Ausflüge nach Samaria und mit Siedlern reden

Sheri Oz, Israel Diaries, 28. Juni 2018

Was würden Sie erwarten auf einer Tour durch Samaria zu sehen? Was würden Sie erwarten, wie Siedler sind?

Eine ganz kleines Bisschen Hintergrund

Samaria ist der klassische Name der Region, der auf den Namen dessen gründet, was einst eine Hauptstadt des nördlichen Königreichs Israel war. Der hebräische Name lautet „Schomron“. Nach der jordanischen Besatzung der Region westlich des Jordan ab 1948 wurde sie unter dem Namen „Westbank“ subsummiert. International und leider auch in Israel ist das der für die Region am häufigsten verwendete Name, während mit der Zeit immer mehr Israelis sie Judäa und Samaria oder Yehuda we-Schomron nennen.

Im Krieg von 1967 gewann Israel die Kontrolle über Judäa und Samaria (J&S) zurück, gab aber einiges davon ab, als es die Olso-Vereinbarungen mit der PLO unterschrieb, eine Vereinbarung, die zur Schaffung der palästinensischen Autonomiebehörde führte. Es wird heute so eine Art Krieg um die Zukunft dieser Gebiete geführt, die zweifelsohne von den meisten Juden als das Herz unserer jüdischen Heimat betrachtet wird (auch wenn viele dazu „na und?“ sagen). Was von linken Juden innerhalb Israels in Frage gestellt wird, ist, ob es weise ist oder nicht an diesen Gebieten festzuhalten oder sie in einem ausgehandelten Friedensvertrag mit den Araber abgeben soll, die dort leben, womit man ihnen erlaubt ein weiterer arabisch-muslimischer Staat zu werden. Linke außerhalb von Israel, ob jüdisch oder nicht, schienen uns als Kolonialisten ohne legitime Verbindungen zum Land als indigene Nation zu betrachten.

Das Ziel des Samaria-Ausflugs

Vor kurzem machte ich zwei organisierte Ausflüge nach Samaria. Einer war mit David Haivri (organisiert vom Ministerium für strategische Angelegenheiten und dem Schomron-Rat) und der andere mit David Hermelin (organisiert vom Zentrum für öffentliche Diplomatie und Israeli Hasbara). Beide Ausflüge hatten dasselbe übergreifende Ziel: den Leuten die Realität vor Ort in Samaria zu zeigen und sie ihre eigenen Schlüsse ziehen zu lassen.

Es gab weder von keinem der beiden Davids einen Versuch unser politischen Ansichten zu verändern. Kein Versuch uns mit Sprüchen zu füttern, die wir schlucken und akzeptieren sollten. Beide Davids billigten uns Intelligenz zu. Ihre Einstellungen passten zu der meinen – es ist in Ordnung nicht übereinzustimmen, solange beide Seiten der unterschiedlichen Ansichten Zugang zu Wissen und Fakten haben. (Um der Transparenz willen: Ich neige dem Recht bezüglich israelischer Souveränität in J&S zu und während ich versuche in meinen Schriften ausgewogen zu sein, bin ich sicher, dass meine Neigung durchkommt.)

Die Unterschiede zwischen den beiden Ausflügen lagen in den Details – wir begannen am selben Ausgangspunkt und gingen dann in unterschiedliche Richtungen.

Der Verlaufsplan des Samaria-Ausflugs

Beide Ausflüge begannen mit einer Aussicht auf die Mittelmeerküste (wenn die Fernsicht passt) von Peduel aus. Dieser Stopp zeigte uns die möglichen Folgen des Denkens, wir könnten einen Frieden mit einem Gebilde aushandeln, das immer noch aussagt uns auszulöschen zu wollen  (ihre eigenen Worte), indem Land übergeben wird, das ihnen unseren am stärksten bevölkerten Bereich und unseren internationalen Flughafen in die Hände gibt. Ich schrieb über diesen Teil des Ausflugs hier in einem eigenen Teil. Wenn Frieden verhandelt werden soll und hier Teilnehmer der Gruppe sehr auseinandergehende Denkansätze dazu haben sollten, wie das geschehen kann, dann haben sie zumindest mit eigenen Augen die Bedeutung der Abgabe von Land gesehen. Glaubt ihr immer noch, dass das weise ist? In Ordnung, ihr habt gesehen, was das bedeuten könnte und die Tatsache, dass ihr bereit gewesen seid herzukommen, um das zu tun, wird nicht als selbstverständlich angesehen.

Der Ausflug mit David Haivri deckte mehr Fläche ab, weil uns etwas mehr Zeit zur Verfügung stand. Manche von uns kamen mit unseren eigenen Autos, um um 8.30 Uhr am Bus in Ariel zu sein. Der Ausflug endete gegen 17 Uhr in Ariel. Im Gegensatz dazu begann der Ausflug mit David Hermelin mittags in Tel Aviv und endete gegen 19.30 Uhr wieder in Tel Aviv. Das gab uns etwa achteinhalb Stunden gegenüber 5 Stunden in Samaria. Vergessen Sie nicht, bei beiden Ausflügen besuchten wir zuerst den Staats-Aussichtspunkt in Peduel.

Was ich von den Ausflügen nach Samaria mitnahm

Ich mag Geschichten aus dem Leben. Ich denke, die Interaktionen auf Augenhöhe, die uns bei beiden Ausflügen geboten wurden, erweckten bestimmte Aspekte des Lebens in J&S zum Leben. Es ist zum Beispiel eines, etwas von Fabriken zu hören, die Juden und Araber beschäftigen, die Seite an Seite arbeiten. Es ist etwas ganz anderes durch die Fabrik zu gehen und die Atmosphäre der Ruhe und des Wohlergehens zu aufzunehmen, die dort ausgestrahlt wird.

Die Zimmermans sind ein beeindruckendes Paar: Sie haben in Itamar einen Biobauernhof gegründet, der sich selbst trägt und den landwirtschaftlichen Regeln folgt, die im Tanach dargelegt sind. Wir konnten einige ihrer Produkte probieren, so Jogurt, getrocknetes Obst, Käse und Brot.

Die Sicht auf Nablus war ein Augenöffner. Das ist eine RIESIGE Stadt. Und versteckt in dieser Stadt sind das Josefgrab und der Jakobsbrunnen in der wunderschönen orthodoxen Kirche, die darüber gebaut wurde. So nah und doch so fern. Juden können das Josefgrab nicht ohne Armee-Eskorte besuchen. Die Oslo-Vereinbarungen sollten allerdings den Zugang der Juden zu der Stätte garantieren.

Der Besuch in der Techina-Fabrik hinterließ bei mir den Wunsch eine andere Art Interaktion mit einem Repräsentanten der Gemeinschaft in Samaria zu bekommen. Ich hätte gerne mehr über ihren Glauben und ihre Geschichte gehört.

Im Gebäude des Schomron-Rats hörten wir einen Vortrag von Michal Esched zum hebräischen Ursprung des Namens des Dorfes, das heute von den Arabern beansprucht wird. Sie sagte uns, dass die einzige Stadt, die ursprünglich mit einem arabischen Namen versehen war, Ramle ist; Ramle liegt innerhalb der Grünen Linie. Das inspirierte mich dazu mehr über unsere alte Geschichte zu lernen.

Das Hauptelement des von David Hermelin organisierten Ausflugs war unser Besuch in Har Bracha und dem Vortrag von Rabbanit Inbal Melamed. Uns wurde erzählt, wie 20 Familien vor 30 Jahren an diesem Flecken ankamen, um die Gemeinde zu gründen. Ihr Zweck bestand darin sowohl das Gebot das Land zu besiedeln zu erfüllen, als auch jüdische Souveränität darüber zu herzustellen.

Har Bracha ist seit seinen bescheidenen Anfängen weit gekommen. Sie betreiben eine Hesder-Jeschiwa (Talmud-Studium wird mit Militärdienst kombiniert). Um die Jeschiwa-Schüler zu ermutigen in Har Bracha zu blieben und Familien zu gründen, haben sie ein Selbsthilfe-System entwickelt, bei dem die gesamte Gemeinde zu einem Fonds beiträgt, jede Familie nach ihren eigenen Möglichkeiten, der Fördergelder gewährt, die jungen Leuten helfen sich dort einzurichten, bis sie in der Lage sind sich selbst zu versorgen. Dazu gehört ihnen die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, eine Universitätsausbildung abzuschließen. Sie bitten nicht um Spenden von außerhalb der Gemeinschaft – sie sind komplett autark. Rabbanit Melamed sprach von ihrer Hoffnung in eine vollentwickelte Stadt mit etwa 20.000 Einwohnern zu wachsen. Mit der von ihr gezeigten Entschlossenheit könnten sie das durchaus schaffen.

Es mag in Samaria lebende Extremisten geben, aber die Menschen, denen wir begegneten, sind genauso wie Leute, die wir in Haifa, Jerusalem, Be’er Scheva und anderswo im Land trafen. Ich denke, es gibt wahrscheinlich auch in diesem Städten lebende Extremisten. Ich habe nicht viel mit ihnen zu tun, wenn überhaupt. Vielleicht kann dasselbe von den Leuten gesagt werden, die wir auf unserem Ausflug trafen.

Natürlich kann man nicht in Samaria sein, ohne die großen roten Warnschilder zu sehen, mit denen Juden gewarnt werden sich aus arabischen Dörfern herauszuhalten, weil das für uns gefährlich ist; außerdem verstößt es gegen israelische Gesetze.

Im Bus von Tel Aviv nach Samaria und zurück sprach David Hermelin mit uns über Ansätze derer, die Israel verunglimpfen. Vielleicht kann der gesamte Ausflug mit der folgenden Antwort zusammengefasst werden, die er auf die Frage gab, wer jüdische Rechte in Judäa und Samaria infrage stellt:

Du kannst nicht beurteilen, ob ich das Recht habe in meinem eigenen Land zu leben. Mich kümmert es wirklich nicht, was du von mir denkst und ich werde nicht versuchen dich von irgendetwas zu überzeugen. Aber wenn du wissen willst, wie meine Erfahrungen aussehen, dann werde ich sie gerne mit dir diskutieren.

Meine Vorschläge für zukünftige Ausflüge

Ich habe beide Ausflüge genossen und bin froh, dass ich beide gemacht habe. Die Führer und ihre Routen ergänzten einander und boten ein weiteres Bild als jede einzeln für sich.

Was für mich aber hauptsächlich fehlte, waren ein übergreifender Kontext und eine Struktur des Ausflugs. Hier ist eine Landkarte, dich zusammenstellte und die all die Orte zeigt, die wir besuchten (allerdings nicht in der Reihenfolge). Die Legende: 1 = Peduel (Staats-Aussichtspunkt); 2 = Industriegebiet Barkan; 3 = Ariel; 4 = Aussichtspunkt über Nablus; 5 = Har Gezirim; 6= Har Bracha; 7 = Itamar (Zimmerman-Bauernhof).

ich schlage ein zweiseitiges Informationsblatt vor, das ausgeteilt wird, wenn die Teilnehmer in den Bus steigen. Eine Seite sollte ein Landkarte ähnlich der oben sein, die die Orte zeigt, die besucht werden (und ihre Nähe zu Tel Aviv zeigen). Die Karte könnte zudem Ortsnamen einiger der 714 Orte in J&S im Original-Hebräisch zeigen, die ursprünglich jüdisch waren.

Die zweite Seite sollte einige grundlegende Fakten zu den zu besuchenden Orten zeigen. Dazu sollte auch gehören, von dem die Organisation hinter dem Ausflug hofft, dass es die Teilnehmer des Ausflugs mitnehmen. Wenn Teilnehmer nicht dazu gebracht werden zu erraten, warum der Ausflug bestimmte Orte beinhaltet, hilft sie Teilnehmern ihre Gedanken zu sortieren, sich zu orientieren und sich vom ersten Moment des Verlassens des Busses auf die Stelle zu konzentrieren. Ich erwarte, dass das Engagement größer und die Eindrücke länger anhalten werden.

Ich hoffe, dass der Schomron-Rat einen Film erstellt, der am Beginn jeder Tour in die Region gezeigt werden kann. Ich weiß, dass die Filme im Hebron-Museum und in Caesaria mir halfen diese Stellen weit mehr zu wertzuschätzen und ich würde es gerne sehen, eine ähnliche Möglichkeiten einem zukünftigen Besuch in Samaria zu haben.

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Der sicherste Weg in den nächsten Holocaust

Sheri Oz, Israel Diaries, 22. Juni 2018

Leute sagen immer wieder, dass Israel aus der Asche des Holocaust erstand. Das klingt recht eloquent, ist aber auch ziemlich falsch. Die Wiedergründung Israels als moderner Staat des jüdischen Volkes in unserem angestammten Heimatland wurde vor dem Ersten Weltkrieg vorgeschlagen, bevor irgendjemand auch nur von Hitler gehört hatte. Bevor Hitler sich als Architekt der Endlösung erfand. Die Wahrheit lautet: Hätte es Israel bereits als modernen Staat gegeben, hätte es sicher viele tote Juden in Europa gegeben, aber nicht annähernd den Holocaust, der anstrebte uns wie Ungeziefer auszulöschen.

Also, all ihr Judenhasser, ihr müsst Israel loswerden, wenn ihr eine weitere Chance kriegen wollt uns auszulöschen. Und ich weiß, dass ihr das wisst. Wie ich das wissen kann? Weil ihr uns immer weiter auffordert den Araber gegenüber Appeasement zu betreiben, die sich heute so manipulativ Palästinenser nennen.

Ein Experiment in Appeasement

Kriege sorgen zwar dafür, dass Menschen tot sind, aber Appeasement hält auch nicht jeden am Leben. Langfristig – und wir können nicht wiesen, was langfristig ist, bis es vorbei ist – kann es sogar noch mehr Menschen töten, denn die Geschichte zeigt uns, dass Appeasement Krieg nicht verhindert. Appeasement schient den schließlich stattfindenden Krieg noch übler und tödlicher zu machen als ein früher gekämpfter Krieg gewesen wäre.

Einmal, vor nicht allzu langer Zeit, wurde hier ein Appeasement-Experiment durchgeführt. Israel zog 2005 aus dem Gazastreifen ab, nahm auch den letzten Juden (Zivilist wie Soldat) von dort mit, hinterließ landwirtschaftliche, elektrische und Hydro-Infrastruktur in situ. Es gab sogar die Zusage einen Seehafen zu bauen und den Flughafen wieder aufzubauen, damit die Gazaner für eigenständige Wirtschaftsaktivitäten Zugang zum Rest der Welt haben würden.

Das Ergebnis des Appeasement-Experiments war unsere Entdeckung, dass es ein Fehler war einigen Leuten zu geben, was-wir-hoffen-was-sie-meinen-wenn-sie-sagen-was-sie-wollen, statt wirklich zuzuhören,  was-sie-sagen-das-sie-wollen. Bemerkenswerterweise wurde die jüngste Welle der Demonstrationen am Gaza-Grenzzaun ehrlich benannt: Marsch der Rückkehr. Rückkehr? Ja, Rückkehr in die grenzenlosen Gebiete, die unter den Osmanen unter muslimischer Kontrolle standen.

Das ist das, was sie wirklich wollen und sie haben sich nie gescheut das zu sagen: Sie wollen GANZ Israel tot sehen. All Juden zur Hölle weg hier.

Die gutmenschlichen Humanitären, die sagen, sie wollten nur die Israelis und die sogenannten Palästinenser Seite an Seite in Frieden leben sehen (als ob der Gaza-Abzug sie nun gar nichts gelehrt hat), wollen uns also sagen, dass die einzige Lösung die Zweistaaten-angeblich-Lösung sei. Und der Weltfrieden soll dann folgen (vielleicht glauben sie sie sind die Zweitbesetzung des Messias). Das Land, das die moderne jüdische Heimat sein sollte, zu zerstückeln und 70% davon einem zuvor nie existenten Jordanien zu geben, war nicht genug. Sie wollen, dass souveräne Araber, die sich heute Palästinenser nennen, ganz Judäa und Samaria kontrollieren.

Wie würde das aussehen? Mal abgesehen von der Tatsache, dass es unserer Heimat das Herz herausreißen würde?

Hier haben wir, wie es aussehen würde, wenn Araber auf diesen Hügeln sitzen:

Foto, das ich am Staats-Aussichtspunkt Mirpeset HaMedian in Peduel machte. An einem klaren Tag kann man die Küstenebene, Tel Aviv und das Meer sehen.

Hier ist ein klarer Tag:

Aussicht mit 55mm-Objektiv an einem klaren Tag fotografiert (Bild: Wikimedia)

Und hier ist etwas, das Ihnen eine Vorstellung von den Entfernungen gibt (oder vielleicht wäre es besser zu sagen: von der Nähe):

Luftlinie: Von Peduel nach Tel Aviv sind es knapp 25km. Und von Peduel zum Ben-Gurion-Flughafen sind es nur 13km.

Stellen Sie sich also die Hamas auf diesen Hügeln vor, wo sie Raketen auf Tel Aviv und den Ben-Gurion-Flughafen ausrichtet. Sie könnte das Land paralysieren. Und wenn sie, durch irgendeinen Zufall, in der Lage sein sollten Israel zu überwinden und unser Land zu zerstören, würde kein Jude wo auch immer auf der Welt vor ei8nem mörderisch antisemitischen Holocaust 2 sicher sein.

Nicht dass ich glauben würde, das könne tatsächlich passieren. Aber wir können es uns weder leisten lässig noch naiv zu sein.

Zu jeder organisierten Tour der Region Schomron gehört ein Besuch des Staats-Aussichtspunkts – hebräisch: Mirpeset HaMedina – in Peduel. Im letzten Monat war ich zwiemal dort, einmal mit David Haivri (eine vom Ministerium für strategische Angelegenheiten und dem Schomron-Rat organisierte Tour) und einmal mit David Hermelin (vom Center for Public Diplomacy und Israeli Hasbara organisierte Tour). Blickt man nach rechts und links über die Landschaft, kann man sehen, warum es nie einen andere Abzug wie den aus dem Gazastreifen geben wird und selbst eine Verhandlungslösung zwischen der palästinensischen Autonomie und Israel sieht sehr gefährlich aus. Außer natürlich, man ist bereit Israel (die Juden) auf dem Altar zu opfern, wenn man mit dem Appeasement der Araber experimentiert.

Schomron-Tour: 7 Stopps jenseits der Grünen Linie

The Real Jerusalem Streets, 30. Mai 2018

Gelegentlich ist es gut Jerusalem in Israel mal zu verlassen und zu sehen, was in anderen Teilen des Landes los ist.

Eine Gelegenheit für einen Ausflug in den Schomron durfte man sich kaum entgehen lassen. Dreimal zuvor schloss ich mich verschiedenen Gruppen an, die über die Grüne Linie nach Judäa und Samaria reisten – in den Schomron. Mich interessierte zu sehen, was sich verändert hatte. Oft bemerken die, die eine Route regelmäßig fahren, die Veränderung nicht so gut wie jemand, der nur gelegentlich vorbei kommt.

Verlässt man Jerusalem, dann sieht man, wie viel Bautätigkeit im Gang ist, wie vollgebaut manche Bereich heute sind. Oben sieht man ein paar der neuen arabischen Häuser entlang der Straße.

Viertel strecken sich mit neuen Wohnungen hin. In der Ferne sieht man aber einen unterentwickelten Bereich.

Hier ist er, auf einem Hügel, immer noch so wie schon vor Jahrzehnten. Die Schale des geplanten Sommerpalastes des Königs von Jordanien. Niemand scheint diese Quadratmeter Land anrühren zu wollen.

Aber auch neue jüdische Viertel sind im Bau, Leschem ist eine geplante und wachsende Gemeinde.

Eines, das sich nicht verändert hat: Entlang der Straße sieht man immer noch Stapel Schrottautos in arabischen Vierteln.

Doch gemäß den Oslo-Vereinbarungen war Judäa und Samaria in drei Bereich geteilt: Area A, B und C.

Um etwas extrem Kompliziertes zu vereinfachen:

Area A steht unter PA-Kontrolle. B ist unter PA-Verwaltung mit israelischer Sicherheitskontrolle. C befindet sich unter israelischer Kontrolle.

Der erste Halt war Pedu’el. Von המרפסת של המדינה, HaMirpeset Schel HaMedina, was sich lose als „Israels Aussichtspunkt übersetzt werden kann, kann man an einem klaren Tag oder eigentlich immer, bis zum Meer sehen. Es ist einer dieser Punkte, an denen man erkennt, wie klein Israel wirklich ist.

Haben Sie sich je gefragt, wo diese alte, verschmutzte Kleidung und Tücher abbleiben?

Zweiter Halt war in der Fertigungsstätte Ofertex im Industriepark Barkan.

Ich habe vor zwei Jahren über einen Besuch im Industriepark Barkan geschrieben. Zwar erhielt SodaStream die Aufmerksamkeit der Medien, aber in der Region haben dutzende Firmen ihren Sitz. Diese recycelt Stoff, um Putztücher zu machen, die als Eigenmarken für Walmart, Dollar Stores und auch europäische Kunden neu verpackt werden. Oftertex wurde von polnischen Überlebenden gegründet, die 1950 nach Israel kamen. Die Eigentümer dieser Privatfirma in vierter Generation beschäftigen 120 Menschen. Von den 100 arabischen Arbeitern sind einige in der dritten Generation dort beschäftigt. Israelische Firmen zahlen das Dreifache des PA-Durchschnittslohns, dazu haben sie besser Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen.

Tausende arabischer Arbeiter nehmen Schaden, wenn BDS-Boykotte wirksam sind, wenn die Produktion heruntergefahren werden muss oder ein Unternehmen gezwungen ist zu schließen oder umzuziehen.

Zurück auf der Straße fuhren wir an einem Mahnmal für einen der viel zu vielen Israelis vorbei, die von Terroristen an dieser Bushaltestelle ermordet wurden.

Der dritte Halt war in Itamar, an dem ich bei früheren Ausflügen vorbeifuhr, aber nie hineinfuhr. Ich hatte nicht erkannt, wie groß und ausgedehnt der Ort ist.

Ein paar der Häuser in Itamar in der Ferne, wie man sie von der Zimerman-Farm sieht, wo wir die Geschichte der Familie Zimerman und ihren Pionierleistungen in der Bio-Landwirtschaft hörten.

Beim Blick hinaus sieht man, dass nach Itamar hineinzukommen nicht so einfach ist und Planung erfordert. Ich konnte nicht anders, als an die Familie Fogel zu denken, als ich dort stand und hinaussah.

Wir fuhren an israelischen Soldaten vorbei, die zum Schutz in einem Betonunterstand an der Straße standen.

Und diese roten Warnschilder, die den Israelis sagen sich nicht in PA-Territorium zubegeben, wurden an den arabischen Dörfern der Area A aufgestellt.

Es lohnt sich die Aussicht auf dem Weg zum vierten Halt, auf dem Har Bracha, dem gesegneten Berg, zu teilen, auch wenn es ein diesiger Tag war.

Eine Weinprobe mit Mittagessen in Har Bracha demonstierte die Qualität des Weins, der von den Weinbergen kommt, die auf dem einst nutzlosen Land gepflanzt wurde; heute werdendort 50.000 Flaschen pro Jahr produziert.

Mein erster Besuch in Schechem, Nablus, inspirierte mich zu einem Blogeintrag auf Israellycool. Das Josefgrab von dem sicheren Aussichtspunkt auf dem Berg Gerizim zu finden, war diesmal schwieriger.

Der fünfte Halt zeigte, dass das „Flüchtlingslager“, das immer noch dieselbe beengte, armselige Foto-Vorführgelegenheit ist, wie die Gegend drumherum auch gewachsen und sich in alle Richtungen ausgebreitet haben.

Eine Tahini-Fabrik in der Nähe des Aussichtspunkts war der sechste Halt. Der Eigentümer, Josef HaCohen, erzählte seine Geschichte als Geschäftsmann in Samaria. Er ist kein Jude, kein Muslim. Seine Kinder besuchten das Schulsystem unter der PA und Har Bracha Tahini versucht Geschäfte mit Europa zu machen, was für eine Firma in der „Westbank“ nicht einfach ist.

Ein Trip durch den Schomron im Ramadan, wenn die Muslime den ganzen Tag fasten und nach Anbruch der Dunkelheit essen, bedeutet, dass Lokale morgens geschlossen sind, aber am späten Nachmittag Feuer angemacht werden.

An unserem letzen Halt vor der Rückkehr nach Jerusalem, erzählte Michal Eschel von ihrer Forschung zu Eretz Israel. Sie hat Quellen für hunderte Orte mit arabischen Namen gefunden, die auf jüdischen Orten gebaut wurden, wo die hebräischen Quellnamen verwendet und ins Arabische übersetzt wurden.

Nahe des Gebäudes des Schomron-Gemeinderat, in dem Eschel ihre PowerPoint-Präsentation hielt, befindet sich dieser Gedenkplatz.

Nicht weit von Ramallah entfernt wurde unser Bus von der Polizei angehalten. Der Verkehr staute sich in der Gegenrichtung. Wir hatten gehört, dass ein Soldat lebensgefährlich verletzt worden war. Die Polizei überprüfte Autos, suchte nach jemandem. Leider erlag der junge Soldat seiner Kopfwunde.

Das „Verwaltungsschachbrett“ des Schomron ist kompliziert. Sieben Stopps auf einem Tagesausflug sind wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Ein Blogeintrag bietet nur einen kleinen Ausschnitt des Bildes.

Ich wollte mit etwas von der Aussicht mit Blick über Itamar im Schomron aufhören.

Weitere Fotos können Sie ich HIER ansehen.

Haben Sie Interesse das selbst zu sehen? Lassen Sie es mich wissen und sie denen vorstellen, die die Schönheit Israels teilen wollen.“

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27. Mai – 2. Juni 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 27.05.2018:

Der Palästinensische Islamische Jihad schimpft wegen des israelischen Angriffs mit 3 toten Terroristen: Die IDF habe alle roten Linien überschritten, sie würden das nicht ohne angemessene Antwort lassen. (Merke: Terroristen dürfen bomben, Israel muss sich das gefallen lassen ohne zu antworten.)

Die Bauern am Gazastreifen haben angekündigt beim ICC in Den Haag Klage gegen Hamasführer einzureichen. Diese sollen wegen des Drachen-Feuerterrors angeklagt werden.

Die Zivilverwaltung hat angekündigt 20 illegale arabische Gebäude im Jordantal in Samaria abzureißen. Die Gebäude stehen derzeit alle leer.

Fatah-Propaganda: Die Israelis sind schlimmer als Nazis, wollen die arabische Welt vernichten.

Von der Hamas kommt die Nachricht, dass sie kommende Woche (Dienstag) versuchen will die Seeblockade von innen heraus zu durchbrechen.

Montag, 28.05.2018:

Nicht nur Kinder und Jugendliche der PA haben Sportturniere, die nach Terroristen benannt sind. In Qualqilya wurde jetzt das „Märtyrer Abd Al-Jaber Al-Qader Khaled-Volleyballturnier für Lehrer“ veranstaltet. Der Fatah-Terrorist und Namensgeber wurde 2002 bei einem versuchten Massenmord an Soldaten erschossen.

Eine mit Sprengstoff versehene Drohne der Hamas drang letzte Woche nach Israel ein und sollte offensichtlich viele Opfer verursachen. Der Sprengmechanismus versagt allerdings.

Kindergartenfeier im Gazastreifen: Kinder üben und führen vor, wie sie einen orthodoxen Juden entführen und töten. (Video)

Bei Beer Sheva wurden 3 Beduinen festgenommen, die im Verdacht stehen gestern einem Soldaten die Waffe entwendet zu haben. Die Waffe wurde sichergestellt.

Dienstag, 29.05.2018:

Der Islamische Jihad soll am Montag beschlossen haben gegen Israel „zurückzuschlagen“, nachdem die Terrorgruppe 3 Terroristen durch israelischen Beschuss verloren hatte. Ein Sprecher der Terroristen bezeichnete das heutige Feuer gegen Israel als „willkommene Widerstands-Reaktion“.

Hamas und Islamischer Jihad reklamierten beide die Verantwortung für den heutigen Terrorbeschuss für sich.

Heute hat in Gaza ein Blockadebrecher abgelegt haben. Von den Teilnehmern wird jetzt behauptet, sie hätten eine Reihe Verletzter an Bord – was sonst aber nirgendwo gesagt wurde. Bilder der Abfahrt zeigen allerdings vor allem Hamas-Terroristen an Bord.

Die PA drängt auf internationales Eingreifen gegen die „israelische Aggression“ im Gazastreifen. (Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Die Terroristen schießen den ganzen Tag über auf Israel, aber Israel soll der Aggressor sein!)

Mittwoch soll der Schulbetrieb im Umfeld des Gazastreifens normal laufen.

Mittwoch, 30.05.2018:

Eine Aufstellung der von Dienstag auf Mittwoch erfolgten Zielorte des Terrorbeschusses aus dem Gazastreifen (mit Detailliste):

Bilanz am Morgen: Mehr als 100 Flugkörper wurden aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen. Die IDF beschoss 65 Ziele im Gazastreifen; dazu gehörten Lagerhäuser für Drohnen, Waffenfertigungsanlagen (für Raketen und Waffen), Trainingslager, Marinewaffen und Luftabwehrinstallationen.

Am späten Dienstagabend gab der PIJ bekannt, man werde die Ruhe im Gazastreifen wiederherstellen, wenn Israel Ruhe gibt.

Im Juni wird im Teddy-Stadion in Jerusalem ein Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Israel und Argentinien stattfinden. Die Tickets waren innerhalb von 20 Minuten ausverkauft. Die Terroristen sind natürlich beleidigt (nachdem ihre BDS-Kohorten es nicht schafften das Spiel zu verhindern): Das Spiel sei ein Angriff auf die Recht des palästinensischen Volks, behaupten sie. Das Spiel breche das Gesetz und verleihe der Unterdrückung des palästinensischen Volks  internationale Legitimität. (Klar, „West“-Jerusalem ist auch besetzt, nicht wahr?)

Die Polizei gibt an, dass bisher in diesem Jahr 21 IDF-Schusswaffen gestohlen wurden, 11 alleine im April.

Die Israel Electric Company hat die Stromversorgung des südlichen Gazastreifens wieder hergestellt, die gestern durch Feuer der Terroristen unterbrochen worden war.

Die Hamas hat ein Video ihrer Raketenschüsse auf Israel veröffentlicht.

Der arabische Knessetabgeordnete Zahalka giftete, die IDF-Schläge im Gazastreifen seien Teil der „fortgesetzten israelischen Aggression“.

Die Hisbollah gab eine Botschaft aus, mit der sie die Terrorgruppen im Gazastreifen gegen die „zionistischen Angriffe“ unterstützt. Darüber hinaus wurde über den „Widerstand“ der „Palästinenser“ geschwafelt.

Freitag, 01.06.2018:

Die Polizei in Jerusalem hat Personal und Präsenz vor Ort verstärkt, um für einen friedlichen Verlauf der Freitagsgebete zu sorgen.

Die PA droht damit alle Verbindungen zu Israel zu kappen, sollte der jüdische Staat die Blockade des Gazastreifens aufheben.  (Es könnte aber sein, dass das lediglich Hamas-Propaganda ist.)

Die Hamas behauptet jetzt tatsächlich die Israelis hätten um einen Waffenstillstand gebeten.

Die Hamas hat angekündigt, dass die Krawalle am Dienstag intensiviert werden sollen.

Etwa 200 Personen demonstrierten in Haifa in Solidarität mit den Terroristen im Gazastreifen. Sie schwenkten Palästinenserflaggen.

Samstag, 02.06.2018:

Gestern sollen Soldaten eine arabische Sanitäterin im Gazastreifen erschossen haben. Das Militär untersucht den Fall. Bei dem Vorfall hatten Terroristen den Zaun und Soldaten mit Gewehrfeuer und Granaten angegriffen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (20. – 26. Mai 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 20.05.2018:

Etwa 200 Personen demonstrierten in Haifa in Solidarität mit den Arabern im Gazastreifen. Sie schwenkten Palästinenserflaggen und forderten die Freilassung der Freitag bei ähnlichen Demonstrationen festgenommenen Gewalttätern.
Ihnen stellten sich Israelis gegenüber, die die Hatikva sangen.

Montag, 21.05.2018:

Die PA-Bevölkerung ist für Freitag zu einem „Marsch auf Jerusalem aufgerufen“ worden.

Ein 54-jähriger Terrorist starb in einem israelischen Gefängnis an einem Herzproblem, was gewalttätige Krawalle von Mitgefangenen auslöste. Ein Gefängniswärter musste in einem Krankenhaus behandelt werden.

Der Gaza-Araber, der sich gestern selbst anzündete, machte das als Protest gegen die Hamas.

Die PA will eine offizielle Klage beim ICC in Den Haag einreichen; Anlass ist die israelische Politik in Judäa und Samaria. Außerdem soll eine Klage gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels gegen die USA erfolgen.

Die Hamas will die „Proteste“ am Gaza-Zaun im Juni wieder aufnehmen.

Die IDF hat einen (provisorischen) Zaun zwischen Beit-El und Jilazoun in Samaria aufgestellt; Grund sind gehäufte Anschläge gegen Juden; der Zaun soll eine Pufferzone schaffen.

Mittwoch, 23.05.2018:

Der Islamische Staat behauptet, Israel habe IS-Basen im Sinai angegriffen.

Sicherheitskräfte konnten den Terroristen festnehmen, der gestern auf ein israelisches Fahrzeug schoss.

Es gibt wieder Gerüchte, dass Israel und Hamas über einen langfristigen Waffenstillstand verhandeln. (Die Hamas hatte das am Wochenende erst wieder bestritten.)

Donnerstag, 24.05.2018:

Seit Beginn des heiligen muslimischen Monats Ramadan hat es einen starken Anstieg von versuchten Terroranschlägen auf Juden gegeben.

Der Brandanschlag auf die Kirschplantage gestern wurde mit einem brennenden Reifen verübt und richtete Schaden an. (Video der Auswirkungen)

Bei einem festgenommen Araber, der den Grenzzaun vom Gazastreifen überwunden hatte, wurden vor seiner Einlieferung ins Gefängnis 6 Handys gefunden, die er dorthin schmuggeln wollte.

Der Oberste Gerichtshof Israels beschied für den Abriss eines illegal errichteten Beduinendorfs bei Jerusalem.

Es gibt Berichte über laute Explosionen am Flughafen Hama in Syrien. Nach Angaben syrischer Medien soll es sich um einen Raketenangriff gehandelt haben, der von der Luftabwehr zurückgeschlagen wurde. Aus syrischen Medien heißt es, Israel habe den Angriff durchgeführt.

Freitag, 25.05.2018:

Ein Prediger des PA-Fernsehens: „Wir werden Jerusalem einnehmen, wenn nicht friedlich, dann mit Gewalt… Allah, vertreibe die Juden.“

Hassan Nasrallah prahlt: Wenn ein Krieg mit Israel ausbricht, werden wir (die Hisbollah) gewinnen.

Der gestern durch einen geworfenen Marmorblock schwer verletzte Soldat befindet sich weiterhin in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Samstag, 26.05.2018:

Der Soldat mit der schweren Kopfverletzung durch einen geworfenen Marmorblock verstarb heute.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (6. – 12. Mai 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 06.05.2018:

Die Hamas fürchtet um das Leben ihrer Führer und hat die Sicherheitsmaßnahmen für diese verstärkt.

Montag, 07.05.2018:

Die PA-Terrorchefs bearbeiten Diplomaten aus aller Welt, dass sie nicht an der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem teilnehmen sollen.

Über verschiedene Kanäle haben die Terrorfürsten der Hamas Botschaften an Israel geschickt; Inhalt soll das Angebot eines langfristigen Waffenstillstands sein; im Gegenzug soll Israel die Teilblockade des Gazastreifens lockern.

Ein israelischer Minister sagte am Montag, Israel würde den syrischen Präsidenten Assad stürzen, sollte der Iran syrisches Territorium für einen Angriff auf Israel nutzen.

Dienstag, 08.05.2018:

Aufgrund von iranischen „irregulären Aktivitäten“ in Syrien haben die israelischen Behörden angewiesen die Bunker auf dem Golan zu öffnen und zur Nutzung vorzubereiten.
Die IDF beruft einige Reservisten ein.
Das Bildungsministerium hat alle Ausflüge auf den Golan abgesagt.

Die Hamas bestreitet, dass sie Israel eine langfristige Waffenruhe angeboten habe.

Mahmud Abbas behauptete nach einem Gespräch mit dem Präsidenten von Venezuela, er sei bereit zu ernsthaften Verhandlungen mit Israel.

Die PA-Führer rufen die Bevölkerung von „Ost“-Jerusalem zu Massenprotesten gegen die Verlegung der US-Botschaft auf.

Mittwoch, 09.05.2018:

Trotz der befürchteten Spannungen auf dem Golan hat die Verwaltung keine Veränderungen in den täglichen Abläufen angeordnet. Alles verläuft wie sonst auch.

Auch die IDF hat den bedingten Alarmzustand wieder heruntergefahren.

Die IDF hat Anweisungen erhalten auf Araber zu schießen, die Terrordrachen starten. Dabei ist es auch gestattet die Terroristen mit Hilfe von Drohnen gezielt zu töten.

Gazas Hamas-Chef kündigte an, dass die „Proteste“ am Zaun nächste Woche „entscheidend“ sein würden. Er gelobte, dass er und seine Mitführer bereit seien in einer Kampagne zur Beendigung von Israels Blockade zu sterben. (Wer’s glaubt…)

Donnerstag, 10.05.2018:

Die iranischen Ziele der israelischen Luftwaffe in der Nacht auf den 10. Mai 2018:

Die Hamas hat Israels Angriff auf die iranischen Revolutionsgarden in Syrien verurteilt: „Die Hamas verurteilt die fortgesetzte Beschießung des palästinensischen Volks und Länder in der Region und seine Eskalation gegen die die brüderlichen syrischen Ländereien; sie betrachtet das als Beweis, dass dieses Gebilde der Hauptfeind der islamischen Nation und die größte Bedrohung für sie und die Quellen allen Terrorismus in der Region ist.“ (Klar doch. Assads Massenmorde sind von Israel verursacht. Wenn sie denn Terror sind. Wenn nicht, egal – Israel ist trotzdem schuld.)

Ein offizieller Vertreter des Iran hat den Raketenangriff auf Israel abgestritten und schwört „Vergeltung“ für die israelischen Luftangriffe.

Nach syrischen Angaben hat der israelische Gegenschlag mit der „direkten Konfrontation“ „eine neue Phase“ eingeleitet. (Sprich: Israel ist der Aggressor.)

Der Palästinensische Islamische Jihad erklärte, Israels Vergeltungsschläge (gegen die iranischen Stellungen in Syrien) ließen keine andere Wahl als Israel militärisch anzugreifen.

Von der Hamas war zu vernehmen, der israelische Vergeltungsschlag in Syrien sei „Beweis, dass Israel der Hauptfeind der arabischen Nation ist und in der Region Terror schürt“.

Ein ranghoher Hamasführer drängte die Araber im Gazastreifen zu Hunderttausenden den Grenzzaun zu durchbrechen. Das sei eine fiktive Grenze.

Die Hamas belohnte verletzte Teilnehmer an den Ausschreitungen gegen den Gaza-Zaun mit insgesamt $500.000 aus Notfallmitteln.

Es scheint so, als habe die IDF eine technische Möglichkeit zur Verteidigung gegen die Terrordrachen gefunden. In den letzten Tagen sollen mindestens 20 Drachen abgefangen worden sein.

Freitag, 11.05.2018:

Die Fatah/PA plant in ihrem Budget für 2018 €330 Millionen für Terrorrenten ein.

Die IDF hat Luftbilder der angegriffenen Orte in Syrien veröffentlicht, die die Stellungen vor dem Angriff zeigen. Als Zahlen werden inzwischen folgende Angaben von Beobachtern gemacht: Der Angriff erfolgte mit 28 Flugzeugen (F-15 und F-16), es wurden 60 Luft-Boden-Raketen und etwa 10 taktische Boden-Boden-Raketen geschossen. Es gab 23 Tote, davon 8 Syrer und 15 „internationale“ Soldaten.

Die UNO-Friedensschützer im Libanon sagen, dass an der Grenze nach dem Angriff Israelis in Syrien alles ruhig ist. UNIFIL hatte die Patrouillen erheblich verstärkt.

Während des Monats April gab es mit 223 Anschlägen die meisten Terroranschläge dieses Jahr gegen Israelis. 192 davon beinhalteten Brandsätze. Die meisten der Angriffe erfolgten an der Gaza-Grenze, wo es im März 5 und im April 118 gab. Dort waren sie vor allem Teil der „Proteste“ zum „Marsch der Rückkehr“.

Samstag, 12.05.2018:

Zur Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem verdoppelt die IDF ihre Truppen am Gazastreifen, Judäa und Samaria.

Die neue Methode der IDF zur Bekämpfung der Terrordrachen scheinen Modellflieger zu sein. Ausgerüstet mit Messern an den Tragflächen können sie die Schnüre der Drachen durchschneiden, so dass diese ihre Brandsätze nicht bis nach Israel bringen können. Der Einsatz scheint sich bisher recht erfolgreich zu gestalten.

Die Organisatoren der „Marsch der Rückkehr“-Krawalle sagen, die Brände und Beschädigungen am Übergang Kerem Schalom seien „unglücklich“; der Übergang solle sicher bleiben. Außerdem sei Israel für die Schäden verantwortlich, weil von Soldaten verschossenes Tränengas die Leute dort in der Falle gehalten habe.

Ein 15-jähriger Gaza-Araber erlag heute nach Angaben aus Gaza den gestern bei den Krawallen erlittenen Verletzungen. Damit haben die gestrigen Krawalle 2 Todesopfer gefordert.

Die Hamas hat ihr Ziel des „Marschs der Rückkehr“ noch einmal bekräftigt: Israel soll vernichtet und „ganz Palästina“ „befreit“ werden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29. April – 5. Mai 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 29.04.2018:

Ismail Haniyeh forderte die Gazaner auf weiter die IDF zu provozieren.
Außerdem versprach er, sie würden „ganz Palästina befreien“.

Beim Erstliga-Fußballspiel von Hapoel Ra’anana in Sakhnin war eine Schweigeminute für die 10 Todesopfer eines Ausflugs in die Wüste angesetzt worden. Arabische Anhänger von Sakhnin buhten während dieser Minute.

Montag, 30.04.2018:

Die vier heute Festgenommenen PA-Araber aus Beit Fajar haben zugegeben, dass sie am Abend vor dem Unabhängigkeitstag auf Migdal Oz und die Schnellstraße 60 geschossen haben. Sie wollten die Feiern zum Unabhängigkeitstag stören.

Das Al-Aqsa-TV der Hamas strahlte eine Gruppe Maskierter aus, die sich „Zaun-Zerschneider“ nennen und geloben die Grenze zu durchbrechen und „das besetzte Land zurückzuerobern“.

Dienstag, 01.05.2018:

Mahmud Abbas, der sonst immer gerne „Widerstand“ lobt, rief jetzt dazu auf, am Gazastreifen keine Kinder in Gefahr zu bringen und junge Männer in die erste Reihe zu stellen. „Wir wollen kein Volk von Behinderten werden“, meinte er.

Die Israel Electric Company und die PA haben eine Einigung erzielt, die beinhaltet, dass die PA ihre Stromschulden an die IEC bezahlt (rund 915 Millionen Schekel).

Mittwoch, 02.05.2018:

Saeb Erekat nimmt seinen Terrorchef in Schutz: Seine antisemitischen Bemerkungen am Montag seien nicht antisemitisch gewesen. Israel habe seine Aussagen verzerrt.

Donnerstag, 03.05.2018:

Über Nacht wurden von Soldaten und Zivilisten am Josefgrab Reparaturarbeiten ausgeführt.

Die PA-Agentur Ma’an berichtet, mehrere junge Gazaner hätten es geschafft einen Teil des Sicherheitszauns zu entfernen.

Zwei Hamas-Terroristen wurden im März festgenommen; sie hatten mehrere hunderttausend Euro für Terrorzwecke an verschiedenen Stellen in Judäa und Samaria versteckt hatten. Einer der Festgenommenen ist ein Hamas-Studentenführer.

Freitag, 04.05.2018:

Hamasführer Mahmd Al-Zahar verkündete, dass die Krawalle am Gaza-Zaun deutlich machen, es könne keinen „Deal des Jahrhunderts“ geben (ein Verweis auf Donald Trumps Friedensplan-Versuche). Den Siedlern sei bereits erfolgreich Angst eingeflößt worden, sie würden fliehen, weil sie Diebe sind. Das auf das Land vergossene Blut des palästinensischen Volks werde bis nach Jerusalem führen.

Ahed Tamimi („Shirley Temper“) wird Ehrenmitglied des Palästinensischen Nationalrats werden, verkündete Mahmud Abbas am Donnerstag.

Die IDF warnt davor, die Drachen aus dem Gazastreifen anzufassen; sie könnten mit Sprengfallen versehen sein.

Mahmud Abbas „entschuldigte“ sich bei der jüdischen Nation für seine antisemitische Rede von Montag. „Ich verurteile den Holocaust, der das abscheulichste Verbrechen der Menschheitsgeschichte war“, behauptete er. Wenn jemand, besonders einer aus der jüdischen Religion, durch seine Rede vom Montag vor den Kopf gestoßen sein sollte, entschuldige er sich bei ihm. Er habe nicht vor gehabt das zu tun und wolle seinen Respekt für die jüdische Religion bekräftigen.

Verteidigungsminister Liberman lehnte die „Entschuldigung“ ab.

Samstag, 05.05.2018:

Musa Abu Jleidan, Kleriker in Gaza: Der „Rückkehrmarsch“ ist eine Form des Jihad, die aber den  Jihad mit dem Schwert nicht unnötig macht. Die Juden sind die Philosophen des Terrorismus und des Verbrechens.