Fotos des Tages: Das soll Wüste sein?

The Jewish Press, 2. März 2017

Blick in die südliche Judäische Wüste am 1. März 2017. (Fotos: Yaniv Nadav/Flash90)

Es ist, als sähe man  zu, wie eine biblische Prophetie sich vor den eigenen Augen erfüllt.
Die Judäische Wüste bei Ma’ale Adumim verwandelt sich in Grün, während der Winter fortschreitet.

Gab es vor 1948 ein arabisches Dorf Susiya? Nicht nach Assauge der britischen Volkszählung.

Elder of Ziyon, 29. August 2016

Die Washington Post berichtet:

Für einen Realitätscheck des gegenwärtigen Patts im israelisch-palästinensischen Konflikt gibt es nichts Besseres als einen Besuch in dieses kleine Dorf aus armseligen Hütten und Schafgattern mitten im Nirgendwo.

Das Nest in den Bergen südlich von Hebron ist ein unwahrscheinlicher Vertreter eines kalten Krieges geworden, der zwischen jüdischen Siedlern, der israelischen Regierung, westlichen Diplomaten, Friedensaktivisten und den etwa 340 arabischen Hirten geführt wird, die einst Höhlen vor Ort bewohnten und jetzt in verwahrlosten Zelten leben.

Israels Militärverwaltung in der Westbank will die palästinensische Gemeinde abreißen; sie argumentiert, dass maroden Gebäude aus alten Reifen und verwitterten Zeltbahnen ohne Genehmigung errichtet wurden und weg müssen.

Die palästinensischen Einwohner bestehen darauf, dass sie keine Landbesetzer sind, sondern die Erben des Landes, das sie seit der Osmanenzeit beackert haben und auf dem sie ihre Tiere grasen ließen. Sie sagen Israel will die Gegend von Arabern entvölkern und sie durch Juden ersetzen.

„Das ist ethnische Säuberung“; sagte Nasser Nawaja, ein Einwohner des Dorfes, der auch von der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem beschäftigt wird, die gegen den Abriss ist.

Das ist Unsinn, sagt Josh Hasten, der internationale Direktor für die Prosiedler-Bewegung Regavim, die die israelische Regierung drängt „aufzuhören das Problem auszusitzen“ und diese „illegalen Landbesetzer“ vom Land zu schieben.

Hasten beschrieb Susiya als ein erfundenes Dorf und Teil eines Komplotts, der von der Europäischen Union finanziert sowie von der PA gestützt wird, um Rechte geltend zu machen, die es nicht gibt und die einen „de facto-Palästinenserstaat“ auf Land schaffen, das Israel gehören sollte.

Gab es denn vor 1948 Susiya als arabisches Dorf?

Die Frage sollte leicht zu beantworten sein.

Im 19. Jahrhundert stellten jede Menge Reisende in der Gegend fest, dass es dort Ruinen einer antiken Synagoge gab. Aber niemand notierte dort arabische Einwohner.

Hier ist alles, was [das englischsprachige] Wikipedia dazu zu sagen hat:

Osmanische Zeit
In seinem Buch The Land of Israel: A Journal of travel in Palestine[1] schrieb Henry Baker Tristam: „Wir ritten rasch durch Susieh, einer Stadt in Trümmern, auf einem grasbedeckten Abhang, in etwa so groß wie die anderen und mit einer alten Basilika, aber mit weniger Wohnhöhlen als Attir. Viele Fragmente von Säulen übersäten den Boden und größtenteils war es eine Wiederholung von Rafat.“[73]

Victor Guérin vermerkte 1863: „Vor mir sehe ich ausgedehnte Ruinen, die Khirbet Sousich heißen. Sie sind die einer wichtigen Stadt, die Häuser hatte, die im Allgemeinen gut gebaut waren, wie die verbliebenen Spuren bezeugen; einige der Gebäude waren aus Stein gebaut.“[27]

1883 hießt es im Survey of Western Palestine des Palestine Exploration Fund: „Diese Ruine ist zu einer Zeit einmal ein wichtiger Ort gewesen…“[31]

Landkarte des 19. Jahrhunderts, die eine Unterscheidung trafen, stellten Susieh manchmal als Ruine und manchmal als Dorf dar.[74] Die Landkarte des Palestine Exploration Fund von 1878 und die Landkarte Guérins von 1881 zum Beispiel zeigten es als Ruine, während die frühere Karte Zimmermanns von 1850, die von Van de Velde[75] von 1858 und 1865 un die Osborns von 1859 es als Dorf zeigten.[74]

Britisches Mandat

Die Viertelzoll-Karte Palästinas von Bartholomew des The Edinburgh Geographical Institute[76] und die Landkarte von F.J. Salmon von 1936[77] zeigen Susya als Ruine.

Die einzigen Belege einer arabischen Präsenz dort entstammt drei Landkarten – denen andere Karten widersprechen – die Susiya als Dorf statt als Ruine zeigen. Wikipedia reproduziert die Einzelheiten der Karten, aber der Text sagt aus, dass diese Landkarte die von F.J. Salmon ist, die Kh.Susya als Ruine zeigt, nicht als Dorf

Lebten also irgendwelche Araber in oder nahe der Ruinen?

Es gibt zwei offensichtliche Stellen, an denen man nachsehen kann – die von den Briten durchgeführte offiziellen Volkszählungen in Palästina von 1922 und in Palästina 1931.

Ich suchte an beiden Stellen nach den Worten Susya, Sousieh, Sussiya, Sussieh, Susiya und jeder anderen Schreibweise, die ich finden konnte. Ich suchte nach jedem Verweis auf das Wort Khirbat oder Khirbet (oder „Kh.“) und Qadima, weil auf den Ort in Artikeln als Khirbet Susya und Susya Qadima verwiesen wird.

Nichts.

Der Wikipedia-Artikel behauptet in einem Sonderteil, dass es einige nomadische Einwohner gab, die während bestimmter Jahreszeiten in Höhlen in Susiya wohnten, deren permanente Wohnungen sich aber in Yatta und Dura befanden. Die britischen Volkszählunge vermerkten aber auch keinerlei nomadische Bevölkerung.

Vielmehr notierte diese Zählung auch Bereiche, in denen nomadische Bevölkerung, die von der Jahreszeit abhängig in bestimmte Gebiete zog und sie wieder verließ, aber Susya wird nirgendwo erwähnt, obwohl ein eigener Teil des britischen Zensus hunderte Dörfer auflistet, aber Susya wird i keiner Form seiner Schreibeweise erwähnt.

Es scheint so, dass Regavim recht hat und die Europäer und andere wie die Rabbiner für Menschenrechte, die darauf bestehen, dass Susiya eine Art uralten arabischen Dorfes ist, Unsinn erzählen.

Lesen Sie auch diesen früheren Artikel zum selben Thema aus einem anderen Blickwinkel.
[auf abseits vom mainstream gibt es zwei Artikel zu Susiya, die nicht von Elder of Ziyon stammen.]

[1] Das Land Israel: Ein Reisetagebuch in Palästina

Fotos der Woche: Gush Etzion-Fahrradtour

The Jewish Press, 13. Juni 2016

Foto: Gershon Elinson/FLASH90

Hunderte Menschen fuhren heute [Montag] mit dem Fahrrad von Kiryat Arba/Hebron nach Jerusalem, um damit Yitzhak Boanisch zu gedenken, dem Sicherheitsbeamten von Kiryat Arba, der vor 13 Jahren bei einem Terroranschlag ermordet wurde.

Wer woher kommt

gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

Wiedergeburt-Israel

 Anmerkung: Und Araber kommen aus Arabien.
(Auf der Arabischen Halbinsel liegen die heutigen Staaten Saudi-Arabien, im Süden Jemen und Oman sowie im Osten Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate. Im Norden haben Jordanien und der Irak einen Anteil an der Halbinsel. Von diesen Staaten ist Saudi-Arabien flächenmäßig mit Abstand das größte Land. Bahrain liegt auf einer vorgelagerten Insel.
An die Region grenzen im Westen Ägypten, im Norden Israel, Libanon und Syrien sowie im Osten der Iran.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (22.-28. Mai 2016)

Sonntag, 22.05.2016:

Heckmeck:
– Der französische Premierminister Valls ist zu Besuch in Israel. Vorher sagte er einer arabischen Zeitung, dass Israel „die Siedlungen stoppen muss“.

Montag, 23.05.2016:

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden prahlte wieder, der Iran könne Israel „innerhalb von 8 Minuten vernichten“.

Einige arabische Knessetabgeordnete trafen sich mit PA-Premier Hamdallah, um die Lage der „Palästinenser im 1948 besetzten Al-Quds“ zu diskutieren. Das wäre nach westlichem Vokabular „Westjerusalem“, meint aber auch ganz Israel. Womit er wieder den Anspruch erhebt ganz Israel zu beseitigen, um die „Besatzung“ zu beenden.

Heckmeck:
– Netanyahu sagte dem französischen Premierminister, dass der einzige Weg zu Frieden über direkte Verhandlungen führt. Israel ist fertig mit multilateralen Verhandlungen, die haben nichts gebracht. : „Ich würde schon morgen nach Paris fliegen, um mit Abbas Frieden zu schließen.“ Präsident Rivlin sagte ihm ebenfalls, dass der Weg zu Frieden nur über direkte Verhandlungen führen kann.

Dienstag, 24.05.2016:

Den Aufruf Netanyahus zu direkten Gesprächen ließ Mahmud Abbas für die PA offiziell durch seinen „Premierminister“ zurückweisen.

Mahmud Abbas sprach auf dem humanitären Weltgipfel. Dort sagte er, es sei an der Zeit Israel auszuradieren.

Die Stadt Jerusalem hat für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen am Friedhof auf dem Ölberg 1,5 Millionen Schekel zur Verfügung gestellt, weil dort immer noch Gräber geschändet und zerstört werden.

Mittwoch, 25.05.2016:

Schulaufführungen in der PA: Eine Oberschule für Jungen führt auf, wie Soldaten angeblich bei einem behaupteten Nichtterroristen ein Messer platzieren, um ihn zum Terroristen zu stempeln und dann zu ermorden. Und jüngere Schüler spielen in ihrer Grundschule vor, wie sie ein „israelischen Soldaten“ hinrichten.

Mindestens 60 PA-Araber wurden seit Anfang Oktober 2015 wegen Hetze gegen Israel/Israelis auf Facebook festgenommen. Eine antiisraelische israelische NGO in Haifa behauptet dagegen es seien mindestens 150 PA-Araber (und 250 israelische Araber) verhaftet worden (was natürlich sowieso kriminell ist – im Gegensatz zu Aufstachelung zu Gewalt gegen Israelis im Internet…).

Das PA-Fernsehen feierte den Mörder eines amerikanischen Juden in Jaffa im März als „heldenhaften Märtyrer“. Die PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida machte dasselbe.

Donnerstag, 26.05.2016:

Die Fatah veranstaltete heute eine Feier zu Ehren von Ayaatz al-Akhras, die im März 2002 einen Selbstmordanschlag in einem Supermarkt im Viertel Kiryat Yovoel in Jerusalem verübte (2 Tote, 28 Verletzte).

An einem Übergang von den PA-Gebieten nach Israel konfiszierten Zöllner zusammen mit dem Shin Bet eine große Ladung Baumaterial für Waffen, die nach Gaza zur Hamas geliefert werden sollte. Es gibt die Vermutung, dass die Hamas in Hebron eine Werkstatt unterhält, die die Waffenteile herstellt und sie dann in den Gazastreifen schickt.

Zum Jahrestag des Rückzugs Israels aus dem Libanon verkündete Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah, der jüdische Staat bleibe der wahre und zentrale Feind.

Ein Beduine behauptete von Polizisten in Tel Aviv angegriffen worden zu sein. Aufnahmen von Überwachungskameras belegten jetzt, dass der Beduine die Polizisten angegriffen hatte.

Freitag, 27.05.2016:

Der arabische MK Abu Arar wurde von der Hamas interviewt. Dabei versprach er, dass Mitglieder seiner Fraktion das Verbot des Premierministers von Tempelberg-Besuchen durch (alle!) Knesset-Mitglieder missachten werden. Das Verbot verletze die freie Religonsausübung, sagt er, tritt aber dafür ein, dass Juden den Tempelberg gar nicht erst betreten dürfen.

Samstag, 28.05.2016:

Aus dem Libanon melden Medien, dass die Hisbollah Tunnel unter der Grenze nach Israel gräbt.

Der Terrorist Abdel Fattah al-Sharif wurde in Hebron beerdigt. Etwa 1.000 Personen nahmen daran teil und brüllten religiöse Überlegenheits-Parolen und forderten Rache.

Heckmeck:
– Die Konferenz von Paris steht noch aus, das stellt Mahmud Abbas schon wieder Vorbedingungen. So sollen direkte Verhandlungen mit Israel zeitlich begrenzt werden und die Resolutionen einen (automatischen) Mechanismus zu ihrer Umsetzung bekommen.

Was wir Siedler an der Gush Etzion-Kreuzung sehen

Gideon Levy will wissen, was Siedler von all den Soldaten an der Gush Etzion-Kreuzung denken. Joe Settler lässt es ihn wsisen…

JoeSettler, The Jewish Press (blogs), 3. März 2016

Soldaten und Bürger an der Gush Etzion-Kreuzung, 3. Dezember 2015
(Foto: Yossi Zamir/Flash90)

Gideon Levy von der Ha’aretz will wissen, was Siedler denken, wenn sie durch die Gush Etzion-Kreuzung fahren und die Armee-Kaserne sehen, zu der sie geworden ist.

Für Levy beweist, dass diese Kreuzung zur Militärzone geworden ist, dass wir Juden nicht hierher gehören, will die Araber es nie ihr Recht auf den Versuch aufgeben werden uns hinauszuwerfen und zu töten. Er sieht einen gewalttätigen, von Angst erfüllten Staat, „der darauf besteht durch das Schwert zu leben“.

Aber so sehen wird die Juden nicht.

Wir sehen eine arabische Gesellschaft, die genauso böse und krank ist, wie sie es schon 1929 war, als sie die uralte jüdische Gemeinde von Hebron massakrierte und vernichtete. Sie wissen, damals, als wir kein Schwert hatten, durch das wir leben konnten, geschweige denn Siedler und einen Staat.

Und wir erinnern uns an 1948, als die Araber die jüdischen Gemeinden des Gush Etzion vernichteten und 240 Männer und Frauen massakrierten.

Wenn wir also 2016 die die schwer bewachte Gush Etzion-Kreuzung und die fortgesetzten arabischen Terroranschläge sehen, dann sehen wir, dass die Araber sich immer noch nicht geändert haben.

Verändert haben allerdings wir uns…

2016 sind wir vorbereitet und – weit wichtiger – in der Lage um das zu kämpfen, was unser ist.

Wir sehen unsere Soldaten, die standhalten, darauf vorbereitet jeden arabischen Terroristen zu töten, der versucht uns zu ermorden.

Das ist nicht der Gush Etzion von 1948, nach dem Levy sich sehnt.

Aber zugegeben, wir sind auch bestürzt von dem, was wir sehen.

Vor zwei oder drei Jahren waren die meisten Soldaten, die wir an der Gush Etzion-Kreuzung sahen, dort, um im Pina Chama Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen – ein kostenloser Kaffeestopp für Soldaten.

So ist es nicht mehr und das ist ein Zeichen des Versagens unserer politischen Führungskräfte.

Die Notwendigkeit so viele bewaffnete Soldaten an der Gush Etzion-Kreuzung zu stationieren ist ein Ergebnis ihres Versagens sich mit der Wurzel des Problems zu beschäftigen.

Es bedeutet, dass unsere Abschreckung verfallen ist.

Unsere Führungspolitiker haben Angst den Kampf zu gewinnen. Ihnen graut derart davor zu siegen, dass sie stattdessen mehr Eiserne Kuppeln bauten, sie stellten mehr Betonsperren auf und sie bahnten mehr Umgehungsstraßen.

Statt offensiv zu agieren, die Quelle dieses Übels auszufegen, zu der die palästinensische Autonomiebehörde gehört, spielen wir defensiv, defensiver und noch defensiver.

Die nächtlichen Punktaktionen der IDF sind wie der Versucht einen Swimmingpool mit Fingerhut zu leeren.

Und übrigens: Diese Politik ist den Mitgliedern der arabischen Gemeinden gegenüber, die den Terror nicht unterstützen, wenn wir die Terroristenfamilien nicht ausreißen, die in ihrer Mitte leben.

Um also Gideon Levy zu antworten: Wenn wir die Armeegarnison an der Gush Etzion-Kreuzung sehen, dann sehen wir unsere Stärke und unseren Lebenswillen. Und um Gideon Levy zu antworten: Wenn wir die Armeegarnison an der Gush Etzion-Kreuzung sehen, sehen wird ie Stärke, die unsere Anführer so viel Angst haben zu nutzen.