Duell der Symbolbilder

Elder of Ziyon, 2. Dezember 2022

Palli: Wir sind in diesem Land die Eingeborenen!

Jude: Tatsächlich waren wir lange vor euch hier.

Palli: Wir haben den besseren Rechtsanspruch!

Jude: Nein, das Völkerbund-Mandat zieht uns vor.

Palli: Dies hier ist historisch muslimisches Land!

Jude: Wir waren 2.000 Jahre vor dem Islam hier.

Palli: Wir sind unterdrükt worden!

Jude: Willst du wirklich historische Unterdrückung vergleichen

Palli: Wir Arabe sind mehr als ihr und wir werden euch besiegen!

Jude: Wenn Macht Recht gibt, dann haben wir uns ziemlich gut geschlagen.

Palli: Ihr könnt nicht hier bleiben, ihr seid … Juden!

Jude: Genau das ist der Grund, dass wir hier sind … und bleiben werden.

Wir sind Familie: Das Geheimnis von Israels Erfolg

Elder of Ziyon, 22. August 2022

Der Economist berichtet, dass die Geburtenraten israelischer Juden steigen und die der Araber in Israel und den Gebieten zurückgehen – und dass die israelisch-jüdische Geburtenrate nicht dem weltweiten Trend folgt.

Kurz gesagt: Die demografische Bombe, von der seit Jahrzehnten vorhergesagt wird, dass sie Israel zerstören wird, ist beinahe verpufft.

Aber der Artikel berührt einen wichtigen Punkt, der es nur selten in die Medien schafft.

Auszüge:

„Wenn eine israelische Frau weniger als drei Kinder hat, hat sie das Gefühl sie schulde jedermann eine Erklärung – oder eine Entschuldigung.“ Das ist jedenfalls die Ansicht einer führenden israelischen Demografin. Wenn sie London besucht, ist sie betroffen vom Fehlen von Spielzeugläden. Israelis haben viel mehr Kinder als ihre Gegenüber sonst in der reichen Welt. Während eine durchschnittliche Israelin 2,9 Kinder hat, haben ihre britischen und französischen Geschlechtsgenossinnen 1,6 bzw. 1,8.

Yassir Arafat, der die Palästinenser dreieinhalb Jahrzehnte führte, beschrieb „den Schoß der arabischen Frau“ als seine „stärkste Waffe“. Demografische Projektionen legten in der Regel nahe, dass zwischen Jordan und Mittelmeer lebende Araber schließlich die Juden an Zahl übertreffen würden.

Damals gab es in der Tate eine große demografische Lücke. In Israel selbst hatten arabische Frauen im Durchschnitt  fast zweimal so viele Babys wie jüdische Frauen. Aber in den letzten Jahrzehnten ist diese Lücke verschwunden, weil die Geburtenrate der israelischen Araber gesunken ist, während die der israelischen Juden stieg.

1960 stand die Geburtenrate der israelischen Araber bei 9,3. In den nächsten 3,5 Jahren fiel sie um fast die Hälfte auf 4,7, bevor sie auf die heutigen 3,0 abrutschte (s. Tabelle). Die Geburtenrate der Palästinenser im Gazastreifen und der Westbank ging ebenfalls zurück, von 4,6 im Jahr 2003 auf 3,8 im Jahr 2019. Damit waren die palästinensischen und israelischen Araber einem Weg gefolgt, der von Frauen in anderen Ländern beschritten wurde. In der gesamten OECD, einem Club zumeist reicher Länder, ist die durchschnittliche Fruchtbarkeitsrate von fast 3 im Jahr 1970 auf 1,6 gefallen, deutlich unter die Rate von 2,1, die benötigt wird, um eine Bevölkerung vor dem Schrumpfen zu bewahren.

Das macht die steigende Geburtenrate der jüdischen Israelis umso überraschender. Von1960 bis 1990ging ihre Fruchtbarkeitsrate von 3,4 auf 2,6 zurück, was nahe legt, dass sie in den Schritt ihrer Schwestern andernorts einfielen. Aber dann begannen sie sich dem Trend zu widersetzen, trieben die Geburtenrate zurück auf ihr aktuelles Level von 3,1.

Fast die gesamte Zunahme ist von Israels zunehmender Zahl ultraorthodoxer (oder hareidischer) Juden verursacht, die eine Geburtenrate von 6,6 hat, mehr als das Doppelte des nationalen Durchschnitts und dreimal so hoch wie säkulare Juden. …

Aber es ist schwerer zu erklären, warum säkulare jüdische Israelis ebenfalls mehr Kinder haben als es die Norm ist. Die meisten arbeiten; bezahlten Urlaub für israelische Eltern ist nicht mit sonderlich großzügig. Kinderbetreuung ist auch nicht günstiger als an anderen reichen Orten. Manche argumentieren, dass jüdische Israelis mehr Babys machen, weil sie eine rosigere Zukunft voraussehen: Israel gehört zu den zehn glücklichsten Ländern der Welt.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass der Staat dazu ermutige Kinder zu bekommen, z.B. indem er Fruchtbarkeitsbehandlungen finanziert. Er bezuschusst In-Vitro-Befruchtung mit bis zu $150 Millionen im Jahr. Das winzige Israel hat in etwa die gleiche Zahl an gefrorenen Embryos wie Amerika. Das mag nur einen leichten Effekt auf Israels Geburtenrate zu haben, aber es signalisiert auch, dass die Regierung möchte, dass ihre Bürger sich fortpflanzen.

Eine weitere Erklärung könnte sein, dass israelische Großeltern dazu tendieren mehr auszuhelfen als ihre Zeitgenossen in vielen anderen Ländern. Da Israel klein und dicht besiedelt ist, ist Oma nie weit weg. In einer Umfrage gaben 83% der säkularen jüdischen Mütter im Alter von 25 bis 39 Jahren gaben an, dass sie von den Großeltern ihrer Kinder unterstützt werden, während nur 30% der deutschen Mütter dasselbe sagten. In Israel ist die traditionelle Familienstruktur immer noch stark. In Frankreich und Großbritannien werden mehr als die Hälfte der Babys außerehelich geboren. In Israel liegt das bei unter 10%.

Dieser letzte Absatz ist der wichtigste.

Araber und Antizionisten geben vor, das Judentum sei nur eine reine Religion. Aber es ist weit mehr als das.

Juden sind auch mehr als ein Volk, mehr als ein Stamm.

Wir sind Familie.

Das ist die fundamentale Frage, die moderne Antisemiten schlicht nicht begreifen können. Es ist dieses Gefühl der Familie, der gemeinsamen Verantwortung, einer gemeinsamen Vergangenheit und eines geteilten Schicksals, die Geheimnis des Erfolgs und der Stärke Israels ist.

Der gesamte Grund für die legendäre israelische Unhöflichkeit und Lautstärke hat seinen Grund darin, dass man im Kreis der Familie nicht so auf der Hut ist. Die Israelis stellen einander persönliche Fragen, weil man in der Familie so miteinander umgeht. Wie auf rohen Eiern zu gehen, um sicher sein, dass die Leute nicht vor den Kopf gestoßen werden oder unvorhersagbar reagieren, macht man mit Fremden, nicht mit Verwandtschaft.

„Jüdische Geografie“ – der konstante Beginn eines Gesprächs zwischen Juden aus unterschiedlichen Orten, um herauszufinden, wen man gemeinsam kennt – ist ein Spiel, das nur unter Cousins funktioniert.

Normale Leute, so uneigennützig sie auch sein mögen, kümmern sich mehr um ihre Familien als um andere. Das ist nur natürlich. Deshalb sorgt sich Israel so sehr um das Überleben und die Zukunft des jüdischen Volkes.

Die modernen Antisemiten betrachten diese Familiendynamik und verdrehen sie in „jüdisches Herrenmenschentum“. Das ist pervers. Es ist nichts Derartiges. Es ist die Art, wie starke, funktionierende Familien handeln. Und es ist ein guter Indikator dafür, wie starke Gesellschaften stark bleiben.

Starke Familien sind einander bessere Nachbarn als nicht miteinander verbundene Einzelpersonen es sein können, aber sie bilden auch eine gemeinsame Wagenburg gegen Bedrohungen. Und dieser letzte Satz erklärt Israels Politik gegenüber seinen arabischen Bürgern und Nachbar einfach besser als hunderte wissenschaftlicher Abhandlungen und Artikel das tun können.

Bethany Mandel hatte letzte Woche einen großartigen Thread über die Bindungen zwischen Juden. Eine leicht gekürzte Version:

Ich war heute mit allen Kindern auf dem Rummel und mir ging das Geld aus; ich habe auch keine Bankkarte dabei. Meine Kinder waren außer sich und wollten mehr Fahrkarten haben. Also sage ich: Lasst mich den Juden da fragen, ob ich ihm Geld von ihm leihen kann.“ Meine Kinder guckten wie: WAS? Du kannst doch nicht einfach zu einem Fremden gehen und ihn um Geld fragen. Und ich meinte nur: Leute, das ist nicht irgendwer, das ist ein Jude. Schaut zu. Er ging zum Geldautomaten, holte uns Geld, ich gab ihm im Gegenzug Venmo und sie lernen eine wertvolle Lektion was es heißt Juden zu sein.

Meine Kinder erinnern sich nicht daran, aber ich machte das schon einmal. Ich befand mich auf einem vollen Flug, allein mit drei Kindern, und musste auf die Toilette. Meine beiden älteren waren zu jung, um das Baby zu halten. Also stand ich auf, sah mich um, sah einen Juden vier Reihen weiter hinten auf dem Mittelsitz und übergab ihm mein Baby. Ich kam zurück und er meinte: Moment, warte, ich will dir auf Twitter folgen. Und jeder um ihn herum meinte: Moment mal, du kanntest ihn nicht…? Ich meinte: Nein. Sie fragten, warum ich ihm vertraute. Ich meinte. Zuerst: wohin ist er unterwegs? Zweitens: Er ist Jude. Also kann er mein Baby halten. Sie alle waren JJJ.

Stolze Juden begreifen das. Wir verstehen instinktiv, dass wir alle Familie sind. Wir erleben, dass Israel zu besuchen, selbst beim ersten Mal, sich anfühlt wie nach Hause zu kommen, im religiösen Jerusalem wie im säkularen Tel Aviv.

Wir sind Familie. Wenn du das nicht begreifst, verstehst du die Juden nicht und du verstehst Israel nicht.

Archäologie beweist: Juden sind im Land Israel die Eingeborenen

Schon im 19. Jahrhundert entdeckten Ausgrabungen eindeutige Verbindungen von Juden zu Israel, die 3.000 Jahre zurückreichen

David Billet, 13. Februar 2022

Manchmal kann der Dreck unter unseren Füßen die Antworten auf die Fragen beinhalten, die wir immer gesucht haben. Seit dem frühen 19. Jahrhundert hat es Archäologen nach Jerusalem gezogen, um die Gültigkeit der Bibel und der historischen Verbindung des jüdischen Volks zu diesem umstrittenen Land festzustellen. Während es einst unmöglich schien, sind antike Artefakte entdeckt worden, die die jüdische Verbindung zum Land Israel definitiv beweisen und es uns ermöglichen heute vor unseren Augen die biblischen Geschichten aus der Vergangenheit zu bezeugen.

Schon im 19. Jahrhundert entdeckte der führende britische Archäologe Charles Warren einen zuvor unbekannten Teil der Davidstadt. Warren was als Ingenieur ausgebildet und ein Leutnant im Royal Engineer Corps. Warren begann damit den Bereich auszugraben, der sich südlich des Tempelbergs befand, was ihn zur Entdeckung eines massiven Festungsbaus führte. Dann grub Warren am Fuß des Tempelbergs, was heute wegen der juristischen Hindernisse fast unmöglich wäre, und entdeckte einen Tunnel, der zu einer Wasserquelle führte. Dieser Tunnel verband die Davidstadt mit einer wichtigen Wasserquelle und ist „Warrens Schacht“ genannt worden.

Viele mögen die Stärke der Bibel und die Legitimität des jüdischen Anspruchs am Land Israel attackieren, aber man braucht nicht weiter zu sehen als bis zu Warrens Schacht, um zu erleben, dass antike biblische Geschichten zum Leben erweckt werden.

Als nächstes entdeckte Eilat Mazar, die Enkelin des führenden israelischen Archäologen Benjamin Mazar, eine Mauer, die zum Palast König Davids gehörte. Mazar wurde in dem Glauben erzogen, dass die Bibel einen Fahrplan zum Verständnis des Landes Israel bieten kann. Ihrer Familientradition folgend und nach dem Studium des Buches Samuel glaubte Mazar, dass sie die Stelle des Palastes von König David kannte.

Nachdem sie die nötigen Gelder aufgebracht hatte, um eine solche Grabung durchzuführen, entdeckte Mazar ein massives Mauer-Bauwerk, das auf denselben Zeitraum datiert wurde, wie König David und sich an genau dieser Stelle befand, wie sie im Buch Samuel beschrieben wird. Diese Mauer ist auch mit dem verbunden, was als „Steinstufen-Bauwerk“ bekannt ist, von dem Mazar glaubt, dass es sich um einen antiken königlichen Palast handelt, der von den Israeliten genutzt wurde. Wie ihr Großvater wurde Mazar eine führende israelische Archäologin und hat bewiesen, dass sie jüdische Präsenz in Jerusalem heute so lebendig ist, wie sie es vor fast dreitausend Jahren war.

Schließlich sind zahllose andere jüdische Artefakte entdeckt worden, die sowohl auf den ersten als auch den zweiten Tempel und die folgenden Jahrhunderte datiert worden sind. 2016 berichtete die New York Times, dass die Israelische Antiquitätenbehörde ein seltenes Stück Papyrus entdeckte, das 2.700 Jahre zurückdatiert wurde und das hebräische Wort für „Jerusalem“ trägt. Zusätzlich begann Theo Siebenberg in den 1970-er Jahren unter seinem Haus in der Altstadt Jerusalems zu graben und entdeckte eine Mikwe, einen antiken Aquädukt, Keramiken, antike Münzen und ein Grabgewölbe. Das Siebenberg-Haus ist heute ein weltbekanntes Museum, das die Öffentlichkeit besuchen kann und die antike Verbindung des jüdischen Volks zum Land Israel aufzeigt.

Die historische Verbindung des jüdischen Volks zum Land Israel ist unbestreitbar, wie man durch zahllose Artefakte sehen kann, die vor kurzem entdeckt worden sind. Von Charles Warren im 19. Jahrhundert bis zu Eilat Mazar und das Siebenberg-Haus heute wird man, je mehr im Untergrund nach der Wahrheit gesucht wird, mehr entdecken, dass die Juden seit fast 3.000 Jahren im Land verwurzelt sind. Wo immer die jüdische Verbindung zum Staat Israel infrage gestellt wird, dürfen wir nie vergessen einen einfachen Blick auf unsere Füße zu werfen und uns zu fragen, ob das, was darunter liegt, die Antworten beinhalten könnten, nach denen wir schon immer gesucht haben.

Tausend Gründe Antisemitismus nicht zu bekämpfen

Aber sind sie legitim?

Adam Milstein, FrontPage Mag, 7. Januar 2022 (Jerusalem Post, 25. September 2021)

„Antiisraelisch ist nicht Judenhass“ – Antisemitismus – BDS – Zionismus ist Rassismus
„Ich kann es mir nicht leisten Antisemitismus zu bekämpfen, ich habe zu viel zu verlieren.“
„Was ist Antisemitismus?“
„Antisemitismus ist doch nichts Besonderes.“

Liebe Freunde und Kollegen, Mitglieder der amerikanischen jüdischen Gemeinschaft!

Gute Neuigkeiten: Der Antisemitismus ist kein Problem mehr, das es wert ist bekämpft zu werden.

Das ist die Einschätzung einer großen Zahl an Mitjuden, an die ich mich in den letzten Jahren gewandt habe. Die Kontaktaufnahme war Teil meiner Bemühungen andere als Partner für meinen Kampf gegen den ältesten Hass der Welt zu gewinnen, der heute erneut zu Gewalt gegen Juden aufstachelt.

Obwohl ich beschloss den Kampf fortzusetzen statt auf einen gelassenen Lebensstil umzuschwenken, bin ich es euch schuldig euch einige der vernünftigen, wenn auch absurden Ausflüchte mitzugeben, die ich im Verlauf der Jahre gehört habe. Hier sind sie also, wie sie von einigen meiner jüdischen Kollegen zum Ausdruck gebracht wurden, die versuchten mich zu überzeugen, dass mein Aktivismus eine schlechte Idee ist.

Wir können es uns nicht leisten Antisemitismus zu bekämpfen

Der wichtigste Grund, dass viele Juden es vermeiden Antisemitismus zu bekämpfen oder dabei zu helfen, besteht darin, dass sie Angst haben.

Die Wohlhabenderen und Erfolgreichen meiner jüdischen Freunde sind die, die weniger bereit sind ein Risiko auf sich zu nehmen. Aufzustehen und unsere Feinde bloßzustellen und sie zu bekämpfen stellt uns in die Öffentlichkeit und wir werden zu Feinden, gegen die unsere Gegner schießen und das kann teuer werden. Ich höre oft oder soll begreifen, dass sie uns gerne helfen würden, sich aber kein Risiko leisten können und zu viel zu verlieren haben. Es ist für ihren Ruf, ihr Unternehmen und ihr Wohlergehen viel sicherer, wenn sie unter dem Radar bleiben und hoffen, dass jemand anderes das erledigen wird. Es gibt viele Arten unter dem Radar zu bleiben und anonym zu unterstützen, aber jede Art der Beteiligung macht ihnen Angst, weil das durchsickern und gegen sie verwendet werden könnte.

Weil sie nicht zugeben wollen, dass sie Angst haben, nutzen sie vernünftige und/oder absurde Ausreden, darunter die Folgenden:

Antisemitismus nimmt nicht zu und ist nicht gewalttätig

Sind die Statistiken von FBI und Justizministerium, die eine bedeutende Zunahme von Hassverbrechen gegenüber Juden dokumentieren, genau und/oder relevant?

Meine jüdischen Freunde neigen dazu den Ernst von Antisemitismus auf Grundlage der persönlichen Bedrohung mit Gewalt gegenüber sich selbst und ihren Angehörigen zu beurteilen. „Ist irgendjemand, den ich kenne, jemals von Antisemiten getötet oder verletzt worden?“ Nö. „Sind wir jemals persönlich von Antisemiten bedroht worden?“ Ich glaube nicht. Der Punkt ist, so sagen sie, dass man die Bedrohung nicht übertreiben soll und lasst uns einen Weg finden mit diesem Minimalrisiko, wenn es denn überhaupt besteht, zu leben. Gibt es Antisemiten? Natürlich. Aber sie sind eine Randgruppe und werden immer ein solche bleiben und abgesehen davon, sagen sie, ist die Wahrscheinlichkeit von einem Blitz getroffen zu werden weit höher als die Wahrscheinlichkeit, dass ich oder jemand aus meiner Familie von einem gewalttätigen antisemitischen Angriff getroffen werden.

Antisemitismus hilft jüdischer Geschlossenheit

Ich habe gehört, dass Antisemitismus wie der Tod und Steuern ist. Unvermeidlich. Er ist lediglich ein bedauernswertes Nebenprodukt der Menschheit und der jüdischen Erfahrung, löste aber Jahrtausende lang das Überleben des jüdischen Volkes aus. Antisemitismus schafft jüdische Geschlossenheit, er ist der einzige Punkt gewesen, zu dem in den zunehmend auseinandergehenden jüdischen Gemeinden Einigkeit herrschte. Wenn Juden sich sicher fühlen und gedeihen, dann ist das Risiko von Assimilation und Mischehen größer, also brauchen wir Antisemitismus, um sie zu ihren Wurzeln zurückzubringen. Warum ihn also bekämpfen? Stattdessen sollten wir HaSchem und unseren Glückssternen für diesen Judenhass dankbar sein. Das ist alles Teil des Plans Gottes, der zu weit über uns steht, als dass wir ihn verstehen könnten.

Antizionismus ist kein Antisemitismus

Judenhass und die dem Antisemitismus entspringende Gewalt scheinen nur ein zunehmendes Problem zu sein, weil wir die sich ausweitende, aber gerechtfertigte Verurteilung Israels als „antisemitisch“ bezeichnen. Viele sagten mir, wenn wir einen Keil zwischen die Diaspora-Juden und ihr Heimatland – das Land Israel – treiben und Kritik an Israel willkommen heißen, dann kann das nur zu größerer Liebe, Verständnis und Wertschätzung der Juden andernorts führen. Diejenigen mit einer unkontrollierten Liebe für das jüdische Volk, aber tiefem Hass gegenüber Israel, wie die Anhänger der BDS-Bewegung, werden uns als respektierte Mitglieder der Gesellschaft akzeptieren. Bedenkt man unsere lange Geschichte der Unterdrückung, dann wird uns selten zu irgendetwas eine Wahl gelassen. Also lasst uns gute Juden sein und Helden der Anti-Israel-Bewegung werden.

Antisemitismus: eine Kosten-Nutzen-Analyse

Theoretisch wäre es großartig den Antisemitismus auszumerzen, aber wir haben schlicht nicht genug Leute und ausreichende Ressourcen, das zu tun. Selbst wenn jeder einzelne Jude in Amerika für die Sache spenden würde, wäre das nie genug, um die Milliarden zu kontern, die in antisemitische Kampagnen gepumpt werden. Da also unsere Zahl und Ressourcen begrenzt sind, ist es das wirklich wert so viel Geld und Zeit einem Kampf zu widmen, den wir zwangsläufig verlieren werden? Viele ziehen es vor ihre begrenzten Ressourcen bestehenden jüdischen Institutionen wie Schulen, Synagogen und Sozialdiensten zu widmen sowie bewaffnete Sicherheitsdienste anzuheuern, um unsere jüdischen Institutionen und ihre Gemeinden zu schützen.

Wertvoller Rat statt finanzielles Engagement

Von Juden weiß man, dass sie schlau sind. Sie sind herausragend darin Meinungen und Ideen zu liefern, einschließlich zur Bekämpfung von Antisemitismus und wie man die nötigen Gelder zu seiner Bekämpfung aufbringt. Aber wenn es an der Zeit ist den Worten Taten folgen zu lassen, ziehen es die meisten vor unbezahlbare Ratschläge zu geben. Die meisten behaupten, sie hätten nicht die nötigen Ressourcen um finanziell zu helfen und diejenigen, die solche Ressourcen haben, behaupten, es gebe viel Wichtigeres, als Judenhass zu bekämpfen.

Obwohl es viele Ausreden und gute Gründe gibt Antisemitismus nicht zu bekämpfen, gibt es auch große Vorteile das zu tun und es jetzt zu tun. Antisemitismus ist ein universales Problem; die Feinde des jüdischen Volks sind vor allem die Feinde Amerikas. Hass gegen Juden und/oder jede andere Minderheitengruppe in Amerika ist für unsere Gesellschaft krebserregend. Daher liegt es zum ersten Mal in mehreren tausend Jahren im besten Interesse der westlichen Zivilisation und aller Amerikaner sich zusammenzuschließen und dieses Übel zu bekämpfen.

Zweitens haben wir jetzt einen starken jüdischen Staat, den Staat Israel, auf unserer Seite. Die Menschen Israels betrachten Antisemitismus als ernsthafte Bedrohung und sind bereit den Kampf dagegen anzuführen, nicht nur aus sicherer Entfernung zu beobachten, indem sie Mut, Ressourcen und Innovation bereitstellen.

Trotz der überzeugenden Ausreden, die ich gehört habe, bleibe ich optimistisch und hoffe, dass einige, so wie ich, aufhören werden die Bedrohung herunterzuspielen, dass sie Angst, Paranoia und Untätigkeit hinter sich lassen und sich mir anzuschließen gegen Antisemitismus aufzustehen und ihn zu bekämpfen.

Auf der Expo Berlin 1896 wurde Palästina von Juden repräsentiert

Elder of Ziyon, 27. September 2021

Die (verspätete) Weltausstellung 2020 in Dubai beginnt diese Woche und Israel wird dort repräsentiert sein.

Obwohl der moderne Staate Israel 73 Jahre alt ist, repräsentierten  Juden Palästina in Weltausstellungen schon lange vor 1948. Tatsächlich war dies erstmals vor 125 Jahren der Fall.

Diese jüdische Neujahrs-Postkarte stammt aus der Großen  Industrieausstellung in Berlin 1896 – und die  Geschichte dahinter ist bemerkenswert.

Im Foto gezeigt werden Heinrich Loewe, Mosche David Suv und andere am Eingang  zu einem Gebäude, das das Schild „Ausstellung der Söhne Israels im Heiligen Land“ (auf Hebräisch und Deutsch) mit Palmen und einer Moschee.

Als Teil der großen Industrieausstellung Berlin 1896 wurde eine Kolonialwaren-Ausstellung mit großer Darstellungen veranstaltet, die Städte und Dörfer in Afrika, Neuguinea und anderen Orten nachstellten (zu diesem Zweck die Organisatoren Einheimische dieser Orte mitbrachten, gekleidet in traditionelle Kostüme, die der Öffentlichkeit in Kulissen präsentiert wurden, die indigenes Leben darstellten). Die Stadt Kairo wurde in einem der Ausstellungsgelände „gebaut“, in wo ein palästinensischer Stand errichtet wurde (unter dem Namen „Ausstellung der Söhne Israels Kolonien im Heiligen Land“). Der Pavillon bot Produkte aus Palästina zum Kauf an: „Carmel“-Weine, Olivenholz-Artefakte, in Palästina gedruckte Bücher und  Hefte und mehr.

Der mit der Organisierung des Palästina-Pavillons beauftragte Person war Mosche David  Suv (einer der Führer der G ründer der Kolonien Rosch Pina, Yessod Hama’ala und Mischmar HaYarden). In seinem Buch „Zichronot LeBeit David […] beschreibt er die Ausstellung: „Unter den allgemeinen Ausstellungsauslagen war eine Miniaturstadt in der Form von Kairo aufgebaut… mit  Geschäften, Hotels und arabischen Cafés, dem fließenden Nil… Unsere Ausstellung, die palästinensische, wurde in Kairo zusammengestellt, innerhalb einer der großen Moscheen. Als ich in dieser Ausstellung saß, hatte ich das Gefühl, ich befände mich in einer arabischen Stadt… Tausende besuchten die Ausstellung, Juden und Nichtjuden und fast alle kauften Wein und andere Produkte.“

Nachdem sie in Berlin gezeigt wurde, zog die Ausstellung nach Köln und später nach Hamburg um.