Jerusalem – mehr als träumen

The Real Jerusalem Streets, 8. Juni 2017

„Nächstes Jahr in Jerusalem“
ist seit Jahrhunderten
das Mantra des jüdischen Volkes.

Zum Abschluss des Pessah-Seders
und am Ende von Hochzeiten mit dem Zerbrechen eines Glases
wird der Zerstörung Jerusalems gedacht.

Von Mai 1948 bis Juni 1967,
den Jahren unter jordanischer Besatzung,

war die Kotel, die Westmauer zu erreichen
oder in die Nähe des Tempelbergs zu gehen
nur in der Fantasie oder im Traum möglich.

Ein Blick aus Notre Dame
über gefährliches Niemandsland
war die größte Nähe, die ein Jude erreichen konnte.

Für diejenigen, die noch keine 60 Jahre alt sind
sind das Drama und Trauma des Sechstage-Kriegs
und der sich daraus ergebende Sieg selbstverständlich.
Die Welle der Gefühle, der wundersamen Errettung
vor gigantischen arabischen Armeen, die von allen Seiten angriffen,
ist verloren gegangen.

Die Bedeutung von „Jerusalem 50“
und seine vielen Feiern wird achselzuckend zur Kenntnisgenommen,

denn heute können Zehntausende zum Kotel-Platz gehen und beten.

Der Sechstage-Krieg brachte aber auch die Rückkehr
in den Gush Etzion,

das 16 Kilometer südlich der Knesset liegt

Und im Norden

ist der schöne Kineret, der See Genezareth,

über den sich die Golanhöhen erheben, wo Syrer saßen.

Das Hadassah-Krankenhaus auf dem Skopusberg
wurde geschlossen, nachdem ein Konvoi mit medizinischen Mitarbeitern
im April 1948 überfallen und 73 Menschen ermordet wurden.

Diese Gedenkmauer im Gedenkgarten auf dem Skopusberg
war der Hintergrund für eine Nachstellung dafür, wie das Hadassah
im Juni 1967 von Bürgermeister Teddy Kollek seine Schlüssel zurückbekam.

Und die Westbank,
die man Jahrhunderte lang als Judäa und Samaria kannte,

das Land Benjamin,

erstreckt sich soweit das Auge sehen kann.

Dazu gehört Tel Schilo,
wo sich 369 Jahre lang die Bundeslade befand.

50 Jahre.

Ein halbes Jahrhundert.

Dies ist eine erstaunliche Zeit, um in Jerusalem in Israel zu sein.

Die Tage der von im Verkehr feststeckenden Fahrzeugen
würgend verschmutzten Luft auf der Jaffa Road

sind entschwindende Erinnerungen, während die Straßenbahn vorbeifährt.

50 Jahre,
die Dinge sind weit davon entfernt perfekt zu sein,
aber ich würde nicht in die Zeit vor 51 Jahren zurück wollen.

Die Zweistaatenlösung ist unmoralisch, rassistisch und den Arabern gegenüber unmenschlich

Sheri Oz, Israel Diaries, 26. Mai 2017

Ich würde die Zweistaatenlösung meinen schlimmsten Feinden nicht wünschen. Doch sie ist das, was linke Organisationen in Israel und dem Ausland tun – unseren Nachbarn die Zweistaatenlösung wünschen. Sie schreien uns an, wir sollten die „Besatzung“ stoppen, argumentieren damit, dass die Besatzung für die in der palästinensischen Autonomie (PA) lebenden Araber unmoralisch und unterdrückerisch ist. Sie wollen uns von den palästinensischen Arabern trennen, sie auf der einen Seite einer dauerhaften Grenze, wir auf der anderen. Sie behaupten, dass dies die einzige humane Weise ist die jüdische Mehrheit und die Demokratie in Israel zu erhalten und gleichzeitig den palästinensischen Arabern die Autonomie zu bieten, von der sie glauben sie hätten eine Art Recht darauf.

Doch die von ihnen angebotene Autonomie ist ein Unter-Staat. Zugegeben, er würde der Staat Palästina genannt werden, aber er würde z.B. seine Grenzen zu Jordanien nicht selbst kontrollieren (Israel würde das) und es wird ihm nicht gestattet sein eine Armee zu haben. Ob er einen Flughafen haben wird oder nicht, bleibt abzuwarten und die riesige Anzahl aktuell international anerkannter „Flüchtlinge“ wird hereinkommen dürfen. Die einzige Möglichkeit, dass die PA einen solch demütigenden „Friedensvertrag“ unterzeichnet, bestünde darin, dass die Araber endlich akzeptieren, dass sie von Israel 1967 besiegt wurden. Wenn das der Deal ist, dann wird er weithin eine Kapitulation der Araber sein, ein weitgehend einseitiger Deal, der sich in nichts von unserem einseitigen Abzug aus dem Gazastreifen unterscheidet.

Und wir müssen uns nur den Gazastreifen ansehen, um zu sehen, was für die dort lebenden Araber unmoralisch, rassistisch und unmenschlich ist, nachdem wir sie verließen.

Wir gingen aus dem Gazastreifen raus, setzten eine klare Grenze fest, ließen funktionierende Gewächshäuser in den Händen der Araber, die wussten, wie man sie pflegt, ließen ständig weiter Tonnen an Medikamenten und Lebensmittel und anderen Waren hinein, selbst während 2014 (und zu anderen Zeiten) Raketen auf unsere Zivilisten regneten. Wir liefern Strom und Wasser, die sie nicht bezahlen. Das ist unsere Alimente für die Trennung unseres Schicksals von dem ihren.

Aber die Hamas zapft die humanitäre Hilfe ab, um Terrortunnel zu bauen und sich mit Raketen und weiteren Waffen auszurüsten. Die Hamas wirft Homosexuelle von Hausdächern und tötet oder foltert Mitglieder der rivalisierenden Fatah, um politische Rechnungen zu begleichen. Das unterdrückerische Regime der Hamas hält Zivilisten in Arbeitslosigkeit, arm und ohne bürgerliche Freiheiten. Und sie finden eine Möglichkeit Israel für ihre Verbrechen gegen das eigene Volk verantwortlich zu machen.

Warum glaubt irgendjemand, es würde in Judäa und Samaria (J&S) anders sein, würden wir abziehen? Und ich rede NICHT von Israels Sicherheit und ich rede NICHT davon, dass wir unsere heiligen Stätten in ihrer Hand lassen (obwohl ich dagegen bin) – ich rede von der humanitären Krise, die das Leben der hinter der Mauer Gelassenen prägen würde, die die permanente Grenze zwischen uns und ihnen markieren würde.

Wir Juden sind sentimental. Aber einige von uns sind Heuchler.

Wenn ich linken Freunden erzähle, wie die PA die Araber, für die sie angeblich die Grundlagen eines Staats legt, ausbeuten und missbrauchen; sie sagen mir, was die PA macht geht uns nichts an – wir müssen die „Besatzung“ beenden und sie sich selbst überlassen. Sie dort und wir hier! Aber einige genau dieser israelischen Linken schrieen vor kurzem förmlich danach, dass wir syrische Flüchtlingskinder oder –Familien aufnehmen. Dieselben Linken beschuldigen Israel eine Blockade des Gazastreifens zu betreiben, während LKWs täglich Tonnen an Waren hineinbringen; sie weinen Krokodiltränen wegen einer humanitären Krise ohne bereit zu sein den wahren Grund dafür zu nennen.

Diese blutenden Herzen schienen bereit zu sein die Araber im Gazastreifen und in J&S ein Schicksal erleiden zu lassen, das sich als nicht sonderlich anders herausstellen dürfte, als das, was wir in Syrien erleben. Alles im Namen der Beendigung einer sogenannten „Besatzung“.

Wenn wir Leuten wie Habib glauben, der behauptet es habe unter der israelischen Zivil- und Militärverwaltung vor den Oslo-Vereinbarungen mehr Freiheiten als es sie jetzt gibt, dann sollten wir uns wegen der Zweistaatenlösung Sorgen machen, denn sie wird bedeuten, dass wir ihn und andere wie ihn der Gewalt einer ausbeuterischen und unterdrückerischen Führung überlassen, der das Wohl des gemeinen Volks völlig egal ist. Ist DAS das, was Menschen tun, denen Menschen am Herzen liegen?

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28. Mai – 3. Juni 2017)

Sonntag, 28.05.2017:

Mahmud Abbas hat Trumps Friedensvorschlag schonmal abgelehnt; bei einem Fatah-Treffen sagte er, er werde nichts unterstützen, was nicht Israels „Besatzung“ beendet.

Aus einer IDF-Waffenkammer im Süden wurden am Samstag rund 30 Waffen gefunden. Es werden immer wieder Versuche arabischer Banden bekannt Waffen zu stehlen.

Das israelische Kabinett hat in den Tunneln an der Westmauer getagt. Saeb Erekat schimpft, das sei „ein Treffen unter der Al-Aqsa-Moschee“ und „illegal“.

Montag, 29.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA behauptete, 80% der Forderungen der Terrorhäftlinge seien von Israel erfüllt worden. (Dann müssten sie genau eineinviertel Forderungen gestellt haben.)

Migdalim in Samaria leidet unter akuter Wasserknappheit, weil örtliche Araber der Umgebung aus den Leitungen illegal Wasser abzweigen.

Karim Younes sitzt wegen der Entführung und Ermordung eines IDF-Soldaten für 40 Jahre in einem israelischen Gefängnis. Er wurde 1983 verurteilt. Jetzt hat ihn Mahmud Abbas ins Zentralkomitee der Fatah berufen.

Dienstag, 30.05.2017:

Der Direktor der Kommission für Häftlingsangelegenheiten der PA (Terror-Häftlinge in israelischen Gefängnissen) rief die PalAraber in einem Artikel auf sich auf bewaffneten Konflikt mit Israel vorzubereiten: „Sucht euch eine Schusswaffe und Munition“, appellierte er. Er behauptete weiter, Israel versuche gezielt die pal-arabischen Häftlinge umzubringen.

Ein ehemaliger Beamter des Militär-Geheimdienstes berichtete, dass die PA im Jahr 2016 7% ihres Jahreshaushalts und 20% der Auslandshilfen an Terroristen und ihre Familien zahlte – rund 1,12 Milliarden Schekel (rd. €290 Millionen).

Die PA drängt den UNO-Sicherheitsrat Jerusalem vor den „Verjudungsveruschen“ zu schützen.

Eine Umfrage bei den PA-Arabern hat ergeben, dass mehr als 70% von ihnen glauben, der Hungerstreik sei ein Misserfolg gewesen.

Der Erzterrorist Marwan Barghouti droht übrigens: Wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden, dann fangen wir den Hungerstreik von vorne an.

Donnerstag, 01.06.2017:

Selbst die UNO hat die Namensgebung verurteilt und Norwegen will sein Geld zurück. Aber die Palästinenser weigern sich das nach Dalal Mughrabi benannte Frauenzentrum umzubenennen. Die Terroristin sei eine Heldin.

Nabil Abu Rudeineh, der Sprecher von Mahmud Abbas, sagte, Netanyahus Äußerungen über (unerlässliche) fortgesetzte militärische Kontrolle in der Westbank auch infolge eines Friedensabkommens, seien inakzeptabel und führten nicht zu Frieden. Das verewige die Gründe des bestehenden Konflikts. Israel müsse sich aus allen 1967 besetzten Gebieten einschließlich „Ost“-Jerusalems zurückziehen. Israel beweise, dass es nicht ernsthaft an einer Friedensregelung interessiert sei.

Die PA hat den Verkauf von Hummus eines israelischen Herstellers verboten und Anzeige gegen Händler erstattet, die dieses verkaufen. (Angeblich entspricht das Produkt nicht den vorgeschriebenen Anforderungen.)

Ein von Mahmud Abbas geführtes PLO-Komitee hat Trumps Vorschlag zu Verhandlungen über einen vorläufigen Palästinenserstaat zurückgewiesen. (Die bestehen darauf alles gleich zu bekommen, keine Zwischenlösungen.)

Trotz der Forderungen der PA die Stromlieferungen in den Gazastreifen einzustellen, liefert Israel weiter Strom. Der zuständige Minister Steinitz sagte, Israel nehme keine Befehle von der PA entgegen, sondern treffe Entscheidungen aufgrund eigener Prioritäten.

Freitag, 02.06.2017:

Die israelische Feuerwehr, die Polizei und die IDF haben einen Plan entwickelt, wie einem Feuerterror entgegengetreten werden kann, wie er im letzten Herbst stattfand. Außerdem soll die Öffentlichkeit deutlicher über Risiken von Feuer (wie Buschbrände entstehen können) aufgeklärt werden und ein Bewusstsein zu entwickeln, das dafür sorgt, dass weniger Brände durch Unvorsichtigkeit entstehen.

Eine Meinungsumfrage von Israel HaYom ergab, dass eine Mehrheit der Israelis die Zweistaatenlösung nicht mehr unterstützt, sollte zu einem Frieden gehörten, dass Teile der Souveränität Israels in Jerusalem an den Palästinenserstaat abgegeben werden. Die überwiegende Mehrheit der Israelis zöge in dem Fall die Souveränität über Jerusalem einem Friedensdeal vor.

Während der Woche traf sich Finanzminister Mosche Kahlon mit dem PA-Premierminister Rami Hamdallah, um ihn über die israelischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lage der palästinensischen Wirtschaft zu informieren. Dazu gehört unter anderem, dass der Allenby-Übergang nach Jordanien die nächsten zwei Monate 24 Stunden am Tag geöffnet sein wird und Baugenehmigungen in der Israel komplett verwalteten Area C von Judäa und Samaria an den „Rändern“ zu den Areas A und B leichter zu bekommen sein werden.

Die Hamas behauptet 45 Personen verhaftet zu haben, die für Israel spionieren. Sie hätten sich selbst gestellt. Ein führender Hamasnik behauptet, Israel werbe Agenten über soziale Medien an.

Die arabische Terroristin, die am Donnerstag einen Soldaten verletzte, erlag heute ihren Verletzungen.

Samstag, 03.06.2017:

Ein Terrorist der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden wurde nach 12 Jahren (er war zu 15 Jahren verurteilt worden) aus israelischer Haft entlassen. Die offizielle Fatah-Facebookseite zeigte den Helden-Empfang, der ihm in Fatahstan bereitet wurde.

Der PA-Bildungschef erklärt, er schütze mit dem Lehrplan nur das „palästinensische Narrativ“; so wie Israel seine Helden und Landkarten habe, hätten sie auch die Palästinenser. Außerdem werde er darüber nachdenken, dass an PA-Schulen der Holocaust gelehrt werde, aber Israel müsse auch die „Nakba“ lehren.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21. – 27. Mai 2017)

Sonntag, 21.05.2017:

Eine Gruppe arabischer Bürger Israel hat für Montag einen Generalstreik und einen „Tag des Zorns“ in Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen ausgerufen.

Eine Gruppe arabischer Knessetabgeordneter hat sich auf den Tempelberg begeben. Es gibt ein Besuchsverbot für Knessetmitglieder, das sie gezielt missachteten (sogar „rechtsextreme“ religiöse Abgeordnete halten sich an die Anweisung; Premierminister Netanyahu will über eine Aufhebung des Verbots nach dem Ramadan „nachdenken“). Die Araber wurden von der Polizei vom Plateau geleitet.

Am Abend sprach Premierminister Netanyahu zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems. Er sagte, der Tempelberg und die Westmauer werden unter israelischer Souveränität bleiben.

Mehrere Dutzend der Hungerstreiker sind inzwischen im Krankenhaus. Weitere werden wohl folgen.

Die Tochter eines Hamas-Terroristen, der wegen 66-fachen Mordes in Israel einsitzt, hat ihrem Vater einen Brief geschrieben, wie stolz sie auf ihn ist.

Die IDF hat die Einsatzregeln bezüglich Personen geändert, die Soldaten Waffen stehlen wollen. Ab sofort darf auf solche Personen geschossen werden.

Jordaniens König rief am Freitag Präsident Trump an und wünsche sich, dass der Amerikaner an einer Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts arbeite. Eine Vereinbarung zwischen den Israelis und den Palästinensern sei unerlässlich für die Bekämpfung des Terrors.

Das israelische Sicherheitskabinett hat ein Paket an Gesten des Guten Willens den PA-Arabern gegenüber beschlossen. Unter anderem soll es deutlich mehr Baugenehmigungen für PA-Araber in Area C geben, die komplett von Israel kontrolliert wird.

Montag, 22.05.2017:

Für den Ramadan gibt es Sonderregelungen für PA-Araber; 200.000, die Familienmitglieder in Israel haben, bekommen Sondergenehmigungen zur Einreise für den gesamten Monat. Weitere 7.000 erhalten Genehmigungen für Id al-Fitr, direkt nach dem Ramadan. Männer über 40, Jungen unter 12 Jahren und Frauen können ohne Genehmigung den ganzen Monat hindurch freitags in Jerusalem auf dem Tempelberg beten gehen.

Mittwoch, 24.05.2017:

Am Montag setzten Araber als Teil ihres „Tag des Zorns“ eine Jeschiwa in Homesch in Samaria in Brand. Homesch wurde während der „Abkoppelung“ 2005 evakuiert. Die Jeschiwa wurde allerdings weiter betrieben. Der stellvertretende Knessetsprecher Bezalel Smotrich kommentierte, dass „aus jedem Ort, den wir verlassen haben, ein Ort des Horrors gemacht worden ist und heilige Stätten zerstört wurden“.

Eine Moderatorin im PA-Fernsehen hat Sehnsucht – nach den Tagen des palästinensischen Terrors; er beschwerte sich, dass es (heute) nicht genug Gewalttätigkeit (gegen Juden) gibt. Dabei lobte sie gerade in einem Interview einen Terrormörder, der damit prahlte bei seiner „Operation“ 16 Juden ermordet zu haben.

Mahmud Abbas hat gegenüber Trump behauptet, er sei bereit sofort wieder mit Verhandlungen mit Israel zu beginnen.

Benjamin Netanyahu stellte bei einer Feier auf dem Ammunition Hill richtig: Israel ist für die Verzögerung einer Lösung des Konflikts nicht verantwortlich. Außerdem sagte er: Der Tempelberg und die Westmauer werden immer unter israelischer Kontrolle bleiben.
Mahmud Abbas ließ daraufhin erklären, das sei falsch und schade den Friedensbemühungen. „Ost“-Jerusalem „mit seinen heiligen Stätten des Islam und der Christenheit ist die Hauptstadt des palästinensischen Staats und wir es für immer sein“. (So hat er mal eben wieder jüdische Verbindungen zum Tempelberg und Jerusalem bestritten!)

Donnerstag, 25.05.2017:

Auf der libanesischen Seite der Grenze zum Libanon versammelten sich mehrere Dutzend Personen anlässlich 17 Jahren Abzug Israels aus dem Libanon; sie schwenkten Hisbollah-Flaggen und warfen Steine auf den Grenzzaun. Soldaten gaben Warnschüsse ab.

182 der hungerstreikenden Terrorhäftlinge sind in Krankenhäuser gebracht um zu entscheiden ob sie medizinische Hilfe benötigen. Derzeit beteiligen sich noch 836 Terroristen an dem Hungerstreik.

Der Terrorist, der Anfang der Woche in Netanya zwei Personen verletzte und angeschossen wurde, erlag jetzt seinen Verletzungen.

Freitag, 26.05.2017:

Araber in der israelischen Stadt Kfar Khana in Galiläa zeigen offen ihre Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen mit Bannern und PLO-Flaggen.

Mahmud Abbas pries erneut die in Israel in Gefängnissen sitzenden Terroristen als „Helden“ und forderte, dass die Forderungen der Hungerstreikenden erfüllt werden.

Israel hat für 74 PA-Araber, die bei SodaStream arbeiten, die Arbeitserlaubnis erneuert, die nach dem Umzug aus dem Industriegebiet in Mischor Adumim nicht weiter erteilt worden war.

Samstag, 27.05.2017:

Die Hamas begrüßte die Einigung der Israelis mit den hungerstreikenden Terroristen, beglückwünschte die Terroristen und erklärt die Sache zu einem Sieg über Israel.

Seltenes Dokument aus der Zeit vor der Staatsgründung machen geltend, dass Israel Anspruch auf Judäa und Samaria hat

107-seitiges Memorandum für die UNO, erstellt von führenden amerikanisch-jüdischen Juristen, betonen vorstaatlichen jüdischen Konsens zu Israels Recht auf Jerusalem und Yescha.

David Rosenberg, Israel National News, 2. Mai 2017

Landkarte des Nahen Ostens

Fast siebzig Jahre nach der Gründung des Staas Israel sind die amerikanischen Juden wegen der israelischen Politik in Judäa, Samaria und Jerusalem heftig geteilt – und haben zwiespältige Ansichten sowohl über das, welche Entscheidungen die für Israels Interesse am besten sind wie auch dazu, ob Israel überhaupt ein Recht an großen Landstrichen des historischen jüdischen Heimatlandes hat.

Doch war das amerikanische jüdische Establishment in der Frage jüdischer Rechte am Land Israel immer so geteilt?

Ein gerade erst gefundenes Memorandum einiger der führenden Persönlichkeiten der amerikanischen jüdischen Gemeinschaft legt nahe, dass das amerikanische Judentum vor der Gründung Israels, anders als heute, Israels Anspruch auf das historische jüdische Heimatland, einschließlich Jerusalems, Judäas und Samarias begrüßte.

Das 107 Seiten starke Memorandum mit dem Titel „The Basic Equities oft he Palestine Problem“ wurde von acht prominenten jüdisch-amerikanischen Juristen im September 1947 verfasst und als Reaktion auf den Bericht des Sonderkommission der UNO zu Palästina an die Vereinten Nationen geschickt wurde; dieser schlug eine Teilung des Landes vor, was dem vorgeschlagenen jüdischen Staat einen winzigen Anteils des ihm ursprünglich von der Balfour-Erklärung und in der Folge des Völkerbund-Mandats für Palästina zugeteilten Landes übrig ließ.

Jerusalem, Judäa und Samaria sowie ein großer Teil Galiläas wurden im UNSCOP-Plan jenseits der Grenzen des vorgeschlagenen jüdischen Staates belassen.

Zu den acht Juristen, die das Memorandum erstellten, gehörten Abe Fortas (später Richter am obersten Gerichtshof), Simon H. Rifkind (US-Bezirksrichter von New York), Jerome N. Frank (ein Richter am US-Appellationsgericht), Stanley H. Fuld (Richte des Appellationsgerichts des Staates New York), Abraham Tulin Mitglied der Anwaltskammer von New York), Milton Handler (Jura-Professor an der Columbia University), Murray L. Gurfein (Mitglied der Anwaltskammer von New York) und Lawrence R. Eno (Mitglied der Anwaltskammer von New York).

Das Memorandum an die UNO verriss das Abschneiden von Land, das einer jüdischen nationalen Heimstatt mit dem Völkerbund-Mandat versprochen wurde; es merkte an, dass der UNSCOP-Teilungsplan einem zukünftigen jüdischen Staat „weniger als ein Achtel des ursprünglich dafür vorgesehenen Territoriums überlässt“.

In Bewertung des Rechts auf nationale Selbstbestimmung für Juden und Araber stellten das acht Mitglieder zählende Gremium fest, dass die einer jüdischen nationalen Heimstatt garantierten Rechte gegenüber dem im Territorium des ursprünglichen Völkerbund-Mandats nicht durch arabische nationale Rechte eingeschränkt wurde, die mit der Gründung von Staaten oder eigenen Mandaten großzügig angegangen wurden.

„Staatsmänner des Ersten Weltkriegs begriffen schon, dass die legitimen nationalen Bestrebungen der arabischen Völker des ehemaligen türkischen (osmanischen) Reiches in derselben Friedensvereinbarung bereits komplett abgegolten wurden, die mit der Wiedergründung der jüdischen nationalen Heimstatt beschlossen wurden.“

„Mehr als eine Million Quadratmeilen des reichsten Gebiets des ehemaligen türkischen Reiches wurden mit dem Vertrag den arabischen Völkern zugewiesen, um sofort unabhängige Staaten zu gründen, was heute in vollem Umfang erreicht worden ist.“

Das ursprüngliche Mandat für eine jüdische nationale Heimstatt, erinnerte das Memorandum, schloss das gesamte Gebiet westliche des Jordan sowie das Gebiet ein, das wir heute als Königreich Jordanien kennen.

Während ein zukünftiger jüdischer Staat natürlich eine die Freiheit haben würde Territorium aus demografischen Überlegungen abzugeben, dürfen von der internationalen Gemeinschaft keine weiteren Eingriffe an den Rechten, die der jüdischen nationalen Heimstatt versprochen wurden, auferlegt werden.

Am Wichtigsten ist: Die Gruppe lehnte den Gedanken ab, dass im Mandat Palästina lebende Araber Anspruch auf eine separate Selbstbestimmung innerhalb des einem zukünftigen jüdischen Staat zugewiesenen Landes haben.

Exemplare des Originals des Memorandums von 1947 waren in den 1970-er Jahren kaum noch vorhanden und 1977 ließ die Hadassah Women’s Zionist Organization of Ameica das Dokument in Buchform neu veröffentlichen

Vierzig Jahre später war aber selbst der Nachdruck von 1977 schwierig zu bekommen, was die Universität Ariel veranlasste das Originaldokument von 1947 in ein Konservierungsprojekt für historische Texte einzubeziehen.

Eine von Yossi Goldstein geleitete Forschergruppe der Universität Ariel komplettierte vor kurzem den akribische Scan-Prozess zur Digitalisierung des Memorandums, ein Prozess, der vom brüchigen Zustand des verbliebenen Originalexemplars im Besitz der Universität erschwert wurde.