„Frieden“ mit Saudi-Arabien

Dry Bones, 19. Juni 2017

Es ist Zeit für die Forderung, dass ein Friedensvertrag mit einem arabischen Land mehr ist als nur eine Vereinbarung mit den politischen  Herrschern dieses Landes. Es ist an der Zeit zu fordern, dass zu „Frieden“ mit einem Nachbarn ein Ende des von der Regierung genehmigten Antisemitismus der Bevölkerung dieses Landes gehört.

Jordaniens Stück Papier und was man damit tun sollte

Yisrael Medad, My Right Word, 1. Juni 2017

Jordaniens offizielle Nachrichtenagentur Petra News berichtet:

Das Ministerium für Außenpolitische Angelegenheiten und im Ausland lebende Bürger übergab der israelischen Botschaft in Amman ein Memo, um dagegen zu protestieren, dass jüdischen Extremisten erlaubt wird unter Schutz der israelischen Polizei in die Al-Aqsa-Moschee/den Haram al-Scharif einzudringen. Die jordanische Regierung forderte die israelische Regierung in dem Memo auf solchen aggressiven Akten und Provokatinen sofort ein Ende zu setzen und die jordanische Rolle bei der Fürsorge für die heiligen Stätten in Jerusalem zu respektieren.

Jordaniens Friedensvertrag mit Israel von 1994 erkennt Jordaniens Rolle als Verwalter der muslimischen und christlichen Schreine in der Stadt an, die während des Krieges von 1967 von Israel besetzt wurde. Das Ministerium sagte, solche Akte heizten die Gefühle der Muslime in aller Welt an, verletzen Artikel 9 des Friedensvertrags zwischen Jordanien und Israel und entsprechen nicht Israels Verpflichtungen als Besatzungsmacht wie sie im Völkerrecht stehen.

In dem Memo hieß es, solche Akte schädigen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern und untergraben die Bemühungen die Spannungen zu reduzieren und die Status qu in der Al-Aqsa-Moschee/Haram al-Scharif zu erhalten.

Artikel 9?

„Verwalter“?

Der Text:

ORTE VON HISTORISCHER UND RELIGIÖSER BEDEUTUNG
Jede Seite wird für freien Zugang zu Orten religiöser und historischer Bedeutung sorgen. Diesbezüglich respektiert Israel in Übereinstimmung mit der Erklärung von Washington die derzeitige besondere Rolle des haschemitischen Königreichs Jordanien bei muslimischen Heiligtümern in Jerusalem. Wenn Verhandlungen zum dauerhaften Status stattfinden, iwrd Israel der historischen Rolle Jordaniens bei diesen Heiligtümern hohe Priorität einräumen. Die Seiten werden zusammenarbeiten, um für die die interreligiösen Beziehungen zwischen den drei monotheistischen Religionen zu werben, deren Ziel der Zusammenarbeit darin in religiösem Verständnis, moralischem Einsatz, freie Religionsausübung und Toleranz und Frieden ist.

Ich hoffe, die Mitarbeiter der Botschaft sagten dem Boten, was er mit dem Stück Papier machen kann, auf dem das Memo geschrieben wurde.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21. – 27. Mai 2017)

Sonntag, 21.05.2017:

Eine Gruppe arabischer Bürger Israel hat für Montag einen Generalstreik und einen „Tag des Zorns“ in Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen ausgerufen.

Eine Gruppe arabischer Knessetabgeordneter hat sich auf den Tempelberg begeben. Es gibt ein Besuchsverbot für Knessetmitglieder, das sie gezielt missachteten (sogar „rechtsextreme“ religiöse Abgeordnete halten sich an die Anweisung; Premierminister Netanyahu will über eine Aufhebung des Verbots nach dem Ramadan „nachdenken“). Die Araber wurden von der Polizei vom Plateau geleitet.

Am Abend sprach Premierminister Netanyahu zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems. Er sagte, der Tempelberg und die Westmauer werden unter israelischer Souveränität bleiben.

Mehrere Dutzend der Hungerstreiker sind inzwischen im Krankenhaus. Weitere werden wohl folgen.

Die Tochter eines Hamas-Terroristen, der wegen 66-fachen Mordes in Israel einsitzt, hat ihrem Vater einen Brief geschrieben, wie stolz sie auf ihn ist.

Die IDF hat die Einsatzregeln bezüglich Personen geändert, die Soldaten Waffen stehlen wollen. Ab sofort darf auf solche Personen geschossen werden.

Jordaniens König rief am Freitag Präsident Trump an und wünsche sich, dass der Amerikaner an einer Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts arbeite. Eine Vereinbarung zwischen den Israelis und den Palästinensern sei unerlässlich für die Bekämpfung des Terrors.

Das israelische Sicherheitskabinett hat ein Paket an Gesten des Guten Willens den PA-Arabern gegenüber beschlossen. Unter anderem soll es deutlich mehr Baugenehmigungen für PA-Araber in Area C geben, die komplett von Israel kontrolliert wird.

Montag, 22.05.2017:

Für den Ramadan gibt es Sonderregelungen für PA-Araber; 200.000, die Familienmitglieder in Israel haben, bekommen Sondergenehmigungen zur Einreise für den gesamten Monat. Weitere 7.000 erhalten Genehmigungen für Id al-Fitr, direkt nach dem Ramadan. Männer über 40, Jungen unter 12 Jahren und Frauen können ohne Genehmigung den ganzen Monat hindurch freitags in Jerusalem auf dem Tempelberg beten gehen.

Mittwoch, 24.05.2017:

Am Montag setzten Araber als Teil ihres „Tag des Zorns“ eine Jeschiwa in Homesch in Samaria in Brand. Homesch wurde während der „Abkoppelung“ 2005 evakuiert. Die Jeschiwa wurde allerdings weiter betrieben. Der stellvertretende Knessetsprecher Bezalel Smotrich kommentierte, dass „aus jedem Ort, den wir verlassen haben, ein Ort des Horrors gemacht worden ist und heilige Stätten zerstört wurden“.

Eine Moderatorin im PA-Fernsehen hat Sehnsucht – nach den Tagen des palästinensischen Terrors; er beschwerte sich, dass es (heute) nicht genug Gewalttätigkeit (gegen Juden) gibt. Dabei lobte sie gerade in einem Interview einen Terrormörder, der damit prahlte bei seiner „Operation“ 16 Juden ermordet zu haben.

Mahmud Abbas hat gegenüber Trump behauptet, er sei bereit sofort wieder mit Verhandlungen mit Israel zu beginnen.

Benjamin Netanyahu stellte bei einer Feier auf dem Ammunition Hill richtig: Israel ist für die Verzögerung einer Lösung des Konflikts nicht verantwortlich. Außerdem sagte er: Der Tempelberg und die Westmauer werden immer unter israelischer Kontrolle bleiben.
Mahmud Abbas ließ daraufhin erklären, das sei falsch und schade den Friedensbemühungen. „Ost“-Jerusalem „mit seinen heiligen Stätten des Islam und der Christenheit ist die Hauptstadt des palästinensischen Staats und wir es für immer sein“. (So hat er mal eben wieder jüdische Verbindungen zum Tempelberg und Jerusalem bestritten!)

Donnerstag, 25.05.2017:

Auf der libanesischen Seite der Grenze zum Libanon versammelten sich mehrere Dutzend Personen anlässlich 17 Jahren Abzug Israels aus dem Libanon; sie schwenkten Hisbollah-Flaggen und warfen Steine auf den Grenzzaun. Soldaten gaben Warnschüsse ab.

182 der hungerstreikenden Terrorhäftlinge sind in Krankenhäuser gebracht um zu entscheiden ob sie medizinische Hilfe benötigen. Derzeit beteiligen sich noch 836 Terroristen an dem Hungerstreik.

Der Terrorist, der Anfang der Woche in Netanya zwei Personen verletzte und angeschossen wurde, erlag jetzt seinen Verletzungen.

Freitag, 26.05.2017:

Araber in der israelischen Stadt Kfar Khana in Galiläa zeigen offen ihre Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen mit Bannern und PLO-Flaggen.

Mahmud Abbas pries erneut die in Israel in Gefängnissen sitzenden Terroristen als „Helden“ und forderte, dass die Forderungen der Hungerstreikenden erfüllt werden.

Israel hat für 74 PA-Araber, die bei SodaStream arbeiten, die Arbeitserlaubnis erneuert, die nach dem Umzug aus dem Industriegebiet in Mischor Adumim nicht weiter erteilt worden war.

Samstag, 27.05.2017:

Die Hamas begrüßte die Einigung der Israelis mit den hungerstreikenden Terroristen, beglückwünschte die Terroristen und erklärt die Sache zu einem Sieg über Israel.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07. – 13. Mai 2017)

Sonntag, 07.05.2017:

Der Anführer des Hungerstreiks der Terrorhäftlinge, Marwan Barghouti, wurde erwischt, wie er heimlich aß. Israels Botschafter bei der UNO kommentierte passend, damit sei bewiesen, dass der „Hungerstreik“ lediglich ein Medien-Stunt ist.

Die PA-Araber behaupten wieder Juden würden abgerichtete Wildschweine auf sie loslassen; ein arabisches Mädchen wurde in die Hand gebissen, das können nur die Juden gewesen sein.

Der 6 Meter hohe Sicherheitszaun an der Grenze zum Libanon wird an zwei Abschnitten erneuert und verbessert.

Montag, 08.05.2017:

Die (verbotene) Islamische Bewegung (nördlicher Zweig) in Israel hat einen Marsch von Haifa nach Jerusalem begonnen. Die Teilnehmer wollen Jerusalem am Freitag erreichen.

Unterstützt (und eventuell angestiftet) von linken israelischen NGOs haben pal-arabische Bauern im Jordantal illegal gesperrtes Staatsland bestellt, das als Schießstand der IDF genutzt wird und teilweise auch noch vermint ist. Die Bauern verschwinden immer rechtzeitig beim Auftauchen des Militärs, so dass die Soldaten nicht feststellen können, wer sie sind.

Der Terror-Sportchef Jibril Rajoub will, dass die FIFA israelische „Siedler-Clubs“ vom Spielbetrieb ausschließt – und jetzt schimpft er, dass Netanyahu sich bei der FIFA dagegen ausspricht. Das ginge nicht, dass ein Politiker sich da einmischt und verlangt, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wird.

Dienstag, 09.05.2017:

Die Fünfte Kolonne: Ayman Odeh von der Gemeinsamen Arabischen Liste bezeichnet die in Israel einsitzenden Terroristen als „politische Gefangene“, die „einen gerechten Kampf zur Befreiung von einer ungerechten Besatzung führen“.

Scheinheilig: Mahmud Abbas behauptet weiter, er sei bereit sich mit Netanyahu zu treffen – vorausgesetzt, Trump ist dabei.

Noch scheinheiliger: Mahmud Abbas lässt wissen, dass es keine Alternative zu einer Friedenslösung gibt und die Zeit militärischer Optionen vorbei sei.

Die IDF geht seit einiger Zeit verstärkt gegen Waffenproduktionsstätten in Judäa und Samaria vor. Seit Anfang 2017 wurden 23 Werkstätten und mehr als 150 Waffen beschlagnahmt.

Mittwoch, 10.05.2017:

Marwan Barghouti ist seit dem Beginn des „Hungerstreiks“ der Terrorhäftlinge in Isolationshaft. Jetzt wurde seinem Anwalt eine Besuchserlaubnis gestrichen (vermutlich infolge von nach draußen geschmuggelten Interviews?). Eine Delegation des Roten Kreuzes kann ihn aber besuchen; das IKRK hatte diesen Besuch gewünscht.

Bei der Wahl zur Studentenvertretung der Universität Bir Zeit hat zum zweiten Mal in Folge die Hamas gewonnen.

Die Hamas bekommt Kritik wegen ihres neuen Strategiepapiers; sie versichert vehement, dass die Gruppe weiterhin die Vernichtung Israels anstrebt und nicht mit Israel über das Recht an „ganz Palästina“ verhandeln wird.

Donnerstag, 11.05.2017:

Während sich Abbas letzte Woche mit US-Präsident Trump traf, wobei er behauptete, die Palästinenser würden ihre Kinder zu Frieden erziehen, waren seine PA und die Fatah emsig damit beschäftigt 12 Terroristen zu ehren, die für die Ermordung von 95 Menschen verantwortlich sind. Außerdem wurde in Jenin eine Straße nach einem Entführer und Mörder benannt.

Es wird erwartet, dass für den Gedenktag zum Tode von Joseph tausende Juden dessen Grabmal in Schechem/Nablus besuchen wollen. Um das vorzubereiten, haben Aktivisten vom Militär eine Sondererlaubnis zum Besuch erhalten; sie werden alles putzen.

PA-Sicherheitskräfte haben in Judäa und Samaria anscheinend Terroranschläge verhindert, indem Hunderte Waffen beschlagnahmt wurden.

Vor einigen Wochen wurden sechs Aktivisten der „Islamischen Bewegung“ in Israel festgenommen; sie handelten in Erhalt und Ausübung von Aktivitäten der Tanzim-Bewegung in Jerusalem und verfügten über Bargeld aus dem Ausland im Wert von ca. 200.000 Schekeln.

Weisheit von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah: Israel ist schwach – es versteckt sich hinter Zäunen. (Vermutlich versteckt er sich deshalb die meiste Zeit vor Israel.)

Die PA-Repräsentantin bei der UNO hat wieder – diesmal in Briefen – dazu aufgerufen, dass die UNO zugunsten der Terrorhäftlinge eingreift. Er behauptete, der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden verschlechtere sich rapide.

UNO-Botschafter Danny Danon legte bei der UNO Belege vor: 2016 hat die PA den Terroristen in den Gefängnissen $130 Millionen gezahlt, ihren Familien $175 Millionen.

Samstag, 13.05.2017:

Die PA wirbt für ein weibliches Vorbild: Die Mutter von vier Terroristen, die lebenslänglich in israelischen Gefängnissen einsitzen und deren fünfter Sohn als (Hamas-)Terrorist getötet wurde, wird von Abbas et.al. als Vorbild für die pal-arabische Jugend gefeiert. Bei einem Empfang letzten Monat betonte Abbas erneut, das die Terroristen-Häftlinge eines der Hauptanliegen seiner Regierung sind.

Jordanien hat den „abscheulichen Mord“ an dem Terroristen von heute verurteilt. Dabei wurde natürlich nicht erwähnt, dass der Mann ein Terrorist war, der gerade versuchte Israelis zu ermorden.

Als Arafat die Macht angeboten wurde

Joseph Farah, WorldNetDaily, 20. Mai 2002

Will Yassir Arafat wirklich einen „palästinensischen Heimatstaat“? Oder ist diese 35 Jahre alte Forderung, worauf viele hingewiesen haben, nur eine List, um den ungleichen Krieg gegen den jüdischen Staat Israel zu führen?

Während ich keinen Zweifel in mir trage, dass Arafat kein Interesse daran hat, einen neuen arabischen Staat in der Nachbarschaft Israels und mit diesem in Frieden lebend zu regieren, bleiben viele im Westen – sogar in Israel – überzeugt, dass die Verfolgung eines solchen Plans immer noch die größte Hoffnung für die Region birgt.

Ich habe gerade ein Buch gelesen: „Arafat“, von Said K. Aburish, einem Autor, der der palästinensischen Sache viel Sympathie entgegen bringt. Es sollte die Phantasievorstellungen derer zerstreuen, die von einem durch diesen Mann ausgehandelten Frieden träumen.

Der aufschlussreichste Teil des Buchs behandelt den Bürgerkrieg von 1970 zwischen Arafats Kämpfern und dem verstorbenen König Hussein in Jordanien. Israel und der Westen könnten wirklich etwas aus dieser Geschichte lernen.

„Zwischen Mitte 1968 und Ende 1969 gab es nicht weniger als 500 gewalttätige Zusammenstöße zwischen Mitgliedern der verschiedenen palästinensischen Guerillagruppen und der jordanischen Armee und Sicherheitskräften“, schreibt Aburish. „Ernsthafte Zwischenfälle schlossen die Entführung von arabischen Diplomaten und unfreundlich berichtenden Journalisten ein, unprovozierte Angriffe auf Regierungsbüros, Vergewaltigung und Erniedrigung von Armee- und Polizei-Offizieren. Die Palästinenser, denen legal erlaubt war, Straßensperren zu errichten, belästigten Frauen, erhoben illegale Steuern und beleidigten die jordanische Flagge in Anwesenheit loyaler Jordanier.“

Wie im heutigen Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis gab es Debatten darüber, ob Arafat die Gewalt kontrollierte oder ob er nicht in der Lage war, seine Anhänger zu disziplinieren oder die Gruppen hinter den Angriffen herauszufordern.

Wiederholt, so zeigt Aburish, handelten Hussein und Arafat umfassende und besondere Vereinbarungen aus, um das Chaos unter Kontrolle zu bringen. Wiederholt ignorierte Arafat die Verträge und verletzte sich persönlich.

Aburish zeigt detailliert die vielen Schritte auf, die Hussein unternahm um den Konflikt zwischen seinem Regime und der PLO zu entschärfen, die in Jordanien einen Staat im Staate errichtet hatte. Sogar während Mitglieder von Arafats Koalition aktiv am Sturz Husseins arbeiteten, machte der König die beispiellose und erstaunliche Geste, Arafat eine gemeinsame Regierung anzubieten – eine, in der der PLO-Führer Premierminister gewesen wäre.

„Ein erstaunter, fast sprachloser Arafat schlug das aus, denn er hatte keinen Plan für Jordanien oder für einen Einschluss der PLO in einen funktionierenden Staat mit oder ohne Hussein“, schreibt Aburish. „Mit seiner Ablehnung blieb Arafat, der durch Improvisation überlebt und sich ständig aus Aufruhr persönlichen Vorteil verschafft, keine andere Wahl als zur Weiterführung der bestehenden, unhaltbar chaotischen Lage beizutragen. Nicht in der Lage, seine Anhänger zu kontrollieren oder die Macht zu übernehmen, war er gezwungen, den Status quo aufrecht zu erhalten. Als ob es die Absurdität der Situation unterstreichen sollte, gab es direkt danach, im Juni einen weiteren gescheiterten Versuch von abtrünnigen Guerillas, König Hussein durch einen Angriff auf seinen Autokonvoi zu ermorden.“

Wie weit beugte sich Hussein, um Arafat entgegen zu kommen? So weit, dass er ihm eine Partnerschaft in der jordanischen Regierung anbot – eine, in der Arafat Premierminister sein sollte.

Wenn Arafat jemals versucht war, einen palästinensischen Staat zu regieren, dann war diese Gelegenheit die bestmögliche. Jordaniens Bevölkerung besteht zu 80 Prozent aus Palästinensern. Es gibt weitaus mehr Palästinenser in Jordanien als in Arafats heutigen Autonomiegebieten.

Arafat ging nicht darauf ein. Warum? Weil er wusste, dass ein solcher Handel einen Rattenschwanz nach sich zog. Er hätte seine terroristischen Operationen gegen Israel einschränken müssen. Dieser Preis war für Arafat zu hoch – und wird es immer sein.

Stattdessen erklärte Hussein nach weiteren terroristischen Operationen gegen Jordanien – darunter das, was bis zum 11. September am 6. September 1970 die dramatischste Serie von Flugzeugentführungen in der Geschichte war – den Kämpfern Arafats den Krieg. Ganze 15.000 Menschen starben in den Kämpfen, die sich fast ein Jahr hin zogen. Der jordanische Schlussangriff auf Arafats Kämpfer war so grausam, dass viele von ihnen es vorzogen, sich den Israelis zu ergeben statt sich dem Terror ihrer arabischen Brüder entgegen zu stellen.

Arafat floh mit rund 2.000 seiner Kämpfer, erst nach Syrien, später in den Libanon – wo sie dann für den Beginn eines weiteren blutigen arabischen Bürgerkriegs verantwortlich waren.

Welche Lehre ziehen wir daraus?

Es ist eine, die von der Geschichte übersehen wird. Arafat wird nicht Ruhe geben, wenn er nicht ganz Israel bekommt. Es macht wenig Sinn, mit ihm zu verhandeln. Andere arabische Führer haben das aus erster Hand erfahren – was der Grund ist, dass sie ihm nie wieder erlauben werden, auf ihrem Boden zu agieren.

Der „Status quo“ von vor 60 Jahren: „Alt-Jerusalem ist wie eine tote Stadt“ (NYT 1956), „Juden verboten“ (1955)

Elder of Ziyon, 25. Dezember 2016

Das ist der Status quo, von dem die Welt will, dass Jerusalem dorthin zurückkehrt:

The New York Times, Dienstag, 11. Dezember 1956:

Alt-Jerusalem wie eine tote Stadt

Hotels sind leer, Taxis inaktiv, weil Frontverlaufs-Verbote den Fluss der Feiertagsbesucher kappen

Von Lawrence G. Hauck für die New York Times

JERUSALEM (jordanischer Sektor), 10. Dezember – Dieser Sektor Jerusalems sieht aus wie eine tote Stadt. Die Altstadt mit einer Bevölkerung von etwa 60.000 hat keine sichtbare Unterstützungsmittel.

Ein heutiger Besucher war der einzige zahlende Gast im National, einem von zwei Luxushotels mit seinen 54 Zimmern. Das andere führende Hotel, das Ambassador mit 51 Zimmern, ist mit Brettern verbarrikadiert.

Unterdessen haben vierzehn Reisebüros, fünfzig Fremdenführer und 300 Taxifahre nichts zu tun. Die Reiseführer und die Taxifahrer reden nicht über Politik, sondern von den Tagen, als 50.000 Touristen zu einer einzigen Feiertagssaison an die heiligen Stätten kamen.

Die Aussichten auf Geschäfte zu Weihnachten dieses Jahr sind nicht aussichtsreich. Einige Christen auf der israelischen Seite haben um Genehmigung ersucht die Grenze für eintägige Besuche ihrer Heiligtümer zu überqueren. Die jordanische Regierung denkt über die Anträge nach.

Die Stadt hofft, eine Wende im Weltgeschehen wird wenigstens zur Ostersaison die Touristen zurückbringen. Sie sehnt sich besonders nach den freigiebigen Amerikanern. Nach Anordnung des Außenministeriums sind Jordanien und Israel heute für Amerikaner Verbotszonen, ebenso Ägypten und Syrien.

Reisende dürfen zwischen Jordanien und Israel passieren, aber nur über das Mandelbaum-Tor, dem einzigen Übergang, der die Altstadt (Jordanien) und die Neustadt (Israel) verbindet.

Jordanien erlaubt keine Juden und gestattet keine Rückkehr nach Übergang, außer mit der Sondergenehmigung, die manchmal zu die Feiertage gewährt wird. Israel erlaubt die Grenzquerung in jede Richtung.

Die Altstadt hat drei der heiligsten Heiligtümer – die jüdische Klagemauer, die muslimische Omar-Moschee und die christliche Grabeskirche. Bethlehem, wo für den christlichen Gottesdienst im Voraus Reservierung vorgenommen werden müssen, befindet sich ebenfalls auf jordanischem Territorium.

Heute fiel in Jerusalem Schnee, als ein Reiseführer wehmütig sagte: „Sie sind mein erster Kunde in zwei Monaten.“

Hier sind Jordaniens Regeln für Touristen, berichtet von der New York Times im Mai 1955:

„Einem Tourist, der über ein arabisches Land ankommt oder eine Einreisegenehmigung in ein arabisches Land hat, wird an jedem jordanischen Grenzposten oder Flughafen automatisch ein Visum für Jordanien gewährt.“ Israelische Staatsbürger und die, die jüdischen Glauben bekenne, dürfen Jordanien nicht betreten, aber „Besuchern, die aus Israel nach Jordanien kommen, wir die Einreise gestattet, vorausgesetzt sie haben in ihrem Reisepass ist kein israelisches Visum befestigt. Die Wiedereinreise aus Jordanien nach Israel ist nicht gestattet.“

Das ist das, was die UNO heute zu tun versucht.

Als Jordaniens Armee palästinensische Flüchtlinge aus ihren Häusern vertrieb

Elder of Ziyon, 6. Dezember 2016

Wie wir schon erwähnten – zuletzt im August – versuchte Israel in den 1970-er Jahren permanente, moderne Häuser für Palästinenser im Gazastreifen zu bauen, damit sie nicht in heruntergekommenen „Flüchtlingslagern“ leben mussten und eine Chance bekämen sich ein normales Leben aufzubauen.

Mehr als 2000 Gaza-Familien zogen in die neuen Häuser.

Die PLO und die UNO waren absolut dagegen. Mit einem Mix aus Einschüchterung derer, die in die neuen Häuser ziehen wollten und der Verabschiedung zweier Resolutionen durch die UNO (31/15E und 34/52F), die Israel dafür verurteilte, dass es versuchte das Leben der Gazaner zu verbessern, verlief der Plan im Sande.

Die erste UNO-Resolution gegen Israels Versuche das Leben der Palästinenser zu verbessern, wurde vor fast genau 40 Jahren beschlossen.

Gehen wir weiter 11 Jahre zurück:

Hier sehen Sie, wie die UNRWA die Geschichte des Lagers Schuafat beschreibt:

Schuafat liegt an den Außenbezirken Jerusalems… Das Lager wurde von der UNRWA 1965 gegründet, um den rund 500 Flüchtlingsfamilien, die im Lager Mu’askar in der Altstadt von Jerusalem lebten, verbesserte Unterkunft zu bieten.

UNRWA wollte in diesem Fall verbesserte Unterkünfte bieten. Das lager Mu’askar befand sich im Jüdischen Viertel der Altstadt und Jordanien bot der UNRWA den Raum an, aber die Häuser waren in schlechtem Zustand und UNRWA wollte die Einwohner umziehen lassen.

Gegen ihren Willen

Die Einwohner lebten nahe der Al-Aqsa-Moschee und viele arbeiteten in den Schuks der Altstadt. Sie zogen das Leben in den alten jüdischen Häusern vor, so schlecht diese auch waren.

Aber die UNRWA wollte, dass sie umziehen.

Also zwang man sie umzuziehen und mit Hilfe der jordanischen Armee wurden alle Einwohner gezwungen nach Schuafat zu ziehen.

Das wird in diesem Buch ausführlich beschrieben:


Die Stadträte tendierten dazu diese Landbesitzer einzubeziehen und stimmten daher oft gegen diese Pläne. Deshalb war der Stadtrat von Jerusalem erleichtert, dass die Regierung und die UNRWA entschieden das Lager Mu’askar im Jüdischen Viertel von Jerusalem an eine Stelle in Anata, ein paar Kilometer entfernt. Der für die Umsiedlung gewählte Ort war früher hauptsächlich in jüdischem Besitz befindliches Land; daher würde der Transfer nicht auf Kosten der Einheimische stattfinden, es würde auch keine Probleme mit beschlagnahmtem Land geben. Darüber hinaus würde den Flüchtlingen zu zeigen, dass sie immer noch jüdisches Land besetzten, ihnen vielleicht etwas Befriedigung und eine Art handfester Sicherheit geben, während der Name „Schuafat“ des neuen Lagers Flüchtlinge anzog, da es in einem gesunden Viertel lag, in dem viele Villen gebaut wurden. Trotzdem lehnten es die meisten Flüchtlinge ab umzuziehen, weil sie um ihre Einkommensquelle – den Markt und die Touristen – sowie die Gelegenheit zum Gebet an der zweitheiligsten Stelle der muslimischen Gläubigen zu beten fürchteten. Folglich musste die Armee sie noch 1965 zwangsweise in ihr neues Lager bringen.

Tatsächlich wurden Hunderte Familien noch im Juli 1966 zwangsweise nach Schuafat transferiert, geben UNRWA-Dokumente an (die die Rolle der jordanischen Armee nicht erwähnen, auch nicht, dass die meisten Einwohner den Umzug ablehnten).

Dass Gazaner freiwillig in neue Häuser ziehen, wurde von der UNO 1976 als illegal verurteilt; aber die Zwangsumsiedlung von Palästinensern aus ihren (gestohlenen) Häusern in ein neues Viertel (das ebenfalls Juden gestohlen wurde) löste bei der Welt nicht einen einzigen Pieps aus. Vielmehr ist diese Episode von der UNRWA komplett reingewaschen und von fast allen anderen vergessen worden.