Von der Straße 4370 nach Bahrain: Die palästinensische Autonomiebehörde fährt immer auf der falschen Straßenseite

Varda Epstein (Judean Rose), Elder of Ziyon, 26. Juni 2019

Schon im Januar eröffnete Israel die Straße 4370, ein Stück Schnellstraße, das von Samaria nach Jerusalem führt. Diese besonderen 5 Kilometer vierspuriger Straße ist durch eine Mauer getrennt, die genau in ihrer Mitte verläuft. Die Mauer trennt PA-Bürger von israelischen Bürgern und diejenigen mit Einreise-Genehmigungen für Jerusalem, so dass diese Bevölkerungen getrennt voneinander nicht in Kontakt geraten.

Die neue Schnellstraßenstrecke lindert Verkehrsstaus, reduziert Unfälle und Todesfälle und verhindert Terror. Mit anderen Worten: die Straße 4370 rettet Leben und Zeit.

„Apartheid“-Straße

Der Aufschrei war natürlich vorhersagbar. Das Wort „Apartheid“ war zu hören und Vergleiche mit Südafrika, ohne Ende von den üblichen arabischen Schwätzern erbrochen, die die erpichten Medien stürzen sich darauf sie zu drucken. Im Gespräch mit der Times of Israel merkte Ahmad Majdalani, Mitglied des Exekutivkomitees der PLO, an: „Dies ist ein israelisches Beispiel von Apartheid und rassistischer Trennung, die es einst in Südafrika gab. Jeder Israeli, der an Demokratie glaubt, sollte sich wegen dieser neuen Straße schämen.“

Die palästinensische Autonomiebehörde gab eine offizielle Stellungnahme ab, dass die „Apartheid“-Straße „eine Herausforderung der Glaubwürdigkeit der internationalen Gemeinschaft darstellt“.

Das waren Sachen, von denen klar war, dass sie von denen gesagt werden, die Israel hassen: „rassistisch“, „Apartheid“, „Südafrika“. Die gute öffentliche Tat Verkehr zu entspannen und Menschen sicher zu machen war dazu vorherbestimmt falsch dargestellt und in ein böses Licht gesetzt zu werden. Dennoch muss gesagt werden: Wie kann diese geteilte Straße als Diskriminierung angesehen werden, wenn Araber und Juden ich eine einzelne Seite dieser geteilten Straße teilen?

Weil genau dies der Fall ist: Juden und israelische Araber und Araber mit Einreisegenehmigungen für Jerusalem sind auf der einen Seite der Mauer-Schnellstraße, PA-Araber auf der anderen. Es ist nicht so, dass Arabern die Nutzung der Straße verboten ist, es ist so, dass Araber, die von einem anderen Gremium, der PA, regiert werden, von der Nutzung der israelische Seite der Straße ausgeschlossen sind.

Und das ist der Grund, dass sie, die Araber der palästinensischen Autonomie, ihre Freiheit von Israel haben WOLLEN und die ausgesprochenen Feinde des jüdischen Volkes sind. Also haben wir ihnen ihre Freiheit: Sie müssen sich nicht mit uns mischen oder auf unseren Straßen fahren und wir sind sicher vor ihrem Hass.

Immerhin ist es nicht so, als würde ihr Hass etwas sein, das in ihren Herzen und Gemüter, ideologisch und schlafend. Ihr Hass ist aktiv und gewalttätig, der oft in Terroranschlägen seinen Ausdruck findet. Was Trennung für Israel zum einzig vernünftigen Vorgehen macht.

Da haben Sie es also: Eine Seite der Straße ist gemischt arabisch und jüdisch. Es gibt die Araber, die bereit sind mit Juden zusammenzuleben und eine Schnellstraße mit ihnen zu teilen. Die Araber, die nicht mit Juden zusammenleben wollen, die PA-Araber, sind auf der anderen Seite der Straße, jenseits der Barriere.

Das ist dasselbe Paradigma, das wir bei der „Frieden für Wohlstand“-Konferenz in Bahrain erleben. Ashraf Jabari, ein Geschäftsmann aus Hebron, freut sich an ihr teilzunehmen und sich Chancen anzusehen seinem Volk zu helfen. Selbst wenn Israelis und Israel Teil dieser Chances sind.

Ditto für Mohammed Arif Masad, der in Burqin lebt, nicht weit von Jenin. Diese Männer begreifen, dass ihr Volk leidet. Sie begreifen, dass die Juden zumindest vorläufig in Israel sind und dort bleiben, dass sie sie genauso gut Seite an Seite mit ihnen arbeiten können und nehmen die Gelegenheit wahr. So funktioniert Koexistenz, etwas, wobei man nicht immer nur auf Rosen gebettet ist.

Diese Einstellung sich mit Israel zu arrangieren und das Beste aus der Situation zu machen, unterscheidet sich von der offiziellen Haltung der palästinensischen Autonomiebehörde zur Konferenz von Bahrain. Diese Einstellung ist eine der antisemitischen Unnachgiebigkeit und Fremdenfeindlichkeit. Alles, was mit der Konferenz in Verbindung steht, einschließlich Donald Trump, wird als böse jüdisch etikettiert (gibt es irgendetwas anderes?), weil mit Israel verbunden. Palestinian Media Watch (PMW) schreibt:

Ein als der ehemalige PA-Führer Arafat verkleideter Palästinenser verbrannte ein Poster, das Trump mit roten Satanshörnern und einem Hakenkreuz auf der Stirn sowie amerikanischen und britischen Flaggen mit Hakenkreuzen und einem blauen Davidstern darüber (s. oben). Auf einem anderen Foto ist Trump mit einem roten „X“ ausgekreuzt. Trumps Friedensplan wird als „Der Deal des Teufels“ bezeichnet.

Diese offizielle PA-Haltung gegenüber Israel und den Juden zeigt, dass dem Hass eins draufgesetzt wird, eine Ablehnung Juden, Israelis und anderes als menschliche Wesen wie sich selbst zu tolerieren. Es ist nicht Israel, das sich von ihnen separieren will. Es ist die PA, die auf Trennung besteht, selbst da, wo Israel die Hand für Frieden und Wohlstand ausgestreckt hat.

Um auf die Straße 4370 zurückzukommen: Wir haben zwei Seiten einer Straße. Auf einer Seite haben wir Araber und Juden, die auf demselben Abschnitt der Schnellstraße fahren. Das sind die Araber, die die Situation akzeptiert haben und das Beste aus den Dingen machen. Israelis freuen sich mit ihnen auf derselben Straße zu koexistieren. So wie sie sich freuen mit ihnen in Bahrain zusammenzuarbeiten.

Die auf der anderen Seite der Straße lehnen es ab Juden als menschliche Wesen zu betrachten oder einfach um ihre eigenen Dinge zu kümmern. Das ist die Seite, die die südafrikanische Apartheid in Wort und Tat nachahmt: Die Seite der Straße, die der palästinensischen Autonomie gehört. Denn wenn die PA wirklich wollte, dass diese Mauer auf der Straße verschwindet, wäre es ganz einfach. Alles, was sie tun müssten, ist die Gewalt zu verwerfen, ihre Waffen niederzulegen und sich mit dem jüdischen Staat Israel zu arrangieren.

Der Beweis starrt sie von der anderen Seite der Straße an, wo Juden und Araber Seite an Seite fahren. So wie s in Bahrain ist, wo Araber und Juden in einer Konferenz zusammensitzen, darüber zu reden, wie man die Dinge für das arabische Volk verbessern kann. Wenn die PA ihren furchtbaren Zustand beenden wollte, wo Trennung aus Sicherheitsgründen notwendig ist, wäre sie auf der israelischen Seite der Straße. Derjenigen mit der gemischten jüdischen/arabischen Bevölkerung, zufrieden damit in Frieden unterwegs zu sein.

In Israel.

Wo jeder sicher ist.

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Israelische und palästinensische Autofahrer feiern die neue Straße, Kritiker beschuldigen Israel der „Apartheid“

Was Kritiker des Projekts zu erwähnen verfehlen: Die Kraftfahrer selbst, sowohl Juden als auch Araber, loben die neue Ostring-Straße (Straße 4370) als Wende für die Verringerung der ständigen Verkehrsstaus in der Gegend.

Josh Hasten, JNS.org, 18. Januar 2010

Blick auf die Straße 4370 nordöstlich von Jerusalem, die den Bereich Geva Binyamin mit der Schnellstraße 1 verbindet und Fahrzeuge israelischer Bürger und nicht israelischer Bürger trennt, 10. Januar 2019. (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Einmal mehr fand Israel sich von den internationalen Medien, linken Nichtregierungsorganisationen und der palästinensischen Autonomiebehörde angegriffen, aber diesmal aus einem anderen Grund – sie beschuldigten den jüdischen Staat gleichzeitig eine Apartheidpolitik gegen seine arabische Bevölkerung auszuüben.

Der Feuersturm der Anschuldigungen folgte der Eröffnung einer neuen, 5 Kilometer langen Schnellstraße im Osten Jerusalems, die getrennte Spuren für israelische Bürger und nicht israelischen Verkehr hat, getrennt von einer Betonmauer mit einem Zaun obenauf.

Kraftfahrer und israelische Beamte allerdings loben die neue Ostring-Straße, Straße 4370, die einen überforderten Zugang zu Jerusalem umgeht, als Wendepunkt für die Verringerung der ständigen und unerträglichen Verkehrsstaus in der Gegend.

Jüdische und arabische Führungskräfte nahmen an einer Eröffnungsfeier Anfang des Monats teil, mit der der Verkehr auf der neuen Straße freigegeben wurde.

In Reaktion auf die ungezügelten Anschuldigungen, die getrennte Straße stelle eine Form der Apartheid dar, sagte Rachen Greenspan, leitende Berater für Auslandsangelegenheiten und Medien beim Jerusalemer Bürgermeister Mosche Lion, gegenüber JNS: „Diese Straße repräsentiert das genauer Gegenteil von Apartheid, weil sie Verkehrsstaus lockert und Bewegungsfreiheit für die arabischen Einwohner der Stadt bringt, besonders für diejenigen, in im Lager Schuafat und in Issawiyya wohnen.“ Sie fügte hinzu: „Diese Straße wird arabischen und jüdischen Einwohnern gleichermaßen ermöglichen sich effektiver in der Stadt zu bewegen und das Alltagsleben aller verbessern.“

„Wir sehen nicht auf die Politik“

Einer der bei der Einweihungsfeier für die neue Straße Anwesenden war Akram Abdel Rahman, ein führender Geschäftsmann in Rente aus der arabischen Gemeinschaft in Jerusalem und Einwohner des südlichen Stadtviertels Scharafat. Gefragt, warum er für die neue Straße ist, wenn andere, darunter die PA-Führung sie kritisieren, sagte Abdel-Rachman gegenüber JNS, er unterstützt „jedes Projekt, das das Leben der Einwohner der Gegend erleichtert. Sie ist ein Segen.“ Er erklärte: Heute haben so viele Familien mehrere Autos und es gibt so viel Verkehr in der Gegend, welchen Unterschied macht da die Religion?“

Er fügte hinzu: „Wir sind nicht nur Politiker; wir wollen hier einfach Ruhe haben und die Möglichkeit ein Auskommen zu haben. Wir wollen nicht nach der Politik schauen; wir wollen einfach Dienste wie alle Einwohner hier.“

Vor der neuen Straße 4370 stehen (von links): Verkehrsminister Yisrael Katz, Jerusalems Bürgermeister Mosche Lion, Ministers für interne Sicherheit Gilad Erdan, der „Mukhtar“ (muslimische geistliche Leiter) von Anata und der Geschäftsmann in Rente Akram Abdel-Rachman.

Neben Lion, Verkehrsminister Yisrael Katz, der Minister für interne Sicherheit Gilad Erdan schlossen sich Abdel-Rachman und der Mukhtar oder muslimische geistliche Leiter des benachbarten Anata an, die ausdrücklich ihre Zustimmung zum und Wertschätzung des Projekts zeigen wollten.

Trotz Unterstützung für die neue Straße durch arabische Führungspersönlichkeiten sind es die Bilder der neuen, parallelen Straßen, getrennt durch einen Barriere, die den Zorn der internationalen Medien und anderer Seiten auf sich gezogen haben, die versuchen die Präsenz des jüdischen Staates in den umstrittenen Provinzen Judäa und Samaria zu delegitimieren.

Andere betrachten den Schritt als schlichten Landraub durch Israel in Judäa und Samaria.

In einem Text in der linken Zeitung Ha’aretz sagte Shaul Arieli, der einigen als Israels führender Experte zur Demarkation der zukünftigen israelisch-palästinensischen Grenze gilt, dass er, während die neue Straße tatsächlich die Fahrtzeit für Palästinenser verkürzt, glaubt, dass Israel mit dem Bau ein verstecktes Ziel verfolgt – nämlich „den Weg für den Bau des Viertels Mavasseret Adumim freizuräumen, das auch als E-1 bekannt ist; dieses wurde geplant, um ein Kontinuum jüdischer Bauten zwischen Ma’aleh Adumim und der Hauptstadt [Jerusalem] herzustellen.“

Letztlich, glaubt Arieli, ist die neue Passage ein weiterer Versuch von „Netanyahus Regierungspolitik die Annexion [von Teilen Judäas und Samarias]voranzutreiben“.

Die Eröffnung der Straße 4370 stellt die Vervollständigung der ersten Phase eines großen Verkehrsprojekts im Bereich des nördlichen Jerusalem – das Juden wie Arabern nutzen wird – das bisher rund 30 Millionen Schekel (gut 7 Millionen Euro) gekostet hat.

Israel ist oft wegen der Entwicklung von Verkehrsarrangements für Juden und Araber unter Feuer gekommen, ob sie nun geteilt oder getrennt sind. Die Palästinenser haben ihre eigenen Busse und Taxis, die ihre Dörfer bedienen, selbst innerhalb israelisch kontrollierter Gebiete, während besondere Busgesellschaften, darunter Egged, in erster Linie Juden bedienen. Wenn getrennte System entwickelt werden, wird Israel oft der Apartheid beschuldigt.

Juden und Araber gemeinsam auf Straßen der Westbank

Elnatan Scharia, Sprecher es Yescha-Rats jüdischer Gemeinden in Judäa und Samaria, erklärte gegenüber JNS: „Araber unter der PA können nicht [ohne Genehmigung] nach Jerusalem, statt also sie an einem Checkpoint-Verkehr vor der Stadt im Stau stehen zu lassen, erlaubt ihnen die Umgehungsstraße Orte wie Jericho einfacher zu erreichen.

Er betonte, dass trotz der Fehlinformationen draußen, die Israel des Baus von Straßen „nur für Juden“ beschuldigen, jüdische und arabische Kraftfahrer alle Hauptarterien überall in Judäa und Samaria, allgemein als Westbank bekannt, gemeinsam nutzen.

Interessanterweise sind Juden, während Araber sich frei in ganz Judäa und Samaria bewegen können, bezüglich der Straßen, die sie benutzen können, eingeschränkt. Nach israelischem Recht ist es für Juden illegal irgendwelches Territorium zu betreten, das als Area A ausgewiesen ist, also unter voller Sicherheits- und Verwaltungskontrolle durch die PA steht. Das Betreten ist illegal, weil die IDF in diesen Gebieten nicht frei operieren kann, selbst wenn ein Jude in Gefahr ist. Große rote Schilder, die israelische Staatsbürger davor warnen diese Gebiete zu betreten, haben die Zugänge zu den von der PA kontrollierten Städten und Dörfern übersät.

Die Teilung von Land in Judäa und Samaria in Taschen israelischer und palästinensischer Kontrolle, die als Areas A, B und C bekannt sind, folgte der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen in den 1990-er Jahren.

Vor Oslo waren die Israelis in der Lage frei durch ganz Judäa und Samaria zu reisen, einschließlich der wichtigen arabischen Städte wie dem nahe gelegenen Ramallah. Gleichzeitig waren die Palästinenser in der Lage frei durch ganz Israel zu reisen, wobei 1989, kurz nach Beginn der ersten Intifada, aus Sicherheitsgründen Einschränkungen eingeführt wurden, die nach einer tödlichen Terrorwelle 1993, kurz nach der Unterzeichnung von Oslo, ausgeweitet wurden.

Infolge der Gewalt baute Israel zahlreiche Straßen, die palästinensische Städte umgehen. Die Straßen bieten zwar sichere Fahrt für jüdischen Pendler, werden aber auch von palästinensischen Autofahrern benutzt, die versuchen Staus in der Innenstadt auszuweichen.

Alle wichtigen Verkehrswege, auch die Schnellstraße 60 – die Hauptschnellstraße von Norden nach Süden, die aus dem nördlichen Samaria ins südliche Judäa verläuft – sind für israelische wie für palästinensische Kraftfahrer nutzbar.

Ein „Sauerstoffrohr“ für die gesamte Region

Doch nach Angaben der Projektpartner, darunter das Verkehrsministerium, die Stadtverwaltung von Jerusalem und der Regionalrat Binyamin, gibt es logistische Gründe für die Trennung israelischen und palästinensischen Verkehrs.

Verkehrsminister Katz sagte: „Der Bau der Straße ist ein wichtiger Schritt dabei die Einwohner der Region Binyamin mit Jerusalem zu verbinden und die Stadtregion Groß-Jerusalem zu stärken.

Die westliche Spur der Straße, die für Autos mit PA-Kennzeichen offen ist, dient als Umgehungsstraße für die Stadt, ohne dass man an israelischen Checkpoints anhalten muss. Die östliche Spur der Ringstraße verbindet israelische Gemeinden nördlich von Jerusalem mit der Stadt selbst über die Checkpoints am Naomi Schemer-Tunnel oder der Kreuzung French Hill, beide am östlichen Rand der Stadt.

Die Straße bietet Fahrern daher eine weitere Möglichkeit in die Stadt zu kommen, den belebten Checkpoint Hizme zu umgehen, der das Viertel Pisgat Ze’ev mit dem Rest von Jerusalem verbindet. Jahre lang ist der Checkpoint ein täglicher Rush Houer-Flaschenhals für Juden wie Araber gewesen, die versuchten in die Stadt zu kommen, außerdem für Araber, die keinen Zugang zur Stadt haben, aber über Durchgangsstraßen hindurch fahren müssen, die früher direkt zum Checkpoint führten.

Yisrael Gantz, Leiter des Regionalsrats von Binyamin, beschrieb die neue Straße als „nichts weniger als eine Sauerstoffleitung für die Einwohner von Binyamin und die gesamte Region“.

Dringend geboten: Airbnb eine harte Lektion erteilen

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die israelische Regierung und viele ihrer Anhänger im Ausland begreifen, dass Airbnb eine harte Lektion erteilt werden muss. Unter Druck von sehr finanzkräftigen Anti-Israel-Boykotteuren entfernte die Firma Mietwohnungen in der Westbank aus ihrem Portfolio.[1] In einem Fall wie diesem müssen Israel und seine Freunde sich erst einmal entscheiden, wie sie auf eine Weise handeln, die Airbnb bei minimalen Kosten für sie selbst am schmerzhaftesten und effektivsten trifft.

Statt einer Entscheidung zu Prioritäten und effektivem Handeln gab es eine Kakophonie an Reaktionen. Minister Gilad Elan sagte, Airbnb listet Mietmöglichkeiten in Ländern, die Diktaturen sind.[2] Die Sitemap der Firma bestätigt das und zeigt zudem, dass sie in einer Reihe von Ländern aktiv ist, die keine Israelis ins Land lassen.[3] Ministerin Ayelet Shaked erklärte, Israel könnte Aibnb verklagen.[4] Das mag möglich sein, wird aber viel Zeit brauchen. Tourismusminister Yariv Levin sagte, Israel würde Airbnbs Tätigkeit in Israel Einschränkungen auferlegen; wie das aussehen soll, konkretisierte er nicht. Er fügte an, dass die Regierung Vermieter in Westbank-Siedlungen ermutigen sollte die Firma zu verklagen und sie für die Entscheidung „büßen“ zu lassen.[5]

Das Simon Wiesenthal Center sprach sich für einen Boykott der Firma aus und sagte: „Wir nehmen zur Kenntnis, dass Airbnb keine Probleme damit hat Geschäfte im Gebiet der palästinensischen Autonomie zu machen, die Schulen und Einkaufszentren zu Ehren von Massenmördern benennt, die unschuldige Zivilisten getötet haben und die eine „Morde-Bezahlpolitik“ führt, wenn es um das Töten von Juden geht.“

In sozialen Medien riefen auch viele andere zum Boykott von Airbnb auf.

Eine Analyse des internationalen Geschäfts von Airbnb zeigt, dass die Firma sich viele Gegner und Feinde gemacht hat. Hotel-Verbände und Hotels haben als Ergebnis von Airbnb-Vermietungen Umsatz verloren. In einer Vielzahl von Städten hat sich als Ergebnis steigender Immobilienpreise Wohnungsknappheit verschärft. Langfrist-Mietern ist gekündigt worden, weil Wohnungseigentümer mit kurzzeitigen Vermietungen mehr Geld machen. Nachbarschaften sind von Touristen überschwemmt worden und verändern ihren Charakter. In einigen Stadtteilen hat die Kriminalität zugenommen. Viele Nachbarn von Wohnungseigentümern, die Airbnb für kuzzeitige Vermietungen nutzen, sind extrem unzufrieden, dass Kurzzeit-Mieter Hausschlüssel für ihre Gebäude erhalten. Einige der Mietenden benehmen sich übel. Die Behörden bemerken zudem, dass viele der Vermieter Steuern hinterziehen, indem sie das Einkommen aus der Miete nicht melden.

New York ist Airbnbs zweitgrößter Markt Es ist eine von mehreren amerikanischen Städten, in denen Maßnahmen gegen Airbnb und andere Kurzzeit-Mietfirmen eingeführt wurden. Die Gewerkschaft der Hotelbeschäftigten gab bei der School of Urban Planning der McGill University einen Bericht in Auftrag. Die Studie stellte fest, dass fast die Hälfte des Mieteinkommens auf Airbnb in New York City an 10 Prozent der Vermieter der Stadt ging. Damit profitieren nur wenige Menschen substanziell vom Kurzzeit-Mietgeschäft. Etwas früher dieses Jahr stellte ein Bericht des Rechnungsprüfungsbüros von New York City fest, dass Airbnb die Krise um günstigen Wohnraum in einer Reihe von Stadtteilen verstärkte.[6]

In San Francisco stellten tausende Vermieter die Vermietung ihrer Wohnungen ein, nachdem neues Vermietungsrecht in Kraft trat.[7] Ende letzten Jahres forderte Seattle von Vermietern den Erwerb städtischer Lizenzen und verbot die Kurzzeit-Vermietung von mehr als zwei Wohneinheiten pro Vermieter.[8] Im November stimmte der Stadtrat von Washington einstimmig dafür starke Beschränkungen für Kurzzeit-Vermietungsfirmen einzuführen.[9] Andere US-Städte sowie Vancouver in Kanada haben ebenfalls Maßnahmen getroffen, um kurzzeitige Vermietungen zu reduzieren.[10] Wieder andere denken über solche Schritte nach.

In Europa hat eine ganze Reihe von Städten Maßnahmen getroffen, die Airbnb und andere Kurzzeit-Vermietungsfirmen treffen. Barcelona fordert von Wohnungseigentümern, die kurzzeitig vermieten, sich zu registrieren und Airbnb muss Informationen zu allen Vermietern stellen. Befolgt sie das nicht, wird die Firma mit einem Bußgeld von 600.000 Euro belegt. In Paris, Airbnbs größtem Markt weltweit, werden hohe Geldstrafen gegen Firmen verhängt, die Wohnungsvermietungen ohne Regierungslizenz betreiben. Zusätzlich werden diejenigen, die mehr als 120 Tage im Jahr auf diese Weise vermieten, mit hohen Geldstrafen belegt.[11] In London beträgt die Vermietungsgrenze 90 Tage pro Jahr. Ein wichtiges spanisches Touristenziel, Palma de Mallorca, verbietet Kurzzeit-Vermietungen komplett.[12]

In den Niederlanden hat Airbnb unter enormer negativer Medienaufmerksamkeit gelitten. Der – auch international erfolgreiche – führende Comedian Arjen Lubach widmete eine seiner viel gesehenen Fernsehsendungen der Kritik an Airbnbs Arbeitsweise.[13] Er zeigt Videoclips des Firmengründers und spottete über seine Scheinheiligkeit. Lubach teilte Clips von Menschen, die sich über betrunkene Airbnb-Kunden beschweren, die ihre Schlüssel verloren und in den öffentlichen Räumlichkeiten der Häuser schliefen; auch von anderen, die sich in Korridoren übergaben oder dort urinierten. Am 1. Januar 2019 wird die Grenze für Kurzzeit-Vermietungen in Amsterdam von 60 auf 30 Tage halbiert.[14]

In Israel hat es auch Berichte gegeben, dass Touristen Schnäppchenpreise genießen, lokale Einwohner aber unter Lärm, Verkehr und fehlendem verfügbarem Wohnraum leiden, außerdem über Gäste, die die Nachbarschaft mit wilden Partys, Saufen und Drogenkonsum stören.[15]

Bei der Planung des Vorgehens gegen Airbnb sollte die israelische Regierung berücksichtigen, dass sie es mit einer Firma zu tun hat, die an vielen Orten der Welt unter Beschuss steht. Unterdessen können Israels Freunde überall in der Welt helfen, indem sie bei den örtlichen Räten der Städte, in denen sie leben, für Beschränkungen für Airbnb werben. Das Stadtrat von Bevery Hills war der erste, der beschloss, dass Airbnb wegen seiner israelfeindlichen Entscheidung nicht länger willkommen ist.[16]

Entscheidend ist, dass Airbnb dauerhaften Schaden erleidet, auch wenn es seine Entscheidung zurücknimmt. In diesem Fall wird die Kampagne gegen Airbnb einen Multiplikator-Effekt haben und andere Firmen werden es sich zweimal überlegen, bevor über ähnliche Boykotte nachdenken. Die Airbnb-Affäre streicht einmal mehr heraus, dass die Gründung einer israelischen Gegenpropaganda-Agentur lange überfällig ist.

[1] www.ngo-monitor.org/reports/the-ngos-and-funders-behind-airbnbs-bds-policy/

[2] http://www.algemeiner.com/2018/11/19/prominent-israeli-official-calls-for-boycott-of-airbnb-over-delisting-of-settlements/

[3] http://www.airbnb.com/sitemaps

[4] http://www.aljazeera.com/news/2018/11/israeli-cabinet-minister-erdan-urges-airbnb-boycott-181121134252041.html

[5] www.independent.co.uk/news/world/middle-east/israel-airbnb-taxes-west-bank-settlements-palestine-bds-boycott-middle-east-a8644361.html

[6] www.nytimes.com/2018/07/18/nyregion/new-york-city-airbnb-crackdown.html

[7] http://www.sfchronicle.com/business/article/Airbnb-loses-thousands-of-hosts-in-SF-as-12496624.php

[8] http://www.seattle.gov/business-regulations/short-term-rentals

[9] http://www.mrt.com/business/technology/article/City-votes-to-impose-restrictive-rules-on-13394800.php

[10] http://www.theglobeandmail.com/news/british-columbia/vancouver-limits-short-term-airbnb-rentals-in-laneway-houses-basement-suites/article36973446/

[11] https://abcnews.go.com/US/inside-1st-global-anti-airbnb-conference-huge-french/story?id=59290967

[12] https://global.handelsblatt.com/companies/european-cities-move-restrict-airbnb-rentals-954630

[13] http://www.youtube.com/watch?v=wyBPwDvZxBE

[14] https://nltimes.nl/2018/01/10/amsterdam-impose-stricter-daily-limit-airbnb-rentals

[15] http://www.haaretz.com/israel-news/business/as-airbnb-grows-in-israel-so-do-complaints-from-the-neighbors-1.5454858

[16] http://www.beverlyhills.org/cbhfiles/storage/files/382076173150246808/CCCondemnsAirbnb.pdf

Es ist nicht die Besatzung, Dummkopf – es ist der Terror

Elder of Ziyon, 21. September 2018

Jeden Tag werden Artikel über die Schrecken der „Besatzung“ geschrieben. Nicht nur populäre Artikel, sondern auch wissenschaftliche und Forschungsabhandlungen.

Und in fast allen davon verstehen sie die Grundlagen der Geschichte falsch.

Ein Paradebeispiel: 2016 wurde ein Forschungsartikel  mit dem Titel „Einstellungen palästinensischer Medizinstudenten zu geopolitischen Barrieren zum Zugang zu Krankenhäusern für klinische Ausbildung: eine qualitative Studie“ veröffentlicht. Der Abriss dazu sagte: „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Medizinstudenten, die in den besetzten Palästinensergebieten leben, suboptimale Ausbildung erhalten; Grund sin die unklaren Genehmigungsregeln, Barrieren an Checkpoints und die psychologischen Belastungen des Prozesses. Diese Ergebnisse zeigen die Auswirkungen auf, die militärische Besatzung auf die Bildung und die Lebensqualität der palästinensischen Medizinstudenten in einem Umfeld hat, in dem es regelmäßige Gewalt und viele Gesundheitsfaktoren gibt, die bereits dürftig sind.“

Es gab Anfang des Jahres ganze Reihe aufgeregter Artikel über Israels Genehmigungssystem, das einschränkt, wo Palästinensern erlaubt ist nach Israel einzureisen. „Sicherheitsverbote sind das versteckte Kernstück eines Genehmigungssystems, das Palästinenser als ultimatives Mittel zur Kontrolle in Israels ein halbes Jahrhundert andauernden Militärbesatzung betrachten.“

Was praktisch niemand erwähnt: Es gab nahezu keine Kontrollen dazu, wohin palästinensische Araber in Israel reisen konnten – bis 1991, als das Genehmigungssystem eingeführt wurde, als Ergebnis der ersten Intifada und hunderten Toten.

Keiner der Kritiker Israels würde behaupten, dass es zwischen 1967 und 1991 keine „Besatzung“ gab.

Fakt ist: Das Genehmigungssystem war eine Reaktion auf palästinensischen Terror, keine Folge der „Besatzung“. Israel gab den palästinensischen Arabern die Bewegungsfreiheit, die sie als Recht beanspruchen – und diese Freiheit hatte Brutalität und Mord zur Folge.

Gleichermaßen wurden die Sicherheitsbarriere und andere Einschränkungen als Reaktion auf noch mehr palästinensischen Terror in den 2000-ern verfügt.

Warum ignorieren diese Abhandlungen sowie Populär-Artikel den Kontext der aktuellen Einschränkungen und machen stattdessen die „Besatzung“ dafür verantwortlich? Israel hat gezeigt, dass die Grenzen, als es keine Gewalt gab, praktisch komplett offen sein könnten.

Ich habe mit langjährigen jüdischen Einwohnern der Westbank gesprochen, die mir erzählten, dass sie vor der ersten Intifada ihre Challah für den Schabbat in Ramallah kauften, wohin sie von der Bäckerei Angel gebracht wurden. Juden und Araber hätten Bewegungsfreiheit in beide Richtungen gehabt, gäbe es den Terror nicht.

Es ist nicht die „Besatzung“, die Israel dazu veranlasst Palästinenser davon abzuhalten frei nach Israel zu kommen und Juden davon arabische Städte zu besuchen. Es ist der Terror.

Punkt.

Nein, der palästinensische „bewaffnete Kampf“ wird nicht vom Völkerrecht gestützt.

Daled Amos, Elder of Ziyon, 21. August 2018

Nach Angaben der Hamas ist Terrorismus nicht nur ein Mittel – er ist ein Recht.

Saleh Armouti, ein Abgehordneter in Jordaniens Repräsentantenhaus, ging einen Schritt weiter; er b behauptete, dass die UNO bewaffneten Widerstand allgemein unterstützt – und insbesondere Terroranschläge.

Es war das legitime Recht der befreiten Gefangenen Ahlam Tamimi, dem Besatzer Widerstand zu leisten, da das Recht der Vereinten Nationen das Recht auf Selbstbestimmung festlegt, wie die internationale Legitimierung als Recht auf Widerstand gegen die Besatzung urteilt.

Tamimi ist das Hirn hinter dem Sbarro-Massaker, bei dem 15 Zivilisten (darunter 7 Kinder und eine Schwangere) ermordet und 130 verwundet wurden.

Ist es tatsächlich möglich, dass die Vereinten Nationen, die Agent für den Weltfrieden sein sollen, wirklich das Recht anerkennt Leute in die Luft zu jagen?

1974 verabschiedete die UNO-Vollversammlung eine Resolution, die

  1. Bestätigt einmal mehr die Legitimität des Befreiungskampfes von Völkern von kolonialer und ausländischer Vorherrschaft, mit allen verfügbaren Mitteln, einschließlich des bewaffneten Kampfes, wie von der internationalen Legitimität als Widerstandsrecht gegen Besatzung entschieden wurde.
  2. Verurteilt aus Strengste alle Regierungen, die das Recht auf Selbstbestimmung und Unabhängigkeit von Völkern unter kolonialer und fremder Vorherrschaft und fremder Unterjochung nicht anerkennen, insbesondere die Völker Afrikas und das palästinensische Volk.

Der Ausdruck „bewaffneter Kampf“ wird in der palästinensischen Nationalcharta von 1968, von der zweckdienlicherweise eine Kopie auf der Internetseite der UNO steht.

Die UNO-Vollversammlung ging 1978 noch weiter. „Bewaffneter Kampf“ war nicht nur eine Option unter anderen, sondern sie war eine bestimmte Option, die genutzt werden kann. 1978 wurde auch das Wort „Besatzung“ verwendet – ein Wort, das in der Resolution von 1974 nicht verwendet wurde.

Und als sei das Ziel der Palästinenser in diesem Kampf nicht klar, ließ Israel 1980 eine Kopie des „politischen Programms“ der Fatah zirkulieren, das die Begriffe „bewaffneter Kampf“ und „bewaffnete Revolution“ verwendet – mit der ausdrücklichen, dreimaligen Erwähnung des Ziels der „Liquidierung des zionistischen Gebildes“.

Die Ambivalenz der UNO bei der ganzen Idee des „bewaffneten Kampfs“ wird in einer Pressemeldung der UNO im Jahr 2005 deutlich; darin wurde die Schwierigkeit vermerkt, die sie damit hat, was als Terrorismus qualifiziert und was davon ausgenommen wird. Zu den Unstimmigkeiten gehörte, „ob die Ausnahmen auch bewaffnete Widerstandsgruppen abdecken sollten, die am Kampf gegen koloniale Herrschaft und ausländische Besatzung beteiligt sind“.

Letztes Jahr schrieb ich darüber, dass nicht nur die Übernahme des „bewaffneten Kampfs“ im Gegensatz zur UNO-Charta steht, sonder dass die Idee, dass Juden – die im Land indigen sind und der mehr als ein Jahrtausend dauernden arabischen Kolonisierung vorausgingen – Kolonialisten und fremd seien, absurd ist.

Doch es gibt einen weiteren Gesichtspunkt.

Es ist beliebt auf die Verpflichtungen einer Besatzungsmacht hinzuweisen.

Was ist aber mit den  Leuten, von denen behauptet wird, sie seien besetzt?

In seinem Buch The International Law of Belligerent Occupation (Das internationale Recht kriegerischer Besatzung) schreibt Yoram Dinstein (Hervorhebung hinzugefügt):

Es gibt eine weit verbreitete Überzeugung, dass die Zivilbevölkerung in einem besetzten Gebiet das Recht auf gewalttätigen Widerstand gegen die Besatzungsmacht hat. Das ist eine Fehlvorstellung, die ausgeräumt werden muss. In Wirklichkeit gestattet das Gesetz für internationale bewaffnete Konflikte Zivilisten „weder gewaltsamen Widerstand gegen Besatzung des eigenen Territoriums durch den Feind, noch den Versuch dieses Territorium mit Gewaltmitteln zu befreien“. Das betonte ein Sondergericht der Niederlande im Christiansen-Verfahren 1948:

Die Zivilbevölkerung muss wissen, dass, wenn sie sich als des Begehens von Widerstandsaktionen berechtigt betrachtet, im Allgemeinen innerhalb des vom Völkerrecht gesetzten Grenzen ungestraft Gegenmaßnahmen getroffen gegen sie werden können.

Dinstein hat das nicht erfunden.

Der schrägt gestellte Text oben bezieht sich auf „How Does Law Protect in War?“, Band 1: Outline of International Humanitarian Law, veröffentlicht vom Internationalen Roten Kreuz:

Aus Sicht des Humanitären Völkerrechts verdienen und benötigen Zivilisten in besetzten Gebieten besondere und ausführlich festgelegte Regeln, die sie schützen. Auf ihrem eigenen Territorium lebend kommen sie unabhängig von ihrem Willen  in Kontakt mit dem Feind, nur weil es einen bewaffneten Konflikt gibt, bei dem der Feind die territoriale Kontrolle über den Ort gewinnt, an dem sie leben. Die Zivilisten haben gegenüber der Besatzungsmacht keine Verpflichtungen außer denen, die ihrem zivilen Status zueigen sind, d.h. nicht an Feindseligkeiten teilzunehmen. Wegen diese Verpflichtung erlaubt ihnen das Humanitäre Völkerrecht weder dem Feind gewalttätig Widerstand auf ihrem Territorium zu leisten noch zu versuchen dieses Territorium mit Gewaltmitteln zu befreien. (Teil 1, Kapitel 8:IV)

Die Regeln, die für eine Besatzungsmacht gelten, erscheinen widersprüchlich, außer man bezieht mit ein, dass Völkerrecht die langfristige Sichtweise einnimmt, nämlich eine potenzielle Rückkehr zum Status quo nicht zu gefährden:

Das legitime Interesse [der Besatzungsmacht] besteht darin das Territorium für die Dauer der Besatzung zu kontrollieren, d.h. das Territorium wird vom früheren Souverän befreit oder in einem Friedensvertrag an die Souveränität der Besatzungsmacht übergeben. Das Humanitäre Völkerrecht ist zu Fragen des jus ad bellum neutral [ob ein Krieg gerecht ist] und zeigt keinen Vorzug für die eine oder andere Lösung, sondern das Völkerrecht versucht sicherzustellen, dass während der Besatzung keine Maßnahmen getroffen werden, die eine Rückkehr unter den ehemaligen Souverän beeinträchtigen würde. [Hervorhebung hinzugefügt]

Selbst wenn man argumentieren wollte, dass der Gazastreifen und die Westbank besetzt sind, dann besteht die Tatsache, dass das in Übereinstimmung mit UNO-Resolution 242 steht, Israel sich zur Rückgabe der Territorien – wenn auch nicht aller 1967 gewonnen Gebiete – in Übereinstimmung mit den Sicherheitsbedürfnissen verpflichtete und sich entsprechen verhalten hat.

Es gibt juristische Gründe – auf Präzedenzfällen basierend – dafür zu sagen, dass der Gazastreifen faktisch nicht besetzt ist.

Gleichermaßen unterstützt die Existenz einer palästinensisch-arabischen Regierung mit Kontrolle über die Westbank, wie sie in den Artikel XVII bis XXI der Oslo II-Verträge beschrieben ist, die Behauptung, dass auch sie nicht unter Besatzung steht.

Was Israel selbst angeht, so wird die Behauptung der Hamas, Israel besetze „palästinensisches“ Land, von der Tatsache widerlegt, dass Juden seit mehr als 3.000 Jahren ohne Unterbrechung in diesem Land gelebt haben. Weit davon entfernt fremd zu sein, eine fremde oder Kolonialmacht (ein Begriff der viel besser auf die Muslime passt, die im 7. Jahrhundert eindrangen), waren es fremde Araber von außerhalb des damaligen Palästina, die sich entschlossen anzugreifen und verloren – womit die Probleme geschaffen wurden, die bis heute fortbestehen.

Hamas-Terroristen sind notorisch unzuverlässige Interpretatoren des Völkerrechts.

Abgesehen von der Tatsache, dass die Vorstellung von „bewaffnetem Kampf“, die die UNO übernommen hat, keine willkürlichen Anschläge auf unbewaffnete Zivilisten einschießt, macht die Genfer Konvention klar, dass „die Gesetze, Rechte und Pflichten des Krieges nicht nur für Armeen gelten, sondern auch für Milizen und Freiwillilgen-Korps, die die folgenden Bedingungen erfüllen:

1. Sie müssen von einer Person befehligt werden, die für ihre Untergebenen verantwortlich ist.
2. Sie tragen ein fest angebrachtes, unverwechselbares Emblem, das aus Entfernung erkennbar ist.
3. Sie tragen offen Waffen. Und
4. Sie führen ihre Operationen in Übereinstimmung mit den Gesetzen und Gewohnheiten des Krieges aus.

Das Leben der Einwohner des Gazastreifens zu gefährden, indem sie als menschliche Schutzschilde benutzt werden, während an unbewaffnete israelische Zivilisten angreift, die sich eindeutig nicht an Feindseligkeiten beteiligen, ist eine offensichtliche Verletzung des Völkerrechts und beweist die Lüge der Hamas-Behauptungen auf ein Recht für „bewaffneten Kampf“, der eindeutig nichts anderes ist als Terrorismus.

Die Tatsache, dass die UNO aus voller Kehle „bewaffneten Kampf“ unterstützt, sich aber nicht in der Lage sieht darzustellen, was Terrorismus ist und was nicht, ist eine Anklage ihrer Korrumpierung durch undemokratische Staaten und dessen, wie weit sie vom Völkerrecht abgekommen ist, das hochzuhalten sie behauptet.

Ausflüge nach Samaria und mit Siedlern reden

Sheri Oz, Israel Diaries, 28. Juni 2018

Was würden Sie erwarten auf einer Tour durch Samaria zu sehen? Was würden Sie erwarten, wie Siedler sind?

Eine ganz kleines Bisschen Hintergrund

Samaria ist der klassische Name der Region, der auf den Namen dessen gründet, was einst eine Hauptstadt des nördlichen Königreichs Israel war. Der hebräische Name lautet „Schomron“. Nach der jordanischen Besatzung der Region westlich des Jordan ab 1948 wurde sie unter dem Namen „Westbank“ subsummiert. International und leider auch in Israel ist das der für die Region am häufigsten verwendete Name, während mit der Zeit immer mehr Israelis sie Judäa und Samaria oder Yehuda we-Schomron nennen.

Im Krieg von 1967 gewann Israel die Kontrolle über Judäa und Samaria (J&S) zurück, gab aber einiges davon ab, als es die Olso-Vereinbarungen mit der PLO unterschrieb, eine Vereinbarung, die zur Schaffung der palästinensischen Autonomiebehörde führte. Es wird heute so eine Art Krieg um die Zukunft dieser Gebiete geführt, die zweifelsohne von den meisten Juden als das Herz unserer jüdischen Heimat betrachtet wird (auch wenn viele dazu „na und?“ sagen). Was von linken Juden innerhalb Israels in Frage gestellt wird, ist, ob es weise ist oder nicht an diesen Gebieten festzuhalten oder sie in einem ausgehandelten Friedensvertrag mit den Araber abgeben soll, die dort leben, womit man ihnen erlaubt ein weiterer arabisch-muslimischer Staat zu werden. Linke außerhalb von Israel, ob jüdisch oder nicht, schienen uns als Kolonialisten ohne legitime Verbindungen zum Land als indigene Nation zu betrachten.

Das Ziel des Samaria-Ausflugs

Vor kurzem machte ich zwei organisierte Ausflüge nach Samaria. Einer war mit David Haivri (organisiert vom Ministerium für strategische Angelegenheiten und dem Schomron-Rat) und der andere mit David Hermelin (organisiert vom Zentrum für öffentliche Diplomatie und Israeli Hasbara). Beide Ausflüge hatten dasselbe übergreifende Ziel: den Leuten die Realität vor Ort in Samaria zu zeigen und sie ihre eigenen Schlüsse ziehen zu lassen.

Es gab weder von keinem der beiden Davids einen Versuch unser politischen Ansichten zu verändern. Kein Versuch uns mit Sprüchen zu füttern, die wir schlucken und akzeptieren sollten. Beide Davids billigten uns Intelligenz zu. Ihre Einstellungen passten zu der meinen – es ist in Ordnung nicht übereinzustimmen, solange beide Seiten der unterschiedlichen Ansichten Zugang zu Wissen und Fakten haben. (Um der Transparenz willen: Ich neige dem Recht bezüglich israelischer Souveränität in J&S zu und während ich versuche in meinen Schriften ausgewogen zu sein, bin ich sicher, dass meine Neigung durchkommt.)

Die Unterschiede zwischen den beiden Ausflügen lagen in den Details – wir begannen am selben Ausgangspunkt und gingen dann in unterschiedliche Richtungen.

Der Verlaufsplan des Samaria-Ausflugs

Beide Ausflüge begannen mit einer Aussicht auf die Mittelmeerküste (wenn die Fernsicht passt) von Peduel aus. Dieser Stopp zeigte uns die möglichen Folgen des Denkens, wir könnten einen Frieden mit einem Gebilde aushandeln, das immer noch aussagt uns auszulöschen zu wollen  (ihre eigenen Worte), indem Land übergeben wird, das ihnen unseren am stärksten bevölkerten Bereich und unseren internationalen Flughafen in die Hände gibt. Ich schrieb über diesen Teil des Ausflugs hier in einem eigenen Teil. Wenn Frieden verhandelt werden soll und hier Teilnehmer der Gruppe sehr auseinandergehende Denkansätze dazu haben sollten, wie das geschehen kann, dann haben sie zumindest mit eigenen Augen die Bedeutung der Abgabe von Land gesehen. Glaubt ihr immer noch, dass das weise ist? In Ordnung, ihr habt gesehen, was das bedeuten könnte und die Tatsache, dass ihr bereit gewesen seid herzukommen, um das zu tun, wird nicht als selbstverständlich angesehen.

Der Ausflug mit David Haivri deckte mehr Fläche ab, weil uns etwas mehr Zeit zur Verfügung stand. Manche von uns kamen mit unseren eigenen Autos, um um 8.30 Uhr am Bus in Ariel zu sein. Der Ausflug endete gegen 17 Uhr in Ariel. Im Gegensatz dazu begann der Ausflug mit David Hermelin mittags in Tel Aviv und endete gegen 19.30 Uhr wieder in Tel Aviv. Das gab uns etwa achteinhalb Stunden gegenüber 5 Stunden in Samaria. Vergessen Sie nicht, bei beiden Ausflügen besuchten wir zuerst den Staats-Aussichtspunkt in Peduel.

Was ich von den Ausflügen nach Samaria mitnahm

Ich mag Geschichten aus dem Leben. Ich denke, die Interaktionen auf Augenhöhe, die uns bei beiden Ausflügen geboten wurden, erweckten bestimmte Aspekte des Lebens in J&S zum Leben. Es ist zum Beispiel eines, etwas von Fabriken zu hören, die Juden und Araber beschäftigen, die Seite an Seite arbeiten. Es ist etwas ganz anderes durch die Fabrik zu gehen und die Atmosphäre der Ruhe und des Wohlergehens zu aufzunehmen, die dort ausgestrahlt wird.

Die Zimmermans sind ein beeindruckendes Paar: Sie haben in Itamar einen Biobauernhof gegründet, der sich selbst trägt und den landwirtschaftlichen Regeln folgt, die im Tanach dargelegt sind. Wir konnten einige ihrer Produkte probieren, so Jogurt, getrocknetes Obst, Käse und Brot.

Die Sicht auf Nablus war ein Augenöffner. Das ist eine RIESIGE Stadt. Und versteckt in dieser Stadt sind das Josefgrab und der Jakobsbrunnen in der wunderschönen orthodoxen Kirche, die darüber gebaut wurde. So nah und doch so fern. Juden können das Josefgrab nicht ohne Armee-Eskorte besuchen. Die Oslo-Vereinbarungen sollten allerdings den Zugang der Juden zu der Stätte garantieren.

Der Besuch in der Techina-Fabrik hinterließ bei mir den Wunsch eine andere Art Interaktion mit einem Repräsentanten der Gemeinschaft in Samaria zu bekommen. Ich hätte gerne mehr über ihren Glauben und ihre Geschichte gehört.

Im Gebäude des Schomron-Rats hörten wir einen Vortrag von Michal Esched zum hebräischen Ursprung des Namens des Dorfes, das heute von den Arabern beansprucht wird. Sie sagte uns, dass die einzige Stadt, die ursprünglich mit einem arabischen Namen versehen war, Ramle ist; Ramle liegt innerhalb der Grünen Linie. Das inspirierte mich dazu mehr über unsere alte Geschichte zu lernen.

Das Hauptelement des von David Hermelin organisierten Ausflugs war unser Besuch in Har Bracha und dem Vortrag von Rabbanit Inbal Melamed. Uns wurde erzählt, wie 20 Familien vor 30 Jahren an diesem Flecken ankamen, um die Gemeinde zu gründen. Ihr Zweck bestand darin sowohl das Gebot das Land zu besiedeln zu erfüllen, als auch jüdische Souveränität darüber zu herzustellen.

Har Bracha ist seit seinen bescheidenen Anfängen weit gekommen. Sie betreiben eine Hesder-Jeschiwa (Talmud-Studium wird mit Militärdienst kombiniert). Um die Jeschiwa-Schüler zu ermutigen in Har Bracha zu blieben und Familien zu gründen, haben sie ein Selbsthilfe-System entwickelt, bei dem die gesamte Gemeinde zu einem Fonds beiträgt, jede Familie nach ihren eigenen Möglichkeiten, der Fördergelder gewährt, die jungen Leuten helfen sich dort einzurichten, bis sie in der Lage sind sich selbst zu versorgen. Dazu gehört ihnen die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, eine Universitätsausbildung abzuschließen. Sie bitten nicht um Spenden von außerhalb der Gemeinschaft – sie sind komplett autark. Rabbanit Melamed sprach von ihrer Hoffnung in eine vollentwickelte Stadt mit etwa 20.000 Einwohnern zu wachsen. Mit der von ihr gezeigten Entschlossenheit könnten sie das durchaus schaffen.

Es mag in Samaria lebende Extremisten geben, aber die Menschen, denen wir begegneten, sind genauso wie Leute, die wir in Haifa, Jerusalem, Be’er Scheva und anderswo im Land trafen. Ich denke, es gibt wahrscheinlich auch in diesem Städten lebende Extremisten. Ich habe nicht viel mit ihnen zu tun, wenn überhaupt. Vielleicht kann dasselbe von den Leuten gesagt werden, die wir auf unserem Ausflug trafen.

Natürlich kann man nicht in Samaria sein, ohne die großen roten Warnschilder zu sehen, mit denen Juden gewarnt werden sich aus arabischen Dörfern herauszuhalten, weil das für uns gefährlich ist; außerdem verstößt es gegen israelische Gesetze.

Im Bus von Tel Aviv nach Samaria und zurück sprach David Hermelin mit uns über Ansätze derer, die Israel verunglimpfen. Vielleicht kann der gesamte Ausflug mit der folgenden Antwort zusammengefasst werden, die er auf die Frage gab, wer jüdische Rechte in Judäa und Samaria infrage stellt:

Du kannst nicht beurteilen, ob ich das Recht habe in meinem eigenen Land zu leben. Mich kümmert es wirklich nicht, was du von mir denkst und ich werde nicht versuchen dich von irgendetwas zu überzeugen. Aber wenn du wissen willst, wie meine Erfahrungen aussehen, dann werde ich sie gerne mit dir diskutieren.

Meine Vorschläge für zukünftige Ausflüge

Ich habe beide Ausflüge genossen und bin froh, dass ich beide gemacht habe. Die Führer und ihre Routen ergänzten einander und boten ein weiteres Bild als jede einzeln für sich.

Was für mich aber hauptsächlich fehlte, waren ein übergreifender Kontext und eine Struktur des Ausflugs. Hier ist eine Landkarte, dich zusammenstellte und die all die Orte zeigt, die wir besuchten (allerdings nicht in der Reihenfolge). Die Legende: 1 = Peduel (Staats-Aussichtspunkt); 2 = Industriegebiet Barkan; 3 = Ariel; 4 = Aussichtspunkt über Nablus; 5 = Har Gezirim; 6= Har Bracha; 7 = Itamar (Zimmerman-Bauernhof).

ich schlage ein zweiseitiges Informationsblatt vor, das ausgeteilt wird, wenn die Teilnehmer in den Bus steigen. Eine Seite sollte ein Landkarte ähnlich der oben sein, die die Orte zeigt, die besucht werden (und ihre Nähe zu Tel Aviv zeigen). Die Karte könnte zudem Ortsnamen einiger der 714 Orte in J&S im Original-Hebräisch zeigen, die ursprünglich jüdisch waren.

Die zweite Seite sollte einige grundlegende Fakten zu den zu besuchenden Orten zeigen. Dazu sollte auch gehören, von dem die Organisation hinter dem Ausflug hofft, dass es die Teilnehmer des Ausflugs mitnehmen. Wenn Teilnehmer nicht dazu gebracht werden zu erraten, warum der Ausflug bestimmte Orte beinhaltet, hilft sie Teilnehmern ihre Gedanken zu sortieren, sich zu orientieren und sich vom ersten Moment des Verlassens des Busses auf die Stelle zu konzentrieren. Ich erwarte, dass das Engagement größer und die Eindrücke länger anhalten werden.

Ich hoffe, dass der Schomron-Rat einen Film erstellt, der am Beginn jeder Tour in die Region gezeigt werden kann. Ich weiß, dass die Filme im Hebron-Museum und in Caesaria mir halfen diese Stellen weit mehr zu wertzuschätzen und ich würde es gerne sehen, eine ähnliche Möglichkeiten einem zukünftigen Besuch in Samaria zu haben.