, was sie fälschlich Israel als dessen Tun vorwerfen.

Jedes einzelne Mal.